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Erste Turnierrunde [allgemeine Infos]

Verfasst: Samstag 7. Juni 2008, 00:20
von Erzähler
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Hinweis: Die folgenden Informationen richten sich an alle User, die sich in und um die Arena aufhalten, sei es nun als Bestreiter eines Wettbewerbs, als Turnierteilnehmer oder Zuschauer. Für die beiden Disziplinen "Kampf ohne Magie" und "Bogenschießen" wird es eigene Topics geben und nur in diesen werden die Disziplinen sowie Zuschauerreaktionen gepostet.

Ein neuer Morgen brach an. Das Wetter meinte es nicht gerade gut mit jenen, die eifrig zur Arena strömten. Über dem Drachengebirge hingen Wolken, aber nein, nicht jene finsteren von Faldor gesandten Exemplare. Einfache Regenwolken waren es und sie ergossen ihren Inhalt nieselnd auf den Boden. Schon die Zeit der Abendsonne war dieses Jahr nicht gerade warm gewesen, doch jetzt in der begonnenen Zeit des Wandels pfiff ein böiger kalter Wind durch die Gassen Pelgars. Der Regen war nicht stark, aber kalt, geradezu eisig. Die Stimmung der Bürger konnte das Wetter allerdings nicht trüben, außerdem bauten schon erste Händler ihre Stände mit großen Kesseln auf, in denen sie Wein erhitzten, der große Begeisterung beim Volk fand.
Die Teilnehmer der ersten Turnierrunde, deren Anfang mit dem Schützenwettbewerb vor und dem Kampf ohne Magie in der Arena beginnen würde, mussten sich mit dem Trinken allerdings zurückhalten. Konzentration und Disziplin standen nun an der Tagesordnung. Aber auch jene, die noch nicht am vormittäglichen Wettstreit mitmachten, zeigten sich bereits. Sie reihten sich in die Zuschauer, einige wollten den möglichen Gegner studieren, andere einfach nur zusehen, bis ihre große Stunde kam.

Die Teilnehmer des Musikerwettstreits spielten hier und da vor der Arena auf oder stimmten ihre Instrumente. Die Magier unterhielten sich und schlossen – ja, man wollte es von Personen ihren Schlages gar nicht glauben! – Wetten auf ihre Favoriten ab. Jaja, auch die Magier waren ein gewinnbegeistertes Völkchen, immerhin mussten noch rasch ein paar Münzen zusammengewonnen werden, um diese für magische Hilfsmittel vor dem Duell anzuschaffen. Es gab aber auch einige, die sich in tiefer Meditation in ihre Zelte zurückzogen und überhaupt nicht am Ausgang der anderen Turnierdisziplinen interessiert waren.

So zum Beispiel der Magier Timathian Venghul, der am vorigen Abend noch mit Elwin am Arm den Festsaal der Arena verlassen hatte. Noch hatte er sich nicht blicken lassen. Ob beide mit einem kleinen Techtelmechtel beschäftigt waren? Unter einigen Adeligen wallten bereits Gerüchte auf.
Der Ork Thazghul Og Grubnar stand gerüstet und mit einer übergroßen zweiblättrigen Streitaxt bewaffnet bei einer schlanken Dame in nobler Gewandung. Die Frau war schon älter, strahlte aber herrische Autorität und nicht etwa Senilität aus. Sie unterhielt sich mit Thazghul, hielt die Stimme dabei gesenkt und schien auf ihn einzureden als wollte sie ihm eine Strategie einbläuen.
Jene, die sich in der Nähe eines Grüppchens älterer Herren hohen Ranges befanden, welche gerade gemeinsam ihre Pfeifchen rauchten, bekamen folgendes Gespräch mit:

"Seht ihr, ich wusste, dass die Gräfin Esmeralda Seide ihn angeheuert hat."
"Ja, ich hörte, sie will unbedingt den Sieg im Turnier erringen."
"Und dazu lässt sie einen Ork in ihrem Namen antreten? Wäre nicht ein Soldat ihrer Heimat Dessaria eine bessere – und saubere – Wahl gewesen?"
"Ich hörte, ihr dessarischer Kämpfer sei verletzt und sie hätte den Ork billig erstanden. Er ist so etwas wie ihr Haustier."
"Ein Ork als Haustier?! Dass ich nicht lache ..."
"Aber er scheint wahrlich ihr Schoßhündchen zu sein."
"Lass ihn dies ja nicht hören, sonst wird dein Schädel von der Axt gespalten ..."

Natürlich wurde auch anderorts heftig diskutiert, geredet oder auf den persönlichen Liebling gesetzt. Wer würde aus der ersten Turnierrunde im Kampf ohne Magie hervorgehen und es in die nächste Runde schaffen?
Wer würde das Bogenschießen gewinnen? Die Stimmung war zum Zerreißen gespannt und endlich gab die Stadtwache die Eingänge in die Arena frei. Menschenmassen strömten hindurch, hin und wieder wurde stichprobenartig jemand kontrolliert. Waffen unter den Zuschauern waren nicht erlaubt, was dem Ork Thazghul sofort ein finsteres Grollen entlockte. Aber er gehörte ja nicht zum Publikum. Sein Weg führte ihn in die Arena-Unterkünfte, jene Räumlichkeiten unterhalb der Tribünen. Dort würden Schiedsrichter noch einmal mit den Teilnehmern sprechen und die Reihenfolge der Kämpfe bestimmen, ehe die ersten beiden Gegner in den Arenahof gebracht würden.

Alle, die sich eher für den Fernkampf interessierten, blieben den Zuschauertribünen und somit dem Inneren der Arena fern. Sie sammelten sich um einen Platz vor dem gigantischen Gebäude. Denn dort würde gleich der Wettbewerb im Bogenschießen beginnen. Drei Ziele waren aufgestellt worden, in einer Entfernung von zunächst noch 25 Metern. Junge Pagen mit Pfeilköchern standen an der Abschusslinie bereit und erwarteten wie auch ein Herold die Teilnehmer.

Wohin würde es all die Menschen führen, die sich dieses Ereignis nicht entgehen lassen wollten? Sie hatten freie Wahl und würden sicherlich alle auf ihre Kosten kommen, selbst wenn sie nicht am Turnier teilnahmen.