Zurück in der Heimat

Kaum jemand hat die vielen Ebenen dieser Welt je gesehen und eigentlich möchte niemand jemals den Harax betreten, denn hier regieren die Dämonen.
Jene arme Seele wird als verloren betrachtet, die es in dieses finstere Reich aus Hass und Chaos verschlägt.
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Der Harax ist eine Welt, die ausschließlich mit Erlaubnis eines Admins zum Spielen betreten werden darf!!!
Bitte meldet euch dementsprechend per PN, wenn ihr im Harax spielen wollt.
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Zurück in der Heimat

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 7. September 2011, 08:16

Asmodeus kommt von Urwald Kapayu -> Shyána Nelle -> Das Umland -> Ritual im Hain

Er schaffte es gerade noch, durch den Riss zu springen. Hinter ihm schloss er sich sofort, der Zugang in eine Welt, die Asmodi niemals wieder hatte betreten wollen. Eine Welt, die einst seine Heimat gewesen war. Der Harax bestand aus so viel Finsternis, war ein so wechselhafter Geselle, der sich immer wieder in ein neues Gewand hüllte. Die einzige Beständigkeit, die er absolut gab, war, dass jede Ebene ein Reich des Chaos darstellte. So viel Ordnung musste sein. Welch Ironie! Geordnetes Chaos? Kein Dämon würde in dieser Form davon sprechen, aber es gab gewisse Ordnung. So zum Beispiel die Regelung, dass niemand einen Q'lalar angreifen durfte. Das wurde mit der sofortigen Vernichtung bestraft, unabhängig der Macht des selbstmörderischen Dämons. So waren schon ganze Generationenstämme zerstört worden. Ja, nicht einmal die Dämonen hatten lange Bestand im Harax. Sie schufen einander, indem sie viel eigene Energie in ihre Schöpfung gaben. Kein Dämon kannte Geburt, aber jene, die sie erlebt und gesehen hatte, ergötzten sich am Schmerz der werdenden Mutter - ehe sie vergingen an der Unschuld des neuen Lebens. Das ertrug kaum ein Haraxwesen, abgesehen von diesen speziellen Sonderfällen, die wirklich auch mal fraßen - nämlich Säuglingsfleisch. Im Harax litten sie einen ewigen Hunger, obgleich die Finsternis sie am Leben hielt.
Wie würde es Mallahall als Mensch hier ergehen?

Asmodi landete auf einer ziemlich kleinen Ebene. Sie bestand aus grauem Gestein. Die Farbe allein erinnerte an den Q'lalar, der diese Ebene bewohnte. Steinerne Torbögen, vier an der Zahl, waren jeweils an einer Seite dieses im Nichts schwebenden Stücks felsigen Landes aufgebaut. Doch mehr schienen sie nicht zu sein als Steinbögen. Eckige Brocken, die sich übereinander türmten, aber jeder Dämon wusste es besser. Die Q'lalar brauchten einen Startpunkt, um ihre Portale zu anderen Ebenen oder Welten zu öffnen. Jede Ebene eines Q'lalars sah anders aus, aber man erkannte doch immer diese Portalpunkte. Manchmal waren sie Kreise aus Flammen oder Säulen purer Energie, zwischen denen sich der Riss auftat. In diesem Fall mochten es eben Gesteinsbögen sein.
Mehr enthielt die Ebene nicht, war auch kaum größer als der Grundriss eines typischen Bauernhauses. Eine so kleine Ebene, aber sie genügte dem neutralen Dämon. Solange dieser seine Aufgabe hatte und mit Magie ausgezahlt wurde, war alles in Ordnung. Der Q'lalar hockte auf einem Berg an Lohn. Da gab es seltene Artefakte, die glühten und leuchteten. Ein menschliches Skelett umgab noch eine blass schimmernde Aura - vermutlich hatte sich der Dämon hier einen nicht ganz so talentierten Ritualmagier geholt. Zwischen seinen Rippen quollen sonderbare Münzen aus halbdurchsichtigem Kristall hervor. Mehrere Magierstäbe reihten sich nebeneinander auf. Und auf diesem Berg an Schätzen hockte - wie der Drache auf seinem Hort - der Q'lalar. Er hatte die ledrigen Schwingen zusammengefaltet und vor der Brust ineinander verhakt. So machte es aufs Neue den Anschein, dass er einen langen, ledrigen Umhang trug. Hier im Harax glommen seine beiden Teufelshörner auf magische Weise. Finsternis sammelte sich dort und schuf eine neblig wabernde Aura schwarzer Schatten. Seine Augen selbst leuchteten jetzt Purpur. Ihnen entstieg Rauch gleicher Farbe.
Doch wo steckte Mallahall? Sie war nicht an seiner Seite!
"Frag gar nicht erst, unerwünschter Gast", grollte der Dämon. "Sie war eine längst zu begleichende Schuld an Naamah, sofern dir dieser Name überhaupt noch etwas sagt." Listig fast grinste der Q'lalar, als wüsste er mehr.
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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Asmodeus » Montag 12. September 2011, 16:35

Asmodi wandte seinen Blick um und sah wie sich das Portal hinter ihm schloss. Etelin würde wohl auf Celcia verbleiben müssen und Zanraia sowie auch Cinnamin beibringen müssen, dass er seine Freunde in den Harax geschickt hat. Keine leichte Aufgabe. Mit dem Lich wollte im Moment sicherlich niemand tauschen. Doch auch Mallahall und Asmodi befanden sich in einer misslichen Situation. Dies war dem Dämon sehr wohl bewusst. Auch wenn der Harax seine Geburtsstätte, seine alte Heimat war, so würde er ihn nun als Fremder betreten. In gewissen Sinne war er ein Heimatloser geworden, weder in Celcia noch im Harax wirklich verwurzelt hing er irgendwo dazwischen. Dennoch genoss er den vertrauten Geruch der Sphären. Diese Woge aus Leid und Pein. Dieser unaufhörlicher Nahrungsstrom. Er schmeckte süss, aber längst nicht so süss wie Adelmunds Tod, oder jene des kleinen Jungen vor den Stadttoren Zyranus geschmeckt hatte. Denn der Harax war weit von Celcia entfernt und das Leid welches hier hindurch strömte war zwar Nahrhaft, aber nicht frisch und selbst geschaffen. Denn es lag die Natur der Lebewesen auf Celcia dass sie schon selbst für ihr Leid und ihren Pein sorgten.

Er schaute sich auf der Ebene um. Kauerte sich hin. Er spürte wie der schweflige Dampf des Harax über seine menschliche Hülle strich und daran zehrte. Genauso wie Celcia Lebensfeindlich für seinen Körper war, so verhielt es sich auch im Harax mit menschlichen Organismen. Sie starben nicht sofort, aber auf dauer würden die Körper irreparable Schäden erleiden. Er musterte die Steinbögen die aussahen wie Bruchstücke eines längst vergangenen Tempels einer düsteren Kultur. Doch dem war nicht so. Dämonen kannten keine Götzen und brauchten deshalb auch keine Tempel zu bauen. Die Bögen hatten vermutlich einen weit praktischeren Zweck. Portale zu den Sphären waren sie wohl. Eine Sphäre war der Übergang nach Celcia. Er wandte sich um. Kauerte sich auf alle viere und suchte die Gegend nach Mallahall ab.

Er blickte nach vorn zu einem Berg magischer Artefakte. Darauf hockte der Q’lalar bequem auf seinem eigens geformten „Thron.“ Asmodi bewegte sich zielstrebig auf ihn zu. Knurrte düster, doch auch er kannte die alten Gesetze sehr gut. Auch wenn Asmodi ein Rachsüchtiger, Brutaler und Gewaltsüchtiger Dämon war, so war er doch kein Narr und würde seine Hand gegen einen Portaldämon erheben.

"Frag gar nicht erst, unerwünschter Gast" Asmodi legte seinen Kopf schief. Er kratzte sich nervös hinter dem Ohr. Das alte Jucken welches ihn auch in Celcia geplagt hatte. Vielleicht hatte er einst einen haraxischen Floh mit nach Celcia geschleppt und wusste gar nichts davon. Augenscheinlich tat er dies eigentlich nur wenn er nervös war. “Rrhrhrh wie kannst du mich ein unerwünschter Gast nennen? Ich entstamme dieser Welt, gehöre zu einem mächtigen Geschlecht Q’lalar!“ Verteidigte sich Asmodi sichtlich beleidigt.

"Sie war eine längst zu begleichende Schuld an Naamah, sofern dir dieser Name überhaupt noch etwas sagt." Er schaute verwirrt. Konnte diesen Namen nirgendwo zuordnen. Sein Abschied aus dem Harax war ja auch alles andere als geplant gewesen. Er war beschworen worden herausgerissen worden von einem mächtigen Ritualmagier.
“Ich stehe in niemandes Schuld Q`lalar… und meine Herrin ist keine Mitgift die ich zur Begleichung akzeptiere, du hast deinen Handel mit einem niederen Geschöpf gemacht, mit einem eingebildeten Nekromanten wuaärkrk… nicht einmal eines Ritualmagiers würdig! Eine Schande dass ihr euch durch sein Rufen habt locken lassen! Der Harax ist ein Unheiliger Ort und sollte nicht von jeden Stümper betreten werden können!“ Typisch Asmodi. Zetert rum und sagt nem Portaldämonen wie dieser seine Arbeit zu machen hat.

“Weeer ist Naamaaahhh und was hat sie für mich getan dass du behauptest ICH würde in ihrer Schulde stehenrrrhrrh? Nun wahrlich in seiner Momentanen Gestalt war Asmodi ein Winzling. Doch er entstammte tatsächlich einem Mächtigen Spross was seine wahre Gestalt ja auch zeigte.

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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Erzähler » Freitag 16. September 2011, 12:08

Was Etelin nun wohl unternahm? Der Lich hatte in seinem Leben häufig mit Versagen zu kämpfen. Nicht nur, dass ihm vor all den Jahren - Jahrzehnten? - seine Familie fortgelaufen war, er hatte sich einen Schüler genommen, der von einem Dämon besessen war. Eben jener Dämon machte so viele Scherereien, dass es die gesamte Gruppe an den Rand der Verzweiflung brachte. Und trotzdem waren sie stets stark geblieben, weil sie es mussten. Auch im Angesicht des Versagens, das sich nun erneut zeigte, als das Portal von haraxischer Seite aus geschlossen wurde.
"Mallahall! Asmodeus!", konnte Etelin noch rufen, aber seine arkanen Kräfte reichten bei weitem nicht aus, das Tor in diese andere Welt offen zu halten. In dieser Hinsicht hatte Asmodi sogar einmal Recht: Etelin war ein Stümper, wenn es um Ritualmagie ging. Er selbst bezeichnete sich aber auch nicht als Dämonenbeschwörer. Er war Nekromant, hatte die hohe und wenig angesehene Kunst der Totenbeschwörung erlernt. Er hatte seine eigene Seele vor dem bitteren Ende bewahrt. Gerade in dieser Hinsicht müsste der Gevatter ihm überaus schlecht gesinnt gegenüber stehen. Und nun war auch noch Mallahall verschwunden, in den Tiefen des Harax. Eine weitere Seele, die für den Tod nicht mehr zugänglich wäre. Möglicherweise meinte es das Schicksal genau aus diesem Grund nicht gut mit Etelin. Vielleicht sprach der Gevatter bei dieser Weltmacht vor und erinnerte daran, was der Lich alles angerichtet hatte.
Auch diese Sache würde er nun ausbaden müssen - eine bitter schmeckende Suppe, die es zu löffeln galt. Schließlich musste er nun Zanraia suchen und ihr gestehen, dass nicht nur ihr Geliebter in die Heimat zurückgekehrt war, sondern dass er auch Mallahall in Begleitung hatte. Etelin ahnte ja nicht, dass die Lichtmagierin bereits auf einer ganz andere Ebene der dämonischen Sphärenwelt verweilte.

Asmodi konnte endlich von sich behaupten, satt zu sein. Seine Kräfte waren wieder da und er spürte sie förmlich durch den Körper des menschlichen Wirts strömen. Er befand sich wieder im Harax. Hier beherrschte er all seine dämonische Macht auf einer Stufe, die ein Bewohner Celcias niemals begreifen würde. Hier konnte er sogar die Seelen kleinerer, schwacher Dämonen peinigen. Bei den mächtigeren Artgenossen wäre es zwar ebenfalls einen Versuch wert, doch müsste er dann damit rechnen, seinerseits ihre Macht zu spüren zu bekommen. Keine angenehme Sache, wenn man sich seiner Fähigkeiten nicht vollkommen bewusst war.
Asmodis Augen leuchteten wie sie in Celcia nie zuvor geleuchtet hatten. Das Dämonenblau qualmte als Rauch aus ihnen heraus und sogar die Nägel seiner zu Krallen gekrümmten Hände schimmerten leicht. Er pulsierte vor haraxischer Energie. Der stete Nahrungsstrom, welcher in der Luft lag, versorgte ihn gut. Er schmeckte bisweilen sogar für ihn. Immerhin hatte Asmodi richtigen Hunger gehabt. Normalerweise nahm ein Dämon ihn zu sich und empfand dabei diesen Beigeschmack alltäglicher Pampe - so würde es wohl ein Celcianer ausdrücken, dem Gewürze und Salz fehlten. Man konnte davon leben, aber ein Gourmet bevorzugte mehr!
Ausnahme bildeten hierbei wohl einzig die Q'lalar. Wo andere Dämonen den frischen Geschmack sterblicher Qual in Celcia suchten, verspürte keiner dieser Dämonenart auch nur das Bedürfnis, ihre eigene, kleine Ebene jemals zu verlassen. Ihr Sinn stand darin, die Portale zu bewachen, zu öffnen und zu verschließen. Sie ergötzten sich an magischen Dingen, die man ihnen als Gegenleistung dafür spendete und das genügte ihnen. Sie schienen die einzigen Dämonen zu sein, die diese Einstellung besaßen. Wer auch immer sie geschaffen hatte, er hatte dafür gesorgt, dass sie ihrer chaotischen Pflicht auf ewig freiwillig nachgehen würden. So auch der anwesende Q'lalar. Er hatte das Portal wieder geschlossen, das von einem Amateur aufgerissen worden war wie die schmerzende Fleischwunde von einem unwissenden Quacksalber. Er hatte sich seine Bezahlung genommen, aber wo steckte sie? Wo war Mallahall?

"Du bist unerwünscht, Dämon. Zumindest hier auf meiner Ebene. Du hast nicht darum gebeten, ein Portal öffnen zu lassen. Also hockst du nur hier herum und lenkst mich ab. Unerwünscht, unerwünscht, unerwünscht!" Er kreischte es nicht wie es viele, sehr verrückte Dämonen taten. Er grollte es und mit jeder weiteren Silbe wurde das tiefe Knurren aus seinen Eingeweiden noch eine Nuánce dunkler. Seine Augen rauchten in purpurschwarzen Wogen. Er winkte mit einer Kralle ab, widmete seine Aufmerksamkeit dann einem seltsam ineinander geschlungenem Ding, das einer verbogenen Vase gleichkam. Sobald seine Dämonenklauen es berührten, leuchtete der Gegenstand magisch auf. Fasziniert betrachtete der Q'lalar das Schauspiel.
Mit Asmodi redete er zwar, würdigte ihn aber nicht einmal eines Blickes. Solange er nicht nach einem offenen Portal verlangte, war er dem Dämon nur lästig und somit kaum größerer Aufmerksamkeit wert als seinen Schätzen. Als Asmodi aber sagte, in niemandes Schuld zu stehen, lachte der Q'lalar auf. Es klang finster, nicht heiter. Das tat es bei Dämonen seiner Sorte nie. "Ich spreche auch nicht von einer Schuld, die du ihr gegenüber hast. Ich war es, der ihr etwas geben musste. Diese Schuld ist beglichen. Sie wird mit einer Frau mehr Freude haben als mit einem Gegenstand, obgleich sie beides wie Objekte behandeln wird." Er grinste, wusste er doch, dass sich an Mallahall Veränderungen zeigen würden, wenn sie zu lange im Harax blieb. Die Definition von "zu lange" war in diesem Fall übrigens relativ. Es hing von der Stärke einer menschlichen Seele und ihrer Willenskraft ab, wann sich der Körper äußerliche Schäden erhalten würde, so bizarr es klang. Aber wann hielt sich der Harax schon an Logik und Regeln? Manche Menschen, die in die Dämonenwelt getreten und ihre Opfer geworden waren, hatten sich bereits binnen Stunden verändert. Andere konnten Tage oder sogar Wochen durchhalten. Wie lange würde es bei der Lichtmagierin andauern?
"Wenn dieser kleine Mensch nichts Anderes Magisches mit sich führte ... niemand mischt sich in meine Angelegenheiten ein. Ich sehe übrigens nichts, was du mir geben könntest, um ein Portal zu öffnen." Er knurrte. Das bedeutete, Asmodi würde hier eine ganze Zeitspanne verbringen. Lästig. Und wie! Schon ging es los, denn dieser Dämon fragte nach Naamah. "Wenn du Naamah nicht kennst, bist du ihrer nicht würdig. Sie hat an Macht gewonnen, seit Ritualmagier erkannt haben, dass man mit Dämoninnen mehr machen kann, als sie nur zu beschwören."
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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Asmodeus » Mittwoch 28. September 2011, 21:11

Eigentlich fühlte sich Asmodi ziemlich wohl hier in dieser Ebene. Der Harax nährte ihn, stillte seine erdrückende Gier. Doch da war ein anderes störendes Gefühl. Sorge. Sorge um seine Herrin die sich offensichtlich nicht mehr in dieser Ebene befand. Der Harax war unübersichtlich und in sich verschachtelt. Er würde sie nie finden. Zumindest nicht ohne die Hilfe eines Portaldämons. Aber die waren trotz ihrer Neutralität nicht unbedingt gerade einfache Geschäftspartner. Asmodi knurrte. Eigentlich eine Frechheit dass man ihn hier wie einen ungebetenen Gast behandelte. Entstammte er doch einem grossen und mächtigen Stamm eines noch grösseren und mächtigeren Dämons!
Sein Vater, der sogar Interesse an Castus gezeigt hatte – nun zumindest mehr als an ihm selbst. Asmodi knurrte. Es war schwer überhaupt zu definieren was denn ein gutes Vater – Sohn Verhältnis im Harax war.

Portal öffnen zu lassen. Also hockst du nur hier herum und lenkst mich ab. Unerwünscht, unerwünscht, unerwünscht!" „Ich bin nicht scherhörig Q‘alar!“ Keifte der Dämon ihm entgegen. Er war stolz und eitel genug sich vodergründig zumindest nicht eingeschüchtert zu geben. Sollte der doch knurren so viel er wollte. Er war neutral. Ein Q’alar erhob selten seine Magie gegen ein Mitglied des Harax. Der schwarze Rauch des Q’alar vermischte sich mit dem glühenden Blauen des Seelendämons. Asmodi fletschte die Zähne. Er war nun hier. Ob als gebetener Gast oder nicht. Asmodi kauerte sich demonstrativ hin und kratzte sich hinter dem Ohr. Er beobachtete den Portaldämon dabei wie dieser sich mit seinen magischen Spielzeugen zu beruhigen versuchte. Offenbar funktionierte dies auch noch! Was für ein seltsamer Fetisch die doch hatten! Asmodi spotzte aus. „Wärrrkk.“ Er selbst konnte mit diesem ganzen magischen Krimskrams nicht viel anfangen. Magie war für ihn etwas für Schwächlinge. Es gab nur eine Magie die für ihn etwas zählte und dies war seine eigene, dämonische. Er hielt es nicht für nötig sich an der Macht von Artefakten zu bedienen, schliesslich war er selbst doch mächtig genug… ja, mit seinem gestillten Hunger war auch sein strotzendes Selbstbewusstsein wieder zurückgekehrt.
"Ich spreche auch nicht von einer Schuld, die du ihr gegenüber hast.“ „Rhrhrrhrh!“ Knurrte der Dämon, er mochte diese Spitzfindigkeiten nicht. Unruhig erhob er sich wieder, am liebsten hätte er seine eigene Gestalt angenommen, doch dann hätte er Aurelius schwächlichen Kranken körper in Celcia zurücklassen müssen und dort war zur Zeit keine Mallahall die ihn am Leben erhalten konnte.

Ich war es, der ihr etwas geben musste. Diese Schuld ist beglichen. Sie wird mit einer Frau mehr Freude haben als mit einem Gegenstand, obgleich sie beides wie Objekte behandeln wird."[/i ] „Aber du hast dir ein Geschenk gewählt, für welches du kein Recht hattest! Mallahall ist mein Besitz! Ich fordere meinen Besitz zurück Q’alar! Du kannst den Lich zur rechenschafft ziehen und ein angemessener Lohn für deine Portalöffnung verlangen… aber Mallahall… gehört mir und ich fordere sie zurück!“
“. Sie wird mit einer Frau mehr Freude haben als mit einem Gegenstand, obgleich sie beides wie Objekte behandeln wird."[(i] Asmodi knurrte. „sie ist MEIN Objekt! MEINES! Und ICH habe keinen Handel mit dir geschlossen Q’alar!“Keifte der Dämon ihn wütend an, seine Krallen fuhren aus und sein Haarkamm stellte sich angriffig auf.
"Wenn dieser kleine Mensch nichts Anderes Magisches mit sich führte ... niemand mischt sich in meine Angelegenheiten ein. Ich sehe übrigens nichts, was du mir geben könntest, um ein Portal zu öffnen." Asmodi schnaubte. „Du wirst dir noch wünschen ein Portal für mich zu öffnen Q’alar!“ Grollte er ihm entgegen. Dieses Festsitzen hier bringt uns beiden keinen Vorteil! Dies sollte sogar dir bewusst sein!“

"Wenn du Naamah nicht kennst, bist du ihrer nicht würdig. Sie hat an Macht gewonnen, seit Ritualmagier erkannt haben, dass man mit Dämoninnen mehr machen kann, als sie nur zu beschwören.“ Naamaah Namaaah NamaaaH! Er sprach der Name aus wie einen Fluch. Was haben die Ritualmagier denn so grossartiges herausgefunden? Dass man sie auch besteigen kann?!“ Er lachte düster ab seinem eigenen frevelhaften Witz. Hier im Harax jedoch gab es keine dicken Wände die es verhinderten dass man ihn hörte. Aber Asmodi war ein Seelendämon und die waren nicht gerade für ihre Höflichkeit bekannt. Ausserdem eine Dämonin? Pfff!

Eigentlich spielte das Geschlecht bei den Dämonen selten wirklich eine Rolle, sie nahmen meistens nur eines an wenn es als Waffe diente, wie bei den Succubi die sich auf die Begierden eines Geschlechts spezialisierten um sich von deren Hingabe zu nähren. Asmodi war was die Haraxische Machtordnung betraf ohnehin schon längstens nicht mehr auf dem laufenden, schliesslich änderte sich das Gefüge dort stetig. Daher war es nicht verwunderlich dass er keine Naamah kannte. So lästerte er auch ungehemmt über sie ohne sich über mögliche Konsequenzen Gedanken zu machen. Oh ja, Asmodi war schon zu lange auf Celcia unterwegs gewesen um noch genau zu wissen wie die Gesetzmässigkeiten des Harax waren. Er war zu sehr Dämon um auf Celcia bestehen zu können – jedoch auch schon zu vermenschlicht um sich noch wirklich im Harax heimisch fühlen zu dürfen.

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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Erzähler » Freitag 30. September 2011, 09:03

Er war schon lange kein Dämon mehr, wie es sie zu Hauf hier im Harax gab. Das wusste Asmodi vermutlich bereits selbst oder zumindest ahnte er es. Denn kein Haraxwesen hätte sich um seine Herrin gesorgt. Keines. Einige missachteten es ja schon, dass es Dämonen gab, die sich überhaupt einer Herrin unterstellten - oder einem Herrn, diese Sorte existierte natürlich ebenfalls. Aber nicht einmal solche Dämonen kümmerten sich groß darum, wenn diese erwählten Herrschaften in ihrer Heimat Probleme bekamen. Auf Celcia musste man sie schützen - gewissermaßen, weil Menschen, Elfen und Zwerge nun einmal zu dumm schienen, auf sich aufzupassen. Aber im Harax herrschten andere Regeln. Nämlich keine und so störte sich auch niemand daran, wenn ein Q'lalar sich eine Magierin als Bezahlung nahm und sie sogleich eine Portalreise machen ließ, weil er sie als Zahlungsmittel für einen anderen Dämon einsetzte. Es störte keinen bis auf Asmodi.
"Du stinkst nach Mensch und offenbar färbt es auch auf dein Gemüt ab. Die anderen Dämonen werden das riechen." Es war eine Warnung des Q'lalars und zugleich ein Hinweis darauf, dass Asmodi mehr als Ärger bekommen könnte, wenn er sich in anderen Ebenen derart benahm. Er sprach von Recht! Er jammerte um dieses Ding, das er Mallahall nannte, wie ein Kind um sein Spielzeug. Man würde sie ihm nicht zurückgeben, nicht so. Im Gegenteil. Viele Dämonen ergötzten sich daran und würden dafür sorgen, dass dieser Zustand weiter anhielt. Das Leid von Artgenossen schmeckte nicht so gut wie das eines Celcianers, aber es war auch eine Besonderheit innerhalb der haraxischen Wogen. Sie würden Mallahall im Kreis herum reichen wie größere Kinder, die sich gegenseitig den Ball eines kleineren zuwarfen, während dieses verzweifelt im Kreis dem geliebten Gegenstand nach lief.

Dass er darauf beharrte, dass Mallahall ihm gehörte, erregte nur Aufmerksamkeit. Es gab Ebenen, die nicht weit weg waren. Die Dämonen dort konnten - wenn sie sich genau darauf konzentrierten und nah genug an ihren Portalzugängen standen - durchaus Gespräche anderer Ebenen als leises Wispern wahrnehmen. Ob Asmodi bereits Interesse geweckt hatte? Man würde ihn in der Luft zerfetzen, vor allem auch, weil er seinen Wirtskörper mitgebracht hatte. Ablegen sollte er ihn und sich endlich in seiner wahren Gestalt präsentieren! Doch der Q'lalar schrieb ihm das nicht vor. Er mochte eine eigene Meinung haben, aber behielt er sie für sich. Er war neutral.
"Du kannst mit mir handeln, wenn du das willst. Ich werde dir ein Portal öffnen, wenn du mir etwas Magisches gibst." Dies beinhaltete durchaus auch die dämonische Kraft in Asmodis Innerem. Das Seelenfeuer würde dem Q'lalar nicht schaden. Er könnte sich davon nähren. Als neutraler Dämon besaß er keine Zweifel. Asmodi war mit dieser Gabe im Harax ohnehin nicht sonderlich gesegnet. Welcher Dämon zweifelte schon an Dingen, die er tat? Ihr Ego war dafür zu groß, sie drehten und wendeten sich die Entscheidungen und Ergebnisse immer so, dass sie als das positive Zünglein an der Waage hervor gingen. Niemand bereute hier, was er tat. Asmodi hatte es tatsächlich nicht leicht und sich damals vielleicht auch aus diesem Grund dafür entschieden, sich beschwören zu lassen. In Celcia mochte er nicht all sein Potenzial entfalten können, doch gegenüber eines jämmerlichen Menschen besaß er noch immer mehr Macht - auch sein Ego war groß.
"Du wirst dir noch wünschen, ein Portal für mich zu öffnen, Q'lalar! Dieses Festsitzen hier bringt uns beiden keinen Vortel! Dies sollte sogar dir bewusst sein!" Das war es und nichts hätte der Dämon im Augenblick lieber getan. Asmodi ging ihm gewaltig auf die Nerven. Deshalb beschäftigte er sich ja auch mit seinen Schätzen. Sie beruhigten das Gemüt des Neutralen, damit er neutral blieb. "Du könntest mich auch später auszahlen. Keine Sorge, ich würde dich finden. Was hältst du davon?" Eigentlich ging er solche Handel nur ungern ein. Sie bedeuteten Aufwand, denn er würde aktiv nach Asmodi suchen müssen und der Harax war größer als es den Anschein machte. Er rechnete nicht damit, dass Asmodi freiwillig und noch dazu tatsächlich mit einer Art Bezahlung bei ihm aufkreuzen würde, aber er ließ sich jetzt auf dieses Angebot ein, wenn es keinen anderen Weg gab. Er wollte diesen Blauschopf loswerden!

Sollte sich doch Naamah um ihn kümmern! Das wäre dem Q'lalar sehr Recht, aber Asmodi kannte die Dämonin offensichtlich nicht einmal. Er scherzte herum und ahnte nicht wie sehr er damit doch genau ins Schwarze traf.
"Was haben die Ritualmagier denn so Großartiges herausgefunden? Dass man sie auch besteigen kann?!" Der Q'lalar grinste, während er mit einem kleinen Kristall spielte, in dem sich Rauchschwaden immer wieder unheilvoll auftürmten. "Genau das", antwortete er trocken. "Naamah hat sich zur Herrin und Mutter der Succubus-Dämonen herauf gearbeitet. Sie hat an Ansehen gewonnen, seit sie Verführerinnen auf Celcia loslässt. Sicherlich wird sie mein Geschenk auch zu einer dieser Lustfurien machen." Da war sich der Q'lalar sogar ziemlich sicher. Deshalb und aus keinem anderen Grund hatte er sich Mallahall in die Ebene gezogen. Naamah würde ihm wohlwollend begegnen und das bedeutete größere Schätze für ihn, wenn sie einmal wieder eine Portalreise unternehmen wollen würde.
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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Asmodeus » Sonntag 16. Oktober 2011, 01:14

"Du stinkst nach Mensch und offenbar färbt es auch auf dein Gemüt ab. Die anderen Dämonen werden das riechen." Dessen war sich Asmodi durchaus bewusst. Dieser Umstand war nicht ungefährlich für ihn. Ein Dämon der nach Mensch stank zeugte nicht gerade von grosser Macht. Viele Haraxwesen hielten ohne hin sehr wenig von jenen Artgenossen welche das Dämonenreich verliessen. Erst wegen solcher Pioniere wurden die celcianischen Ritualmagier überhaupt auf den Harax aufmerksam gemacht und nun mussten sie sich mit wagemutigen Beschwörer herumschlagen. „Sie können an mir rumschnüffeln was sie wollen! ICH verfolge grössere Ziele als die es sich je ausmalen können! Da nehme ich es in Kauf für eine Weile nach abartigem Mensch zu stinken!“ Asmodi war definitiv grössenwahnsinnig. Vermutlich stach er da sogar unter seinesgleichen heraus. „Wie soll ich zukünftig über Celcia herrschen wenn ich es toleriere dass man mir mein celcianisches Objekt wegnimmt?! Es ist schon schändlich genug dass dieser Stümperhafte Lich es geschafft hat einen mächtigen Q’alar mit seinem Angebot übers Ohr zu hauen! Ihr seid bestechlich geworden, verkauft Ausflüge in den Harax auf Zahlung von Menschenhuren.“
"Du kannst mit mir handeln, wenn du das willst. Ich werde dir ein Portal öffnen, wenn du mir etwas Magisches gibst." Asmodi kauerte sich abermals hin und schaute den Portaldämon herausfordernd an. „ICH soll dir NOCH was geben?!“ Er schnaubte. „Du hast dir die Menschin einfach genommen, sie stand nicht im Angebot… also könntest du mir immerhin entgegen kommen, da du mir ja so viele Umstände bereitest!“ Asmodi hatte wohl Glück dass die Q`lalar neutrale Dämonen waren, ansonsten hätte er sich wohl schon längstens an der nächstbesten Wand wiedergefunden. Er würde sich hüten müssen wollte er im Harax länger als nur gerade die nächsten drei Minuten überleben wollte.

"Du könntest mich auch später auszahlen. Keine Sorge, ich würde dich finden. Was hältst du davon?" „RHARHRH… ich geb dir was magisches!“ Knurrte er ihm entgegen und schleuderte ihm einen Seelenfeuerball entgegen. Seine Kräfte waren hier im Harax viel Potenter als auf Celcia – nur nützte es ihm wenig da Dämonen nicht anfällig auf das Seelenfeuer waren. Damit sollte der Portaldämon fürs erste bezahlt sein. Eine gute Methode ihn so mit Magie auszustatten. Denn dieses „Zahlungsmittel“ hatte Asmodi immer bei sich. Die richtig interessanten Schätze kamen ohnehin von den Glücksrittern von Ritualmagiern oder eben Dämonen wie Asmodi die gerade von draussen kamen.
Sie kamen auf diese Ominöse Namah zu sprechen. So berühmt konnte die ja kaum sein, wenn ER sie nicht kannte. Er hatte da so seine eigene Theorien zu was bewusst weiblich gestaltete Dämonen wohl taugen könnten und er lag zumindest was sie betraf offensichtlich überhaupt nicht weit daneben.

"Genau das. Naamah hat sich zur Herrin und Mutter der Succubus-Dämonen herauf gearbeitet. Sie hat an Ansehen gewonnen, seit sie Verführerinnen auf Celcia loslässt. Sicherlich wird sie mein Geschenk auch zu einer dieser Lustfurien machen." Asmodi legte seinen Kopf schief. Er hatte schon von dem Dämonenstamm der Succubi gehört. Diese hatten sich darauf Spezialisiert ahnungslose Opfer in Celcia zu verführen und ihnen sukzessiv die Lebenskraft zu rauben… und meistens auch noch alles andere was für diesen Menschen jemals von Bedeutung gewesen war. Ehen gingen in die Brüche, Familien wurden auseinandergerissen für die Befriedigung der schier unerträglichen lüsternen Sehnsucht die ein Succubus in einem Menschen, Elfen oder sogar Zwerg hinterliess sobald sie sich von ihm – oder ihr löste. Diese verzehrende Sehnsucht war auch der Grund dafür dass die Opfer immer tiefer in den Bann der Succubi geriet und immer mehr für deren Gunst opferte, bis sein Leben schlussendlich ein reiner Scherbenhaufen war…
Sicherlich keine schlechte Taktik. Die Wesen Celcias waren erstaunlich Triebgesteuert. Aber Asmodi fand es eklig dass sich Dämonen dazu herabliessen sich auf den Austausch von Körperflüssigkeiten zu spezialisieren. Er hatte uach schon Sex gehabt, ja. Er hatte seinen Wirtskörper dazu benutzt um sich mit Zanraia zu vereinigen… aber dies eher weil er einfach…weil ihm danach gewesen war.

Mallahall… ist in den Händen… eines…Lustmonsters? Das war das erste Mal dass sich Aurelius leise zu Wort meldete seit sie im Harax waren. Der menschliche Anteil hatte auch schwierigkeiten bei der aufgekeimten Macht des Dämons überhaupt noch Einfluss auf dessen Gedankengänge zu nehmen. Das war ohnehin nicht unbedingt schlau denn dieses Einschalten hatte zur Folge dass die Aura des Menschen in Asmodi spür - und riechbar wurde für seine Artgenossen. Hier im Harax weilte also ein Dämon der nicht bereit war seinen Wirtskörper einfach zu zerfetzen und abzulegen – er könnte sich ja einen neuen suchen wenn er den Harax wieder verliess.

"Genau das. Naamah hat sich zur Herrin und Mutter der Succubus-Dämonen herauf gearbeitet. Sie hat an Ansehen gewonnen, seit sie Verführerinnen auf Celcia loslässt. Sicherlich wird sie mein Geschenk auch zu einer dieser Lustfurien machen." Er schnaubte. „Nichts wird sie mit ihr machen. Sie gehört MIIR! Lass mich in ihre Ebene… damit ich mein Spielzeug zurückfordern kann… Portalhüter!“ Asmodi war sich so sehr an das Leben in Celcia gewohnt dass er sogar ganz vergass in seiner Usprungssprache zu sprechen, stattdessen drückte er sich auf celcianisch aus. Nicht unbedingt dumm, denn so einige Dämonen verstanden kein Celcianisch. Da sie den Harax nie verliessen hatten sie auch nicht die Notwendigkeit die Sprache zu lernen. Asmodi hatte sich die Sprache aufgrund von Aurelius Wissen angeeignet. Eigentlich könnte der Dämon sämtliche Operationen des Medicus schon längstens selbst durchführen – wenn er es denn je gewollt hätte. Alles was der Medcius wusste stand ihm schliesslich zur Verfügung, er konnte in diesem Wissen lesen wie in Büchern.

Asmodi grinste über die Worte des Medicus. Natürlich gefiel ihm der Umstand dass seine Herrin in den Händen einer Dämonin war ganz und gar nicht – denn Mallahall hatte die Macht über ihn und wer die Macht über Mallahall hatte… man konnte sich die Problematik ja wohl ungefähr denken. Es war also durch und durch eigennützig dass der Dämon ihr in den Harax gefolgt war. Wie hätte er wohl reagiert wenn sie nicht seine Herrin gewesen wäre? Wäre Asmodi imstande, nach all dem was er auf Celcia erlebt hatte, sie wirklich einfach so fallen zu lassen? Die Antwort auf diese Frage musste vorerst im Raum bleiben. Aber dass sich Aurelius aufregte und sorgte weil Mallahall ausgerechnet an eine Lustdämonin geraten war amüsierte ihn tatsächlich. Er wusste ja dass Aurelius sehr viel von Mallahall hielt und ja, wenn er Zanraia wohl nicht kennen gelernt hätte…
Der Dämon kratzte sich hinter dem Ohr. Schaute zum Portaldämon. „Was ist denn nun?!“ Knurrte er ungeduldig. Er hatte keine Lust hier in der Portalebene festzusitzen, ausserdem hatte er nicht ewig Zeit… respektive… Aurelius hatte nicht ewig Zeit… und Mallahall schon gar nicht.

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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Erzähler » Dienstag 18. Oktober 2011, 22:34

Befand sich Mallahall oder er in größerer Gefahr? Sie hatte man wie ein Objekt an Naamah weitergegeben, eine Dämonin, die sich auf die Sünde der Lust spezialisiert hatte. Naamah, Mutter aller Succubi. Würde sie die Lichtmagierin zu einer verdorbenen Bettfurie formen, die das Leben - und möglicherweise mehr - aus ihren Opfern heraussaugte? Wie auch immer, unter diesen Umständen wäre Mallahall vielleicht sicherer als es Asmodeus war. Er stank immerhin nach Mensch, war aber keine. Rein optisch ja, er steckte schließlich weiterhin in seinem Wirt. Im Harax war das aber nicht nötig. Da konnte er diesen Körper einfach ablegen und verrotten lassen, wenn er wollte und welcher Dämon wollte das nicht? In einem celcianischen Wirt gefangen bedeutete eine Einschränkung der eigenen Kräfte. Demzufolge wenig beeindruckt zeigte sich auch der Q'lalar, als Asmodi ihm einen Ball puren Seelenfeuers entgegen schleuderte. Er hätte auch so wenig Auswirkungen auf einen Dämon gehabt. Die kannten keine Skrupel, keine Zweifel. Wenn sie überhaupt etwas mit einer Seele Vergleichbares besaßen, war es so verdorben und verkümmert, dass ein Seelenfeuer da nichts mehr zerstören konnte. Asmodi galt nicht als sehr mächtiger oder gefährlicher Dämon. Nicht im Harax.
"Du benutzt sogar die Sprache der Menschen. Das solltest du dir abgewöhnen, solange du hier bist." Der Q'lalar streckte sich. Seine Schwingen spannten sich zur vollen Größe auf. Sie ragten über den Rand seiner gesammelten Schätze hinaus. Er erinnerte an einen Drachen, der auf seinem Hort hockte. "Soll ich dir vielleicht ein Portal zurück nach Celcia öffnen? Du könntest einfach umkehren, die Menschenzauberin vergessen und deine Welt erobern. Niemand vermisst dich hier." Auf die Sticheleien, er sei schwach und weich geworden, ging der Dämon nicht ein. Er ließ sich nicht provozieren. Stattdessen erinnerte er an den Vertrag, den man mit seinesgleichen im Tausch für ein Portal einging. "Etwas Magisches. Ich nehme nicht alles. Und niemand hat vorher gesagt, dass die Menschenfrau nicht im Angebot stand. Sie war der mächtigste magische Gegenstand in der Nähe. Oder glaubst du, ich gebe mich mit dem kleinen Männlein ab, das das Portal überhaupt erst öffnete?" Er verschränkte die Arme. "Ich komme dir bereits entgegen, indem ich dir anbiete, deine Schuld später noch zu zahlen. Und glaube mir, ein besseres Gebot bekommst du nicht. Ich habe Zeit." Gemächlich ließ er sich auf seinen Schätzen zurücksinken. Schon spielte er wieder mit einem dieser Artefakte. Er ließ kleine sternförmige Blitze in einer Kugel aus Glas entstehen und wild zuckend darin tanzen. Es gefiel ihm offenbar.

Einzig eine kleine Präsenz konnte ihn ablenken. Eine menschliche Präsenz. Er legte sein Spielzeug zurück auf den Haufen und schnupperte in Asmodis Richtung. Er roch den Medicus. "Übergibst du ihm etwa die Kontrolle?", erkundigte er sich. Damit war er nicht unbedingt zufrieden, hätte Asmodi gestichelt, wäre er nicht neutral veranlagt. Mit Menschen handelte er nur gern, wenn er sich als Lohn jemanden wie Mallahall erhoffen konnte. Aber bei Asmodeus spürte er keine solche magische Macht. Er war uninteressant, im Grunde nur lästig. Das zeigte er auch wiederholt. "Was ist denn nun?!"
Der Rauch des Q'lalar färbte sich dunkler. Auch die Geduld neutraler Dämonen ging einmal zu Ende. "Ich öffne dir ein Portal - eines! Nach Celcia oder in Naamahs Sphäre. Es ist deine Entscheidung. Wenn wir uns noch einmal treffen, wirst du erst zahlen müssen, ehe du von mir einen weiteren Gefallen erwarten kannst."
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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Asmodeus » Montag 24. Oktober 2011, 00:07

"Du benutzt sogar die Sprache der Menschen. Das solltest du dir abgewöhnen, solange du hier bist." „Wuärrrkkk“ Er schüttelte sich. “Bild dir darauf bloss nichts ein, ich bin nicht vermenschlicht!“ Keifte er dem Q`alar entgegen als fühlte er sich ertappt. Es war auch nicht unbedingt gerade schmeichelhaft für ihn festzustellen dass es tatsächlich so gewesen war, er hatte tatsächlich vergessen in seine „Ursprungssprache“ zu wechseln. Von Muttersprache konnte man im Harax ja schlecht sprechen. Er wich etwas zurück als der Portaldämon seine Schwingen ausbreitete und sich gross machte. Asmodi wusste um die Macht dieser Dämonen und so beschloss er einen Gang runter zu schalten.

"Etwas Magisches. Ich nehme nicht alles. Und niemand hat vorher gesagt, dass die Menschenfrau nicht im Angebot stand.“ Asmodi knurrte. Natürlich, selbst die Q’alalar waren schlau genug sich ihre eigenen Wahrheiten selbst zusammen zu schustern und dabei achteten sie selbstverständlich darauf, dass sie selbst den grössten Profit davontragen würden.
“. Oder glaubst du, ich gebe mich mit dem kleinen Männlein ab, das das Portal überhaupt erst öffnete?" Der Dämon schnaubte. Er glaubte dass dieses gewitzte Wesen sich einfach bei einer der offenbar aufstrebenden Dämoninen des Harax gutstellen wollte. Asmodis Verhandlungsmöglichkeiten indessen waren deutlich beschränkt und offensichtlich würde der Portalwächter nicht darauf eingehen ihm eine „gratis“ Reise zu schenken nur weil Asmodi ein äusserst biestiges und störendes Abbild seiner Art war.

"Ich komme dir bereits entgegen, indem ich dir anbiete, deine Schuld später noch zu zahlen. Und glaube mir, ein besseres Gebot bekommst du nicht. Ich habe Zeit." “JAhrhrh! Guuut Dämon! Dann beschliessen wir dies… aber ICH werde dir das magische Objekt anbieten… NUR ich persönlich!“ Damit wollte Asmodi natürlich verhindern dass wieder was in den Harax gelang ohne seine Zustimmung und Kontrolle. Er war sich aber auch bewusst dass er dem Portalmeister keinen Schund würde andrehen dürfen. Aber auf Celcia lagen ja genügend magische Dinge herum.
Just im dümmsten Moment äusserte sich natürlich auch noch der Medicus zu Wort. Asmodi knurrte und bemerkte dass er damit die Aufmerksamkeit seines schatzliebenden Gegenübers geweckt hatte. Er fletschte bedrohlich die Zähne als der Q’alar ihm entgegen schnupperte und fühlte sich abermals unangenehm ertappt.

"Übergibst du ihm etwa die Kontrolle? [color#663B6]“Natürlich nicht! Ich wollte mich nur kurz über sein Lamentieren ergötzen, ausserdem geht es dich nichts an! Du bist Portalwächter, nicht mehr und nicht weniger also mach wofür du erschaffen wurdest![/color] DIESER DÄMLICHE SCHATZFETISCHIST! UND DU ELENDIGER MENSCH WAGE ES NIE WIEDER ETWAS ZU SAGEN SOLANGE WIR IM HARAX SIND! Asmodi war mehr als nur angespannt. Hier stinkt deine kleine krüpplige humane Präsenz dermassen dass du Rudelweise Dämonen auf den Plan rufst! Also LASS ES! Brüllte der Dämon seinen Wirt an. Offenbar wirkte es. Aurelius sah ein, dass er hier dem Dämon noch zusätzliche Probleme bereiten könnte. Er kannte die Gefüge im Harax nicht, aber er wusste dass er als Mensch sicherlich nicht gerade an oberster Stelle der Nahrungskette stand. Eher… im Gegenteil. Die Duftnote des Menschen nahm rapide ab denn Aurelius zog sich so gut zurück wie er es eben konnte. Asmodi schaute den Portaldämon triumphierend an. “Siehst du! EIN Machtwort nur…. Und er verkriecht sich wimmernd und winselnd und heulend in den tiefsten Ecken seines schändlich gewordenen daseins…welch eine Wonne sag ich dir! Hahahaar! Er legte seinen Kopf schief.

“Stell dir vor, ihn auf diese Weise zu quälen ist genau so süss und Schmackhaft wie wenn du dich mit deinen Schätzchen… vergnügst.“ Er kratzte sich ungeduldig hinter dem Ohr. Krabbelte auf den Schatzberg hin und tippte mit seiner Kralle eine Kugel an, die sofort ebenfalls kleine Funken sprühte. Asmodi war wahrhaftig ein Schmarotzer, selbst im Harax vermochte er sehr schnell anzuecken und die Grenzen mehr als nur auszutesten. Dabei missachtete der Dämon wieder mit einer unheilsamen Ausdauer jegliche mögliche Konsequenz für sich selbst. Auf Celcia war es ja ohnehin so dass meistens der Medicus die Suppe hatte auslöffen müssen und Asmodi in seiner Existenz nur selten wirklich bedroht gewesen war – zumal er diesbezüglich auch immer auf Mallahall und Etelin gebaut hatte. Er traute ihnen einfach nicht zu dass sie ihn fallen lassen würden… aber hier im Harax herrschten andere Bedingungen. Dies schien ihm nach wie vor nicht ganz begreiflich zu sein – respektive er machte es auch hier zu seinem persönlichen Spiel mit dem Feuer. Dem Q’lalar zumindest wurde s langsam zu bunt und so wurde er kurz und klar in seinen Worten.

"Ich öffne dir ein Portal - eines! Nach Celcia oder in Naamahs Sphäre. Es ist deine Entscheidung. Wenn wir uns noch einmal treffen, wirst du erst zahlen müssen, ehe du von mir einen weiteren Gefallen erwarten kannst." Er legte seinen Kopf schief. Kratzte sich. Er würde bestimmt nicht in den Harax hineinspringen nur um dann den Schwanz einziehen und wieder zurück zu gehen. Er würde Mallahall hier rausholen, einfach auch schon aus diesem Grund weil er sonst ja gegenüber dem Q’lalar dastehen würde wie der letzte Schwächling!

Asmodi war äusserst talentiert sich mit seinem grossen Maul in Situationen hinein zu manövrieren aus denen er dann aufgrund seines eigenen Stolzes nicht mehr so leicht hinaus gelangte.
[“Ich will zu Naamah!!“ Asmodi war sich nicht sicher wer ihn da genau erwarten würde – aber mit einer Dämonin… mit sowas würde er schon fertig werden.

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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Erzähler » Dienstag 25. Oktober 2011, 09:32

Der Q'lalar musterte Asmodeus, während der sich angewidert schüttelte. Offenbar hatte der Dämon mit dem blauen Haarschopf bisher nicht einmal gemerkt, dass er celcianisch sprach. Welch Schande! Er wurde von den Menschen beeinflusst und bekam es nicht einmal mit. Ihre Verhaltensweisen schlichen sich ein wie ein Gift und merzten nach und nach seine haraxischen Wurzeln aus. Eigentlich sollte es umgekehrt vonstatten gehen. "Selbst wenn du vermenschlicht wärest, es kümmert mich nicht. Andere werden dich dafür bluten lassen, ich nicht." Ja, Asmodi hatte Glück, dass die Portaldämonen derart neutral waren. Das machte sie in gewisser Hinsicht tolerant gegenüber nichtharaxisch typischen Gegebenheiten; beispielsweise, sich immer noch nicht von seinem Wirt getrennt zu haben. Dass ein Q'lalar dadurch jedoch weniger stichelte, konnte kein Dämon erwarten. Auch diese Sorte wollte ihren Spaß haben. Das Exemplar in Gegenwart Asmodis aber wollte vor allen Dingen seine Ruhe. Vermutlich ließ er sich deshalb darauf ein, ihm vorerst unentgeltlich ein Portal in eine andere Ebene zu öffnen. Asmodi entschied sich für Naamahs Sphäre. Was wollte er denn schon wieder in Celcia? Ohne Mallahall, ohne seine Herrin. Jeder andere Dämon hätte ihn für diese Dummheit zerfleischt. Sollte die Lichtmagierin doch bei Naamah bleiben, eine Succubi werden. Kein Haraxbewohner unterwarf sich einer Menschin! Jedenfalls lautete so die Devise. Wie viele sich tatsächlich zu einem "Schoßhündchen" menschlicher Bastarde machten, diese Zahl blieb im Dunkeln. Schließlich würde kein Dämon dies offen zugeben, abgesehen von Asmodi. Er besaß den Mut dazu oder war dumm genug, die Klappe zu aufzureißen.
"Also gut, Naamahs Ebene. Sie wird sich über Besuch freuen." Der Q'lalar trat an eines der halb zerfallenen Steinportale heran. Er löste ein wenig des Rauches, der ihn wie eine wabernde Aura umgab und setzte so die fehlenden Steine wieder zusammen. Kaum war der Torbogen vollständig, entstand in seinem Durchgang ein Spalt, der rasch größer wurde, bis er den kompletten Bogen ausfüllte. Er hatte sich zu einem Durchgang geformt, dessen Farbverlauf von Pink bis in Violett überging und gelegentlich schwarzae Nuancen aufwies. An den Rändern festigte sich dieses Portal, indem magentafarbene Kristalle aus der Ebene wuchsen und mit dem Stein des Portalbogens verschmolzen. Aus der Ebene drang ein stetes Stöhnen und Jauchzen, als befände sich ein sehr aktives Bordell hinter dem Qualm. Hin und wieder konnte man aber auch das durch Mark und Bein gleitende Knallen einer Peitsche wahrnehmen. Nur ein Succubus konnte diese Ebene bewohnen, da bestand kein Zweifel mehr.
"Tritt endlich hindurch. Wir sehen uns noch früh genug wieder, wenn du - und nur du allein - mich auszahlen wirst." Er stellte sich neben dem Portal auf, darauf wartend, dass Asmodi hindurch schreiten würde. Danach wollte er es so schnell als möglich verschließen. Dieses Großmaul störte ihn.

Auf der anderen Seite des pinken Nebels tat sich eine merkwürdige Ebene auf. Sie bestand aus Felsgestein in verschiedenen Grau- und Brauntönen. Und sie war ein Zusammenspiel mehrerer schwebender Inseln inmitten eines schwarzvioletten Himmels. Pinke Wolken zogen darüber hinweg, gelegentlich blitzte es, doch der Donner blieb aus. Stattdessen vernahm man aufs Neue wieder die Peitschenhiebe, ein gejauchztes Stöhnen einer Frau oder das lustvolle Keuchen eines Mannes, der sich seinen Trieben hingab.
Die großen Inseln waren untereinander verbunden. Steinbrücken, nicht breiter als dass ein Mann darüber hätte gehen können, hielten sie zusammen. Kleinere Inseln schwebten hier und da, unerreichbar für jeden, der nicht fliegen konnte. Aber was wollte man schon auf ihnen? Sie waren gerade einmal groß genug, dass eine kleine Raubkatze darauf Platz gefunden hätte. Außerdem wuchsen auf ihnen nichts, bis auf diese pinken, rosa und magenta farbenen Kristalle. Die schimmernden Edelsteine sprossen auch auf den großen Inseln. Sie wuchsen aus dem Boden oder zwischen den Felsen hervor, wie Pilze.
Dunkelrote bis pinke Flüsse bahnten sich ihren Weg aus dem Nichts und über die Inseln, nur um sich über die Ränder hinweg wieder in die Tiefe und weiteres Nichts zu stürzen.
Dämonen stolzierten umher, allesamt kleiner noch als Asmodis Wirtskörper. Sie waren schlank und nackt, besaßen unnatürlich viele volle Brüste - wenn sie weiblich waren - und ausgeprägte Genitalien in allen erdenklichen Formen und Größen. Goldener Schmuck in Form dünner Reifen und Kettchen boten die einzige Form von Kleidung dar. Die Dämonen besaßen allesamt einen dünnen Teufelsschwanz und kleine, lederne Schwingen. Letztere waren derart verkrüppelt, dass sie nicht in der Lage waren, zu fliegen. Aber dafür besaßen sie eine andere Form von Macht. Wo zwei Dämonen aufeinander trafen, da hauchte der eine dem anderen einen Kuss auf, dass dieser als rauchender Rückstand auf dem Körper zu sehen war. Sogleich legten sie sich an Ort und Stelle nieder, um sich zu paaren. Liebe war nicht mit im Spiel, einzig ihre instinktiven Triebe lockten sie. Der Anblick dieser Ebene allein vermochte ein celcianisches Männerherz zum Stillstehen zu bringen - denn sämtliches Blut im Körper würde sich neu verlagern.
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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Asmodeus » Sonntag 30. Oktober 2011, 11:44

"Selbst wenn du vermenschlicht wärest, es kümmert mich nicht. Andere werden dich dafür bluten lassen, ich nicht." Der Dämon knurrte. Diese verfluchten Bastarde sollen sich um ihren eigenen Kram kümmern und sich nicht in meine Kreise einmischen! ICH habe weit grösseres vor als mich auf ewig hier im Harax im Dreck zu suhlen! Er forderte in Namaahs Ebene gelangen zu dürfen. Mächtig sollte sie sein? Weiblich. Ein Succubus? Er knurrte. Er ekelte sich vor dem Gedanken dass sich ein Dämon tatsächlich auf Geschlechtsverkehr spezialisierten, natürlich er war mit Zanraia intim geworden aber das… war was anderes. Prinzipiell fand er menschliche Körper nichts ästhetischen und nichts ansprechendes um ihm näher zu kommen wenn es nicht darum ging die Gedärme rauszureissen. Der Dämon folgte dem Q’lalar zum Steinportal. Ungeduldig wartete er. Ungeduldig und vermutlich auch nervös. Er war lange nicht mehr im Harax gewesen, Asmodi war nicht dumm und merkte dies selbst. Vielleicht war er doch schon zu sehr an Celcia angepasst als dass es noch eine gute Idee war tiefer in den Harax vorzudringen. Ausserdem verschuldete er sich beim Q’lalar. Dieser würde ihn nicht mehr reisen lassen ohne magischen Gegenstand, so muss er hier irgendwo einen auftreiben. Er glaubte bereits zu wissen auf was der Portaldämon spekulierte, nämlich darauf dass Mallahall sein einziges Zahlungsmittel sein würde um wieder aus dem Harax zu gelangen und der Q’lalar sich noch besser stellen können würde bei Namaah, aber wenn er auf dieses Vorgehen spekulierte hatte sich dieser Bastard von Türsteher geschnitten!
Er hockte vor dem Portal und legte seinen Kopf schief als er das Stöhnen und Jauchzen vernahm. Asmodi bleckte die Zähne. Schüttelte sich leicht. Das war ja widerwärtig! Wie konnte sich ein Dämon nur so weit herablassen sich mit der Lust der Menschen zu beschäftigen das war doch… „Wüääärrkkk!“
Ein Frauenheld war Asmodi damit definitiv nicht. Er hörte die Peitschenhiebe. Dies war eher nach seinem Geschmack. Aber dieses Frohlocken von ASmodi durfte nicht mit jenen eines gewissen Sklaventreibers aus Sarma verwechseln der beim Klang der Peitschte in lustvoller Weise nervös wurde. Asmodi wurde nicht gerne gepeitscht, ER quälte gerne und eine Peitsche eignete sich so wundervoll dazu eine Haut aufzuschlagen so dass sie schön auseinanderklaffte. In solche Wunden konnte man tolle Dinge reinstecken. Holzspäne, Kieselsteine… eine wahre Freude für jeden Sadisten und Asmodi war definitiv einer. Einer dem es völlig egal war wie sich die Gegenseite dabei fühlte im Gegenteil er ergötzte sich ja geradezu am Schmerz und der Qual des anderen. Bei einem wahren Masochisten, dem würde er wohl diese Tortur verweigern und ihn mit überschwänglicher Sanftheit „Quälen“. Ja so war er der gute Asmodi.
"Tritt endlich hindurch. Wir sehen uns noch früh genug wieder, wenn du - und nur du allein - mich auszahlen wirst."
„HETZ MICH NICHT!“ Knurrte der Dämon und blieb absichtlich noch einige Sekunden hocken bis er sich endlich durch das Portal hindurch bewegte. Er lief auf zwei Beinen auch wenn er eigentlich lieber Krabbelte. Aber so konnte er sich einen besseren Überblick über diese Ebene beschaffen. Die war vielleicht kitschig eingerichtet überall diese hässlichen Pinken Kristallen und dieser seltsame Lustdampf der durch die Ebene schwebte. Grässlich! Diese Namaah hatte ja sowas von keinen Geschmack.
Er musterte die kleinen Dämonen kühl und fauchte sie auch an wenn sie ihm zu nahe kamen. Er sah vielleicht aus wie einer dieser Triebgesteuerten Menschen doch er war keiner! Ausserdem ekelte er sich vor dem Sammelsurium an Brüsten und Schwänzen. Widerlich! Die Dämonen besassen sonst keine natürlichen Waffen. Keine Klauen, keine Hörner, nichts.
Nun vermutlich war nicht einmal Aurelius der Typ Mann gewesen der sich hier in dieser Ebene sofort verloren hätte, er war ja doch ein sehr schüchterner Geselle. Aber es gab bestimmt andere Exemplare – z.B. gehörnte.- welche ein einfaches Opfer für diese Sphäre dargestellt hätte.

Ungeduldig sah er sich nach Mallahall um. Schritt tiefer in die Ebene hinein. „Namaaahhh?!“ Brüllte er in die Ebene. Er forderte ihre Aufmerksamkeit. Schnaubend trat er gegen eines der Pärchen die sich gerade Paarten. Er wollte macht demonstieren, zeigen dass er ein mächtiger Dämon war, mit dmem man nicht machen konnte was man wollte.

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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Erzähler » Montag 31. Oktober 2011, 08:58

Für so manchen hätte diese seltsame Ebene mitten im Harax ihren Reiz gehabt. Die Geräusche, die Wärme, der sich wie zwei sich vereinende Körper ineinander windende, rosée farbene Qualm, der vorherrschende Duft - ein Aroma aus Schweiß und Ekstase - all das lud jene ein, die ihre Triebe nicht unter Kontrolle halten konnten. Es mochte überraschend klingen, aber unter Ritualmagiern und auch anderen Celcianern gab es derer viele. Natürlich war hier das männliche Geschlecht vorherrschend, weshalb die meisten Dämonen in der Umgebung, die sich mit ihren sterblichen Opfern vergnügten, weiblich waren. Jenen Opfern waren im aufgrund des häufigen und auch schon sehr langen Aufenthalts im Harax Hörner an Stellen gewachsen, wo sie sie nicht wünschten. Sie besaßen Schuppenflechten, die sich über ganze Körperpartien zogen oder ihre Augen hatte eine irritierende Farbe angenommen. Die ältesten Exemplare unter ihnen und damit war nicht das Alter, sondern ihre Aufenthaltszeit im Gesamten gemeint, wirkten ausgemergelt. Sie waren ausgezehrt vom ewigen Frönen ihrer Lust und den damit verbundenen körperlichen Abgaben. Die Dämonen saugten sie bis aufs Blut aus, sie nährten sich von ihren Kräften und warfen sie schließlich fort, wenn aus ihnen eine sich lediglich schwach windende Hülle ihrer Selbst geworden waren. Dann tauchten die kleineren Dämonen auf wie eifrige Insekten. Sie verschlangen den Rest des Opfers, bis nichts mehr blieb. Als hätte er niemals existiert. Auf Celcia glaubte man, er habe sich im Harax verirrt und käme eben nicht mehr zurück. Sein wahres Schicksal würde ihnen ewig verborgen bleiben und somit auch die Warnung, sich von Succubi fernzuhalten.

Jemand, der sie ebenfalls gezielt aufsuchte, war Asmodi. Genau genommen suchte er nur eine von ihnen: Naamah. Sie war im Besitz von Mallahall und befand sich hier irgendwo in ihrer Sphäre. Von ihr oder der Lichtmagierin war jedoch weit und breit nichts zu sehen. Auch auf sein Gehör konnte sich Asmodi nicht verlassen. Erstens war es menschlicher Natur und somit schwächer als sein eigenes, Haraxisches. Zweitens stellten das Stöhnen, Ächzen und Keuchen dermaßen starke Geräuschpegel dar, dass man es fast schon als Rauschen wahrnahm. Es wurde zur wahren Herausforderung, mehr heraus hören zu wollen.
Also rief er nach ihr, nach Naamah. Vielleicht hörte sie ja ihn.
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"Ja? Wer ruft da?" Ihre Stimme besaß einen rauchigen Unterton. Verführerisch und weich war sie dennoch, mit einer Spur dieses erotischen Akzentes, den manche Celcianer nur zu diesem Zwecke erlernten: um erotisch zu wirken. Und dann erschien ein Bild zu dieser Stimme. Naamah wusste, einen Auftritt perfekt zu inszenieren. Sie trat aus einer Wolke blassrosa Rauches, so dass diese sich wie ein Schleier aus purem Nebel an sie heftete, um noch einen Moment ihren Bewegungen zu folgen. Naamah besaß einen ausgeprägten Hüftschwung, ohne dass er übertrieben wirkte. Jede noch so kleine Bewegung eines noch so unbedeutenden Muskels zielte nur darauf auf, Aufmerksamkeit zu erwecken. Vor allem aber wollte sie damit die Lust derer steigern, die ihre Schritte verfolgten. Man konnte sie als beinahe nackt bezeichnen. Um ihre Hüften legte sich ein hauchdünnes Tuch, das matt violett war und kaum Einblick auf ihren Schoß gab. Man wollte es fortreißen, um die süße Versuchung dahinter freizulegen, hing es doch nur an zwei goldenen Ringen zu beiden Seiten.
Darüber leuchteten Tätowierungen haraxischen Urpsrungs. Übersetzen konnte man sie mit den Begriffen Lust, Sünde und Ekstase. Sie waren ineinander verschnörkelt. Den Nabel zierte ein Kristallschmuck, bestehend aus zwei Perlen, die auf einen dünnen Stab gesteckt waren. Die Brüste lagen vollkommen frei, wippten bei jedem Schritt in perfekter Harmonie. Durch die Brustwarzen waren ebenfalls kleine Kristallstecker gestochen. Sie funkelten im vorherrschenden Licht und konkurrierten mit dem Schmuck, den Naamah trug. Ein goldener Reif glänzte am Oberarm. Pinke Kristalle waren in runde Fassungen gelassen und kleine Goldkettchen hingen in Bögen von dem Armschmuck ab. Um das recht Handgelenk legte sich Armband, ebenfalls Gold als Basismaterial nutzend. Zum Arm hin lief es in einem filigranen Muster spitz zu. Das Augenmerk lag jedoch auf dem beachtlichen Klunker, der vom Handgelenk blitzte. Ringe und Reigen ähnlicher Machart zierten Finger und die andere Hand. Um die Fußfessel war ein größerer Reif gelegt, in den haraxische Worte eingeprägt waren. Wieder bezeichneten sie Lust, Ekstase und Sünde.
Naamah besaß spitze Ohren, wie die celcianischen Elfen. Sie hatte sich mehrere Stecker aus Gold und Kristall der Länge nach hindurch stechen lassen, trug zusätzlich aber noch einen Ohrring aus Gold, von dem weitere Zierden herab baumelten. Ein Kettchen reichte bis zu einem Stecker in ihrer Nase. Die Stirn war von einem ähnlichen Schmuck durchstochen wie der Nabel und um Naamahs langen, schlanken Teufelsschwanz legten sich goldene Ringe in unregelmäßigen Abständen.
Das Gesamtbild schien perfekt, obgleich sie nicht die Form einer reinen Frau besaß. Naamahs Füße endeten in pferdeähnlichen Hufen, auf denen Kristalle wuchsen wie aus dem Fels der unmittelbaren Umgebung. Der Schwanz endete nicht in einer Teufelsspitze, sondern stand in pinken Energieflammen. So zeigte sie ihre Aura. Dieses Leuchten ging auch von ihrem Haar aus, dass ellenlang an ihrer Schulter vorbei fiel und in leichten Locken endete. Die Farbe war ein helles Magenta. Es teilte sich bei den Spitzohren, am hinteren Rücken, wo spitze Kristall-Lappen aus der Wirbelsäule ragten, sowie an der vorderen Stirn. Dort ragte ein verdrilltes, pinkes Horn gute 30 Zentimeter in die Höhe. Hufe und Fingernägel hatte sich Naamah pink lackiert, auf ihren Wangen lag Goldstaub, die Lippen waren dunkelrosa gefärbt. So stachen ihre orange leuchtenden Augen hell auf der gebräunten Haut hervor.
Sie war ein Abbild reiner Lust. Wenn man sie betrachtete, erinnert man sich an Frauenschenkel, an denen Lustsäfte herab flossen. Man dachte an Wärme, Geborgenheit und die Erschöpfung nach dem Höhepunkt. Man wünschte sich jenen mit jedem Atemzug herbei, den sie tat, während sich unter ihren Lungen der Brustkorb blähte und die vollen Früchte ihrer weiblichen Rundungen ein Stück nach vorn drückte.
"Du bist keiner meiner Succubi und auch keiner der kleinen Dämonen, die den Müll beseitigen. Trotzdem kommst du mir vertraut vor. Was möchtest du, Dämon?" Sie brauchte sich nicht vorzustellen. Nur jemand wie sie konnte Naamah, Mutter aller Lustharaxier sein. Trotzdem grüßte sie Asmodi: "Ich bin Naamah, Herrin der Ekstase und vielleicht deine Luststute, wenn du dich entsprechend benimmst." Ein verführerisches Zwinkern folgte.
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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Asmodeus » Dienstag 8. November 2011, 15:09

Angewidert musterte Asmodi die ausgelaugten und verbrauchten Körper der Opfer, eigentlich sollte der Anblick eines solchen Menschen, eines solches Schicksals ihn mit Schadenfreude erfüllen doch Asmodi war nicht danach dies zu empfinden. Denn die Verführungskünste die Voraussetzung eines jeden guten Lustdämons war erschien ihm persönlich bereits eine zu grosse Vertiefung in die celcianische Liebe und Triebhaftikeit. Ausserdem war er nun mal kein Succubus sondern ein Seelendämon der sich seine Nahrung auf andere Weise beschaffte. Vermutlich würde es ein Löwe auch nicht appetitlich finden wenn er einer Königskobra zugucken würde wie diese gerade eine kleinere Schlange frass… nüchtern betrachtet war beides Fleisch aber jeder Jäger hatte eben seine Vorlieben. Ähnlich verhielt es sich bei den Dämonen.

Aber Naamah konnte er in dem Haufen sich windender und verlustierenden Körper nicht ausmachen, auch von Mallahall fehlte jede Spur. Dies wir war nun wirklich nicht der richtige Ort für die Maga, sie welche so ein liebreizendes und reines Wesen war würde hier doch eingehen bei allem Verdorbenen, Sündigen und Verruchten was hier geschah. Vielleicht kannte er Mallahall diesbezüglich aber auch einfach schlecht, nur weil sie eine Heilerin und eine Lichtmagierin sowie aus Zyranus stammte hiess das noch lange nicht dass sie automatisch gleich prüde sein musste. Im Gegenteil, war sie es doch gewesen die aus dem Goldkäfig Zyranus ausgebrochen war um sich unter Zigeuner zu mischen, dass sie also auch nicht die traditionelle Sexualität der Zyraner lebte – nämlich die völlig stiere – war naheliegend.

Dennoch wollte er nicht dass sie zu einer Dämonin wurde. Auch wenn er nicht genau wusste wie das eigentlich gehen sollte, war sie doch ein Mensch. Doch wenn er so die Überreste jener Menschen betrachtete die nun Hörner bekamen und selbst aussahen wie Geschöpfe des Harax war er sich nicht so sicher, ob es nicht doch möglich war aus einem Menschen einen Dämonen zu schaffen.
Er bleckte die Zähne. Er sollte der einzige hier sein der darüber verfügen durfte was aus seiner Herrin werden würde und nicht irgend eine dahergevögelte Succubi! Er schnaubte finster. Fühlte sich in seinem Stolz als mächtigen Dämon verletzt. So forderte er lauthals brüllend die Aufmerksamkeit der gesuchten Dämonin. Natürlich sie war nicht die eigentliche Diebin von Mallahall, der Portaldämon war es schliesslich gewesen der sie in die Dämonenwelt gezogen hatte, dennoch würde er Mallahall von Naamah zurückfordern.

"Ja? Wer ruft da?" Er wandte sich um als die rauchige erotische Stimme ertönte und sah wie sich eine verruchte und erotische Dämonin auf ihn zubewegte. Vermutlich war sie selbst von den Göttern in den Harax verbannt worden weil Manthala eifersüchtig war. Oder so. Asmodi glaubte ohnehin nicht an die alten Pappenheimer im Himmel die sich irgendwie in das Schicksal der Menschen einmischten! Götter! Naiver Scheissdreck! Dämonen waren die wahren Herren und damit basta.

Er musterte die Tätowierungen der Frau und legte seinen Kopf schief. Sein glühendes Blau passte eigentlich recht gut zum purpurnen Rauch den sie umfing. Auch körperlich würden sich die beiden nicht schlecht ergänzen, zumindest Aurelius Körper nicht. War sich Asmodi überhaupt der möglichen Gefahr bewusst in die er sich da gebracht hatte? Nicht seinetwegen aber Aurelius… als faktisch unsterblicher aufgrund seines Parasiten musste doch für einen Succubi ein wahres Füllhorn darstellen. Von ihm würde sie eine Ewigkeit lang laben und saugen können ohne seine Lebensgeister zu verbrauchen…. Hoffentlich machte sie diese Gedankengänge nicht, doch auch Asmodi machte sie nicht und Aurelius schon garnicht dieser war… sehr aufmerksam… ja, auch er war nur ein Mann und auch in ihm wuchs eine gewisse Sehnsucht bei ihrem Anblick. Vermutlich waren die purpurnen Dämpfe um sie herum ein natürliches dämonisches Aphrodisiakum welches ihre Opfer lockte und nach ihr sehnen liess. Ausserdem war Aurelius einer der Männer der seine sexualität nie sonderlich wild gelebt hatte… nun erweckte der Anblick jener Sünde Versprechungen und Sehnsüchte von deren Existenz er bisher nur hätte Träumen können. Asmodi bemerkte dass der menschliche Seelenanteil obwohl er nicht mal die Vorderhand hatte schon sehr stark von Naamah angesprochen wurde, ähnliches Verhalten erwartete er also auch von Mallahall. Es war gut möglich dass die Maga gar nicht mehr nach Celcia wollen würde. Aber darüber hatte sie ohnehin nicht zu entscheiden. Sie gehörte ihm und er holte sie da raus wann er es wollte.

Seit Asmodi den Harax betreten hatte steigerte er sich wieder sehr massiv in seinen Grössenwahnsinn hinein.
"Du bist keiner meiner Succubi und auch keiner der kleinen Dämonen, die den Müll beseitigen. Trotzdem kommst du mir vertraut vor. Was möchtest du, Dämon?" Er knurrte. Was erlaubte sie sich IHN mit einem dreckigen Succubi oder Müllfresser zu vergleichen! Unerhört!
Er schnaubte nur, seine Augen flackerten zornig auf. Er kam ihr bekannt vor? Kaum, waren sie sich doch nie begegnet!
"Ich bin Naamah, Herrin der Ekstase und vielleicht deine Luststute, wenn du dich entsprechend benimmst."
"ICH bin Asmodi, Spross des mächtigen Ashmodai Daeva!! Und ich bin hie weil ich zurückfordere was mir gehört! Du wurdest betrogen von einem niederträchtigen Q’lalar der dir eine Ware zukommen liess an welcher er überhaupt keinen Anspruch hatte!“
Ja… ich will dich als Luststute haben ich werde alles tun was du willst! SCHNAUZE DU TRIEBHAFTER IDIOT! Naamaaahrhrhr… Herrin der Lüste… DU WIDERWÄRTIGER SCHWANZGESTEUERTER BASTARD, HALT DIE KLAPPE ODER ICH KASTRIER DICH! …
ASmodi wurde unruhig, merkte er doch dass Aurelius im Moment nicht gerade Herr seiner Sinne war und sogar dreist genug war zu versuchen die Kontrolle zu übernehmen, doch Asmodi weigerte sich standhaft.

"ich bin nicht an Pferden interessiert! Ich will die Menschin wiederhaben!" Keifte er ihr ungeduldig entgegen. Wieder hatte er ein Auftreten sondergleichen - was dreistigkeit betraf.

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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 9. November 2011, 14:17

Die Sehnsucht, die sich in Aurelius sammelte, kam nicht von irgendwoher. Naamah hätte auch als zahnlose, alte Vettel in Erscheinung treten können, bei Aurelius hätte sich ein ähnlich zentralisierter Blutstau gebildet. Es lag aber nicht an der Aura, die diesen Dämon umgab. Ebenso wenig strömte aus den glühenden Tätowierungen ein Lockstoff. Nein, es waren Naamahs Haare. Sie sonderten winzigste Partikel ab, die einen schwachen Menschen in Wallung brachten. Sie brauchte nur das Haar ein wenig zu schütteln, schon stieben davon kleinste Teilchen in die Luft. Sie glitzerten für den aufmerksamen Beobachter für den Bruchteil einer Sekunde auf, ehe sie zu unsichtbaren Staubkörnchen wurden, die das Opfer hoffentlich einatmete. Und mit ihnen gelangten auch die haraxischen Dämpfe in den Organismus eines im Harax gefangenen Sterblichen. Deshalb war diese Welt so gefährlich für ihn. Menschen verwandelten sich nicht in Dämonen, nicht in jene Sorte, die den Harax beherrschte. Aber sie veränderten sich. Die Dämpfe oder besser gesagt deren Inhaltsstoffe sorgten dafür.
Wer sich ihnen zu lange aussetzte, dessen Körper versuchte, sich an die Umgebung anzupassen. Schließlich besaß jeder Mensch einen natürlichen Überlebensinstinkt und wenn dieser erkannte, dass man durch Veränderung überleben konnte, war er bereit, das auf sich zu nehmen. So wuchsen unter Umständen seltsame Körperpartien, zusätzliche Gliedmaße, Hörner, Schuppen oder alle möglichen Abartigkeiten, die sich der menschliche Verstand auch nur ansatzweise vorstellen konnte. Dadurch wurden sie allerdings noch lange nicht zu Dämonen. Die äußerliche Erscheinung reichte in einer Welt wie Celcia aber aus, es das einfache Volk glauben zu lassen, weshalb schon so mancher arme Ritualmagier, der zu lange im Harax geblieben war, sein Ende auf einem celcianischen Scheiterhaufen fand.
Hoffentlich blieb Mallahall ein derartiges Schicksal erspart, aber auch auf seinen Wirtskörper würde Asmodi Acht geben müssen. Und hierbei war nicht nur auf die vorherrschenden Dämpfe verwiesen. Naamah besaß Macht - sehr viel Macht, wenn es um den menschlichen Körper ging. Das musste sich selbst Asmodi nun eingestehen, denn er spürte sehr gut, dass sich Aurelius kaum mehr unter Kontrolle hatte.

Naamah lächelte süffisant, als sie die ersten körperlichen Reaktionen auf ihre Anwesenheit ausmachte. Aber ihr Lächeln schwand, kaum dass sich Asmodi vorstellte. Es wich einem immer breiter werdenden Grinsen und Erkenntnis funkelte in ihren orangenen Augen. "Ashmodai Daeva? Nun verstehe ich." Sie machte einen Schritt auf den Dämon zu. Ihre Hüfte schwang unsagbar verführerisch. Sie begann, scheinbar beiläufig mit ihren Haaren zu spielen, doch jede noch so kleine Bewegung war genau einkalkuliert. So auch das unschuldige Heben der Schulter und seitliche Drehen, so dass sie zum Vernaschen gut aussah, als ihre Wimpern sich über der leuchtenden Augenpartie hoben.
"Bist du tatsächlich aus keinem anderen Grund hier?" Plötzlich fiel die Fassade des unschuldig, aber mehr als aufreizenden Mädchens von ihr ab. Ihre Züge härteten sich ungemein, man konnte für einen Moment die wahre Fratze hinter all dem Erotischen erkennen und sie schaute bei weitem unangenehm aus. Naamah stemmte die Hände in die Hüften. Vermutlich genau dorthin, wo Aurelius jetzt am liebsten seine eigenen Hände gelegt hätte.
Sie schnaubte. "Dabei bist du doch nur aus dem einen Grund hier, weil dein ach so mächtiger Schöpfer die Finger nicht von mir und meinen Ideen lassen konnte. Du tauchst hier also in meiner Ebene auf, forderst ein wertloses Zahlungsobjekt zurück und begrüßt nicht einmal die, die celcianische Lebewesen als deine Mutter bezeichnen würden! Du bist wahrhaft unhöflich und kein bisschen demütig. Du solltest dich vor mir auf die Knie werfen und mir die Hufe küssen, minderwertiges Geschöpf! Ich bin Naamah, Herrin aller Succubi und jene Dämonin, die sogar ihresgleichen verführte und sie bat, ihr eine Armee aus seelenfressenden Dämonen zu schaffen." Ein kokettes Lachen erfüllte die Ebene. Dann rollte sie mit den Augen. "Aber dein Schöpfer war nicht Manns genug, mehr als einen aus seiner Magie zu produzieren. Er war ein Feigling, weil er wusste, dass schon zwei von euch ihn all seine Kraft hätten kosten können. Zu bedauerlich, dass ich ihm dann nicht mehr meine Aufwartung machte, aber ich gebe mich verweichlichten, feigen Schwächlingen nicht hin!"
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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Asmodeus » Samstag 12. November 2011, 22:56

Naamahs Lustpartikel strömten ungefiltert in Asmodis menschliche Nase. Er konnte dies nicht verhindern, kein Mensch war in der Lage sich der Welt der Gerüche zu verschliessen denn er musste Atmen. Aurelius hatte bereits alles um sich herum vergessen er wollte nur noch zu dieser Frau gehen die ihm alles Versprach. Süsse Verführung, leidenschaftliche Ritte, ein Feuerwerk der Gelüste! Oh es weckte tiefste triebhafte Instinkte in ihm welche sogar den Dämon irritierten, dieser kannte seinen Wirtskörper ja eigentlich in und auswendig doch dass auch dieser prüde Arzt solch schweinische Sehnsüchte in sich trug überraschte ihn nun doch. Aber er hatte im Moment weder die Zeit noch Lust sich mit den Trieben seines Wirtskörpers zu befassen. Schliesslich war Asmodi nie gut darin gewesen sorge zu seinem Wirtskörper zu tragen. Doch er spürte auch was anderes, er hatte hier eine mächtige Dämonen vor sich und musste seine spitze Zunge wohl oder übel etwas drosseln. Instinktiv duckte er sich leicht, ein klassisches tierisches Verhalten welches eine gewisse Unterlegenheit symbolisierte um den stärkeren nicht zu erzürnen.

"Ashmodai Daeva? Nun verstehe ich."

Er legte irritiert den Kopf schief. Er verstand nicht. Was hatte Mallahall mit Ashmodai zu tun? Er schaute zu ihr hoch als sie sich verführerisch zu ihm bewegte, Asmodi liess dies kalt, ganz im Gegensatz zu Aurelius. Namaah musste diese menschliche Existenz in Aurelius Körper einfach spüren, nun sie wusste ohnehin dass einer da sein musste schliesslich präsentierte sich Asmodi nicht in seiner natürlichen haraxischen Gestalt. Vermutlich war sie bewusst näher gekommen um ihm zu beweisen dass sie Aurelius nach vorne reissen konnte wenn sie es wollte und Asmodi sich dagegen nicht würde erwehren können. Erst jetzt bemerkte er dass er darauf Angewiesen war in der Gunst dieser Dämonin zu stehen, denn wenn sie erst mal Aurelius in ihrem dämonischen Besitz hatte war er verloren.

"Bist du tatsächlich aus keinem anderen Grund hier?" „Was soll ich sonst von dir wollen Namaah, mich hält nichts mehr am Harax, ich habe mir mein eigenes Reich geschaffen!“

"Dabei bist du doch nur aus dem einen Grund hier, weil dein ach so mächtiger Schöpfer die Finger nicht von mir und meinen Ideen lassen konnte.“

Er starrte sie an, seine Augen funkelten Blau doch er war irritiert. Was redete sie da? Hatte man ihr etwa das Hirn aus den Kopf gevögelt oder was war mit dieser „Luststute“ nicht in Ordnung? Irritiert senkte er sein Haupt funkelte ihr unruhig entgegen, es passte ihm nicht sich hier irgendwelchem Schwachsinn bezichtigen zu lassen.
“Du tauchst hier also in meiner Ebene auf, forderst ein wertloses Zahlungsobjekt zurück und begrüßt nicht einmal die, die celcianische Lebewesen als deine Mutter bezeichnen würden!“

„WAAAAAAS?!“ Er spotzte es aus wie ein Fremdkörper. Was redet die da nur?! Nun loderten seine Augen wütend auf, wie konnte sie es wagen ihn als ihren… ihre… SOHN… zu bezeichnen!
Du bist wahrhaft unhöflich und kein bisschen demütig. Du solltest dich vor mir auf die Knie werfen und mir die Hufe küssen, minderwertiges Geschöpf!“

Asmodi knurrte, so leicht liess sich kein Dämon beugen sie mussten gebeugt werden, sicherlich Naamah verfügte vermutlich auch über die nötige Macht dazu, dies durfte er nicht vergessen. „Ich weiss nicht wovon du Sprichst, vielleicht liegt es an diesen seltsamen Dämpfen hier auf deiner Ebene…“ Er duckte sich vorsichthalber machte damit deutlich dass er nicht hier war um zu Kämpfen. Sie könnte ihn wohl locker packen und auf den Rücken legen und genau dieser Schmach versuchte er zu entgehen, jetzt zu kuschen war weniger ärgerlich als auf den Rücken gestossen zu werden. Ich werde mich vor dir auf die Knie werfen und dir die Hufe küssen! Bitte, verstosse diesen Dämon und nimm mich! Kümmere dich um mich! Naamah, Herrin der Succubi! Naamah! Kümmere dich um mich!!! Ich brauche dich! Ich will dir dienen! Bitte!“ Asmodi wich einige Schritte von ihr zurück, wollte er doch die Kontrolle um jeden Preis erhalten. Er knurrte, biss sich selbst in den Arm. Hör auf!

“Ich bin Naamah, Herrin aller Succubi und jene Dämonin, die sogar ihresgleichen verführte und sie bat, ihr eine Armee aus seelenfressenden Dämonen zu schaffen." „Eine Armee? Jarhrhrh…“ Soviel er wusste war er einer der einzigen Seelenfresser die es gab, aber wenn sie ihn für eine Armee hielt… störte ihn dies ganz und gar nicht. Nun machte er sich gross, wähnte sich in falscher Bewunderung.

"Aber dein Schöpfer war nicht Manns genug, mehr als einen aus seiner Magie zu produzieren. Er war ein Feigling, weil er wusste, dass schon zwei von euch ihn all seine Kraft hätten kosten können. Zu bedauerlich, dass ich ihm dann nicht mehr meine Aufwartung machte, aber ich gebe mich verweichlichten, feigen Schwächlingen nicht hin!"

Asmodi knurrte. „ICH bin mächtiger und stärker als Ashmodai jemals sein könnte!“ Das behauptete er nun zumindest einfach mal so. Asmodi konnte sich an seine eigene Erschaffung nicht erinnern schliesslich war er in den ersten Jahren seiner Existenz ausschliesslich damit beschäftigt gewesen zu Fressen um grösser und mächtiger zu werden und ja, in seiner wahren Gestalt war er ziemlich gross. „Ich bin tatsächlich nur hier um das Menschenweib abzuholen… mehr nicht Naamah…“ Er glaubte nicht dass sie bei seiner Schöpfung mitgewirkt hatte, warum hatte er denn nie was von ihr gehört. „Kannst du mir denn beweisen dass ich deine Schöpfung bin? Mhm? Behauptungen Naamah, verdienen MEINEN Respekt nicht.“

Er konnte es einfach nicht lassen… er musste seine masslose beinahe schon erdrückende Unsicherheit mit seiner vermeintlichen Selbstsicherheit überspielen. Für einen Moment jedoch setzte sich Aurelius durch, die Aura des Dämons schwankte, Naamah konnte nun deutlich die menschliche Seele riechen die nach ihr lechzte. Aurelius starrte ihr wie in einem erregten Trancezustand entgegen, wie ein besessener ein Wahnsinniger. „NAaamaahrh…“ Ächzte er, dann wurde er zurückgerissen – von Asmodi den es bei dieser Aktion nach hinten hin überschlug. Wütend knurrend rappelte er sich wieder auf.

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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Erzähler » Freitag 18. November 2011, 09:49

Die Dämonin stieß langsam Luft aus. Ihre Tätowierungen glühten. Vor ihr stand kein mächtiger Dämon, nicht aus ihrer Sicht. Er schien sich nicht zu trauen, seine wahre Gestalt zu präsentieren. Vielleicht war er verkrüppelt oder überaus hässlich. Möglicherweise aber war seine Schwäche auch, dass er in dämonischer Gestalt noch anfälliger für ihre Verführungskünste sein könnte. Der Menschenkörper zeigte bereits erste Anzeichen. Naamah kannte diese genau. Sie blickte kurz zum Schritt des Mannes, erwartete deutlich sichtbare Reaktionen auf ihr Erscheinungsbild. Doch Asmodi lenkte sie ab, indem er sich leicht duckte und dann irritiert den Kopf schief legte, als sie von seinem Schöpfer sprach. Oh, dieses Wesen war alles andere als mächtig. Welche Schande für den großen Ashmodai Daeva! Sie grinste.
"Nun, dich hält vielleicht nichts hier, aber du bist schließlich nicht allein gekommen. Dein Wirtskörper möchte offensichtlich doch mehr von mir als die Auszahlung des Q'lalar." Sie leckte sich über die Lippen, hob eine Schulter etwas an und streichelte ihre mehr als perfekt geformten Brüste. Alles Provokation, aber weitere Dämpfe strömten aus ihrem Haar. Das musste den menschlichen Wirt durchaus ansprechen, wohingegen sich das Haraxwesen in ihm weiterhin darüber entsetzen konnte, dass sie sich seine Mutter schimpfte. Es stimmte nicht. Sie war nicht wirklich seine Mutter, dazu hätte sie ihn gebären oder ausbrüten müssen. Dämonen vermehrten sich nicht auf diese Weise, aber Naamah behauptete schließlich auch nur, der Grund dafür gewesen zu sein, dass Ashmodai Daeva sich entschloss, ihn zu erschaffen.
Voller Genugtuung beobachtete sie seine Reaktionen. Er wich zurück. Sie kämpfte nur auf diese Weise und es befriedigte sie, ihn so zu sehen. Also machte sie wieder einen Schritt nach vorn. Die Distanz blieb klein. "Beiß dich doch nicht. Das könnte ich tun. Das und viel mehr, wenn du es zulässt." Ihre Stimme nahm einen immer erotischeren Ton an. Sie verführte ihn, versuchte es zumindest. Was interessierte sie schon der wahre Grund seines Kommens? Er war hier, er war potenzielle Energie, die sie sich einverleiben konnte und nur das zählte. Naamah verhielt sich da nicht anders als andere Dämonen. Egoismus gehörte zu ihren Grundzügen. Nun, sie wollte zusätzlich noch seine Worte auf die Probe stellen. Wenn er mächtiger als sein Schöpfer wäre, dann könnte er ihr sich ihr auf Dauer vermutlich entziehen. Sie wollte ihm das Gegenteil beweisen und zeigen, wie mächtig sie war!
Naamah trat noch dichter an ihn heran. Jetzt passte weder ein Dämon noch ein Mensch länger zwischen sie. Die Lippen der Dämonin öffneten sich einen Spalt weit. Ihre Zunge lugte hervor und wieder glitt sie über den Mund. Dabei stieß Naamah einen sanften Laut aus, nicht ganz ein Stöhnen, aber dazu könnte er werden, wenn man sie nur weiter animierte.
"Du bist nicht meine Schöpfung, Asmodi. Ich gab nur den nötigen Anstoß, dich erschaffen zu lassen. Scheinbar warst du zu lange ein Mensch und hast vergessen, wie man sich im Harax einen Nachkommen schafft. Wenn du so sehr an den niederen Menschen interessiert bist, warum widmen wir uns dann nicht jener einen Beschäftigung, die durchaus entspannend sein kann?" Die Distanz verringerte sich noch mehr. Ihre Aura glänzte bereits wie ein leichter, pinkfarbener Nebel um sie herum. Er hüllte auch Asmodi ein, so dass seine blauen Haare leuchtfeuergleich an der Spitze heraus stoben.
Dann schnupperte die Dämonin. Ihre Augen weiteten sich, bekamen ein Glitzern und ihre Lippen formten sich zu einem Lächeln. Und als er dann ihren Namen auf celcianisch hauchte, da wusste sie es, ohne jeden weiteren Zweifel. "Du prahlst mit einem eigenen Reich, du nennst dich mächtig, Dämon, wo du die Seele dieses Wirts nicht einmal vernichtet hast? Jämmerlich winzig bist du ... so wertlos, dass du mit ihm vergehen wirst, sobald ich mit ihm fertig bin." Ihre Hand hob sich, strich über die menschliche Wange. "Ist ja gut, kleiner Sterblicher. Ich bin bei dir und werde es bleiben. Ich gehöre nur dir, wir lieben uns doch. Sollen wir uns lieben, du hübsches Wesen?"
Ihre Lippen drängten näher. Würden sie sich mit jenen von Aurelius zu einem Kuss vereinen, wäre er ihr endgültig verfallen. Dann hätte es Asmodi noch schwerer, Mallahall zu finden - wenn sein Wirt es wagte, sich ihm für Sex mit einer Haraxerin zu widersetzen.
Im letzten Moment gewann der Dämon die Kontrolle zurück und schleuderte seinen gesamten Körper außer Reichweite dieses gefährlichen Kusses. Naamah verlagerte ihr Gewicht auf ein Bein, so dass ihr draller Hintern sich verführerisch zur Seite wölbte. Sie verschränkte die Arme vor der Brust. "Du bist minderwertig und schwach, wenn du deinen Wirt am Leben lässt. Mit dir verhandle ich nicht um ein Objekt, dass du ebenfalls nicht hattest halten können. Nicht, ohne ein angemessenes Gegenangebot."
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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Asmodeus » Sonntag 27. November 2011, 16:49

"Nun, dich hält vielleicht nichts hier, aber du bist schließlich nicht allein gekommen. Dein Wirtskörper möchte offensichtlich doch mehr von mir als die Auszahlung des Q'lalar." Asmodi knurrte. Denn die Wirkung ihrer Dämpfe verfehlte ihr menschliches Ziel keineswegs. Aurelius war bereits völlig in ihrem Bann, selbst ein anständiger Bürger wie er wurde angesichts solch einer Verlockung und Sünde schwach. Selbst er als Mediziner ahnte wohl nicht dass es nicht ihr Anblick war den ihn so rasend machte, sondern ihr Duft. Man konnte sich diesem nicht entziehen, denn Atmen musste man und so konnten die Dämpfe ungehindert in seinen Körper dringen und seinen Geist benebeln.

Naamah…. Herrin! Hauchte Aurelius tief in Asmodis Gedanken. NICHTS IST DU VERFLUCHTER BASTARD! Wütend biss er sich selbst um Aurleius aus dem Bann der Succubi zu befreien, mit nur geringem Erfolg. Aurelius drängte nach wie vor nach vorne ans Bewusstsein. Er wollte Naamah gehören, wollte sich mit ihr vereinen, wilde Nächte mit ihr verbringen. Der pure Trieb war es, den sie da in ihm geweckt hatte. Aurelius war ja auch ein ganzes Weilchen züchtig gewesen, er war ein wahres Energiebündel. Prall und Potent als würde er nur darauf warten von ihr ausgemolken zu werden. Während Aurelius sich von ihrer verführerischen Stimme einlullen liess, erkannte Asmodi sehr wohl die Gefahr welche von ihr Ausging, doch er konnte keine offene Attacke wagen, andere Dämonen würden damit auf ihn aufmerksam werden und ihn vermutlich zerfetzen sollte er es wagen seine schändliche Pranke gegen ein Wesen wie Naamah zu erheben. Es stand ihm als „Niederer“ Dämon auch nicht zu eine Elite wie sie herauszufordern. Was natürlich nicht hiess dass sich alle Dämonen an diese ungeschriebenen Gesetze des Harax hielten, doch nur wenige der „kleinen“ und „schwachen“ hatten mit einer Attacke Erfolg… und da Asmodi mit seinem Wirtskörper angereist war, war er ihr ohnehin Haushoch unterlegen. Denn so hatte er keine effizienten Klauen, keine grosse Kérpermasse die er hätte zum Angriff einsetzen könne, sein Seelenfeuer nämlich war hier komplett wirkungslos.

"Beiß dich doch nicht. Das könnte ich tun. Das und viel mehr, wenn du es zulässt." “Jahhrhr… herrin…hilf mir! Befrei mich von diesem..Dämon! Ich will dir ganz alleine gehören! Asmodi hielt dieses gesülze von seinem Triebtollen Wirt kaum noch aus!

Sie kam immer näher und immer mehr Dämpfe erreichten Asmodis Geist. Nun begannen sie sogar auch auf ihn zu wirken, selbst wenn er es nicht zugeben wollte. Für einen Moment wurde Asmodi schwach, liess sie gefährlich nah an ihn herankommen. Sie gab einen anregende Seufzer von sich der Asmodi durch Mark und Bein ging, in seinen Lenden zog es verräterisch und seine Kleidung begann ihn an gewissen Stellen deutlich einzuengen. Sein ganzer Körper war infiltriert und durchseucht von ihrem tödlichen Aphrodisiakum.

Der Dämon schnaubte. Schlug sich ziemlich unsanft auf den Schritt um der aufkeimenden Lust ein jähes Ende zu bereiten. Man musste Asmodi doch eine gewisse Willenskraft zuschreiben dass er nun noch in der Lage war sich derart selbst zu Malträtieren zumal ihm die Lustvollen Gefühle selbst sicherlich nicht ganz unwillkommen sein durften. Schliesslich war Lust eine gewaltige Emotion und nährte ihn ebenso wie sie Naamah wohl nährte.
"Du bist nicht meine Schöpfung, Asmodi. Ich gab nur den nötigen Anstoß, dich erschaffen zu lassen. Scheinbar warst du zu lange ein Mensch und hast vergessen, wie man sich im Harax einen Nachkommen schafft. Wenn du so sehr an den niederen Menschen interessiert bist, warum widmen wir uns dann nicht jener einen Beschäftigung, die durchaus entspannend sein kann?"

„Und zu was hast du meinen Schöpfer denn angestiftet?! Was wolltest du damit bezwecken du verfluchte haraxische kleine Hure!“ Wollte er unruhig wissen, es passte ihm ganz und gar nicht dass sie behauptete er sei nur ein Experiment gewesen. Nicht sehr schmeichelhaft. Er verstummte jedoch als sie ihn verführerisch versuchte um den Finger zu wickeln. Für einen Moment schien es so als sei er ihr verfallen. Seine abwehrende Haltung entspannte sich, tief zog er seinen Duft ein der wie eine Droge auf ihn wirkte. Er machte sich gross. Doch dann, für einen kurzen Augenblick nur schaffte es der Mensch sich über den Dämon hinweg zu setzen. Sehnsüchtig hauchte er ihren Namen. „Naamah…“ Hauchte er immer und immer wieder. Mit so liebevoller Stimme, so von Faszination und Sanftheit durchzogen. Er liebte sie. Die Droge suggerierte ihm dass es nie anders gewesen war.
"Du prahlst mit einem eigenen Reich, du nennst dich mächtig, Dämon, wo du die Seele dieses Wirts nicht einmal vernichtet hast? Jämmerlich winzig bist du ... so wertlos, dass du mit ihm vergehen wirst, sobald ich mit ihm fertig bin."

NEIIIIINNNRHRH! Tobte der Dämon in Aurelius doch dieser hörte nicht auf ihn, obwohl er es wohl für einmal hätte tun sollen.
„Befreit mich von diesem Dämon Herrin… damit ich ganz euch gehören kann!“ Hauchte er ihr leise entgegen. Schloss seine Augen als sie seine Wange streichelte, legte seinen Kopf in ihre Hand. Wollte alles von ihr Spüren.

"Ist ja gut, kleiner Sterblicher. Ich bin bei dir und werde es bleiben. Ich gehöre nur dir, wir lieben uns doch. Sollen wir uns lieben, du hübsches Wesen?" „Jaaa Herrin! Jaaar!“ Aurelius verfiel beinahe schon allein von ihrem Versprechen sich mit ihr vereinen zu dürfen in einen ekstatischen Zustand. Sie setzte zum Kuss an. Je näher sie an ihm drann war, je mehr sie ihn offenbar berührte umso schwerer wurde es für Asmodi. Doch im letzten Moment schaffte er es sich mit aller brachialer Gewalt die er noch aufbringen konnte von ihr fortzureissen. Er fiel zurück. Kam auf dem Rücken zu liegen. „ARHHHHHHHHHHH!“ Knurrte er wütend auf.

"Du bist minderwertig und schwach, wenn du deinen Wirt am Leben lässt. Mit dir verhandle ich nicht um ein Objekt, dass du ebenfalls nicht hattest halten können. Nicht, ohne ein angemessenes Gegenangebot." Asmodi wand sich, er hatte gerade sein eigenes Problem und dies hiess Aurelius. Allein schon die Nähe zu ihren Lippen, ihre Berührung an seiner Wange hatte ausgereicht ihn ungemein stärker drängend werden zu lassen. Nicht auszudenken was passieren würde wenn sie ihn an ganz anderen Orten anfasste… dann würden wohl alle Dämme brechen.

Für Asmodi ging es hier vermutlich schon lange nicht mehr um einen Handel. Es ging um seine eigene Haut. Wieder unterlag er dem Menschen, dieser streckte flehend seine Hand nach Naamah aus. „HErrinrhrrh!“ Krächzte er und versuchte tatsächlich auf sie zuzukrabbeln. „Hel.f…t..mirrr….“
Wieder riss Asmodi die Macht an sich und sorgte dafür dass sich der Körper wieder von Naamah wegbewegte, doch weit kam er nicht, denn er gelang ans Ende der Inselebene, hinter ihm gab es nichts mehr ausser den haraxischen Abgrund. Ausserdem war er ganz alleine, Naamah hingegen hatte ein Heer von Lustdienern…

Asmodi gingen offensichtlich die Ideen aus. Er kauerte sich unruhig zusammen, erhob seine KLauenbewehrten Hände, seine einzige Waffe die er noch hatte. Doch selbst diese KLauen waren jämmerlich im vergleich zu jenen die er hätte wenn er in seinem eigenen Körper hier zugegen wäre. Doch er konnte nicht aus Aurelius raus. Dessen Körper würde sofort welken, altern und er würde hier kaum so lange überleben wie ein Gesunder Mensch. Unruhig fauchte er ihr entgegen, wie ein in die Ecke gedrängtes Tier.

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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 1. Dezember 2011, 16:17

Asmodi erkannte nun, dass Naamah und er sich gewissermaßen zu einer ganz besonderen Sorte der Haraxwesen zählen konnten. Es gab genügend, die sich Respekt durch eine Vielzahl von Hörnern, Stacheln oder mächtigen Angriffszaubern verschafften. Asmodi hatte sein Seelenfeuer - nichts, das physischen Schaden hinterließ. Naamah ging noch etwas raffinierter vor. Warum die Seele angreifen? Es gab Wesen, die besaßen keine, so skrupellos waren sie. Aber die Triebe gehörten zu einem jeden Wesen wie dessen Instinkt. Sie versteifte sich darauf und ihre Methoden hatten Erfolg. Hinzu kam, dass sie über den Geruchssinn verführte. Viele mochten glauben, ein erotisches Auftreten und eine schmeichelnde Stimme genügten, daher unterschätzten sie die Wirkung eines starken Lockstoffes. Naamah war gerissen - mächtig. Sie hielt Asmodis Wirt in der Hand und der Dämon wusste dies.
Bisse reichten dieses Mal nicht, sich aus der Verführungskunst dieser Frau zu befreien. Da half nur noch ein energischer Schlag in den Schritt - etwas, das selbst Asmodi bereuen sollte, denn der Schmerz suchte auch ihn heim. Wenigstens lenkte er von Naamah ab. Diese schüttelte bedauernd den Kopf, hauchte: "Wehr dich nicht." Es klang wie ein gut gemeinter Ratschlag und doch grenzte es an einen Befehl. Sie strich sich über die Flanke, dass eine der dort ansässigen Tätowierungen hell aufleuchtete. Lust. Erneut strömten Dämpfe aus ihrem vollen Haar. Sie grinste breit, als Asmodi begann, sie zu beschimpfen.
"Du wirst schon noch erfahren, dass ich die größte Hure des Harax überhaupt bin. Und warum ich dich habe schaffen lassen, behalte ich für mich. Warum sollte ich dir das erzählen? Es geht dich nichts an!" Vertrauensselig war sie jedenfalls nicht. Naamah hütete ihre Geheimnisse. Vielleicht auch, weil ihre Pläne sich noch nicht erfüllt hatten. Möglicherweise reiften sie noch, brauchten Zeit und das Projekt Asmodi war längst noch nicht abgeschlossen. Aber die Frage des Blauhaarigen war durchaus berechtigt. Was konnte ein Succubus wie Naamah mit einem Dämon anfangen wollen, dessen Fähigkeiten auf der Zerstückelung der Seele beruhten?

Naamah ignorierte Asmodi dann plötzlich. Sie widmete sich den Wirt, der so bereitwillig kooperierte. Sanft streichelte sie ihn, hielt Blickkontakt und lächelte ihn an, als könne sie kein Wässerchen trüben. Sie sprach zu ihm sogar auf Celcianisch, damit er sie verstand. Liebevoll und scheinbar hoch geduldig, als hätten sie alle Zeit der Welt. "Ich kann dich nicht von ihm befreien, kleiner Lüstling. Das musst du schon ganz allein tun. Er ist in seiner Heimat, er kann dich loslassen, wenn er will. Und du könntest bei mir bleiben. Für immer. Das gefiele dir doch, nicht wahr, du liebestoller Hirsch?"
Ein letzter Kuss hätte ausgereicht, um ihn endgültig für sich zu gewinnen. Ein einziger Kuss nur von diesen boshaft sündigen Lippen, auf denen sich der Lockstoff in pulvriger Form wiederfand. Er glitzerte und schimmerte. Aber glücklicherweise gelang es Asmodi, einzulenken. Durch einen gewagten Sprung außer Reichweite rettete er seinen Wirt vor einem Schicksal als Nutzkörper einer Succubus. Seiner Landung folgte ein verärgertes Fauchen aus Naamahs Kehle. "Du wagst es ... misch dich nicht in meine Angelegenheiten, minderwertiges Geschöpf!" Sie folgte ihm, durfte keine Distanz zu dem Wirt aufbauen, der im Grunde schon in ihrem Bann lag. Wenn sie ihn jetzt verlor, würde es bei einem zweiten Versuch deutlich schwieriger werden, ihn von ihren Qualitäten zu überzeugen. So versuchte sie, den Dämon in diesem Körper mit Beleidigungen und der Erinnerung an seine Forderung abzulenken, während sie dem Menschen wieder deutlich näher kam. Die Hüften schwingend und den Oberkörper in perfekter Symbiose zu ihren Bewegungen reckend trat sie an ihn heran. Ihre Hufe hinterließen ein leichtes Hallen in der Sphäre ihrer haraxischen Ebene. Sie ergriff Aurelius' Hand. "Mein kleiner Liebling", säuselte sie ihm zu. Und wieder war es Asmodi, der eine Schneise zwischen sich und Naamah bildete, indem er auf Distanz ging.
"Langsam störst du", murrte sie. Sie konnte ihn nicht seines Wirtes berauben. Dazu war sie nicht fähig. Er musste sich schon freiwillig davon abstoßen und zu ihr kommen. Ach, es war mühsam einen Besessenen zu verführen, zumal sie es eigentlich nicht einmal nötig hatte. Schließlich gab es anderes für die Herrin der Sphäre zu tun. Ein Q'lalar hatte ihr ein Geschenk gemacht. Sie wollte auch damit noch spielen.

Naamah schnippte mit den Fingern. "Du solltest mich nicht verärgern, wenn du dir auch nur ein Gespräch mit mir erhoffst." Dämonen ließen von ihren Opfern ab. Wimmernde menschliche Hüllen derer, die aus einer Dummheit heraus den Weg in den Harax gefunden hatten oder versehentlich auf einen Succubus getroffen waren, blieben nun einsam und zurückgelassen zwischen glitzernden Kristallen und leuchtenden Lustbächen liegen. Die Kinder der Naamah erhoben sich. Sie tänzelten auf Asmodi zu. Einige berührten ihre Körper, andere gaben Lustlaute von sich, wie sie nur in den unzüchtigsten Gebäuden dunkler Hintergassen zu hören waren. Sie waren allesamt nackt, besaßen mehrere oder beide Geschlechtsteile und wirkten trotz allem ungeheuer erotisch. Lediglich das düstere Leuchten ihrer Augen zeugte davon, dass sie nicht auf ein Liebesspiel aus waren. Naamah hatte ihnen den Befehl zum Fressen gegeben. Sie würden über Asmodi herfallen und ihn benutzen, bis nichts mehr übrig war. Niemand verschwendete konsequenzlos die Zeit ihrer Herrin.
"Möchtest du noch etwas sagen, ehe ich dich und deinen jämmerlichen Wirt verlasse, Asmodi?"
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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Asmodeus » Samstag 10. Dezember 2011, 22:39

"Wehr dich nicht." Oh Aurelius wollte sich nicht wehren, nicht gegen sie, nicht gegen diese Göttin der Lust, der Leidenschaft… der Liebe. Wie konnte eine Dämonin wie sie, diese unglaublich trügerische und doch so echt erscheinende Illusion von Liebe erzeugen? Zumindest bei Aurelius traf sie mitten in sein Herz und das war beängstigend. Dies zeigte welche Macht doch diese Namaah tatsächlich besass. Celcia konnte froh sein wandelte „nur“ Asmodi durch die Ländereien und nicht diese Dämonin der Lüste. Denn gegen die Triebe, die Gelüste, die Sünden war keiner gefeit, die Freudehäuser in jeder Stadt zeugten davon.

"Du wirst schon noch erfahren, dass ich die größte Hure des Harax überhaupt bin. Und warum ich dich habe schaffen lassen, behalte ich für mich. Warum sollte ich dir das erzählen? Es geht dich nichts an!"
Asmodi knurrte. Es passte ihm nicht dass sie ihm im Dunklen tappen liess. Sie war an seiner Schöpfung beteiligt gewesen, natürlich im Harax gab es sowas wie Mutterliebe nicht aber dennoch hatte man gewissen Respekt vor dem eigenen Schöpfer. Sollte er diesen also nicht auch vor Namaah haben. Während sich die Dämonin Asmodi gegenüber bedeckt hielt, liess sie keine Möglichkeit aus um den menschlichen Part zu reizen.

"Ich kann dich nicht von ihm befreien, kleiner Lüstling. Das musst du schon ganz allein tun.“ Jaarhhh…. Ich möchte dass du meine Herrin wirst… Namaahhh…. Zum Glück konnte nur Asmodi dies hören. Dieser knurrte laut auf und begann sich abwehrend zu beissen.
Er ist in seiner Heimat, er kann dich loslassen, wenn er will. Und du könntest bei mir bleiben. Für immer. Das gefiele dir doch, nicht wahr, du liebestoller Hirsch?" Aber ich bin alt… Namaah… ohne ihn verliere ich meine jugend…mein Leben…. SIE KANN DICH NICHT HÖREN DU IMPERTINENTER UNDANKBARER TRIEBGESTÖRTER!

Asmodi war ausser sich. Doch er musste hilflos mit ansehen wie Namaah seine Wirtsseele immer mehr in Beschlag nahm. Eine besondere Seele war diese übrigens, ob die Dämonin dies auch spürte? Eine alte Seele. Eine starke Seele denn sie hatte es zumindest geschafft über 150 Jahre neben dem Dämon zu bestehen, ausserdem war sie auf eine seltsame und vielleicht sogar einzigartige Art und Weise mit jener Energie des Dämons verwoben dass man sogar von Asmodi schon von einem „beseelten“ Wesen sprechen musste. Asmodi und Aurelius stellten schon eine aussergewöhnliche Brücke zwischen Mensch und Dämon dar und es gab nur ein Geschöpf welches diese Synergie noch bei weitem übertrumpfte… der kleine Castus… der erste Träger dämonischen Erbguts der durch eine Celcianerin geboren worden war. Sein eigener Schöpfer, Ashmodai wusste von der Existenz dieses Kindes, wusste Namaah auch schon davon?

Asmodi musste indessen die Notbremse ziehen um die Kontrolle über Aurelius nicht gänzlich an Namaah verlor. Diese Notbremse tat ordentlich weh. Selbst ihm. Auch ihm war nach diesem Schlag nicht mehr nach Breitbeinigem rumkauern zumute.
Der Seelenfresserdämon wich hastig zurück doch die Succubi folgte ihm. "Du wagst es ... misch dich nicht in meine Angelegenheiten, minderwertiges Geschöpf!" Asmodi duckte sich, oh ja er hätte sich sogar auf den Rücken gelegt, diesbezüglich reagierten Dämonen untereinander ähnlich wie celcianische Tiere. Denn Asmodi war ein für allemal klar geworden dass er zuweit gegangen war, dass er sich nicht mit Namaah messen konnte, sie war zu mächtig, nun galt es wohl nur noch sie doch noch gnädig zu stimmen. Sonst würde er letztendlich alles verlieren. Aurelius, Mallahall und vielleicht auch seine eigene Existenz. Vielleicht wäre es besser AUrelius die Oberhand zu überlassen, ihm gegenüber war sie ja deutlich interessierter…
"Mein kleiner Liebling" Herrin! Er sehnte sich nach ihr wie noch nie zuvor. Selbst nach Zanraia hatte er sich nie so gesehnt, nicht mal nach Castus. Beide schien er im Moment völlig vergessen zu haben. Eine schreckliche Tatsache die vermutlich seine Spuren hinterlassen würde, sollte es Aurelius gelingen den Harax überhaupt zu überleben.

"Du solltest mich nicht verärgern, wenn du dir auch nur ein Gespräch mit mir erhoffst." Er senkte sein Haupt wie ein gescholtener Köter und knurrte leise vor sich hin. Er kratzte sich nervös hinter dem Ohr. War mit der Situation mal wieder völlig überfordert. Lass mich zu ihr laaasss miiiich! Drängte Aurelius energisch weiter. Er wich noch weiter zurück bis er gänzlich am Abgrund stand. Er starrte diese seltsamen Wesen an die da auf ihn zutänzelten und ein wüstes Ende versprachen. Der grosse Asmodi wollte nicht von Succubi zu Tode geritten werden… das wäre zu peinlich!

"Möchtest du noch etwas sagen, ehe ich dich und deinen jämmerlichen Wirt verlasse, Asmodi?" Er sah sie an. Senkte seinen blau rauchenden Blick, gab ein seltsames dämonisches Winseln von sich welches man selten hörte, nur dann wenn sich ein Dämon einem anderen Unterwarf was etwas sehr schändliches und demütigendes für Asmodi war, aber er sah darin die einzige Möglichkeit seine Existenz annährend zu retten. Eine tiefsitzende Schmach für den sonst so selbstbewussten und narzisstischen Dämon.

Er schaute zu ihr hin… und legte sich auf den Rücken wie es die Tiere taten. Er knurrte zwar unzufrieden vor sich hin, ein Umstand der die ganze Angelegenheit für Namaah vermutlich noch köstlicher machen würde. Er streckte seine „Pranken“ von sich, hielt die Beine angewinkelt damit die ihm überlegene Dämonin über ihn würde entscheiden können ob sie die Unterwerfung akzeptierte oder ihn dennoch zu Tode quälte.

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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 15. Dezember 2011, 14:08

Celcianer sagten, die größte Macht ihrer Welt sei die Liebe. Wenn das stimmte, dürfte Naamah eine der mächtigsten Dämoninnen des Harax sein. Sie konnte mit der Liebe spielen, sie fälschlicherweise erzeugen und sich daran laben. An einer einseitigen, verzehrenden Liebe, die die Opfer all ihre Lebensenergie kosteten. Naamah würde gestärkt daraus hervor gehen - noch mächtiger. Auch den Wirt, in dem sich Asmodi immer noch eingenistet hatte wie eine nicht enden wollende Krankheit, verfiel der Haraxbraut. Der große Fehler hierbei war, dass Asmodi es offen zeigte, wie sehr Naamah seinen Wirt in der Hand hatte und wie stark er sich darüber ärgerte. Er biss sich selbst - das machten viele Dämonen. Naamah nicht. Sie liebte es, dann einen ihrer Diener auszupeitschen oder mit Fesselspielchen derart anzuregen, dass er sich ihr freiwillig hingab. Doch statt sich an seinem Körper zu laben, brachte sie diesen um. Sie war ein bizarres Wesen, konnte sich derartige Verhaltensweisen allerdings leisten. Und sie genoss es, dass sich Asmodi derart aufregte. Was ihr nicht gefiel, war, dass Asmodi drastische Versuche wagte, seinen Wirt von ihrem Zauber zu lösen. Sie holte ihre Dienerdämonen herbei, die den ungebetenen Gast nach und nach einkreisten. Immer enger rückten sie, gebärdeten sich dabei, wie man es von Succubi gewohnt war, die ihre Opfer um den kleinen Finger wickelten. Über ihnen ragte Naamah heraus als Herrin aller fleischlischen Gelüste. Längst musste Asmodi ihre Macht erkannt haben. Das machte sich auch in seinem Verhalten bemerkbar. Eben noch sehr darauf erpicht, seinen Wirt mitsamt seiner menschlichen Triebe - Schwächen! - vor sich selbst zu bewahren, duckte er sich nun und wagte kaum, lauter als ein junger Welpe zu knurren. Er stand kurz davor, sich ihr ganz zu unterwerfen. Es konnte nicht mehr lang dauern, doch zielte Naamah darauf ab? Was kümmerten sie ein rebellischer Dämon, der einfach so in ihre Sphäre getappt kam, oder dessen Wirtskörper. Dieser war alt, das spürte sie instinktiv. Manche Dämonen besaßen einen sechsten Sinn diesbezüglich und Naamah gehörte zu ihnen. Als Verführungskünstlerin und vor allem eine, die ihren Opfern Lebenskraft aussaugte, um sich selbst zu stärken, musste sie diese Gabe besitzen. Schließlich würde sie sich nicht mit ranzigem Käse abgeben, wenn sie eine Fleischplatte haben konnte und so bemühte sie sich selten um einen halb ausgelaugten Körper, welcher der Verwesung näher stand als einem gesunden und kräftigen Leben. Aurelius zählte zu dieser Sorte. Nur die haraxischen Mächte ließen ihn stark bleiben. Würde Asmodi seinen Körper hinter sich lassen, bliebe doch nur eine fast aufgebrauchte Hüllte. Die Seele aber - sie war stark. Er besaß offensichtlich ein hohes Maß an Willenskraft oder konnte mit dem Wahnsinn umgehen, der bei einer Besessenheit von einem Dämon mit einherging. Was auch immer es war, vielleicht faszinierte dieser kleine Umstand Naamah genug, um das Wesen in ihrer Mitte nicht sofort vernichten zu lassen. Vielleicht aber auch nicht.

Naamahs Gefolge umzingelte Asmodi. Lediglich auf einer Seite ließen sie genug Raum - dort befand sich der Abgrund. Als Fluchtmöglichkeit war er eigentlich keine Option. Er führte in eine nicht enden wollende Tiefe. Der Grund war nicht auszumachen. Hier und dort erkannte man weitere, winzige Inseln, die von pinken Kristallen überbesiedelt schienen. Sie boten keinen wirklichen Platz, nicht einmal für einen Dämon. Umhüllt wurden sie von orangenen Rauchschwaden und wabernden Wolken, die eine violett-graue Mischung boten. Gewissermaßen war Naamahs Ebene eine hübsche, kleine Traumwelt für jene, die vergaßen, welchen Preis sie zu zahlen hatten. Asmodi vergaß dies nicht. Er wusste, dass ihm hier eine vernichtende Gefahr blühen konnte, wenn er sich weiterhin gegen die Herrscherin dieser Sphäre auflehnte. Also tat er das wohl einzig Richtige in seiner Position: er unterwarf sich.
Als Naamah sah, wie er sich winselnd auf den Rücken rollte, grinste sie zuerst. Dann jedoch rollte sie mit den Augen, verschränkte die Arme vor der nackten Brust und scheuchte einige ihrer Succubi beiseite. Sie trat an den Dämon heran. "Ich muss gestehen, dass auch ich Fehler mache", sagte sie mit einem Seufzen auf ihren vollen Lippen. "Wie konnte ich mir anmaßen zu glauben, dass aus einem schwachen Wesen wie Ashmodai etwas Stärkeres hervorgehen könnte? Ach, welche Närrin ich doch war und der Beweis für meine Torheit liegt nun winselnd zu meinen Füßen!" Sie trat nach Asmodi. Da sie Hufe besaß, wurde diese bei Menschen nicht ganz so schmerzvolle Geste zu einem waschechten Pferdetritt von Seiten der Dämonin. Sie schnippte mit den Fingern, keifte einen Befehl und plötzlich brachten zwei Succubi einen großen Spiegel heran. Den Rahmen bildeten ineinander verschlungene Menschen, Elfen und Zwerge. Sie berührten sich, vereinten und streichelten sich. Ein leises Sirren ging vom Spiegel selbst aus. Naamah veränderte dessen Winkel, so dass sich der Gegenstand halb über Asmodi lehnte. Der goldene Rahmen funkelte im Schein der Kristalle. "Schau dich an, Schöpfung eines Seelendämons, geboren aus meiner Idee! Erbärmlich, jämmerlich! Du bist eine Schande für den Harax und du weißt, was mit Wesen wie dir geschieht. Dämonen dulden keine Schwächen, die auf unsere gesamte Welt abfallen könnten. Bist du deshalb nach Celcia geflohen und glaubst, diese andere Welt beherrschen zu können? Weil sie sich sogar von minderwertigen Dämonen beherrschen lässt? Deine Naivität ist eine weitere Schwäche deiner selbst." Sie fuhr ihre Krallen aus, kratzte über den Spiegel. Ein kreischender Ton scheuchte selbst ihre Untergebenen auf. Einige wichen zurück, die Hände auf die Ohren gelegt. Sie fauchten. Naamahs Miene blieb unberührt.
"Du bist es nicht länger wert, dass ich mich mit dir befasse. Aber für deine Dreistigkeit, meine kostbare Zeit in Anspruch zu nehmen, wirst du zahlen. Ich lasse mich durch solches Verhalten nicht beleidigen. Du wirst meine Ebene nicht mehr verlassen, aber ich werde es nicht sein, die noch mehr Zeit für deine Vernichtung opfert. Dafür habe ich ... Spielzeuge." Ein Grinsen breitete sich nun auf ihren Zügen aus und ihre Augen funkelten sadistisch. Sie hatte einen Plan, vielleicht von Anfang an schon gehabt. Nun setzte sie ihn um.

Ein Klatschen in ihre Hände genügte. Erneut lösten sich zwei Succubi aus ihren Reihen. Sie liefen eilig fort, brauchten für ihre Rückkehr aber weniger als ein Dutzend Sekunden. Sie führten jemanden an goldenen Ketten heran. Ein magischer Kreis aus haraxischen Zeichen umgab die Gestalt. Sünde, Erotik, Verführung, Lust ... jedes Zeichen fand sich auch auf Naamahs Körper wieder. Sie leuchteten, kreisten um die heran tretende Person in einem Abstand von jeweils knapp dreißig Zentimetern und in diesem Umkreis befand sich kein lebendes Wesen. Keines außer der Gestalt selbst. Man hatte sie für diese Ebene entsprechend ausgestattet. Es war eine Frau und sie trug kaum mehr etwas am Leib, das selbigen geeignet hätte bedecken können. Tatsächlich war ihre "Kleidung" - sofern man es so nennen konnte - auf einige Ketten reduziert, an deren goldenen Gliedern hier und da rosa Kristalle herab baumelten. Jeweils einer davon hing an runden Abdeckkappen von ihren wohlgeformten Brüsten. Ihr Schoß wurde nur von einer quer liegenden Fessel bedeckt, die sich um ihre Hüften legte. Lange goldene Bänder hingen davon herab, formten zusammen mit kleinen Kristalltropfen einen leise klirrenden Schleier. Um ihre nackten Füße schimmerten goldene Fußkettchen. Reife gleichen Materials lagen um ihre Handgelenke und auf ihrer bloßen Stirn prangte ein einziger, tränenförmiger violetter Kristall. Er war dort fixiert, als hätte man ihn mit einem Hammer direkt in ihren Kopf geschlagen. Nichts hielt ihn, aber er fiel nicht herab.
Ihr goldenes Haar bewegte sich wie ein Schleier bei jedem Schritt. Es hob sich, als sei es ein eigenes, lebendes Wesen. Strähnen tanzten in alle Richtungen, bewegten sich wie nackte Körper, die jede noch so kleine Achtsamkeit auf sich zogen. Sie umrahmten ein Gesicht mit saphirblauen Augen. Sie hätten so schön sein können, trotz des immer leicht strengen Blicks, der sowohl Asmodi als auch Aurelius nur allzu vertraut war. Jetzt waren sie leer, nahezu farblos. Weiß, umrahmt von Saphirblau, umrahmt von Weiß. Sie leuchteten und winzige Rauchschwaden stiegen von ihnen auf. Sie waren ein Gemisch aus Violett und dem Blau ihrer Augen.
Hatte sie sich schon in einen Dämon verwandelt, in ein niederes Geschöpf, das im Harax einem Sklaven gleich kam? Konnte man sie noch retten? Was hatte Naamah aus Mallahall gemacht?!
"Kümmere dich um ihn", sagte die Dämonin zu der Magierin, durchschritt dabei ihren Kreis aus Haraxzeichen und küsste ihre nackte Schulter. "Vernichte diesen Schandfleck meiner Ebene und zögere nicht, einzusetzen, was ich dir gegeben habe. Beweise mir, dass du würdig bist." Sie verließ den Kreis wieder, als Mallahall nickte und sich Asmodi näherte. Sie streckte ihre Hand nach ihm aus, die innere Handfläche wie einen Schild zwischen sich und ihn gerichtet. Ihre Lippen bewegten sich leicht. Sie sprach - sie machte irgendetwas, aber mit ihren leeren Augen schaute sie trotzdem durch den hindurch, der vieles auf sich nahm, um sie hier heraus zu holen.
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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Asmodeus » Sonntag 18. Dezember 2011, 11:22

Da lag er also, auf dem Rücken. Winselnd. Sich ausliefernd. Aurelius drängte noch immer nach der Vorherrschaft doch Asmodi liess es nach wie vor nicht zu. Hier im Harax war er deutlich stärker als die menschliche Seele die unter den Dämpfen der Dämonenwelt eher schwächer wurde als stärker. Dennoch, Aurelius Geist war stark genug damit sogar Naamah ihn witterte.
"Ich muss gestehen, dass auch ich Fehler mache" Er blickte knurrend zu ihr hin. Merkte dass ihr anfängliches Grinsen sich zu einem gelangweilten Blick verändert hatte, kein gutes Zeichen. Was wollte diese Hure denn?! "Wie konnte ich mir anmaßen zu glauben, dass aus einem schwachen Wesen wie Ashmodai etwas Stärkeres hervorgehen könnte? Ach, welche Närrin ich doch war und der Beweis für meine Torheit liegt nun winselnd zu meinen Füßen!" „RARHRHRR!“ Knurrte der Dämon und wälzte sich wieder auf alle Viere. Stierte ihr finster entgegen, seine blauen Dämonenaugen flammten auf. Diese unglaubliche Schmach! Diese Tirade aus Beleidigungen! Er implodierte beinahe vor Zorn, ja implodieren, für das andere hatte er nicht den Mut. Er blickte wieder zu Naamah hin, sah sein drohendes Ende, sah wie diese wüsten Gestalten sich auf ihn zubewegten. Asmodi war schrecklich unempfänglich für die Lustgesten der kleinen Dämonen. Diesbezüglich war er eigentlich doch sehr widerstandsfähig und mächtig, mächtiger als viele andere Dämonen die sich nur zu gerne diesen menschlichen Trieben hergaben, weil sie eben auch in gewisser Weise etwas Selbstzerstörerisches an sich hatte wenn man sich derart einem anderen Körper widmete. Doch Asmodi hatte es versäumt seinen Wirt zu töten. Dieser zeigte sich äusserst empfänglich für die Dämpfe welche Naamahs Haar ausströmte. Im Moment war es tatsächlich Aurelius, welcher den Dämon empfindlich schwächte und aus der Bahn warf.
Sie trat auf ihn zu und versetzte ihn einen heftigen Tritt. „RHARHHR!“ Knurrte der Dämon auf, sein celcianischer Körper war ziemlich schmerzempfindlich, in seiner wahren Gestalt hätte sich Naamah vermutlich nicht mal an ihn rann gewagt. – so zumindest Asmodis Gedanke –

Er rappelte sich auf als sie von ihm liess und den Spiegel herholen liess. Finster blickte er hinein. In sein eigenes Antlitz. Ja, weil er im menschlichen Körper steckte wirkte er im Moment nicht gerade sonderlich bedrohlich oder mächtig, aber dies lag daran dass er sich an Celcianische Gegebenheiten angepasst hatte wie ein Parasit. Er wollte jene Welt direkt vernichten und sich nicht in diesem Land der ewig währenden geschmacklosen Ernährung feststecken. Es passte ihm gar nicht wie herrisch sie sich über ihn beugte und ihren hämischen Kommentar über ihn abgab. Sie sollte seine Schöpferin sein? Dies würde er niemals anerkennen! Niemals! Als würde ihr diesbezüglich was daran liegen…

Du bist eine Schande für den Harax und du weißt, was mit Wesen wie dir geschieht. Dämonen dulden keine Schwächen, die auf unsere gesamte Welt abfallen könnten.“ Dies reichte Asmodi. Er rappelte sich auf.„RHARHRHHR! ICH BIN KEINE SCHANDE DU VERFLUCHTE HURE! NUR WEIL DU NICHT IN DER LAGE BIST MEINE PLÄNE ZU VERSTEHEN! NUR WEIL DENI VERSTAND BESCHRÄNKT IST!“ Er stampfte auf, fletschte die Zähne. Ein Typisches Verhalten von Asmodi wenn er zu sehr in eine Ecke gedrängt wurde, dann begann er jeweils mit allem um sich herum zu werfen was irgendwie verletzend sein könnte.
“ Bist du deshalb nach Celcia geflohen und glaubst, diese andere Welt beherrschen zu können? Weil sie sich sogar von minderwertigen Dämonen beherrschen lässt? Deine Naivität ist eine weitere Schwäche deiner selbst." Er verschwieg nun lieber dass er beschworen worden war und deshalb nach Celcia gerissen worden war. . „NICHTS WEISST DU ÜBER MICH UND MEINE MACHT! GAR NICHTS!“ Keifte er trotzig und war der einzige der nicht schauderte als sie mit den Krallen über den Spiegel kratzte. Diese unglaubliche Selbstbeherrschung war vermutlich nicht Imposant, zeigte aber wie trotzig Asmodi reagieren konnte. Selbst wenn es ihm gerade in den Ohren weh tat.

Die Worte der Succubi schmerzten vorallem Aurelius. Der Gedanke von DIESER Frau abgewiesen zu werden trieb ihn in die Verzweiflung. Er wollte sie doch spüren, sich mit ihr vereinen in einem lustvollen Reigen sich durch diese Welt toben!
"Du bist es nicht länger wert, dass ich mich mit dir befasse. Aber für deine Dreistigkeit, meine kostbare Zeit in Anspruch zu nehmen, wirst du zahlen.“ Die Augen des Dämons glühten unruhig auf. Er hatte nicht die Intention sich hier und heute vernichten zu lassen. Düster grollend erhob er sich auf zwei Beine. Im Ernstfall würde er seine menschliche Hülle verlassen müssen um seine eigene Existenz zu erhalten, hier im Harax konnte er dies ja eigentlich problemlos. Doch obwohl Asmodi so egoistisch – verständlicherweise egoistisch in dieser Situation – dachte, tat er es nicht.
“ Ich lasse mich durch solches Verhalten nicht beleidigen. Du wirst meine Ebene nicht mehr verlassen, aber ich werde es nicht sein, die noch mehr Zeit für deine Vernichtung opfert.

Finster nahm er sein Todesurteil entgegen. .“Wie erbärmlich bist du, schaffst du es nicht mal deine angeblich eigene Schöpfung zu vernichten! ICH BIN KEIN FEHLER! ICH BIN MÄCHTIG UND GEFÜRCHTET AUF CELCIA!“
Sie faselte etwas von Spielzeugen, Asmodi wollte gar nicht mehr hinhören. VERLASS MICH NICHT! HERRIN! HEEEERRRINRHRHRHR!“ Während Aurelius beinahe vor Schmerz zerging.

Er konnte nichts anderes tun als Abzuwarten und zuzusehen wie sie ihre Schergen ausschichte um offensichtlich seinen „Henker“ zu holen. Dieser Henker entpuppte sich ihm als sehr wohl bekannt. Er starrte. Mallahall war schon immer eine imposante Gestalt gewesen, besonders dann wenn sie jeweils wütend gewesen war. Asmodi konnte sich noch sehr genau an die vernichtende Kraft erinnern die in seiner Herrin steckte, wie damals als sie ihn beinahe vernichtet hätte mit ihrem Licht, so sehr dass er aus dem Körper des Medicus katapultiert worden war.

Während Asmodi die Gefahr welche aktuell von Mallahall ausging sehr wohl erkannte und seine Herrin auch fürchtete, brachen bei Aurelius alle Dämme. Dieser Anblick potenzierte seine Lust auf ein unerträgliches Mass. Er sah nur die Kristalle, die Ketten, ihre Brüste, ihre Haare, ihre vollen Lippen.

„RAHRRHRHR!“ Das pochen und drängen des Menschen wurde immer schlimmer. „HErrinrrhr!“ Krächzte der Dämon und weigerte sich mit allem was er hatte die Oberhand abzugeben. Er konnte sich nicht auf Aurelius und Mallahall gleichzeitig konzentrieren, so dass diese sich ihm problemlos nähern konnte. Bis er sogar in ihr magisches Kraftfeld gelangte.
Er starrte zu seiner Herrin hin. Starrte in diese leeren Augen… und ging in einem letzten verzweifelten Akt seiner Selbstbeherrschung zum angriff über. Er sprang sie an, ihr wuchtig entgegen und versuchte ihr mit seinem Seelenfeuer zuzusetzen. „RAHRHHHHHHHHHHHHH!!!“

Würde er dies hier überleben, er würde Etelin für seine Dummheit strafen!

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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Erzähler » Dienstag 20. Dezember 2011, 16:03

"Rede dich nur heraus, es wird dir nichts nützen. Deine Pläne sind ebenso schwach wie du selbst. Du bist es nicht einmal wert, auf dich zu spucken. Aber mein kleines Geschenk wird sich schon um dich kümmern. Ich bin gespannt, was danach noch von dir übrig ist." Naamah zog sich zurück. Sie war es wirklich leid, sich Asmodi anzutun und ihre kostbare Zeit mit ihm zu verschwenden. Sie hatte nicht einmal Interesse daran, Mallahall zuzuschauen wie sie ihn vernichten würde. Naamah würde sich das Endergebnis angucken, Mallahall für ihre Leistung loben oder bestrafen - vielleicht auch beides. Sie kannte die dunklen Fantasien dieser Frau und wusste, dass Strafe im gewissen Rahmen anregend für sie war. Ja, sie fand sogar diese kleine Magierin als wesentlich mächtiger denn Asmodi. Sie besaß neben ihren magischen Fähigkeiten noch etwas Anderes, etwas Dominantes. Das war in den Augen eines Succubus weit mehr wert als das, was der blauhaarige Parasit zu bieten hatte. Sie lauschte seinen Ausbrüchen und schmunzelte. Dann winkte sie gelangweilt ab, ließ sich nicht provozieren. "Jaja, du bist der mächstigste Dämon, den der Harax je gesehen hat. So mächtig, dass ich mich vor Angst am Boden winde wie ein Wurm." Sie warf Mallahall einen vielsagenden Blick zu und stolzierte von dannen. Ihre erotische Gestalt verschwand hinter einer Wand aus rosa farbenen Kristallen, deren Leuchten sie einfach verschluckte. Teile ihres Gefolges hopsten ihr nach, einige blieben aber auch zurück. Sie waren durchaus neugierig, wie Mallahall nun mit Asmodi verfahren würde. In heller Aufregung hockten sie sich zusammen, streichelten und küssten sich, den Blick aber immer wieder zu der Magierin werfend.

Mallahall schaute ihn an und doch durch ihn hindurch. Jedenfalls erweckten ihren weißen Pupillen den Anschein. Aufrecht stand sie da, nicht in einer aufreizenden Haltung wie Naamah und doch strahlte sie ganz ungeniert pure Signale aus, die kein Mann einfach so von sich schütteln konnte. Dazu besaß die Magierin einen zu attraktiven Körper. Die Ketten und Kristalle taten ihr Übriges. Hinzu kamen die Strömungen, die wie ein betörender Nebel um sie herum waberten, wenn man sich in ihr Feld aus magischen Lustzeichen verirrte.
Mallahall blinzelte. Jeder Wimpernschlag lockte und sie musste sich dazu nicht einmal anstrengen. Was hatte Naamah aus ihr geschaffen? Asmodi konnte nicht anders, als in einer schieren Verzweiflungstat sie anzuspringen. Sein Seelenfeuer flammte auf. Er wusste, dass Mallahall Selbstzweifel besaß. Sie war immer so erpicht darauf zu helfen, dass es sie fast verzehrte, wenn sie nichts tun konnte. Das Seelenfeuer fraß sich nur allzu gierig durch solche Emotionen, wühlte sie auf und spendete so dem Erzeuger - Asmodi - celcianische Köstlichkeiten an Seelenqualen. Doch dieses Mal ...

Mallahalls Haare richteten sich auf wie die Tentakel eines Oktopus. Sie wirbelten herum, legten sich um Asmodis Gestalt, um ihn in sich zu verwickeln. Einige Dämonen sprangen beiseite. Sie glaubten, die Fangarme der Frau würden ihn gleich von ihr schleudern, doch weit gefehlt. Mallahalls Haare zogen Asmodi an sich heran. Das Seelenfeuer brannte auf ihrer Haut, drang in sie ein. Die Maga zuckte nicht einmal, ihr Gesicht blieb emotionslos. Sie schaute Asmodi mit diesen leeren Augen an. Dann öffnete sich ihr Mund - diese süßen Lippen, von denen schon so viele harte Befehle wie gleichermaßen sorgenvolle Worte gesprungen waren. "Auf die Knie, damit ich dich vernichten kann." Besaß sie als seine Herrin noch immer Befehlsgewalt, auch hier im Harax?
Der Qualm aus ihren Augen nahm eine andere Farbe an. Er wurde gelblich, weiß. Es handelte sich nicht länger um Qualm. Es leuchtete, es war Licht. Mallahall beschwor ihre Lichtmagie herauf. Nicht einmal der Harax konnte ihre Kräfte aufhalten. Wie mächtig war diese Frau?
Asmodi würde es erfahren. Sie würde ihn vernichten - endgültig.
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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Asmodeus » Sonntag 1. Januar 2012, 17:29

"Jaja, du bist der mächstigste Dämon, den der Harax je gesehen hat. So mächtig, dass ich mich vor Angst am Boden winde wie ein Wurm." „RHHHHHHHHHHHHHHH!“ Er funkelte sie böse an. Das würde sie ihm büssen! Seine Rache würde grausam sein und er würde hier stur überleben nur um ihr eins auszuwischen, oh ja! Er knurrte und keifte, gab natürlich mit seinen Gebaren kein äusserst überzeugendes Bild ab… aber viel würde er wohl ohnehin nicht mehr tun können um seinen Ruf gegenüber Naamah zu verbessern, ausser zu überleben. Wenn er gegenüber ihrem neuen Spielzeug würde bestehen können war dies doch schon ein kleiner Beweis seiner Macht und ein Zeichen dafür, dass die Succubi ihn völlig falsch einschätzte. Dummerweise jedoch war das „Spielzeug“ der Dämonin der Lust ziemlich mächtig und erschwerend kam hinzu dass Mallahall noch immer Asmodis Herrin war. Würde diese Bande auch hier im Harax wirken?

Er kauerte sich hin als Mallahall vortrat, als wäre sie seit jeher eine verkannte Göttin der Lust gewesen die nun ihren Platz einforderte und Manthala gehörige Konkurrenz machen würde. Doch so jung und attraktiv ihr Körper auch war, so viel Maskenhaftigkeit und Starre war in ihrem Gesicht abzulesen. Sie war nicht sie selbst, besass sie überhaupt noch einen eigenen Willen oder war das, was Mallahall di Svanwiss zu jener Person gemacht hatte die sie war, bereits unwiederruflich von Naamah vernichtet worden? Asmodi versuchte jene verbleibende Seelenanteile offen anzugreifen, in seiner Verzweiflung sprang er sie an obwohl er damit rechnen musste dass sie ihre Lichtmagie gegen ihn einsetzen würde und ihn von sich schleudern würde. Doch nichts dergleichen geschah.

Mallahalls Haare entwickelten ein unheimliches Eigenleben und packten nach Asmodis Gestalt. Fest schlangen sich ihre Strähnen um seinen Körper und drückten ihn eng an ihre Brust und ihren Leib. Ob Mallahall spüren konnte wie ängstlich und panisch sein Herz schlug? Wie sehr der Dämon sich vor seiner Vernichtung fürchtete? Er wollte nicht sterben, wollte nicht ausgemerzt werden. Schliesslich hatte er doch noch so vieles vor. Die Weltherrschaft an sich zu reissen zum Beispiel. Ausserdem war Asmodi Zeit seiner Existenz auf Celcia kaum mehr so stark mit seiner eigenen „sterblichkeit“ Konfrontiert worden wie jetzt, zuletzt wohl damals als die Maga ihn aus dem Körper geschleudert hatte.
Vielleicht war jetzt die letzte Gelegenheit um Aurelius zwecks seines eigenen Überlebens zu opfern, vielleicht würde Mallahall sich mit der Vernichtung des menschlichen Körpers für eine Weile zufrieden geben und beschäftigt damit sein so dass Asmodi sich würde retten können…

Wer Asmodi kannte wusste, dass er sehr wohl dazu fähig war dieses grausame Opfer zu bringen und es ohne grosse Scham tun würde, doch er kam zu spät. Denn Mallahall drückte ihm einen unmissverständlichen Befehl auf, dem er sich zu fügen hatte. Tatsächlich wirkte diese Bande auch hier im Harax. Mit seiner Träne hatte er der Maga tatsächlich ein mächtiges Werkzeug gegeben.

"Auf die Knie, damit ich dich vernichten kann."
Er knurrte. „AHRHHRHR! NAAMAH WIE KANNST DU ES WAGEN EINEN DÄMONEN DURCH LICHTMAGIE VERNICHTEN ZU LASSEN, HIER IM HARAX! Lichtmagie ist dieser Sphäre doch fremd, du weisst nicht was du damit möglicherweise anrichtest! Es ist eine Beleidigung! Ich habe besseres verdient du elendige Schlampe! Schlaaaaammmpeee!“ Er winselte, so sehr er sich auch versuchte zu weigern, seine Knie bogen sich durch und er berührte den nebligen purpurnen Boden. „RHARHHHHHHHHHHRH! Herrinrhrrhrh!“ Krächzte er, packte nach vorn zu ihren Schenkeln und schabte Kratzend darüber. Sie hatte ihm befohlen hinzuknien, nicht aber sich nicht mehr zu bewegen. Doch er konnte nicht mal richtig kratzen, noch ihr weh tun, hatte sie ihm doch befohlen auf seine Vernichtung zu warten.
„RHARHHHHHHHHH!!! ICH WERDE DICH JAGEN NAAMAH DURCH ALLE SPHÄREN HINDURCH UND WENN ICH DAFÜR EINEN PAKT MIT DEN GÖTTERN EINGEHEN MUSS! ICH WERDE DICH JAGEN UND VERNICHTEN! Und DICH Mallahall ebenso! Genau so wie dein kleiner LIch!!! Wuarhrhrhrh!“

War Mallahall wirklich in der Lage Castus die Väter zu nehmen? „ICH WILL ZU ZANRAIARHRHRHH!“ Winselte er, tatsächlich offenbarte sich immer mehr die kümmerlichen Anteile eines Dämons… der sein Leben auf Celcia doch irgendwie, gemocht hatte… und er hatte Angst, Dämonen waren ebenfalls emotionsgesteuerte Geschöpfe auch wenn sie es sich nicht eingestehen wollten. Asmodi war sogar feige genug sich angesichts seiner drohenden Vernichtung zurückzuziehen… sollte Aurelius den gleissenden Schmerz des Todes in vollen Zügen verspüren müssen, nicht er. Vielleicht war dies sogar der rettende Zug. Aurelius der noch immer völlig unter dem Bann von Naamah stand riss seine Liebestrunkenen Augen auf. „NAAMAHRHRH!! HERRIN! MEISTERIN! GEBIETERIN!“ In rasender Sehnsucht flammte dieses unsägliche Verlangen in dem Medicus auf und erweckte unerwarteten Widerstand. „Lass mich zu ihr Mallahall bei Lysanthor!“ Er erhob sich. Starrte ihr entgegen, blickte über ihre Schulter hinweg und versuchte Naamah mit seinem Liebestollen Blick zu erhaschen. Auch Aurelius war nur ein Mensch und auch er besass seine Triebe. Damals als er noch ein vollständiger Mensch gewesen war hatte er trotz aller Liebe und Sittlichkeit so manches Abenteuer erlebt. Schliesslich war er Feldarzt gewesen und oft in Uniform durch die Länder gezogen, was viele einsame Frauen doch zum Träumen gebracht hatte…

Die Zeit seiner Liebhaberei war vielleicht kurz, aber intensiv gewesen. Nun verspürte er diesen testosterongesteuerten Drang sich unbedingt mit Naamah paaren zu wollen. So erhob er sich. Starrte Mallahall entgegen. „AUS DEM WEG! LASs MICH LOS!“ Keifte er ihr entgegen und stiess sie. Während er sich gleichzeitig gegen sie dränge um an ihr vorbei zu gehen.

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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 12. Januar 2012, 13:13

Dass Asmodi knurrte und sich rebellisch gab, hinterließ bei Naamah einen ebenso geringen Eindruck wie schon seine Worte. Ob sie tatsächlich desinteressiert war oder ihr Schauspiel nur in Perfektion beherrschte, blieb ungeklärt. Sicher war nur, dass sie nicht vor hatte, sich länger mit diesem Balg von einem Dämon abzugeben. So reichte sie ihn in Mallahalls Hände weiter. Mallahall die Svanwiss, ihre neue Dienerin, ihr Spielzeug. Wenn Etelin wüsste, was sein Versuch, Asmodi zu helfen, der Lichtmagierin eingebracht hatte, er würde wohl in eine tiefe Trauer verfallen. Was er jetzt wohl machte? Ob er versuchte, erneut einen Weg in den Harax zu öffnen? Ob es ihm gelang und falls ja, würde er Naamahs Sphäre erreichen?
So viele Fragen, keine Antworten und Asmodi konnte nicht auf Mallahalls Hilfe hoffen. Etwas war mit ihr passiert. Sie war nicht länger die Herrin, die er kannte. Aber noch immer wirkte ihre Befehlsgewalt. Mit der Dämonenträne hatte sich Asmodi ihr unterworfen. Kein Loyalitätsbeweis könnte höher sein, jedenfalls nicht für einen aus dem Harax. Es gab keine Dämonen, die um etwas weinten, aber Asmodi hatte es getan - typisch haraxische Schöpfung. Sie hielten sich an keinerlei Art von Gesetzen. Hauptsache, es wurde Chaos verbreitet.
Lediglich Mallahalls Willen gehorchte er irgendwie und so kam es, dass er aus Eigeninitiative heraus vor ihr zu einem kleinen Haufen haraxischer Ergebenheit wurde. Die Magierin kümmerte sich nicht darum. Ihr Haar packte nach Asmodi wie mehrere starke Hände und zogen ihn dicht an sie heran. Mit diesen leeren Augen, zu denen die Spiegel ihrer Seele geworden waren, schaute sie ihren Dämon an. Nichts mehr lag darin, weder Freude über seine Gesundheit noch Hass, weil er wieder einmal Ärger machte. Und auch kein Mitleid für seine ehrliche Furcht vor ihr.
Er griff nach dem letzten Storhhalm und versuchte, an Naamahs Eogismus zu appellieren. Schließlich sollte sie es sein, die ihn vernichtete und nicht eine daher gelaufene Lichtmagierin. Aber die Herrin dieser Ebene war längst gegangen. Offenbar vertraute sie auf ihr Spielzeug, dass es seine Arbeit gewissenhaft ausführen würde. Wenn sie zurückkehrte, wäre von Asmodi nur noch ein Häuflein Asche übrig - das und ein menschlicher Wirt mitsamt Körper, an dem sie sich verlustieren würde, bis all seine Kraft aufgesaugt wäre. Mallahall musste nur noch den Dämon vernichten. Ihr Haar schlang sich enger um den Leib, während Asmodi kratzte, winselte und nach Zanraia verlangte. Da beugte sich seine Herrin über ihn. Sie griff unter sein Kinn, ihre Hand war immer noch so zart, ging so sanft vor wie in Celcia. Hatte sie sich wirklich bereits vollkommen verloren?
Da erhob er sich, wollte weder von Mallahalls Befehl, noch von Zanraia länger etwas wissen. Das lag daran, dass es nicht mehr Asmodi war, der den Körper kontrollierte. Aurelius war zurück und der versuchte, sich an der Lichtmagierin vorbei zu drängen. Mallahall ließ es jedoch nicht zu. Ihre Haare hielten den Medicus fest im Griff. Die Magierin schob sich zurück in sein Blickfeld. Ihre Augen konnten nicht so verführerisch funkeln wie die von Naamah. Sie waren leer. Aber trotzdem strahlte sie etwas aus, das all seine Aufmerksamkeit auf sich zog. "Vergiss sie. Ich bin alles, was du brauchst. Alles, was du jetzt noch wahrnimmst. Alles, woran sich dein Verstand erinnern wird, kurz bevor er zu nichts wird."
Ihre Haare flammten auf. Gleißendes Licht, das von der Wurzel bis zu den Haarspitzen zu wandern begann, nur um dann brennend auf seiner Haut zu landen. Doch nichts geschah. Es war wie mit dem Seelenfeuer, das Asmodi gegen seine Herrin hatte anwenden wollen. Es züngelte um sie herum, ohne ihre Seele zu erreichen. Die vom Harax verdorbene Lichtmagie erstrahlte, glühte auf Aurelius' Haut, aber sie erreichte jenen nicht, den sie vernichten wollte. Der Dämon war tief in seinem Wirt verborgen, geschützt durch diesen und nicht hervor zu locken. Aber was machte die Magie mit Aurelius? Die Antwort war simpel: genau das, was Lichtmagie bei jedem hilfsbedürftigen Patienten bewirkte. Er wurde geheilt. Sanft legte sich das Licht nun auf seine Hülle, schloss Schnitte und Kratzer, aber es heilte ihn auch von diesem Suchttrieb. Es beruhigte den Körper, es schwemmte die bösartigen Stoffe heraus. Es filterte die Luft in seinen Lungen.
Aurelius würde gleich wieder klar denken können. Das hatte Naamah vermutlich nicht bedacht, aber solange der Medicus die Oberhand behielt und durch Mallahalls Haar mit ihrer reinigenden Magie verbunden war, konnte er dieser Ebene und all ihrer Fallen widerstehen.
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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Asmodeus » Samstag 21. Januar 2012, 00:12

Aurelius Augen weiteten sich während er in diese Leeren von Mallahall di Svanwiss blickte. Vielleicht wäre es besser gewesen die beiden wären sich nie begegnet. Sie hätte mit den Fahrenden weiterziehen können, hätte Celcia bereist ohne in Schlachten, Dämonengeschichten, Flüche und dergleichen hineingerissen zu werden. Vielleicht wäre sie sogar in Andunie oder Santros oder einer der anderen Städte sesshaft geworden, hätte eine kleine Praxis eröffnet und ihren bescheidenen Traum gelebt. Vielleicht. Aber die jetzige politische Lage Celcias, von denen die Gruppe so wenig mitbekommen hatte, hätte die Dorfheilerin Andunies, Mallahall di Svanwiss (oder vielleicht Zitter? Oder wen immer sie geheiratet hätte, wäre sie Aurelius nie begegnet) vielleicht als Sklavin oder Tote nach dem Krieg ihr Schicksal durch die dunkle Horde besiegelt bekommen. Nun war es aber Nahmaa die sich ihrer Leibhaftig geworden war. Die Herrin war selbst Dienerin einer noch mächtigeren Herrin. Verkorkste Zustände wie sie dem Chaos des Harax in nichts nahestanden.

Wie viel Zeit wohl schon verstrichen war? Wie viel war eine Stunde die man im Harax verbrachte in Celcia? Es wäre seltsam würde sich die Dämonenwelt an Celcias Uhr richten. Es entspräche nicht dem Prinzip der Ebene, oder eben doch? Weil eine solche Regel ihr nicht entspräche?

Nun über die Zeitzone zwischen Celcia und Harax konnte sich Aurelius im Moment sicherlich keine Sorgen machen, er hatte im Moment andere Probleme. Er petzte gerade die Auge zu. Was sollte er angesichts seines Endes auch sonst noch tun? Er war weder Krieger, Magier noch Dämon. Er war nur ein Medicus aus Pelgar der etwas über dem Datum war, aufgrund seines Parasiten.

„Mallahall… erinnere dich meiner! Ich bitte dich!“ Flehte er die Maga an, doch der Fluch der auf ihr lastete war zu stark und so richtete sie ihre mächtigen arkanen Kräfte gegen ihren eigenen Freund. "Vergiss sie. Ich bin alles, was du brauchst. Alles, was du jetzt noch wahrnimmst. Alles, woran sich dein Verstand erinnern wird, kurz bevor er zu nichts wird." „Erinnere du dich an mich! Erinnere dich an Celcia! An Etelin! An Zanraia! An Castus! Erinnere dich an deine Pflichten als Heilerin, als deine Bürde als Dämonenherrin! Erinnere dich an deinen Namen! Mallahall di Svanwiss! ERINNERE DICH!“ Brüllte Aurelius ihr panisch entgegen und war überrascht… wie viel er brüllen konnte. Sein Verstand schaltete sich ein und meldete ihm dass es eigentlich unmöglich war, dass er so lange Sätze schreien konnte wenn man bedachte dass sein Körper in Flammen stand. Ebenso verwirrte seinen Verstand das absolut paradoxe Gefühl sich im Moment grössten zu erwartenden Peines… besser zu fühlen. Irgendetwas lief schief, zumindest aus der Sicht jener die ihn tot sehen wollten. Irgendetwas lief aber auch schief in Bezug auf den Harax. Da war eine sterbliche – klar riechbare Menschliche Seele am Zug. Die sich gerade gegen das neuste und sicherlich auch eines der mächtigsten Spielzeuge der grossen Succubifürstin behauptete. Ein Unding! Ein derartiges Unding, eine derartige beschämende, provokative und überhaupt nicht zu erwartende Unregelmässigkeit die vielleicht sogar die dämonischen Sphären des Chaos in Unruhe versetzen vermochte!
Selbst in der Dämonen (un)logik, konnte sowas doch nicht geschehen!

Aurelius fühlte sich so stark und erquickt wie er es zuletzt mit ca. 25 Jahre gewesen war. Kräftig, jugendlich und voller Tatendrang. Sein Verstand raste, seine Gedanken flossen, das Blut in seinen Adern war angereichert mit Sauerstoff und versorgte seine Muskulatur. Sein ganzer Stoffwechsel war angeregt, sein Blick geschärft, seine Ohren gespitzt und sein Verstand Messerscharf. Die Umnebelung von Namaah verwelkte, wurde förmlich vom heilenden Licht ihrer Gespielin versengt.
Er starrte Mallahall mit grossen, aber ungemein wachen Augen an. Er drückte seine Pranken gegen Mallahalls Unterarme, umgriff sie kräftig und drückte ihre eigenen Arme gegen ihren Körper, er wollte sie so zur Rückwärtsbewegung zwingen. „Mallahall!!! Was bist du für eine Närrin zu glauben dass ich deine imposante zur Schaustellung deiner Kräfte verdient habe! Du solltest diener Herrin jene Ekstase zukommen lassen die du mir gerade zukommen lässt!“ Als Medicus war der Verstand immer die schärfste Waffe gegen Krankheit und Gebrechen gewesen. Nun setzte der Medicus auf dieses altbewährte Mittel und versuchte zum Gegenangriff auszuholen.

Analytisches Denken war seiner Meinung nun gefragt. Sicherlich, analytisches Denken war nicht gerade jenes Attribut welches man mit Heldentaten in Verbindung brachte. Ausserdem stand Aurelius nicht gerade viel Zeit zur Verfügung so dass seine Schlüsse zu denen er kam sehr spekulativ waren und das Risiko in sich bargen, falsch zu sein.
Er kombinierte folgendermassen:

Die Wahrscheinlichkeit dass Mallahall ebenfalls unter einer Art Lustwahn gegenüber der Succubi stand war zumindest gegeben und sogar konkret anzunehmen. So wie er die Dämonin einschätzte war es deren Taktik sich ihre Untertanen durch die Kraft der Begierde gefügig zu machen, warum sollte es also bei Mallahall anders sein? Er nahm weiterhin an dass Mallahalls einziges Bestreben darin lag, der Dämonenherrin zu gefallen. Sie wollte belohnt werden. Wollte Aufmerksamkeit und somit auch vielleicht sogar Sinnlichkeit durch ihre Herrin erfahren. Dieser Trieb spornte sie an – so zumindest seine kurz gefasste Theorie. Bisher war immer Asmodi der Experte darin gewesen jede noch so kleine Information in sich einzusaugen und gegen ein Opfer zu verwenden, diese Kombinationsgabe hatte er jeweils vermutlich vom Medicus „geliehen“.

Er schaute Mallahall eindringlich an. „Es ist eine Prüfung Mallahall! Merkst du denn nicht?! Deine Herrin will sehen ob du deine lustvollen und gleichzeitig vernichtenden Arkanen Kräfte gegen jeden dahingekrochenen Schwächling anwendest… denn glaubst du es ist ihrer würdig… sich mit solchen schändlichen Dienerinnen einzulassen? Welcher Reiz sollst du noch für sie haben wenn du durchtränkt bist mit dem Blut eines Unwürdigen? Wird sie sich nicht eher vor Ekel von dir abwenden? Nur ihr solltest du dein Feuer zeigen! Nur auf ihrer Haut sollte es brennen, wenn DU ihrer würdig sein willst!“

Es war ein waghalsiger Versuch. Erstens war er sich nicht sicher ob Mallahall überhaupt auf ihn hören würde… und zweitens lieferte er sie so Namaah aus und konnte nur hoffen dass sie mächtiger war als die Dämonin. Das war der Fluch des Verstandes... denn nach einem erfolgten rationalen Ergusses, kamen nicht selten mächtige Zweifel auf, ob es nicht einfach besser gewesen wäre... nichts zu tun.

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Re: Zurück in der Heimat

Beitrag von Erzähler » Sonntag 22. Januar 2012, 16:37

Aurelius' Antlitz spiegelte sich in Mallahalls leeren Augen wider. Dort fehlten der Glanz und das Leben, das sie erfüllt hatte. Davon hatte sie so viel besessen. Nichts bedeutete dieser Frau mehr als Leben zu erhalten und jetzt schien sie ihr eigenes verloren zu haben. Sie war zur Marionette der Dämonin geworden. Wie hatte das nur geschehen können? Der Medicus konnte sich selbst in ihren Augen sehen. Das blaue Haar wirkte etwas zerzaust, obgleich es abstand wie eh und je. Jede Strähne und auch das Ziegenbärtchen schienen erfüllt von einem, aus dem Inneren kommenden Glanz. Sie schimmerten dämonenblau, umwabert von nebelartiger Substanz. Daran war eindeutig der Harax schuld. Er stärkte Asmodi, auch wenn er noch immer in seinem Wirtskörper steckte. Auch den Augenhöhlen entsiegt etwas: Rauch, fein und dünn. Wenn der Dämon die Kontrolle besaß, drang eindeutig mehr davon aus den tiefen Höhlen, zu denen Aurelius' Augen geworden waren. Seine Haut wirkte blass, aber nicht kränklich. Er könnte etwas Sonnenlicht vertragen. Licht. Mallahalls Licht. Es wärmte auf seiner Haut. Es verletzte nicht, sondern stärkte ihn. Selbst jetzt in ihrem Zustand heilte sie damit. Dabei wollte sie vernichten, wollte den Dämon in diesem Körper erreichen und ausbrennen wie eine eitrige Wunde. Dass es Menschen gut tat, den sie berührte, kümmerte sie nicht. Darüber dachte sie nicht nach. Sie dachte, wie es Naamah tat und die wusste, dass sich Dämonen vom Licht vertreiben, wenn nicht sogar vernichten ließen. Mit Menschen kannte sie sich nur bezüglich deren Trieben aus, aber auf diesem Gebiet war sie eine Expertin.
Aurelius sprach mit dem Werkzeug dieser haraxischen Bestie. Er versuchte, Mallahall zu erreichen. Sie blickte durch ihn hindurch und doch schaute sie ihn an. Diese leeren Augen, dieses flache, milchige Nichts. Wer die ewig blauen Saphire kannte, die ihren Blick gebildet hatten, den schmerzte dieser Anblick. Zanraia hätte vermutlich zu weinen begonnen. Etelin hätte sich schlecht gefühlt wie nie. Wahrscheinlich hätte sogar Cinnamin, die doch noch gar nicht so lange zur Gruppe gehörte, ihr tiefes Bedauern ausgedrückt.
Aurelius versuchte alles, um sie für sich zu gewinnen. Er hoffte, dass die Erwähnung ihrer Freunde ihre Seele wecken könnte. Doch nichts dergleichen geschah. Wenigstens feuerte sie keinen Lichtblitz auf den Medicus ab. Dieser hätte ihn zumindest geblendet und wer wusste schon, was dann die übrigen Dämonen getan hätten. Derzeit verlustierten sie sich an jeweils anderen. Ihr Stöhnen und tiefes Seufzen erfüllte die Luft. Kaum einer schaute zu Mallahall herüber. Sie wussten, was dieses Spielzeug konnte. Sie wollten nicht den Zorn der Frau auf sich ziehen. Sie war ein mächtiges Spielzeug, könnte vielleicht sogar Naamah verletzen. Und doch ließ sich die Herrin dieser Ebene darauf ein. Ihr hatte das Geschenk des Q'lalar überaus gefallen. Die Magierin zu beherrschen stellte eine besondere Herausforderung dar, denn hierbei konnte sie nicht vollkommen an ihre inneren Gelüste appellieren. Ja, Naamah hatte in Mallahalls Seele geschaut. Sie wusste, welche Art Mann ihren Schoß erhitzte. Aber es war eine andere Art Trieb gewesen, mit dem sie sich Mallahall gefügig machte. Etwas Tieferes, das sie selbst kaum wirklich verstand. Aber sie hatte es geschafft und jetzt gehörte die Magierin ihr. Auf ewig!

Als Aurelius gegen Mallahall drückte, änderte sich die Perspektive, mit der die Magierin ihn betrachtete. Etwas in ihren Augen blitzte auf. "Ekstase", wiederholte sie das einzige Wort, das ihre Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte. Dann nickte sie. "Ja, Ekstase." Die Zeichen, aus der ihr magischer Kreis bestand, leuchteten heller. Ihr Haar wallte auf. Es wuchs und wand sich wie ein eigenständiges Wesen. Es hüllte sie beide ein, formte sich zu einer golden glänzenden Kuppel um sie herum. Im Innereren herrschte plötzlich Dunkelheit, doch nur für einen Moment. Mallahalls Augen begannen zu leuchten. Erst milchig, dann mit einem Hauch von Gold, der von den Strähnen ihres Haars reflektiert wurde. Aurelius fand sich in einer Kuppel goldenen Scheins wieder. Mallahall sah ihn mit einer sehnsüchtigen Mimik an. "Ekstase", säuselte sie und lehnte sich vor. Ihre Lippen pressten sich auf die erstbeste Stelle, die sie bei Aurelius erreichen konnte. Sie küsste fordernd. "Berühre mich", seufzte sie, flehte sie beinahe. Ihre winzigen Kristalle und Kettchen klirrten leise. Ihr Körper strahlte eine ungemeine Wärme und Geborgenheit aus. Hatte Naamah sie so für sich gewonnen?
"Wie lange habe ich mich nach der starken Umarmung eines Mannes gesehnt ... berühre mich, mein Liebster." Sie hob ein Bein an, um es in wiederkehrenden Bewegungen an Aurelius' Körper zu schmiegen. Sie reagierte nicht auf seine Worte. Sein Versuch, ihr das Ganze als Prüfung vorzugaukeln, scheiterte. "Ich bin so allein", seufzte sie, drückte sich nun gegen seine Hände. "Halt mich. Du liebst mich doch!" Sie kam ihm bedrohlich näher. Ihr gesamter Körper glänzte, von ihrem Haaransatz bis zu den Zehen. Die Augenhöhlen leuchteten heller, ebenso das Haargefängnis, aber auch die verheilende Narbe auf ihrem Unterbauch, die ihr damals noch der Dunkelelf in Kosral zugefügt hatte.
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