Irgendwo in der Stillen Ebene

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Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Asmodeus » Sonntag 11. Februar 2007, 15:50

[ ---> komme mit Samisha von "Auf der Suche nach dem Zwerg]

Sie hatten ihren Rastplatz schnell aufgebaut und sich darin zurecht gemacht. Die Dunkelheit kam schnell. Asmodeus erinnerte sich daran wie Simasha von den dunklen Wolken erzählt hatte, ehe sie zusammenbrach.

Als er im Zelt neben ihr lag versuchte er erst eine weile vor sich hinzudösen.

Er spürte ihre wärme an seinem Körper. Seine Beine schmerzten und er traute sich wieder nicht sich zu bewegen, um Simasha nicht zu wecken. Ausserdem hasste er das Schlafen. Denn im Traum waren die Kerkertüren für den Dämon immer geöffnet. Dort war er selbst der Gefangene. <b> Wer bist du nur. Was ist mit dir geschehen, dass du Herrin über die Schatten bist. Und der Drache… vielleicht wäre es doch einen Versuch wert. Vergiss es! Du würdest dabei sterben! Vielleicht auch nicht… ach, ja du bist nichts ohne mich und das weißt du! Da bin ich mir nicht so sicher… ach! Glaubst du etwa eine Austreibung ist angenehm? Nein ich weiss nicht was ich glauben soll. Ach. Schweig still! …. </b>

Er schloss seine Augen und lauschte. Er hörte Simashas langsamen Atem, sie schien tief zu schlafen. Das war alles. Kein Rauschen des entfernten Baches, kein Windhauch welcher die Gräser durchwehte. Kein Geräusch von Pferden.
Ein unwohles Gefühl stieg in ihm hoch. Irgendetwas stimmte hier ganz und gar nicht.

Vorsichtig nahm er den Arm von Simasha und legte ihn behutsam auf die Decke, ehe er sich sachte und so leise wie möglich von ihr abdrehte und sich im Dunkel aufkauerte. Er überlegte sich ob er sein Kurzschwert hervorkramen sollte, beschloss aber, dass dies wohl zuviel Krach machen würde. Langsam schlich er aus dem Zelt ins freie. Er lauschte. Ausser seinen eigenen Geräuschen war immer noch nichts zu hören. Die Luft draussen war kühl und es wehte ein leichter Wind. Das Gras war feucht und klebrig.

Er versuchte mit Hilfe des Mondlichtes etwas zu erspähen. Er trat nach draussen. Obwohl er ungewöhnliches erkennen konnte, meinte er eine unbekannte Anwesenheit zu spüren. Er bewegte sich in jene Richtung wo Simasha die Pferde angebunden hatte.

Sein Herz pochte ihm bis zum Hals hinauf. Seine Muskeln spannten sich, seine Nackenhaare stellten sich auf.

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Erzähler » Sonntag 11. Februar 2007, 16:07

Asmodeus ging zu den Pferden die ein gutes Stück vom Zelt abseits standen. Sie waren unruhig, aber das lag nicht an der Anwesenheit von Asmodeus. Irgendetwas schlich um ihr Zelt. Das Feuer war mittlerweile erloschen. Die Dunkelheit war wie ein schwarzes Loch und gab die perfekte Basis für einen Jäger der Nacht.

Asmodeus führte wieder einen Kampf mit seinem Inneren Dämon. Er setzte sich zu den Pferden und überlegte was er machen sollte. An Schlaf war nicht mehr zu denken. Obwohl er nicht sah was ihn beobachtete wusste er das ihn etwas beobachtete. Dann fiel ihm wieder Simasha ein die allein in dem offenen Zelt lag. Er wollte gerade aufstehen und zu ihr gehen als die Stille auch schon durch einen Schrei zerbrochen wurden.

Der große Kaltbluthengst erschreckte sich, stieg vor Asmodeus und traf ihn mit seinem Vorderhufen. Die beiden Tiere rannten panisch in die Dunkelheit und Asmodeus fiel unsanft ins Gras. Sein Brustkorb schmerzte und durch den Schlag der Hufe war ihm kurz die Luft aus den Lugen gepresst worden.
Sein Kopf dröhnte und der Dämon lachte böse auf. Ihm fiel etwas ein, sie war bei Tage vielleicht mächtig aber in dieser Finsternis hatte sie keinen Schatten der sie beschützen konnte.

Sie wurde angegriffen und war völlig schutzlos. Wieder schrie sie auf und diesmal schwangen Angst und Panik mit.

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Asmodeus » Sonntag 11. Februar 2007, 16:13

Japsend fiel er zu Boden. Sein Brustkorb schmerzte und er schnappte mühsam nach Luft. <b> Verdammt Simasha!!</b> Schrie es in ihm .Er rappelte sich auf, ignorierte den Schmerz und rannte zum Zelt. Seine Lungen brannten, der Dämon lachte. Sein Blut kochte. Er spürte wie ihn die dunkle Kraft beflügelte. Er lief schneller als je zuvor.

Er rutschte einmal auf dem nassen Gras aus, richtete sich aber schnell wieder auf und jagte weiter zum Zelt. <b> Oh ihr Götter lasst nicht zu dass…!</b> Er stürmte blindlings ins Zelt mit der Absicht, egal was sich darin befand, es im vollen Lauf zu rammen.

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Erzähler » Sonntag 11. Februar 2007, 16:40

Als Asmodeus in das Zelt gerannt kam, lief er gegen etwas das etwa zwerggroß war. Seine Absicht den Angreifer um zu rennen war somit gescheitert, er musste mehr mit seinem Gleichgewicht kämpfen um nicht darüber zu fallen. Als er gerade wieder einigermaßen stand fauchte ihn dieses Etwas böse an. Dann ging alles ganz schnell. Er spürte scharfe Krallen in seinem Fleisch und wie ihn etwas mit großer Wucht ansprang. Er fiel wieder nach draußen. Der Angreifer sprang über ihn hinweg und landete leichtfüßig auf seinen vier Pfoten. Zwei gelbe Augen leuchteten ihm entgegen.

Asmodeus fasste sich an den Oberkörper und spürte einen brennenden Schmerz. Warmes Blut lief ihm über die Finger und die Wunde begann sich mit einem pochenden Schmerz mitzuteilen.

Er schaute wieder in die Dunkelheit und sah einfach nicht aus außer die gelben Augen und einen großen Körper. Sein Angreifer musste ein Tier sein und zwar ein ziemlich großes. Es fauchte ihn wieder an und rannte mit ein paar großen Sprüngen auf ihn zu. Er sah den großen Körper wieder auf sich zu kommen, erblickte weiße, scharfe Zähne und spürte weiches Fell.
Er ließ sich zu Boden fallen und landete wieder unsanft im Gras. Der Angreifer erwischte ihn mit seinen Krallen an der rechten Schulter. Schmerz durchzuckte seinen Körper wieder mal.
Dann spürte er Simasha neben sich.

„Das ist ein Tiger, er muss sich hier her verirrt haben. Normalerweise kommen sie in Sarma und dem südlichen Teil der Stillen Ebene vor. Aber soweit hier oben habe ich noch nie einen gesehen. Vielleicht ist er einem Händler weg gelaufen.“

Dann kamen die beiden Augen wieder auf sie zu und erwischten diesmal die junge Frau direkt. Sie schrie auf und verschwand mit dem Tiger in der Dunkelheit. Man hörte sie schreien und ab und an ein paar Laute ihres Angreifers. Dann war es still und die Augen kamen wieder zu Asmodeus zurück. Egal was gerade in der Dunkelheit passiert war, seiner Begleiterin ging es sicherlich nicht gut und der Tiger hatte immer noch die Lust zu töten in den Augen blitzen. Er war auf der Jagd und machte dabei keinen Unterschied was er jagte. Normalerweise mieden diese Tiere die Menschen, aber dieser musste Hunger haben und war vom Feuer und dem Geruch des Proviants angelockt worden.

Asmodeus stand in völliger Finsternis und sah nur die schattenhaften Umrisse seiner Umgebung, nur die Augen des Tigers schauten ihn deutlich an.


[Asmodeus verliert durch die beiden kleinen Verletzungen jeweils 5% seiner Lebensenergie]

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Asmodeus » Sonntag 11. Februar 2007, 17:03

Als er sich ins Zelt stürzte und das Viech vor ihm sah versuchte er noch zu bremsen, da wurde er auch schon angesprungen. Der Schmerz den ihn plötzlich durchzog liess ihn wütend aufbrüllen. Jetzt war die Schranke gebrochen und der Dämon gänzlich erwacht.

Er wurde nach draussen geschleudert, mitten ins Dunkel hinein. Er hatte mühe sich zu Orientieren. Er schnappte nach Luft. Spürte wie Simasha neben ihn trat. <b> Zum Glück sie lebte!</b> Doch da griff der Tiger wieder an und verschwand mit ihr. „Simasha!“ Brüllte er verzweifelt ins dunkel und versuchte ihn ihre Richtung zu laufen, doch er fand sich nur noch in einem tieferen Schwarzen loch, mit zwei gelben Augen in der Mitte. <b> Verdammt noch mal! Wo ist Simasha? Dieses elende Mistviech!</b>

Er richtete sich auf und fixierte die gelben Augen. Welche ihn anfunkelten. Seine eigenen begannen blau zu rauchen und zu glühen. Er gab sich dem bösen hin.

<b> Na gut du verdammtes Mistviech! Komm her!</b> Brüllte der Dämon in ihm. Seine Hände wurden heiss und schienen beinahe schon zu brennen. Seine Sinne schärften sich und er spürte die unglaubliche Kraft in seinen Gliedern. Sein Herz verdarb weiter in der Raserei.

Die pulsierenden Schmerzen auf seinem Oberkörper und seiner Schulter, das heisse Blut aus ihm herausströmte, er versuchte es zu ignorieren. Sein ganzes Wesen war nun auf töten eingestellt. Er konnte nicht erahnen wie gross der Verletzungen waren, doch das war ihm im Moment auch völlig egal.

Der Dämon dürstete nach dem Blut des Tigers. Er hatte wenig Zeit um noch Kampffähig zu bleiben. Er bündelte alle dämonische Kraft auf diesen Angriff. Er beschleunigte und rannte dem Tiger entgegen. Er versuchte das Biest am Kopf zu Packen und ihm das Genick zu brechen oder ihm gleich den Kopf weg zu ätzen. Es war ein verzweifelter Kampf ums überleben um seins, und um Simashas wie er hoffte.

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Erzähler » Sonntag 11. Februar 2007, 17:50

Der Tiger sah den Angriff von Asmodeus in einem ganz anderen Licht. Er hatte nicht die Probleme mit der Dunkelheit und sah wesentlich besser als Asmodeus. Er duckte sich in eine Grasmulde und wartete bis Asmodeus nahe an ihm war.
Mit einem Satz sprang er wieder hoch und riss den Mann um. Sie rollten durchs Gras und die Krallen des Tigers drangen tief in das Fleisch von Asmodeus. Beide wollten töten, doch jeder aus anderen Gründen.

Asmodeus spürte den heißen Atem des Tigers an seinem Hals. Anscheinend wollte dieser ihm die Kehle durch beißen. Der Dämon bestimmte nun fast sein ganzes handeln und durch die dämonische Kraft war er in der Lage es mit dem Tiger auf zunehmen, es sei den der Tiger bekam ihn jetzt zu fassen. Als sie endlich liegen blieben stand der Tiger über ihm. Er brüllte und wollte seine Zähne in das Fleisch seines Opfers versenken.

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Asmodeus » Sonntag 11. Februar 2007, 18:02

Er rollte mit dem Tiger auf dem Gras, er spürte seinen Speichel auf seiner Haut und hörte das grässliche Hecheln und Schnauben dicht an seinem Ohr. Das Tier war in einer ähnlichen Raserei wie er selbst. Asmodeus verlor seine Position und kam unter dem Tiger zu liegen.

In seiner liegenden Position war er dem Tiger klar unterlegen. Er hatte nur eine kleinen Handlungsspielraum und als er sah wie das wilde Tier aufbrüllte und ihn zu Tode beissen wollte, befürchtete er, dass hier seine Reise enden würde. Er sah nur eine einzige Möglichkeit. Er musste den drohenden Biss des Tigers von seiner eigenen Kehle ablenken. Würde der Tiger jetzt mit der Pranke zuschlagen hätte er keine Chance mehr.

Er wartete den Moment ab als der Tiger zum angriff ansetzte und griff ihm mit verzweifelter Kraft an der Kehle und drehte sich von ihm ab. Er wusste nicht ob ihn der Tiger noch erwischt hatte, in seinem Blutrausch drückte er die grosse Luftröhre des Tieres ab, seine Faust schmerzte und glühte zugleich. Seine Augen sprühten beinahe funken. „Stirb du Mistviech!“ Knurrte er wütend. Er nahm seine zweite Hand zur Hilfe und versuchte das Tier mit seinem eigenen Gewicht auf den Rücken zu drehen um kräftiger zudrücken zu können.

Endlos wirkende Sekunden verstrichen, das Tier gluckste, gab sich aber noch nicht geschlagen. „Stirb!“ Schrie er verzweifelt.

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Erzähler » Sonntag 11. Februar 2007, 19:48

Trotz seiner Kräfte die ihm der Dämon verlieh konnte er einen ausgewachsenen Tiger nicht einfach erwürgen oder ihm das Genick brechen. Der Tiger krallte sich in die Schultern von Asmodeus, brüllte ihn böse an und drückte sich dann ab. Der Griff von Asmodeus löste sich von seinem Hals und er verschwand in der Dunkelheit. Asmodeus blutete und stand schwerfällig auf.

Doch allzu lange konnte er nicht nach Luft schnappen. Er hörte wieder wie Simasha aufschrie, dann raschelte das hohe Gras und es wurde wieder still. Der Tiger hatte anscheinend seine Begleiterin als wesentlich leichtere Beute betrachtet und schleppte sie nun weg. Obwohl Asmodeus versuchte heraus zufinden wohin er lief hatte er einen Nachtteil der die Jagd nach dem Tiger unmöglich machte…Asmodeus sah nichts außer ein paar schemenhaften Schatten. Der Tiger hingegen kannte seine Umgebung und er sah wo er hin lief. Asmodeus stolperte geradewegs über einen Stein und fiel in den Fluss. Kurz sah er noch einmal die gelben Augen aufleuchten, dann raschelte es wieder und es wurde still.

Die Stille war fast noch unerträglicher als der Kampf. Schweren Herzens ging er zurück zum Zelt, die Sonne kam langsam wieder hervor gekrochen. Er musste seine Wunden versorgen und dann? Sollte er nach Simasha suchen oder sie ihrem Schicksal überlassen?

Widerwillig setzte er sich vors Zelt und hörte wie die Pferde langsam zurück kamen, sie waren doch treue Begleiter und vielleicht konnte er so den Vorsprung des Tigers verringern.
Mittlerweile konnte er die Verletzung in dem wenigen Licht sehen. Sein Hemd war zerfetzt und mit Blut durchtränkt. Die Wunden war tief und ihm war klar das er sie nähen musste, sonst würden sie nicht aufhören zu bluten.

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Asmodeus » Sonntag 11. Februar 2007, 20:12

„Lass sie in Ruhe du Mistviech!“ Als er in den kalten Fluss fiel schrie er wütend auf. Seine Kleider sogen sich mit dem Wasser voll und wurden schwer. Dies wird ihm im Kampf negativ beeinflussen.

Er betrachtete seine Wunden, sie klafften auseinander und bluteten still vor sich hin. Doch er musste Gewissheit über Simasha haben, ob er selbst dabei krepierte war sein geringeres Problem. Ausserdem konnte er sich selbst nicht an der Schulter nähen.

Die Wunden mussten warten, er würde Simasha nicht einfach ihrem Schicksal überlassen. Er rannte ins Zelt und holte sein Kurzschwert. Dann schwang er sich mühsam auf den Hengst und ritt den Blutspuren hinterher. Die Stute folgte ihnen. <b> Komm zeig dich du elendes Mistviech!</b> „Simasha!“ Schrie er in die Ebene.

Die Zeit drängte, sie verrann gegen Simasha und gegen ihn.

Die Erschütterungen durch den Galopp schmerzten und er wusste, dass er sich seine Kräfte sehr gut einteilen musste damit er nicht sobald er den Tiger erreichte einfach bewusstlos vom Pferd fiel und so noch als Dessert fungierte. Doch da es Tagte, war sein grösster Nachteil bald beseitigt und die Schatten würden ebenfalls zurückkehren. Vielleicht war sie noch in der Lage die Schatten zu beschwören, doch er bezweifelte dies angesichts dieses schweren Angriffes.

<b> Ich werde es töten, dieses Mistviech. Wenn Simasha stirbt werde ich sie alle töten. Den Zwerg den Jungen und Zanballs Vater alle werde ich sie töten!</b>

Der Dämon war vorherrschend, das einzige was er nicht beeinflussen konnte, war sein Wille Simasha zu finden.
<b> Verdammtes Mistviech! Oh ihr Götter, lasst sie nicht sterben beschützt sie! </b>

Asmodeus betete eigentlich nie, doch es war schon das zweite Mal seit er Simasha kannte, dass er es für sie tat.

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Erzähler » Sonntag 11. Februar 2007, 21:20

Asmodeus jagte den Hengst durch die Ebene. Dieser rannte durch den Fluss, schwamm das kleine Stück hindurch und rannte auf der anderen Seite weiter. Er sah eine Spur durchs hohe Gras und folgte dieser. Es musste die von dem Tiger sein.

Nach einem kurzen Ritt fand er den Tiger, dieser wich gerade von der Brücke weg. Eigentlich hatten sie vor die Brücke heute zu überqueren aber nun stand er schon auf der anderen Seite. Simasha lag vor der Brücke und war anscheinend bewusstlos. Der Tiger knurrte die Brücke an und rannte ein Stück davon.

Asmodeus konnte sein Glück kaum fassen das der Tiger aufgab. Er eilte auf sie zu doch der Hengst scheute kurz darauf. Er stieg und warf Asmodeus unsanft ab. Schnaufend rannte er wieder weg in Richtung Neldoreth davon. Asmodeus stand schwer atmend auf und plötzlich stieg ihm ein furchtbarer Geruch in die Nase. Es roch nach Verwesung, uraltem Fisch und Unrat. Asmodeus hatte schon vieles gerochen aber das war auch ein wenig viel für ihn. Ohne weiter darüber nachzudenken eilte er auf die junge Frau zu die vor der Brücke lag.

Als er bei ihr ankam war der Geruch fast unerträglich geworden. Er versuchte möglichst durch den Mund zu atmen, aber es schien ihm fast schon als könnte er denn Geruch schmecken.

Die junge Frau blutete und schlug kurz die Augen auf, mit einem panischen Blick sah sie ihn an und flüsterte leise:

„Lauf…“

Dann sank sie wieder in den Nebel der Bewusstlosigkeit. Die Sonne ging auf und erlöste die Ebene von ihrer kompletten Finsternis. Trotzdem blieb es dämmerig. Der Tiger schlich in einiger Entfernung herum. Der Geruch war furchtbar und dann hörte Asmodeus ein tiefes Brummen hinter ihm.

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Asmodeus » Sonntag 11. Februar 2007, 21:47

Er fiel vom Pferd und stürzte auf den harten Boden, schmerz durchzog ihn und für einen kurzen Moment lag ihm der Wunsch nahe, einfach liegen zu bleiben, doch er erlaubte sich keine Ruhe sondern schnellte hoch. Er versuchte den Hengst noch aufzuhalten doch er erwischte ihn nicht mehr. Er fluchte vor sich hin.

Dem Geruch nach zu urteilen musste sich hier in der Nähe ein Massengrab oder etwas ähnliches befinden. Er kannte den Geruch aus den Aufbahrungshallen der Feldlazarette. Der Süsssaure Gestank drang unaufhaltsam in seine Nase und löste den Würgereiz aus.

<b> Was zur Hölle ist hier bloss Passiert? Verdammt noch mal.</b>

Er betrachtete voller Abscheu den Tiger, welcher die Brücke anknurrte sich aber nicht in dessen Nähe wagte. Er kniete zu Simasha welche kurz aus der Bewusstlosigkeit erwachte und ihn anhielt wegzulaufen. Er konnte nicht. „Wachbleiben Simasha, komm schon!“ Er sah das ausmass ihrer Verletzungen nicht, konnte nicht beurteilen wie es ihr ging. <b> Verdammt noch mal! Nein, nicht in Panik verfallen, Panik hilft dir nicht. Du musst handlungsfähig blieben!</b>

Sein Herz pochte wie wild, je schneller es schlug um so mehr Blut pumpte es auch aus den offenen Wunden heraus.

Er wollte sie zur Seite drehen als er das tiefe Brummen hinter sich vernahm. Es lief ihm Eiskalt den Rücken hinab. Er war sich nicht mehr so sicher, ob der Tiger die Brücke anknurrte, oder nicht eher das, was hinter ihm war.

<b> Was zur Hölle!</b>

Er zog sein Schwert und wirbelte verzweifelt herum…

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Erzähler » Sonntag 11. Februar 2007, 22:35

Asmodeus wirbelte herum und sah etwas riesiges unter der Brücke hervor kommen. Es kam auf ihn zu und stellte sich als Troll heraus. Der Gestank ging von ihm aus und Asmodeus musste wieder mit seinem Magen kämpfen. Eine Keule lag auf seiner Schulter und er schaute Asmodeus mit seinen kleinen Augen böse an:

„Wenn du wollen über meine Brücke…du müssen mir alles geben was du hast! Sonst ich werden böse!“

Er schaute Asmodeus an, sah das Kurzschwert, welches im Vergleich zum Troll fürchterlich lächerlich aus sah und entdeckte Simasha.

„Du mir geben Frau…dann du dürfen gehen!“

grunzte er und ging ein Stück auf ihn zu. Der Tiger brüllte böse auf und ging noch ein Stück weiter weg. Vor ihm stand ein Gegner und hinter ihm auch. Es sah nicht sonderlich gut für ihn aus, zumal Simasha immer noch bewusstlos war.

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Asmodeus » Sonntag 11. Februar 2007, 22:54

<b> Na toll, dass auch noch. Meine Situation hat sich ja prächtig verbessert. Na ja immerhin ein Troll der nicht gleich zuschlägt…</b> Dachte er. Die Zeit arbeitete immer noch gegen ihn.

Er keuchte vor sich hin. Was sollte er jetzt bloss tun? Der Troll war ihm körperlich meilenweit überlegen. Seine einzige schwäche war seine begrenzte Intelligenz. . .
Aber was soll ihm jetzt so auf die schnelle einfallen?

Sein ganzer Körper schmerzte, er richtete sich auf und schaute zum Troll hoch. Er folgte dem Blick des Trolls zu Simasha. „Die Frau da? Die ist doch tot. Was wollt ihr mit einer toten Frau, dass macht doch keinen Spass mehr. Aber wisst ihr was ein starker Troll in seinem Besitz hat? Wilde Bestien, wie zum Beispiel einen Tiger. Das macht doch einen starken Troll aus oder nicht? Frauen kreischen nur und lassen sich leicht einfangen, Tiger sind aber etwas für die besonders guten Trolle. Viele Trolle haben eine Frau, aber weniger ein so schönes Kätzchen! Zufälligerweise habt ihr gerade die Möglichkeit ein solcher Tiger zu fangen, sehr ihr dort hinten. Fangt doch zuerst das Kätzchen, wenn ihr die Frau doch noch wollt, die läuft ja nicht mehr davon. Die ist auch noch da wenn ihr das Kätzchen gefangen habt. Dann hättet ihr sogar beides, versteht ihr?“ Krächzte er dem Troll entgegen.

<b> Die Keule ist verdammt gross…</b>

Er hoffte, dass er ihn mit diesem relativ unkreativen Versuch nicht reizte, doch es war das einzige was ihm gerade einfiel. Er musste es versuchen. Er konnte Simasha doch nicht diesem stinkenden Wesen überlassen. „Was mich betrifft, ich habe nicht viel für euch. Nur Gold, oder dieses Schwert hier.“

<b> Hau ab! Verdammt noch mal, wärend ich mit dir quatsche stirbt Simasha vielleicht!</b>

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Erzähler » Sonntag 11. Februar 2007, 23:06

Der Troll schaute zu dem Tiger und Asmodeus war es als würde die Raubkatze mit einem entsetzen Blick auch zu dem Troll schauen.

„Ja…Katze bestimmt lecker…Frau ich nehmen dann gleich, wenn ich Katze haben. Du können gehen, aber lassen Frau hier. Verstanden?“

Asmodeus nickte nur und der Troll stampft auf die Raubkatze zu. Diese war natürlich nichts so dumm einfach stehen zu bleiben sondern lief weg. Der Troll schnaubte böse und versuchte der Raubkatze hinterher zu laufen. Viel Glück hatte er nicht.

Asmodeus stand allein an der Brücke. Er packte Simasha und zog sie über die Brücke. Die Stute kam wieder zögerlich zu ihm gelaufen. Anscheinend war sie nicht so ängstlich wie der Hengst. Asmodeus Blick wanderte zu dem Troll. Dieser war stehen geblieben und schaute dem Tiger nach. Er zuckte die großen Schultern und drehte sich wieder um. Anscheinend wollte er die leichtere Beute nun doch lieber. Er schaute Asmodeus einen kurzen Moment zu, dann verstand er das dieser gerade dabei war sein Beute weg zuschaffen.

Wütend brüllte er auf und rannte zurück zu „seiner“ Brücke um nun auch Asmodeus als Frühstück anzusehen. Dieser stand in der Nähe der Stute die zögerlich näher kam, er hatte Simasha unter den Armen gepackt und zog sie weg. Es gelang ihm nur langsam und mühsam den auch er war angeschlagen. Als der Troll dann aufbrüllte scheute die Stute wieder. Doch zu Asmodeus Verwunderung kam sie auf ihn zu und stellte sich vor ihn. Anscheinend wollte sie ihm sagen dass er schnell aufsteigen sollte. Als er sah das der Troll schnell näher kam wusste er das ihm die Zeit aus den Fingern rann…zudem hatte er Wunden die einer Behandlung bedurften und Simasha war immer noch weg drehten.

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Asmodeus » Sonntag 11. Februar 2007, 23:26

Asmodeus freute sich zu früh als der Troll der Katze nachlief. Er dachte er könnte sich nun ungehindert aus dem Staub machen, doch die Katze war zu schnell und der Troll offenbar zu faul um ihr zu folgen. „Verdammt!“ Fluchte er als der Troll ihn erblickte, dieser schaute ihn für einen Augenblick verdutzt an, ehe er begriff was hier gerade geschah. Asmodeus sah wie er aufbrüllte. Spätestens jetzt war er so richtig sauer, jetzt war er einer der Trolle welcher sofort zuschlägt.

Er packte Samisha unter den Armen und schleifte sie weg, seine Schulter schmerzte dabei ungeheuerlich und er knurrte vor sich hin. Seine Augen tränten. „Halte durch.“ Sagte er zu Simasha und zu sich selbst. Er hoffte, sie durch diese notfallmässige Evakuierung nicht noch ernsthafter zu verletzten, doch ihm blieb keine Wahl als sie ziemlich unsanft und hastig von der Brücke weg zu schleifen.

Da erblickte er die Stute, welche sich ihm zögerlich näherte. „Na komm her.“ Rief er ihr nervös zu. <b> Komm schon! Mach!

</b> Nervös schaute er sich nochmals über die Schulter und sah den wütenden Blick auf ihn zurasen. Er schwang bedrohlich seine Keule.
<b> Der letzte Mensch den ich gesehen hatte, welcher Bekanntschaft mit einem Troll machte, kam mit einem zermatschten Bein ins Lazarett, wobei zermatscht noch ziemlich untertrieben ausgedrückt ist. So einen Troll zu töten wirst du wohl noch hinkriegen oder? Vergiss es! Fliehen ist besser. Ja weglaufen ist immer besser bei Dir.</b>

Der Dämon wollte einfach nur kämpfen, egal ob er dabei draufging, dass war ihm egal. Doch Asmodeus riss sich zusammen und beschleunigte noch so gut es ging.

Er wuchtete die junge Frau auf die Stute, der Troll war inzwischen schon gefährlich nahe. Das Pferd wurde immer unruhiger. <b> Wenigstens ist sie bald in Sicherheit</b> Asmodeus selbst hatte kaum noch die Kraft sich selbst auf das Pferd zu hieven doch er riss sich zusammen und versuchte es.

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Erzähler » Sonntag 11. Februar 2007, 23:38

Mit letzter Kraft hievte er sich auf die Stute und ließ sie laufen. Der Troll hatte keine Chance dem Pferd zu folgen. Asmodeus sank im Sattel zusammen und fiel auch in die Dunkelheit hinab. Die Stute rannte um ihr Leben und blieb erst stehen als sie nicht mehr konnte. Simasha und Asmodeus lagen bewusstlos im Sattel. Die Stute blieb stehen und legte sich ins Gras. Ihre beiden Reiter fielen ins Gras und blieben liegen.

Asmodeus kämpfte gegen seine Bewusstlosigkeit an, doch es hatte keinen Sinn. Sein Körper schrie nach Ruhe und nahm sie sich.

Als er die Augen wieder aufschlug, lag er auf einer Matte und sah auf eine Zeltwand. Sein Körper fühlte sich immer noch müde an, die Schulter und der Brustkorb schmerzten. Trotzdem setzte er sich auf und sah sich um. Simasha lag neben ihm und schlief immer noch. Sie war versorgt und trug andere Kleidung. Erst jetzt sah er dass er mit nacktem Oberkörper in dem Zelt saß. Kurz überlegte er ob es irgendetwas Dummes angestellt hatte doch er war sich fast sicher nichts dergleichen getan zu haben. Sein Kopf brummte als hatte er zu sehr dem Alkohol gefrönt. Dann sah er das seine Schulter und sein Brustkorb fachmännisch genäht und gereinigt worden. Draußen hörte er Stimmen und schaute vorsichtig hinaus.

Draußen war es immer noch dämmerig, ein Feuer brannte dort und einige Zelte waren aufgebaut. Bevor er aufstehen konnte kam eine Frau auf ihn zu und begann direkt zu meckern:

„Aber sofort legst du dich wieder hin. Zwei Tage ohne Bewusstsein und jetzt direkt wieder aufstehen. Sofort legst du dich wieder hin oder ich sorge dafür das du erst aufstehst wenn ich es will und für richtig erachte!“

Asmodeus konnte gar nicht anders, er musste sich wieder hinlegen. Die Frau schüttelte den Kopf und ging wieder hinaus. Mittlerweile war Simasha aufgewacht und schaute ihn an.

„Ich weiß zwar nicht genau wo wir sind aber ich denke wir sollten einfach mal liegen bleiben und uns ausruhen.“

Sie lächelte ihn wieder an und legte ihre Hand auf seinen Arm.

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Asmodeus » Montag 12. Februar 2007, 00:04

<b> Schneller, Schneller!</b> Das Brüllen des Trolls wurde leiser, er hörte das wiehern der Stute als er plötzlich eindämmerte.
<b> Nein nicht jetzt… muss hier weg, Simasha…</b> Dann folgte eine tiefe Schwärze. Er meinte noch zu spüren wie irgendjemand an ihm zog.
Zum ersten Mal hatte er keine Alpträume, sondern war einfach nur… weg…

Als er wieder zu sich kam und die Zeltwand anstarrte und sah dass er versorgt war staunte er nicht schlecht. [

b] Wer hat uns in dieser öden Ebene bloss gefunden?</b>

Er vernahm die Geräusche vor dem Zelt und ging ihnen nach. Da wurde er auch schon von der Frau entdeckt.
Er grummelte was Unverständliches vor sich hin als er von angemeckert wurde, er kam sich wie ein kleines Kind vor, welches Honig gestohlen hatte und erwischt wurde.

<b> Zwei Tage ohne Bewusstsein? Aber was ist denn bloss passiert? Wo sind wir hier bloss und wer sind diese Leute?</b>

Er betrachtete kurz die Naht auf seinem Brustkorb. „Ziemlich gut genäht.“ Murmelte er erstaunt. Die Kratzspuren des Tigers waren überall verteilt, mal tiefer mal weniger. Ausserdem hatte er einige Hämatome und einen zünftigen, violett blauen Hufabdruck des Pferdes, er wusste gar nicht mehr ob es der Hengst oder die Stute war.

Er legte sich wieder hin und atmete tief durch. Sein Schädel brummte, was haben die mir bloss eingeflösst. Dass kann doch nicht nur die Bewusstlosigkeit gewesen sein.

Es beruhigte ihn ungemein als er Simashas stimme vernahm. „Den Götter sei dank ihr Lebt!“ Bemerkte er. Als er sich wieder hinlegen musste.

Asmodeus war nicht gerade sehr gut darin einfach liegen zu bleiben und sich auszuruhen, zumal er nicht wusste wo er war. Er spielte alle möglichen Szenarien ab, wer sie wohl finden konnten. Hatte man nach ihnen gesucht oder war es Zufall? Es mussten viele Leute sein, denn es waren mehrere Zelte aufgeschlagen.

Als er Simashas Hand auf seinem Arm spürte lächelte er sie müde an. Er entspannte sich kurz.
<b> Zwei Tage? Das kann doch nicht so lange gedauert haben.</b>

Er machte sich selbst unruhig mit seinen Gedanken und obwohl er selbst wusste, dass er Ruhe brauchte und sein Körper auch danach schrie musste er wissen was hier vor sich kam. Er rappelte sich wieder auf. Simasha protestierte heftig.

<b> Was ist hier bloss los? Wo sind wir überhaupt? Warum zwei Tage? Das ist doch verdammt lange, rasten die schon zwei Tage hier? Wo ist hier?</b>

Vermutlich lag es an dem dröhnen im Schädel, dass er sich so in seinen Gedanken verhakte. Völlig verwirrt und nervös schwankte er wieder Richtung Zeltausgang.
Zuletzt geändert von Asmodeus am Montag 12. Februar 2007, 00:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Erzähler » Montag 12. Februar 2007, 00:23

Bevor Asmodeus aus dem Zelt heraus treten konnte war auch schon wieder die Frau da. Diesmal jedoch war sie wirklich sauer.

„Also wirklich! Muss ich hier alles fünfmal sagen. Du legst dich jetzt sofort hin und dann kann ich dir alles erklären aber nur wenn du liegen bleibst!“

Sie drückte Asmodeus wieder auf sein Bett und stellte sich mit verschränkten Armen und bösen Blick vor den Zeltausgang.

„Also, wir sind fahrende Händler und fanden euch mit euren zwei Pferden bewusstlos und schwer verletzt mitten in der Stillen Ebene. Du hattest dir den Kopf aufgeschlagen an einem Stein, vermutlich als du vom Pferd gestürzt bist. Ihr hattet beide viel Blut verloren. Wir rasten hier jetzt noch eine Woche, da wir auf ein paar andere Händler warten um dann nach Dessaria zusammen zureisen. Deshalb konnte ich euch pflegen. Eure Sachen haben wir auch gefunden. Ich habe euch wieder zusammen geflickt und will hoffen dass ihr jetzt endlich ruhig liegen bleibt. Ich habe euch beiden Schmerzmittel gegeben. Macht was ihr wollt, aber seit nicht so laut und strengt euch nicht zu viel dabei an. Ich bringe euch heute Abend ein wenig Suppe um euren Magen wieder ans Essen zu gewöhnen. Und jetzt will ich euch zwei Turteltäubchen nicht mehr draußen sehen sonst nähe das Zelt zu!“

Damit drehte sich die Frau herum und verschwand.

Simasha schaute ihn an und lächelte:

„Sie denkt wir wären ein Paar. Ich finde das süß! Sie scheint nett zu sein, sonst hätte sie uns nicht geholfen und jetzt bleibst du liegen!“

Sie drehte sich zu ihm und umarmte ihn. Kurz schmerzte Asmodeus Verletzung aber dann war es vorbei. Erst jetzt sah er dass ihr Oberteil offen war. Darunter trug sie nichts und ein wenig ihres weißes Fleisches konnte er begutachten. Sie legte ihr Bein um sein Bein und kuschelte sich an ihn.
Jetzt ohne die Kräuter war es ganz anders ihre Nähe zu spüren.

Ihre Blicken trafen sich wieder und Simasha rutschte näher zu ihm, hob die Decke und er spürte ihren Körper an seinem.
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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Asmodeus » Montag 12. Februar 2007, 00:54

Als die Frau plötzlich wieder vor ihm stand brachte er nur noch ein zerknischrtes: „Oh-oh.“ heraus, da wurde er schon von ihr zurück bugsiert. Jetzt kam er sich nicht nur wie ein Kind vor welches Honig gestohlen hatte, sondern auch noch wie ein trotziges noch dazu. Asmodeus kam sich plötzlich ziemlich klein vor, als sie ihn noch einmal drohend anblickte und mahnend den Zeigefinger erhob. Er legte sich artig, flach hin und sah sie unschuldig an. Damit schien sie sich zu begnügen.

<b> Händler also, nun gut. Damit kann ich vorerst mal leben. </b> Er fasste sich an den Kopf, erst jetzt spürte er den Verband der darum gewickelt war. Oh er musste dämlich aussehen, mit Hufabdrücken und einem Verband am Kopf.

Er versuchte sich zu entspannen, schliesslich blieb ihm nichts anderes übrig. Als die Frau ihre Bemerkung machte verstand er erst nicht genau worauf sie hinaus wollte.

Als Simasha ihn anlächelte und es aussprach, was die Frau dachte brachte er nur ein entsetztes. „Was?“ Hervor und richtete sich kerzengrade auf, doch er wurde von Simasha wieder auf die Matte gedrückt. „Liegen bleiben. Sonst näht sie das Zelt zu….“ Raunte sie. <b> Ein Paar?? Aber aber aber aber….</b>

„Aber… wir… also… ich… dass ist ein furchtabres Missverständnis… ich.“ Stammelte er vor sich hin. Da umarmte sie ihn. Erst jetzt bemerkte er ihre spärliche Bekleidung. Verlegen kniff er die Augen zu… öffnete eins aber vorsichtig nochmals, da er doch eine kurze Begutachtung wagen musste.

Sein Herz lief schon beinahe Amok.

Er wurde immer nervöser, da rückte Simasha noch näher. <b> Oh bei all den Göttern!</b> „Aber… du… ihr… „ So viele Gefühle stiegen in ihm hoch, Gefühle welche er schon lange für immer verloren geglaubt hatte. Plötzlich brachen sie alle über ihn ein. Er erstarrte plötzlich als sie ihr Bein über sein Bein…
<b> Nein nein nein nein nein vor ein paar Tagen hab ich zum ersten Mal wieder mit einem Menschen gesprochen und jetzt sollte ich? </b> Seine Gedanken überstürzten sich.

Er war plötzlich dermassen aufgewühlt und nervös, dass er kaum noch denken konnte. „Wir sind doch kein…“ Wiederholte er.

Als er sie gaaaaaannz nah an ihm spürte wurde es ihm zuviel, er war völlig überrannt vor so vielen Emotionen. <b> Es ist wie Honig, wenn man zuviel davon isst bekommt man Magenschmerzen…. DAS IST DOCH KEIN HONIG!!!!</b> Nein das war es gewiss nicht, es war noch etwa zwanzig Mal süsser als Honig.

Wie von der Tarantel gestochen rollte er sich von ihr weg und versuchte sich aus dem Staub zu machen, vergass aber, dass es ihm immer noch ziemlich schwindelig war, als er aufstehen wollte kippte er zur Seite und knallte mit dem sowieso schon schmerzenden Kopf an die Kante eines Stuhls.

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Erzähler » Montag 12. Februar 2007, 01:07

Als Asmodeus so überstürzt aufgesprungen war und gegen den Stuhl geknallt war hatte Simasha den Kopf geschüttelt.
Er lag wieder am Boden und hatte die Augen geschlossen. Also krabbelte sie auf allen Vieren zu ihm. Sie hatte eine Bluse an, welche sie offen trug. Sonst hätte der Verband und die genähten Wunden nur unnötig mehr gestört.
Während sie auf ihn zukrabbelte gingen ihr viele Fragen durch den Kopf, vor allem die was sie gerade überhaupt tat. Doch sie schob alles zur Seite und tat einfach das wonach ihr gerade der Sinn stand.
Sie wollte diesem Mann zeigen dass er kein Monster war und dass er sich nicht verstecken brauchte.

<b> Vielleicht wird stimmt nicht alles was die Wahrsagerin sagte und wir können…</b>

doch sie dachte nicht mehr weiter, sie war bei ihm angekommen. Er hielt sich eine Hand an den Kopf und hatte immer noch die Augen geschlossen. Sie berührte sein Knie.

<b> Was wenn er…</b>

Doch allen Bedenken zum trotz legte sie ihre Hand auf seine Brust, dort wo sein Herz schlug und küsste ihn.

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Asmodeus » Montag 12. Februar 2007, 01:27

Er stöhnte auf als er auf die Kante knallte, es kam ihm vor als wäre sein Schädel explodiert. Er fasste sich an die Schläfe und hielt sich das pochende Etwas, da er glaubte sein Schädel würde sonst zerspringen. Er hielt die Augen geschlossen und blieb einfach liegen.

<b> Was für ein elender Tolpatsch bist du den heute! Ist ja peinlich! Meine Güte du bist doch ein Mann! Ja schon aber… aber aber aber aber. Hör endlich auf mir zu widersprechen. Das hält man ja im Kopf nicht aus. Das bin ich nicht sondern die Stuhlkante! Ach ja? Ja! Nein! Doch! Nein! Doch! Nein! Doch!</b>

Er wäre wohl ewig in jenem Gedankengang stecken geblieben wäre da nicht Simasha gewesen, die ihn an seinem Knie berührte.

<b> Na endlich! Nein! Doch! Gleich wird sie… wird sie nicht! Oh doch, hehehe und dann gehört sie ganz mir… Du elender…! Was ist den los, ist doch das natürlichste auf der Welt. Nein, dass heisst ja schon aber. Ach übrigens, du hast nicht etwa vergessen, dass sie eventuell gerade deine Gedanken liest. Oh Verdammt!</b>

Seine Kopfschmerzen liessen nicht an, wurden eher dröhnender. Er spürte sie auf sich.

<b> Zu viel… viel zu viel! Nein mehr! Mehr! Macht doch spass!</b>

Da war er nun der Dämon in ihm. Er erwachte langsam. Als Simasha ihn küsste, war es als sprengte sie jegliche Ketten zu seinem gepanzerten Herzen und legte damit alles frei was darin eingeschlossen war. Alles... Seine Augen begannen zu leuchten, er grinste plötzlich. „Na, bitte!“ Knurrte er.
<b> Lass sie in Ruhe! Hehehe….</b>

Er packte sie und drehte sie auf den Rücken. Er hatte ein völlig veränderten Gesichtsausdruck. Gier lag in seinen Augen.
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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Erzähler » Montag 12. Februar 2007, 01:50

Als sie ihn küsste hatte sie jede Vorsicht fallen gelassen. Sie wollte nicht wissen was er dachte und so tat sie auch nichts um es heraus zufinden. Sie wartete einfach nur Asmodeus Reaktion ab und die war eindeutig für sie.

Simasha ließ sich von ihm auf das „Bett“ drücken und umarmet ihn. Sie hatte die Augen geschlossen und sah nicht seinen Blick. Für sie gab es jetzt nichts gefährliches und da sie wusste das man sie nicht stören würde war es ihr auch egal.

Sie spürte seine Nähe und die Wärme die von ihm ausging. Also drückte sie Asmodeus noch näher an sich und sah nicht die Gefahr in der sie sich befand.

Draußen waren die Kaufleute weit vom Zelt entfernt um nicht zu stören egal bei was. Niemand hörte oder sah sie.

Der Dämon hatte durch den Kuss die Oderhand gewonnen und wollte nun endlich das tun was er für richtig erachtete. Simasha ließ die Augen geschlossen, küsste Asmodeus noch einmal und genoss seine Nähe. In der Zwischenzeit kämpfte Asmodeus einen Unsichtbaren Kampf mit sich selbst.

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Asmodeus » Montag 12. Februar 2007, 09:16

<b> Lass sie los! Hehehe… nein, sie ist mein!</b> Stritt es in ihm. Seine Arme zitterten als sie immer kräftiger wurden. Er merkte wie seine Körpertemperatur stieg, sein Atem aber eisig kalt wurde. Seine Augen rauchten blau und er grinste die Frau an, welche sich ihm so hingab. Arglos, voller vertrauen.<b> Dieses kleine… Hör auf verdammt noch mal! Hehehe…</b>

Er spürte wie sie sich ihm wieder entgegen drückte, da griff er nach ihren Handgelenken und drückte sie auf die Matte, er lachte auf und knurrte sie an.
<b> Du Mistkerl! Sei doch still, dir wird’s gefallen, glaub mir! Nein! Verdammt noch mal halt die Klappe! Lass von ihr ab! Nie im Leben!</b>

Er liess von ihrem linken Handgelenk ab und packte sie unsanft an der Kehle. Er hatte eine unglaubliche Kraft und hatte jede Spur von Zärtlichkeit verloren. „Ich werde eine menge Spass mit dir haben!“ Hauchte er ihr eisig ins Ohr. Ehe er böse auflachte. Er drückte ihr die Luft ab und küsste sie gleichzeitig auf die Stirn. Es sah wie ein makaberes Spiel aus, wo der Jäger erst mit seiner Beute spielte, ehe er sie tötete.

<b> Du erwürgst sie! Nur keine Angst, erst ein bisschen spielen, dann erwürgen. Hehehe…? Du elender Bastard! Nein DU bist der Bastard, ist schliesslich dein Körper. Lass von ihr ab! Hehehe… Ich warne dich! Ach was willst du tun hä? Mich zu Tode quatschen? Na warte! Uh jetzt krieg ich aber Angst vor dir. Sei still und Geniesse doch einfach! Nein! Dein Pech!</b>

Auch für den Dämon war es anstrengend solche Gedankenaustausche mit sich selbst zu machen, ausserdem spürte auch er die Kopfschmerzen. Dennoch war er um einiges stärker als vorher.

Er lockerte seinen Griff kurz drängte sich wieder dicht an ihr Ohr. „Na los, ich will dich schreien hören!“ Flüsterte er ihr zu. „Du wusstest es doch oder? Du wolltest es nicht anders!“ Schrie er sie an.
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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Erzähler » Montag 12. Februar 2007, 20:57

Obwohl Asmodeus sie so brutal an der Kehle gepackt hatte zappelte Simasha nicht. Sie öffnete langsam die Augen und schaute ihn an. Ihre grünen Augen sah irgendwie anderes aus als vorher. Völlig ruhig blieb sie liegen und versuchte zu atmen. Warum sollte sie seine Gedanken lesen, das brauchte sie nicht um zu wissen was in ihm vor ging. Als er ihr dann zuflüsterte, das er ihre Schreie hören will wurde sie noch ruhiger. Sie schaute ihn einfach nur. Immer noch hielt er sie an ihrem Hals fest und schob grob ihre auseinander.

Als er das tat war auch Simasha`s Geduld vorbei und sie krallte sich in seinem Fleisch fest. Doch es nützte alles nichts, das dämonische in Asmodeus hatte die Oberhand gewonnen und war nun viel zu stark für sie. Ihr blieb nichts anderes übrig als um Hilfe zu schreien. Jedoch war es nicht die Hilfe die Asmodeus erwartete hatte, sie drehte ihren Kopf zur Seite und schaute ihren Schatten an. Dieser entwickelte ein Eigenleben und packte Asmodeus. Der Schatten packte ihn am Hals und hob ihn einfach hoch. Er war durch Magie herauf beschworen und wesentlich stärker als Asmodeus.

Simasha stand auf, rieb sich den Hals und schaute Asmodeus an. Dieser wackelte mit den Füßen in der Luft herum und rang nun selber um Luft.

„Wenn ich dich los lasse, bist du brav und legst dich hin damit du dich ausruhst?“

fragte sie und schaute ihn weiterhin an. Ihr Schatten packte fester zu.

<b>Die Wahrsagerin hatte also wirklich recht…ich hatte gehofft das…aber nun weiß ich es besser</b>

Sie wischte sich über die Augen und damit die Tränen weg die dieser Erkenntnis ausgelöst hatten.

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Re: Irgendwo in der Stillen Ebene

Beitrag von Asmodeus » Montag 12. Februar 2007, 21:21

<b> Was tut sie da? Dich in die Schranken weisen! Halt die Klappe! Der werd ich es zeigen! Warum schreit sie nicht!</b>

Der Dämon brüllte auf als sich Simashas Hände in sein Fleisch bohrten. Doch er wurde dadurch nur noch aggressiver drückte fester zu.

Er schrie auf als er von dem Schatten gepackt wurde. Er spürte wie die unglaubliche Kraft ihn vom Boden abhob und ihn würgte. Er keuchte nach Luft. <b> Gib auf! Neiiinn!</b> Der Dämon hatte nicht vor die Oberhand abzugeben und wehrte sich mit aller Kraft, auch wenn er sich dabei selbst vernichtete.

Seine Augen blitzten böse auf. „Niemals!“ Knurrte er, kaum Luft bekommend. Er spürte wie er langsam aber sicher zu ersticken drohte. Er versuchte sich die Schattenhände von seinem Leib zu reissen, doch er schien sie nicht fassen zu können. <b> Gib endlich auf! Du bringst uns um! Nein, dann bringt sie uns halt um! </b>
Er knurrte vor sich hin und versuchte zu kreischen, doch aus seiner Kehle kam kaum noch ein Laut.

Er spürte wie seine Lungen zu krampfen begannen, er keuchte nur noch vor sich hin, nur sein böses Gesicht blieb bestehen, auch wenn es schmerzverzehrt war. „Lass los!“ Gluckste er wütend.
Zuletzt geändert von Asmodeus am Montag 12. Februar 2007, 21:21, insgesamt 1-mal geändert.

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