
Rasse: Er ist von Kopf bis Fuß ein Goblin und das wird er auch immer bleiben.
Alter: Er plagt die Welt schon seit 17 Jahren mit seiner Anwesenheit.
Geschlecht: Er ist männlich.
Beruf: Eigentlich ein wandernder Geschichtenerzähler, aber da wenige Leute es in der Anwesenheit eines stinkenden, blinden Goblins aushalten, muss er seinen Lebensunterhalt als Bettler verdienen.
Heimat: Sarion stammt zwar aus einem kleinen, unbedeutenden Bergwerksstollen irgendwo in Celcia, aber zur Zeit reist er nur durch die Welt, obwohl er nicht einmal weiß, wohin er eigentlich reist.
Gesinnung: Er weiß was Leid bedeutet und hat nicht vor, es jemandem zuzufügen, aber sollte es seinem Überleben dienen, dann würde er schon Unrecht tun.
Magie: Er beherrscht keinerlei Magie.
Sprache: Er beherrscht die normale Sprache, wie man sie überall spricht (Celcianisch) und Terkin natürlich. Sarion hat einen großen Wortschatz, denn er merkt sich jedes Wort, das er jemals hört.
Aussehen: Sarions Hautfarbe ist nicht so ein gesundes Grün wie bei seinen Artgenossen, sondern bleich. Kein einziges Haar schmückt seinen Schädel und sein linkes Ohr ist zur Hälfte abgerissen. Betrachtet man seine kränklichen Augen, die sich fast gar nicht in den Höhlen bewegen, dann erkennt man meistens schon, dass Sarion mit Blindheit geschlagen ist. Sein Körper ist selbst für einen Goblin zu klein, gerade mal 3 Fuß ist er hoch (was etwas mehr als 90 Zentimeter ist). Er wirkt schwächlich und der Schein trügt nicht, er ist unfähig schwere Sachen zu heben, geschweige denn solche fortzubewegen. Er hat einige Narben, die er durch Unfälle erlitten hat, und seine Beine sind krumm.
Schmuck trägt er keinen, denn Geld ist zum Leben wichtig und Schmuck ist Geldverschwendung.
Persönlichkeit: Pessimistisch ist ein gutes Wort, um ihn zu beschreiben. Er selbst sagte einmal: „Jeder, der es schlechter hatte als ich, der ist jetzt tot und wer tot ist, der hat es besser als ich.“ Dennoch hängt er sehr an seinem erbärmlichen Leben und tut alles, um lebendig zu bleiben. Er schleimt bei den Leuten, denen er begegnet und bettelt um Münzen oder eine Mahlzeit. Wer ihm etwas gibt, dem dankt er von Herzen, selbst wenn es nur eine Scheibe schimmeliges Brot ist. Hin und wieder ist er etwas fröhlich, wenn er mit anderen Lebewesen an einem Feuer sitzt und seine erfundenen Geschichten erzählen kann, insbesondere, wenn die anderen spendabel sind. Aber solche Momente sind selten und die meiste Zeit versinkt er im Pessimismus.
Schwächen: Er ist blind, kann also nicht sehen, geschweige denn Fernkampfwaffen benutzen. Auf große Entfernung kann er nicht mal etwas wahrnehmen, er würde es nicht einmal bemerken, wenn dreihundert Meter vor ihm ein Orkheer stände, das nur darauf wartete, einen armen Goblin wie ihn zu zerfleischen. Außerdem ist er schwach und kann schlecht kämpfen und selbst wenn, er kann ja nicht einmal den Feind sehen. Von Magie und Technik versteht er nichts und auch die geistigen Wissenschaften kennt er nicht.
Stärken: Um seine Blindheit zu kompensieren, kann er viel besser hören und riechen als andere. Illusionen können ihn deswegen auch nicht täuschen. Da er außerdem weder lesen noch schreiben kann, hat er ein brillantes Gedächtnis. Auch ein gewisse Wortgewandtheit zählt zu seinen Fähigkeiten. Dunkelheit macht ihm nichts aus.
Lebensgeschichte: Sarion wurde als Sohn einer selbst für einen Goblin ziemlich hässlichen Goblinfrau geboren. Sein O-beiniger Vater sah den Sohn erst an, dann seine Frau, dann wieder seinen Sohn und dann wieder seine Frau. „Ist das mein Sohn?“, fragte er ungläubig. „Ja...“, meinte seine Frau, die genauso bleich war wie der Vater. Dann schwiegen sie beide einige Zeit lang. Das Kind war klein und hässlich, was wohl alle Goblinbabys sind, aber dieses war noch viel kleiner und noch viel hässlicher als alle anderen.
Mit einem Jahr hielten ihn seine Eltern für geistig behindert. Wenn man dem Kind einen Gegenstand vor die Nase hielt und dann hin und her bewegte, reagierte das Kind gar nicht. Aber wenn die Mutter etwas sagte, dann schien es dennoch zu reagieren. Erst nach einiger Zeit erkannte man, dass Sarion blind war.
Als Sarion aufwuchs, wurde klar, dass er die Schande der Familie war. Seine Eltern schämten sich für dieses Kind und behandelten es auch dementsprechend. Das Leben war hart und auch Kinder mussten mitarbeiten, aber Sarion konnte einfach nichts. Wenn man ihm eine Spitzhacke gab, dann musste er erst einmal die halbe Wand abtasten, bis er ein Stück Eisenerz fand, das er rausschlagen konnte. Auch das Raustragen von Gesteinsschutt war nichts für ihn. Mit einem großen, schweren Korb voller Steine auf dem Rücken stolperte er häufig, weil es unmöglich war, die Umgebung abzutasten.
Danach versuchte man ihm die Mechanik beizubringen. Auch das war schlecht, denn Sarion musste erst einmal die Maschine von oben bis unten abtasten, um sich ein Bild von ihr zu machen. Und wenn die Maschine kaputt war, musste er sie erneut von oben bis unten abtasten, um den Fehler zu finden. Das dauerte einfach viel zu lange. Ein Leben als Gelehrter, Heiler oder Magier war auch nicht möglich für Sarion, denn er konnte ja nicht die Fachliteratur lesen, die man dafür brauchte.
Weil er eben nichts konnte, wurde er schlichtweg aus der Goblinhöhle rausgeschmissen. Er wanderte durch die Welt und bettelte, um zu überleben. Schließlich schritt Sarion eines Tages durch die Straße eines kleines Dorfes und hörte plötzlich, wie ein alter Mann eine Geschichte erzählte. Einige kleine Kinder saßen in einem Halbkreis um den Mann und hörten wie gebannt zu. Der Goblin wollte dann auch Geschichtenerzähler werden, denn so wie der alte Mann von den Kindern bewundert wurde, so wollte er auch sein. Er wollte als Lebewesen anerkannt werden.
So reiste er durch die Welt und erfand spannende Geschichten, die er den Leuten für ein paar Münzen erzählte.
Inventar:
- einen kleinen Geldbeutel mit 10 Fuchsmünzen (100 wären unrealistisch, immerhin ist er ein Bettler)
- seine schmutzige, stinkende Kleidung
- einen Blindenstock aus Eichenholz
Religion: Sarion ist weder ein Gläubiger, noch ein Atheist. Er bezeichnet sich selber als "Agnostiker", was so viel bedeutet, wie dass er nicht an die Götter glaubt, aber ihre Existenz auch nicht ausschließt.


