
Mondlichtschatten oder nur Mondlicht
Rasse
Nachtelfe
Alter
30 Jahre
Geschlecht
weiblich
Beruf
Kopfgeldjägerin
Heimat
Sie wurde geboren in der Nachtelfenstadt, allerdings zieht sie jetzt durch das Land
Gesinnung
Neutral mit einem Hang zum Bösen
Magie
Sie beherrscht recht überdurchschnittlich die Assassinen-Magie, da sie in ihren jungen Jahren auf der Akademie war und Einzelunterricht bei einem sehr guten Professor hatte, dadurch hat sie sehr viel gelernt.
Sprache
Sie beherrscht ihre Muttersprache Herendia, wie auch die Sprache der Dunkelelfen Lerium und auch ansatzweise Celcianisch
Religion/Glaube
Sie glaubt an Manthala und verweigert jeden anderen Glauben, doch sie verachtet die anderen Götter nicht.
Aussehen
Ihre langen silbernen Haare fließen ihr über den Rücken und glänzen wie das mondbeschienene Wasser, sie sind glatt und haben unten eine leichte Wellung.
Die Augen sehen aus wie flüssiges Silber und sind umrahmt von langen vollen schwarzen Wimpern, außerdem haben sie einen tückischen Glanz.
Ihre Haut ist alabasterfarben und rein und hat relativ volle kirschfarbene Lippen, die das Ganze abrunden, ihr Gesicht ist hübsch, wäre nicht der kalte Schatten, der sich durch ihre Mimik auf ihr Gesicht gelegt hat.
Sie ist ungefähr 165 cm groß und sehr schlank, schon fast schmächtig, wäre da nicht noch ihr Weibliches sein, das gut zum Vorschein kommt, auch ihre Hände sind sehr schlank und so kommen ihre langen Finger gut zur Geltung, im Großen und Ganzen erscheint sie sehr zierlich und zerbrechlich, die langen schön geformten Beine haben allerdings einen Makel, denn ihr linkes Bein ziert eine lange etwas breitere Narbe, die sie allerdings nicht behindert, diese fängt von der linken Außenseite des Fußes an und endet in der Mitte des Oberschenkels, außerdem zieht sich eine Tätowierung, von der linken Leistenseite angefangen bis zur Mitte des Rückens, das als Blumenranke mit einer schwarzen Rosenblüte anfängt und sich dann am Rücken vergrößert und mit seinen geschwungenen Linien ihre Göttin darstellt.
Da sie sich als Kopfgeldjägerin betätigt, trägt sie immer mindestens 3 Dolche bei sich, die sie an ihrem Oberschenkel, am rechten Unterarm und in ihren Stiefeln befestigt.
Sie trägt meist einen schwarzen Mantel über ihrer Lederkleidung, dessen Kapuze sie meist übergeworfen hat, der keine Lichtstrahlen durchlässt, er ist ihr ein wenig zu groß und hat mehrere Taschen, wo sie gegebenenfalls ihr Hab und Gut verstauen kann, außerdem trägt sie ihn meistens zu, doch dies hat keinen bestimmten Grund. Die Kapuze des Mantels ist auch ein wenig groß, allerdings ist das für sie ein Vorteil, da sie die Kapuze meistens auf hat und tief in ihr Gesicht zieht.
Ihre Lederkleidung hingegen ist enganliegend, damit sie sich schnell und flink bewegen kann, das Oberteil besteht aus einem schwarzen Mieder, das vorne geschnürt wird, der Rock ist an beiden Seiten eingeschnitten, damit sie sich gut bewegen kann, auch dieser ist schwarz und hat zusätzlich noch eine Halterung, an die sie ihre Dolchscheiden oder ihren Proviant festbinden kann.
An ihren Unterarmen hat sie zusätzlich noch Armstulpen, die wie ihre Lederkleidung auch schwarz sind und an zwei Seiten geschnürt werden, darunter ist auch noch einmal eine Dolchhalterung, die allerdings nur für kleine schmale Dolche vorgesehen ist, außerdem ist auch noch an ihrem Oberarm ein etwa fünf cm breiter Lederreifen befestigt, den sie ohne Grund trägt, denn seid ihrer Geburt hatten ihre Eltern ihr das umgebunden, sodass sie sich jetzt daran gewöhnt hatte, denn dort wäre das Familienwappen drauf gestickt, was nun nicht mehr der Fall war.
Zusätzlich hat sie dies auch an ihrem rechten Oberschenkel, nur dass dieser Lederreifen noch zusätzlich eine Halterung für einen Dolch angebracht hat.
Alle Teile ihrer Rüstung sind schmucklos und schlicht schwarz.
Dazu trägt sie noch schwarze Schnürstiefel, die auch perfekt passen und die sehr leicht sind, auch in ihnen können Dolche versteckt werden, indem die Stiefel oben nicht all zu fest gebunden werden.
Fremde sehen in ihr meistens nur eine harmlose junge Frau, wenn dieser heimtückische Glanz in ihren Augen nicht wäre, außerdem bewegt sie sich sowohl zielsicher und selbstbewusst, als auch vorsichtig, so lässt sie andere wissen, dass man sie nicht so schnell überrumpeln kann, dabei ist ihr Gesicht meist verschlossen und ernst, als auch konzentriert, da sie ihre Gegenüber, wenn möglich genauestens analysiert.
Zudem ist keinerlei Schmuck an ihr zu finden, da sie dies für unnötig hält.
Persönlichkeit
Mondlichtschatten redet nicht viel, außer wenn es sich um einen Auftrag handelt, da sie dort die möglichen Informationen beschaffen muss.
Sie ist zwar nicht schüchtern, aber auch nicht kontaktfreudig und wimmelt Fremde, sowie auch Bekannte so schnell wie möglich ab.
Sie will keine Freunde und ist deshalb kalt und ihre Stimme hält sie, wenn möglich monoton, ohne jede Gefühlsregung.
Außerdem gibt sie nichts von sich preis, es sei denn jemand belästigt sie, dann wird sie sauer und ihre Stimmer wird lauter, da kann ihr schon mal das Eine oder Andere rausrutschen.
Sie mag es nicht, wenn jemand zu aufdringlich wird und lässt sich dabei schon mal auf einen kleinen Kampf ein, allerdings hasst sie Spinnen und ist froh darüber, wenn dies niemand erfährt, sie liebt die Stille und die Geräusche der Natur, sprich das Plätschern des Wassers, das Pfeifen des Windes oder einfach nur das Vögelzwitschern.
Wenn sie alleine ist, denkt sie nie über ihre Vergangenheit nach und auch nicht über was wäre wenn, sondern widmet sich der Gegenwart und der Zukunft, sie nimmt die Zukunft so an wie sie ist und beschwert sich nicht darüber.
Mit ihr Freundschaften zu schließen ist sehr schwer, doch wenn sie welche schließen würde, dann würde sie ihre Freunde mit Respekt und Freundlichkeit behandeln, auch wenn sie sich eher schwer tun würde.
Sie wurde von ihrem Bruder ausgebildet und sie befolgt seinen Rat, niemandem zu trauen, deshalb schließt sie auch keine Freundschaften, auch wenn sie nicht ganz abgeneigt ist welche zu schließen.
Wenn sie größere Probleme bekommen würde, dann würde sie grundsätzlich versuchen sie zu lösen, auch wenn sie unter Umständen über Leichen gehen müsste, aber wenn es sich um kleine Probleme handelt, dann kann sie diese gekonnt ignorieren und beschäftigt sich nicht mehr damit, dies geschieht, auch wenn ihr etwas peinlich ist, sie ignoriert es und kümmert sich nicht mehr darum, auch wenn sie vielleicht kurz zusammenzuckt.
Wenn sie in irgendwelchen Schwierigkeiten steckt, bemüht sie sich sie sofort zu beheben, auch wenn das heißt, dass sie ihre kalte Maske für einen Augenblick ablegen muss.
Stärken
Mondlichtschatten wurde von klein auf in der Assassinen-Magie unterwiesen, diese beherrscht sie überdurchschnittlich gut für ihr Alter, da sie eine Nachtelfe ist, wurde sie von einem Akademieprofessor unterrichtet, dieser hat sich dazu bereit erklärt, da ihre Eltern wenigstens darauf bestanden haben ihre Fähigkeit zu prüfen und er kam so zu dem Schluss, dass sie ziemlich viel Talent besaß und so beschloss er sie persönlich zu unterrichten.
Zudem hatte sie auch noch einen Lehrer für den Dolchkampf, den sie allerdings nur rudimentär gemeistert hat, da sie sich am meisten auf die Assassine-Magie konzentriert hat, allerdings kann sie sich recht gut mit den Dolchen verteidigen.
Viele könnten meinen, dass sie durch ihre Narbe einen Nachteil hat, dem ist allerdings nicht so, die meisten unterschätzen sie dadurch, denn ihre damalige Verletzung war nur oberflächlich und so hat sie dadurch keinen Nachteil.
Schwächen
Sie hat einen Nachteil, wenn es zu einem Kampf kommt und das ist die Stärke, auch wenn sie trotzdem schnell und wendig ist.
Ihr wurde der Dolchkampf zwar beigebracht, allerdings musste sie nie gegen jemanden kämpfen und hat so keine Kampferfahrung, ihr Lehrer hielt es nur für nötig, sie die Grundbewegungen zu Lehren und mit ihr langsam mehrere Situationen nachzuspielen, die für sie allerdings nicht von Vorteil waren, da es sich nicht um einen richtigen Kampf handelt.
Außerdem ist sie ein Tollpatsch und stolpert oft über ihre eigenen Füße, dadurch ist sie ein gutes Ziel für ihren Gegner.
Bei ihren Aufträgen konzentriert sie sich meist auf ihre Schritte und weiß auch, wohin sie ihren Fuß setzen muss, dadurch kommt ihre Tollpatschigkeit nur selten zum Vorschein.
Außerdem kann sie nicht mit Peitschenkämpfern umgehen und bekommt regelrecht Panik, da sie ihre Narbe am Bein von einer Peitsche erhielt.
Lebensgeschichte
Mondlichtschatten wurde in eine adelige, magiebegabte Familie hineingeboren.
Dadurch war ihr Lebensweg im Grunde genommen vorbestimmt, da ihre Familie sie auch schon von klein auf mit der Assassinen-Magie vertraut gemacht haben.
Sie hatte vier ältere Geschwister und ihre Eltern gaben ihr zu verstehen, dass sie kein Wunschkind war, sie beschäftigten sich zwar mit ihr, aber gaben ihr nicht viel Liebe und deshalb wollten ihre Eltern sie schnellstmöglich an der Akademie wissen, damit sie sich nicht selbst um ihre Ausbildung kümmern mussten und zeigten auch viel Initiative, als es um die Lehrerauswahl ging, aber alles nur um so wenig wie möglich von ihr zu sehen, daher auch der Waffenunterricht, außerdem wollten diese sie aus dem Grund auch so früh wie möglich verheiraten.
Sie war ein sehr fröhliches und aufgewecktes Kind und zeigte großes Talent in den Anfängen der Magie, sodass sie auf die Akademie gehen sollte, so kam es, dass sie früher eingeschult wurde als andere und ihnen in nichts nachstand.
Ihre Eltern waren zu dem Zeitpunkt stolz auf sie, allerdings fühlte sich Mondlicht nach ein paar Monaten unterfordert und langweilte sich, dadurch setzten sich ihre Eltern dafür ein, dass sie den besten Lehrer bekam und wenn notwendig Einzelunterricht nahm.
Doch nach einer Weile bemerkten ihre Eltern, dass sie das nicht auslastete, da Mondlicht nachts nicht schlafen konnte und auch nicht mehr so viel von ihrem Studium erzählte.
Deshalb engagierten sie einen Söldner als Lehrer für sie, damit sie auch körperlich gefordert wurde, da sie entweder Zuhause saß oder in der Akademie, viel Bewegung hatte sie nicht.
Nachdem sie einige Waffen in den wenigen Stunden ausprobiert haben, kam der Söldner zu dem Schluss, dass sie keine Kriegerfähigkeiten hatte, oder nur kaum, deshalb unterrichtete er sie mit den Dolchen, denn diese, so befand er, waren die leichtesten Waffen.
Er lehrte sie die Grundbewegungen und zeigte ihr langsam wie man sich im Kampf verteidigt, doch da sie dies nicht ausprobieren konnte, war es schnell wieder vergessen und nur die Grundhandhabung blieb in ihrem Gedächtnis hängen.
Im Großen und Ganzen machte ihr auch der Waffengebrauch nicht gerade viel Spaß und sie konzentrierte sich mehr auf ihr Magiestudium.
Ihre Eltern und ihre Geschwister waren auch alle Magier, auch wenn alle diese Fähigkeiten zu einem anderen Zweck nutzten.
Ihr großer Bruder Andro war ein Kopfgeldjäger und Mondlicht liebte ihn heiß und innig, immer wenn er mal Zeit für sie hatte, zeigte Mondlicht ihm, was sie schon konnte und er zeigte ihr auch, was sie später einmal können würde, außerdem erzählte er ihr immer spannende Geschichten von seinem Beruf, auch wenn er die brutalen Sachen immer ausließ.
Beide waren sehr verschieden von der Persönlichkeit, aber sie verstanden sich super.
Zu den anderen Geschwistern hatte Mondlicht allerdings kein besonderes Verhältnis, da diese kein Interesse an ihr hatten und sie meist ignorierten, da sie ihre kleine Schwester war und auch ziemlich nerven konnte, wenn sie Fragen hatte.
Immer wenn Mondlicht nichts zu tun hatte, wurde sie von ihren Eltern in Lerium unterrichtet, da es ihr aber offensichtlich ziemlich schwer fiel Sprachen zu lernen, verzichteten ihre Eltern erst einmal darauf, Celcianisch zu lehren und begannen damit erst in späteren Jahren.
Erst mit dem 16. Lebensjahr fingen ihre Probleme an, als ihre Eltern ihr einen Verlobten verschaffen wollten, als dann ihre Verlobungsfeier anstand, weigerte sich Mondlicht aber daran teilzunehmen und wurde sauer, da sie erst an demselben Tag erfuhr, dass sie verlobt werden sollte.
Sie schloss sich in ihrem Zimmer ein, wartete aber nicht, bis ihre Eltern die Tür einschlugen, sondern schlüpfte durch ihr Fenster nach draußen und versuchte nicht über das Später nachzudenken, denn ihre Eltern würden ihr das Leben zur Hölle machen.
Damals, als ihre Eltern schon mal davon sprachen, erklärte Mondlicht ihnen, dass sie niemanden heiraten mochte, den sie nicht kannte, sondern jemanden, den sie liebte, allerdings wusste sie jetzt, dass ihre Eltern ihr damals nicht zugehört hatten oder es ignoriert hatten, das verletzte sie.
Als sie nach mehreren Stunden wieder in ihr Zimmer schlüpfte, saß dort Andro , er sah sie traurig an und gab ihr zu verstehen, dass er enttäuscht war, dies versetzte Mondlicht einen Stich im Herzen und sie sagte nichts.
Auch ihre Eltern gaben ihr zu verstehen, dass sie enttäuscht waren und gaben ihr zur Bestrafung zwanzig Peitschenhiebe, mit einer Peitsche, die am Ende Widerharken hatten, und ziemlich weh taten, aber keine großen Wunden hinterließen und so auch keine Narben.
Ihr Bruder sollte sie auspeitschen und tat es dann auch, aber er schlug nicht mit voller Kraft zu, da er es nicht mit ansehen konnte, wie sie litt.
Allerdings trat er nach den Schlägen hinter sie und umarmte sie kurz, als er meinte, dass es nun vorbei war, so fiel die Peitsche nach vorne und verhakte sich an der Außenseite ihres linken Fußes und als er die Peitsche hochzog um sie aufzurollen, rissen die Widerhaken einen ganzen Streifen Haut bis zu dem Oberschenkel ab.
Dadurch, dass der Schorf immer wieder ab- oder aufriss, blieb dort eine Narbe.
Ihre Eltern waren ziemlich sauer, als sie dies hörten, da es nicht mehr so viele adelige Nachtelfen gab, die ihren Sohn mit einer Nachtelfe verheirateten, die eine lange Narbe hatte.
Ihre Eltern beließen es im Moment erst einmal dabei, allerdings wollte Mondlicht in dem Moment auch nichts mit ihnen zutun haben, da sie wusste, dass ihre Eltern Andro dazu veranlasst hatten sie auszupeitschen.
Dieser konnte ihr nicht mehr in die Augen gucken und hielt sich von ihr fern, dies machte Mondlicht natürlich traurig und sie gab ihren Eltern die Schuld dafür.
Das sonst so fröhliche Mädchen wurde immer stiller und redete nicht mehr viel.
Sie stürzte sich in ihre Studien und lernte ununterbrochen, sodass sich ihr Bruder zwar Sorgen machte, wenn es ihm erzählt wurde, aber nicht so sehr, dass er sie selbst danach fragen würde.
Nach einem Jahr hatten ihre Eltern jemanden gefunden, der Mondlicht heiraten sollte und setzten sich mit ihr zusammen, ihr Vater gab ihr zu verstehen, dass sie in diesem Haus unerwünscht war und ihnen nur Scherereien brachte, deshalb sollte sie verheiratet werden, damit sie sich nicht mehr mit ihr rumschlagen mussten.
Dies verletzte Mondlichts Gefühle sehr und ihr liefen Tränen die Wangen herunter, sie konnte oder wollte es einfach nicht verstehen, es war als hätten ihre Eltern ihr mit einem Mal alles genommen, die Liebe, die Lebenslust und das Glück.
In ihr blieb einfach nur die Leere, die sie in diesem Moment überwältigte, so stand sie ohne ein Wort auf und ging zur Tür.
Dort blieb sie stehen und wandte sich noch einmal um.
„Ihr habt mich also nie geliebt und habt mich nur als Last angesehen, ihr wolltet mich nie hier haben, das könnt ihr haben...“
Mit diesen Worten verschwand sie aus dem Zimmer und schmiss sich in ihrem Zimmer auf ihr Bett.
Sie war verzweifelt und wusste nicht, was sie tun sollte.
Nach ein paar Minuten stoppte ihr Tränenfluss und sie schlurfte in das Bad nebenan, dort wusch sie sich das Gesicht und kämmte sich kurz die Haare.
Die Bürste nahm sie mit auf ihr Zimmer, dort kleidete sie sich um und zog ihre Lederrüstung an, wie auch ihren langen schwarzen Kapuzenmantel und verstaute die Bürste und noch Oberteil und einen Rock in ihrer kleinen Tasche, sowie ihr Geld.
Die Tasche legte sie auf ihr Bett und schlich aus ihrem Zimmer in die kleine Waffenkammer die ihr Vater hatte, dort nahm sie sich die Dolche aus den Halterungen und befestigte sie an ihrer Rüstung, sie war froh, dass niemand in diesem Teil des Hauses war, schaute sich aber vorsichtshalber auf dem Flur um, bevor sie in den gegenüberliegenden Raum trat, dies war die Bibliothek, hier hatte sie schon manch einen Abend verbracht, daher wusste sie auch, wo sie nach den Aufzeichnungen für die Assassinen-Magie suchen musste.
Diese legte sie auf den Tisch im Zimmer und schaute sich um, sie wollte noch eine Karte von Celcia suchen.
Dafür brauchte sie ein wenig und je mehr Zeit verstrich, desto nervöser wurde sie, auch wenn sie wusste, dass sich niemand zu dieser Zeit hier aufhielt.
Nachdem sie alles gefunden hatte, schlich sie so leise wie möglich wieder in ihr Zimmer, als sie jemanden hörte, allerdings war sie flink genug schnell wieder in ihr Zimmer zu schlüpfen und die Aufzeichnungen unter ihrer Bettdecke zu verstecken.
Kurz danach öffnete sich die Tür und ihr Vater kam herein, er wollte wissen, was los war und Mondlicht schaute ihn nicht an, es tat ihr zu weh im Herzen.
Endlich öffnete sie den Mund und erklärte stockend, dass sie gehen würde, sie würde ihre Heimatstadt verlassen und sie hätten keine Scherereien mehr mit ihr.
Ihr Vater nickte hoheitsvoll und gab ihr die Parole, um aus der Stadt zu gelangen.
Er erklärte ihr, dass sie dies nur den Wachen am Ausgang der Stadt sagen müsste, damit sie durchgelassen wurde, danach verschwand er wieder, er wünschte ihr kein Glück und auch keine gute Reise, er sagte nur, dass er sie nicht mehr sehen wolle und dass sie hiermit aus der Familie ausgeschlossen wurde.
Wieder erfasste Mondlicht eine Welle der Traurigkeit, er hatte ihr nicht einmal ein tröstendes Wort zum Abschied zugestanden.
Kurze Zeit später fasste sie ihren Mut und packte die Aufzeichnungen über Magie und die Karte von Celcia in ihre Tasche, den Brief immer noch in der Hand.
Niemand stand an der Tür um ihr auf Wiedersehen zu sagen, niemand kam zum Abschied und niemand würde sie vermissen, außer vielleicht Andro, aber den hatte sie auch schon lange nicht mehr gesehen.
Sie stapfte durch die Straßen und schon wieder liefen ihr vereinzelt Tränen über die Wangen, die sie allerdings jedes Mal trotzig abwischte.
Hier war sie nicht mehr willkommen.
Viel zu schnell war sie am Ausgang angelangt, oder war es besser so, sie wusste es nicht, sie leierte die Parole runter und wartete kurz darauf, dass die Wachen das Tor öffneten, draußen angelangt zog Mondlicht ihre Kapuze noch tiefer herunter und hielt den Kopf gesenkt, es war Nacht, aber sie hatte trotzdem keine Lust jemanden zu sehen.
Sie fühlte sich verloren und fragte sich nun schon zum hundertsten Mal, ob es nicht vielleicht besser wäre zu sterben.
Sie zog durch Celcia und schlief meist in Höhlen am Tag, außerdem mied sie die Städte.
Sie fragte sich, was sie machen sollte und in einer Nacht traf sie eine vermummte Gestalt, die sie fragte, warum sie hier so ziellos rumirrte.
Mondlicht gab keine Antwort, sondern schaute die Person nur mit kaltem Blick an.
Sie hatte schon seit mehreren Tagen nicht mehr an das Vergangene gedacht und war auch nicht gewillt anderen eine Auskunft zu geben.
Als die Person noch einmal fragte, verschwand ihre Blockade ein wenig, sie hatte diese Stimme schon einmal gehört, allerdings wusste sie nicht, wo oder wann.
Sie gab ihm an, dass sie auf Reisen wäre und nicht wusste, was sie genau machen sollte.
So schlug die Person vor, sie in den Beruf der Kopfgeldjäger einzuweisen und Mondlicht willigte ein, so ging sie bei ihm in die Lehre, nie bekam sie sein Gesicht zu sehen und er war auch nicht grade freundlich zu ihr, was in den nächsten zwei Jahren auf sie abgefärbt war.
Sie zogen von Stadt zu Stadt und wohnten in kleinen Zimmern der Gaststätten, auch wenn sie sich schlafen legten, sah sie nie sein Gesicht, warum wusste sie nicht, aber fragen wollte sie auch nicht danach.
Er trainierte ihr Geschick, ihre Beweglichkeit, ihre Ausdauer und ihre Fähigkeit sich leise anzuschleichen bis zum Umfallen, allerdings brachte er ihr auch noch viel über ihre Magie bei.
Mondlicht wurde zäher und ihre Gefühle und Emotionen kälter, nicht durch ihren Lehrmeister, sondern durch die vergangenen Ereignisse.
Sie dachte zwar nicht mehr darüber nach, allerdings steckte tief in ihr noch immer die Verzweiflung verletzt worden zu sein.
Sie dachte nicht mehr an das Vergangene, sondern nur noch an das Hier und Jetzt, und doch fragte sie sich, wer dieser fremde Vertraute war, allerdings traute sie sich nicht zu fragen.
Sie hatte großen Respekt vor der Person.
Doch dann war die Ausbildung zu Ende und am nächsten Tag war der Fremde verschwunden.
Während der Ausbildung waren sie durch das ganze Land gezogen und hatten die Nächte in Städten verbracht und Aufträge erledigt.
Als Mondlicht aufwachte, wusste sie, dass der Fremde verschwunden war, das Bett war gemacht und alle seine Sachen waren weg, nur ein Brief lag neben ihr, sie hatte ein ungutes Gefühl dabei und öffnete ihn.
Als sie den Brief las, traute sie ihren Augen nicht und konnte es nicht fassen, der Fremde war Andro gewesen, er hatte sie alles gelehrt und nun war er einfach verschwunden.
Mondlicht war sauer, wie konnte er sie denn einfach so hier sitzen lassen und warum, im Namen der Göttin, hatte er ihr nie erzählt, wer er war?
Mondlicht wollte den Brief gerade zerreißen, als ihr noch etwas auffiel.
Unter dem Geständnis stand noch etwas: Traue niemandem.
Sie wusste nicht, warum er sich ihr nicht offenbart hatte, allerdings hatte er wohl seine Gründe und im Grunde genommen war er der einzige, der ihr geholfen hatte, seid dem sie weggegangen war.
Sie beschloss, ihm das zu verzeihen, da sie wusste, ihre Eltern hätten dies nicht gut aufgenommen.
Und falls irgendjemand ihn mit ihr gesehen hätte, hätten ihr Eltern ihm wohl eine Strafe auferlegt.
Er lebte noch bei ihnen, auch wenn er die meiste Zeit auf Wanderschaft war.
Seitdem zog Mondlicht durch das Land und beherzigte den Rat ihres Bruders, einzig und allein für Aufträge war sie gesprächig, ansonsten immer still und kalt, wie sie es gelernt hatte.
Im Moment hat sie keinen Auftrag und zieht so von Stadt zu Stadt und wartet bis ihr wieder ein Auftrag gegeben wird.
Inventar
3 Dolche
Tierische Begleiter
hat sie keine
Einstiegspost
Mondlichtschatten startet im westlichen Celcia -> Zyranus -> Marktplatz


