Caleb

Spieler kommen und gehen, Charaktere verschwinden spurlos oder sterben ruhmreich. Niemand soll vergessen werden. Deshalb findet ihr hier die Steckbriefe ehemaliger (Spieler-)Charaktere.
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Caleb

Beitrag von Caleb » Donnerstag 29. Dezember 2011, 21:53

Calebs Steckbrief
Dem König zu dienen, ist unsere Pflicht und eine Ehre, die über keiner anderen steht.
Name:

Die beringte Hand schwang in einer fortwerfenden Geste durch die Luft und zeigte nur zu deutlich, wie gelangweilt der König war. "Dann nennt es Caleb und bringt es in die Unterkünfte." Der Blick wandte sich ab, größeren, bedeutenderen Dingen zu und der Soldat in voller Rüstung, der das Bündel angewidert von sich weg hielt, übergab es einer Frau, die an der weiter entfernten Wand mit gesenktem Kopf stand und erst dann aufblickte, als ihr das Kind in die Arme gedrückt wurde. Behutsam nahm sie es an sich und verschwand durch eine kleine Tür in den Dienstbotentrakt.

Amon ist ein Name, den Caleb seit Jahren nicht mehr benutzt, obwohl ihm seine Mutter eben diesen gegeben hatte. Doch Caleb ist jener, den er vom König erhielt und somit wiegt dieser schwerer als alles andere. Beide bedeuten treu, doch während Amon auch für einen tüchtigen Arbeiter steht und somit im niederen Volk eine gewisse Beliebtheit genießt, ist der Name Caleb eine Erniedrigung an sich. Er bedeutet Hund, treuer Diener des Herrn.

Und Caleb ist stolz auf diesen Namen.

Rasse:

Große, geschlitzte Augen starrten in die ebenso großen Roten zurück, die so nah herangekommen waren, um überhaupt etwas zu sehen. Kleine Finger streichelten über flauschiges Fell und fanden Gefallen daran. Vergnügtes Schnurren, verspieltes Knabbern an weichen Fingerkuppen bis Blut hervor trat. Heiße Kindertränen. Feylin lachte ob diesem Streich seines Sendeboten und weinte, als dieser Sonnenumläufe später verbrannt wurde.

Als Kind wurde Caleb - ursprünglich ein Mensch - beim Spielen mit einem Katzenbaby in der Schlossküche gebissen. Nur eine kleine Wunde am Finger, aber wie sich bald herausstellte, hatte die Katze einen Mischlingsvirus in sich getragen. Zum Glück war die Verletzung wirklich klein gewesen und so behielt er seine menschliche Gestalt zum größten Teil und wurde auch sonst lediglich wenig durch diesen Unfall beeinflusst, dennoch ist Caleb von diesem Moment an ein Hybrid.

Alter:

15

Geschlecht:

männlich, auch wenn er oft genug für weiblich gehalten wird

Beruf:

Der Schlag kam hart und ohne Zurückhaltung. Die Wucht saugte ihm die Luft aus der Kehle und er spuckte Speichel und Magensäure auf die blank polierten Marmorfließen. Die Hand mit den beringten Fingern entballte sich. "Denk daran, wenn du das nächste Mal wagst den Prinzen mit deinen schmutzigen Fingern zu berühren." Die Schritte verhallten in den weitläufigen Korridoren. Eine sanfte Hand legte sich auf seine Schulter. "Alles in Ordnung? Du hast nichts falsch gemacht. Ich weiß nicht, warum der König-" "Doch, es war meine Schuld. Ich habe die Ehre des Prinzen beleidigt, als ich versuchte, ihm vor dem Hinfallen zu bewahren. Kein Adliger würde sich eine solche Schmach gefallen lassen. Ich habe es verdient-" "Du hast ihn kaum am Ärmel berührt, der König hat seinen Sohn gestützt, bevor er hinfallen konnte. Du hast nichts-" "Der König hat recht gehandelt und ich kann froh sein, dass mich der Prinz nicht aus seinen Diensten entlassen hat. Ich geh in die Küche, es gibt viel zu tun!"

Der mitfühlende Blick verfolgte ihn schon lange, und würde es noch Jahre danach.


Als Diener des Prinzen von Grandessa genießt Caleb keinerlei Rechte, erhält kein Gehalt außer dem Essen und der Unterkunft und steht in keinster Weise über der restlichen, niederen Bevölkerung - zumindest auf den ersten Blick. Wenn man ehrlich ist, liegt der Wert seiner Mahlzeiten und seiner Bettstatt weit über dem, was ein durchschnittlicher Handwerker oder Landwirt in drei Monaten verdient. Geld sieht Caleb dennoch nur, wenn er für das Könighaus Besorgungen erledigt.
Zu seinen Pflichten als einer der Leibdiener des Prinzen gehört, ihm jeden Wunsch praktisch von den Lippen abzulesen, und wenn ihn der Prinz mal nicht braucht, dann ist er immer noch sämtlichen anderen Aufgaben, die in der Küche oder anderweitig anfallen, unterworfen. Als Küchenjunge arbeitete er praktisch schon, seit er auf einem Stuhl stehend über die Tischplatte schauen konnte. Reinigung des Palastes, Wäsche des Königshauses, Botengänge innerhalb des Schlosses, pflegen der Gartenanlagen, er muss überall helfen. So gesehen ist er neben denen, die für gewisse Arbeiten ausgebildet wurden wie Gärtner oder Köche, ein Diener für alles.

Heimat:

Das bösartige Grinsen legte sich wie ein Fluch über den armen Landwirt. "Den Zehnten nicht zahlen zu wollen ist ein schweres Vergehen, das mit dem Kerker bestraft werden kann, oder schlimmerem." "Aber wir können uns und unsere Kinder nicht ernähren, wenn-" "Niemand hat euch gebeten acht Bälger in die Welt zu setzen!" "Aber ohne meine Söhne könnte ich die Arbeit auf dem Feld nicht erledigen und Arbeiter anzustellen ist zu teu-" "Der Zehnte ist heute fällig und dabei bleibt es. Wenn du dem König kein Getreide geben kannst, muss du etwas anderes dafür hergeben." Das Grinsen vertiefte sich. Der Landwirt sah seine Not berghoch über sich aufragen und ergab sich davor. "Meine Frau hat vor drei Tagen einen Sohn geboren, Amon, er wird dem König gut dienen." Der Steuereintreiber frohlockte. Der König hatte sicher genug Diener, aber der Landwirt würde sich nach diesem Jahr hüten den Zehnten nicht zu zahlen, wenn er nicht noch einen Sohn verlieren wollte. Und der Landwirt grinste ebenso, wenn auch innerlich. Diese nutzlose Missgeburt loszuwerden, hatte er sich schwerer vorgestellt.

Ein fairer Handel.


Seine Heimat liegt in Bernar, aber weder hat er diesen Landstrich jemals gesehen, noch kennt Caleb seine Eltern. Grandea ist seine wahre Heimat. Die Hauptstadt hat er nie verlassen und nur selten auch nur den äußeren Ring gesehen, in den er auch gar nicht weiter wollte. Im inneren Ring, wo er die Besorgungen zu erledigen hatte, war er öfter unterwegs und das Schloss des Königs, wo er sein Leben bisher zugebracht hat, kennt er so gut wie auswendig, obgleich seiner Größe. Caleb hatte noch nie das Gefühl, dass es ihn irgendwo anders hintreibt und wenn es nach ihm ginge, würde er auf ewig der Königsfamilie dienen.

Gesinnung:

Die Sonne war untergegangen, die letzten Fetzen ihres Abbilds färbten den Horizont noch violett, da kam eine Stimme vom oberen Bett herunter. "Hast du gehört, dass sich unser König mit dem dunklen Volk verbündet haben soll?" Caleb starrte hinauf zu dem Gesicht des Küchenjungen, der oft mit ihm Dienst schob. "Es schlägt gleich zur Nachtruhe, du solltest jetzt nicht anfangen Gerüchte zu verbreiten." "Und wenn es so ist? Was denkt er sich dabei?" Leere Augen antworteten ihm. "Hast du je einen aus dem dunklen Volk gesehen? Woher willst du wissen, dass sie so schlecht sind? Der König hat sicher gute Gründe dafür, wenn es wahr ist." "Hallo? 'Dunkles' Volk heißen sie ja nicht umso-" Die Glocke schlug, Caleb schloss die Augen und atmete sofort ruhiger, von oben kamen verwirrte Blicke, aber kein weiteres Wort.

Sich selbst würde Caleb wohl als gut gesinnt bezeichnen und ein bösartiger Mensch ist er keineswegs, allerdings folgt er beinahe blind seinem König und vor allem dessen Sohn, womit er sich wohl unbewusst auch auf böse gesinnte Dinge einlassen könnte. Alles in allem würde er das aber niemals wissentlich tun, also wenn er erkennt, dass es sich dabei um eine offensichtlich böse Tat handelt, vor der man, so gut man sich auch selbst belügt, nicht die Augen verschließen kann. Im Grunde ist er ein guter Mensch, er hat kaum Vorurteile und begegnet damit auch offensichtlich schlecht gesinnten Menschen vorerst mit Neugier, denn vielleicht waren gehörte Dinge über ein Volk oder eine Rasse ja auch völlig übertrieben? Woher sollte ein einfacher Diener, der den Palast fast nie verließ, solche Dinge auch wissen?

Magie:

§ 11: Dem niederen Volk sei das Anwenden von Magie irgendeiner Art verboten, sofern es nicht unmittelbar mit dem Ausüben ihrer beruflichen Tätigkeit in Verbindung steht oder auf Wunsch eines von der königlichen Familie privilegierten Adligen erlaubt wird. Magische Universitäten sollen niemanden aus dem niederen Volk aufnehmen, sofern nicht ein vom königlichen Siegel bestätigtes Empfehlungsschreiben vorliegt.
~Gesetzeskatalog Seiner königlichen Mäjestät, des Königs von Grandessa~


Mit Ausnahme der Runenliste, die er komplett auswendig kennt, besitzt er keinerlei sichtbaren magischen Fähigkeiten. Was jedoch nicht bedeutet, dass Caleb magisch unbegabt ist. In Wahrheit besitzt er ein erstaunliches Potenzial, wenn es um Schelmenmagie geht. Da sie aber noch nicht in ihm erweckt wurde, ist unklar, ob es sich dabei um bunte oder graue handelt. Das wird sich erst in seinem weiteren Lebensweg entscheiden, also ob dieser für ihn glücklich oder doch eher schlecht verläuft. Sollte seine magische Kraft überhaupt einmal zu Tage treten. Außerdem ist für ihn selbst das Einsetzen von Magie verboten, also zieht er es gar nicht erst in Erwägung.

Sprache:

Miau?!

Neben Celcianisch und Garmisch, die er am Hof des Königs - wenn auch nicht mit Erlaubnis - gelernt hat, beherrscht er noch die Sprache der Katzen. Ob das auch auf Großkatzen zutrifft, weiß Caleb nicht, mit den Hauskätzchen, die immer an der Küchentür schnurren und nach Milch betteln, welche sie von ihm auch bekommen, kann er sich dafür sehr angeregt unterhalten. Offensichtlich kommt diese Fähigkeit von seiner hybriden Seite.

Religion/Glaube:

Der Tempel Grandeas. Seit seiner frühen Kindheit kam er hierher und betete für Stärke und Hoffnung. Selbst als junger Mann treiben ihn seine Füßen immer wieder hierher, er legt eine kleines, selbstgeschriebenes Gedicht als Opfergabe auf den Altar, die Handflächen aufeinander und die Finger einer Sonne gleich gespreizt und betet:
Feylin, höre meinen wiederholten Ruf.
Schenke mir die Kraft, die spottenden Blicke zu missachten,
gegen alle Vorurteile zu bestehen und so meiner geliebten Königsfamilie dienen zu können,
wie es kein anderer könnte.

Nicht mehr und nicht weniger, seit Jahren.


Aussehen:

Bild

Caleb hat ein sehr weibliches Aussehen und trägt, wie es sich für einen Diener gehört, nur dunkle, eintönige Kleidung. Braun, schwarz und grau sind unter der allgemeinen Dienerschaft die häufigsten Vertreter, aber er selbst bevorzugt schwarz und grau, was ihn noch blasser wirken lässt.
Seine Haar- und Hautfarbe sind Zeugen seiner Krankheit, denn Caleb leidet unter vollständigem Albinismus. Seine Augen haben roten Streifen und Pupillen, wobei letztere leicht gestreckt sind, sodass die Form von Katzenaugen angedeutet wird. Menschenohren besitzt er ebenso wenig, sondern hat weiter nach oben versetzte Katzenohren und leicht angespitzte Eckzähne. Ansonsten hat sein hybrider Virus keine Spuren hinterlassen.
Sein weibliches Erscheinungsbild unterstützen seine schlanke Figur und die schulterlangen Haare. Er trägt sie so lang, um das Fehlen normaler Ohren zu verdecken und die Kapuze, um die katzenartige Form zu verstecken. Hybriden werden nämlich noch schlechter behandelt als das niedere Volk und Menschen mit offensichtlichen Genkrankheiten wie Albinos erst recht, somit ist er selbst unter der Dienerschaft oft ein Opfer von Spott, vor allem wenn aufdringliche Kerle erfahren, dass er gar kein Mädchen ist.

Persönlichkeit:

Das Licht des Raumes blendete ihn und die mit Gold geschmückten Wandverzierungen machten es nicht besser, aber Caleb war daran gewöhnt mit gesenkten Kopf vor den Prinzen zu treten und einen Abstand zu halten, der sich daran orientierte, wann die Schuhe des Thronerben in sein Blickfeld kamen. Dieser zog sich gerade für einen hoheitlichen Empfang um und er trug die beiden Gewänder auf Bügeln mit sich, zwischen denen der Prinz wählen sollte. An der langen Pause und dem grübelnden Schmunzeln konnte Caleb ablesen, dass sich der Mann nicht entscheiden konnte - der "Prinz" war sieben Jahre älter als er selbst. "Welches würdest du nehmen?" "Eure Entscheidung kann gar nicht schlecht ausfallen, Euer Exzellenz. Beide sind vom selben Meisterschneider und gleich erlesen, Hoheit." Der Prinz lachte: "Wie immer. Keine klare Antwort, aber ich habe dich um eine eben solche gebeten." Caleb stockte. Man fragte Diener nicht nach ihrer Meinung, aber er spürte den Blick des Gegenüber abwartend auf sich ruhen. Nach langem Zögern streckte er das Goldweiße hervor. "Und der Grund für diese Entscheidung?" "Majestät?" "Warum sollte ich seinen Rat berücksichtigen?" Wieder ein langes Schweigen. Der Prinz musste wohl glauben, er wäge seine Worte ab, aber die Zeit brauchte Caleb, um sich zu überwinden. Er schluckte: "Euer Vater wird Purpur tragen, würdet Ihr das ebenfalls tun, sähet ihr aus wie ein... ähm... Abklatsch Eures Vater. Golden als zweites Machtsymbol Eurer Flagge und weiß wie die Königslilie in Euren Gärten, so würdet Ihr Euren Vater in seiner Stellung unterstützen und gleichzeitig Eure Unabhängigkeit von ihm zeigen, mein Herr." "Und du tust immer so, als würdest du keine Ahnung haben.", entgegnete der Prinz und nahm sich das goldweiße Gewand. "Malestät?" Ein Lachen antwortete ihm auf seinen verwirrten Blick. Mit einer Handbewegung wurde er gerufen, um beim Ankleiden zu helfen.

Allgemein ist Caleb ein freundlicher Junge, aufgeschlossen und wissbegierig, aber ein Leben als Knecht kann da einige Defizite hervorrufen. So ist er zwar immer noch stets höflich und nett, aber hält sich stark zurück, was das Einbringen seiner eigenen Meinung angeht und gibt nie offen zu, an irgendetwas interessiert zu sein, dass nicht mit seinen Aufgaben als Diener zu tun hat, was allgemein verpönt ist. So hat er eigentlich keine Hobbies und widmet sich ausschließlich seinen Aufgaben am Hof. Unterwürfig und zurückhaltend, in einigen Fällen und im Bezug auf Fremde sogar schüchtern, entspricht er sehr dem Sinnbild eines Dieners, der nie spricht, ohne gefragt zu werden, der keine eigene Meinung hat und vor allem arbeitsam ist. Doch Caleb ist auch klug und geistig vielen Adligen überlegen, gesteht sich dies aber selbst nicht ein, genauso wie er sich jedes andere Talent, das er besitzt, nicht zugesteht. "Ich bin ein Diener, was kann ich schon?", ist ein begleitender Gedanke. Warum sollte er etwas besser können als der König oder dessen Familie? Nichts könnte ihn besser machen als diese erlauchten Herrschaften.
Aber auch wenn er seinen Beruf liebt, kann man ihn noch nicht ganz als fanatisch abstempeln, denn er hat eine Meinung sagt sie nur nie, zeigt Interesse für Bücher, Kunst und Musik, nur nicht offen, und ist von Zauberei fasziniert, würde sich aber nie trauen, es selbst zu probieren. Andere Einflüsse könnten ihn aber ebenso aus diesem Schema rausholen.

Stärken:

Was keiner weiß, ist, dass Caleb über ein unglaublich genaues fotografisches Gedächtnis verfügt, das es ihm unter anderem erlaubt hat, das Lesen und Schreiben zu erlernen. Ihm wurden eigentlich nur wenige Wörter beigebracht, aber er konnte mit den wenigen Buchstaben, die er gelernt hatte, in Büchern, die er in die Finger bekam, damit andere Wörter rekonstruieren und so neue Buchstaben begreifen, die vorher für ihn keinen Sinn ergeben hatten. So lernte er lesen, was er mit einer unglaublichen Geschwindigkeit beherrscht, womit er praktisch nur Sekunden für eine Seite braucht und da er alle Buchstaben fotografisch abgespeichert hat, kann er sie auch ebenso schreiben.
Damit kann er etwas, zu was so gut wie kein gewöhnlicher Diener befähigt ist, und da er sich als angeblicher Analphabet immer noch für Putz- und Aufräumdienst in der Bibliothek einfinden darf, kommt er auch ab und an dazu seinen Wissensschatz heimlich zu erweitern. Somit hätten wir auch den Grund, wieso er sämtliche Runenzeichen kennt und Garmisch kann. Außerdem hat er sich, da er nicht selbst entscheidet, wo er putzen muss, ein völlig zufälliges Allgemeinwissen aus wahllos herausgezogen Büchern angeeignet.

Eine weitere Stärke, die er durch seinen lebenslangen Aufenthalt am Hof hat, ist, dass er mit sämtlichen höfischen Sitten vertraut ist und auch in der Lage ist, sich so zu bewegen und so zu sprechen, wie es Adlige tun. Würde er das Selbstbewusstsein aufbringen, vornehme Kleider besitzen und so einem königlichen Ball beiwohnen, niemand würde erraten können, dass er kein Adliger ist.

Auch äußerst nützlich ist, dass er in seiner Zeit als Diener viele verschiedene Aufgaben erledigen musste. Kochen ist seine größte Stärke, die er nicht nur rein oberflächlich beherrscht. Als Koch in einem etwas höher gestellten Gasthaus würde er sicher gut zurechtkommen. Auch kann er Kleider waschen, die besonderer Pflege bedürfen wie Seide und ähnlich rare, empfindliche Stoffe. Caleb hat Erfahrung im Putzen, Gärtnern, Backen und wäre er nicht so schmächtig, würde er einen passablen Arbeiter abgeben.

Weniger wichtig wäre sein etwas verbessertes Gehör durch die leichte Katzenmutation. Katzen an sich sind Tiere, die sich mehr auf ihre Augen als ihre Ohren verlassen, dennoch hören sie besser als Menschen und so auch Caleb. Trotzdem ist sein Gehör nur in etwa auf 150% im Vergleich zum Menschlichen, also nicht so viel besser.

Schwächen:

Seine Erbkrankheit, der Albinismus in seiner schlimmsten Form, raubte ihm 90% seiner Sehkraft und machte ihn äußerst anfällig für Sonnenbrand, doch dank seiner später hinzugewonnenen Katzengene lindert sich zumindest der Zustand seiner Augen. Zwar sind sie immer noch halb rot unterlaufen, doch nicht mehr so lichtempfindlich, da Katzen wegen ihrer schlitzartigen Pupillen z.B. direkt in die Sonne schauen können. Auch hat sich sein Sehvermögen auf 50% erhöht, obwohl er damit auch weiterhin extrem kurzsichtig ist. Allerdings sieht er in der Nacht genauso gut wie jeder andere Mensch. Gut für ihn, denn besonders Putzarbeiten werden oft nachts erledigt, um die Adligen den Anblick arbeitender Diener zu ersparen.

Wenn man jetzt annehmen würde, Caleb würde in einen Kampf verwickelt: Was sollte er tun? Außer ein paar Runen, die er im Leben nicht verwendet hat, besitzt er keinerlei Ausbildung mit dem Schwert, ist vielleicht flink und schnell, aber ziemlich kraftlos und kann dazu bei Tageslicht kaum schnelle Bewegungen wahrnehmen - wer kauft seinen Dienern schon so etwas wie Brillen? Viel zu teuer!

Zudem hat er keine wirkliche Ahnung vom 'wahren' Leben. Er hat nie unter freiem Himmel geschlafen, so gesehen noch nicht einmal Grandea verlassen und ist somit auf eine bestimmte Art und Weise weltfremd. Alleine würde er gar nichts auf die Reihe kriegen, er hätte ja nicht einmal Geld, um selbst in einer Stadt zu überleben. Sollte er jemals vom König entlassen werden, was würde aus ihm werden?

Lebensgeschichte:

Als achter Sohne einer Bauern wurde - damals noch Amon heißend - Caleb im Alter von wenigen Tagen an den König von Grandessa verkauft, um dem Vater die Zahlung des Zehnten für ein Jahr zu erlassen. Seitdem kümmerte sich eine der Leibdienerinnen des Königs namens Imella um ihn. Sie war eine strenge Frau, im Aussehen wie im Charakter, und erzog ihn zu jemandem, der vor dem König den Rücken krümmte und den Kopf bedeckt hielt.
Mit zarten drei Jahren wurde er von einer jungen Katze gebissen, als er ihr spielerisch den Finger ins Maul steckte, da er die kleinen Zähne, die so auf der Haut krabbelten, niedlich fand. Aber das Kleine konnte auch anders und so wurde ein Virus auf ihn übertragen, der ihn teilweise zum Hybriden machte. Ein wenig war dies sogar vorteilhaft für Caleb gewesen, denn seine fast schon an Blindheit grenzende Sehschwäche wurde dadurch deutlich aufgehoben und er konnte ein normaleres Leben führen - während da nicht die ständigen Schikanen gewesen. Als Albino und Hybrid befindet man sich am königlichen Hof am Ende der Nahrungskette.
Doch Caleb war ein fleißiges Bürschchen.
Sein unbedingter Gehorsam und das schweigsame Ertragen sämtliche Spott erregten mit der Zeit Aufmerksamkeit. Er wurde für seine schnelle Auffassungsgabe und das gründliche Erledigen seiner Aufgaben gelobt und als adlige Leute anfingen, um den Junge zu werben und ihn dem König abkaufen wollten, der sicher keinen Albino und Hybriden um sich haben wollte, lehnte dieser kategorisch ab. Es gefiel ihm, etwas zu besitzen, das andere Adlige begehrten, obwohl er den Anblick des Jungen abscheulich fand. Tatsächlich waren die ersten Anfragen adliger Herren eher anderes begründet, denn mit elf sah Caleb wie ein vielversprechendes Mädchen aus, und die Gedanken solcher Leute sollten hier lieber nicht weiter ausgeführt werden.
So aber kam Caleb in die Dienste des Prinzen. Damit verspottete der König alle Adligen, die nach dem Jungen gefragt hatten, eine kleine, unbedeutende politische Geste, aber etwas, dass sich der gerissene König nicht hatte nehmen lassen wollen. Dennoch, als einer von vielen Leibdienern des Prinzen, wurden nun weit höhere Anforderungen an ihn gestellt, doch unter Anleitung seiner Ziehmutter bewältigte er sie meisterhaft.
Mit elf begann er auch heimlich in der Bibliothek zu schnüffeln, denn die Diener des Prinzen mussten ihm manchmal Bücher reichen, wenn dieser zu einer Lesestunde dorthin ging, oder aber wenn er sich eine Abendlektüre aufs Zimmer beorderte. Das Interesse für Wissen wurde so ungemein angefacht und durch seine schnelle Art zu lesen reichte manchmal ein langsamer Gang durch die Bibliothek und hinterher wieder zurück, um ein mitteldickes Buch durchzuarbeiten.
So führte Caleb bisher ein äußerst ruhiges Leben in Treue und beinaher Gleichgültigkeit. Er erledigte seine Aufgaben gewissenhaft und beschwerte sich nie.
Ein Diener, wie ihn sich jeder Adlige in Grandessa gewünscht hätte.

Inventar:

Diener besitzen in Grandessa kein Eigentum. Selbst ihre Kleidung gehört, wie sie selbst, offiziell dem König.

Tierische Begleiter: -

Einstiegspost:

Der südliche Teil Celcias ‹ Das Königreich Grandessa ‹ Die Hauptstadt Grandea ‹ Der Innenring ‹ Das Schloss Grandeas
Zuletzt geändert von Caleb am Mittwoch 4. Januar 2012, 23:10, insgesamt 3-mal geändert.

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