Der rote Salon

Beinahe schlicht und dennoch prachtvoll ist der Palast Jorsans. Er wirkt fast wie eine kleine Stadt inmitten der Stadt mit all seinen Anbauten und häuserartigen Türmen.
Benutzeravatar
Zanfar Aval'athil
Moderator
Moderator
Beiträge: 213
Registriert: Samstag 27. September 2014, 14:43
Moderator des Spielers: Darna
Steckbrief: Zum Steckbrief
Rasse: Dunkelelf
Sprachen: Lerium, Kr'zner
Beruf: Nichtgenannter
Fähigkeiten: Weg des Schmerzwandlers: gut
Schwertkampf: durchschnittlich
Unbewaffneter Nahkampf: gut
Energiemagie: rudemintär
Lebensenergie:
Geld: 0D, 0L, 0F
Ausrüstung: Ausrüstungsliste gibt's im Steckbrief. Die Liste macht meine Posts immer so lang.
Zum Vorzeigen: Bild[/URL]
Zanfar by zan
Zanfar vom Wichtel (der höchstwahrscheinlich Brovi ist)

Re: Der rote Salon

Beitrag von Zanfar Aval'athil » Montag 5. März 2018, 22:18

Zanfar wich keineswegs zurück, obwohl seine recht beweglichen weißen Augenbrauen zuerst überrascht in die Höhe zuckten. Seine Wimpern senkten sich, als ihre Hand über seine Wange strich. Er sah zu Delilah herunter und der Schalk wurde von etwas anderem, traurig sehnsüchtigem ersetzt. Anders als in dem Gesicht eines menschlichen Mannes war seine Haut so glatt wie Delilahs, ohne dass Bartstoppeln die Haut rauer machten. Als eine Welle aus Delilahs Heilmagie über den Kratzer strömte, schloss er die Augen, völlig überrumpelt durch das unbekannte, aber angenehme Gefühl. Er Atmete tief aus, was einem Seufzten erschreckend ähnlich war. Danach öffnete er die Augen blinzelnd und schien genauso wie Delilah von einem anderen Ort zurück in die Realität zu finden.
Als sich ihre Hand wieder von seiner nun wieder makellosen Wange löste, ergriff er sie und hielt sie sanft fest. Sachte drehte er sie, so dass er einen Kuss auf ihre Handknöchel hauchen konnte:
„Danke.“
Raunte er mit dunkler Stimme und musterte die neugierigen, von Gold umrahmten braunen Augen die ihn gerade alles um sich herum vergessen ließen.
Er hielt ihren Blick und ihre Hand einen Augenblick lang und senkte sie dann wieder (und ließ sie los, sofern Delilah ihre Hand zurück zog).
„Jetzt tut es mir Leid, dass ich nicht noch ein paar mehr Schläge eingesteckt habe.“
Bemerkte er neckend und überspielte damit, dass er zu gerne nicht nur Delilahs Knöchel geküsst hätte.

Benutzeravatar
Delilah
Spieler-Charakter
Spieler-Charakter
Beiträge: 187
Registriert: Freitag 1. Juni 2012, 22:26
Abwesend: kein Internet
Moderator des Spielers: Maruka
Aufenthaltsort: Königreich Jorsan
Steckbrief: Zum Steckbrief
Rasse: Mensch (Jorsanerin)
Sprachen: Garmisch (Muttersprache)
Esera (Sehr gut)
Lebensenergie: unverletzt

Re: Der rote Salon

Beitrag von Delilah » Montag 5. März 2018, 23:18

Delilahs Blick, der sich schon fast wieder abgewendet hatte, fokussierte sich wieder auf auf Zanfars Gesicht, als er ihre Hand sanft ergriff. Sachte drehte er sie, sodass er einen Kuss auf ihre Handknöchel hauche konnte. „Danke.“, raunte er mit dunkler Stimme und hielt ihren Blick, sowie ihre Hand einen Augenblick lang, ehe er sie wieder senkte.

Delilahs Herz blieb derweil einen Wimpernschlag lang stehen, ehe es sich entschied schneller als zuvor zu schlagen. Zanfars samtige Stimme hatte sie schon die ganze Zeit bezaubert, aber dieses einfache geraunte Wort in Kombination mit seiner Nähe jagte ihr gerade einen wohligen Schauer über den Rücken. Bei ihrem Tanz zuvor waren sie sich noch näher gewesen, aber irgendwie war das hier anders… und die fehlende Maske gab seiner wunderbaren Stimme und seinem Charme buchstäblich ein Gesicht. Seine Hand in ihrer wurde ihr plötzlich sehr bewusst und irgendwie wünschte sie sich, dass da kein lästiger Handschuh wäre. „Jetzt tut es mir Leid, dass ich nicht noch ein paar mehr Schläge eingesteckt habe.“ Mir nicht., war Delilahs erster Gedanke, denn sie wünschte Zanfar keinen zusätzlichen Schmerz, aber … andererseits wäre es doch ... schön gewesen einen Vorwand zu haben, um diese faszinierende dunkle Haut genauer unter die Lupe zu nehmen… kurz huschten Bilder durch ihren Kopf wie ihre Finger über seine Arme und seinen Hals glitten… sie blinzelte verwirrt. Merkwürdige Gedanken.

„Ich … ähh…“ Sie zog langsam ihre Hand von ihm fort, während sie ihren Blick noch nicht ganz von Zanfar abwenden konnte. „… ich schau bessser nach… ähhh…“ Die junge Jorsanerin blinzelte erneut, sie hatte ihre Konzentration noch nicht vollends von den merkwürdigen Bildern in ihrem Kopf reißen können. Sie drehte sich nun Richtung Roter Saal um. „… Fiddatan.“ Sie warf Zanfar noch einen letzten Blick zu, dann riss sie sich los und ging etwas hastig zurück. Vor der Tür blieb sie einen Moment mit der Hand auf dem Türgriff stehen, sah sich nochmal nach Zanfar um, schüttelte verwirrt den Lockenkopf und ging wieder hinein. Drinnen angekommen blieb sie kurz hinter der Tür stehen und atmete einmal tief durch. Dass sie nach den drei bewusstlos-geschlagenen Männern hatte sehen wollen, hatte sie in ihrer Verwirrung vollkommen vergessen.
Bild

Benutzeravatar
Erzähler
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 4334
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:11
Lebensenergie:

Re: Der rote Salon

Beitrag von Erzähler » Dienstag 6. März 2018, 09:40

„… Fiddatan.“
Delilah warf Zanfar noch einen letzten Blick zu, dann riss sie sich los und ging etwas hastig zurück.
Wie ein harmloser Name sich anfühlten konnte, als hätte man einen Eimer Wasser über dem Elfen ausgeschüttet. Fiddatan hier, Drachengeist da, immer kam Zanfar irgendetwas dazwischen. Dieses Mal was es sogar Delilahs Pflichtbewusstsein, ihre Aufgabe zu erfüllen, aber dem verwirrten Anblick nach, den sie da eben abgegeben hatte, hatte er sie ordentlich aus dem Gleichgewicht gebracht und dass ließ ihn vielleicht doch ein bisschen grinsen. Er konnte es noch!
Vor der Tür blieb sie einen Moment mit der Hand auf dem Türgriff stehen, sah sich nochmal nach Zanfar um, schüttelte verwirrt den Lockenkopf und ging wieder hinein. Der Dunkelelf blieb mit den drei reglosen Leibern allein zurück.

Drinnen angekommen blieb die Novizin kurz hinter der Tür stehen und atmete einmal tief durch. Dass sie nach den drei bewusstlos-geschlagenen Männern hatte sehen wollen, hatte sie in ihrer Verwirrung vollkommen vergessen. Als sie auf sah, blickte sie in zwei senkrecht geschlitzte Augen, die blinzelten und wieder menschlich wurden. Der Graf lächelte süffisant und ließ sich wieder brav von seiner seitlichen Drapierung auf den Rücken rollen, damit Delilah ihr Werk vollbringen konnte.

Ulrich war anscheinend fast fertig mit seinem Gebräu und maß gerade hoch konzentriert die letzte Zutat ab. Dafür hob er einen kleinen Messlöffel in eine Viole, strich vorsichtig das überschüssige weiße Pulver mit einem kleinen Messer über die Kanten glatt und ließ es dann unter stetigem rühren vorsichtig in einen Becher rieseln. Als er damit fertig war, verstöpselte er wieder alles peinlich genau, wickelte die Viole in ein weiches Tuch und verstaute alles wieder. Mit dem Becher und einer Flasche Alkohol kam er zu Delilah und überreichte ihn ihr.
„Wenn ich alles richtig gemacht habe, dann sollte er schnell wirken.“
Damit drückte er ihr den Becher in die Hand und öffnete die Flasche in der anderen um sich selbst einen Schluck zu genehmigen. Er verzog das Gesicht und schüttelt sich. Wundalkohol war scharf und eigentlich nicht zum trinken gedacht, aber das war dem Alchimisten wohl egal.
„Ich glaube, mein Teil ist hier erledigt. War...interessant euch kennen gelernt zu haben, aber wenn ihr erlaubt, dann würde ich jetzt gern verschwinden! Das war mir zu ein bisschen zu viel für heute und ich muss noch frische Pralinen für das Fest herstellen. Mein Vorrat war schon fast erschöpft, als ich unterbrochen wurde. Irgendjemand muss die Dinger wie Süßigkeiten gefuttert haben! Würde mich nicht wundern, wenn heute Nacht noch jemand 'besonders süße' Wachträume hat.“
, sprach er und grinste schelmisch. Dann nahm er seine Sachen und wankte damit wieder zur Tür. Fiddatan setzte sich in der Zwischenzeit auf und musterte den Becher etwas skeptisch.

Zanfar hatte sich derweil nach einem geeigneten Zwischenlager für die drei Saufbrüder umgesehen und eine Art Besenkammer hinter einer Wandpaneele entdeckt. Er war gerade dabei den letzten dort hinein zu bugsieren, als die Tür zum roten Salon wieder auf ging und der Alchimist mit seiner Last wieder hinaus gewankt kam. Ulrich hob die Brauen, bei dem Anblick, der sich ihm gerade bot und zuckt dann aber mit den Schultern. Er ging an Zanfar vorbei, grinste, nickte und meinte noch leise, ohne wirklich anzuhalten:
„Danke, Kumpel...für vorhin.“
Dann entschwand er um die Ecke. Der Dunkelelf beendete seine Arbeit fachgerecht und eilte dann zurück um die Novizin nicht zu lange mit dem Grafen allein zulassen. Als er eintrat, stand Delilah gerade mit dem Rücken zum Drachen und dieser grinste Zanfar breit an, hob den Daumen und ließ die Brauen wackeln. Als Delilah sich wieder umdrehte, lächelte er nur wieder höflich und nahm brav den Becher entgegen. Er schaute hinein und schnupperte an der merkwürdig milchig -perlmutt schimmernden Flüssigkeit.
„Na dann runter damit.“
Er setzte an, leerte den Becher in einem Zug und stellte ihn dann neben sich auf die Tischplatte. Einen Moment saß er noch aufrecht da, schien in sich hinein zu lauschen. Eben sah es noch so aus, als wolle er etwas sagen, dann fiel er um wie ein nasser Sack.Vielleicht hätte er langsamer trinken sollen? Delilah hatte gerade noch den Kopf des Grafen abfangen können, bevor er auf die Platte geknallt wäre. Mit vereinten Kräften drehten sie ihn wieder in Rückenlage gerade auf den Tisch. Nun hatten sie also einen sedierten Grafen wenn Delilah sich mit ihren Kinderaugen im Raum umsah, sah sie auch, dass die Magie des Drachen schlief. Genauer gesagt, hatte sich sein Schimmer in eine Ecke zusammen gerollt und nur sein Kopf lag quasi noch im Tisch, so dass sich der Graf und der Drachengeist gerade nur noch am Kopf berührten. Jetzt kam also ihr Teil. Schneiden, Mächte verstärken, heilen. Nur hatte sie noch nie einen Menschen absichtlich geschnitten. Ihr Praktikum bei den Wundärzten im Spital war schon etwas her und außerdem hatte sie dort nie schneiden müssen. Vielleicht brauchte sie doch Zanfars Hilfe?
Bild

Benutzeravatar
Delilah
Spieler-Charakter
Spieler-Charakter
Beiträge: 187
Registriert: Freitag 1. Juni 2012, 22:26
Abwesend: kein Internet
Moderator des Spielers: Maruka
Aufenthaltsort: Königreich Jorsan
Steckbrief: Zum Steckbrief
Rasse: Mensch (Jorsanerin)
Sprachen: Garmisch (Muttersprache)
Esera (Sehr gut)
Lebensenergie: unverletzt

Re: Der rote Salon

Beitrag von Delilah » Dienstag 6. März 2018, 19:29

Als sie auf sah, blickte sie in zwei senkrecht geschlitzte Augen, die blinzelten und wieder menschlich wurden. Der Graf lächelte süffisant und ließ sich wieder brav von seiner seitlichen Drapierung auf den Rücken rollen. Delilah zog die Augenbrauen leicht verärgert zusammen. Eine geschlossene Tür war doch wohl ein deutliches Zeichen, musste er denn überall in ihren Gedanken rumkramen?! Sie war von der Situation schon verwirrt genug, da brauchte sie nicht noch einen neugierigen Drachen, der sich seinen Teil dazu dachte.

Ulrich war anscheinend fast fertig mit seinem Gebräu und maß gerade hoch konzentriert die letzte Zutat ab. Dafür hob er einen kleinen Messlöffel in eine Viole, strich vorsichtig das überschüssige weiße Pulver mit einem kleinen Messer über die Kanten glatt und ließ es dann unter stetigem rühren vorsichtig in einen Becher rieseln. Als er damit fertig war, verstöpselte er wieder alles peinlich genau, wickelte die Viole in ein weiches Tuch und verstaute alles wieder. Mit dem Becher und einer Flasche Alkohol kam er zu Delilah und überreichte ihn ihr.
„Wenn ich alles richtig gemacht habe, dann sollte er schnell wirken.“
Damit drückte er ihr den Becher in die Hand und öffnete die Flasche in der anderen um sich selbst einen Schluck zu genehmigen. Er verzog das Gesicht und schüttelt sich. Wundalkohol war scharf und eigentlich nicht zum Trinken gedacht, aber das war dem Alchimisten wohl egal
. Delilah zog zweifelnd eine Augenbraue noch oben… eigentlich sollte er es doch besser wissen? "Danke dir, für deine Arbeit. Das wird uns wirklich weiterhelfen."

„Ich glaube, mein Teil ist hier erledigt. War...interessant euch kennen gelernt zu haben, aber wenn ihr erlaubt, dann würde ich jetzt gern verschwinden! Das war mir zu ein bisschen zu viel für heute und ich muss noch frische Pralinen für das Fest herstellen. Mein Vorrat war schon fast erschöpft, als ich unterbrochen wurde. Irgendjemand muss die Dinger wie Süßigkeiten gefuttert haben! Würde mich nicht wundern, wenn heute Nacht noch jemand 'besonders süße' Wachträume hat.“ Delilah glaubte sich dunkel zu erinnern, wo sie diese Pralinen gesehen hatte und biss sich etwas besorgt auf die Lippe. Was Leon und Darna wohl gerade trieben? Hoffentlich ging es ihnen gut, dort wo sie waren. „Bevor du gehst, würde ich dich gerne fragen, ob ich eines deiner scharfen Messer für die Wundbehandlung hier behalten könnte. Ich würde später Sorge dafür tragen, dass es den Weg zurück zu dir findet.“

Nachdem der Alchemistenlehrling den Raum verlassen hatte, sah Delilah sich das milchig-perlmuttschimmernde Gebräu einen Augenblick lang an und fragte sich erneut, ob sie nicht vielleicht einen Exkurs in die Alchemie machen sollte. Solche Fähigkeiten wären sicher praktisch. Da hörte sie wie sich in ihrem Rücken die Tür ein zweites Mal öffnete und nach einem kleinen Moment, indem die dem Becher einen letzten Blick zuwarf, drehte sie sich wieder um und begrüßte Zanfar mit einem etwas … wackeligen Lächeln. Sie hielt Fiddatan den Becher hin und musterte ihn prüfend… er war so… brav … und lächelte besorgniserregend überhöflich. Irgendetwas war hier merkwürdig. Aber er warf dem Inhalt des Bechers nur einen kurzen Blick zu, schnupperte daran und meinte dann schicksalsergeben: „Na dann runter damit.“

Delilah öffnete den Mund um zu warnen, dass es vielleicht besser wäre, den Trank in Ruhe zu sich zu nehmen und nicht allzu schnell, da hatte der Graf sich das Getränk schon hintergekippt. Für einen Moment war alles still und dann sah Delilah wie der Graf nun selbst nach hinten kippte. Geistesgegenwärtig sprang die junge Lichtmagi einen Satz nach vorne und fing ihren Patienten auf, ehe der Kopf des Grafen hart auf die Tischplatte aufschlagen konnte. „Kannst du mir hier kurz helfen?“ Mit vereinten Kräften drehten sie ihn wieder in die Rückenlage gerade auf den Tisch. Nun hatten sie also einen sedierten Grafen.

Delilah legte noch einmal die Stoffrolle unter seinem Kopf zurecht und atmete kurz durch. Sie ließ ihre Kinderaugen kurz über den schlafenden Drachen gleiten. „So sieht er fast schon friedlich aus.“, murmelte sie leise vor sich hin. Genauer gesagt, hatte sich sein Schimmer in eine Ecke zusammen gerollt und nur sein Kopf lag quasi noch im Tisch, so dass sich der Graf und der Drachengeist gerade nur noch am Kopf berührten. Jetzt kam also ihr Teil. Schneiden, Mächte verstärken, heilen. Nur hatte sie noch nie einen Menschen absichtlich geschnitten. Ihr Praktikum bei den Wundärzten im Spital war schon etwas her und außerdem hatte sie dort nie schneiden müssen.

Einen Moment sah sie schweigend den schlafenden Grafen an. „Zanfar…?“, begann sie schließlich geistesabwesend. Es klang, als hätte sie den Namen schon unzählige Male in Gedanken gesprochen, sodass sie gar nicht weiter darüber nachdachte. „Wie gut bist du mit dem Messer?“ Sie fuhr fort. „Ich bin auf reine Lichtheilung spezialisiert, aber in diesem Fall ist es von Nöten traditionell das betroffene Gewebe wegzuschneiden. Darin habe ich keine Übung. Würdest du dir diesen Eingriff zutrauen?“ Nun wandte sie sich dem Dunkelelfen zu und als sie seinem Blick begegnete wurden ihre Wangen kurz eine Spur dunkler, ehe sie fortfuhr. „Ähhm… Während du die Vergiftung entfernst, könnte ich bereits meine Zauber – die verstärkende Sonnenaura und den Fluss des Lichts – vorbereiten. Dann kann ich gleich beginnen, sobald du deine Arbeit beendet hast.“ Sie musste nur wirklich aufpassen, wenn sie schließlich den Zauber anwandte, dass die Sonnenaura nicht irgendwelche Auswirkungen auf den Drachen hatte. Sie wollte ihn weder verletzten noch austreiben. Aber wie wollte sie kontrollieren, welchen Einfluss der Zauber hatte? Vielleicht mit den Kinderaugen…. Aber das zeitgleich zur Heilung…?

Delilah war wieder ruhiger als zuvor und konzentrierte sich auf ihre Aufgabe. Abwesend deutete sie auf ein scharf aussehendes zierliches Messer, das nicht weit entfernt auf dem Tisch lag. „Das hab ich dem Alchemisten abgeluchst, das sollte gut geeignet sein.“
Bild

Benutzeravatar
Zanfar Aval'athil
Moderator
Moderator
Beiträge: 213
Registriert: Samstag 27. September 2014, 14:43
Moderator des Spielers: Darna
Steckbrief: Zum Steckbrief
Rasse: Dunkelelf
Sprachen: Lerium, Kr'zner
Beruf: Nichtgenannter
Fähigkeiten: Weg des Schmerzwandlers: gut
Schwertkampf: durchschnittlich
Unbewaffneter Nahkampf: gut
Energiemagie: rudemintär
Lebensenergie:
Geld: 0D, 0L, 0F
Ausrüstung: Ausrüstungsliste gibt's im Steckbrief. Die Liste macht meine Posts immer so lang.
Zum Vorzeigen: Bild[/URL]
Zanfar by zan
Zanfar vom Wichtel (der höchstwahrscheinlich Brovi ist)

Re: Der rote Salon

Beitrag von Zanfar Aval'athil » Dienstag 6. März 2018, 22:05

„Ich … ähh…“ Sie zog langsam ihre Hand von ihm fort, während sie ihren Blick noch nicht ganz von Zanfar abwenden konnte. „… ich schau bessser nach… ähhh…“ Die junge Jorsanerin blinzelte erneut, sie hatte ihre Konzentration noch nicht vollends von den merkwürdigen Bildern in ihrem Kopf reißen können.

Der Dunkelelf kämpfte damit, nicht zu breit zu grinsen. Sie ist einfach nur hinreißend … und wenn sie keine Drachen mehr retten muss, wird sie mir nicht mehr weg laufen können.
Sie drehte sich nun Richtung Roter Saal um. „… Fiddatan.“ Sie warf Zanfar noch einen letzten Blick zu, dann riss sie sich los und ging etwas hastig zurück.
Wie ein harmloser Name sich anfühlten konnte, als hätte man einen Eimer Wasser über dem Elfen ausgeschüttet.

Das zufriedene Lächeln konnte die Rückkehr in die Realität allerdings nicht verhindern. Er hatte sich schon lange nicht mehr so amüsiert … wobei … in letzter Zeit eigentlich doch, auf vielerlei Hinsicht, sah man von den kleinen und größeren Dramen zwischendrin ab.

Irgendwie wurde sein Leben gerade wieder um einiges Interessanter!

Jetzt, wo Delilah sich auf ihre Pflichten besann, widmete sich auch der Nichtgenannte den seinen zu. Zuallererst setzte er seine Maske wieder auf, wobei sich das Unterfangen mit einem zerrissenen Band als schwieriger herausstellte. Die Kopfbedeckung war eher schlecht als Recht befestigt und würde keiner größeren Belastung standhalten.
Bevor er die Bewusstlosen ‚verstaute‘ stellte er sicher, dass sie alle drei halbwegs Gesund waren. Schließlich lag deren einziges Verbrechen darin, betrunken andere Menschen an zu pöbeln. Kein netter Zug, aber auch nichts, für das man den Tod verdiente.

Zufrieden darüber, dass sie offenbar noch bei guter Gesundheit waren, entdeckte er ein Wandpanel, dass eine Art Besenkammer verbarg. Der Nichtgenannte war gerade dabei den letzten dort hinein zu bugsieren, als die Tür zum roten Salon wieder auf ging und der Alchimist mit seiner Last wieder hinaus gewankt kam. Ulrich hob die Brauen, bei dem Anblick, der sich ihm gerade bot und zuckt dann aber mit den Schultern. Er ging an Zanfar vorbei, grinste, nickte und meinte noch leise, ohne wirklich anzuhalten:
„Danke, Kumpel...für vorhin.“
Dann entschwand er um die Ecke.


Du hattest wohl für heute genug Abenteuer, was? Auf jeden Fall machst du nicht den Eindruck, als wäre dir aufgefallen, welchem Volk ich angehöre. Oder du bist einfach verdammt entspannt.
Er nickte dem jungen zu.

Der Dunkelelf beendete seine Arbeit fachgerecht und eilte dann zurück um die Novizin nicht zu lange mit dem Grafen allein zulassen. Als er eintrat, stand Delilah gerade mit dem Rücken zum Drachen und dieser grinste Zanfar breit an, hob den Daumen und ließ die Brauen wackeln. Als Delilah sich wieder umdrehte, lächelte er nur wieder höflich und nahm brav den Becher entgegen.

Wow… nicht das ich mich nicht nach Daumen hoch fühlen würde, Kumpel … aber wow, das ist ganz schön Geschmacklos …bei mir gibt keinen Kameradenbonus für Spannen, egal wie viele Daumen hoch du mir gibst.

Der Drache schaute hinein und schnupperte an der merkwürdig milchig -perlmutt schimmernden Flüssigkeit.
„Na dann runter damit.“
Delilah öffnete den Mund um zu warnen, da hatte der Graf sich das Getränk schon hinuntergekippt. Für einen Moment war alles still und dann kippte der Graf nach hinten. Geistesgegenwärtig sprang die junge Lichtmagi einen Satz nach vorne und fing ihren Patienten auf, ehe der Kopf des Grafen hart auf die Tischplatte aufschlagen konnte.
„Kannst du mir hier kurz helfen?“
Mit vereinten Kräften drehten sie ihn wieder in die Rückenlage gerade auf den Tisch.
Wobei Zanfar dabei die Maske wieder vom Kopf fiel und in eine Ecke des Raumes kullerte. Er stöhnte entnervt. Nun hatten sie also einen sedierten Grafen.

Während Delilah ein Kissen aus Stoff für den Grafen zurecht rückte, sammelte der Nichtgenannte seine Maske wieder auf, verstaute sie in seinem Gürtel und blockierte die Salon Türe mit einem Stuhl.
„So sieht er fast schon friedlich aus.“, murmelte sie leise vor sich hin.
Einen Moment sah sie schweigend den schlafenden Grafen an.
„Zanfar…?“

Der Kopf des Elfen ruckte nach oben und ein kleiner Teil in ihm frohlockte, als er seinen Namen aus dem Mund der Lichtmagi hörte. Es klang vertraut, wie sie ihn aussprach und er mochte, wie ihr garmischer Akzent den dunkelelfischen Namen leicht verfremdete.
Fast perfekt, es könnte nur besser werden, wenn sie ihn Atemlos stöhnt.
Er schlug sich mental auf die Finger.
Böser Dunkelelf.
Fast hätte er gekichert.
„Wie gut bist du mit dem Messer?“
Er hob etwas verwirrt die Augenbrauen. Präzise und tödlich?
Sie fuhr fort. „Ich bin auf reine Lichtheilung spezialisiert, aber in diesem Fall ist es von Nöten traditionell das betroffene Gewebe wegzuschneiden. Darin habe ich keine Übung. Würdest du dir diesen Eingriff zutrauen?“
Ah, jetzt macht es Sinn…
Nun wandte sich Delilah dem Dunkelelfen zu und als sie seinem Blick begegnete wurden ihre Wangen kurz eine Spur dunkler, ehe sie fortfuhr.
Ein Mundwinkel im Gesicht des Dunkelelfen zuckte als er versuchte, nicht triumphierend zu grinsen.
„Ähhm… Während du die Vergiftung entfernst, könnte ich bereits meine Zauber – die verstärkende Sonnenaura und den Fluss des Lichts – vorbereiten. Dann kann ich gleich beginnen, sobald du deine Arbeit beendet hast.“
Delilah war wieder ruhiger als zuvor und konzentrierte sich auf ihre Aufgabe. Abwesend deutete sie auf ein scharf aussehendes zierliches Messer, das nicht weit entfernt auf dem Tisch lag. „Das hab ich dem Alchemisten abgeluchst, das sollte gut geeignet sein.“


Zanfar war ein bisschen enttäuscht, dass die junge Frau sich wieder gefasst hatte, aber bedachte man, was sie gleichtun wollte, war es absolut nötig, dass sie ihre fünf Sinne beisammen hatte. Also beschloss er, ihr dabei zu helfen und auch so professionell wie möglich zu sein. Auch wenn er viel lieber weiter mit ihr gespielt hätte.

Der Nichtgenannte hatte gewartet, bis Delilah fertig mit ihren Ausführungen war, bevor er Antwortete:
„Ich bin gut mit einer Klinge … allerdings eher mit einer Spezialisierung auf destruktives …“
Er verzog das Gesicht Nachdenklich.
„… Gewebe entfernen.“
Griff er die vorige Formulierung auf, ob dann aber zugleich beschwichtigend die Hände.
„Ich bin als Feldscher ausgebildet, also kann ich durchaus helfen, aber es wird nicht schön. Ein Chirurge würde eine weitaus bessere Arbeit vollbringen, denn ich werde um einiges großzügiger schneiden müssen. Das heißt, am Ende wird mehr Arbeit auf dich warten. Aber ich schätze es wird deine Kräfte sparen, nicht auch noch an ihm herum schneiden zu müssen.“

Er ging zum Tisch, zog seine Handschuhe aus und prüfte das Messer mit dem Daumen. Scharf! Stellte er fest und nickte anerkennend und sah zu Delilah herüber.
„Das sollte mehr als nur genügen.“
Er ließ den Blick weiter über den Tisch schweifen und entdeckte neben dem Wundalkohol noch ein Lederbündel, das er vorsichtig entrollte. Ulrich war drauf und dran, sich ‚ein Mal für ihn vor den Drachen warfen‘ zu verdienen. Das Bündel enthüllte ein gut sortiertes Set mit Verbänden und sauberen Tüchern, sowie einer Schere und Nadel und Faden. Und sogar eine Schale hatte er hier stehen lassen.
Er sah sich kurz im Raum um und stellte sicher, dass er nicht in direkter Sichtweite der Gucklöcher in den Wänden war, zog die Kapuze kurz ab, und band sich den Zopf neu, so dass keine losen Haarsträhnen in sein Gesicht hingen. Dann verhüllte er sich wieder und krempelte die Ärmel bis über die Ellenbogen hoch. Dann widmete er sich dem Drachen im Menschenkörper der zum Glück schon oben ohne da lag. Er desinfizierte den Bereich um seine Wunde.

Einer inzwischen verinnerlichten Routine folgend baute Zanfar sich die saubere Schale, nebst Flasche mit Wundalkohol, auf, schüttete etwas des Alkohols hinein und wusch sich dann sorgfältig die Hände, sowie das Messer. Er legte ein längeres Tuch neben den Bewusstlosen Drachen, breitete verschieden große Tücher zum Tupfen und auffangen des Blutes aus und machte sich dann daran, die Wunde genauer zu betrachten. (Fast) jeden seiner Sinne nutzend machte er sich daran, die kritischen Stellen zu identifizieren. Er hatte vor, großzügig zu schneiden, um nichts zu vergessen, aber trotzdem wollte er es nicht ausarten lassen. Alles Andere hätte bedeutete, Fiddatans Leben in Gefahr zu bringen und Delilah mehr an den Rand der Erschöpfung zu bringen. Und die Nichtgenannten hatten den Dunkelelfen in ihm genug zurechtgewiesen, dass er das Wohlhaben eines Patienten nicht wegen einer Aversion vernachlässigte.

Vorsichtig tastete er alles ab, suchte nach auffälligen Temperatur unterschieden und zu weichem oder zu hartem Gewebe. Seinen Geruchssinn nutze er, um nach Entzündungen und möglicherweise sogar Spuren des Gifts zu suchen. Seine Augen taten im Grunde dasselbe und so begann er, nachdem er sich bei Delilah rückversichert hatte, das er anfangen konnte, mit der blutigen Arbeit.
Dabei achtete er penibel darauf, dass sein Patient auch weiterhin am Leben blieb und gleichmäßig Atmete.

Der Dunkelelf ging den Prozess nüchtern an und ließ sich vom Blut genauso wenig beeindrucken, wie davon, dass er gerade einem Anderen in der Brust herum schnibbelte. Das kontaminierte Fleisch würde in der Schale Landen und ab und an würde er das Messer reinigen (nicht in der Schale, sondern darüber, so dass der Alkohol nicht über den Boden oder Tisch tropfte) genauso wie bei Bedarf seine Hände. Um den, vermutlich nicht unerheblichen, Fluss an Blut aufzusaugen und aufzuhalten, hatte er die Tücher bereitgelegt. Aber möglicherweise konnte er sich ja sogar seiner schwachen Gabe der Energiemagie bedienen, um bei Krisenherden kurzzeitig Gefäße zu blockieren – aber nur wenn er damit mehr half, als Schaden anzurichten.

Benutzeravatar
Erzähler
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 4334
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:11
Lebensenergie:

Re: Der rote Salon

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 7. März 2018, 17:43

Der Drachengeist samt Körper waren ausgeschaltet und so konnten die beiden helfenden Wesen, die nicht unterschiedlicher sein könnten, ihr Werk an ihm beginnen.
„Zanfar…?“
Der Angesprochene mochte es, wie Delilahs garmischer Akzent den dunkelelfischen Namen leicht verfremdete.
Fast perfekt, es könnte nur besser werden, wenn sie ihn atemlos stöhnt.
Er schlug sich mental auf die Finger.
Böser Dunkelelf!
Und da wunderte es, dass der Drachengeist ihm den Daumen gezeigt hatte? Zanfar gehörte eben doch noch ein bisschen in die Kategorie „Unhold“, auch wenn nicht so offensichtlich wie manch anderer.
„Wie gut bist du mit dem Messer?“
Er hob etwas verwirrt die Augenbrauen.
Präzise und tödlich?
„Ich bin auf reine Lichtheilung spezialisiert, aber in diesem Fall ist es von Nöten traditionell das betroffene Gewebe wegzuschneiden. Darin habe ich keine Übung. Würdest du dir diesen Eingriff zutrauen?“
Ah, jetzt macht es Sinn…
Nun wandte sich Delilah dem Dunkelelfen zu und als sie seinem Blick begegnete wurden ihre Wangen kurz eine Spur dunkler, ehe sie fortfuhr. Ein Mundwinkel im Gesicht des Dunkelelfen zuckte als er versuchte, nicht triumphierend zu grinsen. - - - > Unhold!
„Ähhm… Während du die Vergiftung entfernst, könnte ich bereits meine Zauber – die verstärkende Sonnenaura und den Fluss des Lichts – vorbereiten. Dann kann ich gleich beginnen, sobald du deine Arbeit beendet hast.“
Delilah war wieder ruhiger als zuvor und konzentrierte sich auf ihre Aufgabe. Abwesend deutete sie auf ein scharf aussehendes zierliches Messer, das nicht weit entfernt auf dem Tisch lag.
„Das hab ich dem Alchemisten abgeluchst, das sollte gut geeignet sein.“
Zanfar war ein bisschen enttäuscht, dass die junge Frau sich wieder gefasst hatte, aber bedachte man, was sie gleichtun wollte, war es absolut nötig, dass sie ihre fünf Sinne beisammen hatte. Also beschloss er, ihr dabei zu helfen und auch so professionell wie möglich zu sein. Auch wenn er viel lieber weiter mit ihr gespielt hätte.
„Ich bin gut mit einer Klinge … allerdings eher mit einer Spezialisierung auf destruktives …“
Er verzog das Gesicht nachdenklich.
„… Gewebe entfernen... Ich bin als Feldscher ausgebildet, also kann ich durchaus helfen, aber es wird nicht schön. Ein Chirurge würde eine weitaus bessere Arbeit vollbringen, denn ich werde um einiges großzügiger schneiden müssen. Das heißt, am Ende wird mehr Arbeit auf dich warten. Aber ich schätze es wird deine Kräfte sparen, nicht auch noch an ihm herum schneiden zu müssen.“
Er ging zum Tisch, zog seine Handschuhe aus, prüfte das Messer mit dem Daumen, nickte anerkennend und sah zu Delilah herüber.
„Das sollte mehr als nur genügen.“
Er ließ den Blick weiter über den Tisch schweifen und entdeckte neben dem Wundalkohol noch ein Lederbündel, das er vorsichtig entrollte. Ulrich war drauf und dran, sich ‚ein Mal für ihn vor den Drachen warfen‘ zu verdienen. Das Bündel enthüllte ein gut sortiertes Set mit Verbänden und sauberen Tüchern, sowie einer Schere und Nadel und Faden. Und sogar eine Schale hatte er hier stehen lassen. Der Alchemistenlehrling hatte sein Werk am Schicksal dieser Tage wohl dosiert und nicht mit seinen Einflüssen gespart.
Zanfar krempelte die Ärmel bis über die Ellenbogen hoch. Dann widmete er sich dem Drachen im Menschenkörper. Er desinfizierte den Bereich um seine Wunde. Einer inzwischen verinnerlichten Routine folgend baute Zanfar sich die saubere Schale, nebst Flasche mit Wundalkohol, auf, schüttete etwas des Alkohols hinein und wusch sich dann sorgfältig die Hände, sowie das Messer. Manche Dinge verlernte man eben nie. Er legte ein längeres Tuch neben den bewusstlosen Drachen, breitete verschieden große Tücher zum tupfen und auffangen des Blutes aus und machte sich dann daran, die Wunde genauer zu betrachten. Seine Sinne nutzend machte er sich daran, die kritischen Stellen zu identifizieren. Vorsichtig tastete er alles ab, suchte nach auffälligen Temperatur unterschieden und zu weichem oder zu hartem Gewebe. Seinen Geruchssinn nutze er, um nach Entzündungen und möglicherweise sogar Spuren des Gifts zu suchen. Seine Augen taten im Grunde dasselbe und so begann er, nachdem er sich bei Delilah rückversichert hatte, das er anfangen konnte, mit der blutigen Arbeit. Dabei achtete er penibel darauf, dass sein Patient auch weiterhin am Leben blieb und gleichmäßig Atmete. Es war beeindruckend den Dunkelelfen zu beobachten. Er ging den Prozess nüchtern an und ließ sich vom Blut genauso wenig beeindrucken, wie davon, dass er gerade einem Anderen in der Brust herum schnibbelte. Das hätte Delilah nicht geschafft, nicht nur weil sie es noch nie gemacht hatte, sondern auch, weil der Mann der da vor ihnen auf den Tisch eben doch noch irgendwie der Mann war, der ihr mal etwas bedeutet hatte. Deshalb wusste Delilah, wie wichtig ihr es war, dass hier alles ein gutes Ende nahm.

Zanfar setzte einen Schnitt nach dem anderen, hatte schon einen großen Teil vergifteten Fleisches entfernt und in die Schale gelegt, da geriet er plötzlich ins Stocken. Er hatte eine kleine, aber nicht unwesentliche Komplikation entdeckt. Alles andere hatte er schon weg geschnitten, aber in dem Gewebe, dass er gerade bearbeitete, pulsierte eine kleine, jedoch stark durchblutete Ader. Wenn er sie einfach durchtrennte, könnte der Graf binnen Minuten verbluten und das war nicht akzeptabel. Das Gewebe war aber durch das Gift schon porös geworden und würde vermutlich bei der nächsten größeren Anstrengung einfach platzen. Hätte er das nicht entdeckt, so wäre es vielleicht sogar Delilah beim Heilen verborgen geblieben. Er besann sich auf seine Lehrstunden unter den Nichtgenannten und erinnerte sich an andere seiner Brüder, die Wunden und Schnitte behandeln konnten indem sie das Blut im Körper eines anderen durch Kochen stocken ließen, oder von sich selbst Energie in einen Freund sandten um ihn damit zu stärken. Doch diese Art der Heilung stand ihm noch nicht zur Verfügung. Was er aber konnte, war eine Art Schild um sich herum zu erschaffen, das kleinere Einflüsse von ihm abhielt, wie zum Beispiel Regentropfen, so er denn wollte. Und was war Blut anderes als der innere Regen eines Körpers. Es war einen Versuch wert und Zanfar konnte sich nach den letzten Geschehnissen und Informationen die sie erhalten hatten, auch nicht vorstellen, dass es dem Drachengeist schaden würde. Er war in der Lage, seine 'Aura' zu erweitern, sodass kurzzeitig eine energetische Aura um ihn erscheinen würde, die ihn beeindruckend leuchten ließ, aber dieses Mal wollte er damit sich gezielt die Abwehr zu Nutze machen und das Blut im Grafenleib zurück halten, solange bis Delilah, ihr eigenes Werk vollbracht hatte. Erdacht, getan! Nicht lange zögern, denn das Gefäß war äußerst instabil, jetzt da es frei lag und nicht mehr von stützendem Gewebe umgeben war. Blöd, dass das Ding aber lebensnotwendig und musste gerettet werden musste. Er konnte es nicht heilen, das war Delilahs Aufgabe, aber er konnte den Druck des Blutes fern halten. Kurz informierte er die junge Lichtmagi über das Problem und seine Pläne und aktivierte dann seine Aura.
Delilah staunte gewiss nicht schlecht, als der Dunkelelf und zu leuchten begann. Es war anders als ihr eigenes Licht. Keine Sonnenaura, mehr ein diffuses Flimmern wie bei großer Hitze, nur ohne Wärme. In Zanfars nähe stellten sich ihr nun die Härchen auf den Armen auf und es roch im Raum, wie kurz vor einem heftigen Gewitter. Seine Aura begann nun auch tatsächlich wie Wetterleuchten ein flackerndes Licht zu verbreiten. Seine Hände lagen links und rechts von dem offenen Brustkorb des Grafen und an einer Stelle hatte er sogar zwei Rippen frei legen müssen. Es war kein schöner Anblick aber Blut kam keines und alles war sauber und rein. Zanfar und Delilah standen sich gegenüber und nun war die Lichtmagie am Zug.

Delilah aktivierte ihre Sonnenaura. Eine Aura aus Licht erstrahlte und erhellte die gesamte Umgebung. Sie fühlte auch schnell die Macht des Lichts in sich wachsen, allerdings benötigt sie dazu absolute Konzentration. Ihr Strahlen war schon fast unangenehm aber auch warm und schön wie Sonnenlicht im Hochsommer auf der Haut brennen zu spüren. Zanfars Konzentration zitterte kurz unter diesen Einflüssen, aber er schloss einfach die Augen und wandte das Gesicht ein wenig zur Seite. Delilah würde ihm schon sagen, wann sie fertig und er aufhören konnte.
Delilah war inzwischen ganz und gar in ihr Licht getaucht und nachdem sie ruhig und gleichmäßig atmete ließ sie den nächsten Zauber wirken. Der Fluss des Lichts brauchte Körperkontakt und so legte sie ihre Hände in die offene Wunde. Reinste Energie von einem Wesen zum anderen fließen zu lassen war ein Akt der Selbstaufgabe und einmal hatte die junge Lichtmagi schon erfahren, was es hieß zu viel zu geben. Damals war es ein kleines Mädchen gewesen, was sie hatte retten wollen, aber heute durfte sie daran nicht denken, durfte sich nicht fürchten, denn sonst hätte ihre Konzentration gelitten. Das was sie hier nun tat, war die reinste Form der Heilung, aber nicht sehr zielgerichtet. Das der Ort der Heilung klar und deutlich ihr vor Augen stand und sie nicht suchen musste, war hier enorm hilfreich, zumal der Zauberer immer doppelt so viel Energie verbrauchte, wie benötigt wurde. Normalerweise hatte sie bisher mit dieser Magie nur leichte Schnittverletzungen behandelt, wo ein Meister der Lichtmagie ganze Gliedmaßen ersetzen konnten, aber heute war es kein Arm, den sie nachwachsen lassen wollte, sondern reines Muskelfleisch, Sehnen und Haut. Die Sonnenaura verhalf ihr zu dieser Macht und Zanfar war es zu verdanken, dass sie sich ganz und gar auf einen Punkt fokussieren konnte und nicht zu viel Magie aus sich heraus fließen lassen musste. Der Prozess war ein spannendes Unterfangen und etwas ungewohnt zu beobachten, da sie das so in dieser Art noch nie getan hatte. Aber beide, Zanfar und sie, taten gerade Dinge, die sie noch nie getan hatten. „Erste Male“ kamen häufiger vor als man annahm. Gebannt sah Delilah wie das Fleisch des Grafen wieder zu wachsen begann, wie sich die Ader straffte und wieder glatt und fest wurde. Dann verbanden sich die Sehnen neu und kleinere Gefäße sprossen in das frische Gewebe ein. Fettgewebe gab es nicht wirklich zu reproduzieren, da Verano ein Krieger und Kämpfer gewesen war, ihr Ritter in leuchtender Rüstung. Als sie seine Haut mit ihren weiß glühenden Händen schloss, fühlte sie einen fast euphorischen Schauer sie umspülen. Sie hatte es geschafft! Sie beide hatten es geschafft! Ja, und auch Ulrich hatte seinen Teil beigetragen. Euphorie kitzelte in ihren Venen und am liebsten wäre sie wie ein kleines Mädchen auf und abgesprungen. Einen kurzen Augenblick ging es ihr einfach nur wunderbar und sie konnte ahndeln wie ihr beliebte. Sie konnte Zanfar sagen, dass er aufhören konnte und mehr, wenn sie wollte, sie konnte feiern, tanzen, springen, ihn umarmen... wenn da nicht auch mit einem Mal die Erschöpfung eingesetzt hätte. Ganz plötzlich fühlte sich ihr Körper an, als wäre sie fünf mal um den Palast gerannt. Kurz nach Atem ringend musste sie sich von einer Sekunde auf die andere irgendwo abstützen, oder sackte einfach an Ort und Stelle etwas unkoordiniert zu Boden. Ihre Beine waren so wackelig wie die eines neugeborenen Rehs, ihre Hände zitterten und konnten nichts mehr greifen und in ihrem Kopf drehte es sich, als hätte sie ein ganzes Maß von diesem Schnaps getrunken, den sie auf dem Fest der Masken ausgeschenkt hatten. Endorphine, gepaart mit einem kleinen Rest von emotionaler Beeinflussung seitens einer Tha'Roon, der Glückszustand, etwas fast unmögliches geschafft zu haben, körperliche und magische Erschöpfung, der Anblick eines „netten“ Dunkelelfens, der sich sehr wahrscheinlich besorgt über sie beugte, das alles war ein bisschen viel. Delilah wusste in diesem Moment nur eins mit absoluter Sicherheit!
Sie musste ganz schnell ins Bett!

Zanfar erging es nicht ganz unähnlich, denn seine Magie war zwar ganz anders, aber auch er hatte etwas ausprobiert und war so zu einem „Ersten Mal“ gekommen. Er hatte die ganze Zeit seine Konzentration aufrecht erhalten, bis das Licht um ihn schwächer wurde und Delilah das Zeichen gab, dass er aufhören konnte. Dann sah er auf einen geheilten Leib hinab und hinauf in ein vor Glück strahlendes Gesicht. Der Graf war geheilt, aber was viel schöner zu beobachten war, war Delilahs Freude, dass sie es geschafft hatten. Sie freute sich so unverfälscht und schön, dass ihr kleiner Zusammenbruch um so unerwarteter kam. Eben hatte sie vielleicht noch getanzt, dann 'schwups' war sie weg. Auch er hatte sich angestrengt, weshalb er sie vermutlich erst auf dem Boden gegenüber der langen Tafel lächelnd wieder fand.

Verano lag derweil tief schlafen auf dem Mobiliar herum und frönte seiner Heilung. Der Drachengeist schlummerte ebenfalls friedlich und eine Weile würde dieser Zustand wohl noch anhalten, nach der Menge, die er von dem Gebräu des Alchimisten getrunken hatte.
Bild

Benutzeravatar
Delilah
Spieler-Charakter
Spieler-Charakter
Beiträge: 187
Registriert: Freitag 1. Juni 2012, 22:26
Abwesend: kein Internet
Moderator des Spielers: Maruka
Aufenthaltsort: Königreich Jorsan
Steckbrief: Zum Steckbrief
Rasse: Mensch (Jorsanerin)
Sprachen: Garmisch (Muttersprache)
Esera (Sehr gut)
Lebensenergie: unverletzt

Re: Der rote Salon

Beitrag von Delilah » Mittwoch 7. März 2018, 19:01

Delilah war froh, dass Zanfar ihr den Arbeitsschritt des Schneidens abnahm. Sie war sich aus mehreren Gründen unsicher dabei, diese Aufgabe zu übernehmen. Sie war nicht darin geübt, es würde sie einiges ihrer Konzentration kosten und… auch viel zu viel an Überwindung, denn Veranos Körper so „destruktiv“, wie Zanfar es genannt hatte, zu behandeln… Delilah war sich nicht sicher, ob sie das geschafft hätte.

Außerdem konnte sie Zanfar so in Ruhe betrachten, während er seine Vorbereitungen traf. Besonders der Moment als er sich die Haare zurückband war doch sehr interessant gewesen, hatte sie vorher seine weißen Haare doch wenn nur am Rande zu Gesicht bekommen.
Sie beobachtete ihn auch während seiner Arbeit konnte ihn nur bewundern, denn er schien sein Handwerk zu beherrschen. Als er sie auf den Zustand der Ader hinwies und über seinen Lösungsansatz, hob Deli verwundert eine Augenbraue. Sie hatte nicht gewusst, dass der Dunkelelf über magische Fähigkeiten verfügte. Wieder etwas Neues über ihn gelernt. Schnell waren die Absprachen getroffen und der Elf begann. Die flimmernde Aura, die sich nun um Zanfar legte und den Raum nach Gewitter riechen ließ, erinnerte Delilah an ihre Sonnenaura und doch war es anders. Seine Aura begann nun auch tatsächlich wie Wetterleuchten ein flackerndes Licht zu verbreiten. Seine Hände lagen links und rechts von dem offenen Brustkorb des Grafen und an einer Stelle hatte er sogar zwei Rippen frei legen müssen. Es war kein schöner Anblick aber Blut kam keines und alles war sauber und rein. Zanfar und Delilah standen sich gegenüber und nun war die Lichtmagie am Zug.

Die blonde Jorsanerin ging in sich und ließ das Licht, das sie stets in sich spürte nun auch nach außen sichtbar werden. Sie ließ ihre Sonnenaura strahlen und den Raum erhellen, doch die größte Wirkung war die in ihr selbst. Delilah spürte, wie ihr Licht und ihre Macht wuchsen. Umgeben von ihrem Strahlen fühlte sie sich stark und sicher, nun musste sie nur dafür sorgen, dass sie es auch blieb und ihre Konzentration nicht verlor. Erst als sie wieder vollkommen ruhig und gleichmäßig atmete begann sie den nächsten Schritt. Dank Zanfars Hilfe konnte sie den Fluss des Lichts direkt dort fließen lassen, wo er gebraucht wurde, und das war wichtig und gut, denn dieser Zauber kostete viel Energie. Selbst ein Meister musste mit seinen Kräften haushalten und sie selbst war noch Novizin!
Während ihrer Ausbildung hatte sie schon viel gelernt, vieles getan, bei vielem geholfen, aber das hier war auch für Delilah ein erstes Mal. Konzentriert und gebannt beobachtete sie ihre eigene Magie beim Werk, wie sie die Zeit rückwärtslaufen zu lassen schien, wie sich aus den Trümmern dieses Brustkorbs ein gesunder Körper formte. Als sich die Haut unter ihren weiß glühenden Händen schloss, starrte sie einen kurzen Augenblick still auf ihr gemeinsames Werk. Zanfar, Ulrich und sie hatten das Unmögliche geschafft. WIR HABEN ES GESCHAFFT!!!!

Ein Freudenlaut entsprang ihren Lippen, als sie um den Tisch herum sprang und dem Dunkelelf die Arme um den Hals warf. Wenn er nur nicht so groß gewesen wäre, dann hätte sie ihn glatt geküsst!„Oh, Lysanthor sei Dank! Es hat geklappt!“, jauchzte eine übermütige an Zanfar hängende Heilerin, ehe sie bemerkte wie ihre Arme von einen Moment auf den nächsten jede Kraft verließ und ihre Beine sie nicht mehr trugen. Einen surrealen Augenblick sah sie Zanfar völlig perplex an, dann gaben ihre Beine nach. Sie sackte zu Füßen des Elfen zusammen, doch störte sie das irgendwie überhaupt nicht! Der Graf war geheilt, der Drache noch da und der kleine Hoffnungsschimmer für Leon gerade erheblich gewachsen! Und sah dieser Dunkelelf über ihr nicht einfach hinreißend aus? Ja wirklich!

Sie lag am Boden und die Welt wankte, als läge sie auf den Planken eines in Sturm geratenen Schiffes. Delilah konnte ihre Glieder nicht mehr rühren und sie konnte auch nicht verhindern dass ein wildes Kichern über ihre Lippen kam. Ihr Herz pochte wie wild und ihr Kopf schmerzte ein wenig. Es war ein sehr eigenartiges Gefühl sich nicht zu rühren und doch zu sehen wie sich die Welt im Kreis drehte. Ihr Körper wurde überflutet von einem unglaublichen Glücksrausch im Angesicht der Hürde, die sie gerade genommen hatte und die Eindrücke des ganzen Abends, ach der letzten paar Tage(!), brachen auf einmal über sie herein. Sie war zuhause in Jorsa! Sie hatte ihre Moma gesehen! Sie war im Königsschloss! Sie hatte einen Drachen geheilt!

„Ich … mir… mir geht es gut!“, brachte sie zwischen ihren Lachanfällen heraus. Ihre Gedanken konnten sich gerade überhaupt nicht festlegen, nicht einmal auf eine Sprache, auch wenn ein Stimmchen im Hinterkopf von irgendwelchen nächsten Schritten sprach. Nächste Schritte… ja… Bett… das wäre ein guter nächster Schritt! Sonst bliebe sie hier noch liegen. Sie hob die Arme in die Luft, wo sie kurz schlackerten und unter dem Lachen der Jorsanerin wieder zur Seite wegfielen. So würde das nicht funktionieren. „Ich muss… ich muss ins Bett… kommst du mit?“ Zanfar war schließlich sicher auch erschöpft! Eine Mütze Schlaf tat ihm sicher auch gut! Nur… wie sollte sie ins Schlafzimmer kommen? Und der Drache? Aaaaaach, der schlief ja. Der war ja schon groß – ganz groß! Sehr groß! Viel zu groß! – und wieder geheilt… der konnte auf sich aufpassen! Gedankenlesen konnte der ja auch, der würde sie schon wiederfinden! Der König wusste doch sicher auch bescheid und überhaupt hatte Darna das sicher alles geregelt! Und der Alchemist wusste ja, wo er seine Sachen fand. Jaa… finden… jetzt musste sie das Schlafzimmer finden! Und ihren Dunkelelf! Ach ne, der war ja gleich hier! Wieder kicherte Delilah leise vor sich hin.
Bild

Benutzeravatar
Zanfar Aval'athil
Moderator
Moderator
Beiträge: 213
Registriert: Samstag 27. September 2014, 14:43
Moderator des Spielers: Darna
Steckbrief: Zum Steckbrief
Rasse: Dunkelelf
Sprachen: Lerium, Kr'zner
Beruf: Nichtgenannter
Fähigkeiten: Weg des Schmerzwandlers: gut
Schwertkampf: durchschnittlich
Unbewaffneter Nahkampf: gut
Energiemagie: rudemintär
Lebensenergie:
Geld: 0D, 0L, 0F
Ausrüstung: Ausrüstungsliste gibt's im Steckbrief. Die Liste macht meine Posts immer so lang.
Zum Vorzeigen: Bild[/URL]
Zanfar by zan
Zanfar vom Wichtel (der höchstwahrscheinlich Brovi ist)

Re: Der rote Salon

Beitrag von Zanfar Aval'athil » Mittwoch 7. März 2018, 21:14

Es hätte sicher effektivere und kraftsparendere Wege gegeben, wie man den Blutfluss hätte aufhalten können, aber Zanfars Möglichkeiten, genauso wie seine Talente, waren da recht eingeschränkt und so empfand er nicht nur ein bisschen Stolz, als es gelang. Vor allem, da er noch nie so lange durchgehalten hatte!!! Delilah … ähh das Leben eines Patienten war schon sehr motivierend.

Er hatte bedauerlicherweise nur die Hälfte von Delilahs Werk bewundern können, aber das war überaus beeindruckend gewesen!!! Die Kraft, die es brauchte, dass hier zu vollbringen, musste enorm sein und die junge Novizin tat es, als wäre es das leichteste der Welt. Da stand eine zukünftige Größe er Heilerwelt vor ihm!

Als sich die Haut sauber und makellos über der Wunde schloss, verlosch das Licht und ein Freudenschrei drang aus der Kehle der Lichtmagie. Sie sprang um den Tisch herum und warf dem Dunkelelf die Arme um den Hals.
„Oh, Lysanthor sei Dank! Es hat geklappt!“, jauchzte sie übermütig.

Überrascht lachte der Nichtgenannte auf und versuchte, seine immer noch etwas blutigen Hände von der jungen Frau weg zu halten, auch wenn er sie liebend gerne in die Arme geschlossen hätte. Sein Schädel fühlte sich an, als hätte ihn jemand in Watte gepackt und er konnte sich nicht richtig konzentrieren.

Plötzlich verloren ihre Arme von einen Moment auf den nächsten jede Kraft und ihre Beine trugen sie nicht mehr. Einen surrealen Augenblick sah sie Zanfar völlig perplex an, dann gaben ihre Beine nach.
Zanfars Gliedmaßen reagierten viel zu langsam und so konnte er nur zusehen, wie die fragile Gestalt an ihm herunter sank und zu Boden glitt.
Die junge Frau lächelte, aber die unstete hektische Bewegung ihrer Pupillen deutete an, dass sie leichte Probleme mit ihrem Gleichgewichtssinn haben musste. Ein wildes Kichern drang aus ihrem Mund.
„Delilah…?“
Fragte er mehr als nur besorgt.
„Ich … mir… mir geht es gut!“, brachte sie zwischen ihren Lachanfällen heraus.
Ich muss… ich muss ins Bett… kommst du mit?“

Delilah kicherte weiter, offenbar Gefangen in ihren konfusen Überlegungen.
„Uhum.“
Brummte er beschwichtigend und wusch sich die Hände mit dem Wundalkohol ab und trocknete sie danach mit dem einzigen sauber gebliebenen Stück Stoff. Dass es sich dabei um Veranos Hemd handelte, fiel ihm nicht auf. Er war zu sehr damit beschäftigt die überdrehte Heilerin im Auge zu behalten.
Der Dunkelelf ging vor ihr auf die Knie und beugte sich über sie. Delilah kicherte immer noch, wurde aber etwas ruhiger und schien ihn voller Interesse zu betrachten.
„Ich glaube nicht, dass es dir so gut geht, kleine Löwin. Aber wir können uns gern eine weiche Unterlage zum Kuscheln suchen.“
Meinte er grinsend. Dann positionierte er sich so, dass er sie vorsichtig aufrichten konnte und legte einen ihrer Schlanken Arme über seine Schulter. Ihren Rücken stütze er dabei ab um sie zu stabilisieren. Fast berührten sich ihrer Beider Nasen und er betrachtete sie einen Moment einfach. Seinem Vorhaben, sie hoch zu heben, war für den Moment vergessen.

Sie grinste noch immer aber zumindest hatte sie gerade aufgehört zu kichern. Vorsichtig strich er eine der goldenen Strähnen aus ihrem Gesicht. Dann streichelte er über ihre Wange und fuhr mit der Fingerspitze über ihre geröteten, leicht geöffneten Lippen. Er brummte amüsiert und murmelte:
„Unwiderstehlich…“
Und überbrückte die kurze Distanz, die sie noch trennte, um sie zu küssen. Genießerisch und langsam kostete er ihre weichen Lippen. Viel zu früh trennte er sich wieder von ihr, wobei er ihr spielerisch in ihre Unterlippe biss.
Er studierte ihr ebenmäßiges Gesicht, als wolle er jedes Detail in sich aufnehmen. Seine Hand, die noch immer auf ihrer Wange lag, wanderte tiefer, über ihren Hals und ihr Schlüsselbein. Dann löste er die Verbindung und griff stattdessen unter ihre Kniekehlen und richtete sich, mit ihr auf seinen Armen, auf.

Was normalerweise eine recht flüssige, koordinierte Handlung gewesen wäre, wurde etwas holpriger, aber nach einem kurzen Wanken, stand er wieder sicher und trug sie zu einem nahe gelegenen Sofa. Nur, statt dass er sie, einem Gentlemen gleich, dorthin legte, brav zudeckte und ruhen ließ, drehte er sich kurz vor dem Sofa um, und ließ sich hinein fallen, so dass Delilah auf seinem Schoß platziert war.

Einer seiner Arme war um ihre Taille gelegt, um sie an Ort und Stelle zu halten, mit dem anderen ergriff er eines ihrer Beine, richtete es halb auf und begann ihr die Schuhe auszuziehen. Nachdem diese Achtlos auf dem Boden gelandet waren, und er spielerisch mit dem Finger über ihren linken Fuß spann und ihr Schienenbein gestrichen hatte, fuhr er mit der frei gewordenen Hand durch ihr goldenes Haar.
„Das wollte ich die ganze Zeit schon tun.“
Raunte er leise mit tiefer Stimme und musterte sie hungrig.

Benutzeravatar
Delilah
Spieler-Charakter
Spieler-Charakter
Beiträge: 187
Registriert: Freitag 1. Juni 2012, 22:26
Abwesend: kein Internet
Moderator des Spielers: Maruka
Aufenthaltsort: Königreich Jorsan
Steckbrief: Zum Steckbrief
Rasse: Mensch (Jorsanerin)
Sprachen: Garmisch (Muttersprache)
Esera (Sehr gut)
Lebensenergie: unverletzt

Re: Der rote Salon

Beitrag von Delilah » Mittwoch 7. März 2018, 23:39

Über Delilahs Blickfeld wurde es plötzlich dunkel und Zanfars Gesicht tauchte in dem Schatten auf. Auch er schwankte bedenklich, aber seine Anwesenheit beruhigte Delilah irgendwie. Es war wirklich schön sein Gesicht endlich sehen zu können! Er sah so ganz anders aus, als die typischen jorsanischen Männer. Die waren blond und hatten blaue Augen. Zanfar war ganz dunkel, seine Augen rot und die Haare waren weiß… aber das lag nicht daran, dass er alt war oder? Also alt war er sicher trotzdem, viel älter als sie auf jeden Fall und als Darna, Leon, Basil… bestimmt älter als ihre Moma! Bei dem Gedanken musste Delilah wieder leise kichern. … aber vielleicht war Verano sogar älter gewesen…!

„Ich glaube nicht, dass es dir so gut geht, kleine Löwin. Aber wir können uns gern eine weiche Unterlage zum Kuscheln suchen.“ Er grinste und Delilah grinste zurück.
Kreide Möwin? Was ist das?“, fragte sie, auch wenn sie fand, dass Zanfar das irgendwie anders ausgesprochen hatte. Das war doch sicher… Lerium? War das nicht das, was die Dunkelelfen sprachen? HUCH, war der plötzlich nah! Zanfars Gesicht war plötzlich so nah, dass sich ihre Nasenspitzen fast berührten. Am Rande ihrer Aufmerksamkeit bemerkte Deli, dass sich der Ausdruck in Zanfars Augen irgendwie verändert hatte…
Sie fühlte sich irgendwie wie eine Mischung aus erschöpft und aufgedreht. Das war merkwürdig, wenn dein Körper langsam reagierte und deine Empfindungen die Überhand über das logische Handeln nahmen.
Als sie seine Fingerspitze an ihrer Wange spürte, holte sie scharf Luft, was ihr ein wenig den Fokus zurückgab, aber auch Zanfar ein paar einladend geöffnete Lippen schenkte. „Kfshfsjhdlas…“ Da war es wieder, diese tiefe raue Stimmlage, die ihr Schauer über den Rücken schickte!

Und dann schloss sich die Distanz zwischen ihnen und Delilah spürte seine Lippen auf ihrem ungeküssten Mund. Sie befand sich gerade in einem verwirrenden Nach-Heilungs-Rausch und so nahm sie momentan mehr war, als wirklich nachzudenken. Da war ein wunderbares neues Gefühl, dass es zu erforschen gab! Der Kuss löste Reaktionen in ihrem Körper aus, die kannte sie gar nicht! Wohlige Schauer durchliefen ihren Körper, ihr Herz begann in ihren Ohren zu puckern und ihr Körper machte ihr deutlich zu verstehen, dass er mehr und näher wollte! Der Kuss endete viel zu früh und Delilah sah ihn etwas ungläubig an, noch nicht ganz begreifend, was hier gerade passiert war. Große rehbraune Augen blinzelten ihn stumm an und ihre Mundwinkel zuckten, als wüssten sie nicht, ob sie sich das Lächeln erlauben durften, das sich dort bilden wollte. Als seine Hand jedoch ganz sanft an ihrem Hals hinunter zum Schlüsselbein strich, zeigte sich eine sehr eindeutige Reaktion; ihr Körper antwortete einfach. Ein leises Zittern ging durch den Oberkörper der Heilerin und ihr Kopf lehnte sich automatisch zur Seite, als wollte sie seinen Fingerspitzen dort mehr Spielraum geben. Ihre Augen schlossen sich leicht, während sie zittrig ausatmete. Da hatte er anscheinend eine empfindliche Stelle gefunden.

Noch ehe Delilah wieder ganz aus ihrer Überraschung, Überwältigung, Verwirrung erwacht war, hoben ihre Füße vom Boden ab und sie schwebte durch die Luft. Noch immer etwas verwundert, strich sich Delilah mit einem Finger über ihre Lippen, während sie versuchte nachzudenken. Gingen sie jetzt wieder zurück zum… Fest, zu den Gemächern der Dame? Delilah glaubte sich dunkel daran erinnern zu können, dass Zanfar die Tür mit einem Stuhl verriegelt hatte, wie wollte er die so aufbekommen? Aber schnell bemerkte sie, dass die Tür nicht ihr Ziel war; nämlich in dem Augenblick, da sie sich auf dem Schoß des Dunkelelfen auf einem Sofa wiederfand.

Während Zanfar ihr die Schuhe auszog, warum auch immer…, betrachtete Delilah seelenruhig Zanfars Gesicht, als hätte sie es noch nie zuvor gesehen. Besonders seine Lippen. Wer hätte gedacht, dass die so weich waren! Delilah hob eine Hand an Zanfars Gesicht, die andere nutzte sie gerade um sich halbwegs an ihm festzuhalten, und ließ sie sachte seinen Hals hinauf über die scharfe Linie seines Kiefers entlang zu seinen Wangenknochen fahren. Und der erste schöne Schuh landete achtlos auf dem Boden. Delilah schien grundsätzlich nichts dagegen zu haben, was hier geschah. Er hatte vorhin von "Kuscheln" gesprochen, oder? Oh, die schönen Schuhe... Die musste sie nachher unbedingt wieder mitnehmen, die waren nur geliehen! Beim zweiten ging es schneller und spielerisch strich ein Finger ihr Bein hinauf und die Sensation dieser Berührung zog sich höher hinauf, was sich Delilah instinktiv etwas auf Zanfars Schoß winden ließ, doch sie konnte mit dieser Information noch nicht viel anfangen, außer dass es sich gut anfühlte. Seine Hand vergrub sich in ihrem Haar und wieder sprach er mit dieser rauen tiefen Stimme, die sie so kribbelig machte. „Das wollte ich die ganze Zeit schon tun.“ Sein Blick war anders als sonst und Delilah konnte ihn nicht wirklich deuten.

„Mir die Schuhe ausziehen?“ Ja, so ganz erwacht war sie noch nicht. Aber es flackerte in ihren Augen die altbekannte Neugier vermischt mit etwas Neuem, Unerlebten und in ihrem jetzigen Zustand war sie auch ausnahmsweise nicht von ihrer Vernunft gezügelt. Sie blickte Zanfar immer noch seelenruhig an wie ein neues Rätsel, das es zu lösen gab, wie etwas das sie erforschen wollte oder vielleicht wollte sie auch die Gefühle und Reaktionen erforschen, die er in ihr auslöste? Egal, was Delilah in dem Moment jedenfalls antrieb, sie nahm Zanfars Gesicht sanft in ihre Hände und stahl ihm einen Kuss. Ganz sanft, als müsste sie erst ausprobieren ob das Eis auf dem See sie hielt, strich sie mit ihren Lippen über seine, erkundete sie mit halbgeschlossenen Augen… doch dann wurde sie langsam genießender, das Gefühl ihrer berührenden Lippen gefiel ihr und ebenso die vielen neuen, verwirrenden Signale, die durch ihren Körper schossen! Sie schloss die Augen und ihre Schultern entspannten deutlich, als sich Delilah ein Stück weit fallen ließ. Und auch wenn sie ihre Lippen wieder von ihm löste, ein unsichtbarer Drang hatte sie dazu gebracht sich näher an Zanfar zu schmiegen, aber irgendwie war das diesem Drang noch nicht nah genug... Es war schon merkwürdig, wenn der Körper mehr zu wissen schien als der Kopf. "Mhmmm... schön.", seufzte die junge Frau leise.
Bild

Benutzeravatar
Zanfar Aval'athil
Moderator
Moderator
Beiträge: 213
Registriert: Samstag 27. September 2014, 14:43
Moderator des Spielers: Darna
Steckbrief: Zum Steckbrief
Rasse: Dunkelelf
Sprachen: Lerium, Kr'zner
Beruf: Nichtgenannter
Fähigkeiten: Weg des Schmerzwandlers: gut
Schwertkampf: durchschnittlich
Unbewaffneter Nahkampf: gut
Energiemagie: rudemintär
Lebensenergie:
Geld: 0D, 0L, 0F
Ausrüstung: Ausrüstungsliste gibt's im Steckbrief. Die Liste macht meine Posts immer so lang.
Zum Vorzeigen: Bild[/URL]
Zanfar by zan
Zanfar vom Wichtel (der höchstwahrscheinlich Brovi ist)

Re: Der rote Salon

Beitrag von Zanfar Aval'athil » Donnerstag 8. März 2018, 20:53

Die junge Lichtmagi, so unerfahren sie auch war, überraschte Zanfar durch ihre offene Neugierde und Erkundungsfreude. Mit der einen Hand stütze sie sich an seiner Schulter ab und mit der Anderen fuhr sie sachte seinen Hals hinauf über die scharfe Linie seines Kiefers entlang zu seinen Wangenknochen.
Die Wimpern des Elfen senkten sich, bis seine Augen beinahe geschlossen waren und auch seine Hände brauchten für den ersten Schuh etwas länger als er kurz inne hielt um Delilahs Geste zu Genießen.
Beim zweiten ging es schneller und spielerisch strich ein Finger ihr Bein hinauf und die Sensation dieser Berührung zog sich höher hinauf, was sich Delilah instinktiv etwas auf Zanfars Schoß winden ließ
Er holte einmal scharf Luft und schien einen Moment mit seiner Beherrschung zu ringen.

Seine Hand vergrub sich in ihrem Haar und wieder sprach er mit dieser rauen tiefen Stimme,„Das wollte ich die ganze Zeit schon tun.“
„Mir die Schuhe ausziehen?“
Zanfar hob eine Augenbraue und lachte erheitert.
„Dich Küssen und durch dein Haar streichen.“
Stellte er richtig und musterte völlig fasziniert ihr Gesicht. Sie schien immer noch nicht ganz bei sich, aber die Neugierde in ihrem Blick verriet ihm, dass sie sich nicht gänzlich unwohl fühlen konnte. Von diesem wahnsinnig machenden auf seinem Schoß herum rutschen ganz abgesehen… Wie sie ihn so betrachtete … als würde Delilah einem Geheimnis auf der Spur sein. Sie nahm Zanfars Gesicht sanft in ihre Hände und stahl ihm einen Kuss. Ganz sanft, als müsste sie erst ausprobieren ob das Eis auf dem See sie hielt, strich sie mit ihren Lippen über seine, erkundete sie mit halbgeschlossenen Augen… doch dann wurde sie langsam genießender, das Gefühl ihrer berührenden Lippen gefiel ihr und ebenso die vielen neuen, verwirrenden Signale, die durch ihren Körper schossen! Sie schloss die Augen und ihre Schultern entspannten deutlich, als sich Delilah ein Stück weit fallen ließ.

Ein wohliges leises brummen drang aus der Kehle des Dunkelelfen, der den Kuss nur allzu begierig erwiderte. Auch wenn Delilah nicht viel von dem Verstand, was hier vor sich ging, bemerkte sie an Zanfar, dass dieser mehr als offen für ihre Avancen war. Und auch dieser schien gerade primär von seinen Gefühlen und Empfindungen geleitet zu sein.

Je forschender und tiefer ihr Kuss wurde, desto fordernder wurde seine Antwort. Wo sich zuerst nur Lippen zärtlich berührten und miteinander spielten, benutzte der Dunkelelf irgendwann die Zunge und eroberte damit ihren Mund.
Dabei wanderten seine Hände über ihren Rücken, ihre Seiten und ihren Nacken, wobei die Spitzen seiner Finger und seines Daumens immer wieder kleine federleichte Ausflüge über ihren unteren Brustansatz und ihren Hintern machten, so als wolle er sie necken.

Als sich Delilah von ihm trennte, ging seine Atem um einiges schneller und seine Augen wirkten dunkler.
Sie hatte sich an ihn geschmiegt, eine seiner Hände lag auf ihrem unteren Rücken, die Andere umfasste ihren Hinterkopf und spielte mit ihrem Haar.
"Mhmmm... schön.", murmelte die junge Frau leise.
Weis sie überhaupt, was mit ihr passiert?
„Ooohja…“
Raunte der Dunkelelf mit genussvollem Lächeln auf den Lippen. Die leise Stimme in seinem Hinterkopf drängte er beiseite. Die junge Frau wand sich auf ihm, so als wäre sie ihm noch nicht nah genug und auch ihm war nach mehr Nähe zumute. Jeder Gedanke war durch Delilahs leidenschaftliche Reaktion aus seinem Geist verdrängt worden. Er hätte nichts lieber gehabt, als sie mit gespreizten Beinen auf seinem Schoß sitzen zu haben, aber das schien ihm im Moment zu umständlich – und hing viel zu sehr von ihrer Kooperation ab. Außerdem gefiel ihm der Gedanke, der ihm als Alternative einfiel, viel zu sehr.

Hey, wenn sie das hier nicht will, überschreitest du eine Grenze, die du NIE überschreiten wolltest!

Lust ließ die Bedenken in den Hintergrund treten. Gefügig wie Delilah gerade war, leitete er ihren Oberkörper, so dass sie auf dem Sofa zum liegen kam und rückte noch ein Kissen unter ihrem Kopf zurecht, dann stand er halb auf, legte ihre Beine auf das Sofa und beugte sich über sie. Dabei schob sich sein rechtes Knie zwischen ihre Schenkel, wobei er ihre langen schlanken Beine zum Teil enthüllte, weil er das Kleid damit noch oben Schob. Sein anderes Bein blieb auf dem Boden. Er stütze sich mit den Händen links und rechts neben ihrem Kopf ab.

Verzückt nahm Zanfar ihren Anblick in sich auf. Ihr Haar lag wie ein Fächer über Sofa und Kissen, ihre Wangen waren leicht gerötet, ihre Lippen leuchteten rot und ihre Augen hatten sich vor Leidenschaft verdunkelt.
Sie war anbetungswürdig und sah zum Anbeißen aus.

Und du hast keine Ahnung, ob sie noch ganz bei sich ist, und das hier überhaupt will!

Kämpfte sich das letzte Fünkchen Verstand in dem dunkelelfen Geist aus den Tiefen der Lust hervor. Aber nicht, bevor er sich noch einen hungrigen Kuss von den Lippen der jungen Frau unter ihm stehlen konnte.

Er biss die Zähne zusammen und atmete einmal tief durch. Wenn er weiter so machte, würden sie vielleicht etwas tun was sie – und dann er – bereuen würden.
Mit Mühe und Not beherrschte er sich und brachte wieder etwas Abstand zwischen sie und sich.
„Delilah …“
Er rang einen Moment mit den richtigen Worten.
„Willst du das hier tun?“
Er sah sie ernst und besorgt an.
„Und wenn ja, bis zu welchem Punkt möchtest du gehen?“

Benutzeravatar
Delilah
Spieler-Charakter
Spieler-Charakter
Beiträge: 187
Registriert: Freitag 1. Juni 2012, 22:26
Abwesend: kein Internet
Moderator des Spielers: Maruka
Aufenthaltsort: Königreich Jorsan
Steckbrief: Zum Steckbrief
Rasse: Mensch (Jorsanerin)
Sprachen: Garmisch (Muttersprache)
Esera (Sehr gut)
Lebensenergie: unverletzt

Re: Der rote Salon

Beitrag von Delilah » Donnerstag 8. März 2018, 23:07

Ja, Delilahs Verstand hatte sich definitiv zurückgezogen und dem Körper die Leitung überlassen. Irgendwie beobachtete sie das Ganze gerade vom Rücksitz. Das war alles so spannend und neu! Die fordernden Lippen, die neckenden Finger, die eine elektrisierende Spur auf ihrem Körper hinterließen, selbst durch den Stoff… ach wenn er doch weg wäre, dieses lästige Kleid aber auch.

Willig ließ sie sich von dem Dunkelelfen lenken, jede Berührung genießend. Ihr Oberkörper senkte sich auf das Sofa und Zanfar schob sein rechtes Knie zwischen ihre Schenkel, während er sich über sie beugte. Wieder spürte Delilah dieses fremde Beben in ihrem Körper, wie vorhin als Zanfar mit seinen Fingern an ihren Beinen entlanggefahren war. Eine Sehnsucht bildete sich in ihr, für die die junge Magi keine Worte hatte. Sie wollte ihn! Ihn spüren, seine Berührungen, seine Küsse! Sie wollte erkunden und erfahren! Ihre halb geschlossenen Augen färbten sich dunkel vor Leidenschaft und ihr Atem entkam zittrig zwischen ihre leicht geöffneten Lippen hervor. Hungrig erwiderte sie seinen Kuss, ehe er sich scheinbar dazu zwang sich von ihr zu lösen. Ohh…, seufzte etwas in Delilah enttäuscht auf. Sie wollte ihn näher bei sich haben, warum entfernte er sich nun wieder?

Er biss die Zähne zusammen und atmete einmal tief durch. „Delilah …“ Ihre Lippen verzogen sich zu einem Lächeln, sie mochte es, wenn er ihren Namen aussprach.
Er rang einen Moment mit den richtigen Worten.
„Willst du das hier tun?“ Jaaaaaa, schnurrte Delilahs innere Stimme und ihre zufriedenen Augen sahen ihn ruhig an. Er sah andererseits etwas besorgt und ernst aus. Huch… warum?
„Und wenn ja, bis zu welchem Punkt möchtest du gehen?“

Der Ausdruck in Delilahs Augen änderte sich schlagartig, Vernunft schien vom Rücksitz aufgesprungen und die Zügel ergriffen zu haben. Das hier ist die letzte Möglichkeit darüber nachzudenken, was wir hier gerade eigentlich machen! Ohh, aber er ist soo… nein, halt. Delilah schloss die Augen. Sie musste nachdenken und das konnte sie nicht, wenn er so überaus verlockend über ihr hing. Sie legte ihre Hände auf ihre Augen und atmete kurz tief durch, um sich selbst zu beruhigen. Guuut… nachdenken… ohhh, sein Knie… aaaargh, neinneinnein, nachdenken! Bis zu welchem Punkt? Ja, welcher Punkt? Wie weit geht das denn überhaupt? Das weiß ich doch gar nicht! Woher auch? Wusste er das etwa auch nicht? Deswegen hatte sie ihm doch die Führung überlassen. Bis wohin wollte er denn? Wollte er etwa…. Ja, das mit dem Kuscheln klang jetzt im Nachhinein irgendwie abwegig, natürlich wollte er! Oder? Aber wollte sie? Ja…nein…vielleicht? ...ja... Zanfar konnte ein leises frustriertes Seufzen hören, dass unter den Händen hervorkam. Das was sie hier gerade taten fühlte sich soooo gut an, das wollte sie gerne fortsetzen.
„Ich will dich.“, gestand eine geschlagene Delilah mit rauer Stimme. „Soo soo gerne. Die Küsse… die Berührungen…“ Die gute Erziehung? Jaaa…die hatte sie wohl irgendwo im Nebel vergessen. „Aber das ist nicht sehr vernünftig, oder?“
Nein, ganz sicher nicht. Ja, bis zu welchem Punkt, huh?! Alle Details kannte sie nicht, aber sie wusste wie das Endprodukt davon aussah! Sie war Heilerin verdammt! Junge Mädchen im Heilerhaus, die nicht wussten wohin mit ihren Kindern. Argh. Nein, da wollte sie auf jeden Fall nicht hin. Sie hatte andere Pläne. Ihre Ausbildung … hmmmm, war das Kissen schon die ganze Zeit so gemütlich gewesen?

Sie ließ ihre Hände zur Seite gleiten nach was sich für sie wie eine Ewigkeit anfühlte, aber eigentlich hatten ihre fliegenden Gedanken Zanfar nur ein paar Sekunden warten lassen. Sie öffnete die Augen und blickte den Dunkelelfen an. Ohh… er war einfach… zum Anbeißen. Sie biss sich leicht auf die Unterlippe. In ihrem Blick spiegelte sich ihr Zwiespalt zwischen ihrem Verlangen auf der einen und ihrer Vernunft auf der anderen Seite. Doch je länger sie ihn ansah, umso mehr viel das Fundament, das die Vernunft mit aller Mühe aufgebaut hatte wieder in sich zusammen. In dieser Position war es aber auch wirklich schwer vernünftig zu sein! Delilah seufzte leise, ein anderes als zuvor. Sie hatte anscheinend entschieden. Ihre Hände griffen nach den Rändern der Kapuze des Dunkelelfen und sie zog so sein Gesicht zu sich hinunter. Sie gab ihm einen kurzen Kuss auf die Nasenspitze. „Wie wäre es… wenn wir Schritt für Schritt gehen… und wenn ich nicht weiter will, dann sage ich Bescheid?“ Ein keckes Grinsen umspielte ihre Lippen. „Wir müssen nur aufpassen, dass der Drache nicht aufwacht…“ Sie lachte leise, kein Kichern mehr.
Bild

Benutzeravatar
Zanfar Aval'athil
Moderator
Moderator
Beiträge: 213
Registriert: Samstag 27. September 2014, 14:43
Moderator des Spielers: Darna
Steckbrief: Zum Steckbrief
Rasse: Dunkelelf
Sprachen: Lerium, Kr'zner
Beruf: Nichtgenannter
Fähigkeiten: Weg des Schmerzwandlers: gut
Schwertkampf: durchschnittlich
Unbewaffneter Nahkampf: gut
Energiemagie: rudemintär
Lebensenergie:
Geld: 0D, 0L, 0F
Ausrüstung: Ausrüstungsliste gibt's im Steckbrief. Die Liste macht meine Posts immer so lang.
Zum Vorzeigen: Bild[/URL]
Zanfar by zan
Zanfar vom Wichtel (der höchstwahrscheinlich Brovi ist)

Re: Der rote Salon

Beitrag von Zanfar Aval'athil » Freitag 9. März 2018, 18:16

Der Ausdruck in Delilahs Augen änderte sich schlagartig, Vernunft schien vom Rücksitz aufgesprungen und die Zügel ergriffen zu haben. Delilah schloss die Augen und legte ihre Hände auf ihre Augen und atmete kurz tief durch, um sich selbst zu beruhigen. Zanfar konnte ein leises frustriertes Seufzen hören, dass unter den Händen hervorkam.

Ah, es ist wieder jemand zuhause … und da schwimmen sie weg, meine Felle.

„Ich will dich.“, gestand eine geschlagene Delilah mit rauer Stimme. „Soo soo gerne. Die Küsse… die Berührungen…“

Oooohja! Musik in meinen Ohren!!!
Wo vorher Sorge und Bedauern in seinem Gesicht gestanden hatte, machte sich Freude breit. Und auch in anderen, dem Kopf fernen Regionen.

„Aber das ist nicht sehr vernünftig, oder?“

Fragte sie, vermutlich mehr zu sich selbst als zu ihm. Seine Meinung in diesem Thema war klar.
„Kommt auf den Kulturellen Standpunkt an, würde ich sagen. Ich finde es unter den gegebenen Umständen sehr vernünftig.“
Meinte er mit Humor in der Stimme und zwinkerte ihr zu. Delilah schien ihre eigene Antwort zu suchen, und die Anspannung in ihrem Körper verriet ihm, dass nicht all ihre Gedanken angenehm waren. Vermutlich gingen sie in eine ähnliche Richtung wie die jeder Frau in dieser Situation. Kurzweilige Liaisons waren kein Vergnügen mehr, wenn man langfristige Konsequenzen davon trug.
Zeit den frigiden jorsanischen Horizont zu erweitern und die diversen fleischlichen Freuden außerhalb der Empfängnis zu beleuchten!

Sie öffnete die Augen und blickte den Dunkelelfen an und biss sich leicht auf die Unterlippe. In ihrem Blick spiegelte sich ihr Zwiespalt zwischen ihrem Verlangen auf der einen und ihrer Vernunft auf der anderen Seite. Doch je länger sie ihn ansah, umso mehr viel das Fundament, das die Vernunft mit aller Mühe aufgebaut hatte wieder in sich zusammen. Sie hatte anscheinend entschieden. Ihre Hände griffen nach den Rändern der Kapuze des Dunkelelfen und sie zog so sein Gesicht zu sich hinunter. Sie gab ihm einen kurzen Kuss auf die Nasenspitze. „Wie wäre es… wenn wir Schritt für Schritt gehen… und wenn ich nicht weiter will, dann sage ich Bescheid?“ Ein keckes Grinsen umspielte ihre Lippen. „Wir müssen nur aufpassen, dass der Drache nicht aufwacht…“ Sie lachte leise, kein Kichern mehr.

Zanfar fiel in ihr Lachen ein und musterte ihr Gesicht mit einem verschmitzten Lächeln.
„Schritt für Schritt. Und ich werde sicherstellen, dass dir jeder davon gefällt, süße Nova.“
Er warf einen Seitenblick in richtung Drache und zuckte mit den Schultern.
„Ich denke der ist noch eine Weil ausgeknockt … und wenn er doch aufwacht, werfen wir ihn raus.“
Er zwinkerte ihr zu und beugte sich dann tiefer, um ihr ins Ohr zu flüstern.
„Und vielleicht stöhnst du heute Nacht ja noch meinen Namen.“
Er zog sein knie höher, bis es ihre Mitte traf und einen leichten druck aufbaute. Mit der linken ergriff er ihre Rechte und seine Hand verschränkte sich mit ihrer.

Währenddessen knabberte er kurz an ihrem Ohrläppchen und küsste sich dann ihren Hals hinab bis zu ihrem Schlüsselbein. Seine linke Hand fuhr ihren Arm herunter, wobei er seine Finger zärtlich und langsam an ihren Finger entlang streichen ließ. Auf dem Weg zu ihrer Schulter war seine Berührung federleicht um dann, als ihr Ärmel nicht weiter zurück zu schieben war, wurde er fester.

Zanfars Hand stoppte nicht an ihrer Schulter sondern wanderte weiter über ihren Halsansatz. Dann fuhr er mit den Fingerspitzen den Rand ihres Kleides im Dekolleté Bereich ab, wobei seine Finger den Stoff ganz leicht anhoben. Als er bei den sanften Hügeln ihrer Brüste ankam, küsste er sie in die Kuhle zwischen den Schlüsselbeinen und wanderte in Richtung seiner Hand, die nun ihre Brust umfasste.

Er verlagerte sein Gewicht, so dass er sich nicht weiter mit dem rechten Arm abstützen musste und blickte hinauf zu der jungen Frau, deren Atem tiefer und langsamer geworden war.
Er stockte. Ihre Augen waren geschlossen, ihr Gesicht entspannt.

„Das ist nicht dein Ernst, oder?“
Äußerte er sich entgeistert.

Deliah lag friedlich schlummernd vor ihm. Offensichtlich hatte die Erschöpfung sie schließlich eingeholt. Schmollend betrachtete er die junge Frau und gab sich dann geschlagen. Vorsichtig, um Delilah nicht aufzuwecken, stand er auf, richtete ihren Rock wieder und sah sich in den Schränken nach einer Decke für sie um.

Als er fündig wurde, bereitete er diese über ihr aus und strich ihr ein paar verirrte blonde Strähnen aus dem Gesicht.

Dann sah er sich nach Fiddatan um, der noch immer regungslos auf dem Tisch lag. Er räumte die blutigen Stoffreste vom Tisch – der zugegebenermaßen ganz schön gelitten hatte. Er holte zischend Luft. Irgendwie hatte er keine Lust, dem König zu erklären, warum einer seiner teuren Eichentische Blutbesudelt war. Anderseits, vielleicht fiel es dem Mann auch gar nicht auf, dafür hatte er ja Personal.

Als das Schlimmste beseitigt war, deckte er auch den Drachen/Mann mit einer Decke zu. (Die paar Blutflecken auf weiteren Besitztümern des Königs würden es jetzt auch nicht mehr ändern)

Dann machte er sich daran, Maske und Hose zu reparieren und die Türe zu bewachen. Es galt zumindest bis zu Fiddatans Erwachen die Zeit Sinnvoll zu verbringen.

Währenddessen grübelte er über die junge Frau auf dem Sofa nach. Ob Delilah wohl froh sein würde, wenn sie erkannte, dass der Schlaf sie vor, nun, untugendhaftem treiben gerettet hatte? Er ging jede Wette ein, dass ein Jorsaner es genauso ausgedrückt hätte.

Vermutlich war es ganz gut, dass sie nicht weiter gegangen waren. Sicher nicht um Zanfar willen, aber das Mädchen hätte wohl etwas mehr Romantik verdient.
Der Dunkelelf stöhnte schicksalsergeben und zog sich die nun reparierte Maske wieder über den Kopf.

Benutzeravatar
Erzähler
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 4334
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:11
Lebensenergie:

Re: Der rote Salon

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 28. März 2018, 09:44

Während ein narkotisierter Drachengeist samt Grafenkörper still auf dem Tisch lag und fest schlief, hatte sich die Atmosphäre im Raum langsam geändert. Sicher hätte Verano hier gerne Mäuschen gespielt, aber die Drogen des Alchimisten hatten ihn in andere Sphären geschossen. Delilah und Zanfar kosteten vorsichtig die erwachende Zuneigung des andern. Sanfte Spannungen ließen die gefühlte Temperatur im Raum steigen, doch dann schlief die junge Lichtmagi unvermittelt ein. Der Tag forderte seinen Tribut und Manthala hatte ein gnädiges Einsehen, dass das Mädchen sich einmal mehr etwas zu viel zugemutet hatte. Schnell und schmerzlos schickte sie sie in ihr Reich der Träume und betrachtete dann amüsiert den fassungslosen Gesichtsausdruck des dunklen Elfen. Konnten Götter schadenfroh sein? Gewiss diese eine sicher. Doch ihr Blick wanderte zu dem schlafenden Mädchen zurück. Sie streichelte sanft ihr goldenes Haar und schenkte ihr damit einen Traum.

Delilah schlief und träumte. Ein dunkler Ritter kämpfte mit einem Drachen. Sie tanzten umeinander. Sie selbst stand auf einem hohen Berg und blickte auf einen weiten kreisrunden Krater hinab. Staub aus Milliarden Diamanten erfüllten ihn und verbargen den Blick in das tiefere Innere. Es war als hätten die Sterne sich hier zu Ruhe gelegt und darauf tobte der Kampf.

(Inspirationen)

In ihrer Mitte tanzten die beiden Wesen miteinander und der dunkle Krieger gewann. Sein Schwert das ihr dunkel und grausam erschien traf tief die Brust des Drachen. Blut fiel wie Rubine auf die weite funkelnde Fläche. Der Schmerz des Wesens ließ sie leiden und ihre Tränen rollten gleich den Diamanten, die schon gefallen waren, den Hang hinab in den Krater zu den anderen. Ihr Mitleid erfüllte das Meer aus Lichter-funken und berührte das Herz des Kraters tief im Innern. Ein tiefes Seufzen erklang, voller Sehnsucht und Leid. So viele Tränen waren schon vergossen worden. Tränen für einen sterbenden Drachen. Ein bisschen verwirrt war sie über den Klang, der sich aus der Tiefe zu erheben schien. Es war wie tiefer Gesang aus vielen Stimmen. Da waren noch mehr Stimmen in der Tiefe und nicht die eines einzelnen Wesens, eines einzelnen Drachen, jenem den sie sah. Sein Leib hatte sich zusammen gerollt und sein Körper nahm den letzten Atem. Ein bisschen tat ihr der Drache vielleicht sogar leid, aber als er starb löste er sich in hunderte kleiner Lichtfunken auf und stieg zum Himmel. Sie wusste, seine Seele gesellt sich zu den Sternen, den Seelen der anderen Könige unter dem Himmel.


(Wenn Deli erwacht, wird sie ein erhabener Schauer ergreifen. Sie hatte im Traum den Tod eines Drachen gesehen. Ob es Vergangenheit oder Zukunft, eine Mischung aus beiden, ein Traum, nur Symbolik oder eine tatsächliche Begebenheit war, das wussten vermutlich nur die Sterne.)


Zanfar hatte inzwischen die schlimmsten Überreste ihrer Operation beseitigt und die beiden Schlafenden umsorgt und bewacht. Sein Blick glitt immer wieder über das schlafende Mädchen. Sie war so rein, so vollkommen in ihrer Art, dass ihr der Schlaf nur noch mehr Unschuld verlieh. Ihre goldenen Locken ringelten sich sanft um ihr Antlitz und der Kranz ihrer Wimpern verriet, dass sie träumte. Eine einzelne glitzernde Träne rann ihre Wange hinunter. Wovon sie wohl träumte. Sie sah nicht ängstlich aus, oder als ob sie litt. Fast könnte man meinen, sogar ein Staunen auf ihrem Gesicht lesen zu können. Der Dunkelelf bewachte diesen seligen Schlaf und fühlte einen leichten Druck auf seinem Herzen, so schwer war es dieses Wesen in seiner Vollkommenheit zu betrachten. Delilah war schön. Sie war aus Licht geboren, aus Liebe und etwas, für das es keine Worte gab.
Vielleicht wurde ihm sogar ein bisschen schwer ums Herz, da er sich dieser Reinheit gegenüber sah. Er war der Schatten, der für kurze Zeit in diesem Licht hatte baden dürfen. Vielleicht war ein Wesen wie Delilah einfach nicht für diese Art von 'Zuwendung' geschaffen. Sein Körper hatte sich nach dem ihren gesehnt, aber jetzt da sie so still vor ihm lag... Würde sie ihr Leuchten verlieren, wenn sie weiter gegangen wären? Ihre Unschuld machte sie so vollkommen! Schweren Herzens wandte er sich ab und widmete sich Maske und Hose. Es galt zumindest bis zu Fiddatans Erwachen die Zeit sinnvoll zu verbringen. Währenddessen grübelte er über die junge Frau auf dem Sofa nach. Ob Delilah wohl froh sein würde, wenn sie erkannte, dass der Schlaf sie vor, nun, untugendhaftem treiben gerettet hatte? Er ging jede Wette ein, dass ein Jorsaner es genauso ausgedrückt hätte.
Vermutlich war es ganz gut, dass sie nicht weiter gegangen waren. Sicher nicht um Zanfar willen, aber das Mädchen hätte wohl etwas mehr Romantik verdient. Der Dunkelelf stöhnte schicksalsergeben, hatte seine Hose mit Ulrichs mitgebrachten Naht-material repariert und zog sich die nun reparierte Maske wieder über den Kopf. In dem Moment, als er wieder auf sah, fiel sein Blick auf den Grafen. Das Gesicht wirkte etwas grau, aber er hatte die Augen weit geöffnet und starrte an die Decke über sich. Zanfar hatte diesen Ausdruck vielleicht schon einmal gesehen... diese Leere! So sahen die 'Zombies' der Nekromanten seines Volkes aus, solange kein Wille in ihnen wohnte. Der Kopf rollte zur Seite, der Blick auf kein Ziel geheftet, starr und unnatürlich. Kurz wurde ihm kalt und er hoffte, dass sie nichts falsch gemacht hatten. Dann ging ein Wandel durch den Raum und Macht erwachte. Drückend und schwer legte es sich auf alles und Zanfar konnte mit jeder Zelle seines Sein fühlen, wie der Drachengeist erwachte. Als bemerkte dieser erst jetzt, dass er quasi auf ihm lag, erhob er sich und kehrte ganz in den Körper des Grafen zurück. Zuckend vereinten sich wieder beide Teile zu einem Ganzen. Langsam erhob sich der Graf und ließ die Beine von der Tischkante baumeln. Sein Blick war wieder wach, zielgerichtet und senkte sich erstaunt auf seine Brust. Seine langen schlanken Finger glitten über die Stelle, wo noch zart rosa Haut die neu gebildeten Muskeln überspannte.
„Interessant...“
Er sah zu Zanfar und dann fand sein Blick die schlafende Lichtmagierin. Leiser fügte er hinzu:
„Scheint so, als hättet ihr gute Arbeit geleistet. Sehr schön. Dann kann ich ja aufbrechen.“
Er stand auf und schwankte aber kurz.
„Hm... ein bisschen sollte ich noch warten.“
Er lehnte sich an die Tischkante und sah sich nach seinem Hemd um. Vielleicht wusste Zanfar wo es lag. Nach ein paar tiefen Atemzügen fragte der Graf:
„Wisst ihr wo mein Sohn ist? Eine Verabschiedung wäre wahrscheinlich angemessen...“
Bild

Benutzeravatar
Zanfar Aval'athil
Moderator
Moderator
Beiträge: 213
Registriert: Samstag 27. September 2014, 14:43
Moderator des Spielers: Darna
Steckbrief: Zum Steckbrief
Rasse: Dunkelelf
Sprachen: Lerium, Kr'zner
Beruf: Nichtgenannter
Fähigkeiten: Weg des Schmerzwandlers: gut
Schwertkampf: durchschnittlich
Unbewaffneter Nahkampf: gut
Energiemagie: rudemintär
Lebensenergie:
Geld: 0D, 0L, 0F
Ausrüstung: Ausrüstungsliste gibt's im Steckbrief. Die Liste macht meine Posts immer so lang.
Zum Vorzeigen: Bild[/URL]
Zanfar by zan
Zanfar vom Wichtel (der höchstwahrscheinlich Brovi ist)

Re: Der rote Salon

Beitrag von Zanfar Aval'athil » Donnerstag 29. März 2018, 20:27

‚Schwer ums Herz‘ traf es wohl. Natürlich hatte er um Delilahs Licht gewusst – nicht nur, weil es so offensichtlich durch ihre Lichtmagie war, auch, weil sie scheinbar immer einem Mantel aus … Freude? Das war das falsche Wort … etwas, das er nicht in Worte fassen konnte, trug. Eine Zuversicht und Hoffnung, die manche wohl Naivität genannt hätten. Es hatte sich ein wenig so angefühlt, als ob er, wenn er nur lange genug in diesem Licht stand, das viele Blut loswurde, das an ihm klebte. Dass all das bittere Böse, dass ein Teil von ihm war, einfach weggebrannt wurde von der Aura aus Licht. Aber es funktionierte vermutlich in Beide Richtungen, und vielleicht hätte er sie damit auch einfach in den Dreck gezerrt, in dem er selbst stand.

Er seufzte. War es wirklich gerecht, die junge Frau auf ein solches Podest der Reinheit zu heben? Wie konnte jemand jemals diesen Ansprüchen gerecht werden? Aber vermutlich musste Delilah keinen einzigen Gedanken daran verschwenden, geschweige denn, dass sie überhaupt von dieser ‚Reinheit‘ wusste.
Es war besser so.
Beschloss er. Vor allem, da er nicht wusste, ob er sich, oder sie, vor sich selbst hätte retten können. Wer wusste schon, in was für eine Besessenheit er sich gesteigert hätte.

In dem Moment, als er wieder auf sah, fiel sein Blick auf den Grafen. Das Gesicht wirkte etwas grau, aber er hatte die Augen weit geöffnet und starrte an die Decke über sich. Zanfar hatte diesen Ausdruck vielleicht schon einmal gesehen... diese Leere! So sahen die 'Zombies' der Nekromanten seines Volkes aus, solange kein Wille in ihnen wohnte. Der Kopf rollte zur Seite, der Blick auf kein Ziel geheftet, starr und unnatürlich. Kurz wurde ihm kalt und er hoffte, dass sie nichts falsch gemacht hatten. Dann ging ein Wandel durch den Raum und Macht erwachte. Drückend und schwer legte es sich auf alles und Zanfar konnte mit jeder Zelle seines Sein fühlen, wie der Drachengeist erwachte. Als bemerkte dieser erst jetzt, dass er quasi auf ihm lag, erhob er sich und kehrte ganz in den Körper des Grafen zurück. Zuckend vereinten sich wieder beide Teile zu einem Ganzen. Langsam erhob sich der Graf und ließ die Beine von der Tischkante baumeln. Sein Blick war wieder wach, zielgerichtet und senkte sich erstaunt auf seine Brust. Seine langen schlanken Finger glitten über die Stelle, wo noch zart rosa Haut die neu gebildeten Muskeln überspannte.
„Interessant...“
Er sah zu Zanfar und dann fand sein Blick die schlafende Lichtmagierin. Leiser fügte er hinzu:
„Scheint so, als hättet ihr gute Arbeit geleistet. Sehr schön. Dann kann ich ja aufbrechen.“
Er stand auf und schwankte aber kurz.
„Hm... ein bisschen sollte ich noch warten.“
Er lehnte sich an die Tischkante und sah sich nach seinem Hemd um. Vielleicht wusste Zanfar wo es lag. Nach ein paar tiefen Atemzügen fragte der Graf:
„Wisst ihr wo mein Sohn ist? Eine Verabschiedung wäre wahrscheinlich angemessen...“


Schon als der Drache das erste Mal sprach, war Zanfar aufgestanden und sprang in richtung des Mächtigen, um ihn im Zweifelsfall vor einem unangenehmen Sturz zu bewahren. Er hatte den Körper nicht zusammengeflickt, um ihm dann zu erlauben sich selbst den Schädel am Boden aufzuschlagen. Als dieser sich aber fing, sah er lieber davon ab, den Drachen zu berühren. Mit aller Gewalt drängte er das Schaudern zurück, das ihm über den Rücken laufen wollte. Der Zombie Moment war ihm viel zu gut im Gedächtnis geblieben.
„Ja, richtig. Delilah hat zwar die Hauptarbeit übernommen, aber Euer Körper ist noch immer von der Verletzung geschwächt. Ein wenig mehr Ruhe wäre angebracht, wenn ihr nicht all die Arbeit zunichtemachen wollt.“
Er ging zum Tisch, wo er Fiddatans – oups blutbeschmiertes – Hemd hingelegt hatte. Als wäre nichts gewesen, schüttelte er es aus und legte es sich über den Arm. Dann besah er sich noch einmal das kleine Wunder, dass die Lichtmagi vollbracht hatte und blickte dann hoch in Fiddatans Gesicht.
„Nein, das weis ich leider nicht. Aus irgendwelche Gründen taucht der Jungen nicht zum Rapport bei mir auf. Aber das ist ein guter Gedanke, den ihr da habt, vor allem, da ihr erwähntet, dass ihr dem Geist Veranos Körper überlassen wolltet, wenn ihr ihn nicht mehr braucht. Sollten die Kinder dann zum gegeben Zeitpunkt nicht anwesend sein? Zumindest Leon?“
Er reichte ihm währenddessen das Hemd, und half ihm, sollte es nötig sein.
„Aber das könnt ihr sicher persönlich besser mit Ihnen klären.“

Sein Blick fiel zurück auf die friedliche Gestalt Delilahs.
„Was haltet ihr davon: Begleitet mich, während ich Delilah zu einem angemessenen Bett bringe, in dem sie schlafen kann und dann helfe ich Euch dabei, Leon zu finden.“
Zanfar ging hinüber zur Couch, um Delilah hoch zu nehmen, hielt dann aber inne und drehte sich nochmal um.
„Das letzte Mal hatte der Gute einiges an Alkohol in sich. Wäret ihr so freundlich, wenn Leon nicht bei sich ist, zu warten, bis er es wieder ist? Ich glaube nicht, dass er sich vergeben würde, wenn sein Alkoholrausch ihn davon abgehalten hätte, das richtige zu tun.“
Er wartete noch auf die Antwort und nahm dann die zierliche junge Frau, eingehüllt in eine Decke, auf den Arm. Sein Ziel waren die Gemächer der Roten Dame. Die Nacht konnte er auch problemlos auf der Couch verbringen (wie die letzte auch) und die junge Frau dafür in seinem Bett schlafen lassen. (dachte er :P)

Benutzeravatar
Erzähler
Nicht-Spieler-Charakter
Nicht-Spieler-Charakter
Beiträge: 4334
Registriert: Montag 4. Januar 2010, 20:11
Lebensenergie:

Re: Der rote Salon

Beitrag von Erzähler » Freitag 6. April 2018, 12:18

„Ja, richtig. Delilah hat zwar die Hauptarbeit übernommen, aber Euer Körper ist noch immer von der Verletzung geschwächt. Ein wenig mehr Ruhe wäre angebracht, wenn ihr nicht all die Arbeit zunichtemachen wollt.“
Der Graf nickte, wenn auch nicht all zufrieden. Man sah im an, dass er mit der augenblicklichen Situation nicht zufrieden war. Zanfar ging zum Tisch, wo er Fiddatans blutbeschmiertes Hemd hingelegt hatte. Als wäre nichts gewesen, schüttelte er es aus und legte es sich über den Arm. Anziehen sollte der Graf das lieber nicht, wenn sie durch das Schloss wandern würden! Dann besah er sich noch einmal das kleine Wunder, dass die Lichtmagi vollbracht hatte und blickte dann hoch in Fiddatans Gesicht um die zweite Frage des Drachen zu beantworten.
„Nein, das weiß ich leider nicht. Aus irgendwelche Gründen taucht der Jungen nicht zum Rapport bei mir auf. Aber das ist ein guter Gedanke, den ihr da habt, vor allem, da ihr erwähntet, dass ihr dem Geist Veranos Körper überlassen wolltet, wenn ihr ihn nicht mehr braucht. Sollten die Kinder dann zum gegeben Zeitpunkt nicht anwesend sein? Zumindest Leon?“
Er reichte ihm währenddessen das Hemd, und half ihm, sollte es nötig sein. Der Graf presste kurz die Lippen aufeinander und schien sich dann an diese seine vergangene Aussage zu erinnern.
„Aber das könnt ihr sicher persönlich besser mit Ihnen klären.“
Er nickte langsam. Ob er bereute dieses Angebot gemacht zu haben? Anscheinend wollte er nun, da es ihm besser ging, einfach nur noch fort. Aber das gegebene Wort schien ihn zu halten. Zanfars Blick fiel zurück auf die friedliche Gestalt Delilahs.
„Was haltet ihr davon: Begleitet mich, während ich Delilah zu einem angemessenen Bett bringe, in dem sie schlafen kann und dann helfe ich Euch dabei, Leon zu finden.“
Zanfar ging hinüber zur Couch, um Delilah hoch zu nehmen, hielt dann aber inne und drehte sich nochmal um.
„Das letzte Mal hatte der Gute einiges an Alkohol in sich. Wäret ihr so freundlich, wenn Leon nicht bei sich ist, zu warten, bis er es wieder ist? Ich glaube nicht, dass er sich vergeben würde, wenn sein Alkoholrausch ihn davon abgehalten hätte, das richtige zu tun.“
Verano nickte und Zanfar nahm dann die zierliche junge Frau, eingehüllt in eine Decke, auf den Arm. Sein Ziel waren die Gemächer der Roten Dame. Die Nacht konnte er auch problemlos auf der Couch verbringen und die junge Frau dafür in seinem Bett schlafen lassen. Der Graf prüfte noch einmal seine Standfestigkeit und so begannen sie sich langsam und gemütlich auf den Weg in Richtung der Gemächer der roten Dame zu machen.

(weiter bei: Die Gemächer der roten Dame)
Bild

Antworten

Zurück zu „Jorsas Palast“