
Die Mutter, Milfna Hammerschlag, war einst eine der Silberfinger aus dem Klan der Feinschleifer und gehörte zu den talentierten Goldschmieden aus Nogrot. Die Arbeiten ihrer Familie waren in den Straßen bekannt. Der Vater, von Geburt an zum Krieger bestimmt, diente als loyaler Soldat in den Armeen des Königs unter dem Namen Gnarlf Hammerschlag und stammte vom Klan der Raueisens ab. Das dritte Kind dieser Verbindung erbte den Namen der Ahnen und sollte heißen fortan: Bundror Hammerschlag aus dem Klan der Raueisens.
Rasse:
Seit über tausend Sonnenzyklen (Jahren) gehörte jeder Abkömmling der Hammerschlags zum Volk der Nogroter-Zwerge, sich an die Traditionen haltend und die Götter ehrend mit Handwerks- und Kriegskunst.
Alter:
Für einen Zwergen misst Bundror mit seinen 134 Jahren schon ein ausgezeichnetes Alter und gehört dadurch zu den reifen Mitgliedern seines Volkes - Einige sehr scherzhafte 'Kobolde' (Kleine Neckerei, gemeint sind Lümmel und freche Kinder) betiteln ihn bereits als Greis.
Geschlecht:
Mit Brocknars Hilfe schenkte Milfna ihrem Mann bei allen drei Geburten nur männliche Sprösslinge.
Beruf:
Die Kinder des Steins erhalten ihre Fähigkeiten von Brocknar selbst und er schlägt sie aus unterschiedlichem Fels. Bei Bundror wählte er Gestein, dass weder seiner Mutter, noch seinem Vater, wahrhaft ähnlich war. So entwickelte er eine besondere Begabung für das Handwerk des Steinmetzes und eiferte, wenn auch nicht als Schmied, als einfacher Soldat seinem Vater nach. Von einigen Männern scherzhaft nachgesagt, so gilt auch Bundror´s Eheleben als Berufung auf Lebenszeit.
Heimat:
Bundror verbrachte sein Leben unter den schützenden Gipfeln des Drachengebirges, in der bekannten Zwergenstadt Nogrot. Früher, als junger Knabe, verweilte seine Familie in Wohnhöhlen des nördlichen Viertels nahe der Hafenanlage. Jetzt lebt die junge Generation der Hammerschlags im Westen, unweit von Grimbarts Schenke.
Gesinnung:
Die Zwerge blieben seit Jahrzehnten unter sich und entwickelten ihr Leben und ihre Kultur. Für andere Rassen mögen es Unsitten sein, aber für das kleine und stolze Volk geht nichts über Traditionen. Ein Zwerg wie Bundror hält sich lieber aus den Angelegenheiten der Langen heraus, weiß aber, wann Unrecht nicht länger zu erdulden ist und würde sich im Zweifelsfalle immer für die Schwächeren Entscheiden. Viele betrachten Nogroter wie Bundror als Neutral mit einem Hang zum Guten.
Magie:
Es mögen einige Zwerge seines Volkes vom Arkanen Gebrauch machen, aber Bundror gehört zu den Zwergen, die sich nicht mit etwas anfreunden können, dass man nicht selbst bearbeitet hat oder zumindest anfassen kann. Er ist der festen Meinung, dass die Magie der Grund sein wird, dass der Berg irgendwann einmal über ihren Köpfen einstürzt.
Sprache:
Meisterlich beherrscht Bundror die Sprache seines Volkes: Nogret. Allerdings hat dies nichts mit dem Niveau einer Gelehrtensprache der Langen zu tun - Er weiß einfach nur, was er wann und wie zu sagen hat, um nicht das Gesicht, die Kaste oder einen Kampf zu verlieren. Hin und wieder genügt es auch, einfach einen anzufangen. Da er oftmals in der Welt der Menschen unterwegs ist (um Handel zu treiben oder als Kund- und Botschafter zu fungieren), beherrscht Bundror bruchstückhaft Garmisch. Auf vielen Reisen sind Schlägereien ausgebrochen, weil Betrunkene angenommen haben, der Zwerg, einen Tisch weiter, würde den Spott überhören. Natürlich, um es nicht unerwähnt zu lassen, kennt Bundror auch die allegmeine Sprache, das Celcianisch.
Religion:
Brocknar, der Steinerne, Vater aller Zwerge, der sie schlug aus dem dicksten Granit. Ein Zwerg ohne den Glauben an ihren Gott, hat längst das Recht verwirkt zu leben und kann niemals zum Fels zurückkehren - Er zerfällt zu Staub und wird vom Wasser weggespült. Ein Ableben in ewiger Schande führend.
Aussehen:

"Er sieht seinem Vater unglaublich ähnlich ..."
Zitat von Ilana Dunkelkamm, zweite Cousine Milfna Hammerschlags
Wenn Bundror aus den Minen zu seiner Familie zurückkehrt, legt er stets zuerst seine Lederschürze ab, um seine Frau zu umarmen und sie zu liebkosen. Dass dabei sein Gambeson ebenso viel Kalk und Staub verschlungen hat, stört beide nicht. Erst als auch sein Sohn seinen Teil der Umarmung gefordert hat, zieht er sich seine Straßenkleider an. Einfache Leinenstücke geschneidert zu Hosen und Hemden. Ziegenlederschuhe sind Schutz vor der Kälte des nackten Felsens unter ihm. Allerdings zieht ein Nogroter nur selten ohne seine Rüstung aus der heimischen Stätte los und obgleich Bundror kein Schmied ist, wie die anderen aus dem Hause seines Vaters, erhielt auch er eine Raueisenfamilienrüstung. Markant an dieser sind die mit Symbolen und Verzierungen versehenen Plattenteile an Brust, Schultern, Oberschenkeln, Unterarmen, Händen und Stiefeln. Sie sind eingeätzt und stehen für Mut, Tapferkeit und die Geschichte der Raueisens. Das Material ist Stahl, dreifach gefaltet und äußert robust verarbeitet. Mit straffen Lederbändern hält man die einzelnen Teile fest am Körper. Als Grundschutz zieht Hammerschlag ein bis zu den Knien verlängertes Kettenhemd über, das an den unteren Rändern mit Silberspangen veredelt wurden. Das Ringnetz widersteht den meisten der bekannten Klingen und bietet für einen Zwergen eine herausragende Beweglichkeit. Der massive Helm ist aus einem Stück gegossen und weißt neben zwei Seitenplatten auch einen verstärkten Ring auf Stirnhöhe auf, der dreifach geschlagen wurde und damit gegen schwere Hiebwaffen sichern soll. Als Beigabe der Feinschleifer prägte man winzige Saphire in die Lamellen der Schultern. Die Waffe war ein Auftrag ihres jetzigen Herrn. Der Hammer Ruknir, was in der Sprache der Menschen in etwa "Bestienschreck" bedeutet, besitzt einen Schaft aus Eisenholz und bricht daher nur unter extremen Bedingungen - Der zweihändige Schlag eines Bergtrolls vielleicht. Der Griff ist aus demselben Material wie seine Rüstung gefertigt und als Zeichen seiner Profession mit Granitspitzen am unteren Rand versehen. Sie genügen, um weichen Wesen Schnitte zu versetzen. Der Kopf hingegen ist massiv und dient zum Zertrümmern von Knochen, Gliedmaßen und Schädeln. Die Flachseiten sind leicht zugespitzt, um sich einfacher in das Fleisch seiner Gegner bohren zu können.
Persönlichkeit:
Bundror legt eine sehr einfache Mentalität an den Tag und ist selbst für einen Zwerg äußerst starrköpfig. Einzig seine Leidenschaften und das Erbe des Nogrot-Volkes bewegen ihn seine Meinungen zu ändern. Viele sind der Ansicht, dass Brocknar Bundror aus einem sehr harten Fels geschlagen haben muss, denn er gehört trotz der heißen Kriegeresse in seinem Herzen zu den ruhigeren Soldaten - Er selbst meint von sich, dass der Steinerne ihn mit dessen scheinbarer Gefühlskälte ausgezeichnet habe. In den Augen Bundrors sollten die Zwerge mit ihren Anliegen unter sich bleiben und die anderen Völker ebenso verfahren. Er hält sich daher zwar aus den Problemen der Oberweltler heraus, aber ist der festen Überzeugung, dass wenn etwas Ungerechtes passiert, man dafür einstehen sollte, es zu beheben. Allein durch solche Worte erkennt man, dass diesem Vertreter des kleinen Volkes seine Ehre mit Sicherheit ebenso wichtig ist, wie das Glück seiner Familie. Für ihn gibt es klare Vorstellungen, was gerecht ist und in keinster Weise würde er davon abweichen, sich für diese Ansichten zu rechtfertigen - Mit Worten oder Gewalt. Bundror jedoch tendiert dank seiner Abstammung immer eher zu Letzterem. Er ist vielleicht ruhiger als die meisten seiner Brüder, aber deswegen nicht weniger bereit für einen gepflegten Schlagabtausch. Dennoch kann er über Niederlagen lachen, wenn er eine Gelegenheit auf Revanche erhält oder die Auseinandersetzung rein freundschaftlich ablief. (Man sollte an diesem Punkt wissen, dass, wenn man einem Zwergenbruder die Nase bricht, dies immer noch aus Spaß und Freude geschieht - Beiderseitig.) Überhaupt ist Bundror ein recht lebenslustiger Geselle. Ab und an wirkt er mürrisch und setzt einen stechenden Blick auf, aber über gute Witze und humoristische Situationen kann er sich amüsieren und grinsen. Seine Kameraden begrüßen das. Er versteht sich gut mit seinem Volk und auch gegen die Menschen hegt er keinen Groll. Selbst einige Elfen sind seiner Meinung nach zu ertragen. Eine Gabe, die den Umstand nach sich zieht, dass Kriegsbrüder ihn gerne in ihren Reihen haben, denn er hört zu und kann reden - Direkt und ohne Umschweife schafft es Bundror, ganz nach Zwergenmanier, Diskusionen auf den Punkt zu bringen ... oder unter den Hammer. Mit viel Leidenschaft berichtet er von den Legenden und Geschichten der Zwerge. Von Zeiten als Drachen noch gejagt wurden und die Berge rein waren. Er ist ein besonders fanatischer Anhänger der alten Traditionen des zwergischen Volkes. Daher ist er auch fest von den Sitten und Gebräuchen überzeugt. Ebenso sieht er Brocknar als einzig wahren Gott und Vater ihrer aller Gestalt an - Er wird niemals jemanden gestatten, das Wort gegen sein Volk zu erheben und dem entsprechend' Unwissenden, Einsicht in das Hirn prügeln. Und das Prügeln hat er oftmals üben dürfen, denn was ein echter Zwerg sein will, geht in die Schenke und feiert das Ende eines guten Arbeitstages mit Fleisch und Bier. Wo allerdings viele seiner Brüder verkommen sind, weiß sich Bundror zu beherrschen. Er liebt den malzigen Geschmack auf seiner Zunge und die Wärme, die der gute Alkohol schenkt, zu schätzen, aber auf Reisen oder unter hoher Gesellschaft greift er lieber zum Wasserbecher oder verlangt weniger Gerstensaft. Es gab einst unschöne Ereignisse in der Welt der Menschen, die ihm diese Lektionen schmerzlich beigebracht haben. Gestein wirkt auf Bundror eine besondere Anziehung aus und er kommt selten umhin, sich die Beschaffenheit von Felsen zu betrachten - Oftmals empfindet er die Baukunst der anderen Völker als Minderwertig, denn die schlagen die Steine entgegen ihrer Maserung heraus und immer wieder überläuft den handwerklich fixierten Zwerg ein Schauer, wenn er schlechte Arbeit sieht. Neben seiner Art als Krieger und Steinmetz fällt auch auf, dass er eine sehr väterliche Rolle gegenüber jüngeren Wesen ausüben kann und weiß sich mit den Jungen und Schnelllebigen auseinander zu setzen. Auch für Geschäfte und Handel hat man als Zwerg natürlich ein Gespür. Alles in allem vereint Bundror einen Großteil der klassischen Zwergeneigenschaften mit einigen innovativen Neuerungen in sich. Am Ende sollte man vielleicht noch erwähnen, dass er das Reiten und das Wasser verabscheut - Auf beiden kann man sehr tief auf den Grund plumpsen und dort bleiben. Er besitzt zudem die außerordentliche Fähigkeit immer genau das zu sagen, was er denkt, denn so etwas wie Angst oder Furcht sind ihm fremd. Gnadenlose Ehrlichkeit.
Stärken:
Neben den natürlichen Stärken eines Zwerges wie Körperkraft, der Resistenz gegenüber Krankenheiten und Giften, ihrem eisernen Willen und der robusten Art, besitzt Bundror einige wenige Besonderheiten, die ihn ausmachen. Das Handwerk als Steinmetz (gut) scheint ihm von Brocknar in die Wiege gelegt worden zu sein und kein Zweiter scheint dem Stein so viel abzugewinnen wie er. Um Längen sieht sich der ältere Zwerg nicht als ein Meister seines Fachs, aber die Begabung macht aus ihm einen recht passablen Schleifer und Schürfer. Vermutlich liegt darin auch das Geheimnis, warum sich Bundror mit einem schweren Kampfhammer besser verteidigen kann (sehr gut) als mit einer scharfen Breitaxt. Tatsächlich kann er geschickter die Hiebwaffe schwingen als andere in seinem Alter. Seine nostalgische und traditionelle Art lassen ihn älter und reifer wirken, er wird dadurch eher akzeptiert und häufig auch unterschätzt - Dies kann in bestimmten Situationen schnell zu einem Vorteil werden. Was nebensächlich, aber erwähnenswert ist, ist die Tatsache, dass er sich nicht schwer damit gibt, Oberflächlern gegenüberzutreten. Eine Stärke, die viele seines Volkes nicht besitzen und daher Bundror mit argwöhnischen Blicken betrachten. Durch seine Haltung gegenüber allen anderen Völkern, obliegt es dem Zwerg nicht mehr, wie sich anderen ihm gegenüber verhalten - Er bleibt bei der festen Meinung, dass die Oberflächler sich um ihre Probleme kümmern und er bei den seinen bleibt. Durch seine Handelsreisen und Botengänge für die Haushaltskasse und den König, kann sich Bundror relativ gut über der Erde bewegen (durchschnittlich). Bei weitem unterliegt er dabei den Elfen, Menschen und anderen Kreaturen, aber dennoch ist es für einen vom kleinen Volk keine schlechte Leistung. Bundror ist sehr kameradschaftlich veranlagt und sieht sich in einer Gruppe niemals als Anführer - Das verhindert Streitigkeiten in einer Gruppe und sollte zu seinen Stärken zählen. Seine Aufgabe entspricht mehr dem stillen Berater oder fanatischem Nörgler - Methoden die er meisterhaft beherrscht. Ebenso sollte man seine Stärken im Faustkampf sehen (durchschnittlich), denn in seinem Alter, hat man schon das ein oder andere Mal ein paar blaue Flecken verdient.
Schwächen:
Auch bei den Schwächen erkennt man den typischen Zwerg in Bundror. Er ist klein. Gut, für einen Zwergen sind 1 Meter 45 groß, aber in der Welt der Oberflächler, die ja alles in ihren Maßen messen, nicht. Rüstung, Hammer und gedrungene Körperstatur machen flinke Bewegungen nicht möglich. Hammerschlag kann auch nicht reiten oder schwimmen - Das liegt nicht gerade an der fehlenden Möglichkeit es zu lernen, eher daran, dass er es nie hatte lernen wollen. Für ihn ist Wasser der reine Tod und alles was größer ist als er selbst, wird nicht bestiegen. Vielleicht nicht so ausgeprägt wie andere seines Volkes, beherrscht die Gier nach Gold und Geld auch Bundror. Er weiß, wie man Geschäfte macht und weiß ebenso, wie man auf seinen eigenen Goldhort achtgibt. Neben dieser Gier, kann es auch schnell zum Verhängnis werden, dass der Hammerschlag viel auf seine Ehre gibt ... er würde lieber gegen eine Übermacht ziehen, als sich feige zu verkriechen. Das bringt neben Ärger und Problemen auch hin und wieder den Tod. Zudem lässt er nicht lange mit sich über seine Gottheit reden und kann schnell handgreiflich werden, was dann meist wieder zum vorher genannten Problem führt. Besonnen bedeutet für einen Zwerg, dass er viel ertragen kann, aber nur, solange es nicht direkt gegen einen selbst, den Gott Brocknar oder das Volk der Zwerge geht. Die Abneigungen und die offene Art des Zwerges bringen häufig andere zum kochen und viele Völker kommen mit der gnadenlosen Ehrlichkeit Bundrors nicht zurecht. Sein Hang zum Tabakkraut haben seine Sinne schon etwas benebelt und er genießt es ab und an zu oft und an den falschen Stelle ... nicht zu oft, haben Räuber in der Nacht sein Lager gefunden, weil er bis spät an der Pfeife zog. Sein höheres Alter sollte man ebenso bedenken, wie seine körperlichen Stärken, denn beides relativiert sich mehr als deutlich. Er ist bei weitem nicht mehr so schnell wir vor vielleicht 40 oder 50 Zyklen.
Lebensgeschichte:
Bundror war ein Winterkind und geboren als die Oberwelt in Weiß gehüllt dar lag. Er war der dritte Sohn, welcher der Verbindung Milfna und Gnarlf entsprungen und somit dritter Erbe der Kasten- und Familienrechte war. Seine beiden Brüder Urlfan und Hundir waren bereits in die Reihen der Männer aufgenommen worden und so begab es sich, dass Bundror ein Leben voller Pflichten und weniger Rechte führte. Als jüngstes Kind hatte er seinen älteren Geschwistern Respekt zu zollen, lernte mit den Jahren seiner Reife wie wichtig die Gesetzte der Klans untereinander waren. Ihm waren bereits damals Gerüchte zu Ohren gekommen, dass ein Teil der Silberbärte aus den östlichen Tunneln sich gegenseitig umbrachten, da niemand sich dem anderen unterwerfen wollte. Für den damals jungen Zwerg vollkommen unverständlich. Zwar würde auch Bundror sich niemals Hundir oder Urlfan unterwerfen, aber er akzeptierte seine Rolle im großen Spiel der Hierarchie seines Volkes. Seine Zeit würde kommen und auch er würde an der Seite seines Vaters in Schlachten ziehen oder voller Stolz seine Schmiedearbeiten präsentieren. Erst viele Jahre später, als es daran ging die Jugend hinter sich zu lassen und neben der Kriegskunst auch ein Handwerk zu erlernen, viel Bundror und seinen Eltern auf, dass er keine Talente in der Verarbeitung von Metall aufwies. Viel mehr begeisterten ihn Felsen, Schliffe und Gesteinsarten. Obwohl sein Vater Gnarlf gegen den Beruf als Steinmetz war, konnte Milfna ihren Mann davon überzeugen, den Sohn ziehen zu lassen und bis heute hatten es weder der Jüngste noch der Älteste der Hammerschlags bereut.
Doch auch die Kindheit verflog im Wind der Welt und für den einst jungen Bundror war der Moment der Axtweihe gekommen. Dem Ritual, das jeder junge Krieger der Stämme und Klans herbeisehnte, seit er seine Rolle im Gespinst des Schicksals erkannt hatte. Da er keine sonderlich großen Talente im Schmieden besaß, wurden die Wochen der Vorbereitung zu einer Zerreißprobe für ihn und seinen ältesten Bruder Urlfan - Oftmals prügelten sie sich und versuchten Meinungsverschiedenheiten aus dem Weg zu räumen, bis das endliche Ergebnis ein Kettenhemd mit lockeren Ringen und eine schartige Axt war - Eine Beleidigung für die Ahnen, aber ruhmreich, sollte mit diesen Mitteln die Weihe erfolgreich abgeschlossen werden. So waren die Tage schnell vergangen und schon bald entsandten die hohen Räte den jungen Bundror an die Oberfläche, deren Decke fehlte und es wirkte, als würde man jederzeit in den Himmel stürzen können. Erst nach drei Tagen Jagd auf ein geeignetes Tier gewöhnte sich Hammerschlag an die seltsame Weite über seinem Kopf. Am vierten Tag, als er am Lagerfeuer saß und einen Hasen mitleidig anschaute, der nackt über den Flammen brutzelte, vernahm der junge Zwerg ein tiefes Grollen in seinem Rücken und erkannte sein Ziel: Mit goldgelben Augen, struppigen Fell und fletschenden Zähnen lauerte ein Wolf im Dickicht des Waldes - Er wurde vom Duft des Fleisches angelockt und fand eine größere Beute als den Hasen. Allerdings wehrte diese sich verbissen. Das Kettenhemd wurde immer wieder den Zähnen des Wolfs ausgesetzt und als Bundror mit aller Kraft zu einem Schlag ansetzte, platzten die Verbindungen an der Brust auf. Die Ringe vielen polternd zu Boden und eine breite Angriffsfläche bildete sich für die Reißzähne. Nur mit viel Mühe und einigen, tiefen Schnitten schaffte es Bundror der Bestie den Kopf abzutrennen, als diese sich in seinem Arm verbissen hatte. Hoch erfreut über seinen mit Blut erkauften Sieg, band er sich die Trophäe an den Gürtel und machte sich auf den Heimweg.
Als er jedoch nach beinahe 10 Tagen Abwesenheit wieder zurückkehrte, erfuhr Bundror, dass seine Brüder in einen Kampf gezogen wurden, in dem sie, bezwungen von den dunklen Spitzohren, fielen. Die Trauer der Familie war groß und selbst die Rückkehr des Jüngsten und nun zum Mann ernannten Sohnes, konnte die Enttäuschung über das frühe Ableben von Ulfran und Hundir nicht überschatten. Nach den fünf Tagen der Tränen und der Erinnerungen, feierten die Raueisens und Feinschleifer ihre gefallenen Helden und lobten den dritten Spross Gnarlfs für seine Rückkehr. Gleichzeitig beteuerte man, dass die Brüder stolz auf ihren Kleinen gewesen wären - Eine große Ehre, selbst heute noch.
In den kommenden Jahren nahm Bundror eine immer wichtigere Rolle als Hammerschlag ein. Sein Vater verbrachte viel Zeit mit seinem letzten Sohn, zeigte ihm den Kampf mit dem Hammer und gleichsam bewunderte er die scharfen Augen Bundrors für die Feinheiten des Steins. Selbst die Rüstung für das älteste Kind der Familie ging an ihn.
Die meisten meinten, dass es Zeit wäre, für Bundror eine Frau zu finden und durch die dünner werdenden Bande zwischen den Feinschleifern und Raueisens, legte man fest, dass das letzte Kind Gnarlfs das erste Kind Jibas heiraten sollte, dem Onkel Bundrors - Zweiten Grades. Die schöne Tochter hörte auf den Namen Mina und war nicht nur von außen ein Prachtweib, sondern erwies sich als tüchtig, liebevoll und nachsichtig. Tugenden, die zu teilen auch bald auf den Ehemann übergingen. Die Hochzeit war groß, für ihre Verhältnisse und einige Beigaben aller Familien brachten das neue Glück zu neuem Wohlstand. Das ihre Heirat arrangiert war, störte beide nicht. Bundror behandelte sie gut und sie war ihm eine gute Frau. Allerdings stellte er fest, dass das Leben ohne Weib, sehr viel mehr Freiheiten hatte. Frauen und Bier ... seit der Heirat, hatte sich der Alkoholkonsum des Mannes reduziert und auch Frauen betrachtete er nicht mehr länger als Bettgefährtinnen. (bis auf seine Angetraute)
In den Jahren, die er nun schon in der Armee ihres Königs diente, war Bundror viel an der Oberfläche gewesen und hatte dort Handel getrieben. Ab und an war er auch auf Botengängen für die Zwerge, wenn es galt, den Menschen in ihren Landen Nachrichten zu überbringen oder den entfernten Truppen in neu zu erschließenden Tunneln Befehle zu erteilen. Kurz bevor er von seiner letzten Reise zurückkam, gab es sogar einen Moment, indem ein Elf sein Leben retten konnte. Er dankte ihm zwar nicht, aber von diesem Zeitpunkt an, sah er einen kleinen Teil der Spitzohren als weniger schlimm an, als es die meisten offenbarten. Jedoch hütete er sich bis heute, dies jemanden von seinem Volke zu erzählen. Bei seiner vorletzten Reise, wurde sogar sein Sohn geboren. Bigo. Erst nach seiner Rückkehr, war der neue Vater so begeistert, dass er das gerade verdiente Handelsgeld zur Feier in der Taverne ausgab. Sein Sohn ist heute 20 Jahre alt und er ist froh, mit seiner Familie glücklich zu leben. Er war nie ein großer Held und hatte es auch nie wirklich gewollt, aber wie man auch die Luft nicht sehen kann die man atmet, so kann man auch das Schicksal nicht erkennen, dass einen vorran treibt ... wer weiß, was unserem Zwerg auf einer seiner Reisen alles widerfahren könnte ....
Inventar:
[Rucksack]
Pfeife und Stopfkraut mit Feuersteinen
Wasserflasche und eine Tasche für/mit Proviant
Messer
Karten und andere Dinge zur Orientierung an der Oberfläche
Brocknar-Talisman
Reiseumhang gegen Kälte und Niederschlag
[Sonstige Plätze]
Geldbeutel
Zwergen-Kriegshammer "Ruknir"
Klanrüstung der Raueisen




