Dragnolin van Trynitus
Verfasst: Samstag 26. Januar 2008, 17:32
von Dragnolin van Trynitus
Name
Dragnolin van Trynitus ist jüngster Sprössling und einziges lebendes Mitglied einer sehr alten pelgarischen Adelsfamilie, den Trynitiern. Sein Vater hieß ebenfalls van Trynitus, von ihm hat er den Nachnamen, während seine Mutter ihm den Vornamen Dragnolin gab. Allerdings bevorzugt er es, von Freunden und Bekannten einfach Dragno genannt zu werden.
Rasse
Dragnolin van Trynitus ist ein Mensch. Sein Vater war Pelgarer, seine Mutter hingegen Sarmaerin und es fließt unverkennbar Blut in ihm, welches – so unglaubwürdig es klingt – von Wüstenechsen kommen muss (Dragnolins Großvater Oktavius van Trynitus war ein Mensch-Echsen Hybrid, aber nahezu keine seiner körperlichen Eigenschaften übertrug sich sichtbar auf Dragnos Vater). Docht trotz dieser südländischen Einflüsse, fühlt Dragno sich als Pelgarer.
Alter
26 Jahre
Geschlecht
männlich
Beruf
Krieger/Abenteurer
Heimat
Ursprünglich ist Dragnolins Heimat Pelgar, was er auch jetzt noch so sieht, auch wenn er dort keinen festen Wohnsitz hat. Aufgrund seiner vielzähligen Abenteuer reist er rastlos umher und schlägt dort sein Quartier auf, wo er eines bekommt oder sich notdürftig einrichten muss. Allerdings kehrt er immer wieder nach Pelgar zurück, um für Geld Steckbrieffahndungen nachzugehen oder einfach, um seine Heimat einmal wieder zu sehen.
Gesinnung
Je nachdem, von welcher Seite man Dragno sieht, kann er zum Mörder oder zum Heiligen werden. Derjenige, der ihn nur als kaltblütigen Krieger sieht, wird wohl eher schlechtes von ihm behaupten, während der, der ihn als Retter von Ordnung und Gerechtigkeit sieht, ihn eher preist. Man könnte also sagen, er ist gut mit einem Hang zum Bösen.
Magie
In seiner Zeit bei den Dunkelelfen wurde Dragnolin in der Feuermagie ausgebildet, welche er jedoch nicht sehr weit brachte. Er beherrscht davon nur grobe Grundlagen.
Sprache
Dragnos Muttersprache ist Garmisch, wenn man natürlich hierbei auch das Celcianisch nicht außer Acht lassen darf, da dies ja gewissermaßen Muttersprache jedes celcianischen Bürgers ist. Außerdem brachte ihm seine Mutter noch Sendii bei, womit er sich im Vergleich zum Garmischen ungewöhnlich leicht tat.
Religion/Glaube
Dragno ist ein Krieger mit Leib und Seele. Er glaubt nur an das, was er gesehen (oder selbst getan) hat. Eigentlich sieht er nicht einmal ein, warum ein Gott mächtiger sein sollte als ein Mensch, und würde ihn einer der Herrn im Himmel herausfordern, würde sich der Soldat ihm wahrscheinlich auch noch siegesgewiss stellen.
Aussehen
Dragnolin van Trynitus könnte man fast schon als wandelnden Waffenschrank bezeichnen. 1,99 Meter groß und sehr muskulös, wirkt er auf den größten Teil seiner Zeitgenossen mehr wie ein Hüne, als wie ein Mensch. Natürlich weist er auch ein entsprechendes Gewicht auf, wobei er jedoch nicht schwerfällig wirkt, sondern mehr athletisch, sodass Dragno selbst schwierige Bewegungen wie Sprünge, Hechtrollen und auch ein paar Schritte an einer Wand noch problemlos durchführen kann. Außerdem befähigt ihn seine schier bestialische Muskelkraft dazu, auch einen gefährlichen Gegner im waffenlosen Kampf abzugeben. Allerdings ist ein Mann von seiner Statur nicht gerade unauffällig, weshalb heimliche Unterfangen, die Schleichen und dergleichen erfordern, auf keinen Fall seine Angelegenheit sind.
Dragnos Augen sind durch einen Geburtsfehler von glutroter Färbung, was ihn auf Seiten der Priester und Gläubigen schon oftmals alles andere als gute Freunde bereitet hat. Da diese einschüchternde Färbung den selben Grund zur Ursache hat, wie es beim Albinismus, wo auch rote Augen auftreten, der Fall ist, trägt Drangolin meistens eine Kapuze oder ein spezielles Tuch, welches zwar von innen durchsichtig ist, aber die meisten Sonnenstrahlen abhält, vor den Augen, denn zu starke Sonneneinstrahlung würde seine Sehkraft schwächen oder seine Augen bleibend schädigen. Das Haar des Kriegers ist pechschwarz und fällt ihm in glatten, aber dicken und struppigen Strähnen bis in den Nacken. Da seine Haare vergleichbar schnell fettig werden, hat er sich angewöhnt, diese mehrmals am Tag zu waschen. Ein weiterer wichtiger Punkt des Äußeren von Dragnolin ist seine Haut. Diese ist bei weitem dunkler als die Haut seines Vaters, wobei aber der Braunton nicht so dunkel ist, wie die Haut seiner Mutter. Die ungewöhnliche Färbung kommt vermutlich einerseits von seiner Mutter und andererseits von dem Wüstenechsenblut, das in Drangos Adern fließt. Dies hat auch bewirkt, dass seine Haut, wenn man sie näher betrachtet, ein deutliches Schuppenmuster aufweist. Außerdem ist sie ungewöhnlich dicker und widerstandsfähiger als normale Menschenhaut und abgestorbene Hautteile lösen sich nicht in kleinen Partikeln ab, sondern fallen immer, wenn er ein Stück gewachsen ist, in Fetzen herab, die von Handflächengröße bis zu einer ganzen Armlänge reichen können. Die Tatsache, dass Dragno so muskulös ist, kommt vermutlich davon, dass er als Krieger ein äußerst hartes Training durchmacht und sich zusätzlich – sofern ihm Zeit bleibt – selbst noch fit hält. Möglicherweise könnte auch zum Teil Vererbung dahinterstecken, denn bereits Dragnos Vater und Großvater waren sehr kräftig gebaute Männer. Eine weitere Tatsache, die wohl auf das Erbe seines Großvaters zurückzuführen ist, ist die, dass Dragno etwas spitzere Zähne als normale Menschen hat und äußerst gerne Fleisch, bevorzugt blutiges, isst.
Etwas, das auffällig ist, sind drei besondere Narben, die er am Körper hat. Die erste verläuft leicht schräg über sein rechtes Auge und stammt von der Dämonenklinge, mit der ihn einst sein Widersacher Zhân verwundet hat. Sie ist sehr schmal, scheint aber dennoch von einer tiefen Wunde herzurühren. Die zweite Narbe verläuft diagonal über seinen Rücken und wurde ihm im Kampf von dem Rattenhybriden Morshan beigebracht. Die dritte Narbe stammt von einem vergifteten Pfeil, den einst ein unbekannter Attentäter auf ihn abschoss und verläuft über Dragnos linke Schulter. Die Narbe ist sehr breit und weist an den Rändern leichte Verbrennungsmerkmale auf. Des weiteren hat er noch ein paar kleinere Narben, die von Training und Kampf herrühren, aber diese sind weit weniger auffällig. Im Gesicht zeigen harte Züge, dass dieser junge Mann schon so einiges erlebt hat und dass er einiges davon vielleicht lieber nicht erlebt hätte. Eine spitze Nase und strenge Augenbrauen vermitteln einen ernsteren Eindruck, als in der Wirklichkeit vorliegt. Zwar scheint die Akne praktisch spurlos an dem Menschen vorübergegangen zu sein (vermutlich auch dank seines Großvaters Genen), aber die Erlebnisse, die er hatte, haben bereits einige Sorgenfalten auf seiner Stirn hinterlassen. Allerdings sind diese nur selten zu sehen, da Dragnos schwarze Haare meist tief ins Gesicht hängen und so die Stirn und nicht selten auch einmal die Augen verbergen.
An Dragnos riesigem Körper oft etwas unbemerkt, sind der kupferne Siegelring der Familie van Trynitus, den er an der rechten Hand trägt, sowie das Amulett aus Kettenhemdgliedern von der Militärakademie, das er um den Hals trägt. Normalerweise passt Dragnolin seine Kleidung zu jedem neuen Abenteuer, das er bestehen will, zweckbedingt an und verwendet so beispielsweise eine Rüstung, sollte es gegen eine Bestie gehen, oder aber leichte Leinenkleider, wenn mehr Bewegungsfreiheit gefragt ist. Da dies alles jedoch auch immer eine Kostenfrage ist, hat er sich eine Art ‚Grundsortiment’ zusammengestellt, das er für den Großteil seiner Aktionen bevorzugt. Dieses besteht zum Ersten aus einer Lederrüstung, die er speziell hat anfertigen lassen. Sie ist genau den Maßen des Kriegers angepasst und aus dunkelroten und schwarzen Lederteilen gefertigt, die im Design eines Muskelpanzers geformt sind. Auffällig sind die besonders großen Schulterstücke, die in der Form von riesigen Drachenschuppen gehalten sind und bei der sich auf jeder Schulter fünf (immer abwechselnd rot und schwarz, beginnend mit rot) Stück überlappen, sowie die abwechselnd schwarzen und roten Schuppen, die wie ein breites Band in der Mitte des Rückenteils herabreichen und somit die Wirbelsäule zusätzlich schützen, was ein wenig an ein Exoskelett erinnert. Außerdem wurde auf jeder Brustseite ein stilisierter Drache eingebrannt. Zum Zweiten besteht das Sortiment aus ledernen Armpanzern und bequemen Lederstiefeln, die im selben Design wie der Brustpanzer gehalten sind. Die Stiefel sind kniehoch und aus weichem Wildleder gefertigt, das auch über längere Zeit angenehm zu tragen ist. Sie werden zusätzlich mit ledernen Beinschienen im selben Design verstärkt. Dies alles trägt Dragno über einfachem, schwarzem Gewand aus festem, schwarzem Leinen, das aus einem langärmligen Oberteil im Stil einer Tunika und einer einfachen Hose besteht. Zusätzlich trägt Dragnolin immer lederne Handschuhe, die nur die Hälfte der Finger bedecken, was für einen sichereren und angenehmeren Griff am Schwert sorgt und einen Kapuzenumhang aus dem selben Stoff wie sein Untergewand, dessen Kapuze tief genug reicht, um sowohl seine Augen vor der Sonne, als auch seine Identität vor unliebsamen Blicken zu schützen.
Als hauptberuflicher Krieger trägt Dragnolin van Trynitus natürlich mehrere Waffen. In seinem Fall handelt es sich dabei jedoch nur um Schwerter. Einerseits trägt er seinen wertvollsten Besitz, ein wunderbares, zwergengefertigtes Schwert von gigantischen Ausmaßen. Dieses Kriegsschwert ist ein Familienerbstück seit die Trynititer gedenken und es hat seine Dienste bisher immer gut erfüllt. Traditionell gehört es dem derzeitigen Familienoberhaupt und wird in gleicher Blutlinie weiter vererbt. Das gesamte Schwert ist 163 Zentimeter lang, wobei die Klinge alleine 120 Zentimeter lang ist. Es ist von Zwergenhand geschmiedet und hat bereits im Besitz von Dragnos Vater noch nie den Dienst versagt. Es trägt den Namen „Dingator das Drachenfeuer“, welcher in zwergischer Schrift auf beiden Seiten der Klinge eingeätzt ist. Diese ist in Griffnähe beidseitig mit Zähnen ausgestattet und für ein solches Schwert sehr scharf und verfügt aufgrund ihrer Breite über eine doppelte Blutrinne, eine über und eine unter der zwergischen Schrift. Der Griff des Schwertes ist mit rotem Leder umwickelt (aufgrund der Tatsache, dass es sich schon über viele Generationen gehalten hat, könnte es sich um Drachenleder handeln) und im Knauf ist ein faustgroßer Rubin eingelassen, der auch Energiestein sein könnte, jedoch hat Dragno nicht die nötigen Fähigkeiten, um es zu überprüfen. Die Parierstange dieser Waffe ist ebenfalls mit kleinen Rubinen verziert und so wie der ganze Griff mit einer dünnen Goldschicht überzogen. Die Klinge dagegen ist blutrot und hinterlässt – vermutlich wegen einer Zauberbelegung (die möglicherweise durch den Energiestein im Knauf, falls es einer ist, gespeist wird) – brandwundenartige Schnitte, als käme die Klinge aus frischer Esse. Dieses Schwert ist an einer dunkelroten Lederscheide auf Dragnos Rücken befestigt. Des weiteren besitzt der Krieger zwei einfache Einhandschwerter, welche kupferfarbene Parierstangen haben und in einfachen Schwertscheiden mit Schwertgehänge an Dragnos Waffengürtel befestigt sind. Diese beiden Schwerter verwendet Dragno meistens gleichzeitig, was natürlich auch das entsprechende Können voraussetzt. All dies kann auf jemanden, der Dragno nicht, wohl kaum anders als einschüchternd wirken. Wer diesen Mann sieht, hat eine wahre Kampfmaschine vor sich.
Persönlichkeit
Dragnolin van Trynitus ist vermutlich das, was jeder erwartet, der ihn sieht: Ein Soldat mit Leib und Seele. Er macht keine Kompromisse und löst die Dinge auf seine Art – doch er löst sie. Zwar verursacht er damit nicht selten noch weitere Probleme, doch scheinbar unermüdlich macht er sich auch daran, diese zu lösen. Dragnolin van Trynitus lebt für den Moment. Wenn es darum geht, eine Entscheidung zu treffen, so wählt er jene Option, die ihm momentan die Beste erscheint. Er tut einfach Dinge, die ihm Spaß machen, auch wenn er vielleicht schon ahnt, was diese Dinge vielleicht an Konsequenzen haben könnten. Doch meistens blickt er nicht so weit voraus, dass er derartiges erkennen könnte, sondern lebt einfach so vor sich hin. Diese Art zu leben mag vielen missfallen, doch es ist eine Art, sein Leben sorgenfrei zu halten: Man denkt einfach nicht über mögliche Sorgen nach.
Natürlich ist Dragno nicht der größte Denker. Er hat zwar ein unglaubliches strategisches und taktisches Geschick, konnte sich aber noch nie so recht mit politischem Ränkespiel auseinandersetzen und bedenkt so auch oft nicht, ob er sich möglicherweise mit seinen Taten Feinde machen könnte. Er versucht immer alles so einzurichten, dass es vorübergehend passt, dass er Spaß am Leben hat und das tun kann, was ihm beliebt. Daher ist er auch sehr extrovertiert, denn er denkt gar nicht so weit, um darauf zu kommen, wie der andere möglicherweise (auch negativ) reagieren könnte, was ihm die Schüchternheit erspart. Eine Ausnahme hat dies jedoch und diese Ausnahme stellt das weibliche Geschlecht dar. Daher, dass Dragno bisher wenig Erfahrung mit Frauen hatte, traut er sich selten, Mädchen anzusprechen und wenn, dann reduziert er sich auf das Nötigste oder das Geschäftliche. Es sei denn, ein Mädchen gewinnt sein Vertrauen, dann kann er sich ganz freundschaftlich mit ihr unterhalten, als würden sie sich seit jeher kennen.
Eine weitere Eigenschaft, die Dragno besonders kennzeichnet, ist die dauerhafte Siegesgewissheit und eine gewisse Überlegenheit, die von ihm ausgeht. Es gibt nichts, was Dragno glaubt, nicht bewältigen zu können und es gibt auch fast niemanden, der ihm das wieder ausreden kann. Dies wiederum führt dazu, dass Dragno einen sensationellen Mut entwickelt hat, er sich durch nichts und niemanden aufhalten lässt und auch die auswegloseste Situation keine Angst bei ihm auszulösen vermag. Dadurch verfügt er natürlich über einen starken Willen und ein ebenso großes Durchsetzungsvermögen, was ihm wiederum die Fähigkeit verleiht, ein guter Anführer zu sein (wenn auch nicht unbedingt ein weiser). Eine weitere wichtige Eigenschaft ist der ungetrübte Humor. Selbst wenn die Situation noch so aussichtslos ist, weiß Dragno immer noch einen Spruch, der zumindest von so gnadenloser Direktheit (oder ab und zu auch Blödheit) geprägt ist, dass man wieder darüber lachen muss. Auch wenn er in seiner Kindheit schlimmes erlebt hat, ist dies für ihn kein Grund, sein Leben in Trauer und Angst zu leben. Im Gegenteil lebt er nach der Idee „Wenn es schon schlimm war, kann es ja nur noch besser werden!“. Dies gibt seinem Tun auch eine Sorglosigkeit und Leichtigkeit (die jedoch oft beim Anblick seines körperlichen Aussehens einfach nur grotesk wirkt).
Allerdings ist auch bei ihm irgendwann das Maß voll. Dragno kann sehr viel ertragen, seien es körperliche Schmerzen oder Beleidigungen, denn er lässt sich nicht leicht provozieren (wobei er sich selbst immer wieder bissige Kommentare gegenüber anderen nicht verkneifen kann). Bis zu einer gewissen Grenze steckt er beiderlei fast unmerklich weg, doch wenn diese Grenze erreicht ist, kann man sich auf einen Tobsuchtsanfall gefasst machen, der, ohne zu übertreiben, mit einem ausgewachsenen Warg konkurrieren könnte. Ist dieser Punkt erreicht, ist er praktisch nicht mehr aufzuhalten und versucht die Ursache des Zorns ohne Rücksicht auf Verluste zu beseitigen. Ist er einmal in Fahrt geraten, braucht es schon mehr als eine Person, um ihn wieder zu beruhigen.
Weiterhin hat Dragno sich selbst zahlreiche Ziele gesetzt, von denen er viele aber noch nicht erreicht hat. Das für ihn wichtigste und auch schwierigste Ziel lautet, dass Dragno der beste Schwertkämpfer von ganz Celcia werden möchte – ein Wunsch, der allein schon deshalb schwer zu realisieren ist, weil Dragno dazu jeden Schwertkämpfer Celcias in einem fairen Kampf besiegen müsste und von denen gibt es doch eine größere Anzahl.
Viel mehr eine Folge einer Eigenschaft, als eine einzelne Persönlichkeitsfacette Dragnos, sind seine Leichtsinnigkeit und seine Selbstüberschätzung. Dadurch, dass er sein Leben so leichtfertig nimmt und so sorglos vor sich hin lebt, sieht er oftmals nicht, wie leichtsinnig eine Idee oder Aktion seinerseits ist, selbst wenn ihm das Problem direkt vor Augen gehalten wird. Außerdem überschätzt er sich oftmals dadurch, dass er glaubt, alles schaffen zu können. Es gibt wahrlich wenig, was ihn aufhalten kann, doch wenn er auf so etwas stößt, erkennt er es oft nicht – oder will es nicht erkennen. Hat man jedoch das Vertrauen und die Freundschaft des Soldaten gewonnen, so wird er einem immer mit Rat und Tat – wobei letzteres meistens überwiegen wird – zur Seite stehen. Wenn man ihm nichts Böses tut und ihm keinen Grund gibt, Schlechtes von einem zu denken, ist dies auch eigentlich nicht weiter schwer. Wer ihn zu seinen Freunden zählen kann, kann sich glücklich schätzen, einen solch treuen Gefährten zu haben, der alles aufbringen wird, was nötig ist und alles opfern wird, was das Schicksal von ihm fordert, wenn man es will. Dies kommt hauptsächlich daher, weil er in seiner Kindheit keine richtigen Freunde hatte. Wer ihn jedoch kaum kennt, dem wird er – je nachdem, wie es ihm gerade beliebt – mit Freundlichkeit, Misstrauen, Unfreundlichkeit oder gänzlicher Gefühlskälte begegnen, je nachdem, wie er gelaunt ist und was er von einem denkt – der erste Eindruck ist hierbei besonders bestimmend.
Was hier noch erwähnenswert ist, ist die Tatsache, dass Dragno eine allgemeine Abneigung gegen Wesen der Dunkelheit und des Bösen, gegen Kälte und den Winter, sowie gegen tiefe Gewässer und den Transport auf selbigen hegt. Ebenso wenig mag er Papierkram und dicke Schriftrollen, denn diese würden seinem ‚Weg zur Lösung’ widerstreben, der meistens auf körperlichen Fähigkeiten basiert. Freude dagegen bereiten ihm Wärme und der Sommer, sein Training, ab und zu sogar der Kampf an sich (man hat das Gefühl, etwas für seine Ideale zu tun), gutes Essen und Trinken, schöne Handwerksarbeiten und die freie Natur. Was er von Grund aus nicht leiden kann, sind Würdenträger, die auf ihrem Amt herumsitzen und andere die Arbeit für sich erledigen lassen, und seinen sie noch so hochrangig.
Oftmals wird Dragnolin gebeten, von seinen Abenteuern und Erlebnissen zu erzählen, doch meistens winkt er nur ab oder meint, es gäbe nicht viel zu erzählen. Hat es doch jemand geschafft, ihn auf einen guten Tropfen einzuladen, löst sich nach der einen oder anderen Flasche Wein (er verträgt etwas) seine Zunge und er berichtet von seinen ‚Heldentaten’ – auf den Wahrheitsgehalt dieser Geschichten kann man jedoch nicht gerade vertrauen, doch einen wahren Kern haben sie zumindest immer. Diese Geschichten werden sich auch nie wiederholen, denn aufgrund von Dragnos Abenteuerlust, gepaart mit seiner Unnachgiebigkeit und der Tatsache, dass ihm schnell einmal langweilig wird, setzt er sich selbst immer neue gefährliche Ziele. Wenn es ein Gerücht von einem mordenden Dämonen gibt, ist er zur Stelle, um dem auf den Grund zu gehen; wenn die Geschichte von einem plündernden Troll umgeht, macht Dragno sich auf, die Gefahr zu vernichten. Selbst die noch so mystische Legende bewegt ihn zum Handeln – auch wenn er dabei Kopf und Kragen riskiert und am Ende anstatt eines wütenden Feuerdrachen ‚nur’ einen wilden Ka Gosh findet, liefert er sich noch einen möglichst heldenhaften Kampf mit ihm und zieht dann trotzdem zufrieden weiter.
Stärken
Dragnolin van Trynitus’ größte Stärke sind wahrscheinlich seine Fähigkeiten als Krieger. Durch nahezu perfekte körperliche Voraussetzungen begünstigt und mit einer Ausbildung versehen, von der manche nicht einmal ahnen können, ist er praktisch der perfekte Mann für diesen Beruf. Hinzu kommt sein Talent und seine Freude am Schwertkampf. Die Kombination dieser beider Faktoren zusammen mit seiner Ausbildung hat einen Schwertkämpfer geschaffen, der tödlicher ist als fast jeder andere. Mit einer Präzision, Schnelligkeit und Durchschlagskraft, die einen jeden Feind vor Angst erbleichen lässt führt er die Klinge und ist, mit der richtigen Waffe versehen, nahezu unaufhaltsam. Außerdem hat er eine Grundausbildung im Reiten. Weiterhin verfügt er über Reflexe, die bei manchen den Eindruck erwecken, er wüsste schon im Voraus, was sie tun wollten. Und dazu besitzt er eine Körperbeherrschung, die ihm Bewegungen und Tricks erlauben, die einem Angst machen können. So hat er sich eine körperliche Ausdauer verschafft, die das Gewicht, welches er bei seiner Größe und Statur anfällt, nahezu unerheblich und ihn selbst äußerst zäh macht.
Außerdem hat er hervorragende Kenntnisse über Waffen, Rüstungen und allgemeines Kriegshandwerk sowie ein gutes Taktikdenken und einen Sinn für Strategie. Dragnos Überlebenskünste und seine Findigkeit haben ihm schon in vielen Lebenslagen geholfen (wenn auch oftmals nur vorübergehend), ebenso die Tatsache, dass er die Wüstensprache Sendii beherrscht. Dass er des Garmischen mächtig ist, erweist sich natürlich besonders bei Besuchen in Pelgar als nützlich. Als gute Ergänzung zu seinen übrigen Fertigkeiten erweisen sich seine grundlegenden Kenntnisse der Feuermagie. Diese setzt er sowohl im Kampf, als auch im Alltag ein, soweit es ihm möglich ist, doch aufgrund seiner eher niedrigen Ausbildungsstufe, kann er sie nicht besonders weitgehend nutzen. Allerdings hat er sich für die Zukunft vorgenommen, diese noch zu erweitern.
Was ihm in manchen Situationen, besonders in brenzligen, die auf einen Kampf hinauszulaufen droht oder in Situationen, bei denen ein Machtwort gefragt ist, ist seine einschüchternde Gestalt und seine dazu passende Stimme, die sich am besten mit einem Donnerschlag vergleichen lässt. Außerdem gibt es noch einige Leute in Celcia, die Dragno noch einen Gefallen schulden oder bei denen er ‚etwas gut hat’, da er sie (meistens durch seine Kampfkünste) von irgendwelchem Übel befreit hat. Eine Sache, die ihm seine lange Zeit bei den Dunkelelfen eingebracht hat, ist die Fähigkeit, im Dunkeln besser sehen zu können als andere Menschen, da sein Lehrmeister im Schwertkampf nur bei voller Dunkelheit trainieren wollte.
Schwächen
Ebenso wie Dragno körperliche Vorteile hat, hat er auch einige Nachteile. Ein besonders schwerwiegender unter diesen ist der Fehler, den die Augen des Soldaten seit seiner Geburt haben: Die Sonnenunverträglichkeit. Trägt Dragno seine Binde um die Augen oder seine tiefgezogene Kapuze, bereitet ihm diese keine Beschwerden, ebenso wie bei Nacht, doch wenn er tagsüber die Kapuze oder die Binde verliert (oder sie ihm abgenommen wird) und er ins Sonnenlicht blickt, erblindet er vorübergehend, was zwischen einigen Stunden bis zu mehreren Tagen dauern kann, je nachdem, wie direkt er dem Sonnenlicht ausgesetzt war.
Eine weitere körperliche Schwäche seinerseits sind zwei seiner Narben. Jene, die von einem vergifteten Pfeil verursacht wurde, bereitet ihm immer noch in unvorhersehbaren Abständen krampfartige Schmerzen, die sich von der betroffenen Schulter aus bis ins linke Handgelenk ausbreiten und das ganze Schulterblatt mit einschließen können. Die Narbe über seinem rechten Auge, die von einer magisch belegten Waffe verursacht wurde, fängt immer wieder aus heiterem Himmel an zu bluten, was in einem Kampf für ungleiche Verhältnisse sorgen könnte.
Besonders gravierend ist natürlich auch sein Mangel an Geistesstärke. Oftmals kann er Zusammenhänge und Gegebenheiten nicht verstehen, weil bisher noch niemand da war, der ihm erklärt hat, wie das Leben wirklich ist: Hinterhältig und betrügerisch. Besonders schwerwiegend wird dieser Umstand dann, wenn er aus irgendwelchen Gründen mit hochrangigen Vorgesetzten oder allgemein Personen von großem Einfluss zu tun hat. Denn ohne es zu wollen, kann es geschehen, dass Dragnolin sich durch sein unbedachtes Auftreten Feinde macht, deren Böswilligkeit der Krieger nicht nachvollziehen kann.
Eine andere Schwäche Dragnolins ist, dass er nie wirklich etwas anderes gelernt hat, als zu Kämpfen. Vorübergehend, so lange es genügend Konflikte und genügend Leute, die ihre Konflikte nicht selbst austragen wollen gibt, stellt dies für ihn kein Problem dar, was sich jedoch mit zunehmendem Alter ändern wird. Weiterhin gereicht ihm seine übermütige und oft nicht ganz wahrheitsgemäße Beredsamkeit im Zuge von übermäßigem Alkoholgenuss zum Nachteil. Viele glauben ihm zwar, aber bei jenen, die ihm nicht glauben, sinkt sein Ansehen unverzüglich in die tiefsten Kellergewölbe und dementsprechend wird er dann auch von ihnen behandelt. Es kam sogar schon ein paar wenige Male vor, dass ihm ein mutiger Wirt eines Gasthauses die Tür wies, weil er die Geschichten des Soldaten nicht mehr hören mochte.
Eine jedoch viel schlimmere Gefahr als das, sind die Halluzinationen und Krämpfe, die ihn immer wieder an den Tag erinnern, als der Dämon Zhân von ihm Besitz ergreifen wollte. Dies ist wohl die Situation, vor der er sich merklich fürchtet, da sie ihn an die schlimmsten Momente seines Lebens erinnert.
Die wohl größte Gefahr stellt Dragnolin van Trynitus wohl für sich selbst dar. In seinen fortwährenden Versuchen, sich durch immer neue Heldentaten selbst zu beweisen und seiner Selbstverwirklichung als bester Schwertkämpfer Celcias nachzukommen, stürzt er sich immer wieder in alle erdenklichen Gefahren, von denen wohl die meisten tödlich sein könnten. Die Chance ist also sehr hoch, dass er irgendwann einmal einen Fehler begeht und sich selbst den Tod bringt.
Eine Schwäche, die Dragnolin sehr oft in gefährliche Situationen bringt, ist sein Wutrausch, in den er oftmals im Kampf oder im Streit gerät. Wenn er einen Feind bekämpft, versucht er oftmals diesen ohne Rücksicht auf Verluste zu vernichten, was seine Defensive leicht zu überwinden macht, da er sie schlicht und einfach vernachlässigt oder sogar gänzlich aufgibt. Er muss seinen Gegner also sehr schnell überwinden, wenn er nicht aufgrund dieser Schwäche eine schmerzhafte Erfahrung machen möchte.
Re: Dragnolin van Trynitus
Verfasst: Samstag 26. Januar 2008, 17:33
von Dragnolin van Trynitus
Lebensgeschichte
Prolog: Wissen ist Macht
Einst soll es einen weisen Mann gegeben haben, der die Theorie aufstellte, jedes Lebewesen habe seine Bestimmung, der es früher oder später gerecht werden müsse. Dieser Mann war ein Magier und ein Wissenschaftler zugleich und die Legende besagt, dass er vor seinem Tode noch ein einziges Geheimnis lüften wollte: Er wollte die Dämonenwelt Harax mit eigenen Augen sehen. Auch sei es ihm tatsächlich gelungen, so die Legende weiter, ein Portal nach Harax zu öffnen, doch damit beging er einen schrecklichen Fehler: Er ermöglichte es dem ersten Q’lalar, unsere Welt zu betreten.
Der Wissenschaftler erkannte, dass es sein Schicksal gewesen war, Celcia mit dieser Qual zu belasten und so sprach der erste freie Dämon zu ihm: „Du bist so ein weiser Mann, du hättest vorher wissen können, was du der Welt antust. Warum wolltest du es nicht erfahren?“ Dieser Dämon war in seiner Sprache Zhân genannt und er verkörperte die Angst. Eigentlich war er einer der bösesten Dämonenfürsten gewesen, doch schließlich hatte er sich den neutralen Dämonen angeschlossen, denn selbst seine Artgenossen wurden von der Furcht ergriffen, die er verkörperte.
Doch der weise Magier hatte die Reise im Angesicht des Todes begonnen und so sprach er ohne Furcht zurück: „Wissen ist Macht, Dämon, und nach Macht strebe ich nicht, denn die bringt nur die Angst seine Macht zu verlieren. Ich strebe nur nach Weisheit. Und eine Weisheit gebe ich dir mit in diese Welt: Jedes Wesen hat seine Bestimmung. Meine war es, dich in diese Welt zu bringen und irgendjemandes Bestimmung wird es sein, dich wieder aus ihr zu verbannen.“ Dies waren seine letzten Worte, bevor er zum ersten Wirt und Gestalt des Dämons in unserer Welt wurde.
Eine Bestimmung
Jahrhunderte, vielleicht Jahrtausende nach dem Tag, an dem jene Legende ihren Ursprung fand, wurde ein Mensch geboren. Natürlich wurden an ebenjenem Tag viele Menschen geboren, doch dieser Mensch war schon von Geburt an anders als die anderen.
„Es ist ein Junge.“, sagte Gaius van Trynitus und lächelte. „Er soll Dragnolin heißen...“
Dragnolin van Trynitus war in seinem Äußeren seinem Vater so ähnlich, dass man ihn, wenn Dragno – so wurde er von allen genannt – älter war, sicher mit seinem Vater verwechseln würde. Doch auch seinen Eltern war die seltsame Schuppenmusterung seiner Haut aufgefallen und sie ahnten – oder eher fürchteten – woher diese Anomalie kam. Gaius Trynitus’ Vater war ein Hybrid zwischen Wüstenechse und Mensch gewesen; ein rassistischer Attentäter hatte ihm vor einigen Jahren schon das Leben genommen. Doch die Eltern des Neugeborenen Drangolin meinten, es sei ja wohl das einzig äußerlich sichtbare Merkmal, dass er mit dem Verstorbenen gemeinsam habe, seine Haut hatte nämlich nicht den purpurnen Ton, der am Großvater so auffällig gewesen war, sondern beinahe die selbe dunkelgebräunte Hautfarbe wie seine Mutter. Sie war äußerst glücklich darüber, denn in allen anderen äußerlichen Merkmalen glich er dem Vater. Er hatte die selben schwarzen Haare, die selbe spitze Nase und er bekam die selben strengen Augenbrauen.
Einzig die Augen machten den Eltern Sorgen. Er hatte sie auch einige Stunden nach der Geburt nicht geöffnet und als es endlich so weit war, stellte man mit Schrecken fest, dass sie rot waren, wie bei einem Albino. Der Medikus, der der Geburt beigewohnt hatte, wusste, dass das Sonnenlicht in solch einem Fall Leiden bereitete und empfahl einen besonderen Webstoff, mit dem man die Augen überdecken sollte. Seit diesem Tag trägt Dragno fast ununterbrochen eine Binde aus schwarzem Stoff, welche hinter dem Kopf zusammengebunden ist. Dies waren aber für längere Zeit die einzigen Sorgen, die die Eltern mit ihm haben mussten, denn er entwickelte sich prächtig, war kräftig und gesund, was die Eltern aufs höchste erfreute. Bestimmt, so sein Vater, würde er einmal ein starker Soldat werden, wie er selbst es war.
Gaius van Trynitus war einer der Generäle von Pelgar und ein ruhmreicher noch dazu. Er genoss hohes Ansehen und bewohnte ein wunderbares Haus in der Hauptstadt. Seine Frau Anâthaliá hatte er auf einer Reise kennen gelernt, denn sie gehörte ursprünglich dem Wüstenvolk der Sarmaer an und war dort eine Händlerin gewesen. Jedoch hatten sie sich ineinander verliebt und waren zusammen in Gaius van Trynitus’ Heimat, die Hauptstadt Pelgar, gezogen. Dort hatten sie einige Jahre glücklich gelebt und schließlich kam Dragnolin als ihr erstes und einziges Kind zu Welt.
Schon in jungen Jahren zeigte er größtes Interesse am Schwertkampf und nachdem sein Vater ihm die bekannte Legende des weisen Mannes erzählt hatte, der glaubte dass jedes Lebewesen eine Bestimmung hätte, war sich Dragno sofort sicher, dass es seine Bestimmung sei, der mächtigste Schwertkämpfer von ganz Celcia und am besten der ganzen Welt zu werden und diese von allem Übel zu befreien – er wusste damals noch nicht, dass er damit gar nicht falsch lag.
Gebt mir ein Schwert!
Schon in jüngsten Jahren eiferte Dragno seinem Vater als Vorbild nach und so kam es, dass er schon mit drei Jahren, nachdem er sprechen und laufen sicher konnte, zum ersten Mal ein Holzschwert in der Hand hielt. Er übte fleißig und nahezu unermüdlich und wurde bald zum besten unter den Gleichaltrigen aus der Umgebung. In den folgenden Jahren strebte er auch danach, alle Grundfertigkeiten der Überlebenskunst und des Soldatentums zu erlernen, denn ein guter Krieger muss sich in jeder Situation zu helfen wissen. So kam es also, dass er eine Reitausbildung machte, das Lesen und Schreiben seiner Sprachen erlernte, viel Sport trieb, seine ‚Kampfkünste’ immer weiter verbesserte und auch – wenn auch mit großem Widerstreben – das Schwimmen beigebracht bekam. Außerdem machte er mit seinem Vater des öfteren Ausflüge zur Jagd oder zu einem Besuch der Militärakademie von Pelgar, wobei er wiederum Erfahrung sammeln konnte. Der Vater erklärte ihm außerdem die Hierarchie der pelgarischen Truppen, doch Dragnolin interessierte sich hauptsächlich für neue Kampftechniken.
Mit sieben Jahren erhielt er bereits sein erstes Schwert oder bessergesagt einen Dolch, doch für ihn erfüllte er die Funktion eines Kurzschwertes. Der Junge trainierte unermüdlich (besonders gerne bei Nacht, weil er dann seine Augenbinde abnehmen konnte) und wurde im Laufe der Zeit immer besser. Der Lehrer, der ihm die Künste des Geistes näher bringen sollte, beschwerte sich zwar pausenlos über Dragnos schlechte Leistungen, doch der Stolz des Vaters blieb ihm, aufgrund seines Schwerttalents. Es war bereits eine deutliche Besserung in den wenigen Jahren, seitdem er das erste Mal ein Holzschwert geführt hatte, zu erkennen, hatte der Nachwuchskrieger zuerst gerade so mit Vaters Hilfe ein Kaninchen erlegen können, so hatte er bei seinem achten Geburtstag schon die Courage, sich unbedingt mit einem Wildschwein anlegen zu wollen, was jedoch – zu seiner großen Enttäuschung – der Vater nicht gestattete.
Während Gaius van Trynitus dem kleinen Dragno eher die praktischen Dinge des Lebens näher brachte, erzählte ihm Anâtaliá die großen Sagen ihrer Zeit und berichtete außerdem die spannenden Mythen, die von den Göttern handelten. Mit größter Begeisterung lauschte Dragno immer wieder den Erzählungen seiner Mutter und ersann sich schon bald selbst große Abenteuer, die er selbst einmal bestehen wollte, von wilden Raufereien mit Trollen über gefährliche Schlachten für Pelgar und Celcia, bis hin zu epischen Duellen zwischen Mensch und Tier, in denen er die Welt von schrecklichen Drachen und Dämonen befreite. Die Mutter betrachtete die Fantasie des Jungen mit Freuden, machte sich aber doch Sorgen ob seiner kriegerischen Absichten. Sie war schon immer eine ruhigere Natur gewesen und ihr bedeuteten die Götter viel. Täglich betete sie zu ihnen und mindestens einmal in der Woche besuchte sie den Tempel der Stadt.
Ebenso wünschte sie bei der Geburt ihres Sohnes die Anwesenheit einer Geistlichen, die über alles wachen sollte. Der Name dieser Frau war Nadalia Avalon und sie wurde für Dragno in seinen jüngsten Jahren so etwas wie eine zweite Mutter oder eine sehr nahe stehende Tante, denn sie besuchte oft das Haus der van Trynitus, besonders wenn die Mutter wichtige Fragen hatte – und das war fast ständig der Fall. Wenn es Dragnos Mutter nicht gut ging oder diese keine Zeit hatte, kümmerte sich Nadalia um den Jungen. Sie kannte sich gut mit der Historie Celcias aus und berichtete ihm von vergangenen Schlachten, Königen und Reichen, die ihn ebenso faszinierten, wie die Mythen, die er von seiner Mutter erzählt bekam.
Ein anderer Mensch, der ihm auch in späteren Jahren noch näher stehen sollte, war ein Waffenbruder seines Vaters, der Garion hieß. Seinen Nachnamen erfuhr Dragno nie, denn er wurde nur von Dragnos Vater so genannt. Alle anderen riefen ihn ‚Großmeister’, wobei der Soldat selbst jedoch niemandem erzählen wollte, welchen Ursprung dieser mysteriöse Name hatte. Er war oft zu Besuch bei der Familie und dann wollte Dragno es nie versäumen, einen ‚Trainingskampf’ mit Garion auszufechten, denn dieser war einer der besten Ausbilder der Kasernen von Pelgar, so sagt man, und er konnte Dragnolin immer wieder helfen, seine Techniken zu verbessern.
So liefen die ersten acht Jahre in Dragnolin van Trynitus’ Leben schnell und aufregend dahin. Die Welt war eine neue Bühne für ihn und er wollte jedes Geheimnis entdecken, das neben ihm im Theater seines Lebens spielte, doch schon bald sollte er erfahren, das (dass) die Wahrheit hart und grausam ist.
Der Blick hinter die Kulissen
Es war ein Tag wie jeder andere, nicht viele Tage nach Dragnolins achtem Geburtstag, an dem er wieder einmal mit seinem Vater einen Ausflug unternahm. Diesmal sollte es ins Drachengebirge gehen, ein langer Buckel, der die Stadt Pelgar von der Toten Ebene abgrenzte. In mehreren Tagesritten überquerten Vater und Sohn den Pass von Pelgar, wobei sich ihnen hinter jedwedem Anstieg ein wunderbarerer Blick über die Schulter zeigte. Das war das erste Mal, dass Dragno die ganze Stadt Pelgar auf einmal überblicken konnte – ein Panorama, das er so schnell nicht vergessen würde. Und am zwölften Tage hatten sie sie endlich erreicht: Die Tote Ebene. Scheinbar unendliche Weiten aus leblosem Staub erstreckten sich so weit das Auge reichte. Irgendwo hinter dem Horizont, das wusste der junge Krieger, lag die dunkle Stadt, aus der all die bösen Wesen wie Orks und Dunkelelfen laut den Sagen und Mythen kamen.
Und eben jene Wesen waren es, die diesen Tag für Dragnolin zu einem der schlimmsten Tage in seinem Leben machten. Dunkelelfen, duzende Dunkelelfen überfielen des Nachts Gaius van Trynitus mit seinem Sohn und jene wenigen, die mit ihnen waren. Der Vater des Jungen erschlug zahlreiche Feinde und auch der Junge selbst versuchte sich mit seiner Waffe seiner Gegner zu erwehren, doch nachdem alle Gefährten gefallen waren, konnten sie der Gewalt der dunklen Wesen nicht mehr standhalten. „Erfülle deine Bestimmung Dragno, erfülle sie!“, waren die letzten Worte, die Dragnolin von seinem Vater hörte, bevor er sich mit einem letzten Schrei in die Menge der Feinde warf.
Er selbst, von Schmerz und Trauer gefügig gemacht, wagte es jedoch nicht mehr, die Waffe gegen die Dunkelelfen zu erheben. Doch verwundernswerter Weise taten sie dies auch nicht. Niemals erfuhr er, warum sie ihn nicht töteten. Jedenfalls war das schlimmste Leid, das sie ihm zu diesem Zeitpunkt antaten, dass sie ihn gefesselt mit zu ihrem Lager nahmen. Und dort erfuhr er alles über sie. Sie waren Verstoßene, die aus der dunklen Stadt Morgeria gewiesen worden waren, ob ihres Anführers, der sich über alle dunklen Wesen erheben wollte. Doch hier draußen, in der staubigen Toten Ebene, erstarkte ihr Herr von neuem. Seinen Namen sprach keiner aus, sie nannten ihn immer nur ‚den Herrn’ oder ‚Meister’, wenn sie von ihm sprachen, doch Dragno erkannte sehr bald, dass sie große Furcht vor ihm hatten. Dragno, unbedacht seiner Situation wie eh und je, fragte sogleich nach dem Namen des Herrn und warum alle ihn so fürchteten – das war der Moment, an dem er zum ersten Mal eine neunschwänzige Katze zu spüren bekam.
Die Katze war eine beständige Begleiterin in den nächsten Jahren. Auf Wunsch des ‚Meisters’ wurde Dragnolin von den Dunkelelfen ernährt und trainiert. Zuerst wehrte er sich mit allen Kräften dagegen, teil der Gemeinschaft jener zu werden, die seinen Vater ermordet hatten, doch unter Einfluss der Katze und beim Anblick der Schwertkünste der Dunkelelfen konnte er nicht widerstehen, die Ausbildung über sich ergehen zu lassen. Außerdem, so dachte er sich, diente dies nur dem letzten Willen des Vaters, dass er seine Bestimmung erfüllte. Seine Bestimmung, da war sich Dragnolin immer noch sicher, war es, die Welt von der Dunkelheit zu befreien und dazu musste er der beste Krieger der Welt werden – was schadete es da, von den besten Schwertkämpfern der Welt ausgebildet zu werden? Und mit ‚seine Bestimmung erfüllen’ hatte der Vater sicher nicht gemeint, Dragnolin sollte sich den Dunkelelfen so lange widersetzen, bis sie ihn töteten.
So wurde Dragno ein Teil ihrer Gemeinschaft Verstoßener. Er gewöhnte sich schnell an das harte Training und die strenge Behandlung, denn genaugenommen hatte er sich so etwas schon selbst aufgenötigt, nur in nicht gar so harter Form. Woran er sich nicht gewöhnte, war zum einen das Leben in den Höhlen seiner neuen Gefährten, die sie in die tote Erde der Ebene gruben. Wenn er schlafen wollte, bildete er sich immer ein, jegliches Getier der Erde kröche durch sein Lager. Und dann war da noch die Umstellung von Tag auf Nacht. Die Dunkelelfen mochten scheinbar die Helligkeit nicht sehr gerne und besonders der Schwertmeister, der Dragnolin auch im waffenlosen Kampf und im Stabkampf unterwies, pflegte es, nur bei Nacht zu trainieren. Allerdings kam ihm dies eher zu Gute, weil er dann auch ohne seine Augenbinde, die ihn vor dem Sonnenlicht schützen sollte, trainieren konnte und außerdem hatte er dies ja zuvor schon oftmals selbst getan. Außerdem entwickelte er eine bessere Sehkraft im Dunkeln, als die eines normalen Menschen. Die andere Sache, an die sich der Junge nicht schnell gewöhnen konnte, war der ständige Kontakt mit Magie. Natürlich hatte es auch in Pelgar schon Magier gegeben, sogar seine Mutter hatte ein wenig einfache Luftmagie beherrscht. Doch von den Dunkelelfen, oder zumindest von jenen, mit denen Dragnolin lebte, schien fast jeder Magie zu beherrschen. Auch ihn versuchten sie in dieser Disziplin zu lehren, doch es war eindeutig nicht sein Fach. Nachdem sie ein Jahr lang versucht hatten, ihn unter dauerhaftem Einsatz der neunschwänzigen Katze zu mehr Fleiß beim Magieerwerb zu bringen, fanden sie sich damit ab, dass er ein Mensch und ein noch vergleichbar magisch unbegabter dazu sei und erkannten, dass er die Magie, die sie ihm beibringen wollten, zwar lernte, aber dennoch sehr, sehr langsam.
Ebenso versuchten sie ihm die Sprache der Dunkelelfen einzuprügeln, doch das Lerium drehte sich ihm schon im Halse herum, bevor er auch nur einen einzigen Laut herausbringen konnte – es war einfach anders als Garmisch und noch viel mehr unterschied es sich von Sendii. Also mussten sich die Dunkelelfen darauf beschränken, sich auf Celcianisch mit Dragnolin zu verständigen, denn er brachte deren Sprache einfach nicht hervor.
Umso mehr legte er sich beim Schwertkampf ins Zeug und nachdem er zwei Jahre bei den Dunkelelfen gelebt hatte, war er schon nicht mehr der schlechteste Kämpfer unter ihnen (zu Anfang hatten ihn sogar jüngere besiegt) und die Begegnungen mit der Katze waren auch nicht mehr so häufig. Er hatte sich schon fast komplett an die Umstellung von hell auf dunkel gewöhnt und konnte mittlerweile auch einigermaßen gut schlafen, auch wenn er noch ab und zu von Alpträumen geplagt wurde oder einfach nicht einschlafen mochte. Mit der Magie konnte er zwar immer noch nicht viel anfangen, aber er hatte jedenfalls ein paar einzelne Formel aus der Feuermagie auswendig gelernt.
Was ihn jedoch sehr wunderte war, dass er den ‚Herrn’ noch nie getroffen hatte, dieser aber scheinbar alles über ihn wusste und sehr streng, aber wohlwollend mit ihm war. Immerhin war der Herr es gewesen, der befohlen hatte, dass er am Leben blieb und der auch immer wieder die Trainings- sowie Bestrafungseinheiten und auch fast alles andere, was mit seinem Leben zu tun hatte, anordnete – jedenfalls wenn man den Dunkelelfen glauben schenken wollte. Der Herr musste ein vielbeschäftigter Mann sein, so viel war sicher. Doch es blieb Dragno ein Rätsel, wie er es schaffte, gleichzeitig Anordnungen zu erteilen, seine Leute moralisch zu halten und dennoch niemandem oder zumindest Dragno selbst, nicht unter die Augen zu kommen.
Allerdings setzte sich sein Leben noch zwei weitere Jahre unverändert fort. Er lernte langsam, aber er lernte. Sein Schwertmeister war praktisch zu seinem Vormund ernannt worden und er ging nun auch etwas anders mit Dragno um; man mochte nicht sagen brüderlich, aber sie waren sich zumindest gute Freunde geworden, wenn auch der Schwertmeister ein sehr strenger Freund war.
Im vierten Jahr seines Lebens bei den Dunkelelfen und gleichzeitig seinem zwölften Lebensjahr, geschah nun eine Wende. Von einem Tag auf den anderen schien ein Schalter bei ihm umgelegt worden zu sein, der zuvor seine Lernfähigkeit blockiert hatte. Aber jetzt verstand er plötzlich, wie die Flammenmagie funktionierte. Und im Kampftraining wurde er ebenso immer besser. Seine Muskeln wuchsen Tag für Tag und ebenso spross Dragno selbst in die Höhe. Diese neue Stärke legte er in seine Schwertkampfausbildung und stellte sich seinen Aufgaben mit mehr Fleiß und Eifer denn je. Nun, so der Schwertmeister, sei er bereit, das Lied der Klingen zu hören und den Tanz des Todes zu tanzen. Und da zeigte er zusammen mit seinem Waffenbruder Dragno zum ersten Mal, was es hieß, ein Meister des Schwertes zu sein. Die beiden führten selbst den Tanz des Todes vor und dabei bewegten sie sich mit einer Schnelligkeit, einer Präzision und doch einer Stärke, die zusammengefasst tödlicher war, als alles, was Dragno zuvor gesehen hatte. Und nun sollte Drangolin dies erlernen.
Zu aller erst brachte ihm der Schwermeister das Wichtigste am Tanz des Todes bei: Die Melodie zu dem Lied, auf das man den Tanz tanzte. Und zu diesem Zweck gab er Dragno sein Schwert. Angeblich kann die Melodie der Klinge nur von einer Klinge erschaffen werden, die sie schon einmal selbst erschaffen oder man sie schon gehört hat. Und als Dragno die Waffe des Schwermeisters hielt, da glaubte er wirklich, eine Melodie zu hören. Es war mehr als das tödliche Zischen, wenn man sie schwang, mehr als der Ton, der von dem kalten Stahl ausging. Es war eine Melodie, die man nur hören konnte, wenn man bereit dafür war und man daran glaubte – dies war der einzige Glauben, den Dragno je entwickelt hatte. Und als er dann seine Katas durchlief, war es nicht so, dass er das Schwert führte, doch auch das Schwert führte ihn nicht. Es war ein Tanz zwischen zwei Partnern, die beide ihren Part hatten und diesen ausführten, sodass eine Bewegung entstand, die ebenso schwer zu beschreiben ist, wie die Einheit zwischen Körper und Geist, die ein Kämpfender erreichen kann. Zwar beschrieb es der Schwertmeister als ‚grobschlächtiges Getrampel’, hatte dabei jedoch ein Lächeln im Gesicht, das Dragno sagte, dass er etwas richtig gemacht hatte.
Von nun an trainierten die beiden hauptsächlich mit Stäben, da es zu gefährlich gewesen wäre, den Tanz des Todes mit scharfen Klingen zu tanzen, wenn ihn nicht beide Kämpfer vollkommen beherrschten. Dragno hatte die Melodie nun gehört und so konnte er sie auch mit seinem zum Schwert geschnitzten Stab wiedergeben. Und so wuchs er über die Jahre zu einem der besseren Schwerkämpfer der ganzen Gemeinschaft.
In der Magie machte er zwar bei weitem nicht so große Schritte, doch er kam ebenfalls gut voran. Er konnte nun unter Konzentration von seiner Hand eine kleine Flamme heraufzüngeln lassen und wenn er einen guten Tag hatte, konnte er sogar kleinere Metallgegenstände, wie zum Beispiel einen Löffel, zum Glühen bringen. Und zu beginn seines achten Jahres bei den Dunkelelfen, war er sogar in der Lage, augapfelgroße flammende Kügelchen heraufzubeschwören und über eine kurze Distanz zu schleudern. Im Schwertkampf war er weit vorangeschritten und durfte bereits jüngere Lernbedürftige unterweisen. Außerdem war er inzwischen so hoch gesproßen, dass er alle Dunkelelfen der Verstoßenen um mindestens halbe Haupteslänge überragte und sein Training hatte ihn derart muskulös und kräftig gemacht, dass es nur noch wenige wagten, sich mit ihm in Kraftvergleichen zu messen. Er hatte schon wirklich angefangen, sich als Teil dieser Gemeinschaft, ja fast schon selbst als Dunkelelf zu fühlen, als er eines Tages im achten Jahr seiner Anwesenheit den Grund selbiger erfuhr.
An diesem Tage wurde ihm mitgeteilt, dass er endlich den ‚Meister’ kennen lernen sollte. Aufgeregt und verwundert zugleich machte er sich auf den Weg. Auf dem zentralen Platz der ‚Siedlung’ waren praktisch alle Bewohner versammelt und es war ein großes steinernes Podest genau in der Mitte errichtet worden. Auf diesem, deutlich erkennbar für alle, stand ein Mann, der auf den ersten Blick einfach nur gefährlich aussah. Er hatte den athletischen Körperbau eines Dunkelelfen und trug auch eine schwarze Lederrüstung, einen Kapuzenumhang – dessen Kapuze er jedoch nicht aufgesetzt hatte – und normale Stoffkleider dieser Rasse. Allerdings hatte er eine Haut, die so bleich war, als wäre sie schon tot und seine Augen waren vollkommen schwarz wie Pech. Auf seinem Rücken war in einer Vorrichtung, die nur aus zwei Lederschlaufen bestand, ein Katana aus Silberstahl angebracht und er stand da, mit ausgebreiteten Armen, das Gesicht zum Mond erhoben und unverständliches vor sich hin murmelnd. Dragnolin wurde zu ihm hinaufgeführt und fühlte sich zum ersten Mal, seitdem er bei den Dunkelelfen angekommen war, unwohl. Es war, vermutlich zum ersten Mal in seinem Leben Angst, die er verspürte. Von diesem Mann ging eine Aura von Angst aus.
Als Dragno neben ihm stand, unfähig, eine Entscheidung zu treffen, was er tun wollte, nahm der Meister eine normale Position ein und blickte Dragno mit jenem pechschwarzen Blick, begleitet von jenem diabolischen Lachen an, das er niemals vergessen würde. Auf Befehl des Meisters, der nach einem Schwert verlangte, wurde, als wäre dies schon oft eingeprobt worden, sofort von einem Lakaien aus einem Lagergebäude ein Schwert geholt, dessen Anblick Dragno den Atem nahm, denn es war ihm sehr bekannt: Dingator das Drachenfeuer, das Schwert seines Vaters. Zum ersten Mal seit Jahren kam wieder der alte Hass in ihm hoch, doch bevor er ihm Ausdruck verleihen konnte, wurde er von unsichtbaren Händen an einem Pfahl festgehalten, der eigentlich in der Mitte des zentralen Platzes stand und um den herum das Podest erbaut worden war. Ihm wurden die Hände gebunden und der Meister stellte sich ihm gegenüber auf.
Plötzlich konnte Dragnolin Bilder sehen, die ihm unbekannt waren und er begann zu verstehen: Der Meister war eigentlich nicht der Meister, den Dragno sehen konnte. Er war nur ein Wirt für einen uralten Dämonen: Zhân, den Dämon der Angst. Er hatte die Dunkelelfen um sich gesammelt, als Anfang seines Weges zur Verbreitung der Angst über die ganze Welt, wie er es wünschte. Und nun brauchte er einen neuen Wirt, denn der alte war scheinbar nicht stark genug gewesen und hatte mit Missbildungen, wie dem Ausbleichen der Haut und der Verfärbung der Augen auf die Ballung der unglaublichen dunklen Magien in ihm über solch lange Zeit reagiert, was auch Einfluss auf die ‚Verwendbarkeit’ genommen hatte. Und der neue Wirt sollte Dragno sein. Er hatte Dragno diese Bilder mit Hilfe seiner Magie gezeigt, damit er sich schneller an die neuen ‚Umstände’ gewöhnen könnte. Er war also nur ein Lamm gewesen, das gemästet und gepäppelt worden war, bis zum Tag der Schlachtung. Unbändige Wut erfüllte ihn. Doch er konnte nichts tun. Die Magie des Dämons band ihn und Zhân begann scheinbar bereits mit dem Ritual, bei dem er Dingator das Drachenfeuer auf sich selbst gerichtet hielt und dabei grausige Worte sprach, vermutlich in der Sprache der Dämonen.
Die Worte steigerten sich in Geschwindigkeit und Lautstärke und auch der Sprechende schien dabei immer aufgeregter zu werden. Dragnos Gehirn raste, doch im Pläne erfinden war er noch nie gut gewesen. Er hatte immer das getan, was gerade das beste war. Plötzlich, offenbar am Höhepunkt des Rituals, schnitt sich der Dämon selbst mit dem riesigen Schwert in den Arm. Dingator verursachte die üblichen brandwundenartigen Schnitte und Blut quoll hervor, das so dunkelrot war, dass es fast schwarz sein konnte. Der Dämon zwang Dragno dazu, von dem Blut zu schlürfen und dies schien den Eingang des dämonischen Geistes in seinen, Dragnos Körper zu ermöglichen, denn augenblicklich stellte sich ein Schmerz ein, der sich anfühlte, als müsse er jede Sekunde sterben.
Doch durch die Hölle, die er erleiden musste, fasste er einen klaren Gedanken: Er hatte das Blut schlürfen können – er hatte sich bewegt – der Zauber war gebrochen. Natürlich hatte der Dämon seinen eigenen Zauber brechen müssen, damit Dragnolin das Blut hatte zu sich nehmen können. Unter Schmerzenskrämpfen richtete er sich auf, er hatte vor Schmerz nicht bemerkt, dass er gestürzt war, ergriff das Schwert in den schwächeren Händen des alten Wirtes und rammte es ihm in die Brust. Ein Kreischen ertönte, dass alle Dunkelelfen, die noch nicht davongelaufen waren, spätestens jetzt die Flucht ergriffen. Doch obwohl der Dämon nun nicht mehr ganz in ihm war, schaffte es der ‚Meister’ noch, sein Katana zu ziehen und einen tödlichen Schlag zu führen. Dragnolin konnte schlecht ausweichen, da er immer noch unter Schmerzen litt, und so konnte der Dämon ihn noch am Auge erwischen – die Wunde brannte, als bräche der Schädel des Menschen daran auf. Aber Dragno bot alle Kraft auf und schlug Zhân schließlich den Kopf von den Schultern. Erneut ein Kreischen, genauso furchtbar wie das erste, dann war plötzlich alles still und Dragno umfing Dunkelheit.
Als er wieder erwachte, lag er dort, wo er zuvor war, die Hülle des Dämons schien jedoch zerstört worden zu sein, denn überall lagen die brennenden Kleidungsstücke des ‚Meisters’ umher. Die Dunkelelfen waren wieder hervorgekommen, doch sie sahen ratlos aus, ob sie Dragnolin töten sollten, weil er ihren Herrn vernichtet hatte, oder ob sie ihn preisen sollten, weil er sie eines Dämons entledigt hatte. Dragnolin wollte jedoch nicht darauf warten, bis sie sich entschieden, denn er hatte es schon getan: Er wollte fort von hier, zurück in die Heimat, nach Pelgar. So sammelte er alles ein, was er brauchte, nahm das Schwert seines Vaters mit und ließ sich von einem der Dunkelelfen, die wohl eher für das Preisen gestimmt hätten, den besten Weg durch die Tote Ebene und den Pass von Pelgar beschreiben, so weit er ihn wusste, dann machte er sich auf den Weg.
Der Weg zum Neuanfang
Auf seiner Reise wurde Dragnolin van Trynitus zum ersten Mal von jenen peinigenden Krämpfen und Halluzinationen gequält, die sich genauso anfühlten, wie jener Moment, in dem Zhân, der Angstdämon, beinahe von ihm Besitz ergriffen hätte. Dies war das Einzige, was ihm seitdem noch schlimme Angst machen konnte: Die grausamsten Momente seines Lebens erneut erfahren zu müssen. Doch die Reise durch die ausgestorbene Tote Ebene und über den Pass von Pelgar war für ihn eine Aufgabe, die er leicht meistern konnte, obwohl ihm der Tod auf alle möglichen Arten auflauern konnte. Doch der Sieg über den Dämon, der die Angst verkörpert hatte, hatte ihm die Angst genommen. Dragno hatte die Angst besiegt – wieso sollte er noch Angst vor dem Tod haben? Und außerdem war dieser Sieg der erste Schritt auf einem langen Weg, dem Weg seiner Bestimmung, dem Weg, die Welt von allem Übel zu befreien.
Doch trotzdem bereiteten ihm noch Dinge Sorgen. Als er endlich, nach vielen Tagen, in Pelgar angekommen war, konnte ihm dort niemand sagen, wo eine Anâtaliá van Trynitus lebte, das Geschlecht der Trynitier sei schon vor vielen Jahren ausgelöscht worden. Dragno war verzweifelt. Er wusste nicht was er tun sollte und so tat er das Einzige, was er je gelernt hatte: Kämpfen. Er meldete sich als Rekrut in der Kaserne von Pelgar, wo er endlich auf einen alten Bekannten traf: Der Ausbilder Garion ‚der Großmeister’, der Waffenbruder von Gaius van Trynitus, der Dragno in jungen Jahren immer wieder neue Techniken zum Kämpfen beigebracht hatte. Der Ausbilder freute sich sehr über das Wiedersehen, musste Dragno jedoch die traurige Nachricht überbringen, dass nach dem Verschwinden von Dragnolin und Gaius das Ansehen der Familie stark gesunken war, sie in Verruf geraten waren und Anâtaliá keine Möglichkeit mehr gesehen hatte, als zurück zu ihrem Volk in die Wüste zu gehen. Daraufhin hatte man die Familie ganz vergessen.
Doch Garion wollte Dragnolin helfen wo er konnte und so verschaffte er ihm eine Unterkunft direkt bei der Kaserne und setzte sich persönlich für seine Ausbildung ein. Was Dragno besonders wichtig war, den Umgang mit dem Schwert seines Vaters richtig zu lernen. Denn er war an die schmalen, leichten Dunkelelfenschwerter gewöhnt oder zumindest an die normalen Kurz- oder Bastardschwerter, die er im Training verwendet hatte. Glücklicherweise führte Garion selbst ein Kriegsschwert und hatte eine solche Leidenschaft für diese Waffen entwickelt, dass er sich sogar eine eigene Sammlung angelegt hatte. Für das Training gab er Dragno eins davon, welches von geringerem Wert war, damit er sich über Waffen von besserer Qualität bis hin zu der Waffe, deren Umgang er erstrebte, hocharbeiten konnte.
Neben der Weiterbildung im Schwert- und Stabkampf, wurde ihm auch noch der Umgang mit dem Dolch beigebracht, den jeder gute Soldat als Notwaffe beherrschen sollte. Zu dieser Zeit musste Dragno die übliche Uniform der Soldaten tragen: Ein leichtes Kettenhemd, einen Waffenrock und ab und zu sogar einen Harnisch oder einen Helm. Wenn Arm- und Beinschienen getragen wurden, waren diese immer aus Metall. Dragnolin lernte also, wie man mit einer schweren Rüstung umging oder zumindest mit einer schwereren, als er bisher getragen hatte. Zwar bereitete ihm die Benutzung dieser Kampfkleidung aufgrund seiner Körperkraft weniger Schwierigkeiten als manch anderem, doch es war ebenso eine Umstellung, wie es eine Umstellung von leichten zu schweren Schwertern gewesen war. Nur war der Unterschied der, dass Dragnolin am Umgang mit einem Kriegsschwert bei weitem mehr Spaß hatte, als beim Kampf in einer Metallrüstung.
Natürlich hatte er auch des öfteren richtige Kampfeinsätze, nicht nur Training. Dabei ging es meistens gegen Räuber, Piraten, Diebe oder andere Verbrecher. Dragnolin zeichnete sich hierbei des Öfteren aus und wurde auch beliebt unter den meisten anderen Soldaten, denn er half ihnen wo er konnte durch seine Kenntnisse und rettete manchen von ihnen schon aus einer brenzlichen Situation. Allerdings waren unter den anderen Soldaten auch einige Neider, was später noch fatale Folgen haben sollte. Einerseits wurde er oftmals misstrauisch beäugt, da er – entgegen den Prinzipien einiger Ausbilder – nicht an Lysathor glaubte, was die weniger streng gläubigen Ausbilder mit Benachteiligung, die streng gläubigeren ab und zu sogar mit offenem Hass quittierten. Doch dies hinderte Dragnolin nicht daran, seine Ausbildung fortzusetzen. Im Gegenteil entfachte es einen Trotz in ihm, der ihm die Kraft gab, alles über sich ergehen zu lassen, was er ertragen musste, um sein Ziel zu erreichen. Daher war Dragnolin mit Abstand der fleißigste und eifrigste Rekrut in seiner Gruppe, sodass man seine Fähigkeiten nicht mehr länger außer Acht lassen konnte und er nach einiger Zeit befördert wurde. Dies war aber, was Dragno jedoch nie erfuhr, nur möglich, weil Garion, der hohes Ansehen in den Militärreihen genoss und selbst an Lysanthor glaubte, auf die oberen Würdenträger einwirkte, indem er ihnen berichtete, Dragno sage zwar nicht, dass er an den Gott des Lichts glaube, doch er handle doch wie ein wahrer Ehrenmann es tue und ihm könne nichts zur Last gelegt werden, da er keine Sünde gegen den Gott begangen habe und alle Eigenschaften des Sonnenherrn wahrlich verkörpere. Dragnos Leben in der Kaserne änderte sich aber kaum nach der Beförderung, es gab nur den Unterschied, dass sein Wort nun mehr Gewicht hatte. Aber der Hauptinhalt seines Trainings war hier, wie auch für die folgenden Jahre, das Training selbst.
Ein Trainingsinhalt, der Dragno besonders schwer fiel, war der Tanz des Todes, dessen Ausführung er nun bei sich selbst zu verfeinern suchte, in dem er sich immer wieder das in Erinnerung rief, was der Schwertmeister bei den Dunkelelfen zuletzt zu ihm gesagt hatte, wenn sie trainiert hatten. Er fragte sich selbst immer wieder nach seinen eigenen Fehlern und versuchte dabei immer besser zu werden. Schließlich war er am Limit angelangt. Er beherrschte alle Techniken des Tanzes des Todes, die ihm der Schwertmeister je beigebracht hatte. Natürlich, da war Dragno sicher, gab es noch weitere, denn der Schwertmeister hatte immer erst einen neuen Technikbereich angesprochen, wenn ein alter abgeschlossen war. Also musste Dragnolin selbst neue Techniken erfinden. Er entwickelte seinen eigenen Kampfstil, tanzte den Tanz des Todes zu einem selbstkomponierten Lied und dieses Lied spielte er auf einem neuem Instrument: Dem Kriegsschwert. Entsprach der Kampfstil des Schwertmeisters also eher dem mysteriösen und doch kräftigen Klang einer Busine, so war Dragnos Stil auf die unaufhaltsame Gewalt des Schlagwerks abgestimmt. Die besten Kriegsschwerttechniken, die er von Garion lernte, veränderte er, sodass sie zur Melodie seiner Klinge passten und so wurde der Tanz des Todes, den Dragnolin van Trynitus vollführte, immer komplexer.
Nach drei Jahren des beständigen Trainings erhielt er einen Brief von einer Militärakademie. Einer ihrer Rekrutierer sei an der Kaserne gewesen und habe die besten von ihnen ausgewählt, um bei den größten Kriegern von Pelgar lernen zu dürfen. Dragnolin freute sich sehr über diese Ehre, denn neben ihm waren nur noch fünf weitere aus der Kaserne unter den Glücklichen und er selbst war mit neunzehn Jahren noch der Jüngste. Er ging von nun an auf jene Militärakademie, wo er von wenigen Lehrern im Kampf unterrichtet wurde. Dragnolin hatte großen Respekt vor diesen, denn sie waren ‚nur’ Menschen, hätten aber, dessen war er sich sicher, in Kampfkünsten sicher Konkurrenz zum Schwertmeister der Dunkelelfen sein können. Immer wieder verglichen sie die Schüler mit einer guten Klinge, die immer wieder geschmiedet, verfeinert und geschliffen wurde.
Hier hatte jeder Krieger die Wahl, in welchen Waffengattungen er unterwiesen werden sollte, denn später sollten sie selbst zu einem Meister ihres besten Fachs werden. Natürlich wählte Dragnolin als wichtigste Waffengattung das Kriegsschwert – eine große Herausforderung, wie die Lehrmeister sagten – doch zusätzlich wollte er noch seine Fähigkeiten in jeglichem anderem Kampf mit Schwertern, bevorzugt Kurzschwertern oder dem Bastardschwert und im Umgang mit dem Stab verbessern. Drei Jahre lang sammelte er hier weitere Erfahrungen und trainierte sich so weit, dass er sich nicht einmal mehr zuvor dehnen oder aufwärmen musste, damit ihm seine vollen Fähigkeiten zur Verfügung standen. Doch auch die Magie wollte er nicht außer Acht lassen und so übte er sich des Nachts, wenn nicht trainiert wurde. Allerdings kam er nicht weiter, je mehr er es auch versuchte. Allerdings verlernte er wenigstens nicht, was ihm die Dunkelelfen beigebracht hatten.
Jemand, der die Magie bei weitem besser beherrschte als er, war ein anderer Schüler an der Militärakademie namens Lashim Croènus. Er hatte praktisch die ersten siebzehn Jahre seines Lebens mit dem Magiestudium an einer entsprechenden Schule zugebracht, war dieser dann jedoch wegen seiner gefährlichen, schwarzmagischen Experimente verwiesen worden. Danach hatte er sich zum Militär gewandt und war aufgrund einer glücklichen Fügung und seines Talents zusammen mit Dragnolin einer der wenigen, die die Militärakademie besuchen durften. Er hegte jedoch schon seit jeher starken Neid gegen den zwei Jahre jüngeren Dragno, wodurch eine offene Feindschaft entstand. Beide Kontrahenten machten sich keine besondere Mühe, dies zu verbergen und es kam nicht selten vor, dass einer der Lehrmeister einschreiten musste, um die beiden Streithähne zu trennen. Während Dragno offen war und ein Mann der Tat, war Lashim hinterhältig und ein guter Redner, wenn es ihm auch nicht an Talent mit der Zweililie und dem Stab mangelte. Oftmals suchten sie sich im Training gegenseitig als Kontrahenten aus, um eine Möglichkeit zu haben, den anderen zu bekämpfen. Wo Dragno mit Zähigkeit, Muskelkraft und Reflexen punkten konnte, zog Lashim mit Geschick, Trickreichtum und Konterstärke gleich. Nach einiger Zeit beschlossen die Lehrmeister, die Beiden, so oft wie möglich im Training gezielt anderen Kampfpartnern zuzuweisen, sodass sie sich nur noch verbal bekämpfen konnten.
Und irgendwann kam es, wie es kommen musste. Lashim beleidigte Dragno so schwer, dass dieser sich nicht mehr zu helfen wusste und ihn zum Duell aufforderte. Lashim, der nicht als Feigling dastehen wollte, nahm an und so entspann sich ein tödliches Duell. Doch bevor dies ein rechtmäßiges Ende finden konnte, kam einer der Lehrmeister hinzu und griff ein. Der wortgewandte Lashim konnte die Situation so drehen, dass es nun so aussah, als hätte Dragno ihn grundlos angegriffen und töten wollen.
Schließlich verwies man Dragnolin van Trynitus am Ende seines fünften Lehrjahres der Militärakademie. Dragnolin wusste, dass die Geschichte die Runde machen würde und er so wie er war – arbeitslos und geächtet – nicht in Pelgar bleiben sollte. Er wollte nun endlich dem Weg seiner Bestimmung folgen und beginnen, das Böse aus der Welt zu tilgen.
Die Arena des Lebens
Und so führte Dragnolin van Trynitus sein Leben mit vierundzwanzig Jahren nicht anders weiter, als er es zuvor getan hatte: Als Kampf. Er zog durch ganz Celcia, immer auf der Suche nach einer neuen Herausforderung. Er tötete Morshan, einen Rattenhybriden, der einfach nur ‚der Rattentitan’ genannt wurde, und besiegte angeblich jedes gefährliche Wesen des Landes mindestens ein Mal. Er kam, kämpfte und verschwand wieder, um an einem neuen Ort aufzutauchen. Zwischendurch nahm er Aufträge als Kopfgeldjäger oder Söldner an, wenn er Geld brauchte, doch oftmals erhielt er auch Gaben von dankbaren Leuten, denen er mit Hilfe seiner Kampfkunst aus einer Not geholfen hatte. Dragno zog umher und seine Geschichten gingen von Mund zu Mund, von Dorf zu Dorf, von Stadt zu Stadt. Er wurde langsam bekannt, doch damit kam es auch, dass man Neider nach sich zog. Es gab ein paar, die versuchten, ihn aus dem Hinterhalt zu ermorden. Doch niemand war erfolgreich und Dragnos Geschichte wurde daher noch lieber erzählt. Und jeder, der die Geschichte erzählte, erfand etwas Heldenhaftes dazu oder ließ etwas Schwächliches weg. Geschichte wurde Legende und bald war er eine der Sagenfiguren, die er selbst immer sein wollte: Man erzählte die Geschichte von Dragno dem Drachentitan, der die Welt vom Bösen befreite.
Inventar
Nach seinem letzten Abenteuer, das erneut in der Toten Ebene stattfand, landete Dragno in einem Warghort und konnte nur mit knapper Not entkommen. In diesem Kampf verlor er fast alles, was er bei sich hatte und so besitzt er derzeit nur die Grundausstattung seiner Abenteuerkleidung, seine drei Schwerter und einen Lederbeutel mit Goldmünzen (100 gm)
Tierische Begleiter
keine
Fähigkeiten
Hier liste ich Dragnos Fähigkeiten noch einmal mit den Stufen auf, da ich bei Stärken (und wo sonst noch Fähigkeiten stehen) einen zusammenhängenden Text schreiben wollte und nicht immer wieder rudimentär, durchschnittlich, sehr gut, rudimentär, usw. schreiben wollte.
Schwerter (sehr gut) | Stab (überdurchschnittlich) | Dolch (durchschnittlich) | Feuermagie (rudimentär).
Einstiegspost
Östliches Drachengebirge | Durchs Drachengebirge (Seite 9)