
-Rasse: Dunkelelfe
-Alter: sechzehn Jahre
-Geschlecht: weiblich
-Beruf: Sie ist arbeitslos, möchte das aber bald ändern.
-Heimat: Nerika ist in Morgeria geboren und aufgewachsen, aber nun wohnt sie nirgendwo und überall in ganz Celcia.
-Gesinnung: Sie ist neutral bis gut, aber trotzdem sehr misstrauisch.
-Magie: Nerika beherrscht keine Magie und wird dies wohl auch nicht ändern können
-Sprache: Die Dunkelelfe beherrscht natürlich die Allgemeinsprache, Celcianisch und dazu als Muttersprache, weil sie ja in Morgeria aufgewachsen ist Lerium sehr gut.
-Glaube: Man kann Nerika zu Recht als unngläubig bezeichnen. Sie ist zwar zwischen Dunkelelfen aufgewachsen, wo man hauptsächlich den Gott Faldor, oder seine Schwester verehrt, doch da sie sich nie so ganz mit den Göttergeschwistern und ihren Untertanen anfreunden konnte, glaubt sie nicht an sie. Auch sind ihr viele andere Götter unbekannt, weil sie in ihrer Geburtsstadt nie einen anderen Glauben kennengelernt hat. Etwas hat sie von diesem Lysanthor gehört und auch ungefähr, wer er sein soll, aber irgendwie fühlt sie sich als Dunkelelfe unwohl, einen Gott des Lichts zu verehren.
-Aussehen: Nerika hat die typische Schönheit, die Dunkelelfen auszeichnet. Sie hat eine sehr dunkle Haut und weiße Haare. Diese trägt sie meist zu einem hoch angesetzten Pferdeschwanz und sie sind relativ lang. Außerdem hat sie helle, blaue Augen. Sie trägt ein Oberteil und Hose aus dunklem Leder und einen Gürtel, an dem ein Schwert befestigt ist und darüber einen Mantel, der golden schimmert. Dessen Kapuze zieht sie meistens tief ins Gesicht, damit sie als Dunkelelfe nicht gleich erkannt wird. Sie ist sehr klein, etwa 1,60 Meter groß und hat einen schlanken, narbenlosen und durchtrainierten Körper.
-Persönlichkeit: Weil Nerika nicht weiß, wer ihren Bruder umgebracht hat, misstraut sie jeder
Rasse. Trotz ihrer Herkunft ist sie freundlich, was allerdings nicht sofort jeder bemerkt. Sie ist etwas schüchtern. Aber wird sie einmal böse, sollte man nicht in ihrer Nähe sein. Auch im Kampf ist sie zurückhaltend, bis sie irgendwann die Geduld verliert und alles in ihrer Gegend kurz und klein haut. Das passiert sehr schnell, denn Nerika ist immer sehr ungeduldig.
-Stärken: Nerika hat schon sehr früh Kampfunterricht erteilt bekommen, kann also sehr gut mit dem Schwert umgehen. Sie kann sich gut anschleichen, weil ihr Bruder im Unterricht darauf Wert gelegt hatte.
-Schwächen: Die Dunkelelfe ist noch sehr, sehr jung und ebenso unerfahren, weswegen sie sich bei Kämpfen und im Umgang mit anderen Rassen oft in Schwierigkeiten bringt. Außerdem hatte sie nur einen Lehrer im Kampf und kennt daher auch nur einen Kampfstil. Nerika ist außerdem ungeduldig und lässt sich leicht provozieren.
-Lebensgeschichte:
Nerika wurde in Morgeria geboren und hatte mit ihrem Bruder Teribelor ein relativ normales Leben geführt. Ihre Eltern kamen eines Tages nicht von der Arbeit zurück und Teribelor hatte gesagt, sie seien tot. Zu diesem Zeitpunkt war sie erst zwei Jahre alt gewesen und konnte sich folglich nicht daran erinnern. Sie wusste nur, dass ihr damals schon zehnjähriger Bruder immer sehr gut auf sie aufgepasst hatte. Etwas später hatte er ihr auch den Umgang mit dem Schwert beigebracht. Er selbst arbeitete als Söldner und verdiente halbwegs genug um sich und seine Schwester zu versorgen.
Trotz allem war Nerika ein wenig seltsam. Sie war nicht so hinterhältig wie andere und hatte oft Mitleid. Je älter sie wurde, umso trauriger wurde Nerika von dem Verhalten ihrer Artgenossen. Es kam manchmal sogar vor, dass sie die Versuchung verspürte, sich der hellen Seite anzuschließen und gegen den grausamen, dunklen Herrscher zu kämpfen. Diesen Gedanken verwarf sie bald wieder, denn sie könnte es wahrscheinlich nicht übers Herz bringen so etwas zu tun.
Eines Tages, sie war jetzt sechzehn Jahre alt, geschah etwas das ihr Leben veränderte. Als sie nach Hause kam, war es dort merkwürdig still. Allem Anschein nach war ihr Bruder nicht da. Das kam öfter vor und war nicht ungewöhnlich. Nerika blickte zufällig zur Tür. Sie stand offen, was auch nicht selten war, aber nun sah die junge Dunkelelfe, dass sie aufgebrochen war. Nerika hatte eine dunkle Vorahnung. Sie eilte die Treppe hinauf und stockte, als sie etwas rotes auf dem Boden erblickte. Die Dunkelelfe stürzte in das Zimmer in welches die Spur führte. Teribelor saß schwer atmend an der Wand. An einer Stelle auf der Brust färbte sich sein Wams rot. Sein Schwert lag neben ihm. Das alles erfasste sie mit einem Blick und als er sie erblickte, stieß er keuchend hervor: „Unsere Mutter...sie lebt...du musst...sie finden!“ Er verstummte und war tot. Nerika war schockiert. Was war passiert. Wie in Trance erlebte sie die nächsten Stunden. Sie beerdigte ihren Bruder im Garten, packte alles Wichtige für eine lange Reise ein. Ihr Schwert, Proviant, Gold. Schließlich ging sie zu einem Pferdehändler und kaufte ihm ohne Verhandlungen eine Stute ab, die sie Lifrir nannte. Dann, ein paar Minuten später, ohne noch einmal zurückzuschauen, ritt sie aus der Stadt. Währenddessen schwirrten in ihrem Kopf viele Gedanken. Ihre Mutter lebte noch? Wieso war ihr Bruder getötet worden und von wem? Erst jetzt überkam sie die Trauer. Warum musste ausgerechnet ihrer Familie so etwas passieren? Hilflos dagegen, dass ihr die Tränen übers Gesicht liefen, ritt sie auf Lifrir langsam in irgendeine Richtung, in der Hoffnung das Drachengebirge so schnell wie möglich zu erreichen. Bald änderte sich die Entschlossenheit um in Wut. Sie würde ihren Bruder rächen und ihre Mutter Jalina finden.
Es war eine lange Reise durch die Tote Ebene und erst nach ein paar Tagen kamen Nerika die ersten Ausläufe des Drachengebirges in Sicht. Ihre Vorräte gingen zur Neige und sie überlegte schon, ob sie einsame Wanderer um Hilfe bitten könnte. Bald jedoch musste sie erkennen, dass sie als Dunkelelfe nicht sonderlich beliebt war und machte von da an einen großen Bogen um die Leute, obwohl manche sehr freundlich aussahen. Wenn sie doch einmal jemandem näher kam, wurde dies unterschiedlich aufgenommen. Die einen jagten sie davon, andere beachteten sie einfach nicht.
Endlich hatte sie die Berge erreicht. Diese mussten überquert werden und das war, so wie das Gebirge aussah, ein großes Stück Arbeit. Zu allem Unglück strich ein Wind über die Berge, der sich sehr bald zu einem Sturm entwickelte. Nerika seufzte. So würde sie nicht mehr weit kommen, denn der Sturm wurde immer stärker. Nach kurzer Suche entdeckte sie zum Glück eine Felsnische, unter der ihr Pferd Lifrir und sie Platz fanden. Die Dunkelelfe führte das Pferd in den Unterschlupf und setzte sich zu ihm. Dann schloss sie ermüdet vom langen Ritt die Augen und dachte an die Umstände zurück, die sie hierher gebracht hatten.
Auf einmal überkam sie wieder ein alter Gedanke. Jetzt, wo sie alles verloren hatte könnte sie sich doch eigentlich der hellen Seite anschließen. Oder? Weiter kam sie nicht , denn sie war erschöpft und sank in einen tiefen, unruhigen Schlaf.
-Inventar: Eine graue Stute, ein Schwert, Proviant für drei Tage


