Die Bezeichnung Haus war für diese Kaschemme eigentlich schon viel zu großzügig gewählt. Dachschindeln fehlten einfach und die Tür sowie das einzige Fenster, dass man von dem Einstöcker sah, waren so verzogen, dass sie schon beinahe wieder gerade waren. Der Verputz bröckelte von den Mauern des Hauses.
Jahra holte ihren Dietrich hervor, blickte sich noch einmal um, und als sie sicher war, dass niemand zusah, begann sie im Türschloss herumzustochern. Es dauerte nicht lange, bis ein leises Klicken, gefolgt von einem lauten Knarren und Quietschen zu vernehmen war. Wie von Geisterhand war die Tür nach innen aufgegangen, als Jahra das Schloss geknackt hatte.
Noch einmal blickte sich das Mädchen um und ging ins Haus. Fahler Lichtschein kam durch die offene Tür und das Fenster. Jahra sah einen knorrigen Tisch, den man besser nicht mehr benutzte, sowie einen einzelnen Eichenstuhl. Eine Tür führte in einen Verschlag in dem eine löchrige Hängematte aufgemacht war. Unter der Matte stand eine hölzerne Kiste. Was sie wohl verbergen mochte?
Ansonsten gab es nicht viel zu sagen über diese <i>Ruine</i>. Es stank nach moderndem Holz und Harz. Spinnweben bedeckten Wände und Decke. Auch das leise piepsen einer Maus oder Ratte war zu vernehmen.
<b>Wie lange wohl niemand mehr in diesem Gebäude gewesen war? Wem es wohl einst gehört hatte? Warum wurde es verlassen?</b>
Jahrla ging zurück zur Eingangstür und schloss sie; es musste nicht jeder sehen, dass die Hütte wieder bewohnt wurde.
Jahras Arbeitstag
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Erzähler
- Gast

Re: Jahras Arbeitstag
Jahra fragte Shinzon nach dessen Weg und trat wieder zu der Truhe. Sie fand darin lediglich Staub, Flöhe und... eine kostbar aussehende Vase. Gewiss ließ sich daraus ein Gewinn erzielen!
[sorry für den kurzen post, aber ihr unterhaltet euch eh bestens und ich wollts nur nachtragen!]
[sorry für den kurzen post, aber ihr unterhaltet euch eh bestens und ich wollts nur nachtragen!]
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Erzähler
- Gast

Re: Jahras Arbeitstag
Shinzon schlief bereits tief und fest, neben sich seine geliebten Schwerter, als Jahra aufstand.
Jahra war mehr als nur erschöpft. Der Tag hatte ihr doch ziemlich zugesetzt.
Mit gesenktem Kopf und trübem Blick trottete sie in ihr Schlafgemach und ließ sich auf die Hängematte fallen. Mit ihren letzten Gedanken war sie bei Shinzon, dem Nachtelfen. Bald schlief sie völlig entkräftet ein. Ihre Kleidung hatte sie nicht abgelegt.
Ein erholsamer Schlaf gab den beiden ihre verlorenen Kräfte zurück, und als sie am nächsten Morgen erwachten, waren sie frisch, munter und voller Tatendrang.
Jahra war als erste aufgestanden. Sie hatte sich aus ihrem Verschlag geschlichen, um Shinzon nicht zu wecken; vorrausgesetzt, dieser war überhaupt noch in dem Gebäude.
Mit einiger Erleichterung stellte sie fest, dass er noch hier war. Und er schlief noch. Doch schon wenige Sekunden nachdem Jahra in den Hauptraum der Kaschemme getreten war, erwachte auch der Nachtelf.
Draußen war es düster. Pechschwarze Wolken standen am Himmel.
Jahra war mehr als nur erschöpft. Der Tag hatte ihr doch ziemlich zugesetzt.
Mit gesenktem Kopf und trübem Blick trottete sie in ihr Schlafgemach und ließ sich auf die Hängematte fallen. Mit ihren letzten Gedanken war sie bei Shinzon, dem Nachtelfen. Bald schlief sie völlig entkräftet ein. Ihre Kleidung hatte sie nicht abgelegt.
Ein erholsamer Schlaf gab den beiden ihre verlorenen Kräfte zurück, und als sie am nächsten Morgen erwachten, waren sie frisch, munter und voller Tatendrang.
Jahra war als erste aufgestanden. Sie hatte sich aus ihrem Verschlag geschlichen, um Shinzon nicht zu wecken; vorrausgesetzt, dieser war überhaupt noch in dem Gebäude.
Mit einiger Erleichterung stellte sie fest, dass er noch hier war. Und er schlief noch. Doch schon wenige Sekunden nachdem Jahra in den Hauptraum der Kaschemme getreten war, erwachte auch der Nachtelf.
Draußen war es düster. Pechschwarze Wolken standen am Himmel.
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fremder Mann
- Gast

Re: Jahras Arbeitstag
<i>Jahra begann die Goldmünzen zu zählen. Es waren 87 Goldstücke! Ein Vermögen! </i>
Plötzlich wurde die Tür aufgeschlagen. Der Buckelige trat ein. "Da, das ist die Schlampe! Sie hat mir das Geld gestohlen!"
Er deutete auf Jahra, auf wen auch sonst, und hinter ihm traten drei hochgewachsene Männer ein. Sie trugen zerschlissene Kleidung, doch an ihren Seiten glänzten breite Säbel. Ihr ungewaschenes Äußeres gab sie als Schergen des Buckeligen aus.
<i>"Na, Kleine. Du hast etwas das uns gehört!" sagte einer der drei und trat näher auf Jahra zu.
In einem Kampf hätte sie wohl keine Chance, das war dem Mischling klar. Sie konnte nur hoffen sich irgendwie aus der Affaire zu reden. Vielleicht würde auch Shinzon auftauchen?</i>
Der Buckelige grinste gehässig. "Gleich gehts dir an den Kragen!"
Plötzlich wurde die Tür aufgeschlagen. Der Buckelige trat ein. "Da, das ist die Schlampe! Sie hat mir das Geld gestohlen!"
Er deutete auf Jahra, auf wen auch sonst, und hinter ihm traten drei hochgewachsene Männer ein. Sie trugen zerschlissene Kleidung, doch an ihren Seiten glänzten breite Säbel. Ihr ungewaschenes Äußeres gab sie als Schergen des Buckeligen aus.
<i>"Na, Kleine. Du hast etwas das uns gehört!" sagte einer der drei und trat näher auf Jahra zu.
In einem Kampf hätte sie wohl keine Chance, das war dem Mischling klar. Sie konnte nur hoffen sich irgendwie aus der Affaire zu reden. Vielleicht würde auch Shinzon auftauchen?</i>
Der Buckelige grinste gehässig. "Gleich gehts dir an den Kragen!"
