| Leikas Steckbrief |
Rasse: Nachtelfe
Alter: 81 Jahre
Geschlecht: weiblich
Beruf: Spionin
Heimat: Im Wald Arus, im Reich der Nachtelfen.
Gesinnung: Neutral
Magie: Keine
Sprache: Die Muttersprache Herendia, Lerium, welches sie von ihrem großen Bruder gelernt hat, und Celcianisch.
Religion/Glaube: Sie glaubt an die Göttin des Mondes, Manthala.
Aussehen:

(Das Bild ist etwas bunter als ihre eigentliche Kleidung)
Sie ist eine kleine Nachtelfe, von einer zierlichen Statur und einer stolzen Körpergröße von 1.63m. Ihre Statur wirkt eher sehr schmal und schmächtig. Außerdem ist sie ziemlich dünn und leicht bei einem Gewicht von 47kg. Ihre Haare sind schwarz und reichen ihr am Ende bis zum Hüftansatz. Ein Pony verdeckt ihr linkes Auge, welches leicht rötlich ist. Ihr Linkes ist von einem dunklen Blau. Die verschiedenfarbigen Augen sind seit ihrer Geburt so. Beide sind leicht schmal, Katzen ähnlich, damit sie besser im Dunkeln sehen kann. Ihre Kleidung besteht meist aus einem schlichten schwarzen, kurzen Rock, damit sie noch genügend Beinfreiheit zum ungehinderten Bewegen hat. Sie trägt lange, dunkle Strümpfe, welche bis knapp über ihr Knie reichen, auch um sich gegen Sonnenlicht zu schützen. Dazu trägt sie schwarze Stiefel, die vom Absatz her flach und bequem zum Laufen sind und die mitunter auch vor Kratzern schützen sollen, die sie sich durch das Unterholz einfangen könnte. Beziehungsweise vorm Verheddern im Gestrüpp, da sie sich als Spionin gut bewegen können muss. Dazu trägt sie dann noch einen längeren, schlichten Pullover, ebenfalls in einem schwarzen Ton. Wenn sie hinausgeht, wirft sie einen Mantel über, ebenfalls in schwarz, der sie noch mehr gegen Sonnenlicht abschirmen soll. Ihre Haut ist bleich und makellos, sie schimmert fast wie Porzellan. In ihrem rechten Stiefel verbirgt sich ein Dolch, den sie im Notfall zur Selbstverteidigung nutzen kann. Wenn sie auf Fremde trifft, wirkt sie harmlos und nicht weiter interessant für kämpferische Tätigkeiten. Trotzdem erscheint sie auch vertrauenswürdig und freundlich auf den ersten Blick. Optisch wirkt sie somit meist eher uninteressant und unauffällig. Die meisten erinnern sich nur noch an ein nettes Mädchen mit schwarzen Haaren. Wenn sie ihrem Beruf als Spionin nachgeht, trägt sie ihre Arbeitskleidung. Diese besteht aus einer schlichten schwarzen Hose und einem ebenfalls schwarzen Oberteil. Dieses variiert aber zu den Jahreszeiten, aufgrund der Wärme. Und darüber etwas, um sie gegen die Sonne zu schützen, meistens einen Mantel. Soll sie sich unter Leute mischen, ist es noch etwas anders. Dann wird ihre Kleidung den Umständen entsprechend angepasst, damit sie sich in das Gesamtbild einfügt.
Persönlichkeit:
Sie ist im Umgang mit Leuten eher zurückhaltend und schüchtern, da ihr Vater sehr autoritär war. Sie hat gelernt, wenn sie etwas Falsches gesagt hatte, dass sie daraufhin zurechtgewiesen wurde. Deswegen ist sie generell zurückhaltender geworden und auch leicht schüchtern. Doch wenn man sie anspricht, schweigt sie nicht, sondern antwortet und sagt ihre Meinung frei heraus, da sie zu stolz ist ganz verschüchtert in der Ecke zu stehen. Dieser Stolz wurde von ihrem Bruder aufgebaut, da dieser ein Schattenkrieger ist und er sich nicht für seine Schwester schämen wollte. Ansonsten ist sie aufgeschlossen neuen Dingen gegenüber und sehr neugierig, wenn es darum geht irgendetwas herauszufinden. Ihre Neugier betrifft hauptsächlich die Kunst der Wahrsagerei, aber auch wenn ihr Personen nahe stehen. Was bedeutet: Sie hat kein gutes Gefühl bei der Sache, also geht sie dem nach. Wenn die Neugierde sie gepackt hat, könnte sie auch immer am liebsten alle mit Fragen löchern, bis sie erfahren hat, was sie wissen möchte. Sie versucht dann so gut wie alles, um es heraus zu finden. Dabei wird sie jedoch unachtsam, weil sie zu sehr mit dem Gedanken beschäftigt ist, was es nun sein könnte. Jedoch ist sie nicht lebensmüde und weiß, wo ihre Grenzen liegen. Doch ihre Erziehung verhindert dieses unhöfliche Verhalten. Ihre Neugierde kann sie nur bezwingen, weil der Gedanke für sie unerträglich ist, dass ihr Vater sie dann noch negativer auffassen würde. Beziehungsweise dann noch schlechter von ihr denkt. Sie bekommt schnell Angst, weil sie auch auf einer natürlichen Art und Weise Furcht vor gefährlich scheinenden Sachen hat. Sie hat zum Beispiel Angst den Horizont auf den Boden/Wasser treffen zu sehen, da es für sie unnatürlich ist. Sie hat so was halt noch nie gesehen. Wenn hinter ihr ein Fluss ist und sie hinunterspringen muss von einer Klippe, verspürt sie Furcht. Furcht davor, dass der Fluss zu flach ist und sie stirbt. Leika bekommt auch leichte Panikzustände bei lebensbedrohlichen Umständen. Wie zum Beispiel auf einer Mission. Weil sie sich davor fürchtet zu sterben. Doch sie ist willensstark und setzt sich nach einiger Zeit gegen ihre Angst durch und fährt fort mit dem, was sie eigentlich machen wollte. Jedoch ist sie ein wenig abhängig von ihrem Bruder und auch bei diesem ziemlich anhänglich. Da er sie immer unterstützt hat und ihr geholfen hat und sie sich in der Vergangenheit immer auf ihn verlassen konnte. Wenn sie Hilfe brauchte, war er für sie da. Dadurch ist sie von ihm auch leicht verwöhnt worden. Deshalb wartet sie meist, auch in unsinnigen Situationen, bis zur letzten Sekunde um sich selbst zu helfen. Leika hofft immer, dass ihr Bruder wie aus dem Nichts auftaucht, um sie zu unterstützen. Auch in einer Situation wie: Leika wurde entdeckt und wird angegriffen. Wenn ihre Überlebensinstinkte schließlich die Überhand übernommen haben, wehrt sie sich. Sie hat auch eine blühende Fantasie und stellt sich liebend gerne an schönen Tagen und in ihrer Freizeit alle möglichen Sachen vor. Wie zum Beispiel, wie es wäre, wenn sie gefahrlos in der Sonne spazieren gehen könnte. Oder wie es wäre, auf einem Schiff über das Meer zu fahren. Sie ist sehr lebenshungrig und genießt möglichst jede Sekunde, selbst wenn sie „verschwendet war“, wie manche sagen würden. Oder sinnvoll verbracht. Sie hat jedoch oft kein Hungergefühl, was sie dazu veranlasst, am Tag nur zu Mittag zu essen. Sie ist auch durchschnittlich schlau, doch verbirgt sie das oft mit Unwissenheit. Weil sie sich indirekt mal einen Vorteil davon erhofft, wenn die Leute sie falsch einschätzen. Sie bleibt auch lieber Zuhause und übt sich manchmal im Kochen oder beschäftigt sich anderweitig in ihrem Heim. Da sie immer darauf wartet, wann ihr großer Bruder zurückkehrt. Sie liebt es zu malen und zu zeichnen. Daher bleibt sie auch oft Zuhause, wenn sie eine Idee hat. Oder auch, um sich im Wahrsagen zu üben, wie sie hofft. Dafür verkriecht sie sich dann öfter mal in ihrem Zimmer. Abgesehen davon versucht sie immer wieder die Aufmerksamkeit ihres Vaters zu erlangen. Indem sie für ihn zum Beispiel etwas kocht. Doch an manchen Tagen ist sie spontan und zieht einfach los, um etwas zu unternehmen, weil sie die Abenteuerlust gepackt hat. Außerdem entschloss sie sich zu einem Dasein als Spion, weil Leika denkt, ihre natürliche Neugierde könnte da nur förderlich sein. Abgesehen davon hat ihr Bruder es ihr vorgeschlagen, weil sie ihrem Vater mal hinterher spioniert hatte.
Stärken:
Sie hat von Geburt an die Fähigkeit, die Zukunft verschwommen vorherzusehen, also Wahrsagerei. Doch die Bilder, die sie sieht, kann sie manchmal nur schwer deuten, dennoch ist sie relativ gut darin, weil die Szenen mit der Zeit deutlicher geworden sind.
Um sich selbst zur Wehr zu setzen, wurde ihr von ihrem großen Bruder der Umgang mit einem Dolch [Durchschnittlich] beigebracht. Genau wie Grundkenntnisse für das Führen eines Schwertes [Rudimentär]. Wobei sie den Dolch als Waffe bevorzugt, da er klein, handlich und unauffällig ist.
Sie kann sich gut tarnen, sich verstecken und verstellen, wenn es notwendig ist. Leika weiß, wie man in ein Gebäude einbrechen kann, aber dies auch umgehen kann.
Wie normalerweise alle Nachtelfen ist sie flink und wendig, kann sehr gut im Dunkeln sehen. Sie besitzt einen natürlichen Orientierungssinn. Leika findet sich vor allem unterirdisch schnell zurecht und kennt die Gefahren von Höhlen und dunklen Katakomben.
Zudem kann sie über Gestein überraschend schnell und sicher klettern. Dies gilt nicht für hohe Bäume.
Wenn sie etwas neugierig gemacht hat, will sie es solange wissen, bis sie es irgendwie herausgefunden hat, dies ist ihre größte Stärke. Dennoch kann sie das durchaus in peinliche oder brenzlige Situationen bringen, da sie oft dabei ihre Deckung fallen lässt.
Schwächen:
Leika ist manchmal etwas zu voreilig bei ihrer persönlichen Neugierde. Was bedeutet, dass Spionageaufträge halt für sie nur Aufträge sind und sie normalerweise nicht neugierig machen, hat sie dort keinerlei Probleme. Und lässt oft die Deckung fallen bei ersteren, was wohl ihre allergrößte Schwäche ist. Sie versucht dann so gut wie alles, um es heraus zu finden. Dabei wird sie jedoch unachtsam, da sie zu sehr von den Gedanken beschäftigt ist, was es nun sein könnte. Jedoch ist sie nicht lebensmüde und weiß, wo ihre Grenzen liegen. Ihre Neugierde hält sie im Zaum, da sie ihren Vater nicht verärgern möchte. Sie hat Angst davor, dass er sie verstößt, wenn er sie erwischen sollte, falls sie ihm wieder nachspionieren sollte.
Außerdem hat sie Angst vor großen Gewässern, die man überqueren muss. Sie hat schon mal eines gesehen während eines Ausfluges, doch musste es nicht überqueren. Leika hat Erstaunen und Ehrfurcht bei dem Anblick des Meeres erfüllt, aber auch Angst davor, und daher hält sie sich immer möglichst weit von Gewässern fern und sucht Wege, um sie umgehen zu können. Um ja nicht hindurch gehen zu müssen, oder gar zu schwimmen. Die Angst definiert sich in der Hinsicht, dass die Weite des Meeres ihr Angst macht. Das Meer hat sie bei einem Ausflug mit Freunden gesehn. Leika hat ihr Leben lang hauptsächlich Wände um sich herum gehabt. In einer Steppe oder offenen Ebene ist dies kein Problem, außer sie wird sich bewusst, dass der Horizont den Boden "berührt".
Im Kampf greift sie nur im Notfall ein, da sie es nicht ausstehen kann, jemandem gegenüber zu stehen und zu sehen, wie das Lebenslicht aus dessen Augen verschwindet. Da bei dem einzigen Kampf, den sie bisher durchgeführt hat, jemand gestorben ist. Abgesehen davon wartet sie immer in irrsinniger Hoffnung auf das Auftauchen ihres Bruders. Daher benutzt sie ihren Dolch nur dann, wenn es wirklich nicht mehr anders geht.
Wie bei den meisten Nachtelfen ist ihre größte Schwäche die Empfindlichkeit Sonnenlicht gegenüber. Ihre Haut verträgt die Strahlen nicht, da ihre Rasse schon seit Generationen unter der Erde lebt. Ist sie zu lange der Sonne ausgesetzt, bilden sich unangenehm rötliche Blasen auf der Haut, die nicht nur jucken, sondern auch aufplatzen und bluten. Durch derartige Wunden, welche auf allen nicht lichtgeschützten Stellen des Körpers auftreten können, sich aber nicht ausbreiten wie bei einer Krankheit, kann es bis zum Tode kommen.
Auch gegenüber Lichtmagie reagiert sie mehr als empfindlich. Nur Feuerschein oder das Licht des leuchtenden Purpurmantels scheinen ihrer Haut nichts auszumachen.
Lebensgeschichte:
Tragische Umstände
Er schob ihr den Tod ihrer Mutter zu, was er auch bis zum heutigen Tage tut. Dies hat ihr Vater ihr auch schon gesagt, was Leika sehr geschockt zurück ließ. Doch ihr großer Bruder, damals gerade erst zarte 18 Jahre alt, setzte sich für seine neugeborene Schwester ein, denn er hatte sich schon die geraume Zeit ein kleines Schwesterchen gewünscht. Leider wurde ihre Mutter Jahre lang nicht schwanger nach der Geburt ihres Bruders, daher ist der Altersunterschied so groß. Abgesehen davon wollte ihr großer Bruder sie behalten, da er keinerlei sexuelle oder anderweitige Interessen an dem anderen Geschlecht bisher hegt. Aber trotzdem schon immer ein Geschwisterchen haben wollte. Der Vater ließ ihm seinen Willen und gab dem Mädchen den Namen Leika. Als sie dann zum ersten Mal die Augen aufschlug, erlebte der Vater einen weiteren Schock, aufgrund der zwei verschiedenen Augenfarben. Der Vater war stolz darauf gewesen, dass bei ihnen in der Familie nichts "Gemischtes" war. Heißt, bisher, auch bei ihrem Bruder, waren die Augen blau gewesen. Es war seine eigene Art von Vorstellung von einem Ideal. Er verschwand lautstark fluchend aus dem Zimmer, da er es als böses Vorzeichen ansah und kam nicht mehr zurück, denn er dachte nun, dass noch Schlimmeres passieren würde. Er nahm sich Zeit, um zu trauern. Doch der Bruder holte eine Frau, die das Mädchen stillte und sie die ersten Lebensjahre groß zog. Er selber lernte fleißig weiter, um später einmal ein guter Schattenkämpfer zu werden. Doch Leika hatte sich in den Jahren immer gefragt, wie es wäre, eine Mutter zu haben, wie es sich anfühlen würde. Und ob dann alles anders wäre. Zu der Amme baute sie nie ein mütterliches Verhältnis auf, da sie nach den Stilljahren entlassen wurde. Somit erinnert sich Leika nicht einmal an sie, da es zu früh in ihrer Kindheit gewesen war.
So dreht sich die Welt
Leika wurde älter und älter. Ab und zu heimgesucht von vagen Bildern in ihrem Kopf, von denen sie niemandem zu erzählen wagte. Mit der Befürchtung, wenn ihr Vater es erfahren würde, dann würde er sie verstoßen. Er schien auch schon so nie gut auf sie zu sprechen sein, wenn sie zu ihm kam und mit ihm reden oder ihn etwas fragen wollte. Die Bilder waren welche, wo sie einen Holzstab erkennen konnte und verschwommen die Umrisse ihres Bruders. Nach und nach wurde ihr klar, dass sie die Zukunft sah. Jedoch manchmal lag sie mit ihren Vermutungen falsch und vergaß wieder, was sie gesehen hatte. Am besten, wie sie feststellte, ging es mit einer Kristallkugel, Knochen oder beim Handlesen. Dieses hatte sie von einer alten Frau in ihrem Wohnort erfahren. Dennoch, was ihren Vater anging, hielt sie sich an ihren großen Bruder. Auch wenn es ihr im Herzen weh tat, ertrug sie die hasserfüllten Blicke ihres Vaters. Lernte zu schweigen, wenn er hinein kam. Lernte, einfach demütig den Kopf zu senken und nur zu sagen: „Ja, Vater, du hast Recht.“ Ihr Vater war ein Schattenkrieger, Leikas großem Bruder war er ein Vorbild. Er wollte so werden wie sein Vater. Ein Mitglied der Elite der nachtelfischen Kaserne. Leika folgte ihm auch oft zum Training, als sie kleiner war, und strahlte ihn immer voller Stolz an, als sie mit ihm zurückging, freute sich für ihn. Sie fand all seine Bewegungen, die so fließend verliefen, einfach zu schön. So geschmeidig, aber kraftvoll wie er sich bewegte. Dennoch reizte es sie selber nicht sich dieses Ziel zu setzen. Denn, nachdem sie einmal mit zum Training kam und der Ausbilder ihres Bruders sie aufgefordert hatte, hatte sie eine leichte Waffe bekommen und durfte eine Probestunde haben. Doch das hatte der jungen Nachtelfe ganz und gar nicht zugesagt. Stattdessen fand sie es sehr viel faszinierender ihn heimlich zu beobachten, sich zu verstecken und nicht gesehen oder überhaupt bemerkt zu werden. Doch eines Tages erwischte ihr großer Bruder sie, als sie ihrem Vater nachspionierte, da dieser es sich angewöhnt hatte, um eine bestimmte Tageszeit einfach davon zu machen. Nicht einmal eine Nachricht hinterließ er mehr, wohin er gegangen war.
Sie versteckte sich in einer Ecke, die sehr dunkel war. Die violett leuchtenden Pilze konnten sie nicht mit ihrem Lichtschein erreichen. Gegenüber war eine Spelunke, zumindest sah es aus wie eine. Zumindest passte sie zu der Beschreibung ihres Bruders. Die Fenster leuchteten gelblich und sie konnte fast gar nichts erkennen. Also beschloss Leika um die verbergende Ecke herum zu gehen und stellte sich auf die Zehenspitzen an ein Fenster. Sie war noch ungefähr fünf Zentimeter zu klein, um durch das schäbige, staubige und verdreckte Fenster sehen zu können. Gerade so konnte sie über den Rand spähen. Leika sah die verschwommenen Umrisse der Gestalten innen drin. Ihr Herz schlug schneller, sie war ein wenig aufgeregt. Doch die Neugierde war stärker. Sie sah, dass die meisten im Inneren zu sitzen schienen. Aber mehr konnte sie durch die schlechte Qualität nicht erkennen, die das Fenster besaß. Das kleine Mädchen überlegte, was nun zu tun sei. Passanten gingen an ihr vorbei. Zwielichtige Gestalten sahen sie mit unheimlichen Blicken an, die sie unwillkürlich schaudern und es ihr eiskalt den Rücken hinunter rinnen ließen. Die Tür schwang auf und zu. Kurz strömte ein muffiger Geruch gegen ihre Nase. Ein Gemisch aus Alkohol und Essen. Auch ein Stimmengewirr ertönte kurz und laut vernehmlich unter dem Getuschel der zwielichtigen Gestalten.Klar vernehmbar die Stimme ihres alten Herrn. „Ich nehme dies…“ Dann war die Tür schon wieder in die Angeln gefallen. Leika blies mit einem enttäuschten Seufzen ihren schwarzen Haarschopf hoch. Doch als sich die Hand einer Gestalt hinter ihr auf ihre Schulter legte, raste ihr Herz bis zum Zerspringen.Sie erschrak sich und fing an spitz zu kreischen, aufgrund der Panik, die sie ergriffen hatte. Eine warme Hand legte sich über ihren Mund. Der wohlvertraute Geruch ihres Bruders drang zu ihr durch. Langsam beruhigte das kleine Mädchen sich. „Sei ruhig, Leika. Du willst doch nicht das Vater uns hier findet. Du willst doch nicht, dass Vater uns hier findet. Und da du keine Kriegerin werden willst... Du steckst doch so oder so deine Nase überall hinein. Diese Neugierde könnte dir doch hilfreich sein. Also denke ich einmal nach. Warum überlegst du nicht etwas zu machen, was zu dir passt, wie zum Beispiel Spion?“ Ein Grinsen begleitete seine Worte. Von seiner Seite aus war es nur ein kleiner Spaß gewesen, um sie zu necken. Doch Leika nahm es ernst. Sie nickte, als Zeichen dafür, dass sie nicht schreien würde, als sie die freundliche und fürsorgliche Stimme ihres Bruders hörte. Doch sie liebte ihn und er hatte diesen "Vorschlag" geäußert. Also wollte sie diesen in ihrem kindlichen Ehrgeiz in die Tat umsetzen.
Die Situation hatte Leikas Leben verändert, sie hatte ein Ziel, was sie später machen wollte. Nun strengte sich dementsprechend an. Auch ihr Vater bemerkte die Veränderung. Doch seine einmalige Bewunderung für sie merkte sie nur an der erstaunt und gleichzeitig verblüfft angehobenen Augenbraue, die sie in dem Moment gesehen hatte, als er bemerkt hatte, wie sie sich anstrengte und an sich arbeitete. Genau wie ihr Bruder reifer wurde und sie heran wuchs, wurde auch ihr Vater merklich älter. Sein Haar bleichte aus, er wurde gebrechlich und arbeitsunfähig. Lag nur noch im Bett, wurde von Dienern gepflegt. Doch noch immer sehnte Leika sich danach, von ihrem Vater nur ein Wort des Lobes oder der Zuneigung zu hören. Nur ein schlichtes: „Hast du gut gemacht.“ Oder ein: „Ich bin stolz auf dich, ich liebe dich, meine Tochter.“ Das hätte ihr genügt. Doch nicht einmal Tochter nannte er sie. Für ihn war sie immer nur Leika oder Masa. Nach Leikas Meinung sah er sie nicht einmal als richtiges und vollwertiges Mitglied dieser Familie an. Für ihn existierte immer nur ihr Bruder.
Während ihrer Ausbildung lernte sie vielerlei Dinge, wie sie sich anschleichen sollte, wie es am besten war sich zu verbergen und zu tarnen. Wie man sich Informationen beschaffte, bevor man versuchte jemanden zu infiltrieren. Man beobachtete die Umgebung aufmerksam, die Stadt und die Leute in ihr. Man holte sich dementsprechende Kleidung, damit man nicht heraus stach. Man integrierte sich in das alltägliche Leben. Ließ, wenn nötig, Dokumente fälschen. Ebenso lernte Leika Fallen zu entschärfen, falls sie dies brauchen könnte. Auch wenn sie damit ihre Probleme hatte. Sie war immer ein wenig zu hastig und übereifrig dabei, bis sie begriff, dass aus der Ruhe die Kraft kam. Dies brachten ihr die Ausbilder bei, indem sie einfach jedes Mal, wenn sie zu nervös wurde, entweder in die Hände klatschen oder einfach tief durchatmen sollte, denn so könnte sie erst einmal herunter kommen. Und dann mit den Atemzügen sollte sie ganz ruhig werden. Als sie es schließlich auf diese Art versuchte, gelang es ihr auch. Danach lernte sie, weil klatschen ja zu laut war bei einer Spionagemission, dass es nichts Schlimmes, sondern leicht war, Fallen zu entschärfen. Was sie ja durch ihren Erfolg auch mitbekommen hatte. Durch tägliches Training wurde ihr dies auch bewusst gemacht, sodass Leika ruhig an die Sache herangehen konnte. Außerdem lernte sie auf Kleinigkeiten zu achten, wie zum Beispiel sich die Informationen über Gegebenheiten von einem Kundschafter ein zu holen, der schon einmal dort gewesen war. Insgesamt fand Leika die Ausbildung sehr anspruchsvoll und anstrengend. Dennoch fand sie danach, dass es sich wirklich gelohnt hatte.
Als sie schließlich alt genug war, durfte sie zum ersten Mal einen Spionageauftrag annehmen. Es war eine leichte Aufgabe in Begleitung. Die Auftraggeber vermuteten, dass die Trolle einen Plan besaßen mit Informationen, in welcher Reihenfolge sie die Höhlen überfallen wollten. Was ihnen nun den Vorteil brachte, zu wissen, wo die Trolle als nächstes hinwollten und damit den Nachtelfen zeitweise ein friedlicheres Leben zu bescheren, indem sie dann dementsprechende Vorbereitungen treffen würden. Diese konnten sie aber erst nach dem Erhalt der Pläne treffen. Ebenfalls lag die Vermutung nahe, dass die Trolle ihren Standpunkt im Drachengebirge hatten. Also zogen Leika und ihr Lehrer los, um die Trolle aufzuspüren, genauso wie die Pläne, die die Trolle besaßen. Der Weg führte sie zu dem Rand vom Wald Arus und ins Drachengebirge hinein. Nach einigen Tagen Suche fanden sie schließlich ein Lager der Trolle. Doch als Leika sich hinein schlich, stellte es sich als Pleite hinaus und somit suchten sie weiter. Kurz darauf fanden sie ein viel größeres Lager, welches auch vielversprechend aussah. Somit durchstöberten sie auch dieses, Leikas Begleiter als Rückendeckung hinter ihr, für den Fall der Fälle. Sie schlichen sich hindurch bis zu dem, was nach dem Hauptpunkt aussah. Dort bewegte Leika sich auf leisen Sohlen hinein und durchstöberte die Pergamentrollen. Schließlich fand sie etwas, was interessant und richtig aussah. Sie faltete das Pergament rasch aus und grinste. Es war das Richtige, da war Leika sich sicher. Also huschte sie genau so schnell, wie sie gekommen war, wieder zurück zu ihrem Partner und sie machten sich auf den Rückweg.
Und dann lebten sie einige Zeit wieder ruhig. Länger als gewöhnlich, dank der Pläne. Doch nach einiger Zeit hörte sie von Vorfällen, wo Trolle die Höhlen von anderen Nachtelfen eingenommen hatten. Auch Leikas Familie wurden mal bedroht von Trollen. Doch ein paar Bewohner vertrieben sie erfolgreich, bevor sie zu viel Schaden anrichten konnten.
Auch nutzte sie die Zeit, um einmal ein Ausflug an das Stille Meer zu machen. Sie hatte so viel von der unendlichen Weite gehört und war neugierig geworden, wie es sein würde, es aussah und all die anderen Fragen, die sich ihr stellten. Also ging sie über das Grasland zu dem Stillen Meer, begleitet von zwei Bekannten, die ihre Neugierde teilten und das Meer ebenfalls einmal sehen wollten. Es war beeindruckend, faszinierend und Angst einflößend zugleich. Die Furcht vor dem Meer überfiel sie im gleichen Augenblick, wie sie es erblickte. Der Horizont berührte es ganz weit hinten, das machte ihr Angst und sie war plötzlich sehr froh, nicht darüber zu müssen. Die Steinwände um sie herum waren ihr doch lieber. Ein Schauder lief ihr kalt über den Rücken hinunter. Und als sie dem Meer schließlich den Rücken kehrten, strömten verschiedene Gefühle auf sie ein. Sie war froh, endlich weg zu sein. Auf der anderen Seite fand sie es schade, dass sie nicht hatten länger bleiben können. Also ging es über das Brachland zurück in den Wald Arus. Danach ab in das Loch zurück, wo die Nachtelfen lebten.
Ab und zu erledigte Leika ein paar Aufträge im Umland und erneut im Drachengebirge, um eine Diebesbande ausfindig zu machen. Diese hatte schon für ziemliche Unruhen gesorgt. Sie hatten einen Schlüssel zu einer wichtigen Kiste gestohlen, doch wurden von den Wachen vertrieben, bevor sie auch die Kiste hatten klauen können. Der Auftrag war erfolgreich. Ins Grasland kam sie, ein paar Dokumente aus einem Gebäude zu bekommen. Ein Auftraggeber brauchte diese dringend. Leika wurde neugierig. Was waren das für Pläne? Wieso machte er einen so großen Wirbel um sie? Also schlich Leika sich in das Gebäude hinein. Sie stand nun vor einem Regal, gefüllt mit Pergamenten. Es war beeindruckend. Leika staunte, doch ihre Neugierde übermannte sie bald. Also begann sie die Regale zu durchstöbern, bis sie das richtige gefunden hatte. Sie erkannte es schlussendlich daran, dass es verschlossen war. Dieses Detail hatte sie zu Anfang in ihrer Unaufmerksamkeit übersehen. Interessiert beugte sie sich hinüber und sah es sich genauer an. Auf ihm stand etwas geschrieben. Im letzten Moment hörte sie Schritte hinter sich. Erschrocken wirbelte sie herum.Sie hatte sich zu viel Zeit gelassen! Verdammte Neugierde! Vor ihr stand ein jüngerer Mann, der dennoch ziemlich robust aussah. In seiner Hand sah sie einen Dolch ruhen. Sein Blick war fest auf sie gerichtet. Ihr Herz raste. Leika war klar, er wollte nichts Gutes von ihr. Er wollte ihr Leben.Ihre Gedanken wirbelten in ihrem Kopf herum. >Mein Bruder, der müsste doch kommen. Wo bleibt er denn?<, fragte sie sich leicht panisch. Sie rührte sich nicht vom Fleck, vermochte es auch gar nicht. Mittlerweile stand ihr Gegenüber schon vor ihr. Er hatte schon den Dolch angehoben, um ihn ihr in ihr Herz zu stoßen. Da wich Leika rasch aus. Die Angst, dass sie sterben würde, trieb sie an und die Erkenntnis, dass ihr Bruder nicht kommen würde, begleitete sie. Also zog sie ihren eigenen Dolch. Der Mann schien wie erstarrt zu sein. Wohl überrascht darüber, dass sie sich doch bewegt hatte. Also nutzte Leika die Chance instinktiv. Sie nahm ihren Dolch und stach ihn in sein Herz hinein. So wie es ihr Bruder ihr anhand einer Puppe gezeigt hatte. Doch dies hier war anders. Der Mann war keine Puppe. Seine Waffe fiel ihm klappernd aus seiner Hand und er kippte nach hinten. Leika sah nur, wie in seinen Augen sein Lebenslicht erlosch. Das wollte sie wirklich nicht noch einmal erleben. Also schnappte sie hastig das Dokument, nach dem Deaktivieren der Falle, und rannte zurück. Doch was für ein Dokument genau das war, wusste Leika nicht. Nach dem Vorfall war ihre Neugierde verschwunden. Leika wollte diese Dokumente einfach nur noch loswerden. Sie wusste nur, dass dort „Pläne“ drauf stand. Was ihr nun auch genügte. Aus dem Grund, dass der Auftraggeber wollte, dass nur er über den Inhalt Bescheid wusste und dem, das der Tod des Mannes ihre Neugierde verdorben hatte. Im Laufe der Zeit kamen Gerüchte unter dem Volk auf. Diese besagten, dass irgendjemand die Nachtelfen angreifen wollte. Doch die Kundschafter, Spione und andere haben nichts dergleichen bestätigen können. Also wurde nach dem Unruheherd gesucht, der diese Gerüchte verbreitete. Doch die bisherigen Spione waren verschwunden und keiner hatte mehr etwas von ihnen gehört.
Weil sie bei ihren Aufträgen auch angegriffen werden konnte, beziehungsweise die Gefahr dazu immer bestand, brachte ihr Bruder ihr nebenbei in den freien Stunden auch den Umgang mit Dolch und Schwert bei. Wobei sie mit dem Dolch besser umgehen konnte.dieses hatte er ihr intensiver beigebracht, aufgrund der Gerüchte und des kleinen Missions - Zwischenfalles.
Momentaner Schauplatz
Momentan ist ihr Bruder auf Reisen, um eine Blume für seine Geliebte zu finden, genau wie es Sitte war. Leika ist allein mit ihrem Vater, den sie allerdings in Ruhe lässt, da er gesundheitlich sehr schwach ist und sich ausruhen muss. Und wenn sie zu ihm gehen würde, würde er sich nur aufregen. Daher befindet sich Leika momentan auf dem Marktplatz der Nachtelfen, um sich ein wenig umzuhören. Geschäfte zu durchstöbern. Und um nachzusehen, ob ihre Informationen richtig sind, dass es einen Auftrag gibt, wo man herausfinden soll, wer die ganzen falschen Kriegsgerüchte verbreitet hat. Genau wie den Grund herauszufinden, es sie überhaupt gab. Und um vielleicht ein paar bekannte Gesichter zu sehen.
Inventar:
- 1 Dolch
- schwarzer Mantel aus Nachtelfenstoff
- Knochen
- Kristallkugel
- Kette mit einem feinen Anhänger daran, welcher die Form eines Wolfkopfes hat, ein Erbstück ihrer Mutter
- Beutel mit Geld
Leika hat keinen Tierischen Begleiter, auch wenn sie gern einen hätte.
Einstiegspost:


