Ausnahmezustand

Hier wurden einst Soldaten und Wächter der Hauptstadt ausgebildet. Nun dient die Kaserne als Sklabenunterkunft und Richtplatz.
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Ausnahmezustand

Beitrag von Erzähler » Samstag 26. September 2009, 17:31

(kommen aus: ‹ Der östliche Teil Celcias ‹ Das östliche Drachengebirge ‹ Die Hauptstadt Pelgar ‹ Wohnviertel Pelgars < Bei den Avanturas)

Normalerweise war die Kaserne eher ein Ort, an dem die gemeinen Bürger oder Reisenden, die Pelgar besuchten, keinen Zutritt bekamen. An diesem Ort wurde immerhin die Stadtwache und die Soldaten Pelgars trainiert.
Ein großes und schmuckloses Gebäude fast im Herzen Pelgars, in der Nähe des Marktplatzes.
Hier wohnten nicht nur die gerade Dienst habenden Soldaten, sonder auch ihre Kommandeure und weiteren Vorgesetzten.
Durch die Belagerung der dunklen Armee und das Auftauchen des Knochendrachen war zurzeit die Kaserne zum Bersten voll … und die Lage wurde nicht einfacher, da nun auch noch die ersten Verletzten hier versorgt wurden. Allzu viele waren es noch nicht, so dass die jüngeren Soldaten wohl noch genügend Zeit hätten, Feldbetten aufzustellen, bevor die ersten Scharmützel an der Stadtmauer geschahen, was erfahrungsgemäß nur eine Frage der Zeit war.
Der hohe Rat hatte aber nicht vor, die Zeit bis dahin ohne Vorbereitungen verstreichen zu lassen und hatte die Tempel, einige große öffentliche Gebäude und eben halt die Kaserne dazu veranlasst, alles für den Ausnahmezustand vorzubereiten.
Ob diese Vorbereitungen ausreichen würde, dass könnte nur die zeit zeigen …
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Relias
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Re: Ausnahmezustand

Beitrag von Relias » Sonntag 27. September 2009, 17:14

Wo bin ich?, das war der erste Gedanke der Relias in den Sinn kam. Wo war er? Er lag auf etwas, das spürte er deutlich. Wahrscheinlich ein Bett oder ähnliches. Um ihn herum waren laute Stimmen zu hören. Sie schrieen ineinander, übertönten sich gingen verloren. Über dem Lärm war deutlich das Klappern von Rüstungen zu hören, dazu militaristisch genaue Anweisungen. Wahrscheinlich bin ich in der Kaserne. Aber warum?, fragte sich Relias. Die Augen hielt er immer noch geschlossen. Er wollte sie nicht aufmachen, wollte nicht sehen ob wirklich ein Drache am Himmel flog, wollte nicht sehen, dass Pelgar angegriffen wird.
"He, Relias! Aufwachen!, maunzte Lia. Als ihr Freund sich nicht rührte, sprang sie geradewegs vom Boden aus, aufs Feldbett und fuhr ihre Krallen direkt in Relias Schulter. Der zuckte.
"Ha! Ich habs gesehen! Du bist wach. Also los mach die Augen auf. Ich hab dir was zu sagen!"
Sofort schlug Relias die Augen auf und sah....nichts. Alles war dunkel. War er blind? Panisch fuhren seine Hände zum Gesicht. Dann fühlte die Binde die sich um sein rechtes Augen wand. Kurzerhand nahm Relias sie und bereute es sofort. Ein scharfer Schmerz durchzuckte seinen Körper.
Lia maunzte mitleidig.
"Du hattest eine üble Platzwunde an der Stirn, deshalb solltest du vorsichtig sein mit schnellen Bewegungen."
"Verrat mir lieber, was du sagen wolltest.", sagte Relias während sich auf den Ursprung des Schmerz konzentrierte. Während Lia ihm berichtete, was sie in Erfahrung gebracht hatte, lies der junge Elf seine Stirnwunde mittels Magie zuwachsen. Kurz vergwisserte er sich das alles in Ordnung war, dann machte er endlich die Augen auf. Er war tatsächlich in der Kaserne und die allgemeine Hektik verriet das Pelgar tatsächlich angegriffen wurde.
Relias wandte sich an Lia.
"Was ist mit Ismalde und wo ist Dragno?"

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Jadis
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Re: Ausnahmezustand

Beitrag von Jadis » Mittwoch 30. September 2009, 16:05

Der noch sehr junge Soldat wollte Jadis und ihren Bruder nicht durchlassen. Er wirkte eingeschühtert. Wahrscheinlich war er, wie so viele, mit der Situation überfordert. Galan stellte sich vor dem Jüngling hin. Eigentlich war es nicht seine Art Andere einzuschüchtern, aber im Moment blieb ihm Wohl nichts anderes übrig.
"Sagt dir der Name Elendriór was? Ich bin Galan Elendrior, ich bilde die Pferde aus auf denen Ihr reitet und das ist Jadis, meine Schwester. Wir müssen zu meinem Bruder Odin und zu unserem Vater. Du dürftest ihn ja kennen."

Jadis war erstaunt über ihren Bruder. So kannte sie ihn garnicht. Die tatsache, dass ihr Vater auch hier sein würde gefiehl ihr allerdings nicht so. Wenn sie konnte ging sie ihm aus dem Weg. Nun mussten sie nur noch die Reaktion der Wache abwarten, denn Gewaltsam wollten sie nicht eindringen.

Viele der Leute schienen verängstigt und es lag eine äußerst negative Aura über Pelgar, das konnte Jadis spüren, wohl mehr als jeder andere.
Ayden lag noch immer in ihrem Arm er erholte sich und schien keine großen verletzungen zu haben, aber in den Wolken konnte man die Schreie des Drachen hören.

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Dragnolin van Trynitus
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Re: Ausnahmezustand

Beitrag von Dragnolin van Trynitus » Mittwoch 14. Oktober 2009, 21:22

Gerade, als Relias nach seinem Begleiter fragte, flog die Tür auf. "Hier!", sagte Dragno, zog den Kopf unter den Türrahmen und trat ein. Draußen konnte man nur noch eine gepanzerte Schulter von der Türwache erkennen, die sich scheinbar ängstlich gegen die Wand drückte. Jeder, der dem Blick des Hünen folgte, würde erkennen, dass Dragno an Relias auf- und abblickte, um festzustellen, ob er kampfestüchtig sein würde. Mehr, als dass sie sich in der Kaserne befanden, wusste der Schwertkämpfer zwar auch nicht, aber er brauchte weder sein Gefühl als erfahrener Krieger, noch den Ausnahmezustand, der hier herrschte, zu berücksichtigen, um zu wissen, dass Pelgar angegriffen wurde. Das Gebrüll, das von draußen herreindrang, war unverkennbar: Skelettdrachen. Nicht jeder würde deren Laute von denen anderer Drachen unterscheiden können, doch Dragnolin van Trynitus war dazu in der Lage. Zwar hatte er noch keinen leibhaftigen Drachen gesehen, aber er hatte bei jenen gelernt, die alt genug waren, um nicht vergessen zu haben ...
Der furchteinflößende Ruf des Skelettdrachen konnte jenen, die von weniger wackerem Mut waren, das Blut in den Adern gefrieren lassen. Denn während die wahren Drachen, wie der Krieger sie zu bezeichnen pflegte, ein Gebrüll ausstießen, das von ihrer Majestät, ihrer Magie und ihrer Macht zeugte, war der Ton, welchen ein Skelettdrache ausstieß ein Schrei, der die Gefühle von Hass und Pein wiederspiegelte. Selbst Dragno konnte sich dessen nicht erwehren, dass ihm beim Klang dieses Schreis ein Schauer über den Rücken lief. Nicht vor Angst, sondern vor Erschütterung, was für Wesen es auf Erden gab.

Ein Brennen auf seinen Handflächen riss ihn aus seinen Gedanken, als der Skelettdrache mit rauschenden Flügelschlägen wieder über sie hinwegrauschte. Selbst jemand wie er, der der Feuermagie mächtig und so mancher flammenspeienden Bestie begegnet war, hatte es nicht verhindern können, sich in dem Inferno, zu dem das Avantura-Haus geworden war, Verbrennungen zuziehen zu können. Hier waren sie nur mit scharfem Alkohol desinfiziert, mit kaltem Wasser gekühlt und mit einfachen Mullbinden verbunden worden. Doch nun, da die Schmerzen wieder aufflammten, verkrampfte sich Dragno's Faust um das griffige, rote Leder am Heft seines Kriegsschwerts. Die Linke dagegen suchte den kühlenden, messingnen Metallknauf eines der Zwillingsschwerter. Wie soll ich nur in so einem Zustand kämpfen können? Und dann auch noch, wenn es gegen einen Skelettdrachen geht! Schon viele Bestien habe ich erschlagen. Manche, von denen andere glaubten, ich zöge gegen sie in den sicheren Tod. Doch einer Bedrohung wie dieser stand ich noch nie gegenüber ... und gerade jetzt müssen meine Hände verletzt sein, das wichtigste für einen Schwertkämpfer!, dachte Dragno ärgerlich, biss die Zähne ob des Schmerzes zusammen und stieß dann einige erlesene Flüche aus, in einem Wortschatz, den niemand einem lebendigen Menschen zugetraut hätte.

Draußen vor der Tür hörte man Fußgetrappel. Ob die Feinde schon eingedrungen waren? Im Reflex fuhren Dranolins Hände an die Zwillingsschwerter in den Rückenscheiden und zogen sie, doch sofort brannte der Schmerz wieder auf, und zum ersten Mal in seinem Leben ließ Dragnolin van Trynitus ein Schwert fallen. Der Schmerz war so gewaltig, dass er den Hünen fast in die Knie zwang. Mit zusammengebissenen Zähnen hob er einen der Verbände an - klebriger Eiter zog Fäden daran. Die Wunden hätten doch besser versorgt werden müssen! Aber warte ... sagte Relias er sei der Lichtmagie fähig ... hieß dass nicht, dass er heilen kann? Sofort wandte er sich zu dem Magier um, und erst jetzt fiel ihm auf, dass dessen Stirnwunde verheilt war. Er streckte ihm erwartungsvoll beide Arme hin, dann sagte er "Mach mich kampfbereit und dann wollen wir sehen, wie dieser Tag in die Geschichte eingehen soll!"

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Re: Ausnahmezustand

Beitrag von Erzähler » Dienstag 27. Oktober 2009, 17:16

[mit Relias' Erlaubnis bewege ich seinen Char ein wenig, damit es weiter gehen kann :)]

Relias war die Freude anzusehen, dass er seinen Begleiter zu Gesicht bekam und dass es diesem den Umständen entsprechend gut zu gehen schien.
Selbst Lia maunzte begrüßend, da sie ja gesehen hatte, was Dragno für ihren Freund getan hatte. Wenngleich es die Katze tatsächlich wunderte, dass er schon auf den Beinen war. Nachdem er aus dem Haus rausgekommen war, war selbst er schwach gewesen von dem ganzen Feuer und Rauch, sodass sie damit gerechnet hätte, dass er länger würde liegen müssen, bevor er wieder aufrecht stehen könnte.
Wieder maunzte Lia, als sie die Griffe des anderen um dessen Schwerter bemerkte sowie das leichte verziehen der Mundwinkel.
Sie sprang vom Bett und schmiegte sich schnurrend an Dragnos Bein, machte einen Buckel und legte ihren Schwanz leicht um ihn. Das war ihre Art sich dafür zu bedanken, was er für ihren Freund getan hatte.
Als er dann plötzlich jedoch seine Schwerter zog, fauchte sie instinktiv und suchte hastig das Weite, kehrte zu Relias zurück und funkelte den anderen an.
Sie war beleidigt, dass er so auf ihre Zärtlichkeiten reagierte. Das würde ihr so schnell nicht wieder passieren!
Ihr Freund schmunzelte leicht bei der Reaktion der Katze, denn er ahnte, dass dieses Ziehen der Waffen nicht ihr gegolten hatte. Doch er tätschelte beruhigend ihren Kopf, wenngleich nicht so liebe- und verständnisvoll, wie sie es gern gehabt hätte.
So maunzte sie auch sofort beleidigt, entzog sich seiner Hand und trottete zu einem der wenigen Stühle, auf den sie sprang und sich mit gespitzten Ohren hinsetzte. Diese bewegten sich auch beständig und jedes Mal, wenn sie diesen Schrei des Drachens hörte, stellten sich ihr die Nackenhaare noch mehr auf.
Relias kam auch nicht mehr dazu, sich um seine Freundin zu kümmern, sich mit ihr zu versöhnen, da ihn der andere ansprach.
Ein wenig erschrocken blickte er auf die Hände und den Eiter, der sich gebildet hatte.
Er fühlte das schlechte Gewissen in ihm hochsteigen, denn er ahnte, dass das mehr oder weniger seine Schuld gewesen war. Wäre er nicht in das brennende Haus gelaufen...
Was ihn daran erinnerte, dass er noch nicht alles wusste.
"Wo ist Ismalda?", fragte er Dragno, während er sich der Wunden annahm, sich konzentrierte und seine Heilkräfte einzusetzen versuchte.

Indes schluckte der junge Soldat schwer und zuckte heftig zusammen, als wieder ein Schrei aus der knöchernen Kehle des Drachens drang und über Pelgar schwebte, als würde es selbst die Steine zum Erzittern bringen wollen.
"Ich... ich...", stammelte er hilflos, da er nicht wusste, was er tun sollte. Sollte er diese Beiden einfach in die Kaserne lassen oder sollte er seine Befehle befolgen und niemanden den Zutritt gewähren? Andererseits kannte er selbstverständlich diesen Namen.
Er befand sich in einer Zwickmühle und wollte gerade zu beten anfangen, um sich sammeln zu können, als hinter ihm eine Stimme erklang.
"Ist schon gut, lass meinen Bruder und meine Schwester rein!", tönte es von Odin, der jetzt endlich die Zeit fand, sich nach den Zweien umzusehen. Und prompt hatte er sie gefunden, ohne großen Zeitverlust.
Erleichtert darüber, dass sie unversehrt waren, lächelte er schmal und leicht gequält. Viel Zeit hatte er nicht und eigentlich sollte er längst wieder unterwegs sein, um mitzuhelfen, den Kampf vorzubereiten, der sie alle erwarten würde.
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Re: Ausnahmezustand

Beitrag von Dragnolin van Trynitus » Montag 23. November 2009, 21:17

[OOC: Also ich dachte zwar dass Jadis vorher noch posten will, aber da wir noch nicht so aneinander dran hängen vom Ort her, drängel ich mich jetz einfach mal vor ;)}


Als Relias Anzeichen machte, ihm seine Heilungskräfte zu Gute kommen zu lassen, steckte Dragno die Schwerter wieder weg - diesmal jedoch vorsichtiger - und trat etwas näher heran. Seine schweren Stiefel hätten wohl ein dumpfes Pochen auf dem Boden verursacht, aber das hörte man nicht, bei den ganzen Soldatenschritten, welche man durch die Kaserne laufen hörte, ganz abgesehen von den stetig wiederkehrenden Schreien des Skelettdrachen. So feinfühlig es seinen Kriegerhänden möglich war, noch dazu mit der Verletzung, wickelte er die Mullbinden auf, die ohnehin nicht mit großer Sorgfalt angelegt worden waren. Allerdings wäre es wohl nicht gut, eine eiternde Wunde ohne weiteres zuheilen zu lassen. Also warf Dragnolin die Verbände in die Ecke und blickte sich im Raum um. Auf dem Kästchen neben dem Bett, auf dem Relias eben noch geschlafen hatte, sah er einen Krug voll Wasser, der wohl gedacht gewesen war, um den Verletzten zu erfrischen. Nun wurde er jedoch einem anderen Zweck zugeführt, als Dragno damit den Eiter abwusch und die Wunden notdürftig reinigte - nicht dass beim magischen Wundverschluss noch ein Stückchen verkohltes Holz oder dergleichen mit in die Handfläche einwuchs.
Dann schließlich stellte er sich wieder vor Relias hin, und streckte die Hände aus. Dieser stellte ihm aber noch eine Frage, bevor er die Stirn in Konzentration runzelte und Dragno sofort das wohlige Gefühl der heilenden Magie an seinen Handflächen fühlte. "Ich weiß es nicht, Relias. Ich habe nur euch beide aus diesem Inferno rausgetragen, was danach passiert ist, weiß ich selbst nicht mehr. Allerdings würde ich mir keine Hoffnungen machen an deiner Stelle, denn so wie es aussah, lag sie dort schon länger. Und du kannst selber von Glück reden, dass du nach der kurzen Zeit, die du in dem Feuer warst, noch am Leben bist.", antwortete er dem Elfen. Dann herrschte kurzes Schweigen, da Relias sich auf die tiefen Brandwunden an Dragnos Händen konzentrierte. Vor weiteren Verletzungen, als er wortwörtlich durchs Feuer gegangen war, hatte ihn glücklicherweise seine Feuermagie geschützt. Doch den glühenden Dachbalken wegzustemmen hatte seine Fertigkeiten immens überstiegen. Dann schließlich ließ jedoch der Schmerz gänzlich nach und es bildete sich wieder Haut über den zuvor eiternden Stellen. Als der Trynitier die Hände wieder wegnahm, waren seine Handflächen zwar noch gerötet, aber als er probeweise seine Schwerter erneut zog, verursachte dies keinen nennenswerten Schmerz. "Also", fragte Dragno. "Willst du aus deinem Bett aufstehen, damit wir uns diese elenden Bastarde da draußen vorknöpfen können, oder planst du zuerst noch ein Nickerchen zu machen?"

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Re: Ausnahmezustand

Beitrag von Erzähler » Samstag 28. November 2009, 16:59

Der junge Soldat war wirklich erleichtert darüber, dass ihm jemand zur Hilfe kam und die Entscheidung abnahm. Er war bisher wirklich der mei8nugn gewesen, dass er Pelgar so am Besten dienen konnte, dass er Soldat wurde, aber nun, kurz nach seiner Vereidigung, war auch schon der Ernstfall eingetreten und er war sich seiner Sache überhaupt nicht mehr sicher. Wenn das alles hier vorbei war und er das Ganze überleben sollte, würde er noch einmal ernsthaft darüber nachdenken, ob er nicht doch lieber einen anderen, viel ruhigeren Weg einschlagen sollte.
Er trat nickend beiseite und ließ die beiden jungen Menschen zu Odin.
Elendriór lächelte erleichtert und zog seine Schwester an der Hand zu deren großen Bruder. Odin selber war sehr erleichtert darüber, dass seinen Geschwistern nichts passiert war und nahm beide kurz in den Arm und drückte sie.

„Hört zu ihr beiden, ich habe nicht viel Zeit, ich muss mich um die Gegenmaßnahmen kümmern, die der Angriff und die Belagerung mit sich bringen … auch wenn ich mir sehr freue, euch zu sehen,“ entschuldigend lächelte er beide an.
„Was ist mit Vater?“ fuhr im Elendriór ins Wort.
„Keine Sorge, er ist hier, ihm geht es auch wieder gut, es sind nur leichte Verletzungen, die er sich zugezogen hat. Geht hier den Gang hinunter und dann kurz vor dem Ende, ist ein weiterer Raum, in dem die leicht Verletzten liegen. … Ich muss jetzt aber wirklich los. Hier in der Kaserne können wir uns immer wieder treffen, wenn etwas ist, fragt nach mir, ich muss hier so oder so immer wieder hin zum Berichterstatten.“

Odin drückte noch einmal die Hände der Beiden und machte sich wieder auf den Weg nach draußen.
Elendriór dreht sich zu seiner Schwester, er sah ihren unwilligen Blick.
„Wollen wir zu Vater gehen?“
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Re: Ausnahmezustand

Beitrag von Jadis » Montag 30. November 2009, 15:19

Jadis war froh ihren Bruder zu hören. Ihm war nichts passiert. Doch sie wusste nicht, dass ihr Vater verletzt worden war. Was sollte sie machen, einerseits wusste sie, dass er ihr einen Vortrag darüber halten würde, warum sie denn in der Kaserne sei und sich sowieso nie an Vorschriften hielt. Anderer Seits liebte sie ihren Vater und sie musste einfach wissen wie es ihm geht.
Sie wandte sich zu Galan.

"Ja lass uns gehen."

Das war bestimmt keine gute Idee. Mutter wird mir nachher auch erstmal was erzählen.............Mutter, was ist wenn die dunkle Armee die Stadtmauer überwindet?

"Warte Galan."
Jadis war stehen geblieben.
"Geh du zu Vater und sieh nach wie es ihm geht. Ich muss zu Mutter und Kelin. Sie werden sicher meine Hinlfe gebrauchen können."

Jadis wartete die Antwort ihres Bruders garnicht richtig ab. Von der Kaserne aus, kannte sie den Weg zum Haus genau und sie zögerte nicht eine Sekunde. Ayden, der sich inzwischen erholt hatte, erhob sich in die Lüfte und half Jadis, dass sie auch mit niemandem zusammenprallte. So bahnte sie sich den Weg durch die Menschenmassen, doch in der Ferne konnte man die Schreie des Drachen hören.

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Re: Ausnahmezustand

Beitrag von Erzähler » Montag 28. Dezember 2009, 17:05

Jadis sah sich in einer Lage, die sie nicht selber lösen konnte, so schien es zumindest, aber ihr Bruder nahm ihr die Entscheidung ab. Er wollte zum Vater und zu Kelin gehen und seine Schwester sollte nach deren Mutter sehen.
Wenn die Lage nicht so schwierig wäre, mit den Umständen einer Belagerung, wäre Jadis mit Sicherheit zu keinem von Beiden so schnell gelaufen, aber die Angst und Sorge um ihre Eltern war größer … und hoffentlich ging es ihrer Stute gut. Nicht auszudenken, was hier geschehen würde, wenn die Dunklen Truppen die Stadtmauern überwinden würden.
In ihrem hübschen Köpfchen tobten Horrorszenarien, die immer wieder abebbten und dann von neuem wieder aufwallten und neue Scheußlichkeiten mit sich brachten.
Trotzdem hört sie noch die nachhallenden Worte ihres Bruders:

„Sei vorsichtig … pass auf dich auf ….wir treffen uns wieder hier!“

Jadis rannte durch die Gänge der Kaserne, so schnell es ihr die Massen an Soldaten und die Menschentrauben erlaubten. Besonders an Engpässen wie Türen und sich kreuzenden Gängen, wurde ihre Geduld wirklich auf eine harte Probe gestellt … was sollte das nur draußen in den engen Straßen und Gassen von Pelgar werden!?

Eines war jedenfalls sicher, das Ganze dauerte Jadis zu lange, aber unter diesen ganzen außergewöhnlichen Umständen konnte da keiner etwas daran ändern.
Aiden war jedenfalls bei ihr, genauer gesagt, über ihr und sah immer wieder nach ihrer Freundin, wie diese versuchte, sich durch die ganzen Menschenansammlungen zu schieben.
Warum auch immer die ganzen Menschen hier draußen auf der Straßen waren und die überforderten Soldaten bedrängten, diese würden ebenso wenig unternehmen können wie die Bürger selber. Die Stadt wird nach wie vor belagert, die Tore sind zu und auf öffentlichem Wege diese Stadt zu verlassen, ist unmöglich.
Aber wenn Jadis ihre Familie in Sicherheit wissen wollte, musste ihr ein anderer Weg einfallen, die Stadt zu verlassen und wenn es auf illegalem Wege wäre.
Am Rande ihrer Überlegungen konnte sie immer wieder das grausige Brüllen des Knochendrachens hören, die darauf folgenden Schreie zu Tode verängstigter Bürger und ab und an einen riesigen Schatten vernehmen, der bedrohlich die Sonne verdunkelte.

Nach einer gefühlten Ewigkeit kam Jadis endlich bei ihrem Elternhaus an … sie sah gerade noch ihre Mutter in eben jenes verschwinden.
Ohne auf weitere Höfflichkeiten oder Manieren zu achten, platzte Jadis geradezu mit der Tür ins Haus, schloss diese und lehnte sich schwer atmend dagegen.

Wie zu erwarten fuhr ihre Mutter heftig herum, sie war wohl mit den Gedanken nicht wirklich anwesend.

„Kind, erschreck mich nicht so …“, fasste sich ihre Mutter nach Luft jappsend an die Brust. Vor Schreck hatte sie den Korb mit der frischen Wäsche fallen lassen.
„Nun hilf´ mir schon und steh´ da nicht so rum´ …“.
Sie ließ ihre Tochter die Wäsche aufheben und verschwand kurz im Nebenzimmer.
„Wo zum Teufel warst du Kind … und wo ist eigentlich die Bruder? … Geht es deinem Vater gut?“, offensichtlich hatte sie sehr zu Jadis´ Verwunderung bereits von seiner Verwundung gehört.
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Re: Ausnahmezustand

Beitrag von Jadis » Freitag 8. Januar 2010, 15:32

"Äh........"
Jadis wusste nicht so recht was sie sagen sollte, schließlich war sie gerade duch die halbe Stadt gelaufen, hatte sich durch Menschenmassen geprügelt und ihren Vaten hatte sie selber garnicht gesehen.
"Ihm geht es soweit ganz gut................Komm jetzt und lass deine Wäsche Wäsche sein. Falls du es noch nicht bemerkt hast wird Pelgar angegriffen, von der Dunklen Armee und einem riesigen Knochendrachen."
Jadis war immer noch ganz außer Atem. Ihre Mutter konnte schon etwas komisch sein. In so einer Situation wäre Jadis die Wäsche nun völlig egal.
"Die Menschen sind Panisch, und wahrscheinlich eird es auf Grund der Massenpanik mehr verletzte geben, als zunächst angenommen. Du kennst dich doch auch ein bisschen mit der Behandlung von Verwundeten aus. In der Kaserne könnten sie deine Hilfe gut gebrauchen."
Zuletzt geändert von Jadis am Samstag 6. Februar 2010, 18:42, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Ausnahmezustand

Beitrag von Erzähler » Freitag 5. Februar 2010, 23:25

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