Irgendwo am Ufer

Hier findet ihr alle Beiträge, die alte Geschichten von Euch und ehemaligen Kameraden beinhalten.
Antworten
Benutzeravatar
Darak Luthrokar
Gast
Gast

Irgendwo am Ufer

Beitrag von Darak Luthrokar » Sonntag 1. April 2007, 02:32

[ Komme mit Elena von den Docks]


Darak wartete noch immer auf eine Fortsetzung und schwelgte noch immer in seinen süsslichen Fantasien. – obwohl waren sie wirklich süsslich… dass wusste nur er selbst.

Plötzlich schüttelte ihn die Frau und blubberte ihn energisch an. Verwirrt öffnete er wieder seine Augen und starrte zum ersten Mal nicht nur auf ein äusserst wichtiges Detail dieser Frau, sondern auf das Gesamtbild.

Da drückte sie sich die Gestalt aber auch schon ab ehe er sie genau mustern konnte. Er sah nur ihre roten Haare. Sie schwamm davon.

Er mochte rothaarige Frauen, die Götter schienen ihn gut zu kennen.

Sie schwamm davon!

Ah!

Nun begann er wie ein wilder zu paddeln. Er konnte es nicht fassen, dass sie einfach so abhaute. Er kam langsamer vorwärts als er es sich wünschte und spürte dass ihn das schwimmen anstrengte. Wie müssig! Hatte er doch geglaubt, dass ihm Tod solche dinge wie Schmerz und Anstrengung nicht mehr zählte…

Langsam holte er jedoch auf.

Er erreichte ihren ebenfalls wild paddelnden Fuss und berührte ihn nur mit der Fingerspitze. Da zuckte der Frauenkörper zusammen, krampfte augenblicklich bäumte sich erst panisch nach oben und sank dann völlig erschlafft in die tiefe.

Darak brüllte entsetzt – oder blubberte heftig vor sich hin. –

<b> Ich hab sie… kaputt gemacht</b> Schrie es in ihm und er schob seinen alten krüppeligen Körper wie ein wilder vor sich her. Tauchte seiner Göttin hinterher, bekam ihren linken Arm zu fassen und zog sie kräftig hoch.

Er spürte noch ihre Wärme.

Ohne auch nur noch ein Gedanke zu verschwenden riss er sich und den Frauenkörper nach oben.

Bis er nach einigen endlos wirkenden Sekunden die Oberfläche erreichte. Er wollte erst selbst die Meeresbrise einatmen, doch das einzige was er tat war Wasser auszuspeien, welches sich in seiner Lunge gesammelt hatte.

Die Frau in seinem Armen tat dies nicht.

Er sah sie an wie sie in seinen Armen trieb, bewusstlos, ja vielleicht sogar tot. Er schrie auf als er erkannte, dass es Elena war.

Verstand die Welt nicht mehr.

Vor sich sah er das Ufer. Nur einige wenige Meter entfernt.

Er zog die junge Frau hinter sich her und bohrte seine Füsse in den Sand als er endlich den Grund spürte. Er schleifte sie – ziemlich unsanft in seiner Hast – ans Ufer. Elena lag vor ihm im Sand. Er drehte sie erst zur Seite, liess das Wasser aus ihrer Lunge quellen.

<b> Was tut die denn hier?!</b>

Er kapierte es noch immer nicht. Doch das war jetzt nicht wichtig. Er drehte die Frau wieder auf den Rücken. Tätschelte mit zitternder Hand ihre Wangen - versuchte sie „wachzuhauen“.

Nichts.

„Komm schon!“ Winselte er vor sich hin und zu seinem entsetzen sah er, dass sie nicht Atmete.

Diesmal ohne Hintergedanken, sondern nur mit dem Wunsch sie zu sich zurück zu holen war er es nun, der seine Lippen auf die ihren presste und ihr seinen Atem spendete.

Ihr Brustkorb hob sich, gab aber immer noch ein rasselndes Geräusch von sich.

„Komm schon!“ Brummte er wieder und spendete er wieder Luft.

Das Wasser auf seinen Haaren tropfte auf ihr auch in der Bewusstlosigkeit anmutiges Gesicht.

Darak selbst verstand überhaupt nichts mehr. Wollte aber Elena bei sich haben. Wo immer er auch war.

„Atme!“

Benutzeravatar
Darak Luthrokar
Gast
Gast

Re: Irgendwo am Ufer

Beitrag von Darak Luthrokar » Sonntag 1. April 2007, 03:13

Darak fühlte sich mies. Elena rührte sich noch immer nicht und in blinder Verzweiflung spendete er wieder und wieder seinen Atem als wollte er ihre Lungen dazu zwingen zu Atmen.

Dabei merkte er gar nicht wie sie langsam aufwachte. Erst als sie hustete, hielt er inne und starrte sie besorgt gleichzeitig aber auch zu tiefst erleichtert an.

„Alles in O…“ Weiter kam er nicht. Elena fiel wieder in den Sand zurück. Erst tätschelte er ihr wieder die Wangen als dies nichts half presste er wieder seine Lippen, da spürte er ihre Hand um seinen Kopf streichen. Überrascht starrte er sie wieder an, doch sie zog ihn weiter zu sich und so küssten sich zwei Menschen, welche nur knapp dem Tode entronnen waren, in ihr neues Leben.
…Auch wenn es der eine von den beiden…

…noch immer nicht kapierte.

Er spürte wie ihre Hand durch seine Haare fuhr und er rollte sich vorsichtig auf sie, küsste leidenschaftlich weiter, schloss dabei die Augen und genoss einfach nur noch.

Als sie sich wieder voneinander lösten und er tief in ihre Augen schaute, die Wärme und das Feuer wieder in ihr leuchten sah. Da wusste er, dass nur ein lebendes Wesen, solche Augen haben konnte. Die Kraft des Lebens pulsierte in ihr und ihre Energie war deutlich zu erkennen. Es war eine mächtige Aura.

Da versuchte sie ihm das unglaubliche zu erklären, doch Darak hörte nicht hin, sondern betrachtete nur verträumt ihre Lippen, welche er sogleich wieder küsste, als Elena verstummte.

Wieder lösten sich ihre Lippen und Darak grinste sie neckisch an. „Ich wusste ja, dass ich in die Hölle komme. Aber dass sie mir ein solches Teufelsweib schicken würden, hätte ich nicht gedacht, mein kleines Biest!“ Raunte er vergnügt, strich ihr durch die Haare und küsste sie wieder.

Benutzeravatar
Erzähler
Gast
Gast

Re: Irgendwo am Ufer

Beitrag von Erzähler » Sonntag 1. April 2007, 12:06

Das Leben war in Daraks Knochen zurückgekehrt. Er spürte es in jeder Faser seines Körpers, es durchströmte ihn wie wildes Feuer und gab ihm die Stärke zurück, von der er glaubte, sie hätte ihn verlassen.
Oder war es der Kuss Elenas, der ihn so belebt hatte?

Es konnte ihm egal sein. Und angesichts dieses Paradieses des Lebens, in dem er erwacht war, erst Recht. Die frische Seeluft erfüllt seine Lungen, hinterließ einen salzigen Film auf seiner Haut und legte die Ruhe des Meeres über ihn und Elena. Das leise Rauschen begleitete sie und hinzu gesellete sich plötzlich ein Wiehern.

In der Ferne trabte Nebelwind über die Grasebene. Das Pferd suchte nach Elena, war schon die halbe Küste der Bucht abgelaufen und hatte sie endlich entdeckt. Es schnaubte zufrieden, näherte sich den beiden bis an die Grenze zwischen Gras und Sandstrand und senkte dann den Kopf, um friedlich zu grasen.


<i>[Daraks Lebensenergie steht wieder bei 50%]</i>

Benutzeravatar
Darak Luthrokar
Gast
Gast

Re: Irgendwo am Ufer

Beitrag von Darak Luthrokar » Sonntag 1. April 2007, 15:16

Darak wollte einfach in diesem Moment verharren, bis in alle ewigkeiten. Doch es war Elena welche sich zu rühren begann und ihn ansprach.

Mit Woltov erst.

Dann mit seinem richtigen Namen. Er hatte keine Ahnung wie sie zu ihm gestossen war, was gerade passiert war und wie sie aus der Zelle gekommen sind.

Sie stiess ihn weg. Er rollte sich auf den Rücken, dabei spürte er, dass er wohl einen Schlag gegen seine Rippen gekriegt hatte. <b> Was für ein Bastard war dass den gewesen!</b>

Dachte er kurz. Da sah er in das fragende Gesicht von Elena. Die ein Recht auf Antworten hatte.

„Ich weiss nicht wann… vielleicht nie… vielleicht irgendwann.“ Meinte er zu seinem Namen. Er seufzte schwer als sie von seiner geplanten Hinrichtung und nach Valrock fragte.

Er beantwortete erst letzteres. Dies schien ihm taktisch geschickter zu sein.

„Valrock war der Kerl der mir damals in Pelgar die Beine gebrochen hatte. Er kannte mich noch. Dieser Bastard ist absolut krank!“ Er schloss seine Augen. Verzog sein Gesicht, erinnerte sich nochmals an die Folter und spürte wie ihn das Trauma beinahe übermannte.

„Bei den Göttern!“ Fluchte er als er nochmals das Kratzen der Sichel zu hören glaubte. Langsam öffnete er wieder die Augen und schaute Elena an, welche neben ihm sass und auf ihn herab blickte.

„Er… es war furchtbar.“ Meinte Darak knapp.

Dann atmete er wieder tief durch und sah kurz ins Meer. Er wollte nicht über die Morde sprechen über seine Schandtaten. Er versuchte der Frage auszuweichen und wechselte plötzlich das Thema.

„Danke, dass ihr mich gerettet habt. Ich kann nicht von mir behaupten, dass ich es verdient habe so wie ich mich vor euch benommen habe…“ Er sah ihr in die Augen. Sie schien noch immer wissen zu wollen, weshalb er Hingerichtet werden sollte.

„Für das was ich in meinem Leben getan habe, reicht das Fallbeil kaum aus.“ Sagte er bitter und starrte betrübt in den Himmel. 40 Morde und unzählbar viele Folterungen.

Oh ja wenn nicht er, wer dann hätte einen grausamen Tod verdient? Elena wusste davon vermutlich überhaupt nichts. Darak wusste nicht, dass sie in seine Zelle gestürmt war und sich als seine Nichte ausgegeben hatte. Er wusste eben so wenig, dass sie bereits erfahren hatte, dass er ein Kindermörder und Killer war und so tat er was er am besten konnte indem er sagte:

„Ich… will dich damit nicht belasten.“

Dies war eine Lüge.

Er wollte sich nicht damit belasten.

Seine erste Lüge in seinem neuen Leben und diese an jenen Menschen gerichtet, der ihn gerettet hatte.

Schändlich.

Darak aber atmete wieder tief durch und sog gierig nach der Luft, die seine Lungen mit Leben füllten.

Das Monster hatte überlebt.

Benutzeravatar
Darak Luthrokar
Gast
Gast

Re: Irgendwo am Ufer

Beitrag von Darak Luthrokar » Sonntag 1. April 2007, 17:13

Der Vorteil an einer Gesellschaft mit einer Irren war, dass sie einem wirklich noch zu überraschen vermochte.

Darak guckte nicht schlecht als sie ihn plötzlich ansprang und sie im Sand rumrollten. Er lächelte sie überrascht, von ihrer Lebensfreude und ihrer Spontaneität, welche ihn alles vergessen liess, an. Oh ja diese Frau war noch immer wild.

Sie kam auf ihm zu liegen.

In letzter Zeit sassen ziemlich viele Menschen auf ihm, doch bei ihr war es wohl mit abstand am angenehmsten, hatten die anderen beiden Kandidaten schliesslich versucht ihn umzubringen.

Er grinste sie erwartungsvoll an und wurde nicht enttäuscht, noch ehe er auf ihre freche Ansage etwas antworten konnte, küsste sie ihn leidenschaftlich.

Er wollte mehr.

Sie anscheinend was anderes. Er verdrehte kurz die Augen als sie sich von ihm ablöste und ins Wasser sprang und richtete sich dann langsam auf, seine alten Knochen mussten sich erst an das neue Leben gewöhnen – welches unglaublich toll begonnen hatte.

Kurz musste er ihr einfach hinterstarren, ihr Wesen begreifen, ihre losgelöste freie Art. Oh ja sie war wahrlich frei. Sie hatte wohl recht gehabt.

Als er sie so anstarrte konnte sie es nicht lassen ihn weiterhin zu necken. Darak grinste breit und humpelte ihr hinterher ins kühle Nass.

„Na hoffentlich aber ne Wildsau!“

Gurrte er sie lachend an und versuchte sie zu fangen.

Sie war meilenweit gelenkiger und schneller als er.

Er aber war dafür unglaublich Glücklich.

Benutzeravatar
Darak Luthrokar
Gast
Gast

Re: Irgendwo am Ufer

Beitrag von Darak Luthrokar » Sonntag 1. April 2007, 18:24

„Als meine Nichte?!“ Blaffte Darak heraus und sah sie beleidigt an. „Wieso nicht Ehefrau?!“ Fragte er sie als sie vor ihm trieb und er wollte sie bereits wieder zu sich ziehen um sie zu küssen er schwamm zu ihr hin während sie von der Bucht sprach und ihn dann fragend anguckte.

Daraks „Idee“ stand ihm wohl deutlich ins Gesicht geschrieben.

Da tauchte Elena ab und schwamm davon.

Er lachte nur als sie nachdoppelte.

Da schwamm sie zum Ufer und trat hinaus. Er paddelte hinterher. Er betrachtete ihre schöne Haut welche im Sonnenlicht glitzerte. Betrachtete ihr Haar.

Ja, sie war wahrlich seine Göttin.

Er selbst trat nun auch aus dem Wasser und lief zu ihr hin. Sehr viele Kleider die er trocknen konnte besass er nicht mehr. Eigentlich nur seine Lederhose. Das war alles und sein… HELM.

„Mein Helm!“ Entfuhr es ihm und er begann wie ein Hund auf der Jagd nach dem Ding zu suchen. Erleichtert stellte er fest, dass der Helm am Strand lag. Er humpelte zu ihm und hob ihn auf, vorsichtig – als wäre es ein kostbarer Schatz. Er setzte ihn auf.

Es sah seltsam aus, ein muskulös gebauter grosser Mann in nasser Lederhose, nacktem, mit Narben übersäten Oberkörper, die unliebsame Tätowierung auf dem Nacken, sein inzwischen ziemlich kratziges unrasiertes Gesicht und dann noch dieses Monster von Helm. Doch Darak schien ganz zufrieden mit sich und der Welt zu sein.

Und vor ihm stand die pure Schönheit in Person. Seine Elena.

Jene Stelle an den Rippen, in welche Elena erst vor kurzem rein getreten hatte, war inzwischen auch schon deutlich zu erkennen.

Er grinste sie an.

„Wir wären ein tolles Ehepaar Süsse! Der Schöne und das Biest!“ Lachte er ihr hinterher und humpelte hastig vorwärts um sie einzuholen.

„Ich würde meinen, dass wir nun alle Zeit der Welt haben.“ Raunte er ihr zu und schlang sie wieder in seine Arme. „Ich habe mich geirrt Elena. Du bist wirklich frei.“ Flüsterte er ihr zu während er ihr die roten Haare aus dem Gesicht strich und ihr tief in ihre Augen schaute.

Benutzeravatar
Darak Luthrokar
Gast
Gast

Re: Irgendwo am Ufer

Beitrag von Darak Luthrokar » Sonntag 1. April 2007, 19:25

Er grinste.

"Du würdest ihn nicht annehmen wenn es einer gewesen wäre?" Er tat so als würde er schmollen.

"Spielen ist auch gut." Grinste er aber plötzlich wieder. Er schaute ihr verträumt nach als sie sich auf das Pferd schwang und ihm ihre Hand auffordernd entgegen streckte. Diese Einladung konnte er ja wohl kaum abschlagen, misstrauisch betrachtete er aber kurz das Pferd, welches ihn nicht zu mögen schien.

Er schwang sich hinter Elena aufs Pferd und küsste ihr auf den Nacken.

"Keine Angst... jetzt habe ich gaaanz andere Ideen..." Raunte er ihr ins Ohr und umschlang ihren Bauch um sich an ihr festzuhalten. Sie fühlte sich sooo warm an, er hätte prompt einschlafen können, so sehr entspannte ihren Körper ihn, wärmte ihn gab ihm das Gefühl von Geborgenheit, welches er nie zuvor gekannt hatte und so gut tat dieses feurige Wesen seiner Seele.

Er schmiegte sich fester an sie und schloss seine Augen. "Oh kein wunder habe ich dich für eine Göttin gehalten." Flüsterte er ihr zu.

Benutzeravatar
Darak Luthrokar
Gast
Gast

Re: Irgendwo am Ufer

Beitrag von Darak Luthrokar » Sonntag 1. April 2007, 22:54

Darak genoss Elenas Nähe und ihre Wärme. Sie hatte ihm bereits so viel gegeben, seiner Seele schon so viel Trost gespendet und was hatte er für sie getan?

Nichts.

Wegen ihm wurde sie von ihren Freunden getrennt, hatte sie sich mehrmals Strafbar gemacht und er hatte sie mehrmals bedroht beleidigt und… angerotzt.

Er hatte nicht Nichts für sie getan, sondern eher alles um ihr das Leben gründlich zu versauen.

Er seufzte schwer hinter ihr, schwieg aber weiterhin. Hielt seine Augen geschlossen und horchte dem Wind, der an ihnen vorbeisauste als wäre es sein altes Leben, dass er hinter sich liess.

Doch das stimmte nicht.

Er war seiner Busse entkommen. Er hatte sie noch nicht vollbracht. Die Seelen der Opfer waren noch immer unruhig. Menschen liessen sich täuschen. Tote nicht, sie erkannten den Betrug.

Da musste er an Zitter denken. An sein Gesicht. Die Qual in seinen Augen als er ihm den Trank einflösste. Darak hatte nicht begriffen was dort vor sich ging. War enttäuscht gewesen, hatte sich verraten gefühlt von ihm und von der gesamten Welt. Dabei hatte er ihm geholfen. Doch wieso hatte er nichts gesagt? Wieso hatte er es überhaupt getan?

Der Tod wäre seine gerechte Strafe gewesen, dass konnte niemand besser wissen als er selbst und Hauptmann Zitter und dennoch hatte er anders entschieden. Weshalb?

Und Elena?

Welchen Grund hatte sie gehabt ihn zu Retten? Sie kannte ihn nicht einmal bei seinem richtigen Namen.

Darak lernte endlich begreifen, was Selbstlosigkeit war.

Da schlief er ein. Atmete ruhig und fühlte sich durch Elena geborgen.

Erst als Nebelwind stehen blieb und Elena sich von ihm löste wachte er auf und musste einen kurzen Moment aufpassen, dass er nicht vom Pferd viel. Er sah sich um, musste sich erst neu Orientieren. Lächelte schliesslich Elena an und liess sich halbwegs– unschön wie eigentlich immer – vom Pferd krachen wobei er auf seinen alten Beinen landete und Elena hinterher humpelte, dabei machte er bewusst einen grossen Bogen um Nebelwinds Nüstern.

<b> Wo sind wir überhaupt?</b>

Irgendwo im nirgendwo mit der schönsten Frau zu sein, welche er je begegnet war. Was spielte da der Ort noch für eine Rolle?

„Wie bist du eigentlich aus der Zelle gekommen?“ Fragte er plötzlich und trat näher.

Benutzeravatar
Darak Luthrokar
Gast
Gast

Re: Irgendwo am Ufer

Beitrag von Darak Luthrokar » Montag 2. April 2007, 00:18

Verblüfft betrachtete Darak Elenas kleiner Zaubertrick und musste unweigerlich an den Feuerkegel denken, den sie im Zelt entfacht hatte als sie sauer war.

<i>...und wehe du folgst mir!</i>

Darak dachte an vieles, aber er dachte nicht im Traum daran blöd rum zu stehen, während seine Göttin badete.

Er wartete einen Augenblick und schlich ihr dann so unauffällig wie möglich hinterher mit einigem Abstand und immer gegen den Wind, damit sie ihn nicht so schnell witterte.

Da hörte er ein leises plätschern und er näherte sich vorsichtig dem kleinen Gewässer, welches gut verborgen im Wald lag. Er sah Elenas Kleider und musste grinsen.

<b> Oooouuuuuu jaaaaa </b> Grinste er noch breiter und schlich sich noch näher an den Tümpel ran. Dabei zerknackste er einen kleinen Ast und er hätte am liebsten laut geflucht, hielt aber inne.

Rührte sich nicht.

Verharrte.

Hielt den Atem an.

Horchte. Nichts.

Keine Reaktion.

-Glück gehabt.

Langsam schlich er zur Kleidung hin. Sie waren allein im Wald. Niemand würde hier auf sie stossen. Langsam griff er zu ihren Kleider und nahm sie so leise wie möglich vom Ast ab er entführte sie einige Meter von der Stelle weg und versteckte sie. Dann kehrte er um trat wieder zum Wasserloch und rief vergnügt. „Na mein Biest?!“ Was treibst du denn so ganz allein. Er lachte und stand am Ufer, versuchte sie zu erhaschen doch er sah sie nicht. Ausserdem waren da überall nervige Bäume.

Er drückte einen Ast zur Seite und es kam wie es kommen musste, der Ast brach, er kippte nach vorn und stürzte Kopf voran ins kühle nass. „Mist“ blubberte er unter Wasser und tauchte wieder auf.

Er sah sich um, konnte Elena nicht sehen. Er hatte vor sie aufzuscheuchen und er würde ihren Blick geniessen, wenn sie ihre Kleider nicht fand. Er grinste wieder und tauchte voran.

Suchte sie.

Benutzeravatar
fremder Mann
Gast
Gast

Re: Irgendwo am Ufer

Beitrag von fremder Mann » Montag 2. April 2007, 00:43

Nathaniel war weit gelaufen, hatte sich schnell aus dem Staub gemacht. Wo war Elena? Diese Macht, die er gespürt hatte ... er ahnte etwas, er musste mehr erfahren. So war er aus der Stadt geflohen, indem er über die Mauer gehechtet war. Zum Glück hatte nur ein Wächter ihn gesehen und er hatte ihn "lenken" können.

Doch wo sollte er Elena suchen? Er hatte dem Gespräch gelauscht. Offenbar wollte sie diesen Leichnam doch retten, ihn im Wasser auffangen. Daher hielt sich Nathaniel nahe der Küste, schlich herum wie ein Raubtier. In der Ferne hatte er dann irgendwann ein Pferd entdeckt, dem er folgte. Das Tier schlenderte zu auffällig am Wasser entlang, da war etwas faul.

Wie erstaunt war Nathaniel gewesen, als er Elena entdeckte, die mit der Leiche dieses hässlichen Kerls am Ufer rumtollte ... er lebte also. Das könnte Probleme geben, doch Nathaniel hielt sich versteckt, beobachtete und stellte mit Ärger fest, dass die beiden bald fort ritten, zu einem Wäldchen nahe der Bucht. Nathaniel war gtu zu Fuß, aber brauchte eben recht lange, sie einzuholen. Er verfolgte stetig die Spur des Pferdes und fand schließlich ein kleines Lagerfeuer vor, doch niemand war zu sehen.

<b>Elendes Miststück, hast mich abgelenkt. Dir werde ich –</b>

Da bewegte sich etwas fast lautlos im Gesträuch. Nathaniel hielt sich versteckt, lauschte, beobachtete. Es war dieser tote Kerl, der grinsend und lebendig durchs Unterholz schlich.
Nathaniel folgte ihm, erreichte Gewässer und sah mit an, wie dieser Kerl mit dem Helm einen Satz Kleidung entwendete. Er dachte sich seinen Teil, nachdem er ihn und Elena schon am Strand hatte rumschmusen sehen.

<b>Da kommt mir doch ein ganz hinterhältig genialer Einfall.</b>

Nathaniel ließ den Mann nicht aus den Augen. Er wartete, bis dieser die Kleidung versteckt und sich wieder auf den Weg gemacht hatte. Dann schlich er sich heran und schnappte sich die Sachen. Frauenkleider ... Elenas Kleider. Der Dunkelelf stahl sich zum Wasser zurück.

Dort sah er gerade jemanden aus dem Wasser tauchen. Es war schon wieder der gehörnte Bastard. Dieser grinste kurz und tauchte ab. Dann entdeckte Nathaniel Elena, die, aufgeschreckt durch das Platschen, langsam zum Ufer schwamm. Doch wie erschreckt sah sie aus, als sie bemerkte, dass ihre Kleidung fehlte.

<b>Meine Gelegeneheit...</b> Nathaniel huschte vor. "Hier", säuselte er und sein pechschwarzer Arm streckte Elena ihre Kleidung entgegen. Das Gesicht hatte er halb abgewandt. "Keine Sorge, ich bin kein solcher Lustmolch, der zuerst Eure Kleider stiehlt und euch dann nacheifert wie dieser Mann mit dem gehörnten Helm. Er hat die Kleider genommen, ich bringe sie nur zurück ... Elena." Ein kurzes Lachen erklang. "Ich danke Euch, dass Ihr mir zur Flucht verholfen habt. Ich bin es. Nathaniel."

<i>Er hat es geschafft, konnte Dank deiner Hilfe fliehen. Du Lebensretterin! Er ist dir wirklich dankbar. Der andere, den du Freund nennst, schaut dich lieber mit lüsternen Blicken an und bestiehlt dich gar. Was für ein falscher Hund!</i>

Wieder ertönte diese Stimme in Elenas Kopf. Wo kam sie nur her?

Benutzeravatar
fremder Mann
Gast
Gast

Re: Irgendwo am Ufer

Beitrag von fremder Mann » Montag 2. April 2007, 08:30

Nathaniel ließ sich nichts Anmerken. Nach außen hin war er die Ruhe selbst, lächelte Elena gar verlegen an und begleitete sich im schlendernden Gang. Aber innerlich ...

<b>Mieses kleines Drecksstück! Kommst mir auf die Schliche, was? Na, mal sehen wie schwach dein Geist ist...</b>

Da war sie wieder, die Stimme.
<i>Du stelltst Fragen! Da bringt er dir deine Kleidung zurück und du misstraust ihm gar? Wenn, dann solltest du Augen und Ohren offen halten wegen diesem lüsternen Kerl hinter euch!
Der Dunkelelf hat dir bisher nichts getan, schau mal genauer hin. Wirkt er nicht total verschüchtert, verlegen? Ein süßer Fratz, findest du nicht?</i>

"Was ich mit meiner Magie anstellen kann? Es ehrt mich, dass Ihr fragt." Nathaniel blieb stehen, gemahnte auch Elena, anzuhalten. Seine silbergrauen Augen musterten sie lange, ehe er antwortete: "Ich wünschte, ich könnte Geister um Hilfe bitten, um Euch zu sagen wie bezaubernd Ihr seid." Dann lachte er und ging weiter.

Am Lager angekommen schritt der Dunkelelf zu Nebelwind und tätschelte dessen Seite. Das Pferd schnaubte zufrieden. Wie war das möglich? Nebelwind ließ sich von niemand Fremden anpacken!

<b>Gute alte Geistesbeeinflussung ... klappt sogar bei dir ollem Gaul, nicht wahr?</b>

Nathaniel ließ sich am Feuer nieder, wärmte seine Hände. "Erzählt mir doch, wie es sein kann, dass Euer seltsamer Freund noch lebt. Ich sah ihn tot am Boden und jetzt springt er ... ach nein, erzählt mir lieber von dieser wundervollen Aura, die Euch noch immer umgibt. Ich muss zugeben, sie lockt mich wie ein Vogel."

Benutzeravatar
Darak Luthrokar
Gast
Gast

Re: Irgendwo am Ufer

Beitrag von Darak Luthrokar » Montag 2. April 2007, 08:33

Darak grinste noch immer und suchte nach seinem Biest als dieses ihm plötzlich vom Ufer zurief.

Ein wütendes „Verdammt“ hallte durch den Wald als Darak wütend kehrt machte und Elena am Ufer stehen sah – In Kleidung, doch sie war nicht allein! Eine Gestalt huschte gerade weg, in Richtung Feuerstelle.

<b>Wer war das?</b>

Wütend - weil sein Liebesspiel so ein jähes Ende genommen hatte – paddelte er zurück am Ufer und humpelte durch den Wald.

Er fröstelte.

Essen hingegen war eine tolle Idee von seinem Biest gewesen, obwohl er erst vor kurzen sein vermeidlich letztes Brathähnchen verdrückt hatte. Schliesslich hatte er die letzten vier Tage kaum was rechtes zwischen die Zähne gekriegt. Aber Elena war ja schliesslich auch noch Wolf, die konnte vermutlich jagen.

Er war dafür zu langsam.

Er erreichte die kleine Feuerstelle und wollte gerade Elena fragen wie sie ihre Kleider gefunden hatte als er…

… diesen KERL sah.

Jetzt war Darak wirklich sauer. Nicht nur dass dieser ihm sein Liebesspiel vorerst ruiniert hatte, sondern er würde wohl auch eine baldige Fortsetzung verhindern.

Er gab ein wütendes knurren von sich. Wie ein wildes Tier knurrte wenn ein Rivale sein Revier betrat.

Darak war sich bewusst, dass dieser Kerl vermutlich nach ihnen gesucht haben musste, keiner schleicht hier einfach so in der Ebene herum und findet eine so unauffällig gewählte Feuerstelle wie ihre. Das war sehr beunruhigend für ihn.

Er ballte seine Fäuste, machte sich gross. Er sah aus wie ein Halbnackter, nasser Riese mit Hörner und um sein Bild zu verstärken schnaubte er wie ein Bulle. Er stapfte auf den Elfen zu. Sah kurz zu Elena rüber, dann wieder zum Eindringling.


<i>ach nein, erzählt mir lieber von dieser wundervollen Aura, die Euch noch immer umgibt. Ich muss zugeben, sie lockt mich wie ein Vogel."</i>

Hörte er diesen schleimigen Elfen sagen und er stapfte wütend an Elena vorbei, konnte sich kaum noch in Zaun halte, beherrschte sich so gut es ging um diesen Kerl nicht gleich in Stücke zu reissen.

Doch dieser lächelte Elena nur schüchtern an.

Nun reichte es ihm völlig.

„He du!“ Blaffte er den Elfen an, trat auf ihn zu, packte ihn am Kragen und riss ihn absichtlich unsanft auf die Beine, näher zu sich. Er musterte ihn Misstrauisch. Starrte ihm in die Augen. SChnaubte. Verzog sein Gesicht zu einer angewiderten Fratze. Sah die Wunde auf seinem Brustkasten.

<b>Was wärmt der sich an MEINEM Feuer und spricht mit MEINEM Biest?!</b>

Schoss es ihm zornig durch den Kopf

Nun gut es war ein grossspuriger Auftritt und er wollte einerseits Elena beeindrucken und andererseits den Elfen einschüchtern, damit gerade einmal klargestellt war, wessen Revier das hier war.

Er knurrte den Dunkelelfen an. Der ihn nicht ängstlich – was seltsam war – anstarrte und zog ihn noch näher zu sich.

„Wer bist du häh?! Was schnüffelst du uns hinterher häh?! Bist wohl ein kleiner Spanner häh?! Weißt wohl nicht wo dein Platz ist häh?!“ Dabei schüttelte er den Elfen leicht. Er starrte den Mann wütend an wärend er ihn anbrüllte.

Dieser Bastard sah verdammt gut aus. Edel, stolz geschmeidig.

Es war zum kotzen.

<b>Verdammt!</b>

Nur schon allein das gefiel ihm nicht und hätte ihm durchaus ausgereicht um ihn von der Erde zu tilgen. Obwohl… er war ja eigentlich auf dem Weg ein besseres Leben zu führen…

Seine Mine verdüsterte sich.

„Ich höre!“ Knurrte er wiede und schüttelte ihn weiter.
Zuletzt geändert von Darak Luthrokar am Montag 2. April 2007, 13:24, insgesamt 1-mal geändert.

Benutzeravatar
fremder Mann
Gast
Gast

Re: Irgendwo am Ufer

Beitrag von fremder Mann » Montag 2. April 2007, 20:38

Als Nathaniel auf Darak aufmerksam wurde – und zwar, indem dieser ihn am Kragen packte und in die Höhe riss – fiel für den Bruchteil einer Sekunde dessen Maskerade. Nur Darak hatte es sehen können, wenn es ihm aufgefallen war. Die Augen des Dunkelelfen zeigten es für einen Moment, indem sie zornig funkelten. Doch schon verblasste der wütende Schimmer und der Maskenball ging in die nächste Runde.

Darak rüttelte ihn und schleuderte ihm so viele Fragen entgegen, dass selbst einer, der sie bereitwilli hätte beantworten wollen, ins Schwitzen gekommen wäre.

"Ich ... ich hab nichts ... Ihr konntet mich doch nicht mit ansehen lassen, wie die Frau, die mich rettete, gezwungen ist, splitternackt und entblößt durch den Wald zu laufen. <i>Ich</i> bin hier nicht der Spanner und Gaffer!" Nathaniel ächzte plötzlich, denn das Schütteln behagte seiner Brustwunde ganz und gar nicht. Er würgte und verdrehte die Augen für einen Moment.

<b>Dieser Bastard! Bei dem muss ich ganz besondere Saiten aufziehen.</b>

"Bitte", sagte Nathaniel mit höflichem Tonfall, verbarg dabei die Übelkeit, die in ihm hochstieg. "Lasst mich erst einmal runter, dann will ich Euch alles erklären."


Während Darak und Nathaniel eine besondere Art von "Männergespräch" führten, ging Elena zu ihrer schönen Stute. Nebelwind war froh um die Aufmerksamkeit, die ihr nun geboten wurde und ließ sich mit äußerstem Wohlwohllen die Nüstern streicheln.

<i>Hm, eine Stimme? Ja, da war etwas ... es hat mich beruhigt und mir gut zugeredet. Ich hatte keine Angst vor diesem dunklen Elfen.</i>

Nebelwinds Antwort konnte verwirren. Sie hatte also auch eine Stimme in ihrem Kopf gehört, aber fühlte sich dabei offenbar nicht unwohl. Nathaniel war seltsam ... wenn wirklich er dahinter steckte.

Benutzeravatar
Darak Luthrokar
Gast
Gast

Re: Irgendwo am Ufer

Beitrag von Darak Luthrokar » Montag 2. April 2007, 21:29

Darak sah das zornige Funkeln in den Augen des Elfs und wurde selbst noch wütender.

<b> Was ist das für ein Bastard?! Wo kommt der her? Wie gerettet? Rettet die jetzt das gesamte Gesindel Andunies oder wie?!</b>

„Falsche Antwort du kleiner Bastard!“ Knurrte Darak verächtlich als er hörte was der Elf da vor sich hin stammelte bevor er würgte und kurz seine Augen verdrehte. Er hielt kurz inne. Starrte ihn wieder wütend an. Schnaubte. Wartete geduldig ab bis dieser wieder etwas klarer bei Sinnen war.

Die Antwort gefiel ihm ganz und gar nicht, er wich seiner Frage aus, was glaubte dieser Kerl hatte Darak die letzten Jahre gemacht?! Darak bekam IMMER Antworten auf seine Fragen. .. dies schien dieser Kerl noch nicht kapiert zu haben.

Sein Blick verdüsterte sich.

„Ich hab dich gefragt was du hier machst und nicht was du hier NICHT machst elender Kerl!“ Brüllte Darak ihn wütend an und schüttelte ihn weiter, er sah, dass dies seinem Gegenüber nicht sehr gut bekam. Doch es interessierte ihn wenig.

Ein 38 Jahre altes Monster verschwindet nicht einfach so… ausserdem tat es ihm gut seine Aggressionen an dem Kerl auszulassen, welche er bei Valrock… diesem elendigen Hund… gesammelt hatte…

… doch dann…

… dann starrte er auf die Brustwunde des Elfen…

… und er sah sich selbst wieder in seiner Zelle, wie Valrock ihm den glühenden Dolch auf die Brust presste. Spürte den Schmerz. Hörte das kratzen der Sichel noch mal, wie es an seinem Schulterblatt entlang strich. Ihm schauderte gewaltig und er lockerte augenblicklich seinen Griff.

„Verdammt, bei den Göttern!“ Knurrte er wütend.

Die Folter hatte in ihm wohl mehr kaputt gemacht, als er sich selbst zugestehen wollte. Da waren diese Bilder… die immer wieder hochkamen. Die Geräusche, den Schmerz den er immer wieder von neuem spürte… und die gequälten Seelen, welchen den Betrug witterten.

Er liess von dem Elfen ab. Schluckte schwer, schloss kurz seine Augen. Sammelte sich. Disziplinierte sich. Kontrollierte sich wieder und starrte den Eindringling wieder an.

„Nun ich höre?!“ Dabei trat er näher zu ihm heran, formte seine Hand zu einer Kralle und schwenkte diese bedrohlich in der Nähe von der Wunde des Fremden herum. „Wer seid ihr überhaupt?!“

Noch immer kochte er vor Wut.

Benutzeravatar
fremder Mann
Gast
Gast

Re: Irgendwo am Ufer

Beitrag von fremder Mann » Montag 2. April 2007, 22:19

<b>Dieser elende Bastard! Er lag doch schon Tod am Boden, warum lebt der überhaupt noch?! Bei der hässlichen Visage hätte er nichtmal geboren werden sollen ... hm, wenigstens hat der Folterknecht auch seine Spuren auf ihm hinterlassen.</b>

Der Dunkelelf sah kurz das hellere Stück Haut, das unter dem absolut aufgeweichtem und nassem Verband hervor schimmerte. Er sah die Brandwunde auf Daraks Brust. Doch der Kerl schaute ihn erneut grimmig an. Nathaniel war froh, dass er den Griff einstweilen gelockert hatte.

<b>Dieser Kerl ist lästig .... vielleicht kann ich ihn loswerden, aber das geht auch nicht von jetzt auf gleich.</b>

"Mein Name ist Nathaniel. Wie Ihr seht, bin ich Dunkelelf. ich vermute, deshalb seid Ihr nicht so gut auf mich zu sprechen, wobei ich immer dachte, Nicht-Dunkelelfen wären die noblen und gerechten Wesen. Wie man sich irren kann ... in gewissen Fällen."

Nathaniel erwiderte Daraks Blick energisch. "Euren Namen muss ich wohl durch Dritte erfahren oder gewährt Ihr mir die Gunst und nennt ihn selbst?"

Er schaute zu Elena, die mit ihrem Pferd beschäftigt war. <i>Sind die beiden Männer eigentlich noch verwundet? Deinem Pferd geht es doch gut ...</i>, drang die Stimme zu ihr in den Kopf.

"Ich bin wegen <i>ihr</i> hier", gab Nathaniel als Antwort auf Daraks verbissenen Blick. "Sie hat mir zur Flucht verholfen und sich in Gefahr gebracht. Ich bin froh, sie jetzt noch einmal getroffen zu haben ... auch wenn ich ihr noch nicht auf meine Art danken konnte. Außerdem versprach sie mir ein paar Informationen, wenn ich ihr half, Euch zu finden. Und ich habe meinen Teil der Abmachung eingehalten."

Antworten

Zurück zu „Story Archiv“