In der "singenden" Taverne

Immer fröhlich geht es zu bei der freundlichen Elfenwirtin. Nicht nur gesungen, auch getanzt wird hier und die Taverne ist für ihre sauberen Zimmer und das köstliche Essen bekannt und beliebt.
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Darak Luthrokar
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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von Darak Luthrokar » Donnerstag 10. Januar 2008, 17:32

Bewegungen so wild und doch so unglaublich geschmeidig wie er sie noch nie auf sich gespürt hatten sorgten dafür, dass Lilith ihren gehörnten Sklaven immer wieder so weit trieb, dass sie gänzlich alles von ihm hätte verlangen können. Sein Herz pumpte noch immer wild, doch langsam überschlug es sich. Wie viel Lust konnte ein Mann allein ertragen? Nein.. wieviel konnte ein Darak Luthrokar ertragen?

Sicherlich sehr viel davon, doch im Moment schien er einfach noch nicht in bester Verfassung dazu zu sein. Doch es war unbestritten, dass Lilith ihm gerade… verdammt gut tat. So drückte er sich ihr entgegen und erntete dafür nur noch stärkere und intensivere Gegenbewegungen. Er stöhnte heiser auf. Sein Brüllen strapazierte die Stimmbänder. Lilith hingegen war leise, natürlich keuchte und stöhnte auch sie – schliesslich wollte sie ihn nichts missen lassen, doch sie tat es kontrolliert. Geübt. Emotionslos. So konnte man wohl draussen oder gar unten im Schankraum nur den Hengst schnauben und brüllen hören.

Vielleicht ein weiterer Beweis von Liliths weiblicher Überlegenheit. Sie war offensichtlich nicht solchen Trieben unterworfen. In jener Hinsicht war sie frei… dennoch wirkte sie so gefangen in ihrem eigenen Körper. Wollte man den von gewissen… Dingen… Zwängen…Trieben… und Sehnsüchte frei sein?

Darak wohl kaum.
Zumindest nicht in diesem lustvollen Moment.

<i> "Genieß es"</i> Ihre liebliche Stimme drang tief in sein Bewusstsein. Er nickte nur ehe er seinen Kopf weiter zurücklegte um sich ihren Lippen zu ergeben – wie alles andere von ihm sich ihr ergab.

Sie kriegte ihre Antwort. Er wurde belohnt wie ein Hund, der brav auf Befehl hin Männchen gemacht hatte… nur bekam Darak ein besonders gutes und süchtig machendes Leckerli dafür.
Vielleicht war der Mann… oder der Luthrokar dem Tier, doch näher als man glauben mochte. Sie trieb ihn über den Höhepunkt hinaus. Er brüllte erneut auf als sich sein Körper anspannte und ins vibrieren geriet. Er wieder und immer wieder stöhnend die Augen verdrehte. Schnaubte. Nach Luft schnappte. Er, der er sich heute doch noch dem Tode so versprochen gefühlt hatte… wurde nun mit intensiven Gefühlen des Lebens nur so überhäuft.

Keuchend entspannte er sich ein weiteres Mal unter ihr. Doch diesmal liess sie ihn Veratmen. Er hatte es auch dringend nötig. Sein Körper erschöpfte langsam. Doch Lilith mochte wohl spüren, dass aus diesem Leib noch viel länger und mehr hinausgeholt werden könnte… in einer Nacht… wenn keine Gnade walten gelassen werden.. .und sein Genuss, keine Bedeutung besitzen würde.

Nur langsam kam er zur Ruhe. Er atmete heftig. Schaute sie an. „Möge…diese Nacht…niemals enden.“ Keuchte er. Oh wie blauäugig er diesen Satz doch von sich gab. Er wusste ja nicht, was Lilith wusste. Er wusste nicht, wie verhängnisvoll genau dieser Wunsch für ihn sein würde.

<i>Willst du noch immer wissen, was ich wirklich will?</i> Er schaute sie an. Sichtlich zufrieden. Wie hätte es auch anders sein Können? Er strich ihr sanft eine Strähne aus dem Gesicht. Strich ihr über die Hüften nach oben. Er hatte gemerkt wo sie besonders empfindlich war uns so berührte er jene Haut ihrer Weiblichkeit. Zeichnete die Erhebungen mit seinem Zeigefinger nach. Er schaute sie an. „Ja… denn ich möchte dir geben… was du willst.“ Hauchte er schliesslich.

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von fremde Frau » Freitag 11. Januar 2008, 01:10

Eine Nachtelfe war es, durch die Lilith zu den Amazonen gefunden hatte.
Eine Nachtelfe war es, die ihr Vertrauen gewonnen und ihre Seele gerettet hatte.
Eine Nachtelfe war es, die ihr folgende Worte geflüstert hatte:
<i>Nicht sie beherrschen dich, denn du sitzt obenauf. Du bist die Frau, die Amazone ... du eroberst sie und wirst siegen. </i>

Lilith Blütentau ... hatte gesiegt.
Darak lag schwer atmend unter ihr. Seine Brust hob und senkte sich. Er keuchte, wirkte aber unendlich zufrieden. Sie hatte ihn so weit getrieben, er war vollkommen fertig. Würde er noch mehr vertragen? Würde er noch mehr <i>er</i>tragen?
Nun, ein Darak Luthrokar konnte sicher noch einiges aushalten – wenn sie ihm eine Pause gönnte. Das tat Lilith, denn sie stellte ihm eine Frage.

Er strich ihr Haar zurück und fuhr dann mit den Händen über ihren Körper, verweilte auf ihren Brüsten. Sie waren weich, die Haut so zart. Lilith sog die Luft ein. Hier ... fühlte sie. Es war ... unangenehm. Erinnerungen kamen hoch, doch sie schluckte sie tapfer hinunter. Schatten sprangen durch ihre Augen, sie schloss diese. <b>Jetzt nicht. Reiß dich zusammen. Er muss erst antworten, erst die Antwort!</b> Sie lauschte angestrengt.

<i>"Ja ... denn ich möchte dir geben ... was du willst."</i>

Lilith lächelte. Seine Berührungen ... fühlten sich gut an. Sie öffnete die Augen. Keine Schatten, nur ein siegreiches Funkeln. Lieblich klang ihre Stimme, als sie sprach, obwohl die Worte doch so schicksalshaft sein sollten. "Ich will, dass du mein bist. In Xytras. Bleibe dort und werde mehr als ein Spender für meine Schwestern. Werde mein ... mein Gespiele ... mein Hausmännchen. Ich werde gut für dich sorgen." War er ein Haustier?! Nein, aber er sollte eines werden! Oh, wenn das nicht wieder seine Wut schürte. Aber besaß Darak noch genug Kraft, genug Atem, um eingeschnappt oder empört zu reagieren? Verstand er überhaupt, was Lilith da von ihm verlangte!?

Sie drückte ihren Oberkörper gegen seine Hände. Sie fühlte und es jagte ihr einen Schauer über den Rücken. Dieses Mal stöhnte sie weder gekünstelt, noch gespielt. Es war echt. Und dann trieb sie ihn aufs Neue an, bewegte wiederholt ihren Leib. Ja, diese Nacht sollte erst einmal nicht enden. Sie musste diesen Mann im Zaum halten. Nie zuvor hatte sie einen derartigen Wunsch geäußert und noch stand nicht fest, ob die drei weisen Jungfern von Xytras ihr diese Bitte gewährten. Darak Luthrokar ... Gehörnter ... Spender ... dauerhafter männlicher Bewohner von Xytras?

Aber Lilith hatte Pläne, die über die Mission der Amazonen hinaus ging. Sie liebte diese Heimat der Frauen, war es doch auch ihre eigene geworden. Sie liebte die Nachtelfe, die mehr als nur eine Freundin für sie war ... aber die Elfentänzerin, -sängerin und Schauspielerin wollte auch noch etwas Anderes lieben. Etwas, das sie niemals hatte lieben lernen können.

Sie beugte sich vor und küsste Darak so innig, dass sie im selben Moment aufschrie und zitterte. Wie schnell man sich doch selbst erschrecken konnte.

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von Darak Luthrokar » Samstag 12. Januar 2008, 00:02

Es war unglaublich, doch Lilith dachte nicht daran ihn aus ihren Fängen zu entlassen. Oh nein, wenn eine echte Amazone ihre Schlingen schon nach Beute auswarf, dann zog sie sie gewöhnlich gnadenlos zusammen bis kein Zucken mehr vom Opfer kam. Darauf beruhte ihr Glaube, ihre feste Überzeugung. Den nur durch diese eiserne Konsequenz und Gnadenlosigkeit würde ihr unabhängiges Volk bestehen bleiben können, dort auf diesen Sagenumwobenen Inseln.

In Schenken und den noch viel schäbigeren Ecken der übelsten Städte – wie zum Beispiel Sarma – erzählten sich die von der Sonne gebräunten und vom Meer gegerbten Seemänner gegenseitig von dem göttlichsten aller männlichen Missionen. Sie erzählten von dem Helden, dem Bock, dem Hengst, dem Stier… welcher das abtrünnige Weibsbild zurück in seine Fittiche zerren würde. Mit unstillbarem und (beinahe) selbstlosen Einsatz würde er den Reizen und Folterungen der Frauen trotzen und letztendlich siegen – wie es sich für die Männlichkeit – dem starken Geschlecht gehörte.

Die frauens Frauen, war für jene muskelbepackten Egozentriker nichts als ein Auswuchs weiblicher Hirnrissigkeit… nun zugegebenermassen ein ziemlich erotischer, aber eben im grossen und ganzen doch nur feministischer Unfug. Doch dieses wilde Lockte, denn der Gedanken eine ungestüme Tigerin zu zähmen, spornte doch so manchen Mann an sich auf das gefährliche Spiel mit ihnen einzulassen. Sofern er überhaupt Manns genug war um nur schon in ihre Aufmerksamkeit zu gelangen.

Meist gingen diese Männer als Löwen.
Stolz marschierten sie in die Stadt ein. Überlegen. Stark.
Dann wurden sie geschoren, gemolken, gebrandmarkt.
Übrig blieb ein Würmchen, welches so erbärmlich geworden war, dass es sich nicht mal mehr alleine winden konnte.

Ein grässliches Schicksal… und eben jenes, umschmeichelte gerade Darak. Er hatte zwar eine gewisse Ahnung, doch welcher Mann konnte sich denn schon solche Ausmasse vorstellen? Ein Luthrokar nicht. Zumindest dann nicht mehr, wenn sie die Anzahl weiblicher Brüste in seiner unmittelbarer nähe potenzierte. Ihm waren meist ja schon zwei genug um seine Gedanken zu verlieren.

Darak schaute zu ihr hin. Er wirkte erschöpft. Es war ein wahrlich anstrengender Tag für seinen Körper und es mochten noch viele solche folgen… würde er sie begleiten. Ihre Schenkel umspielten seine Gedanken noch immer, beeinflussten sie. Lust… machte leichtsinnig. Naiv. Doch Darak bewies genügend Scharfsinn einen rationalen Gedanken zu fassen… ehe:

<i> "Ich will, dass du mein bist. In Xytras. Bleibe dort und werde mehr als ein Spender für meine Schwestern.“</i> Er hob seine Augenbraue. Er wusste das ein amazonisches „Mein“ kein Heiratsantrag war. Eher ein Besitzanspruch bedeutete. <i>“Werde mein ... mein Gespiele ... mein Hausmännchen. Ich werde gut für dich sorgen."</i> Er starrte sie an. „HAUSMÄNNCHEN?!“ Keuchte er . Gespiele gefiel ihm da schon viel besser… aber Hausmännchen? Er räkelte sich und reizte sich so nur noch selbst, ohnehin war alles ziemlich empfindlich geworden. Kein Wunder. Ihr Körper hielt ihn gefangen. „Du… willst… mich zu deinem… Angestellten machen?“ Hauchte er verwirrt. Spielzeug, Gegenstand… Sklave… Hund… hätte es wohl treffender Beschrieben. Oder aber… war er doch… eine versteckte Hoffnung einer Frau die so viele Geheimnisse in sich barg?

Sie drückte sich ihm entgegen so dass er seinen Kopf nach hinten warf und sein Brustkorb sich ruckartig dehnte. „Jaaahrhrr..“ Keuchte er. Man konnte seine beginnende Überreizung langsam erahnen. Dies war für ihn völlig neu… und es schien so, als würde er dieses Unbekannte geniessen.

Noch.

Er spürte ihre zarte Haut gegen seine Hände drücken. Er walkte. Fühlte. War jedoch zärtlich. Darak schien seine Ahnungen zu haben… und er wollte sie nicht durch eine Unachtsamkeit vergrämen.

„Ich… kann es… mir… nicht ganz vorstellen, wie das… sein würde…“ Keuchte er. Welcher Mann konnte dies schon? Aber Darak sah auch seinen nüchternen Nutzen darin. Er würde Valrock Moslag töten. Den Foltermeister Pelgars, jener Stadt die ihn schon einmal verurteilt hatte, jene Stadt deren Eisenminen sein Leben geprägt hatte. Er hatte ein klares Motiv diesen Mann zu töten. Man würde nach ihm suchen, vermutlich tat man dies seid seinem Verschwinden jetzt schon, Valrock liess sich sein lieblingsopfer sicherlich nicht so einfach klauen.

Er würde einen Ort zum Untertauchen benötigen. Xytras wäre wohl so ziemlich der letzte Ort, wo man einen gehörnten Vermutete.

Besonders diesen.

Sie drückte sich ihm entgegen. Stöhnte auf. Darak runzelte die Stirn. Diesmal war es so anders… oder meinte er dies nur? Vielleicht lag es an seiner intensiven, ja beinahe schon wahrlich brennenden wogen der Lust welche sie erneut durch seinen Körper jagen wollte. Er räkelte sich unruhiger. Seine Hände legten sich zurück aufs Laken, in die selbe Position wie vorhin. Wieder diese Unterwerfung. Oder verhielt er sich so, weil seine eigene Mitte keine grösseren Bewegungen ausser den ihrigen mehr zuliess?

Doch nichts war für Darak eindrücklicher als diese weichen süssen Lippen welche sich plötzlich auf die seinen legten und sich in einen wilden jedoch innigen Kuss verloren… und doch waren ihm diese Lippen doch so fremd… denn es waren nicht Elenas. Er erwiderte stürmisch, denn sie nahm ihm beinahe den Atem. Er hob seine Arme, strich über ihre Wange.

Da schrie sie auf.

Darak zuckte stöhnend zusammen. Löste sich schlagartig von ihren Lippen. Schaute sie mit nicht mehr ünterdrückbarer– lustvoll verzehrten Miene und doch sichtlicher Sorge zu ihr. Instinktiv warf er beinahe seine Arme zurück aufs Laken, glaubte dies sei die Ursache des Schreis gewesen.

Darak schnaubte. Doch sein Blick ruhte fragend auf ihr.

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von fremde Frau » Samstag 12. Januar 2008, 13:55

Amazonen hassten zwar Männer und selten taten sie sich mit ihnen zusammen – meist nur aus Gründen der eigenen Volkserhaltung. Aber sie liebten es, über einen Mann zu siegen, vor allem wenn es um Bettgeschichten ging. Wie gern spazierten diese Möchtegern-Krieger, diese wilden Hengste, doch in die nächstbeste Taverne und prahlten mit ihren Eroberungen der letzten Nacht. Mindestens genauso gern schlenderte eine Amazone in eine Schenke, ließ klangvoll ihre Stiefelabsätze aufschlagen und stolzierte mit diesem gewissen Grinsen durch den Raum, einen Mann wieder so klein wie eine Mücke gemacht zu haben. Solche Selbstsicherheit zeugte davon, dass sie Erfolg hatten. Amazonen ... Tierbändigerinnen?

Lilith gehörte ursprünglich ebenfalls zu dieser Art Frau. Sie hatte es so gelernt, in langen Jahren bei ihrer Freundin, der Nachtelfe und bei anderen Amazonen. Sie hatte Selbstvertrauen erlangt, nachdem es fast verloren geglaubt war. Sie hatte sich durchgebissen und ebenfalls diesen Status erreicht, in dem sie den Mann unter sich gefügig machte und sich alles wünschen konnte, was sie wollte. Auch bei Darak hatte die Elfe wieder triumphal gewonnen. Er sträubte sich zwar – lag es doch vor allem an dem Wort Hausmännchen – doch dies hatte seinen ganz besonderen Grund. Nie zuvor war Lilith in den Sinn gekommen, sich ein Hausmännchen anzuschaffen. Keine Amazone besaß jemanden mit diesem Status. Oh ja, sie waren Männchen, allesamt, oder noch minderwertiger. Sie waren nichts als die Vorratshalterungen für kostbare Spenden, aus denen neue Amazonen erstehen würden. Lebende Erbbehälter, sozusagen.

Doch Lilith wollte dieses Männchen nicht einfach wieder ziehen lassen – respektive zusehen, wie ihre Schwestern ihn an den nächstbesten Piraten verkauften oder auf dem Festland aussetzten, nachdem er "ausgemolken" war wie eine altersschwache Kuh. Sie wollte ihn in ihrer Nähe wissen ... hatte Pläne.

Darak gefiel dies ganz und gar nicht. <i>"Du ... willst ... mich zu deinem ... Angestellten machen?"</i>, milderte er die für ihn bittere Wahrheit ab. Doch kaschiert blieb sie unter dieser Kruste immer noch die bittere Wahrheit. "Kein Angestellter", gab Lilith zurück. "Mein ... Gespiele." Mehr sagte sie nicht, wurde ihr Körper doch just in diesem Moment von einer ihr bislang unbekannten Woge erfasst – als Darak ihre weibliche Weichheit durch seine Finger gleiten ließ und diese knetete. Nur bei Frauen war sie in den Genuss solcher Gefühle gekommen. So vergaß Lilith sich selbst und drückte ihm als Antwort auf seine Zweifel einen heißen Kuss auf. Der Grund ... weshalb sie plötzlich schrie und erzitterte.

Schreckgeweitete Amethyste starrten Darak an. Sie schien sich vor ihrer eigenen Handlung erschreckt zu haben. Unsicherheit hüllte sie ein und Lilith wirkte mit einen Mal klein und zerbrechlich.
Die Hand, welche ihr über die Wange strich, schlug sie weg. "Lass mich!", keuchte sie, bibberte und ... starrte. Und er blickte sie so lüstern an, konnte es ja nicht zurückhalten. Immerhin bewegte sich durch ihr Zittern auch ihr Leib – die Schenkel und das Becken.

Lilith keuchte erneut, schien sich dann jedoch zu beruhigen. Sie schloss für einen Moment die Augen. "Du bist die Amazone ... du eroberst sie und wirst siegen", murmelte sie leise vor sich hin, ehe sie Darak wieder anschaute. Er erwiderte ihren Blick fragend.
Lilith lächelte. Sie lächelte! Eben noch sah es so aus, als fiele sie in ein bodenloses Loch und fände keinen Halt, aber jetzt lächelte sie!
Die Worte waren wie eine magische Zauberformel, sie beruhigten den gepeinigten Geist der Frau, die noch immer Daraks ganzes Denken einzunehmen schien. "Gespiele", hauchte sie ihm zu. Dann entzog sie sich ihm und tippelte auf nackten Füßen zu ihrer Kleidung. Sie wühlte einen Moment darin herum, schließlich fand sie das Gesuchte und kehrte zurück.

Schmeichelnd strichen ihre Finger um Daraks Mitte, krabbelten den Bauch hinauf, bis zur Brust. Sanft zuckten sie über seinen Hals und dann legte sich etwas Anderes darum. Ein eisernes Halsband. Blitzförmige Ornamente zeigten sich auf der Oberfläche. Lilith schloss das Band um Daraks Hals und zückte dann eine Spruchrolle. Sie kehrte an ihren Platz auf seinen Lenden zurück, schaute ihn an und verlas dann die magischen Worte:

"Darak Luthrokar, Träger des Halsbandes, Züchtigung erwartet jene, die gegen seinen Herren vorgehen. Lilith Blütentau, Eigentümerin des Bandträgers, züchtige jene, die gegen dich vorgehen.
Auf Ungehorsam folgt Strafe, auf Strafe folgt der Blitz. Mit dem letzten Energieschlag kommt der Tod."

Das Papier ging in Flammen auf und Lilith blies die entstandene Asche in den Raum. Dann schaute sie Darak wieder an. "Ich werde dir kein Leid zufügen, wenn es nicht sein muss. Du genießt durch meinen Willen wohl mehr Handlungsfreiheit als irgendein anderer Mann, der zu den Amazonen nach Xytras gehen sollte. Aber vergiss unsere Vereinbarung nicht. Dieses Halsband soll dich daran erinnern. Ab heute bist du mein Gespiele. Ich sitze obenauf. Ich habe dich erobert. Ich ... habe gesiegt."

Irgendwo hatte sie Angst. Sicher würde er gleich in übermenschliche wut ausbrechen. Lilith hatte besonders bei ihm bemerkt, wie wichtig ihm Freiheit war. Und nun legte sie ihn in Fesseln, fast unsichtbar, nur an seinem Hals zu sehen. Aber es ging nicht anders und die Elfe – die Amazone – würde nicht zurückschrecken, die Macht des Halsbands der Züchtigung einzusetzen. Würde Darak gegen sie gewaltätig werden, käme der Befehl: stirb ... und mit ihm ein Blitzschlag.

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von Darak Luthrokar » Samstag 12. Januar 2008, 17:57

Hätte sie ihn doch nur bemitleidet, dann wäre er vielleicht nicht für ihre eigenen Pläne auserkoren worden!

Noch immer blickte er sie fragend an. Noch bevor er seine Hand ohnehin zurückziehen konnte, war sie es, welche sie zurückschlug. <i> "Lass mich!"</i> Keifte sie ihn an, dass es ihn wahrlich einzuschüchtern vermochte, zumal er dabei unweigerlich an ihren eisernen Griff denken musste den sie vorhin schmerzlich an ihm angewandt hatte, oh ja Lilith wusste zu strafen und Darak wusste auch, dass sie es tun würde. „T-tut mir leid!“ Keuchte er nervös, legte seine Hand wieder unterwürfig neben seinen Kopf. Wie zuvor, als sie ihn dort an den Ellenbeugen massiert hatte.

<i> "Du bist die Amazone ... du eroberst sie und wirst siegen"</i> Darak hob eine Augenbraue. Was gab es hier überhaupt noch zu besiegen? Er lag ohnehin schon unterwürfig und ergeben da. Kontrolliert allein durch ihren heissen Schoss. „W-was redest du da?“ Keuchte er dennoch. Aber er merkte schnell, dass sie ihn in jenem Augenblick völlig ausgeblendet hatte. Als wäre er gar nicht da. Sie konzentrierte sich so und plötzlich wich dieses unsichere, zerbrechliche… Mädchenhafte in ihren Gesichtszügen der harten Amazone die sich ihm erst vor kurzen in diesem Ausmass offenbart hatte.

Dann lächelte sie plötzlich. Oh welch schauderhaften lächeln es doch für ihn war! Denn es wirkte so überlegen, so siegesgewiss! Nicht jenes, welches er sich erhofft hatte. Er wollte sie Glücklich machen… doch nun schien sie eher an ihrer eigenen Macht interessiert zu sein.

<i> „Gespiele"</i> Hauchte sie ihm ins Ohr. Er schnaubte. Dieses Wort machte es ihm auch nicht besser, zumal er befürchtete dass nicht mehr viel zum „spielen“ an ihm übrig gelassen werden würde. Oh nein es war ein Fehler sich ihr so bedingungslos zu begeben! Diesen Fehler müsste er wieder gut….

„Aarhh..:“ Seine Gedanken rissen ab als sie sich ihm entzog. Was seine Lust und sein Begehren schmerzlich aufflammen liess. Er schnaubte. „Verflucht!“ Wie konnte sie dies machen? Ihn SO liegen lassen! Er keuchte auf. Er brauchte sie doch! Er wollte sie zurück haben! Genau dies war sein Verhängnis. Sie hatte ihren Hengst… zugeritten.

Aber zu seiner Erleichterung kehrte sie zurück. Ihre weichen Hände umspielten seine Härte. Er seufzte auf, legte seinen Kopf in den Nacken, wie er es immer tat wenn er genoss… und schloss seine Augen. „Tu dies nie wieder!“ Knurrte er seufzend. Ihre zarte Hand wanderte über seinen Leib. Krabbelte hoch bis zu seinem Hals. „Mhmmr…“ Raunte er. „Du… nimmst mir die Luft zum Atmen, wenn du dich so von mir entziehst.“ Versuchte er sich noch einmal zu erklären. Dann spürte er eine Kette um seinen Hals. Er grinste. „Oh ja… ich liebe solche Spiele.“ Er meinte wohl Würgespiele, Darak besass wahrlich eine gewisse Anziehung dazu. Doch Lilith hatte anderes vor. Er wartete nur darauf bis sie ihm seine Luft abschnürte. Atmete heftiger. Er stöhnte auf als sie sich wieder auf ihn setzte… doch dann riss er seine Augen auf als:

<i>“ "Darak Luthrokar, Träger des Halsbandes…</i> Er starrte sie an. Sah die Schriftrolle. <b>Halsband?! HALSBAND?!</b> Schoss es ihm durch den Kopf. <i> Lilith Blütentau, Eigentümerin des Bandträgers, züchtige jene, die gegen dich vorgehen.
Auf Ungehorsam folgt Strafe, auf Strafe folgt der Blitz. Mit dem letzten Energieschlag kommt der Tod."</i> <b><u>DIESES</u> VERDAMMTE HALSBAND?!</b>

Er bäumte sich auf, spürte aber wie sie ihren Druck auf seine Mitte verstärkte was ihn stöhnend wieder in die Laken zwang. „Aarghhh!“ Schnaubte er sichtlich erzürnt. Seine Hände ballten sich zu mächtigen Fäusten. Er starrte sie vernichtend an und an seinem Blick konnte man erkennen, dass dieser Mann gefährlich war, dass er töten konnte.

<i> "Ich werde dir kein Leid zufügen, wenn es nicht sein muss. Du genießt durch meinen Willen wohl mehr Handlungsfreiheit als irgendein anderer Mann, der zu den Amazonen nach Xytras gehen sollte. Aber vergiss unsere Vereinbarung nicht. Dieses Halsband soll dich daran erinnern. Ab heute bist du mein Gespiele.</i> „NIEMALS!“ Brüllte er sie an. So hatten sie es nicht vereinbart! <i>“Ich sitze obenauf. Ich habe dich erobert. Ich ... habe gesiegt."</i> „DU ELENDIGE AMAZONENHURE!“ Brüllte er sie an. Darak reagierte oft ziemlich impulsiv. Er verlor die Selbstbeherrschung. Doch neben seinem Zorn stand ihm auch bittere Enttäuschung ins Gesicht geschrieben. Wie konnte sie ihm dies nur antun? Jetzt… wo er sich endlich wieder frei gefühlt hatte… wurde er wieder in Ketten gelegt. Das war bitter für ihn. Dies verletzte ihn tief. Er wollte sie nur glücklich machen… und nun bezahlte er dies mit seiner Freiheit!

Seine Pranke holte aus, er packte sie an der Gurgel drückte wütend zu, riss sie herum, versuchte sie auf den Rücken zu drängen.

Wenn sie es nicht mehr vermochte ihr Wort über die Lippen zu bringen, dann hätte sie viel zu verlieren. Denn Darak schien im Moment nicht gänzlich Herr über seine Gefühle zu sein. Aber er hatte spürbar weniger Kraft als man ihm zumuten konnte, sein Körper war völlig ausgelaugt und alles verbleibende Blut hatte sich in seiner Mitte gesammelt, fehlte wohl so in seinem Hirn was ihn so rasend werden liess.

„NIMM ES AB!“ Brüllte er sie an.

Für einen wilden Hengst war die Freiheit das wichtigste, darum waren sie auch so schwer zu zähmen, denn es war für sie ein schlimmes Verbrechen, wenn man versuchte eine Schlinge um ihren Hals zu ziehen. Ihr Stolz, ihre Stärke, ihr Wesen gehörte der Freiheit und sonst niemandem…. Dafür kämpften sie bitter.

Er war doch so zärtlich gewesen, so darauf bedacht ihr nicht weh zu tun... und nun? Nun reagierte er genau so wie dieses Tier, welches Lilith wohl kennen musste. Auch Darak... war nur ein Mann.

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von Erzähler » Montag 14. Januar 2008, 00:39

Sie hatte jegliches Liebreizende verloren. Darak sah nun Lilith die Amazone und nicht länger Lilith Blütentau, die liebliche Tänzerin und Sängerin. Dies war ihre amazonische Seite, als sie sich ihm einfach entzog und zu ihren Sachen ging. <i>Sie</i> entschied über den Fortgang dieser Nacht und auch, wann es Unterbrechungen gab. Darak war so gesehen nur ... Pausenfüller – auch wenn er Protagonist dieses Abends sein sollte.

<i>"Verflucht! Tu dies nie wieder!"</i>, keuchte und knurrte er ihr entgegen, als sie zurückkehrte. Sie schaute ihn schnippig an und wollte schon erwidern, wer hier die Entscheidungen traf. Da folgte: <i>"Du ... nimmst mir die Luft zum Atmen, wenn du dich so von mir entziehst."</i> Es tat ihr fast leid, was sie nun anstellte. Aber es musste sein. Nur so konnte Lilith sicherstellen, dass er ihr folgen würde. Diesen Mann wollte sie nicht an die ... Männerwelt Celcias verlieren. Dabei dachte sie keineswegs in sexuellen Bahnen. Nein, sie wollte nicht, dass dieser Hengst seinen Charakter in der Herde verlor. Er sollte der bleiben, der er war und er sollte es in ihrer Nähe bleiben.

Dachte die Elfe wirklich so? Glaubte sie etwa, Darak könnte mit einem Halsband der Züchtigung der wilde und freie Mann bleiben, als der er sie verzaubert hatte? Sie, eine Amazone!
Nun, wild blieb er, wurde sogar noch wilder, denn er war wütend wie schon lange nicht mehr. Kaum, dass sie die Zeilen des Pergamentes verlesen und das Halsband auf diese Weise auf sich geprägt und aktiviert hatte, riss es ihn hoch. Doch Lilith hockte noch immer auf ihm, reizte das, was ohnehin seit Stunden überreizt wurde. Es zwang Darak zurück zu Boden. Keuchend lag er zwischen den Kissen, aber er ballte zornig die Fäuste. Sein Blickt ... tötete bereits. Lilith wich erschreckt ein Stück zurück. Solche Mörderaugen hatte sie nie zuvor gesehen.

<i>"DU ELENDIGE AMAZONENHURE!"</i>, brüllte er und holte aus. Lilith wich weiter zurück, aber Darak kriegte sie zu packen. Er riss sie herum und mit einem Knall kam die Elfe hart auf dem Boden auf. Sie konnte kaum aufkeuchen, denn schon drückten sich Daraks Hände auf ihren Hals. Panik stieg in ihr auf wie die Tränen, die plötzlich heiß in ihren Augenwinkeln brannten. Doch ihr Gesicht zeigte keine Angst – noch nicht. Noch war sie Amazone.
"St..." Mehr kam nicht über ihre Lippen. Und dann obsiegte auch ihre Furcht. Sie sah nicht mehr Darak, den sie mit dem Halsband soeben nicht nur der Freiheit beraubt, sondern auch gebändigt hatte. Sie sah den Bauern, diesen dreisten, groben Kerl, der seine gewaltigen Hände damals auch an ihren Hals gelegt hatte. Der ihr die Kleider vom Leib gerissen und ihre Schenkel mit dem Knie auseiander gedrückt hatte. Der sie ebenfalls als Hure beschimpft hatte, jedoch mit einem lüsternen und gierigen Unterton.

Lilith röchelte. Darak schnürte ihr die Luft ab und das letzte bisschen, das sie atmete, wurde durch ihr eigenes ängstliches Schluchzen erstickt. Dabei zeigte sich Darak nicht einmal von seiner guten Seite. Er besaß nicht einmal halbe Kraft, das meiste Blut sammelte sich zentral und zwischendurch hüpften schon einmal schwarze Punkte vor seinen Augen auf und ab. Jedoch waren sie nicht so schwarz wie die Schatten, die sich nun über Liliths Augen legten.

<i>"NIMM ES AB!"</i> Sein Brüllen drang weit durch die Taverne. Lilith nahm es nicht wahr. Sie schaute durch ihn hindurch mit diesen traurigen, leeren und schattenhaften Amethysten. Sie sah ihn nicht, wehrte sich nicht. Damals war sie zu schwach gewesen und heute schien es nicht anders. Heute konnte sie nicht einmal schreien, wenn sie auch wollte. Damals nicht, heute nicht.
Schlaff lag sie da, wurde von Daraks Pranken zu Boden gedrückt. Hin und wieder röchelte sie halbherzig. Die Tränen bahnten sich längst einen Weg auf das Holz unter ihr.
"St–"

Wäre jetzt nicht geschehen, was gleich passieren sollte, hätte Darak Luthrokar wohl ein weiteres Opfer auf seiner Liste zählen können. Denn Lilith konnte weder schreien noch weiterhin atmen. Die Luft blieb ihr weg, sie verdrehte bereits die leeren Augen.
Und dann polterte es. Die Tür wurde aufgedrückt, es folgte ein dumpfes, hölzernes Pochen, als die kleine Pfeife aus Almas Mund zu Boden fiel. Die dicke Heilerin stand in der Tür und starrte auf die Szene, die sich ihr bot: Darak Luthrokar lag nackt und erregt über die Elfe gebeugt, drückte ihr in blinder Wut die Gurgel zu und Lilith drohte, den Erstickungstod zu finden.
"WAS <b>TUST</b> DU DENN DA BEI ALLEN DRO– ... MEDIKAMENTEN IN MEINER TASCHE!?!" Sofort stürmte Alma auf ihn los und wenn eine Alma erst einmal auf diese Weise in Bewegung gesetzt war, so musste man sich hüten. Es grollte und donnerte wie bei einem ausbrechenden Vulkan. Alma war die herauspreschende Lava und man selbst ... stand direkt am Vulkanrand und starrte in den Schlot hinunter. Vielleicht konnte man das Heranstürmen einer alma'schen Faust auch mit einem Rammbock vergleichen. Ein sehr GROSSER Rammbock, etwa wenn ein Drache ihn konstruiert hätte. Nicht einmal Pelgar könnte dem standhalten. So wurde Daraks Unterkiefer von der Almafaust getroffen. Da er nicht mehr sonderlich fit und alkoholisiert, außerdem von Lilith ziemlich in Anspruch genommen worden war, konnte er dieser Fettfaust einfach nichts entgegensetzen. Sein Kopf drehte sich unter der sehr schmerzhaften Bekanntschaft mit Almas Rechter und Darak flog wirklich etwa einen halben Meter weit von Lilith herunter. Wie gut nur, dass das kleine Wasserbassin mitten im Raum stand. Darak glitt knapp daran vorbei.

Alma wandte sich inzwischen weiter an die hustende und röchelnde Lilith. Sie half ihr, sich in eine sitzende Position zu bringen und tätschelte ihr die Wangen. So hart sie eben bei Darak zugeschlagen hatte, so sanft umsorgte sie jetzt die Elfe. Doch Lilith schüttelte nur den Kopf. Sie keuchte ein-, zweimal. Frische Luft quälte sich durch ihre Lungen und blies diese auf. Oh, gute, lebensnotwendige Luft.
"Alles in Ordnung?", fragte Alma. "Ich weiß nicht, was in ihn gefahren ist. Ich hab nur sein Brüllen gehört und wollte mal sehen, woher es rührte. Aber dass er versuchte, Euch zu töten ..."
Lilith hob eine Hand, gemahnte Alma mit dieser einen Geste zum Schweigen. Dann erhob sie sich. Ihre Knie zitterten und sie schwankte ein wenig, konnte aber gehen.

Sie stellte sich breitbeinig über ihn, starrte herunter. Oh, jetzt brauchte sie nur ein einziges Wort zu sagen. Ein Wort und er würde noch mehr Schmerz erleben als eine Almafaust es anrichten konnte. Sein ganzer Körper würde unter dem Blitzschlag erzittern und sprach Lilith dieses Wort wieder und immer wieder aus, wäre sie imstande, ihn soweit zu bringen, bis nur noch die Nerven seiner Glieder zuckten.
"St ...", begann sie. Ihr Hals kratzte, ihre sonst so süße Stimme klang rau. "...ell dich ... n...icht so an. Ich ... ver...w...ende es ...nicht so kaltherzig wie ... Skla...ven...t...reiber." Angestrengt sank sie auf die Knie.

"Was habt ihr beiden nur GETRIEBEN?!", knurrte Alma und trat an die Elfe heran. Wütend blickte sie auf Darak herunter, den sie im Verdacht hatte, sich irgendwie vergessen zu haben. Aber stimmte dies? Er hatte ihr gestanden, hatte ihr von den Morden erzählt, die er als Foltermeister und Sklaventreiber begangen hatte. Begannen sie so? Hatten sie so begonnen? Scheinbar grundlos?
Alma durfte Darak seit seinem Finden auf Toroks Kammerboden kennen lernen. Sie durfte seine verzweifelte, seine launische, seine depressive und seine ausgelassen fröhliche Seite sehen. Und in all diesen Situationen hatte sie beinahe vergessen, was er war. Jetzt aber kehrte diese Erinnerung zurück wie ein Eimer kaltes Wasser, den man über sie auskippte. Darak Luthrokar war ein Verbrecher, ein Massenmörder. Hatte er sich nicht geändert? Hatte er sie belogen, um zu einem gewissen Punkt zu kommen? Um wieder morden zu können?

"Nein, das glaub ich nicht. Deine Tränen, all die Verzweiflung waren echt. NENN MIR EINEN GRUND, WARUM DU LILITH HAST TÖTEN WOLLEN! Einen TRIFTIGEN Grund!!!"


<i>Darak verliert durch den Faustschlag 10% seiner Lebensenergie</i>
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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von Darak Luthrokar » Dienstag 15. Januar 2008, 00:40

Zorn jagte, wie ein giftiger und blutrünstiger Drache, welcher unliebsam geweckt worden war, durch Daraks Körper direkt in seine gnadenlose Pranke hinein. die nach dem Hals der Amazone packte. Er als er sie wuchtig auf den Rücken drängte, erkannte er erst wie zierlich ihr Körper doch gebaut war, denn er hatte viel zu viel Schwung genommen für die Drehung, so dass sie härter aufprallte als gedacht. Er spürte das Halsband auf seiner Haut wie einen hässlichen von einer Hexe beschworenen Furunkel im Gesicht eines schönen Jünglings. Ein Fremdkörper der ihn völlig entstellen würde. Ihm dies nahm was heilig für ihn war. Freiheit. Dabei war einem Darak Luthrokar doch fast nichts heilig.

Er stierte sie an mit den böse lodernden Augen in welche schon so viele seiner Opfer während sie ihren letzten Atemzug taten blicken mussten. Verschwunden war die Zärtlichkeit, die Rücksicht, hier entfachte sich eine geballte Kraft mörderischer Züge in ihm… und Lilith hatte dabei noch Glück. Denn Darak war nicht ganz bei Kräften. Er spürte wie sie versuchte nach Luft zu kommen, die Haut an ihrem Hals zog sich immer wieder an, kämpfte gegen seinen Griff. Aussichtslos.

Er schrie sie an. Brüllte. Jene Frau deren beruhigender Gesang ihm so viel Linderung verschafft hatte. Alles Lügen! Jetzt nahm er ihr die Stimme, indem er ihr die Luft zum Atmen verbot.

Sie sollte schweigen. Keine weiteren Lügen sollten diesen sündigen Mund verlassen. Er schnaubte, seine Hand zitterte. Schwarze Punkte flogen vor ihm herum. Unruhig. Sein Herz raste. Als wollte es Lilith mit seinen eigenen Schlägen zerstören. Darak starrte in das Antlitz der Amazone. Er starrte auf die Lippen, die ihn doch zuvor noch Liebkost hatten, sie hatte ihn benutzt! Sein vertrauen missbraucht! Dich in sein Herz versucht einzunisten um ihn genau dort zu treffen… und dies tat sie auch, das schmerzte und machte ihn rasend vor Wut.
Ihre Lippen verformten sich.

<i> "St..."</i>

Er grinste. Er kannte das Wort, er kannte die Bänder. „Ja… stirb nicht wahr Lilith? Stirb.“ Sagte er es ihr vor. Er wusste schliesslich zu foltern. Gnade schien er nicht zu kennen. Ganz bei Sinnen war er auch nicht mehr. Der Zorn kontrollierte ihn.

Doch seine Augen weiteten sich als die Schatten über den Ihrigen nur noch eine unendliche Leere zu verbergen schienen. Diesen Blick kannte er… von sich. Viele Jahre war es her und dennoch, er hatte solche Augen in seinem eigenen Ebenbild schon einmal gesehen, damals in der Mine als sich sein dreckiges Antlitz in einer Pfütze auf dem Zellentrakt gespiegelt hatte. Solche Augen vergass man nie. Er realisierte die Tränen. Lockerte seinen Griff. In diesem Moment… verstand er so vieles… und doch so wenig.

Doch seine Einsicht kam zu spät, Lilith verdrehte bereits die Augen. Darak bekam schreckliche Angst. Er musste doch ziemlich… ZIEMLICH…. Irritiert gewesen sein, dass er ALMA nicht hatte kommen hören. Er würde wohl auch ein Nickerchen halten können, während sich neben ihm die Kontinente trennten. Dafür vernahm er ihr Brüllen umso intensiver. <i> "WAS TUST DU DENN DA BEI ALLEN DRO– ... MEDIKAMENTEN IN MEINER TASCHE!?!"</i> Er fuhr erschrocken zusammen, drehte sich instinktiv um und sah nur noch das Ende der Welt auf sich zufliegen. Das Ende EINER Welt. Almas. Die man doch ungeniert als eigenen Globus bezeichnen konnte.

Für die nächsten Sekunden seines Lebens sangen ihm kleine fette geflügelte Hühnchen ein Ständchen.

Während seine Sinne sich gerade im Nichts befanden, schleuderte es ihm durch den wuchtigen Aufprall mit dieser fettigen Weltenmassen, beinahe den Kopf vom Hals. Er knackste und knirschte unangenehm, sein Unterkiefer klackte haltlos nach unten und schien irgendwie schneller fliegen zu wollen als der Rest seines Körpers sein Kopf überdrehte sich auf die Seite. Darak würde von Nackenschmerzen gleich ein Ständchen Singen können – auch ohne fette geflügelte Hühnchen als Chor. Er prallte mit dem Kopf auf den Boden und rührte sich erstmal nicht mehr.

Diesem Fausthieb, hätten seine Knochen vermutlich auch mit Helm nicht standgehalten.

Migräne klopfte nicht gegen seine Schläfen, nein… so lieb war die Migräne nicht. Es war als liesse sie Almas Faust in seinem Kopf weiter wüten. Darak riss seine Arme zu seinem Koch hoch, rollte sich schmerzverzerrt zusammen. So heftige Kopfschmerzen hatte er noch nie in seinem Leben gehabt. Da war auch nicht viel drin. Fast kein Blut, einwenig Alkohol…viele unzüchtige Gedanken.

Sein Unterkiefer schmerzte und liess sich nicht bewegen. War ausgehängt. Nun was eine Alma ausrenken konnte, würde sie wohl auch wieder einrenken können.

Er rollte sich zu einem einzigen Peinball zusammen. Öffnete sein Auge nur kurz. War völlig weggetreten. Er sah Lilith über sich. Da überkam ihm eine schreckliche Übelkeit und er erbracht sich auf den Boden. Sich weiterhin vor Schmerz wälzend. Es war zum durchdrehen. Würde sie jetzt besagtes Wort aussprechen. Er hätte es wohl kaum verkraftet.

<i>"Was habt ihr beiden nur GETRIEBEN?!"</i> Darak heulte auf. Presste sich seine zitternden Hände gegen den Schädel weil er glaubte er würde gleich platzen. Almas Stimme war für einen Migränepatienten… wie Faldor im Bett einer frommen lysanthortreuen Nonne.

<i> "Nein, das glaub ich nicht. Deine Tränen, all die Verzweiflung waren echt. NENN MIR EINEN GRUND, WARUM DU LILITH HAST TÖTEN WOLLEN! Einen TRIFTIGEN Grund!!!"</i>

„AUURhhhhhhhhhhhhhh!“ Heulte er ihr entgegen als sie ihn so anbrüllte. Rollte sich weiter zusammen. „Lfffhf….mfhhhfff….mfhfffff.“ Versuchte er sich heulend verständlich zu machen, was mit ausgerenktem Kiefer… mehr als sinnlos erschien.

Er zitterte am ganzen Leib. Sein Körper war ohnehin völlig ausgelaugt. Er wollte nur noch, dass diese verdammte Migräne aufhörte.

Alma könnte ihn wohl schmoren lassen in seiner Hilflosigkeit... und Lilith... ihr offenbarte er nur eine markante Schwäche von ihm.

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von Erzähler » Dienstag 15. Januar 2008, 23:35

Lilith hatte nicht gesehen, wie sich Daraks Augen geweitet hatten, denn ihre starrten die ganze Zeit über leer an die Decke. Sie erwartete nicht mehr, gab sich auf. Sie glaubte, das Ende zu fühlen mit jedem Atemzug, der sich ihr versagte.
Doch dann kam Alma – genauer gesagt, ihre Faust. Sie traf ihr Ziel als wäre es nur dafür vorgesehen gewesen. Darak schleuderte es fort, wobei sein Kiefer schmerzlich knackte.

Ob Darak das überhaupt hatte hören können? Zu viele Hühner schwirrten ihm derzeit um den Kopf. Sie hatten eine ziemliche Ähnlichkeit mit Alma. Sie waren füllig. Sehr füllig, aber sie flogen. Wie konnten sich solche Federkugeln trotz der kleinen Flügelchen in der Luft halten? Fett schwamm bekanntlich oben, aber dass es auch oben umher flattern konnte ...
Oh, er hätte wohl nicht darüber nachdenken sollen. Sofort stellte sich eine Jahrhundertmigräne ein. Sein ganzer Kopf pochte, doch ihm kam es vor, als würde Brocknar persönlich seinen göttlichen Hammer schwingen und Daraks Schläfen als Amboss benutzen.
Außerdem hämmerte es auch noch von unten. Sein Kiefer fühlte sich seltsam an, war ausgerenkt wie bei einer Schlange, die bereit war ihr Beute zu vertilgen.

Beute ... ja, jemand hatte seine Beute in die Falle gelockt. Mit Zärtlichkeiten. Und Darak musste sich eingestehen, dass die Beute – er! – nicht nur angebissen hatte, sondern blind in die Falle getappt war. Das bezahlte er nun mit einem Halsband der Züchtigung. Wie hatte er nur auf Lilith hereinfallen können?!

Lilith, die Elfe, löste sich gerade aus Alma Umsorgung und schritt zu Darak hinüber, wenn auch leicht torkelnd. Standhaftigkeit fand sie, als sie sich breitbeinig über ihn stellte. Nun, die Aussicht war aus luthrokar'scher Perspektive sicher nicht schlecht. Ganz und gar nicht. Wenn er nur Gelegenheit gehabt hätte, sie vollends zu genießen. Doch sein pochender Schädel machte ihm einen Strich durch die Rechnung. So rollte sich Darak zusammen, aber auch dies währte nur von kurzer Dauer.

Übelkeit überfiel ihn und Darak übergab seinen Mageninhalt an das nächstbeste Kissen und einen Teil des Holzbodens. Das einst so schöne Liebesparadies ... zerstört. Aber war es seine Schuld? Lilith hatte ihn nur benutzt. Es war nie ein Liebesparadies gewesen, sondern nur Falschheit.
Er heulte auf und hielt sich den Kopf, nuschelte Unverständliches. Außerdem begann er zu zittern. Alma reagierte nicht, sie starrte Darak nur an. Schließlich winkte sie Lilith zu. "Komm fort da."

Sie hatte Angst – sowohl um Lilith als auch um Darak. Erstere, weil er noch immer außer Kontrolle sein könnte. Dann war ein Verbrecher unberechenbar und neigte schnell dazu, Dinge zu tun, die ein normaler Mensch im Nachhinein bereute. Aber würde Darak es bereuen? Almas zweite Sorge. Warum hatte er Lilith töten wollen, diese zarte Elfe, die doch so freundlich zu ihm gewesen war? Ja, in ihrer Gegenwart war Darak richtig aufgeblüht. Warum wollte er sein eigenes Glück zerstören?

Die Elfe drehte den Kopf. Die Schatten waren aus ihren Augen verschwunden, doch stand kein Mitleid darin, wie sie es schon einmal gezeigt hatten, als Daraks Körper drohte, schlapp zu machen. Stattdessen sah sie Alma nur bewundernd und erstaunt zugleich an. "Ihr ... habt ihm den Kiefer gebrochen", bemerkte sie.
"Achwas. Der ist nur ausgerenkt. Passt auf, das krieg ich sofort wieder hin!" Jetzt endlich setzte sich Alma in Bewegung, denn sie war sich nun sicher, dass Darak keine Gefahr mehr darstellte. Menschen, die nuschelten, taten auch sonst nicht mehr viel.
Der lebendig gewordene Kontinent, die kugelrunde Welt mit den fettigen Haaren, rollte auf Darak zu. Ein großer ... ein <i>gewaltiger</i> Schatten fiel auf ihn. Dann tauchten erneut die Fetthände auf. Almas Rechte war vollkommen rot. Darak Luthrokar mochte ihrer Faust nicht standgehalten haben, aber seine Knochen waren mindestens so hart wie ein Luthrokar stur war.
Doch eine Heilerin tat dennoch ihre Pflicht.

KNNAAAAAARRRRKS. Die Fetthände rückten Knochen zurecht. Stechender Schmerz durchflutete Daraks Gesicht, überdeckte für einen Moment gar die Migräne. Doch dann ließ es nach, übrig blieb Hitze. Darak hatte wohl das Gefühl, dass sien ganzes Gesicht glüchte, vor allem der Kiefer. Ja, der strahlte sogar etwas Wärme ab, aber er war wieder eingerenkt. "Seht Ihr? Geht ganz schnell."
Lilith starrte Alma an. Sie war zwar eine Elfe, doch hatte sie sich nie für Heilkunde interessiert. Sie kannte lediglich die Mächte der Lichtmagie – vom Sehen her. Was Alma da vollbrachte, ließ Lilith staunen.

Schließlich beruhigte sie sich aber wieder, auch wenn noch immer gewisse Bewunderung existierte für den weiblichen Fleischberg. Lilith ging langsam in die Knie. Ihr ganzer Hals war rot, bis auf zwei daumengroße Stellen, die sich langsam blauviolett färbten. Sie rieb darüber, denn es schmerzte noch immer. Kurzzeitig wirkte die Elfe abwesend, doch dann: "Ich nehm es nicht ab." Sie klang entschlossen. "Es ist meine Versicherung, dass du mir folgen wirst. Sobald du deine Angelegenheiten geklärt hast. Du <i>wirst</i> folgen, Darak. Und dieses Schmuckstück wird verhindern, dass du meinen Schwestern antust, was du hast mir antun wollen."

Alma schaute Lilith fragend an, aber die Elfe schwieg über ihre amazonische Herkunft. Sollte Darak es erzählen, wenn er glaubte, es zu müssen. Sie selbst kehrte wieder in ihre Tarnrolle zurück: Lilith Blütentau, Elfe, Tänzerin und Sängerin, mit einer lieblichen Stimme so zart wie Morgentau.

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von Darak Luthrokar » Donnerstag 17. Januar 2008, 23:19

Zusammengerollt lag er am Boden herum. Eigentlich ein Bild welches so gar nicht zu dem temperamentvollen Darak Luthrokar passen wollte. Doch hatte ihn Alma nicht schon so oft in solchen „eigentlich nicht passenden“ Momente erlebt? Es war eben auch ein Teil von ihm. Er mochte sich selbst vvermutlich als „weich“ beschimpfen, doch es gehörte eben auch zu ihm, dass er sich unter den dröhnenden Kopfschmerzen welche er erlitt – die selbst einen Stier hätten lahm legen können – zusammenrollte und sich krümmte. Doch war Darak Luthrokar auch wirklich „weich“ genug um zuzugeben, dass er von einer FRAU… einem WEIB… einer AMAZONE… gelockt, geblendet, benutzt und schliesslich gar noch unterjocht worden war? Konnte sein urmännliches Ego eine solche Demütigung überhaupt ertragen? Ausgerechnet er, der Gehörnte soll nun zum „gezähmten“ worden sein?

Nun im Moment war er wohl eher der Schänder, als irgendwas anderes. Denn die Szenerie welche die wahrscheinlich dickste Heilerin der Welt hier angetroffen hatte – getroffen im wahrsten Sinne des Wortes – rückte Darak nicht gerade in ein berauschendes Licht. Sie sah doch so vieles in ihm. Jetzt in diesem Moment. Jene Dinge von denen sie insgeheim wusste, aber nie so wirklich damit in berührung gekommen war. Dem Mörder, dem Verbrecher, dem Killer, Sklaventreiber und Foltermeister… dem doch Leben egal sein konnte… oder eben die Gefühle einer Frau. Hatte er sich an diesem Mädchen vergangen? Denn sie sah wie ein Mädchen aus, wie eine zierliche Elfentänzerin eben auszusehen hatte. Er hingegen war ein raubeiniger grober Klotz. Man würde ihn wohl nichteinmal mehr belächeln wenn er ernsthaft behaupten würde er sei durch die natürlichen Schenkelreizungen einer Frau gefügig gemacht worden.
Nein, seine Lage war nicht gerade reizend.

Eigentlich wollte er ja wie es seine ungestüme Art von ihm beinahe verlange, sich wälzen, toben und schreien vor Schmerz und Zorn. Doch er befürchtete, sein Kiefer würde bei einer möglichen Drehung… einfach an Ort und Stelle liegen bleiben. So tat er nichts weiteres als keuchend seine Hände gegen den ausgerenkten Knochen zu drücken. Was seine Schmerzen nicht gerade zu lindern vermochte. Sein Gesicht sah bizarr entstellt aus wirkte mehr wie eine Pferdenüster, so schlabberig im unteren Teil. Zum „Glück“ hatte sie nur Kiefer und keine Zähne getroffen da hätte sie und er sich wohl ernsthafter verletzen können. Doch Alma hatte wohl nicht die Absicht gehabt ihn auf irgend eine Weise zu schonen… nicht so wie sie zugeschlagen hatte. Die natürlichen ritzen welche die Zwischenräume ihrer speckigen Wurstfinger bildeten, zeichneten sich auf seinem Gesicht als weisse Striche zwischen all dem Rot ab. Er sah aus als wäre er zur Mahnung gezeichnet worden – schon wieder.

Er sabberte vor sich her, rümpfte die Nase. Sein eigenes Erbrochenes stank ihm entgegen. Er drehte sich langsam davon ab, sich noch immer den Kiefer haltend bis er endlich auf dem Rücken zu liegen kam. Nun seine Augen konnte er so kaum öffnen, da sich eine starke Lichtempfindlichkeit, verursacht durch die Migräne welche besonders auf der linken Seite seines Schädels tobte. Da lag der Schänder nun. Nackt und sein Schritt sah wahrlich nicht gerade sehr keusch aus und dort wo sich nun etwa zwei drittel seines Ziegenblutes befand, war bei ihm wohl aktuell keine besorgniseregende Krankheit zu erwarten. Er war nur… beansprucht.

Lilith stellte sich über ihn. Wieder dieses demonstrierte Machtverhältnis. Die Amazone hatte seine Reaktion – seinen Widerstand zurückgeschlagen – wenn auch mit massiger Hilfe. Dennoch hatte Lilith erneut über ihn triumphiert. Stand über ihm, gezeichnet von der „schlacht“ doch sie hatte einen Teilerfolg ihrer Mission bereits zu verzeichnen. Das Band der Züchtigung war angelegt und mit dem Spruch aktiviert worden.

Doch wurde ein Hengst zahm, wenn man ihm eine Schlinge um den Hals legte? Wohl kaum… aber die Situation hatte sich auch drastisch verändert. Denn jetzt hatte Lilith einen Koloss von Frau auf ihrer Seite. Welche sich vermutlich bereits die Gedanken machte, ob es von ihr eine sinnvolle Endtscheidung gewesen war, diesen Bastarden am Leben zu lassen und von den Fängen Valrocks zu befreien. Sie hatte zu beginn gezweifelt, dann war sie sich sicher gewesen das gute in Darak Luthrokar geweckt zu haben… offenbarte er ihr nun sein wahres Gesicht?

Oder was besorgte sie an seiner Tat? Die Fähigkeit die er dazu hatte, machte diese nicht irgendwie Angst? Gewiss. War es… die unfähigkeit Daraks, Glück zu be – und erhalten? War er vielleicht geistig Krank, dass er sein Leben immer selbst zerstören musste? Hätte sie nicht doch besser in „Psychoscholie“ wie sie es gerne nannte, aufpassen sollen? Oder…was vielleicht am schlimmsten wäre… hat sie sich einfach eingeredet, dass es in jedem Menschen so etwas wie einen „guten Kern“ gab, dies aber gar nicht so war und Darak ihr gerade ein Beispiel dafür lieferte? Was mochte die Dicke nur denken?

Leicht war es nicht in diesen Kopf zu blicken. Wer wusste schon was sich in ihren Hinrinden so alles für Gedanken abspielten.

Er hatte die Schritte der Elfe schmerzlich wahrgenommen als sie sich über ihn stellte. Er blintzelte angestrengt, drückte noch immer gegen seinen Kiefer. <b>W_AAREGHARH—SJ_FK__TZZZ___RTTTZ_ZZZZ_Z__T_T_TEK</b> Etwa so mussten sich seine Kopfschmerzen gedanklich anfühlen. Erst war es Lilith gewesen, die ihm auf eine etwas… angenehmere Art das Denken genommen hatte, Alma war da eher eine Frau fürs Grobe. Doch beide Methoden sorgten dafür, dass Darak weder irgendwelche nüchternen und sinnvollen Endtscheidungen treffen konnte, noch irgendwie widerstand aufbauen vermochte.

Doch… hätte Alma ohnehin, nicht jeder Versuch seitens Darak sich in dieser Situation zu erklären… als noch erbärmlicher empfunden?

<i> "Komm fort da."</i> Hörte er schrill und verzerrt in seiner Hörmuschel. Es schmerzte. Jedes Wort… besonders jene Almas. Lilith hatte wohl keinen Grund mehr weiter über ihm zu stehen, er war geschlagen. Lag auf dem Rücken. Mit angewinkelten Beinen, wie ein Tier welches sich dem anderen unterwarf. Er bewegte seine Beine deshalb so unruhig, weil er den Schmerz versuchte abzuschütteln. Gleichzeitig verschaffte ihm jede dieser Bewegungen nur noch mehr Kopfschmerzen. Er konnte sich nicht selbst helfen. Dies schien klar.



Und dannn verdunkelte sich die Welt. Sektenoberste mochten sich so etwa der entgültige Richter vorstellen, welcher kam um die Sünder zu zerquetschen. Darak fühlte sich winzig angesichts des Schattens. Er blintzelte angestrengt. Keuchte auf als die patschigen Finger seine Hände – gröber als sonst- von seinem Gesicht wegdrückten, dann beherzt seinen Kiefer packten… und daran drückte bis er nur noch spürte wie das was zusammen gehörte wieder zusammengeführt wurde. Sein ganzer Körper spannte sich kurz an, er verkrallte sich in den Boden. Schnaubte auf. Es schoss ihm die Tränen in die Augen. Nun weinte er wirklich vor einer Amazone! Schändlich.

Jetzt wälzte er sich am Boden. Heulte auf. Drehte sich auf die Seite. Krümmte sich zusammen. „Aaaaaaaaaaaaaaaarrrrrrghhhhhhhhhhh!“ Schnaubte er als der Schmerz schon langsam nachliess. „VEeeeeeellllllllllllllaaaaaammmmmmmmmmtttttttttt!“ Fluchte er gequält. Seine eigene Stimme tat ihm weh.

Wieder bewegte sich ein Körper neben ihm. Kleiner. Geschmeidiger. Gefährlicher. <i> "Ich nehm es nicht ab."</i> Ertönte die Stimme dicht bei seinem Kopf. Er öffnete seine Augen. Mühsam. Sie waren erst verdreht. Sah nur schwarz. Erst als das Blut genügend angereichert in seinem Kopf vorhanden war, sah er sie. Lilith Blütentau. Die Amazone. <i>"Es ist meine Versicherung, dass du mir folgen wirst. Sobald du deine Angelegenheiten geklärt hast. Du wirst folgen, Darak.“</i> Ein Wunder, dass sie ihn Darak und nicht Männchen, Sklave, oder Hund nannte. Hätte er wohl grimmig gedacht – wäre ihm dies in jenem Moment möglich gewesen. <i>Und dieses Schmuckstück wird verhindern, dass du meinen Schwestern antust, was du hast mir antun wollen." </i> Wie konnte sie dies auch noch als Schmuck bezeichnen? Seine schmerzausstrahlenden, sonst so leeren und kühlen Augen welche in den letzten stunden so mit Leben gefüllt gewesen waren, sahen sie unter der feuchtigkeit der eigenen Peintränen an und da seine Lippen im Moment eines vernünftigen Wortes kaum mächtig waren, fragten seine Augen stumm und verbittert. <i>“Warum?</i>

Er schnaubte verächtlich. Seine Gesichtszüge luden nicht gerade zu einem freundlichen Plausch ein. Er war zornig auf diese Frau. Unendlich zornig… weil sie ihn bitter verletzt hatte.

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von Erzähler » Sonntag 20. Januar 2008, 13:18

Nachdem Alma den Kiefer wieder eingerenkt hatte, hielt sie sich – für Almaverhältnisse – deutlich zurück. Sie ließ Lilith sprechen, beobachtete die Szene. Und sie verstand nicht ganz. Die Elfe war scheinbar eben gerade so einer Vergewaltigung – oder einem Mord – entgangen und jetzt hockte sie sich neben ihren Peiniger und sprach in aller Ruhe und das auch noch mit fester Stimme zu ihm.
Dieses kleine Detail ließ Alma zweifeln. War Darak vielleicht doch unschuldiger als die Szene es ihr eben noch gezeigt hatte?

Lilith hockte neben ihm und sah ihn weinen. Die Einrenkung des Kiefers forderte viel von ihm und seine Selbstbeherrschung war dahin. Darak wälzte sich, heulte und weinte weiter.
Dann aber, nachdem Lilith ihm erklärt hatte, dass sie das Halsband der Züchtigung nicht abnehmen würde, trafen sich ihre Blicke: Daraks verweinter, schmerzerfüllter und Liliths amazonischer, entschlossener ... konsequenter.

Die Elfe erhaschte die Frage aus seinen finster dreinschauenden Augen, aber sie antwortete nicht. Ihr Blick blieb hart, so erschreckend entschlossen. Wo war das Liebliche darin hin? Wo die Zärtlichkeit, die sonst auch in ihrer Stimme mitschwang? Sie rieb sich die daumengroßen Blutergüsse an ihrem Hals. Ja, warum? Diese Frage hätte sie ihm auch gern gestellt. Warum nur ... musste er sich jetzt, nachdem sie ihn so weit hatte, wie alle anderen benehmen?
"Ich gebe dir doch Freiheiten", murmelte sie, mehr um sich vor sich selbst zu rechtfertigen. Denn im Grunde hatte sie Darak das Halsband nicht anlegen wollen. Ihm nicht. Aber es war nötig, wie sie gemerkt hatte. <b>Er hätte mich mit Leichtigkeit überwältigen und zu ... er hätte mich töten können, jederzeit.</b> Die Schatten tanzten über ihre Augen und wieder wandelte sich das Bild der typischen Amazone in das der zarten Elfe, dennoch schwang der immer währende Schatten mit.

"Was trägt er da um den Hals? Das ist doch nicht etwa LIEBESSPIELZEUG?!" Alma kannte keine Halsbänder der Züchtigung. In Pelgar nutzte man diese Gerätschaften nicht, da hielt man die Vebrecher in Ketten und züchtigte sie notfalls mit Peitschenhieben. Halsbänder wie dieses kamen nur in Sarma und an den Küstengebieten vor, wo sich die Sklaventreiber oft von Stadt zu Stadt bewegten, um "Beute" zu machen. Die dort ansässigen Fischer oder Bauern kannten solche Halsbänder. Alma nicht, auch wenn sie in ihrem Leben schon weit gereist war.

"Das ist kein Liebesspielzeug. Ich habe es ihm angelegt. Weil er mir folgen wird ... nach Xytras."
"Nach Xytras?" Alma starrte Darak überrascht an. Was wollte ER denn in Xytras. "Dort leben doch nur Ama..." Ihr Blick kehrte zu Lilith zurück und sie starrte so ungläubig, dass man damit eine hohle Alma hätte ausfüllen können. Also <i>sehr, sehr, SEHR</i> ungläubig. "Ihr seid Amazone?", brachte die Dicke schließlich gerade so heraus. Lilith nickte. Dann erhob sie sich wieder, wandte sich an Darak: "Steh auf, du kannst nicht ewig hier am Boden liegen bleiben. Lass uns etwas ausruhen, bis die Sonne aufgeht."

Alma starrte von Lilith zu Darak, wieder zu Lilith und ein letztes Mal zu Darak. "Amazonen, hä?" Sie konnte es nicht glauben. Was ging hier vor? "SCHLUSS JETZT! Was hab ich verpasst?" Sie starrte Darak an, erwartete offenbar von ihm eine Antwort. Aber der in Halsband gelegte Gehörnte kämpfte wohl noch immer mit seiner Migräne.

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von Darak Luthrokar » Sonntag 20. Januar 2008, 14:01

Darak verdrehte die Augen. Er mochte sich kaum noch wälzen obwohl seine dröhnenden Schmerzen ihn dazu drängten. Er erschöpfte immer mehr. Ächzte matt, das Ziegenblut in ihm musste wohl schon längst in erhebliche Wallung geraten sein. Verzweifelt packte er nach dem Halsband und riss daran herum. Er wollte es weghaben. Sonderlich viel Kraft wie er dabei nicht auf, ausserdem sass das Band so eng, dass er es kaum zu fassen kriegte. So kratzte er daran herum. Schnaubte schmerzerfüllt. Ehe er es aufgab und sich wieder zusammenrollte. Nicht nur sein Kopf auch sein Schritt tat ihm weh. War er doch ziemlich… unsanft gefallen.

<i> "Ich gebe dir doch Freiheiten"</i> Er war wohl ein Hund mit Auslauf. Mehr nicht. Sie würde ihm vielleicht Freiheiten geben aber die Amazonen selbst würden ihn in deren wieder einschränken. Nein… er war nicht mehr frei und dies schmerzte sehr. Sein ganzes Leben lang hatte man ihn in irgendwelche Ketten gelegt. Es wiederholte sich stetig. Doch nun war es jemand gewesen, der er begonnen hatte zu vertrauen. Mit der er sein Glück teilen wollte und nun zertrat sie dies mit Füssen. Er war Elena gar untreu geworden… für eine Amazone. Er keuchte bei dieser Erkenntnis.

<i>“ "Was trägt er da um den Hals? Das ist doch nicht etwa LIEBESSPIELZEUG?!"</i> <b>LIEBäääääääääääääääSPIELZEUG!</b> Donnerte es in seinem Schädel nach. Almas Stimme war wahrlich wuchtig. Zerstörerisch, gigantisch wie alles an ihr. Er liess vom Halsband ab um seine Hände gegen seinen Schädel zu pressen. „Arrrghhgh!“ Keuchte er auf. Krümmte sich weiter zusammen. „Bitte….“ Keuchte er. Flehte er. Er brauchte ruhe. RUHE! Schrie es in ihm.

<i>“ "Das ist kein Liebesspielzeug. Ich habe es ihm angelegt. Weil er mir folgen wird ... nach Xytras."</i> „N…n-n…e.i.n…“ Keuchte er verbittert. So war dies nicht ausgemacht gewesen. Nicht unter diesen Bedingungen! Ach was wusste er schon noch was er ihr in seinen Höhepunkten alles versprochen hatte?

<i> "Steh auf, du kannst nicht ewig hier am Boden liegen bleiben. Lass uns etwas ausruhen, bis die Sonne aufgeht."</i> Jetzt gab diese verdammte Hure ihm auch schon Anweisungen! Er schnaubte schmerzhaft auf. Hielt die Augen verdreht. Drehte sich auf den Rücken. Hielt mit zitternden Händen seinen Schädel. Eine dunkelrote, blauviolette Faust zeichnete sich auf seiner Gesichtspartie ab. Eine… RIESIGE… Faust, sein Auge war Blutunterlaufen. Er sah aus als hätte er es sich mit einer ganzen Horde Orks angelegt… dafür war es doch „nur“ Alma gewesen.

Aber ihr Vorschlag war zugegebenermassen nicht schlecht. Er brauchte ruhe. Angestrengt drehte er sich um, versuchte sich aufzurappeln. Was nicht leicht war so wie sich die Welt um ihn drehte. Er kippte auf die Seite weg konnte sich nur mit mühe im Gleichgewicht halten – und dies auf den Knien. Er verdeckte seine Blösse, kam nicht auf die Beine, so blieb er vor Lilith knien. Es sah schon fast demütig aus. Wenn sich Darak nicht ständig gekrümmt hätte.

<i> SCHLUSS JETZT! Was hab ich verpasst?"</i> „Aarghhh!“ Wieder verschränkte er seine Arme über seinem Kopf kippte vorn rüber, so dass er sich wirklich zu einer Kugel formte – und dies nackt. Es sah ziemlich bizarr aus wie er da vor Lilith zitternd verharrte. Er hatte nichts an ausser dem Halsband. „Br..rk…ir..k…rb….mla..“ Es kam nicht gerade dies aus seiner Kehle hinaus was er eigentlich hatte sagen wollen. Er wollte Alma um hilfe bitten. Sie gar darum flehen ihm zu helfen... doch dies drückte er in unverständlichen Silben aus. Mehr liess seine Migräne nicht zu. Seine Stimme klang gequält, verbittert, enttäuscht und doch irgendwie wütend… wenn auch flehend.

Weg war die ganze Freude, die Energie, welche doch vor kurzem noch in ihm gehaust hatte. Darak hatte sein Glück jäh wieder verloren.
Lysanthor mochte es freuen.

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von fremde Frau » Dienstag 22. Januar 2008, 17:28

Freiheit ...

Es sei zunächst einmal der Begriff der Freiheit definiert. Freiheit wurde vor langer Zeit vom Zwerg Rogulunt Libertius als die individulle Möglichkeit bezeichnet, ohne Zwang zwischen verschiedenen Handlungsmöglichkeiten auszuwählen und entscheiden zu können.
Demnach stimmte das, was Lilith Darak versprach nicht ganz. Er durfte frei denken und vermutlich auch in vielerlei Hinsicht frei handeln, aber richtig frei war er deshalb nicht. Seine Entscheidung waren nicht zwanglos. Sie kontrollierte ihn. Er würde nach Xytras gehen, weil sie es wollte. Weil Darak Luthrokar nicht länger frei war. Weil das Halsband der Züchtigung um seinen Hals lag.

Nein, er war nicht länger der wilde, freie Gehörnte. Man hatte ihn in einen unsichtbaren Käfig gesperrt und den Schlüssel fortgeworfen. Lilith Blütentau war seine Wärterin, sie besaß die Peitsche, mit der man ihn züchtige und gefügig machen würde. Und sie entschied wohl auch darüber, ob er jemals wieder frei sein würde. Doch wollte er das? Amazonen ließen Männer wieder frei – wenn sie sie nicht länger brauchten. Dann waren sie frei und allein und ohne jegliches Hab und Gut. Nackt auf dem Festland ausgesetzt. Zum Glück waren die Zeit des Übergangs und der dunklen Tage bereits Vergangenheit. Im Schnee zu hocken wäre eine erfrierende Alternative.

Trotzdem wollte Darak das Halsband loswerden. Mit aller Kraft zerrte er daran – vergeblich, denn wieviel Kraft besaß noch jemand, dessen Blut durch das einer Ziege ersetzt und der von einer wahren Meisterin ihres Faches beinahe in die Bewusstlosigkeit getrieben worden war?
Nicht viel jedenfalls. Darak fühlte sich wohl mehr als erschöpft.

Von allein hätte er aber niemals vom Halsband abgelassen, hätte es Almas donnernde Stimme nicht gegeben. Wo sie sonst schon immens laut war, zerbarst sie scheinbar nun sein Trommelfell. Es dröhnte und schmerzte. Aus der Migräne waren mindestens drei geworden. Daraks gesamter Schädel fühlte sich weich an, zugleich pochend. Hinzu gesellte sich ein Gefühl, als schwebte er über alledem, stand neben sich und beobachtete, wie sein Körper von den Kopfschmerzen gepeinigt wurden.

<i>"Bitte ..."</i> So leise flehte er, der gehörnte Stier. Der ungezähmte Hengst. Der gefügig gemachte Mann. Nun, so ganz gefügig gemacht noch nicht. <i>"N...n-n...e.i.n..."</i> Er wollte nicht nach Xytras, nicht zu noch mehr Frauen, die mit ihm ein falsches Spiel trieben. Wahrscheinlich würden sie dies nicht einmal mehr tun, sie hatten keinen Grund zu. Nein, sie würden ihn direkt verletzen und benutzen – und fallen lassen, wenn sie ihn nicht mehr brauchten. Diese Erkenntnis schmerzte.

"Ja", meinte Alma und schaute erst Daraks blauviolettes Gesicht und dann ihre noch immer an den Fingerknöcheln leicht gerötete Faust an. Der Schlag hatte wirklich gesessen. Sie kratzte sich am Kopf. "Ja, Lilith, er sollte ausruhen. Und du wohl auch, das alles muss schlimm für dich gewesen sein. Komm mit, ich fessle ihn ans Bett und dann ..."
Ja, in Almas Augen war Darak der Gefährliche. Der nicht mehr ganz zurechnungsfähige Verbrecher. Irgendwo blieb er zugleich der Darak, welcher mit Topf und rosa Decke nackt auf ihrem Sofa gesessen hatte; der geweint hatte. Aber das Bild von vorhin wollte der dicken Heilerin nicht aus dem Kopf. Sie würde noch einmal mit Darak sprechen – wenn der wieder voll und ganz ansprechbar war. Immerhin war da noch diese Sache mit dem Halsband, was Alma etwas verwirrte. Sie kannte inzwischen die Gepflogenheiten eines Luthrokar und konnte sich nicht vorstellen, wie Lilith ihm dieses Teil hatte anlegen können. Doch jetzt wurde sie erst einmal von der Elfe unterbrochen.

"Es ist nichts Schlimmes, Alma. Habt Dank. Ich werde in seiner Nähe bleiben, ihm zu Ruhe verhelfen."
"Kommt NICHT IN FRAGE!", brummte Alma aufgebracht. Sie sorgte sich um die Sicherheit dieser zierlichen Frau. Darak war viel stärker und schon einmal hatte Lilith auf dem Rücken gelegen. "Dann bleib ich aber auch! Nur für den Notfall. Ich hol und jeweils einen Stuhl und Darak soll in der Hängematte schlafen." Bevor sie ersteres tat, wollte sie sich um letzteres kümmern.

Letzteres hatte sich offenbar ebenfalls dazu entschieden, sich auszuruhen, denn mit letzter Kraft raffte sich Darak schwankend und taumelnd auf die Knie. Sein Leib bewegte sich wackelig, er krümmte sich unter den Kopfschmerzen, hielt mit den Händen aber seine Nacktheit bedeckt. Dann aber fiel er vornüber, wandelte sich in eine nackte Kugel aus gepeinigtem Mann. Lilith starrte auf ihn hinab. Alma kratzte sich erneut am Kopf, weil sie nur sein unverständliches Brabbeln hörte.

"Lilith, hol du die Stühle." Alma schnappte sich Darak unter den Achseln und schleifte ihn mit sich bis zur Hängematte. Mit einem Ausdruck der Anstrengung im Gesicht und einem lauten HHHNNNGGG hievte sie Darak in die Hängematte und besorgte schnurstraks eine Decke. Dann packte sie ihn ein, bis Darak wie ein übergroßer Säugling in seinem Bettchen lag und auf das Fläschchen wartete.
Inzwischen kehrte Lilith mit den Stühlen zurück. "Der Mann mit der Maske ist besorgt um Darak, aber ich habe ihn gebeten, draußen zu bleiben." Alma nickte. Ja, der Nichtgenannte musste das hier nicht auch noch mitbekommen. Besser, er verbrachte die restliche Nacht in einem der Gästezimmer.

Lilith reichte Alma einen Stuhl und die dicke Heilerin ließ sich etwas abseits zwischen einer Topffplanze und mehreren Kissen nieder. Ein letztes Mal stand sie noch auf, um ihr Pfeifchen zu holen, das immer noch am Boden gelegen hatte. Zurück an ihrem Platz zündete sie es sich an, sog genüsslich den Rauch ein und spähte aus den Fenstern in das nächtliche Eldar hinunter.
Lilith setzte sich mit ihrem Stuhl neben die Hängematte. Beinahe sanft brachte sie diese zum Schaukeln und stimmte eine beruhigende Melodie an, die seltsamerweise nicht dazu beitrug, Daraks Migräne zu verstärken. Vielleicht besaß diese Amazone auch noch Magie in Form ihrer Stimme?

<b>Menschen sind anpassungsfähig. Er wird sich an das Halsband und die Gesamtlage gewöhnen. Ganz sicher.</b>
Die Elfe konnte es sich nicht nehmen lassen, ihre Hand unter die Decke zu schieben und nach Daraks Fingern zu suchen. Warum sie dies tat, wusste sie selbst nicht.

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von Darak Luthrokar » Mittwoch 23. Januar 2008, 10:58

Der Gehörnte kippte zur Seite und rollte sich abermals zusammen. Er konnte nicht mehr denken, nichts mehr sehen nichts mehr tun alles war durch die Migräne schlicht und ergreifend lahm gelegt. Darak Luthrokar funktionierte unter solchen Kopfschmerzen einfach nicht mehr.

Er selbst kannte seine Migräneattacken natürlich, hatte er schliesslich derer auch schon viele erlebt. Sein Helm. Sein heiss geliebter Helm sollte ihn ja davon bewahren, doch er hatte ihn nicht an und auch wenn, Alma hat seinen Kiefer so gut getroffen – da hätte auch der Helm nichts mehr gebracht. So sehr er seinen Kopf auch kannte, so machtlos war er diesem Phänomen ausgeliefert. Er wusste nicht was ihm half und auch wenn er es gewusst hätte, er konnte es alleine in diesem Zustand nicht tun. Meist hatte er einfach an Ort und Stelle gelegen bis die Schmerzen abgeklungen waren. Diese Taktik schien er auch jetzt zu verfolgen, denn er rührte sich kaum noch.

Doch nicht nur sein Kopf schmerzte sondern auch sein Herz, sein innerstes, seine Seele, sein Stolz.

Wie konnte sie ihn nur in diese Ketten legen? Wie konnte sie ihn, ein stolzer starker und lebensfreudiger Mann zu einem Hund machen und dies… so wollen. Dies war ihr Wunsch gewesen, den er ihr zu erfüllen versprochen hatte – unwissend der Konsequenzen. Er hatte mit einem Versprechen, viel… sehr viel Verloren wofür er all die Jahre hart hatte Kämpfen müssen. Viele Jahre. Schreckliche Jahre. Alles nur… um in eine neue Gefangenschaft zu geraten, deren Ende noch viel ernüchternder zu sein scheint. Sie würden ihn Ausbeuten, Missbrauchen, Benutzen, Verwenden… und dann… .fallen lassen. Vielleicht waren alle Männer irgendwo gleich… aber war dies bei den Frauen, bei den Amazonen nicht auch so?

Lilith würde im Dorf sicherlich durch ihre Schwestern dazu gedrängt werden genau so zu handeln wie es das Amazonengesetz vorgibt, war sie sich dessen bewusst?

Er zuckte zusammen als zwei fleischige Hände unter seine Achseln glitten und an ihm zogen. Er ächzte auf, hielt seine Augen verdreht verschlossen. „N.narrrghh…“ Keuchte er als sie ihn anhob. Alles drehte sich er hatte das Gefühl nicht mehr ganz in seinem eigenen Körper zu sein, als wollte sein freier Geist aus diesem Gefängnis, dieser Hülle entfliehen. Seine Beine sackten ein und Alma musste sich schon zünftig anstrengen um ihn in die Hängematte zu kriegen. Er schnaubte rollte sich sogleich wieder zusammen. Unter der Decke. Er mochte kein Licht vertragen. Er sagte nichts, tat nichts, lag einfach zusammengekrümmt da. Unfähig ruhe zu finden oder zu schlafen.

Er war unruhig. Seine Hand fuhr angeregt seinem Kopf entlang nach unten bis zu seinem Hals und nestelte rastlos an dem Halsband herum. Plötzlich zuckte er zusammen als weiche Finger seine Flanke berührten und langsam nach oben strichen. Suchend. Sie stiessen auf seinen Ellenbogen, strichen seinem Unterarm entlang bis hin zu der unruhigen Hand die noch immer an der Kette zog.

Er seufzte schwer, atmete angestrengt. Ihm war hundeelend und das schaukeln der „Wiege“ bereitete ihm gewisse Übelkeit. So dass er einmal gar würgte, aber nichts mehr zum erbrechen hatte. Sein ganzer Körper stand unter dieser unruhiger quälenden Spannung.

Erst als sie ein leises Lied anstimmte wurde er allmählich ruhiger. Seine Gesichtszüge entspannten sich, ebenso seine Hand die sich noch immer gegen das Band wehrte wurde auf einmal ruhiger, sank auf die Matte rührte sich nicht mehr.
Nur Schlaf fand Darak keinen. Er wusste, dass es ihm auch nichts nützen würde. Dies war kein Albtraum. Er hatte in der Realität seine Freiheit verloren. Daraus konnte er nicht mehr erwachen, im Gegenzug hatte er aber angst, dass er bei mangelndem Bewusstsein irgendwo hin entführt werden könnte, wo er nicht hin wollte. Er traute dieser Amazone alles zu, warum sonst wollte sie hier bei ihm bleiben? Welchen Grund sollte eine Furie wie sie denn sonst haben… die nichts… von Vertrauen und Zuneigung… ja gar Liebe verstand.

Liebe… ja… seine Elena. Er war ihr untreu geworden, er hatte sie verloren und dennoch trauerte er ihr in solchen Momenten Nach. Sie hätte ihn heilen können. Sie hätte ihm geholfen. Wie damals als ihm Hauptmann Zitter eins über den Schädel gebraten hatte. Da hatte sie ihm auch geholfen, den Schmerz gelindert… und ihm gar später… zu seiner Freiheit verholfen.

Ja…
Freiheit….

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von fremde Frau » Mittwoch 23. Januar 2008, 19:55

Erst als Lilith an seiner Seite leise zu singen begann, beruhigte sich Darak etwas. Er lag in der Hängematte – zwar nicht gefesselt, aber dick eingepackt und ließ sich nun einlullen. Oder auch nicht, denn Darak konnte nicht einschlafen. Sein Kopf dröhnte und pochte, sein Herz schmerzte.
Die Elfe streichelte seine Hand, welche endlich vom Halsband abgelassen hatte. Und sie sang, sang schon wieder für ihn. Es klang lieblich, aber welche Ernsthaftigkeit steckte dahinter? Sie hatte ihm ein Halsband umgelegt wie einem Hund. Das Lied war die Leine, mit welcher sie ihn führte. Ihre Stimme, so liebreizend gar, konnte zur mächtigen Waffe werden. Ein einziges Wort genügte.

Doch Lilith Blütentau benutzte dieses für Darak so gefährliche Wort nicht. Sie sang – ein selbstgeschriebenes Lied.
<i><center>
Sie liegt im Bett und schläft wieder nicht ein,
sie liegt im Bett und ist ganz allein.
Ist froh, allein zu sein.
Denn vor der finst'ren Nacht wird das Abendlicht zur Pein.

Dämmerlicht, die Luft ist dick und alles riecht nach Schweiß.
Neben ihr, der Mann im Bett, sein Atem brennt am Nacken heiß.
Und doch ist ihr kalt, sie friert, sie weint.
Trotzdem hat sie's getan, wieder vereint.

Wie jeden Abend wird sie bei ihm sein.
Bei ihm, nicht bei ihr, sonst überträgt er die Pein.
Nein, nein ... nein.
Der Mutter Seele soll ungeschunden sein.

Sie schleppt sich ins Bett, das Herz ist schwer
und innerlich weint sie den alten Zeiten hinterher.
Als die Augen voll Unschuld und das Lachen voll Glück,
doch leider kommt die schöne Zeit niemals zurück.

Jetzt liegt sie da, kann wieder mal nicht schlafen.
Sie wälzt sich hin und her auf dem schweißgetränkten Laken.
Versucht es jede Nacht vergebens
und das bis ans Ende ihres Lebens.
</center></i>

Schließlich sank Darak doch in Schlaf. Lilith summte die Melodie des Liedes weiter, verstummte aber, nachdem er endlich still schlief. Sie betrachtete diesen Mann, der nun unter ihrem Befehl stand – zu stehen hatte. Sie überlegte. Würde sie dem Lied weitere Strophen hinzufügen können? Es fehlte ja ohnehin noch eine ... über ihre Freundin, die Nachtelfe. Nie hatte sie es gewagt, diese Strophe anzufügen, denn ganz passte sie noch nicht dazu. Das Lied sagte noch immer das aus, was stimmte: Lilith konnte viele Nächte lang nicht wirklich schlafen.

Sie ließ Daraks Hand los und erhob sich von ihrem Stuhl. Die Elfe ging zu Alma hinüber, um mit ihr zu sprechen. Darak bekam davon natürlich nichts mit, aber dieses Gespräch der beiden Frauen soll hier nicht unerwähnt bleiben. Sie unterhielten sich, anfangs nur einfache Plaudereien, dann aber erfuhr Alma endlich, was es mit dem Halsband auf sich hatte.
Die Elfe gestand der Tonne von Heilerin alles. Sie erzählte, dass es ihre Aufgabe im Namen der Amazonen war, einen geeigneten Spender für neue Nachkommen zu finden und mit nach Xytras zu holen. Das Halsband hatte sie zwar bekommen, um sich den Mann im Falle eines Falles vom Hals zu halten, aber bei Darak nutzte sie es nur als Sicherung, dass er mitkäme, so gestand sie es Alma.
Dann erzählte sie der Frau ein weiteres Geheimnis, von dem Darak vielleicht nur den Ansatz ahnte und Alma machte große Augen. "ZU FALDOR MIT DIESEN TRIEBHAFTEN MÄNNERN!", knurrte sie und schlug wütend auf den Tisch. Diese Worte drangen vielleicht auch zu dem Schlafenden durch.

Stunden vergingen, in denen Alma mit Lilith sprach, ihr Mut machte und schließlich verstand, warum die Elfe Darak mit dem Halsband an sich selbst band, um sicher zu stellen, ihn nicht zu verlieren. Alma verstand ihr Handeln, erklärte aber: "Nimm es ab, wenn er aufwacht. Er wird mit dir kommen, dafür sorgt ein viel nützlicheres Werkzeug als dieses Halsband. ICH nämlich. Ich helfe dir, Lilith. Versichere du mir nur, dass die Amazonen ihn freundlicher behandeln."
Die Elfe nickte. "Ich werde mich dafür einsetzen." Dann warteten die Frauen darauf, dass der Morgen anbrach und Darak wieder erwachte.


<i>Durch den Schlaf steigt Daraks Lebensenergie auf 66%</i>
Zuletzt geändert von fremde Frau am Mittwoch 23. Januar 2008, 19:55, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von Darak Luthrokar » Donnerstag 24. Januar 2008, 17:16

<b> Bumm CHRRR Bumm CHRRR Bumm CHRRR</b> Es dröhnte Rhyhtmisch in seinem Schädel, als wäre er ein Perkussionsinstrument geworden. Nur für ihn hörbar, obwohl der Bass ihm das Gefühl verlieh, dass es seinen ganzen Körper erzittern liess - und dies stimmte auch. Darak kniff seine Augen so fest zusammen wie er konnte, denn das Dröhnen pulsierte an seinen Augen. Unangenehm. Pochen. Stetiges Pochen. Undruchdringbar - so schien es zumindest.... den plötzlich, ganz leise... weit entfernt nahm sein Geist noch etwas anderes wahr, was allmählich zu ihm durch sickerte. Eine sanfte Melodie, von einer weichen Stimme gesungen. So rein und dadurch auch unerschütterlich - nicht durch das Dröhnen seines Peins zerstörbar... Liliths Lied.

Immer mehr nahm sie seinen Geist für sich ein. Immer dumpfer wurden die peinvollen Schläge in seinem Inneren und dann... endlich Ruhe. Sie sang ihn in den Schlaf - wie sie es schon einmal getan hatte.

Darak schlummerte ein. Seine Gesichtszüge entspannten sich endlich. Sein krümmen hörte auf. Er atmete ruhiger, entspannter und schlief schliesslich. Noch immer lag ihre Hand in seiner, er drückte sie nicht, sie ruhte einfach so wie sie da lag. Wehrte sich nicht gegen ihre, versuchte sich nicht wegzuziehen, sondern lag einfach... erbegen... da. Ihr ergeben.

Die Ruhe tat seinem erschöpften Geiste gut. Es war ein schöner, schrecklicher, Ruhevoller und Anstrengeder Tag für ihn gewesen. So vieles war geschehen. Seine Heilung, seine wiedergewonnene Freiheit - nun erneut verloren. All dies hatte er erlebt. An einem einzelnen Tag nur.

Jetzt endlich wurde ihm die Ruhe gewährt, die er so dringend gebraucht hatte.

Er schlief tief. Träumte.
<i><b>Gock....Gock...Gock...Gock...</b> Etwas pickte gegen seine Stirn. <b>PHAGOCK PHAGOCK</b> Er blintzelte, es stach, tat irgendwie weh. Immer wieder auf seine Stirn hackte dieses etwas ein. Er öffnete seine Augen und sah...

... einen Hahn der stetig auf seine Stirn einpickte. Darak runzelte eben diese. Das Tier stand auf seinem Kopf - und trug statt den roten Kamm, einen gehörnten kleinen Helm. Der Hahn flatterte mit den Flügeln. <b>Kikerikiii!</b> Machte er aufgeregt... und flatterte los. Flog. Darak schaute ihm nach, doch auf einmal liess das Tier einen urbanen Schrei ab der gleichzeitig irgendwie erstickt tönte. Darak erkannte die Ursache, um den Hals des Hahns war ein Band gebunden und dieses an einer Leine befestigt, als der Hahn davon in die freiheit fliegen wollte - spannte es sich und zog ihn so jäh zurück. Nun flatterte der Hahn verzweifelt dagegen an. Strengte sich an. Krächzte herzzerreissend. Der Gehörnte schaute an was die Leine befestigt war.

Da stand Lilith, umringt von einigen Hühnern. Sie hiellt die Leine... in ihrer Linken... und eine Axt in ihrer rechten. Langsam zog sie den gehörnten Gockel zu sich. Der wehrte sich flog dagegen an - vergebens. Sie drückte ihn zu Boden die Hühner fielen über den armen Gockel her und rupften ihn. Abgerissene Federn flogen. Der Gockel schrie... schliesslich verstummte er. Blieb beinahe reglos liegen.

Da trat Lilith zum Gockel... nein zu ihm... Darak, er selbst lag plötzlich da, blickte zu der Frau hoch - hinter hier hatten sich die Hühner in wilde Frauen verwandelt die sich über die Lippen leckten - bösartig. <i>"ZU FALDOR MIT DIESEN TRIEBHAFTEN MÄNNERN!"</i> sagte ein besonders dickes Exemplar von ihnen, verhölzerten Riesenkürbisschalen alleine als Büstenhalter tragend. Er hob abwehrend seine Hände, Lilith holte aus. "DAS hier gehört jetzt mir!" Meinte sie zuckersüss, zielte mit ihrer Axt auf seine Mitte...

... und Schlug zu. </i>

Im selben moment schlug ER seine Augen auf. "NEIN!" Keuchte er nervös. Und fuchtelte in seiner Decke herum, doch er war darin so gut eingepackt dass er nicht dagegen ankam und schliesslich schnaubend aufgeben musste. Seine Migräne war endlich geschwunden, seine Backe tat noch immer weh. Für einen kurzen Moment wusste er nicht recht wo er war, instinktiv griffen seine Hände wieder nach dem Halsband - rissen daran. Ehe er Alma erblickte. "A-lma...." Stammelte er vor sich her. "HOL MICH HIER RAUS!" Brüllte er sie schliesslich an. "Nimm es weg bei Lysanthors Arsch!" Auch seine Wut schien zurück zu sein.

Ja... Darak Luthrokar war erwacht. "Diese miese Amazone hat mich reingelegt!" Klagte er laut er sah Lilith nicht in seiner Nähe. Er klang darüber bitter enttäuscht. War er ja auch. Er blickte wieder zu Alma. Erinnerte sich gerade wie sie ihn angetroffen hatte. "Es... war nicht so wie du denkst..." Meinte er langsam. Nestelte wieder herum. "WAS IST DAS?!" Keifte er und giftete mit seinem Blick die decke an welche ihn völlig überforderte.

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von Erzähler » Freitag 25. Januar 2008, 23:38

Welch schrecklicher Albtraum! Gerade noch senkte sich die scharfkantige Axt nach unten, sauste auf das Allerheiligste eines Mannes – vor allem eines Darak Luthrokars – zu und im selben Moment durchfuhr ihn ein Ruck. Fast schmerzlich, doch dann war es vorbei. Keuchend und wild herumfuchtelnd fand sich Darak in etwas wieder, das beim Zappeln wenig Widerstand gab. Kein Bett war es, hart und fest. Nein, er schaukelte wild hin und her. Hinzu kam, dass er kaum etwas sah. Er war gefesselt, eingepackt in diese Decke, die Alma ihm übergelegt hatte ... Alma ... diese gigantische Hühneramazone mit den Holzschalen vor ihrem üppigen Busen erinnerte ihn irgendwie an die Heilerin. Obwohl dieses Monstrum von Amazone ihn wütend angesehen hatte. Alma nicht ... die hatte Darak engere Bekanntschaft mit ihrer Faust machen lassen.
Oh, die Wange schmerzte, aber das war nicht das einzige. Hatte sich sein Traum in Realität verwandelt? War ... <i>er</i> abgeschlagen? Irgendwie fühlte es sich taub und leblos an ... oder bildete Darak sich das nur ein?

Seine Hände hatten inzwischen ein kurzes Eigenleben entwickelt, erinnerten sie sich doch anstatt an den schrecklichen Traum an die viel schrecklichere Realtität. Das Halsband lag noch immer um seine Kehle, ließ sich nicht losreißen.
Und dann erblickte Darak die Tonne von Frau – warum trug sie die Holzschalen nicht? Oh, er vermischte Traum mit Wirklichkeit. Nein, das hier war Alma, seine Alma, die ihm helfen würde – hoffentlich. Ja, nicht wieder schlagen, helfen! Bitte!

<i>"A-lma ... HOL MICH HIER RAUS! Nimm es weg bei Lysanthors Arsch!"</i> Wütend riss er wieder am Halsband der Züchtigung. <i>"Diese miese Amazone hat mich reingelegt!"</i>
Lilith hockte nahe Alma auf einem Stuhl, wurde aber von deren gigantischem Hinterteil verdeckt. Ein Drache hätte sich wohl hinter diesem Heilerinnen-Po verbergen und auch noch häuslich einrichten können, ohne dass man ihn entdeckte. Er hätte nur stets darauf achten müssen, seine Einrichtung und sich selbst hinter Almas Po herzutragen, denn auch wenn man es nicht für möglich hielt: auch dieser Planet bewegte sich in seine unregelmäßigen Umlaufbahn des Lebens. Und dieser gewaltige Planet, um den wohl auch noch kleine Monde hätten kreisen müssen, konnte sogar reden.

"Diese miese Amazone hat mit dir einen Vertrag abgeschlossen. Du hast eingewilligt und du WIRST dich auch dran halten, kapiert?! Ich wundere mich sowieso, warum gerade ein Kerl wie du dieses unglaubliche Angebot ablehnt. Ein gutes Dutzend Amazonen wird sich dir hingeben und diese 'miese Amazone' kümmert sich auch noch um dich. Du bist wirklich elend zu ihr!"
Alma stapfte auf Darak zu, starrte ihn an.

<i>"Es ... war nicht so, wie du denkst ..."</i> Alma schnaubte nur. Als Darak sich aber im nächsten Moment schon wieder der Decke widmete, die ihn wie eine Würgeschlange im Griff hatte, schüttelte die Dicke nur ihren Kopf.
Dann geschah es. Durch Daraks wilde Zappelei und das nicht mehr rechtzeitige Eingreifen einer der Frauen lösten sich die Haken aus der Decke und mit einem dumpfen Schlag prallte Darak mitsamt Zudecke und Hängematte auf dem harten Boden auf. Wenigstens war er von Ersterer nun befreit, aber neben Wange und zentralen Bereichen schmerzte nun auch noch sein Hintern.

"Hast du dich abgeregt?", fragte Alma und reichte Darak eine ihrer wulstigen Hände, damit er aufstehen konnte. Ein flüchtiger Seitenblick zu Lilith, die still und mit gesenktem Kopf auf ihrem Stuhl hockte, ließ die dicke Heilerin allerdings noch anfügen: "Du tust ihr Unrecht. Sie hat dich nicht hereingelegt." Deutlich leiser, ja so leise, dass man es einer Alma niemals zugetraut hätte, flüsterte sie weiter. "Das Halsband ist eine Absicherung. Die Kleine will dich nicht verlieren, sie schätzt dich ja fast. Das ist viel in den Augen einer Amazone."

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von Darak Luthrokar » Samstag 26. Januar 2008, 17:29

Darak hielt kurz inne als ein pulsierender Schmerz sich von seinem Schritt ausweitete und über seine Lenden strich. Seine Augen weiteten sich. Er wurde leichenblass. „Es…ist…“<b>Doch nicht WIRKLICH passiert?!</b> Kurz hörte sein Gezappel in der Decke auf als er einen ängstlichen „Absicherungsgriff“ wagte. Er zuckte zusammen es brannte wenn er sein empfindsamstes berührte. „Arh.“ Keuchte er auf. Hielt dann endlich etwas still, versuchte sich wieder auf die Seite zu drehen. Nun Darak war halt kein Säugling mehr, er brauchte viel Bewegungsfreiheit wie es sich für einen wilden Hengst gehörte. Alma schien wenig Verständnis für seine Lage aufzubringen. Sie hatte ihm gnädigerweise die Migräne genommen – so glaubte er zumindest, doch sie dachte nicht daran ihn aus den Decken zu befreien noch ihm das Halsband abzunehmen – nein im Gegenteil!

Dieser Koloss walzte auf ihn zu. Wieder fühlte er sich so unendlich klein und war plötzlich froh um die Schützende Decke. Er krallte sich daran fest. Schloss ein Auge. Hob abwehrend seine Hände. Alma sah einfach immer irgendwie missgelaunt streng und schlagbereit aus. Besonders heute. „Nicht… schlagen ich mach doch nichts!“ Keuchte er und schützte dabei seine aufgeschwollene Wange. Vor einem Schlag IHRER Fäuste würde sich gar ein Gott fürchten. Da waren sie, diese Mörderhände. Mit welchen er Lilith gerade noch gewürgt hatte. Seine Fingerkuppen waren davon leicht gerötet. Man sah welche kraft er auf ihre Kehle ausgeübt hatte. Man sah es ja auch bei ihr. Diese violetten düsteren Male.

<i> "Diese miese Amazone hat mit dir einen Vertrag abgeschlossen. Du hast eingewilligt und du WIRST dich auch dran halten, kapiert?!“</i> Er starrte sie an. Sein Adamsapfel bewegte sich unruhig. „Aber …“ Begann er hielt aber prüfend inne ob sich ihre Faust nicht hebt. „Nicht mit diesem Halsband!“ Klagte er lauthals und fummelte wieder daran rum. „Sie hat mich betrogen!“ Seufzte er schliesslich. „Nur benutzt ich bedeute ihr doch überhaupt nichts!“ Brummte er und dabei kam deutlich zum Vorschein wie verletzt er eigentlich war. <i>“Ich wundere mich sowieso, warum gerade ein Kerl wie du dieses unglaubliche Angebot ablehnt.“</i> Er blickt sie wieder an. „Weil es gefährlich ist!“ Protestierte er. <i>“Ein gutes Dutzend Amazonen wird sich dir hingeben“</i> „HAH!“ Fluchte er auf. Zappelte wieder. „Hingeben? Oh nein sie werden alles tun nur DAS nicht! Die… werden…. Mich“ Er brachte es nicht über die Lippen. „Das sind KAMPFWEIBER! FURIEN! Männerhassende Bestien! Die geben sich nicht hin!“ Ereiferte er sich nervös. „Ich konnte nicht klar denken als ich da eingewilligt hab ich war… abgelenkt.“ Er wurde rot bei dem Wort. <i>“und diese 'miese Amazone' kümmert sich auch noch um dich.“</i> Er stierte Alma giftig an. „Kümmern?! Sie macht mich zum HUND! Zum Haustier! Das ist erniedrigend!“ Protestierte er weiter. Redete sich redlich in Rage und spürte wie ihm dadurch wieder etwas mulmig wurde. Er schluckte leer. Schloss kurz seine Augen. <i>“Du bist wirklich elend zu ihr!"</i> Er seufzte. Nickte. „Ja.“ Brachte er von sich. „Schliesslich können wir Männer ja nur Gefühle anderer verletzen nicht war? Umgekehrt geht das ja nicht.“ Brummte er bitter. Drehte sich ab. Er war wütend, aufgebracht und in seinem Stolz verletzt. Diesem Ärger machte er Luft – indem er wieder zappelte. „Diese verdammte Decke!“ Fluchte er auf… und fiel. „Argh.“ Keuchte er auf als er etwas unsanft auf dem Boden landete – plötzlich seiner schützenden Decke beraubt.

Er wurde sich seiner Nacktheit schmerzlich bewusst und griff hastig nach der rettenden Decke und verdeckte damit gewisse Schmerzhafte anteile seines Unterleibs. „Darf ich mich WENIGSTENS anziehen?!“ Keifte er Alma an. Er war ja ohnehin der Bastard und an allem Schuld. Damit musste er sich wohl abfinden, dachte er düster. Es tat ihm aber leid, dass er sie gewürgt hatte. Vermutlich war dies doch eine Überreaktion gewesen. Jetzt da er nüchtern war, dachte er zumindest so. „Es… tut mir ja leid… ich war unglaublich wütend!“ Er blickte Alma an. „Ich… hab mich nicht an ihr vergangen, dass MUSST du mir glauben!“ Da gab Alma den Blick auf Lilith – welche die ganze Zeit anwesend gewesen war frei. Darak erstarrte. Wurde blass.

„Ich…“ Begann er. Was immer er hier sagen wollte, er brachte es nicht über die Lippen. Alma half ihn aufstehen, er zog die Decke mit. Wickelte seinen Unterkörper ein. Selbst die schlichte Berührung des Stoffs tat an einer zentralen Stelle weh. Doch er stand. Auf beiden gesunden Beinen. Er lächelte kurz bei dieser Erkenntnis. Doch dann versteinerte sein Gesicht als er die Amazone anblickte. Er mochte Lilith ja. Genau deswegen tat es auch so unendlich weh was sie ihm angetan hatte. Besonders die Art und Weise.

<i> "Du tust ihr Unrecht. Sie hat dich nicht hereingelegt."</i> Er schwieg. Senkte seinen Blick. „Du warst… freundlich zu mir. Du hast mir geholfen, wirklich geholfen.“ Räumte er leise ein, sprach Lilith direkt an. „Du hast mich glücklich gemacht. Alles nur… für das hier?“ Er deutete auf sein Halsband. Sah sie enttäuscht an.

<i> "Das Halsband ist eine Absicherung. Die Kleine will dich nicht verlieren, sie schätzt dich ja fast. Das ist viel in den Augen einer Amazone."</i> Er nickte nur. „Ich habe dir versprochen. Dir einen Wunsch zu erfüllen. Wenn DIES dein Wunsch ist… wenn du dir das wirklich wünschst…“ Er trat langsam auf sie zu. Wie begegnete man einer Amazone um ihr zu schmeicheln? Sie sanftmütig zu stimmen? Darak ging in die Knie. Blickte zu ihr hoch. Dann auf seine Hände. „Es tut mir leid Lilith. Unendlich leid.“ Entschuldigte er sich. Er hielt seinen Blick gesenkt. Was war nur mit Darak? Der sonst so selbstbewusste, der sich nicht um die Gefühle anderer scherte? War er ihr etwa… verfallen? Ihren reizen erlegen? „Du hast recht.“ Murmelte er schliesslich. „Ich bin nur ein Mann. Mehr nicht. Du hast recht, wenn du dich absichern willst. Ich bin gefährlich. Auch wenn ich es gerne verbergen würde. Aber ich bin es. Du holst dir keinen Hund ins Dorf, sondern einen lauernden Löwen.“ Darak kannte sich. Er hatte schon viele Frauen auf dem Gewissen, in seiner Skrupellosigkeit war er schliesslich nicht davor zurückgeschreckt sie auch zu töten. Wenn ihm der Nervenfaden schon reissen konnte bei einer Amazone die er im Grunde mochte… so würde es bei solchen die er hatte, wohl schneller gehen.

„Aber… mach kein Sklave aus mir. Kein Gefangener. Das war ich lange genug.“ Bat er sie.

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von Erzähler » Sonntag 27. Januar 2008, 23:57

OH JA, der Schlag hatte WIRKLICH gesessen – um es nochmal aus Almas Perspektive zu erwähnen. Denn Darak verbarg seine Wange halb und den Händen und halb unter der Decke, mit der er bis eben noch so energisch gekämpft hatte. Trotzdem ließ sich das purpurblaue Leuchten nicht ganz verdecken. Darak konnte sich im Moment wohl als einziger Mann mit einer waschechten Alma-Faust-"Tätowierung" bezeichnen, denn nichts Anderes prangte da auf seiner Wange, die nun auch noch leicht anschwoll.
Ja, jetzt wusste er, was auch in einer Alma steckte – die doch eigentlich Heilerin war! Glücklicherweise waren ihre Heilmethoden nicht ähnlicher Machart, aber wie sie ihre Patienten wohl betäubte? Einen Vorschlaghammer bräuchte die Dicke jedenfalls nicht.

Nun stand sie vor ihm, an der Hängematte. Diese mächtige Frau. Ja, mächtig, denn sie hatte den Hengst niedergeschlagen. Warum nur umgab sich Darak auch immer mit Frauen diesen Schlags? Erst Elena, dann Alma und zu guter letzt Lilith – die Elfe konnte ihm wohl am gefährlichsten werden. Almas Schläge wären sicher schmerzhafter, aber Liliths Worte konnten tötlich sein. Nun, im Grunde nur ein Wort und das auch nur, solange er dieses verflixte Halsband trug.
Doch Darak dachte für einen Augenblick nicht mehr an seine Lage, als Alma ihm verkündete, dass sie noch schlimmer würde. Denn nun verlangte auch sie, er solle Lilith nach Xytras begleiten und ... sich melken lassen.

<i>"Aber ... nicht mit diesem Halsband! Sie hat mich betrogen! Nur benutzt, ich bedeute ihr doch überhaupt nichts!"</i>
Alma brummte, sagte sonst nichts dazu. Sie wusste es besser, aber das würde Lilith ihm selbst sagen müssen – falls sie sich einem Mann jemals auf diese Weise anvertraute, wie sie es bei Alma vorhin getan hatte.

Normalerweise behandelte Lilith Männer noch schlimmer als sie es nun bei Darak tat. Sie sang und trällerte für sie, tanzte und lullte die Testosteronsprüher dermaßen ein, dass sie alles von ihnen verlangen konnte. Dann tat sie dies auch und ließ sie schneller wieder fallen als eine heiße Kartoffel. Über Darak Luthrokar aber ... hatte sie sich eine andere Meinung gebildet. Andernfalls trüge er nun nicht das Halsband. Andernfalls hätte sich Lilith nicht für ihn als offiziellen Amazonen-Nachkommens-Spender entschieden.
Andernfalls ... wäre sie ob seiner Worte nicht zusammengezuckt und hätte aufgesehen. Nun, Lilith erhaschte keinen einzigen Blick auf Darak, denn alles war sie sah, war Almas schwabbeliger Rücken und der überdimensionale Hintern. Eine Gletscherspalte, aus der niemand mehr heraus käme, der jemals hinein fiel – was nicht hieß, dass jemand es je wagen ... Lilith dachte nicht weiter darüber nach.
Trotzdem schaute sie weiterhin auf diesen gigantischen Alma-Popo, der die Sicht auf den Mann verdeckte, welcher sich darüber beklagte, in ihren Augen nicht von Bedeutung zu sein. Die Amazone schob sich eine Strähne hinter das spitze Elfenohr. Er beklagte sich ernsthaft, es klang nicht gespielt. Lilith als kleine Schauspielerin wusste, wenn jemand etwas vortäuschte. Sie selbst konnte dies ja wie keine Zweite. Und Darak Luthrokar täuschte nicht.

Er hörte sich an wie viele der frustrierten und verschüchterten Frauen, die die Amazonen nach Xytras holten, um sie dort unter neuer Stärke und abwesend von sämtlichen Kerlen der Welt wieder aufzupäppeln. Oh, so viele kehrten in die Amazonenstadt ein und klagten und weinten ihren Männern so lange nach, für die sie aufopferungsvoll alles aufgegeben hatten – am Ende gar sich selbst. Diese armen Frauen, die Bastarde liebten und für sie den Haushalt schmissen; die sich um Heim und Familie kümmerten, während der Gatte des nachts von Spelunke zu Spelunke torkelte und nach einer freizügigen Dirne suchte.
Für Lilith war dies eine neue Erfahrung. Welcher <i>Mann</i> beklagte sich denn je, dass eine <i>Frau</i> ihn benutzte? Nie zuvor hatte sie von einer solchen Lage gehört und nun befand sie sich selbst in einer – und musste eingestehen, dass Darak die Wahrheit sprach. Wenn nicht er, so hätte sie sich einen anderen Spender gesucht. Sie hätte ihn nach Xytras mitgenommen und ihren Schwestern vorgeworfen, die ... ihn eiskalt und skrupellos ausgenutzt hätten. Solange, bis sie seiner überdrüssig würden und ihn auf dem Festland aussetzten. Ja, auch Lilith Blütentau zählte in diesem Fall zu einer Komplizin. Sie nutzte den Mann an sich ebenfalls aus, für ihre Zwecke. Dies könnte man nun sagen, aber hierbei berücksichtigte niemand die persönlichen Pläne der Elfe. Nun, auf den ersten Blick mochten sie ähnlich egoistisch sein, doch bei genauerem Hinsehen erkannte man die Bitte dahinter. Einen verzweifelten Hilferuf, an Darak – einen Mann – gerichtet und ausgesprochen von einer Amazone.

Nein, noch nicht ausgesprochen. Noch war und blieb es Liliths Geheimnis. Nur Alma wusste davon. Sie hatte die Elfe ins Vertrauen gezogen wie einst Darak, der der dicken Heilerin von seiner "Karriere" als Foltermeister und Mörder erzählt hatte.
Obwohl Alma dick und wulstig, rund, kugelig, beleibt, korpulent, aufgebläht und aufgedunsen, gut genährt, drall, massig, extrem, gigantisch, monströs, fett, schwabbelig, kolossal ... mit einem Wort also <i>alma'sch</i> war, schien sie eine gewisse Ausstrahlung zu besitzen, dass man gerade sie gern und schnell ins Vertrauen zog – meist natürlich ungefragt. Alma hätte sicher auch eine wunderbare Spionin abgegeben. Doch sie hatte sich für das Heilen entschieden. Sie wollte Menschen helfen und sie nicht bespitzeln.

Und genau aus diesem Grund würde sie dafür sorgen, dass Lilith geholfen wurde – indem Darak zu den Aamzonen ging. Sie selbst würde schließlich auch mitkommen, das hatte sie bereits vorhin entschieden. Darak konnte sie unmöglich ganz allein auf all die Amazonen hetzen, selbst wenn Lilith ein Auge auf ihn hätte.

<i>"Kümmern?! Sie macht mich zum HUND! Zum Haustier! Das ist erniedrigend!"</i> Noch schimpfte er, steigerte sich immer mehr in seine Wut hinein. Oh, der angeleinte Hengst zerrte am Seil und wollte über das Gatter in die Freiheit springen.
Doch dann wurde er kurzfristig ruhiger, wenn er auch den Sarkasmus nicht aus seiner Stimmlage bannen konnte. <i>"Ja. Schließlich können wir Männer ja nur Gefühle anderer verletzen, nicht wahr? Umgekehrt geht das ja nicht."</i>
Darak kämpfte wieder mit der Decke, bis die Hängematte fiel und mit ihr der wütende Mann. Lilith hockte indessen auf dem Stuhl, noch immer von Alma verdeckt, und schaute nachdenklich drein. Sie starrte auf ihre Hände, hob diese anschließend und griff sich an den Hals. Vorsichtig tastete sie die wunden Blutergüsse ab, die Daraks grobe Hände ihr zugefügt hatten. Wie hatte er ihr das antun können, wenn er nun auf solch ihr für Männer ungewohnte Weise sprach? Wie nur? Sie ... fühlte sich elend.

Alma hatte Darak inzwischen aufgeholfen, der mit seinem Sarkasmus immer noch nicht ganz am Ende war und deutlich hörbar fragte, ob er sich wenigstens vor der anzutretenden Reise anziehen dürfe. Wäre ja noch schöner, wenn die Elfe ihn auch noch nackt bis nach Xytras brächte! Oh, welche Schmach für diesen Stier!

<i>"Es ... tut mir ja leid ... ich war unglaublich wütend!"</i> "Sag das nicht mir, sondern IHR." Alma trat endlich einen Schritt zur Seite und gab den Blick auf Lilith frei, die rasch den Kopf hob und Darak anstarrte. Doch der hatte im ersten Moment noch nicht die Situation begriffen, redete weiter mit Alma. <i>"Ich ... hab mich nicht an ihr vergangen, das MUSST du mir glauben!"</i>
Und nun bemerkte er die Elfe, wurde bleich. Alam half ihm, aufzustehen – genauer gesagt, riss sie ihn eher auf die Beine. "Jaja, ich glaub dir ja." Warum? Weil sie es wusste. Darak hatte Lilith nichts Derartiges angetan, die Elfe hatte es ihr ja erzählt. Nur das Würgen ... hatte sie wahrhaft erschreckt.

So versteinert wie Darak nun da stand, so reglos befand sich auch Lilith auf ihrem Stuhl. Beide Blicke trafen sich kurz, ehe er den seinen senkte und sprach. Bei seinen Worten lächelte die Elfe – unsicher und leicht irritiert. Sie hatte einem <i>Mann</i> geholfen und er ... <i>"Alles nur ... für das hier?"</i> Sein Kopf hob sich und Enttäuschung lag in seinen Augen, als er auf das Halsband wies. Seine verlorene Freiheit. Lilith fühlte sich ... hundeelend und das verwirrte sie. Wie konnte sie als Amazone in Gegenwart eines Mannes nur so fühlen? <b>Eigentlich weißt du es ganz genau ... Schauspielerin.</b>

<i>"Ich habe dir versprochen, dir einen Wunsch zu erfüllen. Wenn DIES dein Wunsch ist ... wenn du dir das wirklich wünschst ..."</i> Und dann löste sich Daraks Starre, er kam direkt vor Lilith getreten. Die Elfe erhob sich von ihrem Stuhl. Er kniete vor ihr nieder und schaute zu ihr auf. Schön war sie und sah so sanft und zwart aus. Rosig und verführerisch, besaß sie doch einen geradezu makellosen Körper wie viele Elfen. Aber wieder tanzten Schatten über ihre Augen.

<i>"Du hast Recht, wenn du dich absichern willst. Ich bin gefährlich. Auch wenn ich es gerne verbergen würde. Aber ich bin es. Du holst dir keinen Hund ins Dorf, sondern einen lauernden Löwen. Aber ... mach keinen Sklaven aus mir. Keinen Gefangenen. Das war ich lange genug."</i>

Sie schaute auf ihn herab. Zwei von Schatten umspielte Amethyste musterten ihn. Diesen Mann. Ja, mehr nicht. Ein Mann. <b>Wäre es doch so, dann könnte ich dich jetzt treten und nach Xytras schleifen!</b> Aber eben dies konnte Lilith nicht, denn Darak war kein einfacher Mann. Wäre er es gewesen, hätte er sie erwürgt. Wäre er es gewesen, hätte er ihr angetan, was die Schatten in ihren Augen vermitteln wollten. Aber stattdessen kniete er vor ihr, entschuldigte sich und bat. Er bat eine Amazone um eine mildere Behandlung.
Liliths Hände lagen eng am Körper an, sie umfasste sich selbst und fröstelte leicht, war sie doch immer noch nackt. Alma hatte ihr lediglich eine hauchdünne Seidendecke um die Schultern gelegt, denn Lilith hatte nichts Anderes gewollt – mit der Heilerin zu reden war ihr wichtiger gewesen. Nun zeichnete sich eine Gänsehaut auf ihrem ansehnlichen Körper ab.

Lilith ging in die Knie, befand sich nun Aug in Aug mit Darak. Ihre Hände hoben sich zu seinem Hals, sie legte ihre Fingerspitzen auf das Halsband. Die Augen ruhten auf seinem Gesicht, suchten seinen Blick. "Ja", erwiderte sie. "Einen lauernden Löwen ..." Sie fingerte leicht an dem Halsband herum, schließlich löste sich der Verschluss, welchen nur sie hatte öffnen können und sie nahm schenkte Darak seinen verlorenen Freiraum wieder.

"Heilung ... das ist es, was ich will, was ich mir wünsche ... keinen Sklaven ... dich."

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von Darak Luthrokar » Dienstag 29. Januar 2008, 23:28

Es war ein kurzer aber entscheidender Moment gewesen. Vermutlich wurden dort bewusst oder unbewusst eine wegbereitende Entscheidung getroffen. Nämlich da als Darak auf Lilith zugegangen war. Sie sich vom Stuhl erhoben hatte… und nicht geflohen ist… nicht getreten hat… sich nicht verteidigt oder gar selbst zum angriff übergegangen war… Nein… in jenem Augenblick hatte sie eine Amazone dazu entschlossen… einem Mann Gehör zu gewähren. Und der Gehörnte sprach. Bat gar um Verzeihung. Oh Mörder, ist dies eines der wenigen Male wo Darak noch die Möglichkeit hatte bei einem noch lebenden Opfer busse zu tun. Diese tat er indem er das für ihn wohl wertvollste ihr anbot. Seine Freiheit. Er kniete vor ihr hin. Unterwarf sich ihr. Er…. DARAK LUTHROKAR, der Verdammte, der Schlächter von Andunie. Der Mörder, Sklaventreiber und Foltermeister. Der sturste aller Böcke für welchen sein Stolz und seine Ehre immer einen hohen Stellenwert hatte.. genau dieser unterwarf sich nun offensichtlich jener Frau… welche ihn tiefer Verletzt hatte als so manch anderer?

Bei allen Veränderungen und Sinneswandel welche er auch durchlebt hatte… bei all den Krisen und extrem Situationen…. Blieb er da nicht doch irgendwie der berechnende Bastard der er einmal war?

Würde er sich nicht selbst erwürgen… wenn er tatsächlich SO weich geworden wäre?

Wenn Darak Luthrokar etwas war… dann wohl nachtragend. Sehr nachtragend. Schliesslich verharrten gewisse Personen ein Leben lang – welches es ja ohnehin zu verkürzen galt – auf seiner „zu ermorden Liste.“ Valrock führte diese Momentan an. Lilith wurde begnadigt, er hatte sie nicht darin aufgenommen… aber dennoch ihr Zauber auf ihn. Die körperliche Beeinträchtigung durch seine Lust… war verschwunden. Sein Geist wieder klarer. Seine Wut und sein Zorn gross.

Er war sicherlich nicht einmal ein halb so guter Schauspieler wie Lilith. Aber er war Foltermeister und kannte so einige Kniffe seiner Opfer die er nun selbst für seine Zwecke nutzte. Er schaute kurz zu ihr auf. Wie konnte nur in einem solch zierlichen Körper eine solche verschlagene Hure existieren? Dachte er düster. Dennoch… Darak zweifelte selten an seinem Urteilsvermögen. Aber bei Lilith war etwas, was ihn unsicher werden liess. Er sah eben nicht „nur“ das hinterhältige und verschlagene in ihr. Sie war ihm vielleicht gar ähnlicher als er dachte. Auch sie entdeckte gerade völlig neues… sensibles an ihrer sonst doch so unerbittlich harten Seite. Genau so wie er solche Erfahrungen gemacht hatte… damals… bei Alma zuhause.

Sie lächelte. Kniete sich zu ihm nieder. Nun versteinerten sich ihre Gesichter. Darak schaute sie an. Konnte sie seine Schatten eben so sehen wie er ihre? Dieses gefährliche Lodern… ganz fein… doch eiskalt berechnend? Sein Blick schweifte zu ihrem Hals. Er hatte sie wirklich nicht töten wollen. Er tötete keine Menschen die ihm geholfen hatten… und sie hatte ihm geholfen. Nein Darak mochte in vielen Punkten erbärmlich sein… aber gänzlich verkommen war er nun auch wieder nicht.

Er spannte sich an als ihre Hände zu seinem Hals glitten. <b>Wärst du meine Schülerin so hätte ich dich für diese Tat getreten!</b> Dachte er hämisch.<b>Du bist unsicher… und inkonsequent… gibst bei der kleinsten Gefühlsregung die Macht ab. Du beherrschst nicht. Warum? Warum nur, willst du nicht beherrschen, warum geniesst du deinen Triumph nicht?</b> Fragte er sich.

Er seufzte erleichtert als sie das Halsband abnahm. Er wusste wie schnell es auch wieder dran sein konnte. Er musste sich also vorsehen. Zumal da noch Alma war, die nun plötzlich komplett davon überzeugt war, dass er in die Amazonenstadt gehen würde. Was wusste die Dicke, was Darak noch nicht erfahren hatte?

Interessierte es ihn überhaupt? Er hatte seine Freiheit wieder! Nun lächelte auch er… es wirkte weit kühler als beabsichtigt. Der Knick, der Bruch in der Beziehung zu Lilith war wohl tiefer als erwartet. Er hatte sie vor dem Löwen gewarnt. Sie schien ihre Vorsicht zu verlieren. Warum? Warum vertraute sie ihm so? Was sah sie in ihm… was sie weich machte. Er traute ihr schliesslich alles zu… aber sie sperrte sich dagegen es ihm anzutun… warum?

Sie gab selbst die Antwort darauf.

Sie wollte Heilung. Damit kannte er sich ja inzwischen aus. Mit dem Wunsch nach Heilung. Er hatte nicht damit gerechnet, dies nun von ihr zu hören… zumal er ihr die Heilung bringen sollte. „Mich?“ Fragte er sichtlich irritiert… „Aber… was soll geheilt werden?“

Ja da war sie wieder… diese Unsicherheit… die sogar ihn unkonsequent werden liess. Er schielte kurz zu Alma rüber. Er fühlte sich von ihr scharf beobachtet. Irgendwie unheimlich. SEHR unheimlich. Er drückte fest die Decke an sich damit sie auch ja nicht verrutschte und ungewoll gewisse intime anatomische Einblicke ermöglichte.

Na ja… Alma würde wohl sagen: <i>Da ist nun wirklich NICHTS besonderes was Ich nicht schon gesehen habe</i>

Zumal dieses „nichts besonderes“ gerade… ziemlich brannte und wohl… leicht wund war. Er wollte nicht dass sich die Heilerin statt aufs Schlagen nun wieder bei ihm auf solche Dinge konzentrierte. Es war hier schon alles erniedrigend genug gewesen.

Sein Blick schweifte wieder zurück. Er wusste nicht wie gefährlich diese Frau noch war... und sie wusste es offenbar auch nicht von ihm. Obwohl beide deutliche warnsignale gegeben hatten. Da war Zorn. Enttäuschung. Wut... aber auch diffuse Gefühle... wie eine Art Verbundenheit. Eine Gemeinsamkeit... etwas spezielles, was ihn zögern liess... ausserdem... sie hatte für ihn gesungen. Die Liebe... mochte gespielt gewesen sein... aber der Gesang... nicht.

Nach einem Moment des Schweigens. Kam dann... etwas widerwillig ein gemurmeltes. "Danke." Es kam reichlich spät. Aber es kam. Darak hatte gezögert dieses Wort auszusprechen, weil... musste er ihr wirklich Dankbar sein, dass sie ihm seine ihm rechtmässig zustehende Freiheit wiedergab? Er hatte sich ihr ja nur mündlich verpflichtet... was zählte schon das Wort eines Foltermeisters.

Dennoch sagte er es... warum? Er wusste es selbst nicht. Vielleicht weil es irgendwie wohl von ihm erwartet worden war... oder aber... doch wieder diese nicht ganz definierbare Macht die sie so anziehend machte für ihn?

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von fremde Frau » Donnerstag 31. Januar 2008, 17:51

Es war seltsam ... nein, <i>er</i> war seltsam. Sein ganzes Verhalten, das hatte sie nie erfahren dürfen. Keine Amazone in Xytras hatte ihr erzählt, dass es doch Männer gab, die ... um Verzeihung baten. Die sich freiwillig gar einer Amazone unterwarfen, weil sie sich ebenso nach Freiheit sehnten wie die Frauen von damals nach Unabhängigkeit. Nur aus diesem Grunde hatten sie doch das von Männern beherrschte Festland verlassen und ihr eigenes Reich gegründet. Um frei zu sein.

Lilith Blütentau musterte Darak. Ihr eigenes Gesicht spiegelte sich in seinen Augen, die sie so düster anschauten. Flehend, ja, aber auch finster. Sie hatte ihm Schlimmes angetan, das spürte sie instinktiv. Außerdem hatte Darak es Alma gestanden ... knurrend und verbittert. Ja, Lilith hatte es heraus hören können, wie sehr ihn ihr Spielchen auf der Seele lastete. Die Amazone hatte eine tiefe Wunde gerissen, wo sie nie geglaubt hätte, mit ihrer Klinge überhaupt die harte Schale ankratzen zu können. Aber Darak Luthrokar ... war ziemlich sensibel. Seltsam eben.

Sein Blick wanderte weiter, zu ihrem Hals. Sie verfolgte ihn. Sie sah, wie er sich die roten, daumen- und fingergroßen Abdrücke auf ihrer Haut betrachtete. Lilith hielt still. Ja, er sollte sie nur sehen. Sollte sehen, was er ihr angetan hatte. <b>Und vielleicht ist er der einzige Mann Celcias, der versteht, welche Schmerzen er <i>mir</i> damit ... nein, er würde es nicht verstehen. Er kennt die Geschichte nicht.</b> Und Lilith würde sie Darak nicht erzählen, ihm nicht. Auch wenn sie bereits mit dem Gedanken gespielt hatte. Doch das war, ehe er sie gepackt und gewürgt hatte. Lauernder Löwe ... ja, noch konnte sie ihm nicht trauen. Sie war Amazone, die trauten Männern ohnehin nicht.

Die Elfe entfernte das Halsband, warf es jedoch nicht endgültig fort. Einziges "Druckmittel", so bitter es auch klang. Darak konnte froh sein, dass Lilith wusste, was Freiheit bedeutete ... und sie ihm nicht gänzlich nehmen mochte. Nicht einmal ihm.
Das Halsband der Züchtigung wurde an Alma weitergereicht. Die dicke Heilerin trat heran, nahm es entgegen und legte es zu Liliths Kleidung. Jemand hatte diese fein säubelrich zusammengelegt, aber die Elfe hatte sie noch nicht wieder anziehen wollen. Auf Reisen waren diese Sachen ihre einzigen und ihr Körper ... war noch befleckt von Darak wilden Eskapaden und vom Angstschweiß, ob seiner Würgung. Sie wollte sich waschen, ehe sie wieder in ihre Kleider schlüpfte, denn Gold für neue Sachen besaß sie nicht.

<b>Achja, da war ja noch die Sache mit dem Pferd der Gaukler. Darum muss ich mich auch noch kümmern.</b> Ihre Augen wanderten wieder zu seinen und einen Moment lang verharrte sie. <b>Ob er mir immer noch helfen würde ... bei anderen Gefallen?</b> Ihr blieb wohl nichts Anderes übrig, sie würde ihn fragen müssen – oder es verlangen. Aber er war in dieser Hinsicht nicht verpflichtet, ihr zu helfen. Diese Aufgabe ginge über ihren mündlichen Vertrag hinaus.

<i>"Mich?</i>, fragte er plötzlich und riss die Amazone aus ihren Gedanken. <i>"Aber ... was soll geheilt werden?"</i>
Lilith senkte den Blick, antwortete nicht. Ja, sie wünschte sich Heilung und er könnte den ersten Schritt – nein, den nächsten – dazu machen. Den ersten hatte er bereits getan. Und für den nächsten? <b>Da müsste er die Geschichte kennen.</b> Sie seufzte. Das ging ihr zu schnell, noch nicht. "Später", gab sie nur als Antwort. Sie konnte ihm es noch nicht sagen. Würde sie dies überhaupt können?

Alma trat hinter Darak, der kurz zu ihr schielte. Ja, die Heilerin, die war eine Frau. Und was für eine! Solch einer Walküre konnte sie vertrauen und Alma hatte ihr ihre Hilfe zugesagt. Sie <i>war</i> Heilerin. Ja, Heiler<i>in</i>. Sie konnte nicht viel tun. Nur diesen Stier von Kerl hier dazu bewegen, ihr doch bis nach Xytras zu folgen. Die Elfe hoffte, dass sie ihre gesetzten Ziele erreichte. Wenn nicht ... wäre Darak wirklich nur ein weiterer Spender für die Insel. Niemand von Bedeutung für sie.

<i>"Danke."</i>

Lilith schaute auf. Überrascht. "Danke?", wiederholte sie fragend. Er bedankte sich für die wiedergewonnene Freiheit, die er ohne sie gar nicht erst verloren hätte!
Seltsam. Schon wieder. Aber Lilith lächelte. "Bitte sehr", antwortete sie schließlich und schaute zu den Fenstern. Die Sonne ging auf. "Ich möchte mich waschen und dann etwas frühstücken. Mit euch beiden", fügte sie an, doch die folgenden Worte galten nur Darak, "und ich muss noch einmal mit dir sprechen. Es geht um das Angebot, in meiner Gauklertruppe mitzumachen. Weiteres erkläre ich dir unten." Sie erhob sich, das dünne Seidengewand flatterte wie gesponnener Nebel um ihre Hüften. Die Elfe klaubte ihre Kleider zusammen.

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von Darak Luthrokar » Samstag 2. Februar 2008, 20:07

Missmutig beobachtete er Lilith dabei wie sie das Halsband an Alma weitergab. Diese legte es auf die Kleidung der Elfe. Dieses Ding war auf seinen Namen geprägt worden, sie behielt es demnach nicht mit der Absicht es jemals für einen anderen zu verwenden als für ihn. Sie blieb vorsichtig und sie hatte auch allen Grund dazu es zu sein. Zumal Daraks Frauenbild, welches Lilith so anziehend empfinden mochte, gerade einen herben Knick erlitten hatte. Denn eine Kategorie war in seiner Achtung heruntergerutscht. Amazonen.

Er musterte die Würgemale. Sah sie sich genau an was er in seiner Wut ihr angetan hatte. Er blickte auf seine Hände und wieder zurück. Ja, dies waren Mörderhände und sie würden immer solche bleiben. Ob sie diese Entschlossenheit gespürt haben mochte? Diese bestimmtheit, dass diese Hände weit über die Bewusstlosigkeit hinaus die Luft abschnüren konnten, dass diese Hände töten konnten und auch schon taten?

Ist es anders, von einem Massenmörder gewürgt zu werden als von jemand sonstigen? Strahlten Mörder vielleicht etwas aus was man unbewusst spürte aber nicht in Worte fassen konnte? Eine unheilsame Gewissheit, dass gerade bei ihm besondere Vorsicht zu walten galt?

Sein Blick ruhte wieder auf ihren Augen, deren unergründliches dunkel ihm jeglichen Anhaltspunkt auf ihre Gedanken zerstreute. Er ahnte nicht was sie dachte, auch wenn er es wollte. Nein, er verlor sich nur in ihren Schatten die ihm einzig eine unmissverständliche Gewissheit verrieten. Wo Schatten waren, so möge im Verborgenen etwas existieren was Lichtscheu war.

Es tat ihm wahrlich leid, dass er sie gewürgt hatte kein Zweifel. Man sah es ihm auch an, dass er bereute. Dieser Mensch hatte schon vieles in seinem Leben bereut, doch das Schicksal meinte es auch schlecht genug mit ihm um ihn immer wieder in solche Situationen zu schicken wo er in seiner Not, in seinem Temperament, in seiner Wut, oder Enttäuschung oder wie immer man es auch nennen wollte, zu Taten schritt… welche mehrheitlich zerstörten, Wunden rissen, Klüfte entstehen liessen und Vertrauen zerstörte. Angst machten.

Doch auch seine eigene Seelenlandschaft war nicht vor Klippen, Klüften und ganzen Kratern gefeit.

Er wandte seinen Blick von Lilith ab. Von ihrem Körper wo er noch immer seine Spuren ihrer Züchtigung sah. Alles nur ein Mittel zum Zweck. Missbräuchliche Versprechen. Falsche Gelüste. Er war darauf reingefallen wie ein Fisch auf einen zappelnden Wurm unter Wasser, man hatte ihm einen Haken durch die Oberlippe getrieben und nun hing e daran Fest und musste sich windend darauf hoffen, dass die Leine riss… und wie der arme Fisch nicht wusste ob er nun in Bratofen oder Aquarium landen würde, so wusste auch der Gehörnte nicht was mit ihm geschehen würde.

Er drückte seine Decke an seinen Unterleib, bedeckte ihn. Seine irgendwie leer wirkenden nicht mehr ganz so lebensfrohen Augen musterten diesen Koloss von Mensch. Diese Ansammlung von Fett, mit welchem man wohl den ganzen pelgarischen Kerker hätte für den Winter isolieren können. Doch wollte man dies? Gewiss nicht. So wärmten die Schichten einzig Almas Organe. Wie mochte wohl eine Seelenlandschaft einer solchen Tonne aussehen?

Er senkte sein Haupt blickte auf seine erstarkten Beine. Musste lächeln bei dem Anblick. Diese Füsse mussten ihn doch durch die Freiheit tragen, sie wollten es ja tun! Jetzt wieder. „Wäre ich nicht gesund geworden, hätte ich mich nicht gewehrt.“ Meinte Darak leise.

Gesund werden. Danach trachtete es wohl auch Lilith. Zumindest musste Darak dies aus ihrem Wunsch heraus vermuten. Sie sehnte sich nach Heilung… durch ihn. „Später.“ Meinte sie nur. Er nickte. Sie würde schon wissen, wann der Zeitpunkt kommt.

Er bedankte sich eher widerwillig für seine wieder gewonnene Freiheit. Dies schien sie zu überraschen.

<i> "Ich möchte mich waschen und dann etwas frühstücken. Mit euch beiden"</i> Er nickte nur. Wollte er dies nicht aus? Schliesslich roch auch er gänzlich nach ihr. Nein er wollte es nicht. Vielleicht lag es daran, dass der Gehörnte prinzipiell nicht grosse Reinlichkeitsbedürfnisse hatte. Den genauen Grund… mochte wohl mit der Zeit in Vergessenheit geraten.

Verdutzt blickte er ihr nach als sie über die Gauklertruppe sprach. Er setzte sich auf die Hängematte. Nahm seinen Helm zur Hand. Hielt ihn. Blickte zu Alma hin. „Was hätte ich tun sollen?“ Fragte er bitter. Er hatte das Gefühl dass zwischen ihr und ihm etwas geschehen war. Etwas in die Brüche gegangen war.

"Reden?" Er lächelte matt. "Sie schlagen?" Er seufzte. Setzte sich seinen Helm auf. Brauchte Schutz. Denn er fühlte sich klein und schäbig. Ekelerregend.

"Warum willst du ihr folgen?" Er schielte auf das Halsband. Blickte düster. "Warum würdest du zulassen dass sie es wieder anlegt?"
Zuletzt geändert von Darak Luthrokar am Samstag 2. Februar 2008, 20:09, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von fremde Frau » Sonntag 3. Februar 2008, 18:16

Liliths Blick galt dem Halsband, welches Alma fein säuberlich auf ihre Kleidung gelegt hatte. Sie dachte nach. Würde sie es noch brauchen? <b>Gewiss. Ich darf nicht naiv sein und glauben, was ich mir erhoffe. Das nächste Mal drückt er vielleicht ganz zu.</b> Sie war bereit, Darak diese Chance zu geben. Solche Gelegenheiten verteilte die Elfe nicht oft, nicht für Männer. Aber sie vertraute Alma, einziger Grund, warum Darak das Halsband nun vorläufig losgeworden war. Ja, die dicke Alma. Allein ihre gewaltige Körperfülle, diese Wannen voller Fett, die wie eine undurchdringliche Rüstung um ihren Leib verteilt lagen, beruhigten die Amazonen-Elfe. Gegen eine Alma hätte Darak keine Chance, oder etwa doch? Nun, beide waren zusammen gereist. Alma behielt diesen Mann im Auge. Sie konnte Celcia vor ihm schützen und somit doch auch Lilith, die in ihren bisher unerfüllten Hoffnungen einem Mann vertraute und ihn wirklich frei herumlaufen ließ.

So war die Elfe derart in ihren eigenen Gedanken verstrickt, dass sie Daraks leise gemurmelte Worte gar nicht mitbekam.
<i>"Wäre ich nicht gesund geworden, hätte ich mich nicht gewehrt."</i>
Nur Alma hörte sie, sagte aber nichts dazu. Dabei hätte sie sehr wohl kontern können. Wäre er nicht gesund geworden, hätte er garnichts mehr getan! Dann wäre es noch schlimmer gewesen als in ihrem Räderstuhl, mit dem sie den beinverletzten Darak Luthrokar durch die Stille Ebene kutschiert hatte. Nein, es war gut so, wie es war. Wäre Darak nicht mehr genesen, der Nichtgenannte hätte sich endgültig abgewandt und sie verlassen. Lilith hätte ihr Geheimnis weiterhin gehütet und wer wusste, ob sie dann Hilfe erfuhr? Nun aber war Alma für sie da und die würde schon dafür sorgen, dass Darak der Elfe half. Denn <i>er</i> könnte es, er war sensibel genug. "Außerdem geht der alte Bock so nett mit Frauen um." Hatte sie das jetzt etwa laut gesagt!? <b>Ach, MIST!</b>

Lilith verschwand schließlich, die Kleidung unterm Arm und ein Handtuch von der Wand nehmend, welches sie rasch um ihre Blöße warf. Dann trippelte sie nach draußen und die Treppe hinunter, um den nächsten Waschraum aufzusuchen. Von unten drang nun kein Gesang und Gegröle mehr hinauf, nicht einmal dumpf. Vermutlich schlief sogar die elfische Wirtin bereits. Bald würden sie und ihre Gäste wieder aufstehen. Letztere frühstückten, erstere würde das Essen zubereiten lassen und die Mägde auf die Zimmer schicken, um die Betten zu machen.
Ein neuer Morgen brach an, ein neuer Tag nahm seinen Lauf.

Darak saß auf der Hängematte und hielt seinen Helm. Das Metall war ob der vorhin noch vorherrschenden Hitze zweier Körper angelaufen, ebenso wie die Ränder der Fenster. Matt spiegelte sich sein Gesicht auf dem Metall.
Darak wandte den Blick ab und richtete ihn auf Alma, die sich zurück auf ihren Stuhl setzte.

<i>"Was hätte ich tun sollen? Reden? Sie schlagen?"</i>

Alma sog die Luft ein. "Reden wäre nicht schlecht gewesen, aber wie hättest du es tun können, ohne Hintergründe zu kennen? Du hättest niemals das richtige Thema gewählt." Einen Moment verstummte die dicke Tonne von Frau, schien nachzudenken. "Es ist vielleicht ein wenig wahnsinnig, gerade solche Worte aus dem Mund einer Heilerin zu hören, aber ... vielleicht hast du genau das Richtige getan. Solltest du dies jedoch wiederholen, drück nicht so fest zu oder mein nächster Schlag trifft TIEFER." Sie lunste zu seinem Schritt, um ihre Worte mit einem alma'schen Blick zu unterstreichen. Sie konnte ja nicht wissen, dass Daraks zentrales 'Denkvermögen' derzeit ohnehin in Anspruch genommen war. Noch immer brannte es, jedes Mal wenn er sich bewegte und Haut oder Decke gewisse Körperteile streiften.
Wenn man bedachte, dass <i>eine einzige</i> Amazone dies hatte vollbringen können. Auf Xytras würden es weitaus mehr Frauen sein ...

<i>"Warum willst du ihr folgen? Warum würdest du zulassen, dass sie es wieder anlegt?"</i> Seine Augen fixierten das Halsband, welches Lilith zurückgelassen hatte. Da lag es, schaute harmlos aus. Ein einfaches Halsband mit Ornamentverzierungen, doch jene schimmerten gefährlich, wenn man einen genaueren Blick drauf warf. Ein Zeichen, dass dieses Halsband aktiviert und geprägt war.

"Nicht ich werde ihr folgen, sondern wir beide. Allerdings habe ich ihr erklärt, dass du zuvor mindestens noch einmal nach Pelgar musst, um im Namen des Nichtgenannten deine Pflicht zu erfüllen. Lilith hat das eingesehen. Sie kann noch warten, meint sie. Ich sage, sie kann es nicht. Aber um ihr zu helfen, müssen wir nicht am Ziel sein. Der Weg dorthin wird prägen.
Ich bin Heilerin und ich werde sie heilen – mein Medikament heißt Darak Luthrokar." Alma lehnte sich zurück. Speckschwarten gerieten in Wallung, bebten, bis sie sich verlagert hatten. Alma schmunzelte. "Das Halsband sollte sie behalten, da ich die Nebenwirkungen meines Medikaments kenne und weiß, dass ich sicherlich nicht immer in der Nähe sein werde. Vielleicht willst du noch weitere Male mit Lilith allein sein. Es würde ihr gut tun ... neben einem Mann deines Kalibers einzuschlafen. Merk dir das!"

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von Darak Luthrokar » Sonntag 3. Februar 2008, 23:31

Darak war ja nun auch nicht gerade der Jüngste aber jetzt in jenem Moment zierten sein Gesicht deutlich mehr Falten als sonst, dies rührte daher, weil er gerade irritiert die Stirn runzelte. <i> "Außerdem geht der alte Bock so nett mit Frauen um."</i> Waren die Worte welche ihm jene Reaktion entlockt hatt. Er schüttelte irritiert seinen Kopf. Hatte er sich eben gerade verhört? Hatte sie ihn eben gerade ALT genannt?! ALT? Er stierte ihr entgegen. Nun obwohl so wie sich sein Schritt im Moment anfühlte… und dies nach EINER… Frau… „Verdammt.“ <b>Ich bin Alt</b> Dachte er düster. Drückte seine Decke fester an sich. Verzog schmerzhaft sein Gesicht und brachte ein leises. „Aurhg“ Von sich. Es pulsiere an der eben berührten Stelle.

Wie es ihr wohl ergehen mochte? Ob sie die gleichen Beschwerden hatte? Obwohl… SIE hatte dies alles ja – aufgrund mangelnder Lust – kontrolliert getan. Nicht so wie er. Seine Gesichtszüge zogen sich lang. Er blickte grimmig. Sie hatte ihn benutzt. Wieder diese schmerzliche Feststellung.

Er starrte wieder auf seinen Helm. Er putzte der leidenschaftliche Hauch vom Metall. Im ganzen Zimmer roch es nach… dieser Leidenschaft. Er strich über die Verzierungen des Helmes. Seinen Helm…. Na ja er ist zu seinem geworden im Verlauf der Jahre. Erst war er der zu grosse Kopfschutz eines zu kleinen und zu jungen Söldners gewesen. Dann war er die ersten paar Jahre einfach der „geklaute Helm eines armen zu Tode gekommenen Söldners“ gewesen dann irgendwann zu dem gestohlenen Helm irgendeines Kerls… und dann als die Zeit voranschritt wurde er irgendwann dann zu <i>seinem</i> Helm. Treuer Begleiter. Der einzige der bisher bestehen blieb. Elena… hatte er aus den Augen verloren. Zitter, war zurück nach Andunie gekehrt, der Nichtgenannte würde wohl nach dem erfüllen des Auftrages ebenfalls eigene Wege einschlagen… Alma… eine Freundin auf Zeit… vielleicht etwas mehr… noch wusste er es nicht… da war noch Jyana die Heilerin. Er fühlte sich ihr durch seine Heilung natürlich sehr verbunden… doch auch sie würde irgendwann, genau so wie der Besitzer des Helmes an Bedeutung verlieren, denn zählen taten schliesslich nur die gesunden Beine. Aber Lilith. Würde wohl noch lange in seinem Bewusstsein bleiben. Als die Elfe welche ihn in dieser heutigen Nacht. Benutzt hatte.

Er seufzte. Blickte Alma an.

<i> "Reden wäre nicht schlecht gewesen, aber wie hättest du es tun können, ohne Hintergründe zu kennen? Du hättest niemals das richtige Thema gewählt."</i> Wieder war er ab ihrer Antwort überrascht. „Welche Hintergründe?“ Er schnaubte. Schon seit er Alma kannte wurde ER immer als beinahe einziger nicht in irgendwelche Geheimnisse eingeweiht obwohl es immer um ihn ging!

<i>"Es ist vielleicht ein wenig wahnsinnig, gerade solche Worte aus dem Mund einer Heilerin zu hören, aber ... vielleicht hast du genau das Richtige getan.</i> Er starrte sie an. Dann… starrte er sie an. „Äh… WAS?!“ ALMA fand es richtig, dass ER eine Frau gewürgt hatte?!

<i>“Solltest du dies jedoch wiederholen, drück nicht so fest zu oder mein nächster Schlag trifft TIEFER."</i>

Nun war er endgültig verwirrt. Doch ihre Drohung sass… na ja… tief. Er machte sich klein. DA tat es schliesslich schon genug weh. Er wurde blass. Er bedeckte seine Kronjuwelen mit seinen Händen über der Decke. Er krümmte sich dabei leicht.

<i> "Nicht ich werde ihr folgen, sondern wir beide“</i> Ach.. lässt du dich dann auch… melken?!“ Brummte er zynisch. Dann schloss er seine Augen. Ein paar Bilder flitzten unerlaubt durch seinen Kopf. Wenn man eine ALMA melken würde, dann wäre das Hungerproblem von Grandessa bestimmt gelöst und die hiesigen Kinder würden sicherlich mehr als genug Nährstoffe erhalten um kräftig zu werden, Grandessa würde eine Generation von Kriegern heranziehen die unvergleichbar wäre. Ihm schauderte. Er musste beinahe unfreiwillig auf ihre… Euter schauen. Bereute aber den eindringlichen Blick sofort. Ihm schauderte.

<i>“Allerdings habe ich ihr erklärt, dass du zuvor mindestens noch einmal nach Pelgar musst, um im Namen des Nichtgenannten deine Pflicht zu erfüllen.“</i> Oh herrlich… ich muss nur dass überleben, damit ich dann bei den Amazonen sterben kann!“ Brummte er. So unrecht hatte er damit wohl nicht. Seine Angst die sich hinter seinem Zynismus verbarg war nicht unberechtigt. „Die zerfetzen mich dort und wenn sie mir dieses Halsband anlegt kann ich mich nicht wehren Alma!“ Sagte er eindringlich. <i>“Ich sage, sie kann es nicht. Aber um ihr zu helfen, müssen wir nicht am Ziel sein. Der Weg dorthin wird prägen.“</i> Alma sagte heute wirklich seltsame Dinge. Er legte seinen Kopf schief. „Bist du nun auch noch zur Philosophin geworden? Ich glaube… DU alterst!“

<i>“Ich bin Heilerin und ich werde sie heilen – mein Medikament heißt Darak Luthrokar."</i> Er runzelte die Stirn. Stimmt sie war Heilerin… sie könnte auch IHN heilen. Er drückte die Decke. Keuchte. Nein doch lieber nicht. Da sollte jetzt NICHTS ran. „Was… soll ich denn tun?“

<i>“Das Halsband sollte sie behalten, da ich die Nebenwirkungen meines Medikaments kenne und weiß, dass ich sicherlich nicht immer in der Nähe sein werde.“</i> „Aber!“ Protestierte er. „sie wird es auch benutzen alma! Dieses Ding könnte mich UMBRINGEN!“ Beschwerte er sich wild gestikulierend. <i>“Vielleicht willst du noch weitere Male mit Lilith allein sein.“</i> Er starrte sie an. Auch wenn er wollte würde er wohl im Moment nicht können… nun im Dorf der Amazonen wäre dieser umstand dann wohl schmerzlich egal er würde einfach dazu gezwungen werden. Wieder schauderte es ihm. <i>“Es würde ihr gut tun ... neben einem Mann deines Kalibers einzuschlafen. Merk dir das!</i> Er grinste. Oh ja SEIN Kaliber übertraf sicherlich jenes aller Elfen hier im Dorf. Natürlich tat ihr dies gut. Er grinste. Lehnte sich nun auch etwas zurück *Aruh" Sein "Kolben" schmerzte aber.
Zuletzt geändert von Darak Luthrokar am Sonntag 3. Februar 2008, 23:32, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von fremde Frau » Dienstag 5. Februar 2008, 18:52

<i>"Welche Hintergründe?"</i> "Ach, MIST!" Alma hatte sich verraten. Unbewusst hatte sie ein Zeichen gegeben und sich somit in ein Fettnäpfchen gesetzt, aus dem ihr dicker Hintern wohl nicht so einfach herauskommen würde. Selbst wenn sie aufstünde, zwängten sich wohl noch immer einige Spreckrollen in den Napf und hielten ihn an ihrem Donnergesäß fest.
Sein Schnauben verriet ihr zudem noch, dass er auf keinerlei Ablenkungsversuche eingehen würde. Zumindest dachte er dies wohl, denn kaum dass Alma aussprach, dass sie glaubte, er habe das Richtige getan, <i>war</i> Darak Luthrokar abgelenkt.

<i>"Äh ... WAS?!"</i> Sein Körper bleichte vom Kopf her aus, als liefe jegliche Farbe aus ihm heraus. Blass starrte er Alma an, machte sich dann jedoch ziemlich winzig und stülpte die Hände über eine sehr zentrale Stelle der Decke, welche um seine Hüften saß. Sein Zynismus zeigte sich dennoch, aber Alma ging auf diese Bemerkungen nicht ein. Seltsam eigentlich, wo Darak sie doch sonst so aus der Reserve hatte locken können. Die Heilerin blieb ruhig. Sie dachte nach.

<b>Vielleicht wäre es wirklich angebracht, ihm davon zu erzählen. Wenn ich nur wüsste, wie gut er Geheimnisse bewahren kann. Er würde Lilith mit anderen Augen sehen und ... vielleicht verstehen.</b>

<i>"Die zerfetzen mich dort und wenn sie mir dieses Halsband anlegt, kann ich mich nicht wehren, Alma!"</i> Er riss Alma aus ihren Gedanken. "Nein nein. Gib ihr nur keinen Grund, es dir wieder anzulegen", brummte sie und hörte doch nur halbherzig zu. <b>Sag ich es ihm? Wieviel Vertrauen kann ich in ... einen Verbrecher setzen?</b>

<i>"Bist du nun auch noch zur Philosophin geworden? Ich glaube ... DU alterst!"</i> Alma zog die Luft zischend ein. "HAB ICH DAS ETWA LAUT GESAGT UND HAST DU DAS ETWA GEHÖRT?!?!?!!" Sie bekam tomatenrote Wangen und atmete ziemlich heftig. Sie schnaubte wie ein überfettes Schwein kurz vor der Schlachtung. Außerdem breitete sich die tomatenrote Farbe überall bis zu ihrem Hals aus. Alma glühte, so peinlich war ihr die Situation. Selbst eine Alma konnte also Scham entwickeln.

Schließlich hatte sie sich wieder soweit beruhigt, dass sie genug Luft zum Antworten bekam. "Das hab ich nicht SO gemeint", brachte sie keuchend und schnaufend hervor. Schon griff sie nach ihrem Pfeifchen und zündete es sich an. Der Tabak darin war bereits abgenutzt, aber Alma besaß nun nicht die Ruhe, neuen hinein zu stopfen.
Erst als sie ein paar Züge genommen und den blaugrauen Dunst in den Raum geblasen hatte, schien es ihr wieder deutlich besser zu gehen. Jedenfalls besaß sie wieder genug alma'sche Persönlichkeit, um Darak kundzutun, dass Lilith das Halsband auf jeden Fall behalten sollte.

<i>"Aber! Sie wird es auch benutzen, Alma! Dieses Ding könnte mich UMBRINGEN!"</i> Alma schmunzelte. "Glaub mir, das wäre tatsächlich das letzte, was Lilith mit dir anstellen wollte – es sei denn, du gibst ihr allen Grund dazu." <b>Behandle sie einfach wie zuvor. Das ist es ja, weshalb sie das Halsband nutzte.</b> Ihre Gedanken sprach Alma nicht aus. Noch war sie sich nicht ganz sicher. <b>Einem Verbrecher könnte ich nicht trauen. Aber kann ich es Darak erzählen?</b>

Sie betrachtete ihn. Darak grinste vor sich her und lehnte sich zurück. Doch dann schwand das Grinsen, machte einer schmerzverzerrten Fratze Platz und ein gequälter Laut entrang sich seiner Kehle.
"Bist du verletzt?", fragte Alma. Heilerinnen besaßen hierfür irgendwie immer eine schnelle Reaktion. Sofort schnappte sie seine Arme, hob diese an und untersuchte. "Nimm die Decke da mal weg, ich will dich mir einmal genauer ansehen."

<b>Ich erzähle es ihm. Später.</b> Und Alma griff beherzt zur Decke. Was sie sah, ließ ihr das Pfeifchen aus dem Mund fallen. "BEI ALLEN FURUNKELN CELCIAS, DU BIST JA VOLLKOMMEN WUND!!!"

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Re: In der "singenden" Taverne

Beitrag von Darak Luthrokar » Mittwoch 6. Februar 2008, 20:51

<i> "Ach, MIST!"</i> Er starrte sie an. „Was… was fluchst du denn jetzt schon wieder?!“ Brummte er. „Denk leiser!“ Meinte er schliesslich. Eigentlich gar kein schlechter Rat. Obwohl vermutlich ihre Hirnventrikel und Windungen so gross waren, dass selbst ein winziger Gedanke schon ein Echo produzierte. Almas Kopf war alles andere als Hohl… aber die natürlichen Hohlräume… waren einfach aussergewöhnlich gross. Einzig das Fett isolierte ihre Gedanken wohl von der Aussenwelt.

Ein gewaltiger Sog entstand als Alma die Luft zischend einatmete. In einen solchen Strudel zu geraten, wäre wohl die schrecklichste Art für eine Fliege, eine Wespe, eine Spinne oder alles andere welches leicht genug war….. zu sterben. Verschluckt zu werden von diesem gewaltigen Schlund… unheimlich. Wäre Alma eine waschechte Amazone… manch ein Mann hätte hier wohl seine „Identität“ auf nimmer wieder sehen verloren. Glücklicherweise benutzte Alma ihren Mund hauptsächlich zum Essen, Fluchen und Atmen. Über andere Dinge… will man sich schliesslich auch keine weiteren Gedanken machen. Sie könnte wohl mit einem Atemzug eine Kuh leer saugen, so viel fasst dieses fleischgewordene Fass…. Welches gerade knall rot anlief. Wie viel Blut sammelte sich wohl gerade in ihrem Kopf? Einiges… denn es musste ohnehin viel davon in ihrem Körper vorhanden sein, um so viel Masse zu versorgen.
<i> "HAB ICH DAS ETWA LAUT GESAGT UND HAST DU DAS ETWA GEHÖRT?!?!?!!"</i> Er starrte sie an. „HEE Ich bin nur HALB taub nicht ganz!“ Verteidigte er sich. Es war ohnehin eine eigenheit von Darak, dass er meistens die Dinge hörte welche nicht für ihn bestimmt waren… manchmal hörte er auch nur das was er hören wollte… doch dies hatte wohl nichts mit seinem Gehörschaden zu tun…zumindest nicht immer.
Er starrte sie an. Verdeckte noch immer mit seinem Stoff die wunde Mitte. „So so.. .das war nicht So gemeint? Nur das Bock war echt?“ Er war ihr nicht wirklich böse. Er fand es sogar noch ziemlich amüsant und sympathisch dass auch Alma in gewisse Fett – Näpfchen treten konnte. Aber das was gerade zwischen ihm und Lilith geschehen war, drückte stark auf seine Stimmung… auch war er ziemlich ruhiger als sonst. Kein wunder hatte die Amazone schliesslich jeglichen seiner Triebe ausradiert und gestillt. Vermutlich mehr als ihm lieb gewesen war. Sie hatte versucht ihn Handzahm zu machen, so ganz funktioniert hatte es nicht. Aber es hatte ausgereicht um ihm sein Versprechen abzunehmen. Egal welche manipulative Technik sie bei Alma angewandt hat… auch sie schien ihrem Willen verfallen zu sein und sich nun gar auf ihre Seite zu stellen. Wenn die Heilerin nur wüsste… WAS sie ihm alles angetan hatte! Doch genau dies versuchte er ja eigentlich vor ihr zu verbergen. Für seine Sorgen… und dies waren reale Sorgen auch wenn sie vielleicht durch seinen Zynismus etwas abgeschwächt wurde schien sie kaum offene Ohren zu haben. <i> Glaub mir, das wäre tatsächlich das letzte, was Lilith mit dir anstellen wollte – es sei denn, du gibst ihr allen Grund dazu."</i>

Er starrte sie an. „Einen Grund? SIE IST AMAZONE… und ich ein MANN! Sie hat tausend Gründe!“ Keuchte er nervös. „Spätestens im Dorf… zerfleischen die mich Alma! Glaub mir doch!“

Dann sprach sie von seinem Kolben… was jeden Mann wohl ablenken konnte. Er grinste. Ehe er sich schmerzlich krümmte.
<i> "Bist du verletzt?",</i> Er schüttelte den Kopf. Winkte ab… doch genau dieses Winken nutzte die Heilerin schamlos aus die genau wusste, dass sie auf ihren Instinkt besser vertrauen konnte als auf Daraks Aussagen.
Sie packte seine Arme und hob sie an. „Es ist nichts!“ Keuchte er. <i>“ "Nimm die Decke da mal weg, ich will dich mir einmal genauer ansehen."
</i> „NEIN SCHON GUT!“ Antwortete er nervös. Doch dann…Mit einem Ruck war die Decke weg. Sie kratzte schön seinem Schritt entlang. „Aaaarghhhh!“ Brüllte er auf und krümmte sich zusammen presste seine Hände gegen seinen Schritt. Aber wohl langsam genug, dass Alma einen Blick darauf werfen konnte.

Der Gehörnte presste seine Hände fest auf das pochende Etwas, was ihn einmal als echter Mann ausgezeichnet hatte. Es tat höllisch weh. Je mehr Zeit verstrich umso mehr konnte sich die Schwellung ausbreiten bis sie schliesslich ihren peinvollen Höhepunkt erreicht hatte.

Entblösst sass er da. Pochend rot und wahrlich schmerzlich aussehend zog seine Mitte den Blick auf sich. Selbst einer Frau fiel es wohl bei diesem Anblick leicht, sich vorzustellen… das DAS verflucht weh tun musste. Dafür beherrschte sich Darak eigentlich noch ziemlich.

Es klimperte als die Pfeife zu Boden fiel. Es gab wenig, was einer Alma die Sprache verschlagen konnte… wer sich bisher nicht hatte vorstellen können wie schmerzhaft seine Anatomie aussah… der konnte es spätestens jetzt… sofern er Alma kannte.

<i> "BEI ALLEN FURUNKELN CELCIAS, DU BIST JA VOLLKOMMEN WUND!!!“</i> Mit ihrem Ausruf ersetzte sie wohl den Hahn, der soeben zum morgendlichen „kikiriki“ ansetzten wollte. Jetzt starrte er verdutzt vor sich hin als hätte er ein Ei gelegt. „kikeriki?“ Kam dann doch noch.

Darak wurde leichenblass. Verdeckte seinen Schritt. Hockte wie erstarrt da. „Es… ich… es…“ Er wollte nicht dass ALMA sich DARUM kümmerte… sie war doch viel zu Grob für seine zarte…wunde Haut. „V-vielleicht sollte ich mal zu Jayna?“ Nuschelte er unsicher vor sich her.

Alma hatte ihn ja schon oft nackt gesehen aber sie musste noch nie… DORT:.. etwas tun. Das war mehr als nur peinlich!

Nun hatte die Dicke immerhin Liliths rein körperliche... Taten... gesehen.

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