Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beinahe schlicht und dennoch prachtvoll ist der Palast Jorsans. Er wirkt fast wie eine kleine Stadt inmitten der Stadt mit all seinen Anbauten und häuserartigen Türmen.
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Zanfar Aval'athil
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Zanfar vom Wichtel (der höchstwahrscheinlich Brovi ist)

Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Zanfar Aval'athil » Sonntag 9. August 2015, 18:59

Chasin neigte sie sich wieder nah an sein Ohr und da seine Kapuze nun unten war, strich ihr Atem nun auch über die rasierten Seiten seines Schädels. Ein wohliger Schauer jagte ihm die Wirbelsäule hinab.
„Du meinst, ich wäre ein Tha'Roon-Präsent? Ein Geschenk an das dunkle Volk? … Ich … bin mir nicht ganz sicher ob ich das so formuliert hätte, aber ich versuche einmal bei diesem geistigen Bild zu bleiben.“
Sie verdrehte leicht die Augen, neigte den Kopf und formulierte ihre sachlichen Gedanken dazu in eine bildliche Beschreibung um. 
„Wenn ich ein Geschenk wäre, wäre ich auch hübsch verpackt! So hübsch dass man neugierig wird, es haben will aber den Inhalt nicht erkennt und wie das mit Geschenken und neugierigen Kindern so ist, sie schütteln es und reißen das Papier grob auf um den Inhalt zu erkunden. In meinem Falle würde die „Folter des Auspackens“ wohl vorzeitig durch meinen Tod beendet werden und sie würden nur noch die „Scherben“ des Gefäßes finden, nicht aber den Inhalt.“
Chasin lächelte bei der Vorstellung sich wie ein Geschenk mit Papier und Band umhüllt zu sehen, selbst als es um die Möglichkeit ihres persönlichen Ablebens ging.
Mit aller Macht unterdrückte der Nichtgenannte das Stöhnen, dass ihm fast entwichen wäre. Als Chasin so unschuldig über sich als einem schön verpacktem Geschenk sprach tauchten Bilder in seinem Kopf auf. Er konnte sich noch gut an die 'Kleider' (wenn man bei so wenig Stoff davon reden konnte) der Lustsklavinnen erinnern. Unweigerlich sah er ihren gertenschlanken Körper in einem und zerrte ihr Gedanklich die Kleider grob vom Leib um … bei allen Göttern was ist nur mit mir los?! Und was war mit IHR los? So über ihr mögliches ableben und ihre Folter zu sprechen … war makaber! Der Gedanke sie zu verlieren war wie eine kalte Dusche für sein erhitztes Gemüt.
„Und noch etwas anders schützt mein Volk, selbst wenn ich die Folter überleben und erzählen würde. Ich bin kein Teil des Kollektivs und jeder Schmerz den ich erleide kann nicht zu ihnen dringen. Trotzdem können sie mein Wissen, sogar noch nach meinem Tod abfragen und es nutzen um sich vor der Bedrohung zu schützen.“
Sie hielt einen Moment inne, als würde sie etwas abwägen und fuhr dann fort.
„Dein Argument das Gespräch mit dem König vorzeitig zu erbitten klingt für mich nachvollziehbar und tatsächlich so auch taktisch günstiger. Ich vertraue da auf deine emotionale Einschätzung, da es sich auch um ein emotionales Anliegen handelt. Ich werde es so vortragen. Wir sind uns also einig.“
Da war sie wieder, die sachliche Tha'Roon. Kurz überlegte Chasin, ob sie noch etwas vergessen hatte zu beantworten, also resümierte sie noch einmal seine Worte in Gedanken:
Ich sollte mich dringen um etwas Gesellschaft bemühen, oder ich gebe ihr ein paar praktische Stunden in 'Menschlicher Interaktion'. Ja das war es! Natürlich muss ich noch gut vorbereitet werden. Die Rolle die ich verkörpern soll, sie muss perfekt einstudiert werden und ich werde fleißig lernen! 
Eine emotionales Anliegen? So hätte ich das nicht eingeordnet. Eher ein politisch äußerst wichtiges. Aber aus deinem Blickwinkel ist es vermutlich Emotional. Weil dich in diesem Moment deine Loyalität und Sorge um dein Volk antreibt. Dann lässt dich zumindest nicht alles kalt. Ich wünschte nur, dein eigenes Leben wäre dir genauso wichtig. Furcht mag die Fremd sein aber ein...
„Ach und an wen hast du als Gesellschaft gedacht? Wem würdest du vertrauen, oder willst du es lieber selbst machen? Ich meine für meine Stunden in „menschlicher Interaktion. Meintest du, es wäre noch Übung notwendig bevor ich mit dem König spreche, oder meinst du die Zeit riecht aus es noch zu üben, bevor wir uns auf unsere Mission begeben?“
Noch bevor Chasin den Kopf etwas zurück ziehen konnte, um den Nichtgenannten besser im Blick zu haben zog dieser den Kopf ruckartig nach hinten, durch ihre Frage aus den eigenen Gedanken gerissen. Die Bilder, die ihm kurz zuvor schon im Kopf herum gespukt waren, gingen ihm wieder durch den Kopf und ließen seine Wangen und seine Hals rot werden. Sie lieferten sich ein Kopf an Kopf rennen mit seinem Humor, der ihn dazu drängte, laut auf zu Lachen. Sie hatte es so zielsicher verstanden, seine Gedanken miss zu verstehen … und trotzdem spürte er, wie seine Lenden ihm zusprachen, sie noch länger im Irrtum zu lassen und seinen Impulsen freien Lauf zu lassen. Du kannst ihre Gefühle nicht verletzen, sie hat keine. Du musst keine Rücksicht nehmen. Vermutlich freut sie sich über die Erweiterung ihres Erfahrungsschatzes! Flüsterte ihm eine böse Stimme zu, die den dunkleren Teil des Elfen von der Leine lassen wollte. Er knirschte mit den Zähnen und erstickte den Gedanken im Keim. Drei kontrollierte tiefe Atemzüge später richtete er seine Gedanken Gezielt an Chasin.
Das … war nicht an dich gerichtet … ich, ich kämpfe nur mit meinen Impulsen. Diese Art der 'Lektion' wirst du nicht mit dem König brauchen. Ich bin mir sicher du bist Bestens für das Gespräch mit ihm ausgerüstet. Vielleicht bietet es sich aber an, im Verlauf der Unterhaltung mit dem König klar zu machen, das auch die Tha'Roon Werte wie Loyalität hoch halten und um ihre und die Sicherheit anderer bedacht sind. Das wird ihm das Gefühl geben, dich besser zu verstehen.
Er legte seine Handflächen kurz vor seinem Mund zusammen, die Ellenbogen auf die Knie gestützt. Ein kurzer Blick nach unter verriet ihm, dass ein Teil von ihm wenig an 'Sachlichen Themen' interessiert war. Er verkniff das Gesicht und war erneut erleichtert über die Maske, die seine Reaktionen verhüllte. Allerdings half das wenig bei einer Gedanken und Emotions-Leserin. Zumindest aber konnte er sich mit der Maske noch ein paar Illusinen hin geben, nicht durchschaubar zu sein.
Ich halte diese Unternehmung noch immer für ein Selbstmord Kommando. Ich begreife langsam, dass du die wahren Ausmaße nicht begreifen kannst, weil du keine Vergleichswerte hast, aber deswegen werde ich dich auch begleiten. So oder so, du bist eine erwachsene und kluge Frau und auch wenn du nicht alle Risiken überblickst, zweifle ich keinen Moment daran, dass du von deiner Entscheidung überzeugt bist.
Ein Gewicht legte sich auf seine Brust und machte ihm das Atmen schwer. Sein Bauch rebellierte gegen die Entscheidung und ließ ihn die Worte sofort bereuen. Mein Bauchgefühl sagt mir, wir sollten nicht gehen. Aber es IST das Richtige … oder?
Er drängte die aufkommenden Zweifel zur Seite und konzentrierte sich auf die Probleme, denen sie gegenüber treten würden.
Ich persönlich kann aus dieser Queste nichts gewinnen, aber dir verschafft es eine hervorragende Verhandlungsposition. Du hast nun seit Jahren dem König mit Rat und Tat zur Seite gestanden und ihm so deine Loyalität bewiesen. Nichts zwingt dich dazu, dein Leben für seine Schwester aufs Spiel zu setzen und doch bist du bereit, das zu tun. Wenn du dein Leben für sein Blut zu Opfern bereit bist, sollte er diesen Einsatz auch zeigen und ein Bündnis mit den Tha'Roon eingehen. Sie sind ein wirtschaftlich wertvoller Verbündeter und was sie an Kampfkraft entbehren, können sie mit Wissen und Geld kompensieren. Ködere ihn mit den Gewinnen, die er machen kann und dann führ ihn auf den emotionalen Pfad. Er empfindet etwas für seine Schwester, mach ihm klar, dass es dir mit deinem Volk genauso geht. Vielleicht will ein Teil von ihm selbst los ziehen, um sie zu retten. Lass es so aussehen als wärst du sein verlängerter Arm, die, die seinen Kampf für ihn kämpft, so dass er sich mit dir Identifizieren kann. Das würde, wäre Tha'Roon als Bündnispartner nicht Attraktiv, nicht funktionieren, aber vielleicht kann dieser kleine emotionale Teil am Ende den Ausschlag geben und ihn härter für Euch kämpfen lassen. Selbst, wenn wir nicht zurück kehren … genauso wenig wie seine Schwester. Dann sind es im Idealfall zwei Verbündete, die um die Opfer eines Krieges trauern … und nicht die böse Tha'Roon und der Dunkelelf, die es nicht geschafft haben.
Er bemühte sich um die üblichen blinzel Pausen für Chasin, um sie nicht zu überanstrengen. Sich Gedanken über Strategien zu machen, war angenehmer als sich mit der Flut aus Befürchtungen und Ängsten auseinander zu setzen und auch seine unteren Regionen hatten in ihren 'Schlaf' zurück gefunden. Vieles, was er erwähnt hatte, hatte sie sicher auch in Betracht gezogen, allerdings ging er lieber auf Nummer sicher und teilte seine Gedanken mit ihr.
Was unser Vorgehen angeht. Da gilt es über vieles nach zu denken, aber sicher sind dir auch einige Dinge aufgestoßen. Nicht mit Dunkelelfen in Grandessa zu rechnen halte ich für Blauäugig, Aber vermutlich passte es Walsing besser in den Kram, uns das ganze Schmackhaft zu machen. Was ich auf jeden Fall für unumgänglich halte, ist, dass du Lerium beherrscht, bevor wir gehen und ich Garmisch. Wenn wir wirklich als 'Offizielle' durchgehen wollten, bräuchten wir eine Eskorte … und ich bezweifle, dass Walsing noch mehr Orks und Dunkelelfen aus dem Ärmel schütteln kann … aber vielleicht fällt uns ein alternativ Plan ein.
Er verzog grüblerisch die Stirn und blickte ins Leere.
Ich weiß nicht, ob Chasin die Autorität transportieren kann, die wir brauchen. Sie ist ohne zweifel eine gute Rednerin und besitzt Charisma und auch Autoriät, aber ich traue ihr nicht die Agressivität zu, die es brauchen könnte. Und sollte es ernst werden, weiß ich nicht ob ich mir selbst erlauben kann, einfach Sprachlos daneben zu stehen … aber mit dem Gelübde zu brechen?
Sein Schweigen zu brechen missfiel ihm, aber in ihm kam das dunkle Gefühl auf, dass es ihm bei der Mission zum Verhängnis werden konnte.
Möglicherweise kommen wir auch auf eine gute Geschichte, warum wir nur zu zweit auftreten, aber das fehlen einer Reputation könnte schwierig werden, auch wenn ein guter Auftritt viel Wett machen kann.
Er gebot seinen Gedanken Einhalt, um Chasin ebenso zu Wort kommen zu lassen.

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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Chasin Halona de Mondragil » Dienstag 11. August 2015, 20:14

… bei allen Göttern was ist nur mit mir los?!
Zanfars Aura hatte immer wieder leicht elfenbeinfarben aufgeglüht, aber für diesen kurzen Augenblick hatte ihn eine regelrechte Flammenaura aus hellen schimmernden Partikeln dieser Farbe überrollt. So schnell wie diese Welle auch gekommen war, so schnell verebbte sie auch wieder und Chasin konnte ihre Rede ununterbrochen, wenngleich ein wenig verwirrt fort führen.

Später antwortet ihr Freund dann wieder auf ihre Argumente:
Eine emotionales Anliegen? So hätte ich das nicht eingeordnet. Eher ein politisch äußerst wichtiges. Aber aus deinem Blickwinkel ist es vermutlich Emotional. Weil dich in diesem Moment deine Loyalität und Sorge um dein Volk antreibt. Dann lässt dich zumindest nicht alles kalt. Ich wünschte nur, dein eigenes Leben wäre dir genauso wichtig. Furcht mag dir fremd sein aber ein...
Chasin hatte einen Moment nicht aufgepasst und anscheinend seinen letzten Gedankengang mit ihren Worten abgeschnitten.
„Ach und an wen hast du als Gesellschaft gedacht? Wem würdest du vertrauen, oder willst du es lieber selbst machen? Ich meine für meine Stunden in „menschlicher Interaktion. Meintest du, es wäre noch Übung notwendig bevor ich mit dem König spreche, oder meinst du die Zeit riecht aus es noch zu üben, bevor wir uns auf unsere Mission begeben?“
Noch bevor Chasin den Kopf etwas zurück ziehen konnte, um den Nichtgenannten besser im Blick zu haben zog dieser den Kopf ruckartig nach hinten, durch ihre Frage aus den eigenen Gedanken gerissen. Da war es wieder, dieses Leuchten.
Du kannst ihre Gefühle nicht verletzen, sie hat keine.
Keine, wäre nicht die richtige Definition, aber sie sind sehr kontrolliert, wenn du das meinst.
Du musst keine Rücksicht nehmen. Vermutlich freut sie sich über die Erweiterung ihres Erfahrungsschatzes!
Ja natürlich! Bitte!

Er knirschte mit den Zähnen und die Aura erlosch wieder.
Er hat sich wirklich außerordentlich gut unter Kontrolle. Was auch immer es ist, was er da zu verdrängen versucht, es ist schon fast meisterlich. Ich könnte ihm vielleicht einmal dabei behilflich werden, wenn er mich lässt. Ein paar Übungen des Geistes beibringen … Diese Emotionalen Zustände als Mensch, bzw. als Elf so konsequent zu unterdrücken, erfordert ein hohes Maß an Selbstbeherrschung. Ich bin stolz auf dich, mein stiller Freund, aber ich werde es dir nicht sagen, denn dass könnte zu Eitelkeit führen und diese Farbe mag ich nicht besonders.
Drei kontrollierte tiefe Atemzüge später richtete er seine Gedanken Gezielt an Chasin.
Das … war nicht an dich gerichtet … ich, ich kämpfe nur mit meinen Impulsen...
Impulsen?

...Diese Art der 'Lektion' wirst du nicht mit dem König brauchen. Ich bin mir sicher du bist Bestens für das Gespräch mit ihm ausgerüstet. Vielleicht bietet es sich aber an, im Verlauf der Unterhaltung mit dem König klar zu machen, das auch die Tha'Roon Werte wie Loyalität hoch halten und um ihre und die Sicherheit anderer bedacht sind. Das wird ihm das Gefühl geben, dich besser zu verstehen.
„Ein sehr gut durchdachtes Argument, ich werde es verwenden.“
Zanfar legte seine Handflächen kurz vor seinem Mund zusammen, die Ellenbogen auf die Knie gestützt. Er richtete den Blick nach unten, so dass seine langen Wimpern ihr die Sicht versperrten, kam dann aber schnell wieder zu ihr zurück.
Ich halte diese Unternehmung noch immer für ein Selbstmord Kommando. Ich begreife langsam, dass du die wahren Ausmaße nicht begreifen kannst, weil du keine Vergleichswerte hast, aber deswegen werde ich dich auch begleiten. So oder so, du bist eine erwachsene und kluge Frau und auch wenn du nicht alle Risiken überblickst, zweifle ich keinen Moment daran, dass du von deiner Entscheidung überzeugt bist... Mein Bauchgefühl sagt mir, wir sollten nicht gehen. Aber es IST das Richtige … oder?
Ich persönlich kann aus dieser Queste nichts gewinnen, aber dir verschafft es eine hervorragende Verhandlungsposition. Du hast nun seit Monaten dem König mit Rat und Tat zur Seite gestanden und ihm so deine Loyalität bewiesen. Nichts zwingt dich dazu, dein Leben für seine Schwester aufs Spiel zu setzen und doch bist du bereit, das zu tun. Wenn du dein Leben für sein Blut zu Opfern bereit bist, sollte er diesen Einsatz auch zeigen und ein Bündnis mit den Tha'Roon eingehen. Sie sind ein wirtschaftlich wertvoller Verbündeter und was sie an Kampfkraft entbehren, können sie mit Wissen und Geld kompensieren. Ködere ihn mit den Gewinnen, die er machen kann und dann führe ihn auf den emotionalen Pfad. Er empfindet etwas für seine Schwester, mach ihm klar, dass es dir mit deinem Volk genauso geht. Vielleicht will ein Teil von ihm selbst los ziehen, um sie zu retten. Lass es so aussehen als wärst du sein verlängerter Arm, die, die seinen Kampf für ihn kämpft, so dass er sich mit dir Identifizieren kann. Das würde, wäre Tha'Roon als Bündnispartner nicht attraktiv, nicht funktionieren, aber vielleicht kann dieser kleine emotionale Teil am Ende den Ausschlag geben und ihn härter für Euch kämpfen lassen. Selbst, wenn wir nicht zurück kehren … genauso wenig wie seine Schwester. Dann sind es im Idealfall zwei Verbündete, die um die Opfer eines Krieges trauern … und nicht die böse Tha'Roon und der Dunkelelf, die es nicht geschafft haben.

Er bemühte sich um die üblichen Blinzelpausen für Chasin, um sie nicht zu überanstrengen, wofür sie sehr dankbar war.
Was unser Vorgehen angeht. Da gilt es über vieles nach zu denken, aber sicher sind dir auch einige Dinge aufgestoßen. Nicht mit Dunkelelfen in Grandessa zu rechnen halte ich für Blauäugig, aber vermutlich passte es Walsing besser in den Kram, uns das ganze schmackhaft zu machen. Was ich auf jeden Fall für unumgänglich halte, ist, dass du Lerium beherrscht, bevor wir gehen und ich Garmisch. Wenn wir wirklich als 'Offizielle' durchgehen wollten, bräuchten wir eine Eskorte … und ich bezweifle, dass Walsing noch mehr Orks und Dunkelelfen aus dem Ärmel schütteln kann … aber vielleicht fällt uns ein alternativ Plan ein.
Er verzog grüblerisch die Stirn und blickte ins Leere.
Ich weiß nicht, ob Chasin die Autorität transportieren kann, die wir brauchen. Sie ist ohne zweifel eine gute Rednerin und besitzt Charisma und auch Autorität, aber ich traue ihr nicht die Aggressivität zu, die es brauchen könnte. Und sollte es ernst werden, weiß ich nicht ob ich mir selbst erlauben kann, einfach Sprachlos daneben zu stehen … aber mit dem Gelübde zu brechen?... Möglicherweise kommen wir auch auf eine gute Geschichte, warum wir nur zu zweit auftreten, aber das fehlen einer Reputation könnte schwierig werden, auch wenn ein guter Auftritt viel Wett machen kann.
Er gebot seinen Gedanken Einhalt, um Chasin ebenso zu Wort kommen zu lassen.
„Was die Sprache angeht, so beherrsche ich sie in der Theorie, jedoch fehlt mir der Klang, da ich sie nie lautiert gehört habe. Meine Aussprache wird dem entsprechen … schlecht sein, wenn überhaupt verständlich, aber es könnte helfen, wenn du in nächster Zeit häufiger in „heimatliche“ Denkmuster verfallen könntest. Selbst der Klang deiner Gedanken könnte helfen.“
Sie hob grüblerisch ihr Kinn ein Stück und zog die Unterlippen ein um einen Moment lang auf ihr seitlich herum zu kauen.
„Vielleicht kann uns seine Majestät, oder Herr von Pappelhain ein paar Kriegsgefangene bereitstellen. Ich habe zum Beispiel noch nie einen Ork aus der Nähe gesehen, geschweige denn gelesen. Sie sollen sehr dumm sein, fast wie Tiere.“
Tatsächlich sprach Chasin das Wort „Tiere“ mit einer ihr ganz eigenen Abneigung aus, dass Zanfar vielleicht „hoffen“ lassen konnte, dass sie sie nicht als zu liebenswert empfinden würde um sich ihnen gegenüber als „aggressiv und autoritär“ präsentieren konnte.
„Mein theoretisches Wissen über Orks sagt mir, dass sie eine angeborene Angst vor Magie haben. Vielleicht könnte man dies zu unserem Vorteil nutzen, wie es das dunkle Volk auch tut.“
Ja, Chasin Halona de Mondragil begann zu planen. Wohin das führte, würde die Zukunft zeigen.
„Wenn du nichts dagegen hast, würde ich nun gerne zurück zu Herrn Walsing und den General gehen um unsere Entscheidung und die Bedingung einer Audienz ihnen mitzuteilen.“
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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Zanfar Aval'athil » Dienstag 11. August 2015, 22:13

„Was die Sprache angeht, so beherrsche ich sie in der Theorie, jedoch fehlt mir der Klang, da ich sie nie lautiert gehört habe. Meine Aussprache wird dem entsprechen … schlecht sein, wenn überhaupt verständlich, aber es könnte helfen, wenn du in nächster Zeit häufiger in „heimatliche“ Denkmuster verfallen könntest. Selbst der Klang deiner Gedanken könnte helfen.“
Wie bedauerlich, dass ich nicht über dasselbe Sprachtalent verfüge ... dann werde ich mehr in Lerium denken, aber möglicherweise wäre es gut, wenn du es tatsächlich irgendwann Hörst ... Moment, heißt das, du hast jedes mal wenn ich absichtlich in Lerium Gedacht habe, damit du mich NICHT verstehst, doch alles verstanden hast?!
Er spielte das 'Entsetzen' etwas und seine Aura war von einem Humorvollen Leuchten umspielt, dass nicht ganz den Widerwillen verdecken konnte, der ihm bei dem Gedanken an das gesprochene Lerium kam. Die Auswahl an Muttersprachlern am Hof von Jorsa war äußerst begrenzt...
Mit einem kurzen aufblitzen von Triumph bemerkte er die allzu Menschliche Geste an Chasin, als sie Nachdenklich auf ihrer Unterlippe kaute. Es hatte Zeiten gegeben, in denen diese Geste etwas Undenkbares für sie gewesen wäre. Und es gibt doch noch Hoffnung. Und sie sah wirklich süß aus, wenn sie das tat ... ob er auch mal bei... Aus! rief er sich in Gedanken zur Raison.
„Vielleicht kann uns seine Majestät, oder Herr von Pappelhain ein paar Kriegsgefangene bereitstellen. Ich habe zum Beispiel noch nie einen Ork aus der Nähe gesehen, geschweige denn gelesen. Sie sollen sehr dumm sein, fast wie Tiere.“
Fast ein wenig erleichtert, sich auf 'sachlicheren Gefilden' zu bewegen lauschte der Nichtgenannte Chasin und hätte fast begeistert Ausgerufen.
Eine Großartige Idee!!!! Warum bin ich nicht selbst darauf gekommen?! Ha! Wir könnten sie "Befreien". Wenn wir es Klug anstellen begreifen sie nie, dass es ein Trick war und folgen uns Dankbar!!! Naja, soweit man bei den dunklen Völkern auf Dankbarkeit hoffen kann ... zumindest werden sie uns folgen. Die Meisten sind nicht gerade die hellsten und du solltest dich vor ihnen in Acht nehmen, je dümmer, desto Wahrscheinlicher, dass sie bedeutend 'Körperlicher' werden. Aber ich habe schon mit ihnen gearbeitet, dass sollte funktionieren. Auch wenn ich zugegeben damals noch mit ihnen gesprochen habe ... und ich ziemlich eingerostet bin.
„Mein theoretisches Wissen über Orks sagt mir, dass sie eine angeborene Angst vor Magie haben. Vielleicht könnte man dies zu unserem Vorteil nutzen, wie es das dunkle Volk auch tut.“
Tatsächlich schätze er seinen Respekt vor dem orkischen Volk höher ein, als Chasins. Das mochte daran liegen, dass ihn vormals Jahrelang ein Ausnahme Exemplar begleitet und ihm sogar das Leben gerettet hatte.
Ja, möglicherweise reicht das, um sie dir vom Hals zu halten. Hoffen wir auf ein paar besonders abergläubische Exemplare.
Jetzt, wo er sich mit Planung beschäftigen konnte, fiel es ihm leichter das schlechte Gefühl zur Seite zu drängen. Tatsächlich erfreute ihn der Gedanke, wieder mehr zu tun zu bekommen, als den passiven Leibwächter zu spielen, doch ganz wollte die dunkle Ahnung nicht weichen.
„Wenn du nichts dagegen hast, würde ich nun gerne zurück zu Herrn Walsing und den General gehen um unsere Entscheidung und die Bedingung einer Audienz ihnen mitzuteilen.“
Er nickte bekräftigend.
Ja, vermutlich wäre dass das Beste, bevor ich es mir anders überlege und mir wieder einfällt, aus welchen Gründe wir das hier nicht tun sollten.
Auch jetzt tanzte ein ganz leichtes Humorvolles Funkeln durch seine Aura.

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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Chasin Halona de Mondragil » Montag 17. August 2015, 17:24

Wie bedauerlich, dass ich nicht über *** Sprachtalent verfüge ... dann werde ich mehr in Lerium denken, aber *** wäre es gut, wenn du es *** irgendwann hörst ... Moment, heißt das, du hast jedes mal wenn ich *** in Lerium gedacht habe, damit du mich NICHT verstehst, doch alles verstanden hast?!
Einzelne Vokabeln fehlen noch, die dem Sprachklang Tiefe verleihen, aber das inhaltliche Sprachverständnis ist gegeben.
„Am Anfang sehr unsicher und auch nicht jedes Wort ja, aber später, habe ich es meist ausblenden können, da ich wusste, dass es deine Privatsphäre betrifft.“
Wieder einmal wallte da dieses Schimmern kurz durch seine Aura.
Und es gibt doch noch Hoffnung... - ...Aus!
?

Chasin erläuterte weiter ihre Idee mit den Orks und Zanfar nahm den Keim auf und trieb ihn zu Vervollkommnung an.
Eine Großartige Idee!!!! Warum bin ich nicht selbst darauf gekommen?! Ha! Wir könnten sie "Befreien". Wenn wir es Klug anstellen begreifen sie nie, dass es ein Trick war und folgen uns Dankbar!!! Naja, soweit man bei den dunklen Völkern auf Dankbarkeit hoffen kann ... zumindest werden sie uns folgen. Die Meisten sind nicht gerade die hellsten und du solltest dich vor ihnen in Acht nehmen, je dümmer, desto Wahrscheinlicher, dass sie bedeutend 'körperlicher' werden. Aber ich habe schon mit ihnen gearbeitet, dass sollte funktionieren. Auch wenn ich zugegeben damals noch mit ihnen gesprochen habe ... und ich ziemlich eingerostet bin.
Auch Magie wurde thematisiert.
Ja, möglicherweise reicht das, um sie dir vom Hals zu halten. Hoffen wir auf ein paar besonders abergläubische Exemplare.
Jetzt, wo er sich mit Planung beschäftigen konnte, fiel Chasin auf, dass er regelrecht aufblühte und sie beschlossen nun die nächsten Schritte zu wagen. Dazu gehörte auch, dass sie zurück zu ihren Auftraggebern gingen.
Ja, vermutlich wäre dass das Beste, bevor ich es mir anders überlege und mir wieder einfällt, aus welchen Gründe wir das hier nicht tun sollten.
Ein leichtes, humorvolles Funkeln tanzte durch seine Aura, aber Chasin wusste nur zu gut, dass der Scherz mehr die Sorge verdecken sollte und auch das stimmte sie zuversichtlich. Wäre es anders gewesen, sie wäre nicht gegangen.
„Ich danke dir, mein Freund!“
Sie griff seine Hand, legte sie auf ihr langsam und gleichmäßig schlagendes Herz und positionierte ihre Hände darüber. Dabei sah sie ihm tief in seine Augen und ließ ihn all ihre Dankbarkeit spüren.
„Deine Treue, meine Zuversicht, dein Misstrauen und meine Fähigkeiten sind eine effektive Mischung, die uns weit bringen kann, wenn wir sie gewinnbringend einsetzen. Ich freue mich, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen. - Wir sind eine effektive Symbiose.“
Damit nahm sie seine Hände wieder von ihrer Brust und lächelte siegesgewiss.
„Komm.“
, sagte sie nun wieder in normaler Tonlage und drehte sich zur Tür. Sie sollten den General, seinen Meisterspion und die neugierigen Seelen hinter dem Vorhang nicht länger warten lassen.
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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Zanfar Aval'athil » Dienstag 18. August 2015, 19:55

„Ich danke dir, mein Freund!“
Sie griff seine Hand, legte sie auf ihr langsam und gleichmäßig schlagendes Herz und positionierte ihre Hände darüber. Dabei sah sie ihm tief in seine Augen und ließ ihn all ihre Dankbarkeit spüren. Tatsächlich wirkte ihre Handlung in den Augen des Nichtgenannten etwas anders. Seine Augenbrauen schossen unter der Maske in die Höhe, als sie dessen Hand auf ihrer Brust platzierte. In seinen Gedanken kehrte seltene Stille ein, dafür leuchtete seine Aura erneut hell auf und seine Augen antworteten in einer seltsamen Intensität. Seine Hand rutschte etwas tiefer, halb über dem Saum des Mieders, halb auf ihrer nackten Haut und fächerte etwas weiter. Sein Körper kam dem ihren näher, die Wärme, die von ihm ausging durch die geringe Distanz deutlich zu spüren.
„... uns weit bringen kann, wenn wir sie gewinnbringend einsetzen. Ich freue mich, dass wir diesen Weg gemeinsam gehen. - Wir sind eine effektive Symbiose.“
Durchdrangen ihre Worte nur Mühselig seine Gedanken, dann flaute das leuchten seiner Aura wieder ab, als ihm ein Gedanke durch den Kopf schoss.
Nahh ... kulturell bedingtes Missverständnis, Kommando zurühüück ...
Trällerte es förmlich in seinem Kopf.
„Komm.“
Er schien fast dankbar, als sie seine Hand los ließ und aufstand. Er selbst brauchte einige Momente, in denen er seine Roben zurecht zupfte und dann ebenfalls aufstand. Mit einem energischen Nicken ging er zur Türe, wieder ganz Leibwächter, sah man von der leichten Korona aus weiß um ihn herum ab.
Meine Hand auf ihre Brust zu legen, ich fasse es nicht!!! Weis sie denn nicht, dass das eine Einladung ist?! Obwohl, vielleicht weis sie es, vielleicht hat sie verstanden worauf ich hinaus will und spricht die Einladung ganz gezielt aus ... wenn wir wieder alleine sind, sollte ich überprüfen, ob ich sie richtig verstanden habe ...
In Gedanken ließ er seine Hände weiter wandern, erinnerte sich an ihr Mieders und stellte sich vor, wie er die Schnüre genüsslich aufziehen würde, das rascheln von Stoff, vielleicht ein halb erleichtertes, halb erregtes Seuftzen aus Chasins roten Lippen ...
Chasin?! Erregtes Seuftzen?! ... erst einmal gilt es da etwas wirklich wichtiges zu klären, und dabei brauche ich alles Blut, das ich erübrigen kann, in den oberen Körperregionen ... also Später, vielleicht mit einem Debüt!

Es war zeit, die Würfel rollen zu lassen, und sich das Ergebnis anzusehen!

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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 20. August 2015, 12:02

Nachdem alles zurecht gezupft war, betraten die beiden wieder den Flur und kehrten zu dem Besprechungssalon zurück, vor dem auch weiterhin die beiden Ritter standen. Sie schienen erwartet zu werden, denn schon, als sie in Sicht kamen, klopfte einer der beiden an die Tür - keine hektische Geste, aber zusammen mit dem Umstand, dass der Nichtgenannte wie zuvor seine Waffen abzugeben hatte, gab das Signal den Personen drinnen genügend Zeit, sich auf das Eintreten der Diplomatin vorzubereiten, in welcher Weise auch immer.
Der Dunkelelf hörte während dieser Zeitspanne drinnen noch kurz Stimmen und meinte, zumindest eine davon weder dem Spion noch dem General zuordnen zu können, weder verstand er aber, was gesagt wurde, noch hätte er für seine eigene Einschätzung wohl die Hand ins Feuer gelegt.

Als sie eintraten, schien sich kaum etwas geändert zu haben außer, dass Niklas sein Glas neu gefüllt und von Pappelhain endlich am Tisch Platz genommen hatte. Sie ließen ihnen Zeit, wieder Platz zu nehmen, bevor san Walsing ihnen erwartungsfroh entgegen sah: "Nun? Seid ihr, werte Dame und Herr Nichtgenannter, zu einem Ergebnis gekommen?" Da bin ich ja jetzt gespannt. Mhhh... Schäf... der Tisch müsste eigentlich mal wieder gewischt werden, und der Kerzenleuchter sieht aus... naja. ... Blaue Schweine, hahaha Walsing schien bester Laune.
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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Chasin Halona de Mondragil » Donnerstag 20. August 2015, 16:07

Kurz zuvor war Zanfars Hand etwas tiefer gerutscht und korrigierte den Sitz ihres Mieders, so wie es wohl hierzulande üblich war. Der kleine Hügel dieser Landschaft kam nun deutlich besser zur Geltung, so wie sie sich knapp über dem festen Stoff wölbte. Seltsam war nur die Leere seiner Gedanken und das kurze gleißend helle Leuchten seiner Aura. Dann kam der Befehl:
Nahh ... kulturell bedingtes Missverständnis, Kommando zurühüück ...
und Chasin nahm sich vor, ihn beizeiten danach genauer zu befragen, beziehungsweise für seine Selbstbeherrschung zu loben, denn diese immer wieder aufbrechenden Gefühlswallungen konnten unmöglich leicht zu kontrollieren sein. Still bewunderte sie ihn sogar für seine Fähigkeit, TROTZ all dieser höchst intensiven Gefühle, so diszipliniert zu sein.
Er muss ein Meister der Beherrschung sein und ich würde gerne von ihm lernen, denn wenn ein Elf solch schwere Last zu meistern vermag, dann darf ein Tha'Roon ihm in nichts nachstehen! Wenngleich mein Volk diese Intensität nie spüren dürfte, so ist es sicher für mich von großem Nutzen es kennen zu lernen, wenn auch nur zu Forschungszwecken und Verständnisgründen.
Er wandte sich ab und zupfte seine eigene Robe zurecht und Chasin betrachtete ihrerseits nun ihr etwas asymmetrisches Dekolleté, das irgendwie unordentlich wirkte. Mit der linken Hand korrigierte sie diesen kleinen Fehler schnell und drückte nun auch die andere Seite in gehobene Position.
„So ist es besser.“
Zanfar wartete schon an der Tür auf sie und sie schenkte ihm ein strahlendes Lächeln, als sie an ihm vorbei ging. Dann kamen sie auch schon an der Tür an, vor welcher ihr stiller Freund seine Waffen abermals ablegen musste. Chasins Augen musterten derweil die beiden Wächter, dann ging es jedoch schon weiter.
Als sie eintraten, schien sich kaum etwas geändert zu haben außer, dass Niklas sein Glas neu gefüllt und von Pappelhain endlich am Tisch Platz genommen hatte. Sie ließen ihnen Zeit, wieder Platz zu nehmen, bevor san Walsing ihnen erwartungsfroh entgegen sah:
"Nun? Seid ihr, werte Dame und Herr Nichtgenannter, zu einem Ergebnis gekommen?"
Da bin ich ja jetzt gespannt. Mhhh... Schäf... der Tisch müsste eigentlich mal wieder gewischt werden, und der Kerzenleuchter sieht aus... naja. ... Blaue Schweine, hahaha.

Walsing schien bester Laune, doch aus seinem mentalen Gestammel konnte die Tha'Roon nicht all zu viel entnehmen. Da waren Fetzen, die sie als interessant deklarierte, jedoch ohne Zusammenhang keinen Sinn ergaben. Allein die Tatsache, dass er die blauen Schweine erwähnte, bewies ihr, dass er entweder Marvin von Lauterbach schon vor einigen Stunden zu ihr geschickte hatte, oder dass dieser in ihrer Abwesenheit mit Walsing kommuniziert hatte. Nur mit dem abgerissenen Wort Schäf... konnte sie so gar nichts anfangen. Sie sah von dem gut gelaunten Spion zum General und antwortete:
„Durchaus, das sind wir.“
Sie nickte einmal höflich und fuhr höchst untertänig und doch sachlich, wie es nun mal ihre Art war, fort:
„Es gibt nun einige Dinge zu besprechen die nur seine Majestät selbst entscheiden und bewilligen kann, wenn wir im Gegenzug dafür unser Leben für seine Schwester in Gefahr bringen. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass eine Audienz sich an diesem Punk der Verhandlungen nun nicht mehr vermeiden lässt.“
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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Zanfar Aval'athil » Donnerstag 20. August 2015, 23:09

Noch halb damit beschäftigt, sich wieder gänzlich unter Kontrolle zu bringen, brachte ihn Chasins strahlendes Lächeln wieder etwas aus dem Takt. Schon im Normalfall war die Tha'Roon für ihn schwer zu lesen und die meisten Eigenarten hatte er sich vielmehr gelernt als verstanden. Seine eigenen Gefühlsregungen zusammen mit den eigentlich offensichtlichen Anzeichen des Kokettieren ihrerseits irritierten ihn gänzlich. Hat sie sich gerade den Saum des Mieders nach unten gerückt?! Ein Teil von ihm WUSSTE dass sie auf diese Art nicht funktionierte. Vermutlich imitierte sie lediglich Verhaltensweisen der Menschen und wusste gar nicht, was sie da tat. Das interessierte gewisse weniger Verstandes betonte Regionen seines Körpers allerdings wenig. Er ging wesentlich unaufmerksamer als sonst auf die Tür zu und erst ein räuspern brachte ihn dazu, den Blick von den Lavendelfarben Hügeln ihrer Brüste zu nehmen. Ertappt hob er den Blick und begegnete einem ähnlichen Gesichtsausdruck wie seinem in dem jüngeren Ritter an der Tür, der wohl auch Chasins Dekolleté Aufmerksamkeit geschenkt hatte. Die Männer tauschten einen verlegen erschreckten Blick. Zum Glück sah man dem Nichtgenannten die Scham nicht an, der Maske sei gedankt. Er gab seine Waffen brav dem anderen Ritter. Ob sich dieser wegen der Waffen oder des Blicks geräuspert hatte, war schlecht zu sagen. Es war nicht verwunderlich, dass der Dunkelelf sich wenig aus den Stimmen auf der anderen Tür zusammen reimen konnte, selbst wenn diese nicht in einer fremden Sprache gesprochen hätten.

Betont lässig ließ er sich, nachdem man sie schließlich eingelassen hatte, in den Sessel gleiten und schlug zur Sicherheit ein Bein über. Walsing war für seinen Geschmack entschieden zu gut gelaunt, vermutlich ahnte dieser, wie die Antwort ausfallen würde ... oder er freute sich auf sein 'Ass' im Ärmel, sollten sie nicht in seinem Sinne entscheiden. Wer wusste das schon bei dem durchtriebenen Mistkerl?
"Nun? Seid ihr, werte Dame und Herr Nichtgenannter, zu einem Ergebnis gekommen?"
Herr Nichtgenannter ... Herr Nichtgenannter am Arsch! Der Dunkelelf trommelte unbewusst mit den Fingern auf seinem Bein. Der höfliche Satz ärgerte ihn weniger, als dass er dem Mann potentiell geben würde, was er wollte. Hoffentlich machte es Chasin ihm nicht zu leicht. Wo sie heute so unberechenbar schien, hoffte er auf ein paar Überraschungen für andere Personen als ihn selbst.
„Durchaus, das sind wir.“
Sie nickte einmal höflich und fuhr höchst untertänig und doch sachlich, wie es nun mal ihre Art war, fort:
„Es gibt nun einige Dinge zu besprechen die nur seine Majestät selbst entscheiden und bewilligen kann, wenn wir im Gegenzug dafür unser Leben für seine Schwester in Gefahr bringen. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass eine Audienz sich an diesem Punk der Verhandlungen nun nicht mehr vermeiden lässt.“
Fast hätte er vergnügt gekichert. Ganz oder gar nicht, Walsing! Lock ihn doch einmal hinter dem Vorhang heraus!

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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Erzähler » Montag 24. August 2015, 21:16

"Es gibt nun einige Dinge zu besprechen die nur seine Majestät selbst entscheiden und bewilligen kann, wenn wir im Gegenzug dafür unser Leben für seine Schwester in Gefahr bringen. Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass eine Audienz sich an diesem Punk der Verhandlungen nun nicht mehr vermeiden lässt."
Der alte General hob beide Brauen. Nun, da hat er's ja nicht weit, fuhr es ihm durch den Sinn und er hustete ein mal, als hätte er sich gerade versprochen oder wie es bei älteren Männern halt manchmal so üblich war. "Eine Audienz", brummte er wiederholend in einem feststellenden Tonfall. San Walsing sah sinnierend an einen unbestimmten Punkt in der Deckentäfelung. "..nun nicht mehr vermeiden...", wiederholte er stattdessen und ließ sich die leisen Worte merklich genüßlich und belustigt auf der Zunge zergehen, als hätte Chasin gerade zum Ausdruck gebracht, dass sie seine Majestät am liebsten so lange wie möglich nicht gesehen hätte.

"Und... warum? Wenn man fragen darf?", ließ sich von Pappelhain militärisch knapp vernehmen und zumindest wusste die Diplomatin, dass man eine solche Frage bei Hof fast schon als Reflex bezeichnen musste und ihr gegenüber sicher nicht beleidigend gemeint war. Einfach zu viele Menschen hielten ihre Anliegen einfach zu oft für so unglaublich wichtig und nur für seiner Majestät Ohren bestimmt, dass es manches mal ein Kunststück war oder fast der Folter bedurfte - oder der Fähigkeiten der Tha'roon - um herauszufinden, worum im Groben es wenigstens gehen sollte. Viele der Angelegenheiten erledigten sich fast schon von selbst, sobald man wusste, worum es ging; und ohne, dass Richard III. täglich drei mal so lange Tage wie ein normaler Mensch gebraucht hätte, um allen Sorgen seiner Untertanen Gehör zu schenken.
Nun war aber die Diplomatin der Tha'roon kein normaler Mensch. Sie war streng genommen nicht einmal ein Untertan. Und dies hier war auch keine normale Angelegenheit und es ging längst nicht allein um ihre "Sorgen".
Der Meisterspion breitete nach einer ausreichenden Gelegenheit für Chasin, sich zu äußern, in einer fast schon erstaunlichen Leistung, dabei nicht einen Tropfen seines ach so geliebten Malzweines zu verschütten, die Arme zu einer theatralischen Geste aus und erklärte salbungsvoll:

"Hochgeschätzte werte Dame, wie Ihr wisst, sind wir alle sehr an einem Gelingen dieser Verhandlungen interessiert, und wie Ihr kaum minder wisst, sind die Fähigkeiten unseres geliebten Königs soooo... überwältigend, dass man meinen könnte, er wisse um jedes Wort, was ... in ganz Jorsan! gesprochen wird.
Kurzum: sprecht doch einfach, als wäre seine Majestät hier mit im Raum; ich bin mir sicher, wenn Ihr halbwegs deutlich sprecht... wird Euer Anliegen gehört werden."
Wenn man Niklas san Walsing nicht ein kleines bißchen kannte, konnte man sich in diesen Momenten reichlich veräppelt vorkommen. Es schien wirklich, als hätte der Meisterspion Mühe, nicht gleich schallend loszulachen, und er leuchtete im wahrsten Sinne des Wortes fröhlich gelb vor sich hin, zumindest für Chasin.
Hast du dir deswegen das Dekolleté zurechtgezupft, Teuerste? Damit... Mehr war von Niklas' Gedanken nicht zu lesen - nachdem es erst schien, dass er wieder absichtlich seine "Gedanken an sie richtete", senkte er seinen Blick so tief in das Glas ab, dass er ihr weitere Einblicke verwehrte.
Oder war es eine Art visueller Schutzschild, weil von Pappelhain ihn mit einem Blick tadelte, der gut zu einem Priester gepasst hätte, der gerade gröhlende Kinder in seinem Tempel zurechtwies? Wenn dem so war, schien es dem Meisterspion allerdings nicht im Mindesten die Laune zu trüben.
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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Zanfar Aval'athil » Montag 24. August 2015, 21:49

"Und... warum? Wenn man fragen darf?", ließ sich von Pappelhain militärisch knapp vernehmen und zumindest wusste die Diplomatin, dass man eine solche Frage bei Hof fast schon als Reflex bezeichnen musste und ihr gegenüber sicher nicht beleidigend gemeint war.
Unter der Maske Wanderte eine Augenbraue des Dunkelelfen in die Höhe. Ja ... warum nur?! Mir fällt wirklich kein Grund ein. Es kribbelte ihm in den Fingern auf seine Tafel zu kritzeln.
"Hochgeschätzte werte Dame, wie Ihr wisst, sind wir alle sehr an einem Gelingen dieser Verhandlungen interessiert, und wie Ihr kaum minder wisst, sind die Fähigkeiten unseres geliebten Königs soooo... überwältigend, dass man meinen könnte, er wisse um jedes Wort, was ... in ganz Jorsan! gesprochen wird.
Kurzum: sprecht doch einfach, als wäre seine Majestät hier mit im Raum; ich bin mir sicher, wenn Ihr halbwegs deutlich sprecht... wird Euer Anliegen gehört werden."
Zum Glück war die Augenbraue fest mit seinem Kopf verwachsen, sonst wäre sie wohl an die Decke gesprungen. Ernsthaft?! Ich Stimme dir ja insgeheim zu, Walsing, diese FARCE ist langsam wirklich zum Lachen, wir alle wissen inzwischen, dass er zu hört. Es wäre ja reizend, wenn er endlich vortreten würde ...
Wenn er Walsing wohl nie als 'Freund' sehen würde, zumindest konnte er ihn für sein können und seinen Humor respektieren. Das kribbeln in seinen Fingerspitzen wurde zum Jucken und einem nicht sonderlich umsichtigen Impuls folgend zückte er seine Schiefertafel und schrieb darauf.
"Wir können uns gern zu ihm hinter den Vorhang gesellen, wenn er sich dort wohler fühlt.'
Er wand die Tafel gezielt so, dass nur Walsing sie lesen konnte (die Anordnung der Männer, um Chasins Gedankenlesen zu behindern, war also schließlich doch von nutzen) und hielt sie gerade lange genug hoch, damit er sie entziffern konnte. Vermutlich nicht meine Klügste Idee, aber Verdammt das musste raus!
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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Chasin Halona de Mondragil » Dienstag 25. August 2015, 09:58

"..nun nicht mehr vermeiden..."
, wiederholte Walsing stattdessen und ließ sich die leisen Worte merklich genüsslich und belustigt auf der Zunge zergehen, als hätte Chasin gerade zum Ausdruck gebracht, dass sie seine Majestät am liebsten so lange wie möglich nicht gesehen hätte. Der verfälschende Tonfall gefiel ihr nicht, aber sie vertraute auf die feinen Ohren des Königs und seine Kenntnis um ihre Person. Dass es genau anders herum war, sie seine Majestät nicht in Verlegenheit hatte bringen wollen, sie einfach zu höflich war und einfach seine Entscheidung bis jetzt akzeptiert hatte sich zu verbergen, dass sah Walsing vermutlich nicht.
"Und... warum? Wenn man fragen darf?"
, ließ sich von Pappelhain militärisch knapp vernehmen, doch Walsing kam einer Antwort zuvor:
"Hochgeschätzte werte Dame, wie Ihr wisst, sind wir alle sehr an einem Gelingen dieser Verhandlungen interessiert, und wie Ihr kaum minder wisst, sind die Fähigkeiten unseres geliebten Königs soooo... überwältigend, dass man meinen könnte, er wisse um jedes Wort, was ... in ganz Jorsan! gesprochen wird. Kurzum: sprecht doch einfach, als wäre seine Majestät hier mit im Raum; ich bin mir sicher, wenn Ihr halbwegs deutlich sprecht... wird Euer Anliegen gehört werden."
Ironie und Sarkasmus?
Walsing hatte nun deutlich einen Weg eingeschlagen auf dem sie ihm nicht folgen wollte und würde. Diplomatie lag ihm nicht länger am Herzen, er wollte mit seinen rhetorischen Fähigkeiten spielen und sich in der taktisch günstigeren Position wissen, als musste Chasin entsprechend handeln. Eine Bewegung aus dem Augenwinkel lenkte sie jedoch einen Moment ab und Zanfar zückte er seine Schiefertafel und schrieb darauf.
**Wir können uns gern zu ihm hinter den Vorhang gesellen, wenn er sich dort wohler fühlt.**
Er wand die Tafel gezielt so, dass nur Walsing sie lesen konnte und hielt sie gerade lange genug hoch, damit er sie entziffern konnte. Die Anordnung der Männer, um ihr Gedankenlesen zu behindern, war also schließlich doch von nutzen, insofern, dass seiner Majestät die Peinlichkeit dieser nonverbalen Konversation erspart blieb. Die Diplomatin legte sanft ihre Hand auf Zanfars Arm und drückte ihn mit der Kraft einer Feder hinunter und verwischte nebenbei die Schrift. Allein die Geste ließ Zanfars Gliedmaßen hoffentlich folgen. Sicher hatte sie nicht verhindern können, dass der Spion es lesen konnte, doch die Spuren mussten beseitigt werden, selbst wenn sie ihren Freund seiner Meinung nicht entheben wollte, dies hier war nicht der Ort für Rivalitäten . Der Ton der beiden Männer war angespannt und neigte zum Reizen, was in dieser Situation wenig angemessen war und leider noch viel weniger hilfreich, deshalb wand sie sich mehr als offensichtlich und mit körperliche unterstreichender Geste an den alten General, der durch seinen eigenen Verlust wohl noch am meisten in das ganze Unterfangen involviert war.
„Es geht mir schlicht um die Verständigung unserer Kulturen. Ich bin hier in Jorsa die Repräsentantin meines Volkes und möchte seiner Majestät, dem Repräsentanten seines Volkes, um eine Unterredung bitten, die im besten Falle ein Bündnis unserer Mächte und Ressourcen nach sich ziehen könnte.“
Damit hatte sie einfach und in wenigen Worten klar in Aussicht gestellt, worum es ging, das Wort Ressourcen eingebracht, das Neugierde wecken sollte und die Herren hinter dem Vorhang konnten entscheiden, ob die nun einer privaten Audienz zustimmten oder nicht.
„Seine Majestät weiß sicher um meine Lokalität und Ergebenheit, da ich ihn hoch schätze. Ich habe in der Vergangenheit ihm oft hilfreich und ohne jede Forderung zur Seite gestanden und habe ihm auch schon Aug in Aug gegenüber gestanden ohne, dass es zu Klagen gekommen ist. Mein Verständnis beweist insofern leider Lücken was die Notwendigkeit eines Vorhangs angeht und lässt viel Raum für wage Vermutungen, die ich nicht ausweiten möchte. Er wird seine Gründe haben genauso wie ich auch meine Gründe habe um eine Privataudienz zu erbitten.“
Sie senkte demütig den Kopf vor dem „Vorhang“ und fügte hinzu:
„Wenn er einen Vertrauensbeweis meinerseits wünscht, bin ich gern zu einem Gespräch unter drei Augen bereit.“
Die Tatsache, dass Chasin aufgrund ihrer Verletzlichkeit sonst niemals ohne ihren Wächter anzutreffen war, sollte die Ernsthaftigkeit ihres Anliegens damit unterstreichen. Ob seine Majestät dies überhaupt in Betracht ziehen würde oder überhaupt wollte, war noch dahingestellt. Zanfar würde dieser Vorschlag eventuell nicht gefallen, aber wie sollte sie dem Herrscher die Notwenigkeit und Dringlichkeit sonst so deutlich vor Augen führen? Ein kleiner Teil von ihr würde sich sogar über eine Zustimmung freuen, denn damit würde seine Majestät auch Walsing in seine Schranken weisen und ihn gleichzeitig ausschließen, was dem Spion sicher nicht gefiele. Ein anderer Teil wollte Zanfar weiter an ihrer Seite wissen, denn mit ihm fühlte sie sich inzwischen tatsächlich sicher.
Chasin hatte so die Schachfiguren in Position gebracht, dass der König nun entscheiden konnte welchen Zug er nun machte.
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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Erzähler » Dienstag 25. August 2015, 22:25

Niklas starrte für einen Moment auf die Tafel und kniff die Augen zusammen, um besser lesen zu können. Dann nickte er, in stummes Gelächter ausbrechend und lehnte sich völlig entspannt schwer auf die linke Lehne seines Sessels. Gruppenkuscheln!, johlte es durch seine Gedanken, Massenorgie! Wird nur verflixt warm da! Kryséis wird begeistert sein. Da will er sie schon draußen halten, und sie wollen zu ihm rein kommen - Ich brech zusammen! Er atmete sich langsam wieder halbwegs beherrschend leise, aber hörbar aus. Richard wird nie wieder auf einen Vorschlag von mir hören, wenn ich ihn irgendwo wegsperren will, kihihihihihi Seine Augen blitzten noch eine Weile amüsiert, aber er schwieg brav.

Umso konzentrierter hörte General von Pappelhain Chasin zu: "Es geht mir schlicht um die Verständigung unserer Kulturen. Ich bin hier in Jorsa die Repräsentantin meines Volkes und möchte seiner Majestät, dem Repräsentanten seines Volkes, um eine Unterredung bitten, die im besten Falle ein Bündnis unserer Mächte und Ressourcen nach sich ziehen könnte."
Ja und?, rutschte es ihm dabei weiterhin eher militärisch flappsig durch die Gedanken, Was ist dabei jetzt das Problem? Politische Verhandlungen.
"Seine Majestät weiß sicher um meine Lokalität und Ergebenheit, da ich ihn hoch schätze. Ich habe in der Vergangenheit ihm oft hilfreich und ohne jede Forderung zur Seite gestanden und habe ihm auch schon Aug in Aug gegenüber gestanden ohne, dass es zu Klagen gekommen ist. Mein Verständnis beweist insofern leider Lücken was die Notwendigkeit eines Vorhangs angeht und lässt viel Raum für wage Vermutungen, die ich nicht ausweiten möchte. Er wird seine Gründe haben genauso wie ich auch meine Gründe habe um eine Privataudienz zu erbitten."
Die buschigen Brauen hoben sich. Ach, Privataudienz! Damit schien sich für den General ein wichtiges Detail zum Verständnis zu klären. Seine Aura hatte vorher schon bemerkbare Anteile von lila aufgeweisen, was wohl damit zu erklären war, dass Walsings Verhalten bei ihm auf Ablehnung stieß. Für Chasin drängte sich das ungute Gefühl auf, dass das lila sich während seiner gedanklichen Kommentare verstärkte - leider war dies nun mehrdeutig: stellte Niklas da außerhalb ihres Sichtfeldes weitere Faxen an, oder war diese Ablehnung nun auf sie und ihre Wünsche bezogen? Wenn ja, wie sehr?

Der alte General hörte ihr weiter zu und hatte seine rechte Hand - trotz des Alters immernoch eine wahre Pranke - in einer lockeren Faust nachdenklich vor den Mund gestützt, der Ellbogen ruhte auf dem Tisch.
"Wenn er einen Vertrauensbeweis meinerseits wünscht, bin ich gern zu einem Gespräch unter drei Augen bereit.
Darum geht es doch überhaupt nicht. Von Pappelhain brummte angespannt grübelnd, es klang fast etwas die Situation bedauernd. Für einen Moment schien der schwere Vorhang sich leicht zu bewegen und Zanfar vermeinte, sehr leises Wispern zu hören, ohne dass sich Worte erkennen ließen. Seine Erfahrung aus der Heimat ließ ihn fast schon sicher vermuten, dass dort gerade ein irgendwie gearteter nahezu stummer Streit stattfand.
Es war dennoch Pappelhain, der als erster die Stille wieder durchbrach und dabei wie rückversichernd selber einmal zum Vorhang blickte:
"Ich glaube, in seiner Majestäts Namen behaupten zu können, dass Eure Loyalität in keinster Weise angezweifelt wird, geschätzte Dame de Mondragil", stellte er zunächst bedächtig fest. Er hat dir sogar schneller vertraut, als ich es je getan hätte. Naja. Hrm. Der General trommelte mit den Fingern der Linken leise auf der Tischplatte und überlegte sichtlich jedes Wort: "Und Raum für vage Vermutungen braucht es nicht. Die Sache ist eigentlich ganz einfach: Diese Angelegenheit betrifft seine Majestät derart massiv, sowohl in Hinsicht auf die Politik, als auch im Hinblick auf seine Gefühle, dass er dieses Mal auf die absolute Privatheit seiner Gedanken und Gefühle bestehen will und muss."
Der Alte zog die Brauen zusammen und betrachtete Chasin eingehend. "Ihr sagtet, Ihr schätzt ihn sehr. Ich sage, dazu gibt es auch weiterhin jeden Grund." Ich würde mein Leben für den Jungen geben, aber das weißt du. "Ihr könnt einen Vertrauensbeweis Eurerseits liefern: Ihr lasst ihn dort, wo er ist und bleibt selber da, wo Ihr seid. Das Wort seiner Majestät wird gelten, wie eh und je."
Damit schützt er eigentlich auch dich, weißt du das...?

Der General starrte die Tha'roon inzwischen ernst an, während Niklas scheinbar immernoch enspannt beobachtete, wie der Malzwein in seinem Glas beim Schwenken sachte Wirbel bildete...
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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Zanfar Aval'athil » Dienstag 25. August 2015, 22:52

Unter der Maske bereitete sich ein breites Grinsen aus. Es mochte der Lage alles andere als angebracht sein, aber ein Teil des Dunkelelfen teilte Niklas diebisches Vergnügen, sich selbst in dieser ernsten Situation zu 'amüsieren'. Das verstärkte sich noch, als er von Pappelhain, der sich mit Chasin unterhielt, lauschte. Es fiel ihm wie Schuppen von den Augen.
Aber natürlich!!!! Wie konnte mir das entgehen?! Gerade in dieser Situation wollten sie nicht, dass Chasin die Gedanken des Königs liest. Ich habe mich vermutlich schon so daran gewöhnt, mit ihr über Gedanken zu kommunizieren, dass ich gar nicht auf die Idee kam, das in betracht zu ziehen. Aber warum zum Teufel versteckt er sich dann hinter ... oh dieser Mistkerl! DESWEGEN freut er sich so diebisch und amüsiert sich köstlich!!! Er hat es geschafft, den König wie einen Lausbuben, der lauscht, hinter den Vorhang zu schicken!
Fast hätte er sich amüsiert auf den Schenkel geklopft, beherrschte sich aber im letzten Moment. Ein anerkennendes Nicken in Niklas Richtung konnte er sich jedoch nicht verkeifen. Eigentlich hätte es wohl jeden Jorsaner beunruhigen sollen, dass er dazu im Stande war. Aber der Nichtgenannte war kein Untertan, geschweige denn ein braver und war dementsprechend nur amüsiert.
Er wandt den Kopf zu Chasin, um zu sehen, wie sie reagiert, als ihm ein Gedanke kam.
Er hätte Chasin einfach nur die Augen verbinden können, dann könnte er hier sitzen ...
Aber er würde den Teufel tun, und dem Meisterspion den Spaß zu Rauben.

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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Chasin Halona de Mondragil » Donnerstag 27. August 2015, 08:36

Irgend etwas entgeht mir hier.
Chasin Halona de Mondragil blickte von einem Herrn zum anderen und auch zu ihrem stillen Freund, dadurch entgingen ihr auch manche gedanklichen Kommentare. Bis auf den General schienen sie alle äußerst belustigt zu sein und Chasin nahm sich vor Zanfar beizeiten zu befragen, was so komisch war, beziehungsweise warum man über sie lachte. Ein Mensch wäre vermutlich sogar beleidigt oder peinlich berührt gewesen, doch die Tha'Roon sah die Situation viel zu ernst um derlei Schlüsse zu ziehen, oder überhaupt den „Witz“ dahinter zu verstehen. Sie wandte sich abermals an Pappelhain und seine Gedankengänge erklärten fast mehr als seine Worte.
Darum geht es doch überhaupt nicht.
Wenn nicht darum, worum denn dann?
Von Pappelhain brummte angespannt grübelnd, es klang fast etwas die Situation bedauernd. Für einen Moment schien der schwere Vorhang sich leicht zu bewegen. Es war dennoch Pappelhain, der als erster die Stille wieder durchbrach und dabei wie rückversichernd selber einmal zum Vorhang blickte:
"Ich glaube, in seiner Majestät Namen behaupten zu können, dass Eure Loyalität in keinster Weise angezweifelt wird, geschätzte Dame de Mondragil"
, stellte er zunächst bedächtig fest.
Er hat dir sogar schneller vertraut, als ich es je getan hätte. Naja. Hrm.
Gut, das kann ich annehmen.
Der General trommelte mit den Fingern der Linken leise auf der Tischplatte und überlegte sichtlich jedes Wort:
"Und Raum für vage Vermutungen braucht es nicht. Die Sache ist eigentlich ganz einfach: Diese Angelegenheit betrifft seine Majestät derart massiv, sowohl in Hinsicht auf die Politik, als auch im Hinblick auf seine Gefühle, dass er dieses Mal auf die absolute Privatheit seiner Gedanken und Gefühle bestehen will und muss."
Der Alte zog die Brauen zusammen und betrachtete Chasin eingehend.
"Ihr sagtet, Ihr schätzt ihn sehr. Ich sage, dazu gibt es auch weiterhin jeden Grund."
Ich würde mein Leben für den Jungen geben, aber das weißt du.
Und das ehrt euch. Ihr seid ein treuer Untertan.
"Ihr könnt einen Vertrauensbeweis Eurerseits liefern:...
Ich dachte, genau das müsste ich nicht?! Ihr widersprecht euch.
... Ihr lasst ihn dort, wo er ist und bleibt selber da, wo Ihr seid. Das Wort seiner Majestät wird gelten, wie eh und je."
Damit schützt er eigentlich auch dich, weißt du das...?
Mich schützen? Vor sich? Vor wem? Vor „Kryséis“?
Auf einen anderen Gedanken kam die Tha'Roon gerade nicht, aber wenn der König es so wollte, dann konnte sie wohl nicht anders. Der General starrte die Tha'Roon inzwischen ernst an und Chasin schaute nicht minder ernst zurück. Unter ihrer sachlichen Fassade hatte sie nur Zanfars Reaktion berührt und leider auch ein wenig verwirrt.
Warum lacht er?
Sie schüttelte sich innerlich, denn Verwirrung war ein Geisteszustand, den sie überhaupt nicht mochte.
Ich muss mich auf das Wesentliche konzentrieren – meine Bitte...
„Ihr sagtet, sein „Wort“ gilt wie eh und je, nur vermisse ich seine Stimme, wenn ich sein Gesicht schon nicht sehen darf. - Nun gut, dann werde ich so tun, als ahnte ich nichts und werde Euch meine Bitte vortragen, damit ihr sie in aller Form an ihn weiter leiten könnt.“
Die Diplomatin setzte sich zurecht und begann:
„Da ich aktuell nicht ganz nachvollziehen kann, warum teilweise Dinge im Dunkeln bleiben sollen, andere ins Licht gerückt werden, ich selbst aber Klarheit bevorzuge, bitte ich um Nachsicht, wenn ich jetzt frei heraus spreche. -
Die Situation erfordert einige Maßnahmen und ihr batet mich um Hilfe, denn meine Fähigkeiten könnten durchaus, auch nach meiner Einschätzung, das sprichwörtliche „Blatt“ wenden. Hierzu hätten wir noch ein paar produktive Vorschläge, doch dazu später, denn für derlei Details wird nicht Jedermanns Anwesenheit notwendig sein. -
Wenn ich und mein Begleiter bereit sind unser Leben für diese Sache zu opfern, denn diese Möglichkeit besteht durchaus, sollte der Einsatz auch definiert werden. In der Funktion als Diplomatin sehe ich meine Aufgabe darin einen Bündnispartner für unsere Sache zu werben. Um die Details genauer zu definieren; die Tha'Roon sind ein Volk, die im verborgenen Leben, denen aber ein starker Schwertarm fehlt, aber hierfür mit Wissen und Wirtschaftlichkeit dienen können. Wir haben einige Ressourcen, die in diesen Handel mit einfließen könnten, auch wenn meiner Meinung nach das Wissen der größere Schatz ist, der einem Bündnis mit uns positiv angerechnet werden könnte. Die viel wichtigeren Teile in diesen Verhandlungen sind jedoch tatsächlich die emotionaler Natur. Mein Dienst an der Schwester des Königs könnte nicht nur mein Leben, sondern dass meines Begleiters kosten. Mein Dienst und meine emotionale Verbundenheit zu meinem Volk …
Die einst so viel mehr war!
… ist der Liebe seiner Majestät zu seiner Schwester ebenbürtig. Ich bin unter einer Bedingung bereit meine Fähigkeiten dieser Sache zu widmen, dort an jenen Orten, wo der Arm des Königs nicht hin gelangt, wo sein Schwert den Schicksalsfaden nicht zerschneiden kann, aber vielleicht mein Verstand dies vollbringen könnte. Allein dieser Hoffnung wegen möchte ich seine Hand sein, die seiner Schwester zu Hilfe eilt, aber mein Volk benötigt auch meine Hilfe, braucht auch meine Liebe, weshalb meine Bitte lautet:
WENN wir es wagen, so wäre es mein Wunsch, dass seine Majestät wohlwollend auf mein Volk blickt und ihm im Falle eines Hilferufs von ihm, seine Kampfkraft in die Waagschale des Krieges wirft. Mein Wunsch ist ein Versprechen, dass ich in seinen Augen bestätigt wissen möchte, dass er mein Opfer nicht zu den Opfern des Krieges zählen wird, derer es so viele gibt, sondern sein Gewissen ihn leiten und handeln lassen wird, wenn unsere Völker uns so die Hand reichen. - „
Chasin machte ein kurze Pause um das Gesagte sacken zu lassen. Sie hoffte mehr als alles Andere, dass es wohlwollend Richards Ohr erreicht hatte und dass jene verborgenen Stimmen hinter dem Vorhang keinen Fehl in ihre Worte hinein interpretieren würden. Sie hatte ihre Seele bloß gelegt und eine Abweisung wäre in der Tat zu diesem Zeitpunkt mehr als unvorteilhaft für ihre Beziehungen. Eines musste sie jedoch fordern, denn da gab es kein Vorbeikommen!
„Nur für dieses Versprechen verlange ich die Hand des Königs und einen kurzen Augenblick der Klarheit seiner Gedanken. Dann will ich es angehen!“
Sie sah nicht zum Vorhang, sie sah General Pappelhain in die Augen, denn er war ein erfahrener Stratege und kannte seine Majestät besser als jeder andere. Hatte sie ihr Anliegen erfolgreich vorgetragen? Oder sah sie in seinen Augen Bedauern? Das Opfer seines Sohnes sollte doch nicht umsonst gewesen sein, allein ihm zu liebe wäre sie gegangen, wenn nicht so viel mehr auf dem Spiel gestanden hätte und Zanfar sie nicht für ihre, aus seinen Augen sicher übertriebene Aufopferungsbereitschaft, gerügt hatte.
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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Herrscher/in » Dienstag 1. September 2015, 22:53

"Ihr sagtet, sein „Wort“ gilt wie eh und je, nur vermisse ich seine Stimme, wenn ich sein Gesicht schon nicht sehen darf. - Nun gut, dann werde ich so tun, als ahnte ich nichts und werde Euch meine Bitte vortragen, damit ihr sie in aller Form an ihn weiter leiten könnt."
Die Schultern des alten Generals zuckten verdächtig und er schien ein Husten nach dieser Erklärung zu unterdrücken. Gelb flackerte durch seine Aura wie ein behäbiger Blitz - kein Husten also; ein Lachen. Was für eine Posse... Nein, so war das eigentlich auch nicht gemeint, aber egal. Er wird sich wohl schon melden, wenn er etwas zu sagen hat.
Niklas auf der anderen Seite des Raumes legte interessiert den Kopf schief und sah zu der Tha'roon, als versuche er, etwas an ihr einzuschätzen. Grübelnd schoben sich die Augenbrauen leicht aufeinander zu, halb vergessen blieb ein Mundwinkel weiter versonnen gehoben, als hätte es dort einen Dauersitzplatz reserviert.

"Da ich aktuell nicht ganz nachvollziehen kann, warum teilweise Dinge im Dunkeln bleiben sollen, andere ins Licht gerückt werden, ich selbst aber Klarheit bevorzuge, bitte ich um Nachsicht, wenn ich jetzt frei heraus spreche."
Ihr war die Aufmerksamkeit der beiden Herren gewiß - und vermutlich auch jene hinter dem Vorhang. Oha, wer tut das schon?, konnte sich Pappelhain gar einen bissig angehauchten Kommentar auf Chasins "frei heraus" gesprochene Worte nicht verkneifen. Schließlich war man bei Hof, auch wenn es nur der jorsaner Hof war...
"Hierzu hätten wir noch ein paar produktive Vorschläge, doch dazu später, denn für derlei Details wird nicht Jedermanns Anwesenheit notwendig sein." Oh, aber meine!, hob der oberste Informant frohlockend die Brauen.
"... denen aber ein starker Schwertarm fehlt, aber hierfür mit Wissen und Wirtschaftlichkeit dienen können." Wirtschaftlichkeit... wird ihm sicher gefallen. General von Pappelhain lehnte sich allmählich etwas zurück, bei bleibender Konzentration. Es war nicht das erste Mal, dass über Bündnisse gesprochen wurde, auch wenn er dabei vermutlich selten als sichtbarer Wortführer gedient hatte.

Die viel wichtigeren Teile in diesen Verhandlungen sind jedoch tatsächlich die emotionaler Natur. Mein Dienst an der Schwester des Königs könnte nicht nur mein Leben, sondern dass meines Begleiters kosten. ... Etwas in Niklas' Augen begann wieder gefährlich amüsiert zu glitzern, während Pappelhains Blick kaum merklich abstumpfte. Viel deutlicher konnte Chasin es an dem schwindenden Grün seiner Aura erkennen, dass er den Liebe beschwörenden Worten der Diplomatin scheinbar einfach nicht viel abgewinnen konnte.
'Schicksalsfaden zerschneiden'? Uaaargh, jetzt wird es pathetisch! - san Walsing sah zur Deckentäfelung, als suche er dort Hilfe, während er sein Glas weiter in der Hand drehte und dann einige Lichtreflexionen auf dem Beistelltisch beobachtete. Hätte ich ihr gar nicht zugetraut. Die Stimmung im Raum - zumindest vor dem Vorhang - schien trotz der schicksalsschweren Worte eine Art Tiefpunkt zu erreichen, bis: "...weshalb meine Bitte lautet: ..." neue Konzentration weckte.

"WENN wir es wagen, so wäre es mein Wunsch, dass seine Majestät wohlwollend auf mein Volk blickt und ihm im Falle eines Hilferufs von ihm, seine Kampfkraft in die Waagschale des Krieges wirft." Der General hörte ihr nun mit der Wachsamkeit eines alten Veterans sowohl auf dem Schlachtfeld als auch dem höfischen Parkett zu, und in seinen Gedanken kam es sofort zu unverhohlenen, inhaltlich kritischen Kommentaren: Hilferuf? Krieg gegen wen? Die Dunkelelfen? Oder legen sie sich noch mit jemand anderem an? Er ließ seinen Blick für einen kurzen Moment zum Vorhang schweifen, was den Blick in seine Augen erschwerte, aber nicht unmöglich machte. Ich denk, die leben im Verborgenen und es findet sowieso keiner zu ihnen?
...
Schicken kein einziges Schwert in den Kampf, aber wir sollen bluten. Das schwächt doch unsere Fronten, wenn. Wissen, hm... Was für Wissen? ... Kriegsgeräte? Mrmpf, wohl kaum. Oder?
Er atmete durch, kein hörbares Wort war bisher über seine Lippen gekommen. Immer wieder tauchten lila Schlieren in seiner Aura auf, die Chasin bestätigten, dass er über manches Detail wenig erfreut schien - andererseits waren sie weit weniger ausgeprägt, als sie selber hätte befürchten können. Eine recht stabil scheinende Basis aus grün scheinendem Interesse ließ der Tha'roon Hoffnung.
"Nur für dieses Versprechen verlange ich die Hand des Königs und einen kurzen Augenblick der Klarheit seiner Gedanken. Dann will ich es angehen!"
Sie sah Pappelhain in die Augen. Er erwiderte den Blick fest und ruhig, seine rechte Augenbraue ruckte einmal flüchtig in die Höhe. Kurz wirkte sogar er großväterlich belustigt. Bündnisvertrag per Handschlag? Das wär neu, ich dachte, sowas machen nur Zwerge. Hm, ein Bier drauf wär nicht schlecht... Er räusperte sich und wurde wieder ernster.
Ich versteh ja, wieso. Aber ich glaube, das wird trotzdem eine Menge Papie...


"Welchen Krieg meint Ihr genau, und planen die Tha'roon Vorgehensweisen, die von ihnen ausgehend einen Konflikt in nächster Zeit erwarten ließen?", meldete sich in diesen Momenten eine durch Stoff leicht gedämpfte Stimme, die eindeutig seiner Majestät Richard III. zuzuordnen war.
Automatisch kam etwas mehr Steifheit in die Haltung des Generals. Selbst Niklas flegelte sich nicht mehr ganz so gleichmütig in seinen Sessel. Ein angedeutetes Nicken Pappelhains unterstrich seine Zufriedenheit, dass der König sich mit gleichen bis ähnlichen Fragen wie er selbst zu beschäftigen schien...
"Und in welchem Rahmen sprecht Ihr in diesem Moment für den Willen Eures Volkes, Verehrteste?" - es mochte tatsächlich ein wenig ungewohnt für Chasin sein, die Haltung und Intention eines 'Gesprächspartners' nur an dessen Stimme einzuschätzen. Seine Majestät klang trotz des forschend nachbohrenden Charakters seiner Frage fast fürsorglich und irgendwie jungenhaft neugierig - so, wie er Fragen zu ihrem Volk gestellt hatte, als sie sich die ersten Male persönlicher miteinander unterhalten hatten. "Schließlich ist diese Situation, über die wir uns unterhalten, recht neu... oder seid Ihr schon länger beauftragt, ein Bündnis zu schmieden?"
Es lag etwas in der Luft... Richards Stimme klang freundlich, zugewandt; es waren die Herren diesseits des Vorhangs, die dem Ganzen eine lauernde Note gaben.
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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Zanfar Aval'athil » Mittwoch 2. September 2015, 23:53

Als der Nichtgenannte den irritierten Gesichtsausdruck seiner Freundin registrierte, erstarb sein inneres Lachen.
Holla, was hat sie so aus dem Tritt gebracht? Ich muss sie später danach fragen.
Er folgte ihren Worten Aufmerksam und mit einiger Spannung.
„Ihr sagtet, sein „Wort“ gilt wie eh und je, nur vermisse ich seine Stimme, wenn ich sein Gesicht schon nicht sehen darf. - Nun gut, dann werde ich so tun, als ahnte ich nichts und werde Euch meine Bitte vortragen, damit ihr sie in aller Form an ihn weiter leiten könnt.“
Ha. Ja, ich finde es auch etwas Albern, und sicher ahnt der König das langsam. Ob du ihn damit hervor lockst oder nur verärgerst?
Die Diplomatin setzte sich zurecht und begann:
„Da ich aktuell nicht ganz nachvollziehen kann, warum teilweise Dinge im Dunkeln bleiben sollen, andere ins Licht gerückt werden, ich selbst aber Klarheit bevorzuge, bitte ich um Nachsicht, wenn ich jetzt frei heraus spreche. -“
Das wird sicher eine erfrischende Erfahrung für ihn sein … wobei 'frei heraus' bei Chasins Rhetorik etwas weniger 'frei' wirkt. Irgendwann muss ich sie dazu Gewinnen, weniger 'Intellektuell' zu formulieren. Sie genießt das komplexe formulieren einfach zu sehr.
„Die Situation erfordert einige Maßnahmen und ihr batet mich um Hilfe, denn meine Fähigkeiten könnten durchaus, auch nach meiner Einschätzung, das sprichwörtliche „Blatt“ wenden. Hierzu hätten wir noch ein paar produktive Vorschläge, doch dazu später, denn für derlei Details wird nicht Jedermanns Anwesenheit notwendig sein. - 
Wenn ich und mein Begleiter bereit sind unser Leben für diese Sache zu opfern, denn diese Möglichkeit besteht durchaus, sollte der Einsatz auch definiert werden. In der Funktion als Diplomatin sehe ich meine Aufgabe darin einen Bündnispartner für unsere Sache zu werben. Um die Details genauer zu definieren; die Tha'Roon sind ein Volk, die im verborgenen Leben, denen aber ein starker Schwertarm fehlt, aber hierfür mit Wissen und Wirtschaftlichkeit dienen können.“
Oh, das war … offensiv. Sie hat heute definitiv nicht ihre Samthandschuhe an. Hoffentlich beschleunigt es den Prozess lediglich und stößt den König nicht zu sehr vor den Kopf. Andererseits, er mag sie … könnte klappen. Ich Glaube, ich hätte es erst mit der 'Honig ums Maul' Methode versucht, aber wer weiß …
„Wir haben einige Ressourcen, die in diesen Handel mit einfließen könnten, auch wenn meiner Meinung nach das Wissen der größere Schatz ist, der einem Bündnis mit uns positiv angerechnet werden könnte. Die viel wichtigeren Teile in diesen Verhandlungen sind jedoch tatsächlich die emotionaler Natur. Mein Dienst an der Schwester des Königs könnte nicht nur mein Leben, sondern dass meines Begleiters kosten. Mein Dienst und meine emotionale Verbundenheit zu meinem Volk ist der Liebe seiner Majestät zu seiner Schwester ebenbürtig. Ich bin unter einer Bedingung bereit meine Fähigkeiten dieser Sache zu widmen, dort an jenen Orten, wo der Arm des Königs nicht hin gelangt, wo sein Schwert den Schicksalsfaden nicht zerschneiden kann, aber vielleicht mein Verstand dies vollbringen könnte. Allein dieser Hoffnung wegen möchte ich seine Hand sein, die seiner Schwester zu Hilfe eilt, aber mein Volk benötigt auch meine Hilfe, braucht auch meine Liebe, weshalb meine Bitte lautet:
WENN wir es wagen, so wäre es mein Wunsch, dass seine Majestät wohlwollend auf mein Volk blickt und ihm im Falle eines Hilferufs von ihm, seine Kampfkraft in die Waagschale des Krieges wirft. Mein Wunsch ist ein Versprechen, dass ich in seinen Augen bestätigt wissen möchte, dass er mein Opfer nicht zu den Opfern des Krieges zählen wird, derer es so viele gibt, sondern sein Gewissen ihn leiten und handeln lassen wird, wenn unsere Völker uns so die Hand reichen. - „
Ohh verdammt das war … wow, ein Überfall!!! Vielleicht hätte ich nicht ganz so optimistisch sein und ihr mehr Vorsicht anraten sollen! Aber wer hätte ahnen können dass … ich natürlich! Bis jetzt hat sie nie in eigener Sache gehandelt, sondern als Beraterin agiert. Da wäre die Strategie genau richtig gewesen, aber so … und es ist ein kompletter Blindflug für sie, kein Wunder, dass sie alles sofort auf den Tisch packt. Verdammt, wenn ich nicht das Schweigegelübde einhalten würde, ich könnte ihr … aber vermutlich würden die hohen Herrrschaften auf meine Einwände nur mit Feindlichkeit reagieren. Und bis Jetzt ist ja alles Gut gegangen!
Chasin machte ein kurze Pause um das Gesagte sacken zu lassen.
„Nur für dieses Versprechen verlange ich die Hand des Königs und einen kurzen Augenblick der Klarheit seiner Gedanken. Dann will ich es angehen!“
Hrmm, ob sie die Idee hinter dem Vorhang begriffen hat? Aber wäre ich an ihrer Stelle, ich würde auch schlecht akzeptieren können, dass man mir meinen größten Vorteil einfach weg nimmt. Einen Versuch ist es immerhin wert, wenn auch sehr gewagt, gerade, nachdem sie vorher schon Offensiv vor ging.
"Welchen Krieg meint Ihr genau, und planen die Tha'roon Vorgehensweisen, die von ihnen ausgehend einen Konflikt in nächster Zeit erwarten ließen?", meldete sich in diesen Momenten eine durch Stoff leicht gedämpfte Stimme, die eindeutig seiner Majestät Richard III. zuzuordnen war.
Automatisch kam etwas mehr Steifheit in die Haltung des Generals. Selbst Niklas flegelte sich nicht mehr ganz so gleichmütig in seinen Sessel. Auch der Nichtgenannte horchte auf. Ein angedeutetes Nicken Pappelhains unterstrich seine Zufriedenheit, dass der König sich mit gleichen bis ähnlichen Fragen wie er selbst zu beschäftigen schien...
"Und in welchem Rahmen sprecht Ihr in diesem Moment für den Willen Eures Volkes, Verehrteste?" - es mochte tatsächlich ein wenig ungewohnt für Chasin sein, die Haltung und Intention eines 'Gesprächspartners' nur an dessen Stimme einzuschätzen. Seine Majestät klang trotz des forschend nachbohrenden Charakters seiner Frage fast fürsorglich und irgendwie jungenhaft neugierig - so, wie er Fragen zu ihrem Volk gestellt hatte, als sie sich die ersten Male persönlicher miteinander unterhalten hatten. "Schließlich ist diese Situation, über die wir uns unterhalten, recht neu... oder seid Ihr schon länger beauftragt, ein Bündnis zu schmieden?"
Schon der erste Satz des Königs ließ den Dunkelelfen wachsam werden, doch dieser allein war ein einfaches Missverständnis, dass leicht aufzuklären wäre. Sicher wäre es Vermeidbar gewesen, wäre man das ganze etwas Sanfter angegangen, aber dann würden sie hier auch noch einige Zeit verbringen, während man sich vorsichtig aneinander 'anpirschte'. Der zweite Teil ließ in ihm stille Alarmglocken klingeln. Wann hat er das heraus gelesen?! In Gedanken ging er Chasins Worte durch. '...Bündnispartner für unsere Sache zu werben … ' könnte einen Hinweis darauf geben, dass sie schon längst den Auftrag hatte, etwas in dieser Art herbei zu führen … aber ist das so Schlimm? Und verdammt liest der Mann zwischen den Zeilen!!!
Aber natürlich rückt es sie nicht in das beste Licht, das gerade jetzt anzumerken … etwas völlig natürliches unter Dunkelelfen, aber vermutlich nicht unter den Menschen. Manchmal ist es wirklich Anstrengend, unter diesen 'netten' Jorsanern zu weilen. In Morgeria rechnet und erwartet jeder genau das! Wie retten wir das jetzt nun am besten … ob ich sie wohl noch beraten kann … ?

Der Nichgenannte musste dem König seinen Scharfsinn hoch anrechnen. Er war kein grüner Junge, im Gegenteil! Diese Dinge aus Chasins Worten heraus zu lesen, verriet große Intelligenz. Seine Frage war mitunter eine 'gemeine' Spitzfindigkeit … aber konnte man in diesen Belangen tatsächlich davon sprechen? Es war berechtigt und tatsächlich äußerst Wichtig für sein weiteres Vorgehen! Immerhin musste er wissen, inwieweit Chasin befugt war … und natürlich bot sich die Frage an, wo sie doch Kilometerweit von ihrem Volk entfernt war. Trotzdem … verdammt gemein zu beantworten … und er wusste im Moment noch nicht wie. Primär, weil er Chasins Verhältnis zu ihrem Volk noch immer nicht völlig entschlüsselt hatte. Was den Rest betraf … einräumen, dass Berechnung hinter ihren Worten stand und sich kaltblütig geben? Oder lieber die emotionale Schiene fahren und zugeben, dass man um das eigene Volk bangt und deswegen das Bündnis vor schlägt? Beides war in gewisser Weise zutreffend, beides konnte sie in Teufels Küche bringen.
Ohhh … Politik, wie habe ich sie vermisst … nicht! Oder doch ein ganz klein wenig.
Vermutlich wäre der kalte, berechnende Weg das Falsche, wo die Beiden eine so vertrauensvolle Basis zueinander haben … wie retten wir es also … vermutlich am Besten so, dass wir uns nicht ertappt geben. Lässt es sich vielleicht übergehen – nein, das lässt er uns wahrscheinlich nicht durch gehen. Andererseits, der Ton, den er da anschlägt, ist kein freundschaftlicher, da spricht der Politiker, auch wenn er es anders verkaufen will … dann doch 'kaltblütig?

Er tippte sich Gedankenverloren mit den Fingern der rechten Hand auf Kinnhöhe der Maske. Eine unbewusste Handlung.
Sie konnte doch Telepathisch mit ihren Leuten reden, oder? Aber war das nicht nur etwas … hrmm einseitiges? Und inwieweit ist es ihre Aufgabe, ein Bündnis zu Schmieden? Verdammt, meine Reaktion wäre es gewesen, auf letzteres wenn überhaupt nur Vage zu Antworten … oder mit einem 'Wüsstet ihr Wohl gerne' , aber das ließe sich schlecht an diesem Hof machen, nicht mit dem Bild, dass Chasin repräsentieren will. Verdammt, Dunkelelfen sind schlechte Berater am jorsanischen Hof... Vielleicht doch ein Ablenkungsmanöver mit einer Gegenfrage? 'Haltet ihr es für ungewöhnlich, dass eine Diplomatin in dem Auftrag, ein Bündnis zu schmieden, an Euren Hof kommt?' Oder etwas in der Art … es lässt ihn möglicherweise mit dem Gefühl zurück, dass er etwas 'verpasst' hat. Aber ist dieses Ansinnen denn so ungewöhnlich? Oder auch nur das anbringen dieses Vorschlags aus einer günstigen Position heraus? Verdammt, das schwächt unsere Stellung auf der emotionalen Bühne deutlich, aber es würde mir nichts anderes einfallen.
Der Elf hielt aus Gewohnheit schon das Gesicht leicht zu Chasin gewandt, so dass sie wohl einige Gedanken auffangen konnte, wenn sie in seine Richtung sah.

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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Chasin Halona de Mondragil » Samstag 5. September 2015, 13:23

"Hierzu hätten wir noch ein paar produktive Vorschläge, doch dazu später, denn für derlei Details wird nicht Jedermanns Anwesenheit notwendig sein."
Oh, aber meine!
, hob der oberste Informant frohlockend die Brauen und Chasin lächelte ihn unwillkürlich bestätigend an. Genau das hatte sie im Sinn gehabt und er hatte sie natürlich auch verstanden, selbst wenn sie ihn nicht direkt angesprochen hatte.
Aus Pappelhains Gedankengängen war viel zu lesen gewesen, Gutes wie auch Zweifel, aber das war nichts ungewöhnliches. Es hätte sie mehr überrascht, wenn es nicht so gewesen wäre. Das König Richard sich nun doch persönlich einschaltete, ließ sie hoffen.
"Welchen Krieg meint Ihr genau, und planen die Tha'roon Vorgehensweisen, die von ihnen ausgehend einen Konflikt in nächster Zeit erwarten ließen?"
, meldete sich in jenem Moment eine durch Stoff leicht gedämpfte Stimme, die eindeutig seiner Majestät Richard III. zuzuordnen war. Chasin erhob sich mit einer langsamen fließenden Bewegung um sich sogleich zu einer stilvollen Verbeugung zusammen zu falten. Selbst wenn der König sie nicht wirklich durch den Vorhang sehen konnte, vielleicht nur grobe Schemen, so war es ihr doch ein Bedürfnis, selbst seiner Stimme Respekt zu zollen. Sogar Walsing gammelte nicht mehr so sehr in seinem Sessel herum, da war ihre Geste sicher nicht minder angebracht. In der kurzen Pause die folgte, nahm sie wieder Platz.
"Und in welchem Rahmen sprecht Ihr in diesem Moment für den Willen Eures Volkes, Verehrteste?"
Seine Majestät klang trotz des forschend nach bohrenden Charakters seiner Frage fast fürsorglich und irgendwie jungenhaft neugierig - so, wie er Fragen zu ihrem Volk gestellt hatte, als sie sich die ersten Male persönlicher miteinander unterhalten hatten. Chasin erinnerte sich nur zu gern an diese Tage. Richard war einer der angenehmsten Menschen, einer der intelligentesten und gleichzeitig fürsorglichsten Wesen, die sie kannte. In diesen Intentionen ähnelte er ihrem eigenen Volk.
"Schließlich ist diese Situation, über die wir uns unterhalten, recht neu... oder seid Ihr schon länger beauftragt, ein Bündnis zu schmieden?"
Ein kurzer Stich – was war das? Die Tha'Roon konnte es selbst nicht ganz ergründen...
Zanfar tippte sich Gedankenverloren mit den Fingern der rechten Hand auf Kinnhöhe der Maske. Eine unbewusste Handlung, die jedoch kurz Chasins Aufmerksamkeit erregte, sie von ihren eigenen Gedanken ablenkte und ihn ansehen ließ.
Sie konnte doch Telepathisch mit ihren Leuten reden, oder? Aber war das nicht nur etwas … hrmm einseitiges? Und inwieweit ist es ihre Aufgabe, ein Bündnis zu Schmieden? Verdammt, meine Reaktion wäre es gewesen, auf letzteres wenn überhaupt nur Vage zu Antworten … oder mit einem 'Wüsstet ihr Wohl gerne' , aber das ließe sich schlecht an diesem Hof machen, nicht mit dem Bild, dass Chasin repräsentieren will. Verdammt, Dunkelelfen sind schlechte Berater am jorsanischen Hof... Vielleicht doch ein Ablenkungsmanöver mit einer Gegenfrage? 'Haltet ihr es für ungewöhnlich, dass eine Diplomatin in dem Auftrag, ein Bündnis zu schmieden, an Euren Hof kommt?' Oder etwas in der Art … es lässt ihn möglicherweise mit dem Gefühl zurück, dass er etwas 'verpasst' hat. Aber ist dieses Ansinnen denn so ungewöhnlich?
Es ist die Wahrheit.
Oder auch nur das anbringen dieses Vorschlags aus einer günstigen Position heraus? Verdammt, das schwächt unsere Stellung auf der emotionalen Bühne deutlich, aber es würde mir nichts anderes einfallen.
Der Elf hielt aus Gewohnheit schon das Gesicht leicht zu Chasin gewandt, so dass sie seine Gedanken auffangen konnte. Die paranoiden Gedankengänge ihres Freundes verarbeitend, versuchte Chasin einen Mittelweg aus ihrer eigenen sachlichen, sicher eher unterkühlt klingenden Ideen zur Gegenantwort und seinen emotionalen Einwänden zu finden. Das einzige worauf sie sich im Moment konzentrieren sollte, war seine Majestät und sie glaubte eigentlich eher nicht, dass er ihr böses wollte. Ihm gegenüber hatte sie sich immer vollkommen ehrlich gezeigt, was gewiss in einem gewissen Gegensatz zu den ganzen Untertanen stand, die ihm „Honig ums Maul“ schmierten. Bei den ganzen Versuchen sich beim König auf diese Weise beliebt zu machen, müsste dieser schon „Zuckerkrank“ sein, aber Chasin hatte ihm in den letzten Monaten hierzu eine höchst effektive Abwechslung geboten. Die Wahrheit war nicht immer schön, aber sie war eben wahr und hatte man sich an ihren Geschmack gewöhnt, so wollte man sie nicht mehr missen. Darauf hoffte die Diplomatin und auch wenn Richard nun verborgen hinter einem Vorhang mit ihr verhandeln wollte, auch wenn sie nicht alleine waren und sogar fremde Faktoren sich im Dunkeln verbargen, so war es dieses Vertrauen, dass sie auf keinen Fall enttäuschen wollte. Das ganze Ding, mit dem Vorhang hatte sie leider immer noch nicht verstanden.
Gleichzeitig gibt es jedoch auch noch mein Volk das ich vor zu großer Neugierde schützen muss. Ich kann nicht ihnen allen jedes Geheimnis meiner Kultur offen legen.
Es blieb ein Balanceakt!
„Um der Reihe nach zu antworten – Nein! Die Tha'Roon führen keine Kriege. Wir vermeiden seit eh und je jede Art von Konflikten. ...“
Wenn ihr nur wüsstet wie effektiv wir sie vermeiden, würdet ihr vielleicht sogar daran Anstoß nehmen! Selbst Zanfar konnte dem Konzept der Umerziehung nichts abgewinnen, wo die Wirksamkeit doch bestätigt ist.
„... Die Vergangenheit gibt mir Recht, wenn ich euch sage, dass mein Volk sehr zurückgezogen lebt und nur äußerst selten in Erscheinung tritt. Deshalb gibt es auch so viele Legenden und so wenig Wissen über uns. Wir würden niemals selbst einen Krieg provozieren! Im Gegenteil, wir möchten ihn vermeiden, wo wir auch nur seinen Beginn erkennen. Jede Art von Differenzen sind uns zuwider und das beschreibt auch am besten den Willen meines Volkes. Der Krieg, von dem ich befürchte, dass er uns erreichen könnte, steht vor unserer Nachbarstür. Ich rede von den Dunkelelfen, die ihre Lande verlassen, gierig ihren Einfluss auszubreiten. Vor jenen möchte ich Meinesgleichen beschützen, so wie ihr es mit den euren tut.“
Chasin schlug die Beine wieder locker übereinander.
„Der Wille meines Volkes ist eins, aber ihr habt Recht wenn ihr zweifelt, dass ich für mein ganzes Volk in diesem Augenblick spreche, wenngleich der Wille meiner Art mehr geeint ist als bei jedem Wesen das ich bisher traf. - Auch weis mein Volk um jeden meiner Schritte und wenn ihr mir ein wenig Zeit gebt, kann ich euch frei von jedem Zweifel die Hand zum Bündnis reichen. Was den Bund an sich angeht, stützt er sich bisher auf wage Möglichkeiten. Es ist nicht sicher, dass das dunkle Volk uns finden wird, genau sowenig ist sicher, ob ich erfolgreich eure Schwester befreien kann. Es geht mir einzig um eure wohlwollenden Gedanken, wenn ihr mir die Hand für den Versuch reicht. Dies ist kein Vertrag zwischen zwei Völkern der hier und jetzt geschlossen werden muss, dies ist ein Angebot in tiefer Verbundenheit, von mir zu euch. Nur um ein Missverständnis zu vermeiden, ich verlange keinen Vertrag aus Papier auf den ich mich berufen könnte, ich verlange einzig euer Wohlwollen. Was sich daraus entwickeln wird, wie ihr euch entscheidet, ob wir erfolgreich wieder kehren werden, ob die Nebel sich lichten werden und die dunklen Völker mein Land finden werden, ob mein Volk um Hilfe rufen wird, dass alles sind nur ungewisse Möglichkeiten.“
Hier machte sie eine kleine Pause, denn wie sie schon befürchtet hatte und Pappelhain schon in seinen Gedanken verraten hatte, definierten Menschenkinder und Tha'Roon Bündnisse unterschiedlich. Wo sie sich einzig auf einen Gedanken hin einen Freund wählen oder ein Ziel zu setzen vermochte, so wäre es bei einem Zwerg ein Humpen Bier und bei Menschen also die Bürokratie mit Tinte und Siegel. Sie hatte in der ganzen Zeit nie etwas für sich gefordert, hatte beratend diesem König zur Seite gestanden und nun nagten winzige, stechende Zweifel an ihrer Seele.
Was wenn er doch nicht der Richtige ist? Was wenn ich mich in ihm getäuscht habe und der Einfluss seiner Berater ihn wankelmütig werden lässt? Hätte ich im Westen mehr Erfolg gehabt? Hätte mein Weg zu anderen Völkern Erfolg versprechnder sein können? Die Möglichkeiten wie das hier ausgehen könnte sind so wage! Menschenkinder sind so unberechenbar in ihren Emotionen. Ich muss dieses Empfinden noch weiter erforschen um sie besser zu verstehen. Was nutzt mir all mein Wissen, wenn ihre Gefühle jedes Handeln verwirren!
Tatsächlich fühlte Chasin im Moment etwas, dass sie noch nie empfunden hatte.
Frustration.
Ihre Nasenspitze zuckte einmal leicht.
All die Personen hier im Raum denken an ihren eigenen Wünsche. Ein Spion der sich einen Spaß daraus macht, den König zu verstecken, ein General der vor lauter Trauer kaum klar denken kann und trotzdem seinem König loyal dient und ein König der sein Volk beschützen will. Alle wollen sie etwas. Selbst die Eminenzen die noch im Dunklen weilen, verfolgen ihre Ziele, warum wird mein so „menschlich“ vorgetragenes Anliegen so negativ aufgenommen? Ist es nur das Misstrauen, oder ihre Angst vor Veränderungen? Sehen sie den gar nicht die positiven Möglichkeiten, die daraus entstehen könnten?
Die Diplomatin atmete einmal tief ein und fuhr dann fort:
„Meine Sorge gilt und galt schon immer meinem Volk und aus diesen Grund habe ich auch mein Land verlassen – um nach einem Bündnispartner … oder einem Freund, wie ihr es vielleicht besser nennen würdet, unter unseren Nachbarn zu suchen. Deshalb bin ich als Diplomatin an euren Hof gekommen und eure Beraterin geworden.“
Sie atmete aus. Still hing der Vorhang zwischen ihnen. Ihre Worte waren zwar gewohnt sachlich gewählt und wer sie so gut kennen lernen hatte dürfen wie der König, der wusste auch, dass keine Schärfe oder jedwede Hintergedanken in ihnen langen. Chasin fasste nur einfach noch einmal zusammen:
„Will mein Volk Krieg? - Nein.
Weiß mein Volk, dass ich hier bin und wozu? - Ja.
Habe ich das Recht Bündnisse einzugehen oder anders geartete Verbindungen zu knüpfen? - Ja.
Wird sich daraus eine für jede Seite vorteilhafte Verbindung entwickeln? - Gewiss, wenn ihr es zulasst.“
Sie senkte den Blick einen kurzen Moment und sah dann wieder auf. Pappelhains Gedanken gingen ihr noch einmal durch den Kopf: ...Schicken kein einziges Schwert in den Kampf, aber wir sollen bluten. Das schwächt doch unsere Fronten, wenn. ...
Er war General, es war nur natürlich dass er gleich so viel weiter dachte, aber hatte Richard auch diese Irrwege beschritten? Ihre Bitte um einen starken Schwertarm, war eine Bitte gewesen, die die Zukunft betraf und Pappelhain hatte in die Zukunft gedacht. Doch ihre Wurzeln lagen in der Gegenwart, wo Chasin und Zanfar ihr Leben aufs Spiel setzen sollten. -
„Ich bin nicht hier um euch zu schaden oder irgendwelche Forderungen zu stellen, ich bin hier um Angebot und Nachfrage auszuloten und gesetzt den Falles eures Willens neue Wege zu beschreiten. Einzig für meine eigene Person, für mein Leben und das meines Partners wünsche ich mir eure Hand zum Bund, dass wir nicht vergebens diese Risiken auf uns nehmen. Das ist meine Vorstellung von unserem Bündnis. Ich habe den Eindruck gewonnen, dass einige Personen denken, es ginge um mehr, deshalb möchte ich noch einmal den Kern meines Anliegens wiederholen. -
WENN wir es wagen, so wäre es mein Wunsch, dass seine Majestät wohlwollend auf mein Volk blickt und ihm im Falle eines Hilferufs von ihm, seine Kampfkraft in die Waagschale des Krieges wirft. Mein Wunsch ist ein Versprechen, dass ich in seinen Augen bestätigt wissen möchte, dass er mein Opfer nicht zu den Opfern des Krieges zählen wird, derer es so viele gibt, sondern sein Gewissen ihn leiten und handeln lassen wird, wenn unsere Völker uns so die Hand reichen. --- Sein Gewissen, nicht ein Vertrag oder ein Versprechen, einzig euer Gewissen.“
, fügte sie noch hinzu und damit schloss die Tha'Roon ihre Rede. Sie ließ sich in den Sessel zurück sinken und harrte der Dinge die da kommen würden. Auf merkwürdige Weise war sie erleichtert und erschöpft. Sie stopfte ihre Pfeife neu und sehnte sich abstruser Weise mehr noch als sonst nach Zanfars Nähe. Dies alles hier war zwar ihr „Beruf“, aber bei einem so emotionalen Thema, dass sie sogar selbst betraf, da war ihr ein Gelingen natürlich um so wichtiger. Trotzdem raubte es ihr ihre Kräfte und strengte sie an. Dieser kurze Stich zu Beginn, waren das Zweifel?
Was mache ich, wenn seine Majestät ablehnt? Werde ich Jorsa verlassen? Wird Zanfar mich begleiten, wenn ich versage? Bin ich überhaupt geeignet um Bündnispartner, oder überhaupt einen Freund für mein Volk zu finden? Zanfar ist mein Freund … vielleicht suche ich ja auch an der falschen Stelle? Vielleicht sollte ich unter den dunklen ...
Ihr aufkeimender Gedanke wurde von den Handlungen ihrer Umgebung unterbrochen.
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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Herrscher/in » Freitag 9. Oktober 2015, 20:38

"seine Kampfkraft in die Waagschale des Krieges wirft...
...seine Kampfkraft in die Waagschale des Krieges wirft..."



Stille herrschte im Raum, während die Tha'roon die geäußerten stillen und lauten Anmerkungen in eine korrigierende Bahn zu lenken versuchte und ihr eigenes Ansinnen weiter ausbreitete und untermauerte. Doch für Chasin war es nie "still". Jeder dachte und fühlte etwas, gerade wenn er einem komplexeren Sachverhalt lauschte und sich eine eigene Meinung zu dem Gehörten bildete. Besonders, wenn mehrere Anwesende in einem Raum waren und sich bei ihnen weit unterschiedlichere Einstellungen formten, als es beim Kollektiv der Tha'roon der Fall war, konnte dies sehr anstrengend werden; in diesem Fall war dies alles immerhin noch überschaubar. Irritierender war, Teilnehmer eines Gespräches eben nicht zu sehen, so wie jetzt seine Majestät. Die Tha'roon hörte ihn nicht, 'hörte' seine Gedanken nicht, sah seine Gefühle nicht, sie wusste nur, dass er da war und war auf seine Reaktionen angewiesen. Barg dies auf kuriose Weise nicht gewisse Parallelen zu der Trennung von ihrem Volk?

Frustrationspotential wohnte auch den Gedankengängen von Pappelhains inne. Obwohl sie bereits anders betont und weitere, tiefere Aspekte ihres Ansinnens offenbart hatte - so wie "Freundschaft" zum Beispiel - und gewisse Teile seiner Skepsis sich dabei auch beobachtbar verringert hatten, so kreisten ungemein hartnäckig die Worte "seine Kampfkraft in die Waagschale des Krieges wirft" in seinen Gedanken herum und das innere Herumkauen auf der Frage, was die Tha'roon sich darunter vorstellen mochte und was für Jorsan möglich war.
Gedanken wie:
Sie wird sich wohl kaum erhoffen, dass Richard da alleine mit dem Schwert in der Hand hingeht... pfh!
und
Wenn die Dunkelelfen bis über die Dunsthügel vorrücken und sich mit Rumdett zusammenschließen, haben wir so oder so Probleme bis zum Hals... Lysanthor, steh uns bei!
waren während Chasins Erörterungen zu lesen. Einige Augenblicke starrte der General auf die Karte und schien mehr in Bildern zu denken als in klaren Formulierungen: Wenn die dort... ... Die von Süden... ... ... naja, da ist Wald... ... die Achte über den Reidelhof... ... maximal sechshundert. ... Wenn von Weißenfels... verdammte Axt! - Was immer er dabei durchging, es half ihr nicht wirklich weiter.
So niedrigschwellig die Diplomatin das Angebot unterbreitet hatte, sie schien in ein Wespennest gestochen zu haben.

Für ihren Begleiter war es eine deutlich geringere Reizflut, die sich Zanfar offenbarte, dafür hatte er längst weitaus besser gelernt, allein schon aus der Mimik einer Person diverse Schlüsse zu ziehen. Trotzdem war er dabei nach wie vor meistens auf Vermutungen angewiesen.
Ihm fiel jedoch besonders auf, dass der Meisterspion während der Rede der Diplomatin eine bemerkenswerte Wandlung in einem Detail aufwies: das Lächeln verschwand aus seinem Mundwinkel. Kurz darauf legte Niklas in nachdenklicher Geste die Hand vor die Lippen, das Glas in der anderen schien einen Moment vergessen.
Im Raum herrschte die Form von Stille, die der Nichtgenannte selbst beim Orden kennengelernt hatte: wenn Pläne erwogen wurden, und sich noch keiner so recht zu einer Entscheidung durchgerungen hatte. Wenn unausgesprochene Zweifel noch im Raum hingen. Wenn man seine eigene Meinung noch zurück hielt.
Lliris wird das nicht gefallen. Die will alles im Norden. Truppen zum spurlos Verschwinden in die Dunsthügel schicken, um Gespenster zu beschützen, ja genau... aua! Armer Richard, da wird ihm einiges an Gegenwind entgegen wehen. Von Havelfalk hat da ... waren das Reiter? ja, hm. Alle weg, mitsamt Sohn. Der wird uns was husten. ... Eigentlich lustig, sollte es wirklich passieren, dass von Weißenfels doch nochmal wichtig wird? Würde Tegelbrecht überhaupt nicht in den Kram passen. Da könnte ich immerhin... Wer hockt noch da hinten... Von Morcerf. Urgs. Der ist doch völlig überfordert, wenn dem ein Ork das Jabot zerknittert. Ob Eibenau sich freut, wenn er wieder was anderes zu tun kriegt, als Kühe zu hüten? Wo war gleich nochmal sein Sohn?

Es gab ausreichend Zeit, seinen eigenen Gedanken nachzuhängen, denn seine Majestät nahm einmal mehr ein Privileg wahr, das zu seinen schätzenswerten Charakterzügen gehörte, auch wenn es seine Gegenüber in diversen Gesprächen schon manches Mal irritiert hatte: er nahm sich Zeit, zu überlegen. Wie Chasin wusste, ließ er sich dabei auch höchst ungern stören - sie brauchte also nicht zu befürchten, dass ihm in diesen kostbaren Momenten hinter dem Vorhang irgendwer ins Ohr tuschelte, wie es so oft bei Machtträgern und sogenannten "Grauen Eminenzen" oder "Ratgebern" der Fall war.
Doch schließlich ließ sich wieder seine Stimme hinter dem Vorhang vernehmen:

"Ich denke, ich verstehe, was Euer Ansinnen ist und wie es um Eure Berechtigung dazu steht, geschätzte Chasin", waren die zugewandt klingenden ersten Worte. Die Nennung ihres Vornamens ließ aufhorchen - so hatte er sie in wenigen Gesprächen genannt, die die Basis ihrer Zuneigung für den König gebildet hatten. Dass er jetzt trotz des teils diplomatisch distanzierten Charakters der Unterhaltung darauf verzichtete, sie "Diplomatin de Mondragil" oder ähnliches zu nennen, gab Raum für Hoffnung.
"Ihr werdet Zeit erhalten, die Ihr braucht, um eventuelle letzte Zweifel am Willen Eures Volkes auszuräumen." Richards Tonfall nach schien er dabei nicht einmal von Zweifeln seiner Person zu sprechen. Auch wenn es die Frage aufwerfen mochte, wessen Zweifel denn dann? "Allerdings werdet Ihr sicher verstehen, dass dieser Zeitraum nicht beliebig ist, weil das aktuell vorherrschende Problem zwar nicht von jetzt auf gleich gelöst werden kann, aber doch so zügig wie möglich verfolgt werden sollte - nein, muss." In den letzten Silben lag etwas Drängendes. Sicher... Bodvica konnte nicht weglaufen und sich niemand zu ihr hexen, doch genauso konnte niemand vorhersagen, wann der Feind sie woanders hin schaffen würde...
Täuschte sich Zanfar, oder war die Stimme dichter an den Vorhang gekommen?

"Weniger verstehe ich, leider noch immer, trotz Eurer differenzierenden Worte, wie Ihr Euch diese 'Verbundenheit' oder mein 'Wohlwollen' im Detail vorstellt." Eine Spur Bedauern ließe sich heraus hören - gar etwas wie Tadel, oder eine Belehrung? - verbunden mit der gleichen fast väterlich wirkenden Wärme wie zuvor. "Ich gehe in gewissem Grad von einem Missverständnis aus. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ich Euch trotz Eurer Zeit bei Hofe noch darüber belehren müsste, wie wenig ich das bin, was man eine 'Privatperson' nennt. Dass ich Euch natürlich nicht, Eurem Wunsch wortwörtlich entsprechend, einfach die Hand reichen und in aller Freundschaft versichern kann, dass ich mit dem Schwert in der Hand zu Eurem Volk eilen werde, wenn es trotz aller Verborgenheit doch noch von den Dunklen angegriffen werden sollte." Für einen kurzen Moment klang er gar milde amüsiert. Galt es ihr? Oder mochte es gar sein, dass er gerade eher die Bedenken einer anderen Person zerstreute?
Der König wurde wieder durchweg ernst: "Bei 'meiner' Kampfkraft geht es um die Kampfkraft Jorsans. Und diese ist keineswegs gering, aber auch nicht unerschöpflich. Vor unseren Toren steht ein starker Feind, dies schon seit jeher, doch nun droht er gar übermächtig zu werden, weil er von einer noch viel düstereren Gefahr förmlich eingesogen und selber überrollt werden mag.

Es wäre jedoch dumm, sich deshalb darauf zu versteifen, dass wir all unsere Kräfte allein schon für uns selber brauchen. Euer Angebot kommt unerwartet, so wie Euer ganzes Volk in Form Eurer Person aus dem Reich der Legenden ins Licht der Wahrheit trat. Doch es kommt auch zu einem höchst willkommenen Zeitpunkt, denn es kommt in einer Zeit, wo auch wir dringend Freunde und Verbündete brauchen werden. Dass die Tha'roon dabei keine Waffenkraft ins Feld zu führen vermögen, ist ein bedauerliches Detail, das wir nicht übersehen werden, doch denke ich, dass sie - wie Ihr es auch selber sagtet - Fähigkeiten und Ressourcen in dieses Spiel mit einbringen, die keineswegs gering geschätzt werden dürfen.
Schlimmer aber: Was geschähe, fiele eben dies auch noch dem Feind in die Hände?"
Richard III. hörte sich inzwischen an, als hielte er eine Überzeugungsrede vor seinem versammelten Adel. Ruhig, besonnen, doch mit einer rethorischen Kraft, die es in sich hatte. Beim letzten Punkt atmete von Pappelhain tiefer ein, der sowieso schon seit einer Weile auch irgendwie "patriotisch" wirkend am Tisch stand. Die Frage des Königs saß und schien einen Nerv getroffen zu haben.
Lauter Gedankenleser in den Händen der Dunkelelfen... Für einen Moment war das Blau der Angst in der Aura des Generals nicht zu übersehen. Ihm lief es kalt den Rücken runter. Und wer weiß, was sonst noch...

Der König ließ Zeit, diese Aussage zu verdauen, dann schien er sich wieder direkter an Chasin zu wenden, im Ton sehr warmherzig und versichernd:
"Ich bin Euch gewogen, Diplomatin. Ihr habt uns unschätzbare Dienste erwiesen und mich persönlich längst von Eurer Aufrichtigkeit überzeugt, und ich glaube Euch, was Ihr über Euer Volk berichtet und mit Eurem Handeln jederzeit übereinstimmend bewiesen habt."
Er glaubte ihr? Warum war da diese übergangslose und doch feine Betonung gewesen? War das wichtig? Es schien wichtig zu sein, denn:
"Und ich werde jedem entgegen treten, der da anderer Meinung ist, und der lieber mehr auf althergebrachte Gerüchte gibt, als auf neue Erkenntnisse; lieber misstraut, statt zu vertrauen.
Ich bin Euch gewogen und ich würde, wenn sich Eurem Volk eine ernsthafte Bedrohung aus dem ergibt, was wir als unser beider Feind ansehen müssen, alle mir gegebenen Hebel in Bewegung setzen, um ein solches Desaster zu verhindern - mit allen Mitteln, die mir dazu zur Verfügung stehen.
Allein, zwei 'Haken', wenn Ihr es so nennen wollt:

Es gibt Prozesse, die kann ich nicht allein bestimmen, so sehr ich König bin. Ich kann nicht Gefolgsleute Gefahren entgegen schicken, die ich nicht überzeugt bekomme und die mir eher Wahnsinn oder gar Besessenheit bescheinigen würden. Nicht, wenn ihre Menge relevant würde. Ihr habt viel getan, Chasin, doch noch immer gibt es viel zu tun - für uns beide. Ich will meinen Teil leisten, so gut ich vermag. Dies, nicht mehr und nicht weniger, müsste Euch reichen.
Und versteht dies nun bitte nicht als Zwang, die Befreiung meiner Schwester als aufgedrängten 'Euren Teil' zu empfinden - lehntet Ihr ab, was nach wie vor Euer gutes Recht wäre, würde es anderes zu tun geben.

Das andere ist, dass Ihr meine 'Hand darauf' wünschtet, meine Zusage von Angesicht zu Angesicht. Dieses kann ich Euch nicht gewähren, aus Gründen, die ich Euch im Detail genau so wenig im Moment erklären kann, wie diesen Vorhang einfach zur Seite zu ziehen.
Im wahrsten Sinne des Wortes müsstet Ihr mir 'blind' vertrauen, wenn ich Euch sage: Ihr habt mein Wort."
Eine kurze, bedeutungsschwere Pause entstand, bevor der König erstaunlich sanft fragte:
"Und, vertraut Ihr mir...?"
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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Chasin Halona de Mondragil » Samstag 10. Oktober 2015, 21:36

Pappelhains Gedanken schwirrten durch den Raum und Chasin hörte zu:
Wenn die Dunkelelfen bis über die Dunsthügel vorrücken und sich mit Rumdett zusammenschließen, haben wir so oder so Probleme bis zum Hals... Lysanthor, steh uns bei!
Einige Augenblicke starrte der General auf die Karte und schien mehr in Bildern zu denken als in klaren Formulierungen:
Wenn die dort... ... Die von Süden... ... ... naja, da ist Wald... ... die Achte über den Reidelhof... ... maximal sechshundert. ... Wenn von Weißenfels... verdammte Axt! -
Was immer er dabei durchging, es half ihr nicht bei ihrem aktuellen Problem weiter, jedoch sann die Diplomatin einen Moment lang über ihre neutrale Stellung in der Rolle als Diplomatin nach.
Wäre es verwerflich, wenn ich mein Wissen mit ihnen teile? Widerspräche es meiner Aufgabe? Ich habe bisher einzig und allein Informationen gesammelt... Das ist meine Natur! Die Natur der Tha'Roon, beobachten und verwalten … Was würde geschehen, wenn ich diese Informationen nun weiter geben würde? … Weißenfels ...
Sie nahm noch einen tiefen Zug aus ihre Pfeife, spitzte die Lippen um einen kleinen dünnen Rauchkringel in die Luft zu hauchen. Es bildete sich sogar eine kleine Denkfalte auf ihrer sonst makellosen Stirn, während sie nachdachte. Sie kannte die Neugier der Menschenkinder. Sie war unermesslich und alles wissen zu wollen war an sich nichts was die Tha'Roon nicht auch taten. Jedoch unterschieden sich die Völker in einer Sache dann doch. Menschen BEUTZTEN ihr Wissen zu ihrem eigenen Vorteil und leider auch zum Nachteil anderer. Tha'Roon waren nur Sammler. Menschen waren „Handwerker“ die aus Wissen Klinge und Schild schmiedeten. Einmal mehr fühlte sich Chasin sehr allein. Ihr fehlte der Rat ihres Volkes, der Rat der Weisen. Seit dem Ausschluss aus dem Kollektiv war viel Zeit vergangen, aber selbst ihr veraltetes Wissen könnte einiges verändern. Wenn die Menschenkinder Jorsas auch nur ahnen würden, wie viel mehr Wissen eine Zusammenarbeit mit den Meistern des Geistes bedeuten würde, würden sie vielleicht nicht so zögerlich sein. Aber auch Chasin wusste, dass genau hier die Bedrohung ihres Volkes lag. Eine Rasse die nicht nur Gedanken lesen konnte, die ihr Wissen seit Jahrhunderten sammelten, die jeder Zeit mit jedem ihres eigen Volkes verbunden waren und … Ihr Gedankengang wurde durch den des Spions unterbrochen.
Lliris wird das nicht gefallen.
Die andere Schwester des Königs...
Die will alles im Norden. Truppen zum spurlos Verschwinden in die Dunsthügel schicken, um Gespenster zu beschützen, ja genau... aua! Armer Richard, da wird ihm einiges an Gegenwind entgegen wehen. Von Havelfalk hat da ... waren das Reiter? ja, hm. Alle weg, mitsamt Sohn. Der wird uns was husten. ... Eigentlich lustig, sollte es wirklich passieren, dass von Weißenfels doch nochmal wichtig wird? Würde Tegelbrecht überhaupt nicht in den Kram passen. Da könnte ich immerhin... Wer hockt noch da hinten... Von Morcerf. Urgs. Der ist doch völlig überfordert, wenn dem ein Ork das Jabot zerknittert. Ob Eibenau sich freut, wenn er wieder was anderes zu tun kriegt, als Kühe zu hüten? Wo war gleich nochmal sein Sohn?
Viele Namen ...Havelfalk, schon wieder Weißenfels, Tegelbrecht, Morcerf und Eibenau. Namen von kleinen und großen Ländereien, manche bedeutender als andere in der Geschichte, Gegenwart und Zukunft.
Bald darauf meldete sich nun seine Majestät zu Wort und Chasin lauschte aufmerksam.
"Ich denke, ich verstehe, was Euer Ansinnen ist und wie es um Eure Berechtigung dazu steht, geschätzte Chasin"
, waren die zugewandt klingenden ersten Worte. Die Nennung ihres Vornamens gab Raum für Hoffnung.
"Ihr werdet Zeit erhalten, die Ihr braucht, um eventuelle letzte Zweifel am Willen Eures Volkes auszuräumen."
Richards Tonfall nach schien er dabei nicht einmal von Zweifeln seiner Person zu sprechen. Auch wenn es die Frage aufwerfen mochte, wessen Zweifel denn dann? Vielleicht Lilris?
"Allerdings werdet Ihr sicher verstehen, dass dieser Zeitraum nicht beliebig ist, weil das aktuell vorherrschende Problem zwar nicht von jetzt auf gleich gelöst werden kann, aber doch so zügig wie möglich verfolgt werden sollte - nein, muss."
In den letzten Silben lag etwas Drängendes. Sicher... Bodvica konnte nicht weglaufen und sich niemand zu ihr hexen, doch genauso konnte niemand vorhersagen, wann der Feind sie woanders hin schaffen würde. Auch ihr gingen fast zwangsläufig diese Gedanken durch den Kopf und dabei fiel ihr der verlorene Faden wieder ein.
… mein Volk, ein Volk von wahrhaft talentierten Geistermagiern, die jede Intelligenz zu schätzen wissen, sei sie nun ab Leben oder schon entschlafen.
Sie dachte kurz an einen Mitstudenten aus ihrer Vergangenheit, der sich in der Kunst der Geistermagie wesentlich besser heraus getan hatte als sie selbst und schmunzelte. Wenn man nicht selbst an einen Ort gehen konnte um dort Wissen zu sammeln, so gab es doch durchaus Möglichkeiten jemanden oder in diesem Fall „Etwas“ zu schicken. Es kam immer nur auf den Preis der Geister an.
"Weniger verstehe ich, leider noch immer, trotz Eurer differenzierenden Worte, wie Ihr Euch diese 'Verbundenheit' oder mein 'Wohlwollen' im Detail vorstellt."
Eine Spur Bedauern ließe sich heraus hören - gar etwas wie Tadel, oder eine Belehrung? - verbunden mit der gleichen fast väterlich wirkenden Wärme wie zuvor.
"Ich gehe in gewissem Grad von einem Missverständnis aus. Denn ich kann mir nicht vorstellen, dass ich Euch trotz Eurer Zeit bei Hofe noch darüber belehren müsste, wie wenig ich das bin, was man eine 'Privatperson' nennt. Dass ich Euch natürlich nicht, Eurem Wunsch wortwörtlich entsprechend, einfach die Hand reichen und in aller Freundschaft versichern kann, dass ich mit dem Schwert in der Hand zu Eurem Volk eilen werde, wenn es trotz aller Verborgenheit doch noch von den Dunklen angegriffen werden sollte."
Für einen kurzen Moment klang er gar milde amüsiert. Galt es ihr? Oder mochte es gar sein, dass er gerade eher die Bedenken einer anderen Person zerstreute? Der König wurde wieder durchweg ernst:
"Bei 'meiner' Kampfkraft geht es um die Kampfkraft Jorsans. Und diese ist keineswegs gering, aber auch nicht unerschöpflich. Vor unseren Toren steht ein starker Feind, dies schon seit jeher, doch nun droht er gar übermächtig zu werden, weil er von einer noch viel düstereren Gefahr förmlich eingesogen und selber überrollt werden mag. Es wäre jedoch dumm, sich deshalb darauf zu versteifen, dass wir all unsere Kräfte allein schon für uns selber brauchen. Euer Angebot kommt unerwartet, so wie Euer ganzes Volk in Form Eurer Person aus dem Reich der Legenden ins Licht der Wahrheit trat. Doch es kommt auch zu einem höchst willkommenen Zeitpunkt, denn es kommt in einer Zeit, wo auch wir dringend Freunde und Verbündete brauchen werden. Dass die Tha'roon dabei keine Waffenkraft ins Feld zu führen vermögen, ist ein bedauerliches Detail, das wir nicht übersehen werden, doch denke ich, dass sie - wie Ihr es auch selber sagtet - Fähigkeiten und Ressourcen in dieses Spiel mit einbringen, die keineswegs gering geschätzt werden dürfen...“
...eine in eurem Verständnis unerschöpfliche Quelle an Juwelen, Wissen das euren Horizont sprengen würde und die Magie die Geister für sich ins Feld zu schicken ...
„...Schlimmer aber: Was geschähe, fiele eben dies auch noch dem Feind in die Hände?"
Gutes Argument.
Richard III. hörte sich inzwischen an, als hielte er eine Überzeugungsrede vor seinem versammelten Adel. Ruhig, besonnen, doch mit einer rhetorischen Kraft, die es in sich hatte. Beim letzten Punkt atmete von Pappelhain tiefer ein, der sowieso schon seit einer Weile auch irgendwie "patriotisch" wirkend am Tisch stand. Die Frage des Königs saß und schien einen Nerv getroffen zu haben.
Lauter Gedankenleser in den Händen der Dunkelelfen...
Für einen Moment war das Blau der Angst in der Aura des Generals nicht zu übersehen. Ihm lief es kalt den Rücken runter.
Und wer weiß, was sonst noch...
Und wer weiß, was sonst noch...
Der König ließ Zeit, diese Aussage zu verdauen, dann schien er sich wieder direkter an Chasin zu wenden, im Ton sehr warmherzig und versichernd:
"Ich bin Euch gewogen, Diplomatin. Ihr habt uns unschätzbare Dienste erwiesen und mich persönlich längst von Eurer Aufrichtigkeit überzeugt, und ich glaube Euch, was Ihr über Euer Volk berichtet und mit Eurem Handeln jederzeit übereinstimmend bewiesen habt."
Er glaubte ihr? Warum war da diese übergangslose und doch feine Betonung gewesen? War das wichtig? Es schien wichtig zu sein, denn:
"Und ich werde jedem entgegen treten, der da anderer Meinung ist, und der lieber mehr auf althergebrachte Gerüchte gibt, als auf neue Erkenntnisse; lieber misstraut, statt zu vertrauen.
Ich bin Euch gewogen und ich würde, wenn sich Eurem Volk eine ernsthafte Bedrohung aus dem ergibt, was wir als unser beider Feind ansehen müssen, alle mir gegebenen Hebel in Bewegung setzen, um ein solches Desaster zu verhindern - mit allen Mitteln, die mir dazu zur Verfügung stehen. Allein, zwei 'Haken', wenn Ihr es so nennen wollt: Es gibt Prozesse, die kann ich nicht allein bestimmen, so sehr ich König bin. Ich kann nicht Gefolgsleute Gefahren entgegen schicken, die ich nicht überzeugt bekomme und die mir eher Wahnsinn oder gar Besessenheit bescheinigen würden. Nicht, wenn ihre Menge relevant würde. Ihr habt viel getan, Chasin, doch noch immer gibt es viel zu tun - für uns beide. Ich will meinen Teil leisten, so gut ich vermag. Dies, nicht mehr und nicht weniger, müsste Euch reichen. Und versteht dies nun bitte nicht als Zwang, die Befreiung meiner Schwester als aufgedrängten 'Euren Teil' zu empfinden - lehntet Ihr ab, was nach wie vor Euer gutes Recht wäre, würde es anderes zu tun geben. Das andere ist, dass Ihr meine 'Hand darauf' wünschtet, meine Zusage von Angesicht zu Angesicht. Dieses kann ich Euch nicht gewähren, aus Gründen, die ich Euch im Detail genau so wenig im Moment erklären kann, wie diesen Vorhang einfach zur Seite zu ziehen. Im wahrsten Sinne des Wortes müsstet Ihr mir 'blind' vertrauen, wenn ich Euch sage: Ihr habt mein Wort."

Eine kurze, bedeutungsschwere Pause entstand, bevor der König erstaunlich sanft fragte:
"Und, vertraut Ihr mir...?"

Chasin senkte einen Moment den Kopf und schloss die Augen um sich zu sammeln. Die daraus resultierende Stille machte ihr wieder einmal klar, das sie ein Geschöpf war, dass unbedingt denkende Wesen um sich brauchte. Im Kollektiv mit ihrem Volk gab es immer leise Gedanken um einen herum, aber hier? Hier waren sie laut, unkontrolliert und sie wurden nicht freiwillig geflüstert, sie schrien einem abgehakt ins Ohr, wenn man nur Blinzelte. Am liebsten hätte sie Zanfars Hand ergriffen, aber eine solche Persönliche Geste wäre in diesem Augenblick höchst unangebracht gewesen. Sie war allein und konnte nicht einmal ihn jetzt um Rat fragen. Also veränderte sie nur ein wenig ihre Sitzposition, sog etwas von seinem flüchtigen Atem ein und öffnete die Augen in Richtung Vorhang.
„Majestät …
Verzeiht bitte, wenn es unhöflich klingen sollte, dass ich euch nicht sofort auf das wichtigste antworte. Ich kam nicht umhin ein paar Namen in den Gedanken eurer treuen Untertanen zu lesen. Ein gewisser Herr ist mir durchaus bekannt und ich wäre diesbezüglich vielleicht an einem späteren Informationsaustausch interessiert, aber kommen wir zum wesentlichen!
In der Tat glaube ich jetzt auch, dass einigem von dem bisher Gesprochenen ein kulturelles Missverständnis inne gewohnt haben könnte. Eure Worte haben mich vollends überzeugt, dass mein Vertrauen in euch durchaus gerechtfertigt ist und mein Weg nach Jorsa eine produktive Zusammenarbeit verheißen könnte. Mein Verlangen euch die Hand zu schütteln ist gestillt und ja, ich vertraue eurem Wort allein, auch ohne Blickkontakt. Ich für meinen Teil bin gewillt das Risiko einzugehen euer Schwester zu Helfen.
Ich frage jetzt also meinen Begleiter ...“
Sie sah zu Zanfar und sprach:
„Was soll ich ihm sagen?“
Gleichzeitig war ihrem diplomatischen Gesichtsausdruck jedoch eine Spur Sorge anzusehen. Es war die stille Angst, dass Zanfar sich doch noch gegen ein gemeinsames Abenteuer, denn das war es sicher, aussprechen könnte.
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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Zanfar Aval'athil » Samstag 10. Oktober 2015, 22:32

Zuerst hatte Chasins Antwort auf die Politische Spitzfindigkeit des Königs für irritation in ihm gesorgt. Sie war so unglaublich unpolitisch vor gegangen. Offen, ohne zu fordern, mehr ein bitte an einen Freund, als ein Politischer Schachzug. Hätte ihn nicht das Schweigegelübde gebunden, er wäre ihr wohl ins Wort gefallen, so aber blieb ihm nichts anderes, als sich zurück zu lehnen und zu warten.
Je länger sie sprach, desto mehr wuchs jedoch seine Anerkennung für ihr vorgehen. Er war nicht ganz sicher, ob sie sich dessen gewahr war, dass ihr Vorgehen so unorthodox war. Aber wenn es gelang, wen scherte es? Wenn. Insgeheim hätte er am liebsten applaudiert. Sicher wäre es einigen Lieb gewesen, hätte sie weiter auf dem Politischen Parkett getanzt, doch sie ignorierte es einfach und ging ihren Eigenen weg. Vielleicht war das eines der Dinge an ihr, die er am Meisten schätze. Trotz ihrer vermeidlichen Gefühlskälte hatte sie eine Unschuld und Offenheit an sich … eine Menschlichkeit, die er sich bei vielen anderen gewünscht hätte! Und sie überraschte ihn immer wieder, wie auch jetzt. Als sie endete und der Raum in Grübeleien und Erwägungen versank, fuhr ihm ein Schauer über den Rücken.
Das ist er, der Scheideweg. Werden sie zustimmen oder alles verwerfen? Nur noch ein Schritt, und Chasin wird möglicherweise ihrem und meinem Untergang zustimmen … .
Als der König das Wort ergriff, wagte er kaum zu Atmen. Es wurde immer klarer, dass Chasin genau das bekam, worauf sie gehofft hatte. Die Unterstützung Richards. Sein Magen fühlte sich an, als wäre er mit kaltem Eisen gefüllt. Als er den Kopf drehte, um die Reaktion Chasins zu sehen, bemerkte er, wie auch sie wenig euphorisch auf die positive Antwort reagierte. War das Unsicherheit? Sie sah so verloren aus, wie sie da saß. Normalerweise war sie in eine Aura der Ruhe und Gelassenheit gehüllt, die über ihre zerbrechliche Gestalt hinweg täuschten, aber jetzt fehlte ihr dieses Leuchten. Stattdessen zuckten ihre Finger kurz, als wolle sie die Hand heben. Er starrte auf ihre schlanke lange Hand während ihm ihre Worte durch die Ohren sausten. Fast hätte ihn ihre etwas komplizierte Art zu reden eingelullt, aber die folgende Worte rissen ihn aus seiner Trance:
„... Ich für meinen Teil bin gewillt das Risiko einzugehen euer Schwester zu Helfen. 
Ich frage jetzt also meinen Begleiter ...“
Sie sah zu Zanfar und sprach:
„Was soll ich ihm sagen?“
Gleichzeitig war ihrem diplomatischen Gesichtsausdruck jedoch eine Spur Sorge anzusehen. Es war die stille Angst, dass Zanfar sich doch noch gegen ein gemeinsames Abenteuer, denn das war es sicher, aussprechen könnte.
Zanfars Blick hatte sich wieder gehoben und begegnete ihrem besorgten Rubinroten Auge.
Warum nur musstest du mich fragen? Warum hast du nicht einfach für uns Beide ja gesagt?!
Das Eisen in seiner Magengegend wurde kälter. Wollte er zustimmen? Noch immer nicht wirklich, und doch. Aber Chasin allein in diesen Schlamassel laufen zu lassen war einfach keine Option. Er schloss die Augen, Atmete einmal tief durch und nickte deutlich. In Gedanken sprach er Chasin an:
Er erfüllt deine Bedingungen. Wir werden ihm helfen. Gemeinsam.
Er nickte nochmal bekräftigend in ihre Richtung und wartete darauf, dass seine Antwort den König erreichte. Bis ihm auf ging, dass dieser ihn gar nicht sehen konnte. Und plötzlich wurde es ihm wichtig, dass der Mann hinter dem Vorhang wusste, dass es seine Entscheidung war und nicht die der Tha'Roon. Das sie alle wussten, das der Nichtgenannte für sich selbst einstehen und für sich selbst sprechen konnte. Und das Chasin keinen hilflosen Mann an der Seite hatte, der sich vor der eigenen Stimme fürchtete.
„Wir werden helfen.“
Was vor Fünfzehn Jahren eine voll tönende kräftige Stimme gewesen wäre, war nun nur ein heiseres krächzen, dass trotz Bemühungen nicht sonderlich Laut wurde. Durch die vorherrschende Stille Spannung reichte es jedoch gerade aus, auch die Ohren hinter dem Vorhang zu erreichen.
Der Nichtgenannte wäre fast zusammen gezuckt, als er die krächzenden Töne über die Lippen brachte.

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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Herrscher/in » Mittwoch 14. Oktober 2015, 15:35

"Verzeiht bitte, wenn es unhöflich klingen sollte, dass ich euch nicht sofort auf das wichtigste antworte. Ich kam nicht umhin ein paar Namen in den Gedanken eurer treuen Untertanen zu lesen. Ein gewisser Herr ist mir durchaus bekannt und ich wäre diesbezüglich vielleicht an einem späteren Informationsaustausch interessiert..." Niklas hob die Brauen, ohne äußerlich allzu große Neugier zu zeigen - das kontinuierlich stärker aufleuchtende Grün von Interesse verriet da aber mehr. Sicher würde er darauf noch zu sprechen kommen. Außer leichtem Nicken wurde diese Anmerkung aber lediglich still zur Kenntnis genommen, zumal sie gleich zum wichtigeren Thema weiterschwenkte:
"...In der Tat glaube ich jetzt auch, dass einigem von dem bisher Gesprochenen ein kulturelles Missverständnis inne gewohnt haben könnte. Eure Worte haben mich vollends überzeugt, dass mein Vertrauen in euch durchaus gerechtfertigt ist und mein Weg nach Jorsa eine produktive Zusammenarbeit verheißen könnte. Mein Verlangen euch die Hand zu schütteln ist gestillt und ja, ich vertraue eurem Wort allein, auch ohne Blickkontakt. ..."
Es war mehr an den Körperhaltungen abzulesen als an den Auren. Beinahe schon eher für Zanfar deutlich, als für die Tha'roon, doch auch Chasin registrierte, wie mit diesen Worten eine bisher sehr unterschwellige Anspannung nachließ und die Anwesenden sich eine Spur weiter entspannten. Kurios, wie sich offenbarte, dass eine solche Anspannung überhaupt existiert hatte, nur weil sie nun verschwunden war.

Chasins Zusage, dass sie sich um die Rettung der Herzogin bemühen wurde, wurde wie zu erwarten mit Erleichterung vernommen. Allerdings vielleicht mit weniger freudigem Gelb in den Auren, als man hätte vermuten können? Es schien zu viel Sorge bei dieser Unternehmung mitzuschwingen - vermutlich auch Sorge, ob die zerbrechliche Diplomatin dieses Abenteuer überstehen würde. Viele petrolfarbene Schlieren begleiteten Chasins Erklärung.

"Wir werden helfen." Ein heiseres, leises Krächzen brach sich Bahn und sorgte für die eigentliche Überraschung in diesen Momenten. Der schweigsame Geist, der hier bei Hof kaum weniger rätselhaft geblieben war als die fremde Gedankenleserin, verließ das selbstgewählte Refugium des Schweigegelübdes.
Es hätte vielleicht noch etwas heroischer gewirkt, wäre es nicht bei diesem dünnen Stimmchen geblieben. Der Nichtgenannte musste feststellen, dass man wie bei so vielen Dingen das Sprechen nun wahrlich nicht verlernen konnte, die Stimme aber sehr wohl einrosten.
Der Meisterspion lachte nach wenigen Momenten leise. "Fencheltee... und VIEL Honig", gab er gedämpft gutmütigen Rat und lehnte sich dabei etwas zu ihnen herüber.
"War das ihr Begleiter?", war durch Niklas' Worte leicht eine Rückfrage zu überhören, die von hinter dem Vorhang an von Pappelhain gerichtet wurde, und der alte General bestätigte gedämpft: "Ja Euer Majestät, das war der Herr Nichtgenannte. Er sagte persönlich 'Wir werden helfen'."

"Unsere Anerkennung für Euer Ansinnen, Euch persönlich hierzu zu äußern, Herr Nichtgenannter", quittierte König Richard dann direkter Zanfars Handlung. "Wir begrüßen sehr eurer beider Entscheidung und werden euch jegliche Unterstützung zuteil werden lassen, die ihr für Vorbereitungen braucht und die als angemessen gelten dürfen.
Der edle san Walsing wird als euer Ansprechpartner dienen. Es muss, schätze ich, nicht extra betont werden, dass die Unternehmung so wenig bekannt wie möglich werden sollte.
Sofern ihr keine weiteren Wünsche äußern mögt - beispielsweise zu Eurer Entlohnung, Herr Nichtgenannter - oder noch Fragen zu klären sind, werden wir uns alsbald zurückziehen.
Seid meines Dankes schon jetzt gewiß."

Die Diplomatin und ihr Begleiter wurden abwartend angesehen, ob es ihrerseits noch etwas vorzubringen gab.
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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Zanfar Aval'athil » Mittwoch 14. Oktober 2015, 21:30

Das amüsierte Lachen des Meisterspions entlockte auch dem Nichtgenannten ein Grinsen. Seine ersten Worte seit mehr als Fünfzehn Jahren wurden mit Amüsement 'willkommen geheißen'. Und einem gut gemeinten Rat:
"Fencheltee... und VIEL Honig."
Tatsächlich hätte er es sich nicht anders gewünscht und wären die Umstände anders, er hätte sicher etwas passendes Entgegnet. Und wäre seine Stimme nicht so erbärmlich leise und kratzig gewesen. Sicher auch ein Grund, so wenig wie möglich zu sagen. Nächstes mal gibt es eine 'Stimm-aufwärm-phase' bevor ich mein Schweigegelübde in der Öffentlichkeit breche. Er hörte nur mit halbem Ohr zu, als von Pappelhain gedämpft auf etwas Antwortete. Eines der Worte hätte sein Titel sein können, aber er war sich nicht sicher.
"Unsere Anerkennung für Euer Ansinnen, Euch persönlich hierzu zu äußern, Herr Nichtgenannter", quittierte König Richard dann direkter Zanfars Handlung. "Wir begrüßen sehr eurer beider Entscheidung und werden euch jegliche Unterstützung zuteil werden lassen, die ihr für Vorbereitungen braucht und die als angemessen gelten dürfen.
Der edle san Walsing wird als euer Ansprechpartner dienen. Es muss, schätze ich, nicht extra betont werden, dass die Unternehmung so wenig bekannt wie möglich werden sollte.
Sofern ihr keine weiteren Wünsche äußern mögt - beispielsweise zu Eurer Entlohnung, Herr Nichtgenannter - oder noch Fragen zu klären sind, werden wir uns alsbald zurückziehen.
Seid meines Dankes schon jetzt gewiss."
Eine Entlohnung für mich? Seltsam, ich habe keinen einzigen Moment darüber nach gedacht. Wie ungewöhnlich für einen Dunkelelfen ... vielleicht habe ich doch etwas bei den Nichtgenannten gelernt. Was gibt es, dass ich von einem König wollen würde? Solange ich dem Orden folge brauche ich nichts ... nur dann, wenn ich es nicht mehr bin. Und das ist das letzte, was ich will. Fordere ich also einfach ... Nichts?! Aber eigentlich will ich nichts von dem König, vielmehr interessiert mich ein Gefallen bei seinem Meister der Lügen und Intrigen ... andererseits, ist Walsing die Sorte Mann, die ihr Wort hält? Quasi die Ehre unter Ganoven? Sehen wir mal, ob ihm ein quitt pro quo reicht. Selbst wenn nicht, was verliere ich schon? Chasin ist der wahre Grund, warum ich gehe.
Hilfesuchend sah er nun das erste mal wieder in Richtung der Tha'Roon.
Wird sie es mir übel nehmen, dass ich um ihrer Willen nie zu sprechen begonnen habe? Aber einer der Gründe die Stimme zu erheben war sie. Wenn nicht der Grund! Ich kann sie nicht Schützen, wenn ich Stumm wie ein Fisch bleibe. Andererseits. Sie ist eine Tha'Roon, wahrscheinlich kommt ihr nicht einmal der Gedanke, beleidigt zu sein.
Er räusperte sich feste, um vielleicht etwas seiner Stimme zurück ins Leben zu rufen und das kratzen aus seinem Hals zu vertreiben.
"Ich möchte Eure Zeit nicht über..." er räusperte sich ein weiteres mal, als seine Stimme zu einem leisen Flüstern zu verebben drohte. "Überbeanspruchen, Euer Hoheit. Es gibt nichts, was ich jetzt als Entlohnung wollte."
Er stockte ein weiteres mal und fuhr sich über die Kehle. Ich könnte diesen Tee mit Honig gerade gut gebrauchen.
"Es ist ein Gefallen von mir. Vielleicht kommt der Zeitpunkt, da ich Eure Hilfe brauche und ihr ihn erwidern werdet."
Eine weitere Pause folgte, in der um die Kontrolle seiner Stimme rang.
"Ansonsten bin ich sicher, dass die Anwesenheit des ehrenwerte Niklas san Walsing ausreicht, um all unsere Fragen und Anliegen zu beantworten."
Eigentlich hatte er vor gehabt, dass 'ehrenwert' besonders zu betonen, aber alles was ihm gelang, war eine hörbare Lautstärke zu halten und selbst das wurde zum Ende hin schwierig. Fragend sah er zu Chasin, ob sie noch etwas hinzu zu fügen hatte.
Was für eine Abwechslung einmal selbst und direkt auf Dialoge Antworten zu können! Wenn mein Hals nicht so schmerzen würde, könnte ich ewig reden! Ich dachte es würde mir Angst machen ... . Wie konnte ich nur solange darauf verzichten zu sprechen?! Aber ein wenig konnte ich das ja. Chasin hat mich sanft darauf vorbereitet, indem sie mir eine Gedankliche Stimme gab, bevor ich meine eigene wieder nutzte.

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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Chasin Halona de Mondragil » Donnerstag 15. Oktober 2015, 08:58

„Wir … „
Was ist das für ein Krächzen?
„... werden helfen.“
Chasins blick wanderte sich voller Unglaube der Geräuschquelle zu. Was vor Jahren einmal eine voll tönende kräftige Stimme gewesen war, war nun nur ein heiseres Schaben über fast gelähmte Stimmbänder, dass trotz aller Bemühungen nicht sonderlich laut wurde und sorgte für die eigentliche Überraschung in diesen Momenten. Der schweigsame Geist, der hier bei Hof kaum weniger rätselhaft geblieben war als sie selbst, verließ das selbstgewählte Refugium des Schweigegelübdes und machte eine Tha'Roon sprachlos!
Mit leicht geöffnetem Mund starrte Chasin Halona de Mondragil ihren Begleiter an.
Was? … Warum? … Das …. habe ich tatsächlich nicht kommen sehen!
Der Meisterspion lachte nach wenigen Momenten leise.
"Fencheltee... und VIEL Honig"
, gab er gedämpft gutmütigen Rat und lehnte sich dabei etwas zu ihnen herüber.
Oh ja! Ich werde mich um diese Stimme kümmern! Sie soll nicht achtlos erklingen.
"War das ihr Begleiter?"
, war durch Niklas' Worte leicht eine Rückfrage zu überhören, die von hinter dem Vorhang an von Pappelhain gerichtet wurde, und der alte General bestätigte gedämpft:
"Ja Euer Majestät, das war der Herr Nichtgenannte. Er sagte persönlich 'Wir werden helfen'."
Dann antwortete Richard entsprechend und Chasins Mundwinkel hoben sich zuckend.
"Unsere Anerkennung für Euer Ansinnen, Euch persönlich hierzu zu äußern, Herr Nichtgenannter"
, quittierte König Richard dann direkter Zanfars Handlung.
"Wir begrüßen sehr eurer beider Entscheidung und werden euch jegliche Unterstützung zuteil werden lassen, die ihr für Vorbereitungen braucht und die als angemessen gelten dürfen.
Der edle san Walsing wird als euer Ansprechpartner dienen. Es muss, schätze ich, nicht extra betont werden, dass die Unternehmung so wenig bekannt wie möglich werden sollte.
Sofern ihr keine weiteren Wünsche äußern mögt - beispielsweise zu Eurer Entlohnung, Herr Nichtgenannter - oder noch Fragen zu klären sind, werden wir uns alsbald zurückziehen.
Seid meines Dankes schon jetzt gewiss."

Die Diplomatin und ihr Begleiter wurden von rund herum abwartend angesehen, ob es ihrerseits noch etwas vorzubringen gab. Chasin hatte aber tatsächlich gerade nur ein Auge für Zanfar, der sie hilfesuchend ansah.
Wird sie es mir übel nehmen, dass ich um ihrer Willen nie zu sprechen begonnen habe? Aber einer der Gründe die Stimme zu erheben war sie. Wenn nicht der Grund! Ich kann sie nicht Schützen, wenn ich Stumm wie ein Fisch bleibe. Andererseits. Sie ist eine Tha'Roon, wahrscheinlich kommt ihr nicht einmal der Gedanke, beleidigt zu sein.
Beleidigt???

Ich könnte mich nicht geehrter fühlen! Ich...
Er räusperte sich fester, um vielleicht etwas seiner Stimme zurück ins Leben zu rufen und das Kratzen aus seinem Hals zu vertreiben.
"Ich möchte Eure Zeit nicht über..."
Er räusperte sich ein weiteres mal, als seine Stimme zu einem leisen Flüstern zu verebben drohte.
"… überbeanspruchen, Euer Hoheit. Es gibt nichts, was ich jetzt als Entlohnung wollte."
Er stockte ein weiteres mal und fuhr sich über die Kehle.
Ich könnte diesen Tee mit Honig gerade gut gebrauchen.
"Es ist ein Gefallen von mir. Vielleicht kommt der Zeitpunkt, da ich Eure Hilfe brauche und ihr ihn erwidern werdet."
Eine weitere Pause folgte, in der um die Kontrolle seiner Stimme rang.
"Ansonsten bin ich sicher, dass die Anwesenheit des ehrenwerte Niklas san Walsing ausreicht, um all unsere Fragen und Anliegen zu beantworten."
Fragend sah er zu Chasin, ob sie noch etwas hinzu zu fügen hatte.
Was für eine Abwechslung einmal selbst und direkt auf Dialoge Antworten zu können! Wenn mein Hals nicht so schmerzen würde, könnte ich ewig reden! Ich dachte es würde mir Angst machen ... . Wie konnte ich nur solange darauf verzichten zu sprechen?! Aber ein wenig konnte ich das ja. Chasin hat mich sanft darauf vorbereitet, indem sie mir eine Gedankliche Stimme gab, bevor ich meine eigene wieder nutzte.
Ich … Ich … Er hat … um mich …
Chasin brachte selbst in ihren eigenen Gedanken kaum ein Wort hervor. Stattdessen schüttelte sie an Pappelhain gewandt nur den Kopf ohne den Blick von Zanfar zu nehmen. Dann blinzelte sie und wurde sich gewahr, dass Richard ein Kopfschütteln ihrerseits wohl vielleicht nicht sehen würde. Sie räusperte sich ebenfalls einmal kurz, denn ihr Hals war merkwürdiger Weise ebenfalls etwas rau, wenngleich aus anderen Gründen.
„Eure Majestät, wir werden eure Zeit nicht weiter beanspruchen. Vielen Dank.“
, brachte dann auch sie etwas ungewöhnlich kurz gehalten hervor und blinzelte noch ein paar Mal.
Meine Güte … Was für ein Tag!
Zu gern wäre sie jetzt mit Zanfar ein paar Minuten allein gewesen um ihn … Ja was? Irgendetwas an der Situation hatte sie tief berührt, obwohl sie selbst nicht definieren konnte, was es war.
Ich wünschte, er könnte jetzt meine Gedanken oder Gefühle lesen! Dann könnte er mir sie vielleicht erklären.
Was sie selbst nicht konnte, aber Zanfar vielleicht sogar besser in ihrem glühenden Auge lesen konnte, war das sanfte Flattern eines tief ergriffenen Herzens.
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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Gestalt » Samstag 24. Oktober 2015, 13:15

Beide gaben zu verstehen, dass alles Nötige, was die Anwesenheit seiner Majestät erforderte, besprochen war, und nach wenigen üblichen Floskeln leerte sich der Raum: Zanfar hörte, wie sich hinter dem Vorhang sehr leise Holz an Holz bewegte und konnte vermuten, dass sich dort wohl eine irgendwie geartete Tür bewegte. Er hörte Kleidungsgeraschel - mindestens ein voluminöses Kleid wurde dort bewegt. Wie viele Personen mochten dort tatsächlich gewesen sein? Der Dunkelelf tippte nach diesen Geräuschen und der Dauer, bis es wieder still war, auf mindestens drei, vielleicht sogar vier.

Auch von Pappelhain empfahl sich: "Wenn es jetzt schon noch Details zu klären gibt, ich bin ein Stockwerk weiter unten", wandte er sich ein wenig müde wirkend an san Walsing und verließ links deutlich humpelnd, auf seinen stabilen Gehstock gestützt den Raum.
Der Meisterspion nickte gemächlich und sah zur Tür, die sich scheinbar wie erwartet kurz vor dem General öffnete; die Waffen des Nichtgenannten wurden von einem der beiden Ritter mit einem Zunicken innerhalb des Raumes auf einem gepolsterten Stuhl bei der Tür abgelegt.
"Wärt Ihr so gut, einen Pagen herzuschicken?", bat Niklas den Ritter, was mit einem schlichten "Werde ich" zufriedenstellend quittiert wurde.
Niklas sammelte sich mit einem bedauernden Seufzen, was geschauspielert wirkte, aus dem gemütlichen Sessel und begab sich zu den beiden am Tisch. Es schien ihm angemessener, sich so direkter mit beiden unterhalten zu können, ohne dass die Hälse verdreht werden mussten. Im linken Mundwinkel hatte sich wieder sein Schmunzeln eingenistet. "So!", meinte er zufrieden klingend , stellte das Glas ab und klatschte unternehmungslustig einmal angedeutet in die Hände, "dann wollen wir doch mal klären, womit ich euch alles helfen kann!" Sein Schmunzeln verstärkte sich zu einer Art leutseligem Grinsen.
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"Ich würde vorschlagen: Ihr sagt mir, was ihr alles braucht...
dann lachen wir alle einmal herzlich darüber...
und dann sage ich euch, was ihr bekommt."
Da war es wieder, dieses "seltsame" Gelb, was Chasin bei ihm schon fast vertraut war: Ein nahezu ständiger Grundtenor an Freude, vermischt mit einem Neugier-Grün, und Beimengungen von Orange, was auf Zuneigung oder Vertrauen hinwies, verriet, dass er solche Scherze nicht wirklich auf ihre Kosten zu machen gedachte.
Mal sehen, ob wir alles vereint kriegen. Sollte klappen. - er schien auch bereits eigene Vorstellungen oder gar Vorgaben zu haben?

Wenig später klopfte es dezent an der Tür und eine Dienerin trat nach Niklas' Aufforderung ein. "Ah sehr schön, schickt mir doch bitte Franceska her. Und für den Herrn hier bräuchte es einen kräftigen Fencheltee mit sehr viel Honig. Heiserkeit", schloss er knapp erklärend; das Fräulein nickte, warf noch einen höflich abwartenden Blick zu Chasin und Zanfar, ob Weiteres gewünscht wurde und war dann auch schon wieder verschwunden.
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Re: Wehrturm - Ein neuer Auftrag

Beitrag von Chasin Halona de Mondragil » Samstag 24. Oktober 2015, 18:56

"Ich würde vorschlagen: Ihr sagt mir, was ihr alles braucht...
dann lachen wir alle einmal herzlich darüber...
und dann sage ich euch, was ihr bekommt."

Da war es wieder, dieses "seltsame" Gelb, was Chasin bei ihm schon fast vertraut war: Ein nahezu ständiger Grundtenor an Freude, vermischt mit einem Neugier-Grün, und Beimengungen von Orange, was auf Zuneigung oder Vertrauen hinwies, verriet, dass er solche Scherze nicht wirklich auf ihre Kosten zu machen gedachte. Sie lächelte verstehend und nickte ein paar mal leicht.
Mal sehen, ob wir alles vereint kriegen. Sollte klappen. -
Er schien auch bereits eigene Vorstellungen oder vielleicht auch Vorgaben zu haben, was Chasin nicht sonderlich überraschte, den von einem Meisterspion, jemanden der solche Aktivitäten des öfteren plante und durchführte sollte man nichts anderes erwarten. Also sah sie ihn offen an und meinte nur in ihrem gewohnt leisem Ton:
„Das hoffe ich.“

Wenig später klopfte es dezent an der Tür und eine Dienerin trat nach Niklas' Aufforderung ein.
"Ah sehr schön, schickt mir doch bitte Franceska her. Und für den Herrn hier bräuchte es einen kräftigen Fencheltee mit sehr viel Honig. Heiserkeit"
, schloss er knapp erklärend; das Fräulein nickte, warf noch einen höflich abwartenden Blick zu Chasin und Zanfar, ob Weiteres gewünscht wurde und Chasins Neugierde siegte.
„Für mich bitte das gleiche.“
Tee war immer gut und das Menschenkinder so etwas wie Honig dort hinein taten, konnte nur eine Variable bedeuten, die es auszuprobieren galt – natürlich mit einer ordentlichen Portion Vorsicht!
Sie erinnerte sich noch unangenehm an die Zeit in Rugta, als sie einmal einen winzigen Schluck Alkohol probiert hatte. Und Tagelang gelitten hatte. Eine schwerwiegende Krankheit konnte sie so kurz vor einer wichtigen Mission nicht riskieren. Und auch dass erfüllte ihre Gedanken und ging in ein weiteren Punkt über den sie mit Niklas besprechen wollte.
Nachdem die Dienerin wieder gegangen war wandte sich die Diplomatin wieder den Herren zu. Sie sah zu Zanfar und meinte:
„Ich werde erst einmal noch das Reden übernehmen, damit ihr noch eure Stimme schonen könnt.“
Und plötzlich waren sie in der höflichen Anrede. Wo war das Vertraute hin, das sie von ersten Tag an verbunden hatte? Ja ... Es gehörte sich nicht in der Öffentlichkeit selbst seine Freunde mit einem herzlichen >du< anzusprechen und trotzdem fühlte es sich sogar für die Tha'Roon ungewohnt kalt an. Sie blinzelte ein paar Mal leicht verstört und sah dann zu Niklas hinüber. Es gab wichtiges zu besprechen, als den Umgangston zu klären oder einfach nur fasziniert dem Klang Zanfars Stimme zu lauschen.
„Wir hatten schon einige Ideen und Gedanken und müssten diese jetzt auf ihre Machbarkeit überprüfen. Dafür wäre eure Erfahrung und Rat sehr willkommen. Ihr fragtet was wir benötigen … Wir brauchen das Vertrauen eines Orks, oder mehrerer. Habt ihr vielleicht derzeit ein paar Gefangene die wir benutzen könnten? Wir hatten da die Idee einen kleinen Gefängnisausbruch zu fingieren, oder wenn möglich ihren Geist so zu beeinflussen, dass sie auch ohne das gehorsam sind.“
Benutzen war wohl genau das richtige Wort für das was sie vor hatte.
„Es wäre sicher hilfreich wenn wir mit standesgemäßen Leibwächter reisen würden. Personal oder dergleichen um den entsprechenden Eindruck von Macht zu verstärken.“
Ihre nächster Gedanke galt ihrer Gesundheit.
„Auch ein Lichtmagier wäre zu unserer, besonders meiner Sicherheit sehr wünschenswert, sofern sich einer als Leibdiener oder als vermeintlicher Gefangener auf eine solche Aufgabe einlassen würde. Wenn nicht, bräuchte ich aus eurer Akademie des Lichtes noch ein paar Heiltränke für diesen Zweck, besonders Blutstiller.“
Chasin ging in Gedanken die Liste weiter durch.
„Für den Transport bräuchten wir eine Kutsche und dann gäbe es noch die offiziellen Wege die bedient werden müssen. Habt ihr jemanden der Dokumente fälschen kann oder habt ihr solche erbeuten können, die wir benutzen könnten?“
Sie zog an ihrer Pfeife und bemerkte, dass sie ausgegangen war. Ihre langen Finger griffen nach einen Holzspan um sie neu zu entzünden, während sie fort fuhr:
„Und Kleidung … die … meinen Meister als respektablen Dunkelelfen ausweist und mich als seine getreue Dienerin – Ratgeberin – Sklavin oder dergleichen. Ist dies möglich? Einwände? Vorschläge? Ergänzungen?“
Sie klimperte zweimal mit den Augen und musterte dann die Herren. Die Diskussion war eröffnet. Nun galt es Informationen zu sammeln und zu sichten. Ein Abschnitt der Chasin vertraut war. Nur dass sie eben selbst nie der Inhalt dieser Pläne gewesen war, oder auch nur ansatzweise daran beteiligt. Ein wenig aufgeregt war sie schon. So sehr, dass sich ihre Wangen leicht verfärbt hatten und von dem zarten Farben des Flieder im Frühling, in etwas dunklere Blüten des Herbstes verwandelt hatten. Ihre dunkelroten Lippen öffneten sich leicht und atmeten den Atem der Männer in ihrer Nähe ein. Das alles hatte etwas berauschendes, das sie nie für möglich gehalten hatte. Es ließ ihre Neugierde hell flackern wie ein Feuer in das man Öl gegossen hatte. Ein Feuer, dass sie selbst erhellte und ihr einen der seltenen Momente schenkte, in derer sie sich ihrer eigenen Aura bewusst wurde. Das grüne Leuchten, das aus ihrer Haut zu steigen schien, wie Nebel aus dem Moos des Waldes, es faszinierte sie und fühlte sich unglaublich lebendig an. Chasin genoss jeden Augenblick dieses Tages und war einmal mehr ihrem Schicksal dankbar, dass sie zwar aus einer Gemeinschaft ausgestoßen hatte, aber ihr auch so viel neues schenkte.
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