Marsillius

Spieler kommen und gehen, Charaktere verschwinden spurlos oder sterben ruhmreich. Niemand soll vergessen werden. Deshalb findet ihr hier die Steckbriefe ehemaliger (Spieler-)Charaktere.
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Marsillius

Beitrag von Marsillius » Dienstag 30. August 2011, 12:51

Marsillius' Steckbrief
Name: Marsillius

Rasse: Mensch/Jorsaner

Alter: 20 Jahre

Geschlecht: männlich

Beruf: Pferdezüchter

Heimat: Ganda

Gesinnung: neutral mit einem Hang zum Guten

Magie: keine

Sprache: Garmisch

Religion: Jorsanischer Glaube. Glaube an die Kraft des Gleichgewichts

Aussehen:

Marsillius ist 1.82 m Meter groß und ziemlich muskulös, was er dem Alltag mit den starken Pferden seines Vater zu verdanken hat. Seine Haare sind dunkelbraun und kurz geschnitten, nur hinten reichen sie ihm bis zu den Schultern. Blaue Augen schmücken sein Gesicht, über denen sich ein Paar von dunklen buschigen Augenbrauen befinden. Meistens trägt er weiße Leinenhosen, welche von einem schwarzen Gürtel umrahmt sind, und ein dazu passendes Hemd in Rot. Seine Füße werden meistens von Lederstiefeln bedeckt, welche ihm einen guten Halt beim Reiten bieten. Sollte er auf Reisen sein, so führt er immer einen grünen Umhang mit Kapuze bei sich, um ihn vor drohendem Regen zu schützen, welchen er in den Satteltaschen seines Pferdes verstaut hat, sollte er ihn nicht benötigen. Meistens hat er einen entspannten und weichen Gesichtsausdruck, kann aber auch oftmals sehr verträumt wirken.


Persönlichkeit:

Marsillius ist ein ruhiger und oftmals gedankenverlorener Zeitgenosse. Er liebt die Zweisamkeit mit seinem Pferd Abraxas, doch anderen Personen gegenüber ist er eher scheu und verschlossen. Zwar ist er gastfreundlich und würde, wenn es denn möglich wäre, jeden Wunsch seiner Gäste erfüllen, doch eigentlich ist er lieber alleine. Da er nicht viel mehr, außer den Hof, auf dem er aufgewachsen ist, gesehen hat, ist er noch sehr naiv und auch viel zu gutgläubig. Ehrlichkeit ist seiner Meinung nach eines der wichtigsten Güter, wobei er bis jetzt auch noch nie großen Grund zum Lügen hatte. Streitereien geht er lieber aus dem Weg und so weiß er auch nicht, wie er reagieren würde, wenn ihn jemand zur Weißglut triebe, da es noch nie passiert ist. Zwar träumt er von großen Heldentaten und sieht sich oft als strahlender Ritter in einer glänzenden Rüstung, doch kann er es nicht ertragen, ein Lebewesen leiden zu sehen und deshalb wären auch die Gräuel des Schlachtfeldes nichts für ihn.

Stärken:

Zu seinen Stärken gehören auf alle Fälle sein gesamtes Wissen über Pferde und deren Zucht. Außerdem noch seine Verbindung mit seinem Hengst Abraxas, auf dem er für seine Verhältnisse außerodentlich gut reiten kann(überdurchschnittlich). Des Weiteren kann er noch passabel mit dem Bogen umgehen(durchschnittlich) und kennt die Grundlagen des Spurenlesens(rudimentär). Über das Ausschlachten von Tieren hat er zwar schon einiges gehört und auch erlebt, doch es gehört nicht zu seinen Lieblingsbeschäftigungen(rudimentär). Sonst könnte man noch seine Geduld als Stärke auffassen, welche aber auch oft mit Sturheit gleichzusetzen ist. Will er etwas schaffen, dann gibt er nicht auf, bis er es ihm gelungen ist und selbst wenn ihm einmal der Geduldsfaden reißt, lässt ihm die Sache keine Ruhe und er muss sich nach einiger Zeit wieder daran versuchen und zwar solange, bis er es geschafft oder zur alle ihm bekannten Möglichkeiten durchprobiert hat.

Schwächen:

Zu seinen Schwächen gehören auf alle Fälle seine geringe Lebenserfahrung sowie seine Naivität und Gutgläubigkeit. Manchmal ist es auch seine Scheu anderen gegenüber, die ihm zu schaffen macht. Eine seiner größten Schwächen ist sein Stolz, denn wenn ihn etwas interessiert und er etwas herausfinden möchte, will er keine guten Ratsschläge hören, sondern es selbst ausprobieren, auch wenn es dann um vieles länger dauert, weil die ersten Ansätze nicht fruchten. Im Nahkampf ist er völlig hilflos, da er weder eine Ausbildung genossen hat, noch irgendeine Nahkampfwaffe bei sich führt. Das Einzige, was man in diese Kategorie stecken könnte, wäre sein Jagdmesser und auch sonst kann man nicht von ihm behauptem, dass er ein Krieger sei.


Lebensgeschichte:

Es war eine laue Nacht mitten in der Zeit des Erwachens, als man in einem Bauernhaus, nicht weit von der Stadt Ganda, im Königreich Jorsa, die Schmerzensschreie einer jungen Frau hören konnte. Im schwachen Schein der flackernden Kerzen konnte man sehen, wie sie auf ihrer Schlafstätte lag. Umgeben von einigen Frauen, die Gebete an alle Götter sandten, erwartete sie ihr erstes Kind. Der Vater, ein bekannter Züchter der reinrassigen Vollblüter, kümmerte sich liebevoll um seine Pferde, um die Sorgen zu verdrängen, da seine Frau zierlich, beinahe zerbrechlich gebaut war und die Strapazen der Geburt nicht überleben könnte. Nach stundenlangem Kampf war es endlich soweit und eine junger Knabe erblickte das Licht der Welt. Erschöpft und doch überglücklich sank die Mutter zurück und wartete darauf, dass die Amme das Kind versorgt hatte und sie es in den Arm nehmen durfte. Kurz darauf erschien der Vater des Kindes, um seinen Sohn zu sehen, und als die kleinen Finger des Knaben einen des Mannes umklammerten, wusste er, dass dieser Jüngling sein Erbe fortführen würde, und zusammen mit seiner geliebten Gattin gaben sie ihm den Namen Marsillius.

Obwohl die ersten Wochen sehr an der körperlichen Verfassung der jungen Mutter zehrten, siegte ihr Überlebenswillen, auch wenn die Heilkünste des Medicus', welchen sie aus der Hauptstadt Jorsa angefordert hatten, einen großen Teil dazu beitrug. Die Familie konnte man keineswegs als arm bezeichnen, da das Geschäft mit den Vollblütern florierte, allerdings kostete sie dieser Luxus schon einen Großteil ihres Hab und Guts. Doch das war den Eltern des kleinen Sprösslings egal, denn sie waren glücklich, dass alles ohne größere Probleme abgelaufen war, und wenn sie jetzt den Gürtel etwas enger schnallen müssten, dann war es eben so.

Die Jahre vergingen und der junge Marsillius wuchs zu einem gesunden und kräftigen Burschen heran. Von seiner Mutter wurden ihm die Sitten und Gebräuche seines Heimatlandes gelehrt. Obwohl er kein großer Redner war und lieber alleine seinen Tagträumen nachhing, bestand seine Mutter auf die Erziehung in Anstand, Höflichkeit und vor allem Gastfreundschaft.
Von seinem Vater lernte er alles über die Pferdezucht. Welche Hengste und Stuten guten und kräftigen Nachwuchs hervorbrachten, wie man ein Vollblut von einem Mischling unterscheiden konnte, die richtige Pflege und der Umgang mit den starken und wunderschönen Tieren. Eifrig und voller Begeisterung versuchte Marsillius alles zu verstehen und auf Anhieb richtig zu machen, was ihm natürlich nicht immer gelang und er daher öfters frustriert den Stall verließ und seinem Ärger Luft machte, bevor er es erneut wagte.

Hin und wieder ritten sein Vater und er in den Wald, um auf die Pirsch zu gehen. Zwar hatten sie genug Geld, um sich alles kaufen zu können, doch sein Vater war ein begnadeter Jäger und Bogenschütze. Diese Fähigkeiten wollte er auch an seinen Sohn weitergeben und so lernte Marsillius die Grundlagen des Spurenlesens und Bogenschießens. Was ihm jedoch zu schaffen machte, war die Ausweidung der erlegten Beute, wobei er sich immer wieder übergeben musste. Das brachte ihm die Erkenntnis, dass er zwar ein passabler Bogenschütze, jedoch ein miserabler Jäger war und deshalb begann er noch mehr Zeit in die Pferdezucht zu investierten.

Sein Vater war durch diese Entwicklung überaus erfreut und deshalb bekam Marsillius an dem Tag, an dem er die Mannesreife erlangte, ein überaus großes Geschenk. Aus allen Zuchtrössern durfte sich der junge Mann eines aussuchen, das ab diesem Zeitpunkt sein Begleiter sein würde. Völlig übermannt wusste er nicht, was er sagen sollte und begann deshalb damit, langsam durch die Koppel zu gehen und sich die einzelnen Pferde anzusehen. Eines war schön wie das andere, doch aus irgendeinem Grund schlug sein Herz beim Anblick eines Hengstes schneller. Er wusste, dass dieses Pferd ab sofort sein Begleiter sein würde, und nachdem sein Vater zugestimmt hatte, war Abraxas in seinem Besitz. Zuerst noch mürrisch und bockig, zeigte sich das Wesen des auserwählten Partners, doch mit viel Geduld, Liebe und einer Menge gutem Futter schaffte es Marsillius, dass die beiden ein unzertrennliches Gespann wurden und öfters über die Felder und Wiesen jagten, als wäre Faldor persönlich hinter ihnen her.

Es war eine glückliche Zeit für den jungen Mann und eigentlich konnte es seiner Meinung nach noch ewig so weitergehen, doch eines Tages unterlief seinem Vater ein folgenschwerer Fehler, was zur Folge hatte, dass ihm eines seiner Pferde ein Bein zertrümmerte und er für Wochen das Bett hüten musste. Zu allem Übel war es auch noch die Zeit des größten Viehmarktes in Ganda, doch die Familie konnte auf die Einnahmen, die durch den Verkauf der Nachzuchten in die Haushaltskasse kamen, nur sehr schwer verzichten. Deshalb wurde Massilius mit einigen Soldaten als Begleitschutz losgeschickt, um die wertvollen Pferde auf dem Markt zu verkaufen. Da er schon öfters seinen Vater auf solche Viehmärkte begleitet hatte und dieser ihm noch weitere genaue Anweisungen gab, war der Jüngling guter Dinge, dass alles ohne größere Schwierigkeiten ablaufen würde. In Ganda angekommen, erblickte er sehr schnell den Händler, von dem sein Vater erzählt hatte und nach einem etwas längeren Verhandlungsgespräch waren beide Seiten zufrieden und der Handel abgeschlossen. Mit dem Beutel voller Geld machte sich der Braunhaarige auf den Weg zu seinem treuen Begleiter, um den Heimweg anzutreten, als er von einer Gestalt in dunklen Gewändern angerempelt wurde. Erst verwirrt eine Entschuldigung stotternd, bemerkte er, dass ihm sein Geldbeutel gestohlen worden war. "Haltet den Dieb!", schrie er und lief in die Richtung, in die der Kapuzenträger verschwunden war. Obwohl der Großteil der Wachsoldaten die Gassen durchstreiften und nach dem Verbrecher Ausschau hielten, war er wie vom Erdboden verschluckt. Beschämt, gedemütigt und wütend gab er nach Stunden die Suche auf und ging zum Stall, in dem er seinen Hengst untergebracht hatte. Nachdem er gegen die Wand geschlagen hatte, was ihm einige blutige Knöchel bescherte, flossen ihm die Tränen der Verzweiflung über das Gesicht. "Abra, was soll ich nur tun? So kann ich meinem Vater nicht unter die Augen treten, ich hätte besser aufpassen müssen." Der Hengst spürte den Schmerz seines Freundes und versuchte ihn aufzumuntern, indem er ihn liebevoll anstupste. Mit einem schiefen Grinsen blickte Marsillius in die treuen und verständnisvollen Augen des Pferdes. "Ach, Abra, du hast Recht, wir werden schon einen Weg finden, das alles wieder gut zu machen", versuchte er sich selber Mut zu machen, doch das beklemmende Gefühl in seinem Magen blieb weiterhin bestehen. Den Köcher auf den Rücken geschnallt und den Bogen um die Schultern gespannt, ritt er gedankenverloren in irgendeine Richtung. Er vertraute seinem Freund, dass dieser den richtigen Weg finden würde.

Inventar:

- Jagdbogen,
- Köcher mit 30 Pfeilen,
- Jagdmesser

Tierische Begleiter:

Abraxas, Gandaer Hengst. Er hat ein schwarzes Fell, welches typisch für diese edle Pferderasse ist. Doch einen kleinen Makel hat Marsillius' Partner, was wohl einer der Gründe war, warum sich der junge Mann für dieses Pferd entschieden hat. Ein weißer Fleck im Fell, welcher sich mitten auf der Stirn befindet.
Mit 150 cm Schulterhöhe kann man von einer Respekt einflößenden Erscheinung sprechen und, ehrlich gesagt, sollte man dieses Pferd nicht reizen. Abraxas ist Fremden gegenüber immer sehr misstrauisch und auch leicht reizbar, doch hat man erst einmal sein Vertrauen gewonnen, gibt es wohl kein zuverlässigeres Pferd. Der Hengst ist jetzt zirka vier Jahre alt und trägt einen Ledersattel mit dazu passende, Zaumzeug. In den Taschen, welche am Sattel befestigt sind, befinden sich das Jagdmesser und der Umhang mit Kapuze von Marsillius.

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Einstiegspost

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Zuletzt geändert von Marsillius am Freitag 2. September 2011, 17:34, insgesamt 8-mal geändert.

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