| Finjas Steckbrief |
Rasse: Eiselfe
Alter: 55 Jahre jung
Geschlecht: weiblich
Beruf: Eisjägerin
Heimat: Ein Eishaus in Estria, unweit des heiligen Platzes, ist der Sitz der 10-köpfigen Sippe Raufrost.
Gesinnung: neutral, mit einem winzig kleinen Hang zum Guten vielleicht - der aber eher selten durchbricht
Magie: keine
Sprache: Celcianisch, Esera
Religion/Glaube: Ventha - wenn sie auch eher sporadisch im Anrufen derselben ist, glaubt sie doch schon irgendwie an sie.
Aussehen: Mit ihrer Körpergröße von 1,65 m dürfte die junge Eiselfe wohl bereits ausgewachsen sein, auch wenn sie noch nicht das Alter erreicht hat, in dem man sie erwachsen nennen würde. Sie hat den für Eiselfen üblichen grazilen Körperbau und bringt es auf gerade einmal 50 Kilogramm Körpergewicht. Dabei wirkt sie nicht unterernährt, sie hat nur einfach bedingt durch ihre Lebensweise kaum überschüssiges Fett an ihrem Körper.
Finja gehört zu den wenigen Eiselfen, deren Haut sehr hell ist. Tatsächlich wirkt sie eher weiß mit leichtem Blauschimmer, was sie zerbrechlich erscheinen lässt wie kostbares Porzellan. Ihr zartes Gesicht mit den leicht schräg gestellten gletscherblauen Augen wird umrahmt von schneeweißem langem Haar. So wundert es denn auch nicht, dass ihr Name in der Sprache der Eiselfen soviel bedeutet wie "die Helle" oder "die Weiße". Ihre Gesichtszüge sind ebenmäßig und klar gezeichnet und man könnte sie durchaus schön nennen ohne zu lügen, doch wirken sie durch die meist gezeigte Emotionslosigkeit maskenhaft und distanziert. Finjas Bewegungen sind voll effektiver Anmut. Man gewinnt den Eindruck, dass sie nie eine Geste zuviel macht, doch wenn sie sich bewegt, ist alles präzise und fließend.
Die Kleidung der jungen Eiselfe besteht zum größten Teil aus Robbenpelz, der mit der Lederseite nach außen vernäht und dann, stark mit Talg eingerieben, wasserdicht gemacht wurde. Innen wärmt sie der weiche Pelz, der auch in den weichen Stiefeln eingenäht wurde. Sie trägt dergestalt gearbeitete helle Hosen und einen Anorak, was eine längere Jacke mit einer Kapuze ist, deren vouluminöser Pelzrand den Schnee etwas abhält. Auch warme Fäustlinge besitzt die Eiselfe, diese kann sie jedoch nur tragen, wenn sie unterwegs ist, denn zum Handtieren sind sie einfach zu dick.
Persönlichkeit: Die Persönlichkeit Finjas wurde trotz ihrer Jugend bereits nachhaltig geformt durch ihr Leben - und vor allem durch ihren Lebensraum. Zunächst einmal ist sie sehr genügsam und braucht wenig zum Leben - eigentlich nur das, was sie bei ihren Jagdausflügen bei sich hat. Es gibt wenig, was der Eiselfe etwas bedeutet und sieht man einmal von der Freude über eine erfolgreiche Jagd ab, so zeigt sie selten Emotionen. Das bedeutet nicht, dass Finja keine Gefühle hätte, sie hat sogar einige Eigenschaften, die ihr immer wieder im Weg stehen und über die sie sich auch ein wenig ärgert, doch nach außen hin bewahrt sie meist Gleichmut und bleibt schweigsam. Dabei wäre zum einen mit Sicherheit ihr Stolz zu nennen, der dazu führt, dass die junge Elfe recht viel von sich erwartet und etwas ungeduldig mit sich selbst ist. Sie hat zudem ein gesteigertes Bedürfnis nach Unabhängigkeit, was meist ihrer Jugend zugeschrieben wird. Im Fall dessen, dass sie in einer Gruppe zur Jagd unterwegs ist, kann dies jedoch durchaus hinderlich werden, da sie sich ungern auf andere verlässt - oder diese in ihre Planungen mit einbezieht.
Es gibt aber auch ein paar Eigenschaften an ihr, die sie eigentlich ganz positiv findet. Sie ist ziemlich naturverbunden und auch wenn sie das nicht allzusehr nach außen trägt, so hat sie doch einen Sinn für die Schönheit der Landschaft, in der sie sich bewegt - wenn sie auch deren tödliche Gefahren niemals vergisst. Sie hat zudem ein fast freundschaftliches Verhältnis zu ihrem Hund Anuk, der sie als Zugtier begleitet und einen Schlitten zieht, auf dem sie die erlegten Tiere transportiert. Zumindest schätzt sie ihn als Gefährten und Helfer und natürlich auch als Wärmequelle in der Nacht.
Stärken: Neben der hohen Resitenz gegen Kälte, die sie mit den anderen ihrer Art teilt und der flinken Gewandheit hat Finja ein zielgenaues Auge, was sie zu einer guten Jägerin mit dem Wurfspeer [gut] oder Dreizack [überdurchschnittlich] macht. Überhaupt sieht sie sehr gut in der Ferne und kann dadurch leichter sich bewegende Ziele ausmachen als viele der anderen Eisjäger, mit denen sie unterwegs war.
Sie ist zudem ziemlich aufgeweckt und reagiert schnell auf unvorhergesehene Ereignisse. Ansonsten hat sie geschickte Hände und beherrscht mittlerweile die wichtigtsen Fähigkeiten der Eisjäger - wie Fährtenlesen [überdurchschnittich], Fallenstellen [durchschnittlich], die eigene Ausrüstung reparieren und pflegen [überdurchschnittlich] und was sonst noch zum Überleben in der eisigen Wildnis nötig ist, wie z.B. das Orientieren [durchschnittlich] am Sternenhimmel oder dem Sonneneinfall auf den Eisfeldern. Ihre Singstimme ist ebenfalls ganz passabel [überdurchschnittlich] und wenn sie sich ungehört glaubt, lässt sie diese auch gerne erklingen, wohingegen ihr Flötenspiel eher durchschnittlich ist, denn sie sieht es eher als Pflichtübung an, denn das es ihr Freude bereiten würde. Andere besondere Stärken konnte sie bislang noch nicht an sich entdecken - aber sie ist ja auch noch jung.
Schwächen: Alles hat seinen Nachteil und auch wenn ihre helle Haut von einigen als besonders schön angesehen wird, so ist sie doch auch reichlich empfindlich gegen die allgegenwärtige Sonneneinstrahlung und neigt dazu sich schmerzhaft zu röten, wenn die junge Eiselfe nicht aufpasst und bei ruhigem Wetter die Kapuze weglässt.
Ihr bereits erwähnter Stolz und der Wunsch nach Unabhägigkeit lassen sie zudem Hilfe nur sehr schwer annehmen, selbst wenn sie sie eigentlich nötig hätte.
Bedingt durch die Zurückgezogenheit ihres Volkes, hatte Finja nie Kontakt mit anderen Rassen außer den Mantronern. Sie hat nicht unbedingt Vorurteile, würde aber sicherlich erst einmal eher misstrauisch reagieren, wenn sie mit anderen zusammentrifft.
Lebensgeschichte: Am Abend hatte ein Nordlicht den sonst stahlgrauen Himmel über Estria rot und blau gefärbt. Unter seinem Licht wurde Finja geboren, umringt von den Frauen der Sippe Raufrost. Die älteste der anwesenden Frauen, die alte Annikó, murmelte etwas von guten Zeichen und obgleich das Gesichtchen des frischgeborenen Eiselfen-Mädchens noch gerötet von der Geburt war, war sie es auch, die bereits erkannte, dass es sich um ein besonders hellhäutiges Kind handelte und schlug deshalb den Namen Finja vor. Finjas Mutter, Linnéa genannt, war sofort einverstanden, denn besondere Dinge waren rar in dieser kargen Welt des Eises und verdienten es beim Namen genannt zu werden.
Diese vielleicht etwas spektakuläre Geburt war denn aber auch schon alles, was an Finjas bisherigem Leben "besonders" war. Sie wuchs auf wie die meisten Eiselfen-Mädchen - stets im Schatten ihrer älteren Brüder und ihres Vaters Lordag, der als ältester Mann der Sippe diese anführte. Sie hatte allerdings das große Glück, dass ihre Sippe immerhin nicht dem neuen Heiratsbrauch anhing und sie nicht versprochen war bevor sie reden konnte. Doch ansonsten hatte sie nicht viel zu sagen, auch nicht als sie älter wurde und es schwieriger wurde sie zu führen. Nachdem sie das 30. Jahr vollendet hatte, befand man daher in der Sippe, dass es Zeit sei, sie in die Versorgung derselben mit einzubeziehen. Dies war nicht ungewöhnlich in der Raufrost-Sippe, man fand, dass harte körperliche Arbeit noch immer das beste Mittel wäre, einen durch die Pubertät hitzigen Geist abzukühlen und auf andere Gedanken zu bringen.
In Finjas Fall zumindest sollte dies zutreffen - weitestgehend zumindest. Vielleicht lag es daran, dass die langen Streifzüge durch die Natur tatsächlich etwas Beruhigendes hatten und wenn es nur das Gefühl war, der Stadt einmal zu entrinnen und in der Wildnis die eigenen Grenzen auszutesten, ohne dass einem ständig Vorschriften gemacht wurden. Sie stellte sich zudem nicht allzu ungeschickt an bei den zunächst eher handlangerischen Aufgaben, die die Eisjäger ihr auftrugen und so lernte sie schnell und wurde mit den Jahren ein fester Bestandteil der Nahrunsgsicherung ihrer Sippe. Natürlich durfte sie nie auf einem der Eissegler mitfahren - so weit ging das Zutrauen zu ihren Fähigkeiten denn doch nicht, schließlich war sie eine Frau - aber sie zog aus mit den Eisjägern, um Fallen zu stellen und zu jagen, was ihnen im Eis so vor die Nase kam.
Nachdem sie mehrere Male größeres Jagdglück gehabt hatte, bekam Finja sogar ein Geschenk von ihrem Vater: Es war ein Welpe der Hunderasse, derer sich ihre Sippe als Arbeitstiere bediente, ein weißes, flauschiges Fellknäul, das sie auf den Namen Anuk taufte. Mit der Zeit, die sie mit seiner Erziehung und Ausbildung als Jagdbegleiter verbrachte, wuchs das gegenseitige Vertrauen zwischen den ungleichen Kreaturen und bald war Anuk derjenige, den sie nachts mit unter ihre Decke nahm, um sich zu wärmen. Dies brachte ihr zwar einigen Spott der anderen Eisjäger ein, doch sie scherte sich wenig darum, denn sein Fell war flauschiger als jedes Robbenfell und die lebendige Wärme war auch um einiges wirksamer. Anuk wuchs schnell und konnte bald seine vorherrschende Aufgabe als Zugtier wahrnehmen.
Nun ziehen sie beide gemeinsam oft wochenlang durch die Welt aus Schnee und Eis, Finja auf ihren Schneeschuhen und Anuk vor einem einfachen Schleppschlitten, den sie aus Knochen und Lederhäuten gebaut hat. Mal gehen sie in einer Gruppe mit und mal ziehen sie alleine los, auch wenn das nicht besonders gerne gesehen wird. Ihre Fänge verkauft Finja dann meist im Handelskontor oder bringt besonders schöne Pelze auch mal mit nach Hause für ihre Mutter, die daraus wärmende Kleidung für die Familie näht.
Inventar:
- pelzgefütterte Robbenlederhose
- ebensolcher Anorak mit pelzverbrämter Kapuze
- gefütterte Lederstiefel
- pelzgefütterte Lederfäustlinge
- Wurfspeer
- Schleppschlitten und Hundegschirr aus Leder (beides Eigenbau)
- Jagdmesser
- Wurfspeer
- Lederbeutel mit Dörrfleisch
- Zinnbecher
- geschnitzter Knochenkamm (Geschenk eines anderen Eisjägers)
- Schneeschuhe
- Flöte aus Knochen geschnitzt (Geschenk ihres Bruders Andúin)
- Geldbeutel mit 22 Fuchsmünzen
- gefetteter geflochtener Lederriemen (2m aneinandergeknüpft als Seilersatz, Eigenbau)
- Talglicht
- Feuerstein und Stahl
Einstiegspost: noch offen


