Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Kaum jemand hat die vielen Ebenen dieser Welt je gesehen und eigentlich möchte niemand jemals den Harax betreten, denn hier regieren die Dämonen.
Jene arme Seele wird als verloren betrachtet, die es in dieses finstere Reich aus Hass und Chaos verschlägt.
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Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Gestalt » Dienstag 24. August 2010, 00:32

[Richard kommt aus: Kata Mayan – Die Todesinsel – Richards persönliche neun Quadratmeter zum Glück]

Akt 1. Der Auftritt

Gefangen in seiner Halle und die Ewigkeit vor Augen, musste Richard langsam einsehen, dass es für ihn kein Entkommen gab. Wie er es auch drehte oder wendete, er war gezwungen, der Tage hier zu harren. Wenn er denn dann irgendwann seiner Flüche und Schimpftiraden überdrüssig war, dann würde er nur noch darauf warten, dass der Wahnsinn endlich so gnädig wäre und sich seiner bemächtigte.
Oh, wie sehnte er sich diese süße Zeit herbei, dessen Fülle er nicht mitbekam und die im allerlei Pein und Kummer ersparte. Aber noch war es nicht soweit, noch wollte niemand ihm Gnade gewähren, so war er wie so oft dem Zufall ausgeliefert.
Richard vermochte nicht zusagen, wie lange er schon hier war, die Realität verschwamm mit seinen Gefühlen, seinen Erinnerungen und ließ bisweilen alles unwirklich erscheinen, obwohl der kalte, nackte Stein unter seinen Füßen sehr real war. Hier spürte er nichts, weder Wärme noch Kälte, die Luft stand um in still und selbst das Echo seiner noch wütenden Schreie mochte nur die Einbildung sein, seine Einbildung.
… und unnachgiebig brannten die Kerzen, ohne davon Zeugnis zu tragen, was er hier bereits erlebt hatte. Seine einzigen stummen Begleiter auf dem Weg in den Wahnsinn.
Doch dieses Mal war etwa anders.
Bemächtigte sich die süße Gnade seiner bereits so früh?
Wohl kaum.
Die Tür, durch die Richard immer währende Hitze spüren konnte, eine unwirkliche Hitze, die von unvorstellbarer Pein und Qual zeugte … glomm in einem warmen, rötlichen Ton.
Es war ein Rot voller Sünde und Wollust, die Energien, die von dieser Tür ausgingen, ließen nichts Gutes erahnen … jedenfalls nicht für Azrael.
Das war sein Name, dessen sich nur wenige bedienten. Hatte er ihn wirklich vernommen oder war es ein Streich seiner eigenen Wahrnehmung?!
Es blieb ihm kaum zeit, darüber nach zu denken. Etwas tat sich an der Tür. Bisher war dort nie etwas gewesen, so sehr er sich auch bemüht hatte. Doch dieses Mal war es anders. Bald konnte er bereits einen Spalt ausmachen, was deutlich anzeigte, dass die Tür geöffnet wurde. Aber von wem? Wenn er sich bemühte hi8ndurch zu spähen, so konnte er dort niemanden ausmachen, lediglich ein Geräusch war zu hören. Eines, welches er nicht sofort zu deuten vermochte. Es war ein relativ helles Geräusch von Metall auf Stein, welches langsam und eigenartig rhythmisch betont immer näher kam.
Mit jedem Mal, wie dieses Geräusch lauter wurde, öffnete sich die schwere Tür ein Stückchen weiter, was ein unangenehmes Schaben auf dem Steinboden verursachte. Dann, wie auf einen unausgesprochenen Befehl hin, wurde die Tür, wie von einem heftigen Windstoß erfasst, komplett aufgestoßen.
Dahinter lag nun ein Gang, den Richard frei einsehen konnte. Im Gegensatz zum Steinboden in seiner halle, war dieser Boden aus schwarzem, glänzendem Stein. Der Gang an sich war vielleicht drei Schritte breit5 und wurde rechts und links von einer gigantischen Fensterfront gesäumt, so sah es jedenfalls aus, die sich über dem gang zu einer Kuppel wölbte. Außerhalb des Glases war es recht dunkel, doch konnte Richard meinen, dass dort dunkle, wabernde Wolken trieben. Sein Blick vermochte die Dunkelheit des Ganges nicht zu durchdringen, lediglich die Kerzen aus seiner halle warfen ein schummriges, unbewegtes Licht in diesen Gang. Das Geräusch war aber immer noch zu hören und es wurde stetig ein wenig lauter. Die beständige Hitze der Tür war gewichen und Kühle wallte in seine Totenhalle … so wie er es vernahm.
Ein weiterer unausgesprochener Befehl mochte erklungen sein … der gang wurde unglaublich hell. An den Seiten, außerhalb der Fenster, loderten unglaubliche Feuerw2ände empor, züngelten und leckten am Glas, auf der Suche nach Nahrung, um dann in sich zusammen zu fallen, nur um wieder empor zu wallen.
… und dann, …dort, in mitten des Ganges, konnte er es sehen, vielmehr sie sehen. Der fleischgewordene Alptraum seiner schlaflosen Nächte.
Bild

Sie, … Shenyrra, ein Dämon des Harax verursachte das metallische Geräusch. Dabei war sie im Grunde die Erfüllung seiner geheimsten Wünsche und dafür hatte er sich schon so oft verflucht. Eine wahre Augenweide für jeden Mann, im Moment aber nur für ihren Liebsten. Mit einem süffisanten Lächeln schritt sie ganz gemächlich durch diesen Gang, die Arme leicht ausgebreitet und sich sichtlich erquickend an seinem Schmerz, Hüften schwingend auf ihn zu. Ihre Anmut konnte ihm nur den Atem rauben und auch wenn er sich bemühte, seiner selbst Herr zu werden, sie wusste genau, welche Wirkung sie auf ihn hatte.
Wie gebannt stand er dort und musste hilflos mit ansehen, wie sie unaufhaltsam auf ihn zu schritt. Bei jedem Schritt wallte ihre lange schwarze Mähne um ihre Rundungen und sie fühlte sich sichtlich wohl.
Kaum, dass er sich dieser Situation bewusst werden konnte, stand sie auch schon vor ihm und so gab sie ihm die Gelegenheit, ihre Erscheinung näher zu betrachten.
Ihr sündig roter Mund öffnete sich leicht, er versprach Stunden und Stunden die pure Lust. Shenyrras lasziver Blick haftete auf ihm Blick, trieb ihm die Schamesröte ins Gesicht und heftete ihn förmlich hier und jetzt fest.

„Azzzzzrael, … willkommen!“

Alleine schon ihre Stimme vermochte die Phantasie zu beflügeln … weiche und melodisch, jede Kadenz ihres Stimmspektrums ausschöpfend.
Zuletzt geändert von Gestalt am Dienstag 26. Oktober 2010, 00:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Richard Azrael Darkholme
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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Freitag 27. August 2010, 07:13

Richard wusste nicht wie lange er dort an einer Wand hockte. Die Hände hatte er in seinen Schoß gebettet und sein Kopf war gesenkt.
Egal wie er sich hier auch verhalten würde, es würde nichts geschehen.
Richards Halle war Zeuge, was er hier schon alles getan hatte und geschehen war, doch trotzdem gab sie kein Urteil ab. Hier zeigte sich Richard, wie er sich sonst nie zeigte. Verletzlich und hilflos.
„ verflucht, bringt doch alles nichts“
Seine Hand wanderte automatisch zu der Stelle, wo sonst die Tätowierung seiner Spinne war. Kurz lies er seine Hand dort verweilen, dann senkte er seinen Arm wieder.
Er seufzte laut auf.
Eine junge Frau fiel in Plötzlich ein, die gerne besonders tief und herzzerreißend aufseufzte. Das wirkt befreiend, hatte sie ihn damals gesagt. Ein leichtes Schmunzeln legte sich kurz auf seine Lippen.
„Das stimmt!... Doch helfen tut es nicht wirklich“ sprach er in die Leere des Raumes.
Richard hatte sie damals nur fragend angesehen und es mit einer Geste abgewinkt. So was kam für ihn nicht in Frage. Aber hier war es anders.
Hier machte er es, weil er daran glaubte.
„na komm… hoch mit dir…ich kann noch lang genug rum sitzen.“ Trieb sich Richard selber an.
Mühselig erhob er sich. Er hatte immerhin keine Eile.
„ ich hoffe mal, dass Marius wirklich meinen Körper nicht vergräbt. Das könnte dann ein längerer Aufenthalt werden…was war das?“ Richard lauschte auf.
Hatte er da nicht eben ein Geräusch vernommen oder war es sogar ein Wort? Als hätte jemand Azrael gesagt.
Azrael, sein Zweitname. Er benutzte ihn selber gar nicht als Name. Es hatte immer etwas Dunkles gehabt. Nur wenige nannten ihn so.
Auch hatte der Name einen zu hohen Erkennungswert.
Eine der wenigen, war Shenyrra.
Er blickte sich um.
Natürlich konnte sie ihn besuchen, doch das geschah meist auf eine andere Weise und dann hörte er die Stimme in seinem Kopf zuerst.
Er drehte sich im Kreis und suchte über sich. Doch nichts.
Er es sich eingebildet?
„ Fange ich jetzt schon an?“
Meist zeigten sich die ersten Wahnvorstellungen nach ein paar Tagen. Manchmal blieben sie auch ganz aus.
Doch je mehr er lauschte umso sicherer war er, dass tatsächlich etwas war. Wie Metall auf Stein… und es kam von der Tür!
Die Tür, wo sich nie etwas getan hatte und doch schien es, als sei sie offen.
Es war sogar so, als glühte sie leicht.
„ Verfluchte scheiße, was hat das zu bedeuten?...heißt das, ich wache nicht mehr auf! Nie wieder?...ich bleibe jetzt hier!?“
In all den Jahren hatte sich dieser Raum und die Türen nie verändert. Richard kam schon oft der Gedanke, dass wenn sich eine Änderung zeigen würde, ob er nicht mehr zurück in seinen Körper könnte?
Die Angst lähmte ihn. Er war zwischen dem Bedürfnis nach zu schauen und wegzulaufen gefangen. Doch wohin sollte er?
Er hatte immerhin knappe drei Meter nach hinten an die Wand.
Langsam öffnete sich mehr und mehr die Tür. Die Wärme, die sonst die Tür ausstrahlte, hatte sich verändert.
Ein Gefühl von Lust schien von der Tür auszugehen.
„ Oh ne! Verdammt.“ Langsam wich Richard von der Tür weg. Jeder Muskel war jetzt in Anspannung.
RUMPS!
Richard machte einen Satz nach hinten. Sein Herz raste. Sein Atem setzte kurz aus. Sein Rücken stieß schmerzhaft gegen die Wand. Doch das war ihm jetzt egal.
Er starrte in den Gang.
Er konnte Feuer sehen, was draußen an Fenstern heraufloderte. Was sah er da?
Er spürte deutlich den Windzug aus dem Gang.
„ Ist es jetzt schon soweit?…nein! ...sonst würde ich nicht darüber nachdenken…was geht hier vor?“

Ein Lichtblitz!
Kurz wurde es gleißend hell!
„aargghh!“
Richard kniff die Augen zusammen und hielt sich schützend die Hände vor die Augen.
Doch so plötzlich wie es kam, war es verschwunden.

Jetzt sah er sie!
Shenyrra!
Richard Herz setzte kurz aus, was bei jemanden seiner Lage nicht besonders auffällt.
Wie zur Salzsäule erstarrt, stand er da. Konnte den Blick nicht von ihr abwenden. Der Körper dieser Dämonin, der Traum aller Männer.
Doch für Richard oft auch ein Alptraum.
Ihre perfekten Rundungen sprachen von dem Vergnügen, welches man(n) haben konnte. Doch ihre unnatürlichen langen Fingernägel zeigten auch den Schmerz, den man(n) erfahren konnte.
Von ihr kam das metallische Geräusch. Vermutlich war es der Absatz ihrer Hackenschuhe. Richards Augen weiteten sich. Erschrocken, Verwunderung und Begeisterung.
„ verflucht…krieg dich wieder ein.“ er spürte wie ihm alles Blut aus dem Gesicht weichen wollte und sich an anderer Stelle zu sammeln zu versuchen, während sie mit schwingenden Hüften auf ihn zukam. Sie wusste von ihrer Wirkung auf ihn. Er war ihr bis zu einem gewissen Grad hörig.
„verdammt…wieso sieht die nur so gut aus!…und es konnte mal wieder nicht knapper sein.
Sie sah ihn an.
Und Richard verspürte den Drang sich abzuwenden. Beziehungsweise fühlte er sich bei diesem Blick wie ein kleiner Junger, der noch keine Ahnung vom Beischlaf hatten.
Er schluckte hart.
„ Shenyrra?… was?… wie?“ stotterte er vor sich hin. Instinktiv versuchte er noch weiter wegzuweichen, doch die Wand war schon da.
Ein Gefühl von Enge machte sich breit.
Er schnappte nach Luft.
Sein Brustkorb war wie zugeschnürt. Die Luft zum Atmen fehlte ihm.
Er hob zitternd seine Hand und lockerte seinen Hemdkragen am Hals.
„ siehst ..g..gut …aus!…nur für mich?… wäre aber nicht nötig… wieso ist die Tür offen?“
Er spähte an ihr vorbei. Eine Gänsehaut machte sich breit.
Verdammt, wo ist der hacken? Die macht doch sonst nicht so was!… verdammt, ich habe irgendwie ein mulmiges Gefühl.“
Immerhin hatte Richard mit einer heftigen Reaktion gerechnet. Sie schien zuvor noch gereizt zu sein. Jedenfalls bevor er hier gelandet war.
Er war zwar abgelenkt, doch versuchte er auf alle Gesten bei ihr zu achten.

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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Gestalt » Sonntag 5. September 2010, 17:34

Die Begrüßung

Gefühle der Wonne lösten sich in Shenyrra, eingedenk der offenkundigen Qualen, die Richard nun erlebte. Überhaupt, was Richard schon für ein Name … so ordinär. Sie bevorzugte Azrael … oh, wie es ihr über die Lippen kam. Dieses wunderbar weiche „z“, mit dem sie seinem Namen eine spezielle Bedeutung beimessen konnte und wollte. Mit seinen Namen zu spielen, das war eine ihrer Lieblingsbeschäftigungen, wenn er ihr hier, ansonsten verschwendete sie daran keine Zeit.
Nun stand sie vor ihm, sein fleischgewordener, lustvoller Alptraum. Wie sehr hatte er sie schon verflucht und herbeigesehnt … aber, wenn, dann war sie diejenige, die entschied, wann, wo und wie.
Shenyrra wollte gerade ansetzten, ihn gebührend zu empfangen, wie sie stockte. Der Grund dafür waren seine Gedanken, die ihr nur so entgegen flogen. Wie immer, war er ein offenes Buch für sie, was sich auch noch bereitwillig alleine umblätterte. Richard haderte gerade mit dem Gedanken, dass er auf immer verloren wäre und nie wieder das Licht celcias erblicken würde, da wollte sie ihm doch bei behilflich sein … auf ihre Art natürlich. Ihre Lider senkten sich und mit einem gekonnten Aufschlag sah sie ihn durch halb geöffnete Augen an. Den Mund schürzte sich etwas und ihre Haltung veränderte sich. Anmutig erhob sie ihre Arme und schlang sie um seinen Hals, noch ehe er begreifen konnte, was geschehen würde, hatte sie ihn in ihrem Griff … er hatte vergessen, wie stark sie war. Mit einer schnellen Bewegung hatte sie ihn zu sich heran gezogen und drückte ihre Brüste gegen seinen Oberkörper. An sich war sie genauso groß wie Richard, was ihn schon mal nicht unbedingt zusagte, aufgrund ihrer Schuhe allerdings, war sie fast einen halben Kopf größer als er. Wenn er sich allerdings ihren Körper genauer ansah und sie wusste, dass er das nicht nur einmal tun würde, dann sah er wohl liebend gerne darüber hinweg.
Mit ihrem linken Zeigefinger zeichnete sie die Konturen seines Gesichtes nach, wobei sie natürlich nicht seinen Vorhang im Gesicht duldete. Sie wusste von der narbe, störte sich aber keinesfalls daran, seine Qualitäten in der Horizontalen minderte dieses kein Stück, er war ohnehin schon eitel genug. Proteste erstickte sie von vorneherein damit, dass sie ihren Zeigefinger auf seine Lippen legte und ihn zu Stille ermahnte. Ihre Nägel waren von blutroter Farbe und besaßen die gewöhnliche Länge. Er wusste, womit sie dazu in der Lage war, er hatte es immer und immer wieder kennen lernen dürfen.
Ihr Blick war voller Sünde und Versprechungen und zu tief hinein zu schauen, mochte einen die Seele kosten, was in Richards Fall belanglos war.
Minuten verstrichen, in denen sie einfach nur dastand und ausharrte und sie wusste, dass es ihn mürbe machte.

„Du schaust gut aus, Azzzzrael!“ Da war es wieder, diese sündige Betonung seines Namen und Erinnerungen wurden in ihm wach …
„Ich fühle mich geschmeichelt, dass du dich für mich so on Form hältst.“
Ein helles Lachen erklang.
„Nun komm´ , wir können uns bei mir noch weiter begrüßen und uns dann den schönen Dingen des „Lebens“ widmen.“ Sie lächelte ihn süffisant an.

Shenyrra löste ihre Arme um seinen Hals und fuhr im am Hals herunter über die Brust und endete kurz nach seinem Hosenbund. Wieder lachte sie auf, sie konnte seine Reaktion voraus sagen. Deswegen lies sie ihn auch einfach stehen und drehte sich grazil auf ihre Absätzen herum. Ihre seidige Mähne folgte diesem Schwung und gab den Blick auf ihren perfekt geformten Hintern frei, über dem ebenfalls eine Lage dieses blutroten Stoffes lag, der zwar verbarg, aber genug frei lies … bereits zu viel für ihn!?
Mit perfekt austariertem Gang schritt sie langsam und betont den Weg zurück durch den verglasten Gang. Sie wusste, dass sein Blick ihren Hüften und ihrem Gesäß wie ein Pendel folgen würde.
Shenyrra beherrschte das Spiel perfekt, welches sie nun spielen würde und Richard würde mitspielen müssen. Oder? … wollte er gar hier blieben? Was hatte er für eine Wahl? Sechs Tage in seiner Halle, was für eine Aussicht. Gab sie ihm dieses Mal wirklich die Wahl?
Sie hatte bereits die Hälfte des Weges zurückgelegt und sich nicht umgesehen.
Die Tür begann sich zu schließen.
In seiner Halle hingegen wallte der Nebel wieder um seine Fußgelenke und irgendetwas war anders … da erschallte es:
„Ewigkeit!“
Zuletzt geändert von Gestalt am Dienstag 26. Oktober 2010, 00:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Mittwoch 8. September 2010, 23:15

Richard würde am liebsten mit der Wand verschmelzen, doch das ging ja nicht. Sie kam auf ihn zu und Richard konnte nicht weglaufen.
Sie hatte ihr Augen halbgeschlossen und stürzte die vollen und sündigen Lippen.
Oh, wieso musste sie auch so gut aussehen.
verdammt, nicht schwach werden
Dann legte sie ihre Arme um seinen hals. Nun erstarrte er wirklich. Es hatte zwar fast etwas vertrautes und für Nichtwissende zeigte es eben genau dieses Bild. Aber es war einseitig.
Lass mich los zischte er in Gedanken.
Er spürte wie sich ihre üppige Oberweite an seine Brust drückte und ihm das Atmen noch schwerer fiel.
scheiße, wieso hat sie so einen Körper?… Richard spürte wie sich eine immer größer werdende Kluft zwischen seinen Gedanken und seinen Körper bildete. Es fiel ihm schwer, sie jetzt nicht an sich zu reißen. Doch wusste er auch, dass sie das nicht gewähren lassen würde. Sie hatte das sagen. Und Richard hatte nicht die Kraft sie von sich wegzuhalten.
Er hob seine Hände und versucht sie wegzudrücken. Doch vergebens. Auch wenn man es ihr nicht ansah, so hatte sie eine höhere Körperkraft als einer der stärksten Männer aus Celcia. Und Richard abgehörte bestimmt nicht zu einen von solchen Muskelbergen. Er war zwar durchtrainiert, doch lag seine Qualifikation eher in der Geschicklichkeit als in der rohen Kraft. Es war ein vergebenes mühen.
Ihr Finger mit den so makellosen Nägeln strich die Konturen seines Gesichtes entlang. Spätestens da dreht Richard den Kopf mehr und mehr von ihr weg. Sie störte sich zwar nicht an seiner narbe, er tat es aber umso mehr.
„ Shenyrra , lass da..“ weiter kam er nicht. Um ihn zur Stille zu berufen, legte sie ihn einfach ihren Finger auf die Lippen. Seinen Blick hatte er jetzt starr auf ihre Augen gerichtet. Das Denken fiel sowieso in ihrer Nähe schwer.
Oh wie oft hatte sie es schon geschafft ihn nur mit ihrer Nähe fast verrückt zu machen. Und Richard verfluchte den Tag noch heute, wo er einen Vertrag unterschrieb, nur weil er mit dem unteren Körperhälfte dachte. Nun saß er eben in der Falle. Auf ewig- wenn er nicht etwas gegen sie finden würde.
So verharrte sie mehrer Minuten. Oder waren es Stunden? Richard konnte es nicht sagen. Doch ihr Geruch, ihr Antlitz, sagen wir mal alles, brachte ihn von Atemzug zu Atemzug mehr und mehr zu Fall. Jedes Mal, wenn sich sein Brustkorb hob, spürte er umso intensiver die Nähe von Shenyrras Brüsten.
Nur kurz berühren.
„ Fass dich Richard, darauf wartet sie doch…oh, mist“
Den Atem anhalten würde die Sache auch nicht verbessern, spätestens dann wenn er den ersten kräftigen Zug wieder nahm, wäre alle Disziplin dahin.
„ lass mich los“ zischte er ihr entgegen.

Doch als sie zu sprechen anfing, mal nebenbei das sie sein Kommentar wie so oft völlig ignorierte, so reagierte er doch.
„ lass das spielen…du weißt genau, dass ich nichts für dich tue“

Er wand seinen Kopf von ihren Finger weg. Richard spürte wie sein Herz wie verrückt Blut pumpte. Er war mehr als nervös und angespannt. Shenyrra war fast schon zu brav.

„ auf eine weiter Begrüßung lege ich keinen Wert… Lüge! Ich könnte jetzt schon fast über sie herfallen…wende dich ab! ermahnte sich Richard.
Sie löste sich endlich von ihm. Aber nicht bevor sie ihre Hände über seinen Oberkörper gleiten ließ. Ein Zittern machte sich bei ihm breit. Egal wie sehr er sich wehrte, so genoss er es doch. Ein tiefen Einatmen folgte was sich in ein zischendes Ausatmen endete, als sie unterhalb seines Hosenbundes war.
„Nein!„ und er schlug ihre Hand weg. Spätestens dann wäre er ihr erlegen. Doch sie schien ihn genug gereizt zu haben, denn sie machte auf den Absatz kehrt und schritt wieder zur Tür. Erleichtert atmete Richard ein paar mal kräftig ein und aus. Einen Blick zu seinen Lenden, bewahrheitete das, was er durch ihre Nähe befürchtet. Er war mehr als nur erregt.
na klasse… wie komm ich jetzt wieder runter… denk an irgendetwas abtörnendes….wie zum Beispiel ein altes Weib…die Alte, igittt… ha! …hmm? Wo will Shenyrra hin?… was für Hüften!“

Es brachte ihn tatsächlich etwas runter, doch als er ihre wiegenden Hüften sah, folgte er genau ihren Takt. Ein sehnsüchtiger Seufzer entfuhr ihm. Richard konnte sich nur zu gut an diese Hüften erinnern, immerhin saß Shenyrra schon des öfteren oben auf. Verdammt, was für Bilder schlichen sich bei ihm wieder ein?
Er war gerade gestorben und kaum erschien sein Dämon, schon war sein Gehirn in die Hose gerutscht. Es war aber auch wesentlich leichter, sich bei Shenyrra die positiven Seiten vorzustellen, als dass sie auch anders konnte.
Gerade wollte Richard ihr wie ein treuer Hund nachlaufen, da fiel ihn die andere Seite ein. Scharfe Krallen, die sich durch sein Fleisch schlugen, während sie gierig ihrer Lust frönte.
Ein eisiger Schauer lief an seinen Rücken runter.
Doch wie sollte er sich jetzt verhalten?
wenn ich hierbleibe, könnte sie wütend werden….das könnte schmerzhaft werden. Gehe ich mit, kann ich vielleicht wirklich nie wieder ins Leben zurück….es sind nur 6 Tage, oder? So zwang sich Richard ihr nicht zu folgen.
So oder so, konnte er es nicht richtig machen.
Nebel begann wieder um seine Füße zu wabern. Skeptisch sah hinunter.
„ das ist sonst nicht so?“
Vielleicht würde sie auch nicht merken, dass er zurück blieb.
Mit einer Hand wedelte er den Nebel weg. Langsam schwoll ein Wort an. Es klang drohend.
„Ewigkeit“ donnerte es in der kleinen Halle.
Richard schreckte erschrocken hoch.
„ Was?!…Shenyrra!“ eben noch unentschlossen, eilte er jetzt doch hinter der schönen Dämonin hinterher.
„ Was hat das zu bedeuten? Das war doch sonst nicht so. Hast du was damit zu tun? …ähm, wo sind wir hier?“ sprach er sie an, nachdem er zu ihr aufgeschlossen hatte.

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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Gestalt » Dienstag 21. September 2010, 20:40

Die Ankunft oder Trautes Heim, Glück allein


Shenyrras Schritte waren langsam und anmutig, sie hatte keine Eile. Warum auch, sie hatte die Ewigkeit und etwas zu überstürzen, das lag ihr nicht. Nicht einmal während ihrer liebsten Tätigkeit überstürzte sie etwas, trotz ihres Temperamentes, dieses ließ alles nur ungeordnet und chaotisch erscheinen. Damit das niemand falsch verstand, sie liebte Chaos, sie wurde aus dem Chaos geboren, aber ein bisschen nachzudenken, hatte noch niemanden geschadet. Aber das musste man erst einmal anderen Dämonen klar machen, aber was erwartete sie eigentlich, es waren schließlich nur „Männer“ …
Und Männer waren so berechenbar, so auch ihr heiß geliebter Azrael.
Es war nur eine Frage der zeit, bis er in voller Panik hinter ihr her stürmte du sich an ihren nicht vorhandenen Rockzipfel Klammerte. Das war typisch für Azrael, er hatte gerne ein großes und loses Mundwerk, aber wenn es dann ernst wurde, zog er den Schwanz ein und lief jaulend davon. Aber das war ein Umstand, an dem sie sehr viel Spaß hatte, zumindest zwischendurch, dass sie seinen „Schwanz“ wieder hervorholen musste, um ihn dann aufzubauen, nur um ihn dann wieder zerstören zu können. Na ja, fast zerstören, dass immerhin eines der größeren Manko, die Humanoide, speziell Menschen ausmachten. Alles was nur rein fleischlich war und nicht von selbst wieder auferstehen konnte, war so zerbrechlich. Auf der einen Seite äußerst faszinierend aber auch durchaus langweilig, aber sie schrieen so herrlich, wenn man sie auch nur etwas härter anpackte, im Grunde hörte es sich eher wie ein Quieken an. Shenyrra amüsierte sich immer königlich über solche Töne, besonders, wenn sie von gaaaanz harten Männern kamen.

Shenyrra hatte Recht behalten, kaum trat eine unbekannte Veränderung in seinen kuscheligen neun Quadratmetern auf, ergriff ihn die nackte Angst und er rannte panisch hinter ihr her.
Na ja, nicht mehr lange und er hätte keinen Grund mehr, aus Angst zu schreien …
Es dauerte nicht lange und er war bei ihr und wie immer, wenn er Angst hatte, plapperte er wie ein kleines Kind auf sie ein oder vor sich hin, es war mal so oder so.
Aber noch hatte sie nicht vor, auf seine Fragen zu antworten. Geschmeidigen Schrittes ging sie den gang weiter. Im Grunde war dies der Gang eine Pforte, von der Welt des Todes hinein in den Harax, aber das brauchte sie ihm ja nicht auf die Nase zu binden. Würde er hier stranden, wäre er wirklich für immer verloren, na gut, nicht unerreichbar für sie, aber für jeden Rettungsversuch seitens Sterblicher.
Kurze Zeit später waren die letzten Schritte in Richtung nächster Tür überwunden und die Dämonin öffnete eine schwere Eichentür. Dahinter eröffnete sich Richard ein weiterer Gang und theoretisch mussten ihm die Augen aus dem Kopf quellen. Wenn er sich nicht irrte, war der Boden des Ganges aus reinstem Marmor, mit goldenen Intarsien versehen. Darauf, lagen kostbarste Teppiche, in die ebenfalls wertvolle Metalle gesponnen worden waren. Die Wände waren ebenso aus Marmor, versehen mit Reliefen. In wiederkehrenden Abständen, standen wertvolle alabasterne Statuen. Shenyrra führte Azrael in den gang hinein und ließ die schwere Tür ins Schloss fallen. Wenn er sich jetzt allerdings umsehen würde, musste er erkennen, dass hinter ihm keine Tür mehr war. Dort sah der gang genauso prunkvoll aus, wie vor ihm.
Statt weiter zu gehen, blieb sie stehen und wandte sich ihm zu. Ihre schlanken Hände provokativ in die Hüften gestemmt, damit ihr Busen besonders gut zur Geltung kam, natürlich ohne eine Absicht dahinter.

„Nun mein Lieber, was glaubst du denn, wo wir hier sind? … Hm?“ Kokett sah sie ihn an.
„Na, ich will mal nicht so sein …“, fast schon liebevoll strich sie ihm über die Wange.
„Bevor du mir weiterhin die Ohren voll jaulst, … wir sind hier in meinem bescheidenen Reich.“ Um dem Ganzen etwas absurdes zu verliehen, breitete sie die Arme aus und deutete um sich.
„Ich weiß, nicht sonderlich viel.“ Frech grinste sie ihn an.
„ … und ab jetzt ist das auch dein Heim, also nicht wirklich, es gehört dir nicht, aber du darfst es durchaus mit als deines bezeichnen.“ Fast schon unkend sah sie ihn an, eher sie sich auf den Absätzen umdrehte und weiter ging.
„Du kannst aber auch hinausgehen, in die Ebene und dir dort dein eigenes Heim bauen, ich wünsche dir wirklich alles nur erdenklich Gute dafür.“ Seufzend strich sie sich eine Strähne ihres seidigen Haares aus dem Gesicht.

„Aber nun zu etwas anderem … fühl dich hier wie zuhause. Zieh dich aus, schau dich um, …wie du magst … ich jedenfalls muss mich erst einmal dieser engen Kleidung entledigen.“
Zur Verdeutlichung zupfte sie an den durchsichtigen roten Tüchern herum, die sie sich angelegt hatte.
„Ist doch nett von mir, findest du nicht? … also, dass ich mich für dich schick gemacht habe und dein nicht wirklich vorhandenes Sittlichkeitsempfinden geschont und mir etwas angezogen habe … aber nun genug damit, mein Körper kann nicht atmen, er braucht seine Freiheit.“ Shenyrra liebte es, ihn derartig vorzuführen.
„Ach noch etwas, bevor ich es vergesse …weißt du, in den meisten Zimmern meines Hauses war ich noch nicht allzu oft. Es könnte sein, dass sich dort Gäste einquartiert haben, die werden es auf dich abgesehen haben. … Also, sei schön vorsichtig, wohin du deine kleinen Füßchen setzt.
Mit einem einzigen Griff entfernte sie die Tücher von ihrem Körper und ließ diese irgendwo im nirgendwo verschwinden. Ein Anblick erwartete ihn, der ihn vermutlich aus den Schuhen hauen würde können.

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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Donnerstag 23. September 2010, 13:28

Er schritt neben ihr. Wortlos. Wie so oft ignorierte sie seine Kommentare bzw. seine Fragen.
Er selber wusste nicht, ob es gut war ihr gefolgt zu sein.
Richard kannte ihre Launen nur zu gut. Mal konnte er sie anschnauzen, mal duldete sie nicht den kleinen verbalen Fehltritt. Es war immer ziemlich anspannend für ihn.
Nicht das sich Richard wirklich darüber Gedanken machte, er reagierte sowieso meist aus dem Bauch heraus. War zwar nicht immer gut, doch irgendwie schien es nicht in seinen Dickschädel zu kommen.
Und das schlimmste daran war, ihr gefiel es, dass er meist rumbockte und sich nicht geschlagen geben wollte. Vielleicht lag es einfach an ihrer harmloses Erscheinung, dass er oft vergaß , wer und was sie war.
was soll das ganze?… schrie es immer wieder in seinem Kopf.
sie wird sowieso nicht antworten, nur wenn es ihr passt…wie immer! Was hat sie vor?…verdammt, was ist das hier?

Wenn Richard gewusst hätte, dass er gerade eine Pforte in den Harax durchschritt, so wäre er wohl lieber in seiner Halle geblieben. Immerhin war das kein Ort für Sterbliche. Und Richard wäre wohl das gefundene Fressen für Dämonen, zwar könnte ihn, so lange sein Körper noch vollständig war, kein Wesen dauerhaft halten, aber sie könnten ihn immerhin festhalten. Und wer wusste nicht, ob ein Dämon sich seines Körpers dann bemächtigen könnte.

Neben der schönen Dämonin laufend, betrachtet Richard genausten den kurzen Gang. Vor den riesigen Fenstern konnten er Flammen hochzüngeln sehen. Nervös strich sich Richard durchs Haar, er würde sich irgendwie mit seinen Waffen wohler fühlen. Nicht das es etwas gegen Feuer ausrichten konnte, doch es war zu ruhig. Richard hasste so eine Situation.
Aber er hatte keine Waffen dabei. Er war in der Halle mit nur seiner Kleidung angekommen, wie immer.

Shenyrra öffnete am ende des Ganges eine schwere Eichentür. Wenn es tatsächlich Eiche war.
will nicht wissen, woraus die Tür wirklich ist… sieht ziemlich schwer aus
Während Richard noch über die Tür sinnierte, öffnete Shenyrra diese bereits. Es wirkte kurios, dass so eine schlanke Frau das Öffnen so einer schweren Tür ohne Schwierigkeiten hinbekam. Eigentlich hätte man erwartet, dass sie sich mühselig daran abrackert und Hilfe benötigt hätte. Doch der Schein trog bei ihr. Richard wusste es nur zu gut.
Unabsichtlich oder auch nicht führte sie ihm wieder seine eigene körperliche Schwäche vor.
“ Gebe nicht so an” zischte er knurrend vor sich hin.

Sie beachte ihn weiter nicht. Hinter der Tür war eine weiterer gang und Richard blieb der Atem aus.
Statt in dunklen Gemäuern weiter zu laufen, sah er hier Marmorböden und edle Teppiche. Seine Augen weiteten sich.
“ Das ist… unglaublich” brachte er staunend hervor. Er konnte sich garnicht an allen satt sehen.
Was das für Reichtümer waren?
Aber da fehlte doch was?
häh?…wo ist die Tür?… da war doch noch eben eine Tür…
Die Tür war verschwunden. Stattdessen ging da der Gang aus Marmor weiter.
also kein zurück mehr?… ich darf sie nicht aus den Augen verlieren
Schnell drehte er sich auf den Absatz um und fast wäre er in Shenyrra gelaufen. Diese war nämlich gerade stehengeblieben.
Sie hatte sich zu ihm gewandt, die Hände in die Hüfte gestemmt. Ihr üppiger Busen war nur Millimeter von Richard Brust entfernt. Hastig machte er einen Schritt rückwärts.

„Nun mein Lieber, was glaubst du denn, wo wir hier sind? … Hm? Na, ich will mal nicht so sein …“

“Keine Ahnung, hätte ich sonst gefragt…lass das!“
Richard zog das Gesicht weg, als ihre Finger sie berührten. Er funkelte sie an, auch wenn sie es wahrscheinlich sowieso lächerlich empfand.
Sie spielte mit ihm und Richard machte so was Angst. Das Glück war ihn jedoch mal hold, sie schien sich jetzt lieber dem Reden hinzugeben, nachdem sie die ganze Zeit geschwiegen hatte.
.„Bevor du mir weiterhin die Ohren voll jaulst, … wir sind hier in meinem bescheidenen Reich. Ich weiß, nicht sonderlich viel. … und ab jetzt ist das auch dein Heim, also nicht wirklich, es gehört dir nicht, aber du darfst es durchaus mit als deines bezeichnen.“

“ Wie? …Wie, dein Reich?… Der Harax? … irgendwie habe ich mir den anders vorgestellt….so wie im Gang zuvor… Moment mal mein HEIM?… Das ist nicht dein ernst? obwohl sieht ganz nett aus… könnt mir gefallen… verdammt, scheiße… das ist ein Trick, oder? …Du verarscht mich?“
Argwöhnisch war sein Ausdruck, doch sie hatte sich schon wieder umgedreht und schritt weiter. Richard stand da noch, wie bestellt und nicht abgeholt und blickte sich um.
Nur mit einem halben Ohr bekam er noch ihren letzten Satz mit.
Warum auch immer, ein Kloß machte sich bei dieser Aussicht im Magen breit.
“ Sehr witzig!… das Feuer habe ich vorhin auch gesehen.“ murrte er zurück. ich geh da bestimmt nicht raus
“ Wie zuhause fühlen?…Ausziehen? Vergisst es!” Richard sah auf sich herunter.
Er trug schlichte Kleidung, so wie er es mochte. Er hatte nicht annähernd das Bedürfnis sich zu entkleiden. Schon gar nicht in ihrer Anwesenheit. Nicht das er prüde war, doch bei ihr war er vorsichtig. Richard war zwar eitel, doch nicht so, dass er das Verlangen hatte seinen Körper nackt zur Schau zu stellen. Nicht mal sein Hemd würde er halboffen tragen. Sein Körper hatte über die Jahre so viele Narben davongetragen, dass er wirklich nicht stolz darauf war.
Außerdem wollte er ihr nicht den Gefallen tun.
Dafür tat sie ihm einen, Richard hatte sich gerade abgewandt gehabt. Für ihn war das Gespräch beendet gewesen.
“ Nett, sicher?… dein Körper kann nicht atmen? Shenyrra, du spinn…” das Wort blieb ihm im Halse stecken. Sie hatte sich ihrer Tücher entledigt…und …WOW, sie präsentierte sich ihn in noch knapperer Ausführung.
Sie bezeichnete so was noch als Kleidung, Richard fand es als Nichts. Doch das Nichts gefiel ihm sehr. Zu sehr, wie er merkte. Er zog die Luft scharf ein und starrte nur. Sein Körper war hin und weg von ihr.
“…was meintest du eben…” versuchte er sich zu fassen.
Er trat einen Schritt auf sie zu.
Oh, es war mal wieder länger her, dass es der körperlichen Lust nachgegeben hatte. Konnte es ihn hier schaden.
Beherrsch dich! ... so hat sie mich immer gekriegt...nicht diesmal...oh, nein...diesmal nicht... ich bin wegen einer meinen Eigenarten gestorben, ich werde nicht hier jetzt noch einer erliegen... sie ködert mich!

“ Du Miststück…” presste er zwischen den Zähnen durch. Die Hände ballte er zu Fäusten. Er spürte wie sich seine Fingernägel in die Handinnenfläche gruben. Die Fingerknöchel wurden weiß. Schmerz lenkte meist ab. Und Fluchen sowieso.
Er musste hier weg.
verdammt, bloss weg hier… ich kann sonst nicht wiederstehen
Damit drehte sich Richard schlagartig um und rannte los. Zwar schrien seine Lenden nach diesem Weib, doch Richard wollte nicht. Sie sollte ihn nicht wieder unterwerfen. Richard versuchte soviel Abstand wie möglich zwischen sich und ihr zu bekommen.
Vielleicht konnte er sich irgendwo in Sicherheit bringen.
“das ist sinnlos…das ist ihr Heim” zischte er noch zu sich selber.

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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Erzähler » Montag 4. Oktober 2010, 18:44

Schnäuzelchens Suche

Azraels Ankunft in ihrem Reich war perfekt gewesen. Nun ja, Kleinigkeiten, ganz besonders wenn sie Menschen betrafen, waren immer recht schwer zu kalkulieren, aber auch damit hielt Shenyrra sich nicht auf. Wenn Sterbliche nicht parierten, dann mussten sie eben gezwungen werden. Zumindest bei ihrem kleinen Liebling ging das recht flott, seine Schwachpunkte kannte sie in- und auswendig.
Es war mal wieder typisch für ihn, dass er das, was sie ihm bot, nicht einfach mal genießen konnte. Abrupt blieb sie stehe, legte ihre schlanken Hände in die Hüfte und wand sich zu ihm um.
„Also bitte, … ich und angeben?“ Ein unschuldsvoller Blick sprach aus ihren großen Augen.
„Du solltest mich wirklich besser kennen, … ich habe nicht einmal angefangen, anzugeben, …außerdem habe ich das gar nicht nötig.“
Schmollend wie ein junges Mädchen, schürzte sie ihre Lippen und mit einer anmutigen Drehung, ging sie wieder voraus. Ihre Hüfte wiegten sich immer noch im Takt ihre Absätze und ihr wallendes Haar gab regelmäßig den Blick auf ihren wohlgeformten Hintern frei.
Nach ihren ganzen Erklärungen, bei denen sie sich gefühlt hatte, wie wen sie einem kleinen Kind das Leben erklärte, verfiel Azrael wieder wie gewohnt in seinen garstigen Tonfall.
Er tat das, was er am liebsten machte, rumbellen wie ein kleiner Köter.
„Noch einmal, damit auch du es verstehst, … ja, das ist mein Reich und mein Anwesen. Ja, es ist auch dein Heim, immerhin bist du doch so etwas wie mein Partner, oder nicht? Na ja, zugegebener Maßen kein gleichberechtigte, aber immerhin mein Partner, das ist etwas anderes, wie wenn du mein Spielzeug wärst, … lustig nicht wahr?“ Fast schon feixend sah sie ihn an.
„Nun ja, draußen ist ja nicht überall Feuer, du könntest es also versuchen … ich dich verarschen, ach was … oder soll ich mich um deinen Hintern kümmern?“
Letzteres war wieder mit diesem besonderen Klang in ihrer Stimme unterlegt.
„Hm, braucht dein Körper denn keine Luft zum Atmen? … ich wusste gar nicht, dass du in der kurzen Zeit so prüde geworden bist. Aber keine Sorge, dem können wir entgegen wirken, ich habe da so meine Mittelchen.“ Ein Zwinkern sagte ihm mehr als tausend Worte, dass er nicht drum herum kommen würde.
Dass sie ihre Tücher angelegt hatte, war für den armen Azrael wohl zu viel. Was Shenyrra nicht verstand. Er hatte schon vorher durch die Tücher durch schauen können, sie verbargen nichts und nun mit einem Male, reagierte er wie ein Schoßhündchen, dem sie ein Leckerli zugeworfen hatte … das sollte mal jemand verstehen.
Azrael war noch nicht lange hier und deswegen schaffte er es noch, seinen Verstand siegen zu lassen. Es war jedes Mal wieder der selber Ablauf. Er kam hier an, sie spielte mit ihm und im Endeffekt gab er sich ihr ja doch hin … sie liebte diese Spielchen. So würde ihr wenigstens nicht langweilig werden und Seelen foltern machte auf die Dauer auch keinen Spaß. Nach den Tagen konnte sie immer noch arme, unschuldige Seelen in Celcia verderben.
Dieses Mal hatte er sich doch tatsächlich für die Flucht entschieden.

Wie so oft, wenn Azrael auf Shenyrra traf, entbrannte der Kampf in ihm, der ewig währende Kampf zwischen seinem Verstand und seiner Libido. Nun muss man ihm zu Gute halten, dass er immer versucht hatte, sich tapfer gegen seinen eigenen Körper und dessen – seiner – Bedürfnisse zu stellen.
Wirklich, er hat versucht tapfer und standhaft und kühn zu sein, aber Azrael ist nun mal kein strahlender Ritter mit einem Kodex. Er war und ist lediglich ein kleiner Taschendieb, der zur falschen Zeit, am falschen Ort war und wie Shenyrra es ihm immer unter die Nase rieb, musste ja jemand die schwarze Karte haben. Das waren Worte die er verstand und die bei ihm ankamen, da drifteten seine Gedanken sowieso wieder zu seiner Liebe dem Glücksspiel hin und dass er sich ja immer nach einem guten Glas Bier und etwas ordentlichem zu Essen sehnte. Wie leicht er doch zufrieden zu stellen war. Einige Menschen waren halt so einfach gestrickt und so hatte sie ihm gezeigt, dass er nach den Sternen greifen musste, um wirklich glücklich zu sein und sie konnte ihm dieses Glück auf mehreren Ebenen verschaffen.
Auch wenn er das leugnete.
Aber er verleugnete so viel, es war schon recht niedlich, um zu helfen, seine Lebenslügen zu erkennen, dabei konnte sie nicht verstehen, dass er danach am Boden zerstört war. Zum Glück hatte Shenyrra ein großes und mitfühlendes Herz und in einem beispiellosen Akt der Gnade, hatte sie ihm einen Weg gezeigt, wie er bei ihr die Sünden, seine Sünden büßen konnte.

Azrael rannte den Weg zurück, der vorher noch nicht da gewesen war. Dieser Gang sah identisch mit dem aus, in dem Shenyrra noch stand und vermutlich weitergehen würde.
Er hatte bereits zehn Schritt inter sich gebracht und die Dämonin machte keine Anstalten ihm zu folgen. Ihre Reaktion auf seinen Fluchtversuch quittierte sie mit einem amüsierten Lachen.
„Schnäuzelchen, pass gut auf, welchen Weg du nimmst … du bist immer so ungestüm.“
Wie immer, wenn er auf der Flucht war und das kam gar nicht mal so selten vor, stellten sich die vermeintlichen körperlichen Merkmale ein, die er nur zu gut kannte.
Azrael „merkte“, wie sein „Herz schneller pumpte“, sein „Blut in den Ohren rauschte“ und sein „Atem schneller wurde“. Er lief, solange ihn seine Füße trugen und solange das sein „Atem“ mitmachte. Solange er gerannt war, sah der Gang immer gleich aus und nichts hatte sich verändert. Erst als er stehen blieb, konnte er in regelmäßigen Abständen von ungefähr fünf Schritt, reich verzierte Türen sehen, so weit sein Auge den Gang hinunter zu blicken vermochte.. Sie waren alle verschlossen und bis auf das „pfeifende Geräusch seines Atems“ vermochte er nichts anderes zu hören. Wenn er sich im Gang umdrehte, war von Shenyrra keine Spur mehr zu sehen.
Wie so oft, wenn Überraschungen auf ihn zukamen, war Azrael wie vor den Kopf gestoßen. Wieder mal stand er da nur und stand und stand und starrte und wusste nicht so recht was er tun sollte, geschweige denn, was er nun mit sich anfangen sollte. So langsam dämmerte es ihm, dass er hier nicht leicht heraus kommen würde, wie er sich das gedacht hatte… und dann, ohne, dass er sich selber den Befehl gegeben hatte, bewegte er sich. Nicht so flüssig und geschmeidig, wie er das gewohnt war. Eher ruckartig und unendlich langsam, aber er bewegte sich. Unaufhaltsam steuerte er selber auf eine dieser Türen zu, genauer gesagt, die erste, die sich zu seiner Linken befand. Aus irgendeinem völlig unerklärlichen Grund gehorchte sein Körper ihm nicht mehr. Ein Schritt und noch ein Schritt und es dauerte nicht lange, bis er bei der Tür war und diese öffnete. Panisch läuteten alle Alarmglocken in seinem Kopf, denn normalerweise hätte er zuerst nach Fallen oder dergleichen gesehen, aber so konnte er nichts ausrichten. Wahrscheinlich vermutete er auch schon sein Ende.
Bis sich eine Stimme in seinem Kopf räusperte.
Also wirklich Schnäuzelchen, … jetzt muss ich wirklich einmal eingreifen … tse tse tse …da wolltest du doch tatsächlich an meinen Neuerungen vorbei laufen, die ich extra für dich eingerichtet habe …also wirklich, so etwas undankbares … ach, du hast es mit Sicherheit nicht gesehen, nicht wahr Schmusebutz? … Entschuldige, da hätte ich auch selber drauf kommen können, du bist ja nur beschränkt sehfähig … nun denn, genieß es …
Damit verstummte ihre Stimme vorerst in seinem Kopf.
Azrael öffnete die Tür und was er da sah, machte ihn vermutlich sprachlos …ein ganzes Zimmer, voller Reichtümer. Noch bevor er sich diesen, wie sie meinte, ihm gehörenden Reichtum näher ansehen konnte, machte er selber die Tür wieder zu und schritt auf die zweite Tür auf der linken Seite zu. Auch diese öffnete er. Dahinter befand sich eine Schlafstatt, … aber nicht so, wie er es kannte, mit Bett und dergleichen. Viel mehr war dieses Zimmer mit unzähligen Kissen ausgestattet. Im Grunde konnte man nicht einmal mehr den Boden sehen. Ab und zu standen kleine Tische mit luxuriösen Köstlichkeiten darauf herum. Vermutlich, um das ganze gemütlicher zu machen, hingen von der Decke Stoffe hinab, die wie ein riesiges Zeltdach wirkten. Das Zimmer wurde durch umher schwebende rötlich leuchtende Kugeln erhellt. Aber auch davon musste er sich schnell wieder verabschieden, denn auch diese Tür schloss er vor sich, machte eine Kehrtwendung und ging zur rechten Seite, auf der ja auch noch Türen warteten. Seltsamer weise stand er diese Mal seitlich zur Tür und wie er die Tür geöffnet hatte, dreht er automatisch seinen Kopf zum Gang, so dass er nicht sehen konnte, was sich in dem Zimmer befand. Dieses Mal ging er in das Zimmer hinein, aber rückwärts und so schloss er die Tür auch. Erst dann dreht sein Körper sich langsam um.
Vermutlich hatte Azrael mit anderem gerechnet, aber hier waren tatsächlich Personen anwesend. Sie standen nicht herum, sondern lümmelten und aalten sich auf einem riesigen Bett herum … und sie waren Shenyrras Ebenebild, in männlich und nicht so schön wie sie. Wie es in solchen Situationen für ihn zur No9rmalität gehörte, wurde er natürlich in dem Moment entdeckt. Einer der Männer, denn das waren sie augenscheinlich, da alles entblößt vor ihm lag, erhob seinen Kopf und zog eine Augenbraue hoch.
„Seht nur … unsere Herrin ist gütig, … wir haben Besuch … nun, sie wäre mir lieber, aber nehmen wir, was da kommt.“
Weitere Köpfe erhoben sich und alle blickten sie Azrael an, wie er da stand, wie auf dem Präsentierteller.
Zuletzt geändert von Erzähler am Dienstag 26. Oktober 2010, 00:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Dienstag 12. Oktober 2010, 01:18

Richard rannte, als wenn der Teufel persönlich hinter ihm her wäre. Es war zwar kein Teufel, doch sie war immerhin ein Dämon. Wenn auch einer, der sehr menschlich aussah.
Nichts desto trotz, wollte er nicht bei ihr bleiben.
Er warf nicht einen Blick zurück, sondern lief nur so weit er konnte.
Doch nach einer halben Ewigkeit, war er noch immer im Gang. Er änderte sich nichts an diesem Gang, obwohl er wieder und wieder an Säulen vorbeikam. Als würde er im Kreis rennen. Und er spürte, wie ihn mehr und mehr die Erschöpfung einholte.
das gibt es doch nicht…wahrscheinlich habe ich mich nicht mal von ihr wegbewegt
Fast schon damit rechnend, Shenyrra hinter sich stehend sehend, blickte er sich beim laufen um. Nichts!
Er bewegte sich also tatsächlich, aber wie groß war das Ganze hier?
wo verdammt ist der Ausgang!
Sein Herz hämmerte ihm inzwischen bis zum Halse und jeder Atemzug schmerzte. Das Rauschen in seinen Ohren wollte gar nichts mehr aufhören. Seine Beine waren inzwischen schwer wie Blei und die Muskel bebten bei jedem Schritt.
Richard hielt an. Keuchend, schnappte er wie ein Fisch nach Luft. Seine Hände stützte er auf seine Knie ab, damit er nicht gleich umfiel.
Die Lunge brannte.
Richard hatte keine schlechte Kondition. Das konnte er sich als Dieb nicht erlauben, aber nur weil er nicht Sterben konnte, war diese nicht übernatürlich.
Sie war wie bei jedem anderen Menschen durch Training gesteigert.

Als sich seine Atmung langsam wieder beruhigte, blickte er auf. Erst sah er nur Schwarz, sein Haar war ihm im Weg. Er strich es zurück und kniff die Augen zusammen.
Türen!…wo kommen die denn her?…Die waren eben noch nicht da…Okaayyy!…Was!“
So weit er blicken konnte, sah er in Abständen Tür an Tür. Es würde ewig dauern, diese zu durchforschen. Immerhin konnten dahinter noch mehr Türen sein.
du hattest doch nicht wirklich gedacht, dass sie es leicht macht, oder?…Häh?…Was?..was ist jetzt los, HEY!
Noch eben stand er da und grübelte, als sich plötzlich sein Körper bewegte. Ist ja nicht ungewöhnlich, doch reagierte er nicht auf Richard…wie eine fremde Macht, die sich seiner bemächtigte.
verdammte scheiße…was ist das? SHENYRRA, LASS DEN MIST1...nein!..NEIN!…da ist eine Falle…oh, Mann…nicht doch… doch egal wie er sich wehrte, sein Körper gehorchte ihm nicht. Seine Augen weiteten sich panisch, als er die Hand am Türgriff hatte. Fast schon sah er die Falle auf ihn zurasen.
Er schloss die Augen.
Sein Herz setzte fast aus, als sich dann doch Shenyrra meldete. Nicht das sie anwesend war. Nein, nur ihre liebliche Stimme säuselte zuckersüß in seinem Kopf.
Also wirklich Schnäuzelchen, … jetzt muss ich wirklich einmal eingreifen … tse tse tse …da wolltest du doch tatsächlich an meinen Neuerungen vorbei laufen, die ich extra für dich eingerichtet habe …also wirklich, so etwas undankbares … ach, du hast es mit Sicherheit nicht gesehen, nicht wahr Schmusebutz? … Entschuldige, da hätte ich auch selber drauf kommen können, du bist ja nur beschränkt sehfähig … nun denn, genieß es …

Oh wie Richard es hasste, wenn sie ihn Schnäuzelchen nannte. Wenn er einen Schnauzer getragen hätte, so hätte er es ja noch nachvollziehen können. Aber so was trug er nicht und würde es auch nie tun. Er fand es selber immer abartig, sich einen Schnauzbart wachsen zu lassen. Und jetzt ging es sowieso nicht mehr.
„ Was soll das heißen?…nein, ich bin nicht interessiert….behalt deinen Mist für dich….du kontrollierst meinen Körper…verfluchtes Weib, lass das gefälligst….beschränkt sehfähig?…Miststück!….oohhhhhhh….wow“

Die Tür öffnete er und?
Richard blieb die Stimme weg. Noch eben am Fluchen, so fiel ihm jetzt nichts mehr ein. Wo er nur hinsah türmten sich Berge von Reichtümer auf. Gold, Silber, Edelsteine und Geschmeide. So viel Reichtum hatte Richard noch nie gesehen. Mit offenen Mund stand er da. Er konnte sich gar nichts satt sehen. Er wollte sich das genauer ansehen.
Doch dann drehte er sich wieder um und schloss die Tür.
WASSSS!!!!! Nein,…wahnsinnn…so viel….ich muss zurück…verdammt…was …Gold, Edelsteine….ich werde nicht mehr…das soll für mich sein?…Dankbar, ähm ja…wieder zurück!
Es war schon fast ein Flehen.
Bei Reichtum vergaß Richard nur zu gern, wo der hacken war…ebenso wie bei vielen anderen Sachen, womit sie ihn Ködern konnte. Dieb blieb eben Dieb.
Wieder steuerte sie seinen Körper und er öffnete die Tür.
und was ist hier?…Kissen?… typisch… nein, danke….
Das sie ihn in so eine Zimmer führte, war Richard ja fast schon klar. Und er rechnete auch schon damit, dass sich sein Körper dorthin bewegte…jedoch war es nicht so.
Nachdem Richard den Blick kurz schweifen lassen durfte, drehte er sich wieder um.
Fast schon resignierend ließ er sich zur nächsten Tür führen. Mal nebenbei, dass er sowieso nichts machen konnte. Sie wollte ihn ihre Neuheiten zeigen…sie war eben auch nur eine Frau. Auch wenn die Partnerschaft eher einseitig war. Immerhin Gleichberechtigung kannte sie nicht wirklich. Er gehörte ihr angeblich…so wie ein Gegenstand jemand gehörte.
Diesmal machte sie es spannend. So dass Richard nicht sehen konnte, was er sah, bis er tatsächlich im Raum war und die Tür hinter sich schloss. Oh wie er es hasste, wenn sein toter Winkel ihn die Sicht verwehrte.
mach es nicht so spannend…was kommt jetzt…dein Privatzoo… oder deine Folterkammer…oh!
Richard hatte mit vielem gerechnet, aber nicht mir so was. In dem raum war ein gigantisches bett. Das ist nichts ungewöhnliches. Doch war es schon belegt.
Auf dem Bett aalten und tummelten sich Gestalten. Die männlichen Gegenstücke von Shenyrra. Richard hatte mal davon gehört, aber gesehen? Bis eben noch nicht. Die Männer waren alle durchweg schön anzusehen, nicht das es Richard so was interessierte. Doch auch ihn fiel es auf. Er hatte schon recht früh bemerkt, dass ihn Männer nicht ansprachen.
Die Gestalten waren Prachtexemplare, alle waren sie durchtrainiert und hatten lange Haare.
Man hatte das Gefühl, es hätten sich hier die bestaussehensten Männer von ganz Celcia gesammelt. Was bei dem ganzen störte, waren jedoch die Lederschwingen, welche ein jeder von ihnen besaß und das sie allesamt nackt waren.
Nicht das Richard prüde war, doch bei solch einem lasziven Anblick wurde ihm sogar komisch. Besonders, da Richard, wie jeder andere Mann fast automatisch neidisch auf das war, was die Inkubi- genau so hießen männlich Shenyrra Varianten, zu bieten hatten.
Noch die Hand am griff, stand Richard wie ein ertaubter Schuljunge da. Alle Farbe war ihm aus dem Gesicht gewichen.
Einer dieser männlichen Schönheiten, erhob sich und sagte etwas.
„ Was?…ich wollte nicht stören. Ich geh!“
Richard drehte sich sofort zur Tür. Er konnte gerade noch sehen, wie ihn alle diese Wesen angestarrt hatten. Und der Blick gefiel Richard ganz und gar nicht. Ein Blick, der einem förmlich auszog.
wie ein Rudel Wölfe…und ich bin die Beute…wenn die so was hat, wieso muß ich dann dauernd ran….oh, scheiße…raus hier! Richard hatte zwar nichts verstanden, aber Blicke konnte er deuten. Und sie wirkten, als würden sie ihn vernaschen wollen.
Nein danke… Erfahrungen mit Männer? da bleibe ich lieber Jungfrau…Du fieses Stück!

Richard zog schnell die Tür auf und war schnellstmöglich wieder draußen. Schwer atmend lehnte er sich an die Tür.
Die Tür ist nicht verschlossen!…wo ist ein Schlüssel, wenn man einen braucht.
Zwar war Richard der Meinung, dass die Incubi bestimmt die Tür samt ihn aufdrücken konnten, aber er fühlte sich doch wohler, sich dagegen zu stemmen.
„ nein danke, Shenyrra….mit denen spiel DU lieber…ist nicht meine Kragenweite…scheiße, wirklich..“ knurrte er in den Gang.
Er suchte den Gang ab und entschied sich dann in die Tür mit dem Reichtum zu verschwinden. Immerhin wollte er nicht im Spielparadies für Succubi und Incubi landen.
Die nächstbeste schwere Kiste schob er vor die Tür. Dann liess er sich erschöpft auf den Boden sinken.
„tolle Idee, Richard,.. wirklich….und was jetzt?…6 Tage, dass kann lang werden…Buäh! Die Blicke von den Kerlen…gruselig“ Richard fröstelte es bei der Erinnerung. da hätte ich nicht minder eine Chance…die sind wahrscheinlich genauso stark wie Shenyrra… verfluchtes Weibsbild, ich hoffe du amüsierst dich

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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Gestalt » Donnerstag 21. Oktober 2010, 00:13

Azrael fiel mehr als nur ein Stein vom Herzen, dass er es unversehrt aus dem Raum mit den Inkkubi geschafft hatte und nun befand er sich wieder in dem ersten der vier Räume, in dem Shenyrra all den Reichtum zusammen gehäuft hatte, der augenscheinlich für Azrael bestimmt war. Zumindest hatte sie ihm das vor kurzer Zeit erläutert, wie und was es damit auf sich hatte, würde er wohl noch früh genug erfahren. Die Kiste, die er vor die Tür geschoben hatte, verschaffte ihm erstmal ein wenig Zeit zum Verschnaufen und Nachdenken. Das ging ihm mal wieder alles viel zu schnell, gerade war er noch auf Celcia gewandelt und nun war er offenkundig tot und wandelte in ihrem Reich. Dorthin, wo er eigentlich nie hin wollte. Dabei kamen ihm Zweifel, … was, wenn er schon einmal hier war? Nur das es anders ausgesehen hatte … offensichtlich konnte sie ihr Reich nach belieben verändern, so wie sie auch sich selbst beliebig verändern konnte.
Innerlich war er immer noch am Fluchen, während er sich in dem Zimmer umsah. Wie er sehen konnte, waren es unermessliche Reichtümer, in allen Variationen. Von schnöden Edelsteinen, bis hin zu edlen Tuchen, wertvollen Rüstungen, Szeptern oder auch unsagbar kostbarem Geschmeide, versetzt mit den reinsten Edelsteinen, die Azrael je gesehen hatte. Shenyrra kannte ihn wirklich gut, denn der Anblick dieser Reichtümer würde sehr schnell sein Gemüt wieder beruhigen und ihn sanfter stimmen.

“Ach Schnucki, …was machst du dir denn solche Gedanken, hm?” Ihre Stimme erklang wieder sanft und verführerisch in seinem Kopf und hallte durch seine Gedanken. Vor ihr würde er wahrlich nicht fliehen können, immerhin war er ihr - wie immer - aus freien Stücken gefolgt.

“… oh, und keine Sorge, ich amüsiere mich prächtig … ich amüsiere mich immer, dass solltest du eigentlich wissen.” Dieses Mal klang ihre Stimme gar nicht so unstofflich wie sonst und Azrael befürchtete schon wieder das Schlimmste.
Noch ehe er sich der Situation bewusst wurde, merkte er, wie sich schlanke Finger an seinen Seiten nach vorne auf seine Brust schoben und dort verweilten. Erneut stieg ihm der liebliche und sündige Duft ihrer Essenz in die Nase und raubte ihm fast die Sinne, er war wieder kurz davor, vor Lust verrückt zu werden. Sheynrra saß hintern ihm und schmiegte sich an ihn und wieder vergas er fast ihre enorme Kraft, mit der sie ihn festhielt und wohl auch nicht daran dachte, in nächster Zeit loszulassen.

“Aaaazzzzzzraeeeellll …..”, hauchte ihre sündige Stimme neben seinem Ohr, wobei ihr warmer Atem dieses streifte und seine Wange berührte. “Nicht so zornig mein Lieber, … dir ist doch nichts geschehen …”, sprach sie, während sie wohlige Laute von sich gab und sich leicht an ihm rieb.
“Was hältst du davon, wenn wir uns der Schönheitspflege widmen, hm?”, ihre Stimme klang süffisant und Azrael konnte gerade zu ihre Wimpern klimpern hören.
“… und danach … können wir uns den angenehmen Dingen des Lebens widmen …. Oder? … ach, was frag ich dich eigentlich . Ich weiß doch, dass du es auch willst.”
Ihr Griff hatte sich nicht gelockert, lediglich ihre Finger zogen unsichtbare Muster auf seinem Oberkörper nach, die wahrscheinlich nur sie sah oder wahrnahm.
“Ich finde, meine Idee ist super … entspann dich Schnuckiputz …”.

Ehe Azrael zu Widerworten ansetzten konnte, befand er sich mit seiner Besucherin am Rücken in einem anderen Raum und wie Shenyrra es schon angekündigt hatte, war dies der große und luxuriöse Raum mit der ebenso große und luxuriösen Badegelegenheit.
Ohne ein weiteres Wort, welches sie verlauten ließ, begangen ihre Finger seinen Oberkörper genauer zu erforschen und nestelten alsbald auch schon an seinem Hemd herum. Ehe er sich versah, war auch schon die Schnürung seines Hemdes offen und ihre Finger spielten gekonnt mit den Schnüren. Kurze Zeit später wanderten ihre Hände in Richtung seines Hosenbundes und zogen sein Hemd aus seiner Lederhose.
“Wenn du dich wehrst, muss ich andere Mittel ergreifen …”, sprach sie und spielte mit ihrer Zunge an seinem Ohrläppchen.
Zuletzt geändert von Gestalt am Dienstag 26. Oktober 2010, 00:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Donnerstag 21. Oktober 2010, 14:44

Er dachte er wäre sicher. Doch konnte er wirklich in Sicherheit vor Dämonen sein?
Sein Herz donnerte gegen seinen Brustkorb und jeder Atemzug brannte noch in seiner Lunge. Sein Körper zitterte vor Anspannung und wollte nur langsam ruhig werden. Eigentlich ein Paradoxon an sich, hier spürte er sein Herz, obwohl er tot war.
Er wischte sich über die Stirn. Er schwitzte.
verdammt…bleib ruhig….dieses Miststück….Ruhe!…sie lebt hier er atmete mehrmals tief aus und ein. Das Zittern wurde weniger.
Sein Blick wanderte über die Reichtümer.
Nicht mal ein Drache würde mehr besitzen. Und alles wäre angeblich für ihn.
Richard wollte aufstehen und sich das ganze näher betrachten. Aber von der Kiste weggehen?
bleibe lieber hier…so kann man wenigstens etwas dagegenhalten, falls so ein ding die Tür öffnen will….ja sicher, als wenn ich die Kraft hätte….du vermaledeites…. der Rest ging in wildes Gefluche unter.
Richard war realistisch genug, jedenfalls gerade, dass er den Sukkubi nichts entgegenbringen konnte. Er war zudem noch erschöpft. Seine Muskeln zitterten noch immer vom seinem Marathon durch den gang. So ließ er erschöpft den Kopf sinken, blieb jedoch wo er war.
Dann hörte er sie. Wie immer sprach sie in seinem Kopf. Tja egal was er machte, ob Tot oder lebendig- das konnte sie immer. Ein Wunder, dass er noch nicht dem Wahnsinn verfallen war. Aber vielleicht war er es bereits und wusste es nicht.

“ja, Gedanken wie ich weg komme….und nenn mich nicht SCHNUCKI” zeterte er in den Raum. Doch dann änderte sich ihre Stimmlage. Nicht bedrohlich -eher wie persönlich anwesend. Blitzartig hob Richard den Kopf und wollte sich gerade umdrehen, als er eine Berührung merkte.
Der erst Impuls war, das einer der Inkkubi bei ihm war. Shenyrra würde immerhin bestimmt auch sich amüsieren, wenn Richard die Panik überfiel. Doch als er runtersah, konnte er die schlanken Hände von Shenyrra sehen. Sie war direkt bei ihm. Sein Hochschrecken wurde zwar etwas gemildert, aber seine Alarmglocken läuteten.
Hatte er nicht versucht, genau so was zu entgehen?
Ihr Geruch war verführerisch und er spürte deutlich, wie alles sich nach ihr sehnte.
nein…nein…NEIN!
Er stemmte sich gegen sie, versuchte ihre Hände von seinem Oberkörper zu bekommen. Hitze stieg in ihm auf und nur die Berührung von ihr, dämpfte seinen Widerstand. Aber auch die Kraft, die sie hatte.
Da hätte er auch versuchen können, den Stier- Henker, mit bloßen Händen aufzuhalten.
Er dreht seinen Kopf weg, versuchte Herr seiner zu werden. Das klappte aber nur halb so gut, denn wieder entbrannten seine Lenden vor Lust.
Und sie machte es nicht besser. Er spürte ihren Körper an seinem Rücken. Wohlgeformt und perfekt. Er kannte diesen nur zu gut.
Dreißig Jahre war es jetzt her, dass sie ihn zuletzt gesehen hatte. Seine Hände griffen die Ihren, aber er konnte sie nicht mal wegziehen. Sie hielt ihn fest und Richard konnte diesmal nicht fliehen. Er schluckte.
“Aaaazzzzzzraeeeellll …..”, hauchte sie und ihr Atem streifte seine Wange. Er streckte seinen Kopf in die andere Richtung, weg von ihr.
“lass das!…darauf steh ich nicht… sie weiß, dass ich Lüge…oh, verfluchter Mist

Sie versuchte ihn zu besänftigen. Ihn mit Worten und mehr zu umgarnen. Richard seufzte auf. Mehr und mehr wuchs das Verlangen in ihm.
“Nichts geschehen…” keuchte er hervor.
“… die hätten mich doch zum…z..zum Frühstück verspeist. … Schönheitspflege?…*keuch*… Nein…lass das!…bitte….” Richard konnte nur zu gut spüren, wie ihm mehr und mehr die Zügel entglitten.
Und als sie dann noch Muster auf seinem Körper nachzeichnete, überkam ihn ein kalter Schauer nach dem anderen.
Sein Kopf fühlte sich in Watte gepackt. Shenyrra wusste genau, wie sie ihn verrückt machen konnte.
“ hmm, wollen….”

Er merkte erst gar nicht, wie sich der Raum verändert hatte. Richard hatte kurz die Augen geschlossen gehabt. Als er sich dann umsah, war er erst etwas verwirrt, doch das half gegen die Benommenheit in seinem Körper.
Er hatte ihre Hände wohl losgelassen. Sie erforschte weiterhin seinen Oberkörper und hatte inzwischen sein Hemd geöffnet. Er genoss die Berührung. Wie lange war es her, dass sich eine Frau ihn so verwöhnt hatte. Aber als sie Richtung Hosenbund und sein Hemd rauszog, erwachte trotz allem seine Lebensgeister.
Vor seinem geistigen Auge sah er Faith und dann Adam. Faith, eine junge Frau, die irgendetwas in Richard bewegt hatte. Die gezeigt hatte, was Menschlichkeit ist.
Faith…
Dann wurde ihm klar, wer hinter ihm war.
Er wollte nicht mit Shenyrra intim werden. Nichts ihr wieder erliegen und handzahm sein.
Ein Dämon hatte ihn hierher gebracht- da wollte er nicht von einem anderen verführt werden.
verdammter mist….ihr gelingt es schon wieder… nicht heute….nicht diesmal… ihr Götter, was habe ich verbrochen alles spannte sich an. Die Drohung, die Shenyrra indirekt ausgesprochen hatte, überhörte er.
Seine Körper sammelte jede Reserve.
Vielleicht war es einfach in Richards Charakter, sich nicht unterwerfen zu wollen. Er unterlag ungern, besonders einer Frau nicht. Er wollte alles im Griff haben, obwohl ihn das meiste entglitt.
“ Nimm deine Hände von mir!” drohnte er plötzlich Shenyrra.
“ich entscheide wann ich will… sie ist ein Dämon… keine Frau… keine Frau…” Sein eigenes Manta floss in seinen Gedanken, um das sonst aufkommende schlechte Gewissen zu bereinigen.
Er schlug mit aller Kraft ihre Hand weg und rammte einen Ellenbogen ihr in den Magen.
Dann wand er sich geschickt aus ihrer Umarmung und machte einen größeren Sprung aus ihrer Reichweite.
In diesem Moment setzte sein Hirn wieder ein.
verflucht…das war unklug…Richard, das ist ein Dämon! er sah panisch zu ihr rüber.
“ nichts für ungut” ein schiefes fast schon verlegendes Grinsen folgte, eine Spur von Schadenfreude war trotzdem in seinen Auge zu sehen.
Er machte mehrer Schritte von ihr weg. Langsam. Kam er hier überhaupt raus.?
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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Gestalt » Montag 25. Oktober 2010, 23:52

Der erste Genuss

Shenyrra war bereits Feuer und Flamme für ihr Spiel, aber das war sie immer. Sie liebte es, zu spielen, in allen Variationen und sich dabei immer wieder neu zu erfinden. Es war auch mal wieder an der Zeit gewesen, dass sie sich ihren heiß und innig geliebten Azrael zu sich holte.
Ihre anderen Spielzeuge hatten auch ihren Reiz, aber wann hatte sie schon einmal die Möglichkeit, sich einen mehr oder weniger Sterblichen hier her zu holen, das kam leider, leider nicht so oft vor.
Deswegen wollte sie seinen Aufenthalt hier und jetzt mit allen Zügen genießen, etwas anderes kam ihr auch gar nicht in den Sinn und leider war ihr kleiner Azrael wohl noch nicht so ganz angekommen. Er jedenfalls hielt sich doch arg zurück mit wüsten Beschimpfungen und seinen Hasstiraden, die in sonst in regelmäßigen Abständen aus ihm heraus sprudelten … da musste sie wohl jetzt schon mehr in das Spiel investieren, wie sie vorgehabt hatte. Na ja, das konnte sie sich ja später wiederholen.
Das Schöne war ja, dass sie nicht wirklich viel tun musste, um ihn festzuhalten und sie war gespannt, was er sich nun wieder einfallen lassen würde. Shenyrra musste auch gar nicht lange warten. Zuerst versucht er noch sich zu beherrschen und auf ihre Fragen zu antworten, aber in einem Akt der Verzweiflung versucht er sich dann durch einen Stoß mit seinem Ellenbogen in ihren Magen zu retten. Schmerzunempfindlich war sie auf keinen Fall, den spürte sie wieder jedes anderen Wesen auch, nur dass sie wohl zu den Wenigen gehörte, die Schmerz in jeder erdenklichen Form liebten – es war auf jeden Fall eine Abwechslung.
Fast schon dankbar ergriff sie die von ihm gebotene Gelegenheit beim Schopfe – das tat sie manchmal sogar wörtlich. Kunstvoll keuchte sie auf und verzog ihre hübschen Brauen zu einem Schmerz verzerrten Gesicht – innerlich schnurrte sie vor Entzücken. Für sie wohlige Laute des Schmerzes entrannen ihren Lippen und klangen im Raum nach, während Azrael versucht, auf vieles weitere gefasst zu sein. Nervös blickte er sich in diesem, doch recht großen Raum um. Anscheinend war hier Größe variabel und die Gesetze der materiellen Ebene hatten kaum eine Bedeutung. Wie immer, wenn er sich gegen seinen Willen in einem Raum oder an einem Ort aufhielt, suchte er automatisch nach einem Fluchtweg. Wie so oft wurde er auch hier enttäuscht. Egal wo er hinsah, er sah weder eine Tür noch einen Durchgang, lediglich an der langen Wandseite hinter ihm, gab es eine große Fensterfront, in der es leicht bläulich schimmerte.
Shenyrra hingegen wurde erst gerade warm, sie liebte derlei theatralische Auftritte und Darbietungen, in allen Lagen ihrer Existenz. Aber im Grunde tat sie nichts anderes, sich so zu benehmen, wie Sterbliche es von einer Frau erwarteten.
Sie war in der Zwischenzeit auf der Kiste auf die Seite geglitten und hielt sich dort verkrampft den Bauch. Wenn Azrael genauer hinsah, konnte er sogar ein paar Tränen in ihren großen Augen schimmern sehen. Hatte er sie diese Mal wirklich verletzt? Was war mit seinem Grundsatz, nie einer Frau weh zu tun? Hatte er diesen dieses mal tatsächlich über Bord geworfen, immerhin war sie eine Frau, dass konnte er nicht leugnen.
Dann bewegte sie sich langsam, bis sie schlussendlich auf dem Rücken zum Liegen kam. Ihre Beine hatte sie dabei nach oben ausgestreckt an die Tür gelehnt. So kam die volle Länge zur Geltung und sie wusste, dass Azrael diesen Anblick mochte. Mit ihrer linken Hand bedeckte sie ihre Augen und die Rechte ruhte immer noch sanft auf ihrem Bauch, ihre Lippen bebten leicht und ein leises Seufzen floss über ihre roten Lippen.
Die Szenerie hielt sie ein paar Minuten aufrecht, bis sie sich langsam und vollkommen anmutig erhob. Shenyrra strafft ihre Schultern und sah ihren kleinen Azrael mit einem vorwurfsvollen Blick an. Langsam und betont ging sie auf ihn zu, ihr Blick hielt ihn gefangen und lenkte diesen zu den richtigen Stellen.
Ganz dicht kam sie vor ihm zum Stehen, so das ihre die seinen Lippen fast berührten, er konnte ihren Kuss förmlich spüren und wieder wallte sein Verlangen in ihm auf.
Sie schmiegte sich an ihn und strich ihm sanft mit den Fingern die Konturen seines Gesichtes nach.

„Richard, … du warst wirklich ungezogen.“ Ihre Stimme war ruhig und seinen ersten Vornamen benutzte sie sonst nie, … nur dann, wenn er den Bogen überspannt hatte.
Die Belohnung folgte auf dem Fuße. Noch abgelenkt durch sein verlangen, legte sie ihre Hände auf seine Oberschenkel, ging darauf hin in die Knie und zog dabei ihre langen Fingernägel durch die Hose und sein Fleisch bis hinunter zum Knie.
Dann stand sie wieder und blickte ihn kühl an.


[azrael darf sich verletzt fühlen :D ]
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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Mittwoch 27. Oktober 2010, 23:57

Er bereute es in den Moment, wo er das schmerzverzerrte Aufkeuchen von Shenyrra hörte. Er Hatte sie tatsächlich erwischt. Nicht dass er das nicht vorhatte, doch meist war der Dämon sehr schnell.
Sein Blick war auf sie gerichtet. Und er wusste nicht, wie er reagieren sollte. bin ich zu weit gegangen…sie hat tatsächlich Schmerzen…war sie doch nicht so unverletzbar, wie sonst…oder weil ich sie tatsächlich überrascht habe…sie linkt dich…Achtung…oder?
Er richtete sich auf, wollte sich nicht so angespannt geben. Doch sie tat ihm leid.
„ du hast es verdient… weint sie ?“ zwar versuchte er locker zu wirken, doch als er ihr schmerzverzerrtes Gesicht sah, sah er kurz auf seine Hände.
Wo war sein Grundsatz, nie eine Frau zu verletzen?
ich habe sie geschlagen…eine Frau…sie ist keine Frau…Quatsch, egal ob Dämon oder nicht, sie ist eindeutig EINE Frau.
Er sah wieder auf, konnte sehen wie sie lit. Verlegen kratze er sich am Hinterkopf, versuchte ihr auszuweichen. Sah er bei ihr Tränen? Er drehte sich nervös weg. Hin und her gerissen, ob er fliehen will oder doch nach ihr schaut.
Konnten Dämonen innere Blutung bekommen, Richard wusste es nicht. Doch der Schlag war nicht ohne gewesen.
Sein suchender Blick schweifte durch den Raum. Nur eine Fensterfont, aber keine Tür.
…schau sie nicht an…verdammt, wollte ich sie wirklich verletzen!...ich muss hier weg, aber wohin…durch die Fenster?…sicher, und dann freier Fall, oder wie?…warum keine Tür?...ach ja, wofür auch…sie kann sich ja auch überall hinwünschen…das ist ihr Reich.
Etwas konnte er aus dem Augenwinkel sehen. Er drehte sich zu Shenyrra und sah…?
„wow… was für Beine…hmm, super du denkst… schon… wie…Wahnsinn… perfekt…
Sein Blick blieb an ihren Beinen hängen, die sie weit nach oben gestreckt hatte. In jeder Position sah sie perfekt aus. Die eine Hand über die Augen, die andere ruhte auf ihrem Bauch, während sie auf dem Rücken lag und ihre Beine nach oben streckte. Sie kannte ihn wirklich gut. Unfähig weiter zu handeln, war sein Blick von ihr gefangen. Und langsam verabschiedete sich sein Verstand und wanderte wieder Richtung Lenden.
Mal nebenbei das sein Blick durch die ziemlich freizügige Kleidung einen wirklich fast alles offenbarte. Sie war Weiblichkeit pur, Verführung und Verlangen für jeden Mann. Und sie spielte zu gerne mit seinen Trieben. Manchmal war er auch der Meinung, sie manipulierte ihn irgendwie.
Dass Shenyrra sich bei einer plötzlich erschienenen Tür jetzt rekelte, dass war wieder in Vergessenheit geraten.
Was wohl auch in ihrem Sinne war und selbst wenn sich Richard beherrschen könnte, so einfach wäre er wohl nicht an ihr vorbeigekommen. Vermutlich hätte er über sie klettern müssen und spätestens dann wäre er ihr erlegen.
Er hörte ihr Seufzen und ein Schauer lief über seinen Rücken.
Shenyrra erhob sich. Langsam. Geschmeidig. Er starrte sie noch immer an. Sehnsucht und Gier wallten im Wechsel durch seinen Körper.
Sie ging langsam auf ihn zu, sein Blick wanderte über ihren schlanken Hals, ihre Brüste, der schwungvolle Gang ihrer Hüften.
Je näher sie kam, desto erregter war er. Genau vor ihm blieb sie stehen. Ihre Lippen nicht unweit von den seinen, er roch ihren exotischen Duft und schmeckte fast ihre Lippen. Seine Hand strich ihr durch das seidige Haar, während sie mit ihren Fingern die Konturen seines Gesichtes nachzeichnete. Die Berührung von ihr sendete weitere kleiner Schauer über seine Haut. Er war verrückt nach dieser Frau und sie wusste es.
Er lächelte sie schelmisch an, ließ seine Hand weiter wandern, am Hals entlang, dann zog er sie noch näher zu sich.
Gerade wollte er ihren Kopf packen, um sie zu küssen, als sie sich langsam in die Knie begab.
Gespannt und nervös legte er seinen Kopf etwas in den Nacken und atmete tief ein.
Ihre Stimme klang zuckersüß in seinen Ohren, als sie gerade ihre Hände auf seine Oberschenkel legte
Richard?..so nennt sie mich doch..nur…
Seine Augen riss er erschrocken auf, als ihm die Drohung bewusst wurde. Zu spät!
„ Aaarrggghhhhhaaaaaa…“ hallte es durch den Raum.
Shenyrras Nägel bohrten sich durch die Hose in sein Fleisch.
Er hatte eine Lederhose an und für sie war es gar nichts. Ihre Nägel waren mehr als scharf.
Er schlug instinktiv nach ihr, bevor er durch den Schmerz zu Boden gerissen wurde. Seine Oberschenkel explodierten vor heißen Schmerzwellen als er sich krümmte. Jede Anspannung der Obermuskel ließen nur Schmerzen entstehen.
Sie hatte die Hose zerfetzt als wäre sie Papier.

“ ver…arggh…fluchtes…Mistbiest…ahhh…“ Zischte er zwischen zusammen gebissenen Zähnen zu ihr hoch. Er lag ihr mehr als nur zu Füßen.
Wegrennen konnte er jetzt nicht. Er versuchte sich aufzurichten, doch es schmerzte zu sehr.
„ das…d..das…bring dir doch nichts…verdammt, ahh! …ich..hasse…dich….“ Ächzte er.
Oh ja, er hasste diese Frau…so sehr er auch ihren Körper begehrte. Mühselig und durch starkes Atmen versuchte er den Schmerz zu ignorieren. Er konnte das Blut fließen sehen, fühlte die Wärme seines eigenen Blutes und spürte das Pochen der langen Kratzspuren.
Mehr und mehr machte sich wieder Panik breit. Hier konnte er immerhin nicht sterben. Das bedeutete, er musste die ganzen Schmerzen ertragen. Und bei Richard waren sie nicht erregend.
Sterben konnte er nicht mehr, jedoch bewusstlos- und wo er dann wach werden würde, wusste er nicht. Ihre Folterkammer…nur wenn er Glück hatte ihr Bett. Oder vielleicht bei den Inkkubi.
Die Hände zu Fäusten geballt, bemühte sich Richard auf die Beine zu kommen.

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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Gestalt » Dienstag 2. November 2010, 01:27

Das erste Erwachen

Shenyrra hatte es tatsächlich geschafft, sie hatte ihren kleinen Stinker eiskalt erwischt. Er hatte wahrscheinlich wieder mit dem Üblichen gerechnet, womit alle Männer rechnen, wenn eine Frau vor ihnen in die Knie geht. Er war nun auf den Knien und Shenyrra stand mit den Händen auf den Hüften vor ihm, den Kopf schüttelnd. Dann legte sie ihren Kopf in den Nacken und lachte. Oh, wie er sich wieder anstellte. Erstens, was er doch tatsächlich immer wieder vergaß, er war tot und dürfte demnach keine Schmerzen mehr spüren, aber Menschen waren so schwach, was den Geist betraf.
Zweitens, wusste er eigentlich genau, was er sich erlauben konnte und was nicht. Shenyrra kam aber zu dem Schluss, dass er es selber gar nicht anders wollte. Insgeheim stand er vermutlich selber auf Schmerzen, wollte dies aber nicht zugeben, da das ja gegen seine idiotischen Prinzipien sprach.
Azrael kniete auf dem Boden und versuchte dem Schmerz Herr zu werden, er atmete heftig und begleitete dies wie immer mit einem Schwall Flüche und Geschimpfe. Sie beobachtete ihn genau, stand einfach nur über ihm und genoss es, dass er gerade dort war, wo Männer so manches Mal hingehörten, in den Staub und zu ihren Füßen. Na ja, hier gab es zwar keinen Staub, aber über Kleinigkeiten konnte sie großzügig hinweg sehen. Amüsiert lächelte sie auf ihn hinab, ehe sie sich zu ihm hockte, in einer einzigen fließenden Bewegung. Panik machte sich in ihm breit.
„Du stellst dich aber auch immer an, Schnucki.“ Kopfschüttelnd legte sie ihm wieder einen Finger auf die Lippen. „Nun sei aber mal ruhig, da kann man ja nicht mal mehr bei denken …“. Prüfend sah sie ihn an, er versuchte natürlich ihrem Blick auszuweichen, aber das ließ sie nicht zu. Wieder hob sie mit ihrem Zeigefinger sein Kinn an.
„Hast du so große Schmerzen, Hasi?“ Mitleidig sprach aus ihren Augen.
„Weißt du Bärchen, wäre ich nett, dann würde ich dir die Schmerzen wieder nehmen …aber ich bin nicht nett.“ Ein abgrundtiefes Seufzen entfleuchte ihrer Kehle und ihre Miene spiegelte Ratlosigkeit wieder.
„Weißt du, …“, setzte sie in ihrer Erklärstimme an. „… ich kann gütig sein, wenn du mir zeigst, warum ich es sein soll. Aber einfach nur so, dass ist echt schwierig …“, prüfend blickte sie ihn an. „Du verstehst nicht ein Wort von dem, was ich dir gerade erklärt habe, hm? … Es ist unglaublich, dass euch immer das Blut wegrutschen muss.“
Azrael hatte ihr tatsächlich kaum zugehört, er war zu sehr damit beschäftigt, dass ihn der Schmerz nicht übermannte, denn wenn das passieren würde, wusste er nicht, wo genau er aufwachen würde.
Die Dämonin strich mit einem Finger Blut von seinem Oberschenkel und leckte diese genüsslich ab. Da war er wieder, dieser Widerspruch, der Azrael um den Verstand brachte. Wie sich ihre roten Lippen sinnlich um ihren Finger legten, ihre halb geschlossenen Augen und dennoch war es Blut, was sie da gerade probierte. Wobei er nur zu gut wusste, dass sie es durchaus nicht nur beim probieren beließ.
Dann blickte sie ihn wieder an, mit einer Intensität, dass ihm heiß und kalt zugleich wurde.
„Du solltest dich wirklich waschen, … komm, ich bring dich hin.“
Widerstand war zwecklos, aber er musste dies natürlich versuchen. Wie in einer Bewegung stand sie wieder auf, wobei sie ihn am Arm mit hochzog. Oben angekommen, lehnte sie ihren Oberkörper an den seinigen und brachte ihre Brüste gut zur Geltung.
„Ich bin mir sicher, wir wurden viel Spaß haben, mein Stinkstiefel.“
Kurze und i8ntensive Blicke waren immer die besten, so verweigerte sie ihm erstmal einen weiteren allzu genauen Blick. Nicht das er nicht schon wusste, wie sie ganz nackt aussah, aber es brachte ihn immer wieder von neuem um den Verstand und zumindest jetzt wollte sie kein braves Hündchen, welches mit dem Schwanz wedelte, in stiller Vorfreude.
Shenyrra ging an ihm vorbei, wobei sie seinen Arm immer noch nicht losgelassen hatte und zog ihn mit sanftem, aber nicht nachgebendem Druck mit sich. Nach ungefähr vier Schritten hielt sie wieder an und lenkte seinen Blick mit einer ausladenden Armbewegung auf das, was vor ihm war.
„Endlich siehst du meinen kleinen Badezuber.“
Zumindest im Wort neigte sie zu Untertreibungen, aber ansonsten war ihr Motto ja eher, stilvoll Klotzen und nicht klickern. Das was Azrael dort sehen konnte, war nicht mal ein Badezuber, es glich eher einem großen marmornen Becken, voll mit dampfendem Wasser. Der Raum an sich war wieder luxuriös eingerichtet, mit jeder Menge Kleinigkeiten versehen, die Frau wohl brauchte.
Am Rand des Beckens entledigte sie Azrael dann gänzlich seiner restlichen Kleidung und wenn er verkrampft Bund und Haken und Ösen festhielt, machte sie sich eben daran, die Nähte mit ihren Fingernägeln fein säuberlich zu öffnen.
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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Mittwoch 10. November 2010, 16:11

Nur mühselig stemmte er sich hoch. Jede größere Bewegung brannte in seinen Oberschenkeln. Shenyrra stand über ihm und er lag zu ihren Füßen. Theoretisch hatte er von dort einen guten Ausblick und wenn Richard besser drauf gewesen wäre, so hätte er wohl auch schäbig gegrinst.
Doch so hatte er keine Lust darauf.
Shenyrra lachte….und er spürte wie Wut in ihm hoch kam.
Noch mehr ärger brauchst du wirklich nicht…ruhig…reiß dich zusammen…verrecke doch an deinem lachen
Dann zuckte er zusammen. Sie hockte sich zu ihm. Ihre Bewegung wie immer anmutig. Einen Finger legte sie ihn wieder auf die Lippen. Instinktiv wich er zurück. Sein gutes Auge suchte noch immer nach einer Möglichkeit der Flucht. Überhaupt mochte er es nicht angestarrt zu werden. Und das wusste Shenyrra. Leider musste Richard sich innerlich eingestehen, dass dieser Dämon ihn einfach zu gut kannte.
Mit einem Finger hob sie sein Kinn an. Er zog sein Gesicht weg, jedoch funkelte er sie an.
“ blöde Frage…nein ich tue nur so… oh mist… weiß du, eigentlich steh ich auf schmerzen!…das meinte ich ironisch… nenn mich nicht so… verdammt, was mach ich denn?…kein Hasi, Bärchen….und NICHt Stinkstiefel…” schnauzte er ohne nachzudenken zurück.
Dann schlug er sich die Hand vors Gesicht. Er verdrehte genervt über sich selbst die Augen.
Warum sprach er immer zuerst, bevor er nachdachte. Als sie aufseufzte, blickte er wieder verstollen zu ihr .
Was ist denn jetzt…och nö… jaja,… blah..blah…als wenn du nett wärst…
“ sicherlich…du und gütig, du kennst das Wort nicht einmal…was soll der mist?…aarrghhh…verflucht noch mal….” meckerte er weiter. Er sank wieder auf den Boden zurück. Er schaffte nicht hochzukommen.
Natürlich konnte er theoretisch keine Schmerzen mehr spüren. Doch wie Shenyrra schon wusste, war der Geist zu schwach um das zu realisieren. Man hatte Richard sogar mal gesagt, dass er eigentlich nicht essen und trinken bräuchte, da er ja unsterblich war. Aber es umzusetzen war eine andere Sache.
Shenyrra streckte einen Finger nach seinen Oberschenkel aus um ihn zu berühren. Richards Körper spannte sich, sein Blick war dabei auf ihren langen Fingernagel- oder eher ihrer Kralle gerichtet. Sein Bein zuckte unter ihrer Berührung weg. Er ächzte auf. Und ein geknirschter Schmerzenslaut entrann seinen Lippen.
Er verzog angewidert das Gesicht, als sie sich sein Blut von ihrem Finger leckte. Doch wie sie es machte zog ihn ziemlich in ihren Bann. So sinnlich!
das wäre auch nicht schlecht…
in seinem Kopf verfuhr sie mit etwas anderen ebenso zärtlich.
Er schüttelte den Kopf.
hier spielt die Musik… das ist dein Blut…
Richard musste an Demodar denken, wie dieser vollkommen berauscht von seinen Blut war.
ist das bei ihr auch?…ist das der Grund, weswegen sie so gerne Blut von mir nimmt…ist es so anders?
Tatsächlich konnte sich Richard an das eine oder andere Mal erinnern, wie sie sich an seinem Blute labte. Nicht das sie ein Vampir war, doch sie mochte angeblich den Geschmack.
Des Nachts hatte Richard dann gewöhnlich Albträume, wo ihn Dämonen und Vampire als dauerhafte Nahrungsquelle nahmen und er ihnen nicht entfliehen konnte. Nicht anderes als jetzt.
Doch wollte Shenyrra meist nicht sein Blut, sondern seine Energie und Talente, die sich beim Akt zeigten.
Und den Ausdruck in ihren Augen konnte er nur zu gut deuten. Jetzt hieß es wegkommen.
Er konnte ihr ausweichen und schlug ihr auf die Hand, doch sie ließ sich nicht beirren. Eigentlich war es niederschmetternd, dass egal was er versuchte, sie schneller, geschickter und viel stärker war.
Er wollte gerade wieder ihr ausweichen als sie sich erhob und ihn am Arm packte. Wie eine leblose Puppe zog sie ihn auf die Beine. Sein Schultergelenk schmerzte, da es plötzlich Richards Gewicht halten musste und drohte fast auszukugeln, als sie ihn hochzog, als würde er nichts wiegen.
“ arrrrrrhhhh….LASS das….sch…scheiße…arrghhh…verdammt, meine Schulter…ufff….ich kann selber laufen…” er keuchte, fluchte und versuchte so schnell es ging auf die Beine zu kommen. Das schaffte er auch noch bevor, sie ihn die Schulter auskugelte. Eine deftige Zerrung würde wohl trotzdem der Fall sein. Er stand, gerade so- ein stetiges Pulsieren zog durch seine Oberschenkel und wieder floss neues Blut.
Sie schmiegte sich an ihn, und hätte sie ihn nicht gehalten, so wäre er wohl wieder zu Boden gesackt. Ihre üppige Oberweite drückte sich an ihn. Richard konnte nicht anders, er starrte ihr auf die Brüste.
Sie hatte sich wie immer in Position gebracht. Doch Schmerz half wenigstens gegen die Sehnsucht in seinen Lenden.
“ Ich will gar nicht baden…was?!…nein…nein…” Doch Widerworte halfen nicht. Sie zerrte ihn in Richtung ihres “kleinen Badezubers” Er stemmte sich mit aller Kraft dagegen, doch vergebens.
Es schmerzte und er war nicht stark genug.
Festhalten konnte er sich auch nicht.
Es hatte etwas von einer Katze, die man ins Wasser stecken wollte. Richard drehte und wand sich, aber ohne Aussicht auf Erfolg..
“SHENYRRA!!!…NEIN!!!…ich bin doch nicht wahnsinnig!!” Richard wusste wie jeder andere, dass es ziemlich brennen würde, wenn die Wunden mit Wasser in Berührung kamen. Außerdem fand er es nicht angenehm, sein Blut sich mit dem Badewasser vermengen zu lassen. Besonders da Richard befürchtete, dass noch weiteres folgte.
So zog sie ihn bis zum Rand des Beckens. Es war wirklich beeindruckend, doch nicht für Richard.
Sobald sie ihn etwas losließ versuchte er aus ihrer Reichweite zu kommen. So war Shenyrra doppelt beschäftigt: Erstens: ihn wieder zu sich zu zerren und Zweitens: ihn dabei stückchenweise zu entkleiden.
“Pfoten weg…lass das…. Hey!….ver..gisst es ….” Richard hielt verkrampft seine Kleidung fest, band jeden Knoten neu, den sie öffnetet, und versuchte so gut es ging, bekleidet zu bleiben. Dabei schlug er ihr mehr als einmal auf die Hand und zerrte an ihren Fingern, dass sie ihn loslassen sollte.
Das störte Shenyrra aber nicht wirklich, sie zerschnitt mit ihren Krallen dann die Nähte und Säume und die Kleidung riss so mehr und mehr.
“nein……nichts da…” Richard trat und schlug wie ein Berserker um sich, jeden Möglichkeit nutzend sich zu befreien. Ihm war es egal, dass sie wahrscheinlich die schönste Frau war. Er wollte hier nur weg.
Und über kurz oder lang hatte sie es geschafft, die Kleidung lag in Einzelteile um Richard herum.
Richard war sein Körper eigentlich nicht peinlich. Er war schlank und gut durchtrainiert. Viele Narben zierten seinen Körper. Zum einen vor der Zeit als Unsterblicher, zum anderen die Zeit danach.
Hätten Blicke töten können, so müsste die schöne Dämonin sofort umfallen, doch das war ja leider nicht so.
Richard wurde in so einem Moment seine Handlungsunfähigkeit vor Augen gelegt. Er konnte ihr nicht entkommen. Er hasste es.
Er hockte am Boden, sah sie wütend und trotzig an. Sein langes schwarzes Haar fiel ihm über seinen Rücken.
“ Und jetzt?…so wie immer?”

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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Gestalt » Donnerstag 25. November 2010, 19:00

… weitere Genüsse

Wie immer, konnte Azrael nicht anders, er schimpfte und meckerte wie ein Rohrspatz, nur dass er bei weitem nicht so niedlich dabei aussah. Aber genau den Punkt würde sie ihm vermutlich bei Gelegenheit doch an den Kopf werfen, nur damit er sich weiter so richtig schön austobte und sie immer wieder neue Gründe daraus finden könnten, ihn bestrafen zu können. Nicht, dass sie das gebraucht hätte. Sie war eine Meisterin darin, sich etwas auszudenken und es dann für gegeben und bereits geschehen zu verkaufen. Natürlich ahnten ihre Opfer meist, dass irgendetwas nicht stimmte, aber was das war, dass war in den seltensten Fällen zu erahnen und wenn doch, dann war es bereits mehr als nur zu spät. Öfters allerdings, berichtete sie ihren auserkorenen und in die Hände bekommenen Individuen selbst von ihrer Machenschaft. Das zumindest verwirrte ihre Lieblinge, so dass sie sich zu noch wahnwitzigeren Taten hinreißen ließen. Shenyrra jedenfalls hatte wie immer dabei ihren Heidenspaß … sie liebte das Spiel.
Azrael hatte zuvor noch darüber nachgedacht, warum alle, die sich dafür interessierten, so versessen auf sein Blut waren. Er hatte Demodars Reaktionen mitbekommen und schlussfolgerte, dass dies bei Shenyrra ebenso sein musste. Wie sehr er sich doch täuschte. Kurz nachdem er diesen Gedanken hatte, lächelte sie ihn wissend an. Ohne sofort zu antworten, beugte sie sich zu ihm herüber, sich leicht abstützen auf seinen Oberschenkeln, was für sie den Vorteil hatte, dass ihre Brüste in perfekter Position zwischen ihren Armen hervorgehoben wurden. Sie drückte ihr Kreuz etwas durch, wodurch sie etwas kleiner wurde und nun zu ihm aufsehen musste. Das gefiel ihm gewiss. Mit einem betörenden und gekonnten Augenaufschlag blickte sie ihn unschuldig an, ihre Lippen waren leicht geöffnet und er spürte ihren Atem auf seinen Lippen, so dicht war sie bei ihm. Ihre seidig glänzenden, schwarzen Haare flossen zu beiden Seiten ihrer Schulter nach vorne und betonten die Blässe ihres Körpers. Langsam kam sie ihm immer näher, bis ihre Lippen die seinen fast berührten.
Ihre Worte kamen gehaucht.
“Pflege, … hm, … das ist das Schönste am Blut, die Haut wird unglaublich zart … und nun, halt die Klappe.”
Wenn weitere Worte von ihm kamen, dann wurden sie von vollen Lippen erstickt, die eine andere Antwort suchten. Shenyrra legte ihre Arme um Azrael und setzte sich auf seinen Schoß. Sie war sich sicher, dass der Schmerz in seinen Oberschenkeln nur noch zweitrangig war und sie hatte nicht vor, schon aufzuhören. Im Gegenteil, ihre Küsse wurden länger und leidenschaftlicher und weckten das typische Begehren im Empfänger. Ihr Duft umgab ihn und entfaltete seine eigene Wirkung … ihre Haare wirkten wie ein seidener Vorhang.
Minutenlang ließ sie nichts anders zu und es geschah auch nichts anderes … dann, gingen ihre Hände auf Wanderschaft und ertasteten seinen Körper. Jeder Zentimeter wurde erfühlt. Da sie nicht viel davon hielt, eine Schicht Stoff auf irgendeiner Haut zu dulden, machte sie sich langsam daran, sein Hemd zu entfernen. Normalerweise hätte Azrael sich dieses einfach über den Kopf gezogen, aber so hätte er ja das Küssen unterbrechen müssen und Shenyrra machte keine Anstalten, das anzustreben. So zerschnitt sie fein säuberlich sein Hemd in dünnere oder auch gröbere Streifen, bis es im wahrsten Sinne des Wortes in Fetzen von seinem Oberkörper hing und neben ihm lag.
Aus irgendeinem Grund hatte er daran gedacht, dass er bereits nackt vor ihr stünde, dabei hatte sie lediglich bisher seine Langweste zerfetzt und selbst dabei hatte er sich gewehrt, wie wenn sie ihm die Haut abgezogen hätte. Shenyrra lachte laut auf.

“Oh, ich liebe es, wenn du dich so anstellst.” Sie sah ihm direkt in die Augen und er konnte sehen, dass durch sein Wehren in ihr größre Lust geweckt wurde … dieses Blitzen in ihren Augen zeigte ihm genau an, was geschehen würde, wenn er sich weiter so anstellte.
“Ich weiß gar nicht, was du hast … meine kleines Häschen … eigentlich liebst du es doch.”
Mit einem Ruck zog sie ihn wieder an sich heran und küsste ihn leidenschaftlich.
“Außerdem habe ich keine Pfoten … ich bezweifle, dass du auf Pelz stehst!
Wild sah sie ihn an und biss ihm leicht in die Lippe.
Ihre Finger waren im Moment damit beschäftigt, durch sein Haar zu streifen, ehe sie seinen Rücken erforschten. Jeder Muskel wurde nachgezeichnet, wobei die Mischung aus sanften Berührungen und leichtem Kratzen ihr übriges entfachte. Zwischendurch konnte sie sich aber nicht beherrschen, ihre Nägel an seinen Schulterblättern anzusetzen und bis zum Hosenbund durchzuziehen. Nach und nach wurden Striemen sichtbar und feine Rinnsale roten Blutes zeichneten sich auf seinem Rücken ab.
Nachdem sein Hemd nun entfernt war, musste noch die Hose dran glauben. Um Schuhe und derlei unwichtiges kümmerte sie sich erst gar nicht und ließ diese einfach so verschwinden. Shenyrra erhob ihren Oberkörper leicht von seinem, ohne aber die Lippen zu lösen und machte sich langsam daran, aufzustehen, natürlich nicht, ohne Azrael mit auf die Beine zu ziehen … sie konnte ja so sanft sein. Sein Verstand war wahrscheinlich gerade so oder so ausgeschaltet.
Es war ein leichtes für sie, die Schnürung seiner Lederhose zu durchtrennen und im Handumdrehen stand er nackt vor ihr. Zu schämen brauchte er sich wirklich nicht, dass wusste auch er und im tiefsten Inneren genoss er ihre Blicke, wenn er das auch nie zugeben würde.
Ihre Kleidung war auch mittlerweile wie von Zauberhand verschwunden, ein Anblick, auf den er doch nur gewartet hatte.
Shenyrras Küsse wurden weniger und langsamer, bis sie sich vollkommen von ihm löste, allerdings hielt sie eine Hand von ihm fest und zog ihn zum Wasserbecken. Eine breite Treppe führte ins warme Wasser hinein, welches herrliche, aber dezent duftete. Sie führte ihn ins tiefere Wasser und setzte dort ihre Zärtlichkeiten fort … natürlich durfte dabei fließendes Blut nicht fehlen.
Im hinteren Bereich des riesigen Zubers, der im Grunde schon ein Becken war, ging es wieder schräg nach oben und dort befanden sich Mulden. In diesen konnte man sich nieder lassen und man war dann immer noch bis ungefähr zu den Schultern mit warmem Wasser bedeckt. Genau dort hin zog sie Azrael, auf sein Gezeter bezüglich das er nicht schwimmen konnte, ging sie gar nicht weiter ein … er würde ja eh nicht mehr sterben können, auch wenn er das nie ganz realisieren würde. Dort versuchte sie ihn in eine Mulde zu drücken, sie nutzte aber nicht ihre ganzen Kraft, sie wollte immerhin spielen und ihr würde es nichts ausmachen, wenn er sich beim Spielen verausgabte, dann konnte sie ihn danach nach Herzenslust und vollkommen erschöpft nehmen.
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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Freitag 10. Dezember 2010, 18:12

Richard war tatsächlich schon der Meinung gewesen, sie hätte ihn entkleidet. Es führte ihn nur zu deutlich vor Augen, wie sehr er sich von ihr ablenken ließ.
Und Shenyrra wusste, wie sie ihn umspielen konnte. Als sie sich zu ihm beugte und ihn mit großen Augen anflirtete, lehnte er sich mehr und mehr nach hinten. Er wollte schon rückwärts weg kriechen, doch konnte es nicht. Langsam näherte sie sich ihm und Richard schluckte hart. Wie ein Raubtier sich seiner Beute näherte. Was ja auch irgendwie stimmte.
Er , die Beute, sie, das Raubtier.
Seine Arme gaben ihm halt und sie lag fast auf ihm. Zwar versuchte er nicht ihre Brüste anzustarren, doch so perfekt wie sie sich in Position gebracht hatte, war er doch gefangen. Nur mühsam konnte er sich auf etwas anderes konzentrieren.
Ihre Lippen waren nur Zentimeter von den seinen entfernt, als sie endlich sprach.
Ihre eigene Art der Erklärung, warum sie Blut gut fand.
“ Pflege?…du spinnst…hmph” weiter kam er nicht. Ihre Lippen trafen die seinen.
Innerlich sich am verfluchen, so konnte er sich doch nicht den Lippen entziehen. So energisch, so verführerisch war es.
verdammt…so oder so, sie wird gewinnen…ich kann nicht ewig weglaufen…
Richard wusste, dass sie mit ihm spielte, warum sollte er es nicht mal genießen. So oder so kam er nicht weg. Vielleicht würde sich der Harax dann besser für ihn entwickeln.
NEIN!…oh verflucht….wieso kann sie das so gut?…
Als sie sich auf seinen Schoß setzte, durchfuhr ihn eine Welle des Schmerzes. Seine Oberschenkel brannten wie Hölle, jedoch lenkte sie bewusst ihn durch ihre Anwesenheit ab.
So wurde sein Aufschrei durch ihre Lippen erstickt und er selber richtete sich in eine sitzende Position auf. Seine Hände krallten sich in ihr Haar.
Weniger vor Lust als um den Schmerz Herr zu werden.
Shenyrra indessen erforschte nun seinen Körper. Ihre Berührung waren mal zärtlich, mal fordernd. Doch nicht so intensiv, wie es sein sollte. Sie spielte an seinem Hemd.
Tatsächlich wurde Richard genau in diesem Moment bewusst, dass er noch Kleidung trug.
hatte sie mich nicht entkleidet?
Er schielte an sich herunter. Seine Langweste war zerlegt, doch noch hatte er alles andere an.
Bis jetzt.
Shenyrra war gerade dabei ihn fein säuberlich das Hemd auseinander zu nehmen. “ Nicht…meine Kleidung…” Er drückte sie von sich weg.
Doch seine Hände ließen sie in dem Moment los, als er diesen wilden Blick sah.
verdammt…je mehr ich mich wehre umso wilder wird sie…das heißt, nicht wehren
“ nein, ich mag es nicht… was hatte ich mir vorgenommen..IDIOT!
Es gab Momente in Richards Leben, heute war einer davon, da hasste er es mehr als alles andere, dass er immer erst lospolterte, anstatt nachzudenken. Da war ihn einfach das Glück nicht hold.
Seinen Kopf konnte Richard gar nicht so schnell wegziehen, wie sie ihn dann in seine Unterlippe biss. Ihre hand ging durch sein langes Haar und strich die Konturen seiner Schulter und Rückenmuskeln nach. Jetzt, das sie sein Hemd aus den Weg geräumt hatte, spürte er ihre Wärme umso mehr. Eine Gänsehaut nach der anderen zeigt sich auf Richards Körper. Er spürte ihre Berührung, konnte die leichte Taubheit bei alten Narben fühlen und das noch sanfte kratzen ihrer Nägel auf seinen Rücken.
Den süßlich lieblichen Geruch ihres Haares, umspielte seine Nase. Genüsslich zog er diesen ein.
Richard versuchte sich zwar zu wehren, aber eigentlich wollte er so oder so nicht mehr. Zwar funktionierte sein loses Mundwerk noch, doch sein Körper war vollkommen von ihr gefangen. Als ihre Ein wolliger Schauer folgte dem nächsten. Er zog die Luft scharf ein, löste seine Lippen jedoch ebenso wenig von den ihren.
Mal nebenbei, dass sie ihn nicht zu Atem kommen ließ.
Seine Hände waren ebenfalls auf Wanderschaft.
Er tasteten ihren schlanken Hals, ihre schmale Taille und ihren festen Hintern. Diesen mochte er, genauso wie er ihre Oberweite mochte.
Als sie dann aber ihre Krallen mehr und mehr an seinen Rücken wetzte, wurde aus den anfänglichen Kribbeln ein Brennen. Er keuchte auf.
“lass das…weiter!”
Gehen wollte er sie gerade auch nicht. Er spürte nur zu deutlich, dass sie ihn zwischen Lust und Schmerz hielt.
Tatsächlich hielt sie inne. Sanft zog sie ihn auf die Beine. Er folgte ihr, brav wie ein Hund an der Leine. Das sie ihm dann noch die Hose zerlegte, war zweitrangig.
Er war in einer anderen Welt.
Er stand selbstsicher da. Fast so als präsentierte er sich vor ihr. Zwar wollte ein kleiner Teil in Richard Gehirn noch immer kämpfen, doch dieser war jämmerlich am verlieren.
Als Richard dann Shenyrra in voller Pracht ohne alles sah, konnte er sich das selbstgefällige und auch dreckige Grinsen nicht verkneifen.
Jetzt schrie inzwischen alles nach diesem Prachtweib.
Oh ja, Richard verlor sowieso immer.
Doch wenn Shenyrra geglaubt hatte, er würde sich mehr wehren, so wurde sie enttäuscht. Es war schon eine Weile her, dass Richard eine Frau genossen hatte.
Er ergriff ihre Hand und folgte ihr ins Wasser. Das Wasser stieg höher und höher.
“ arg!…Scheiß!..Was?!…”Richard durchzuckte eine kräftige Schmerzwelle. Das Wasser berührte die Oberschenkel und seine Beine gaben fast nach. Panisch sprang er etwa auf. Das Wasser war nicht so tief, dass er nicht durchlaufen konnte. Doch zum Schwimmen war es richtig.
Richard, der Schwimmen nie gelernt hatte, überkam die alte Panik. Mal nebenbei, dass es sein Rücken brannte und seine Oberschenkel ebenfalls. Man konnte sehen wie das Blut sich mit dem Wasser mischte. Es sah jetzt noch wilder aus, als es sowieso war.
“ Shenyrra, ich kann nicht schwimmen….ich kann nicht…” Richard verlor den Halt. Prustend ging er kurz unter, als ihn die Kraft in den Beinen verließ.
Hätte ihn Shenyrra nicht gehalten, so wäre er vollkommen hilflos.
Doch unbeirrten Schrittes zog sie ihn weiter.
Und langsam konnte Richard die Mulden sehen, wo sie ihn hinzerrte. Sein Atem ging erst stoßweise, dann bemerkte er eine leichte Taubheit in seinen Beinen. Er runzelte nachdenklich die Stirn.
“ähm…Shenyrra?“
Sein Hirn schaltete wohl den Schmerz ab. Dann folgte Schwärze.
Richard blinzelte verwirrt und strich sich sein nasses Haar aus dem Gesicht.
“ Wie?”
Shenyrra über ihn. Sünde pur. Sie versuchte ihn gerade in eine der Mulden zu drücken. Zwar war Richard noch nicht ganz da, aber seine antrainierten Reflexe funktionierten automatisch..
Seine Überlebensinstinkte sprangen an.
Ehe sich Shenyrra versah, hatte Richard sie an den Händen gepackt und nutzte ihr Eigengewicht um den Spieß umzudrehen.
Es hatte was sehr Stürmisches.
Er drückte sie in die Mulde, was bei ihm mehr Kraft forderte als sie bis jetzt selber gegeben hatte.
“ Verfluchtes Weib,… laß gefälligst deine Spielchen… ich habe die Schnauze voll… verstanden? ”
Dann spürte er es. Das Gefühl über ihr zu stehen. Es hatte was unglaublich Befriedigendes.
Was machtvolles.
Er war der Mann. Er hatte das sagen. Sie würde unterliegen.
Alle würden sie einst unterliegen.
Ein verschlagenes und fieses Grinsen umspielte seine Lippen. Der Griff um ihre Handgelenke verstärkte sich. Als wollte er ihr die Handgelenke zerdrücken.
Das Gefühl der Überlegenheit war berauschend.
Wann war es ihm je gegönnt?
Dann hörte und sah er es.
Ein Szene aus der Vergangenheit.
Ein kleines Mädchen.
Ein großer Kerl, der es gewaltvoll nimmt.
Seine Schwester. Vor langer Zeit.
Ihre Schreie.
Die Beschimpfung des Kerls.
Übelkeit überkam Richard.
Er wurde kreideweiß.
Der Griff löste sich.
Die Hände nahm er so schnell weg, als hätte Shenyrra eine ansteckende Krankheit.
verflucht, das bist nicht du… sie lässt dich glauben, du hast die Macht… wie immer… du wirst zum Monster… wie die Kerle damals… niemals
“ Miststück” zischte er sie wütend an.
“ ich sollte dir eine pfeffern… ”
Die Versuchung sie zu schlagen war unbeschreiblich… doch er tat es nicht. Seine Hand ballte sich kurz zur Faust und löste sich. Er zitterte am ganzen Körper. Dann ließ er den Kopf sinken und setzte sich daneben.
“ mach doch, was du willst… ich gebe mich geschlagen.”

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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Gestalt » Sonntag 2. Januar 2011, 17:10

Weg oder Ziel?

Shenyrra hatte ihn zumindest rein körperlich genau dort, wo sie ihn haben wollte. Nackt und in ihrer Nähe. Sie freut sich schon wirklich auf die schönen Stunden, die vor ihnen beiden lagen, wenn auch Azrael diese Stunden nicht zu würdigen wusste. Aber so war das immer, Männer, gingen grundsätzlich davon aus, dass dies so zu sein hatte.
Dieses Mal schien es fast so, als wäre er zum Weichei mutiert. Kurz zuvor hatte sie ihm feine Striemen auf den Oberschenkel gezaubert und nun, wie sie diese zart berührte, wand er sich, wie wenn sie ihn häuten würde … unverständlich. Er versuchte sich sogar zu wehren und packte mit starker Hand ihre Mähne und riss daran. Dumm nur, dass er vergessen hatte, dass dies so ziemlich zum Gegenteil führte, wie er es ´beabsichtigt hatte. Nun ja, damit musst er ja leben, sie empfand es als äußerst anregend. Leise Seufzer entfleuchten ihrer Kehle und leiteten das ein, was sie dringend brauchte und wollte. Shenyrra war gespannt, wie es weiter gehen würde. Diesen kommenden Teil wollte sie im Wasser vollenden und zog ihn ja hinter sich her, bis er anfing herum zu jammern, dass er ja nicht schwimmen konnte. Sie quittierte diese lächerliche Aussage mit einem hellen Gelächter, was wirklich nur dazu dienen sollte, ihn auszulachen und vor zu führen. Kopfschüttelnd fragte sie, ob das sein letzter, rettender Halm war, andrem er sich klammern wollte.
Dann, versagtem ihm auch noch seine Kräfte, … und beinahe, aber nur beinahe, hätte Shenyrra um dem Umstand “geweint”, dass er ihr alles, aber auch alles zerstört hätte. Wie gut, dass sie kein Kind von Traurigkeit oder Einfallslosigkeit war.
Letzten Endes hatte Shenyrra das, was sie wollte, Richard hatte aufgegeben. und lange schlafen ließ sie ihn so oder so nicht. Nun konnte sie sich daran machen, den Azrael in ihm hervor zu kehren, sprich, seine animalische, dunkle Seite. Shenyrra liebte es nicht nur, ihren Willen zu bekommen, sie liebte es auch zu spielen und die Menschen zum äußersten zu bringen. Denn diese waren am leichtesten zugänglich und am empfänglichsten für ihre Botschaften. Bisher hatte sie nur ein Ziel für die Zeit erreicht, wie ihr kleines Stinktier bei ihr war und es würden noch viele weitere Siege folgen. Solange Azrael dachte, er wüsste genau, worauf sie hinaus wollte, war doch alles in bester Ordnung.
Fast hätte sie ihn soweit gehabt, dass er freiwillig das mitmachte, wofür sie sonst mehr Überredungskünste einsetzen musste, aber dann hing er schon wieder irgendwelchen unsinnigen Gedanken nach, die schon mehr als ein Leben zurücklagen.
Er lag nun also wieder neben ihr in einer Mulde und hatte ihr so eben angeboten, alles mit ihm zu tun, was sie wollte. Nachdem er einen Blick aufgelegt hatte, der von höchster Aggressivität zeugte. Aber wie immer gab er seinem Drängen nicht nach, … schade. Dabei hoffte sie doch so sehr darauf.
So beschäftigte sie sich mit seinem tollkühnen Angebot.
Schon überschlugen sich ihre Gedanken mit dem, was sie ihm alles antun könnte, … er hatte ja keine Ahnung!!!
Für ihn war schon das schlimm genug, was er bisher mitgemacht hatte. Unwillkürlich musste sie laut auflachen, Azrael war mal wieder unfreiwillig komisch und zumindest sie fühlte sich gut unterhalten von ihm. In vielerlei Hinsicht waren Menschen besser als Haustiere jeglicher Art, ohne das sie es wussten und sich so benahmen, das sparte Zeit und Ressourcen.
Normaler Weise behielt sie ihre Gedanken immer für sich, aber so manches Mal musste sie Azrael genau das unter die Nase reiben. Was natürlich berechenbare Ausbrüche seinerseits hervorrief, aber denen sah sie mit Genuss zu. Nun wollte sie wirklich zu ihrem Vergnügen kommen, vielleicht konnte sie ja noch einige Reserven mobilisieren.
“Na na, wer wird denn gleich verzweifeln, … mein armer, kleiner Azrael”, ihre Stimme klang voll Mitgefühl, weich, warm und melodisch. Ihre Augen sagten aber etwas anderes aus, … wie gut, dass er gerade seinen Kopf hatte sinken lassen.
“Verweil doch nicht immer mit deinen Gedanken in der Vergangenheit, … so wirst du nie etwas erreichen.” Kopfschüttelnd hockte sie sich neben ihn in eine zweite Mulde und legte einen Finger unter sein Kinn, um dieses anzuheben. Wieder einmal wurde er sich ihrer Kraft gewahr.
“Du solltest nur noch ans Hier und Jetzt denken, …”, ihre Stimme klang ja sooo verführerisch. “Ich kann dich wirklich glücklich machen, … warum sträubst du dich so?” In Letzterem schwang der Hauch eines Vorwurfs mit. Azrael wusste aber genau, wovon sie sprach, sie verstand ihr Handwerk ausgezeichnet.
“Wo ist der kleine, rebellische Kotzbrocken, der nie sein Mundwerk hält und drauf lospoltert?”
Darauf folgte, ohne dass sie ihn wirklich antworten ließ, ein auf die Lippen gehauchter Kuss. Wieder sah sie ihn durch halbgeöffnete Augen an und öffnete diese dann mit einem gekonnten Lidschlag, der ihm immer die Knie weich werden ließ, … wie gut, dass er schon saß.
Es folgte ein weiterer, länger andauernder Kuss, der an seine Lebensgeister gerichtet war und definitiv vermittelte, was sie wollte, … besonders von ihm. Ihre Fingerspitzen tanzten dabei über seinen Bauch, hoch über seine Brustmuskeln und seine Schlüsselbeine entlang. Ganz zärtlich und wohlig musste das Gefühl ihrer kühlen Nägel auf seiner warmen Haut sein. Als Kontrast dazu, setzte sie oben am Arm ihre Nägel auf und zog diese wieder über die Haut, so dass sie weitere Striemen auf ihm hinterließen. Abermals floss sein Blut und garantiert nicht zum letzten Mal in diesen “Tagen”.
Langsam und schon fastzärtlich drück sie Azrael nach hinten in die Mulde, so dass er zum Liegen kommt, für den Moment wollte sie die Führung übernehmen. Da er mit seinem Gedanken aber ganz woanders war, musste sie auch dort nachhelfen, dass er sich wieder auf das besann, was vor ihm lag … die pure Lust. Wozu hatte sie geistige Kräfte, mit denen sie die Gedanken ihres Gegenübers manipulieren konnte. Behutsam schickte sie ihren Geist in den seinen und setzte dort den Samen der Lust und Begierde … wenn er nicht anders wollte, dann eben so. Zumindest von ihrer Seite aus folgte ein leidenschaftliches und vor allem blutiges Liebespiel, in dem sie den Takt vorgab und ihn seines Verstandes beraubte.

Zeit war vergangen … einiges an Zeit, an die sich Azrael nicht mehr wirklich erinnern konnte. Wenn er sich umsah, konnte er wieder eines dieser unglaublich luxuriös eingerichteten Zimmer erblicken, die er so toll fand … und wenn er sich bewegte, schrie sein Körper an diversen Stellen nach Linderung seiner Schmerzen. Neben sich konnte er ein Summen hören und die anmutigen Bewegungen eines alabasternen Körpers wahrnehmen, der sich nun erhob und zum ihm blickte.
“Wieder wach? … war das nicht toll?” Immer noch schwang pure Erotik mit.
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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Freitag 7. Januar 2011, 15:15

Sie machte es wieder auf die nette Tour.
Richard hätte es wissen müssen, dass er mit so einem Satz ihr Hof und Türe geöffnet hatte, wirklich alles mit ihm anzustellen. Egal, wie sehr sie wohl sein Gezicke mochte, jetzt wollte sie doch nur , dass er ihren Willen nachgab. Und Shenyrra war immerhin auch Frau.
Sie wusste wie sie ihn bekam. Jedenfalls hatte es sonst immer so geklappt.
Die Worte klangen wie Honig, doch den Blick sah Richard nicht dazu. Honig wurde bei diesem Ausdruck von Kälte zu Gift.
Er starrte auf seine Hände, sein Geist bei dem was er eins erlebt hatte. Selbst die Erwähnung vom “kleinen Azrael” brachte ihn nicht zur Besinnung. Und Richard hasste es wie die Pest, wenn er verniedlicht wurde.
Doch er schien sich nicht ablenken zu lassen. So nahm er auch nur am Rande wahr wie sich die schöne Dämonin in die zweite Mulde bequemte. Doch als sie ihren Finger unter sein Kinn legte, war es als durchzuckte ihn ein Blitz. Sein Stursinn wollte durchkommen, jedoch sich nur gegen einen Finger zu sträuben war schon schwierig . Sie war in Kraft und in vielen anderen Sachen ihm haushoch überlegen. So musste er sich fügen.
“ glücklich wäre ich, wenn du…hmpf” weiter kam er nicht. Ihre Lippen waren auf den seinen. Es fühlte sich so gut an, so hervorragend. Natürlich wusste Richard von ihrer Fähigkeit ihn Glück zu bescheren, doch es war ein Glück mit Konsequenzen. Nichts bekam man umsonst, etwas was Richard immer wieder erfahren hatte.
Sie löste sich kurz um ihn den gekonnten Augenaufschlag zu geben und Richard war froh schon zu sitzen. Seine Beine fühlten sich trotzdem wie Pudding an. Er atmete tief ein, doch das ausatmen wurde ihn fast verwehrt, als wieder ihre Lippen auf den seinen lagen. Der Kuss hatte Feuer in sich.
lass dich nicht kriegen…das will sie…boah, das ist aber gut…aber ist es mir nicht eigentlich egal…ich will nur die tage hinter mich bringen… ich kann ihr doch sowieso nicht weglaufen…das will sie doch…mach doch weiter!…hmm!…ich werde mich nicht wehren…nichts, was dir Spass macht
Eine Gänsehaut überkam Richard als ihre Finger über seine Brust wanderte. Es sträubte sich alles und doch wollte es mehr. Ihre Nägel waren kühl und es prickelte überall. Dann zog sie die anderen Krallen über seinen Arm. Richard keuchte auf., jedoch spürte er mehr und mehr die Lust in sich wallen.
Es war ihm sogar, als würde er jemanden in seinem Geist spüren, der jeden Gedanken verstummen ließ und etwas anderes in ihm weckte. Mühelos ließ er sich in die Mulde drücken, während Shenyrra die Führung übernahm.
was…geht …hier…vor…NEIN…doch!…LASS DAS!…GRRR wie als würde man ein Tier aus seinem Geist befreien, spürte Richard wie ihm die Kontrolle über alles entglitt. Sein Denken verstummte und die Dämonin hatte ihr Ziel erreicht.
Richard hatte davon gehört, dass Dämonen die Fähigkeit besaßen, die Urtriebe überhaupt zu wecken.
Gewalt, Lust, Angst…Shenyrra bevorzugte meist den verborgenen Teil in Richards Geist, der ohne Gewissen handelte.

“ARRRHHHH!” mit einem Aufschrei zog sich das Tier, was aus Richard geworden war, Shenyrra zu sich. Sein Verlangen zu stillen war übermächtig. Ihm war es dabei egal wie sehr sie ihre Krallen an ihm wetzte, jetzt stachelte es ihn sogar an. Er riss an ihren haaren, holte sich das was er wollte. Jetzt legte Richard das Tempo und die Richtung vor. Wenn er Krallen gehabt hätte, so hätte Shenyrra diese wohl auch kennen gelernt. Doch je gröber und gewalttätiger er wurde, desto mehr bereitete er ihr Lust. Sie liebte so was…und ihm war es jetzt egal.
Richard Azrael Darkholme wäre von sich entsetzt. Dies war ein Monster, was er nie werden würden wollen. Aber er war nur ein Mensch und konnte sich gegen die manipulierenden Kräfte eines Dämons nicht wehren. Egal ob er unsterblich war oder nicht.
Aber so was dauerte nicht ewig. Zu Shenyrras Bedauern waren auch die Energiereserven von Richard gegrenzt, wenn jetzt auch nicht so, als wenn er noch in Celcia wandeln würde. Irgendwann schlief er erschöpft ein.


Als Richard das erste mal blinzelte, dachte er, er wäre wieder im Reich der Lebenden und die Sonne strahle auf ihn nieder.
nur ein Traum…alles…Häh? doch dann spürte er einen weichen Untergrund, welches kein Gras war. Es dauerte einen Moment bis sich sein Auge an das Licht gewöhnt hatte. Er bewegte sich…und…
!Autsch…arhhh…was?”
Er hatte nur den Arm heben wollen und es brannte wie Feuer. Er erhob sich…langsam. Alles schmerzte. Und spannte.
Sein Blick schweifte umher. Er befand sich in einem breiten bequemen und sehr luxuriösen Bett. Die Decken waren weich und das Zimmer prachtvoll geschmückt. Ein König hätte sich kein besseres Schlafzimmer gewünscht.
kommt mir bekannt vor…das ist ein Schlafzimmer von Shenyrra…was ist geschene…verdammt…was?…verflucht, was ist mit mir passiert… Richard hatte den Arm gehoben. Mehrer Verkrusten Krallenspuren zogen sich über seinen Arm. Doch nicht nur an seinem Arm. Sein Oberkörper, Schultern, Rücken…. Mit einer hektischen Bewegung zog er die Decke beiseite. Selbst seine Beine, hatten zu den tiefen, doch inzwischen geschlossenen Verletzungen an den Oberschenkeln, neue Katzspuren. Sein Hals ziepte bei jeder Bewegung. Richard wusste so nicht, wie der aussah…jedoch wahrscheinlich nicht besser. Bewegte er einen Muskel, so platzten teils diese Kratzspuren wieder auf. Doch auffällig war der Umstand, das er wohl gewaschen wurde und er schon lange genug lag, dass sie abheilten und er hatte keine Kleidung mehr an.
Aber als wenn das nicht genug wäre, schmerzte noch eine andere Stelle. Sein bestes Stück fühlte sich so an, als hätte es einen Marathon hinter sich. Berühren mochte Richard da gar nichts mehr.
Er rieb sich die Augen. Schmerzen zuckten bei jeder Bewegung durch seinen Körper.
“Scheiße!” fluchte er, als er sich ihn besah. Es konnte ja täuschen, jetzt hätte er keinen Grund auf jemanden noch neidisch zu sein. Doch auf so was konnte Richard pfeifen, wenn dafür alles wieder in Ordnung kam.
Er sah gerade noch wie sich jemand an seiner Seite bewegte. Er zog die Decke wieder rüber. Was wusste er schon, in welches Zimmer sie ihn gebracht hatte.
hoffentlich nicht zu den anderen Kerlen…
Doch es war nur Shenyrra. Schön und verführerisch wie immer, sah sie jetzt sogar noch besser aus. Und ihre Frage und ihr Blick sprachen Bände.
“verdammt…was hast du mit mir angestellt?…ich wünschte ich würde träumen…Du Biest…wie seh ich denn aus…[/b] vor Wut bäumte sich Richard auf und stieß mit aller Kraft gegen Shenyrra. Dann blieb er liegen. Wahrscheinlich hatte er sie nur wieder erheitert.
Es schmerzte alles. Mit der Faust schlug er aufs Bett. Richard hätte so losheulen können. Wieder würden mehr Narben sich zu den Alten gesellen.
“verfluchtes…Miststück… warum?… erinnerst du dich…du hast ihr sogar gesagt, sie kann mit dir machen, was sie will…Schweinegrütze!…ach vergiss es…Du hattest ja deinen Spaß, nicht?…ob es toll war..hmm, keine Ahnung...ich weiß davon nichts...ich brauche was zum anziehen…”
Richard erhob sich schwer atmend. Er blickte sich um. Und da er es. Einen Spiegel. Natürlich dafür, dass sich Frau im Ganzen betrachten konnte. Obwohl es fast an Selbstgeißelung grenzte, erhob er sich aus dem bett und schritte vorsichtig zu den Spiegel. Die ersten Schritte waren die schmerzhaftesten, dann gewöhnte sich Richard etwas daran. Ja, Schmerz war Richards ewiger Begleiter.
Einst hatte er sich gerne im Spiegel gesehen, jedoch seit der narbe im Gesicht fiel es ihm schwerer. So hatte er immer versucht, noch das beste aus sich rauszuholen.
Er zuckte zusammen und kurz stockte sein Atem, als er die tatsächlichen Ausmaße des Liebesspiel mit Shenyrra sah. Wilde Kratzfurchen und Bisswunden an seinem Hals. Man hätte denken können ein Vampir hätte sich daran gütig getan. Und obwohl Shenyrra keiner war, so trank sie manchmal auch Blut. Angeblich wurde man so sogar noch stärker an jemanden gebunden, hatte Richard mal eine alte Frau erzählt.
Fassungslos schüttelte Richard den Kopf.
“wieso passiert so was immer mir?..was habe ich euch Göttern getan?” flüsterte er leise vor sich hin.
Langsam drehte er sich von seinem Spiegelbild weg.
“Wie lange war ich außer Gefecht?” wie in Trance ging er zurück zum Bett und setzte sich auf die Kante.
Als er sich zu Shenyrra umdrehte, konnte sie den alten Trotz wieder raushören…wenn auch noch recht verborgen.
”kannst du mir erzählen, was passiert ist…bitte”

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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Gestalt » Dienstag 25. Januar 2011, 00:31

Keine Ruhe in Sicht

Azrael konnte schlecht sagen, wann und wie er wieder sein Bewusstsein erlangte, klar für ihn war nur, dass es viel zu früh geschah. Wenn es nach ihm gegangen wäre, hätte er erst dann wieder die Augen aufgeschlagen, wenn er die vertrauten Geräusche seiner Weggefährten gehört hätte. Aber dem war natürlich nicht so, … generell nach allem, was er sich inbrünstig wünschte, dass ging nie in Erfüllung und wenn, dann vollkommen anders, wie er sich das erträumt hatte.
Sein Wunsch danach, zu leben, war sogar so stark, dass er meinte, die Sonne auf seiner haut zu spüren und das sollte schon etwas heißen. Normaler Weise machte er sich nicht sonderlich viel aus der Lebens spendenden Kraft und jetzt sehnte er sich danach, das war so typisch für ihn!
Nach und nach erkannte er, wo er war, nämlich in einem der luxuriösen betten, die hier wohl aufs gerate Wohl in den unzähligen Zimmern standen. Wie es ihm seine Instinkte diktierten, wollte er gleich aufspringen und sich einen Überblick über die Lage verschaffen. Blöder Weise war er nicht wirklich in der Lage dazu, jedenfalls nicht mit einem Sprung aus dem Bett. Alles tat ihm weh und so gut wie jeder Zentimeter schmerzte, was ihn nicht davon abhielt, wieder mit seinem Murren anzufangen, wenn er es auch erstmal für sich behielt.
Sobald er jedoch Shenyrra erblickt hatte, polterte er drauf los. Sie hingegen räkelte sich genüsslich und ließ sich nicht dazu drängen, seine bohrender Frage, was sie mit ihm angestellt hätte, zu beantworten.
Leise Seufzer, die schon fast wie ein Schnurren klangen, entfleuchten ihren Lippen, ehe sie nach quälenden Minuten endlich antwortete.

“Ich? … Ich habe gar nichts mit dir angestellt, mein Süßer!” Ihre Stimme klang weich und melodisch und die Färbung verriet ihm, dass sie höchst zufrieden war. Es schien auch nicht so, dass sie sich von irgendetwas aus der Ruhe bringen lassen würde. Diese Frage hatte er zwar nicht gestellt, aber das war mal wieder Beweis genug, dass sie seine Gedanken las.
“Weißt du Schätzchen, du musst lernen, angemessener zu reagieren, dann bekommst du auch öfter, was du willst.” Mit einem offenem Lächeln, dreht sie sich anmutig um und präsentierte ihm die weiblichen Reize ihrer wohlgeformten Vorderseite. Sie hatte nicht sonderlich viel an, im Grunde sogar gar nichts … lediglich ein silbriger Hauch von Nichts lag halb auf ihr.
Dann platzte es abermals aus ihm heraus und er wollte wissen, warum sie ihm as alles angetan hatte, allerdings wollte er nur eine Erklärung für die vergangenen Stunden. Oder waren es Tage Shenyrra wusste dies selbst nicht so genau, Zeit war hier unten irrelevant und auch eigentlich vollkommen egal, wann man wie sie, die Ewigkeit zur Verfügung hatte.
“Schnäuzelchen, du hast dir deine seltsame Frage soeben selbst beantwortet.” Leises Lachen erfolgte und ein erheiterter Ausdruck lag auf ihren schönen Zügen.
“Du musst verstehen Puschel, ich warte nicht gerne und schon gar nicht aus dem Grund, dass sich mein gegenüber wie ein kleines Kind verhält.” Weitere Male räkelte sie sich in den luxuriösen Stoffen, die ihren Körper umspielten.
Azrael hatte sich hingegen erhoben und wankte zu einem der fein verzierten Spiegel, die in fast jedem Gemach standen. Dort starrte er ungläubig in denselbigen und stöhnte herzergreifend, wie ihm das Ausmaß der vergangenen Nacht klar wurde. Shenyrra konnte im Angesicht seiner komischen Verzweiflung nur den Kopf schütteln, sie musste nicht einmal hinsehen, um seinen Gram aus der Stimme zu hören.
“Nun stell dich mal nicht so an, das verheilt doch wieder.” Schon wieder kam sie sich so vor, wie das sie mit einem kleinen Kind sprach. “… und diese komischen Götter können da auch nichts für.” Sie änderte ihre Position, so dass sie ihn ansehen konnte. “Götter kümmern sich nicht automatisch und euch Sterbliche, … dafür müsst ihr schon etwas bieten. Wie du siehst, bin ich nicht anders … und ICH kümmere mich jedenfalls um meine Schäfchen.” Ein wissendes Lächeln stahl sich auf ihre Züge.
“Außerdem, wenn ich mich nicht irre und das tue ich bekanntlich nie, hast du dich selber von eben jenen angewandt …du siehst, du bist mal wieder selber Schuld.”
Azrael hatte wohl genug gesehen, er hatte sich umgedreht und kam nun sichtlich gefasster zum Bett zurück. Fragen lagen auf seinem Gesicht, denen er sich umgehend Luft machte.
“Ich habe keine Ahnung, wie lange du geschlafen hast ... Du musst wissen, dass du äußerst zufrieden warst und erschöpft, aber glücklich in die Kissen gesunken bist. Eine gute Leistung mein Lieber, ich hatte schon gedacht, du bist vollkommen aus der Form und ich müsste dich länger zureiten … kaum auszudenken….” Shenyrra war wieder in die Decken zurück gesunken und spielte mit einigen Haarsträhnen, ihre Beine hatte sie überschlagen und der obere Fuß wippte in einem unhörbarem Takt.
Sekunden verstrichen, bis sie ihm wieder ihre Aufmerksamkeit schenkte.
“Du überrascht mich, …. Was sollte schon überraschendes passiert sein? … Ich muss dich doch wohl über den Akt nicht aufklären ?!” Misstrauisch sah sie ihn an und versuchte seine Gedanken zu erhaschen … nichts tat sich, wie so oft. Augenscheinlich dachte er wohl wirklich daran, dass er etwas Seltsames getan hätte, was sie wiederum in Gelächter versetzte.
“Oh Purzel, … du bist wirklich amüsant … was haben wir beide wohl getrieben, hm?” Shenyrra rollte herum und begab sich von der Seite auf alle Viere. So, mit einem sündigen Blick auf den Lippen, krabbelte sie langsam vorwärts, immer auf ihn zu, während sie ihn mit verführerischer Stimme aufklärte.
“Du wolltest nicht, … das war wirklich ungezogen von dir. Also habe ich nachgeholfen und dann, …”, ein Schnurren entwich ihrer Kehle. “… Dann warst du endlich du selbst, losgelöst von all deinen Zwängen, die dir dein menschliches Dasein aufbürdet. Du hast dich hemmungslos deinen Trieben hingegeben und du hast es so genossen … mit anderen Worten, ich habe dich bis zur Besinnungslosigkeit gevögelt, noch Fragen?” Nach dieser letzten Frage, streiften ihre Lippen schon wieder die seinen.
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Richard Azrael Darkholme
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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Mittwoch 26. Januar 2011, 13:59

Shenyrra war scheinbar sehr zufrieden mit ihm. Alle seine Fragen beantwortete sie. Auch wenn sie es wieder nicht lassen konnte, ihn zu necken und seine Fehler dabei vorzuhalten.
Natürlich war Richard bewusst gewesen, dass sie wirklich alles mit ihm machen würde. Aber dass er danach so schlimm aussah.
Alles, was sie erwiderte, traf ihn. Er hatte so oder so immer verloren.
Und doch konnte er sogar noch froh sein.
Sie wollte nur Sex. Andere Dämonen hätten wahrscheinlich anderes mit ihm gemacht.
Aber darüber wollte er sich nicht den Kopf zerbrechen.
So war er wieder ans Bett getreten. Vorsichtig setzte er sich auf die Kante. Es schmerzte alles.
Wie es wohl frisch noch ausgesehen haben mochte, wollte er gar nicht wissen.
Ihr amüsierte Haltung seiner Frage , was denn passiert wäre, war fast zu erahnen.
Das alles sehr wild war, konnte er selber sehen. Doch es interessierte Richard, wie sie es hinbekommen hatte.
“ ich weiß, was wir getrieben haben…oder du eher mit mir angestellt” versuchte er ihr zu erklären.
Sie war inzwischen dabei auf ihn zu krabbeln.
Wie eine Raubkatze auf der Jagd. Und Richard passte es gar nicht, die Beute ständig zu sein.
Doch wo sollte er hin?
Er konnte nur hoffen, dass bald die sechs Tage vorbei waren.
Dann bin ich hier weg…hoffentlich
Aber irgendwie hatte sich der Zweifel eingenistet, dass es kein Zurück mehr gab. Auf ewig hier.
Nur um sie zu amüsieren. Gefangener ihrer Lust.
Richard schüttelte sich.
“Die Zwänge, wie du sie nennst…gehören nun mal zu einem Menschen… ich will nicht wissen, was das bedeutet…hemmungslos meinen Trieben, verflucht noch mal… hat sie nicht genug, die es ihr so besorgen können?…wieso ich?……und hat es dir etwas gebracht?..in der nächsten Zeit geht da sowieso nichts mehr”
Sie war wieder dicht bei ihm, doch bevor ihre Lippen seine Lippen trafen, legte er seine Finger auf ihren Mund und stand auf.
Rasch zog er seine Hand weg.
Er wusste , dass sie so was sofort ausnutzen würde, würde er seine Finger einen Moment zu lange auf ihren Lippen verweilen lassen.
Eine Vorführung, wie zärtlich sie sein könnte. Und Richards würde automatisch die Vorführung auf etwas tiefer liegendes projizieren. Dies tat aber auch ohne Erregung noch gehörig weh.
“ Shenyrra, was erwartest du von mir?…wäre ich brav gewesen, hättest du wahrscheinlich nicht so viel Spaß gehabt, oder?…Willst du, dass ich ebenso werde, wie die Kerle im anderen Zimmer?”
Was wusste er denn schon, ob diese Männer nicht mal ebenso Menschen gewesen waren.
Vielleicht wurden sie mehr und mehr zu einem Dämon der Lust, weil sie sich an Shenyrra gebunden hatten.
Eine Kälteschauer überkam ihn.
Bitte nicht…

Er blickte sich im Raum um. Was Richard suchte, wusste er nicht wirklich.
Der Raum war wirklich prächtig, aber passend für eine Frau eingerichtet. Seine Neugier ließ ihn etwas rumlaufen. Etwas glitzerte auf einem Divan und Richard ging fast beiläufig in die Richtung.
Mehrere Edelsteine lagen neben mehreren Kleidungsstücken. Doch es war keine Kleidung, wie sie Shenyrra trug.
Zwei Hosen und zwei lange Röcke lagen dort sorgfältig hindrapiert.
Richard nahm automatisch eine der Hosen und betrachtete sie.
An Kleidung hat sie also doch gedacht.… schön, brauch ich nicht nackt hier rumlaufen…sieht ziemlich eng aus. ..hmm, was ist das für ein Material?… fühlt sich teuer an…aber anziehen?… das schmerzt dann wie Sau…
Er warf ihr einen finsteren Blick zu.
Sollte er doch nackt rumlaufen?
Doch sie zuckte nur mit den Schultern und wies ihn auf die Röcke hin. Richard sah sie ungläubig an.
“das ist nicht dein ernst… ein Rock?… wie du siehst, bin ich ein Mann… ich trage keinen Rock”
Er hob einen hoch und warf diesen gleich auch wieder zurück.
So griff er sich eine der Hosen. Jedoch schon als er einen Fuß hob um ihn ins Hosenbein zu stecken, beschwerte sich sein Körper. Mehrmals versuchte er es, doch unterbrach es auch jedes Mal.
So sehr wollte er sich nicht foltern.
Er fluchte.
“ TROLLSCHEIßE!!!!”
Quer durch den Raum flog die Hose.
Sein Auge funkelte sie wütend an. Tief atmete er durch.
Du hast auch eine andere Möglichkeit…Mist, verdammter…
Aber Richard musste einsehen, dass die Röcke die schmerzlosesten Varianten waren. Falls er nicht doch nackt rumlaufen wollte.
Vor sich hingrummelnd zog er den dunkleren der beiden Röcke über. Oder eher gesagt, band ihn sich um.
Er passte natürlich wie maßgeschneidert. Richard war übel.
Nicht nur wegen dem Rock, sondern, dass er kein Mitsprache recht mehr hatte. Alles verwirkt.
Unbeholfen bewegte er sich zuerst in dem ungewohnten Kleidungsstück. Es war sehr luftig und ihm fehlte der halt zwischen den beinen.
Das sieht doch dämlich aus…und es ist unbequem” das stimmte zwar nicht, doch zugeben würde er es nicht.
Mit verschränkten Armen setzte er sich auf den divan.
Er konnte wirklich bockig wie ein Kind sein. Doch dann beruhigte er sich wieder. Was wohl auch am Glitzern neben sich lag.
Moment, da war doch noch was…ah, die Steine…kommt her zu Papa
Jeden einzelnen Stein nahm er zwischen die Finger und beäugte ihn genau. Die Reinheit, den Schlief und natürlich den Wert.
Seine Habgier war zum verzweifeln.
Richard konnte nicht lange maulen. Die Steine entschädigten ihn für alles. Wie für ihn bereitgelegt.
Sind sie ja auch…ich lass mich wieder kaufen… besser liegen lassen… such lieber einen Ausgang zurück.
Etwas wehmütig legte er die Steine weg.
Gut und wo fange ich an…solange sie gut gelaunt ist, habe ich vielleicht bessere Chancen etwas zu finden…und dann?…
Er sah die Tür. Langsam erhob er sich. Natürlich konnte Shenyrra diese schnell wieder verschwinden lassen. Aber sollte er es nicht versuchen?
“ ist es der Dame genehm, wenn ich den raum verlasse?” der Spott war nicht zu überhören. Und Richard wollte auch nicht, dass sie ihm die Genemigung gab.
Doch vielleicht wollte sie ja noch was anderes.
Den Knauf schon in der Hand zögerte er dann aber doch.
“…oder ist da irgendetwas FÜR MICH gefährliches hinter?”
Tatsächlich hatte Richard Angst, dass er nach seinem Marathon mit ihr in den nächsten Schlamassel geriet.
Hmm, vielleicht sollte ich sie bitten mit zu kommen…ist immer noch sicherer…Sicherer?…das ist an sich schon ein Witz. Sie ist und bleibt ein Dämon…oh, Mann
Richard ließ den Kopf auf die Brust sinken. Tief atmete er aus, dann drehte er sich schwungvoll zu Shenyrra um. Direkt sah er sie mit erhobenen Haupte an.
“ Kommst du mit?…Führst du mich…b…bitte…rum” Schmerzen waren einfacher Luft zu machen, als diese Worte zu benutzen. Besonders bei ihr.

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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Gestalt » Dienstag 15. Februar 2011, 00:48

Akt II - Ein Ausflug

Wie immer begehrte er wieder auf, wollte der Mann in ihrer Beziehung sein und wie immer das letzte Wort haben. Shenyrra lachte nur darüber, so ein Gehabe.
Noch immer war sie über ihm und hielt seinen Blick somit gefangen und seine Gedanken bei der Sache.

“Ach Mausi, du bist mit Abstand der einzige Mann, der dermaßen seinen Trieben erlegen ist. Nicht das MICH das stört…”, brachte sie Augen klimpernd hervor. “Normalerweise kennt ihr
Sterblichen noch so etwas wie ein Pflichtgefühl, … aber ich vergaß, du gehst ja keiner Profession nach.” Sinnlich benetzte sie ihre Lippen und sah ihn verträumt an. Wobei sich Azrael sicher war, dass er ihre Träume gar nicht wissen wollte!
“Wie kommst du darauf, dass in der nächsten Zeit nichts mehr “gehen” wird?” Das Wort gehen setzte sie dabei betont mit ihren Zeigefingern in Klammern. “Glaub’ mir, ICH habe meine Mittel und Wege …Schmerzen sollst du da unten ja nun nicht erleiden… obwohl Schmerzen ja sehr anregend sein sollen.” Nachdenklich strich sie sich über ihr Brustbein, ihr Busen hob und senkte sich anmutig bei jedem Atemzug. Azrael konnte sich sicher sein, dass Schmerzen nicht nur anregend sein konnten, sondern es bei ihr auch waren.
Nun versuchte er es auf die brave Art.
“Was ich von dir erwarte?”
Sie rollte sich wieder auf den Rücken, direkt neben ihn und aalte sich, wie eine Katze in der Sonne, ihr ging es ja auch gut. Besonders gerne streckte sie in seiner Gegenwart den Oberkörper, ging dabei ins Hohlkreuz und brachte somit ihren üppigen Busen erst recht zur Geltung, sie wusste halt, wie man alles richtig in Szene setzte… und welche Wirkung sie erzielen konnte und wollte.
“Ich erwarte nicht viel von dir und schon gar nichts, was du nicht im Stande bist du leisten.” Neckisch grinste sie ihn an. “Oh, du kannst gerne so werden wie die Männer im anderen Zimmer, wenn es dein Begehren ist, … dann geh’ gleich zu ihnen hinüber und sie weisen dich ein… im wahrsten Sinne des Wortes.” Ihre Stimme nahm schon wieder diesen erotischen Klang an… sie dachte halt allzeit an ihr Vergnügen.
Azrael hingegen hatte nichts dergleichen vor, über sich ergehen zu lassen. Er hatte nur vor, sich anzukleiden und somit ein Stück Alltag zurück zu bekommen, wenn man hier, im Abgrund, von so etwas banalem wie Alltag sprechen konnte. Auf einem mit Brokat bezogenem Diwan fand er eine Lederhose, ganz nach seinem Geschmack und einen Rock vor… für ihn kam natürlich nur ersteres in Frage. Er musste aber einsehen, dass das keine gute Idee war, was ihn wieder wütend werden ließ.
“Du kannst dich und dein bestes Stück auch in die Hose zwängen, …wusste ich es doch, du stehst auf Schmerzen!” Sie konnte es nicht lassen, ihn zu ärgern. “Stell dich mal nicht so an, das sieht doch jeder, dass das Röcke für Männer sind…” Sah man das?! “Mein Gatte trägt sie nur,… er faselt ständig etwas von frischer Luft und so … wenn er meint.” Mit einer Hand winkte sie an, ganz so, wie wenn ihr Gatte neben ihr stehen würde und begab sich dann auf die Seite, um ihr Hasi anzusehen. Dieser hatte sich nun doch, verständlicherweise, für den Rock entschieden und stand nun vor der Tür. Azrael hatte vor, sich selber umzusehen, nur um ihrer Gegenwart zu entkommen, entschied sich allerdings ganz entgegen seiner Überzeugung dazu, dass sie ihn begleiten sollte… viel mehr, er bat sie sogar darum. Wie schwer ihm diese Worte fielen, … das kümmerte vor allem die Dämonin herzlich wenig. Süffisant lächelnd erhob sie sich und ging langsam auf ihn zu, sie sprach betont langsam.
“Oh, natürlich wird eich dich begleiten, damit meinem Bärchen nichts geschieht!” Shenyrra stand hintern, an ihn geschmiegt und ihre Arme umschlangen ihn… wieder stieg ihm ihr Duft in die Nase.
So unberechenbar sie war, folgte auch jetzt die Kehrtwendung. Sie ließ von ihm ab und ging zu einem Schrank.
“Weißt du was, Blubsibär? … Wir machen einen Ausflug.” Die Schranktüren flogen auf und sie griff nach einigen “Kleidungsstücken”, die sie mit zum Bett nahm und dort anprobierte. Vollkommen begeistert erzählte sie weiter. “Du willst etwas vom Abgrund sehen, dann fangen wir gleich draußen an … ich hätte eh beinahe, rein zufällig natürlich ein wichtiges Gespräch vergessen. Du wirst mich begleiten, Begleitung ist ausdrücklich erwünscht. Keine Sorge, du kannst so bleiben.”
Verhießen ihre Worte jetzt Gutes oder musste er sich schrecklicheres gefasst machen?! Warum war sie immer so undurchsichtig.
Es dauerte nicht lange und die schöne Dämonin hatte etwas zum Anziehen gefunden, sündig wie immer. Es war eine Art Kleid, in tiefem Violett, welches von den Seiten her die Brüste zur Hälfte bedeckte und den Bauch bis zum Schambereich gänzlich frei ließ. Darunter lief der Stoff wieder zusammen und floss bis zum Boden in, jeweils vorne und hinten, breiten Streifen, zu Boden. Dies brachte ihre schlanken, endlos langen Bein perfekt zur Geltung, die in hochhackigen, schwarzen Schuhen steckten. Der Stoff des Kleides war maximal doppelt gelegt, wie üblich, durchsichtig und schmiegte sich hervorragen dem Körper an. Zum Abschluss trug sie ein wenig silbrig schimmerndes Puder auf Arme, Hals, Busen und Bauch auf… Schmuck war so überflüssig und ihr Duft allzeit präsent.
“Nun folge mir und nicht trödeln, es gibt wichtiges zu erledigen.” Ohne weitere Erklärungen schritt sie energisch voran, aus dem Zimmer heraus, in den bereits wage vertrauten Gang.
Ihr Schritt war flott und sie kamen gut voran. Nach einige Zeit kreuzten sie eine Art Empfangshalle, von der eine breite, marmorne Treppe nach oben führte. Diese ließ sie ungeachtet links liegen und schritt in einen weiteren gang hinein, der anders war, wie der, aus dem sie kamen, zumindest von der Ausstattung her. Offenbar reiste man hier im Abgrund anders.
Es dauerte noch, für Azrael quälende Minuten, wenn es denn welche waren, in denen sie nicht einmal eine Erklärung ablieferte, bis sie plötzlich vor einer Tür stehen blieb.
“Wir sind da!” Mit diesen Worten öffnete sie eben diese uns schob Azrael hinein, sie selbst betrat auch den Raum.
“So, ich habe Verhandlungen zu führen, dabei würdest du dich nur langweilen, Bubbelchen.” Sie wirkte gekonnt langweilig. “Du kannst dich hier amüsieren und ihr könnt hier so richtiger Männergespräche führen …keine Sorge, sie werden dir nichts tun, nun guck’ nicht schon wieder so panisch.”
Mit Druck schob sie Azrael weiter vorwärts, bis er vor einem Diwan zum Stehen kam.
“So, nun mach es dir bequem und schön hier warten.” Ihr Lächeln war kaum zu deuten und schon war sie verschwunden.
Da stand er nun, er hatte etwas Neues bekommen und durfte sich selber aussuchen, wie das Ganze enden würde. Außer ihm waren noch drei weitere Männer im Raum, die es sich alle mehr oder weniger auf ihrem Diwan bequem gemachte hatten. Ob sie menschliche oder dämonisch oder etwas anders waren, konnte Azrael nicht mit Bestimmtheit sagen. Es waren schöne Männer, anmutig in ihren Bewegungen und alle in Röcke gekleidet… und sie trugen alle ein Halsband.
Ein Schwarzhaariger erhob sich.
“Willkommen Fremder, fühl dich ganz wie zuhause … die Unterredung kann etwas dauern.”
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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Freitag 18. Februar 2011, 14:33

Richard stand noch an der Tür, als die schöne Dämon zu ihm rüber kam. Sie schien tatsächlich von seiner Idee angetan zu sein. Er verstand die Welt nicht mehr.
Doch auch ihre Bemerkungen gingen ihm noch durch den Kopf.
Sie hat einen Gemahl?… ich werd nicht mehr…Dämonen suchen sich Partner?
Was das wohl für ein Wesen war. Es schien jedenfalls männlich zu sein und gerne Röcke zu tragen. Das konnte Richard gar nicht verstehen. Er fühlte sich noch immer unwohl in diesem Kleidungsstück.
Sie schmiegte sich wieder an ihn, ihr Geruch war einfach berauschend. Und es schmerzte umso mehr, da sich bei ihm wieder was regen wollte. Richard hasste seinen Körper dafür.
Triebgesteuert, würde wahrscheinlich die schöne Dämonen sagen.
Doch gerade war sie bei ihm und im nächsten Moment eilte sie förmlich zu einem Schrank.
“du hast..einen Termin?” wo sind wir hier?…ist das wirklich der Harax, wo Dämonen an Terminen gebunden sind…Moment ich bin was?
“Begleitung?…nene…wenn du etwas mit deinen Leuten zu besprechen hast, dann lass mich außen vor…hey, hörst du mir überhaupt zu?…”
Sie ignorierte sein Gemeckere, wie es gerne Frauen taten.
Denn zu Richard erstaunen, war sie doch mehr Frau als er sich eingestehen wollte. Und das schien nicht nur körperlich zu sein. Sie stand vor einem Schrank und holte Stofffetzen hervor. Jedenfalls waren es dies für Richard. Erst als sie diese am Körper trug, erkannte er, dass es sich um ihre Kleidung handelte. Wie immer ziemlich minimalistisch gehalten, nur das Nötigste bedeckt und trotzdem alles zeigen. Und sie konnte sich wirklich präsentieren. Richards Blick wanderte mal wieder über ihren Körper und ihren nicht enden wollenden Beine hinab.
"Shenyrra, wo gehen WIR hin?…"
Er beobachte jeden ihrer Handgriffe. Eine Angewohnheit, die der Vorsicht diente. Sie war dabei sich irgendein purer auf den Körper zu stäuben. Es schimmerte silber.
Das Weib kommt sogar ohne Schmuck aus…aber gibt es hier so was überhaupt?..hmm, vielleicht sollte ich es versuchen ihr Geschmeide schmackhaft zu machen.
Richard setzte gerade an, da schritt sie auf ihn zu. Sie hatte es wohl plötzlich eilig.
Richard stand wie bestellt da und blickte irritiert drein.
Was?..häh?…” Sie hatte die Tür bereits geöffnet und nach ihrem Tempo zu urteilen, würde sie nicht unbedingt warten.
Richard versuchte mit ihr schritt zu halten. Jede Bewegung schmerzte und es fiel ihm schwer ihr zu folgen. Doch der flatternde Stoff des Rockes, sorgte wenigstens dafür, dass keine zu starke Berührung auf die noch abheilenden wunden kam. Und auch sein bestes Stück dankte es ihm, dass es sicht in einer engen Hose steckte. Jedoch zu schnell gehen war trotzdem nicht drinnen.
Richard versuchte sich die Gänge zu merken, während sie durch den Flur eilten.
Verflucht, es sieht hier fast alles gleich aus…oh!…was wohl hier ist?
Er sah die Treppe, die wohl in eine andere Etage führte.
Die sollte ich mir merken, vielleicht ein weg von hier weg…ich glaub es nicht…mir wäre meine Halle fast lieber als diese ungewisse hin und her.
Er konnte förmlich sein Adrenalin spüren, welches ihn unter ständige Anspannung hielt.

"Warum hast du es so eilig?…muß ja wirklich wichtig sein…Schwierigkeiten? “ Richard wusste nicht warum, doch so wie Shenyrra eilte, erinnerte es ihn an eine normale Frau, welche versuchte den Schein zu wahren, ein treues Eheweib zu sein. Vielleicht musste sie tatsächlich bei ihrem Gatten erscheinen und war gar nicht so mächtig. Der Gedanke gefiel Richard, doch was war wenn Dämonen eifersüchtig waren?
Darüber denke ich lieber nicht nach… Das konnte ziemliche Scheiße für dich werden… wer weiß, wie der oder das drauf ist…
Shenyrra antwortete ihm nicht. So blickte er sich scheu weiter um. Der Gang war anders. Als würde hier jemand anderes hausen.
Ist hier alles verbunden?…ich dachte es würde anders aussehen
Richards Schritte wurden langsamer. Bilder von den üblicherweise beschriebenen Dämonenerzählungen nahmen in seinem Kopf gestalt an. Wesen, die statt Arme Tentakeln hatten. Mäuler, welche Reißzähne inne hatten. Mächtige Hörner, Ledrige Schwingen, klauenbewerte Hände und tierhaftige Augen. Muskeln, wo man keine vermuten würde, Schuppen und Stacheln. Richard konnte mehr und mehr eine Gänsehaut seinen Rücken rauf laufen spüren. Er schüttelte sich und blickte sich mehr und mehr nervös um. Shenyrra sorgte jedoch dafür, dass er nicht zurückblieb. Mit einer Hand begann sie ihn vorzuschieben.

“ lass dass, ..ich kann laufen… ich stolpere gleich über meine Füße… autsch!“ Er stemmte sich teil gegen sie und als er dann einen Schritt nach vorne machen wollte, da stieß er gegen eine Tür.
Laut Shenyrra hatten sie ihr Ziel erreicht.
Wenigstens hatte er die Tür nicht mit voller Wucht getroffen. Shenyrra öffnet diese und schon ihn voran. Richard griff nach den Türbalken und stemmte sich dagegen. Wie eine Katze, die nicht ins Bad wollte, wäre der passende Vergleich zu Richard.
“Lass ES!” zischte er .
Sie ließ sich nicht beirren. Sie drückte ihn vorwärts. Der Halt ließ nach. Richards Fingernägel kratzten über den Rahmen, doch er hatte keine Krallen. Mit einem sanften Schubs war er im Raum.
Shenyrra trat gleich nach ihm rein.
Er keuchte und holte Luft.
“So, ich habe Verhandlungen zu führen, dabei würdest du dich nur langweilen, Bubbelchen.
“ nenn mich nicht so…furchtbar…ich hab nen Namen…”
Du kannst dich hier amüsieren und ihr könnt hier so richtiger Männergespräche führen …keine Sorge, sie werden dir nichts tun, nun guck’ nicht schon wieder so panisch. So, nun mach es dir bequem und schön hier warten.”
Dann sah er sich um. Tatsächlich war Richards erste Reaktion, dass ihm alle Gesichtszüge entglitten. Nicht wegen der Art, wie sie es sagte, sondern dass er jetzt erst realisierte, dass sie nicht allein waren. Blitzartig drehte er sich um. Er hasste seine eingeschränkte Sicht.
“amüsieren?…Männergespräche…oh!” Richard blieb alles weitere im Halse stecken. Tatsächlich sah er jetzt die Männer.
Prachtexemplare, durch und durch. Makellos.
Fast schon beschämt strich sich Richard durch sein Haar. An ihnen war alles tadellos. Er dagegen…nun, er sah aus, als hätte er schon viele Schlachten verloren. Sein Körper war durch Striemen und alten Narben versehen.
“ sind das Menschen?” flüsterte er leise. Jedoch schien Shenyrra dies nicht mehr mitbekommen zu haben. Sie war schon entschwunden. Jedoch nicht, bevor sie ihn zu einen der Diwane schob.

Richard musterte die drei. Sie waren allesamt schön und sie hatten alle einen Rock an. Der große unterschied bezüglich der Kleidung war nur, dass die drei ein Halsband trugen. Richard konnte nicht anders, er starrte darauf.
Wo bin ich da hineingeraten…wer oder was sind die…warum sind die hier?
Er atmete wieder ein paar mal durch. Nervös zupfte er an seinem Rock und strich sich wieder durchs Haar. Richard war zwar eitel und versuchte sich so gut es ging zu pflegen, aber warum wurde er hier grundsätzlich mit Sachen konfrontiert denen er nicht gewachsen war. Die Männer waren durchtrainiert. Etwas breiter und muskulöser als er. Ihre Haut zeigte nicht Narben, wie die seine. Sie waren makellos und perfekt.
da bekommt man doch Komplexe…wo kommen solche Männer denn her?…gibt es im Harax irgendeinen Ort, wo alles nur perfekt ist….selbst die Kerle mit den Hörnern waren körperlich perfekt….und warum soll ich hier bleiben? Als wäre mir nach quatschen…wo will sie hin?…und wieso glaubt sie mich hier einfach abstellen zu können…warum wohl, sie kommandiert mich rum…versuch dich zu entspannen… vielleicht bekommst du etwas raus…seh so, die können nicht wie du sein…vielleicht hatten die sich auch verkauft
Richard räusperte sich.
“ich steh lieber” antwortete er barsch auf die freundliche Anrede des Schwarzhaarigen.
Seine Stimme hatte den gewohnten tiefen grimmigen Unterton.
“ Worauf wird hier gewartet?…welche Unterredung?…und WAS seit ihr? Bestimmt keine Besucher des Harax oder?…nettes Halsband!” Auch wenn Richard es normal hatte klingen lassen wollen, so hatte es einen gehässigen Unterton. Freundlichkeit war nie Richards Stärke gewesen. Und gut schauspielern auch nicht.
Er war angespannt und sein ganzer Körper war auf Flucht eingestellt.
Wieder und wieder sah er flüchtig zu der Tür, hinter der Shenyrra verschwunden war. Ihm war es lieber bei ihr zu sein, als mit irgendwelchen anderen. Und hatte sie nicht erzählt, Begleitung war sogar ausdrücklich erwünscht? Wofür?
Traf sich Shenyrra mit drei anderen dämonischen Frauen und redeten wie alle Frauen an der Oberwelt auch? Über Kleidung, ihre neuen Errungenschaften und anderem seltsamen Kram.
und da dachte die Welt immer, der Harax wäre nur chaotisch…aber es schient ihr genauso abzulaufen wie bei uns…naja, konnte ja auch bis heute keiner Beweisen… aber hier zu warten?…ja, ist besser
Doch je öfter Richard zu der Tür schaute und ihm der letzte Satz von Shenyrra durch den Kopf ging, umso mehr sträubte er sich. Oh ja, Autorität konnte Richard nie beeindrucken. Es war wie ein innerlicher Zwang sich dem zu widersetzen.
Befehle wollte er sich nicht geben lassen. Er wollte die Befehle geben, aber nicht brav auf irgendetwas hören.
Auch wenn es meist besser wäre.
Seine Neugier wuchs, je länger er sich im Raum befand.
“ ich muss mal austreten” entschuldigte er sich knapp und machte sich zur Tür auf. Zwar versuchte er alles im Blick zu behalten. Was natürlich nicht wirklich funktionierte, wenn man nur EIN gutes Auge hatte. Und Austreten wollte er nicht wirklich. Tatsächlich hatte er so lange er jetzt schon hier war, nicht einmal das Bedürfnis gehabt.
Vielleicht weil mein Körper nicht wirklich hier ist
Ohne einen weiteren Gedanken zu verschwenden, öffnete er die Tür und trat hindurch. Er war wieder im Gang. Vorsichtig schlich er weiter. Dass er nicht in irgendwelche Räume reinplatzen sollte, wusste er. Doch wofür hatte er zwei gute Ohren. Er würde einfach an den Türen lauschen.
Angespannt wie ein Flitzebogen bewegte er sich langsam in den Gang. Den Atem hatte er die erste Schritte angehalten. Er blickte sich um, ob die Tür noch da war.
Sie war noch da.
Er leichtert atmete er aus.
Was mach ich hier denn?… beruhige dich. Du gehst nur ein paar Meter und dann wieder zurück. Das wird schon nicht so schlimm sein

Wie, als würde er sich auf brüchigen Eis bewegen, setzte Richard Fuß vor Fuß. Der Boden war kühl. Es war seltsam ohne Schuhe sich zu bewegen. Aber wenigstens machte er kein Geräusch. Der Stoff des Rockes war weich und fließend und er verursachte einen Ton.
Auf jeder Geräusch lauschend, entfernte er sich mehr und mehr von der Tür. Sein blick wanderte über die Einrichtung.
Dämonen lieben also Luxus…na von mir aus….so weit so gut…was jetzt
Richard spürte wie sein Herz hämmerte. Es kam ihm vor, als würde jeder es doch hören müssen. Eine Hand hielt er gegen die Brust. Ein leichtes Stöhnen entfleuchte seinen Lippen. Die Striemen von Shenyrra schmerzten noch immer.
Seine Beine wurden immer weicher. Als würden ihm die Knie nachgeben. Richard blieb stehen. Mit einer Hand hielt er sich an der Wand fest.
Hörte er da nicht etwas?
Scheiße, was mach ich hier?…du bist doch verrückt…ich muß zurück…sofort….
Richard schluckte. Er drehte sich um und eilte doch wesentlich schneller wieder in den Raum zurück. Vor der Tür stoppte er. Noch bevor er wieder eintrat, blickte er sich überall um. Er wusste, wenn er jetzt nicht die drei vorfinden würde, würde er wohl panisch weglaufen. Er hatte jetzt schon mit der Angst zu kämpfen.
So überzeugte er sich erst und trat dann zu einen der Divane.
“ alles erledigt” teilte er flüchtig mit und warf sich auf den Diwan. Sein Herz schlug noch immer wie wild. Und nervös knetete er seinen Nacken, um sich zu beruhigen. Selbst seine Hände zitterten.

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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Gestalt » Dienstag 1. März 2011, 00:18

Einfach mal die Seele baumeln lassen …

Die ganze Zeit über, die Azrael gezetert und gemeckert hatte, hatte sie ihn ignoriert, selbst auf seine Fragen war sie nicht eingegangen. Sie hatte nicht einmal darauf geachtet, ob er ihr wirklich folgte, aber davon ging sie aus, denn, was fremdes Terrain anging, war er ziemlich ängstlich. Was eigentlich gar nicht zu ihm passte, wenn man bedachte, dass er sonst immer ein großes Mundwerk hatte, was er ja nicht mal in gefährlichen Situationen zu halten pflegte.
Was auch immer Shenyrra jetzt vorhatte, er konnte sich da weder einen reim drauf machen,. Noch konnte er sich vorstellen, dass sie sich wirklich mit jemanden traf, um einen Termin wahrzunehmen. Das wollte nicht in seinen Dickschädel hinein. Sollte der Harax womöglich doch normal sein?! Natürlich interessierte ihn die Antwort darauf, aber herausfinden wollte er es nun auch nicht.
So lief er notgedrungen hinter ihr her, während sie in Gedanken versunken sich wahrscheinlich auf das bevorstehende Ereignis vorbereitete.
… und dann, ganz unverhofft, endete die Reise, zumindest für ihn. Azrael fand sind in einem Raum mit anderen Männern wieder, die er ungläubig anstarrte. Wie immer, versuchte er sich möglichst gelassen zu geben und eine gute Figur zu machen, wobei ihm seine Makel nun mehr denn je auffielen. Das jedenfalls hatte er gut beobachtet, dass die anderen drei makellos waren und irgendwie beneidete er sie um ihr Äußeres, obwohl er ja sonst öfters befand, dass er am Besten aussah.
Entgegen seinen Erwartungen, wurde er freundlich willkommen geheißen. Wahrscheinlich hatte er vermutet, dass sie ihn sofort zerfleischten, da all die Horrorgeschichten, die ihm im Laufe seines Daseins erzählt wurden, in sein Bewusstsein drangen. Bis das, vor kurzem erlebte, mit den anderen vier Männern, sich in den Vordergrund drängte. Azrael schauderte und nahm lieber Abstand, selbst das einfache Angebot, es sich bequem zu machen, schlug er unwirsch aus.
Der Schwarzhaarige sah ihn nur fragend an.
“Wie du willst, … das dort, ist dein Diwan!” Mit einem Kopfnicken deutete er auf einen Diwan, der ganz in violetten Tönen gehalten war. Azrael fiel auf, dass jeder Diwan eine andere Farbe enthielt, die vorherrschend vertreten war. Das zog sich sogar in der Kleidung der Männer weiter … und wie es Azrael dann schon schwante, war dies auch bei ihm der Fall.
Der, der ihn begrüßt hatte, hatte es sich bereits wieder bequem gemacht und lag lasziv auf seinem Diwan, während er genüsslich an einem Glas nippte.
Der dritte, der Anwesenden, schlenderte im Raum umher und labte sich an den Köstlichkeiten, die an einer Wand bereit gestellt waren. Er beachtete Azrael nicht weiter und grüsste ihn nur durch eine erhobene Hand, da er gerade in einem Buch schmökerte. Dieser hatte am vergleichbarsten die Statur wie Azrael, nur das er hellbraune Haare hatte.
Azrael polterte zwar sofort mit frage los, konnte oder wollte aber keine Antwort abwarten. Der Drang zur Flucht wurde übermächtig und schon hatte er den Rückweg angetreten. Kaum war er draußen, auf dem Flur, bereute er sein vorschnelles handeln schon wieder. Er sah sich ein wenig um, aber nichts ungewöhnliches oder seltsames geschah, er traf nicht einmal einen Bewohner des Abgrundes oder eine andere arme und verirrte Seele.
Hier, wo auch immer er sich befand, war es genauso luxuriös wie in Shenyrras Räumen, auch wenn er nur raten konnte, wo er sich gerade befand. Auffällig für die Räume und Gänge hier, war die vorherrschende Farbe Rot, mit goldenen Details und Verzierungen.
So neugierig er auch war und so dringend er auch einen Ausweg und Fluchtweg aus der ganzen Situation suchte, so groß war auch seine Angst, die letztendlich wieder die Oberhand gewann und ihn zurückweichen ließ.
Wieder zurück im Zimmer, war er doch irgendwie froh, dass nichts geschehen war, wahrscheinlich hoffte er nun noch zerknirscht darauf, dass sie es nicht heraus bekam.
Die anderen Herren hatte sich in der Zwischenzeit nur minimal bewegt und genossen ihre Zeit hier, in der sie n nichts taten, mit vollen Zügen, anscheinend war Azrael der einzig rastlose.
Der zweite, der anwesenden Herren, hatte den Neuankömmling bisher noch gar nicht beachtet, geschweige denn zu ihm herüber gesehen. Dieser war mit Abstand des muskulöseste der Drei und sah auch am Besten aus, was ihm vollkommen bewusst war. Auf Azraels Erklärung hin, erschall ein sarkastisches Lachen.
“Uuuui, wie ungemein informativ!” gab er belustigt von sich und rutschte noch tiefer auf seinem Diwan. Dabei fielen unendlich lange, dichte, dunkelbraune Haare hinab.
Der Schwarzhaarige verdrehte nur die Augen und bedachte den Anderen mit einem schmunzelnden Blick. Er setzte sich auf seinen Diwan und sah Azrael gezielt an.
“Bevor du mal “austreten” musstest hattest du ein paar Fragen …”, mit einem Räuspern unterbrach er sich selbst, was den Zweiten wieder auflachen ließ. Offensichtlich nahm er Azrael nicht gerade ernst, gelinde gesagt.
“Du bist noch nicht lange hier, oder?” Fragend sah er ihn an. “Dann will ich uns erstmal vorstellen … ich bin Derian, der breite dort ist Simian… und der Bücherwurm heißt Micael ….”
Simian wund nur ab und Micael sah noch immer nicht von seinem Buch auf, grüßte ihn aber erneut mit einer erhobenen Hand.
“Wie ist dein Name, Leidensgenosse?” Letzteres betonte er ganz seltsam.
“Wie dem auch sei, …”, wandte sich Derian wieder an Azrael. “Wir warten darauf, dass unsere Gefährten uns wieder abholen … du doch auch, oder etwas nicht?” Derians Blick war leicht verständnislos.
“Keine Ahnung, was die Damen da zu bereden haben, aber meistens, wenn sie sich hier treffen, geht es um Politik und deswegen sind wir ja nicht hier. Unsere, …“ musternd betrachtete er Azrael von oben bis unten, “… wie auch deine Aufgaben, liegen ja woanders. Wenn du mich fragst, kommt mir das gerade recht … oder hast du vor, dich politisch zu engagieren?” fragte Derian leicht belustigt.
Nun mischte auch Simian sich ein.
“Mach dich nicht lächerlich, Derian, sieh’ ihn dir an … der besteht keine Stunde.”
Derian ignorierte ihn und verdrehte wieder die Augen.
“Auf deine Frage, was oder wer wir sind … was soll ich dir da für eine Antwort geben?
Entschuldigend blickte er an sich hinab und hob die Schultern.
“Ich bin was ich bin …reicht das nicht?” Ein geheimnisvolles Lächeln umspielte seine Mundwinkel.
Derian machte es sich nun richtig bequem auf seinem Diwan, eher er auf Azraels letzte, hilflose Bemerkung, angemessen reagierte.
“Oh, vielen Dank, wir werden es ihnen ausrichten …deines ist aber auch nicht schlecht.”
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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Richard Azrael Darkholme » Montag 7. März 2011, 21:44

Richard hatte gar nicht mehr erwartet, dass sie seine Fragen überhaupt realisiert beziehungsweise darauf noch antworten würden. So war er ziemlich verwundert, dass sie ihm antworteten. Oder eher nur der eine. Dieser Simian ließ bei Richard eine automatische Abwehrhaltung einnehmen.
“”habe ich dich nach deinem Kommentar gebeten…”
Was für eine Ratte…Furchtbar, wirklich… hmm, Moment woran erinnert es dich?…scheiße, so benehme ich mich auch …wie willst du da Antworten bekommen…ruhig.
Nur zu gut konnte sich Richard an die Situation erinnern, wo er auf einen jungen Mann getroffen war und ihm deutlich vorgeführt hatte. Es war hier der gleiche Zustand, nur das Richard jetzt der Neuling war. Also andersrum.
Richard seufzte innerlich und setzte sich bequemer hin. Ihm war es zuvor nur flüchtig aufgefallen, doch die Kleidung war auf die Diwane abgepasst. Nur das sich diese Männer viel eleganter darin bewegten und Richard sich wie der größte Trampel vorkam. Es beschämte ihn sogar eine wenig.
Der Drang sich die Arme um den Körper zu schlingen, war ebenfalls da, wenn auch nicht so mächtig wie wenn Shenyrra ihn nackt musterte.
So versuchte sich Richard also zu benehmen und sein Mundwerk zu halten.
Der Schwarzhaarige schien was das Reden betraf, mit den meisten Wörtern gesegnet zu sein.
So eine Plaudertasche"…Derian…in Ordnung…"
Richard wollte fast Micael zurückgrüßen, doch dass Nicken unterließ er, weil dieser es nicht mitbekam. Er war voll und ganz in ein Buch vertieft.
Dagegen konnte es Richard nicht lassen ein Blickduell mit diesem Simian zu veranstalten. Er war eindeutig der breiteste aber auch der bestaussehenste der Männer hier. Und dass schien dieser auch zu wissen.
Arroganter Fatzke
“Azrael” entgegnete er knapp, auf die Frage, wie er denn heiße. Er hatte dabei eine Augenbraue hochgezogen, war da die Betonung nicht irgendwie seltsam?
“Was heißt hier ”Leidensgenosse”… ihr seht nicht danach aus, als ob ihr leiden würdet… jedenfalls wenn man bedenkt, dass dies hier der Harax ist”
Richard rieb sich den Hals, als seine Finger etwas ertasteten. Es fühlte sich wie Leder an und war wie ein schmaler Gürtel geformt. Irgendwelche kleinen glatten Steine ertastetet er ebenfalls.
Noch mit den Finger an diesem, vorher nicht da gewesenen Halsband, sah er zu den anderen Männern. Er trug genauso ein Halsband wie die anderen. Und es war bestimmt ebenfalls farblich an seine Kleidung angepasst. Richard schluckte. Und da hatte er gerade noch einen Spruch deswegen losgelassen. Ohne sich etwas anmerken zu lassen, versuchte er das Halsband zu öffnen. Keine Chance, als wenn er es für möglich gehalten hätte.
So schenkte er seine Aufmerksamkeit wieder den Männern, nesselte aber an dem Halsband rum, als spielte er damit. Seine Münze wäre ihm jetzt lieber gewesen.
Da wurde erst mal erzählt, dass angeblich die Frauen über Politik sprachen und dass die Männer ja nicht dafür da sind.
Und Richard hatte inzwischen eine ziemlich gute Ahnung, wofür die Männer da waren.
Es war schon irgendwie seltsam, er hatte schon gehört, dass sich Männer, mehrere Gespielinnen suchten, doch das ihm so was mal passieren würde. Shenyrra hatte mehr als einmal schon ihm zu verstehen gegeben, dass er durch seinen Pakt mit ihr, auch für ihre Lust zur Verfügung stehen müsste. Nicht umsonst hatte Richard es immer vermieden wieder im Reich der Toten zu landen. Richard hatte sie damals durch einen Magier in ihr Reich bannen lassen. Obwohl er eigentlich sonst einen großen Bogen um Magier machte, doch dieser hatte ihn, mit der richtigen Bezahlung, sich des Dämons angenommen. Und billig war es nicht gewesen. Über 10 Drachnem hatte es einst gekostet. Der Nachteil war, dass der Magier dabei ums Leben gekommen war. Was für Richard ganz praktisch war, weil er sich des Geldes wieder annehmen konnte.
„ worin bestehe ich angeblich keine Stunde…in der Politik?...oder zwischen den Laken?“ pfefferte er zurück und erhob sich energisch.
Langsam reichte es ihm. Was bildeten die sich überhaupt ein. Er würde hier nur ein paar Tage sein, dann würde er wieder erwachen. Jedenfalls hoffte er es. Ob Marius ihn nicht doch verbrannte, wusste er ebenfalls nicht.
Aber diese…Schoßhunde, würden hier ewig bleiben müssen. Es lag Richard förmlich auf der Zunge ihnen das entgegen zu werfen.
Aber was wäre, wenn sie tatsächlich keine Menschen waren. Angeblich waren sie das, was sie sind.
Was auch immer das heißt
Richard ballte seine Hand zur Faust. Er zwang sich zur ruhe.
"Simian, da du ja sowieso ständig Kommentare von dir gibst, wie wäre es mit was Produktives?...verdammt, reiz den nicht…und da ich nicht länger als nötig hier bleiben will. Kannst du mir vielleicht auch eine Möglichkeit nennen, wie ich hier rauskomme….ich habe nämlich nicht vor, hier ewig als Sexspielzeug gehalten zu werden. Euch scheint es ja egal zu sein."
Richard war dabei zu den drein getreten, obwohl er die geringste Gefahr von diesem Micael wahrnahm. So riskierte Richard es auch, diesen eher im toten Winkel zu haben. Ob er sich dabei in Gefahr begab glaubte er nicht. Bewaffnet waren sie sonst nicht.

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Re: Die Leiden des alten Richard - ein Stück in sechs Akten

Beitrag von Gestalt » Montag 14. März 2011, 00:22

Versüßte Wartezeit …

Wieder einmal fiel Azrael auf, welche Art er an den Tag legte … wieder dieser zickige Unterton in seiner Stimme und ständige Kommentare, die ihm entfleuchten, ohne dass er über die Konsequenzen nachdachte. Zur Abwechslung einmal, schien das keinen der drei Männer zu interessieren, die sich hier mit ihm im Zimmer befanden.
Er musste auch wirklich alles kommentieren, egal, was einer der Männer antwortete. Auf den Ausspruch hin, was es mit der Bezeichnung ‘Leidensgenosse’ auf sich hatte, war es wieder Simian, der lachte. Er war nicht einmal so höfflich und sah Azrael dabei, aber offensichtlich lachte er Azrael aus.
Bis dieser sich dann doch wieder zum neuesten Mitglied umwandte.
“Kann es sein, dass du wirklich von gar nichts, aber auch rein gar nichts eine Ahnung hast?” Fragend und äußerst belustig sah er Azrael an. Sein Blick sprach Bände.
“Nur zu deiner Information, …”, Simian war schon wieder dabei, sich auf dem Diwan zu fläzen. “… wir befinden uns hier in Shandrilavy, dem Paradies!” Irgendwie hatte die besondere Betonung im letzten Abschnitt eine seltsame Wirkung.
Ein Räuspern, von schräg hintern ihnen, zog die Aufmerksamkeit, Derian war es, der sich mitteilen wollte.
“Nun, Shandrilavy wird von Frauen regiert, wir Männer dienen zu Unterhaltung … das sollte dir ja auch schon aufgefallen sein.” Mit einem Grinsen sah dieser von seinem Buch hoch und blickte Azrael schmunzeln an. Derian wollte gerade weiter erklären, wie im Simian ins Wort fiel.
“Derian, halt einfach den Rand … wer mit so viel Dummheit gesegnet ist, den wollen wir doch nicht aufwecken, nicht wahr?!” Spätestens jetzt wusste Azrael, wie er auf andere wirkte, Simian war quasi, vom Charakter her gesehen, ein Ebenbild Azraels.
Das war mittlerweile die zweite, direkte Spitze, die Azrael von Simian entgegen geworfen bekam und Azrael blaffte erstmal auf die erste zurück. Jedenfalls hatte Simian es geschafft, dass Azrael sich angegriffen fühlte.
„Worin bestehe ich angeblich keine Stunde…in der Politik?...oder zwischen den Laken?“
Ohne ihn anzusehen, setzte Simian zu neuerlichen Sticheleien an.
“Das solltest du selber genau wissen …ich brauche dir wohl kaum deine Unzulänglichkeiten aufweisen! … aber ich gehe mal davon aus, dass du gar nichts kannst! … findest du nicht, dass das produktiv genug ist? Ich passe mich nur deinem Niveau an!”
Innerlich war Azrael schon wieder kurz davor, zu platzen.
Eher er seinem Ärger Luft machen konnte, flog die Tür auf, krachte gegen die Wand und herein kam …
… Shenyrra!
Diese steuerte zielstrebig auf ihren kleinen Liebling zu. Ihr Kleid wallte im Luftzug und gab die endlos langen Beine frei. Bei einem genaueren Blick in ihr Gesicht, konnte Azrael sehen, dass ihre Wangen leicht gerötet waren und ihre Augen glänzten. Wie im Fluge war sie bei ihm, drückt4e sich an ihn und legte ein Bein um seine Hüfte. Mit ihren Händen fasste sie sein Gesicht und küsste ihn leidenschaftlich … und sehr lange. Wenn Azrael seinen Blick etwas schweifen ließ, konnte er durchaus wissende und sehnsüchtige Blicke registrieren. Sie konnte aber auch verdammt gut küssen. Je länger der Kuss dauerte, desto weniger machte es im aus, dass wieder mehr von ihm forderte. Ihre Hände erforschten wieder seinen Körper und leiteten Weiteres ein. Im Gegensatz zu sonst, so musst er feststellen, machte es ihm dieses Mal kaum etwas aus. Außer, dass sein Drang die Oberhand zu gewinnen, erwachte.
“Na komm’, mein Märchenbärli … mach es dir bequem.” War das zur Zeit einzige, was sie flüsternd von sich gab, während sie ihn auf seinen Diwan nieder drückte. Was nun folgte, vor den Augen der anderen Drei, hob ihn wieder in Sphären, die er, wie er dachte, nicht mehr so schnell erreichen würde.
Weit gefehlt … und seltsamer Weise nahm er die anderen Männer auch gar nicht mehr wahr.
Eine geraume Zeit später, sie er selig im Liegen verbracht hatte, hörte er noch einmal ihre Stimme an seinem Ohr.
“Lass es dir weiter gut gehen, Maunzellbärchen … ich sehe nachher wieder nach dir.”
Damit ging sie und das erste, was wieder bewusst an sein Ohr drang, war das Geräusch einer sich schließenden Tür.
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