Chanda hätte sich nie vorstellen können, dass ein Fluss so lang sein konnte. Schon seit Tagen folgte sie seinem Lauf und beobachtete, wie die Ufer mal weiter auseinander lagen, dann wieder enger wurden. Aber solange sie ihm folgte, glaubte sie einen Stück ihrer Heimat neben sich zu haben, denn seit sie ihr Dorf verlassen hat, war er bei ihr gewesen und hatte sie begleitet. Ein Blick gen Himmel verriet ihr nichts Neues; die Wolken hingen immer noch so tief, als wollten sie über sie hereinbrechen und mit allem Übel begießen. Sie seufzte leise und hoffte bald wieder auf ein Dorf oder Ähnliches zu treffen, denn die Einsamkeit und das Umherwandern schlug ihr auf das Gemüt. Es war nicht so, dass Chanda vorher redselig und extrovertiert gewesen war – im Gegenteil. Aber das ständige Alleinsein ließen Zweifel in ihr aufkommen. War es die richtige Entscheidung gewesen, die geliebte und traute Heimat zu verlassen? Aber andererseits; Hatte sie eine andere Wahl? Irgendwo musste sie hin um Arbeit zu finden und die gab es in den Wäldern nur spärlich. In den großen Städten sah es sicherlich anders aus, auch wenn sie sich nicht vorstellen konnte, wie das Leben genau dort ablief. Aber darüber machte sie sich weniger Sorgen, die meisten Menschen waren einfach gestrickt und schon mit wenigen Worten ließen sie sich überzeugen. Für was auch immer.
Die hellhäutige Frau mit den stechend grünen Augen blieb abrupt stehen und riss sich den Seesack von der Schulter. Mit verzerrter Miene massierte sie diese und spürte nur noch einen steifen, schmerzenden Knochen mit ebenso schmerzenden Muskeln darauf. Ihre andere Schulter fühlte sich etwas besser an, würde aber auch wieder zu schmerzen beginnen, wenn sie die Tasche auf dieser schulterte, immerhin hatte sie noch vor wenigen Stunden die Gewichte tragen müssen. Dabei trug Chanda gar nicht so viel bei sich, aber sie war es nicht gewohnt etwas zu tragen. Allgemein war sie nur die Arbeit im Haus gewohnt und somit gänzlich überfordert – was sie sich natürlich niemals eingestehen würde!
Sie beschloss zu rasten und setzte sich an das Ufer, von Schilf und hohen Gräsern umschlossen, also von ungewollten Blicken geschützt. „Endlich ...“ Das Sitzen und Fehlen von der Last auf den Schultern war wie eine Befreiung und mit einem wohligen Seufzen ließ sie sich in die Gräser zurückfallen und schloss die Augen.
Irgendwo im Nirgendwo
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Erzähler
- Gast

Re: Irgendwo im Nirgendwo
Chanda lag eine Weile im Gras und irgendwann fielen ihr die Augen vor Erschöpfung zu. Sie fiel in einen traumlosen und relativ erholsamen Schlaf. Als sie das nächste Mal die Augen öffnete hörte sie leise Stimmen in der Nähe. Sie setzte sich vorsichtig auf und entdeckte drei Männer. Allesamt hatten große schwere Pferde bei sich und waren bewaffnet. Sie unterhielten sich eindeutig über Chanda. Als sie sahen das diese sich auf gerichtet hatte, stiegen sie ab und kamen näher.
„Na Süße, so allein hier draußen?“
meinte der eine. Er war der größte und sah irgendwie dumm aus. Der nächste der das Wort ergriff war der älteste von ihnen und sah als einziger relativ schlau aus.
„Weißt du, wenn du keinen Ärger machst wirst du auch keinen mit uns bekommen!“
Die drei Männer lachten und kamen näher auf sie zu.
„Weißt du, wir wollen dich nur ein Stück begleiten, das ist alles!“
Sie lachten wieder, wurden dann ganz ernst und der erste packte Chanda am Arm.
„Sei lieb Süße! Die Reise wird gefallen!“
Die Pferde in der Nähe schnaubten und scharrten unruhig mit den Hufen. Anscheinend wollten sie weiter. Zu Chandas Entsetzen sah sie wie der Dritte ein Seil zur Hand nahm und näher auf sie zu kam.
Was sollte sie jetzt machen?!
„Na Süße, so allein hier draußen?“
meinte der eine. Er war der größte und sah irgendwie dumm aus. Der nächste der das Wort ergriff war der älteste von ihnen und sah als einziger relativ schlau aus.
„Weißt du, wenn du keinen Ärger machst wirst du auch keinen mit uns bekommen!“
Die drei Männer lachten und kamen näher auf sie zu.
„Weißt du, wir wollen dich nur ein Stück begleiten, das ist alles!“
Sie lachten wieder, wurden dann ganz ernst und der erste packte Chanda am Arm.
„Sei lieb Süße! Die Reise wird gefallen!“
Die Pferde in der Nähe schnaubten und scharrten unruhig mit den Hufen. Anscheinend wollten sie weiter. Zu Chandas Entsetzen sah sie wie der Dritte ein Seil zur Hand nahm und näher auf sie zu kam.
Was sollte sie jetzt machen?!
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Chanda
- Gast

Re: Irgendwo im Nirgendwo
Sie war wirklich erstaunt, als sie aufwachte und bemerkte, dass sie eingeschlafen war. Eigentlich hatte sie es nicht vorgehabt, es sollte bloß eine kleine Rast sein um die Schultern ein wenig zu entlasten. Aber ihr Körper hatte wohl andere Belange und entschied sich für einen Schlaf. Nicht nur, dass sie Zeit verloren hatte - jetzt merkte sie auch, dass sie nicht mehr alleine war. Ein mehrmaliges Blinzeln vertrieb den letzten Rest Schlaf und gewöhnten sie an die Helligkeit, bevor sie sich umschaute und sogleich den Ursprung der Geräusche -es waren eindeutig Stimmen- erkannte. Und das Schlimmste daran war, dass sie entdeckt wurde. <b>Wie lange stehen die schon da und reden über mich?</b>
Schnell sprang sie auf, was zu einer kleinen Woge von Schwindel führte, aber sogleich wieder verschwand, als sich ihr Puls beschleunigte. Die Stimme des einen Mannes, der sie ansprach, gefiel ihr gar nicht. Der Ärger war förmlich greifbar. Aber es gelang ihr recht schnell wieder eine gefasste Miene herzustellen und den ersten Schock zu kaschieren.
"Ich reise alleine, danke."
Ihre Stimme sollte kühl klingen, doch ein leichter Unterton von Unsicherheit war herrauszuhören. Sie war etwas überfordert. Noch während sie dabei war nach ihrem Seesack zu greifen, stand schon einer der drei Männer -sie hatte noch Probleme sie überhaupt auseinanderzuhalten- bei ihr und griff sie am Arm. Alle Alarmglocken schrillten. Ihr Herzschlag verdoppelte sich. Reflexartig wollte sie den Arm wegreißen, entschied sich aber dagegen. Vielleicht... sie starrte den Mann an, doch als Chanda aus den Augenwinkeln den Zweiten sah, der mit einem Seil auf sie zukam, war ihr Fluchtinstinkt überlegen und sie riss sich mit einer ruckartigen Bewegung aus dem Griff des Mannes.
Jetzt hieß es - laufen! Und genau dies tat sie. Sie machte einen Satz und war aus dem hohen Gras entwichen, um sogleich loszuhetzen. Erst jetzt wurde ihr klar, dass die Männer Pferde besaßen. <b>Verflucht!</b>
Schnell sprang sie auf, was zu einer kleinen Woge von Schwindel führte, aber sogleich wieder verschwand, als sich ihr Puls beschleunigte. Die Stimme des einen Mannes, der sie ansprach, gefiel ihr gar nicht. Der Ärger war förmlich greifbar. Aber es gelang ihr recht schnell wieder eine gefasste Miene herzustellen und den ersten Schock zu kaschieren.
"Ich reise alleine, danke."
Ihre Stimme sollte kühl klingen, doch ein leichter Unterton von Unsicherheit war herrauszuhören. Sie war etwas überfordert. Noch während sie dabei war nach ihrem Seesack zu greifen, stand schon einer der drei Männer -sie hatte noch Probleme sie überhaupt auseinanderzuhalten- bei ihr und griff sie am Arm. Alle Alarmglocken schrillten. Ihr Herzschlag verdoppelte sich. Reflexartig wollte sie den Arm wegreißen, entschied sich aber dagegen. Vielleicht... sie starrte den Mann an, doch als Chanda aus den Augenwinkeln den Zweiten sah, der mit einem Seil auf sie zukam, war ihr Fluchtinstinkt überlegen und sie riss sich mit einer ruckartigen Bewegung aus dem Griff des Mannes.
Jetzt hieß es - laufen! Und genau dies tat sie. Sie machte einen Satz und war aus dem hohen Gras entwichen, um sogleich loszuhetzen. Erst jetzt wurde ihr klar, dass die Männer Pferde besaßen. <b>Verflucht!</b>
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Erzähler
- Gast

Re: Irgendwo im Nirgendwo
Chanda kam nicht sehr weit. Sie lief schnell und der Wind wehte ihr um die Ohren. Das Donnern der schweren Hufe erreichte bald ihre Ohren und ehe sie sich versah spürte sie einen schweren Schlag auf den Kopf. Sie fiel nach vorne ins Gras und verlor das Bewusstsein.
Als sie wieder wach wurde lag sie gefesselt auf einem Pferderücken und schaute das Gras an.
„Na Püppi?! Wieder wach? Würde aber auch Zeit. Du siehst ziemlich dreckig aus…na ja bei dem Schlag bleibt das ja auch nicht aus!“
Der Mann lachte auf und trieb sein Pferd nach vorne. Chanda war schlecht und sie hatte Kopfschmerzen. Zudem sah sie das sie durch den Schlag blutete. Ab und an tropfte ihr Blut von der Wange das von ihrem Kopf herunter lief.
„Da hinten ist ein Dorf…meinst du wir sollen mal da Rast machen? Die Bewohner von so kleinen Dörfern sind ja meistens ziemlich…unbewaffnet!“
Die drei Männer lachten zusammen laut auf und ritten in einem schnellen Trab zu dem Dorf das am Rande des Neldoreths lag.
[Chanda verliert 4% Lebensenergie wegen dem Schlag]
[weiter im Wald Neldoreth--> Der Wald--> Thema steht schon kannst dort einfach anfangen zu schreiben]
Als sie wieder wach wurde lag sie gefesselt auf einem Pferderücken und schaute das Gras an.
„Na Püppi?! Wieder wach? Würde aber auch Zeit. Du siehst ziemlich dreckig aus…na ja bei dem Schlag bleibt das ja auch nicht aus!“
Der Mann lachte auf und trieb sein Pferd nach vorne. Chanda war schlecht und sie hatte Kopfschmerzen. Zudem sah sie das sie durch den Schlag blutete. Ab und an tropfte ihr Blut von der Wange das von ihrem Kopf herunter lief.
„Da hinten ist ein Dorf…meinst du wir sollen mal da Rast machen? Die Bewohner von so kleinen Dörfern sind ja meistens ziemlich…unbewaffnet!“
Die drei Männer lachten zusammen laut auf und ritten in einem schnellen Trab zu dem Dorf das am Rande des Neldoreths lag.
[Chanda verliert 4% Lebensenergie wegen dem Schlag]
[weiter im Wald Neldoreth--> Der Wald--> Thema steht schon kannst dort einfach anfangen zu schreiben]
