Der Kerker

Ein prunkvolles Haus erhebt sich in der Nähe des Stadttores. Dort haust der Bürgermeister, welcher die Stadt leitet. Hier bekommt ihr aber auch jegliche Informationen zur Stadt, aber auch Landkarten und Souveniers.
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Darak Luthrokar
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Re: Der Kerker

Beitrag von Darak Luthrokar » Mittwoch 28. März 2007, 19:35

Darak spürte nur noch das hässliche Ziehen in seiner Schulter und glaubte sogar zu hören, wie ein Teil der Sichel an seinem Knochen entlang kratzte. Er bäumte sich kaum mehr auf, die Muskeln verspannten sich nur noch halbwegs, der Schmerz wurde dumpfer und die roten und schwarzen Pünktchen die um ihn herumschwirrten wurden immer grösser.

Da sah er durch seine Halbgeschlossenen Augen hindurch etwas grosses Schwarzes auf sich zufliegen und spürte die Schläge welche erneut seine Nase zerbarst, welche er sich erst vor wenigen Stunden mühsam gerichtet hatte.

Nun war es wohl aus mit ihm. Er war wohl schon längstens überfällig. Seine Puppillen erweiterten sich und er starrte mit glasigen Augen an die Decke. Sein Atem wurde unregelmässig, sein Herz ächzte und pumpte das restliche Blut was noch in ihm war aus der Wunde hinaus.

Sein Körper war vollends damit beschäftigt zu sterben und wieder waren seine Gedanken… Frei… Valrocks Fratze verschwamm und plötzlich war es ihm als würde er selbst in ein helles Licht getränkt.

Seine Lungen begannen zu brennen und er röchelte, als ihm sein eigenes Blut in den Magen lief da er es nicht mehr ausspucken konnte. Vermutlich würde sein Ende darin bestehen, an seinem eigenen Blut elendig zu ersticken. Es war wohl jenes Schicksal welches er sich redlich verdient hatte und ihm blieb nichts anderes mehr übrig als sich der Natur zu fügen, die nun ihren Tribut forderte. Sein Geist wehrte sich nicht mehr, selbst die Sturheit in ihm schien sich langsam mit dem Tod anzufreunden und er sehnte sich nach dem Licht welches ihm Umgab.

Trotz dem hellen Licht fröstelte es ihm, er spürte wohl die Kälte seiner Seele die nun aus dem toten Körper entfliehen wollte.

Er versuchte nach dem Licht zu greifen, er versuchte sich aufzurichten um hinein zu treten doch noch war er an das Leben gekettet (oder auf dem Boden).

Da erschien wie aus dem Licht selbst geboren ein Wesen, das sich zu ihm niederbeugte und ihn betrachtete. Er musste wohl doch nicht alleine sterben? Da war jemand der auf ihn wartete? Doch es war nicht seine Mutter, dass konnte er klar erkennen…

Er konnte den Arm des Wesens berühren und er hielt sich verkrampft daran fest seine Hand zitterte wie Espenlaub und klammerte sich an den Arm, wie sich seine Sturheit einst an das Leben klammerte.

„Ich kann es sehen mein Herr!“ Faselte er gerührt und unter Tränen… ja Tränen ECHTE Tränen… „Das Licht! Ihr seid gekommen um mich ins Licht zu führen? Welch Gnade mir durch euch widerfährt!“ Röchelte er wieder und versuchte die Gestalt anzusehen.

Warum waren ihm die Götter plötzlich so wohlgesinnt? Er hätte nichts mehr verdient als ein Leben im tiefsten Winkel der Hölle und nun schickten sie ihm einen… einen Boten oder etwas Ähnliches. Einen Gnädigen Herr, der ihn auf seiner Reise ins Jenseits begleiten würde.

<i>haltet durch!</i> Hörte er die Stimme sagen. Darak schaute ihn verwirrt an. „Aber… ich bin… bereit… für…“ Den Rest vernuschelte er komplett.

<i> Hilfe kommt bald </i> „Ich verstehe nicht… ihr seid… doch schon da… Herr… ihr seid doch ge…gekommen um mich zu… holen… ihr seid mein… Gnädiger… Herr…“ Seine erstaunlich schön gewählte (für Daraks Verhältnisse unglaublich schön versteht sich) Worte kamen nicht von ungefähr. Es war sein Glaube, die Überreste seiner Mönchslehre welche nun aus ihm sprach, angesichts dieses grossen Wunders. Er sah einen Boten der Götter vor sich und er schmolz beinahe dahin vor lauter Ehrfurcht.

„Habt dank… für… eu – re… Gn… Gn… … … Gnade.“ Murmelte er in seinem Delirium vor sich hin, doch dann geschah was früher oder später wohl geschehen musste… das Blut welches sich in seiner Kehle sammelte fand seinen unheilvollen Weg in die Luftröhre und verschloss sie.

Es folgte ein seltsames Husten.

Darak japste und röchelte reflexartig nach Luft. Instinktiv versuchten seine schon beinahe völlig kraftlosen Hände danach zu greifen. Seine Lungen brannten, sein Herz pochte panisch… unangenehm… doch bald würde es vorbei sein.

Noch immer röchelte er und gurgelte vor sich hin, immer mehr Blut bahnte sich seinen Weg in die Luftröhre und drangen in die Lungen ein.

Nun war er bereit. Es würde nur noch wenige Sekunden dauern bis er starb…. Und sein Schicksal von welchem niemand je etwas erfahren würde sich nun erfüllte.

Der einzige Trost für ihn war, dass er sich in Beisein eines Götterbotens von der Welt verabschiedete – nicht allein.
Zuletzt geändert von Darak Luthrokar am Mittwoch 28. März 2007, 19:35, insgesamt 1-mal geändert.

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Erzähler
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Re: Der Kerker

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 28. März 2007, 22:38

Daraks Finger packten den Hauptmann am Arm, verkrampften sich darum und hielten ihn. Der letzte Strohhalm ... Darak ließ nicht los.

Er sprach im Delirium und redete vom Licht, von seiner Bereitschaft für das Ende und der Gnade des Hauptmannes, den er offenbar für jemand anderen hielt.
Plötzlich musste Darak allerdings husten, hatte sein eigenes Blut in die Luftröhre bekommen. Er drohte zu ersticken. Das sah auch Hauptmann Zitter.

Er musst schnell handeln, sonst würde Darak sterben. Ihn auf die Seite drehen, damit das Blut nicht weiter in die Lungen lief.
Zitter umschloss vorsichtig beide Schultern. Dann bemerkte er, dass der Mann noch immer am Boden festgekettet war. Und der Kerkermeister hatte den Schlüssel. Bis Zitter ihn eingeholt hatte, wäre Darak längst tot. So viel Zeit besaß er nicht.

Beruhigend sprach er auf Darak ein. "Woltov, hört Ihr mich? Ich drehe Euren Kopf nun zur Seite. Dann löse ich die Ketten, verstanden? Haltet einfach noch eine Weile durch!"
Zitter nahm vorsichtig Daraks Kopf und drehte ihn langsam auf die Seite, damit das Blut aus dem Mundwinkel laufen konnte. Dann sprang er auf. Der Kerkermeister musste doch ... Er verließ die Zelle.

Inzwischen hatte Elena sich den Silberschlüssel geschnappt und ihn gut zwischen zwei Steinen im Stroh versteckt. Nathaniel nickte anerkennend. Er wollte gerade um den Schlüssel bitten, als Samtpfote japste und sich unter den Tisch verkroch. <i>Der Mann, der über meinem Herren steht</i>, winselte sie und verbarg sich.

Hauptmann Zitter tauchte auf. Mit schnellen Schritten passierte er Elenas Zelle und verschwand wortlos in dem Raum, aus dem der Kerkermeister vorhin so viele Folterwerkzeuge geholt hatte.
Es dauerte nur wenige Sekunden, da erschien er wieder und hatte selbst eines dieser Folterwerkzeuge in der Hand: einen großen Schmiedehammer.

Im Vorbeieilen beantwortete der Hauptmann rasch noch Elenas Frage: "Ich erkläre es Euch später. Jetzt muss ich Woltov helfen, sonst stirbt er."

Dann verschwand er in Daraks Zelle.
Nathaniel kam aus den Schatten. "Armer Tropf. Im Kerker zu sterben ist hart. Aber jetzt ..." Er sah Elena an, "sollten wir die Chance nutzen, denn niemand achtet auf uns. Gibst du mir die Schlüssel? Ich will nicht wie dieser arme Kerl in der anderen Zelle enden."

Zitter erreichte Darak, schaute kurz auf ihn herab. Er hob den Schmiedehammer. "Am besten, Ihr schaut nicht hin."
Was hatte der Hauptmann vor? Wollte er Darak den Schädel einschlagen? Ihn von seinem jämmerlichen Dasein erlösen?
Mit einem gewaltigen Schwung ließ er den Hammer nieder sausen. Unter lautem Krachen zersprang die Kette, die Daraks linken Arm am Boden gehalten hatte. Sofort legte Zitter den Hammer beiseite und drehte Darak in eine einigermaßen sichere Lage. Die Schulterwunde würde nun stark schmerzen, aber wenigstens konnte Darak nicht mehr an seinem Blut ersticken. Er hatte Zeit gewonnen.

"Haltet einfach noch ein wenig durch", versuchte Zitter es mit aufmunternden Worten. Immer wieder nannte er Daraks Namen – also, Woltov – um ihn dran zu erinnern, nicht in die Bewusstlosigkeit abzudriften, denn das wäre wohl sein Ende.

Sobald er Darak einigermaßen in gefahrloser Lage hatte, hob er erneut den Hammer und schlug auch noch die anderen Ketten los.
In diesem Moment tauchte der eine Wächter in Begleitung eines Mannes in hellen Gewändern auf. Golden und weiß erstrahlten sie, er wirkte eher wie ein Götterbote, denn Hauptmann Zitter.

"Aus dem Weg", rief der Mann, "ich bin Lichtmagier mit Heilfähigkeiten!"
Er eilte zu Darak, dass seine Gewänder flogen und kniete sich in den blutbesudelten Staub. Beruhigend legte er die Hand auf Daraks Stirn. "Habt keine Angst, ich helfe Euch." Schon leuchtete die Hand hell auf. Der Heiler legte sie auf Daraks Brust und auch der ganze Brustkorb wurde von Licht erfüllt, das Licht, das Darak in seinen Halluzinationen gesucht und gesehen hatte.

Eine wohlige Wärme durchflutete Darak und er fühlte sich so geborgen, so rein ... so frei. Nichts, absolut nichts konnte ihn jetzt noch stören. Da verblasste die Wärme.

"Er ist jetzt transportfähig. Die restliche Heilung nehme ich an einem anderen Ort vor", meinte der Heiler. Hauptmann Zitter und der Wächter hoben Darak vorsichtig an. "Wir bringen ihn in meinen Privatraum. Dort steht ein Bett, da legen wir ihn hinein", meinte Zitter und langsam brachte man Darak aus dem Kerker.


<i>[Darak erhält 20% seiner Lebensenergie zurück. Für Darak: weiter in Zitters Arbeitszimmer. Eröffne einfach das Topic ;)]</i>

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fremder Mann
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Re: Der Kerker

Beitrag von fremder Mann » Samstag 31. März 2007, 02:11

Nathaniel fing den Schlüssel mit einer geschickten Geste. Er lächelte Elena zu und seine silbergrauen Augen funkelten dankbar. Noch während er die Fesseln aufschloss, kroch Samtpfote vorsichtig unter dem Tisch hervor und schaute zu Elena in die Zelle.

<i>Wo haben sie meinen Herren hingebracht und ... den, der nach Tod roch? Sie sind weg. Aber der, der nach Tod roch badete im Licht. Dann roch ich Zufriedenheit. Wo sind sie?</i>
Die Hündin winselte leise und suchte den Boden nach Spuren ihres Herren ab.

Inzwischen hatte sich Nathaniel befreit. Er rieb seine Fußgelenke, um die Blutzirkulation anzutreiben. "Habt Dank, Elena. Langsam glaube ich, dass die wahren, die freundlichen Gestalten in Andunies Kerkern sitzen. Nochmals vielen Dank. Jetzt ist es mir möglich zu fliehen." Ein wenig schwankend stand der Dunkelelf auf. "Ihr seid sicher, dass Ihr nicht mit mir gehen wollt? Ich könnte Eure Fesseln so schnell lösen, wie ich die Zellentür gleich öffnen werde. Jetzt, da ich meine Magie wieder einsetzen kann. Ihr seid wirklich .. bezaubernd. Viel zu schade für den Kerker."

<i>Ja, und er ist auch ... bezaubernd.</i> Was war das? Elena hörte eine Stimme in ihrem Kopf. Sie schaute zu Samtpfote, aber diese schnüffelte nur am Boden herum. Außerdem klang diese neue Stimme ganz anders. Da war sie wieder.
<i>Vielleicht solltest du mit ihm gehen. Was ist, wenn man dich hier unten vergisst? Sie haben den Fremden, deinen Freund, aus der anderen Zelle mitgenommen. Der Kerkermeister ist ebenfalls fort. Nur sein Hund ist noch da und Nathaniel wird auch verschwinden. Du bist gefesselt, niemand wird deine Hilferufe hören ... du bleibst allein und man vergisst dich ... und dann bist du ... tot.</i>

Die Stimme konnte wirklich eine Gänsehaut verursachen. Ein mulmiges Gefühl hinterließ sich in jedem Fall ... und auch den Wunsch, dass sie weitersprach, auch wenn es bisher nur ungemütliche Vorahnungen waren.

Nathaniel stand vor Elena, sie hatte ihn garnicht bemerkt. "Stimmt etwas nicht? Soll ich Eure Fesseln wenigstens lösen? Elena?" Er ging in die Knie und musterte sie besorgt, legte eine seiner pechschwarzen Hände auf ihre Schulter. Ganz zaghaft.

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Erzähler
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Re: Der Kerker

Beitrag von Erzähler » Samstag 31. März 2007, 13:24

Nathaniel grinste für einen Moment recht seltsam und irgendwie funkelten seine Augen, aber wie gesagt, nur kurz. Nicht einmal den Bruchteil einer Sekunde lang. Dann verschränkte er die Arme vor der Brust.
"Ich weiß nicht, vielleicht ist dieser ... Woltov ... bereits tot. Wir wissen nicht einmal, wo wir ihn suchen sollten. Aber ich helfe Euch, wie Ihr mir geholfen habt."

<i>Oh, nehmt mich mit. Ich kann ihn finden, ich weiß wie er riecht</i>, ließ sich Samtpfote vernehmen, die den Kopf gehoben hatte und zur Zellentür gelaufen kam. <i>Mein Herr ist verschwunden, ich würde mich anschließend gern auf die Suche nach ihm machen.</i>

Inzwischen war Nathaniel in einen leisen Singsang verfallen. Er hatte die Hände seltsam gefaltet und die Augen geschlossen, schwankte wie in Trance hin und her. Zauberte er?
Vermutlich, denn auf einmal umkreisten ihn kleine Lichtkugeln, die wie Glühwürmchen um ihn herum flatterten. Der Dunkelelf warf den Kopf zurück, seine Hand hob sich und zeigte zuerst auf Elena, dann auf die Zellentür.

Sofort schwärmten die Lichter aus, umkreisten Elenas Fußgelenk und die Angeln der Zellentür. Beides brach wie durch Zauberhand. Dann lösten sich die Lichtkugeln auf.
Nathaniel öffnete die Augen, hielt sich den Kopf einen Moment, lächelte dann aber in Elenas Richtung. "Seht ihr, weshalb man mich mit speziellen Fesseln binden musste? Der Kerkermeistr hätte mich sonst nicht lange halten können."

Plötzlich beugte sich Nathaniel leicht vor, hielt sich die Brust. Auch wenn er mit Leichtigkeit Zellentüren öffnen konnte, so war er immer noch verletzt. Eine Tatsache, die er in seinem Übermut zur Flucht wohl vergessen hatte. Jetzt kehrte sie zurück und schwächte ihn. Er biss die Zähne zusammen, schwankte leicht zu Elena herüber, legte eine Hand auf ihre Schulter, um sich zu stützen.
"Wie wollen wir jetzt Euren Freund suchen? Diesen Woltov."
Zuletzt geändert von Erzähler am Samstag 31. März 2007, 13:24, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Der Kerker

Beitrag von Erzähler » Samstag 31. März 2007, 16:09

Samtpfote freute sich, dass Elena sie mitnehmen würde. Begeistert wedelte sie mit dem Schwanz und bellte auffordernd.

<i>Kommt, kommt, ihr müsst mir die Tür aufmachen. Ich rieche den, der nach Tod riecht, bereits. Wir müssen uns beeilen, ehe die Spur verblasst!</i>

Nahtaniel folgte Elena und Elena folgt Samtpfote. Leise schlichen die drei aus dem Kerker. Bei all dem Tumult um Valrock und Woltov hatte man sie wohl tatsächlich vergessen, denn im Kellergewölbe fanden sich keine Wächter, die den Kerker im Auge behielten.

Samtpfote führte die beiden Flüchtenden wirklich zielstrebig und nahm kleinere Umwege, sobald sie andere Menschen roch. So entkamen sie jedem Kontakt mit einer Wache. Lediglich in dem Korridor, in den Samtpfote sie zuletzt führte, und der sich im Rathaus befand, stand ein Wächter vor einer Tür.

"Was machen wir jetzt?", fragte Nathaniel, der bisher geschwiegen hatte.

<i>Lasst das meine Sorge sein, hinter der Tür ist dein Freund, Elena. Allerdings ... es riecht anders. Schwach ...</i> Samtpfote sprang vor und auf den Wächter zu, bellte und knurrte ihn an. Der Mann ließ sich ablenken. "He, du bist doch der Köter des Kerkermeisters. Dich krieg ich!" Sofort machte er der Hündin hinterher, die wild bellend in die andere Richtung des Ganges verschwand. Der Weg lag frei.


<i>[weiter in Warten auf das Urteil]</i>

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Nerika
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Re: Der Kerker

Beitrag von Nerika » Donnerstag 8. November 2007, 21:15

[komme von-->Der Hafen Andunie's-->auf der Suche nach Gilbert]

Bevor Nerika auch nur ein einziges Wort sagen konnte, wurde sie schon von zwei Soldaten unsanft "durchwühlt" und durchsucht und zwar mit gutem Resultat. Die beiden förderten ihren leeren Proviantbeutel, das Schwert und leider auch den prallen Geldbeutel zu Tage. Sie wehrte sich nicht, denn inzwischen war ihr klar, dass das alles nur coh schlimmer gemacht hätte. Also beließ sie es bei einem wütenden Blick in den so viel Verachtung gelegt war, wie man nun in einen Blick legen konnte.

Schließlich war sie völlig besitzlos und trug nur noch die Kleider am Leib und die Wut, die sie vollständig umhüllte. Ja, sie war richtig zornug, aber weniger auf diese unwissenden, als auf sich selbst. Doch das konnte man ja nicht wissen.

Der Hauotmann erteilte Anweisungen und ließ seine Soldaten einen Kreis formen, mit der Dunkelelfe in der Mitte eingeschlossen und so wurde sie "eskortiert". Hätte sie sich in einer anderen Lage befunden hätte sie sich vielleicht sogar über diesen Schutz freuen könne, denn käme es dann zu einem unerwarteten Angriff hatte sie hier die beste Position, doch zu ihrem Leidwesen, lief sie hier aus anderen Gründen mit des Gesetzeshütern mit.

Sie hörte auf einmal garnicht mehr, was passierte. Sie nahm auch nichts mehr davon wahr und sie merkte auch nicht, wie sie im Gleichschritt mit ihren Bewachern ging. Sogar die fauligen Eier und Obststücke, die um sie herumflogen registrierte sie nicht. Völlig in Gedanken versunken schritt sie die breite Straße nin Richtung Rathaus, ahnungslos, wohin sie geführt wurde.

<b>Diese elendigen kleinen Menschlein, sie sind so verachtenswert... nur Vorurteile und veraltete Meinungen, wieso sind denn wir Dunkelelfen so... unfreundlich zu ihnen, sie tuen ja selbst nichts dagegen., anstatt einen Friedensvertrag abzuschließen, laufen sie lieber herum und wedeln unschuldigen <Personen mit ihren Waffen vor der Nase herum um einen darauf aufmerksam zu machen, dass man nicht sein allerbester Freund ist...und ehrlich, wir besitzen ausgerechnet das schlechteste Stückchen Land, dass es in ganz Celcia geben dürfte und dann wundern sie diese Menschlein und vor allem diese Elfen, warum denn die dunkle rasse so unzufrieden ist...

Was denk ich den da? Werde ich jetz auchnoch so, wie die anderen?...

Aber wenn schon, es wäre sicher eine Genugtuung, auch mal herauzufinden, ob Menschenblut genauso flüssig ist, wie unseres und da man sich ja nicht sicher sein kann, dass alle Menschen glkeich sind...

Nein, nein, nein, ich bin etwas besseres als... sie...

Aber bist du dir da so sicher?</b>

Etwas sletsames passierte. In Nerika hatte sich eine zweite Stimme gemeldet. Es war ihre dunkle Seite, die bisher in ihr geschlummert hatte und sich nun leise meldete. Gasnz immun gegen ihre eigenen Einflüsterunegen war Nerika nicht, immerhin hatte sie sechzehn jahre lang mit ihrem eigenen Volk gelebt und war auch mit den vielen Vorurteilen der Menschen begegnet, sodass sie ihre Meinung über die rex´stlichen unschuldigen Völker geäöndert hatte.

Erst, als die Worte des Hauptmanns zu ihr durchdrangen, merkte sie, dass sie vor einem großen Gebäude stehen geblieben waren. Dem Rathaus, wie Nerika schlagartig erkannte. Was wollte sie im Rathaus? Hatte er nicht gerade gesagt, dass es heute schon zu spät für eine Anhörung war?

Der Hauptmann packte sie grob und bleute ihr ein, sich möglichst ruhig zu verhalten und ja nichts anzustellen, weil dass vielleicht sogar ihren Tod bedeuten konnte.

Verwirrt sah sie an ihm vorbei. Wohin wuurde sie gebracht? bestimmt nicht in ein Gästezimmer. Langsam schlich sich eine Ahnung in ihren Hinterkopf, die unvermutet bestätigt wurde. Man brachte sie in das Gebäude und führte sie eine enge Treppe hinunter. Es gab nur zwei Orte, die möglicherweise im Keller leigen konnten. Entweder war es der Waffenraum(, allerdings bezweifelte Nerika stark, dass sie dort übernachten sollte), oder der Kerker.
Ein starker Geruch nach Schweiß und Blut schlug ihr ins Gesoich, als die schwere Tür zu den vielen Zellen geöffnet wurde und fast wäre dei Dunkelelfe stehen geblieben. Sie wollte da nicht rein, sie wollte einfach nicht, aber weil sie immerhin noch eine Chance haben wollte, hier rauszukommen. Mit fast wackligen Beinen schritt sie weiter und wurde in die nächstbeste Zelle gestoßen, die unbesetzt war. Dort blieb sie erst einmal nur stehen, ignorierte die Beleidigung, die ihr der Soldat an den Kopf war und hörte nur noch, wie die Tür laut zugeschlagen wurde. Dann war da einzig ihr pochendes Herz. Bestimmt konnte man es noch bis in den Hafen hören.

Die Knie gaben unter ihr nach und sie fiel auf den kalten Steinboden, wo sie sofort in etwas leicht nasses, glitschiges fasste und Nerika war froh, nicht besser sehen zu können, auchwenn sie ganz genau riechen kjonnte, was sich da vor bestenfalls vier Stunden ausgebreitet hatte. An die Wand gelehnt kroch langsam mit dem Geräusch der raschelnden Ratten die Panik in ihr hoch. Unfähig, sich zu bewegen saß sie da und starrte in die Finsternis, die leider nicht Finsternis genug war, um die huschenden Gestalten, die sich flink über den Boden bewegten, zu verdecken.

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Re: Der Kerker

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 8. November 2007, 21:44

Nerika war mies drauf. Natürlich, wie konnte man es anders sein, wenn man scheinbar grundlos in einen Kerker geworden wird. Auch noch allein, nur der kalte Stein, der einem Gesellschaft leistet. Und die Schreie. Ja, die Schreie, die aus anderen Zellen und der Folterkammer kommen mussten, waren auch noch da, genau wie das gelegentliche Peitschenknallen.
Doch Nerika schien sich getäuscht zu haben. Aus einer dunklen Ecke der Zelle, sah man eine magere Gestalt, die etwa die Größe von Nerika haben musste, in ihre Richtung laufen. Es dauerte nicht lang, bis die Gestalt Nerika erreicht hatte und sie im schwachen Licht, welches durch ein Gitterfenster fiel, konnte man ihr Gesicht erkennen.

<img src="http://www.schattenseiten.de/lamertien/ ... ardona.gif">

Die Gestalt hatte leicht lockige, rote Haare, zwischen denen spitze Elfenohren hervor ragten. Ihr Gesicht war sehr fein und das Elfenmädchen, wie Nerika nun erkennen konnte, musterte Nerika genau. Sie war sehr mager und hatte ärmliche Kleider an. Dann begann die Elfin mit einer hohen, aber doch wunderschönen Stimme zu sprechen:

„Seid gegrüßt. Freut mich euch zu treffen, ich bin Larinda und wie heißt ihr? Und warum nahm man euch gefangen?“
Sie machte eine kurze Pause, in der sie Nerika wieder musterte und fuhr dann wieder fort.
„Ich bin eine sarische Elfe und ihr seid eine Dunkelelfe, habe ich Recht? Ihr seid schön, sehr schön sogar.“

Dann schwieg sie. Offenbar schien sie sich über Gesellschaft zu freuen, aber ihr fiel nicht viel zu reden ein. Dann setzte sie sich auf den kalten Steinboden und bat Nerika ein paar Schafsfelle an.
Laute Schritte waren zu hören. Ein großer, bulliger Mann lief an der Zelle vorbei und machte hier Halt. Er grinste ihnen zu, zwinkerte kurz und verschwand dann wieder fluchend.

<img src="http://i140.photobucket.com/albums/r21/ ... kneckt.jpg">

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Re: Der Kerker

Beitrag von Nerika » Donnerstag 8. November 2007, 22:05

Tief atmete Nerika ein und wieder aus, das war kein Traum, es war auch kein Alprtaum, nein, es war alles Wirklichkeit und Nerika befand sich wirklich in dieser schutzigen Zelle und im Augenblick änderte sich nichts an ihrer gegenwärtig sehr schlechten Lage.

Doch auf einmal hörte sie Schritte und ihr kam eine magere, Gestalt entgegen. Es dauerte, bis Nerika erkennen konnte, mit wem sie es hier zu tun hatte. Eine rothaarige Elfe kam ihr entgegen. Zwar sahen die Kleider sedhr ärmlich und schmutzig aus, doch die feinen Gesichtszäüge gaben der fremden Gestalt etwas, was die Dunkelelfe nur als schönheit bezeichnen konnte.

<i>„Seid gegrüßt. Freut mich euch zu treffen, ich bin Larinda und wie heißt ihr? Und warum nahm man euch gefangen?“
Sie machte eine kurze Pause, in der sie Nerika wieder musterte und fuhr dann wieder fort.
„Ich bin eine sarische Elfe und ihr seid eine Dunkelelfe, habe ich Recht? Ihr seid schön, sehr schön sogar.“ </i>

Als die Elfe die Stimme anhob, zuckte nerika unmerklich zusammen. Diese stimme klang seltrsam schön und sie hätte sicher stundenklang dieser Stimme zuhören können, ohne auf die Worte zu achten, dennoch vernahm nerika die Worte und stutzte. Was sollte sie schon sagen, noch nie zuvor war ihr wirklich ein Kompliment gemacht worden. Die meisten fanden sie zu klein, was sie ja auch war und dabei hatte sie es immer belassen.

<span style="color:1A365E;">"Ich...mein Name ist nerika und ich...ja, ich bin eine Dunkelelfe und ich habe wirklich keine..."</span>
Plötzlich merkte sie, dass sie angefangen hatte, in ihrer Heimatsprache zu sprechen, also verbesserte sie sich schnell.

"Mein Name ist Nerika und ehrlich gesat unter anderen umständen wäre ich auch sehr erfreut, dich kennen zu lernen, doch leider...sind wir nun mal hier...
Um genau zu sein, weiß ich auch nicht, wieso ich hier ´bin, aber aus welchem Grund befindet ihr euch hier?"

Neugierig sah sie die Fremde an.
Zuletzt geändert von Nerika am Samstag 10. November 2007, 21:28, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Der Kerker

Beitrag von Erzähler » Samstag 10. November 2007, 23:23

„Ihr habt… keine Ahnung? Nun, das ist wirklich der seltsamste Grund den ich je gehört habe. Aber vielleicht liegt es daran, dass dieser Hauptmann einfach keine Dunkelelfen mag. Nun ja, ich hatte bereits eine Anhörung, soll aber morgen noch ein weiteres Mal verhört werden. Ich werde des Diebstahls und Mordes angeklagt. Getan habe ich keins von Beidem. Ich meine dieser Typ da gerade eben, der will mich morgen… nun ja, ihr wisst schon… er ist der Foltermeister.“

Sprach Larinda erneut in ihrer wunderschönen Engelsstimme. Ohne zu zögern begann sie auf Nerikas Wange herum zu streichen und Nerika konnte deutlich wahrnehmen, dass eine Salbe, oder etwas ähnliches, aufgetragen wurde. Anscheinend hatte sich noch eine nicht verheilte Wunde, die vermutlich der Wachmann vor einigen Minuten verursacht hatte. Die Wange brannte zuerst sehr stark, doch dann fühlte sie sich besser als vorhin an. Larinda musste eine begabte Heilerin sein.
Erneut waren Schritte zu hören. Der mächtige Foltermeister war erneut vor die Zelle getreten. Er grinste hämisch. In der Hand hielt er eine Schriftrolle, welche er nun öffnete. Er blickte die beiden Elfen in der Zelle noch einmal an und las dann etwas vor, mit einer tiefen und rauen Stimme:

„Die Elfin Larinda wird wegen Mordes an Turakis, dem Gatten unserer hoch angesehenen Wahrsagerin, angeklagt. Darauf soll sie das Haus ausgeräumt haben. Da noch keine Handfesten Beweise vorliegen, wird die Todesstrafe noch abgewartet.
Nun zur der dreckigen Dunkelelfe. Wir haben Beweise, dass sie der Elfin Larinda geholfen hat. Sie hat ihr sowohl beim Mord, als auch beim Diebstahl geholfen, hat Larinda dann jedoch verraten und ist alleine abgehauen. Die Todesstrafe wird auch hier vermutlich vollstreckt. Falls die Todesstrafe bei den beiden ausgeführt werden sollte, wird dies, auch Wunsch der Wahrsagerin, öffentlich und möglichst grausam ausgeführt.
Nun zur Anhörung. Die Anhörung wird noch jetzt stattfinden, da der Urteilsvollstrecker gerade von einer Reise zurückgekommen ist und bereits auf die Elfen wartet. Keine Angst, ich komme gleich wieder. Ich hol nur eine Leibwache und den Hauptmann“

Darauf verschwand er wieder mit schweren Schritten in Richtung Treppe. Larinda schien nicht überrascht, blickte jedoch trotzdem traurig zu Boden. Dann blickte sie Nerika an und eine Träne rollte über ihre Wange.
„Wir werden sterben.“
Flüsterte sie, während schon einige Wachen zu hören waren, die die Treppe hinab stürmten. Wie es schien hatten diese keine Lust auf die späten Verhandlungen.

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Re: Der Kerker

Beitrag von Nerika » Dienstag 13. November 2007, 21:10

<b>Fo...Foltermeister... das hört sich gar nicht gut an... wirklich nicht...In was bin ich da nur hieneingeraten?</b>

Als Larinda auf einmal begann, etwas auf Nerikas Wange zu streichen zuckte sie kurz zusammen, doch als sie fühlte, wie sanft und vorsichtig die Elfe diese Salbe, oder was auch immer es war, entspannte sie sich unmerklich und gab sich ganz diesem Gefühl wohliger Ruhe hin. Ganz im Gegensatz zu der Situation, in der sie sich gerade befunden hatte.

Doch dieses Gefühl wärte nicht lange, denn auf einmal tauchte dieser ungemütliche Kerl von einem Foltermeister auf und verkündete das Schlimmste vom Schlimmsten: Ihenen beiden stand der Tod fest und Nerika war sich (tod^^)sicher, dass auch die bald bevorstehende Anhörung nichts ändern. Nicht bei einer Dunkelelfe.

Erstmal kam bei ihr diese Nachricht garnicht an. Sie kaute auf den ersten sätzen herum. Was sollte sie getan haben? Der Elfe mit dieser wunderschönen Stimme bei einem Mord und Diebstahl geholfen haben? Sie hatten Beweise? Sie konnten doch nicht.. doch nicht...

Zäh kroch auch bei Nerika die Erkenntnis herauf, dass sie sterben würde. Sie würde ihre Mutter nie finden. Nie andere Länder besuchen, und auch nie herausfinden, was es mit Gilbert, Marius, Frederick und Kelfas wirklich auf sich hatte. Anhörung...
Ja, wenn sich Glück hatte, würden ihr diese Richter sogar it halbem Ohr zuhören und sie, ohne jegliches Wort als zu Tiode verurteilte abstempeln. Die hatten ja keine Ahnung... Was wussten Menschen schon...

Wieder fingen düstere Gedanken an, um sie herumzukreisen. Gedanken, an die nwerika noch vor einem halben Jahr niemals hatte denken wollen, ja überhaupt können.

<b>Vielleicht... ja vielleicht haben ja diese ganzen Vorurteile recht... Woher sollst du auch von deinem Standpunkt aus wissen, wie du dich wirklich verhältst?... Wer weiß... du fühlst dich in letzter Zeit auch nicht wirklcih gehemmt... diese Menschen einfach... am Hals zu packen und sie zappeln zu sehen, wärhend das Lenben aus ihnen herausläuft...nicht wahr?...

Nein, nein, ich werde nicht wie die...

Doch doch, du bist ja schon wie sie...du hast lediglich einen kleinen Umweg genommen, auf der Strecke zu dir! Lass dich von mir führen, und du wirst sehen, dass du alles besser verstehst und auch dich...

Sei still...

HAHahahaha...</b>

Nerika hatte das Gefühl, langsam die Beherrschung über suich zu verlieren. War das wircklich ein spöttisches Lachen, dass sie da ion ihren Gedanken gehört hatte? Allmählich wurde die Seite, die sie bisher so mehr, oder weniger sicher durch die Welt geführt hatte, von dieser anderen Stimme übertönt, die all die Jahre in ihr geschlummert hatte.

Etwas holte sie wieder in die Wirklichkeit zurück. Es war etwas feuchtes, das ihre Wange herunter lief, die doch gerade eben von Larinda mit Salbe bestrichen worden war. Jetzt merkte Nerika, dass auch die Elfe von leisen schluchzern geschüttelt wurde. Die Dunkelelfe fasste sich. Das würde... nein, musste sie einfach wieder hinbiegen...slebst auch nur dafür, die Trauer von dieser jungen Elfin zu beenden.

Hastig wischte sie ihre Tränen ab und stand vorsichtig auf. Sie durfte jetz keine Schwäche zeigen, wenn die Soldaten kamen. Niemand, so redete sie sich ein, konnte ihr etwas anhaben. Schlimmer oonnte es ja nicht werden, nur noch besser und das musste doch sicher zu schaffen sein.

Schon hörte sie die Soldaten, die die Treppe hinunter kamen, als hätte ihr Vorgesezter mit gehaltsentzug gedroht, falls sie sich nicht beeilten. Hatte sie sich geirrt, oder war auch Larind durch das unheilvolle <Poltern aufgeschreckt worden? Ganz bis an die wand zog sich Nerika zurück und hoffte einfach darauf, dass sie übersehen wurden.

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Re: Der Kerker

Beitrag von Erzähler » Dienstag 13. November 2007, 21:42

Während Nerika stark mit ihren Gedanken beschäftigt war, hörte man schon die Wachen kommen. Gerade hatte sich Nerika wieder gesammelt, da standen sie schon vor der Tür. Ein kleiner Kerkermeister, 2 Stadtwachen und der Foltermeister. Der Kerkermeister schloss die Tür auf und die Wachen legten den beiden Elfen zwei Handfesseln, die Schandgeigen ähnelten an. Dann führten sie die Elfen, gefolgt vom Kerkermeister ab in Richtung Anhörungssaal.

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Re: Der Kerker

Beitrag von Nerika » Mittwoch 21. November 2007, 22:28

[komme von--> Warten auf das Urteil] (sorry, ich hab heute nicht allzu viel zeit und dieserr post wird auch nicht der allerlängste^^)

Fassungslos hatte Nerika den fadenscheinigen Gegenbeweises ihrer Behauptung den Mann weder beraubt, noch getötet zu haben zu. Vor so viel Frechheit konnte sie nicht antworten. Sie war einfach sprachlos, erschrocken und... ja, was war dieses Gefühl, das da zu ihr heraufkroch? Auif alle fühlöe war ein sehr stark und es fühlte sich heiß an... nicht heiß, sondern glühend und... es fühlte sich nicht schlecht an.
Es war eine lodrende Wut, die da in der Dunkelelfe aufflackerte und sie droht, jegliche andere Epfindungen zu einem Häuflein sprichwörtlicher Asche zu verbrennen.

<b>Nein, das kann einfach nicht... einfach nicht... Sich können es doch nicht wagen... diese... verabscheuungswürdigen... elenden... unglaublich...leichtgläubigen...</b>

Stumm folgte sie dem weiteren Verlauf des Gerichts und seltsamerweise verwunderte sie das Ergebnis nicht. Es wäre schon sehr seltsam gewesen, wenn ein anderes Urteil gefallen wäre und ehglrich gesagt hätte Nerika das nie geglaubt, frei zu sein... als Dunkelelfe. Irgendwie war sie sogar erleichtert, dass sie jetzt wusste, was auf sie zukam und nicht mehr, in einer modrigen Kerkerzelle vor sich hin schimmelnd überlegen musste, was passieren sollte. Doch bevor sie über irgendwelche Vorzüge dieses Urteils nachdenken konnte, flammte wieder die Wut in ihr hoch und sie selbst beherrschte sich nicht mehr.

Sie straffte die Gestalt, regte den Kopf und funkelte die Geschworenen wutr entbrannt an. Ihr Bewusstsein schien sich in diesem Augenblick überall befinden zu können, bloß nicht hier in diesem Saal. Wahrscheiblich schwebte es irgendwo zwischen Himmel und Hölle. Irgendwo in ihr wehrte sich noch ein kleiner Rest Vernunft, doch er wurde einfach von den breiten Fronten dampfenden Zornes niedergewalzt.

Den ganzen weiten Weg in den Kerker brodelte es in ihr. Viel zu lang waren die Treppen, viel zu hoch die Stufen. Sie schloss die Augen und fühlte jeden Schritt, den sie tat und mit jedem Meter wurde die Gewissheit größer, dass sie nichts mehr zu verlieren hatte. Das Ende kam bald und schlimmer als der Scheiterhaufen konnte der Tod doch nicht werden.

In der Zelle angelangt, bemerkte das plattgewalzte Überrestchen Vernunft, dass Larinda fehlte und schlug lautstark Alarm, wurde jedoch sofort von einem lauten klagenden Schrei übertönt. Larinda musste Höllenqualen ausstehen, oder noch Schlimeres. Immerhin verhinderte die Blokade in Nerikas Hirn, dass sie sich vorstellte, was in diesem Raum... in diesem Forlterraum neben an geschah.

Tief holte die Dunkelelfe Luft, doch nicht um sich beruhigen, sondern um sich lautstark Luft zu machen und zwar in der Spache, dioe sich am besten dafür eignete.

<span style="color:1A365E;">" Seid ihr jetzt ZUFRIEDEN? Wie wir uns doch FREUEN! Ein schöner gemeinsamer Abend, vielleicht auf dem Marktplatz, wo ein kleines Feuerchen veranstaltet wid um die soo bösen verbrecherischen Mörder loszuwerden? Oder vielleicht doch gleicht ein BANKETT um den Tod zu feiern? ... Ich hoffe ihr sterbt alle an eurem eigenen Fressen, oder die Stadt brennt ab, wie wär's? ich könnte euch dabei helfen... "</span>

Sie konnte sicher noch stuindenlang weiter wüten und wenigstens um die grausigen schreie dieser Larinda zu übertönen. Jetzt war ihr alles nur noch egal. Was konnte schon passieren. Sie ballte die Fäuste und schnappte nach Luft zu einer neuen schimpftirade in ihrer Muttersprache, die allen die Haare zu Berge stehen lassen musste.

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Re: Der Kerker

Beitrag von Erzähler » Dienstag 27. November 2007, 20:08

Nerika konnte schreien, rebellieren oder sonst was machen, niemand beachtete sie oder würde sie beachten. Das einzige was man als Antwort deuten könnte, waren die heftiger werdenden Peitschenknallen oder die lauter werdenden schreie Larindas. Doch dann verstummte alles. Man hörte nur noch Schritte und man könnte fast meinen Tropfen, die auf den Boden fielen, vernehmen zu können. Es dauerte nur einige Augenblicke, da standen auch schon Larinda und der Foltermeister vor Nerika. Larinda war vollkommen nackt und überall an ihrem Körper sah man Blut hinunterlaufen oder gar richtige Einkerbungen. Sie wurde unsanft in die Zelle gestoßen und sie fiel sofort zu Boden. Auf sie wurde vom Foltermeister ihre Kleidung geworfen. Ohne ein Wort packte er Nerika und führte sie ab.
Nach einem wirklich sehr kurzem Fußmarsch kamen sie in einem kleinen Raum an. Sehr viele Folterinstrumente waren zu sehen. Man konnte es sich denken. Nun sollte Nerika gefoltert werden. In einer dunklen Ecke des Raumes war der einzige Schemel, auf dem eine vermummte Gestalt saß, platziert. Eine alte, krächzende Stimme befahl dem Foltermeister:

„Mit ihr seid ihr aber nicht so liebevoll, ich meine, das sollen Schmerzen gewesen sein? Ich meine, vor ihrem qualvollen Tod soll sie auch noch etwas mehr leiden dürfen. Sie wissen doch, wie sehr Dunkelelfen Schmerzen lieben, also packen sie gefälligst so richtig an.“

Die Frau deutete noch auf eine kleine Truhe, die neben vielen anderen stand. Es war keine Kunst zu erkennen, dass soeben die Wahrsagerin von vorhin gesprochen hatte. Der Foltermeister ging in Richtung Truhe und holte eine kleine Konstruktion heraus. Eine Daumenschraube. Er ging in Richtung Nerika und legte ihren Daumen in die Schraube.

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