
Kalea Froststern
Rasse:
Eiself
Alter:
17 Jahre
Geschlecht:
weiblich
Beruf:
Der Hauptberuf des Mädchens ist sicherlich Tochter, doch hilft sie oft ihren älteren Brüdern bei der Buchhaltung über deren Handelsgeschäfte. Und wenn die Zeit vorhanden ist hilft sie auch in der Schenke ihres Onkels `zum eisigen Drachen´ aus.
Heimat:
Estria, die Eisstadt. Dort wurde Kalea geboren und hat ihre bisherigen Lebensjahre verbracht. Immer im Schutze ihrer 18 köpfigen Familie, die in einem nicht unstattlichen Herrenhaus direkt im Zentrum von Estria lebt.
Gesinnung:
Neutral
Sprache:
Esera und Lyrintha, welches ihre Ur-Großmutter ihr beigebracht hat.
Glaube:
Götter sind für das junge Mädchen noch ein großes Rätsel. Natürlich glaubt sie an die Göttin des Wassers und des Eises - Ventha. Ihr blieb nichts anderes übrig, als sie für sich zu erwählen, da die Erziehung ihrer Eltern sehr streng ist. Doch glaubt sie, dass erst alle Götter gemeinsam die Welt am laufen halten.
Aussehen:
Kalea hat hell-strahlende violette Augen, die gerne neugierig beobachten und so scheinen, als könnten sie einem in die Seele schauen. Ihr Teint ist beinahe farblos. Ein bläulich-durchschimmerndes weiß - scheinbar so zerbrechlich wie dünnes Eis im Mondschein. Die fast weißen Haare, die im Sonnenlicht wie Silber glänzen, fallen lockig über ihre Schultern und reichen bis zu ihrer schmalen Taille.
Sie hat ein sehr filigranes Gesicht, welches sich durch die hohen Wangenknochen und vollen, wenn auch blassen Lippen auszeichnet.
Mit ihren 1,50 Metern ist sie auch unter den Eiselfen relativ klein und so überrascht es auch nicht, dass sie ihr Gewicht von 43 Kilo nicht überschreitet. Jedoch überzeugt sie mit ihrer sehr femininen Statur. Schlank und doch kurvenreich hat sie schon so einige Blicke auf sich gezogen. Grade, wenn sie in der Schenke ihres Onkels aushilft bekommt sie genügend Bestätigung, um sich nicht hässlich fühlen zu müssen.
Mit Vorliebe trägt sie schlichte Kleider aus warmen Stoffen. Und obwohl fast alle ihre Überkleider pastellene Farben haben, genießt sie es doch ihre Unterkleider in satten, kräftigen Tönen zu wählen. Sie besitzt mehrere bunte Tücher, die ihre Großmutter gemacht hat, und welche sie gerne als Stola verwendet oder als Halstuch, wenn es draußen mal wieder etwas kühler wird.
Ihr Mantel aus weißen Fellen ist nicht nur warm, sondern auch sehr praktisch, da er eine gefütterte Kapuze und tiefe Taschen hat, in denen man nötigenfalls die Hände wärmen kann. Aus Bergkristall geschliffene Knöpfe halten ihn stets zusammen. Er reicht ihr bis zu den weißen Stiefeln, die aus Leder gefertigt wurden und von innen reichlich gefüttert sind.
Wenn sie draußen ist trägt sie gerne ihre weiße Fellmütze, die ihr Vater für sie aus Schneehasenfell angefertigt hat.
Waffen trägt Kalea nur ungern mit sich herum, doch bleibt ihr in der Eiswelt kaum etwas anderes übrig. Da ihr der Dreizack im Alltag jedoch zu unpraktisch ist, trägt sie stets nur einen langen Dolch mit sich herum, der an einem Gürtel um ihre Taille, direkt neben der Geldbörse hängt.
Persönlichkeit:
Für eine Eiselfin der neueren Generation ist Kalea sehr romantisch veranlagt. Im Gegensatz zu ihrer Familie glaubt sie daran, dass die Liebe wichtiger sei, als dass man ein wohlhabendes Leben führen muss. Allerdings ist sie bisher so wohlbehalten aufgewachsen, dass sie kaum negative Seiten des Lebens kennen gelernt hat. Allein die strenge Hand ihres Vaters empfindet sie als sehr störend.
Ihr jugendliches Alter hat die Rebellion in sich wach gerufen und schon seit etwas längerer Zeit sehnt sich Kalea nach etwas neuem. Sie möchte keine großen Abenteuer, voller Schlachten und Kriege erleben, da sie nicht sonderlich gerne kämpft, aber dennoch reizt es sie irgendwann einmal um sich zu schauen und nur grün um sich herum zu sehen. Ein Blick, der ihr bisher verwehrt blieb und den sie nur aus den Erzählungen ihrer Bücher kennt.
Da sie immer bevormundet wurde, ist das Mädchen sehr in sich gekehrt. Sie beobachtet viel und denkt sich ihren Teil, doch ihre Meinung deutlich auszusprechen wagt sie nur selten.
Obwohl sie nach außen hin sehr verschwiegen und eisig wirkt ist sie innerlich doch eine sehr fröhliche Elfin. Lachen tut sie zwar nicht häufig, doch wenn sie es tut scheint das Eis um sie herum zu schmelzen.
Wie alle Eiselfen ist sie sehr beherrscht, auch wenn ihr Vater ihr immer vorwirft, dass sie zu gefühlsduselig ist.
In einer Großfamilie aufgewachsen kennt Kalea sich mit Pflichten gut aus. Als einziges Mädchen zwischen sechs Brüdern und Cousins wurde immer ein besonders Auge auf sie geworfen, und obwohl es Brauch ist die ältesten Töchter in jungen Jahren zu verheiraten, hatte sie bisher Glück alleine bleiben zu können. Obwohl sie vermutet, dass dieses Glück nicht von Dauer sein kann, weswegen sie sich in der Familie besonders nützlich macht, um unverzichtbar zu erscheinen. Ihr Fleiß ist jedoch nur oberflächlich, denn kaum eine Arbeit die sie verrichtet, erreicht auch ihren Geist.
Von klein auf an wurde ihr, wie jedem Eiself, das Flötenspiel bei gebracht, welches sie auch gut beherrscht, doch mag sie viel lieber auf der Harfe musizieren, die ihr verstorbener Ur-Großvater von einer Reise zum Wald Eldoras mit brachte. In ihrer Gemeinde wird dies als kindisch und unsinnig erachtet, doch erfüllt es sie jedes Mal aufs neue wieder mit
Kraft der Kälte in ihrem Herzen zu trotzen.
Stärken:
Die sicherlich größte Stärke Kaleas ist ihre Fähigkeit mit Problemen aller Art fertig zu werden. Ihr kühler Kopf hat schon in vielen Situationen zu einer geschickten Lösung geführt und ihre Begabung zur Logik sorgen dafür, dass sie sehr schnell lernt.
Schon früh in ihrer Kindheit hat sie das Lesen und Schreiben für sich entdeckt und auch mit Zahlen kann sie gut umgehen, was ihr bei der Buchhaltung ihrer Brüder schon oft geholfen hat.
Auf andere Menschen wirkt sie souverän und selbstbewusst, weswegen sie nur selten respektlos behandelt wird.
Das Spiel auf der Harfe hat sie genau wie das Flötenspiel schon sehr früh gelernt und kann es sehr gut.
Schwächen:
Ihr Alter ist für das junge Mädchen ein großes Hindernis. Die Hormone sprudeln in ihr und sie ist sich ihrer Gefühle nicht immer sicher. So kommt es auch, dass sie für eine Eiselfe eher gefühlsbetont erscheint, was zumindest ihr Vater nicht gut heißt. In der Öffentlichkeit bemüht sie sich jedoch betont Gefühlskalt zu geben.
Da sie immer bevormundet wurde, hat Kalea kaum eigene Erfahrungen gemacht. Sie beginnt grade erst die Beine aus dem wohl gemachten Nest zu stecken, was man an ihrer unbeholfenen Art hin und wieder merkt.
Da sie ein so stiller Charakter ist, wird sie oft in Entscheidungsfragen übergangen, was ihr schon einige Unannehmlichkeiten eingebracht hat.
Eine große Schwäche des Mädchens ist ihr Hang zu viel in Dinge hinein zu interpretieren. So sieht sie die Dinge oft eher pessimistisch, obwohl dazu kein Anlass besteht.
Lebensgeschichte:
Als Kalea geboren wurde, betete ihre Ur-Großmutter zur Göttin Ventha, dass sie ihr eine Ur-Enkeltochter schenken möge, der sie all jene Dinge beibringen konnte, die ein Junge in der Eiswelt nicht zu wissen brauchte. Zu ihrer Freude wurde sie erhört und ein kleines, zierliches Mädchen kam zur Welt. Jedoch musste sie mit der Launenhaftigkeit der Göttin rechnen und so war sie nicht überrascht, dass das Kind im ersten Jahr sehr kränkelte. Nicht nur einmal bangte die gesamte Familie um das Leben des kleinen Geschöpfes. Als der nächste Sommer kam verbesserte sich die Lage wieder und das Mädchen wuchs weitestgehend gesund auf, wobei sie für ihr Alter immer sehr klein blieb.
Als Kalea alt genug war um intelligente Sätze zu sprechen, nahm die Ur-Großmutter sie zu sich in ihre warme Stube, zeigte ihr Bilder von den grünen Wäldern und Wiesen und lehrte sie die Sprache der Waldelfen, die sie selbst als junges Mädchen von ihrem Mann erlernte, der viele Reisen in die fernen Wälder unternahm um die Welt zu sehen. Kalea selbst hat ihren Ur-Großvater nicht kennen lernen dürfen, da dieser von einer seiner Reisen nicht zurück kehrte. Tief in ihrem inneren hoffte sie jedoch, ebenso wie ihre Ur-Großmutter dass er zurück kehrte und von seinen vielen Abenteuern berichten konnte. Dass die Wahrscheinlichkeit dafür sehr gering war, war ihr leider mehr als bewusst.
Dennoch genoss sie immer jene Stunden, in denen sie bei ihrer Ur-Großmutter saß, die ihr wilde Geschichten erzählte, während die beiden warme Pullover für Kaleas Brüder und Cousins strickten.
Im zarten Alter von fünf Jahren wurde das Mädchen zum erstem Mal flügge. Sie wollte allein die Welt erkunden und am liebsten jede Schneeflocke mit ihren zarten Füßchen zertrampeln. Von da an wurde ihr Vater wachsam. Die Angst, dass das Mädchen doch wieder so krank werden könnte, wie in dem ersten Jahr war zu stark und so durfte es nur unter Aufsicht ihrer beiden älteren Brüder, ihres Onkels oder ihres Großvaters hinaus, wenn er selbst nicht anwesend war um auf sie aufzupassen. Beinahe hysterisch wurde er, wenn sie hin fiel und sich einen Kratzer oder eine Platzwunde zuzog.
Von vielen Eltern ansehnlicher Söhne bekam Kaleas Vater Anträge für seine Tochter, doch konnte er sich nicht dazu durchringen sich für einen zu entscheiden. Seine einzige Tochter unter die Haube zu bringen war für ihn die schwerste Entscheidung, die er zu treffen hatte.
Die Vorstellung, dass ihr zukünftiger Mann nicht gut für sie sorgen würde, war für ihn ein Graus. Doch umso älter sie wurde, umso dringlicher war die Frage nach einem Gatten für sie.
Dass Kalea dabei kein Wort mitzureden hatte, war für den Geschäftsmann logisch. Eine Frau konnte seiner Meinung nach keine Entscheidung treffen, die auf die Dauer gesund sein könnte. Und so sehr er sie liebte, war sie dennoch eine Frau. Oder besser ein Mädchen, denn mit 17 Jahren war man noch nicht erwachsen. Egal ob man schon heiratsfähig war.
Als ihre Brüder das Geschäft des Großvaters übernahmen begann auch Kalea sich mit Handelsgeschäften auseinander zu setzen. Mit 10 Jahren begann sie bereits die Buchhaltung zu führen und half so ihren Brüdern dabei den Laden zum laufen zu bringen, denn als der Großvater angefangen hatte, war es noch ein kleiner Vertrieb für Waren aus der Umgebung gewesen. Heute handelten die Brüder Froststern schon mit den näheren Städten, die außerhalb der Eisgrenze lagen, wobei sie selbst ihre Heimat nicht verließen.
Aber nicht nur das Geschäft der Brüder lief gut, sondern auch die Schenke des Onkels. Als Kalea 14 wurde, schien sie für genau diesen alt genug zu sein, um im `eisigen Drachen´ als Bedienung zu helfen. Ihr Vater fand dies etwas unsicher, wiedersprach jedoch nicht, da er seinem Bruder zutraute auf sie aufpassen zu können. Zudem sahen so die anderen Familien, was für ein tüchtiges Mädchen er groß gezogen hatte, was noch mehr Anträge einbrachte.
Wenn Kalea zwischen der Buchhaltung und der Schenke noch etwas Zeit hatte, ging sie gerne zu ihrer Ur-Großmutter, die wohl die einzige Frau der Familie war, die auch mal den Mund aufmachen konnte, wenn ihr etwas gegen den Strich ging. Sie verarbeiteten Felle, die die Cousins von der Jagd mit brachten und strickten, damit immer genügend warme Kleidung im Haus war. Der Überschuss wurde im Geschäft der Brüder verkauft oder an Freunde verschenkt, welche immer dankend nahmen.
Hin und wieder half sie auch ihrer Mutter und ihren Schwägerinnen beim zubereiten des Essens, da eine gute Frau soetwas lernen musste.
Oder aber zog sie sich für eine kurze Zeit zurück um auf ihrer Harfe zu spielen. Dieses Instrument war eine Errungenschaft ihres Ur-Großvaters, der damals eine Expedition zum Wald Eldoras gemacht und dieses Kunstwerk mit gebracht hatte. Man sah ihr das Alter kaum an, obwohl sie aus Holz geschnitzt war. Blumenranken schmückten den Rahmen und die Saiten glänzten im weißen Licht der eisigen Sonne.
Kalea hatte sie eines Tages im Zimmer der Ur-Großmutter entdeckt und sich sofort in das Instrument verliebt. Es war für sie viel erfüllender, als das Flötenspiel, welches von klein auf an ein stetiger Begleiter war. So kam es, dass die Harfe in ihren Besitz über wechselte.
Für sie war der Klang der Saiten so bezaubernd und beruhigend, dass sie stets danach alle Kraft hatte weiter zu arbeiten, auch wenn ihre Gedanken, dann noch lange bei fernen Wäldern hingen. Und bei Elfen mit dunklen Haaren und dunklen Augen.
Inventar:
-Fellmütze
-Fellmantel
-warme Lederstiefel
-Langdolch
-Harfe
-Tücher in verschiedenen Farben
-Geldbeutel


