Mit einem Mistwetter die schönen Sachen genießen.

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Re: Mit einem Mistwetter die schönen Sachen genießen.

Beitrag von Erzähler » Samstag 25. August 2007, 13:08

Das Mädchen – Marian – hatte die erste Möglichkeit zur Flucht genutzt, nämlich, als Julia Marcon einen ordentlichen Schlag auf die Unterlippe verpasst hatte. Sie war in die nächste Gasse gerannt und verschwunden. Würden die beiden die Kleine zum letzten Mal gesehen haben?

Im Moment schauten sie sich jedenfalls die Waren des örtlichen Waffenschmieds an, der seinen Gesellen losgeschickt hatte, einen Stand auf dem Marktplatz aufzubauen.
Andunie war <i>die</i> Handelsstadt an den östlichen Ufern Celcias und somit besaßen auch die Waffen hohe Qualität, importierten sich die Schmiede doch nur das beste Eisen auf Land- und Seeweg.
Die Kurzschwerter, mit welchen Julia und Marcon sich ein kleines, aber imponierendes Kampfduell geliefert hatten, lagen nicht nur gut in der Hand, sondern besaßen zudem noch scharfe Klingen sowie eine gewisse Leichtigkeit, mit der sie sich wie Degen schwingen ließen.

Der Schmiedegeselle war stolz darauf, dass den beiden sein Werk gefiel. Ja, Kurzschwerter waren seine Spezialität. Bald, gegen Ende seiner Lehre würde er auch andere Klingen und vielleicht sogar Axtblätter schmieden dürfen. Im Augenblick gab er sich eben noch mit den Kurzschwertern zufrieden.

Auf der Ablage befanden sich jedoch alle möglichen Arten von Waffen: Breit- und Doppeläxte mit verschiedenen Gravuren im Blatt, Schlagringe und Klingenklauen, die wir lange scharfe Nägel aussahen. Da gab es verschiedene Dolche und Messerchen für den einfachen Bürger und natürlich jede Menge Schwerter, Säbel und andere Waffen.

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Re: Mit einem Mistwetter die schönen Sachen genießen.

Beitrag von fremder Mann » Samstag 25. August 2007, 14:08

Der Schmiedegeselle lächelte breit, wischte sich aus einer Laune heraus die Hände an seiner Leiderschürze ab. Er strahlte. Jemand wollte seine Werke, seine Kurzschwerter nicht nur genauer ansehen, sondern auch den Preis wissen. Vielleicht kaufte dieser Mann sogar eines!
<b>Mein Meister wird stolz sein.</b>

Der Schmiedegeselle suchte ein besonders gut ausgefallenes Exemplar aus seiner Sammlung heraus und reichte es Marcon. "Wenn Euch dieses Schwert gefiel, so nehmt jenes. Es ist das beste aus dem ganzen Haufen und ich verlange nur 50 Goldmünzen dafür. Es mag einfach sein, doch in der richtigen Hand kann es sowohl zum Verteidiger als auch zum Mörder werden. Ein Schwert ist nur die längere Form des Armes des Trägers. Sind die Hände mit Blut befleckt, so ist es auch die Waffe. Ist der Träger ehrlich und rein, so erstrahlt auch die Klinge in seinem Glanz."

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fremder Mann
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Re: Mit einem Mistwetter die schönen Sachen genießen.

Beitrag von fremder Mann » Samstag 25. August 2007, 14:47

Julias Kommentar minderte die Laune des Mannes ein wenig. "Wenn es ein guter Haufen Klingen ist, so geht das schon in Ordnung. Diese hier ist eben die beste daraus und 50 Münzen sind schon ein allgemeiner Preis. Ich darf bei meinen Werken nicht höher handeln."

Dann jedoch lächelte der Schmiedegeselle breit in Marcons Richtung. "Die Götter werden es Euch danken, Herr. Dies ist eine ausgezeichnete Wahl." Er nahm das Kurzschwert, säuberte es nochmal und steckte es dann in eine dunkle Lederscheide, die mit dem Zeichen des Schmiedehauses versehen war: ein Hammer und ein Schwert über Kreuz.

Dann nahm er das Gold Marcons entgegen und überreichte ihm die eingepackte Klinge. "Die Schwertscheide gibt es gratis dazu. Ich wünsche Euch viele Möglichkeiten, die Waffe zum Wohle Celcias einzusetzen."


<i><li> Marcon zahlt 50 gm an den Schmied
<li> Marcon erhält ein Kurzschwert (einfach) mit Schwertscheide
</i>

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