Areana Vandefur

Spieler kommen und gehen, Charaktere verschwinden spurlos oder sterben ruhmreich. Niemand soll vergessen werden. Deshalb findet ihr hier die Steckbriefe ehemaliger (Spieler-)Charaktere.
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Areana Vandefur
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Areana Vandefur

Beitrag von Areana Vandefur » Dienstag 25. September 2012, 17:30

Areanas Steckbrief
Name:
Areana Vandefur

Rasse:
Mensch (Eigentlich Pelgarerin, fühlt sich allerdings mehr als Sarmaerin)

Alter:
19 Jahre

Geschlecht:
weiblich

Beruf:
Diebin

Heimat:
Sarma, wurde jedoch in Pelgar geboren und verbrachte dort ihre Kindheit.

Gesinnung:
Gut (allerdings mit einem Hang zum Eigennutz)

Magie:
Keine

Sprache:
Garmisch
Sendli

Religion/Glaube:
Schon als Kind kam Areana kaum in Kontakt mit dem Thema Glauben, auch als Jugendliche blieb die Auseinandersetzung damit aus. Heute, als Erwachsene und von ihrer Kindheit geprägt, hegt sie keinerlei Interesse für die Religion und hält das alles für ausgemachten Blödsinn.

Aussehen:
"Du siehst aus, als hätte die Nacht dich geschneidert. Haar, dunkel wie der Himmel bei Mitternacht. Augen so undurchdringlich wie nächtlicher Nebel und die Haut so blass wie Mond- und Sternenlicht. Und kalt, so kalt wie die Zeit des Übergangs."

Areanas rabenschwarzes Haar fällt ihr wie ein Schleier bis zur Taille. Sie ist eine schlanke und zart gebaute Frau mit hohen Wangenknochen und rauchgrauen Augen, denen nichts zu entgehen scheint. Meist trägt sie ihr Haar zu einem strengen Zopf geflochten, nur zu seltenen Gelegenheiten steckt sie es sich hoch. Der Einfachheit halber trägt sie meist Stoffhosen und Leinenhemden oder ein burgunderrotes, schlichtes Kleid - darüber jedoch immer einen schwarzen, bodenlangen Kapuzenumhang.
Um ihr linkes Handgelenk wickelt sie stets ein blutrotes Seidenband, um eine Brandnarbe aus ihrer Kindheit zu verbergen, die niemals recht verheilen wollte und sich noch heute wie ein rosa - fast schon silberner - Schatten um ihr Gelenk windet.
Sie trägt drei Dolche am Körper: Einen gut sichtbar an der Taille (als Warnung), einen unter dem Ärmel des rechten Armes verborgen; und einen weiteren versteckt sie für Notfälle im linken Stiefel.
Schon vor einiger Zeit verschwanden die letzten Spuren des hübschen Mädchens aus ihren Zügen und zurück blieb eine von Kühle und Distanz durchzogene Schönheit.
Auf Fremde wirkt sie eingebildet und unnahbar, aber auch faszinierend und ironischer Weise fast schon anziehend - wie eine hauchdünne Eisfläche, die vielversprechend schimmert und glitzert, nur um dann unter dem Gewicht des eigenen Körpers zusammen zu brechen und einen ins Eiswasser zu entlassen.
Auch wer Areana besser kennt, bekommt höchst selten eine andere, wärmere und fürsorglichere Seite von ihr zu sehen.

Persönlichkeit:
Areana Charakter ist so wechselhaft wie das Wetter in den Bergen. Im einen Moment albert sie noch herum und zieht jemanden im Scherz auf, im nächsten Moment ist sie verschlossen und schweigsam und wieder im nächsten ist ihr Gegenüber um einige Schätze ärmer. Bitterböse Ironie, Sarkasmus und Zynismus ihrerseits sind an der Tagesordnung, Wortgefechte und Diskussionen liebt Areana fast so sehr wie betrunkene, unachtsame Reiche. Ihr Respekt ist ein Lohn, den man sich erst hart erkämpfen muss, und nichts, das man durch Stand, Geburt oder Vergangenheit einfach so erhält.
Außerdem ist sie unglaublich starrsinnig. Hat sie sich erst einmal etwas in den Kopf gesetzt, lässt sie nichts unversucht, ihre Ziele zu erreichen.
Das macht das Zusammenleben mit ihr anstrengend und zu einer gewaltigen Herausforderung - man weiß einfach nie, wo man bei ihr gerade ist. Es ist fast unmöglich, etwas über sie zu erfahren, da die junge Frau es vermeidet, über ihre Vergangenheit zu sprechen. Viel lieber zieht sie jedem, der ihr über den Weg läuft, mit berechnendem Kalkül das Geld aus den Taschen. Einer kleinen Betrügerei ist sie nie abgeneigt (solange ein entsprechender Anteil für sie herausspringt), auch wenn ein großes Risiko damit einher geht.
So energiegeladen sie auch auf ihren Diebeszügen ist, so geduldig ist sie, um auf neue Beute zu warten: Wie eine Katze lauert sie auf die nächste Maus, die ihr direkt in den Mund hüpft.
Areana fürchtet sich vor so gut wie nichts. Doch die Dunkelheit in großen, leeren Räumen jagte ihr schon als kleines Mädchen schreckliche Angst ein. Auch als junge Frau hat sie es noch nicht geschafft, diese Furcht abzulegen.

Etwas geht ihr über alles andere: Ihr Ehrgefühl. Areana lebt nach drei einfachen Grundsätzen: Erstens: Bestehle niemanden, der weniger hat als du selbst. Zweitens: Bestehle nie einen anderen Dieb - außer er hat es verdient. Und Drittens: Begleiche deine Schulden.
Das Einzige, womit man die Diebin sofort weichklopft sind Geschichten, Sagen und Mythen. Sie ist ganz vernarrt in die Legenden Celcias und von überall her.

Stärken:
~ Beharrlichkeit
~ Ehrgefühl
~ Stehlen [sehr gut]
~ Dolchkampf [durchschnittlich]
~ Bogenschießen [rudimentär]
~ Einfallsreichtum
~ Berechnend
~ Geduldig

Schwächen:
~ Launenhaft
~ Unsäglich misstrauisch
~ Kühl und unnahbar
~ Leichtsinnig
~ Berechnend
~ Einsamkeit
~ Keinen Glauben
~ Angst vor der Dunkelheit

Lebensgeschichte:
"Wie heißt du?" Der Junge hatte schöne Augen. Blau wie der Himmel an den ersten Tagen im neuen Jahr. Deshalb antwortete sie: "Areana." Ihre Stimme stolperte vor Nervosität. "Verrätst du mich an den Bauern?", fragte sie und deutete auf den kleinen - fast jämmerlichen - Haufen gestohlener Hühnereier.
"Mh... Nein, ich glaub´ nicht." Der Junge lächelte fröhlich. "Wohin gehst du denn?" fragte er neugierig.
Ein unsicheres Schulterzucken. Woher sollte ein kleines Mädchen wissen, wohin es laufen sollte? Wo Areana nicht einmal wusste, welcher Schrecken sie an der nächsten Straßenecke erwartete. "Sarma - vielleicht.", murmelte sie.
"Gut. Dann komme ich mit dir. Ich bin Kevan." Wieder ein fröhliches Lächeln und mit einem Mal lauerte hinter der nächsten Ecke keine Gefahr mehr, sondern ein Abenteuer...


Areana wurde mitten zur Zeit des Übergangs als uneheliche Tochter eines Soldaten namens Tamred und der blutjungen Näherin Marlta geboren. Bereits wenige Wochen nach ihrer Geburt ließ sich Tamred jedoch in eine andere Kaserne versetzen, um näher bei seiner Ehefrau sein zu können und lässt Marlta zurück, die sich von nun an allein um ihr Kind kümmern musste.
So verbrachte das Mädchen die ersten Jahre ihrer Kindheit wohlbehütet im Haus ihrer Großeltern, ehe Marlta kurz nach dem Tod ihrer Eltern schließlich heiratete, um sich und ihre Tochter weiter ernähren zu können.
Doch der Mann ihrer Mutter gefiel der Kleinen überhaupt nicht: Er war ein ehemals wohlhabender Weinbergbesitzer, der seine Zeit lieber in einem Freudenhaus oder einer Schenke verbrachte als bei seiner Familie und seine vier Söhne hatten nichts als Flausen im Kopf und ließen keine Gelegenheit aus, Areana zu ärgern oder zu piesacken. Von Beginn an lehnte sich das Mädchen immer wieder gegen ihren Stiefvater auf und so landete sie häufig als "erzieherische Maßnahme" - oft Stundenlang - in einem der ungenutzten Weinlager, als Stubenarrest und Schläge keine Wirkung mehr zeigten. Seitdem fürchtet sich Areana vor großen, dunklen Räumen.
Mit neun Jahren lief sie von zu Hause weg, da sie auch von ihrer Mutter keine Hilfe zu erwarten hatte. Noch in derselben Nacht lernte sie Kevan kennen, als sie versuchte, dem Bauern, bei dem der Junge arbeitete, einige Eier aus dem Hühnerstall zu stehlen. Weil ihr neuer Freund unbedingt nach Sarma wollte, um zu seiner Familie zurückzukehren, schloss er sich kurzerhand der Ausreißerin an und die beiden Kinder begaben sich auf die Reise zur Küste, um über das Meer nach Belfa zu gelangen.
Gemeinsam schlugen die Zwei sich tatsächlich bis zum Hafen durch. Dort schlichen sich Areana und Kevan an Bord eines Schiffes und reisten als blinde Passagiere nach Sarma.


"Was haben wir denn da? Zwei diebische Vögelchen." Der Alte grinste, entblößte eine Reihe schlecht gepflegter Zähne und griff Areana unters Kinn. "Und eines davon ist recht hübsch."
Das Mädchen sträubte sich und versuchte ihm in den Finger zu beißen, woraufhin der Mann zu lachen begann. "Ich mag dich, Kleine.", stellte er fest. "Und du..." Er ließ seinen Blick über Kevan schweifen, der sich bis dahin weder gewehrt, noch einen Ton von sich gegeben hatte. "Du hast kluge Augen, mein Junge." Noch immer presste Kevan störrisch die Lippen aufeinander.
Eine Weile schwieg er und sah die beiden Kinder an. "Also sind mir ein stummer Fisch und ein bissiges Kätzchen ins Netz gegangen... wisst ihr denn nicht, dass man keinen anderen Dieb bestiehlt? Es sei denn, er hat es verdient."


In Sarma angekommen erfuhr Kevan, dass seine Mutter schwer krank war. Um die Medikamente zahlen zu können, ging er, wenn auch höchst widerwillig, mit Areana in der Stadt weiter auf Diebestour. Dabei gerieten sie in die Hände des einflussreichen Diebes Aaron.
Dieser stellte sie vor die Wahl: Entweder er verkaufte sie an einen der zahlreichen Sklavenhändler Sarmas oder er streckte ihnen das dringend benötigte Geld vor, doch die Beiden müssten es in seinen Diensten abarbeiten.
Die Zwei gingen auf den Handel ein, Kevans Mutter erhielt ihre Medizin und Kevan und Areana erledigten von da an Botengänge und andere kleine Aufträge für Aaron. Kevan nahm Areana das Versprechen ab, seiner Mutter niemals zu erzählen, woher sie das Geld für ihre Medikamente hatten. Nachdem Jelena wieder genesen war, versuchte sie mehrfach aus der Freundin ihres Sohnes den Ursprung der nicht unerheblichen Summe zu erfahren. Doch Areana hielt sich an ihr Versprechen und hat bis heute kein Wort über die Herkunft des Geldes verloren.

Aaron, ein Mitglied des Bundes der Wüstendiebe, war währenddessen begeistert von seinen Zöglingen. Er nahm die Beiden - insbesondere Areana - unter seine Fittiche und brachte ihnen Lesen und Schreiben bei. Areana war ganz begierig auf das Wissen, das sie so zwischen den Seiten von Büchern entdecken konnte, und so lernte sie emsig und rasch. Im Laufe der Zeit wurden die beiden Freunde zu einer ganz besonderen Geldquelle für den geschäftstüchtigen Gauner: In Aarons Namen stahlen die beiden Freunde Gegenstände, die die Auftraggeber des alten Diebes in ihren Besitz bringen wollten.
Zum ersten gemeinsamen Neujahrsfest schenkte Aaron den Kindern jeweils einen Dolch und begann, sie im Kämpfen zu unterrichten. Auch das Bogenschießen und der Schwertkampf zählten dazu. Doch während Areana allein Talent im Umgang mit dem Dolch zeigte, blühte ihr bester Freund beim Bogenschießen und im Duellkampf regelrecht auf und erwies sich als begabter Kämpfer.
Etwa zu dieser Zeit erfuhren die Kinder auch von Aarons Verbindung zum Bündnis der Wüstendiebe, als sie ein Gespräch zwischen den Dieb und einem Mitglied des Bundes belauschten. Doch da Aaron nie versucht hatte, die Beiden an die Wüstendiebe zu binden, blieb dieses Verhältnis fast völlig unbehelligt.
Woher Aaron all die Mittel für den Unterricht der Kinder hatte, will Areana lieber gar nicht wissen. Höchstwahrscheinlich waren dafür einige belesene Köpfe gerollt, da ein paar der Bücher ziemlich selten und wertvoll waren.
Während Areana sich prächtig mit Aaron verstand und er für sie eine Art Vaterfunktion einnahm, war das Verhältnis zwischen dem Dieb und Kevan über all die Jahre hinweg meist recht angespannt. Die Beiden vertrauten einander zwar, doch nur so weit wie des anderen Schatten fiel und so innig wie zwischen Aaron und Areana war die Beziehung zwischen dem Alten und dem Jungen nie.

"Was, glaubst du, will der alte Halunke schon wieder von uns?", fragte Kevan mürrisch und raufte sich das blonde Haar. Areana wusste, wie sehr er es verabscheute, in Aarons Schuld zu stehen. Auch wenn er es wieder tun würde. Kevan war eine so ehrliche Haut - im Gegensatz zu ihr selbst. Allein der alte Dieb konnte dafür sorgen, dass er schlechte Laune bekam und Areana selbst war launisch wie das Wetter. Was für ein eigenartiges Gespann sie doch waren... "He, Ari!", riss der Junge seine Freundin aus ihren Gedanken. "Ich hab´ dich was gefragt."
Doch noch bevor das Mädchen antworten konnte, öffnete sich schon die Tür und Aaron ließ die Beiden ein.
Einige Momente herrschte Schweigen und Kevan knirschte verstimmt mit den Zähnen, bevor schließlich aus ihm herausbrach: "Also, was sollen wir dir dieses Mal besorgen?"
Areana verdrehte die Augen. In fünf Jahren hatten Aaron und Kevan es nicht geschafft, sich zusammen zu raufen.
"Nichts mehr, Junge. Ihr habt eure Schuld beglichen und du bist jetzt sechszehn und damit erwachsen.", erklärte Aaron. "Ein Mann sollte, wenn er kann, sein Geld auf ehrliche Art verdienen."


Nachdem die Freunde nun nicht mehr für Aaron arbeiten mussten, brauchte Kevan eine neue Anstellung, da er seine Mutter bis dahin immer finanziell unterstützt hatte. Er beschloss, als Soldat zur Armee zu gehen. Areana war davon alles andere als begeistert. Sie sorgte sich um ihren besten Freund und gab Aaron die Schuld an Kevans Eintritt in die Armee und an der Gefahr, der er sich damit aussetzen würde. Dadurch kam es fast zum Zerwürfnis zwischen dem Dieb und seiner Ziehtochter. Die Beiden rauften sich jedoch wieder zusammen und Aaron sorgte dafür, dass Areana Kevan gelegentlich Briefe zukommen lassen konnte. Areana unternahm während dieser Zeit mehrfach Versuche, Aaron dazu zu bewegen, sie in das Bündnis der Wüstendiebe einzuführen. Doch der Alte weigerte sich beharrlich und verhinderte mit allen Mitteln den Kontakt zwischen der jungen Frau und dem Bund. Er schickte sie unter verschiedenen Vorwänden immer wieder aufs Festland, um zu verhindern, dass der Rat sie anwarb oder töten ließ.
Kevans Mutter lebte auch heute noch in ihrem kleinen Häuschen in Sarma, war wieder vollkommen gesund und wurde von Areana gelegentlich besucht, die gut mit der Mutter Kevans auskam. Jelena war so ziemlich der einzige weibliche Kontakt, den Areana regelmäßig pflegte - insbesondere seit Kevans Kriegsdienst. Die Sorge um ihn schweißte die beiden Frauen zusammen.
Jelena weiß bis heute nichts über die Herkunft des Geldes von damals, auch wenn sie immer wieder versuchte, etwas darüber herauszufinden.(auch wenn du den Satz streichen kannst, immerhin hast du es oben schon erwähnt, wenn ich mich nicht täusche)
Einige Zeit später wurde er als Wachsoldat an den nördlichen Rand der Insel geschickt, um Sarmas Sicherheit an der Grenze zum Belfa-Kanal zu gewährleisten und den drohenden Angriff der Dunkelelfen gegebenenfalls abwehren zu können.

"Lass dich nicht umbringen." Es sollte ein Scherz sein, doch stattdessen klangen Areanas Worte wie ein Flehen. Sie biss sich so fest auf die Lippen, dass sie ihr Blut schmecken konnte.
Einen Moment lang starrte Kevan seine Freundin überrascht an - derartige Ausbrüche waren für gewöhnlich nicht ihre Art. Schließlich umarmte er sie, drückte ihr einen brüderlichen Kuss aufs Haar und erwiderte nichts. Areana schlang die Arme um seinen Hals, vergrub das Gesicht an seiner Schulter und versuchte, nicht vor Angst zu weinen zu beginnen.
Es lag nicht in seiner Hand und sie hatten einander nie belogen, sodass Kevan jetzt nicht damit anfangen wollte. Auch nicht, um sie zu beruhigen.
Und dennoch tat er es: "Mir passiert schon nichts. Versprochen."
Sanft, aber bestimmt löste der junge Mann sich aus der Umarmung. Es war höchste Zeit, er musste zu den anderen Soldaten.
Doch Areana vergrub unwillkürliche die Finger im Ärmel seiner Jacke, als könnte diese Geste ihn am Gehen hindern. Nicht an die Grenze, nicht aufs Schlachtfeld. Nicht ohne sie - so wie es all die Jahre gewesen war. Aber Kevan würde nicht bleiben, nicht einmal ihr zuliebe.
Ihr bester Freund gab ihr einen weiteren Kuss auf die Stirn. "Und du halte dich von den Wüstendieben fern. Ich traue ihnen nicht..."
Areana nickte. "Versprochen..."
Eine einzige Lüge. Zum ersten Mal. Um ihn zu beruhigen.
Die Liebe lässt einen so leicht lügen...

~*~*~*~*~*~


"
Ehrliche Arbeit - das nicht lache! Von allen Menschen bist du doch der Unehrlichste!" Zornig lief Areana im Zimmer auf und ab. Kevan war nicht einmal einen ganzen Tag weg und schon fühlte sie sich verloren und allein... Waren sie je länger als einige Stunden und weiter als ein paar Meter voneinander getrennt gewesen? Areana konnte sich an keinen Tag erinnern, an dem sie und Kevan nicht gemeinsam durch die Straßen gezogen waren. Als währen sie Schatten des jeweils anderen und die junge Frau hatte nie daran gedacht, dass dies sich jemals ändern könnte.
"Areana...", stetzte der alte Dieb an, doch das Mädchen war noch nicht fertig. Sie wirbelte herum, warf den schwarzen Haarschleier in den Nacken und trat drohend auf Aaron zu.
"Das ist alles deine Schuld! Warum hast du ihn nicht damals einfach weiter für dich stehlen lassen, so wie mich?" Areana atmete tief durch, um Aaron nicht an die Kehle zu springen. "Wenn ihm was passiert, ziehe ich dich zur Verantwortung!"
Ein Seufzen. "Setz dich hin und sei still, Kätzchen." Kätzchen... Der Name hatte sie über all die Jahre als Diebin begleitet und sie hatte es nie geschafft, ihn Aaron auszutreiben.
Dieses Mal unternahm sie erst keinen Versuch, sondern gehorchte. Wenn auch widerstrebend.
"Ich bin ein Dieb, aber kein Unmensch. Der Grund, warum ich Kevan damals empfahl, einem ehrlichen Beruf nachzugehen, ist ganz leicht: Er hasste es zu stehlen und so leid es mir um sein diebisches Talent auch tat, so wollte ich ihn zu nichts zwingen, was er nicht selbst wollte. Ich habe all die Jahre gehofft, er könnte sich daran gewöhnen - aber das tat er nie und so habe ich ihn aus einer Schuld entlassen." Aaron sah seinen Zögling direkt an, um zu beweisen das er nicht log. "So ähnlich verhält es sich auch zu deiner Verbindung zu den Wüstendieben. Du bist zu ruhelos und zu sprunghaft, Mädchen. Früher oder später wirst du es leid sein, immer nur unter dem Bündnis zu leben. Du wirst das Stehlen leid sein und deinen Frieden wollen. Doch man verlässt die Diebe nicht, zumindest nicht lebendig. Solange du jedoch unter meinem Befehl arbeitest, steht es dir frei zu gehen, wann immer es dir beliebt. Ich betraue dich mit wichtigeren Aufträgen, du erhältst ein Mitspracherecht und wirst in bestimmte Vorgänge eingeweiht - bis zu einem gewissen Grad. Dafür hältst du dich aus dem Bündnis der Wüstendiebe heraus."


Areana nahm Aarons Angebot an und bereits wenige Tage nach Kevans Abreise brach auch sie auf. Die junge Diebin sollte einem von Aarons Kontaktmännern ein Paket und eine Nachricht übermitteln. Weitere ähnliche Aufträge folgten, denn die Geschäftspartner des einflussreichen Diebes lebten überall verteilt in Celcia.
Areana weiß nicht, was genau Aaron da trieb. Offenbar ließ er seltene Kunstwerke, Schmuck und anderen nur erdenklichen Plunder von verschiedenen Dieben gegen Bezahlung stehlen und verkaufte diese Beute dann an die Mächtigen und Reichen.
Sie vermied es Fragen zu stellen aus Angst, ihr könnte die Antwort nicht gefallen. Außerdem hatte die junge Frau das Gefühl, dass der Bund der Wüstendiebe nichts von den kleinem Nebengeschäften des alten Diebes wusste.
Areanas letzer Auftrag führte sie ursprünglich nach Andunie. Doch als sie auf der Reise von dessen Übernahme durch die Dunkelelfen erfuhren, beschloss der Kapitän des Schiffes, dass es sicherer wäre, im noch unbesetzten Süden zu ankern. So landete die junge Diebin in Jorsan.
Dort erfuhr sie von der Zurückeroberung Sarmas, aber auch von dem hohen Preis, den der Widerstand dafür zu zahlen hatte. Alle Versuche, mit Kevan Kontakt aufzunehmen, scheiterten. Doch durch Zufall traf sie am Hafen auf einen desertierten Soldaten. Dieser berichtete von der Gefangennahme mehrerer Soldaten, darunter auch einer, auf dessen Beschreibung Kevan passte. Des weiteren berichtete er, dass diese Kriegsgefangenen als Sklaven aufs Festland gebracht worden waren, um dort an die neuen Machthaber Pelgars verkauft zu werden.
Ein erster Versuch über Grandessa in das besetzte Land zu gelangen, um dort nach dem gefangenen Soldaten zu suchen, scheiterte jedoch aufgrund des Bündnisses Grandessas mit den Dunkelelfen kläglich.
Areana sah sich gezwungen, vorerst in Jorsan zu bleiben, und reiste in die Hauptstadt Jorsa, in der Hoffnung, dort an Informationen über die Soldatensklaven zu gelangen. Den Auftrag Aarons hatte sie in ihrer Sorge um Kevan völlig vergessen. Sie weiß, dass die Chance, dass es sich bei dem Sklaven tatsächlich um ihren besten Freund handeln könnte, geradezu verschwindend gering ist und ob er überhaupt noch am Leben wäre, dennoch klammert sie sich verzweifelt an diese letze Hoffnung.
Areana sucht nach einer Möglichkeit irgendwie nach Pelgar zu gelangen, um dort nach Kevan suchen zu können.

Inventar:
  • 3 Dolche
  • schwarzer Umhang
  • Lederrucksack
  • Trinkschlauch
  • Geldbeutel
  • Kerze
Tierische Begleiter:
Keiner

Einstiegspost:
Zuletzt geändert von Areana Vandefur am Samstag 6. Oktober 2012, 20:45, insgesamt 12-mal geändert.

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