Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Dutzende kleiner Stände sind hier zu finden, die mit bunten Markisen abgedeckt sind, um Ware und Händler vor der Hitze zu schützen. Auf dem Platz findet sich außerdem ein großer Brunnen, aus dem die Kamele und durstigen Wanderer trinken.
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Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 21. Oktober 2010, 16:35

Faen wurde von einigen Wachen in eine Zelle geworfen. Hier ist es kalt, es stinkt und die Einrichtung lässt ebenfalls zu Wünschen übrig. In einer Ecke schnauft jemand und scheint vom Neunkömmling nur mäßig beeindruckt zu sein - Kleine fiese Augen starren aus der Finsternis zu der Elfe herüber.
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Re: Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Faen » Donnerstag 21. Oktober 2010, 17:14

Faen behielt ihre Fassung, ihre kalte Art bei während die Frau auf dem Marktplatz diese überaus überzeugende Geschichte erzählte. Eigentlich hatte Faen nichts anderes erwartet als diese Geschichte. Ihr selbst schien die Wahrheit ja wie ein schlechter Witz. Wie nicht anders zu erwarten wurde sie entwaffnet und von hinten festgehalten. Faen ließ es geschehen, jeder Aufstand konnte nun ihren sofortigen Tod bedeuten. Als der Hauptmann dann seine kleine Ansprache hielt schaute Faen ihn abwertend und voller Abscheu an.

„Ich sterbe lieber als mich in eurem Bett wieder zu finden, Hauptmann

Widerwillig aber doch ruhig ließ Faen sich abführen, dennoch musste sie unweigerlich zu der Frau zurück schauen. Für Faen stand die ganze Zeit überfest das sie aus Angst gelogen und seltsamerweise gab ihr dieses Wissen Erleichterung. Nicht jeder Mensch auf dieser verdammten Insel probte den Aufstand. Doch als sie dann sah wie das Weib eine Münze aus der Tasche fischte, damit herum spielte und dann ebenfalls verschwand wie die anderen Gestalten war es um Faens Selbstbeherrschung geschehen. Sie wand sich gegen die Hände die sie festhielten, stemmte die Füße in die Erde, ließ sich fallen und dergleichen Spielchen.

Als sie schließlich von den Wachen in die Zelle geworfen wurde wunderte es Faen das sie ihr Verhalten nicht gleich mit dem Tod bezahlt hatte. Während ihr Blick durch ihre neue „Herberge“ glitt kam ihr zum ersten Mal der Gedanke dass der sofortige Tod vielleicht das bessere Los gewesen wäre. Ihr wollte kein Grund einfallen der gegen sie sprach, außer vielleicht der Tatsache dass sie allein vier Männer umgebracht hatten die alle keine Anfänger waren. Aber so wie Faen ihr Volk kannte würde das kaum reichen, schließlich würde sie auch nicht anders handeln. Nun blieb abzuwarten was sie noch erwarten würde.

Kurzerhand entschloss sie sich darüber Gedanken zu machen wenn es soweit war, ihr würde schon noch eine List einfallen um ihren Hals aus der Schlinge zu ziehen. In diesem Punkt war sie sich die ganze Zeit sicher gewesen und sobald sie hier heraus war würde sie diese Wüstenrose suchen. In Gedanken ließ Faen sich schon genüsslich an diesem Weib aus während ihre Augen durch die Zelle glitten.
Das eine oder andere Mal war ihr Weg in Morgeria auch in den Zellentrakt geführt. Das erste was ihr auffiel war das es wesentlich kühler war, fast schon kalt. Was jetzt noch angenehm war würde in der Nacht schwer auszuhalten sein. Zum zweiten Mal an diesem Tag verfluchte Faen die Sonne und die Tatsache dass sie so wenig an ihrem Leib trug.
Ansonsten wirkte es auf den ersten Blick wie in den Zellen von Morgeria, vielleicht nicht ganz so schäbig und dreckig. Ebenso fehlte das Schreien das ihr sonst immer eine angenehme Gänsehaut gegeben hatte. Ihr unten war es erstaunlich ruhig für einen Kerker. Aber so wie sie ihr Volk kannte war das wohl nur ein kurzer Zustand. Sie seufzte. Das Stroh auf der Erde war, wie seltsamerweise in jedem Kerker, schimmlig, feucht und dreckig. Mit den Stiefeln trat sie es durch den Raum und lehnte sich an die kalte Steinmauer. Erst jetzt nahm sie das schnaufen in einer Ecke des Raumes war. Allein war sie offensichtlich auch nicht. Faen schaute in die Ecke aus der das schnaufen gekommen war und entdeckte ein Augenpaar. Unfreundlich wirkten sie auf Faen, aber davon ließ sie sich nicht einschüchtern. Genauso finster blickte auch sie drein und es interessierte sie herzlich wenig wer mit ihr die Zelle teilte. Solange dieser jemand in seiner Ecke blieb würde Faen sich auch nicht nähern. Sonst schon lag ihr wenig an ihrem Gegenüber, doch in diesem Moment drehten sich ihre Gedanken allein darum wie sie es anstellte heil aus dieser Sache heraus zu kommen und Wüstenrose das Leben zur Hölle zu machen.

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Re: Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 21. Oktober 2010, 21:43

"Eine Elfe. Allein. Wie ungewöhnlich zu dieser Zeit.", ertönte eine Stimme in der Dunkelheit und etwas bewegte sich in den Schatten. Nasses Stroh wurde in das fahle Licht der Zelle geschoben, als jemand aufstand und seine Schlafstadt zerwühlte. Scheinbar hatte dieser jemand seit langer Zeit einen Grund sich zu bewegen. Trotz der Schatten konnte man die Augen der Kreatur sehr genau erkennen - Sie waren nicht länger klein, sondern wuchsen und wirkten mehr als je zuvor interessiert an Faen. "Sie hoffen wohl, dass ich mich an dir vergehe, Elfchen, aber keine Sorge ... so etwas liegt mir nicht.", meinte das Ding in der Finsternis und das grün-gelb glühenden Augenpaar hüpfte, als es zu lachen begann. Es war dumpf. Was auch immer Faen dort als Zellengenossen hatte, es lachte entweder nicht oft oder hatte eine sehr lange Zeit keinen Grund mehr zum Lachen gehabt. Die einzige Lichtquelle im Raum, gebar einen schmalen Streifen Sonnenlicht und dieser genügte gerade einmal um nicht in stockender Schwärze zu sitzen. Der Gestank toter Kadaver drang plötzlich in die Nase der Elfe und auch die Exkremente anderer Gefangener bahnten sich ihren Weg. Wenn das Schwert des Hauptmannes ihr Leben nicht beendete - Die Zustände in dieser Kloake würden es.
"Manchmal verstehe ich euer Volk nicht, Elfe ... erst unterdrückt ihr andere, dann unterdrückt ihr euch selbst und dabei unterdrückt ihr soviel, dass ihr eure Unterdrückten kaum im Blick habt.", hob die Stimme erneut an. Dieses Mal war das Glimmen verschwunden - Das Wesen musste die Lider geschlossen haben. Es klirrte laut und eine Hand streckte sich in den schmalen Streifen Sonnenlicht. Sie war kreidebleich und mit einem seltsamen Muster versehen. Es wirkte wie eine Bild oder etwas Ähnliches. Das eindeutig männliche Geschöpf klang alt und wüst, aber die Hand war die eines jungen Burschen, vielleicht um die fünfunzwanzig Zyklen. "Du musst mich entschudligen, Elfe ... aber ich bin seit eurem Überfall hier eingekerkert und hätte niemals gedacht, dass dein Volk die Dummheit besäße mich zu vergessen.", gestand der Unbekannte und lachte erneut auf. Es klang schrecklicher als das erste Mal. Als der Lachanfall in einem Husten verendete, versuchte er wieder zu sprechen. "Mein Name lautet Lucifus ... oder auch Lucifer, wie es euch beliebt und ihr seit mein Mittel zur Flucht." Lucifer leckte sich über die Lippen und man konnte das Schmatzen laut und deutlich hören. Faen hatte noch nie davon gehört, dass man die Eingekerkerten mit Wasser und Essen versorgte. Ein Grund mehr sich vor dem in Acht zu nehmen, was dort auf die Elfe wartete und sich gerade deutlich unbeliebt machte.
"Ihr versteht noch nicht, was?", ein hämischer Unterton war zu hören. Erneut klirrten Ketten im Hintergrund und die Hand streckte sich etwas weiter in das Licht. Jetzt konnte Faen sehen, dass schwere Handschellen in das weiße Fleisch schnitten - Dickes Blut quoll hervor und tropfte schwer auf den dreckigen Boden. "Das Werk deines Volkes. Angst verleitete sie.", brummte das Wesen und zog das schmerzende Glied in die Schatten zurück. Trotz der Zeichnungen und der Wunden, war sich Faen sehr sicher, dass es sich um eine menschliche Hand gehandelt hatte. Aber bei der modrigen Luft, konnte man sich allerlei Dummheiten einbilden.
Es klatschte laut und erneut wurde Heu durch den Kerker geblasen. Ein Seufzen ertönte. "Aber wir haben viel Zeit ... hoffe ich. Da ich euch meinen Namen verraten habe, wie wäre es, wenn ihr mir nun euren sagt, Elfchen?", klang die Stimme matt und träge wieder. Etwas an diesem Kerl warnte Faen und ließ sich vorsichtiger werden - Was auch immer im Schatten lauerte, es war ungewiss, auf wessen Seite es stand. Aber in einer Sache hatte es Recht: Sie hatte noch einiges an Zeit, denn so wie sie ihre Brüder und Schwestern kannte, würde man Faen lange im Dreck und den Ausscheidungen der niederen Rassen warten lassen.
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Re: Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Faen » Donnerstag 21. Oktober 2010, 23:10

Mit ihren Gedanken tief in Rachefantasien versunken stand Faen immer noch an der kalten, feuchten Wand als sich plötzlich ihr Zellenkamerad bemerkbar machte:

"Eine Elfe. Allein. Wie ungewöhnlich zu dieser Zeit."

Faen verdrehte die Augen. Was bitte sollte noch ungewöhnlich sein wenn sie in einer Zelle saß. Hier nach konnte sie nichts mehr schocken. Aber sie blieb der Gestalt eine passende Antwort schuldig, ihr stand nicht der Sinn nach Geplauder. In Ruhe ihre Rachepläne schmieden, darauf warten das man sie abholte und das Beste aus der Situation machen. Man würde ihr schon nicht den Kopf abreißen, nicht ihr!
Dennoch musste sie dem Treiben des Fremden zuschauen. Offensichtlich hatte er sich schon länger nicht erhoben und seine Augen, die nun deutlich größer waren als vorher, zeigten ein seltsames Interesse. Unwillkürlich glitt ihre Hand zu ihrem Schwert…aber das hatte sie zuletzt im Sand liegen gesehen. Ohne diese Waffe fühlte sich Faen nackt und unwohl. Trotz allem blieb sie ruhig stehen, ihr Mitbewohner war schon wesentlich länger hier unten und Faen mit Sicherheit in einer besseren Verfassung als er. Angst verspürte sie keine, nur das typische kribbeln im Bauch Vorsicht walten zu lassen.
Aber offensichtlich war der Fremde in Plauderstimmung.

"Sie hoffen wohl, dass ich mich an dir vergehe, Elfchen, aber keine Sorge ... so etwas liegt mir nicht."

Der Fremde fing an zu lachen und Faen verstand so überhaupt nicht den Witz an der Geschichte. Selbst wenn ihm so etwas liegen würde, er hätte keinen Spaß daran gehabt. Für was hielt dieser Mann sich eigentlich?! Faen hatte ihn schnell eingeordnet. Mensch, keine andere Rasse war so von sich überzeugt und hatte so verdammt wenig Gründe dazu. Ein Grund weniger Gefahr zu wittern. Gelangweilt gähnte sie, schloss die Augen und wollte sich wieder Wüstenrose zu wenden.
Der Geruch von Verwesung und Ausscheidungen stieg ihr in die Nase und unwillkürlich verzog sie das Gesicht.
Konzentrier dich! rief sie sich in Erinnerung, doch ihre Gedanken wurden wieder einmal von der Plaudereifreudigkeit des Fremden unterbrochen. Faen öffnete genervt ein Auge, sah aber von dem Fremden nichts. Offensichtlich hatte er es ihr gleich getan und die Augen geschlossen…oder aber er war nicht mehr da wo er vorher war. Kurzerhand öffnete sie beide Augen wieder und schaute sich um. Aber in diesem Rattenloch war es stockfinster.

"Manchmal verstehe ich euer Volk nicht, Elfe ... erst unterdrückt ihr andere, dann unterdrückt ihr euch selbst und dabei unterdrückt ihr soviel, dass ihr eure Unterdrückten kaum im Blick habt."

Wie um Faens Vermutung zu entkräftigen klirrte es laut und die Elfe konnte in dem spärlichen Sonnenlicht eine kreideweiße Hand erkennen. Eine Zeichnung oder etwas Ähnliches war darauf, doch um dies genau zu erkennen hätte sie näher heran gemusst. Und diese Idee lehnte Faen strikt ab. Zumal die Hand und die Stimme nicht zu einander passten. Das eine jung, das andere alt. Aber Menschen waren ja bekannt dafür nicht gut unter Folter zu gedeihen.

"Du musst mich entschuldigen, Elfe ... aber ich bin seit eurem Überfall hier eingekerkert und hätte niemals gedacht, dass dein Volk die Dummheit besäße mich zu vergessen."

Sind den alle Menschen an diesem Ort verrückt? Dummheit, dass ich nicht lache. Dich haben sie als erstes weg gesperrt weil du einem die Ohren blutig redest! Sei froh dass du noch reden kannst, ich würde nur zu gern etwas dagegen unternehmen.

Aber Faen dachte es nur. Sie würde sich auf kein Gespräch einlassen sondern ihn strikt ignorieren. Irgendwann würde er den Mund halten, schließlich lagen eigentlich niemanden Selbstgespräche.
Und als sein Lachen dann in einem Hustenfall endete wünschte Faen ihm einen sofortigen Tod. Dann würde endlich Ruhe einkehren. Aber, wie nicht anders zu erwarten, blieb ihr dieser Wunsch auch verwährt. Dieser Tag war eindeutig nicht der ihrige.

"Mein Name lautet Lucifus ... oder auch Lucifer, wie es euch beliebt und ihr seid mein Mittel zur Flucht."

Nun wurde Faen hellhörig. Wieso sein Mittel zur Flucht? Was bildet er sich ein wer hier vor ihm steht? Das ganze Theater von diesem Weib nur um einen alten Mann zu retten?! Wie überaus lächerlich!

Das Schmatzen von Lucifus ließ Faen erneut aufhorchen. Wieso schmatzte dieser Kerl? An der ganzen Sache war gewaltig etwas faul. An Schlaf war eh nicht zu denken und nun hatte sie einen Grund mehr. Ob das nun ein Mensch war oder nicht, die Dunkelelfe entschloss sich zur Vorsicht. Schließlich war sie für heute schon blind in eine Falle gelaufen, eine zweite musste nicht.

"Ihr versteht noch nicht, was?" Sein spöttischer Unterton brachte Faens Blut in Wallung. Von einer niederen Art verspottet zu werden war ein Ding der Unmöglichkeit. Aber vielleicht würde der Alte in seiner Gesprächigkeit noch mehr erzählen. Danach konnte sie weiter sehen, im Moment gab es sowieso nicht sonderlich viel zu tun.
Als er dann die Hand weiter vorstreckte erkannte Faen eine schwere Handfessel, offensichtlich zu eng. Das Fleisch war aufgescheuert, dickes Blut lief hervor und tropfte auf den Boden. Aber bei diesem dreckigen Boden würde ein bisschen mehr oder weniger Blut kaum auffallen.

"Das Werk deines Volkes. Angst verleitete sie." Nachdem er nun die Hand weg zog war Faen sich endgültig sicher es mit einem Menschen zu tun zu haben. Selbst bei dieser überaus sparsamen Beleuchtung.

Heu flog wieder durch den Raum, offensichtlich hatte sich die Gestalt wieder niedergelassen, ein seufzen und eine Feststellung gepaart mit einer Bitte: "Aber wir haben viel Zeit ... hoffe ich. Da ich euch meinen Namen verraten habe, wie wäre es, wenn ihr mir nun euren sagt, Elfchen?"

Nun war guter Rat teuer. Ehe sie antwortete ging sie in Gedanken noch einmal alles durch. Ihr Gegenüber war mit ziemlicher Sicherheit ein Mensch. Nur Menschen bildeten sich so viel auf ihr Dasein ein und nur Menschen schmiedeten Intrigen ohne einen eigenen Nutzen daraus zu ziehen. Das Wüstenrose hier ihre Finger im Spiel hatte lag für Faen klar auf der Hand. Doch wie aus allem ihren eigenen Nutzen ziehen? In einem hatte Lucifus Recht, sie hatten Zeit. Das warten in diesem Drecksloch war schon der Anfang der Folter und oft genug schon sehr nützlich um jede Gegenwehr auszuschalten.
Faen seufzte und ließ sich an der Wand entlang auf den Boden rutschen. Irgendwann musste auch sie sich setzen, also warum unnötig Kraft vergeuden.
„Nun Lucifus, „ begann sie dann schließlich. Weder achtetet sie darauf besonders freundlich auf ihn zu wirken oder besonders kalt. Schließlich war letzteres vorhanden ohne dafür etwas zu tun. „Mein Name ist Faen. Aber offensichtlich wisst ihr was hier vor sich geht und warum mich meine eigenen Leute für einen Verräter halten. Da wir uns nun ja vorgestellt haben wäre es doch schön auch zu erfahren an welchem Spielchen ich hier teilnehme und was meine Rolle beinhaltet. Ich sei euer Mittel zur Flucht und mein Volk hätte euch hier angekettet aus Angst? Ich wüsste nicht warum und wie ich euch zur Flucht verhelfen sollte. Und warum ihr glaubt mein Volk hätte Angst vor euch ist mir noch am wenigsten erklärbar. Dunkelelfen verspüren keine Furcht in ihrem Herzen und was uns im Weg steht wird beseitigt. Wie diese Stadt. Ihr seid ein närrischer alter Mann und ich bin mir sehr sicher das Wüstenrose ihre Finger in dieser Intrige weiterhin dabei hat. Warum liegt ihr so viel daran euch hier heraus zu holen? Ist sie so leicht zufrieden zu stellen in ihrem Bett?“

Faen lachte leise und böse.

„Nun, wollt ihr mir eine Antwort geben oder lieber weiter die üblichen Sprüche schlagen wie sie alle alten Männer, Dummköpfe und Helden schlagen?“

Faen ließ genug Vorsicht walten in ihren Augen. Die Kette würde nicht reichen um bis zu ihr zu gelangen und sie hegte keine Absicht zu ihm zu gehen. Also was sollte ihr passieren? Zufrieden grinste sie in der Dunkelheit und wartete. Wenn die Worte richtig getroffen hatten würde er wie jeder Mensch reagieren. Wütend und aufgebracht, sich dabei um Kopf und Kragen reden und ihr endlich erzählen was hier gespielt wurde.

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Re: Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Erzähler » Freitag 22. Oktober 2010, 14:01

Stille. Vermutlich dachte Lucifer lange über eine Antwort nach. Mit der Zeit verging auch der schmale Streifen Licht und die Zelle gewann mit jeder Stunde mehr Dunkelheit - Die Nacht nährte sich unaufhörlich und war die einzige Möglichkeit den Sonnenumlauf zu verfolgen. Faen war nicht freundlich und es gab keinen Grund ihr Gegenüber bevorzugt zu behandeln oder besser als andere Menschen. Quieckend verschaffte sich eine Ratte Aufmerksamkeit und schnellte durch die dicken Gitterstäbe ihres Gefängnisses, um nach Resten oder toten Artgenossen zu suchen. Neugierig stellte sich das kleine Tier auf die Hinterläufe und witterte, die schwarzen Knopfaugen fixierten die Dunkelelfe. Erst sah es aus, als würde sich der Nager zum Neuankömmling aufmachen, dann jedoch erklang ein leises Raunen - Ohne jeden Zweifel sagte Lucifer etwas, doch weder war es verständlich noch schien es an Faen gerichtet. Die Ratte stoppte und spähte in die Dunkelheit aus der das fremde Geräusch kam. Sie machte kehrt und eilte in den Schatten.
Lange geschah nichts. Dann ertönte ein erschrecktes Kreischen und in der dämmrigne Finsternis konnte man einen Schatten erkennen, der sich rasch bewegte, doch bevor sich Faen sicher sein konnte, was genau passiert war, ertönte ein abartiges Geräusch: Etwas wurde zerrissen, es klang so, als ob jemand Pergament mit bloßen Händen in zwei Teile spalten würde. Kurz darauf schmatzte Lucifer und ein schweres Schlucken erfolgte. "Elfen.", meinte er mit vollem Mund und stieß kurz darauf ein tiefes, tierähnliches Grummeln aus. "Ich kenne deine 'Wüstenrose' nicht ... ich sehen nur eine vom dunklen Volk, die in der gleichen Zelle sitzt wie ich und es vermutlich mehr verdient als jeder andere hier.", ein weiteres Reißen war zu hören und dieses Mal klatschte etwas Feuchtes auf den Boden des Kerkers. Schmatzend erzählte Lucifer weiter. "Nunja ... fast jeder.", wieder ertönte ein dumpfes Lachen, doch dieses Mal schien sich seine Stimme zu verändern - Es klang als würden zwei Personen reden und dies in unterschiedlichen Höhen. Die Ketten klirrten und mit einem dumpfen Schlag landete etwas kleines und unförmiges im fahlen Lichtfall. Es war kaum zu erkennen, aber wenn man sich die Zeit nahm, es zu betrachten, so erkannte man die Ratte ... oder zumindest die Hälfte die noch übrig war, denn Kopf und Vorderläufe fehlten gänzlich. Blut floß aus dem zerteilten Tier."Ratten. Ich hasse Ratten. Ih habe bereits vergessen, wie das Fleisch deines Volkes schmeckt - Vermutlich sperrten mich deine Leute deswegen hier ein.", mutmaßte er und die großen, gelben Augen verfomrten sch zu bösartigen Schlitzen. Es war die pure Freude am Leid und die Erinnerungen daran. "Aber ich habe lang genug hier gesessen!", meinte Lucifer plötzlich erzürnt und stand ruckartig auf. Das Metall der Fesseln schepperte bedrohlich und ein Bröckeln an den Wänden war zu vernehmen. Er brüllte animalisch und versuchte sich zu befreien, doch scheinbar hatte man dafür gesorgt, dass es keine Möglichkeit für den Gefangenen gab, sich zu lösen.

"Ruhe da hinten, ihr dreckigen Bastarde oder ich reiße euch die Beine raus und zerschlage damit eure Glieder!"
, ertönte ein tiefer Ruf und halte mehrfach im Gemäuer wieder. Dunkelelfen! Scheinbar waren ein paar Wachen eingeteilt worden, um den Kerker zu bewachen, doch leider war es auch für Faen, die keine Fesseln trug, nicht Möglich zu erkennen, wie viele es waren. Lucifer hatte sich beruhigt und atmete schwer. "Hör zu Elfe.", begann er leise, aber erneut mit der zweifachen Stimme. "Hilf' mir aus diesem Loch und ich werde dir helfen, deine Wüstenrose zu finden - Entscheide dich dafür oder verrotte in der Hölle. Es wäre mir beides ein netter Zeitvertreib.", von Klirren begleitet, hob Lucifer die Hände und zeigte die Fesseln im Licht ... jetzt konnte Faen erkennen, dass sich Worte in dunkelelfischer Sprache darauf befanden, sie verkündeten, dass das Eise nur durch die Berührung eines Dunklen geöffnet werden konnte. Es gab nur eine Art Wesen, die solche Fessen verdienten: Kreaturen von denen sich ein Elf ihrer Gattung entfernen sollte und KReaturen, die nie wieder die Möglichkeit haben sollten in die Nähe der Dunkeln zu gelangen. "Befreie mich, Faen und ich werde dir helfen, ich schwöre es dir!", verlangte Lucifer nachdrücklich, denn wie eine Bitte klang es nicht. Die Dunkelelfe musste nachdenken - Sie konnte das seltsame Ding befreien, aber wenn es die Wahrheit gesprochen hatte, wie wollte es dann großartig bei der Suche nach Wüstenrose helfen. Anderseits: Ihr Volk hatte scheinbar wirklich die Befürchtung, dass Lucifer entkommen konnte, denn solche KEtten waren einfahc zu selten um eine Täuschung der Wüstenassassine zu sein. Vielleicht jedoch, konnte sie etwas mit den Wachen anfangen und sich auf eine oder andere Art und Weise den Schlüssel für ihre Tür besrgen ...

Mod-Entscheidung: Faen hat die Möglichkeit Lucifer zu retten oder selbst einen Rettungsversuchzu starten.
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Re: Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Faen » Freitag 22. Oktober 2010, 17:14

Faen war zufrieden. Endlich Ruhe. Sie genoss die Stille, war sie sich doch sicher dass es bald nicht mehr so still sein würde. Sie wusste was ihr Volk mit Verrätern und Mördern anstellte. Sie schluckte schwer und versuchte diese Gedanken zur Seite zu schieben, aber es wollte ihr nicht recht gelingen. Um ihre Unschuld zu beweisen fehlten ihr die Beweise. Die ganze Situation stellte sich so dar das Faen es irgendwie geschafft hatte vier ihrer eigenen Landsleute zu ermorden. Und da sie sich selbst so abfällig über das angebliche Ammenmärchen der Menschen ausgelassen hatte war es nun mehr als lächerlich wenn gerade sie erzählte dass ihr genau dieses passiert war.
Sie seufzte und schloss die Augen. Bald würde es hier drin noch finsterer sein als es eh schon war.
Durch die Gitterstäbe schob sich eine dicke Ratte und lief schnüffelnd durch die Zelle. Die Dunkelelfe konnte die Krallen über den Steinboden kratzen hören. Hier unten gab es genügend für sie zu fressen, schließlich war sie nicht sonderlich wählerisch. Neugierig stellte sich die Ratte auf die Hinterläufe und fixierte Faen. Diese begann sich zu fragen wann sie so viel Hunger verspürte das sie anfing Ratten zu jagen um diese zu essen. Es schauderte sie bei dem Gedanken.
Dann, als es schon so aussah als würde die Ratte Faen näher in Augenschein nehmen wollen, vernahm sie ein Geräusch. Nicht mehr als ein Raunen, doch stammte es eindeutig von Lucifus. Faen öffnete wieder die Augen und sah gerade noch wie der Nager sich in den Schatten zu Lucifus begab. Plötzlich vernahm sie nur ein Kreischen, sich bewegende Schatten die es aber nicht zuließen genau zu sagen was geschah. Und dann ein Geräusch als würde jemand Pergament zerreisen. Faen versuchte mehr zu erkennen, doch die Dunkelheit verwährte ihr diesen Wunsch. Was dann folgte, das deutliche Schmatzen und Schlucken von Lucifus riefen Ekel in Faen hervor. Offensichtlich war er schon lange genug hier unten um so weit zu sein Ratten zu essen. Aber wie er es angestellt hatte die Ratte zu fangen konnte Faen sich nicht erklären.

"Elfen." war von ihm zu hören, mit vollem Mund und gefolgt von einem seltsamen Grummeln, das Faen sehr an ein Tier erinnerte.

"Ich kenne deine 'Wüstenrose' nicht ... ich sehen nur eine vom dunklen Volk, die in der gleichen Zelle sitzt wie ich und es vermutlich mehr verdient als jeder andere hier."

Faen setzte zu einer passenden Antwort an. Sie saß hier zu Unrecht und hatte es sicherlich nicht verdient. Aber sie ersparte sich die Antwort als ein weiteres reißendes Geräusch die Stille störte gefolgt von einem klatschenden Geräusch. Faen zog die Beine an den Körper. Zum einen wurde ihr langsam kalt und zum anderen war ihr Lucifus immer weniger geheuer. Für einen einfachen Menschen benahm er sich doch sehr seltsam.

"Nunja ... fast jeder."

Faen hob die Augenbraue, seine Stimme hatte sich geändert und das nicht zum positiven. Es klang als würden zwei Leute zugleich sprechen. Faen begann an ihrer getroffenen Überzeugung sehr zu zweifeln. Doch der Gedanke nicht mit einem gewöhnlichen Menschen in einer Zelle zu sitzen beunruhigte sie mehr als ihr lieb war.
Es trug nicht sonderlich zu ihrer Beruhigung bei als plötzlich etwas Unförmiges auf den Zellenboden schlug. Faen musste einfach hinschauen und schließlich erkannte man die Ratte die blutend und offensichtlich tot dort gelandet war. Schließlich fehlten ihr Kopf und Vorderläufe. Faen konnte die Gänsehaut nicht gänzlich unterdrücken.

"Ratten. Ich hasse Ratten. Ich habe bereits vergessen, wie das Fleisch deines Volkes schmeckt - Vermutlich sperrten mich deine Leute deswegen hier ein.",

Faen starrte die gelblichen Augen die sich nun zu Schlitzen verengten an.
Vergewaltigen liegt ihm fern aber mich zum Abendessen zu verspeisen kommt ihm in den Sinn. Nein, ein Mensch ist das nicht. So verrückt ist nicht einmal diese widerwärtige Rasse.

Als er dann aufstand und verkündete lange genug herum gehockt zu haben musste Faen lächeln. Er würde nicht los kommen, so viel Kraft besaß er nicht. Umso erstaunter war Faen als sie deutlich vernahm wie ein bröckeln der Wand und das metallische Kreischen der Ketten die Ruhe zerriss.
Er brüllte wie ein angekettetes Tier und Faen begann sich ganz ernsthaft die Frage erneut zu stellen mit was man sie dort in eine Zelle gesperrt hatte.

Durch den Krach meldete sich schließlich eine Wache zu Wort. Die üblichen Drohungen und Faen gab nichts darauf. Im Moment hatte sie von den Dunkelelfen weniger zu befürchten als von ihrem Zellengenossen. Das machte die Angelegenheit nicht unbedingt besser.
Sie stand auf, achtete darauf genügend Abstand von Lucifus zu halten und begab sich an die Gitterstäbe. Doch leider ließ sich nicht erkennen wie viele Wachen aufgestellt waren. Faen seufzte und drehte sich herum als Lucifus Stimme leise, aber immer noch seltsam zweistimmig an ihr Ohr drang.

"Hör zu Elfe. Hilf' mir aus diesem Loch und ich werde dir helfen, deine Wüstenrose zu finden - Entscheide dich dafür oder verrotte in der Hölle. Es wäre mir beides ein netter Zeitvertreib."

Als er nun die Hände in das spärliche Licht hob konnte Faen erkennen warum er sich nicht von seinen Fesseln befreien konnte. Egal wie viel Kraft er besaß, diese Fesseln würde er nicht los und deswegen war sie auch sein Weg zur Flucht. Nun verstand Faen zumindest eine Sache.

"Befreie mich, Faen und ich werde dir helfen, ich schwöre es dir!"

Das dies keine Bitte sondern eine Forderung war ließ Faen kalt. Immer noch fasziniert betrachtete sie die Fesseln. Sie wusste was es damit auf sich hatte und wie selten solche Ketten waren. Es musste einen guten Grund geben warum man Lucifus diese angelegt hatte.
Sie musste nachdenken und gut entscheiden, schließlich hing von der nächsten Entscheidung alles ab.
Selbst wenn sie an den Schlüssel kommen würde für ihre Zellentüre danach würde sie auf der Flucht sein. Erst wenn sie einen Beweis erbringen würde hatte sie überhaupt eine Chance aus der Ungnade ihres Volkes heraus zu kommen und selbst mit Beweis war die Chance gering. Zumal sie keinerlei Idee hatte wie sie an Wüstenrose heran kommen sollte. Mit ihren kleinen Zaubertricks hatte sie Faen einen deutlichen Vorteil, zudem kannte sie Sarma sehr viel besser als die Dunkelelfe.
Ihr Blick richtete sich auf Lucifus, vielleicht war aus diesem zweifelhaften Bund mehr für sie selbst heraus zu holen.
Sie trat einen kleinen Schritt näher an ihn heran.

„Bevor ich diese Fesseln löse will ich wissen was ihr seid. Schließlich will ich wissen wer oder viel mehr was mir hilft meine Rache zu bekommen. Besonders wenn ich bedenke das mein Volk wirklich Furcht vor euch verspüren muss wenn man euch solch schöne und nützliche Fesseln anlegt.“

Mit pochendem Herzen schaute sie ihn an und wich schließlich den winzigen Schritt wieder zurück bis ihre Hände an das kalte, nasse Metall stießen. Dass sie Angst vor ihm verspürte hätte sie zwar niemals zugegeben, aber es war so. Um so mehr war abzuwägen was sie tun würde nachdem er geantwortet hatte.

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Re: Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Erzähler » Montag 25. Oktober 2010, 21:45

Es begann als ein dumpfes Grollen und hob dann zu einem finsteren Lachen an. Dumpf und hohl, als wäre es aus dem Tiefen einer finsteren Seele entkommen, erfüllte das Gelächter die Dunkelheit der Zelle. Abrupt jedoch endete es und Lucifus fixierte die Augen der Elfe mit einer Mischung aus Belustigung und Erwartung. Das seltsame Wesen rieb sich, so gut es die Fesseln zuließen, seine Handgelenke und ließ das Metall bedrohlich klirren - Er fand diese Situation eindeutig amüsant. Mit gespielter Überraschung druckste Lucifus herum und tat so, als würde erseine Antwort lange überlegen müssen. Es war klar, dass das Wesen die ansteigende Furcht seiner Zellengenossin bis zum letzten Auskosten wollte.
"Was ich bin?", fragte er dümmlich und erneut tauchte die zweite Stimme neben seiner doch recht düsteren Ersten auf. Jetzt war deutlich zu hören, dass sie einen weiblichen Unterton hatte und sich gänzlich vom eher männlichen Gegenpart unterschied. "Ihr Elfen solltet es besser wissen und aufgrund euer Arroganz nicht die Schatten der Vergangenheit vergessen.", grummelte Lucifus beiläufig und grinste dabei breit. Im Zwielicht erschien nun eine Reihe von Reißzähnen und es war jetzt mehr als eindeutig, dass sie kein menschliches Wesen vor sich zu sitzen hatte. Es war etwas Dunkles. "Euer Volk nannte mich einst Ifrit."
Dieser Begriff war für die Elfe nichts Neues, auch wenn man seit langer Zeit glaubte, diese Wesen von der erde verbannt zu haben. Ein Ifrit war im Volksglauben der Elfen ein Dämon des Feues und Zwiegesicht der Wüste. Eine Kreatur aus der Welt unter Celcia und nur durch ein hohes Opfer an irdische Ketten gebunden. Das Wesen der Legenden war ein Fresser von Seelen und Fleisch, in der Geschichte das Verhängnis ganzer Völker.
Plötzlich waren Schritte zu hören und jemand nährte sich dem Zellenblock. Beinahe gelangweilt, lehnte sich einer der Wächter gegen die Gitterstäbe und verschwendete einen Blick in die Dunkelheit. Seine Augen wurden groß, als er die Handschellen Lucifers sah. Nervös nestelte er an seinem Schlüsselbund herum und versuchte die Türen schnell genug zu öffnen. Panisch schrie er umher: "Entfernt euch von dem Ding, Gefangene!! Ich beschwöre euch!" Lucifus ließ die Ketten klirren und zeigte seine Fessenl Faen.
"Berühre sie und befrei mich! TU ES!", schrie der Ifrit zornig und fletschte die Zähne.
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Re: Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Faen » Montag 25. Oktober 2010, 22:36

Als er, nach ihrer Frage, so anfing zu lachen hatte Faen das Gefühl richtig gehandelt zu haben als sie von ihm zurück gewichen war. Während sie ihn anstarrte umfassten ihre Hände die Gitterstäbe in ihrem Rücken. Faen wartete auf eine Reaktion, auf eine Antwort von ihm.
Als dieses Wesen dann anfing herum zu glucksen und übertrieben lange auf eine Antwort warten ließ legte Faen die Stirn in Falten. Sie hasste es wenn ihr Gegenüber eine Antwort unnötig lange heraus zögerte. Doch nach einer passenden Antwort war ihr im Moment nicht zumute. Ihr Herz schlug schnell und sie war angespannt.

"Was ich bin?" Faen stöhnte instinktiv auf. Was für eine dämliche Gegenfrage! dachte sie als sie dann die zweite Stimme sehr viel deutlicher wahrnahm. Eindeutig weiblich, was dem ganzen einen sehr seltsam Klang gab.
"Ihr Elfen solltet es besser wissen und aufgrund euer Arroganz nicht die Schatten der Vergangenheit vergessen." Als er sie dann angrinste und eine Reihe Reißzähne zeigte bekam Faen eine Gänsehaut. Egal was es war, ob sie wirklich dafür Sorge tragen würde das Lucifus seine Ketten loswerden konnte würde sie sich noch dreimal überlegen.

"Euer Volk nannte mich einst Ifrit."

In jeder anderen Situation hatte Faen laut los gelacht und gesagt das er zuviel dem Alkohol zugesprochen hatte. Lucifus nahm sie diese Aussage ohne zu zögern ab…was in keinsterweise zu ihrer Beruhigung beitrug.
Ein Dämon des Feuer, der sich an Fleisch und Seelen gütlich tat. Ganze Völker sollen ihm zu Verhängnis geworden sein. Faen stand mit solch einem Wesen in einer Zelle und, als wäre das nicht Wahnsinn genug, verlangte dieses Ding auch noch von ihr es von der Kette zu erlösen.

Andere Geräusche drangen an ihr Ohr, sie drehte den Kopf und erblickte eine Wache. Ganz automatisch löste sie sich von den Gitterstäben, stellte sich aufrecht hin und wich damit auch näher an Lucifus heran. Die Wache lehnte sich an die Gitterstäbe der Zelle, blickte gelangweilt herum als seine Augen groß wurden. Offensichtlich wusste auch er was es mit den Handschellen auf sich hatte. Nervös begann er nach dem passenden Schlüssel zu suchen und fauchte Faen an:

"Entfernt euch von dem Ding, Gefangene!! Ich beschwöre euch!“

Nicht weit von ihr klirrten die Ketten und Lucifus schrie sie an:

"Berühre sie und befrei mich! TU ES!"

Nun musste eine Entscheidung her. Kein langes abwägen und nachdenken. Die Wache würde den Schlüssel schnell haben. Sicherlich nicht so schnell wie üblich bei dieser Nervosität, aber viel Zeit blieb ihr nicht.
Es blieb ihr nur diese eine Möglichkeit. Nur so bestand eine geringe Chance ihren Namen irgendwie wieder rein zu waschen.
Sie drehte sich zu dem Ifrit herum, schaute ihn an und hatte eine Entscheidung getroffen.

„Denk daran dass du mir dein Wort gegeben hast!“, sagte sie zu ihm und legte die Hände auf seine Fesseln.

Wenigstens konnte ich mir aussuchen wie ich sterbe. Ob nun durch einen Ifrit oder durch die Hand deines eigenen Volkes.
Faen schloss die Augen. Sie wollte gar nicht wissen was nun geschehen würde.

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Re: Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Erzähler » Dienstag 26. Oktober 2010, 20:44

Es knirschte laut und kreischend lösten sich Fesseln des Dämonen Luficus. Das magische Metall schlug bläuliche Funken als es aneinander rieb. Ein letztes Mal klirrten die Ketten des Gefangenen und seine Schellen fielen zu Boden - Ein ewig andauernder Moment so schien es. Während des langen Falls formten sich die Reißzähne des Ifrits zu einem triumphalen Grinsen und die Augen, bösartig und kalt, flackerten auf. Faen hatte die Augen verschlossen, doch der Dunkelelf hinter den Gittertüren schien nun voller Furcht das Schauspiel vor sich zu betrachten.
Die Haut an den Händen zerfiel zu weißer, staubiger Asche und bröckelte wie Schnee zu Boden. Stück für Stück verschwand das Äußere eines Menschen und gab mehr von dem Teufel wieder, der sich diese Hülle als Versteck erwählt hatte. Begleitet von einem Knall entfachte sich ein Feuer auf dem Schädel der Kreatur und ließ zwei Hörner durch die Knochen platzen. Sie zersprengten den Kopf und hinterließen das Gesicht einer Raubkatze - Schmerzen kannte Lucifus scheinbar nicht, denn er genoss die Prozedur sichtlich ... seine Zähne formten einen zufriedenen Ausdruck, als sich die Flammen festigten und zu einer rot-gelblichen Mähne wurden. Seine Haut wurde braun und wie die der Menschen aus Samar leicht fleckig - Flammen loderten an Unterarmen, Kinn und Waden auf. An den Zehen entstanden schwarze Krallen. Insgesamt schien Lucifus zu wachsen und füllte einen guten Teil der Zelle allein durch seine Hörner aus.
Eine ungemeine Hitze schien sich auszubreiten und wuchs mit jedem Moment der verging. Der dunkle Wächter zitterte leicht und wollte um Hilfe rufen, doch etwas schnürte seine Stimme ab. Er war nicht einmal im Stande sich zu bewegen. Langsam und gemächlich drehte der Ifrit sein tierähnliches Haupt nach links, starrte den Elfen an und ließ die Pranke durch das Gitter nach vorne schnellen. Die Flammen loderten auf und erhellten die gesamte Zelle - Vor dem Spitzohr erhob sich ein tatsächlicher Dämon und mit einem tiefen Gröllen packte er den Dunklen am Hals. Es Zischte laut und ein Schmerzensschrei löste sich aus der Kehle des Wächters. Lucifus begann finster zu Glucksen und zog den Schädel seines Opfers zu sich in en Kerker - Der Körper jedoch war zu breit für die Stäbe und blieb daran hängen. Das Material stöhnte auf und verzweifelt wehrte sich der Dunkelelf gegen die rohe Kraft. Er schrie noch immer, aber mit der Zeit hörte es sich immer schräger und verdrehter an. Die Gewalt zehrte nicht nur an seinem Hals, sondern auch an seiner Stimme. Mit einem letzten, sterbenden Ächzen riss die Haut, das Fleisch und dumpf fiel der tote Körper zu Boden. Zufrieden mit seiner Arbeit hielt der Dämon seine Trophäe in die Luft - Sehnen und ein Teil des Rückenwirbels hingen tropfend vor Blut in der Luft. Klatschend ließ er ihn fallen.

"Freiheit ... endlich!", jauchzte Lucifer und streckte sich. Aus dem Gang war das Gebrüll von mehren Elfen zu hören und das Klappern ihrer Rüstungen begleitete sie auf dem Weg in die Tiefen des Gefängnisses. Seine entstellte Visage nährte sich nun Faen´s Gesicht und der Atem stank nach Schwefel. Die Hitze wurde unerträglich. "Danke ... kleine Faen, dass du einen Schrecken deines Volkes so einfach befreist ... wer hätte das gedacht. Dein Hass muss unbeschreiblich groß sein - Ich liebe den Geschmack ...", flüsterte Lucifer und hauchte der Elfe seinen abartigen Gestank ins Gesicht. Es roch nach der tiefsten und schrecklichsten Hölle, die sich ein sterbliches Wesen hätte vorstellen können. Ein Knacken ließ den Ifrit aufschauen und erneut dröhnte das tiefe Lachen seiner schwarzen Seele im kalten Gemäuer. "Mehr Spaß! Vielleicht willst du zusehen, kleine Faen!?", meinte Lucifer in einem Ton, als würde er die Elfe zu einem kleinen Spiel unter Freunden einladen. Für seine Größe geschickt, schwang sich der Ifrit um die Ecke, sprengte dabei die Türen und erntete mit seinem Auftritt einen ersten Schrei der Dunkelelfenverstärkung. Ein Brüllen ließ die Wände erzittern und aus den anderen Zellen waren angstrufe zu vernehmen. Ohne das Faen eine Möglichkeit hatte sich zu Bewegen, krachte der erste Feind gegen die Wand am Ende des Ganges und glitt, wahrscheinlich mit unzähligen Knochenbrüchen daran herunter. Seine kalten Augen fixierten Faen und seine Körper sackte in sich zusammen. "Was hast ... d ... du ... ge ... tan?", konnte er noch sagen, bevor ein Schwall dunkelroten Blutes wie eine Fontäne aus seinem Mund sprang.

Auf der schmalen Passage waren jetzt Schreie zu hören. Mit brachialer Kraft packte Lucifus einer der Dunklen und zerriss diesen in der Luft. Die Teile klatschten gegen die Felsen und glitten schmatzend daran herunter. Einem anderen wurde dessen Mut zum Verhängnis. Er stürmte nach Vorne und wollte mit einem geschickten Ausfallschritt seine Lanze im Körper des Feindes versenken, doch der Ifrit schnaubte nur verächtlich. Unbeeindruckt schnappte er sich den Angreifer, stemme dessen Kopf nach hinten und rammte die eigene Waffe durch den Hals bis zum Rücken hinaus. Lächeln ließ der Dämon sein Opfer fallen. Es verharrte aufgespießt an Ort und Stelle. Nur noch zwei waren übrig. Sie waren wie gelähmt, doch bei einem siegte der Überlebenswille und er stieß seinen Artgenosen in die Fänge Lucifers. Dessen Pranke legte sich auf die Brust des armen Tors erneut zischte es laut. Es roch nach verbranntem Fleisch und binnen weniger Sekunden vertrocknete das Spitzohr zu einer Art Dörpflaume.

"Nur noch du ... Feigling.", meinte der Dämon gelassen und schritt auf den Überlebenden zu. Dieser jedoch warf sich auf den Boden und flehte um sein Leben. Lachend umfasste Lucifer die Haare des Bittstellers und hob ihn an. Der Elf schrie wie am Spieß und auch seine Haut kochte. "Du kennst die Legende, Elf?", fragte der Ifrit belustigt. Sein Gefangener versuchte zu nicken und plapperte wild vor sich her:

"Der Ifrit, das Zwiegeschlecht, frisst das Fleisch und die Seelen seiner Opfer um in ihren Körpern auf Celcia zu wandeln - Er kann nicht ohne Fleisch ein irdisches Leben führen oder seine Hitze verbrennt ganze Landstriche ... ich ahhhh!", brüllte der Soldat und versuchte sich zu befreien. Seine Haut wies inzwischen einige Brandflecken auf. Das einstmals schöne Gesicht, dass selbst Faen als anziehend empfunden hätte, war nun entstellt und bald würde der Elf in Flammen aufgehen. "Richtig ... also wirst du mir deine Seele wohl ... 'leihen' müssen, Elfchen!", griente Lucifer und steckte die Finger seiner freien Hand in den Mund des Mannes, riss diesen auf und begann damit sich in Feuer aufzulösen. Mit einem einzigen Luftzug, verschwand Lucifer im Körper des Elfen. Dieser brach zusammen und ließ einen gewaltigen Schmerzenschrei ertönen, der so erbämlich und so grauenhaft war, dass selbst der dunkelste Herrscher davor zurückgewichen wäre. Die Augen und Haare des Toten verbrannten.
Es dauerte eine Weile bis sich die Leiche seltsamerweise bewegte. Das Haar wuchs nach. Es war jedoch feuerrot und mit gelben Strähnen durchsetzt, auf den Händen bildeten sich erneut die seltsamen Zeichen, die Faen bereits beim ersten Mal in der Zelle betrachten konnte. Ächzend stemmte sich der Dunkelelf in die Luft und hob den Kopf um in den Gang zu blicken: Seine Augen waren gelb!!
"Ihr Elfen und eure Körper.", beschwerte sich der von den Toten zurückgekehrte. Lässig klopfte sich der Wächter die verbrannten Kleidungsstücke ab und wischte sich über das Gesicht - Die Blasen waren verschwunden und die Haut war makellos. Faen sollte ihren Augen nicht trauen, denn der Elf vor ihr war eine Ausgeburt an Perfektion. Es schien, als wäre jeder Makel und alles was man an einem Mann ihres Volkes bemängeln könnte verschwunden. Ohne Frage war Lucifer ein Dämon, denn die Götter würden eine solche Sünde niemals ungestraft zulassen. Gemächlich schritt der neu beseelte auf die Elfendame zu, zog das Schwert und warf es ihr vor die Füße. Sein Gesicht kam ihrem sehr nahe - Dieses Mal war eine sehr leichte Note des schwefligen Geruchs wahrzunehmen.

"Was jetzt, kleine Faen? Wie sieht dein Racheplan aus?", fragte Lucifer in seiner neuen Verkleidung und grinste dabei keck.
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Re: Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Faen » Mittwoch 27. Oktober 2010, 15:12

Da die Dunkelelfe ihre Augen mit der Berührung geschlossen hatte sah sie nicht wie die Ketten sich lösten. Nur das klirren und kratzen des Metalls drang an ihre Ohren. Dann das knallende Geräusch als sie endgültig zu Boden fielen. Faen stand wie fest gewachsen an ihrem Platz. So sah sie auch nicht das furchtbare Grinsen des Ifrit oder die gierig leuchtenden Augen.
Im Gegensatz zu der Wache vor der Zelle.
Als wieder ein Knall ertönte öffnete Faen die Augen und wich augenblicklich von ihm zurück. Erst als sie die nass- kalte Wand an ihrem Rücken spürte und sie somit das Ende der Zelle erreicht hatte blieb sie stehen. Zwangsläufig. Erste leise Zweifel meldeten sich in Faen, doch diese drängte sie zur Seite. Solange der Ifrit ihr nichts tat und er sein Wort hielt hatte sie die besten Karten in der Hand. Er würde ihr helfen Wüstenrose zu finden und damit würde sie ihren Namen rein waschen. Ihr eigenes Volk würde ihr ohne einen Beweis niemals Glauben schenken und Faen passte es nicht gefoltert, geschändet und getötet zu werden für eine Sache die sie nicht begangen hatte. Dann ließ sie lieber einen Dämon von der Kette. Außerdem konnte er nicht übermächtig sein, sonst hätte er kaum in dieser Zelle gehockt und Ratten gefressen.
Doch während Faen nun die Verwandlung betrachtete konnte auch sie sich nicht dem Gefühl von Angst, panischer Angst entziehen. Sie hatte zwar einen hübschen Plan im Kopf, aber der war nichts Wert wenn der Ifrit sich entschloss sie als Nachtisch einzuplanen.
Die Hitze die sich ausbreitete brannte auf der Haut und war unangenehm. Nun war sie über die nass-kalte Wand an ihrem Rücken dankbar.

Als der Ifrit seinen Blick gemächlich auf den Wächter heftete schenkte auch Faen diesem wieder ihre Aufmerksamkeit. Sie hatte nicht erwartet ihn noch vor der Zelle zu sehen. Aber offensichtlich war er weder in der Lage zu sprechen noch zu laufen. Faen sah wie seine Pranke nach vorne schnellte, den Dunkelelf am Hals packte und zu sich durch die Gitterstäbe ziehen wollte. Doch was dann passierte entzog sich ihrem Blick. Von dem Ifrit ging ein unglaubliches Feuer aus und Faen musste die Augen schließen.
Faen hörte den Schmerzensschrei und wie er begann sich zu verändern. Länger, verzehrt und überdenhnt. Dann war Stille, bis auf das glucksen des Ifrit.
Faen öffnete vorsichtig und langsam die Augen. Im ersten Moment wollte ihr gar nicht bewusst werden was der Dämon da in seinen Händen hielt. Erst auf den zweiten Blick erkannte sie den Schädel des Wächters und ein Stück seiner Wirbelsäule. Faen wollte sich der Magen umdrehen als ihr bewusst wurde wie viel Kraft nötig war um so etwas anzustellen. Doch die Geräusche von Lucifus und das Geschrei auf dem Gang hielten Faen davon ab. Ihr Magen wurde aber kurz darauf gleich noch einmal hart auf die Probe gestellt. Das widerwärtige Gesicht des Ifrit kam nah an ihres heran und ein ekelhafter Schwefelgeruch stieg ihr in die Nase.

. "Danke ... kleine Faen, dass du einen Schrecken deines Volkes so einfach befreist ... wer hätte das gedacht. Dein Hass muss unbeschreiblich groß sein - Ich liebe den Geschmack ..."

Viel zu gern wollte sie darauf etwas sagen, aber im Moment hatte sie Mühe ihr Frühstück bei sich zu behalten. Wenn sie nicht Angst gehabt hätte er würde ihr die Hand abbeisen hätte sie ihn wohl versucht weg zu schieben.
Erst ein Knacken ließ ihn wieder aufschauen und Faen atmete erleichtert die modrige Luft der Zelle ein. Da nun der Schwefelgeruch schlagartig weniger geworden war kam ihr die Luft in der Zelle wie die reinste Luft überhaupt vor. Ihr Blick folgte dem Ifrit der ihr gerade anbot zu zusehen. Das würde sie sicherlich. Selbst wenn sie doch als Nachtisch enden sollte, der Ifrit tötete grausam aber im Vergleich zu den Dunkelelfen verdammt schnell. Als er auf den Gang heraus trat wirkte er, trotz seiner Größe, keineswegs schwerfällig und Faen begann sich zu fragen wie ihr Volk solch ein Wesen hatten fangen und einsperren können.
Die Verstärkung schrie, der Ifrit brüllte und aus den Zellen drangen die ersten Angstrufe. Faen kam sich wie auf einem Schlachtfeld vor. Da brüllte und schrie auch immer zu irgendwer herum.
Sie wollte eigentlich hinaus auf den Gang treten doch ihr war jede Bewegung verwehrt. Der Gedanke sich nicht bewegen zu können lockte wieder Angst in ihr hervor. Doch im nächsten Moment flog einer der Wachen durch den Gang und schlug gegen die Wand. Nun war sie mehr als froh nicht hinaus auf den Gang gegangen zu sein. Sie sah wie er die Wand herunter glitt und es tatsächlich noch schaffte ihr Vorwürfe zu machen. Faen schnaufte. Selber Schuld, man hätte ihr ja auch einfach mehr Glauben schenken können.
Dann erbrach er eine Unmenge an Blut und Faen wandte ihren Blick ab. Im Gang waren weitere Schreie zu hören und Faen richtete ihren Blick genau in dem Moment wieder zu dem Geschehen als Lucifus einen der Dunklen in der Luft zerriss. Sie verzog angeekelt das Gesicht als die zwei Teile der Wache an der Wand herunter rutschten.
Der nächste Dunkelelf war erstaunlich mutig oder dumm, wie Faen fand. Er ging tatsächlich mit dem Speer auf den Dämon los. Doch dieser lachte nur packte Speer und Elf und jagte die Waffe durch den Körper des Dunklen hindurch. Faen schüttelte den Kopf, das war in ihren Augen nun mehr als sinnlos gewesen. Ihre Angst war langsam zurück gewichen. Solange der Ifrit durch den Gang am toben war wendete er sich ihr schließlich nicht zu.
Die letzten zwei Wachen standen ebenso erstarrt wie Faen da. Aber offensichtlich nicht aus den selben Gründen. Einer stieß den anderen vor und Lucifus legte seine Pranke auf dessen Brustkorb. Der darauf folgende Geruch war fast so widerlich wie der Schwefelgeruch. Der tote Elf fiel zu Boden und war völlig verbrannt. Nun war nur noch einer übrig und Faen spürte ein ungutes Kribbeln in ihrem Nacken. Nach diesem Wächter würde sich zeigen ob Lucifus sein Wort hielt oder ob Faen hier auch ihren Tod fand.

Gelassen schritt er auf ihn zu: "Nur noch du ... Feigling." Als dieser sich auf den Boden warf und um sein Leben flehte konnte Faen ihm ins Gesicht blicken. Er war ein hübscher Kerl und sprach sie wirklich an. Aber um irgendetwas mit ihm auszuleben würde es keine Gelegenheit mehr geben. Ganz offensichtlich würde Lucifus ihn auch töten. Er packte den Dunklen bei den Haaren und hob ihn hoch. "Du kennst die Legende, Elf?" fragte er belustigt. Offensichtlich tat er es den er fing wie wild an zu erzählen als würde es sein Leben retten wenn er dem Ifrit die Legende erzählte. Gerade dieser musste sie ja nur zu gut kennen. "Der Ifrit, das Zwiegeschlecht, frisst das Fleisch und die Seelen seiner Opfer um in ihren Körpern auf Celcia zu wandeln - Er kann nicht ohne Fleisch ein irdisches Leben führen oder seine Hitze verbrennt ganze Landstriche ... ich ahhhh!"

Mit Bedauernd sah Faen wie sein Haut immer weitere Brandwunden zeigte, seine dunklen Augen waren weit aufgerissen und die nackte Angst war darin zu lesen. Sie wandte den Blick kurz ab und hörte dann wie der Dämon zu dem Dunklen sprach: "Richtig ... also wirst du mir deine Seele wohl ... 'leihen' müssen, Elfchen!" Faen blickte wieder interessiert zu den beiden herüber. Lucifus Finger zwängten den Kiefer des Elfen auseinander und im nächsten Augenblick löste er sich in Feuer auf. Ein Luftzug später war er verschwunden. Der Elf stürzte zu Boden und fing an zu schreien das Faen einen Schritt zurück wich. Dieser Schrei jagte ihr eine Gänsehaut über den Körper und sie ertappte sich dabei wie sie sich die Hände auf die Ohren hielt.
Als alles ruhig war nahm sie die Hände wieder herunter und atmete einige Male tief durch. Ob sie nun wollte oder nicht aber es führte nur ein Weg aus dieser Zelle heraus. Unsicher ging sie langsam zu der Tür herüber und zog misstrauisch eine Augenbraue hoch.
Kein Dämon mehr da. Wenn nun einer kommt hängt man dir das auch wieder an. Wenn sie das alles nicht so geängstigt hätte, hätte sie wohl laut los gelacht.
Doch dann begann sich die Leiche des letzten Toten seltsamerweise wieder zu bewegen. Erst jetzt sickerte die wirklich Bedeutung der Legende in ihr Bewusstsein. Der Dämon war noch da…
Noch während er auf der Erde lag wuchsen die Haare nach, diesmal aber in einem feuerrot. Auf den Händen bildeten sich wieder die gleichen seltsamen Zeichen. Dann stemmte sich der Dämon in seiner neuen Verkleidung ächzend in die Höhe. "Ihr Elfen und eure Körper.", beschwerte er sich. Zuerst wollte Faen wissen was er damit meinte, aber sie entschied sich dagegen. Manches musste sie wirklich nicht wissen. Als er sie anblickte sah Faen die nächste Veränderung, gelbe Augen.

Er machte sich wieder zu Recht und Faen starrte ihn fassungslos an. Der Dunkelelf hatte sie vorher schon angesprochen aber jetzt war er praktisch perfekt. Die Brandwunden waren verschwunden und es schien als sei er nun nur noch hübscher als vorher.
Faen konnte ihren Blick gar nicht mehr von Lucifus wenden. Seltsamerweise war mit seiner neuen Verkleidung auch die Angst fast gänzlich gewichen. Ihr fiel Wüstenrose wieder ein die ihr vorgeworfen hatte nicht richtig hin zuschauen. In diesem Fall schaute Faen aber nur zu gern noch einmal genauer hin.

Gemächlich kam er dann auf sie und zog das Schwert. Doch griff er sie nicht an, wie sie erwartetet hatte. Laut scheppernd fiel das Schwert vor ihre Füße. Wie zuvor in der Zelle kam er auch diesmal wieder nah an ihr Gesicht heran. Der Geruch von Schwefel war nur noch leicht zu riechen und diesmal störte es Faen nicht sonderlich. Was sie viel mehr stören sollte war das sie ihn am liebsten an sich gezogen hätte. Sie ließ sich nun einmal doch viel zu schnell von einer ansprechenden Hülle verleiten.

"Was jetzt, kleine Faen? Wie sieht dein Racheplan aus?"


Zuallererst einmal weg von dir! dachte sie und hob das Schwert zu ihren Füßen auf. Sein keckes Grinsen beachtete sie mit Absicht nicht. Faen war nicht sonderlich glücklich mit seiner neuen Verkleidung.
Ein Warg im Schafspelz. Nichts anderes. Und ich benehme mich wie ein Schaf. Nein, viel schlimmer. Ein Schaf das den Warg nur zu gern in sein Bett einladen würde. Reiß dich zusammen. Denk dran was das ist und lass deine Lust aus dem Spiel!

Sie schaute ihn an und steckte das Schwert weg. Mit Waffe fühlte sie sich gleich wohler.

„Zu aller erst hör auf mich immer klein zu nennen. Ohne mich würdest du immer noch in der Zelle verfaulen.“

So, das musste gesagt werden. Aber wie nun weiter? Sie hatte ihre Rachepläne immer nur darauf ausgelegt Wüstenrose schon zu haben. Aber wo sich dieses Weib auffielt wusste Faen natürlich nicht. Also musste sie erst einmal suchen. Wo hielt sich den üblicherweise irgendwelches Pack auf? In einer der Kneipen oder am Hafen vermutete Faen kurzerhand. Es nützte alles nichts, sie würde suchen müssen.

„Wenn du keine Ahnung hast wo sich dieses elende Weib aufhält werden wir sie wohl suchen müssen.“, sagte sie zu Lucifus. „Irgendwo in Sarma muss sie ja sein und sich furchtbar darüber freuen mich im Kerker zu wissen.“ Sie grummelte leise vor sich hin bei diesem Gedanken und schaute Lucifus schließlich an.

„Wohin wird dein Weg den führen wenn ich meine Rache hatte?“ Darüber hatten sie bisher kein Wort gesprochen. Sein Wort galt nur bis sie ihre Rache hatte und danach? Ihr Blick glitt über die Wachen und dann wieder zu Lucifus. Trotz der äußerst hübschen Hülle musste sie hier mehr als nur Vorsicht walten lassen wollte sie nicht doch als kleiner Leckerbissen enden.

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Re: Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Gestalt » Donnerstag 28. Oktober 2010, 18:09

Belustigt sah er Faen zurückweichen und es amüsierte den Dämon, dass seine Verkleidung scheinbar den versprochenen Effekt hatte. Immerhin war damit bewiesen, dass die Oberflächlichkeit der Sterblichen sich in tausenden von Jahren nicht verändert hatte - Vor allem nicht die der Elfen, die mehr als jedes andere Volk auf ihr Äußeres achteten. Triumphierend verschränkte er die Arme vor der Brust und schritt gelassen durch die blutigen Pfützen zu ihren Füßen. Der klebrige Lebenssaft hatte sich in kleinen Bächen über dem dreckigen Kerkerboden verteilt. Einige Ratten und anderes Getier war bereits herbei gesprungen, um die Überreste zu benagen und zu vertilgen. Es schmatzte und fiepte an jeder Ecke. Ein Grinsen trat auf Lucifus Gesicht - Seine Reißzähne hatten sich in ein einfaches, elfisches Gebiss gewandelt.
"Ich soll aufhören dich Klein zu nennen?", meinte die verächtliche Kreatur und trat beiläufig den Oberkörper des zerrissenen Wächters zur Seite. Klatschend landete dieser im Blutmeer und verscheuchte damit einiges an Ungeziefer. "Du überschätzt dich, Faen, wenn du denkst mir Vorschriften machen zu können und wenn du mich nicht befreit hättest, wäre jemand anderes so dumm gewesen." Boshaft. Anders konnte und wollte der Ifrit nicht beschrieben werden. Seine gesamte Art war nur darauf ausgelegt Chaos und Verwüstung zu bringen. Dass diese Wesen sogar einen Sinn für Humor hatten, sei es auch der schwärzeste der jemals existierte, war wohl ein recht spezieller Witz Faldors.
Wenig interessiert lauschte Lucifer den Äußerungen der Dunkelelfe, hockte sich dabei hin und spielte mit den vor angst aufgerissenen Augen seiner Opfer. Blut lief wie Tränen an der bereits auskühlenden Wange herab. Gierig fing der Dämon den Tropfen mit dem Finger auf und leckte ihn genüsslich ab. Erst als sich das Gespräch seiner Person zuwand, schien sich Lucifer wieder zu konzentrieren.
"Das ist meine Sache, kleine Faen. Es geht dich nichts an - Ich helfe dir, dass ist alles was du im Moment zu wissen brauchst.", grummelte er mysteriös und richtete sich auf. Seine Knochen knackten laut und es war eindeutig, dass er sich an die kleinere Ausgabe eines Elfenkörpers gewöhnen musste. Der Mensch in dem er vor dieser Verwandlung steckte war zwar alt gewesen, aber dennoch wesentlich bequemer. Mit einer Hand lehnte er sich an den nackten Stein und ein leises Zischen war zu vernehmen. Ein wenig zornig blickte er auf seine neue Hand. Sie war leicht gerötet - Sofern man das bei der schwarzen Haut wahrnehmen konnte. Bis die Hitze gänzlich verschwand, würde es einige Stunden dauern und bis dahin sollte er sich bemühen keine zu große Aufmerksamkeit zu erregen.
Der einzige Nachteil eines Dömonen seiner Stufe war es, dass ihm ein irdisches Darsein verwährt blieb. Er konnte nur in den Körpern Sterblicher wandeln - Allerdings musste er dann auch all' dessen Schwächen akzeptieren. Hunger, Durst und Müdigkeit waren lästig. In seiner Urform fraß er Fleisch zur Belustigung oder um das warme Blut zu genießen. Jetzt brauchte er es zum überleben. Der einzige Trumpf in diesem Moment war es, dass Faen wenig über die Dämonenwelt wusste. Und so sollte es für eine gewisse Zeit bleiben.
"Hör mal, Faen. Weißt du, was mich an dir so faziniert?", hob Lucifus an und blickte mit den glühenden Augen zu ihr. "Das du weiter denkst, als du solltest."
Lachend erhob sich der 'Mann' und lief den schmalen Gang entlang. "Wie gedenkst du aus dem Kerker zu entkommen? Und was noch viel wichtiger ist: Warum sollte sich jemand wie diese Wüstnerose darüber freuen, dass du im Kerker gelandet bist? Du scheinst mir nicht sehr wichtig oder auch nur bedeutend, denn sonst hätte man anderes getan, als dich in eine winzige Zelle zu sperren.", gab der Dämon zum Besten und begann leicht zu summen. Es klang melodisch, auch wenn man sich das bei einem seines Schlages nur schwer vorstellen konnte. Wie zum Beweis seiner Anfechtung, gab er der Kerkertür einen kräftigen Stoß mit dem Fuß. Sie ruckte nicht einmal. Verschlossen. Erwartend schaute Lucifus nun zu Faen und schenkte ihr einen vielsagenden Blick. "Was jetzt?"
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Re: Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Faen » Freitag 26. November 2010, 20:24

"Ich soll aufhören dich Klein zu nennen? Du überschätzt dich, Faen, wenn du denkst mir Vorschriften machen zu können und wenn du mich nicht befreit hättest, wäre jemand anderes so dumm gewesen."

Faen schaute angewidert die Überreste des Dunkelelfen an als der Dämon ihn durch den engen Gang trat. Sie schüttelte den Kopf darüber.
Auf ihre Fragen reagierte er gar nicht, sein ganzes Interesse galt den Leichen. Als er dann boshaft und mysteriös hinzufügte dass es sie nichts anginge lehnte Faen sich an den Türrahmen und schaute dem Treiben des Dämons schweigend zu. Irgendwann würde auch er wohl mal das Interesse verlieren an der Leichenfledderei. Als er sich aufrichtet vernahm Faen deutlich das Knacken seiner Knochen und sie begann sich zu fragen was er damit gemeint hatte als er sich über die elfischen Körper beschwert hatte. Doch bis jetzt wollte ihr darauf nicht recht etwas einfallen...doch das würde sich noch ändern. Irgendwie würde sie schon mehr über ihn erfahren.

"Hör mal, Faen. Weißt du, was mich an dir so fasziniert?"
Faen blieb weiterhin mit verschränkten Armen im Türrahmen stehen und erwiderte seinen Blick kühl. In seiner jetzigen Gestalt fiel es Faen sehr viel leichter keine Angst zu verspüren und das eben erlebt zu verdrängen.
"Das du weiter denkst, als du solltest. Wie gedenkst du aus dem Kerker zu entkommen? Und was noch viel wichtiger ist: Warum sollte sich jemand wie diese Wüstenrose darüber freuen, dass du im Kerker gelandet bist? Du scheinst mir nicht sehr wichtig oder auch nur bedeutend, denn sonst hätte man anderes getan, als dich in eine winzige Zelle zu sperren."

Wie er zuvor ließ sie seine Fragen unbeantwortet und schaute ihm lieber dabei zu wie er durch den Gang lief und zur Tür trat. Als er zu summen begann und es tatsächlich melodisch in ihren Ohren klang legte sie den Kopf schief. Dass Dämonen eine musikalische Ader haben sollte wollte Faen nun so gar nicht glauben. Als er dann der Tür einen kräftigen Stoss mit dem Fuß gab und sie knapp fragte was sie nun tun sollten da sie fest verschlossen war drückte Faen sich von dem Türrahmen ab und schaute ihn gehässig an.

"Wie enttäuschend dass sich ein so furchtbar mächtiger Dämon von einer lächerlichen Zellentür aufhalten lässt. Und es wieder mal der völlig unwichtigen Dunkelelfe überlässt wie es weiter geht. Bisher habe ich nichts von deiner Macht gesehen. Schlachten und morden kann ich auch. Wie alle Männer, mit dem Maul prahlen aber an Taten scheitern."

Sie lachte und wich seinem Blick nicht aus. Dass sie im Blut ihrer eigenen Artgenossen stand interessierte sie herzlich wenig. Er hatte sie provoziert und sie hatte ihm nur Konter gegeben. Außerdem glaubte Faen nicht Recht das er die gleiche Macht besaß wenn er in einem sterblichen Körper weilte wie in seiner ursprünglichen Form. Vielleicht lag dieser Glauben aber auch nur darin begründet dass sie keine Angst vor ihm verspürte, nicht mehr.

"Nun, spontan würde ich auf drei Sachen tippen. Entweder öffnet sich die Tür von ganz alleine wenn nicht nach einer gewissen Zeit die Wachen zurückkehren und ihr könnt euch wieder ganz eurem Spaß hingeben. Oder aber irgendeiner von denen hier." Sie stieß mit dem Fuß an eine der Leichen "trägt einen Schlüssel bei sich. Und wenn von dem allem nichts zu trifft dürftet ihr, oh mächtiger Dämon, doch auch kein Problem mit einer lächerlichen Zellentür haben, oder?"
Der Spott in ihrer Stimme war deutlich heraus zu hören und Faen wusste das sie auf dünnem Eis wandelte. Aber Jahrzehntelange Angewohnheiten ließen sich nicht einfach ablegen nur weil ein Dämon vor ihr stand, der zudem gar nicht mehr danach aussah.
Sie lehnte sich an die feuchte Wand, schaute ihn abwartend und böse grinsend an. Zeit hatten sie zwangsläufig da die Tür verschlossen war und Faen würde diesem Machtspielchen nicht einfach so nachgeben.

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Re: Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Gestalt » Samstag 27. November 2010, 13:40

Lucifus wandte sich nur sehr langsam um. Seine raubtierhaften Augen fixierten Faen und musterten den elfischen Körper in all' seinen Einzelheiten. Der Blick folgte ihren Zügen, ihren Gesten und ihrer Mimik. Ein leichtes Grollen entfuhr ihm und sein Mund öffnete sich zu einem leisen Knurren, während die Zunge spielerisch über seine Fangzähne fuhr. "Sterbliche ...", murrte er beinahe stumm. Gemächlich setzte er einen Fuß vor den Anderen und stieg die Treppe zur Tür herab - Die Dunkelelfe nicht aus den Augen lassend. Wie sie dort stand, abwertend und gehässig grinsend. Ihre ganze Art war vom falschen Stolz zerfressen worden. Faldor trieb sein dunkles Spiel mit den finsteren Spitzohren und totzdem verstand Lucifer nicht, woher die spindeldürren Wesen ihre Existenzberechtigung hernahmen und wieso gerade diese über allen anderen Kreaturen der Götter stehen sollten. Es gab ein Platschen als der Wolf im Schafspelz das Meer aus Elfenblut betrat. Dünne Wellen entstanden und brachen an den Körpern der Toten. Und die Fackeln im Gang verloren an Licht. "Du bist lächerlich, Elfe.", meinte er nur und seine Augen verengten sich zu Schlitzen. Seine feingliedrige Hand schloss sich um die Lanze, welche er einem der Wächter durch den Hals gerammt hatte - Es knirschte laut. Mit einem lauten Splittern zerbrach die Waffe genau an der Stelle, an der Lucifus sie berührte. Klappernd fiel der unbrauchbare Teil des Speers zu Boden und mit einem schmatzenden Geräusch zog der Dämon die Spitze aus der Leiche. Die nassen Schritte des Wesens hallten im engen Gemäuer wieder. Erneut nährte er sich Faen. "Du und deine abgrundtiefe Dummheit - So jemand vergisst was Angst ist.", brach es in seiner Geburtssprache aus ihm heraus.
Der Schritt des Dämonen beschleunigte sich plötzlich und auch wenn Faen rechtzeitig reagieren konnte, so trat er gekonnt nach dem Schwert und ließ den Stahl laut klirrend im Dreck der Zellen versinken. Seine freie Hand legte sich um ihr Gesicht und drückte zu. Seine Kraft war durchaus eingeschränkt, aber immernoch besaß der Dämon mehr Stärke als jedes sterbliche Wesen Celcias. Aus den vorher so glatten Fingernägeln wurden spitze, krallenähnliche Ableger, die sich nun rasiermesserscharf an die Haut der Elfe legten. Es war heiß - Lucifer selbst hatte es bemerkt. Die Hitze in seinem Inneren konnte nicht gebändigt werden und so suchte das Feuer in seinem Leib stets einen Weg auszubrechen. "Jetzt hörst du mir zu, Faen!", grollte er mit seiner sonderbaren Stimme. Ein ruck hob die Dunkle an und ließ sie mit baumelten Füßen in der Luft hängen. Die Hand schloss sich fester um ihrne Kopf, damit sie keine Möglichkeit mehr hatte zu entkommen. In ihrem Rücken war nur die kalte Wand zu spüren und feucht lief ihr das kalte Wasser in den Nacken.
"Du kannst weder schlachten, noch kannst du morden - Sonst wärst du mit Sicherheit nicht in einem stinkenden Kellerloch und würdest inzwischen sicher als Spielzeug für die Lust mächtigerer Lehnsherren herhalten. Also maße dir nicht an, über die Fähigkeiten von Wesen zu sprechen, die dir weit überlegen sind.", meinte er leise flüsternd, aber für Faen gut hörbar. Kurz hob er sie ein Stück von der Wand, nur um sie dann erneut dagegen zu drücken. Es presste Faen die Luft aus den Lungen. "Diese Tür dort ist durch Magie versiegelt, du dummes Ding und selbst jemand mit der Macht meines Vaters würde daran scheitern, wenn so ein Verlies gebaut wurde um gerade ihn zu bändigen. Nachdenken würde dir sehr viel helfen, wenn du dazu überhaupt im Stande wärst - Denn kein Schlüssel der Welt würde deine solche Tür öffnen können.", sinnierte er lüsternd und empfand Spaß daran, die Stellungen der beiden klar zu stellen.
Ohne Ankündigungen oder Vorbereitung, rammte Lucifus die Lanze in seiner rechten Hand in Faen´s Überschenkel, bis sie vibrierend auf deren Knochen zum stehen kam. Langsam und die wirkung auskostend, drehte er die Waffe hin und her. Erst als er wieder zu sprechen anhob, beendete er die kleine Folter. "Du hast einen Pakt mit mir geschlossen - Meine Freiheit für deine Wüstenrose. Aber wenn du denkst, ich wäre einer der Artgenossen, nur weil ich mich dieses widerlichen, abstoßenden Körpers bediene, dann täuscht du dich und du solltest sehr schnell versuchen diese Illusion in deinem Schädel auszulöschen, bevor ich ihn von deinem Körper löse." Wieder drehte er die Lanze. "Du bist nichts im Vergleich zu mir und wenn das Gesetz meines Volkes mich nicht an den Pakt mit dir binden würde, wärst du schon längst in meiner Welt und würdest mir mit deinem erbärmlichen Leib dienen." Der Dämon ließ Faen langsam wieder herunter und starrte ihr in die Augen. Seine Pupillen verrieten den Tod, Hass und alles Schlechte in der Welt. Lucifus existierte nur, um all' den schlechten und schrecklichen Dingen in der sterblichen Welt eine Hülle zu verleihen. "Lass dir gesagt sein. Wenn du vorhattest mich zu beeinflussen, dann beleidigst du meine Intelligenz. Du solltest wissen wo dein Platz ist ... deine kleinen Spielchen sind weit unter meinem Niveau. Ihr Elfen denkt, ihr seit ohne Furcht. Euer Leben ist euch das Kostbarste und ihr würdet verraten,töten und stehlen um es zu erhalten. Wenn du also nicht aufpasst, Elfe, dann nehme ich dir das einzige, an dem du hängst." Seine Krallen hatten zwei kleine Risse auf Faen´s Wange hinterlassen, als er sie wieder runter gelassen hatte. Genüßlich leckte er das Blutrinnsal ab und warf die Elfe in den Gang, wo sie klatschend im Blut landete. Den Speer behielt er in der Hand und mit einem widerwertigen Geräusch löste sich die Waffe beim Flug aus dem Bein. "Nun stehe auf, Faen, deine Wunde wird dich nicht am gehen hindern.". meinte er rau und warf den Rest der Lanze weg. Scheinbar zufrieden mit seiner Leistung, kehrte Lucifer in seine ehemalige Zelle ein. Suchend blickte er sich um und fand eine Fackel hinter ihm im Gang. Grinsend streckte er seine Faust danach aus und sofort löste sich das Feuer und flog einer Schlange gleich zum Dämon. Die Flammen umfingen seinen Arm und sammelten sich in einem kleinen Ball auf seiner Handfläche. "Ich habe diesen feuchten Keller satt.", sagte er und hielt die kochend heiße Kugel gegen die Gitterstäbe, die zuvor das Sonnenlicht in den Kerker ließen. Blubbernd schmolz das Metall dahin. "Ahh frische Luft.", meinte er und grinste. Es roch nach Kohle und verbranntem Metall. Jetzt presste er die Feuerkugel in seiner Faust zusammen und holte kurz darauf eine Perle hervor. Sie war leuchten Orange und schien zu pulsieren. Mit einem Schnippser schleuderte er das Gebilde gegen die feste Kerkerwand. Ein Knall folgte. Mit einem lauten Bröckeln und Krachen wurde die Wand gesprengt. Klatschend fielen Steinquader in die Tiefe und man hörte Wasser am Boden. Über dem Dämon sah man weit entfernt einen hellen Kreis - Sonnenlicht. Dieses Röhre musste ein Brunnen sein.
"Gehen wir, Elfe. Wir haben ja nicht ewig Zeit. Hahaha.", lachte er dämonisch und sprang nach unten. Eines musste beiden klar sein: Sie hatten einen Weg in die Kanalisation gefunden.

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Re: Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Faen » Samstag 27. November 2010, 22:46

Faen stand weiterhin gehässig grinsend an die Wand gelehnt und wartete auf die Reaktion von Lucifus. Sie wusste dass sie ihn gereizt hatte, trotz allem verspürte sie keine Angst vor ihm. Er hatte ein paar nette Zaubertricks drauf und eine verdammt blutrünstige Ader, aber ansonsten war nichts Besonderes an ihm. Oder gar gefährliches.

Als er sie dann mit seinen leuchtenden Augen fixierte wich sie wieder seinem Blick nicht aus. Schließlich war sie bewaffnet und er hatte auch seine Grenzen. Was sollte er ihr schon anhaben können. Sein leises Grollen und Gemurmel nahm sie zufrieden hin. Offensichtlich hatten ihre Worte ihm einen Stich versetzt. Gut so, dann wusste er wenigstens wo er bei ihr dran war.

"Du bist lächerlich, Elfe."

Faen schüttelte nur müde lachend den Kopf. Mehr hatte er nicht zu bieten auf ihre Worte. Neugierig beobachte sie sein treiben mit der Lanze und instinktiv wanderte ihre Hand an ihre neu gewonnene Waffe. Als er den Speer aus der Leiche zog, schaute sie fasziniert dabei zu wie die Waffe genau an der Stelle zerbrach an der er sie berührte. Ihr Blick huschte zu den Fackeln, es schien ihr als würden sie plötzlich weniger Licht spenden als zuvor. Seine Schritte halten in der Zelle wieder und als er sich ihr näherte zog sie ihr Schwert. Sicher war sicher, den Speer würde er sicherlich nicht brauchen um sich am Rücken zu kratzen.
Doch ehe sie in einen festen Stand übergehen konnte sprach er etwas völlig unverständliches für Faen und beschleunigte seine Schritte. Von dem gesprochenen noch völlig abgelenkt und unvorbereitet auf seine plötzliche Schnelligkeit spürte sie seinen Tritt gegen den Schwertgriff und das klirrende Geräusch ihrer Waffe die in Dunkelheit und Dreck verschwand. Sie wollte hinterher stürmen, wollte weg von ihm. Doch dies ließ er gar nicht zu.
Noch ehe sie wirklich begriff was geschah spürte sie seine warme Hand an ihrem Gesicht. Sie schnappte erschrocken nach Luft, legte ihre Hände um sein Handgelenk und wollte den Kopf weg ziehen. Doch er drückte einfach zu, nahm ihr die Luft und schenkte ihr fast schon grenzenlose Angst. Als Faen Lucifus Krallen an ihrer Wange spürte verkrampfte sie sich völlig und starrte ihn an.
"Jetzt hörst du mir zu, Faen!" erklang seine sonderbare Stimme in ihren Ohren. Am liebsten hätte sie den Kopf geschüttelt doch dazu ließ er ihr gar keinen Spielraum. Plötzlich hob er sie einfach hoch. Faen wimmerte und schlug die Augen schnell auf und zu. Ihr ganzes Gewicht hing nun an ihrer Nackenmuskulatur. Lucifus Griff war ebenso wenig angenehm und begann zu schmerzen. Doch sie wollte ihm nicht zeigen dass sie Schmerzen hatte. Die Dunkle nahm sich fest vor ihm diese Genugtuung nicht zu geben. Ein Schaudern lief ihr über den Rücken als das kalte Wasser langsam ihren Rücken herunter lief und einen seltsamen Kontrast zu der warmen Umgebung lieferte.

"Du kannst weder schlachten, noch kannst du morden - Sonst wärst du mit Sicherheit nicht in einem stinkenden Kellerloch und würdest inzwischen sicher als Spielzeug für die Lust mächtigerer Lehnsherren herhalten. Also maße dir nicht an, über die Fähigkeiten von Wesen zu sprechen, die dir weit überlegen sind."

Sie wollte etwas sagen, wollte ihm entgegen brüllen was sie davon hielt. Doch ihr Mund war fest verschlossen und langsam erreichte sie einen Punkt an dem sie mehr Angst vor dem Sauerstoffentzug als vor ihm verspürte. Mit ihren Fingernägeln krallte sie sich in sein Fleisch, doch es schien ihn gar nicht zu interessieren.
Er zog sie von der Wand weg und Faen befürchtete für eine Sekunde er würde sie durch den Gang werfen. Doch stattdessen schlug er sie erneut gegen die Wand. Die Luft wich aus ihren Lungen und nur schwer konnte sie ihre Lunge mit neuer, frischer Luft füllen. Sie wimmerte leise.

"Diese Tür dort ist durch Magie versiegelt, du dummes Ding und selbst jemand mit der Macht meines Vaters würde daran scheitern, wenn so ein Verlies gebaut wurde um gerade ihn zu bändigen. Nachdenken würde dir sehr viel helfen, wenn du dazu überhaupt im Stande wärst - Denn kein Schlüssel der Welt würde deine solche Tür öffnen können.",

Faen versuchte diese Informationen zu verarbeiten. Wenn er wusste dass die Tür magisch versiegelt war hatte er sie nur testen wollen und wer war sein Vater? Doch ihre Gedanken überschlugen sich völlig sinnlos und ihre Angst ließ es nicht zu jetzt eine Ordnung hinein zu bringen. Während sie noch versuchte wieder Kontrolle über sich selbst zu bekommen sah sie aus dem Augenwinkel wie er plötzlich seinen rechten Arm bewegte und dann folgte ein bestialischer Schmerz. Sie schrie vor Schmerzen auch wenn seine Hand das meiste einfach unterdrückte. Faen riss die Augen auf vor Schmerzen, Tränen liefen ihr ohne jede Kontrolle über die Wange. Sie spürte den Speer in ihrem Oberschenkel, spürte wie er an ihrem Knochen kratzte. Faens Körper zitterte und sie schrie wieder als er langsam die Waffe hin und her drehte in ihrem Fleisch. Es erschien Faen eine kleine Ewigkeit als er aufhörte und wieder leise zu ihr sprach:

Du hast einen Pakt mit mir geschlossen - Meine Freiheit für deine Wüstenrose. Aber wenn du denkst, ich wäre einer der Artgenossen, nur weil ich mich dieses widerlichen, abstoßenden Körpers bediene, dann täuscht du dich und du solltest sehr schnell versuchen diese Illusion in deinem Schädel auszulöschen, bevor ich ihn von deinem Körper löse. Du bist nichts im Vergleich zu mir und wenn das Gesetz meines Volkes mich nicht an den Pakt mit dir binden würde, wärst du schon längst in meiner Welt und würdest mir mit deinem erbärmlichen Leib dienen."

Während er sprach drehte er immer wieder langsam den Speer in ihrem Oberschenkel hin und her. Faen wünschte sich bewusstlos zu werden. So hilflos und gedemütigt hatte sie sich in ihrem Leben noch nicht gefühlt. Dann ließ er sie langsam herunter, starrte ihr in die Augen und Faen schaute zurück. Sie hatte die Tränen nicht zurück halten können und war heilfroh es nicht wirklich mit einem ihrer Art zu tun zu haben. Diese Schmach wollte sie sich auf gar keinen Fall geben. Schließlich schlug sie die Augenlider zu. Faen hielt es im Moment nicht aus diesem Blick stand zuhalten. Ihr Oberschenkel pochte vor Schmerzen und ihre Lungen schrieen nach Luft.

"Lass dir gesagt sein. Wenn du vorhattest mich zu beeinflussen, dann beleidigst du meine Intelligenz. Du solltest wissen wo dein Platz ist ... deine kleinen Spielchen sind weit unter meinem Niveau. Ihr Elfen denkt, ihr seid ohne Furcht. Euer Leben ist euch das Kostbarste und ihr würdet verraten, töten und stehlen um es zu erhalten. Wenn du also nicht aufpasst, Elfe, dann nehme ich dir das einzige, an dem du hängst."

Faen hatte die Augen geöffnet während er sprach. Sie spürte die kleinen Wunden auf ihren Wangen gar nicht. Ihr Körper war viel zu sehr damit beschäftigt den Schmerz in ihrem Oberschenkel zu verarbeiten, da waren die Kratzer auf ihrer Wange nicht erwähnenswert.
Als sie endlich wieder den Boden unter ihren Füßen spürte bestand ihr einziger Wunsch von ihm weg zu kommen und Lucifus erfüllte ihr diesen…auf seine ganz eigene Art. Wie ein ausgedientes Spielzeug warf er sie durch den Gang und Faen fiel keuchend in das Blut der anderen Elfen. Das widerwärtige Gefühl als die Waffe aus ihrem Oberschenkel gerissen wurde jagte ihr eine Gänsehaut über den Rücken.
Sie lag auf der Seite und konnte sehen wie Lucifus genüsslich ihr Blut von seinen Fingern ableckte. „Elender Bastard.“ Flüsterte sie leise und drehte sich keuchend auf den Rücken. Es war ihr egal wo sie lag oder in was. Sie musste durchatmen, musste den Schmerz unterdrücken und wieder die Kontrolle zurück gewinnen. Mit blutigen Fingern wischte sie die Tränen aus ihrem Gesicht und starrte an die Zellendecke.

"Nun stehe auf, Faen, deine Wunde wird dich nicht am gehen hindern." seine Stimme klang noch kälter und rauer als zuvor. Faen drehte sich wieder auf die Seite. Sie dachte gar nicht daran aufzustehen, noch nicht. Ihr Bein fühlte sich schrecklich an und Faen verspürte nur allzu große Lust ihm den weg geworfenen Speer Rest ebenso in den Oberschenkel zu jagen. Nur um zu sehen wie er damit herum laufen würde. Er verschwand in seiner Zelle und Faen war es herzlich egal was er darin tat.
Sie rutschte durch das Blut und lehnte sich gegen die Wand. Die Wunde blutete, aber Faen konnte unmöglich sagen wie stark. Schließlich hatte sie mehr oder weniger im Blut gebadet, woher sollte sie wissen welches von ihr war und welches nicht. Sie schnaufte und stemmte sich mit purer Sturheit in die Höhe. Vorsichtig belastete sie ihr Bein und Schmerz jagte durch ihr Bein.
„Behindert mich überhaupt nicht beim laufen. Ich brauch meine Beine ja nie beim laufen. Dumme Inzestbrut.“, grummelte sie vor sich hin. Als aus der Zelle dann lautes Gepolter und Krachen drang humpelte sie herüber um sich anzuschauen was Lucifus diesmal anstellte. Faen zog erstaunt die Augenbrauen nach oben als sie das Loch in der Mauer erblickte. Damit hatte sie nun nicht gerechnet.

"Gehen wir, Elfe. Wir haben ja nicht ewig Zeit. Hahaha."

Sie trat an der Loch und schaute ihm nach. Er war mit völliger Leichtigkeit herunter gehüpft und unter anderen Umständen hätte ihr diese Höhe auch nichts ausgemacht. Sie starrte ihn an und hüpfte hinterher. Wie nicht anders zu erwarten jagte ein unglaublicher Schmerz durch ihre Muskeln als sie aufkam. Keuchend ging sie in die Knie, starrte Lucifus böse an und fauchte ihn an:

„Das war natürlich sehr sinnvoll mir diesen verfluchten Speer ins Bein zu jagen. Nimm doch nächstes Mal ein Körperteil das ich nicht zum laufen brauche!“

Grummelnd erhob sie sich wieder in die Höhe und schaute sich um. Tiefer konnten sie nun wohl kaum mehr sinken. Kanalisation, Abwasser, Dreck, Unrat. Faen schauderte. Und das alles mit einer so tiefen und offenen Wunde. Stirbst du nicht an der Launenhaftigkeit dieses Dämons rafft dich der Wundbrand hin! Tolle Aussicht!

Sie trat neben Lucifus: „Und jetzt? Die Unterwelt ist ja wohl dein Zuhause! Müsstest dich ja eigentlich auskennen!“

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Re: Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Gestalt » Sonntag 28. November 2010, 12:52

Die Landung der beiden ungleichen Wesen hallte noch lange in den finsteren Gängen der Kanalisation wieder. Aus der Ferne ertönten die Schreie hunderter Kreaturen, die sich in ihrer Ruhe gestört fühlten und in die Stille der Dunkelheit zurückzogen. Das dreckige Wasser um Lucifus Füße schien zu schäumen und weißer Dampf zog sich an seinen Beinen nach oben - Die Kloake verdampfte! Der Dämon verschränkte die Arme vor der Brust und schien nachzudenken. "Das nächste Mal könnte ich ja deine Brüste in Streifen schneiden und an dich verfüttern, wenn dir das besser gefallen würde, Faen?", gab er beiläufig zum Besten und wandte den Kopf dann diabolisch grinsend nach hinten. Der Heraxaner genoss den Anblick einer verletzten Dunkelelfe eindeutig, denn in seinen grellen Pupillen spielte die Freude und das Vergnügen. Die Folter und das Leid der Völker Celcias schien dieser Pest mehr Befriedigung zu geben, als der warme Leib einer Frau in der Nacht und gerade dieser Umstand machte Kreaturen wie den Ifrit zu gefährlichen Zeitgenossen.
Beinahe gelangweilt löste Lucifer eine Hand aus seinem Brustkreuz und kratzte sich damit am Ohr. Bei ihm kam dieser Abstieg einem Ausflug auf das Land gleich - Er wirkte sehr gelöst und höhstwahrscheinlich genoss der 'Mann' seine neu gewonnen Freiheit bereits jetzt. In ihm kämpften zwei ÜBerzeugungen gegeneinander an. Zum Einen hatte er die Möglichkeit Faen in der Luft zu zerreißen, sie für Tod zu erklären und damit wäre der Pakt für immer aufgehoben oder, zum Anderen, er fand diese Wüstenrose und konnte die Person sehen, welche es schaffte, eine Elfe zur Befreiung eines Dämonen zu zwingen. Es vergingen sicherlich einige Minuten bevor sich Lucifer wieder regte und zufrieden mit sich, ein erleichtertes Gähnen ausstieß. "Freu dich, Faen ... ich habe beschlossen dich noch nicht umzubringen - Ich werde dir wirklich helfen.", gab er belustigt zurück. Obwohl der Ifrit der Meinung war, dass dies eine äußerst erleichternde Aussage war, so musste Faen erstmalig feststellen, dass Lucifer bis zu diesem Zeitpunkt vorhatte sie zu töten.
Er drehte sich auf der Stelle und nährte sich Faen erneut. "Ganz ruhig ...", meinte er und versuchte damit zu verhindern, dass Faen sich vor Angst gepeinigt in den Dreck stürzte um einer erneuter Tortur zu entgehen. Aus dem Mund von Lucifus jedoch hörte sich das beinahe wie ein schlechter Spaß an. Er streckte die Hand aus und deutete mit seinem Finger auf die offene Wunde der Elfe. "Blut des Vater, Blut meiner Welt, Blut der Sterblichen!", murmelte er leise und beinahe zeitgleich sprudelte eine Mischung von schwarzem Schleim und rotem Blut aus der Verletzung. Das Fleisch pulsierte unangenehm und es sah aus, als wolle sich etwas darunter bewegen oder befreien. Dennoch verspürte Faen keinen Schmerz - Ganz im Gegenteil: Die Pein sank und zwar solange, bis nur noch ein schwaches Pochen übrig blieb. Der Einstick hatte sich leicht verfärbt. Das Loch war mit einer schwarzen, klebrigen Flüssigkeit gefüllt, die unweigerlich kleine spinnartige Tentakel über das Bein warf. Im schwachen Schein der Brunnenöffnung über den Beiden konnte die dunkelelfe sehr gut erkennen, dass sie eine Zeichnung ergaben, welche denen von Lucifus ähnelten. "Sieh es als 'Geschenk' an ... das Blut meines Volkes wird in der Hitze schnell trocknen, aber du solltest bereits jetzt wieder Laufen können. Körperlich verkrüppelt bist du nur mehr eine Last.", waren seine Worte und der Ifrit besah sich den Tunnel. Es war mehr als eindeutig, dass dies keine Geste aus Nächstenliebe war, sondern er wollte lediglich verhindern, dass Faen vor dem Ende des Paktes starb - Das hätte gewisse Folgen für ihn gehabt, die er allerdings niemals preisgeben würde.

"Wir gehen ... ich will die Sonne wieder auf der Haut spüren können!", meinte Lucifer und nach nur wenigen Schritten in das Innere der Tunnel verschluckten ihn die Schatten. Faen konnte auf keinem Fall etwas sehen ... die Dunkelheit raubte einem jegliche Möglichkeit. "Fehlt dir Licht?", ertönte die Kalte Stimme des Dämonen aus weiter Ferne. Ein Zischen und Brodeln erhob sich hinter der Elifn, Hitze baute sich auf und plötzlich schlängelte sich ein Flammenstrahl an der Wand entlang und begab sich auf direktem Weg zu Lucifer, der das Feuer an seinem Arm entlang tanzen ließ. Er war bereits einige Meter im Abwasserkanal voran gekommen. Der Dämon hatte wie bereits zuvor die Lodern einer Fackel aus dem Kerkerraum gestohlen - Es war mehr als hilfreich, wenn man der Herrscher über das Feuer war. Zumindest mit solchen kleineren Spielereien wurde es witzig. Lucifer also wartete auf Faen und hob zu sprechen an: "Ich denke, da keiner von uns Beiden weiß, wo wir diese Wüstenrose finden, sollten wir an einen Ort gehen, an dem wir von einfachen Leuten, einfache Informationen erhalten ... vielleicht haben wir Glück und müssen sogar ein wenig Überzeugungsarbeit leisten!", er maschierte los und zog dabei nicht nur Dreck dund Schlamm mit, sondern auch die kleinen Dampfwolken vom zwischenden Wasser. Sie durchquerten einige Abschnitte und kamen sehr häufig an Verzweigungen, doch Lucifer wusste durch eine seltsame Eingebung immer wolang er zu gehen hatte - Die Schatten flüsterten zu ihm und verrieten ihm den Weg durch ihr Reich. Sie passierten mächtige Zisternen in denen das Abwasser der Stadt in scheinbar hunderten Wasserfällen niederbrauste. Das Getöse war sehr laut und brach in den mit Tonnen von Wassern gefüllten Becken. In solchen Anlagen hielten die Samaer ihr Vorräte sauber. Es roch nicht länger nach Dreck und Unrat, sondern frisch und klar. Beinahe als hätte man sich den Weg zum Meer bereits erkämpft. Lucifer jedoch suchte nach einem Aufstieg, einer Leiter oder etwas Ähnlichem, damit sie möglichst unentdeckt aus den Tiefen aufsteigen konnten.
Während sie gingen, wurde kaum ein Wort gesprochen, doch dann meldete sich der Dämon: "Wir sollten zum glühenden Gasthaus gehen. Ich war ein oder zweimal in dieser abgerackten Stadt und ich meine, dass wir dort den einen oder anderen Gesprächspartner finden werden - Erzähl mir von Wüstenrose ... was weißt du von ihr und warum bist du eigentlich hinter ihr her?!", fragte Lucifer und blickte unweigerlich nach hinten. Seine gelben Augen leuchteten im Halbdunkel und interessanterweise schien auch das Haar wie Feuer zu pulsieren. In der Dunkelheit war seine dämonische Abstammung leicht zu erkennen.

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Re: Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Faen » Sonntag 28. November 2010, 17:22

Schnaufend lehnte Faen sich gegen eine der feuchten Wände und schaute Lucifus an. Langsam bekam sie wieder eine gewisse Kontrolle über sich, aber auch nur so lange wie sie nicht ihr Bein bewegen musste.

Das nächste Mal könnte ich ja deine Brüste in Streifen schneiden und an dich verfüttern, wenn dir das besser gefallen würde, Faen?"

Leise grummelte sie: Ich werde dir diesen Spaß ein zweites Mal sicherlich nicht gönnen. und schaute ihn böse an. Angst verspürte sie im Moment wenig vor ihm, eher blanke Wut und Zorn.
Dass ihr Anblick ihm solche Freude bereitete ärgerte Faen. Nur zu gern hätte sie ihm gezeigt dass seine Wunde ihr nichts ausmachte, aber den Schmerz konnte sie nicht völlig ignorieren. So blieb alles an ihrem Auftreten verkrampft. Schwer atmend schaute sie an ihm vorbei in die Dunkelheit und es grauste ihr davor mit dem Ifrit in diese Dunkelheit zu gehen. Es herrschte Schweigen zwischen den beiden und jeder hing seinen Gedanken nach. Faen versuchte sich Lucifus Worte erneut in Erinnerung zu rufen. Er war eben aufgebracht gewesen und hatte ihr einige Ansätze in die Hände gespielt. Wenn es ihr besser ging wurde sie nachfragen außerdem scheute sie es jetzt schon Lucifus danach zu fragen. Die Erinnerung an den gemachten Schmerz saß ihr noch zu spürbar im Gedächtnis

. "Freu dich, Faen ... ich habe beschlossen dich noch nicht umzubringen - Ich werde dir wirklich helfen."

Faen schaute ihn an und hob erstaunt die Augenbrauen. Er hatte wirklich vorgehabt sie umzubringen. Doch ihre Verwunderung darüber wich schnell. Wahrscheinlich hätte sie selbst nicht anders gehandelt, zudem hatte sie damit gerechnet dass er ihr nicht völlig freiwillig helfen würde. Einen Kommentar dazu verkniff sie sich diesmal. Sicher war sicher. Sie hatte einmal einen schlafenden Hund geweckt und sie hatte wenig Lust heraus zu finden ob Lucifus seine Ankündigung wahr machte. Dafür hing sie doch zu viel an ihren Brüsten.
Dann drehte er sich plötzlich herum und kam auf sie zu. Instinktiv wich Faen vor ihm zurück und seine beruhigenden Worte klangen mehr als lächerlich. Am liebsten hätte sie geschrieen und wäre zurück in die Zelle geklettert. Doch beides ließ sie sein als er plötzlich zu sprechen begann. Seine Worte klangen äußerst seltsam in ihren Ohren und erst jetzt sah sie dass er auf ihre Wunde zeigte. Natürlich blickte sie nun auch dorthin und augenblicklich wünschte sich Faen es nicht getan zu haben. Schwarzer Schleim gemischt mit Blut ergoss sich aus ihrer Wunde. Ein wahnsinniges Pochen durchzog ihren Oberschenkel und obwohl sie keine Schmerzen verspürte jagte ihr Herz wie wild. Der Anblick der sich ihr bot war einfach zu viel für sie. Bei jemand anderem hätte sie sich dies anschauen können aber nicht bei sich selbst und doch blieb ihr Blick darauf geheftet.
Als sie dann jedoch sah wie sich in ihrem Fleisch etwas zu bewegen schien schaute sie Lucifus panisch an.

„Was hast du getan?“ , keuchte sie und sah wie sich das Lock mit einer schwarzen, klebrigen Flüssigkeit gefüllt hatte und kleine Tentakel sich über ihrem Bein ausbreiteten. Erst auf den zweiten Blick erkannte sie dass sie dies schon einmal gesehen hatte…an Lucifus Händen. Und nun sah ihr Oberschenkel genauso seltsam gezeichnet aus. Faen schluckte schwer, die ganze Sache gefiel ihr gar nicht. Obwohl der Schmerz gewichen war und nur ein schwaches Pochen zurück blieb wünschte sich Faen den Schmerz von zuvor zurück. Dieser war ihr wenigstens nicht so fremd wie das was jetzt in ihrem Fleisch klebte.

"Sieh es als 'Geschenk' an ... das Blut meines Volkes wird in der Hitze schnell trocknen, aber du solltest bereits jetzt wieder Laufen können. Körperlich verkrüppelt bist du nur mehr eine Last."

Faen schaute ihn an und belastete vorsichtig das Bein. Tatsächlich war der Schmerz fast gänzlich verschwunden und sie würde ihm einfacher folgen können als zuvor.

"Wir gehen ... ich will die Sonne wieder auf der Haut spüren können!"

Und mit diesen Worten verschwand er in der Dunkelheit. Faen zögerte, sie wollte ihm nicht folgen in diese abgrundtiefe Schwärze. In ihren Ohren schriee es nach einer Falle und so wie er sich bewegt hatte konnte er wohl mehr erkennen als sie.

"Fehlt dir Licht?" ertönte dann Lucifus kalte Stimme aus der Dunkelheit.
„Dumme Frage, ich sehe überhaupt nichts. gab Faen beleidigt zurück. Dass sie ihm aus Angst nicht einfach folgte verschwieg sie wissentlich. Schließlich musste sie ihm nicht noch zusätzliches Futter geben.
Zum ersten Mal sah Faen wie er das Feuer zu sich holte und verfolgte das Schauspiel gebannt.

Ich denke, da keiner von uns Beiden weiß, wo wir diese Wüstenrose finden, sollten wir an einen Ort gehen, an dem wir von einfachen Leuten, einfache Informationen erhalten ... vielleicht haben wir Glück und müssen sogar ein wenig Überzeugungsarbeit leisten!",

Zuerst zögerlich, dann selbstsicherer folgte sie ihm und blieb bei ihm stehen.

„Wenn du schon „Überzeugungsarbeit“ leisten willst sollte danach auch von dem armen Kerl etwas übrig bleiben. Nützt nichts wenn du ihn zu Tode überzeugt hast.

Als er dann los marschierte folgte Faen ihm. Je nachdem welche Bewegung sie tat oder sie zu fest mit dem Fuß auftrat spürte sie noch den Schmerz. Ansonsten blieb nur das pochen zurück. Wenn sie nicht so ein ungutes Gefühl bei dieser ganzen Sache hätte würde sie sich über sein „Geschenk“ fast schon freuen.
In dem Kanalsystem hätte die Dunkelelfe sich restlos verlaufen, aber Lucifus lief einfach drauf los und Faen folgte wie ein braver Hund. Das gefiel ihr zwar ganz und gar nicht, war im Moment aber unvermeidbar. Ein schwacher Trost für sie, aber immerhin ein Trost.
Als sich die Luft dann änderte, sauberer und frischer anfühlte atmete Faen erleichtert auf. Lucifus hingegen schien der Unterschied nicht sonderlich zu interessieren und begann nach einer Leiter oder etwas ähnlichem zu suchen. Faen blieb stehen und atmete tief durch. Sollte er ruhig suchen, sie würde ihn schon nicht verlieren.
Als er sich dann so plötzlich umdrehte und sie anschaute musterte Faen ihn auf ein Neues. Dass seine Augen leuchteten hatte sie schon mehr als einmal gesehen, aber selbst sein Haar wirkte als würde es leuchten. Nur zu gern hätte sie hinein gefasst um heraus zu finden ob es auch heiß war, doch sie suchte seine Nähe nicht mehr. Das konnte gefährlich werden.

"Wir sollten zum glühenden Gasthaus gehen. Ich war ein oder zweimal in dieser abgerackten Stadt und ich meine, dass wir dort den einen oder anderen Gesprächspartner finden werden - Erzähl mir von Wüstenrose ... was weißt du von ihr und warum bist du eigentlich hinter ihr her?!"

Faen zögerte einen Moment und erzählte ihm dann was sich an dem Morgen abgespielt hatte, wie sie herein gelegt worden war, wie die Menschen einfach aufgetaucht und ebenso wieder verschwunden waren, wer im Dreck vor ihren Füßen gelegen hatte und was Wüstenrose und ihr seltsam gut gelaunter Kumpane gesagt hatten. Das man sie danach als Verräterin und Mörderin beschuldigt hatte und weg gebracht hatte. Bei ihren eigenen Fehlern zögerte sie erzählte sie ihm aber auch, wenn leiser und nicht so ausführlich.

Als sie geendet hatte hob sie schließlich ihren Kopf und schaute Lucifus an.

„Sag mir warum du mich eben von der Wunde befreit hast und was es sich damit auf sich hat. Das Blut deines Volkes…du hast ähnliche Zeichnungen auf den Händen. Ich bin keine von deinem Volk. Du hast das doch nicht aus reiner Nächstenliebe getan und hat doch sicherlich irgendein Nachspiel für mich, oder?

Faen schluckte. Die Frage hatte ihr schon die ganze Zeit auf der Zunge gelegen und nun konnte sie diese nicht mehr zurück halten.

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Re: Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Gestalt » Sonntag 28. November 2010, 20:54

Lucifus hörte aufmerksam zu und nickte an den richtigen Stellen. Er unterbrach die Elfe in ihrer Erzählung nicht und sparte sich sogar bissige Kommentare - Obwohl diese in mehren Momente angebracht gewesen wären. Mehr und mehr würde der weiblichen Begleitung des Heraxaners bewusst werden, dass dieser nicht nur kräftig, sondern auch gerissen war. Eine unangenehme Kombination, aber in den eigenen Reihen wohl mehr nützlich als gefährlich - Zumindest für den Moment. Während Faen von ihren Erlebnissen berichtete, füllte sich die Zisterne zusehens mit Wasser. Kleinere Wellen schwabten an den Steg aus Stein auf dem die beiden Dunklen standen. Gischttropfen prasselten auf die Körper und durchtränkten die schwarze Haut. Erneut ging ein leichtes Zischen vom Dämonen aus und obwohl der Elfe das Wasser bereits am Körper herunter lief, war Lucifer beinahe trocken.
"Also eine Magierin ... hm." Sehr knapp fiel die Bemerkung des Dämonen aus und etwas schien ihn zu beschäftigen. In der Tat besaßen einige wenige Magier die Macht einem Dämonen gefährlich zu werden und sofern die Geschichten Faen richtig waren, so beherrschte diese Frau names Wüstenrose die Schatten. Ob es sich dabei nur um gewöhnliche Assassinenmagie oder tatsächliche schwarze Kraft handelte, dass konnte er aus den wenigen Worten der Dunkelelfe nicht herauslesen. Dennoch galt höhste Vorsicht - Interessanterweise war es für Lucifus nur ein Grund mehr der Intregatin nachzustellen. Ihm gefiel die Art der Überlistung, wenn es für seinen Geschmack auch etwas zu hinterhältig war. Ein Grinsen löste sich und weiße Fangzähne blitzen hinter den feingliedrigen Lippen hervor. Die Finger legte der Dämon nachdenklich an das Kinn und versuchte weitere Verbindungen zu schaffen, welche zu einem späteren Zeitpunkt vielleicht noch nützlich sein würden.
Allerdings gelang es gar nict klare Gedanken zu sammeln, denn erneut unterbrach Faen seine Überlegungen mit ihren lästigen Fragen.
Entnervt seufzte das Wesen der Unterwelt und blickte die Dunkelelfe unverwandt an.

"Selbstverständlich bist du keine von meinem Volk - Du bist viel zu minderwertig, Elfe. Mein Volk sind die Dämonen des Feuers und der Schatten. Wie kann jemand so wenig über die flammenden Ebenen wissen?", fragte Lucifus resigniert und seufzte beinahe schon mitleidig. Langsam fragte sich das Wesen warum die Elfe ihm ständig zu viele sinnlose Fragen stellte und kam zu dem Schluss, dass sie ein Interesse hatte, aber vermutlich versuchte sie in jeder Information eine Möglichkeit zu finden, den Ifrit zu vernichten. Ein lustiges Spiel, wenn es Lucifus richtig anstellte. Sein Plan stand fest: Er würde Faen mit kleineren Brocken füttern um sie zu beruhigen. "Und die Wunde. Erstens: Ich habe dich befreit, damit du mir nicht wie ein toter Sack Fleisch am Bein hängst, wenn dich der Wundbrand dahinrafft. Zweitens: Du machst dir reichlich Gedanken um eine kleine Geste. Ich habe nicht einmal etwas für die Heilung verlangt. Und die Zeichnungen. Sie sind das Symbol meiner Familie und da du es nun trägst, gehörst du mir ... sozusagen. Aber keine Sorge, solange du nicht stirbst, Elfchen, hast du deinen freien Willen und deinen Körper noch vollkommen unter Kontrolle." Das war eine Lüge. Tatsächlich verursachte diese kleine Füllung mit Dämonenmagie keine sonderliche Abhängigkeit, weder im Leben noch im Tod. Aber es genügte Lucifer, dass er Faen einen erneuten Grud gab sich aufzuregen. Und wenn sie dennoch ruhig blieb, so hatte er ihren neugierigen Hals mit Informationen gefüttert. "Bist du jetzt fertig mit deinem ewigen Gejammer. Wenn ich dich Tod sehen wollten, meinst du nicht, ich hätte dich bereits grausam verstümmelt irgendwo in der Zelle zurückgelassen?" Er löste sich aus seiner Denkerpose und ging weiter durch die riesige Wasserhalle. "Wenn du weiterhin so verzweifelt bist, kann ich dir die Wunde auch wieder öffnen." Meinte er im Gehen, hob die Hand und ließ den Zeigefinger kreisen. Sofort bewegte sich auch die zähe Masse und schien sich im Stich auszudehnen. Das finstere Lachen Lucifers begleitete ihn bis zum Ende der Halle. Erst dann beendete er die kleine Vorführung und binnen eines Augenaufschlags ruhte die schwarze 'Salbe' wieder.

Für Faen war es mit Sicherheit kein angenehmes Wundpflaster, aber es war mehr als nützlich und man sollte es nicht für Möglich halten, aber je näher sie der Freiheit kamen, desto gelöster schien auch der Ifrit zu werden. Die Elfe wusste selbstverständlich nicht, wie lange Lucifer im Gefängnis gesessen hatte, aber gerade bei dieser Überlegung kam ihr der Gedanke, dass der Wirt in der Zelle sehr viel älter war als es die Stimme hatte vermuten lassen. Wenn sie beide Faktoren zusammenzählte, dann hatte das 'Einfahren' in einen fremden Körper einen großen Nachteil: Dieser Körper zerfiel wie der eines normalen Sterblichen. Vielleicht war es Faen vergönnt den Dämonen weiter zu beobachten und ein besonderes Augenmerk auf diese neue Erkenntnis zu legen. Vielleicht.
"Ich habe etwas gefunden! Hier scheint es nach oben zu gehen, Elfe.", rief Lucifer aus der Ferne und man hörte das leise Klirren von Metall. Rhythmisch erklang das Klirren in einem festen Takt und sollte dr Elfe sagen, dass es ab diesem Moment aufwärts ging.
Es dauerte nicht lange und der Aufstieg verlief relativ ruhig. Nur einmal schwirrten einige Feldermäuse um die Köpfe der beiden ungleichen Weggefährten. Mitten im Flug schnappte sich Lucifus einen Flattermann und zerknirschte das Tier mit den Zähnen. Seine lange Fastenzeit war unangenehm gewesen und so erfreute er sich an jedem bisschen Blut, dass ihm zwischen die Fangzähne kam. Polternd landeten die Reste der Fledermaus am Boden und beinahe zeitgleich stieß der Dämon die Abdeckung am Ende der Leiter auf. Licht fiel durch die kleine Öffnung und blendete die Beiden gleichsam. Lucifer bewegte sich wieder und sprang aus dem Loch. Sein Blick flog über die Straße, die sich nun vor ihm auftat. Menschen gingen vorbei und schenkten dem Bild einen aufmerksamen Blick. Zwei Dunkelelfen krochen aus einem verdreckten Loch, dass eindeutig in die Abwässer der Stadt führte. Noch viel seltamer war, dass erkannte Lucifus als er sich umdrehte, dass beide vor einem öffentlichen Badehaus ausgestiegen waren. Ein paar Meter mehr und sie hätten sich wohl in den Darmabfällen älteren Herren gesuhlt. Genüßlich sog der Dämon die Luft ein und genoß den Geruch nach frischem Fleisch in der Stadt. Doch schnell wurde diese Freude unterbrochen, denn ein Standsturm hatte die Straßen der Stadt im Griff. Er war nicht stark und hatte wohl vor wenigen Momenten noch gewütet, aber dennoch war es unangenehm. Eine besonders neugierige Frau blieb stehen und betrachtete das Spiel. Vorallem das Bein der Dunkelelfe wirkte sehr verstörend. Wie der Ifrit angekündig hatte, verhärtete sich der Schleim und wurde beinahe eins mit der Haut. Es färbte sich weiß. Lucifus folgte dem Blick der Frau und gab ein leichtes Knurren von sich.

"Willst du die Dame nich fragen, wo sich das Gasthaus befindet? Ich weiß nicht wo genau wir hier herausgekommen sind, Faen?", seine Stimme hatte einen sehr unangenehmen Unterton und selbst Faen konnte erkennen, dass er eine ganz spezielle Art der Befragung meinte. Wie sie die Situation jedoch löste, überließ er ihr - Das jedoch fand nur aus einem einzigen Grund statt: Lucifus wusste nicht, wie die Elfen die Menschen der Stadt behandelten und daher, wollte er sich ein Bild machen. Er würde sicherlich früh genug Gelegenheit dazu bekommen sich auszutoben.
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Re: Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Faen » Sonntag 28. November 2010, 23:28

"Also eine Magierin ... hm."

Faen schaute Lucifus an. Offensichtlich dachte er nach, doch das interessierte sie herzlich wenig. Ihre Frage war wichtiger, doch Lucifus Antwort stellte sie so keines wegszufrieden.

"Selbstverständlich bist du keine von meinem Volk - Du bist viel zu minderwertig, Elfe. Mein Volk sind die Dämonen des Feuers und der Schatten. Wie kann jemand so wenig über die flammenden Ebenen wissen?"

Faen wollte gerade ansetzen nach zu fragen was es sich mit den flammenden Ebenen auf sich hatte als Lucifus weiter sprach:

"Und die Wunde. Erstens: Ich habe dich befreit, damit du mir nicht wie ein toter Sack Fleisch am Bein hängst, wenn dich der Wundbrand dahinrafft. Zweitens: Du machst dir reichlich Gedanken um eine kleine Geste. Ich habe nicht einmal etwas für die Heilung verlangt. Und die Zeichnungen. Sie sind das Symbol meiner Familie und da du es nun trägst, gehörst du mir ... sozusagen. Aber keine Sorge, solange du nicht stirbst, Elfchen, hast du deinen freien Willen und deinen Körper noch vollkommen unter Kontrolle."

Faen schaute ihn an. Sie wusste nicht Recht wie sich fühlen sollte. Wenn sie starb würde sie diesem Ekel dienen müssen. Faen lief es eiskalt den Rücken herunter bei dem Gedanken.

„Bist du verrückt geworden? Ich will dir nicht gehören wenn ich sterbe. Das ist widerlich.

Faen hing hin und her. Ihr war es mittlerweile egal dass sie nass war, sie hatte ganz andere Sorgen.

"Bist du jetzt fertig mit deinem ewigen Gejammer. Wenn ich dich Tod sehen wollte, meinst du nicht, ich hätte dich bereits grausam verstümmelt irgendwo in der Zelle zurückgelassen?"

Sie schaute ihn an und musste ihm zwangsläufig Recht geben. Wer der Stärke von beiden war hatten sie ja schmerzhaft festgestellt.

"Wenn du weiterhin so verzweifelt bist, kann ich dir die Wunde auch wieder öffnen."

Mit Schrecken sah Faen wie sich die zähe Masse in ihrem Bein bewegte. Auf der einen Seite wäre es ihr sehr viel lieber gewesen sie los zu werden, auf der anderen Seite hatte sie Angst vor den Schmerzen und der Gefahr eines Wundbrandes.
Doch Lucifus beendete seine kleine Vorstellung mit einem boshaften Lachen. Faen schnaufte genervt, sie kam sich langsam vor wie ein Spielzeug.

"Ich habe etwas gefunden! Hier scheint es nach oben zu gehen, Elfe."

Faen eilte zu ihm und zusammen stiegen sie die Leiter hinauf. Mit Ekel sah Faen wie Lucifus seinen kleinen Imbiss zu sich nahm und versuchte wieder einmal den Dämon zu verstehen. Doch bei dem Gedanken nach ihrem Tod ihm völlig zur Verfügung zu stehen…vielleicht wollte sie gar nicht so viel von ihm wissen.
Als Faen auf die Straße trat und das Badehaus erblickte wollte ihr nicht recht einfallen wo sie sich nun genau in Sarma befand. Sie hob die Hand vor die Augen wegen dem herum fliegenden Sand und verfluchte diese Stadt wieder einmal.
Der Ifrit hingegen schien seine neue gewonnene Freiheit mehr als zu genießen. Mit Interesse sah Faen sich ihr Bein nun genauer an. Der Schleim wurde hart und weiß. Vorsichtig streichelte Faen darüber und spürte dass es fast eins mit ihr geworden war.

Erst jetzt verfolgte auch sie dem Blick von Lucifus und sah eine neugierige Frau in unmittelbarer Nähe stehen.

"Willst du die Dame nicht fragen, wo sich das Gasthaus befindet? Ich weiß nicht wo genau wir hier herausgekommen sind, Faen?"

Sie schaute Lucifus an. Es war klar worauf er hinaus wollte, ihr aber verschloss sich vorerst der Sinn warum er nicht selber nachfragte. Er hatte doch schließlich seinen Blutdurst zu stillen. Erst jetzt kam ihr der Gedanke dass er nichts von der Belagerung wusste und wie die Dunkelelfen mit den Menschen hier verfuhren.
Also trat Faen auf die Frau zu und sprach sie barsch und arrogant an. Egal, was zuvor in den Abwasserkanälen und der Zelle passiert war Faen wusste wie sie schnell wieder in ihre geliebte Rolle fiel.

„Senk deinen Blick, Mensch. Niemand hat dir gestattet uns mit deinen neugierigen Blicken zu bedecken. Aber wenn du dich schon so frech in den Weg stellen musst kannst du uns auch sagen wo die glühende Schenke ist. Widerworte würden dir nicht sonderlich gut bekommen, mein Begleiter versteht sich darauf jeden sprechfreudig zu machen.“

Sie verschränkte die Arme vor der Brust und schaute die Frau von oben herab an. Menschen waren sehr viel einfacher zu beeinflussen als Dämonen und Faen fühlte sich gleich wohler in ihrer Haut trotz des Sandes und der unerträglichen Hitze.

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Re: Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Gestalt » Montag 29. November 2010, 22:04

Der Ifrit stöhnte gelangweilt auf. Eigentlich hatte der Dämon erwartet, dass die Elfe der Menschenfrau ein wenig Gewalt beifügen oder sie zumindest seelisch peinigen würde. Doch Lucifer wurde enttäuscht. Die Rundohren waren vermutlich so stark eingeschüchtert worden, dass sie sich ganz und gar den Besatzern ergaben - Zumindest alle bis auf die Freiheitstruppe der Wüstenrose, welcher die beiden Gefährten auf der Spur waren. Allerdings vermutete Lucifus, dass eine solche Gruppe nur dadurch gebildet worden war, dass die Dunklen ihre Terrorherrschaft nicht kosequent durchgeführt, sondern teilweise die Regentschaft genossen hatten. Sollte er sich o etwas erlauben, würden seine Sklaven und Krieger in weniger als einem Sonnenzyklus auf seinem verstümmelten Leib tanzen. Keine sonderlich angenehme Vorstellung, aber gerade aus diesem Grund genoss es der Ifrit, von Faldor mit einer ausreichend schwarzen Seele ausgestattet worden zu sein. Als Faen seine Gestalt als Duckmittel verwendete, fletschte Lucifus kurzzeitig die Zähne und bleckte die Reißzähne. Höhstwahrscheinlich hätte die kleine Aufforderung der Elfe genügt, aber durch die kleine Darstellung animalischer Gebärden befand sich die Samaerin in einer dermaßen eingeschüchterten Haltung, dass ihre Knie zitternd nachgaben und sie sich lang vor den beiden Spitzohren in den Dreck warf.
"Verzeiht, edle Herrin und edler Herr. Ich bin nicht würdig die hohen Elfen mit meinem Antlitz. Das glühende Gasthaus befindet sich nicht weit von hier! Nur dort durch die Gasse, zu eurer Rechten hohe Herrschaften und dann bei der ersten Gabelung nach links. Es ist das dreistöckige Gebäude mit den vielen Stoffen vor den breiten Fenstern." Ihre Stimme brach des öfteren und war sehr spitz. Die Nervosität war kaum zu verbergen. Der Ifrit drängte sich an Faen vorbei und hockte sich milde lächelnd vor die junge Frau. Diese zitterte am ganzen Leib und schien den Kopf immer tiefer in den sandigen Boden graben zu wollen. Beinahe zärtlich legte der falsche Elf einen Finger unter ihr Kinn, zwang das Gesicht nach oben und blickte mit den boshaften Augen in die wässrigen Pupillen der Wüstenbewohnerin. Sie hatte Angst. Stück für Stück erfreute sich der Dämon am fehlerhaften Werk der Dunkelelfen. Es war ncht perfekt, aber diese Rundohren waren so dermaßen eingeschüchtert, dass man seinen Spaß haben konnte. Grinsend umfasste seine freie Hand einen Teil seiner Kopfhaut und zog diese wie eine Maske nach hiten. Der weiße Knochen des Elfenkopfs glitzerte blutig und schrecklich deutlich hervor. Fanzähne entblößten sich und die Iren waren nicht länger gelb, sondern loderten wie Flammen. "Buh!", stieß Lucifus aus und stieß eine Wolke Schwefel aus. Panisch vor Angst, spang die Frau auf und schaffte es erst bein dritten Mal auf die Beine zu kommen. Ihr Kreischen war laut und viele Köpfe drehten sich nach dem Dreiergespann um. Doch als man sag, dass es Dunkelelfen waren, die den Schrecken heraufbeschworen hatten, verlor man rasch das Interesse. Einfach aus eigener Sicherheit.
Boshaft lachend ließ Lucifus seine Kopfhaut los und schmatzend fügte sich das Gesicht wieder an Ort und Stelle. "Das war gut. Ein kleiner Spaß am Rande erheitert die Gemüter." Vollkommen gelöst und der Situation Herr erhob sich der Ifrit und klopfte gemütlich den Sand von seiner Kleidung. Genervt stöhnte der Dämon auf, als ein Großteil des umherfliegenden Sandes in seinen Ohren hängen blieb. Für ihn war es unerklar, wie Elfen mit solchen langen Hasenohren überhaupt jemals einen Krieg führen konnten. Der kleinste Wind würde sie drehen wie ein loses Segel an einem Kriegsschiff. Ein lautes Gähnen folgte und ohne allzu große Hast steuerte Lucifus auf die Seitengasse zu, welche die Frau Ihnen gewiesen hatte. Die Schatten herrschten hier, denn die hohen Häuserwände schützten vor Sonne und Sand. An einigen Stellen wehte die Wäsche der Bewohner und einige Leitern waren platziert worden, um auch die Dächer effektiv nutzen zu können. Lucifer war sehr interessiert und begutachtete jede architektonische Begebenheit auf´s Äußerte. Nicht, dass ihn ein künstlerischer Aspekt daran begeisterte, aber er genoss es, die sterblichen Baumeister für ihr Versagen in Form der Behausungen mit Verunglimpfung zu bestrafen.
"Also, Faen ... wir werden ein wenig Weg haben und aufgrund meiner neu gewonnen Freiheit, und der damit einhergehenden guten Laune gewähre ich dir eine Frage deiner Wahl.", verkündete der Ifrit munter. Die Bewohner Samars wichen vor den beiden Besatzern zurück und versuchten sich auf möglichst hohe Distanz zwischen sich und den Elfen zu bringen. Lucifus gefiel diese Begebenheit, aber noch viel interessanter fand der Dämon das Verhalten der jungen Mädchen - Sie wussten, dass sie weg zu sehen hatten, aber konnten sich kaum beherrschen als der falsche Elfenkörper an ihnen vorbeiging. Die Sterblichen gaben dem Hexarianer immer mehr Fragen auf.
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Re: Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Faen » Montag 29. November 2010, 23:00

Sie sah nicht wie Lucifus die Frau angrinste und dabei seine spitzen Zähne entblösste. Allerdings konnte sie sich an der Reaktion der Frau ableiten das er ihr nicht freundlich zu gewunken hatte. Schon lag sie im Dreck auf den Knien und redete schnell und hoch:

"Verzeiht, edle Herrin und edler Herr. Ich bin nicht würdig die hohen Elfen mit meinem Antlitz. Das glühende Gasthaus befindet sich nicht weit von hier! Nur dort durch die Gasse, zu eurer Rechten hohe Herrschaften und dann bei der ersten Gabelung nach links. Es ist das dreistöckige Gebäude mit den vielen Stoffen vor den breiten Fenstern."

Faen war zufrieden. Somit hatten sie wenigstens keinen ewig langen Fußweg durch halb Sarma vor sich. Darauf verspürte die Elfe so gar keine Lust, eher auf ein kühles Bad um das Blut auf ihrer Haut los zu werden. Aber auch dafür würde wohl erst einmal keine Zeit bleiben. Lucifus nahm sie nicht den Spaß auf die Frau zu zugehen und Faen musterte das Treiben interessiert. Schließlich würde sie diesmal nicht sein Opfer werden.
Er hob ihr den Kopf hoch und zwang die Frau ihn anzusehen. Als er dann nach hinten packte und seine eigene Kopfhaut hoch hob, einen Teil des Schädel entblößte schaute Faen weg. Das war nun wirklich mehr als eklig.
Als die Frau dann schreiend und stolpernd weg lief konnte die Elfe es ihr gut nach empfinden. Sie hätte wohl selber nicht anders reagiert wenn sie nicht genau gewüsste hätte das dieser Dunkelelf nicht das war was er zu sein schien. Zwangsläufig kamen ihre Gedanken zu Wüstenrose. Was war in dieser verfluchten Stadt eigentlich so wie es sein sollte?!

Böse lachend stand der Ifrit auf, lies die Kopfhaut los damit sie wieder an Ort und Stelle rutschte und meinte gut gelaunt: "Das war gut. Ein kleiner Spaß am Rande erheitert die Gemüter."

Faen hatte die Arme verschränkt und schaute ihn zweifelnd an. Seine Art von Humor konnte sie nur in engen Grenzen nachvollziehen. Sie seufzte leise und ging los. Das sich niemand der umstehenden Bewohner für den Vorfall interessierten wunderte Faen nicht. Solange diese verrückte Wüstenrose nicht in der Nähe war würde wohl keiner der Bewohner den Aufstand proben. Lucifus war völlig gelöst, schaute die die Häuser und bauten an und genoss ganz offensichtlich seine Freiheit. Faen hingegen ärgerte sich wieder einmal über den Sand und die Sonne, behielt ihre Meinung aber für sich. Im Moment verspürte sie wenig Lust die gute Laune des Dämons zu trüben.
Kurz darauf ließ Lucifus dann verlauten das er ihr eine Frage gewährte aufgrund seiner neu gewonnenen Freiheit und seiner guten Laune.
Faen hielt kurz inne und schaute ihn erstaunt an. Damit hatte sie nun wirklich nicht gerechnet. Sie folgte ihm weiter durch die Gassen und überlegte was sie ihn fragen sollte. Es gab vieles das sie wissen wollte und sich auf eine einzige Frage einzuschränken erschien er mehr als unfair. Schließlich hatte er ihr seine Freiheit zu verdanken und mehr war ihm dies als Dank nicht wert. Nun gut, besser als nichts und unnötig mit ihm zu diskutieren. Es erschien Faen fast schon so als sei mit seiner guten Laune auch seine Lust am foltern gewachsen.

“Was machst du mit mir wenn unser Pakt beendet ist?“

Faen kam der ungute Gedanke das er sie nachdem der Pakt beendet war umbringen würde und dann...besorgt blickte sie auf ihr Bein und schluckte. Der Gedanke ganz unter seinem Willen zu stehen jagte ihr Angst ein.

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Re: Das Spiel der Wüstenrose - Faen in Bedrängis!

Beitrag von Erzähler » Dienstag 30. November 2010, 21:38

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