Serina Taavi

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Serina
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Serina Taavi

Beitrag von Serina » Montag 28. November 2011, 20:45

Serinas Steckbrief
Aleas Zweitcharakter
Name
Serina Taavi

Rasse
Tabiki

Alter
17 Jahre

Geschlecht
Weiblich

Beruf
Vogelzüchterin

Heimat
Das Dorf Hajikya im Urwald Kapayu

Gesinnung
Neutral mit einem Hang zum Guten

Magie
Serina besitzt keine göttlichen Gaben, hat aber Respekt vor den Tabiki, auf die das zutrifft. Unter den Begriff Magie kann sie sich nichts vorstellen.

Sprachen
Tabija
Celcianisch

Religion/Glaube
Serina glaubt an die Götter Ilani und Iaszar, zu denen sie täglich betet, besonders aber zu Ilani, wie für Frauen ihres Volkes typisch.

Aussehen
Im Grunde sieht Serina wie eine gewöhnliche Tabiki aus und fällt mit einer Körpergröße von 1,52 m auch nicht weiter unter ihnen auf. Und doch spürt sie immer wieder die Blicke anderer auf sich. Sie ist sich bewusst über ihre Ausstrahlung und genießt die Beachtung und damit stille Bestätigung der anderen. Ihre Augen sind grün wie der Dschungel selbst, nur ungewöhnlich klar und hell für eine Tabiki, sodass ihr Blick meist sehr intensiv wirkt. Oft glitzert es schelmisch oder herausfordernd aus ihnen, auf den schmalen, oft spröden Lippen findest sich dann ein ebensolcher Ausdruck. Ihr Gesicht ist schmal geschnitten, ausgeprägte Wangenknochen und ein spitzes Kinn geben ihm markante Züge und lassen Serina strenger wirken als sie ist. Neben ihren Augen fallen besonders die Tätowierungen in ihrem Gesicht auf, zwei Linien, die sich symmetrisch gespiegelt über ihr Gesicht ziehen. Sowohl auf der linken als auch auf der rechten Gesichtshälfte verläuft eine der fingerbreiten Linien. Jede von ihnen beginnt an der Schläfe, verläuft in Form eines Bogens über das Auge in Richtung der schmalen Nase und wieder zurück bis auf Höhe der Mundwinkel. Sie haben die Farbe von Kupfer und heben sich daher deutlich von der sonst blassen, wie Bronze schimmernden Hautfarbe ab.

Ihre Haare fallen ihr glatt bis zu den Ellenbogen hinab, haben eine dunkelbraune Farbe und sind mit feinen Strähnen hellerer Farbtöne durchsetzt. Sie macht kein Kunstwerk aus ihren Haaren, sondern bindet sie meistens zu einem einfachen Zopf zusammen, flechtet vielleicht einmal Strähnen darin, aber dann nicht sehr sorgfältig. Hier und da finden sich eingefädelte Nüsse, Federn oder Perlen, die ihr Haar dezent verzieren. Der schräg geschnittene Pony endet knapp über den Augen und sie fühlt sich oft gezwungen, ihn zur Seite zu streichen, weil er sie immer wieder stört.

Ihr Körper ist drahtig und sehnig gebaut. Durch verschiedene Ausflüge in den Dschungel, Wettrennen und akrobatischen Kletterpartien, hat sich ihr Körper zu dem einer durchtrainierten Tabiki entwickelt, die vor allem an Bauch, Waden und Armen Muskeln aufweisen kann. Dennoch besitzt sie ein durchaus weibliches Aussehen, auch wenn sie aus gleichem Grund keine ausgeprägten, fraulichen Rundungen vorweisen kann, doch mit dem Problem mögen viele Tabiki-Frauen kämpfen. Sie ist stolz auf ihren schlanken Körper, an dem sich kein unnötiges Fettpölsterchen findet, und zeigt diesen auch gerne.
Daher ist es nicht verwunderlich, dass sie nicht mehr trägt als die Norm verlangt. Ihre Haut scheint zunächst makellos und weich zu sein, doch beim genaueren Hinsehen entdeckt man immer wieder Kratzer von Tieren oder Narben von vergangenen Schnittwunden oder kleineren Unfällen, die Serinas zeitweilige Ungestümtheit bezeugen. Auch an ihren Händen erkennt man, dass sie Arbeit nicht scheut.

Sie trägt einen einfachen Lendenschurz, der aus mehreren unterschiedlichen Lederstücken zusammen geflickt wurde. Er liegt ihr locker um die Hüfte und endet in Höhe der Oberschenkel. Am oberen Saum wurden mehrere Schlaufen und breite Bänder angenäht, an welchen sie zwei kleine Beutelchen trägt. Der eine beinhaltet verschiedene Pflanzen, der andere ist mit Munition für ihre Schleuder gefüllt. Eben diese befestigt sie neben einem kleinen Messer, das sie benutzt, um die Pflanzen abzuschneiden, und ein Jagdmesser ebenfalls dort.
Ihre spärliche Oberweite verbirgt sie unter einem Lederstreifen, der in einer geraden Linie über sie hinweg läuft und im Rücken fest verschnürt ist. Ihre Kleidung, die aus nichts weiter besteht, wird von einzelnen Fellstreifen, Perlen und Knochen verziert, wobei nicht viel Platz für Dekoration bleibt. Schuhe trägt sie keine, denn es gibt für sie nichts Schöneres, als den Waldboden unter den Füßen zu spüren. Schmuck hat sie nur wenig, aber an Hand- und Fußgelenken trägt sie mehrere lederne Armbänder und um den schlanken Hals einfache Ketten, wobei nichts davon eine besondere Bedeutung für sie hat.

Persönlichkeit
Serina ist eine sehr freundliche und fröhliche Tabiki. Ihr Selbstbewusstsein wirkt auf viele im ersten Moment oft abschreckend, dabei ist Serina sehr umgänglich und sieht alles lieber ein bisschen zu gelassen als zu ernst. Durch ihre offene Art und Weise schließt sie schnell neue Bekanntschaften. Manchmal ist sie auch ein bisschen zu offenherzig, doch nur sehr wenige Tabiki kennen Schamgefühl, Serina gehört eindeutig nicht dazu. Sie macht sich sogar gerne einen Spaß daraus, andere Männer mit ihrem freizügigen Aussehen und charmanten Art zu necken, sodass es manchmal so scheint, als wäre ihre Kleidung unnötiges Beiwerk, als das sie sie auch tatsächlich oft empfindet.

Sie hat Humor, macht gerne Unsinn und lacht gerne. Sie genießt ihr Leben und ist fast für jeden Spaß zu haben, der Unterhaltung verspricht. Doch sie kann auch ernster sein, wenn es die Situation erfordert und ist eine ehrliche, wobei einfühlsame und weniger direkte, Gefährtin. Ihrer Familie und Freunden gegenüber ist sie loyal und treu und handelt auch dementsprechend. Gleiches erwartet sie auch von ihnen und vor allem in diesem Punkt kann Serina sehr nachtragend sein.

Alles in allem ist sie ein praktisch denkender Mensch und tut, was notwendig ist, auch wenn sie selber dabei zu kurz kommt. Sie ist eine Harmonie bedürftige Tabiki und nimmt zur Aufrechterhaltung dieser auch viel auf sich, wenn es sein muss. Trotzdem kann auch sie emotional werden und sich von Gefühlen leiten lassen, dies geschieht aber eher in Extremsituationen. Ansonsten wird sie von einer natürlichen Neugierde getrieben. Da so vieles unvorstellbar für sie ist, möchte sie nichts lieber als die Welt außerhalb des Dschungels kennen lernen. Zuerst nur ein kleines Licht, entwickelte sich diese Neugierde über die Jahre zu einem heißen Feuer, das sie immer wieder in den Dschungel treibt. Sie weiß, dass sie nicht alleine in diesem herum streifen sollte, doch in Serina schlägt das Herz eines neugierigen Kindes und eines abenteuerlustigen Entdeckers, auch wenn sie sich selbst noch nicht darüber bewusst ist.

Sie ist sehr naturverbunden und freiheitsliebend. Barfuß über den Waldboden laufen, durch den Kapayu rennen und in seinen Flüssen schwimmen ist für sie das höchste der Gefühle und vermittelt ihr die geliebte Freiheit. Vermutlich würde sie sich auch deshalb nicht darum scheren, besäße sie keinerlei Kleidung.

Schon so mancher Tabiki beneidete sie um ihrem Mut, wobei sie alles mit einer gesunden Vorsicht betrachtet und sich lieber rechtzeitig wieder zurück zieht, als sich waghalsig in Gefahr zu stürzen. Unter anderem auch, weil sie die Warnungen ihrer Mutter und ihres Bruders nicht einfach in den Wind schlagen kann, wie sie eigentlich meistens möchte. Was ihre Familie angeht, ist sie jedoch sehr gehorsam und manch einer möge sich wundern, dass sie doch Ohren hat und von Zeit zu Zeit auch still sitzen bleiben und gehorchen kann. Denn Manieren und Höflichkeit hat sie gelernt, nur wenn sie kann, betrachtet sie diese Werte nicht so ernst, wie es ihre Mutter manchmal hätte.

Der Glaube spielt in ihrem Leben eine große Rolle. Täglich betet sie und ist der festen Überzeugung, dass sie ein von den Göttern vorbestimmtes Schicksal hat. Daher führt sie erfreuliche wie auch unerfreuliche Zwischenfälle auf den Willen Ilanis zurück. Das kann sie starrsinnig und dickköpfig werden lassen. Sie ist nicht nur abergläubig, sondern auch leichtgläubig und oft zu gutgläubig. Sie kennt nichts außer ihrer Heimat, weshalb sie Wahrheit und Lüge diesbezüglich schwer beurteilen kann. Diese Weltfremdheit lässt sie oft naiv wirken und handeln.

Fremdem gegenüber ist sie grundsätzlich misstrauisch und vorsichtig gegenüber - ob Mensch, Tier oder Ort. Alles, was nicht in ihre gewohnte Umgebung gehört, wird wachsam beobachtet, wobei man oft nicht sagen kann, ob die Neugierde oder die Vorsicht in ihr überwiegt. Ein alt bekanntes Problem, das sie schon öfter in komplizierte Situationen brachte.

Stärken
Früher gehörte Serina zu den schnellsten Sprintern und das hat sich bis heute kaum geändert. Sie hat ein gutes Körpergefühl, ist nach Aussagen anderer flink und wendig wie ein Fisch, kann klettern wie ein Affe und schleichen wie eine Katze.
Den Umgang mit der Schleuder hat sie von ihren Bruder gelernt und die Führung der Waffe ist ihr über die Jahre in Fleisch und Blut übergegangen, sodass sie mit dieser inzwischen gut umgehen kann. Er war es auch, der ihr Tipps und Tricks für die Jagd lehrte. Heute kann Serina kleine Tiere wie Hasen mit ihrer Schleuder und einem Jagdmesser erlegen und hat auch keine Skrupel oder Ekel davor, so lange die Erlegung des Tieres in ihren Augen notwendig ist.
Serinas emphatische Fähigkeiten zeigten sich schon in ihrer Kindheit. Sie weiß die Blicke und Bewegungen eines Tieres oft richtig zu deuten und dadurch besser einzuschätzen. Das hilft ihr dabei, richtig auf das Tier zu reagieren und es unter Umständen zu beruhigen. Für andere scheint es dann oft so, als würde sie im Stillen mit ihnen reden.
Durch die Arbeit im Vogelhaus und die vielen Stunden, die sie immer wieder im Dschungel verbringt, kann sie manche Vogelarten recht gut imitieren.
Da sie von ihrer Mutter in der Pflanzenkunde geschult wurde, kennt sie sich mit den Kräutern, Früchten und anderen typischen Pflanzen ihrer Heimat recht gut aus und weiß bei vielen, welche giftig sind und welche wiederum Besserung bei verschiedenen Krankheiten versprechen.
Die Zeit, die sie seit ihrer Jugend oft im Dschungel verbringt, prägte auch ihren Überlebensinstinkt stark, sodass sie durch diesen und eine natürliche Intuition nähernde Gefahren oftmals spürt, ehe sie in Sichtweite sind, was ihr vermutlich schon manches mal eine Auseinandersetzung mit einem wilden Tier oder gar dem Tod ersparte.

Schwächen
Serina kann weder schreiben noch lesen und alle Versuche ihr dies beizubringen, scheiterten bisher, denn sie tut sich schwer damit, diese Dinge zu lernen. Auch rechnen kann sie nicht, jedenfalls keine komplizierten Aufgaben, die sich nicht mit zehn Fingern lösen lassen. Sie hat zwar eine schnelle Auffassungsgabe, allerdings versteht sie oft nur das, was sie sehen und greifen kann. Logik und Vorstellungskraft liegen ihr fern und erklären, wieso es so schwer ist, ihr theoretisches Wissen zu vermitteln. Auch für das Zeichnen und Musizieren ist sie völlig untalentiert, ihre Hände sind eher für handwerkliche Tätigkeiten gemacht.
Da sie nur die dicht bewucherte und wenig belebte Umgebung des Kapayu kennt, würde sie sich auf freien Ebenen und in dicht bevölkerten Städten sehr unwohl und schutzlos fühlen. Gewöhnt an die tropischen Temperaturen in ihrer Heimat ist sie außerdem recht kälteempfindlich, was Regionen außerhalb ihrer Heimat angeht. Serina ist sehr naturverbunden und freiheitsliebend.
Wie wohl jeder andere ihres Volkes weiß auch sie um die Gefahren im Dschungel und besitzt eine (mehr als) gesunde Angst vor wilden und großen Raubtieren, die ihr gefährlich werden könnten.
Ihr Glaube ist ihr in Stunden der Not zwar in gewisser Weise ein Trost, allerdings kann sie diesbezüglich auch sehr starrsinnig sein, wenn sie der Überzeugung ist, dass alles in Ilanis Namen geschieht. Es kann auch passieren, dass sie zu viel in bestimmte Situationen und Ereignisse hinein interpretiert, was sie leichtgläubig und manipulierbar macht.
Das Kämpfen hat Serina nie gelernt. Auch wenn sie sehr wendig und schnell ist, bleibt sie doch immer noch eine schmächtige Tabiki, die alles in allem leicht zu überwältigen und zu übertrumpfen ist, wenn es um Stärke, Techniken und Waffenkenntnisse geht.

Lebensgeschichte
Am 60. Tag der Zeit des Erwachens erblickte Serina das Licht der Welt. Sie war das zweite Kind des Jägers Tuyeok und der Kräuterkundigen Sibyl. Fünf Jahre zuvor hatte sie schon einen kräftigen Sohn zur Welt gebracht, Calen, der von Serinas Geburt an stets ein Auge auf diese hatte.
Sie wuchs wohlbehütet in Hajikya auf und ihr fehlte es an nichts. Früh stellte sich heraus, dass sie ein kleiner Wirbelwind war, den die anderen Tabiki nur schwer stoppen konnten. Aufgrund ihrer frechen, aber dennoch liebreizenden Art wurde sie von Anfang an ins Herz der anderen Tabiki geschlossen und hatte keine Probleme damit, Freunde unter ihren Kindern zu finden. Auch das Verhältnis zu ihren Eltern und ihrem Bruder Calen war immer gut gewesen. Sie warfen stets ein Auge auf das Nesthäkchen, das ihnen aber nur selten Ärger bereitete. Allenfalls wenn sie wieder Unsinn angestellt hatte, wie Kinder es eben tun. Sie hatte schon immer großen Respekt vor ihren Eltern und Calen, die es eigentlich leicht hatten, sie zu erziehen. Sie war interessiert in vielen Dingen, geprägt durch die Berufe ihrer Eltern vor allem an der Pflanzenkunde und Jagd, wobei ihr letztere lange Jahre verwehrt bleiben sollte. Ihre Mutter hingegen zeigte ihr gerne ihr Handwerk und nahm sie hin und wieder mit in die Natur und erklärte ihr die Pflanzen, Kräuter und Früchte des Kapayu. Bei diesen Ausflügen fiel ihr auch immer wieder auf, wie die Tiere des Urwalds ihre Tochter faszinierten und dass sie mit ihnen fast menschlich umging. Manche sehen diese Tiere als wertlos an, zertrampeln Spinnen oder erschlagen ungebetene Insekten. Serina aber ging nie herzlos mit ihnen um, sondern stieg über die Tiere hinweg, sofern es denn möglich war, und versuchte immer, mehr ihr Wesen zu erforschen als sie zu zerstören. Oft brachte sie kleine Eidechsen mit nach Hause, einmal sogar einen kleinen Affen, die sie allesamt aber wieder in die Freiheit entließ, wenn diese „es wünschten“, wie Serina es ausdrückte.

Als sie 9 Jahre alt war, lernte sie den gleichaltrigen Lajos kennen. Sie hatte den Tabiki-Jungen natürlich schon früher gesehen und hin und wieder ein Wort mit ihm gewechselt, Hajikya ist schließlich nicht sehr groß. Wirklich aufeinander aufmerksam wurden sie aber erst, als sie mit anderen Kindern Fange spielten, übrigens Serinas Lieblingsspiel. Lachend jagte sie Lajos hinter her, um ihn zu fangen. Doch er war immer ein bisschen schneller als sie und schlug Haken, kurz bevor sie ihn zu fassen bekam. Auch wenn es irgendwann die anderen Tabiki Kinder langweilte, wollte Serina nicht einfach aufgeben und folgte Lajos unbedacht in den Kapayu hinein. Ihn zu fangen, war alles, was zählte. Doch nach einigen Metern fand das Spiel auch schon ein Ende. Lajos strauchelte, fiel und schreckte dabei eine leuchtend grüne Schlange auf, die sich in ihrer Ruhe gestört fühlte und ihre messerscharfen Zähne in den Unterarm des Tabiki stieß. Sein Schrei war für Serina Zeichen genug, um sich bewusst zu werden, dass der Spaß vorbei war. Vor allem als sie sich vollkommen bewusst wurde, dass sie sich alleine in den Dschungel vorgewagt hatten. Als sie bei Lajos angekommen war, war sie zuallererst froh, dass es nur eine Schlange war. Lajos wollte sie töten, doch Serina hielt ihn davon ab und gemeinsam kehrten sie ins Dorf zurück. Sein Arm schwoll mehr und mehr an und hatte sich rot verfärbt, als sie endlich im Dorf ankamen. Lajos klagte darüber, dass sich sein Arm taub anfühlte, weshalb sie sofort Serinas Mutter aufsuchten. Der Vortrag, dass sie nichts im Urwald zu suchen hatte und diesen bloß niemals wieder ohne einen Erwachsenen betreten sollte, folgte zum Glück erst später, als Lajos gegangen war. Zuerst ließ sie sich die Schlange beschreiben und stufte die Verletzung als relativ harmlos ein. Serina beobachtete ihre Mutter mit schlechtem Gewissen, die das Schlangengift aus der Wunde saugte und diese behandelte, bevor sie den Jungen nach Hause schickte. Schon zwei Tage später hatte er es überwunden.

Seitdem sind Serina und Lajos beste Freunde und das hat sich auch bis heute nicht geändert. Immer wieder bewiesen sie einander, dass sie sich aufeinander verlassen konnten und auch in schwierigen Zeiten für einander da waren. Von diesem Tage an trafen sie sich so gut wie jeden Tag, steckten sich gegenseitig mit ihrem Unsinn an und machten ihr Heimatdorf unsicher. Zuerst beherzigten sie das Verbot ihrer Eltern, doch je mehr Zeit verstrich, desto weniger erinnerten sie sich daran. Sie rannten, schwammen und kletterten um die Wette und maßen ihre Kräfte, so oft es ging. Eines Tages brachte Lajos eine Schleuder mit zu ihrem Treffen und ein neuer Wettkampf war geboren. Wer traf die meisten Ziele, wer konnte weiter schießen und wer fand die beste Munition. Sie hatten viel Spaß und lachten viel und wurden immer älter.

Im Alter von 12 Jahren zeigte sich, dass Serina bereit für das Blutritual war. Dieses Ereignis kam sehr plötzlich für sie, denn keine Worte der Welt hätten sie tatsächlich darauf vorbereiten können. Am Schlimmsten war für sie, dass sie eine Woche lang im Haus des Streifenhörnchens gefangen sein würde, abgeschottet von allen anderen. Es war eine harte Zeit für die junge Tabiki, die sich vor der Vorstellung, nun in den Kreis der Frauen aufgenommen zu werden, ängstigte, da sie dachte, dass sie von nun an den gesamten Tag im Haus des Streifenhörnchens würde bleiben und arbeiten müssen. Es war nicht so, dass sie nicht schon damals da half, wo Hilfe benötigt wurde. Aber für sie gab es in diesen Tagen nur einen Gedanken: Sie würde keine freie Minute mehr haben, um unter dem freien Himmel zu liegen oder geheime Streifzüge durch den nahen Dschungel mit Lajos zu unternehmen.

Zurückblickend war die Woche im abgetrennten Bereich im Haus des Streifenhörnchens nicht so schlimm, wie sie zuerst befürchtet hatte. Sie lernte viel von den alten Tabiki-Frauen und freute sich letztendlich, als sie nach einer Woche zu den Frauen des Dorfes zählte. Wie üblich wurde sie in den Beruf einer Sammlerin eingeführt. Doch wirklich glücklich war sie damit nicht, auch wenn sie viele neue Freundinnen im Haus des Streifenhörnchens fand und die Arbeit nicht so schlimm war, wie vorher befürchtet, denn als Sammlerin verbrachte sie viel Zeit in der Natur. Trotzdem warf sie immer wieder einen sehnsüchtigen Blick zum Vogelhaus. Die Tiere übten noch immer eine unerklärliche Faszination auf Serina aus und ihrer Mutter Sibyl entging dies nicht. Diese hatte sowieso von Anfang an Zweifel gehabt, ob ihre Tochter zu einer Sammlerin geschaffen war. Lange sah sie sich die Quälerei nicht mit an und sorgte dafür, dass Serina ihre Ausbildung im Vogelhaus begann.
Diese freute sich unglaublich über diesen Entschluss und Sibyl sah schon nach dem ersten Tag, dass Serina ihre wahre Berufung gefunden hatte. Schnell lernte sie die Vögel dort lieben, konnte sie beobachten und erforschen. Zuerst war sie nur für die Pflege der Käfige zuständig, später sorgte sie für das Essen und irgendwann wurde sie immer mehr in die eigentliche Zucht eingespannt. Sie verbrachte viel Zeit bei den Vögeln und lebte sich schnell im Vogelhaus ein. Ihre Mutter, ihren Vater und ihren Bruder sah sie nur noch selten, doch die gefiederten Tiere trösteten sie darüber hinweg.

Die ersten Wochen verbrachte sie fast ausschließlich im Vogelhaus und genoss es, die Tiere um sich zu haben. Doch bald schon wurde der Drang nach der freien Natur wieder stärker. Immer mehr Gelegenheiten nutzte sie, um nach draußen zu gehen. Ein Grund, wieso sie auch immer öfter ihre Mutter in den Dschungel begleitete, die dort Pflanzen und Kräuter für ihre Behandlungen suchte und ihr erklärte, welche sie auf keinen Fall essen sollte und welche Krankheiten heilen oder Schmerzen lindern konnte. Draußen in der Natur lernte Serina schnell und sehr viel. Manchmal dürfte sie ihrer Mutter sogar dabei zusehen, wie sie andere Tabiki mit ihren verschiedenen Kräutern behandelte und ihr später dabei behilflich sein.

Doch sie streifte auch immer wieder alleine zwischen den Bäumen des Kapayu umher, um ihre Umgebung zu entdecken. So auch an einem Tag, an dem sie kleinere Tiere beobachtete und versuchte, fremde Pflanzen zu bestimmen. Nach einiger Zeit stieß sie zufällig auf einen Trupp Jäger. Es war nicht ihre Absicht gewesen, dennoch konnte sie einfach nicht anders, blieb stehen und schaute den auszubildenden Tabiki-Jungen gebannt dabei zu, wie sie den Umgang mit dem Speer gelehrt bekamen. Unter den Tabiki war auch Lajos, wie Serina schmunzelnd feststellte. Fasziniert verfolgte sie die Bewegungen der Tabiki, doch ihre stille Freude währte nicht lange. In Gedanken versunken bekam sie nicht mit, wie jemand an sie heran schlich, bis er sie an der Schulter berührte. Serina erschrak, zog das schartige Messer, das sie benutzte um die Pflanzen abzuschneiden, und hätte es fast gegen ihren Bruder geführt, wie sie noch rechtzeitig merkte. Dieser lächelte über ihre Reaktion, kam aber nicht darum herum, sie darauf hinzuweisen, dass sie hier nichts zu suchen hatte. Er selbst würde bald seine Ausbildung abgeschlossen haben und schärfte ihr ein, dass die Jagd nur etwas für Männer war und sie diesen nicht nachstellen, sondern ins Vogelhaus zurück kehren sollte.
Empört und von Ehrgeiz angestachelt, gab Serina nicht so einfach nach, sondern erzählte ihm triumphierend, dass sie ebenfalls kämpfen konnte und regelmäßig mit einer Schleuder übte. Calen war überrascht, einerseits von ihrem Interesse und andererseits von ihrem augenscheinlichen Können.

Die Sache beschäftigte ihn so sehr, dass er später am Tag auf sie zukam und sie aufforderte, ihr ihr Können mit der Schleuder zu zeigen. Sicherlich war sie nicht so gut, wie jemand, den man damit ausgebildet hätte, aber immerhin traf sie ein paar Ziele, die ihr Bruder ihr vorgab. Überzeugt davon, ihn mit ihren Fähigkeiten beeindruckt zu haben, bat Serina ihn, sie weiter im Umgang mit der Schleuder zu unterrichten. Außerdem offenbarte sie ihm mit leuchtenden Augen, dass sie mehr von dem Urwald sehen wollte, dass sie mit ihm mitgehen wollte und sie viel mehr lernen wollte, als für eine Tabiki-Frau üblich war. Es dauerte. Tage und Wochen. Aber irgendwann hatte sie ihn davon überzeugt, ihn wenigstens ab und zu in den Kapayu begleiten zu dürfen und ihr zu zeigen, was er konnte. Grummelnd stimmte Calen zu, der seine kleine Schwester dann wenigstens sicher an seiner Seite wusste, anstatt alleine durch den Dschungel ziehend - was sie, wie er sie kannte, durchaus sonst getan hätte. Er übte mit ihr den Umgang mit der Schleuder und manchmal zogen sie sogar los, um sich etwas zu essen zu jagen. Nur kleine Tiere natürlich und nahe des Dorfes. Nichts, das sie ernsthaft in Gefahr bringen konnte. Ihr Wissen gab sie stets an Lajos weiter, der ihr wiederum einige Dinge zeigte, die er in der Ausbildung lernte. Sofern neben ihrer aller Ausbildung überhaupt Zeit dafür blieb.
Ihre Eltern ahnten zwar etwas von den Ausflügen ihrer Kinder, doch sie kamen schließlich immer wohlbehütet zurück und trugen oft auch einen triftigen Grund vor, um zusammen weg zu gehen. So vergingen weitere Jahre, schöne Jahre, die Serina nicht missen möchte und in denen sie viel lernte.

In ihrem 14. Lebensjahr ereignete sich ein einschneidendes Erlebnis. Serina beschäftigte sich gerade im Vogelhaus mit einem sehr gesprächigen Papagei, als sie eine Tabiki rufen hörte, dass einer der Vögel von den südlichen Grenzsteinen zurück gekehrt und Fremde angekündigt hätte. Serina spitzte die Ohren. Sie überlegte und rang mit sich, doch sie konnte die Neugierde nicht einfach ignorieren. In einem unbeobachteten Moment schlich sie sich aus dem Vogelhaus und lief in die Richtung des besagten Grenzsteines, nach Süden. Sie wollte als Erste dort sein. Sie wollte wissen, wert dort kam. Sie wollte endlich andere Gesichter und fremde Völker entdecken. Die Welt außerhalb ihrer Heimat hatte sie schon immer gereizt und hier tat sich eine ungeheure Chance für die junge Tabiki auf. Nur einmal war sie an den Grenzsteinen gewesen, zusammen mit ihrem Vater, der sie davor gewarnt hatte, niemals über diese hinweg zu gehen. Das war Jahre her, deshalb war sie auch nicht so schnell dort, wie sie gehofft hatte, obwohl sie so schnell rannte, wie sie konnte. Und tatsächlich sah sie bald die Gestalten von vier fremden Menschen, die eindeutig keine Tabiki waren. Sie hatten blasse Haut, Haare wie Gold und Silber und redeten in einer ihre unbekannten Sprache. Serina schlich ihnen eine Weile nach, mit aufgerissenen Augen, Ohren und Mund. Sie war so gefesselt davon, endlich andere Menschen zu sehen, dass sie sich fast verraten hätte, sich aber gerade noch rechtzeitig verbergen konnte. Die fremden Menschen hatten wohl nur zufällig das Gebiet der Tabiki betreten, denn sie machten keine Anstalten, näher zu ihrer Heimat vorzudringen, sondern gingen immer weiter nach Süden. Serina folgte ihnen Schritt für Schritt und am Liebsten wäre sie immer weiter gelaufen, bis zu dem Ort, an dem diese Menschen lebten. Doch ein inneres, plötzlich aufkommenden Gefühl hielt sie davon ab. Ihre Nackenhaare stellten sich auf und sie fühlte eine Unruhe in sich aufsteigen. Diese nieder zu kämpfen traute sie sich nicht und so kehrte sie um.
Später erzählte sie Lajos davon. Sie war aufgeregt und konnte noch gar nicht fassen, was sie gesehen hatte. Doch ihr Freund war nur entsetzt darüber, dass sie alleine so weit in den Dschungel gegangen war. Serina hatte immer gedacht, er wäre für jeden Spaß zu haben, doch die Neugierde, die sie trieb und nachts wach hielt, kannte wohl nur sie. Diese erste Begegnung mit einem fremden Volk vergaß sie bis heute nicht und kämpfte den Drang, ihre Heimat zu verlassen und andere Völker zu suchen, in der Zwischenzeit immer wieder nieder. Außerdem war sie enttäuscht über Lajos' Verhalten, doch ihre Meinungsverschiedenheit währte nicht lange.

Ungefähr eine Woche später kam ihre Mutter zu ihr ins Vogelhaus. Serina brauchte sie nur ansehen und wusste instinktiv, dass etwas Schreckliches geschehen war. Immer wieder war ihr in der Vergangenheit verboten worden, in den Kapayu zu gehen, da dort große Gefahren lauerten. Einer dieser war ihr Vater nun unterlegen gewesen. Sibyl erzählte ihrer Tochter, dass ihr Vater mit anderen Tabiki auf der Jagd gewesen war, als ein Jaguar Tuyeok angriff. Die Tabiki vermuteten später, dass sie zu weit in das Revier der Raubkatze eingedrungen waren. Ihr Vater erlitt wohl einen schnellen Tod, doch nichts konnte Serina über diesen hinweg trösten. Sie weinte bitterlich um ihren Vater, bis keine Träne mehr übrig war. Tagelang sah man sie nicht im Vogelhaus oder im Dorf. Lajos suchte sie auf ihrem liebsten Baum, doch auch dort war keine Spur von ihr. Sie vergrub sich in dem Haus ihrer Mutter und konnte die Trauer nur mit Mühe hinunter kämpfen. Auch ihr Glaube gab ihr keinen Trost, wenn sie auch später zu verstehen wusste, dass Iaszar einen Grund für den Tod ihres Vaters gehabt haben musste.
Ihre Mutter hatte einen würdevollen Platz für ihren Mann im Kapayu ausgesucht und nachdem Serina gesehen hatte, wie er beerdigt wurde, konnte sie langsam weiter leben. Lajos fing sie nach der Zeremonie ab und umarmte sie still. Nie zuvor hatte sie seine Nähe so gebraucht und zugelassen. Er war für sie da und der kleine Streit über ihren Ausflug zu den Grenzsteinen war schon vergessen.
Seit dem Tod ihres Vaters ist Calen ein noch größeres Vorbild für sie als es vorher schon der Fall gewesen war. Auch wenn er nur fünf Jahre älter als sie ist, ist er doch so etwas wie ein Vaterersatz für sie, der ihren Verlust über ihn am Besten versteht.

Glücklicherweise sprach sie niemand auf ihr Fehlen im Vogelhaus an, denn im Nachhinein war Serina der Gefühlsausbruch peinlich. Doch die Tabiki hatten Verständnis für sie, viele von ihnen hatten das selbe erlebt. So ist das im Kapayu.
Serina glich ihren Verlust bei den Vögeln aus und es schien so, als würde sie ihnen seitdem noch mehr Liebe und Fürsorge zukommen lassen. Einem Vogel widmete sie ihre besondere Aufmerksamkeit. Ein Papagei mit hellgrünem Federkleid und Schwanzfedern, so blau wie der Himmel. Sie nannte ihn Rue und widmete ihm seit er aus dem Ei geschlüpft ist, mehrere Stunden täglich, in dem sie ihn versorgte und pflegte. Er ist der erste Vogel, den sie von klein auf erzieht und ihn über die Jahre hinweg dazu trainierte, als Bote zwischen den Grenzsteinen und Tabiki zu fungieren. Es ist vielleicht auch der tiefe Wunsch im Inneren, einen Vogel zu haben, der ihr allein sagt, wenn Fremde in der Nähe des Dorfes auftauchen.

Ein paar Monate ist es nun her, als wie in jedem Jahr zur Zeit des Erwachens des Vogelsängers und Tigertänzers Nacht in Hajikya gefeiert wurde. Serina freute sich auf die Feierlichkeiten und gab sich viel Mühe dabei, ihre Kleidung passend für diesen Anlass auszuschmücken. Sie schmückte sie mit reichlich Federn, die in grüner und blauer Pracht erstrahlten. Ihr Haar schmückte sie mit roten Federn und die Tätowierung in ihrem Gesicht ließ sie noch geheimnisvoller erscheinen. Sie hatte sie sich einige Monate nach dem Tod ihres Vaters stechen lassen. Als eine Art Neuanfang, als Symbol dafür, dass sie damit und mit allem anderen auch alleine zurecht kam.
Serina genoss das Fest in vollen Zügen, tanzte und sang sogar, denn unter den vielen Tabiki fielen schiefe Töne nicht so sehr auf. Vollkommen unbewusst und überraschend stach ihr ein Tabiki besonders ins Auge, der soeben einen Tanz mit den anderen Jägern vollführte. Zu diesem Zeitpunkt kannte sie noch nicht seinen Namen, doch das brauchte sie auch nicht. Tûrwaiiel Rebah schlug sie mit einem Blick aus seinen grünen Augen in seinen Bann. Sie konnte nicht anders und schaute immer wieder an diesem Abend zu ihm hinüber. Er war ein Kopf größer als sie, hatte braune längere Haare und die Muskeln an seinem Körper, der an diesem Abend mit dunkler Farbe in der Art eines Tigers bemalt war, traten deutlich hervor. Sein selbstbewusstes Auftreten und der schmeichelnde Ausdruck auf seinen Lippen, wenn er ihr zulächelte, ließen ihr Herz schneller schlagen. Später erfuhr sie, dass er zwei Jahre älter als sie war.
Serina war eigentlich nicht scheu, doch sie konnte sich nicht dazu überwinden, Tûrwaiiel anzusprechen. Doch auch so bemerkte er sie, Blicke und Lächeln waren aber das einzige, das sie in dieser Nacht wechselten.

Seit dem Fest schaut sie sich immer wieder nach Tûrwaiiel um und freut sich allein darüber, dass sie ihn zu Gesicht bekommt. Bisher wechselten sie nur wenige Worte, doch ihr gegenseitiges Interesse ist wohl beiden klar. Doch sobald sie ihn sieht, bekommt sie kaum ein Wort heraus und auch so schien nie der richtige Augenblick zu sein, um miteinander ins Gespräch zu kommen.
Lajos und Tûrwaiiel haben wenig miteinander zu tun. Ihr bester Freund hält nicht viel von ihrem Verehrer, dem sie ihm nicht verschweigen konnte. Serina führt das jedoch darauf zurück, dass Tûrwaiiel eine Ausstrahlung besitzt, an die Lajos in ihren Augen nie heran reichen wird. Doch das macht nichts, immerhin hat Lajos selbst inzwischen eine Auge auf eine Tabiki geworfen und Serina vermutet, dass es nicht lange dauern wird, bis er mit ihr eine Familie gründet.
Ihr ist inzwischen ein Gerücht zu Ohren gekommen, dass Tûrwaiiel in den nächsten Wochen an dem Jagdritus Auf Tigers Pfotenspuren teilnehmen wird. Seit sie dies weiß, hofft sie, dass er die größte Beute nach Hajikya bringen wird und sie diejenige sein wird, die er in die Hütte bittet.

In den letzten Wochen ist jedoch ein Gefühl noch größer geworden als das Kribbeln in Serinas Bauch, wenn sie Tûrwaiiel sieht. Eine größere Gruppe von verschiedenen, seltsam aussehenden Menschen betrat ihre Heimat. Die drei Anführer ihres Volkes redeten mit ihnen und sie hörte, dass sie gemeinsam ein Ritual im Tempel abhielten. Wissen tut Serina es aber nicht, denn Calen hielt sie beim Erscheinen der Fremden auf Abstand und verbat ihr, den anderen in den Tempel zu folgen.
Serina hielt sich daran, doch als sie weiter zogen, konnte sie sich nicht mehr zurück halten. Sie wollte wissen, woher sie kamen und wohin sie gingen. Sie erinnerte sich an die fremden Menschen Jahre zuvor und auch hier hoffte sie, spannende Details zu erhaschen. Sie folgte der Gruppe in den Kapayu, doch sie hatte keine hundert Schritte gemacht, als ihr Bruder an ihrer Seite auftauchte und sie von dieser „Dummheit“, wie er es nannte, abhielt. Er überredete sie nicht, sondern er befahl ihr, zurück ins Dorf zu gehen und die Fremden ihrer Wege gehen lassen. Serina gehorchte, enttäuscht und wütend. Immer wieder hört sie seitdem die Sehnsucht nach der Welt in ihrem Herzen, die kein anderer als sie zu verstehen scheint. Das Leben in Hajikya ist schön und sie möchte weder ihre Familie, noch Lajos und schon gar nicht Tûrwaiiel, mit dem sie sich stets mehr erhofft, missen. Doch im Inneren hofft sie auf etwas, das sie aus ihrem Leben heraus reist und die Sehnsucht zu stillen vermag.

Einstiegspost
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Zuletzt geändert von Serina am Dienstag 29. November 2011, 11:38, insgesamt 1-mal geändert.

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