Eleazar

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Beitrag von Eleazar » Freitag 21. September 2012, 22:21

Eleazars Steckbrief
Name: Eleazar

Rasse: Shyáner Elfe

Alter: 26 Jahre

Geschlecht: weiblich

Beruf: Schneiderin/ Kundschafterin

Heimat: Shyána Nelle

Gesinnung: gut

Magie: keine

Sprache: Celcianisch, Lyrintha, Tabiji, Lerium

Religion/Glaube: Florencia und Phaun

Aussehen:
Eleazar ist 1,85 cm groß und hat eine schlanke und athletische Statur. Ihre Hautfarbe ist hell mit einem Hauch von Sonnenbräune. Ihre Arme sind zierlich und lang, ebenso wie ihre Hände. Ihre blonden Haare reichen ihr bis zur Hüfte. Meistens hat sie diese jedoch zu einem hohen Pferdeschwanz gebunden, der im Laufe des Tages leicht zerzaust. Dies verleiht ihr einen wilden, jedoch keinen unordentlichen Ausdruck. Die Augen von Eleazar sind tief violett und strahlen in der Sonne. Ebenso strahlend sind ihre goldenen Tätowierungen in ihrem Gesicht. Diese hat sie sich aus Dankbarkeit zu dem Götterpaar Phaun und Florencia stechen lassen. Obwohl Eleazar keines Falls eingebildet ist, legt sie viel Wert auf ein gepflegtes Äußeres, auch Schmuck ist sie daher nicht abgeneigt. Sie trägt meisten den Goldschmuck, den sie von ihrer Mutter geschenkt bekam. Eine Halskette mit einer kleinen Sonne in einem Ring ziert ihren Hals. An ihren überdurchschnittlich langen Ohren hängen meist Ohrringe. Nur selten legt Eleazar ihren Schmuck ab, da er für sie ein Glücksbringer ist. Mit ihrer Kleidung ist die Elfin nicht so speziell. Ihre Alltagskleidung ist meistens in grünlichen Farben. Am liebsten trägt Eleazar natürlich die Schneiderkunst ihrer Mutter, doch die gibt es nur zu besonderen Anlässen. Nur selten schneidert sich Eleazar selbst Kleidung, da sie viel mehr Freude daran hat anderen etwas zu schneidern. Begegnet man Eleazar zum ersten Mal, so wird sie oft fälschlicherweise als eingebildet eingeschätzt. Das liegt zum größten Teil an ihrem Blick, den sie aufsetzt, wenn ihrer Aufmerksamkeit nichts gilt. Diesen hat sie von ihrer Mutter geerbt. Beobachtet man sie jedoch länger, so weiß man bald, dass Eleazar die meiste Zeit eine gute Laune an den Tag legt. Sie strahlt die Freude geradezu aus, die sie hat, wenn sie einer ihrer Lieblingsbeschäftigungen nachgeht. Überhaupt sieht man Eleazar ihre Gefühle immer an. Sie hat es nicht gelernt, ihre Gefühle zu verbergen, zu mal sie auch nicht verstehen würde warum. Wenn man traurig ist, dann muss man die Gefühl nach außen hin loswerden oder warum sollte man seine Freude nicht mit seiner Umwelt teilen. Kannte man Eleazar, so konnte man in ihr lesen wie in einem offenen Buch, wenn man sie verstand.

Persönlichkeit:
Nichts ist Eleazar heiliger als Frieden, Harmonie und Freundschaft. Ihr ganzes Leben war geprägt von Liebe und Geborgenheit. So ist sie auch von Natur aus ein sehr gelassener Elf, der sich so gut wie nie streiten. Sie weiß nicht wie es ist, blinde Wut zu spüren. Daher ist sie auch sehr behutsam im Umgang mit anderen Lebewesen. Verletzen könnte sie keine, auch wenn sie weiß, dass es für das Überleben notwendig wäre. Doch auch diese Notwendigkeit hat sie nie kennen gelernt. Für ihre Familie und Freunde würde sie alles tun. Im Grunde würde sie das auch für Fremde tun. Ihre Gutmütigkeit hat sie von ihrer Mutter geerbt. Ihre Neugier hat sie von ihrem Vater. Sie liebt es neues Wissen in sich aufzunehmen und etwas über andere Völker zu lernen. Daher ließ sie sich auch liebend gerne zur Kundschafterin ausbilden.

Stärken:
Eleazar kann gut mit Nadel und Faden umgehen, da sie die Schneiderkunst schon früh von ihrer Mutter gelernt hat. Mit ihren zierlichen Fingen kann sie sehr geschickt umgehen und auch die feinsten Schneidereien verrichten. Ihr großes Talent liegt jedoch im Lernen von anderen Sprachen. Bei einem alten Elf hat sie die Sprachen der Dunkelelfen und der Affenhybriden erlernt. Ihr fällt es sehr leicht Dinge zu lernen und hat ein sehr gutes Gedächtnis. Körperlich gesehen ist Eleazar nicht so fit, wie in ihrem Geiste. Mit Waffen kann sie kaum umgehen. Höchsten mit einen Dolch wild um sich fuchteln. Durch einen Elfen aus Neryan hat sie ein paar Grundlagen erlernt, doch gerne beschäftigt sie sich damit nicht. Durch ihre überdurchschnittlich großen Ohren kann Eleazar sehr gut hören.Ebenso vermag sie sich durch den Wald zu schleichen. Droht Gefahr klettert sie jedoch lieber auf einen Baum und versteckt sich. Als Kind ist sie oft mit ihren Freundinnen klettern gewesen und hat so gelernt sich auf den großen Waldbewohnern zu bewegen.

- Dolchkampf (rudimentär)


Schwächen:
Da Eleazar sehr gutmütig ist, ist es nicht schwer sie auszunutzen. Außerdem sind ihr Attribute wie Hass, Niedertracht oder Hinterhältigkeit völlig fremd. Sie schaut naiv in die Welt und kennt die lauernden Gefahren nicht. Eine militärische Ausbildung hat sie nicht. Gegen Gegner mit Waffen ist sie wehrlos und kann sich nur verstecken. Elfen im Shyána Nelle leben im Paradies, doch in der Welt außerhalb ihrer Stadt sind sie fremd und hilflos, so auch Eleazar.

Lebensgeschichte:

Wichtige Personen
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Isar- Mutter von Eleazar
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Soda- Vater von Eleazar
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Esmara- Hebamme
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Brodo- Lehrer
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Cailan- Verlobter


Ein neues Leben
Das Fest des neuen Anfangs. Das beliebteste Fest der Shyáner Elfen. An keinen anderem Tag liegt so viel Harmonie und Friedlichkeit, in denen die Elfen schon unzählige Jahrhunderte lebten, so greifbar in der Luft. Die Elfen säuberten ihre Häuser, wuschen ihre schönsten Kleider und bedienten sich der Natur um ihre natürlich Schönheit noch mehr zur Geltung zu bringen. Aus Beeren wurden die verschiedensten Haarfarben gemischt und aus Pflanzen des umliegenden Urwalds erlesene Pasten für die Haut gefertigt. Gerade die jungen Elfen putzten sich besonders heraus. Denn wer wusste schon , mit wem man letztendlich den Abend teilen würde. Im Palast war schon in den frühen Morgenstunden reges Treiben. Auch dort wurde geputzt und geschmückt. Weinfässer wurden herbeigerollt und die Bäcker, Fleischer und Fischer trugen ihre Köstlichkeiten für das große Fest in den Palast. Doch keiner an diesem Tag war wohl so glücklich wie Isar und Soda. Das Ehepaar lebte in einem geräumigen Haus in Shyána Nelle. Keiner von beiden war je außerhalb der Stadt gewesen. Warum auch? Hier hatten sie alles was sie brauchten und mehr. Sie wussten nicht viel über die Völker, die jenseits ihrer Stadt lebten. Sie wussten nur, dass es keinem anderen Volk so gut ging wie ihrem. Florencia und Phaun persönlich mussten dieses Paradies für sie erschaffen haben. Ihr Volk war etwas besonderes. Ein Geschenk der Götter, das geachtet und geschützt werden musste. Grenzenlose Dankbarkeit durchflutete Isar, nicht nur für das Paradies. Isar war 280 Jahre alt und schwanger. Viele Elfen bekamen gewöhnlich früher ihren ersten Nachwuchs, doch bei ihr und Soda hatte es ein wenig länger gedauert, bis sie sich füreinander entschieden haben. Nun waren es schon 100 Jahre, in denen sie die Freuden im Paradies geteilt hatten. Beide hielten es für ein Zeichen der Götter, dass gerade heute ihr Kind geboren werden sollte. Bereits vor Sonnenaufgang hatten die Wehen bei Isar eingesetzt. Soda, der in seiner Kindheit das Handwerk des Bäckers erlernt hatte und bis zum heutigen Tag perfektioniert hatte, musste schon früh in die Bäckerstube. Die Gutmütigkeit ihrer Königin, die einmal im Jahr das ganze Volk in ihr Palast einlud, musste durch fleißige Bereitwilligkeit der Elfen zu helfen, belohnt werden. Daher war Soda zwischen seiner Frau und seiner Aufgabe Brote für das Fest vorzubereiten hin und her gerissen. Isar hatte zwar Schmerzen, doch war sie den Göttern selbst dafür grenzenlos dankbar. Sie beruhigte ihren Mann und schlug vor Esmara zu ihr zu rufen. Esmara war eine sehr alte Elfin, mehre Jahrhunderte alt. So genau wusste das keiner. Sie wurde jedoch von allen Bewohnern Shyána Nelles geachtet und verehrt. Wenn es um Krankheiten und Verletzungen ging, wusste Esmara stets eine passende Heilpflanze hervor zu holen. Selbst die schwierigsten Geburten verliefen dank ihr ohne die geringsten Komplikationen. Sie bei Isar zu wissen, beruhigte Soda und er lief sofort zur Hütte der Alten. Esmara willigte sofort ein, Isar zur Hilfe zu kommen. Die Hilfsbereitschaft in Person, so dachten viele über die alte Elfin. Mit beruhigten Gewissen konnte sich Soda zu seiner Arbeit aufmachen. Er freute sich schon sehr auf die Tagesstunde, in der sein Nachwuchs zum ersten Mal das Paradies erblicken würde.

Die Stunden vergingen wie im Flug. Alle Elfen waren aufgeregt auf das bevorstehende Fest. Wenn die Sonne ihren höchsten Stand erreicht hatte, war es endlich soweit. Währenddessen kämpfte Isar mit den Wehen. Sie kamen in immer kürzer werdenden Abständen. Esmara kümmerte sich geduldig um die werdende Mutter. Versorgte sie mit Kräutertee und nahm ihr die Angst der Geburt. Dann war es endlich soweit. Die Wehen wurden unerträglich und die Geburt begann. Esmara ging zum Fenster und spähte hinaus. Sie erkannte einen jungen Elfen, der gerade dabei war die Blätter auf dem Weg wegzufegen. Sie rief ihn zu sich und wies ihn an Soda aus der Bäckerstube zu holen. Sofort ließ der Elf den Besen fallen und eilte los. Es dauerte nicht lange da war Soda schwer atmend zu Stelle. Zusammen mit Esmara begleiteten sie nun Isar bei der Geburt. Mehre Stunden vergingen. Das Fest im Palast der Königin hatte schon begonnen.Von Isars und Sodas Haus konnte man die fröhliche Musik und das Grölen der feiernden Elfen hören. Doch das einzige Geräusch das die neuen Eltern faszinierte war das Schreien ihres Kindes, ihrer Tochter. Eleazar. Das war nun der Name der kleinen Elfin, die schon jetzt leuchtend violette Augen hatte und neugierig in die Augen ihrer Eltern blickte. Euphorisch wies Soda Esmara an das Kind zu säubern. Er selbst half Isar auf die Beine. Dank der guten Pflege von Esmara ging es ihr außerordentlich gut. Die alte Elfin war nicht sehr begeistert über Sodas Plan. Sie wusste wo es hingehen sollte, wollte aber die Freude der beiden an so einen Tag nicht trüben. Als Eleazar gesäubert wurde, wickelte sie ihr Vater in ein rotes seidenes Tuch. Dann nahm er Isar an die Hand und beide machten sich auf den Weg zum Palast. Jeder sollte wissen, dass nun einer neuer Bewohner im Paradies Shyána Nelles war und das gab Soda auch lautstark zum Ausdruck. Im großen Saal war die Feier schon voll im Gange, als die kleine Familie eintrat und ihr Glück Kund tat. Alle Elfen gratulierten ihnen und machten der geschwächten Isar Platz. Selbst die Königin erhob sich und gab der Familie ihren Segen. Esmara beobachtete noch einen kurzen Augenblick die ausgelassene Feier und spürte das Glück und den Frieden. Doch diese Feiern waren nichts mehr für die Alte. Isars Geburt hatte fast den ganzen Tag in Anspruch genommen und sie kam nicht dazu sich um ihren Kräutergarten zu kümmern. So drehte sie dem Fest den Rücken zu und machte sich auf den Weg zu ihrer Hütte. Zudem hatte sie schon lange das Fest gemieden, seit diesen verhängnisvollen Tag...


Eine glückliche Kindheit
Schnell war Normalität in die kleine Familie eingekehrt. Soda ging weiter seinem Handwerk als Bäcker nach und Isar ihrem als Schneiderin. Nun tat sie dies allerdings von zu Hause aus, denn Eleazar brauchte viel Aufmerksamtkeit. Schon früh zeigte sich, wie neugierig die kleine Elfin ist. Als sie das laufen gelernt hat, musste sie das ganze Haus erkunden. Sie zwängte sich in die kleinsten Ecken und jagte ihren Eltern schon den einen oder anderen Schrecken ein, weil sie dachte ihre Tochter wäre verschwunden. Eleazar sollte die schönste Kindheit haben, die eine Elfin im Paradies nur haben konnte. Mit vier schickten die Eltern Eleazar in eine Art Vorschule. Zusammen mit anderen Kindern besuchte sie einmal in der Woche den Elfen Brodo. Er war ebenfalls wie Esmara sehr alt und widmete sich der schulischen Ausbildung für die jungen Elfen. Er brachte ihnen die Geschichte der Shyána Elfen bei und erzählte ihnen, dass es noch andere bemitleidenswerte Völker gab. Mehr musste man als Elf hier nicht wissen. Eleazar saugte das Wissen förmlich wie ein nasser Schwamm auf und wollte immer mehr wissen. Sie liebte die Stunden bei Brodo, außerdem war sie mit Kindern aus ihrem Alter zusammen und wenn der Unterricht vorbei war, durften sie immer noch miteinander spielen. Die kleine Elfin hatte viele Freunde und genoss in allen Zügen ihr Leben. Sie hatte Eltern, die sie liebten, ein schönes zu Hause und jede Menge Spaß beim erkunden der Stadt. Trauer, Schmerz oder gar Hass? Das waren nur Wörter, die aus irgendeinen Grund existierten. Zwar war sie manchmal traurig, wenn ihre Mutter ihr etwas verbot oder sauer war, wenn sie einen Streich gespielt hatte, doch im Grunde genommen waren das nur Kleinigkeiten. Wie Brodo es immer sagte, Florencia und Phaun setzten ein Stück Himmel auf Erden. Brodo sah viel Talent in die kleine Eleazar und wollte ihr etwas ganz besonderes beibringen. Fremde Sprachen. Lyrintha sprachen alle Elfen in Shyána Nelle, er aber wollte Tabija, die Sprache des Urwaldes beibringen. Brodo lebte ein paar Jahre an der Grenze zu den Affenhybriden und konnte so deren Sprache erlernen. Eleazar war sofort Feuer und Flamme für diesen Vorschlag und hatte von da an privaten Fremdsprachenunterricht bei dem Elf. So vergingen die Tage, die Monate und die Jahreszeiten. Eleazar wuchs heran und füllte ihren Krug mit Wissen, wie es Brodo immer ausdrückte.

Ein neuer Pfad
Eines Tages zog Brodo Eleazar nach dem Unterricht zur Seite und bat sie mit ihm ein Stück spazieren zu gehen. Es war gerade Herbst und die Blätter fielen in vielen bunten Farben zu Boden und bildeten ein Kunstwerk für sich. Mittlerweile war Eleazar 15 und beherrschte die Sprache der Tabija. „Ist es nicht ein wunderschöner Tag junge Blume?“ So nannte der Eleazar immer, weil sie als Kind gerne Blumen um sich hatte und sogar gegessen hat, wenn man nicht auf sie aufpasste. „Ja, das ist es. Aber welcher Tag ist dies nicht in Shyána Nelle?“ antwortete sie fröhlich und grinste breit. Brodo nickte und schaute in den Himmel, seine Arme waren hinter den Rücken verschrenkt. „Wie wahr..“ Er blieb stehen und Eleazar stoppte ebenso abrupt und sah fragend zu ihm auf. „Du bist nun schon 15 junge Blume. Andere heiraten und viele haben schon längst ihren Weg eingeschlagen.“ Eleazar wusste worauf er hinaus wollte. Die meisten ihrer Freundinnen hatten schon angefangen ein Handwerk zu erlernen. Fabienne zum Beispiel hatte bei einer Schneiderin angefangen und hatte nun öfters sehr schöne Kleidung an. Das machte Eleazar ein bisschen eifersüchtig, doch tief in ihrem Herzen gönnte sie es der Freundin. Sie seufzte „Brodo,. Ihr habt Recht. Ich bin nun zu den Punkt gekommen, an dem ich mich entscheiden muss.“ Sie lächelte „Den Weg meines Vaters werde ich nicht einschlagen, ich werde bei meiner Mutter in die Lehre gehen“ Brodo sah sie mit großen Augen an und schüttelte den Kopf. Die Reaktion ihres Lehrers empörte sie leicht. „Meine Mutter ist eine sehr gute Schneiderin, selbst der Königin schneidert sie bezaubernde Kleider. Die Leute sagen, dass Florencia ihr das Geschick für so etwas Schönes in die Wiege gelegt haben muss.“ Der alte Elf räusperte sich und legte Eleazar eine Hand auf die Schulter „Eleazar, ich würde niemals die Kunst deiner Muttern verschmähen. Sie ist sehr begabt und jeder hier weiß das. Es geht aber eher um dich.“ Er setzte sich nun auf einen umgefallenen Baum und bat Eleazar sich zu setzen. „Ich kenne dich, seit du geboren wurdest. Ich habe dich gelehrt und kennen gelernt. Du bist schlau und sehr wissensbegierig. Hast du schon mal überlegt etwas anderes zu tun? Einen anderen Pfad zu begehen, als den deiner Eltern?“ Eleazar dachte kurz nach, doch sie wusste nicht so Recht, was er wohl meinte. Brodo sprach weiter „Ich bin sehr alt.“ Er musste selbst bei seiner Aussage kichern, war er doch noch ganz fit unterwegs. „Ach kleine Blume, du musst noch viel lernen. Daher verrate ich dir gleich meine Absicht. Ich möchte dich zu meiner Nachfolgerin ausbilden. Es kommt nicht oft vor, das Fremde sich hier verirren. Gerade weil diese primitiv lebenden Tabiki hier im Urwald leben. Die schrecken viele Reisende ab, in diesen Teil Celcias zu kommen. Doch ab und an kommt es vor. Du weißt doch noch, Cailan“ Eleazar nickte. Sie konnte sich gut an den merkwürdigen Fremden erinnern, der eines Nachts an den Toren ihrer Stadt klopfte und um Einlass bat. Jeder, der um Einlass bat, wurde hereingelassen. Das war schon immer Tradition. Gastfreundschaft wurde groß geschrieben in Shyána Nelle. Jeder Elf wurde diese Eigenschaft in die Wiege gelegt. Dennoch hielten die Stadtwachen alle Fremden unter Beobachtung und die Königin selbst entschied, wie weit die Gastfreundschaft ging. Nun, so war es auch mit Cailan, der bei Anbruch des Tages die reinste Attraktion für die Elfen in der Stadt war. Auch Eleazar drängelte sich ganz nach vorne, um einen Blick auf den Fremden zu werfen. Äußerlich unterschied sich der Elf nicht großartig von den Elfen ihres Volkes. Er hatte kleinere Ohren und nicht so spitz, doch sein Teint, die Größe und die Haarfarbe ähnelte schon sehr der Ihresgleichen. Doch seine Kleidung war alles andere als hübsch. Eleazar hätte diese eher als praktisch bezeichnet. Graue Farben, einfacher Schnitt und keine hübschen Accessoires, wie es eigentlich in ihrer Stadt Mode war. Sie selbst trug viele Armreife und Ringe, die sie von ihren Eltern geschenkt bekommen hatte. Brodo gesellte sich zu dem Fremden. Er war immer derjenige, der Besucher der Stadt willkommen hieß und ihnen die Regeln erläuterte: Keinen Ärger machen, die Shyáner zu achten und ansonsten nicht all zu lange zu bleiben. Harmonie war das A und O. Und schon gar ein Fremder durfte keine Unruhe in die Stadt bringen. Nach dem Brodo und der fremde Elf ein paar Worte miteinander gewechselt hatten, rief er Eleazar zu sich. Neugierig trat sie näher und begrüßte den Fremden „Willkommen in Shyána Nelle. Mein Name ist Eleazar, Schülerin Brodos.“ Sie verneigte sich leicht. Der Fremde tat es ihr gleich „Vielen Dank. Mein Name ist Cailan. Ich komme aus dem Dorf Neryan.“ Brodo räusperte sich „Eleazar, Cailan wird bei euch wohnen. Soda und Isar haben eins der größten Häuser“ wandte er sich an Cailan. Dieser nickte dankbar. Eleazar wusste, dass Fremde meistens in das Haus ihrer Eltern einquartiert wurden. Sie hatten ein großes und geräumiges Haus, mitbekommen hatte sie dies allerdings noch nie. Nun ja, Cailan zog ein und ging nicht mehr weg. Er fühlte sich so wohl, dass es ihm schwer fiel die Stadt wieder zu verlassen. Er blieb und wurde geduldet. Auch die Königin hatte nichts gegen seinen Daueraufenthalt. Er verhielt sich ruhig und half bei der Arbeit fleißig mit.
Eleazar sah Brodo an „Cailan kam als Fremder und blieb als Freund. Er hatte es nicht sehr leicht am Anfang. Unsere Bräuche und Sitten waren ihm vollkommen fremd. Ihr habt ihn alles beigebracht, was man wissen muss, um hier zu leben.“ Sie kicherte „Und ihr habt gute Arbeit geleistet.“ Der alte Elf nickte selbstzufrieden. „Ja, wie wahr. Es kommt nicht oft vor, dass jemand kommt und bleibt. Schon allein, da unsere liebe Königin dies selten duldet, um genau zu sein das erste Mal.“ Nun sah er Eleazar direkt an „Es erfordert viel Geduld und Wissen mit Fremden umzugehen. Sitten, Bräuche, Sprachen... andere Völker können so unberechenbar wie das Meer sein. Die meisten interessiert es nicht, was außerhalb Shyána Nelles geschieht.“ Eleazar nickte und schaute vor sich in den Himmel „Es gibt kaum jemand, der je Außerhalb war. Außer dir... ich verstehe.“ Brodo stand auf und grinste „Wunderbar! Mit deinen Eltern habe ich schon geredet. Du darfst zweimal die Woche zu mir kommen. Den Rest der Woche musst du deiner Mutter im Haushalt helfen. Und du wirst bei ihr Unterricht in der Schneiderkunst nehmen. Sie bestand darauf, dass du wenigstens eine Handwerkskunst zu deinen eigen machst.“ Die junge Elfin schluckte. Das bedeutete viel Fleiß von ihr, aber es sah ihrer Mutter ähnlich. Isar war so stolz auf ihre Tochter, dass sie ihr am liebsten die ganze Welt zu Füßen legen würde. Sie hielt es für ein Geschenk, die Kunst des Schneiders weiter geben zu können. Eleazar war es Recht, dürfte sie dann nur auch bei Brodo weiter lernen. Weiter noch, sie sollte irgendwann seinen Platz einnehmen. Das war für sie ein wahres Geschenk.

Lehrjahre sind Herrenjahre
Schon ein paar Tage, nachdem Brodo Eleazar seinen Plan mitgeteilt hatte, ging die Ausbildung auch schon los. Zweimal die Woche stand sie schon vor Sonnenaufgang bei dem alten Elf vor der Hütte, der sie in die Geheimnisse eines Kundschafters einwies. Vielmehr als das Kundschaften, war die Diplomatie für ihr Volk von großer Bedeutung. Es war wichtig zu wissen, mit Fremden umzugehen und deren Sitte und Bräuche zu kennen. Aber auch die Geschichte, Sitten und Bräuche ihres eigenen Volkes musste sie in- und auswendig kennen. Es war für Eleazar überaus spannend mehr über die anderen Völker zu lernen. Zugegeben, Brodos Ausführungen blieben alle sehr oberflächlich, dennoch war sie fasziniert von den Geschichten. Doch so gerne sie mehr und mehr Wissen in sich aufnehmen wollte, sie durfte ihre anderen Pflichten nicht vergessen. Das hieß für Eleazar, dass sie auch bei ihrer Mutter in die Lehre gehen musste. Isar war eine hervorragende Schneiderin und vermochte aus den unscheinbarsten Stoffen ein Traumkleid zu fertigen. Schönheit war für sie ein Ausdruck des Lebens. Zum Paradies gehörte es einfach dazu. Sie dankte Florencia täglich für die Geburt ihrer Tochter. Nun war es an der Zeit ihren Sinn für Schönheit an Eleazar weiter zugeben. Für die 15-jährige Elfin ein großes Vergnügen. Ihre Mutter zeigte ihr aus welchen Beeren man Haarfarbe herstellen konnte und welche Pflanzen besonders pflegend für die Haut waren. Das waren jedoch nur nebensächliche Dinge, die Eleazar beigebracht wurden. Ihre Hauptausbildung lag in den Umgang mit Nadel und Faden. Für die Elfin ein Handwerk, das sie leicht zu erlernen vermochte. Shyána Elfen haben von Natur lange zierliche Hände, die viel Geschick erlaubten. Eleazar machte diese Aufgabe sogar Spaß. Das Beste für sie waren jedoch die Stunden mit ihrer Mutter. Sie liebte ihre Mutter über alles und sah in ihr ein großes Vorbild. Isar war eine wahre Schönheit der Natur. Ihre Haut war ohne Makel. Geschwungene Lippen, verführerische Augen, Haare geschmeidig und glänzend. Das war Isar. Viele würden sie auf den ersten Blick für arrogant halten. Wer sie jedoch näher kannte, wusste, dass die herzensgut war. Eleazar konnte viel bei ihrer Mutter über das Schneidern und die Bewahrung der Schönheit lernen. Zusammen mit den Stunden bei Brodo hatte sie nicht mehr viel Freizeit. Sie achtete jedoch sehr darauf, dass sie genügend Zeit für ihre Freundinnen hat. So war ihr Leben sehr ausgelassen und aufregend. Jeden Tag konnte sie aufs Neue lernen.

Cailan
Wo fängt man nur an, wenn es um Cailan geht. Er kam eines nachts als Fremder in die Stadt und wurde als Gast aufgenommen. Im Haus von Isar und Soda bekam er Unterkunft und wurde ein wertvoller Helfer. Morgens ging er zusammen mit Soda in die Bäckerstube und verrichtete Lehrlingsarbeiten. Abends zu Hause half er Isar bei der Hausarbeit. Auf Eleazar wirkte der neldorethische Elf faszinierend. Sie unterhielt sich oft in den Abendstunden mit den Besucher und so kamen sie sich näher. Eleazar interessierte sich besonders für die Heimat von Cailan und warum er überhaupt nach Shyána Nelle gekommen war. So führte auch in einer mondhellen Nacht das Gespräch auf dieses Thema.
„Wieso hast du denn nun dein Heimatdorf verlassen?“ Neugierig sah sie Cailan an, der sie verführerisch anlächelte. „Fernweh.“ sagte er knapp. Ein Wort, dessen emotionale Verbindung Eleazar nicht kannte. Sie lebte in einem Paradies und konnte sich nicht vorstellen jemals zu gehen. Brodo hatte ihr oft gesagt, dass andere Völker es nicht so gut hatten. Behutsam wollte sie sich vorwagen. „Ich habe vieles gelernt über dein Volk. Es heißt, sie seien eng mit der Natur verbunden und wären wahre Meister in der Pferdezucht. Nun... es ist wohl dennoch nicht Shyána Nelle hm?“ Cailan sah sie nun direkt mit seinen blauen Augen an. Er wusste wie hier über die Heimat gedacht wurde und natürlich wie man über andere Völker dachte. „Man kann überall das Paradies finden. Es hat nichts mit den Häusern einer Stadt oder den Bewohnern zu tun. Selbst im tiefsten Wald könnte man es finden, das persönliche Glück.“ Eleazar verzog nachdenklich das Gesicht und wurde leicht verlegen, weil sie nicht genau wusste, was Cailan meinte. „Was gäbe es dort zu finden? Monster und grauenvolle Dinge.. Aber bist du an einem Ort voller Frieden und Glück, dann musst du dich gar nicht erst auf die Suche begeben. Du bist vor zwölf Jahren herkommen und bist immer noch hier. Also scheint es dir ja sehr zu gefallen.“ Die Elfin lächelte nun breit und Cailan konnte nicht anders als mitzulachen. Es war wahr, er lebte nun schon lange Zeit in der Stadt. Ab und zu verschwand er für ein paar Tage oder Wochen, doch kam er immer wieder zurück. Cailan wusste, dass es mit der Atmosphäre in dieser Stadt zu tun hatte, die es sonst nirgends zu finden gab und doch gab es noch mehr. Und nun war es wohl an der Zeit ein wenig Licht ins Dunkeln zu lassen. Er drehte sich nun ganz zu Eleazar um, die ihn keinen Augenblick aus den Augen ließ „Es ist hier wunderschön. Du bist wunderschön.“ Sanft sah er die Elfin an, die ein wenig verwirrt schien. Eleazars Herz klopfte und sie musste schlucken. In ihr kamen Gefühle in Aufruhr, die sie in dieser Intensität nicht kannte. Das es ihr schwer fiel das Wort zu ergreifen, sprach Cailan weiter „Ich bin dir und deiner Familie ewig dankbar. Ihr habt mich aufgenommen und mir einen Einblick in euer Volk gewährt. Doch bin ich besonders dankbar dafür, dass ich dich kennen lernen durfte. Eleazar, ich bin immer noch hier, weil ich ..“ er brach ab und schaute weg. Eleazar hatte aufmerksam zu gehört und war durchströmt von einem warmen Strom der Gefühle. Ihr Blick glitt zum hellen Mondschein und ein leichtes Lächeln spielte sich um ihren Mund „Oh, das meinst du mit Glück.“ Aus den Augenwinkeln sah sie den Elf aus der Ferne an. Viele Worte fielen in dieser Nacht nicht mehr. Das war auch nicht von Nöten, denn beide wussten insgeheim wo der Weg hingehen würde. Es war jedoch noch zu früh, den Gedanken offen auszusprechen. So begnügten sich beide Elfen damit noch ein paar Stunde den Mond anzuschauen und Hand in Hand die Zeit zu genießen. Es war, als wäre in dieser Nacht das Eis gebrochen. So oft es ging, versuchte Eleazar Zeit mit Cailan zu verbringen. Sie durfte jedoch weder ihre Ausbildung bei Brodo noch bei ihrer Mutter vernachlässigen. Das heimliche Liebäugeln der beiden blieb den anderen nicht verborgen. Brodo merkte es an Eleazars Unaufmerksamkeit, die sie an gewissen Tagen zeigte. Anstatt wie sonst gebannt den Ausführungen des alten Elfs zu folgen, sah sie verträumt in die Ferne. Brodo war ihr nicht böse drum. Eleazar war jung und stark. Die Liebe gehörte zum Leben eben dazu. Isar war nicht so tolerant. Die Unaufmerksamkeit beim Schneidern wies sie mit einer auflebenden Strenge zurecht, die Eleazar zu Anfang ein wenig irritierte. Doch schnell lies sich das Herz der gutmütigen Isar erweichen, wenn sie sah, welche Blicke ihre Tochter Cailan entgegen brach. Auch Cailan war sehr zärtlich im Umgang mit der Elfin, nur ein wenig ungeschickt, wenn er versuchte Komplimente zu machen. Außerdem war er ein guter Jäger. In Grandea, der Hauptsadt Grandessas hatte er eine ausgezeichnete Militärausbildung genossen. Wie er erzählte, war es in seinem Dorfes nicht üblich, Elfen eine solche Ausbildung zu vermiteln. Cailan folgte dem Vorbild seines Brudes Domas und zog in die Ferne um zu erlernen,was ihm in seinem Heimatdorf keiner beibringen wollte oder konnte. In Shyána Nelle war dies ebenfalls nicht nötig. Die Stadtwachen waren Schutz genug. Doch wenn Cailan Fleisch von seinen Jagdzügen mitbrachte, war dies mehr als hilfreich. Eleazar wollte auch gerne das Jagen lernen, doch ihre Eltern verboten es ihr. Cailan zeigte ihr statt dessen, wie man essbare Beeren erkannte und sammelte und in der Natur überleben konnte. Die Stunden im Wald bestärkten Eleazar in ihren Gefühlen gegenüber Cailan. Umso schwerer fiel es ihr, wenn er der Stadt den Rücken kehrte und erst nach Tagen oder Wochen wieder zurück kam. Cailan besuchte in der Zeit sein Heimatdorf oder durchquerte die Wildnis. Den sein Leben war der Wald und selbst Eleazar konnte dagegen nichts unternehmen.

Schönheit, Glanz und Gloria
Schneidern, die Lehrstunden bei Brodo und die Stunden zusammen mit Cailan im Wald bildeten Eleazars Lebensinhalt. Doch ab und zu widmete sie sich auch einem anderem Thema, ihrer Schönheit. Zusammen mit ihrer Mutter und ihren besten Freundinnen Fabienne und Sari sammelte sie Beeren und Pflanzen und stellten mit Hilfe Esmaras Cremes und Haarfarben her. Eleazar liebte ihre langen blonden Haare und nutze daher nur aufhellende Haarfarben. Ihre Mutter nutze hingegen eher dunklere Haarfarben um ihren hellen Teint zur Geltung zu bringen. Solche Tage hatten sie oft, doch heute war ein besonderer Tag.
„Eleazar, ich möchte dir gerne etwas zeigen.“ Eleazar nickte ihrer Mutter zu und entschuldigte sich kurz bei Fabienne und Sari und ging in den Nebenraum. Dort stand ihre Mutter an einem Tisch und zeigte auf eine kleine rote Truhe. „Leider kennst du deine Großmutter nicht. Meine Mutter war eine schöne Frau und war ein Vorbild für mich.“ „So wie du für mich Mutter“ sprach Eleazar sanft.
„Mein liebes Kind. Du warst das größte Geschenk der Götter. Sieh dich an du bist wunderschön und viele Elfinnen sehen mit Neid zu dir auf.“ Eleazar fühlte sich geschmeichelt. Sie wusste, dass sie schön war, fand dies aber nicht sehr besonders. Alle Elfen aus Shyána Nelle waren schön. „Du bist nun 25 Jahre alt. Ein schönes Alter, dir steht noch eine lange Lebenszeit bevor. Nun ich möchte dir gerne etwas schenken. Die Truhe ist ein Geschenk Großmutters an mich gewesen und nun ist es ein Geschenk von mir an dich.“ Isar lächelte breit und wies ihre Tochter an die Truhe zu öffnen. Bevor Eleazar dies jedoch tat, sprang sie ihrer Mutter um den Hals und dankte ihr. Es war egal, was sich in der Truhe befand, es zählte nur der symbolische Wert dieses Geschenkes. Als sie dann endlich die Truhe öffnete, traute sie ihren Augen nicht. Feinster Goldschmuck. Ohringen, extra für die langen, spitzen Ohren der Shyána Elfen gefertig, eine Halskette mit einem Sonnenornament und vier Ringe. Alles poliert und rein. So gleich legte sie den Schmuck an und zeigte diesen ihren Freundinnen. Fabienne und Sari waren begeistern und ihr Mutter huschten ein paar Tränen des Glücks heraus. Sie fand ihre Tochter in diesem Augenblick wunderschön. Eleazar hingegen war glücklich und sie fand, sie musste sich bedanken. Am nächsten Tag suchte sie Esmara auf und wollte sich tätowieren lassen. Es gab einige junge Elfen, die sich die Zeichen des Götterpaares tätowieren ließen, um ihre Dankbarkeit zum Ausdruck zu bringen. Esmara tat ihr gerne den Gefallen. Sie mochte die junge Elfin und auch den Rest ihrer Familie. Mit goldener Farbe kam sie daher der Bitte Eleazars nach. Und so zierte von da an feine goldene Verzierungen das Gesicht der Elfin. Ihre Eltern, beide höchst religiös, freuten sich über die ewige Opfergabe ihrer Tochter. Nur Cailan war verwirrt seine Herzensdame so anders zu sehen. Doch änderte dies nichts an seinen Plan. Eleazar war für ihn das Glück und er wusste nun, dass er es auch behalten wollte. Für die ganze Familie war es eine Überraschung, was in den nächsten Tagen folgte.

Endlich
Eleazar kam gerade von ihren Lehrstunden bei Brode, da sah sie schon Cailan, der ihr entegen kam. „Cailan! Was treibst du so?“ Lächelnd überbrückte sie die letzten Meter mit einem schnelleren Gang. Cailan blieb stehen und begrüßte sie „Hallo Eleazar. Nun ich habe auf dich gewartet. Hättest du einen Augenblick für mich?“ Die Elfin nickte und folgte Cailan, der ein wenig spazieren wollte. Die Sonne verabschiedete sich langsam vom Tag und alle Elfen machten sich auf den Heimweg. Das Tageswerk war verrichtet. „Meine Liebe, wir kennen uns nun 15 Jahre. Eine Zeit für die ich sehr dankbar bin. Die vergangene Zeit lässt meinen Blick jedoch auch auf die Zukunft blicken. Du würdest deine Heimat niemals verlassen und ich die Meine niemals ganz den Rücken kehren. Es wäre ein hin und her.“ Eleazar blieb stehen und stellte sich vor Cailan. „Was willst du mir damit sagen?“ Cailan schwieg, schloss die Augen und atmete einen Augenblick tief ein und aus. Langsam öffnete er seine Augen und sah Eleazar tief in die Augen „Ich liebe dich“ Die Elfin zog scharf die Luft ein. Ein paar Schritte taumelte sie zurück. „W-was?“ Cailan lächelte. Er ging näher heran und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Er trat noch näher heran und beugte sich vor, sodass ihre beiden Gesichter nur wenige cm voneinander entfernt waren. „Du bist mein Glück kleine Blume“ Eine Woge des Glücks durchflutete Eleazar und wie in Trance ließ sie sich von Cailan an der Hand führen. Langsam gingen sie nach Hause. „Danke Cailan... das,.. das ist der schönste Moment in meinem Leben..“ Cailan lachte leise „Ob es der Schönste ist, wird sich noch zeigen.“ Verwundert sah Eleazar ihn von der Seite an. Es war ein wunderschönes Gefühl zu wissen, dass er genauso fühlte wie sie. So war es eben im Leben. Brodo hatte es ihr beigebracht, ihre Eltern ihr vorgelebt und die Geschichten ihres Volkes es ihr von klein auf gelehrt. Liebe. Unergründlich und weit. Das Schönste was ihnen Phaun und Florencia gegeben haben. Eleazar blickte zum Haus und blieb abrupt stehen. Sie fing an vor Aufregung zu zittern und schritt ein wenig näher an Haus. „Cai.. Cailan“ Doch Cailan war verschwunden. Das sah ihm ähnlich. Er konnte leise durchs Leben schreiten ohne Spuren zu hinterlassen. Vor der Haustür hatte er jedoch eine ganz eindeutige Spur hinterlassen. Ein Blumenkranz aus strahlend violetten Wildblumen. Es waren Eleazars Lieblingsblumen. Oft hatte sie von ihnen auf den Streifzügen durch den Wald geschwärmt und Cailan hatte ihr stets aufmerksam zugehört. Vorsichtig näherte sie sich den Kranz, als könnte er jeden Augenblick verschwinden. Es dauerte eine Weile bis Eleazar reagieren konnte. Sie hob den Kranz auf und drückte ihn an sich. Sofort stürmte sie ins Haus und berichtete ihren Eltern von dem Verlobungsantrag. Ihre Mutter freute sich für sie, ebenso wie ihr Vater. Schnell lief Eleazar in ihr Zimmer und holte ihre Schmuckschatulle hervor. Nach Brauch musste sie nun etwas von sich an Stelle des Kranzes legen und sie wusste schon genau was. Vor vielen Jahren hatte sie von ihrer Mutter eine Brosche geschenkt bekommen. Sie hatte die Form einer Sonne und war aus Gold. Schnell platzierte sie die Brosche an die richtige Stelle. Ihren Mutter war sehr aufgeregt über dieses Ereignis und schickte Soda gleich los es der Nachbarschaft zu erzählen. Schon bald hatte sich eine Schar von Elfen in das Haus eingefunden und gratulierten Eleazar, die ein wenig errötet die Danksagungen annahm. Jeder hatte etwas mitgebracht und nun hieß es auf Cailan zu warten. Es dauerte noch ein Weilchen bis er durch die Tür schaute und strahlend die Brosche in der Hand hielt. Sofort sprang Eleazar auf ihn zu und umarmte ihn. Sogleich wurde die Verlobung gefeiert und Eleazar fühlte sich so glücklich wie nie in ihrem Leben.


Schatten im Paradies
Es war nun schon eine ganze Weile her, dass Eleazar und Cailan sich verlobt hatten. Nun wartete sie jeden Tag auf den Ring im seidenen Tuch. Doch irgendetwas stimmte nicht. Cailan war wie verändert, als er von seinem letzten Streifzug zurück gekehrt war. Cailan behandelte sie immer noch so liebevoll wie am Anfang und unternahm Ausflüge in den Wald mit ihr. Irgendetwas schien ihn jedoch zu sorgen und das sorgte Eleazer. Sie fing an Fragen zu stellen, was denn los sei, doch jedes Mal schüttelte er nur traurig den Kopf und ging ohne eine Wort zu sagen. Vielleicht lag es daran, dass sein Volk nicht lügen konnte und er die Worte vor ihr verbergen wollte. Es schmerzte Eleazar, denn es störte die Harmonie zwischen ihnen. Es kam wie es kommen musste, doch war Eleazar nicht vorbereitet auf diesen Tag. In den frühen Morgenstunden beobachtete sie, wie Cailan seine Tasche packte „Wirst du wieder einen Ausflug machen“ vorsichtig trag Eleazar an ihn heran und er drehte sich langsam um „Ja meine Liebste... ich werde für eine Weile gehen.“ Erschrocken nahm sie Cailan in den Arm „Wieso? Wohin gehst du? Für wie lange?“ Cailan lachte leise „Ganz schön viele Fragen in einem Atemzug...ich kann dir nicht genau sagen wie lange, aber ich versuche schnell zurück zu sein.“ Eleazar vergrub ihr Gesicht in Cailans Brust und nickte. Wenn er etwas sagte, so war es die Wahrheit. Nach einer langen Verabschiedung verließ Cailan die Stadt. Schon nach wenigen Stunden wusste Eleazar, dass immer noch etwas nicht stimmte. Cailan war oft gegangen, doch nicht auf die Weise. Nicht so endgültig.


Was ist nur geschehen.
„Was ist nur geschehen?“ Eleazar saß auf einen Baumstumpf vor ihrem Haus und hielt den Blumenkranz in der Hand. Die Blüten waren allesamt vertrocknet und bleich. Isar stand hinter ihr und schaute der untergehenden Sonne entgegen. Es brach ihr das Herz ihre Tochter auf diese Weise leiden zu sehen. Schnittwunden konnte man verarzten, Verbrennungen lindern und Knochenbrüche wieder heile machen, doch was tat man nur mit einem gebrochenen Herzen. „Eleazar, mein Kind...“ Nur leicht neigte sie den Kopf in die Richtung ihrer Mutter um zu hören was diese zu sagen hatte. „Es ist nicht immer leicht. Das Leben meine ich. Es lehrt die Lektionen, die du niemals kennen lernen wolltest. Du denkst, es ist nicht gerecht, dass dieses Schicksal nur dich ereilt, aber für jeden Wink gibt es einen Grund. Cailan war ein guter Elf, auch wenn er nicht einer der unseren war.“ Mit einer eleganten Bewegung setzte sie sich neben ihre Tochter und streichelte ihr über den Arm „Er wird fehlen, uns allen.“ „Nicht so wie mir“ gab Eleazar krächzend von sich. Es war schwer die Tränen daran zu hindern ihren Weg über ihrem Gesicht zu finden. Isar nickte „Ich weiß meine Liebling, ich weiß. Du bist doch noch so jung, dass solltest du dir nicht antun. Auch wenn es schwer ist. Die Zeit heilt die größten Wunden“ Ein paar einsame Tränen kamen nun doch zum Vorschein und Eleazar presste die Augen fest aufeinander und schüttelte den Kopf. „Diese nicht …. Es ist als hätte er einen Teil von mir mitgenommen. Mein Herz. Es tut so weh. Ich fühle mich so … so.. ach keine Ahnung“ Mit einem wütenden Schnauben sprang sie auf „Eleazar!“ Ihre Mutter stand ebenfalls auf und hielt sie an der Hand. „Erzähl es mir“ Wieder schnaubte Eleazar und musste nun schwer gegen die Tränen ankämpfen. „Was soll ich dir erklären“ fauchte sie „Du weißt doch gar nicht wie sich das anfühlt. Vater und dir hat man ein Glück geschenkt, was mir versagt wird.“ Mit ihrem freien Handrücken wischte sie sich übers Gesicht. „Keiner von euch kann das verstehen“ Ihre Wort wurden nun sanfter und trauriger „Ich fühle mich so... als wäre ich...gefallen. Sehr tief und es hört gar nicht auf.“ Behutsam entwand sie sich dem Griff ihrer Mutter und drehte ihr den Rücken zu. „Ich muss nachdenken“ Sie ging und ihrer Mutter lies es zu, denn sie wusste wirklich nicht was ihre Tochter fühlte und das machte sie traurig. Eleazar lief in den Wald, dorthin wo Cailan ihr die Regeln des Waldes beigebracht hatte. Es schmerzte sie zu wissen, dass es wahrscheinlich nie mehr so wie früher sein würde. Zwei Jahre waren nun vergangen, seit er einfach verschwunden ist. Die ersten Monate dachte Eleazar noch, dass er bald zurück kommen und sie heiraten würde. Nun stand sie vor einem dunklen tiefen Loch mit vielen Fragen. Wo ist Cailan hingegangen, warum ist er gegangen? Wollte er sie nicht mehr heiraten? War sie letzlich an ihrem Schicksal schuld? Fragen über Fragen, deren Antworten nur einer wusste und dieser jemand war nicht da. Nun konnte sie die Tränen nicht mehr zurückhalten und ließ sie zu. Geschwächt von der Trauer ließ sie sich nieder und weinte ihren ganzen Schmerz aus der Seele und machte doch nur Platz für neuen. Hilflos sah sie sich um und hielt Ausschau nach irgendetwas, was ihr helfen konnte. Doch da war nichts, niemand der sie auffing. So weinte sie weiter. Die Zeit verging und die Sonne war schon fast der Nacht gewichen, als etwas hinter ihr raschelte. Erschreckt fuhr Eleazar zusammen und drückte ihren Rücken gegen einen Baum. Mit beiden Hände wischte sie die Tränen weg und sah eine alte Bekannte. Esmara trat aus den Büschen hervor und schaute sie an. „Glühwürmchen“. Fragend sah Eleazar sie an „W-Was?“ Die Alte lächelte „Um diese Uhrzeit kann man sie am Besten beobachten, das tue ich sehr gerne. Doch was machst du hier Kindchen?“ Eleazar zog die Beine dicht an ihren Körper „Ich weiß nicht, traurig sein, glaube ich“ „Dafür hast du Zeit? Jung müsste man nochmal sein.... entweder machen sie sich es sehr leicht oder unheimlich schwer.“ Sie sah nun direkt in die Augen der jungen Elfin „Was machst du?“ „Ich.. weiß nicht was du meinst...“ „Ich sag es dir gerne. Du machst es dir besonders schwer.“ Empört sah Eleazar auf „Was soll das heißen, ich habe doch wohl keine große“ „Falsch“ schnitt Esmara ihr das Wort ab „Falsch Eleazar. Wir haben alle eine Wahl. Die Kunst liegt darin diese zu sehen und natürlich den Mut für sie aufzubringen. Wir in Shyana Nelle haben nicht oft das Problem eine schwere Entscheidung zu treffen. Wir leben hier in einer Gemeinschaft, die uns keiner nachmachen kann. Wir sind einzigartig. Aber du,... ja du mein Kind hast deine erste Wahl schon getroffen. Du hast jemand in deine Welt gelassen, der eigentlich nicht dort hin gehört, aber du hattest den Mut ihn zu lassen.“ Eleazar spitzte die Ohren und schniefte. „Du wartest hier auf Regen und siehst doch, dass weiter hinten die Sonne aufgeht. Ja, vielleicht zieht der Regen dort hin, aber wer weiß das schon. Niemand kann den Himmel lenken, nicht mal das Götterpaar. Du musst noch viel lernen. „Was soll ich denn nur tun?“ Sanft sah Esmara sie an „Du weißt es eigentlich, aber du musst eben noch deine Wahl treffen.“ Eleazar stand auf und versuchte zu verstehen. Eine Wahl. Was war das schon. Wie sollte sie das denn zu Cailan bringen. Ihre Wahl wäre es gewesen, wenn er bei ihr geblieben wäre. „Das ist Unsinn, was soll ich denn machen? Ihn suchen? Ich wüsste gar nicht, wo ich hin sollte!“ Esmara zuckte mit den Schultern und machte Anzeichen zu gehen „Warte! Du musst mir helfen“ „Sei nicht albern Kindchen, ich bin eine alte Elfin. Du hast dein Leben noch vor dir, und du musst ihn einen Sinn geben. Glaub mir, es ist nie einfach ein falsche Entscheidung zu treffen. Ich kann dir aus Erfahrung sagen, dass dein Herz es dich bereuen lässt“ Mit den Worten verschwand sie wieder hinter den Büschen und ließ Eleazar zurück. Viele Gedanken gingen dieser nur durch den Kopf. Was meinte die Alte nur. Die vielen Fragen bereiteten ihr Kopfschmerzen und sie entschied mit der Trauer nach Hause zu gehen. Diese würde sie ohnehin nun eine sehr lange Zeit begleiten. Am nächsten Tag war die Welt immer noch so grau und trüb wie am Vorabend. Nur mühselig konnte sich Eleazar aufraffen und sich dem Tageswerk widmen. So groß ihr Schmerz und ihre Trauer auch waren, sie durfte nicht einfach aufhören zu leben, selbst wenn sie das wollte. Immer noch musste sie ihrer Mutter beim schneidern helfen und immer noch musste sie zu Brodos Lehrstunden. Letztere nutze sie immer häufiger intensiv dazu, um etwas über Cailans Heimatdorf zu erfahren. So auch heute. Gerade hatte Brodo ihr erklärt welche Sitten und Bräuche dort herrschten, als er stoppte und sich hinsetzte. „Du wirst nicht drüber wegkommen oder?“ Eleazar schüttelte den Kopf „Wie könnte ich denn... immerhin, er ist doch mein Verlobter“ Dieses Wort schmerzte in ihrer Seele. War es denn immer noch so? Diese quälenden Gedanken zwickten sie. Gab es denn noch sie und... ihn? „Ich habe gestern mit Esmara geredet. Sie erzählte mir etwas davon, dass wir eine Wahl haben. Sie sagte, es täte weh oder man bereue es ein Leben, eine Falsche getroffen zu haben. Oder so ähnlich“ Sie seufzte und blätterte in einem alten Buch über die neldorethischen Elfen. „Das sieht ihr änlich“ Nun seufzte auch Brodo „Aber immer hin weiß sie wovon sie redet.“ Eleazar schaute auf und legte das Buch zur Seite. „Wie meinst du das?“ „Nun, die meisten kennen die Geschichte nicht. Esmara ist eine der ältesten Elfen. Bei fast allen Geburten war sie die Hebamme, selbst bei unserer guten Königin... Sie hat Lebenserfahrungen, die den meisten verborgen bleiben. Jedenfalls, wusstest du, dass sie eine Tochter hat?“ Eleazar starrte ihren Lehrer mit offenen Mund an „Nein, wer ist es denn? Kali? Sie sieht ihr sehr ähnlich und über ihre Mutter redet sie nie“ Brodo lächelte müde „Aber nein.. Ihre Tochter weilt nicht mehr unter den unseren mein Kind“ Nun setzte sich die Elfin näher zu ihm und deutete mit ihren neugierigen Blicken, dass er weiter erzählen sollte. Warnend hob Brodo seinen Finger „Ich erzähle es dir, aber du darfst es niemanden weiter erzählen“ Eifrig nickte Eleazar „Also gut. Es war vor vielen, vielen, äh vielen Wintern. Palim, so war ihr Name. Palim war sehr … sagen wir eigenwillig und neugierig. Sie war fasziniert von... naja, kennst du die Geschichten unserer Prinzessin?“ Eleazar nickte „Prinzessin Neniél interessiert sich sehr für die Dunkelelfen, zu sehr, sagen viele“ Der alte Elf stimmte ihr mit einer Handgeste zu „Ich habe dir ihre Sprache ja beigebracht, furchtbar. Aber was man kennt, kann unter Umständen weniger furchterregend sein. So sah es wohl auch Palim. Sie war fasziniert von diesem Volk und bat mich ihr alles beizubringen, was ich über die Dunkelelfen weiß. Nun das tat ich, ohne es Esmara zu sagen. Eines Tages gab es einen Streit zwischen Esmara und Palim. Die kleine Göre wollte unbedingt zu den Dunkelelfen reisen. Esmara hat es ihr natürlich nicht erlaubt...doch Palim ging trotzdem.Es war in der Nacht und niemand bekam etwas mit. Sie war einfach weg. Esmara war natürlich außer sich vor Wut. Sie entschied sich Palim gehen zu lassen“ Nachdenklich schaute Eleazar den alten Elf an „Und, was geschah dann?“ Brodo zuckte mit den Schultern und sah aus dem Fenster „Nichts... Palim kam nie wieder zurück. Bis heute hat sich es Esmara nie verziehn ihr nicht gefolgt zu sein.“ Es dauerte einige Sekunden, da sprang Eleazar plötzlich auf, sodass Brodo erschrak „Das ist es!“ rief sie. „Esmara hat Recht, Brodo, danke, dass du mir das erzählt hast“ Gerade als sie aus der Tür springen wollte, rief Brodo nach ihr „Ich versteh nicht?“ Lächelnd drehte sie die junge Elfin um und eine Träne rang ihr über die Wange „Ich bin schon fast zu spät Brodo, ich muss ihn suchen.“ Und so machte sie sich auf den Weg um die richtige Wahl zu treffen.

Inventar:
  • Schmuck
  • Dolch
  • Karte von Celcia
  • Umhängetasche aus Leder
  • Proviant für drei Tage (Wasser und Brot)
Tierische Begleiter:keiner

Einstiegspost: Shyána Nelle
Zuletzt geändert von Eleazar am Mittwoch 10. Oktober 2012, 22:10, insgesamt 2-mal geändert.

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