Ausgeliefert

Hier wohnen die Bürger Sarmas, vom einfachen Sklaven bis hin zum hohen Handelsherren oder angesehenem Magier. Je nach Reichtum und Machtverhältnis findet man hier kleine Barracken oder prachtvolle Anwesen aus Sandstein und Marmor.
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Darak Luthrokar
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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Darak Luthrokar » Mittwoch 20. April 2011, 12:15

Darak starrte in die Blüte auf Catties Kopf die sich beinahe schon hypnotisierend öffnete und schloss. Diese Pollen, sehen aus wie Kapseln, Pillen… irgendwas zum Einnehmen. Dachte er, doch noch konnte er sich ja ohnehin nicht bewegen. „D..du musst fliehen… wenigstens…eine…soll überleben.“ Keuchte er leise. Darak kannte seinen Körper sehr gut denn schon oft hatte dieser Extremsituationen durchstehen müssen, doch selbst der zähe Darak schien im Moment etwas hoffnungslos zu sein. Er lächelte als Cattie versuchte ihn aufzumuntern. „ist…ja..gut.“ Wisperte er beinahe tonlos. Seine Lippen waren aufgeplatzt, seine Kehle gierte nach mehr Wasser denn aufgrund der Hitze und des Fiebers verlor er es schneller als es fünf Kellen hätten auffüllen können. „Pass auf..nicht dass sie dich noch sehen!“ Hauchte er leise, doch Cattie hatte anderes im Sinn. Sie hockte sich vor sein Handgelenk und begann die Schnüre aufzupicken. Darak lächelte matt, sie war so ein treues Huhn. Doch er rechnete sich selbst nur geringe Chancen aus. Auch wenn sie ihn von der Garotte befreite… sein Knie…

Er starrte auf das zertrümmerte Gelenk. Du musst mich tragen… du musst! Er hob seine Hände an, befreite sich so von den Fesselung und rieb sich anschliessend die Handgelenke, doch dann legte er seine Hände wieder zurück auf die Lehnen, nicht dass die Dunkelelfen oder einer der Sklave durch seine Bewegungen aufmerksam auf ihn wurden. Er zuckte zusammen als sie das Drahtseil wegpickte, denn seine Haut darunter war gerötet vom Würgen und äusserst empfindlich. „D..anke…“ Hauchte er leise, verhielt sich dann aber ruhig als sie auch noch die restlichen Fesseln sprengte.
Er konnte es nicht fassen dass sie wirklich da war, seine Cattie! Doch plötzlich huschte sie unter den Sitz. „W..was…hast du…“ Doch er verstummte sogleich als Alma in seine Richtung geschubst wurde. Er rührte weder seine Hände noch seine Beine.

Darak fühlte sich nicht wohl wenn Alma kurz bei ihm stehen blieb um sich mit ihm zu Unterhalten, denn sie zog somit automatisch die Aufmerksamkeit der Wächter auf sich. Er nickte als sie Cattie bemerkte. „Schau ihre Blüte an…“ Hauchte er. „Die Pollen… sollten…wir die Essen?“
Er ahnte dass diese Pollen eine magische Wirkung haben musste doch er kannte sich nicht mit Blüten aus. Waren sie Giftig oder Heilend, oder welche Wirkung würden sie wohl entfalten? Darak spielte mit dem Gedanken eine davon zu essen.

„Was…ist euer…Plan…wie viel…sind auf unserer Seite? U..und…was..ist..mit..Vesta…“ Er wusste dass die Zeit wohl kaum ausreichen würde ihm alle Fragen zu beantworten. „L..lang.e..pack ich das nicht mehr…Alma…“ Es war nicht gut wenn der Gehörnte so anfing zu sprechen.
„A..aber ich bin Frei…Cattie…hat meine Fesseln losgemacht.“ Er nannte das grüne Huhn Cattie. War dies seine Wunschvorstellung, aber sie konnte es ja auch sehen wie es da unter der Garotte hockte und neugierig hochschaute. „D..a.s..war..Florencia…“ Keuchte er und blickte urnuhig zum Rad hin. Wenn die göttliche Hilfe nur nicht zu spät kam…
„G..eh..w.eiter eher si emerken dass ich nicht mehr angebunden bin… s..sonst wissen die Götter was die mit mir anstellen!“ Darak fürchtete sich vor den Dunkelelfen und dies zurecht. Schliesslich hatten sie ihn in die Dunkle Kammer gesperrt, ihn dort gefoltert und gedemütigt und nun wollten sie ihn an das Rad flechten.

"Ich will nicht sterben." Winselte er leise und sah Alma flehendlich an. "Sag mir das ihr einen Plan habt!"

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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 21. April 2011, 15:13

Darak hatte nicht ganz Unrecht. Catties bizarre Pollen hopsten wie kleine gelbe Käfer in der Blüte umher. Sie dufteten seltsam, dass es schon benommen machte. Was würde geschehen, wenn man sie einnahm? Funktionierte das überhaupt? Vielleicht reichte eine bloße Berührung, um eine Wirkung zu erzielen. Aber Cattie zuckte geschickt mit dem Kopf, so dass Darak höchstens in Versuchung geriet, danach zu greifen. Erreichen würde er die Pollen nicht. Die Blüte schloss sich rechtzeitig, als bräche die Nacht herein. Ach, wenn es nur soweit wäre. Dann wüsste Darak um seine Zukunft. Hinter ihm wurden die Arbeitsgeräusche weniger. Das Holz war fast aufgehäuft, jemand rollte bereits das große Rad heran. Ihm rann die Zeit zwischen den Fingern hindurch. Fliehen könnte er nicht, unter keinen Umständen. Jemand mit einem solchen Knie käme nicht weit. Alma hatte ihr Bestes getan und er würde wahrscheinlich humpeln können, aber wie sollte ein derartiger Krüppel vor gesunden, athletischen Dunkelelfen davonlaufen können? Außerdem würde er all seine Freunde im Stich lassen. Da'rion schien zu ahnen, dass er und Vesta zumindest einmal zusammengehalten hatten. Dass man die Bordellherrin hatte tragen müssen, kündete davon, dass er ihr angetan hatte, womit er vor Daraks Tod gedroht hatte.

Darak sollte die Möglichkeit erhalten, zumindest Fragen zu stellen. Man führte Alma heran. Auch sie half beim Aufbau seines Todesortes mit. Da sie immer wieder an ihm vorbei kam und zwischendurch pausierte - bei ihrem Gewicht schöpfte da keiner so wirklich Verdacht - konnte sie nach und nach ein Gespräch mit ihm führen. Es war abgehackt, denn im Vorbeigehen erreichten Darak lediglich immer nur ein paar Worte. Letztendlich entstand aber tatsächlich ein Dialog zwischen ihnen. Alma schaute auch einmal unter den Stuhl. Das grüne Huhn. Darak hatte nicht halloziniert. Bei ihrem nächsten Gang ließ die Heilerin rein zufällig das Holz fallen. Sie erntete zwar eine dunkelelfische Standpauke, aber erhielt auch sofort den Befehl, alles wieder aufzusammeln. So gelang es ihr, nach Cattie zu schauen. "Iss die auf keinen Fall!", zischte sie Darak sofort zu, ohne die Pollen überhaupt gesehen zu haben. Die Blüte allein genügte ihr, um die Pflanze zu erkennen, die da auf dem Kopf des seltsamen Naturhuhns wuchs. "Wenn man die Pollen einatmet oder schluckt, ist man wie gelähmt und das für Stunden." Alma sammelte das Holz zusammen. Sie baute einen kleinen Haufen, der sofort von anderen, vorbei kommenden Sklaven aufgegriffen wurde. So konnte sie noch einen Moment bei Darak bleiben. Sie gemahnte ihn nicht zur Ruhe, aber sie schüttelte nur den Kopf und winkte ab, als er sie mit Fragen geradezu bombardierte. Er durfte sich jetzt nicht noch mehr Sorgen machen. Sie spürte seine Furcht und verstand ihn durchaus. Es ging hier um sein Überleben.
Aber genau deshalb wollte Alma ihm nicht sagen, was für den Gehörnten nur zu einer Hiobsbotschaft geworden wäre. Sie hatten keinen Plan, alles lief aus den Fugen! Von Vesta wollte sie auch nicht sprechen. "Es geht ihr nicht sonderlich gut." Tatsächlich war eingetreten, was der boshafte Dunkelelf angedroht hatte. Auch Vesta waren die pelgarischen Stiefel angelegt worden. Da sie nicht Daraks Zähigkeit besaß, kam es einem Wunder gleich, dass sie es überlebt hatte. Sie wäre an den Schmerzen beinahe krepiert. Wie gut, befand sich Alma auf ihrer Seite. Mit einem ganzen Satz von Medikamenten hatte sie Vestas Schmerz betäuben können, so dass sich die Herrin der Schwarzen Spinne erholen konnte.
"L...ang.e..pack ich das nicht mehr...Alma..." Sie nickte. Dann aber musste sie weiterarbeiten. Also ging es die nächste Fuhre Holz zu holen. Es war die letzte. Auch die Heilerin sah zunehmend besorgt aus. Sie kam noch einmal an Darak vorbei, lauschte. Florencia hätte Cattie nicht als grünes Pflanzenhuhn mit betäubenden Pollen wieder erweckt, wenn sie nicht etwas bezwecken wollte. Man brauchte kein Genie sein, um eins und eins zusammen zu zählen. Aber wie sollte man Ash'ray Da'rion das Gift verabreichen? Alma grübelte, während sie ihre Aufgabe vollendete.

"Ich will nicht sterben. Sag mir, dass ihr einen Plan habt!" Und ja, da kam er. Alma hatte einen Plan. Sie wirbelte herum. "HÖR AUF, MICH BLÖDE VON DER SEITE ANZUQUATSCHEN! DU VERRECKST SOWIESO, ALSO FÜG DICH ENDLICH IN DEIN SCHICKSAL!" Sie zog ihren Fuß zurück und donnerte die Spitze ihres Schuhs gegen sein Schienbein. Ob Darak verstand, was Alma wirklich im Sinn hatte. Zunächst einmal gar nichts, denn aufgrund der Wucht hatte auch sie sich jetzt verletzt. Ihr großer Zeh wurde vom Schmerz durchzuckt, dass sie wild brüllte. Das lockte nun natürlich die Dunkelelfen auf den Plan, aber die Wachen hatten sie auch schon vorher schreien gehört. Und so lachten sie über ihren Schmerz und grinsten spöttelnd Darak entgegen, der offenbar nicht einmal mehr von der fetten Kuh von Mensch Hilfe erwarten konnte.
"Wenn mir wegen dir der Zehennagel einwächst, tanze ich auf deiner verkrüppelten Leiche!", schimpfte sie in einem schrillen Tobsuchtsanfall - und hofft inständig, Darak würde ihr die Worte verzeihen. Sie ging auf ein Knie herunter. Etwas, das einer Alma immense Anstrengung abverlangte. Sie rieb sich den Zeh, jammerte. Teilweise war es sogar echt. Und sie lockte Cattie mit einem sehr leisen "Putt, putt, putt." Das Huhn streckte den Kopf unter Daraks Garotte hervor. Es konnte von den Dunkelelfen nicht gesehen werden, dazu bot Alma einfach zu viel ... breite ... Tarnung. Sie langte nach der Blüte, zupfte sie komplett vom Kopf des Huhn. Cattie gluckte leise, rieb ihren Schnabel an Almas Hand und versteckte sich wieder. Die Heilerin schaute zu Darak auf. Ein kurzer Blick nur, aber das Zwinkern war unverkennbar gewesen. Dann erhob sie sich. "Ahhh, Glück gehabt. Scheint nichts Schlimmes zu sein."
"Dann mach dich von der Bühne runter, orkische Sumpfkuh!" Die Wachen scheuchten Alma, sowie die übrigen Sklaven fort. Aber es war geglückt, zumindest vorerst. Schritt eins konnte abgehakt werden. Sie hatten ein Mittel, um Da'rion für mehrere Stunden auszuschalten. Jetzt musste nur noch die Möglichkeit her, es ihm zu verabreichen und zwar schnell.

Der Herrscher Sarmas kehrte mit seinem Gefolge auf den Hof zurück. Er nahm auf seinem Thron in der Loge Platz. Wieder wurden zu beiden Seiten Constanze und die andere, dunkelhäutigere Sklavin mit Ketten an dem Möbelstück fixiert. Da'rion schubste die Amazone. Demütig griff sie nach einer Karaffe Wein, die zusammen mit Schalen feiner Speisen zur Loge gebracht worden waren. Constanze schenkte ein. Wenn Alma nur irgendwie zu ihr gelangen könnte, um ihr die Pollen zu geben!
Vesta fehlte plötzlich. Zeigte der Dunkelelf Gnade und ersparte ihr den Anblick von Daraks Räderung? Oder hatte sie einen Schwächeanfall gehabt? An ihrer Stelle saß nun die für den Gehörnten noch immer fremd geltende Elfe, die Cattie hergebracht hatte: Lilith in ihrer Verkleidung. Sie neigte den Kopf, als Da'rion mit ihr ein paar Worte wechselte. Dann nickte und lächelte sie ihm zu. Der Dunkelelf erhob sich.
"Eine letzte kleine Darbietung, bevor es zum Finale kommt. Liéla Assassinenblut hier an meiner Seite möchte zeigen, was sarmaer Bauchtänzerinnen ihr beigebracht haben - und weshalb man gewisse Menschen wohl doch am Leben lassen sollte." Und dann begann es. Lilith sprang auf die hölzerne Barriere der Loge. Grazil bewegte sie sich, ihre dunkel gefärbte Haut schimmerte im Sonnenlicht. Die Reife und kleinen Schellen an ihrer Gewandung klimperten bei jedem Hüftschwung, den sie gekonnt zum Besten gab. Die Augen der Anwesenden richteten sich auf die schlanke Elfengestalt. Aber es reichte nicht. Bei Lysanthor, Florencia und allen, die der Gruppe helfen wollten: es genügte nicht, die Aufmerksamkeit Da'rions von Alma abzulenken. Er scheuchte sie mit einer grimmigen Geste fort, als sie einen ersten Versuch wagte, sich Constanze zu nähern. So würde es nicht funktionieren. So gewann Darak lediglich ein wenig Zeit.
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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Darak Luthrokar » Samstag 23. April 2011, 23:39

Der Todgeweihte wurde für einen Moment abgelenkt als das Rad heran gerollt wurde. Dieses Rad würde seine Knochen brechen – so wie er Darion einschätzte würde man ihm erst die Füsse, dann die Hände, dann die Beine und so weiter zerschlagen. Nichts aber etwas, was er zum unmittelbarem überleben brauchen würde. Nein, sie würden ihn an das Rad flechten, es an einem grossen Pfahl aufrichten und dann würden sie warten bis entweder die Verletzungen ihn dahinrafften oder aber der Hunger der Geier. Er begann zu zittern wenn er nur an die Schmerzen dachte, sie würden jene welche er jetzt schon verspürte ins unermessliche Treiben.
Kein Wunder hoffte der gute alte Luthrokar deshalb inständig auf ein Wunder und es war ja auch schon eines geschehen! Cattie lebte und trug eine sonderbare Blüte auf dem Kopf welche knallrot signalisierte dass sie der Schlüssel zu seiner Freiheit war. Doch Darak machte es sich wohl zu leicht, erhoffte sich durch den Genuss einer Polle in einen Drachen zu verwandeln und Darion einfach niedermachen zu können.
Die Bodenständige Heilerin belehrte ihn eines bessren und holte ihn auf den Boden der Tatsachen zurück, was bei dem Fiebernden nicht gerade einfach war. Da waren schon ganz eindeutige Worte nötig. "Iss die auf keinen Fall!" Darak sah wehmütig zur Blüte hin.
"Wenn man die Pollen einatmet oder schluckt, ist man wie gelähmt und das für Stunden." Darak nickte. Sicherlich, wenn sie den Herrscher ausser Gefecht setzen konnten würde ein ziemlicher Tumult entstehen. Alle Augen würden auf den Anführer gerichtet sein und niemand würde auf die Sklaven oder auf Todgeweihte achten. Doch Darak blieb an der gleichen Knacknuss hängen wie Alma.
Wie soll das Gift zum Opfer gelangen? Nun quälten ihn nicht nur Schmerz und Hitze sondern auch Sorgen darüber dass die einzige göttliche Hilfe sich schlussendlich als Wirkungslos erweisen könnte. Und was war mit Vesta, wie würde man sie retten können? Er fragte nach ihr…. Und die Antwort fiel mehr als nur ernüchternd aus.
"Es geht ihr nicht sonderlich gut."

Die Frage ob es die Stiefel waren stand ihm ins Gesicht geschrieben. Doch er stellte sie nicht. Er wusste es. Er sah es in Almas Blick. Er schloss für einen Moment die Augen, verkrallte sich in die Holzlehnen und atmete tief durch. Dieser Dunkelelf hatte in wenigen Wochen, oder waren es Monate?- Noch immer hatte Darak keine Ahnung wie lange er verschollen gewesen war – hatte dieser Kerl mehr in Daraks Leben zerstört als es 15 Jahre Minen vermocht hatten. Er wurde zunehmend verzweifelt denn er kam auf keinen grünen Zweig. „S…a.g.mir dass ihr einen Plan habt… bitte… ich will übers Knie klagen… Jahre lang wenn es sein muss… soll es ein scheiss knie sein. Es soll schmerzen es soll pulsieren… aber ich will es spüren… ich will Leben!“
Darak hatte oft genug erfahren dass Schmerz ein Kardinalsymptom von Leben war. Er wurde jäh von Alma in seinem Redefluss unterbrochen. Denn plötzlich holte die Frau aus – ein Wunder dass eine Tonne wie sie überhaupt kurzzeitig auf einem Bein stehen konnte… und trat ihm gegens Schienbein.
"HÖR AUF, MICH BLÖDE VON DER SEITE ANZUQUATSCHEN! DU VERRECKST SOWIESO, ALSO FÜG DICH ENDLICH IN DEIN SCHICKSAL!" „AAAAAAAAAARHRHRH!“ Darak brüllte erschrocken auf und es war sein grosses Glück, dass Alma so… viel Schatten spendete. Weil sonst hätte jeder noch so kurzsichtige Dunkelelf oder Ork gesehen dass dieser Mann nicht mehr an die Garotte gefesselt war. Es war ein Reflex den ihn dazu brachte sein Schienbein zu halten und sich zusammen zu krümmen. Erst einige Sekunden später besann er sich wieder ruhig zu halten und lehnte sich in die alte Position zurück. Er starrte Alma mit grossen Augen entgegen. Augen die sehr unruhig waren bei denen man nicht mehr sicher sein konnte ob sie nicht einem verrückten gehörten. Hoffentlich fühlte er sich jetzt nicht auch noch durch sie verraten, hoffentlich erkannte er die Taktik…

Er tat es. Die Dunkelelfen spöttelten über ihn und er liess es zu. Spielte den Geknickten… doch dann folgten Worte die ihm mehr weh taten als der Tritt.
"Wenn mir wegen dir der Zehennagel einwächst, tanze ich auf deiner verkrüppelten Leiche!", Darak starrte sie an. Schluckte leer und senkte seinen Blick. Das hatte gesessen. Nun sah er wahrlich betrübt und verloren aus. Daran hatte er offenbar zu kauen. Er würde es ihr sicherlich verzeihen wenn das nicht ihre letzten Worte zu ihm gewesen waren. Er blickte starr vor sich hin als sich Alma wieder von ihm entfernte. Aber er hatte mitbekommen dass die die Blüte gemobst hatte. Doch wie sollte sie zu Darion gelangen wie nur?
Er hoffte nur dass sie genügend Pollen einsetzte um diesen Teufel ein für alle Mal in einen ewig dauernden Schlaf zu versetzen.
Es dauerte noch eine Weile doch das Rad war vollends aufgebaut worden und schon kurz darauf begab sich das Gefolge zurück an den Richtplatz. Alle waren da, ausser Vesta. Darak blickte Darion vernichtend entgegen. Blanker Hass war alles was er für diesen Kerl empfinden konnte. Neben seinem Peiniger sass die Fremde welche sein Huhn auf dem Gewissen hatte. Wie ist sie nur an Cattie gekommen und warum hat sich cattie nicht mehr gewehrt? Noch erkannte er Lilith nicht… doch als sie zu tanzen begann… dämmerte es ihm. Er starrte die Frau an. Lilith! Sie war Lilith! Er kannte doch den Hüftschwung seines Mädchens und er wusste dass sie gerade bei Bauchtänzerinnen untergebracht gewesen war. Zum Glück war Darion offenbar zu faul gewesen sich zu überlegen wo die Assassinin in den Genuss einer Bauchtänzerinnenschule gekommen war, schliesslich waren alle hübschen Menschenfrauen an seinem eigenen Hof versammelt. Einzig der Bund der Wüstendiebe besass noch welche, aber Darak war sich nicht einmal sicher ob der Bund offiziell mit dem Herrscher verfeindet war. Inoffiziell hoffte er noch immer auf einen Zugriff.
Er bemerkte Almas Versuch an Constanze zu gelangen, doch Darion war noch immer zu Aufmerksam. Er musste etwas unternehmen. Musste die Aufmerksamkeit auf sich lenken und zwar die volle.

„WEGEN DIR IST CATTIE TOT! DU VERFLUCHTES MISTSTÜCK!“ Er musste ihr irgendwie Signalisieren dass er sie erkannt hatte damit sie auf sein Rufen einging. „D…duu… BIST GEFÄHRLICHER ALS DIE AMAZONEN!“ Hoffentlich langte dieser fade Hinweis. „KOMM HER DU! KOMM HEEEEEEEEEEEEEEERRHRHRHHR!“ Brüllte er ihr entgegen. Denn sobald sie kommen würde, so würde er sie packen und festhalten. Denn ein solcher Übergriff würde keiner erwarten, schliesslich hielten sie den Todgeweihten ja für gefesselt. Es würde einige Befehle von Darion erforden ihn zu bändigen. Es würde Schmerzhaft sein ja, aber hatte Florencia ihm nicht geraten sich ganz fest an den Nichtgenannten zu erinnern? Solange er schmerzen Verspürte war er nicht tot… er musste es riskieren.

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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 27. April 2011, 15:30

Es war erstaunlich, dass das Rad eine Erfindung des Menschen und nicht des Dunkelelfen war. Es gab für einen Schwerverbrecher wie Darak Luthrokar wohl keine schlimmere Todesstrafe, denn sie war schmerzhaft und vor allem lang anhaltend. Ihm stand kein schneller Tod bevor, das wusste er. Warum nur hatte Florencia sich dann so sehr für ihn eingesetzt? Warum hatte Lysanthor ihm vergeben? Spottete er so diesem Mann? Warum schenkten sie ihm so viel, machten ihm Hoffnung, wenn es letztendlich doch umsonst wäre?
Sie halfen noch immer. Cattie hatte Pollen gespendet, die eine Wendung bringen könnten. Es galt jetzt nur noch, dass man dieses Betäubungsmittel dem Dunkelelfen Da'rion eintrichterte. Alma gab sich alle Mühe, das zu erreichen, aber es gelang ihr noch nicht. Der Herrscher zeigte sich betont aufmerksam, auch wenn er hin und wieder Liliths Tanzeinlage genoss. Lilith. Sie steckte unter dieser Tarnung und das hatte Darak inzwischen erkannt. Deshalb war sie auch mit dem Huhn hier aufgetaucht. Lunabelle hätte es niemals zugelassen, seine geliebte Cattie in fremde Hände zu geben. Dass Lilith hier war, bedeutete möglicherweise auch, dass die Wüstendiebe immer noch auf ihrer Seite standen. Warum nur sah und hörte man nichts von ihnen? Während sie Däumchen drehten, hing sein Leben an einem seidenen Faden. Constanze musste die Sklavin mimen und Vesta ... ja, wo steckte sie nur? Was hatte dieser finstere Geselle ihr angetan? Alma hatte ihm keine Antwort gegeben, sondern nur kurz geseufzt. Das reichte wohl aus. Vestas Beine waren in pelgarische Stiefel gesteckt worden, so konnte es der Gehörnte annehmen. Wie sie das wohl verkraftete und ob er jemals mit ihr würde darüber sprechen können? Er war dem Tode geweiht.

Jemand wie Darak hatte also nichts mehr zu verlieren. Vielleicht würde es für ihn nicht gut gehen, aber möglicherweise konnte er die Welt noch ein Stückchen zu Gunsten seiner Freunde verändern, ehe das eisenbeschlagene Holz des Rades auf seine Knochen fallen und sie brechen würde. Der Henker, ein grobschlächtiger Ork, dessen hässliches Gesicht den Zuschauern erspart blieb, weil er eine schwarze Kopfbedeckung trug, trat an Darak heran. Man wollte ihn gerade von der Garotte lösen, um ihn der nächsten Folter auszusetzen; der letzten bevor es ans Sterben ging. Da begann der Kerl lauthals zu brüllen. Liliths Tanzeinlage rückte nun sogar für Ach'ray Da'rion in den Hintergrund. Er spähte an der Schönheit vorbei, halb von seinem Thron erhoben, und zur Bühne hinüber. Seine Zähne waren gebleckt wie die eines geifernden Wolfes. Was wagte es der unwichtige Mensch, ihn zu stören?
Doch Darak beschimpfte nicht einmal den sarmaer Herrscher. Er schrie Lilith an, er warf ihr Catties Tod vor und schleuderte in gespielter Wut seinen Hass auf sie. Zwischen den Zeilen versuchte er, ihr mitzuteilen, dass er sie erkannt hatte. Wenn Lilith dies bemerkte, ließ sie es sich in keinster Weise anmerken. Sie beendete ihre Pirouette, das Bein über den Kopf Da'rions hinweg schlagend. Dann drehte sie sich, noch immer auf dem Geländer der Loge stehend, zur Hinrichtungsbühne herum.
"Was bildet sich dieser Bastard ein?! Schneidet ihm die Zunge heraus! Sofort!"
"Nur ruhig, mein Herrscher." Lilith beherrschte kein Lerium, aber sie war lange genug im Schauspielgewerbe und noch länger Amazone gewesen, um die Tonlage und Art seiner Haltung zu deuten. Er empörte sich darüber, dass Darak ihren Auftritt störte und war immer er verlangte, es war Auswirkung seiner aufgebrachten Laune. Sie musste versuchen, ihn ruhig zu halten. Nicht, dass er ihren Liebsten noch schneller umbrachte. Ihr Tanz hatte ihm schließlich Zeit geben sollen. Almas Blick deutete ihr, dass sie näher an den Thron heran musste - zu Constanze. Sie nickte fast unmerklich. Dann reckte sie das Kinn vor - eine Geste, die man bei weiblichen Dunkelelfen häufig sehen konnte. Sie zeugte von Stolz und Hochmut.
"Du gabst diesem Federvieh auch noch einen Namen, Narr?", rief sie zu Darak herüber. Beide besaßen nun die allgemeine Aufmerksamkeit. "Die Amazonen sind ein Witz gegen mich. Ich bin Morgerianerin!" Jetzt jubelten und johlten jene Versammelten vom dunklen Volk, denn Lilith sprach es mir derartiger Klasse aus, dass niemand daran zweifeln würde. Ach'ray Da'rion erhob sich vollends und strich ihr vom Bein bis zum Oberschenkel hinauf. Lilith zuckte nicht einmal. "Ich bin eine Frau der stolzesten und erhabensten Rasse Celcias. Du bist nur ein mindertwertiger Mensch. Den einzigen Ruhm, den du einheimsen wirst, wird es sein, die Unterhaltung dieses Mannes darzustellen, wenn dein Körper langsam und qualvoll unter der brütenden Sonne verreckt. Also hör auf zu schreien, als könntest du noch irgendetwas retten." Ihre Rede setzte sich fort, aber eigentlich bestanden ihre Worte nur aus Umschmeichelungen des dunklen Volkes auf der einen und Beleidigungen für Darak auf der anderen Seite. Doch damit gewann sie das Wohlwollen der Menge. Man jubelte. Verfaultes Obst wurde nach Darak geworfen. Und niemand achtete mehr auf Alma.

Die dicke Heilerin vollbrachte ein Wunder, als sie den Bauch einzog und dicht an die Loge heran kam, ohne auch nur etwas umzuwerfen. Sie reckte den Arm nach Constanze aus. Der Speck hing in schwabbeligen Lappen vom Knochen. Muskeln existierten offenbar nicht. Neben dem Skelett hielt pures Fett Almas Körper aufrecht. Sie reckte die Faust aus. Constanze blickte sich um. Sie besaßen nur wenige Augenblicke. Es war riskant, aber sie mussten die Gelegenheit nutzen. So nickte die Amazone ihrer Mitsklavin zu und diese nahm einen Fächer zur Hand. Sanft wedelte sie Da'rion frische Luft in den Rücken, verbarg zugleich aber auch Constanze hinter dem purrpurnen Federwisch. Sie schlich voraus, bis sie dicht genug an Almas Hand heran war. Die Kette, welche sie an den Thron gefesselt hielt, spannte bereits. Auch Constanze musste sich strecken. Die Pollen wechselten den Besitzer.
Almas Lippen formten Worte, aber Constanze verstand sie nicht. Das Jubeln des dunklen Volkes übertönte ihr Flüstern. Aber sie wusste dennoch, was zu tun war. Instinktiv wandte sie sich ab und Da'rions Speisen zu. Pollen würde man auf den Früchten erkennen, die er sich in seiner Dekadenz in Schokoladensoße hatte anreichen lassen. Also blieb noch der Wein. Die andere Sklavin hielt sie mit einer einzigen Handbewegung auf. Beide tauschten kurz Worte aus, dann wurden die Pollen aufgeteilt. Eine Hälfte wanderte in den Weinkrug, der Rest wurde in die Schüssel mit der geschmolzenen Schokolade gegeben. Die Wahrscheinlichkeit, dass er eines von beiden noch während Daraks Hinrichtung zu nicht nahm, war nunmehr erhöht. Und gerade rechtzeitig kehrten Constanze und die Sklavin an ihre alten Plätze zurück. Alma hatte sich in den Hintergrund verzogen. Ach'ray Da'rion winkte ungeduldig ab. "GENUG!", rief er. "Es wird Zeit für die richtige Vorstellung. Brecht dem Kerl die Knochen und bringt mit seinen Helm."

Der Ork trat vor. Er packte Darak an den Hörnern wie einen Stier. Dann riss er selbige hoch. Der von der Sonne erhitzte Helm glitt ihm vom Kopf. Er wurde geworfen, bis er metallisch klirrend gegen das Geländer der Loge krachte und dann dumpf im Sand aufschlug. "Packt ihn endlich! Ich möchte es hinter mich bringen." Es klang danach, als hätte Da'rion all die Arbeit. Er setzte sich, lehnte sich in seinem Thron zurück. Und dann ließ er sich seinen Weinkelch reichen und auffüllen. "Auf dein Ende, wertlosesw Geschöpf!", prostete er Darak zu und nahm einen Schluck.
Der Ork zerrte an den Schultern des Todgeweihten und knurrte, als er entdeckte, dass dieser nicht mehr an die Garotte gefesselt war. Seinem Herrn ergeben hielt er Darak fest und brüllte über die Versammelten hinweg: "Er war ungefesselt. Er hat einen Verbündeten hier!" Die Dunkelelfen rissen fast zeitgleich ihre Waffen empor. Schwerter schossen aus Scheiden, dass die Luft vom metallischen Sirren erfüllt war. Die versklavten Menschen gingen wie ein Mann zu Boden, die Hände schützend über die Köpfe gelegt. Niemand wollte als Komplize dieses Mannes dort oben verdächtigt werden. "Wo ist die Fettkuh von Heilerin?!", schrie Da'rion. Er war ein sehr gerissener Vertreter seiner Art. Schnell hatte er erkannt, wer nur hinter all dem Chaos stecken konnte. Jetzt war Alma in sein Visier geraten. "Sucht und töt..." Es krachte. Ach'ray Da'rion sackte zusammen, ehe er den Befehl zu Ende geben konnte. Sein Kopf landete auf der Tischplatte und nahm das Möbelstück gleich mit. Das Obst kullerte über den Boden der Loge. In diesem Moment stieß die Sklavin an Constanzes Seite einen schrillen Pfiff aus. Auf Mauern und Dächern des Palastes erschienen vermummte Gestalten, die Amrbrüste und Bögen gespannt und auf ihre Ziele gerichtet.
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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Darak Luthrokar » Samstag 30. April 2011, 11:18

Daraks Pupillen weiteten sich als der maskierte Ork an ihn herantrat. Ein dunkler Schatten fiel über ihn. Dieses grüne Monster würde sein Ende bedeuten. So zumindest lautete der vorgesehene Plan des dunklen Führers. Darak versuchte Lilith auf sich aufmerksam zu machen. Nicht gerade auf eine charmante Art und Weise doch es erschien ihm als einzige Möglichkeit. Seine Worte verfehlten ihre Wirkung nicht, zumindest Darion wurde ordentlich wütend und war so von Alma abgelenkt.
"Nur ruhig, mein Herrscher." Darak funkelte ihr entgegen. Es ging hier um sein überleben, darum überzeugte vielleicht auch sein Schauspiel. "Du gabst diesem Federvieh auch noch einen Namen, Narr?" „Soll ich dir auch einen geben…Schlampe?!“

Es war schnell klar wer das Publikum auf seiner Seite hatte und wer nicht. Bei Darak hagelte es plötzlich faules Obst. Obst welches die Sklaven sicherlich dringend als Nahrungsmittel benötigt hätten. Darak verzog angeekelt sein Gesicht als der dunkle Herrscher seiner Geliebten über den Schenkel strich. Er knurrte, seine Hände krallten sich in die Lehnen der Garotte. Schnaubend nahm er es hin wenn er vom Obst getroffen wurde.
"Ich bin eine Frau der stolzesten und erhabensten Rasse Celcias. Du bist nur ein mindertwertiger Mensch. Den einzigen Ruhm, den du einheimsen wirst, wird es sein, die Unterhaltung dieses Mannes darzustellen, wenn dein Körper langsam und qualvoll unter der brütenden Sonne verreckt. Also hör auf zu schreien, als könntest du noch irgendetwas retten."

„Ich werde niemals aufhören ihn zu verfolgen. Ich werde ihn töten und wenn ich dafür aus dem Totenreich zurückkehren muss!“ Keifte er Darion entgegen. Sie diskutierten noch hin und her, lieferten sich einen hitziges Wortgefecht. So lenkten sie erfolgreich von Alma und den übrigen Sklaven ab.
"GENUG!" Darak verstummte sogar und richtete seinen Blick wieder auf den Imperator.
"Es wird Zeit für die richtige Vorstellung. Brecht dem Kerl die Knochen und bringt mit seinen Helm." „NEINR! DAS IST MEIN HELM! NIMM DEINE DRECKIGEN GRÜNEN PFOTEN DA WEG! RHARHRHRH!“ Darak versuchte seinen Helm festzuhalten, doch er hatte keine Chance. Schon riss man ihm seinen heissgeliebten Glücksbringer vom Kopf. „ARRRHRH!“ Brüllte er erzürnt auf.

"Packt ihn endlich! Ich möchte es hinter mich bringen." „RHARHRHRH! ICH WERDE DICH TÖTEN DU VERFLUCHTER SCHWEINEHUND!“ Brüllte er dem Herrscher entgegen und erntete nur Gelächter aus den Rängen der Dunkelelfen.
"Auf dein Ende, wertloses Geschöpf!", prostete er Darak zu und nahm einen Schluck. Darak starrte Darion vernichtend entgegen. Hoffentlich befand sich das Gift bereits in dessen Kelch. Er wollte herumfuchteln und drohgebaren ausstossen, doch der Ork hielt seine Arme fest als wären sie in Schraubstöcke geraten. „Arnrhgghghgh.“ Schmerzverzerrt kniff Darak seine Augen zusammen. Dieser Ork konnte Knochen mühelos zertrümmern. „ARRkngghkghk…“
Dann geschah plötzlich vieles auf einmal. Während der Ork damit drohte Daraks Hände zu zerquetschen weil er so angespannt war verfehlte das Gift seine Wirkung bei dem Herrscher nicht. Wie ein nasser Sack Kartoffeln sackte der Mann unrühmlich zusammen und knallte auf die Tischplatte vor sich noch ehe er den Befehl, Alma zu töten fertig aussprechen konnte.
Darak hörte den Pfiff und er sah die Gestalten die auf den flachen Dächern des Palastes auftauchten, doch selbst befand er sich nach wie vor in einer eher misslichen Lage, denn es gelang ihm nicht seine Hände freizukriegen. „TÖTET DEN ORK.“ Krächzte der Totgeweihte ächzend und biss sich schmerzerfüllt auf die Zähne. Er hatte nicht die Kraft sich selbst zu wehren, vermutlich hätte er diese nicht einmal wenn er unversehrt gewesen wäre gehabt. „Und..:Sklaven…aus..de.r..Menge…mit euch…sammelt…euch…“ Er wollte nicht dass die Menschen im Schussfeld herumstanden.
„Aurrhrhg…“
Er brauchte seine Hände noch. Er wollte Daraions Kopf du er würde ihn sich holen, zusammen mit seinem Helm. Kaputte Knie hin oder her.

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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Erzähler » Montag 2. Mai 2011, 11:15

Darak würde nicht aus dem Totenreich zurückkehren müssen, um es Ach'ray Da'rion heimzuzahlen. Zumindest sah es jetzt nicht mehr danach aus. Er würde leben. Das Glück schob sich auf seine Seite, ausnahmsweise. Und es zeigte sich in Form der Wüstendiebe, die überall auf den Dächern und Mauern des Palastes auftauchten. Sie hatten ihn nicht im Stich gelassen. Sie waren da und sie waren bewaffnet. Armbrüste und Bögen richteten sich auf die im Palastgarten versammelten Dunkelelfen. Einige vorwitzige Diebe kletterten bereits über die Mauer und sprangen zu Darak auf die Bühne sowie zur Loge des dunkelelfischen Herrschers. Sie trugen sarmaer Krummsäbel, eine sehr beliebte Waffe beim Bündnis. Allerdings wären sie ohne die Aufbietung ihrer Fenrkämpfer im Rücken keine große Sache für die Versammelten. Da es sich um Dunkelelfen handelte, trugen sie alle mindestens einen Dolch am Körper. Darak konnte eine Elfe entdecken, die schneller offen bis an die Zähne bewaffnet war, als dass man sie hätte erschießen können. Ihre violetten Augen funkelten vor Zorn. Da blieb sie nicht die einzige. Viele Dunkelelfen schickten einen Fluch gen Himmel. Ihr Anführer war zusammengebrochen, aber wie nur? Wie hatte man ihn überwältigen können? Überwältigen, nein! Er musste vergiftet worden sein. Welch ein Schwächling! Jeder von ihnen dachte das und niemand würde Ach'ray Da'rion mehr als Oberhaupt akzeptieren. Selbst wenn das dunkle Volk aus diesem Hinterhalt siegreich hervor ging, Da'rions Leben war verwirkt. Es würden sich aber schnell genug andere finden, die seinen Posten einnehmen wollten.
Doch darum machten sich die Dunkelelfen derzeit nur hintergründig Gedanken. Jetzt ging es um ihr Leben.

Für Darak war die Situation aber immer noch gefährlich. Der Ork starrte zwar wie viele andere zu den Dächern auf, aber er hielt seinen Gefangenen weiterhin in seinem festen Griff. Er musste nur härter zudrücken, um ihm die Handgelenke wie dünne Zweige zu zerbrechen. Diese grünen Monster galten als wahre Kraftprotze. Wer konnte denn noch stärker sein? Ihn würde man möglichst schnell ausschalten müssen, damit Darak aktiv am Geschehen teilnehmen konnte. Seinen Mund ließ er sich allerdings nicht verbieten und so forderte er die Sklaven auf, sich zu wehren. Sie waren doch stolze Sarmaer, was ließen sie sich nur so lange unterdrücken? Jetzt standen die Wüstendiebe hinter ihnen, jene Männer und Frauen, die sonst ihre Taschen leerten. Der Bund dieser Diebe wusste darum, dass sie ohne "ihre" Bürger kaum mehr auch nur einen Fuchs aus einem Beutel schneiden würden. Sie brauchten die typischen Sarmaer.
Sie sollten sich sammeln, aber das hatten sie auch ohne Daraks Gekrächze schnell erkannt. Sein erster Befehl erzielte da mehr Wirkung. Ein einzelner Pfeil, dessen Spitze selbst im Vorbeisirren einen grünlichen Schimmer hinterließ, stieß sich direkt ins Fleisch des Orks. Es traf den Hals, was allein schon tötlich gewesen wäre, aber bei solchen Bestien wusste man nie um deren Beschaffenheit. Das Gift würde den Rest erledigen. Bei desn Wüstendieben gab es schließlich auch den ein oder anderen Meuchler. Der Griff des Orks lockerte sich und löste sich dann ganz, als er mit beiden Pranken nach seinem Hals fasste. Er taumelte, fiel rücklings von der Bühne und sein Aufprall gab das Signal zum Angriff.
Jetzt regnete ein Hagel aus Bolzen und Pfeilen auf die Menge herab. Nicht jeder Mensch konnte verschont werden. Zwei Frauen, die sich nicht mehr rechtzeitig hatten sammeln können, fielen dem tötlichen Schauer zum Opfer. Aber es waren auch genug vom dunklen Volk, die dadurch ausgeschaltet wurden. Eine zweite Salve aus den Fernwaffen sauste hernieder. So lange warteten die Nahkämpfer noch, dann stürmten sie in die Menge. Sofort herrschte ein gewaltiges Tohuwabohu. Schreie erfüllten die Luft. Sie würden weitere der Dunkelelfen anlocken, aber das war nun nicht mehr zu vermeiden.

Darak war frei, aber wie viel könnte er ausrichten? Das Bein mit dem zertrümmerten Knie begann, noch heftiger zu pochen. Es fühlte sich weich an, schmerzte. Darak drohte, darunter einzuknicken. "Gogooock!" Die grüne Cattie tauchte bei ihm auf. Ihre Kopfblüte fehlte, stattdessen keimte dort nun eine Traube dunkelblauer Beeren. Was war dieses verrückte Huhn eigentlich? Gackernd reckte sie ihren Kopf ihm entgegen. Sollte er von den Beeren kosten oder mit ihnen weitere Feinde auslöschen? "Gaaaack gaaaack!"

Auch bei der Loge ging alles drunter und drüber. Lilith ließ ihre falsche Maske fallen. Im allgemeinen Chaos achtete niemand darauf, wessen Seite sie angehörte. Sie war vom Geländer ins Innere der Loge gesprungen und hatte sowohl Constanze als auch die fremde Sklavin kurz umarmt. Soviel Zeit musste sein. Die Amazone war bereits von ihren Ketten befreit. Lilith versuchte soeben noch, jene der anderen Frau zu lösen. Alma hatte sich dem bewusstlosen und betäubten Da'rion genähert. Sie blickte finster, groß und sehr breit auf ihn herab. Ihre fettigen Haare rahmten ein zorniges Gesicht ein. Sie erinnerte an einen gewaltigen Berg, der drohte, eine Lawine auf sein Opfer zu schicken. Die Hände in die ausladenden Hüften gestemmt, spuckte sie auf Da'rion herab. "DU gehörst Darak!" Dann packte sie sein Bein und schleifte ihn fort. Niemand sollte diesen Kerl finden und töten. Niemand außer dem Mann auf der Bühne, dessen Tod Da'rion hatte herbeiführen wollen.

Constanze verließ die Loge. Mit akrobatischen Sprüngen, die man ihr trotz ihrer blendenen Figur nicht zugetraut hätte, bahnte sie sich einen Weg durch die inzwischen kämpfende Menge. Dabei schnappte sie irgendwo einen Krummsäbel und einen Dolch auf. Letzterer wurde zwischen die Zähne genommen, noch während sie bis zur Bühne herauf rannte. Unterwegs zeigte sie, dass sie auch kämpferisches Talent besaß. Zwar konnte sie mit einem Schwert eindeutig besser umgehen, aber der Säbel fand trotz allem sein Ziel mehrmals. Zwei Dunkelelfenleben gingen auf ihr Konto und ein dritter dieser finsteren Brut wurde durch einen Klingenstreich ihrerseits schwer verwundet.
Dann erreichte sie die Bühne. Dort warf sie den Dolch nach Darak. Nicht um ihn zu töten, sondern, damit er wenigstens eine kleine Waffe besaß. Die Klinge landete zu seinen Füßen. Als nächstes ergriff die Amazone seinen Helm, brachte ihn zu ihm. "Machen wir sie fertig", sagte sie mit einem schiefen Grinsen. "Seite an Seite."
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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Darak Luthrokar » Mittwoch 4. Mai 2011, 01:14

Darak hörte das Surren des Pfeiles welcher über seine Schulter hinweg direkt auf den Hals des Orks zugeschossen kam. Sirrend frass sich die Spitze in das Fleisch des Grünen und verwundete ihn tödlich. Der Ork liess sofort von seinem Opfer ab und ging nur wenige Momente später krachend zu Boden. Der Stoff seiner Henkersmaske hatte ihn vor diesem Schuss nicht schützen können. Der eine Pfeil gebar dutzende neue welche es ihm gleichtaten und gegen die versammelte Menge flogen, hungrig darauf sich in dunkles Fleisch zu fressen.
Es brach ein heilloses Getümmel aus. Während die Dunkelelfen versuchten den angreifenden irgendwas entgegen zu setzen schoben sich die Sklaven fliehend aneinander um nicht in das Schussfeld zu geraten, den einen gelang es wesentlich besser als den anderen. Darak war längst nicht mehr allein auf seinem Richtplatz denn hier von diesem kleinen Podest aus liess es sich gut kämpfen, man konnte so den Feind von oben herab attackieren. In diesem ganzen Durcheinander war es kaum verwunderlich dass sich niemand um den Hinzurichtenden und sein grünes Huhn kümmerte. Dieses kam gerade unter der Garrotte hervor und gackerte aufgeregt um Daraks Aufmerksamkeit zu erlangen. Cattie war darin sehr geübt und schon studierte der fiebernde was wohl die blauen Trauben für eine Wirkung erzielen würde.

Wieder wollte es Daraks Geist ihm einfach machen. Florencias Beeren würden ihm seine Knochenbrüche heilen, sein Fieber senken und ihm göttliche Kräfte verleihen! Er seufzte. Es war doch kaum möglich dass solch ein Wunder wie im Sternensee ein zweites Mal geschehen würde… aber die Beeren waren Blau, warum sollten sie also auch giftig sein? Dann hätte Cattie bestimmt nochmals von den roten produziert.

Er blinzelte, die Szenerie vor ihm erschien ihm immer unschärfer, seine irdischen Kräfte schienen es nicht mehr sehr grosszügig mit ihm zu meinen. Zu viel Raubbau hatten diese Dunkelelfen an ihm betrieben. Doch Darak konnte es sich nicht leisten nun dem Körper seine dringend geforderte Erholung zu gönnen, nicht jetzt mitten in der Schlacht! So würde sein Kreislauf auch noch den letzten Tropfen Adrenalin ausschütten müssen um ihn auf den Beinen zu halten.
Wieder blickte er zur Traube. Er hatte ohnehin keine andere Wahl als sie zu kosten, eine andere Hoffnung hier irgendwie eigenständig vom Podest runter zu kommen hatte er ohnehin nicht, seine Knie würden ihn nicht tragen. In die kämpfende Menge zu fallen und von ihnen zertrampelt zu werden war zudem auch kein schönes Ende, jetzt wo er der Freiheit so nahegerückt war!

So griff er beherzt an Catties Haupt und zupfte ihr zwei der blauen Trauben weg. Sie sah aus wie eine ganz gewöhnliche Traube doch Darak wusste dass es sich hier um magisches Grünzeug handelte. Auch wenn der gute wohl nicht mal wusste ob er hier nun Obst oder ein Gemüse in der Pranke hielt…
Wie es nur eine Amazone konnte bahnte sich Constanze ihren Weg durch die Kämpfenden. Schon standen sie Seite an Seite und Darak bekam von ihr einen Dolch in die Hand gedrückt. Was war sie ihm doch für eine gute und starke Freundin geworden! Dies hätte man sich noch nicht einmal vorzustellen gewagt als sich die beiden das erste Mal begegnet waren.
Er nickte ihr zu, umschloss den Dolch mit entschlossener Hand, doch man sah wie sie vom Fieber zitterte. Darak war weitgehend Kampfunfähig. Noch ehe er nach seinem Helm griff nahm er eine Traube in den Mund, nochmals blickte er kurz prüfend zur Henne ob sie denn protestierte, wenn nicht würde er sie zerkauen… und dann den Helm aufsetzen in der Hoffnung von neuen Lebensgeistern erquickt zu werden. Darak Luthrokar wollte leben… und es seinen Feinden heimzahlen. Ganz besonders dem einen.

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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 5. Mai 2011, 09:26

Die nächsten drei Postings von Darak ist er beflügelt und spürt keinerlei Schmerz. Im vierten Posting wird er all seiner Kräfte beraubt sein. Dies bitte berücksichtigen.

Cattie ließ es zu, dass sich Darak von ihrem Kopf bediente. Was für ein Huhn! Sie produzierte Blütenpollen und Trauben! Es war seltsam, aber Florencias und Phauns Geschöpfe waren an sich ja schon Wunder. Cattie gackerte auffordernd. Sollte er die blauen Beeren also wirklich essen? Sie hielt ihn nicht zurück, als er sich die Furchtkugeln in den Mund schob. Beim ersten Biss darauf entfaltete sich sofort deren Wirkung. Die Süße tropfte auf seine Zunge, rann in den Rachen und hinterließ eine Frische, als wäre Darak soeben als kräftiger junger Mann neu geboren worden. Das Fruchtfleisch gab ihm wilde Energie zurück, die er vermutlich an keinem anderen Tag so gut hätte brauchen können.
Cattie war ein Huhn, das Aufputschmittel verteilte. Sie legte den Kopf schief, um ihr Herrchen zu beäugen. Ging es ihm besser? Ja. Also gluckte sie zufrieden mit sich und der Welt, flatterte hoch auf die Garotte und überblickte die Kämpfe. Es hatten sich mehrere Grüppchen gebildet. Rings herum fanden viele Scharmützel statt. Dunkelelfen kämpften gegen bewaffnete Wüstendiebe oder waffenlose Sklaven, die den sarmaer Stolz zurückgewonnen hatten und sich nun mutig ihren Peinigern entgegen stellten. Pfeile und Bolzen sirrten weiterhin durch die Luft. Dieses Mal aber gezielter und nicht einfach auf die Gesamtheit der Menge abgefeuert. Schließlich wollte man keinen Kameraden treffen. Nein, es wurde vereinzelt geschossen, auf zersprengte Gruppen des Feindes. So war die Wahrscheinlichkeit höher, den richtigen umzubringen.

"Komm schon!", rief eine Stimme neben ihm. Ihre Besitzerin reichte Darak soeben den heißgeliebten Helm zurück. Constanze, die Amazone. Sie lag eigentlich noch immer in leichtem Zwist mit diesem Mann. Noch immer hatte sie ihm nicht offen verziehen, dass er Liliths Herz gewonnen hatte. Vielleicht glaubte sie weiterhin, er würde ihr wehtun. Sie hatte sich darüber ausgeschwiegen, auch, weil sich die beiden seit der Schwarzen Spinne nicht mehr gesehen hatten. Aber dennoch konnte Darak auf Zusammenarbeit hoffen. Constanze ging die ganze Versklavung und Unterdrückung in Sarma ebenfalls nahe. Vorher schon, aber was die Dunkelelfen daraus veranstaltet hatten, überstieg bei weitem ihre Toleranzgrenze. Vielleicht half sie Darak nun deshalb und schob stützend einen Arm um seine Hüfte, sowie bot ihm ihre Schulter an. Sie ahnte wohl, dass dieser Mann gleich ein Dunkelelfenmännchen brutal hinrichten würde und dieses Ereignis wollte eine Amazone wie sich um keinen Preis verpassen.
Ihre Hand legte sich um seine zittrigen Finger. Sie besaß kleinere Hände als er, aber waren sie ebenso schwielig und kräftig. Gezeichnet von einem harten und kämpferischen Leben, nicht so wie Liliths zarte Finger. "Halt den Dolch gut fest und halte dich nicht an minderwerten Männchen auf." Sie half ihm, die Bühne zu verlassen und dann zeigte Constanze, weshalb man sie durchaus als Leibwächterin und Hauptfrau der Amazonenburg anerkannte. Sie sprengte sich einen Weg durch die feindlichen Reihen. Ihr Kampfstil war hart, besaß gewisse Brutalität, aber kopflos agierte sie nicht. Gezielt stach sie einen nach dem anderen ab, zögerte nur bei weiblichen Gegnern, aber auch diese fielen unter den Schwüngen und Stichen ihres Schwertes - wenngleich sie Frauen nur verletzte, Männer tatsächlich tötete. Darak brauchte ihr im Grunde nur zu folgen. Es war nicht nötig, dass er sich in ein Gemetzel begab. Constanze erledigte alles. Solange er in ihrem Windschatten blieb, musste er sich nur auf das Gehen konzentrieren. Catties wachsame Augen beobachteten ihr Herrchen. Sie gackerte wild, wenn er sich doch zu einem Angriff hinreißen ließ. Er sollte nicht kämpfen. Spare deine Kräfte - für Ach'ray Da'rion. So die unverständlichen Worte des Huhns.

Dann erreichte man die Loge. Auch hier fanden Kämpfe statt, allerdings blieben sie überschaubar und klein, denn nur wenige Gegner wagten sich bis an die Loge heran. Alma donnerte die meisten mit bloßer Faust hinweg. Lilith übersprang sie in akrobatischer Glanzleistung. Sie brachte ein paar Dunkelelfen durch Tritte außer Gefecht. Sie selbst war schließlich keine Kriegerin der Amazonen, sondern Sängerin, Schauspielerin und eine Frau, die Männchen lockte, um sie zu Spenden zu bewegen. Etwas, das Darak wohl nicht mehr so schnell wiederholen wollte. Die fremde Sklavin mit der Haut so dunkel wie Schokolade kämpfte ebenfalls nicht mit großen Waffen. Sie hatte sich zwei kleine Dolche geschnappt, nutzte diese aber mit flinker Präzision. Sie konnte unmöglich eine einfache Sklavin sein, dazu war ihr Kampfstil zu gut ausgebildet. Gemeinsam verteidigten die drei Damen die Loge, sowie deren Beute. Da'rion lag bewusstlos und mit einer Vorhangkordel gefesselt am Boden. An seiner Schläfe prangte eine blutige Beule, die Haut war aufgeplatzt. Nichts Ernstes. Dieses kleinen Vorfall würde er vermutlich überleben, aber soeben tauchte schließlich Darak Luthrokar bei ihm auf.
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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Darak Luthrokar » Sonntag 8. Mai 2011, 10:51

1
Die Droge durchflutete seinen Körper, gelangte durch die Blutbahnen in jede Zelle seines Leibes und in sein Hirn wo ein Feuerwerk von Hormonen dafür sorgten dass sich der Rausch noch verstärkte. Seine Muskeln spannten sich an, seine Pupillen stellten sich eng und seine Atmung beschleunigte sich. „Jaaarrrrhh!“ Darak fühlte sich unglaublich erquickt und beseelt. Er ballte seine Pranken zu Fäusten. Pure Kraft strömte durch seine Adern, seine Sinne schärften sich, sein Herzschlag beschleunigte sich. Er sah auf einmal wieder alles klar. Das Fieber schien verschwunden oder nicht mehr von Bedeutung zu sein, sein kaputtgeschlagenes Knie trug ihn ohne Schmerzreize auszulösen. All die Strapazen der letzten Zeit schienen wie weggewischt zu sein.

Eine wahrlich unglaubliche Droge hatte Cattie da produziert und es war genau das Richtige für den Moment. Darak verspürte grosse Lust auf die Schlacht und danach würde er sich Lilith schnappen und wilde nächte mit ihr verbringen. Er fühlte sich unwiderstehlich und unbesiegbar. „Jarhrhrh kommt nur her!“ Knurrte er voller Tatendrang.
"Komm schon!" „JAHRHRHRH!“ Seine Stimme klang grollend, kräftig und entschlossen. Wie jene eines wahren Kriegers. Darak Luthrokar setzte sich seinen Helm auf und guckte mit funkelnden Augen in die Menge. In seinem Blick lag die Kraft eines Wüstensturms. Seine Hände die eben noch zitterten wurden plötzlich ruhig und umso mehr schloss sich seine Pranke um den Dolch. Constanze hatte wohl nicht mitbekommen dass Darak von Cattie genascht hatte, für sie würde es wohl so erscheinen als würde er all seine verbleibenden Kräfte noch zusammenreissen. Die ganze Welt schien sich langsamer zu bewegen als er. Ein erhabenes Gefühl stellte sich ein und erregte ihn. Seine Gedanken waren messerscharf und klar. Für Zweifel oder Ängste blieb kein Platz mehr in seinem Geist. Es war ein Zustand an dem man sich wohl nur zu schnell gewöhnen wollte.

In seinen Adern pulsierte zudem das, was er schon lange nicht mehr so ausgeprägt gespürt hatte. Der Unwiderstehliche undpochende Drang nach Rache. Nach Folter und nach Morden. Es schien so dass auch jegliches Gefühl für Gerechtigkeit sowie für Gnade erloschen war. Er wollte Blut sehen, es Schmecken es auf seinen Händen spüren. Er wollte schreie Hören und jenes verkümmerte Schnaufen kurz vor dem Tod. Er wollte Leben vernichten und alle schienen sich einig welches es sein würde.
Die beiden pflügten sich durch die Menge und dem Berauschten passte es gar nicht dass Constanze alles alleine machte. Ihr Kampfstil war freilich beeindruckend doch im Moment wollte er lieber selbst Hand anlegen. Ab und an riss er seinen Dolch hoch und rammte ihn in die Schädel jener Dunkelelfen die gerade in Reichweite waren. Dabei war es Darak Luthrokar völlig egal ob er die Krieger von hinten tötete. Ehre war nichts was im Krieg bestehen konnte. Doch bei jedem Stich und Dolchstoss begann Cattie furchtbar zu protestieren und einmal zwickte sie ihm sogar ins Bein. Also liess es der grosse endlich sein und konzentrierte sich darauf Constanze zu folgen, auch wenn er gerade allergrösste Lust verspürte sich schreiend durch die Menge zu prügeln. Zurückhaltung war im Moment nicht gerade seine Stärke. Er schaute sich abermals um.
Endlich verstand Darak was ihr Ziel sein würde. Sie näherten sich der Loge und betraten sie schliesslich. Alma war wohl gerade zu sehr beschäftigt um zu erkennen dass sich Darak Luthrokar unter dem Einfluss irgend einer unbekannten Substanz befand. Was sie jedoch sehen konnte war, dass es ihm im Moment gut zu gehen schien also brauchte sie keinen Grund zur Sorge zu haben und konnte weiterkämpfen.

„Sorge dafür… dass Lilith nicht hier rein kommt:“ Grollte er Constanze entgegen als er den bewusstlosen Körper des Dunkelelfenführers entdeckte. Schliesslich trat er an Ach'ray Da'rion heran. „RAHRRHRH!“ Er räumte mit einem Arm den Tisch ab der sich noch in der Loge befunden hatte. Dann packte er den Dunkelelfen und hievte ihn grob auf die Tischplatte. Er löste die Kordel und begann sein Opfer neu zu verschnüren. Wenn es hier in der Loge an etwas nicht mangelte dann waren es fesseln, schliesslich hatten praktisch alle Haremsdienerinnen welche getragen. Die Kordel knotete Darak zu einem Galgenstrick und legte diesen dem Bewusstlosen um den Hals. Er wurde angezogen, jedoch so dass es den Dunkelelfen noch nicht würgte. Den Strick zog er unter dem Tisich durch und wickelte ihm um eines der massiven Tischbeine das ende befestigte Darak am Fuss seines Opfers. Wenn er ihn würgen wollte brauchte er nur an dem gespannten Strich zu ziehen. Dann fesselte er die Arme und Beine jeweils noch an die Tischbeine. Darak Luthrokar schien nichts dem Zufall überlassen zu wollen. Er sah sich etwas in der Loge um und sammelte einige Utensilien welche er sich schliesslich bereitlegte.

Unter den Folterwerkzeugen befanden sich weitere Kordeln, Stoffe der Loge, der Dolch einige Behältnisse mit Schokolade, ein Fächer welcher die Damen benutzt hatten um ihm Luft zuzufächeln sowie das Schwert des Dunkelelfenführers. Es waren nicht gerade die üblichen Folterinstrumente doch Darak schien sich damit zu begnügen.
„Nun ist es an der Zeit die Schlafende Schönheit zu wecken. HRahrRHAHRRHHR!“ Diese Seite an Darak Luthrokar war jene welche Lilith sicherlich niemals kennenlernen wollte. Darak hatte das unruhige Funkeln eines Mörders in den Augen. Er griff zu den Kordeln und zerschnitt sie in einzelne Stränge. Schliesslich griff er zum Dolch und entledigte Ach'ray Da'rion seiner Kleidung. Er schnitt sie auseinander und riss sie ihm vom Leib. „Wach auuuf…“ Knurrte er doch er wusste dass er da schon etwas mehr tun musste als nur Stoffe zerschneiden. Also nahm er die Schnüre und band dem Dunkelelfen sein linkes Bein ab. Abgebundene Gliedmassen taten auf Dauer höllisch weh. Doch jener Effekt würde erst schleichend kommen und Darak hatte keine Lust zu warten bis Darion von alleine aufwachte also versuchte er nachzuhelfen indem er damit begann mit dem Dolch die Häutchen zwischen den Fingern einzuritzen. „Du solltest aufwachen Süsse…hahaah!“
Wer Darak kannte der wusste, dass wenn er mit so was kleinem anfing er sich überaus viel Zeit für seine Folter nehmen würde. Doch Darak stand auch unter dem Einfluss der Droge und dies macht ihn etwas ungeduldig. „DU SOLLST AUFWACHEN!“ Brüllte er dem Dunkelelfenfürsten entgegen als er bereits alle acht Fingerzwischenräume durch hatte. Wütend rammte er ihm den Dolch in die linke Handwurzel.

Schliesslich machte es nicht einmal halb so viel Spass Bewusstlose zu Foltern. "Du gehörst jetzt mir allein!" Grollte er ihm unheilvoll entgegen.

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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Das dunkle Volk » Dienstag 10. Mai 2011, 16:12

Information: Darak verbleiben noch 2 Postings, bis die Wirkung der blauen Beeren schlagartig nachlässt

Schmerz durchzog seinen Schädel, explodierte dann aber in einem gleißenden Lichtblitz. Es folgten Stille und Schwärze, vor allem Schwärze. Sein Geist brauchte sich eine ganze Weile auf nichts zu konzentrieren, konnte dahin dümpeln und sich treiben lassen. Nicht einmal darüber musste er nachdenken. War das der Tod? Fühlte es sich so an zu sterben? Einfach noch irgendwie da zu sein und doch nicht? Er spürte, dass er existierte, aber es gab nichts zu tun. Keine Ziele, keine Pflichten, weder Freude noch Leid. Da war einfach nichts und irgendwann würde wohl auch noch das letzte Bisschen seines Seins von dieser Schwärze aufgesogen, bis auch sein Bewusstsein sich dieser absoluten Nichtigkeit hingab. Wie gleichgültig es einem doch erschien, wenn man nicht mehr gezwungen war, nachzudenken.
Schwärze umhüllte seinen Geist, lullte ihn ein. Benommen trieb er dahin, ein kleines Quäntchen in der Existenz des Lebens. Und dann begann der Traum...

Er wirbelte mehrfach um die eigene Achse. Ja, er besaß wieder einen Körper. Eben war doch noch alles schwarz gewesen. Schwarz, still und friedlich. Jetzt stand er, die alte und sehr vertraute Gestalt besitzend. Jenen Körper, in den er hinein geboren worden war. So präsentierte er sich auch dem ihn umgebenden Zwielicht. Ganz schwarz konnte man es nicht mehr nennen. Nebelschwaden bedeckten den Boden. Schaurig schlängelten sie sich dahin, ein Gemisch aus grauen Schwaden, die seine nackten Beine hoch züngelten, wie kalte Flammen. Es kam ihm fast vor, als legten sich die grauen Flämmchen wie eine Tätowierung auf seine dunkle Haut. Sehnige, kraftvolle Muskeln. Man bemerkte, dass er sein Leben lang im militärischen Dienst trainiert hatte. Seine Statur allein verriet es auch. Ein Veteran unter vielen, und doch hob er sich als Individuum ab. Und das lag nicht nur an dem schwarzweißen Ziegenbärtchen. Es ließ mutmaßen, dass sich Menschenblut in seine Linie gemischt hatte, aber niemand hatte je gewagt, ihn dessen offen zu bezichtigen. Selbst die Stimmen hinter vorgehaltener Hand waren verstummt. Es hatte zwar sein Vermögen geschmälert, aber das war es ihm damals wie heute wert gewesen.
Alle erzitterten vor ihm, schauten furchtsam zu ihm auf. Trotz allem wusste er, dass er niemals die absolute Spitze erreichen würde. Auch er war nur ein Diener im celcianischen Gefüge. Ein Diener, den das Glück dazu auserkoren hatte, wenigstens einen kleinen Teil der Welt beherrschen zu dürfen. Sarma war sein und würde es bleiben.
"Bist du dir da so sicher?"
Ach'ray Da'rion wandte sich um. Die Stimme war weiblich und überaus verlockend, aber ihre Worte gefielen ihm ganz und gar nicht. "Zeigt Euch!", verlangte er kurzerhand, denn es störte ihn, nicht von Angesicht zu Angesicht mit jenen zu sprechen, die schon bald unter seiner Klinge fallen würden. Seine Hand fuhr zur Hüfte. Er war immer noch nackt. Waffenlos. Die Stimme lachte amüsiert auf. Sie besaß einen rauchigen Unterton, der geradezu danach schrie, dass man einen adretten Frauenkörper dazu sehen wollte. Und den besaß die Gestalt, wie Da'rion feststellen durfte. Sie trat aus den Nebeln, ihre Haut ein schattiges Grau, aber der Körper makellos, verführerisch und wie seiner absolut nackt. Dunkle Augen musterten ihn. Sie spielte mit einer weißen Feder. "Kein Schwert könnte mich verletzen, schon gar nicht in meinem Reich, Sterblicher."
Der Dunkelelf runzelte die Stirn, dass eine Falte zwischen seine Brauen trat. "Wer seid Ihr?"
"Ich bringe dir den letzten Rest Frieden. Genieße es, solange du kannst. Gleich wirst du erwachen und dann wartet die Rache auf dich."
"Rache? Was...?"

Pochender Schmerz holte ihn aus der Bewusstlosigkeit zurück. Sein Bein sandte schmerzende Pein aus. Zudem brummte ihm der Schädel. Benommen blinzelte Ach'ray Da'rion. Stimmen drangen an seine spitzen Ohren, aber die Worte blieben ihm noch verwehrt. Sie zogen an ihm vorbei wie Vögel, die zu Beginn kalter Jahreszeiten ihr Heil in einem wärmeren Gebiet suchten. Er ächzte und stöhnte leise. Langsam wurde ihm bewusst, dass er lag. Und es war unbequem. Er konnte sich kaum rühren. Seine Gelenke waren fixiert, ein Bein schmerzte. "Bei Faldors Arsch..."
Etwas lag um seinen Hals. Da'rion drehte den Kopf. Etwas hatte sich an seiner Lage nicht geändert. Er war immer noch nackt. Aber im Traum hatte ihn niemand an einen Tisch gefesselt. Wer war dafür verantwortlich?!
Die Antwort schaute ihn mit düster funkelnden Augen an. So sahen nur Meuchler aus, die ihre Opfer auch aus persönlichen Gründen ausgesucht hatten. Er blickte in stahlgraue Augen, von denen er geglaubt hatte, sie heute noch brechen zu sehen. Augen eines Mannes, der seit seinem aktiven Auftauchen in Sarma nur Ärger bedeutet hatte. Er hätte nicht mit ihm spielen, sondern ihn rasch töten lassen sollen. Jetzt würde er für seinen Fehler bezahlen. Da'rion begann, an den Fesseln zu rucken, aber es hatte keinen Sinn. Darak Luthrokar hatte ihn gut verschnürt.

Der Dunkelelf brüllte auf, als er seine Finger bewegte. Schmerz durchflutete ihn von dort, aus den Verletzungen in seinen Fingerzwischenräumen. Blut besudelte bereits die Stellen des Tisches, wo seine Hände aufgelegen hatten. Vor allem aber brannte ein unsagbares Stechen aus seiner Hand direkt. Sein Gehirn signalisierte, dorthin zu schauen. Menschen wie Dunkelelfen waren neugierig genug, wissen zu wollen, was sie so plagte, auch wenn ihr gesunder Verstand den Rat gab, es lieber sein zu lassen. Schmerzquellen zu entdecken war niemals eine gute Idee.
"Du gottverlassener Bastard, was hast du gemacht!?" Da'rion geriet erstmals, seit Darak ihn erlebte, vollkommen außer sich. Er sah seine Hände als Werkzeuge. Sie waren es gewesen, die seine Klinge schwangen. Sie zeigten an, ob er Gnade walten ließ oder den Tod einforderte. Hände waren etwas sehr Kostbares und nun steckte in einer von ihnen ein Dolch. Da'rion starrte den Griff an. Er begann nur kurz, sich zu winden, denn jede Bewegung verstärkte den Schmerz nur. Er keuchte auf, stierte Darak entgegen.
"Du gehörst jetzt mir allein!" Da'rion hielt den Atem an. Was sollte er darauf auch antworten? Er sah es schnell ein, dass er hier verlor. Er unterlag - wie auch immer es diesem Bastard gelungen war! "Ich nehme an ... wir können nichts aushandeln." Wahrscheinlich hätte er jetzt sein Erstgeborenes, seine eigene Mutter oder Faldor persönlich verraten und verkauft, um seine armselige Haut zu retten.
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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Darak Luthrokar » Dienstag 10. Mai 2011, 23:00

Ob die schöne Göttin der Nacht seit Florencia in ihr Reich eingedrungen war wegen Darak Luthrokar nun auch ein Auge auf den Gehörnten geworfen hatte? Darak würde ihr bestimmt gefallen, er war düster, verrucht, gefährlich, er war ein Krimineller, verabscheute das Licht und er war was Bettgeschichten anbelangte ziemlich fleissig.
Doch für sinnliche Vergnügen war Darak Luthrokar im Moment nicht zu haben. Sein Rachedurst wollte endlich gestillt werden. Mit funkelnden Augen beobachtete er den Dunkelefen dabei wie er aufwachte und langsam den Schmerz welcher Darak ihm zugefügt hatte zu registrieren begann. „Na… Schmerzen?“ Begrüsste er ihn ungerührt und legte seinen Kopf schief. Seine Augen suchten den Körper des Dunkelelfen ab, offenbar suchte er sich gerade diverse Stellen ab die er noch zu foltern gedachte.
Darion brüllte ihm irgendwas auf Lerium entgegen, doch das interessierte Darak wenig. Er amüsierte ihn nur, denn die Reaktion auf Folter war meistens die gleiche, egal in welcher Sprache sie erfolgte. Meistens gehörten Klagerufe, verzweifeltes Flehen und wütendes Beschimpfen zum Repertoire eines gefolterten. Anhand des Klanges tippte Darak auf letzteres.

Ich nehme an ... wir können nichts aushandeln." Darak stützte sich mit seinem Ellenbogen auf welchen er sein volles Gewicht verlagerte, auf dem Dolchknauf ab und bohrte diesen damit entgültig durch Darions Hand. Er tat so als würde er über die Worte des Fürsten nachdenken. Dabei schwenkte er seinen Kopf hin und her und drehte mit seinem Ellenbogen leicht am Dolch. „Mrhrmr…“ Er zog den Dolch aus Darions Hand und tätschelte mit der blutigen Breitseite dessen Wange. „Ich denke ich werde mir einfach holen was ich von dir will.“ Er klang dabei so ruhig und so beiläufig als unterhielten sich hier zwei Tischnachbarn. Darak stach mit dem Dolch in Darions Wange und schlitzte sie der länge nach auf.
„Deine Worte waren doch immer sooo unglaublich wichtig, darum solltest du auch die passende Maulgrösse haben…hahaahharr!“ Plötzlich bekam Darak wieder einen aggressiven Schub er packte nach dem gespannten Seil und zog ruckartig daran so dass es den Kopf Darions gegen die Tischplatte riss und es ihn würgte. „ich mag Leute mit einer grossen Klappe nicht!“ Knurrte er.

Er musterte die Beine des Dunkelelfen und legte seinen Kopf schief. „Mhrm… schwierig, bei euch sieht man nicht wie weit fortgeschritten der Blutstau schon ist… tja… welch ein Jammer.“ Er hatte ihm ja beide Beine abgebunden. „Da werde ich wohl die Sensibilität überprüfen müssen.“ Er packte nach einem Stuhl und schleuderte diesen gegen Darions Beine. „Naa… spürst du noch was?!“ Er brach ein Stuhlbein ab. Es war unglaublich über was für Kräfte dieser Kerl plötzlich verfügte, er war doch ohne Räderung schon halb tot gewesen. Darak hatte etwas wahnsinniges in den Augen das abgebrochene Stuhlbein musterte. „Weisst du was? Ich zeige dir wie in den Minen Liebe gemacht wird.. was hältst du davon mhrmm?“Er strich mit dem Stuhlbein über Darions aufgeschlitzte Wange um es etwas zu befeuchten. „Du solltest es ablecken. Hahrhahhr!“ Das was Darak mit Darion tat war nichts für Zartbesaitete Wesen. Vermutlich hätte wohl sogar Alma bei allem Verständnis für den Rachedurst des Gehörnten hier interveniert. Doch Alma war beschäftigt und sah gerade nicht hin. Ausserdem hatte ihm dieser Kerl vieles genommen. Er hatte ihm alles genommen und ihn einfach der Dunkelheit überlassen. Er hatte ihm erneut die Beine gebrochen und das gleiche Verbrechen an seiner Gefährtin begannen! Ausserdem hatte er vermutlich eine ganze Reihe von Frauen vergewaltigt und noch mehr Menschen auf dem Gewissen als Darak Luthrokar selbst. Darak erinnerte sich letzterer wohl auch gerade und so rammte er dem Dunkelelfenfürsten das Stuhlbein in den Körper und dies an einer Stelle wo man es sicherlich mit Stühlen zu tun hatte aber nicht mit deren Beinen.
„Shhhh… schrei nicht so laut, was sollen deine Untertanen denn von dir Denken.“ Er packte ihn am Ziegenbart und zog seinen Kopf daran hoch. Dabei würgte den Fürsten das Seil. Darak schnitt ihm das Bärtchen ab und dekorierte die handwunde mit den Haaren.

„Mhm ich könnte warten bis dein gesamtes Blut aus deinem Arsch gelaufen ist, was meinst du?“ Er packte wieder das Stuhlbein und riss es gewaltsam aus Darions Körper. Die Verletzung welche dadurch entstand war verheerend. „ich will keine Beschwerde hören, du hattest mehr Möglichkeiten mit mir zu Spielen als ich mit Dir habe… nur bin ich darin viel Konsequenter und Effizienter als du.“

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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Erzähler » Samstag 14. Mai 2011, 14:03

Hinweis: Darak verbleibt noch 1 Posting, ehe die Wirkung der blauen Beeren schlagartig nachlässt.

Ach'ray keuchte auf, als sich Daraks Gewicht mit dem Ellenbogen voraus auf den Dolchknauf niedersenkte. Eine neue Welle des Schmerzes ergriff von ihm Besitz und sie brachte Übelkeit mit sich. Da'rion drehte den Kopf, um einen Schwall Gall auszuspucken, der seinen Weg an die Oberfläche gefunden hatte. Jetzt lenkte nicht mehr länger Schmerz allein seine Aufmerksamkeit auf sich. Der bittere, widerliche Geschmack in seiner Mundhöhle löste weiteren Brechreiz aus. Zum Glück hatte sich der Dunkelelf noch nicht den in Schokolade getauchten Speisen widmen können. Ansonsten wäre der Pfütze aus Körperflüssigkeit ein halb verdautes Essen gefolgt. Die Früchte würde niemand mehr vertilgen. Sie lagen zusammen mit dem Geschirr und anderer Dekadenz in Form prunkvoller Objekte auf dem Boden. Den Tisch nahm schließlich jener Mann in Beschlag, der sich mit den Statussymbolen hatte schmücken wollen, allein um Darak Luthrokar noch mehr zu demütigen. Nun hatten sich die Rollen vertauscht. Darak saß jetzt am längeren Hebel und im Gegensatz zu Da'rion ließ er sich nicht ewig Zeit mit seinem Spielchen.
Das bekam der Dunkelelf zu spüren, als der Dolch aus der Hand gerissen wurde, nur um sich durch sein Gesicht zu fressen. Ein tiefer Schnitt klaffte in der Wange, spaltete sie und erweiterte den Mundraum. Das Weiß von Kieferknochen blitzte kurzzeitig auf. Aus der verbreiterten Kehle rangen sich weitere Klagelaute der Pein. Ach'ray verdrehte die Augen. Bewusstlos wurde er aber nicht, was davon zeugte, dass dies offensichtlich nicht seine erste Folter auf der anderen Seite der Werkzeuge war. Trotzdem konnte er Darak so absolut nichts entgegensetzen außer Worten, aber selbst das Sprechen fiel ihm nun schwer. Schreien konnte er allerdings noch sehr gut. Er spürte den Stuhl noch, wenngleich es ein seltsam taubes Gefühl in den Beinen war. Es schmerzte nicht einmal sonderlich, aber den dumpfen Schlag des Aufpralls nahm er war und reflexartig brüllte er auf. Dann starrte er, teilweise verwirrt. "Mi...n..n?" Mehr brachte er nicht heraus, aber sein Verstand arbeitete noch. Was sollte das?! Weshalb sprach dieser Wahnsinnige plötzlich von Liebe und Minen? Da'rion sollte es erfahren. Es würde keine angenehme Erfahrung werden, noch weitaus shcmerzlicher als sie Darak erlebt hatte. Holz konnte splittern und so fing sich der Dunkelelf sofort einige dauerhafte Schmerzen ein, als seine Kehrseite Bekanntschaft mit dem Stuhlbein machte. Tränen schossen ihm in die Augen, er ächzte. Bei einer derartigen Tortur war er nicht mehr imstande zu schreien. Jetzt konnte man wirklich von Folter sprachen. Sein Kopf lief rot und sein Körper versteifte sich. Er versuchte, sich nicht zu rühren, zugleich aber wanden sich seine Glieder in den Fesselungen wie von selbst. Bitterer Schmerz strömte von seinem Heck in den gesamten Körper aus. Er machte ihn benommen und hielt ihn in einer endlosen Qual gefangen.
Niemand von Daraks Freunden hätte dem wahrscheinlich zugestimmt. Nicht einmal Constanze, die ohnehin weniger dagegen zu haben schien, dass der Gehörnte jetzt ein Männchen quälte. Aber das war barbarisch und makaber. Darak konnte demnach von Glück sprechen, dass sowohl die Amazone als auch Alma und Lilith zu beschäftigt waren, um auf ihn zu achten. Sie hörten lediglich die Schreie Da'rion und vermuteten, dass ihr geretteter Kamerad nun ordentlich Spaß haben würde. Ganz im Gegensatz zum sarmaer Herrscher.
Weitere Demütigungen folgten. Inwieweit sie Ach'ray noch mitbekam, ließ sich nicht vollkommen feststellen. Er jammerte, ächzte und stieß weitere gepeinigte Laute aus. Sein Kopf schwankte hin und her, nun bärtchenlos. Darak machte sich einen Jux daraus, die verwundete Hand mit den Haaren zu zieren. Das bekam der Dunkelelf wahrlich nicht mehr mit. Überhaupt fand er einen Weg in die Apathie. Er war zum Sklaven des Schmerzes geworden. Darak hätte jetzt ein langes Gespräch mit diesem Mann führen können. Alles, was er sagte, würde zum Monolog werden. Ach'ray Da'rion antwortete nur noch mit dem in Töne gewandelten Ausdruck seines Schmerzes. Seine Muskeln begannen zu zittern. Die Splitter gruben sich mit jeder noch so kleinen Bewegung tiefer in seinen Leib. Die Frage war, wie weit sich Darak durch diesen Anblick an seine eigene Vergangenheit zurückerinnert fühlte. Blut strömte aus Körperöffnungen in roten Sturzbächen, die zähflüssig vom Tisch tropften. Dieser Dunkelelf war geschlagen. Aber auch im Hof selbst konnten die Sarmaer von einem Triumph sprechen. Es waren einige Menschen gefallen, aber auch das dunkle Volk hatte Verluste erlitten. Der Palast war gestürmt worden. Einzelne Gruppen des Feindes wurden dicht an die Palastmauer gedrängt. Sklaven wie Wüstendiebe hielten sie in Schach. Die Spitze schien besiegt. Jetzt musste man das dunkle Pack nur noch aus der Stadt vertreiben oder grundsätzlich überlegen, wie nun vorzugehen war. Und wo steckten der Bürgermeister Sarmas sowie seine rechte Hand?
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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Darak Luthrokar » Montag 16. Mai 2011, 12:31

Darak Luthrokar schnaubte und liess angewidert den Stock fallen. Er starrte auf sein Opfer nieder. In seinen Armen pulsierte die Kraft des Zorns und der Rache. Er fühlte sich dem Dunkelelfen erhaben und übermächtig. Er hatte dessen Leben in der Hand. Ein Gefühl welches er schon lange nicht mehr verspürt hatte und welches ihn in der Vergangenheit nicht selten beflügelte. Der Rausch des Mordes war wie eine Droge die alle Sinne durchflutete. Er bekam beinahe ein euphorisches Gefühl. Darak Luthrokar war zurückgekehrt! So fühlte es sich an.

Fern jener Gedanke nie wieder morden zu wollen, denn nichts geringeres wollte er im Moment. Er wollte dem erfolgreichen Leben dieses Feindes ein armseliges Ende bereiten. Er grinste hämisch, packte Darion an den Wangen und Drückte seine Daumen gegen dessen Augäpfel, was bei dem Geschundenen höllische Schmerzen verursachen musste.

„Das wirst du nicht überleben…kleiner…“ Hauchte er ihm engelsgleich entgegen. „Die Frage ist nur… ob ich mich als gnädig erweisen soll… und dein Leiden beende?“ Er drückte ihm das rechte Auge ein. „Mhrrmm…“ Liess dann von ihm ab, tätschelte seine Wange. „Lass mich überlegen… hättest…DU… mir Gnade erwiesen… und mich von oben herab gerädert? Oder hättest du…“ Er packte nach Darions Hand und grub seine Finger in die Haarige Wunde. „erst meine Finger brechen lassen… dann meine Hände… dann meine Beine…“ Er hielt inne. „Oh ich vergass…das… hast du ja bereits schon getan…. Da bin ich dir aber etwas schuldig!“ Tatsächlich fühlte er sich im Moment ganz und gar nicht so als hätte er zertrümmerte Knie. Er merkte nicht wie er selbst blutete, wie seine Beine zitterten und das Fieber seinen Körper auszehrte, zu berauscht war er von Catties Wunderdroge. „Aber da du an deinen Beinen nichts mehr spürst….“ Er griff sich ein weiteres der vier Stuhlbeine und schlug damit brachial auf Darions linkes Schlüsselbein ein bis es sich sichtlich deformierte. Dann packte er den Sterbenden an den Haaren und funkelte das verbleibende intakte Auge an. „Darak Luthrokar… ist eine Nummer zu gross für dich, Kleiner. Ich bin eine Nummer zu gross für Morgeria. Denn im Vergleich zu mir, seid ihr kleine inkonsequente Bastarde…Haharhrhrh“

Er entwickelte einen nicht allzu dezenten Grössenwahn, vermutlich lag dies auch an der Droge. Man konnte es zumindest nur hoffen.
„Vielleicht bin ich dir ja zu Dank verpflichtet, dass du mir gezeigt hast… wie guuut… das töten von Bastarden wie Dir tut… du wirst kein Staatsbegräbnis erhalten, nicht als Held sterben kleiner Mann. Sondern nur als der Versager unter der Dunklen Horden der Sarma nicht hat halten können weil er lieber Schokolade gefressen hat anstatt die Macht zu sichern. Du bringst Schande über deine Familie ich glaube sie werden sich allesamt von dieser Welt tilgen… niemand wird mehr von den Da’rions sprechen und wenn, dann nur mit Spott und Hohn.“

Er senkte seine Stimme. „Und…dies…alles..nur… weil… du deinen eigenen... Gefangenen… nicht unter Kontrolle hattest. Hahahaahah!“
Er richtete sich auf. „Bestell dem Gevatter Tod liebe Grüsse von mir.“ Damit packte er nach der Kehle des Dunkelelfen. „Nun brauchst du nur noch zu sterben… das schaffst du doch noch oder?“ Unbarmherzig drückte er ihm die Kehle zu… und lauschte den erstickenden Geräuschen des Dunkelelfen. „Entspann dich einfach… glaub mir… es geht bald ganz von allein mit dem sterben. Ich weiss es ist unangenehm… dank dir weiss ich das ja sehr genau mrhrmr?“
Darak legte seine ganze Kraft ins Würgen. Er drückte sein Opfer gegen den Tisch. „Dabei bin ich Gnädig…genug…dich nicht alleine sterben zu lassen. Bin ich nicht ein guter Mensch mrhrm? Deinen kleinen Leichnahm werde ich bücklings über einen Tisch platzieren… damit alle Welt sieht dass der grosse Ach’ray Da’rion sich vor seinem Tod noch entehren liess.“

Darak Luthrokar hatte sein eigenes Tabu gebrochen. Niemals in seinem Leben hatte er irgendein Opfer auf jene weise Misshandelt wie er es jetzt gerade bei Da’rion getan hatte. Damals hatte er sich selbst geschworen dass niemand ein solches Leid verdient hatte. Selbst Valrock Moslag hatte er in dieser Beziehung einen „ehrenhafteren“ Tod beschert. Doch dieser Dunkelelf stand für weit mehr verbrechen als nur für persönliche Gegenüber Darak. Er hatte sich mehrmals an den Haremsdamen vergriffen, Darak wusste nicht ob Constanze, Alma und Vesta diesbezüglich auch unter die Opfer gehörten. Er hatte Vesta die Beine brechen lassen! Seiner liebsten Geschäftspartnerin und Leidenschaftsmuse. Er hatte seine Wahlheimat Sarma verwüstet. Die menschliche Rasse entwertet… und wohl sein grösster Fehler: Er hatte sich zu sicher gefühlt.
Darak tauchte seinen Finger in Darions Blut. Und malte ihm eine grosse 44 auf die nackte Brust.

Würden weitere Zahlen folgen? Darak drehte sich ab und wischte sich die Hände an einem Kleidungsfetzen des Dunkelelfen ab. Nun wollte er nach Vesta sehen und lief deshalb aus dem Zelt. Doch plötzlich fühlte er sich etwas schummrig…

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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 18. Mai 2011, 17:33

Hinweis: Im nächsten Post bitte einen absoluten Zusammenbruch mit einbringen, der in Bewusstlosigkeit endet. Wie du das ausschreibst und ob Schmerzen Teil oder sonstige Symptome Teil davon sind, überlasse ich ganz dir und deiner Kreativität ;)

Es gab vermutlich nur zwei Sichtweisen, mit denen man sich Da'rions Lage betrachten konnte. Entweder hatte man - selbst wenn man seinen Charakter und die Hintergründe kannte - nun Mitleid mit seiner Person, denn niemandem wünschte man derartige Folter oder man versetzte sich in die Lage des Foltermeisters. Ein solcher Mann war der einzige, der all die Macht spürte, die man über das Opfer nun hatte. Nur ein solcher Mann konnte schmecken, was es bedeutete. Konnte verstehen. Darak fand sich gerade in dieser Rolle wieder und jede Pore seines Körpers nahm das Gefühl in sich auf. Er kehrte in eine Szene zurück, die aus seiner Vergangenheit stammen konnte. Aus einer Zeit, da sein Gewissen schweigsam war. Eine Zeit, in der seine Gefühle abgestumpft waren und er nur Augen für seine Arbeit und den damit verbundenen Profit besaß. In dieser Zeit war er den Minen entstiegen, hatte sich in Andunie den Ruf des Schlächters verdient, Dutzenden Mädchen ein Schicksal als Hure oder Sklavin in Sarma verschafft und noch mehr Leben durch Folterung vernichtet. Zu dieser Zeit war das Ausleben seiner Gefühle auf Vestas Bordell - genauer gesagt: ihre persönliche Kammer - beschränkt gewesen. Dort hatte es sich in Wut, Provokation und schließlich Lust geäußert. Manchmal auch in Melancholie, wenn Zweifel an seinem Leben kamen, aber die Herrin der Schwarzen Spinne konnte jeden noch so geringen Schritt in die Unsicherheit mit einem Kuss von seinen Lippen wischen. Es war eine gute Zeit für den Gehörnten gewesen, wenngleich alles um ihn herum aus Finsternis bestanden hatte.
Und nun erlebte er es wieder. Wie ein Verbrecher, der an den Tatort zurück kam, kehrte nun Darak für einen gesonderten Augenblick in sein altes Schema zurück; etwas, das er mit Genuss empfand. Es lag aber wohl auch an seinem Opfer. Ach'ray Da'rion hatte Leid verdient. Der Dunkelelf hatte Pein verdient. Er sollte sterben - langsam und qualvoll. So war es Daraks Wunsch. Er war der Erfüllung nicht mehr fern.

Der Sarmaer Herrscher brüllte auf, als er sich von einem seiner Augäpfel verabschieden musste. Es gab nur wenig, das mehr schmerzte. Er hatte das Gefühl, ihm würde nicht nur seine Sehkraft zerquetscht, sondern zugleich noch etwas tief in den Schädel gedrückt. In beiden Fällen passte das Gefühl zu der tatsächlichen Handlung. Bis es ein matschiges Geräusch ergab und Blut sowie andere Flüssigkeiten aus der Augenhöhle tropften. "AAAHHHHRRRRRRR!" Da'rion wand seinen Kopf. Er schrie vor Schmerz und bäumte sich auf, so weit es seine Fesselung zuließ. Seine Schreie kamen nur noch heiser aus der Kehle. Am Hals zeigten sich rote Striemen von der Würgung. Dass er diese Tortur nicht überleben würde, brauchte Darak nicht mehr zu erwähnen. Ach'ray war sich dessen bewusst. Er wünschte sich nur noch, dass es endlich zu Ende ging. Würde Darak ihm diese Gnade erweisen, die er selbst ihm niemals gegeben hätte.
Bitte. Seine Stimmbänder blieben stumm. Die Lippen formten das Wort, das einem Dunkelelfen sonst nicht darüber ging. Blut lief ihm durch den kleinen Schlitz in die Mundhöhle und er hustete röchelnd. Viel Gelegenheit bekam er jedoch nicht. Das Husten wandelte sich erneut in einen Schrei, als Darak mit der verwundeten Hand "spielte". Den Schlag auf sein Schlüsselbein bekam Da'rion nur noch durch einen benommenen Schleier mit. Seine Sinne gaben nach. Sternchen tanzten vor seinem inneren Auge. Er reckte den Hals und schrie wieder - stumm. Er war am Ende. Das musste auch Darak erkennen. Dieser Mann stand dem Tod schon mit einem Bein in der Tür und wollte seinen Weg soeben fortsetzen. Alle übrigen Worte, die der Foltermeister und Sklaventreiber nun an ihn richtete, bekam Ach'ray nicht mehr mit. Ihm schwamm die Sicht ... wurde schwarz ... und dann so unendlich klar, als hätte man ihm neue Augen gegeben.

"Faldor persönlich? Oh, Allmächtiger!"
"Wenn du es so siehst", antwortete jemand, der wahrlich allmächtig war. Er herrschte über das Ende.
"Warum holst du mich in deine Höllenwelt? Lass mich überleben und ich vernichte ihn!"
Der Gevatter schüttelte den Kopf. "Es ist Zeit", sagte er nur und nahm die geschundene Seele mit sich.


In diesem Moment hauchte der von den Dunkelelfen als Herrscher Sarmas ernannte Mann Ach'ray Da'rion sein Leben aus. Der Körper erschlaffte, rührte sich nicht mehr. Einzig das Blut floss weiterhin, strömte aus dem Toten wie zuvor sein Leben. Es war vorüber. Dieser Mann würde niemanden mehr quälen, niemandem die Beine brechen lassen oder Menschen versklaven. Und keinen Moment zu früh. Kaum dass Darak ihm den Index seiner Mordopferliste auf die Brust gezeichnet hatte, näherten sich Alma, Constanze und Lilith. Letztere blieb wie erstarrt stehen, die Hände vor den Mund geschlagen, damit sie nicht schrie. Ihre Augen füllten sich sofort mit Tränen - ein Umstand, der davon zeugte, dass sie noch lange keine so erbitterte Amazone war wie beispielsweise Constanze. Sie blickte kaltherzig auf den Leichnam nieder, schenkte nur Darak ein Nicken. Alma war es, die an beide direkt heran trat.
"Es ist vorbei?", fragte sie, während ihr geübter Heilerblick über den Dunkelelfen glitt. Sie erhielt so ihre Antwort. Ja. Es war vorbei. "Du siehst schrecklich blass aus, Darak. Alles in Ordnung?" In diesem Moment drohten auch ihm langsam, die Sinne zu schwinden. Die Wirkung von Catties Zauberbeeren ließ schlagartig nach und die körperliche Belastung, unter der Darak stand, forderte ihren Tribut.
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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Darak Luthrokar » Sonntag 22. Mai 2011, 11:42

Darak Luthrokar schaute mit einer Seelenruhe zu, wie sein Opfer verstarb. Es war nur an den Lippen des Dunkelelfen zu erkennen dass er allmählich blau wurde. Schliesslich gab der Körper des Opfers den Kampf um das Leben auf. Es entwich ihm und geriet in die Hände vom Gevatter Tod. Sein Körper erschlaffte doch Darak löste seinen Griff noch nicht. Er hielt die Kehle noch einige Minuten verschnürt. Erst dann liess er von Darions Leichnam ab. „Es ist vorbei.“ Brummte er ruhig und schloss ihm das verbleibende Auge. Dies war keineswegs ein Akt von Gnade. Er mochte es einfach nicht wenn seine Opfer ihn nach dem Tod noch anstarrten.

Leise tröpfelte das Blut auf die Holzdiene der Loge. Ob Ach’Ray Da’Rion s Stimme auch in seinen Kopf Einzug halten würde? Jetzt wo Samantha endlich ihren Frieden gefunden hatte war sozusagen ein Platz in seiner Seele frei geworden. Er blickte kühl auf sein Werk hinab. Er hatte ganze Arbeit geleistet. Er spürte die Energie in seinen Händen pulsieren. Oh ja, er wäre in der Lage dem dunklen Herrscher höchstpersönlich den Hals umzudrehen. Er leckte sich über die Lippen. Er fühlte sich herrlich. Er hatte die Macht gehabt über Leben und Tod zu entscheiden. Im Fall von Darion war es ihm leicht gefallen, obwohl es durchaus auch seinen Reiz gehabt hätte, den Dunkelelfenfürsten der breiten Masse auszusetzen. Sicherlich hätten sich die in ihrem Stolz gekränkten Adeligen welche von den Dunkelelfen versklavt worden waren nur zu gerne an Da’Rions Körper vergriffen. Doch in dieser Hinsicht war Darak ein selbstsüchtiger Mann. Die Rache hatte nur ihm alleine gebührt und nun hatte er sie vollstreckt. Eine unheimliche Ruhe erfüllte ihn. Ein wohliges und erhabenes Gefühl breitete sich in ihm aus. Er kennzeichnete sein Werk und liess dann von dem Leichnam ab.
Keine Sekunde zu früh denn seine Freunde betraten soeben die Loge. Der Anblick bot wohl selbst für eine gestandene Amazone und Medizinerin eine gewisse Herausforderung, man konnte also erahnen wie schockierend der Anblick für eine einfache Sängerin sein musste!
Darak blickte auf. Seine Augen funkelten unheimlich. Die blutige Zahl auf Da’Rions Brust war wie ein böses Omen. Eine offenkundige Erinnerung daran mit wem sie es hier eigentlich zu tun hatten. Lilith Blütentaus Freund war ein Massenmörder. Ein Killer. Nie war sie mit dem wohl so stark konfrontiert worden als jetzt in diesem Moment. Er schaute zu Lilith hin. Grinste ihr unheimlich entgegen.

„Ich habe es dir versprochen, dass ich es überlebe!“ Raunte er ihr entgegen. „Ich habe mein Versprechen gehalten!“ War dem wirklich so? Er stand immerhin unter dem Einfluss einer wundersamen Droge. Seine eigenen Verletzungen und sein Zustand waren nur überdeckt, aber keineswegs geheilt.
"Es ist vorbei?" „Ich mache meine Arbeit genau so gründlich wie du!“ Funkelte er ihr entgegen. In seinen Augen blitzte beinahe schon etwas Wahnsinniges auf. Er war noch immer berauscht vom Mord und von den Drogen und hatte so ein ziemlich unheimliches Auftreten. Sein Körper war vollgepumpt mit Adrenalin und anderen Hormonen die seine Aggression steigerten. Die blauen Beeren waren nichts Gutes für Darak. Sicherlich, sie hatten ihm vorerst das Leben gerettet doch sollte er nun wohl die Finger davon lassen.

Schlagartig wie die Wirkung aufgetreten war, so schwand sie auch wieder. Darak bekam gerade noch mit wie Alma ihn ansprach. ER sei blass. Seine Augen wurden feuerrot und begannen übel zu brennen, so dass er sie zukneifen musste. Schweiss trat ihm aus allen Poren während seine Haut pitschnass wurde. Sein Herzschlag beschleunigte sich auf das doppelte als vorhin. Unsäglicher Schmerz schoss in sein gebrochenes Knie welches er in den letzten Minuten aufs schlimmste fehlbelastet hatte. Erst jetzt nahm er wahr wie abgeknickt er auf seinen eigenen Beinen stand. Es fühlte sich an als rammte man ihm im Sekundentakt mehrere Messer in den Oberschenkel. Er verzog sein Gesicht und taumelte zur Seite.

„RHARHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHHRHRHRHRH!“ Brüllte er auf. Er begann zu frösteln. Sein Fieber stieg rasant an. Wüste Kopfschmerzen gesellten sich dazu. Die ganze psychische Last der erlebten Folter prasste auf ihn ein. Er brüllte auf. Seine Knie gaben nach und er knickte unglücklich ein so dass er erst auf das gebrochene Knie knallte und schliesslich auf den Rücken. Es gab schon einen ordentlichen Knall wenn ein grosser Mann wie Darak einfach so zusammenklappte, auch wenn er in den letzten Wochen so viel abgenommen hat. „ARRRRRRRHRhghkgkhgkg…“ Er wälzte sich am Boden, erbrach Galle auf den Boden und schüttelte sich aufgrund der ersten Fieberkrämpfe. Nur noch schemenhaft konnte er seine Freunde erkennen, ihre Stimmen ertönten ganz weit entfernt. Schliesslich schwanden seine Sinne…

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Re: Ausgeliefert

Beitrag von Erzähler » Montag 23. Mai 2011, 12:47

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