
Rasse: (Sarische) Elfe
Alter: 23 Jahre
Geschlecht: Weiblich
Beruf: Hausfrau
Religion: Ventha
Heimat: Andunie, in einem Häuserblock zusammen mit anderen Mietern und Großfamilien.
Gesinnung: Neutral
Magie: Feuermagie, rudimentär
Sprache: Celcianisch, Lyrintha, Kr´zner
Aussehen: Blonde, lange Haare, helle Haut, schlank, aber sehr klein (1,50 m). Sie ist weder trainiert, noch übergewichtig, jedoch auch zu ihrem Leidwesen mit keiner sehr weiblichen Figur gesegnet. Sie hat hübsche blaue Augen und die edlen Gesichtszüge ihrer Rasse. Sie trägt gerne damenhafte, weite Kleider, mit deren langen Ärmeln sie auch die Narbe an ihrem Unterarm versteckt. Trotzdem legt sie Wert auf bequeme Stoffe und einen einfachen Schnitt.
Sie trägt keinen Schmuck, da er sie schlicht bei der Hausarbeit behindert und sich ihre Familie auch sicherlich keinen teuren Schmuck leisten kann. Ihre Haare trägt sie gerne offen, nur selten bindet sie sie mit einem Band zusammen.
Persönlichkeit: Riikily bemüht sich eigentlich ein nettes und zuvorkommendes Mädchen zu sein, bedauerlicherweise hat sie damit einige Probleme.
Sie hat ein starkes Selbstbewusstsein, weshalb sie sich generell nicht herumkommandieren lässt - erst recht nicht, wenn es eine Person versucht, die größer ist als sie. Sie ist also ziemlich trotzig und frech, was ihrem Vorhaben irgendwann eine Dame zu werden ziemlich im Wege steht.
Eigentlich ist sie recht sarkastisch, meist spricht sie jedoch nicht aus, was sie denkt. Sie hat ein gutes Herz und keine Angst davor zu zupacken.
Außerdem ist recht intelligent.
Stärken: Riikily beherrscht die Feuermagie, jedoch ist ihr Talent in dieser Disziplin recht bescheiden. Sie legt es auch nicht unbedingt darauf an, ihre Fähigkeiten auszuweiten und so begnügt sie sich damit, ab und an im Ofen ein Feuer anzuzünden.
Unter anderem ist sie, wie bereits erwähnt, nicht gerade zimperlich und hält schon einiges an geistiger und körperlicher Belastung aus.
Außerdem beherrscht sie die Sprache Kr´zner und kann gut kochen.
Schwächen: Riikily steht sich im Kampf und im Leben allgemein am meisten selbst im Weg, aber davon abgesehen hat sie folgende Schwächen:
Sie lebte bisher ihr ganzes Leben lang in der Stadt und ist schnelles Rennen nicht gewöhnt. Auch mit Pferden hat sie kaum Erfahrung.
Sie beherrscht keine Waffen und die Feuermagie höchstens mittelmäßig gut.
Lebensgeschichte:
Riikily wurde in Andunie geboren und aufgezogen.
Ihr Vater ist Seefahrer und ihre Mutter Heilerin. Ihr Talent für Feuermagie hat sie vermutlich von ihrem Großonkel mütterlicherseits geerbt. Sie hat fünf ältere Brüder und wurde schon von klein auf dazu erzogen, sich um den Haushalt zu kümmern.
Während ihr Vater und ihre Mutter aus dem Haus waren um Kräuter zu suchen oder außerhalb der Stadt zu verhandeln, wurde sie zu Hause mit ihren Brüdern allein gelassen und musste sich oft gegen diese behaupten, weshalb sie wohl ihr trotziges Naturell entwickelte.
Im Alter von zwölf Jahren erhielt sie eine schwere Verletzung am Unterarm, von der sie heute noch eine dünne Narbe hat. Als ihre Brüder mit ihr in den zwielichtigeren Vierteln Andunies unterwegs waren, um gewisse Substanzen für ihre Mutter zu holen, die auf dem herkömmlichen Markt schwer zu kriegen waren, setzte man sie für einen Moment ab und nahm sie an die Hand. Wenig später ging sie im Gedränge verloren und sie wurde von einer zwielichtigen Gestalt aufgegriffen. Der Dieb plante zuerst, sie als Sklavin zu verkaufen, sah dann allerdings ihr hübsches, junges Gesicht und zog sie um die Ecke.
Das Mädchen wehrte sich mit Händen und Füßen und als es ihn biss, zückte er seinen Dolch.
„Wildes Biest! Aber ich will dich kennzeichnen und brandmarken, damit du weißt, zu wem du gehörst!“ Er presste den Dolch an ihre Kehle und griff zu einem mit Säure getränkten Stein. Diesen kurzen Moment der Unachtsamkeit nutzte das Mädchen, um ihm gegen das Schienbein zu treten. Der Dolch rutschte ab, streifte ihren Unterarm und hinterließ einen blutigen Streifen. Sie floh aus dem Viertel und suchte sich ihren Weg nach Hause zurück.
Sie war weder verschreckt noch verängstigt über diesen Vorfall, vielmehr war sie stolz auf sich, wie sie den Dieb ausgetrickst und ihr Leben selbst gerettet hatte und da sie nicht angeben wollte, erzählte sie den Eltern auch nicht, woher sie den Schnitt hatte. Der Vorfall geriet schließlich in Vergessenheit.
Riikily wuchs zu einer eleganten, wenn auch manchmal recht undamenhaften jungen Frau heran. So lernte sie, als in das Nachbarhaus eine Orkfamilie einzog, mehr oder minder freiwillig die Sprache der Orks und vor allem viele Flüche, die sie bis heute gerne benutzt. Bis zu ihrem zwanzigsten Lebensjahr hatte sie sich jedoch immer pflichtbewusst um den Haushalt gekümmert. Sie hatte sich nicht beschwert und nie etwas anderes als das Innere von Andunie gesehen.
Eines Tages, sie war gerade dabei das Geschirr abzuspülen und gedanklich eine Liste von den Dingen aufzustellen, die sie noch zu tun hatte ... ließ sie plötzlich das Geschirr unter der Wasserpumpe liegen und ging.
Ihre Brüder fanden sie irgendwann später auf einer Brücke in der Innenstadt sitzen, wie sie ab und an Steine ins Wasser kickte. Als ihr ein Jahr älterer Bruder fragte, was denn mit ihr los sei, sah sie ihn nur leer an und sagte leise: „Ich hatte Angst, dass es für immer so bleiben würde, wenn ich jetzt nicht irgendetwas anderes mache...“
Zu jener Zeit begann sie sich immer öfter zu langweilen, wurde unwillig, wenn sie ihre Hausarbeit verrichten musste und noch öfter malte sie sich aus, wie die Welt jenseits der Stadtmauern aussah. Ihre Familie verstand sie nicht und Nachbarn noch viel weniger: "Es wäre doch schön und sicher in Andunie", sagten sie. Aber Riikilys Wunsch nach Freiheit war unstillbar.
Riikily studierte Bücher und die Karten Celcias, sie tagträumte und hoffte ... aber niemand kam, um sie aus Andunie zu holen. Ihre Pflichten verboten es und auch fehlte ihr dazu der Mut. Was sollte sie denn als junge, unerfahrene Elfe in der Welt da draußen?
Und als sie so die Bücher durchstöberte, fiel ihr immer eines auf: Es waren die Damen, die Ladys, die Prinzessinnen, die gerettet und aus einem dunklen Hort gerettet wurden. Wenn sie also hinaus in die Welt ziehen wollte, beziehungsweise endlich aus Andunie und der ewigen Langeweile gerettet werden wollte, könnte sie dies nur mithilfe eines Komplizen, eines Mannes, der dafür sorgte, dass man sie gehen ließ. Und Edelmänner verliebten sich nur in feine Damen.
Riikily war sich ihrer etwas verqueren Denkweise durchaus bewusst, aber sie dachte sich, dass ein Versuch wohl nicht schaden würde und begann zu versuchen, sich wie eine Dame zu benehmen. Leider schimmerte immer wieder ihr etwas hitziges Temperament und ihr Sarkasmus durch.
Heute versteckt sie ihre Narbe am Unterarm unter weiten Ärmeln und hofft noch immer in Andunie einen Mann zu finden, der sie eines Tages mit sich nimmt.
Inventar: Geldbeutel, Haarband, Umhängetasche, ein paar Gewürzkräuter, ein Buch


