| Ariks Steckbrief |
Name: Arik Ulfson
Rasse: Andunier(Mensch)
Alter: 23 Jahre
Geschlecht: Männlich
Beruf: Seefahrender Händler
Heimat: Arik ist ein Kind der See. Trifft man ihn mehr als 15 Kilometer von einem Gewässer entfernt, so ist dies schon eine wahre Besonderheit. Alles, was nun über dieses Maß herausgeht, sorgt für ein tiefes Unwohlsein in Arik und wenn es gar zu weit weg ist, so erlebt man durchaus mal, dass er aus Angst und Unsicherheit heraus falsche oder gar keine Aktionen ausführt.
Allerdings... wenn er sich eine Stadt aussuchen müsste, so würde seine Wahl auf Andunie fallen. Ihre Hafenviertel, die Straßen, der Markt. Alles an ihr bezaubert den jungen Mann.
Seitdem jedoch die Dunkelelfen die Macht übernommen haben und nach und nach Andunie zum Verrotten bringen, ist er über jeden Tag, den er auf der See verbringt, noch ein bisschen froher.
Gesinnung: Neutral mit Hang zum Guten
Magie: Arik Ulfson ist ein Kind des Meeres. Und als ein solches wurde er von seinem Lehrmeister und dem Kapitän seines Lehrschiffes in der Wassermagie unterrichtet. Mithilfe von einiger Konzentration ist er in der Lage die Wassermagie durchschnittlich anzuwenden und den Wasserwiderstand für das Schiff zu hemmen. Außerdem kann er - wenn genug Wasser in der Umgebung vorhanden ist - dieses in Holz leiten, um dieses aufzuweichen und damit leichter zu formen. Dieses Wasser kann er auch wieder entziehen. Es gelingt ihm jedoch nicht, Wasser zu formen.Damit weiß er beide Eigenschaften nicht auf Entfernung einzusetzen und sie sind somit keine Kampftechniken, da er sie weder zum Kampf einsetzen wollen würde, noch wüsste, wie er einen Gegner damit bekämpfen sollte, außer ihn untergehen zu lassen.
Sprache: Arik ist in Andunie aufgewachsen und daher spricht er Gamisch wie ein wahrer Händler und durch den Aufenthalt der Dunkelelfen ist er zumindest in der Lage ihre Sprache zu identifizieren. Zudem kennt er aus seiner Schule als Händler zwar kein einziges Wort dieser Sprache in seiner Bedeutung, doch kann er auch die Sprache der Schmuggler als solche erkennen.
Religion/Glaube: Sein Herz schlägt für die größte aller Göttinnen. Wenn sie menschlich wäre, so würde er sein Leben damit verbringen, Ventha den Hof zu machen. Obwohl er nur ein kleiner Händler ist, so betet er - wann immer er alleine ist - zu ihr. Wenn er im Kreise von anderen ist, so kann ein schlechtes Wort über Ventha ihn durchaus mal in Rage bringen, doch meistens bleibt er gelassen und zeigt seinem Gegenüber nur, wie großartig sie ist. Stets, wenn ein Sturm auftritt oder der Wind still ist, betet er zuerst zu Ventha, bevor er sich um den Rest kümmert und führt auch gerne mal währenddessen Gespräche mit ihr.
Aussehen:
Wenn man Ariks Aussehen beschreiben möchte, sollte man bei seinen marineblauen Augen anfangen. Wie zwei Saphire glänzen seine beiden Iriden manchmal im Sonnenlicht, was nicht nur von der Damenwelt bemerkt wird. Je weiter er sich vom Meer entfernt, desto weniger blau wirken diese Augen. Jedoch wird zumeist mindestens eines davon von seinen struppigen, braunen Haaren verdeckt. Und obwohl seine Haare ungekämmt sind, so hat ihm dies noch in keinem Handel ein Problem bereitet. Seine Augen in Kombination mit den Haaren lassen den jungen Mann ein gewisses Charisma versprühen. Wenn man nun runter sieht an ihm, weiter als seine von der Seeluft rauen Lippen herab und auch noch das Glück hat, ihn ohne einen Schal anzutreffen, so erkennt man eine Halskette, welche einen Tropfen darstellt. Gemacht ist sie aus dem Stein des Meeres, einem Lapislazuli. Ignoriert man nun dieses Accessoire, so erkennt man seine einfache Kleidung. Er trägt zumeist ein Oberteil aus braunem Leinenstoff mit langen Ärmeln, welche sofort in seine Handschuhe übergehen, welche ebenfalls braun sind. Sofern man ihn nun auf dem Meer sieht, trägt er außerdem einen dünnen, dunkelblauen Mantel und einen Dreispitz. Der Dreispitz ist zwar einfach, doch würde er ohne niemals ein Schiff besteigen, welches, mit ihm darauf, in See stechen soll.
Zu guter Letzt hat er meist eine braune, lange Hose an.Wie ein Waffenrock liegt ihm dieser dann um die Beine und der hintere Teil ist länger, jedoch berührt dieser nicht den Boden. Abgerundet wird dies durch ein einfaches Paar Stiefel, welche jedoch - dank Andunischer Qualität - Wind und Wasser trotzen.
Auf seinem rechtem Arm ist das Zeichen seines Vaters und dessen Handelsgilde tätowiert: Ein Wasserdrache mit nach links gedrehtem Kopf. Jeder, der aus Andunie kommt, würde ihn sofort an diesem Zeichen erkennen.
Unter seinem linken Auge ist zudem das Zeichen der Roten Welle tätowiert, der Handelsflotte seines Vaters. Ein roter Strich, wie von einer Schnittwunde, und ein rotes Quadrat. Wenn ihn jemand nach diesem Tattoo fragt, so antwortet er nur, dass er mit Stolz für die Rote Welle fährt und dies das Zeichen sei, dass er seinem Vater zu Treue verpflichtet sei.
Zu guter Letzt steckt noch - in einem Lederband um seine Hüfte - eine Handaxt.
Persönlichkeit:
Beschreibt man Ariks Persönlichkeit, so muss man sofort ans Meer denken: Schillernd, tief, dunkel, unheimlich, belebend. Diese Adjektive treffen auf den jungen Mann gut zu, doch zeigen sie sich nicht in jeder seiner Persönlichkeiten. Denn je weiter er sich vom Meer entfernt, desto mehr nimmt seine Ähnlichkeit zu diesem ab:
Auf dem Meer oder auf einem Fluss:
Hier ist Arik noch am meisten Arik. Der junge Mann, der so mit dem Meer verbunden ist, ist hier vor allem freundlich und dennoch bestimmend. Als Sohn des Kapitäns aufgewachsen ist er gewohnt, dass es auf dem Schiff zumindest ein bisschen nach ihm geht. Er ist keineswegs verzogen oder wirkt eitel, sondern könnte man sagen, er habe dieses Funkeln in den Augen, welches ein Anführer hat. Auf dem Meer lebt er. Doch nicht nur Freundlichkeit und Selbstbewusstsein sind hier seine Eigenschaften. Er ist auch zu Scherzen aufgelegt und spricht viel.
In einer Hafenstadt:
Sollte man Arik nun in einer Hafenstadt antreffen, so hat sich sein Charakter schon verändert. Zwar ist er noch immer freundlich, doch merkt man hier viel mehr, dass er die Wassermagie erlernt hat. Er ist ein wenig kühler und trägt auch nicht so viel zu einer fremden Runde bei wie zuvor. Wichtig zu bemerken ist hierbei, dass er nicht von einem Schiff runter steigt und sofort seinen Charakterzug ändert, sondern, dass langsam die Euphorie der Seefahrt abnimmt. Man kann zwar mit ihm scherzen, doch ist hier vor allem festzustellen, dass er nicht mehr von alleine mit den Scherzen anfängt. Für Mitglieder einer Gruppe von Menschen, die Arik kennt, ist er jedoch noch immer sehr ähnlich wie auf dem Schiff, wenngleich es sich nicht mehr so deutlich zeigt.
Weit weg von einem Gewässer: (Hierbei spielt es auf wundersame Weise keine Rolle, ob er von diesem Gewässer weiß oder nicht)
Oh je... Arik zu seinen schlimmsten Zeiten. Noch nie war er weiter als 15 Kilometer weg von einem Gewässer. Nun, einmal schon.
Schon bei mehr als zehn Kilometern sind die Auswirkungen deutlich zu bemerken. Sollte er sich unter Freunden aufhalten, so jammert Arik viel, quengelt fast wie ein Kind wieder ans Meer zu wollen und ist zu keiner vernünftigen Aktion fähig. Im Innern nagen Selbstzweifel und man möchte schon fast sagen, er sei depressiv.
Ist er alleine unterwegs, so redet er nur äußerst wenig mit Fremden, ist sehr in sich zurückgezogen und sein Blick verrät eine tiefe Traurigkeit. Nichts Mysteriöses umgibt ihn dann, im Gegensatz zu sonst, wo er wie nicht von dieser Welt wirkt.
Und spätestens ab 15 Kilometern ist der junge Mann nicht einmal mehr in der Lage seine Axt in die Hand zu nehmen und sich damit zu verteidigen, er ist eigentlich wehrlos. Nur mit sehr viel Unterstützung oder in einem Extremfall wäre er hier handlungsfähig. Die Aussicht auf das Meer könnte ihn auch motivieren.
Wieder wichtig ist zu bemerken, dass es keine magische 15 Kilometer Grenze bei ihm gibt, sondern er wandelt sich langsam, je näher er dieser kommt.
Stärken:
- Schiffsbau & Schiffshandwerk (Überdurchschnittlich)
- Wassermagie (Durchschnittlich)
- Axtkampf (Rudimentär)
- Charisma (Sehr Gut)
- Guter Gesprächspartner (Siehe Persönlichkeit)
- Offen
- Witzig
- Kräftig
Schwächen: (Sortiert nach Einflussnahme auf ihn)
Wie schon in der Charakterbeschreibung erwähnt, muss sich Arik immer in der Nähe eines Gewässers aufhalten, bevorzugt dem Meer, sonst wird er schnell antriebslos und auch sehr müde.
Manchmal ist Arik ein wenig nachlässig und zu verständnisvoll, was durch seine lockere Persönlichkeit kommt. Auch wenn man dies als Charakterqualität sehen könnte, kann es schon mal passieren, dass er jemanden in seine Gruppe aufnimmt, der diese hintergehen könnte.
Arik ist ein religiöser, junger Mann, deswegen ist er durchaus abergläubisch und muss seine Talismane immer bei sich tragen. Hat er sie nicht bei sich, kann dies durchaus mal in einem mittelschweren Anfall münden.
Ohne Gnade hegt er einen Groll auf Dunkelelfen und es ist nur schwer möglich, sich als Dunkelelf das Vertrauen von Arik zu verdienen.
Lebensgeschichte:
Ein Kind der Göttin
Wenn man die Geschichte von Arik erzählen möchte, so muss man früher als bei seiner Geburt anfangen. Um genau zu sein: Man sollte bei seiner Zeugung beginnen.
Es war eine stürmische Nacht mitten auf dem Ozean. In einem Handelsboot war sein Vater zusammen mit seiner Mutter unter Deck gefangen, da es dort zu gefährlich war. Gerade frisch vermählt war dies natürlich eine außergewöhnliche Situation für die beiden und so kam es dazu, dass ihr erstes und einziges Kind auf dem Meer gezeugt werden sollte. Die stürmische See umspielte das Schiff und sorgte für eine aufregende Atmosphäre, sodass ihnen gar nicht auffiel, was sich noch ereignete. Die Mutter des Meeres, Ventha, sah auf das kleine Schiff herab und ob es eine Laune der Göttin war oder ob ein Plan dahinter steckte, würde wohl nur sie beantworten können, doch dieses einzige Kind der jungen Familie Ulfson sollte noch in einer anderen Hinsicht besonders sein. Sie gab dem Jungen eine Verbindung zum Meer mit, die einzigartiger nicht sein konnte.
Neun Monate später wollte es der Zufall – oder die Göttin? - dass sich die junge Familie erneut auf hoher See befand. Die Wehen setzen ein und mit diesen schlugen hohe Wellen auf. Wie all diese Monate zuvor ließen sie das Schiff aus seiner Position schwanken und erst als der junge Arik das Licht der Welt mit seinen Augen erblickte, beruhigte sich das Wasser wieder, ganz so, als wenn Ventha selbst dieses Kind auf die Welt gebracht hätte. Dies ist nur eine Auslegung der Ereignisse jener Nacht unter der Mannschaft seines Vaters.
Die frühe Kindheit
Schon früh in seiner Kindheit zeigte sich, was es hieß ein Kind des Meeres zu sein. In der Stadt, daheim bei seiner Mutter war er nur ein normales Kind. Doch wann immer er sich auf dem Schiff seines Vaters befand, gluckste und lachte er, dass sogar das letzte, raue Seemannsherz einen zufriedenen Seufzer entweichen ließ. Doch schon bald sollten seine Eltern herausfinden, dass auch dieses Kind anstrengend sein konnte. Als sie sich einmal weit von der Stadt entfernten, um entfernte Verwandte zu besuchen, wurde Arik immer unruhiger und kurz bevor sie ankamen schrie er so ausgiebig, dass es nicht mehr in der Macht seiner Eltern lag, ihren Sohn zu beruhigen und er von ihrer Magd abgeholt und nach hause gebracht werden musste. Da sich Ariks Kindheit jedoch ausschließlich in Andunie ereignete, war dies nie ein Problem
Und so wuchs er in einer behüteten Umgebung auf. Sein Vater verdiente gutes Geld als Schiffskapitän und fuhr für seinen Auftraggeber Finn, dessen Schiffe man an dem grauen Drachen auf den Segeln erkannte. Auch wenn jener Vater vielleicht der beste Vater eines solchen Jungen sein konnte, so hatte auch er seine dunkle Seite. Er wollte mehr Geld, um eine eigene Flotte von Schiffen in seine Dienste nehmen zu können und schon vor Ariks Geburt hatte er damit angefangen, Geschäfte mit Schmugglern zu machen. Immer wieder fanden sich fremde Waren auf dem Handelsschiff, die von irgendwelchen Menschen aus den dunklen Vierteln an seinen Vater übergeben worden waren. Nach und nach lernte Arik dieses Geschäftsmodell seines Vaters kennen und mit elf Jahren, wann immer er seinen Privatunterricht beendet hatte, nahm dieser ihn mit, um zuerst das Aufladen der regulären Ware zu begutachten und dann für ein paar Augenblicke zu verschwinden, bevor von einem anderen Dock weitere Dinge aufgeladen wurde. Und so geschah es - nicht nur einmal – dass Arik seinem Vater folgte. In dunklen Gassen sprach er mit ihnen in einer Sprache, die der Junge nicht verstand und doch schon bald als die Sprache der Menschen in der Dunkelheit identifizieren konnte.
Arik hatte das Glück, nie erwischt zu werden und er stellte seinen Vater auch nie in Frage, da dieser immer gut zu ihm war und er nicht glauben konnte, dass er etwas Finsteres tat. Er war ja nun gerade einmal zarte elf Jahre alt.
Die Ausbildung
So wuchs Arik heran zu einem jungen Mann. Als er mit 14 Jahren und nach einer Zeremonie die Mannhaftigkeit im Kreise der Ulfsons verliehen bekam, zusammen mit seinem Abschluss des Privatunterrichts, begann seine wahrhaftige Ausbildung zum Händler und Seemann. Am Anfang, als Arik auf das Schiff kam, hatte er damit gerechnet, sein Vater würde ihn in alles nach und nach einweisen. Doch dem war nicht so. Schon aus jungen Jahren bekannt, fing er zuerst mit der einfachsten Tätigkeit an: Er musste wischen. Die Planken mussten immer sauber sein, falls ein Handelspartner das Schiff betrat und die Seemänner wollten auch nicht in ihrem eigenem Schmutz stehen. So fing er mit den anderen jungen Matrosen an, die Arbeit zu schätzen, die sie verrichteten. Sie sahen einen Wert darin. Nach und nach arbeitete er sich hoch. Zum Schälen der Kartoffel und schließlich durfte er die Arbeit eines wahren Seemannes kennenlernen. Die Knoten wurden ihm beigebracht und das Segelsetzen, das Steuern eines Schiffes und das Tragen der Ladung auf die richtige Weise, dass er auch viel und gut schleppen konnte. Er lernte das Schiff zu flicken und war in diesem Punkt schon bald sehr gefragt. Durch seine Schulbildung war er in der Lage das Löschen der Ladung zu regeln und sorgte dafür, dass alles vorhanden war, zu jedem Zeitpunkt. Natürlich musste er für seinen Vater ein Auge zudrücken, doch stellte er ihn noch immer nicht in Frage. Mit der Zeit wurde er immer besser in der Arbeit, so wie es in einer Ausbildung sein sollte. Doch noch hatte sein Vater das volle Potenzial des Kindes nicht ausgeschöpft. Bereits seit Generationen waren die Ulfsons Ventha treu und mit ihm sollte es weiter gehen. Schon in jungen Jahre hatte man ihn im Beten unterrichtet und nun wurde ihm ein Talisman überreicht. Es war ein Wassertropfen aus reinem Lapislazuli und hatte den Auftrag den Jungen zu beschützen sowie mit der Göttin Ventha zu verbinden. Er wurde notwendig für ein Gebet, da die Energie von Ventha über diesen Stein des Meeres leichter zu empfangen war. Als diese Verbindung aufgebaut war, begann erst die wahre Ausbildung. Innerhalb von einem ganzen und einem halben Jahr lernte Arik – und das so schnell wie kein anderer in der Familie – das Wasser zu manipulieren, um dem Schiff ein leichteres Durchkommen und damit eine höhere Geschwindigkeit zu ermöglichen. Die Wellen, die es trafen, wurden von ihm und seinem Vater abgewehrt und die Energie umgelenkt, um es zu beschleunigen und so die Aufträge noch schneller zu erledigen. Und mit zwei Ulfsons auf einem Schiff, war dieses das schnellste Gefährt, welches für Finn fuhr. Auch schlug es nie lange Leck. Es war immer ein großer Vorrat Holz vorhanden und wenn einmal ein Loch im Rumpf vorhanden war, so war Arik zur Stelle um das Holz zuzuschneiden, mit seiner Magie leicht formbar zu machen und das Wasser wieder zu entziehen. Dies war ein aufwendiger Prozess, lohnte sich jedoch, da die Geschwindigkeit so noch einmal erhöht wurde, denn nie musste man lange im Dock liegen.
Nach fünf Jahren hatte Arik seine Ausbildung an der Seite seines Vaters beendet und war inzwischen zu einem stattlichen, jungen Mann herangewachsen. Bei der Mannschaft beliebt – und bei den Mädchen noch mehr – war er gern gesehen in der Bar und da das Schiff mit seinem Vater so schnell war, beschloss der „Graue Drache“ ihm den Titel des ersten Maats auf dem Schiff seines Vaters zu verleihen. Ihm wurde ein Tattoo auf der Schulter aufgetragen, welches ihn für immer als ein Mitglied der Gemeinschaft zeichnen sollte.
Die Rote Welle
Lange genug hatte sein Vater gespart und gearbeitet. 22 Jahre waren ins Land gegangen und nun hatte Olaf Ulfson es geschafft. Aus den Aufträgen mit den Schmugglern hatte er genug Geld zusammen bekommen, um eigene Leute einzustellen, die auf sechs Schiffen fuhren. Er verließ mit Arik zusammen die Dienste von Finn.
Er und sein Sohn ließen sich beide um das Auge herum ein Tattoo stechen, welches lediglich ein Roter Strich und kurz darunter ein Quadrat darstellte. Doch dieses Zeichen wurde wieder erkannt. Und obwohl es sich vielleicht anbot, so beschlossen sie beide doch, ein Schiff zusammen zu führen. Arik als erster Maat, Olaf als der Kapitän. Die Rote Welle war durch den hohen Anteil an Ulfsons, die alle in der Lage waren – durch ihre Verbindung zu Ventha – ddas Wasser zu manipulieren, der schnellste Händler Andunies und vor allem für Eilaufträge sehr gefragt, da die Reise auf den Schiffen der Roten Welle im Wasser fast so schnell ging wie zu Land. Passagiere wurden häufiger aufgenommen und der Plan ging auf, man kannte seinen Vater und seine Schiffe.
Zwei Jahre lang sollten sie erfolgreich sein. Doch alte Bekannte lässt man nicht im Stich. Und so beschlossen Finn und andere Händler aus Andunie, Ariks Vater und seine Flotte auszuschalten. Die Ulfsons, die nun nur noch für einen Mann fuhren, waren ein zu großes Risiko, gingen doch so viele Aufträge an sie.
Die Dunkelelfen
Sein Vater konnte den Erfolg nicht lange genießen. Bald schon nahmen die Dunkelelfen die Macht in der Stadt an sich und das Geschäft wurde schwerer. Am Anfang verloren sie eine Menge Geld, da die Ware häufig gestohlen wurde. Irgendwann jedoch hatte sein Vater den Antrag durchbekommen und war in der Lage zu verhandeln. Für eine läppische Beteiligung von 60% an den Gesamteinnahmen durften sie als markiertes Schiff fahren und wurden nicht mehr überfallen. Die Frage war natürlich, ob ihnen das wirklich besser bekam.
Eine weitere Auswirkung des Machtwechsels war die, dass Arik seine Liebe für Andunie verlor. Auch wenn er die Stadt als Ort noch genoss, so wollte er sie nicht länger eine Heimat nennen und tief in seinem Inneren schwoll die Wut auf die Belagerer. Und obwohl er einer der verständnisvollsten Menschen ist, die existieren, so sieht er die Machthaber in keinster Weise als würdig an und wenn er die Chance dazu hätte, so würde er sie zu Fall bringen.
Ein Hinterhalt
Während einer Handelsreise von Andunie nach Rumdett, ein Routineauftrag, hatte man beschlossen, eine andere Aufgabe gleichzeitig zu erfüllen. Auf einem Beiboot war weitere Ladung und dieses Schiff wurde hinterher gezogen, da so die Geschwindigkeit erhöht wurde. Das Schiff seines Vaters – Anja, benannt nach seiner Mutter – geriet in einen Hinterhalt im Seeweg von Ventha. Piraten hatten ihnen aufgelauert und überfielen das Schiff. Und obwohl die Kämpfer an Bord der Anja stark waren, hatte niemand mit einem derartigen Überfall gerechnet. Die Dunkelelfen übernahmen das Schiff zusammen mit den Piraten. Arik hatte sich gerade auf dem Beiboot aufgehalten und sah, was geschah. Rechtzeitig genug trennte er das Seil, sah er doch den hohen Anteil an Körpern, die im Wasser schwammen. Kaum hatte er sich von der Anja getrennt, hatte man ihn bemerkt. Doch im gleichen Augenblick zog ein heftiger Sturm auf. Arik konnte dadurch nichts mehr erkennen und wurde in der kleinen Knorre hin und her geworfen. Schließlich wurde er ohnmächtig. Relativ angeschlagen wachte er wieder auf und als er sich auf das Deck begab, erkannte er, dass er in der Nähe von Santros war. Jedoch war all die Ladung von dem Schiff verschwunden und es waren auch einige Lecks vorhanden. Überrascht darüber, dass er nicht versunken war auf der lang scheinenden Reise, flickte er die Löcher mit den letzten Materialien, die er noch hatte, und setzte die Segel nun auf den Hafen von Santros.
Inventar:
Wasserschlauch (Gefüllt)
1 Handaxt
Schleifstein für Handaxt
Seesack mit einer weiteren Gewandung
Dreispitz
Halskette (Lapislazuli)
Nicht wirklich Inventar:
1 kleineres Handelsschiff. Knapp zwölf Meter Lang und vier Meter breit. Am Ende findet sich eine Überdachung, welche mit einem Vorhang „verschlossen“ wird. Unter der Überdachung finden sich zwei Matratzen, welche auf dem Boden liegen und mit Heu gefüllt sind. Zwischen ihnen ist die Luke zum Absteigen in den Bauch des Schiffes. Auf dem Schiff befindet sich normalerweise Ladung, doch wurde diese herunter geworfen, um das Schiff nicht zum Sinken zu bringen, so ist Folgendes über geblieben:
Zwei Sätze Bretter Drei Meter lang (6 Stück)
Zwei Wolldecken
Zwei Kissen
Tierische Begleiter:
N.V.
Einstiegspost:
Hafen von Santros


