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Re: Der Hohe Rat Pelgars

Verfasst: Mittwoch 10. Oktober 2007, 21:07
von Eáránë Fëfalas
Gemeinsam mit Yann ging Earane zum Tisch um zu essen, nachdem sie ihm ihr kleines 'Abenteuer' erzählte.
Das Essen war köstlich, auch für Wolf gab es was. Nur leider hatte die kleine Gruppe nicht lange von den Speisen, da sich plötzlich ein Teil der Wand öffnete.

Die Nachtelfe war zwar völlig verdutzt, aß aber weiter. Der Mann, der herbortrat, bat sie alle ihm zu folgen. Schnell hatte Earane ihren Teller leer, auch Wolf aß shcnell sein Fleisch leer, sie nahm sich noch ein Stück Brot mit und folgte gemeinsam mit ihrem betsen freund den anderen.

Sie liefen einen langen und sehr dunklen Korridor entlang, für Earane wäre es kein Problem gewesen, etwas ohne die Fackel zu sehen, da sie es ja gewohnt war im dunkeln zu sehen.

Inzwischen hatte sie schon längst das Stück Brot fertig gegessen und auch ihre Kapuze tief ins Gesicht gezogen, aber dennoch so, dass sie was sehen konnte.
Pelgar war ihr schon vorher nicht gerade geheuer, aber jetzt, verstärkte sich das Gefühl, es war keine Angst, auch keine Ehrfurcht, sie hatte dennoch ein merkwürdiges Gefühl in der Magengegend, auch wenn sie keine Angst hatte, fand sie dies alles dennoch unheimlich....

Nach eienr Weile waren sie an ihrem Ziel angekommen, erst zögerte Earane weiter zu gehen, denn jetzt stieg ihr Misstrauen erheblich, sie fragte sich, ob es doch die richtige Entscheidung gewesen ist.
Sie kam schon auf den gedanken, dass es sogar eine Falle hätte sein können. Die Nachtelfe sah zu den Ratsmitgliedern, dann gen boden und zu letzt zu Wolf.
Dieser nahm sanft den Saum ihres Ärmels zwischen die Zähne und führte sie nun zu den anderen, die schon vorrausgegangen waren.

Dann wurde Earane auf Yann aufmerksam. Sie lauschte seinen Worten die an den Elfenmagus gerichtet waren, aber die Nachtelfe trat neben ihn und legte eine Hand auf seine Schulter.
"Hab keine Angst Yann. Das ist sicherlich die Vorbereitung des Rituals, das die Kristalle an uns bindet.
Es würde nur noch Elena fehlen, aber sie ist bestimmt noch ind er Schneke." Sprach sie leise zu den Jungen, nur ihre letzten Worte waren eher an sich selber gerichtet. Nur Yann und Víramyl konnten ihre genauen Worte hören, die anderen eher ein Geflüster.

Dann sagte eienr des Hohen Rates, dass sich die Kristallträger um das Pentagramm aufstellen sollten. "Komm..." Sagte sie leise zu Yann und nahm ihn kurz an der Hand, ließ diese aber los und nahm Stellung auf.
Wolf hatte sich neben den Elfenmagus gesetzt und beobachtete alles genau.
"Hab keine Angst Yann." Versuchte Earane den Schelm zu beruhigen. "Denk an was, was dich fröhlich macht und dir deine Angst nimmt... Vielleicht hilft dir ja auch einfach ein lustiger Gedanke."
Ihr selber war dies ja alles nicht geheuer... Aber, der Nachtelfe blieb doch wohl nichts anderes übrig als dem rat zu vertrauen, oder?

Re: Der Hohe Rat Pelgars

Verfasst: Donnerstag 11. Oktober 2007, 00:01
von Erzähler
Die Gestalt in der schwarzen Gewandung führte einen letzten Kreidestrich aus, der das Ende mit dem Anfang verband. Das Pentagramm war fertig gestellt. Mit schnellen, aber bedachten Schritten, um sein Werk nicht sofort wieder zu zerstören, verließ der Zeichner das Pentagramm. Er wich in die schattigen Ecken des Gewölbes aus und verschmolz mit der Dunkelheit. Lediglich ein leises Knarren war zu hören. Noch eine Geheimtür? Der Sitz des Hohen Rates verfügte anscheinend um ein ganzes Katakombensystem. Ob es der schnellen Benachrichtigung, dem ungesehen Fortschicken einzelner Spione oder der Flucht galt, war nicht von Bedeutung dabei.

Endlich erhob sich ein Ratsmitglied, nachdem die Gruppe an das Pentagramm getreten war. Yann zeigte sich zwar ziemlich verängstigt, aber der Elfenmagier wuschelte ihm fürsorglich durchs Haar und wisperte: "Kein Grund zur Sorge. Welche Motive hätten sie denn, sich gegen mich aufzulehnen?" Ein wenig arrogant und selbstsicher war er ja schon, Víramyl fey Dh'ala.
Das Ratsmitglied sprach: "Das hier ist oberster Hofmagus Malamedias der Große. Er wird das Ritual durchführen, mit dem die Kristallketten an ihre Herrinnen und den jungen Herren gebunden werden." Die Kapuze drehte sich zu Yann. Offenbar hatte man dem Rat schon berichtet, dass auch dieses Kind einen Kristall um den Hals trug. Aber es war auch zu sehen. Der Schelmenkristall an der Kette schillerte mit einem inneren Licht und im gesamten Farbsprektrum. Nicht anders war es beim Kristall der Dunkelheit, des Lichts, dem Erd- und Wasserkristall. Dass der Feuerkristall fehlte, darauf ging der Hohe Rat gar nicht ein. Wussten sie nicht von ihm oder glaubten sie, er sei bisher nicht gefunden worden?

Wie auch immer, das Mitglied erhob aufs Neue seine Stimme: "Bevor Malamedias der Große seine Pflicht erfüllen wird, hat jeder von euch noch einen Eid abzulegen. So sprecht mir nun nach, damit das Ritual endlich vollzogen werden kann." Das Mitglied räusperte sich und zückte eine Pergamentrolle.
Sofort flackerten die Kerzen auf den Pentagrammspitzen auf und erleuchteten das Gewölbe mit schummrigem, unheimlichen Licht. Schatten von Weben und Spinnen tanzten an den Wänden, das Pentagramm strahlte hellweiß. Es musste mit Zauberkreide gezeichnet worden sein.
Der Eid wurde verlesen:

<center>
"Die hier Anwesenden, der Hohe Rat Pelgars, Hofmagus Malamedias der Große und gar Elfenmagier Víramyl fey Dh'ala, seien meine Zeugen, sowie Lysanthor, der die Wahrheit ans Licht bringen wird, sollte ich lügen. Ich schwöre bei meiner Seel und dem Kristall um meinen Hals, dass ich selbigen niemals einem Feinde der glänzenden Hauptstadt Pelgar überantworten werde. Ich werde mich mit dem von meinem Kristall verliehenen Mächten nicht gegen Pelgar und/oder seine Bewohner stellen. Ich werde der Stadt selbst als auch ihren Freunden nicht schaden, so wahr mir die Götter helfen.
Sollte ich meinen Schwur brechen, möge mein Schicksal so grausam sein, dass selbst böse Mächte entsetzt ihr Antlitz abwenden. Meinen Eid besiegle ich mit dem Licht der Wahrheit."
</center>

Das Ratsmitglied rollte das Pergament wieder zusammen und trat zurück. Ein anderes Mitglied wagte sich nach vorn. Es hielt eine dicke, weißgoldene Kerze in Händen, die mit Sonnenornamenten versehen war. "Schwört nun euren Eid, indem ihr die Worte wiederholt. Anschließend trete ich zu einem jeden hin und halte euch das Kerzenlicht vor Augen. Wendet ihr den Blick ab, so habt ihr gelogen und euer Geist ist bereit, den Schwur zu brechen. Unter diesen Umständen wird ein rascher Tod euch ereilen."

Das war es also: das Kleingedruckte im Vertrag mit dem Hohen Rat Pelgars. Ihr Schicksal – Miriels, Lyriens, Xunes, Eáránës und Yanns – hing von einer Kerze ab!

Re: Der Hohe Rat Pelgars

Verfasst: Donnerstag 11. Oktober 2007, 01:12
von Eáránë Fëfalas
Wolf, wie auch Earane beobachteten jeden anwesenden, der ihnen sozusagen fremd war.
Die Nachtelfe wollte es so schnell wie möglich hinter sich bringen!
Aber, bevor dieser Malamedias das Ritual begonnen konnte, mussten sie noch einen Eid ablegen, der ihnen vorgelesen wurde.

Nachdem das eine Ratsmitglied zu Ende gelesen hatte, trat es zurück und ein anderes trat hervor, mit einer Kerze. Erst verstand Earane nicht, doch als man erklärte was das sollte, sah sie ruckartig auf und ihre Augen weiteten sich, auch Wolf stand auf und ließ ein empörtes Schnaupen von sich hören, machte aber weiterhin nicht.
"Ehrenwerte Ratsmitglieder, bei allem Respekt... Ich bin bereit den Eid abzulegen, aber bedenkt: Ich bin eine Nachtelfe und auch nicht gewohnt, dass man mir eine Kerze direkt vor die Augen hält! Was ist auch mit den anderen? Mittlerweile sind wir hier dieses dunklere Licht gewohnt und wenn man uns dann noch gleich eine Kerze vor die Augen hält, dann können wir doch nichts dafür, wenn wir kurz wegschauen!
Ich will ja nicht nur so von mir reden; aber, ganz besonders mir gegenüber ist es doch etwas ungerecht! Wie schon gesagt und Ihr wisst es ja: ich bin eine Nachtelfe! Und wie Ihr ganz sicherlich wisst; Nachtelfen sind gegenüber Licht empfindlich!
Aber was mich am meisten erschreckt ist, dass Ihr das Schicksal eines Kindes, von einer Kerze abhängig macht! Ich bitte Euch, verschont zu mindest den Jungen! Ich flehe Euch an! Immerhin hat er noch sein ganzes Leben vor sich!"
Sagte die Nachtelfe eindringlich, ganz besonders ihre letzten Worte, die Yann betrafen, aber dennoch mit hörbarem respektvollen Unterton.

Ihre Kapuze war nach hinten gerutscht, sodass man ihr Gesicht erkennen konnte, auch das Entsetzten in ihren Augen, aber als sie zu den Rat sprach, konnte man deutlich sehen, dass ihr Entsetzten in ihr stieg, als sie dann Yann erwähnte und dass sein Schicksal und das der anderen von einer Kerze abhing, klar machte sie sich auch um sich selber Sorgen.
Aber würde der rat wirklich mal genauer nachdenken, dann wäre es wirklich ungerecht! Nicht nur, da das Schicksal einer Nachtelfe von einer Kerze abhing, sondern auch eines Kindes, das wirklich noch sein ganzes Leben vor sich hatte, was auch unfair war, dass sich mittlerweile die Augen der Trägern an die Dunkelheit gewohnt hatten und es war eine ganz natürliche Reaktion, dass man den Blick von Licht erstmals auswich und sich dann an das Licht gewöhnte.

Earane legte erstmals ihre Hände auf das Gesicht, fuhr sich durchs Haar und dadurch streifte sie auch die Kapuze nach hinten. Ein Seufzter entkam ihr.

<b>Das ist echt nicht fair!</b>

Und ihre Augen schienen ihren Gedanken auszusprechen. Die Nachtelfe wusste nicht mehr was sie noch sagen sollte, aber sie wusste, dass noch längst nicht alles gesagt war.

<b>Und so endet mein Leben! In Pelgar... Sicherlich nicht nur mein leben, aber ich hoffe doch sehr, dass es die anderen überleben werden! Und hoffentlich ich auch!
Und niemand würde dann von uns erfahren... Und wenn doch, dann würden sie sich bestimmt eine Ausrede einfallen lassen...
Da vertraue ich mal Fremden, wo ich nichtmal ihre Geischter zu gesicht bekommen habe... Ich lege einen Eid ab und für was? DASS MEIN SCHICKSAL VON EINER KERZE ABHÄNGT!</b>

Sie legte ihren Kopf in den Nacken, sah nach oben, schloss dann ihre Augen, als sie das tat, rann ihr eine einelne Träne die Wange hinunter.

<b>Phaun... Bitte, steh mir bei! Ich kenne Lysanthor nicht, aber sag... Wenne s wirklich ein so gerechter Gott ist, warum lässt er sowas zu? Dass noch in seinem Namen schon regelrecht Verbrechen geschehen! Wie kann er nur seine Gläube, die doch nur geblendet sind, ungestraft lassen? Während wirklich Unschuldige gestraft werden?</b>

Dann öffnete sie wieder ihre Augen, atmete tief ein und dann wieder aus.
Sie öffnete den Mund, sah geradeaus, in die Leere, mit einem festen Blick, nein, sie sah zu einer Fackel.
"Die hier Anwesenden, der Hohe Rat Pelgars, Hofmagus Malamedias der Große und gar Elfenmagier Víramyl fey Dh'ala, seien meine Zeugen, sowie Lysanthor, der die Wahrheit ans Licht bringen wird, sollte ich lügen. Ich schwöre bei meiner Seel und dem Kristall um meinen Hals, dass ich selbigen niemals einem Feinde der glänzenden Hauptstadt Pelgar überantworten werde. Ich werde mich mit dem von meinem Kristall verliehenen Mächten nicht gegen Pelgar und/oder seine Bewohner stellen. Ich werde der Stadt selbst als auch ihren Freunden nicht schaden, so wahr mir die Götter helfen.
Sollte ich meinen Schwur brechen, möge mein Schicksal so grausam sein, dass selbst böse Mächte entsetzt ihr Antlitz abwenden. Meinen Eid besiegle ich mit dem Licht der Wahrheit."

Stockend, man könnte meinen, dass Earane schon fast shcluchtzte, atmete sie ein. Hielt für einen Moment die Luf an, schloss noch einmal die Augen. Und als sie ausatmete, öffnete sie wieder die Augen.
Ob dies alles denn überhaupt mit rechten Dingen zu ging? Vielleicht war dies doch nur eine Falle um an die Kristalle zu kommen! Sicherlich wussten die Mitglieder, dass die Augen sich nicht direkt an Licht gewöhnen konnten und dies könnten sie sich doch nur zum Vorteil verschaffen! Sie würden die Träger doch kaltblütig ermorden, ohne, dass es jemand anderes erfuhr, sogar den Jungen. Was würden sie dann mit dem Elfenmagus machen? Mit Wolf?

Dies alles schoss ider Nachtelfe durch den Kopf. Ebendrum, da sie eine Nachtelfe war und shcon befürchtete, dass sie sicherlich sterben würde, fing sie als erste an, den Eid zu schwören. Sie wollte nicht mitbekommen, wie eventuell die anderen sterben würden.
Aber dann... Ein Sinneswandel. Nein! Genau das wollt doch sicherlich der Rat! Nein, diesen Gefallen würde sie ihnen nicht machen! Und plötzlich wurde ihr Blick fest entschlossen, und ihre Haltung verriet den anderen Trägern, den Elfenmagus und natürlich auch Wolf, dass sie nicht bereit war zu sterben!
"Wir werden alle irgendwann sterben! Aber nicht heute! Nicht hier! Und nicht wegen einer Kerze!" Sagte sie leise, aber dennoch deutlöich genug, dass zumindest Yann ihre Worte hören konnte.

Sie sah zu dem Mitglied mit der Kerze. Ihre blassen Augen funkelten, machten deutlich, dass sie bereit war, aber sie würde nicht sterben! Erst recht nicht wegen einer Kerze!
Sie biss die Zähne zusammen, bestimmt waren ihre Worte von vorhin an Taube Ohren gestoßen, also, versuchte sie sich darauf vorzubereiten, direkt ins Licht zu schauen, was gegenüber einer Nachtelfe wirklich unfair war, aber sie war nun bereit dieses Risiko einzugehen und starrte hauptsächlich auf die kleine Flamme der Kerze.

Ihre Muskeln spannten sich an, sie biss die Zähne so zusammen, dass es schon fast schmerzte, ihr blick galt momentan nur der Flamme der Kerze, die ballte ihre Hände zu Fäusten und verwarf momentan jeden Gedanken der ihr in den Sinn kam.

Wolf stand acuh völlig verspannt neben den Elfenmagus, sah ihn kurz an, sein Blickt verriet, dass das Tier daran zweifelte, dass es mit rechten Dingen zuging, aber schnell wandte er sich wieder seiner Freundin zu, aber würden die Mitgleider versuchen auch nur einer der Trägern, ins besondere Earane, auch nur ein Haar krümmen, dann würde er seinen Hunger sättigen, denn er hatte noch etwas Hunger, abr solang nicht geschah, würde der Wolf nur dort stehen und alles beobachten.

Noch bevor sich das Mitglied mit der Kerze auf den Weg zur Nachtelfe machte, wandte sie kurz ihren Blick on der Kerze ab und sah jedes Mitglied an.
"Falls ich diesen Test nicht bestehen werde-" Fing sie an, ihre TSimme war ruhig, keinerlei Angst, Ehrfurcht oder ähnliches war heraus zu hören, allerhöchstens der Respekt, nur war es mittlerweile umstritten, ob dieser Respekt auch echt war, wenn man mal bedenkt, wie der rat bisher mit den Trägern umgegangen war...
"-dann würde ich gerne die Gesichter meiner <i>Mörder</i> sehen." nach diesem Satz schwieg sie, um diese Worte einwirken zu lassen. "Das wäre das einzigste um was ich Euch bitten würde, ehrenwerter Hoher Rat, Pelgars.
Denn, ich empfinde es selber als respektlos und zum teil auch feige, wenn jemand einen anderen ermordet, ohne auch sein Gesicht zu zeigen." Sie sprach jetzt eher so, als ob sie jetzt allgemein sprach, aber es war deutlich, dass sie schon zum Teil den Rat meinte. "Immerhin, zeige ich Euch noch immer Respekt, zeige Euch mein Gesicht und verstecke mich nicht hinter meiner Kapuze, obwohl ich eine Nachtelfe bin und es liegt garantiert nicht daran, dass es hier kein Sonnenlicht gibt."
Die ersten Worte machten deutlich, dass sie wirklich eben den Hohen Rat gemeint hatte.
Sie hatte wirklich die ganze Zeit gegenüber den Rat Respekt gezeigt und ihre einzige Bitte war, dass sie deren Gesichter sehen möchte, die sie auch umbringen würden, sie würde gerne dann die Geischter ihrer Mörder sehen.
Falls es soweit kommen würde, jah, FALLS!

Und wieder sah Earane in die kleine Flamme. Starrte diese an, die Nachtelfe regte sich nicht, nur blinzelte sie ab und zu mal, was ja auch normal war, aber ansonsten, bewegte sie sich kein Millimeter. Nichtmal ihr Körper zitterte vor Anspannung, sie atmete ganz ruhig und regelmäßig. Ihr Brustkorb hob und senkte sich kaum.
Wolf sah völlig verspannt zum Mitglied, das sich langsam zu Earane begab.
Dennoch blieb sie weiterhin ruhig. Sie war sich sicher, sterben würde sie noch nicht. Keiner der Träger würde sterben!
Ihr Blick verharrte noch weiterhin auf der Flamme, die immer näher kam....

Re: Der Hohe Rat Pelgars

Verfasst: Donnerstag 11. Oktober 2007, 22:48
von Yann Adamm-Ra
Hinter dem Gewand von Víramyl konnte Yann sehen, dass Miriel ihm zu nickte und sich dann, wie ihnen geheißen wurde, in das Pentagramm. Sie stellte sich in einen der Zacken und wartete auf das kommende. Noch immer wurde der junge Schelm von Angst und Furcht beherrscht. Zwar vertraute er seinen Freunden und vor allem wohl Miriel, aber dennoch konnte er sich kaum bewegen. Er war starr vor Angst und klammerte sich mit seinen Händen fest in die Robe des Elfenmagiers, seinen Blick von Miriel, zu Víramyl, weiter zum Hohen Rat und zu Earane und Wolf.

<b>Ich verstehe nicht? Was… Miriel nickt? Ist das wirklich… nein… Angst… unheimlich…nein…</b>

Die Nachtelfe kam schließlich auf Yann zu, stellte sich neben ihn und legte beruhigend ihre Hand auf seine Schulter. Er zuckte zusammen, blickte sie noch immer an und spürte kaum den kleinen Stoß von Wolf kalter Schnauze.

<i>“Hab keine Angst Yann.“</i>, meinte Earane mit ruhiger und leiser Stimme. <i>“Das ist sicherlich die Vorbereitung des Rituals, das die Kristalle an uns bindet.“</i>

<b>Keine Angst? Kristalle an uns binden? Ich… ich verstehe das nicht… unheimlich… keine… keine Angst…</b>

Die nächsten Worte der Nachtelfe verstand er kaum, zuviel ging gerade in dem kleinen kindlichen Kopf vor. Zwar war Yann schon 16 Jahre alt, also fast ein Mann in der Rechnung der Menschen, dennoch war er geistig bei weitem nicht so reif. Er verstand nicht was hier los war, warum sie in diesem Kellergewölbe waren und aus welchem Grund sich die vermummten Mitglieder des Hohen Rates zu Pelgar mit ihrem wahrlich beängstigend aussehenden Zauberer solch einen Aufwand machten.
Zwei Worte, wahrscheinlich die Einzigen, von dem was Earane eben noch sagte schaffte den Durchbruch und setzte sich tief und fest im Geist des Jungen fest – <i>lustiger Gedanke</i>!

„J… j… ja.“, stammelte Yann mit verängstigter Stimme.

Nun wandte sich auch Víramyl dem Jungen zu. Er hob seine Hand und legte sie ihm auf den Kopf, fuhr damit fürsorglich durch sein Haar uns wisperte ihm beruhigende Worte zu. <i>“Kein Grund zur Sorge. Welche Motive hätten sie denn, sich gegen mich aufzulehnen?“</i> Yann hob seinen Kopf und Tränen der Furcht standen ihm in den Augen. Alle gaben sich wirklich ehrliche Mühe, den kleinen Schelm gut zuzureden, ihn zu beruhigen und ihm die Angst zu nehmen. Teils hatten sie auch Erfolg. Trotz der düsteren Umgebung fasste sich der Junge ein Herz, hob seinen rechten Arm und wischte sich die Nässe aus seinen Augen. Er nickte und hörte den nächsten Worten des einen Ratsmitgliedes zu.

<b>Ein Eid? Was ist ein Eid? Vielleicht was zu essen… oder ein Spielzeug?</b>

Bevor ein weiterer Ratsmann seine Worte erhob und von einem Pergament den Eid verlas, wandte sich Yann schnell an den Elenzauberer. „Was ist denn ein Eid?“, fragte er ihn. Víramyl erklärte ihm schnell in kurzen Worten die Bedeutung und schon erklang die Halle mit dem Echo des Schwurs, welchen sie ablegen mussten.

<i>“Schwört nun euern Eid, indem ihr die Worte wiederholt. Anschließend trete ich zu einem jeden hin und halte euch das Kerzenlicht vor Augen. Wendet Ihr den Blick ab, so habt ihr gelogen und euer Geist ist bereit, den Schwur zu brechen. Unter diesen Umständen wird ein rascher Tod euch ereilen.“</i>

„WAS?!“, entfleuchte es Yann erschrocken, als er die Kerze erblickte.

<b>Die Kerze entscheidet über unser Leben? Das ist doch jetzt ein schlechter Scherz, oder? Das kann nicht sein! Die Kapuzenheinis machen doch nur Spaß! In Wahrheit grinsen und kichern sie unter ihren Kapuzen… Das können die unmöglich ernsthaft meinen! Nur ein Blick, nur ein Augenblick, ein Wimpernschlag lang… und schon soll alles vorbei sein? Nein, das ist nicht möglich. So etwas dürfen die doch gar nicht… nein…</b>

Earane war die erste, die auf die Forderungen des Hohen Rates reagierte. Sie wirkte anders, erschreckter, empörter und doch mutiger, als Yann sie jemals erlebt hatte. Mit vielen Worten redete sie auf die vermummten Männer ein und als sie die Bitte äußerte wenigstens Yann zu verschonen, traf ihn das tief. Sie sorgte sich um ihn, um einfach alle Kristallträger. Er hatte nie wirklich bemerkt, dass er ihr soviel bedeutete. Ja, sie war ihm schon öfters sehr nahe gekommen und der Schelm hatte sie sehr schnell als sehr gute Freundin erkannt, doch hatte sie bis zu diesem Moment immer recht zurück gezogen gewirkt. Aber dass sie sich nun ehrlich Sorgen um ihn machte, rührte ihn zutiefst. Als sie ihm jetzt auch noch versuchte Mut zu machen, indem sie ihm versicherte dass heute niemand sterbe würde, konnte er einfach nicht mehr anders, als zu schluchzen.

„Danke…!“, schniefte er zu Earane.

Diese jedoch hatte bereits begonnen den Schwur zu wiederholen und hatte sich bereit für den Kerzentest aufgestellt. Wolf wirkte angespannt. Wie Yann erkannte, beobachtete er genau was hier vor sich ging und sicherlich hatte auch er die Worte seiner Freundin verstanden und begriffen was hier alles auf dem Spiel stand – wegen einer einzigen Kerze.
Gestärkt und ermutigt, durch die Worte und Berührungen des Elfenmagiers, Earane und Wolf, trat Yann nun endlich hinter Víramyl hervor, lächelte ihn noch einmal an und stellte sich neben die Nachtelfe, seiner Freundin.

„Die hier Anwesenden, der Hohe Rat Pelgars, Hofmagus Malamedias der Große und gar Elfenmagier Víramyl fey Dh’ala, seinen meine Zeugen, sowie Lysanthor, der die Wahrheit ans Licht bringen wird, sollte ich lügen. Ich schwöre bei meiner Seele und dem Kristall um meinen Hals, dass ich selbigen niemals einem Feinde der glänzenden Hauptstadt Pelgar überantworten werde. Ich werde mich mit dem von meinem Kristall verliehenen Mächten nicht gegen Pelgar und/oder seine Bewohner stellen. Ich werde der Stadt selbst als auch ihren Freunden nicht schaden, so wahr mir die Götter helfen.
Sollte ich meinen Schwur brechen, möge mein Schicksal so grausam sein, dass selbst böse Mächte entsetzt ihr Antlitz abwenden. Meinen Eid besiegle ich mit dem Licht der Wahrheit.“, rezitierte Yann mit fester Stimme. „Was auch immer das heißen soll.“, fügte er noch schnell leise, und mehr zu sich selbst, hinzu.

<b>Was auch immer geschehen mag, die Kobolde werden mir beistehen und mich schützen. Bitte helft mir, diesen Test zu bestehen. Meine Freunde, ihr Kobolde aus Celcia! Ihr meine Koboldeltern, im Wald Neldoreth! Steht mir bei!</b>

Bei diesen Gedanken leuchtete der Kristall um Yanns Hals mit einem Licht des gesamten Farbspektrums innerlich kurz auf, als wolle er die Gedanken des Jungen bestätigen. Dann schwächte das Licht ab und Yann war bereit sich der Prüfung mit der Kerze zu stellen.

Re: Der Hohe Rat Pelgars

Verfasst: Freitag 12. Oktober 2007, 00:12
von Miriel Lefay
Nachdem sie sich alle im Halbkreis um das Pentagramm versammelt hatten, erhob sich eines der Ratsmitglieder und verlas den Eid, den sie anschließend wortwörtlich wiederholen sollten. Doch damit nicht genug, sollten sie noch ihren Blick in die Flamme einer Kerze richten, die man ihnen dicht vor Augen halten wollte. Sollten sie ihren Blick auch nur einmal abwenden, würde das als Beweis der Lüge gelten und ihren Tod bedeuten.
Ein tödliches Spiel und zudem auch noch vollkommen ungerecht, musste den Ratsmitgliedern doch klar sein, dass eine Nachtelfe gar nicht in der Lage war, direkt in das Licht einer Kerze zu sehen, zumindest nicht auf diese kurze Entfernung.
Es war eindeutig, das Ritual war nichts anderes als eine Form der Selektion und der Rat machte nichts anderes als der beurlaubte Kommandant, war nur wesentlich diskreter in seinen Methoden.

Und wieder war es Earane, die ihre Stimme erhob und den Rat auf diesen Umstand aufmerksam machte. Was sie jedoch am meisten erstaunte, sie bat nicht darum sich selbst von diesem Ritual auszunehmen, sonder Yann. Sie bemerkte zwar, dass es ihr gegenüber ungerecht wäre, doch bat sie nur darum, Yann diese Prozedur zu erlassen.
In jenem Moment wurde Miriel klar, dass Earane in den Wochen und Monaten ihrer gemeinsamen Suche, reifer geworden war. Sie dachte daran zurück, wie sie damals in Pelgar auf sie und Lyrien getroffen waren, wie misstrauisch, verschlossen und ängstlich sie gewesen war und verglich sie mit der jungen Frau, die gerade dabei war, gegen die Herrscher Pelgars aufzubegehren.
Es war der Moment, in dem sie sich bewusst machte, dass Yann gut bei ihr aufgehoben war und sie selbst beruhigt in ihre Heimat ziehen konnte.

Doch vorher stand noch dieses Ritual an, das so aussah, als würde es gewaltig schief gehen. Bevor sie sich jedoch einmischte, wollte Miriel abwarten, wie der Rat reagierte. Von seiner Reaktion würde alles Weitere abhängen.

Re: Der Hohe Rat Pelgars

Verfasst: Samstag 13. Oktober 2007, 00:34
von Erzähler
Der Hohe Rat war so unnahbar wie eh und je. Lediglich die Kapuzen wandten sich den Anwesenden zu, weilten auf Eáránë. Die Nachtelfe wirkte entsetzt und der Wolf an ihrer Seite erhob sich shcnaubend.
Sogleich folgten Worte von seiten der Nachtelfe. Der Hohe Rat hatte eine solche Reaktion erwartet. Natürlich, die Nachtelfe und die Dunkelelfe würden isch vermutlich gegen diese Entscheidung auflehnen. Es war alles ein Experiment. Die Kerze diente nur als Nebensache. Es handelte sich um einen Test, denn nicht jeder nahm einen Schwur ernst. Ein einziger kleiner Test, der zumindest bei Eáránë Wirkung zeigte. Denn anstatt um ihr eigenes Überleben zu bitten, flehte sie den Rat an, doch wenigstens den kleinen Jungen zu verschonen.
Dennoch ... ein Experiment wurde erst dann abgebrochen, wenn es fehlschlug.

Das mittlere Mitglied erhob sich. "Wir werden unsere Worte nicht zurücknehmen. Verweigert Ihr Euch unserem Wunsch, so stellt Ihr eine Gefahr im Sinne des Rates dar."
Aber Eáránë schien zu verstehen und hatte einen Entschluss gefasst. Sie rezitierte den Eid mit fester Stimme und fehlerfrei.

<i>"Wir werden alle irgendwann sterben! Aber nicht heute! Nicht hier! Und nicht wegen einer Kerze!"</i>
Der Hohe Rat Pelgars hörte ihre Worte nicht. Sie waren auch nicht für deren Ohren bestimmt. Sie galten wohl ihren Freunden und vor allem Yann, um ihm Mut zu machen. Was der Rat allerdings vernahm, war die letzte Bitte der Nachtelfe, sollte die Kerze tatsächlich ihr Schicksal besiegeln. "Ihr kennt den Henker bereits. Er brachte Euch hierher. Der Foltermeister ist es, der diese <i>Arbeit</i> begeht." Sie würde also durch Valrocks Hand sterben, sollte sie es nicht schaffen, in das Licht der Kerze zu schauen.

Inzwischen fragte sich Yann leise, was denn überhaupt ein Eid sei. Víramyl erklärte es ihm mit knappen Worten. Er hatte Eáránës Vortrag mit Interesse verfolgt. Und auch die Antwort des Rates hatte ihn interessiert, doch dieser ließ offenbar nicht locker. Der Test mit der Kerze würde ausgeführt werden, auch bei dem Jungen?!
"Hoher Rat", sprach der Elfenmagus mit Bedacht. "Ich möchte Eure Entscheidung nicht infrage stellen, aber die Nachtelfe spricht weise Worte. Verschont den Jungen."

"Er wird sein Schicksal besiegeln." Mehr sagte der Rat nich dazu.
Yann wirkte schockiert. Sein starrer Blick galt der Kerze, die über sein Leben entscheiden würde. Er konnte es ebensowenig glauben, was der Rat da verlangte.
Dennoch zeigte auch er sich mutig, stellte sich neben Eáránë und wiederholte ebenfalls den Schwur. Die beiden standen der Kerze nun am nächsten.

Eine der Kapuzen nickte. "Ihr beiden habt den Eid bereits geleistet. Schaut nun in die Kerze. Die anderen sollten den Schwur ebenfalls bald ablegen, ehe die Worte im Kopf verhallt sind." Auch Lyrien legte den Eid schnell ab, wurde jedoch noch nicht gebeten, in die Flamme zu schauen. Zuerst waren Eáránë und Yann an der Reihe. Das Ratsmitglied hielt ihnen die Kerze hin, nah an ihre Gesichter. Beide standen so dicht zusammen, dass dies ohne Probleme möglich war.
Das Licht blendete sie. Es war weiß und so grell. Niemand hätte dort wohl hineinsehen können, ohne zu erblinden. Vielleicht nicht einmal Lysanthor selbst? Die Nachtelfe und der Schelm sahen schon Punkte tanzen und langsam brannten ihre Augen. Tränen bildeten sich in ihren Augenwinkeln. Keiner von beiden konnte wohl hineinschauen. Sie mussten die Gesichter einfach abwenden, ein natürlicher Reflex.

Das Ratsmitglied zog die Kerze zurück. "Ihr habt weggeschaut", bemerkte er und sagte sonst nichts weiter. Die Kapuze drehte sich zu Lyrien, Xune und Miriel, denen die Aufgabe noch bevor stand.


[OT: Sorry, ihr zwei, wegen dem Chara-Steuern, aber ihr werdet sehen, was noch passiert, ihr kennt mich ja <img src="http://images.rapidforum.com/images/i15.gif" border="0"> ]

Re: Der Hohe Rat Pelgars

Verfasst: Samstag 13. Oktober 2007, 13:31
von Eáránë Fëfalas
Der Hohe Rat sagte nichts, nur, dass sie ihre Worte nicht zurücknehmen werden, selbst der Elfenmagus stimmte Earane zu, Yann zu evrshconen, doch der Rat meinte nur, dass dieser auch den Test machen soll.

Die Nachtelfe sagte nichts mehr dazu, es war einfach nur zwecklos, sie würden den Jungen nicht verschonen...

Während Earane den Schwur wortwörtlich wiederholte, bedankte sich Yann schniefend. Kurz nachdem sie geendet hatte, wiederholte auch er den Eid.

Dann kam die Kerze immer näher und näher. Bis sie ihr direkt vor die Augen gehalten wurden.
Die nachtelfe versuchte dem grellen Licht stand zu halten, versuchte nicht weg zu schauen, aber dann, taten ihre Augen so weh, dass sie diese schloss und weg sah.
Auch der kleine Schelm konnte dem Lichtnicht stand halten.
Sie nahm seine Hand sagte vorerst nichts.

Dann erhob sie wieder ihre Stimme, es ging um Valrock. "Valrock ist nichts weiter als Euer Werkzeug, Eure Waffe. Ihr seid die wahren Mörder, da ihr diese Waffe führt." Mehr sagte sie vorerst nicht.

Earane kniete sich zu Yann, sah ihn eine Weile in die Augen, streichte ihm kurz über seine Wange. "Es tut mir leid." Whisperte sie und langsam traten Tränen in ihre Augen.
"E tut mir so leid!" Wiederholte sie und umarmte den Jungen. Sie drücke ihn feste an sich.
Wolf konnte es nicht glauben, sie hatten den test nicht bestanden. Er sah zu den anderen drei Frauen, denen dieser Test noch bevorstand.

Earane umarmte den Jungen sie versuchte nicht zu schluchtzen, aber die Tränen konnte sie nicht unterdrücken.

<b>Phaun.... Bitte... Bitte beschütze Yann! Er ist noch ein Kind! Lysanthor! Ich bin zwar keine wahre Anhängerin von Euch, aber bitte, unternehmt Ihr mal was! Immerhin geshcieht dies unter Eurem Namen!</b>

Dann löste sie sich wieder von Yann und sah zu den Mitgliedern. "Und sowas geshcieht unter dem namen eines Gottes! Habt Ihr denn kein Respekt mehr?!" Sie war empört, verzweifelt. Was sollte sie machen? Wie konnte sie zu mindest Yann helfen?
Auch hatte sie Angst um ihr eigenes Leben, wer hätte dies denn nicht? Aber ihr war das Leben eines Kindes wichtiger, das Leben eines Freundes, eines sehr guten Freundes.

Re: Der Hohe Rat Pelgars

Verfasst: Samstag 13. Oktober 2007, 23:23
von Miriel Lefay
Der Rat reagierte weder auf Earanes bitten, noch auf Yanns deutlich spürbare Angst. Selbst als der Elfenmagier, der immerhin einen gewissen Einfluss auf den Rat zu haben schien, bat, den Test mit der Kerze bei Yann nicht durchzuführen, lehnte dieser nur schroff ab und sagte lediglich: "Er wird sein Schicksal besiegeln."
Was war das nur für ein Rat, der wissentlich und willentlich andere quälte, obwohl er genau wusste, dass es falsch war.
<b>Sie wissen, dass es fehlschlägt. Sie wollen es sogar!“</b>, fuhr es ihr durch den Kopf. <b>Das Ganze war von vornherein so vorgesehen und der Ausgang stand bereits fest. Wahrscheinlich wird keiner von uns den Kerzentest bestehen, doch am allerwenigsten Earane und die Dunkelelfe.</b>

Wut kochte in ihr hoch, Wut darüber, dass ihren Freunden dies angetan wurde, Wut darüber, dass es die Ratsmitglieder sogar zu ergötzen schien doch am meisten überkam sie Wut darüber, dass Lysanthor es zuließ, dass in seinem Namen derartige Grausamkeiten verübt wurden.
Earane hatte Recht, was war ein Gott schon wert, wenn er solcherlei Machenschaften einfach duldete.
Inzwischen hatte auch Lyrien den Eid abgelegt, wurde aber noch nicht zu dem Kerzentest gebeten. Es fehlten nun nur noch die Dunkelelfe und sie selbst, doch Miriel dachte nicht mehr daran den Eid zu leisten. Die Ereignisse seit der Stillen Ebene, das Verhalten des ehemaligen Kommandanten, der Kerker und nun auch diese Scharade des Rates hatten diesen Entschluss in ihr reifen lassen. Shließlich trat das ein, was sie erwartet hatte, sowohl Earane, als auch Yann, die als erste den Test machten, versagten und wandten ihren Blick von dem Kerzenlicht ab.
Die lapidaren Worte des Ratsmitglieds dazu, brachten das Fass bei ihr endgültig zum überlaufen. Mit würdevollem und festem Schritt verließ sie ihren Platz, trat durch den Kreis des Pentagramms und stellte sich hinter Earane und Yann und somit gleichzeitig zwischen Lyrien und die Dunkelelfe. Sie nahm damit eine zentrale Position ein und zog so alle Blicke, sowohl die erstaunten des Elfenmagiers, als auch die verärgerten des Rates auf sich.

Auch sie hatte sich in den letzten Monaten, seit sie den Feuerkristall gefunden hatte, verändert. Sie war selbstbewusster geworden, auch ein wenig verantwortungsbewusster, aber vor allem hatte sie gelernt, dass es Wichtigeres im Leben gab als Macht und Einfluss und genau das war ihr in den letzten Minuten immer deutlicher geworden. Ja, es gab etwas, das man weder mit Geld, Macht oder sonst etwas bekommen konnte, das sich nur durch sein Handeln verdienen konnte.

Mit einer herrischen Geste gebot sie den Ratsmitgliedern zu schweigen, um anschließend fest entschlossen und mit Nachdruck in der Stimme das Wort an die verdutzten Mitglieder des Rates zu richten:

„Genug! Es reicht jetzt! Ich habe genug eures makabren Spiels, das ihr hier veranstaltet. Ihr verlangt, dass wir einen Eid schwören, einen Eid auf die Stadt Pelgar, auf den Rat, auf Lysanthor? Ich sage euch, nichts dergleichen werde ich tun! Ich werde weder einen Eid auf einen Rat schwören, dem es Spaß macht, Menschen zu quälen, der von Gerechtigkeit redet und doch nur Gerechtigkeit für das Volk der Menschen meint, noch werde ich einen Eid auf eine Stadt schwören, die nur das Menschenvolk achtet und andere Völker unterdrückt und am allerwenigsten werde ich einen Eid auf einen Gott schwören, der zulässt, dass all diese Verbrechen in seinem Namen und mit seiner Billigung geschehen.
Ihr fürchtet, dass wir die Macht der Kristalle missbrauchen? Ich sage euch, ich brauche diese Macht nicht!“, spie sie dem Rat entgegen, riss mit einem Ruck die Kette von ihrem Hals und schleuderte sie den Ratsmitgliedern vor die Füße.

„Da, nehmt sie, werdet glücklich damit! Möge sie Leid, Tod und Verderben über euch und eure Stadt bringen!
Ich brauch keine Macht irgendeines Steins, denn ich besitze eine viel größere Macht, etwas, dass ihr nie erreichen werdet! Wahre Freunde! Freunde, die sich für einen einsetzen, ja, die selbst für einen sterben würden und die gleiche Freundschaft empfinde ich für sie und wenn dies meinen Tod bedeuten soll, wohlan, dann soll es so sein.“
Mit einer abschließenden, umfassenden und auch demonstrativen Geste legte sie ihre Arme um Earanes und Yanns Schultern und zog sich eng an sich heran, ihren Blick fest und unerschütterlich auf den Rat gerichtet.

Re: Der Hohe Rat Pelgars

Verfasst: Sonntag 14. Oktober 2007, 14:01
von Yann Adamm-Ra
Yann stand nun da, direkt neben Earane und bereit den Test mit der Kerze zu absolvieren. Ihm war sehrwohl bewusst, dass nach den Worten des Ratsmitgliedes sein Leben von dem Ergebnis abhing. Würde er aus dem Licht fort schauen, so wäre das junge und fröhliche Lachen wohl nie wieder zu hören gewesen. Man würde ihm eiskalt den Tod auf einem Silbertablett servieren und so wie der Junge die Ratsmitglieder bisher kennen gelernt hatte, würden sie dies auch ohne mit der Wimper zu zucken durchziehen. Selbst die Worte des mächtigen Víramyl hatten keine Wirkung auf die vermummten Gestallten, als er sich der Nachtelfe anschloss und sie darum bat wenigstens den kleinen Schelm zu verschonen.

<i>“Ihr beide habt den Eid bereits geleistet. Schaut nun in die Kerze“</i>, sagte ein Ratsmitglied und kam nickend mit der Kerze auf Earane und Yann zu.

Jetzt war es also soweit. Der Mann positionierte sich direkt vor den beiden, hob die kleine Flamme hoch und hielt sie direkt vor die Gesichter. <b>Ihr Kobolde, bitte unterstützt mich.</b>, dachte Yann noch schnell, aber es war bereits zu spät. Das Licht war so gleißend hell, dass es dem Jungen bereits nach einigen Sekunden schmerzlich in den Augen brannte. Er musste es aber schaffen, er musste diesen Test bestehen. Er war so voller Hoffnung gewesen, er hatte so sehr daran geglaubt, dass er und seine Freundin es schaffen würden. Verzweifelt versuchte er seinen Blick weiterhin auf das stechende Licht zu halten, doch es schmerzte. Es tat unglaublich weh und dann hielt er es nicht mehr aus. Der Schelm musste einfach seinen Kopf von der Kerze abwenden und in eine dunkle Ecke des Gewölbes schauen. Enttäuscht, traurig und auch verzweifelt, senkte er seinen Blick.

<i>“Ihr habt weggeschaut.“</i>, meinte das Ratsmitglied, sagte nichts weiter und zog die Kerze zurück, denn auch Earane hatte den Test nicht bestanden.

<b>Das… das ist nicht… wahr! Ich… wir… haben… es nicht geschafft… nicht… geschafft. Jetzt… das heißt… jetzt… das… das wir… sterben werden… Warum?</b>, schoss es stotterhaft durch Yann Gedanken.

Er spürte wie die Nachtelfe sein Hand in die ihre nahm. So richtig bekam er gar nicht mit, was Earane nun über Valrock dem Hohen Rat erzählte, nein er war viel zu sehr damit beschäftig, sich über sein Versagen klar zu werden. Die einst so glückliche, fröhliche und ausgelassene Art des Schelms war verschwunden. Er stand einfach nur da, mit hängenden Schultern und gesenktem Kopf. Er wirkte wahrlich apathisch. Nicht das geringste Zucken ging durch den jungen Körper und für die, welche ihn damals bei der Beerdigung seines besten Freundes gesehen hatten, musste dieser jetzige Anblick des Jungen schon schlimmer sein.
Earane kniete sich nun zu ihm herab, sah ihm eine weile in die leeren Augen und streichelte ihm über seine Wange. <i>“Es tut mir leid“</i>, wisperte sie ihm langsam zu. </i>“Es tut mir so leid!“</i>, wiederholte sie, nahm Yann nun in ihre Arme und drückte ihn fest an sich.

Der Schelm spürte all dies, doch konnte er nicht wirklich darauf reagieren. Den Schock nicht bestanden zu haben und nun dafür mit seinem Leben büßen zu müssen, saß tief in ihm und verhinderte jedwede Bewegung, Äußerung oder der gleichen. Schließlich jedoch schaffte es ein Schluchzen durch die innere Absperrung hindurch an die Oberfläche. Ja, Tränen standen dem kleinen Jungen in den Augen, er hob seine Arme und erwiderte die Umarmung von Earane, so fest er nur konnte. Er legte seinen Kopf auf ihre Schulter und schluchzte, gab seinen Gefühlen endlich freien Lauf.

„E… a… r… a… n… e…“, gab er von sich. „Wir…“

Doch zunächst gelang es ihm nicht noch weitere Worte zu sprechen. Es war eine harte aber zugleich wohl auch eine der herzerweichendsten Szenen, die je in diesen Katakomben aufgetreten war. Yann weinte, seine Tränen suchten sich ihren Weg über seine geröteten Wangen, gezogen von der Schwerkraft, hinab und tropften auf die Kleidung der jungen Nachtelfe.

„Es tut mir so leid!“, brachte der Schelm nach einer Weile hervor. „Ich… habe mein bestes versucht, aber es hat nicht gereicht. E… Earane, es tut mir leid…“

Als sich die Nachtelfe von ihm löste, sah der Junge durch seine verweinten, roten Augen direkt in die seiner Freundin. Sie zeigten Trauer und zugleich Wut, was Yann nicht wirklich verstehen konnte. Dann wandte sie sich an erneut an den Rat. Der Junge lauschte ihren Worten, auch wenn sie nicht wirklich in seinen Kopf vordrangen. Sie wirkte empört und verzweifelt, genauso wie er selbst. Doch dann erschien ihm vor seinem inneren Auge eine Gestallt. Zunächst erkannte er sie nicht, aber die Konturen wurden immer deutlich bis sie zu einem Zwerg wurden.
<i><b>Yann, weine nicht. Sei nicht traurig. Es wird alles wieder gut, vertraue darauf und versuche deinen Freunden Hilfe zu leisten. Setze dich für sie ein, genau wie sie es für dich machen. Vertraue auf die Gerechtigkeit…</b></i>
Dann verschwamm das Bild und Pecew war verschwunden. Yann hob erneut seinen Blick und nun wirkte er nicht mehr klein und weinerlich. Er wischte sich die Tränen aus seinen Augen und betrachtete seine Freunde. Nun war es an Miriel, die nicht länger einfach zu schauen konnte. Sie verließ ihren Platz im Pentagramm und tat ihren Gefühlen nun auch freien Lauf.

<i>“Genug! Es reicht jetzt!“</i>, gab sie von sich und redete nun ebenfalls auf den Hohen Rat Pelgars ein. Sie argumentierte und riss sich schließlich ihre Kette mit dem Kristallanhänger daran vom Hals, warf sie einem der Ratsmitglieder vor die Füße. <i>“Ich brauche keine Macht irgendeines Steins, denn ich besitze eine viel größere Macht, etwas dass ihr nie erreichen werdet! Wahre Freunde! Freunde, die sich für einen einsetzen, ja die selbst für einen sterben würden und die gleiche Freundschaft empfinde ich für sie und wenn dies meinen Tod bedeuten soll, wohlan, dann soll es so sein.“</i>

Yann war beeindruckt von der Ansprache Miriels und nun fühle er sich ebenfalls bestärkt, zusammen mit seiner Vision seines besten Freundes, etwas zu unternehmen. Ja, Miriel, hatte dem Rat deutlich gemacht, dass es in der Welt wichtigere Dinge als Macht gab, Freundschaft, wahre Freunde, die zusammen durch dick und dünn gingen. Diese Art der Freundschaft hegt Yann ebenfalls für sie und nun war es an der Zeit, es zu demonstrieren. Fest entschlossen, ohne Tränen und ohne schluchzen wandte Yann sich ebenfalls an den Rat.

„Sie haben allesamt Recht!“, meinte der Schelm mit fester, entschlossener Stimme. „Es ist eine Gemeinheit von euch. Die Kerze war soll hell, dass jeder weggeschaut hätte. Sogar ihr alle mit einander könntet diese Prüfung nicht bestehen und es ist eine Frechheit, dass man von uns allen erwartet sie zu bestehen. Ich weiß nicht, wofür dieser Test stehen sollte, aber was mein Freund Víramyl mir über den Eid erklärt hat, nachdem ich ihn aufgesagt hatte, lässt mich daran zweifeln, ob ich das überhaupt so will. Warum sollte ich auf solch böse Männer schwören, wie ihr alle es seid. Warum sollte ich dann eine Stadt beschützen, die von euch regiert und intrigiert wird. Dafür gibt es nicht wirklich Gründe, vor allem nach dieser Sache mit der Kerze nicht. Meine Freunde hier um mich herum, haben alle Recht mit dem, was sie zu euch Kapuzenträgern gesagt haben.
Freundschaft ist die größte Macht auf Erden und reicht sogar bis über den Tod hinaus. Ich weiß wovon ich spreche, denn vor kurzem habe ich meinen besten Freund verloren. Aber gerade eben noch hat er mir Mut gemacht, hat mich aus meiner Verzweiflung herausgeholt. Ich weiß, ihr alle da oben mit den verhüllten Gesichtern, könnte oder wollt das wohl nicht versehen, weil ihr keine wahren Freunde besitzt, denen ihr solche Gefühle gegenüber hegt. Diese Leute hier, zähle ich zu meinen besten und engsten Freunden und ich werde, bei allen Kobolden die auf Celcia existieren, alles mir mögliche tun, um sie zu beschützen, selbst wenn dies bedeutet, dass ich alles für sie aufgeben muss!“

Damit endete der Monolog des jungen Schelms Yann. Er stand kerzengerade da, rührte sich kaum und ließ seinen Blick über die hier Versammelten, Miriel, Earane, Wolf, Lyrien und Víramyl schweifen, bevor er ihn wieder auf die Ratsmitglieder richtete. Diese standen, wie noch zuvor, da und es war keine Reaktion auf das Verhalten Miriels, Earanes und Yanns zu erkennen.

Re: Der Hohe Rat Pelgars

Verfasst: Sonntag 14. Oktober 2007, 15:11
von Erzähler
Die Träger der Kristallketten zeigten sich erschüttert, als Eáránë und auch Yann den Blick vom Licht der Kerze abwandten. Aber besonders die Nachtelfe traf es tief. Sie reagierte als erste, umarmte den Jungen und weinte. Dann jedoch erhob sie sich ungeachtet, wem sie gegenüberstand und donnerte so ungehalten los, dass ihre Worte von den Wänden widerhallten.
Doch dessen nicht genug. Miriel wurde zur Furie. Sie hatte gestrichen die Nase voll und es interessierte sie ebenso wenig, dass sie ihre Wut am Hohen Rat Pelgars ausließ. Immerhin waren diese drei vermummten Gestalten die Schuldigen. Wegen ihres dämlichen Tests mit der Kerze würden Eáránë und Yann jetzt sterben müssen!

Miriel war so wütend, dass sie ihre Kette losriss, sie dem Kerzenträger vor die Füße warf und den Jungen und die Nachtelfe eng an sich drückte. Sollten sie doch glücklich werden mit der Kette. Miriel brauchte die Macht nicht, sie besaß Freunde. Yann, der bislang nur steif dagestanden hatte, fasste endlich auch neuen Mut. Er bestätigte Miriels Worte, hatte gerade er doch nun nichts mehr zu verlieren.
Lyrien und Xune hüllten sich bisher eher in Schweigen. Beide schienen wohl erst das Ergebnis des Hohen Rates abwarten zu wollen. Wie würde dieser auf den Verlauf nun reagieren?

Das rechte Ratsmitglied erhob sich. Die drei traten zusammen, so dass sie eine Reihe oder auch Mauer vor Miriel, Yann und Eáránë bildeten. Groß schauten sie aus und gefährlich. Unterhalb ihrer Kapuzen verbarg sich nichts als Schwärze. Sie standen zunächst nur da und musterten die drei.
Auf die Worte der Nachtelfe hatten sie nicht reagiert. Die rührende Szene zwischen ihr und dem Schelm ignorierten sie. Miriels Ausbruch führte lediglich dazu, dass Malamedias ihre Kristallkette hochhob und sich damit an den Rand des Pentagrammes zurück zog.

Schließlich sprach ein Mitglied des Hohen Rates. Wer von den dreien allerdings seine Stimme erhob, war weder herauszuhören noch anderweitig zu erkennen.
"Die Nachtelfe und der Junge haben weggesehen. Die Prüfung haben sie nicht bestanden. Sie werden sterben müssen."
Ein anderer fuhr fort: "Eure Ungezügeltheit gegenüber dem Hohen Rat Pelgars können wir nicht dulden, Frau. Eure Strafe wird der Tod sein."

Einen Moment herrschte Schweigen. Dann jedoch erhoben sich alle drei Stimmen gleichzeitig. Der Hohe Rat sprach im Chor, trotzdem konnte man sie gut verstehen.
"Die Prüfung durch Lysanthors Kerze der Wahrheit war unmöglich zu schaffen. Diese Kerze ist magisch und göttlich gesegnet. Niemand kann der reinen Wahrheit des Lichtes standhalten, denn niemand kann sich damit rühmen, sein Leben lang die Wahrheit gesprochen zu haben. Wer einmal log, wendet zwangsläufig den Blick ab. Wir sahen das Ergebnis also voraus. Und ihr müsst es auch gewusst haben, sonst hättet ihr uns nicht gebeten, den Jungen zu schonen. Der Hohe Rat Pelgars bewundert euren Mut."

Schwere Schritte waren zu hören. Ratswächter traten aus den Schatten und auf das Pentagramm zu. Sie löschten die Kerzen.
Der Hohe Rat sprach: "Ihr verzichtet auf die Macht, die man euch gegeben hätte, um das Leben eurer Freunde zu schützen. Der Hohe Rat bewundert eure Treue zu euren Freunden."

Erneut trat Stille ein. Die Ratswächter knieten nieder und begannen, die Kreidestriche des Pentagrammes fortzuwischen.
Der Hohe Rat sprach: "Ihr überlasst uns die Macht der Kristallketten, trotz des Wissens, dass wir sie ebenso missbrauchen könnten. Ihr seid bereit, uns die Ketten zu geben, obwohl ihr unsere Entscheidung eines Todesurteils mehr als ungerecht findet. Der Hohe Rat bewundert <i>eure</i> Entscheidungen. Der Test ist vorüber. Es wird kein Ritual stattfinden. Es wird heute kein Todesurteil geben. Wir handeln im Namen des Lichtgottes, des Herren der Gerechtigkeit. Und Gerechtigkeit soll euch nun gegeben werden."

Malamedias wurde herangewunken. Er hielt Miriel ihre Kristallkette entgegen. Dabei verneigte er sich in Ehrfurcht vor ihr.
Ringsum entzündeten die Ratswächter Fackeln. Der Raum erhellte sich, das Pentagramm war fortgewischt. Die Kerzen wurden weggetragen.
Der Hofmagus gab den verdutzt dreinblickenden Kristallträgern eine Erklärung im Namen des Hohen Rates ab. "Es war eien Prüfung und nichts weiter. Ein Test, ob ihr würdig seid, dass man euch als Hauptstadt genug Vertrauen entgegenbringen kann, ohne dass ein Ritual nötig wäre. Ihr habt die Prüfung mit Bravur bestanden, denn Freundschaft und Gerechtigkeit in Form vom Schutz eines unschuldigen Kindes sind euch wichtiger als die Macht, die euch zuteil wurde. Der Hohe Rat lässt euch gehen, hier und jetzt. Der Eid wird als nichtig erklärt. Ihr braucht nicht zu schwören, wir alle wurden Zeugen eurer Vernunft. Man vertraut darauf, dass ihr im Notfall die richtige Entscheidung trefft."

"Geht und bewegt euch frei in Pelgar. Auch ihr beiden, Nacht- und Dunkelelfe. Ab dem heutigen Tage soll es friedlicher und rassenfreundlicher in unserer Stadt zugehen. Wir können noch nicht versprechen, dass es sich von heute auf morgen ändern wird. Aber eure Taten bilden einen guten Anfang. Geht und lebt in Frieden, nehmt dieses letzte Geschenk an." So endete der Hohe Rat, drehte sich ab und spazierte einfach durch eine andere Geheimtür davon. Malamedias der Große blieb zurück. Er holte etwas aus seiner Robe. Es waren kleine Abzeichen, die man an der Kleidung befestigen konnte. Sie zeigten den pelgarischen Reichsadler, die Lysanthorsonne und trugen die pelgarischen Wappenfarben. "Mit diesen Symbolen seid ihr zu Ehrenbürgern Pelgars ernannt worden. Wenn ihr wollt, begleitet ein Ratswächter euch nach draußen – in die Freiheit."


<i><ul><li> Xune, Eáránë, Yann, Miriel und Lyrien erhalten Reichsplaketten der Stadt Pelgar
<li> Wer den Usertitel "Ehrenbürger Pelgars" von nun an tragen möchte, meldet sich bei mir (Kazel) per PM <img src="http://images.rapidforum.com/images/i25.gif" border="0"> Ihr könnt den Titel aber auch in euren Steckbrief eintragen
</ul></i>

Re: Der Hohe Rat Pelgars

Verfasst: Sonntag 14. Oktober 2007, 17:40
von Eáránë Fëfalas
Earanes Gefühlswelt war völlig durcheinander. Sie wusste nicht mehr was sie fühlen sollte, alles war chaotisch.

Sie erhob sich, hielt dann Yanns Hand.
Was dann geschah, machte sie sprachlos, dennoch überraschte sie die Reaktion Miriels nicht. Dass die Menschenfrau regelrecht zur Furie wurde, konnte die Nachtelfe nachvollziehen und rührte sich nicht.
Über was sie dann doch überrascht war, dass Miriel sie an sich drückte und auch Yann.
Dann sagte auch endlich Yann seine offene Meinung.

Stille. Earane sah zu den Mitgliedern, sie fragte sich, wie diese nun reagieren würden? Auch nachdem Miriel einfach ihre Kette vom Hals abriss und diese vor den Füßen des Kerzenträgers warf.

Wolf konnte sich nicht mehr rühren, er war wie erstarrt.
Nun gingen die Mitglieder auf die drei zu. Earane hielt die hand des Jungen feste in ihrer, aber nicht so, dass es ihm wehtun würde.
Ihr Herz pochte sehr heftig gegen ihren Brustkorb.

<i>""Die Nachtelfe und der Junge haben weggesehen. Die Prüfung haben sie nicht bestanden. Sie werden sterben müssen."
"Eure Ungezügeltheit gegenüber dem Hohen Rat Pelgars können wir nicht dulden, Frau. Eure Strafe wird der Tod sein."</i>

Bei diesen Worten regte sich Wolf und rannte zu den drein und stellte sich schützend vor ihnen hin. Er knurrte den rat an, warnte diese, dass sie ihnen nicht näher kommen sollten.

Dann erhob wieder eines der Mitglieder die Stimme.
<i>"Die Prüfung durch Lysanthors Kerze der Wahrheit war unmöglich zu schaffen. Diese Kerze ist magisch und göttlich gesegnet. Niemand kann der reinen Wahrheit des Lichtes standhalten, denn niemand kann sich damit rühmen, sein Leben lang die Wahrheit gesprochen zu haben. Wer einmal log, wendet zwangsläufig den Blick ab. Wir sahen das Ergebnis also voraus. Und ihr müsst es auch gewusst haben, sonst hättet ihr uns nicht gebeten, den Jungen zu schonen. Der Hohe Rat Pelgars bewundert euren Mut." </i>

Earane verstand erstmals nicht, sie weitete ihre Augen, ihr Herz schlug schneller.
Dann fuhr der Rat fort:
<i> "Ihr verzichtet auf die Macht, die man euch gegeben hätte, um das Leben eurer Freunde zu schützen. Der Hohe Rat bewundert eure Treue zu euren Freunden." </i>
Nochimmer verstand die nachtelfe nicht was der Rat meinte, sie war völlig durcheinander.
Indem Moment, wo Stille eintrat, wischten die Ratswächter das pentagramm weg.

<i>"Ihr überlasst uns die Macht der Kristallketten, trotz des Wissens, dass wir sie ebenso missbrauchen könnten. Ihr seid bereit, uns die Ketten zu geben, obwohl ihr unsere Entscheidung eines Todesurteils mehr als ungerecht findet. Der Hohe Rat bewundert eure Entscheidungen. Der Test ist vorüber. Es wird kein Ritual stattfinden. Es wird heute kein Todesurteil geben. Wir handeln im Namen des Lichtgottes, des Herren der Gerechtigkeit. Und Gerechtigkeit soll euch nun gegeben werden." </i>
Langsam verstand nun endlich die Nachtelfe. Wolf hatte aufgehört zu knurren und das Knurren wurde zu einem Hächeln. Das weise Tier verstand nun auch, sah keine gefahr mehr, dennoch war Earane völlig durcheinander, musste sich noch ordnen.

Der Magier, Malamedias, kam dann auf Miriel zu, verneigte sich ehrfürchtig vor ihr und hielt ihr ihre Kristallkette entgegen.
Die Nachtelfe war verdutzt, dann erklärte der Hofmagus die Träger auf.
Ein Lächeln war zu sehen, nach und nach fing Earane an zu strahlen.
<i>"Geht und bewegt euch frei in Pelgar. Auch ihr beiden, Nacht- und Dunkelelfe. Ab dem heutigen Tage soll es friedlicher und rassenfreundlicher in unserer Stadt zugehen. Wir können noch nicht versprechen, dass es sich von heute auf morgen ändern wird. Aber eure Taten bilden einen guten Anfang. Geht und lebt in Frieden, nehmt dieses letzte Geschenk an."</i>
Meinte nur noch der Hohe Rat und verschwand einfach, spazierte zu eienr Geheimtür und verschwand.
Das Herz der Nachtelfe machte einen Hüpfer, acuh Wolf war gücklich darüber.

Dann wandte sich wieder der Magier an die Träger, holte etwas von seiner Robe heraus, gab ihnen kleine Abzeichen, mit dem Zeichen Pelgars drauf.
<i>"Mit diesen Symbolen seid ihr zu Ehrenbürgern Pelgars ernannt worden. Wenn ihr wollt, begleitet ein Ratswächter euch nach draußen – in die Freiheit." </i>

Nun konnte sich Earane nicht mehr zurückhalten. Erst umarmte sie Miriel, drückte sie sehr feste an sich. "Du Furie du!" Sagte sie erst und rückte die Frau noch etwas fester an sich. "Du bist echt der hammer, Miriel! Der hammer!!" Dann ließ die nachtelfe sie los und umarmte lyrien, auch diese drückte sie ganz feste an sich, danach kam Yann dran, nur, ihn drückte sie nicht sehr feste. "Meine Güte Yann! Du bist so mutig! Hat mich echt überrascht!"
Danch knuddelte Earane Wolf, dann aber wandte sie sich an alle. "Hab ichs nicht gesagt?! Hab ichs nicht gesagt?! keine von uns wird heute und hier und wegen einer verdammten Kerze Sterben!"
Dann wuschelte sie Yann durch die Haare.

Re: Der Hohe Rat Pelgars

Verfasst: Dienstag 16. Oktober 2007, 00:05
von Miriel Lefay
Miriel war sich darüber im Klaren, dass sie mit ihrem Ausbruch auf schmalem Grat wandelte. Die Reaktion des Rates war nicht vorherzusehen, es konnte gut sein, dass ihn ihre Haltung beeindruckte, aber genauso gut konnte dies endgültig ihr Todesurteil sein. Es war am Ende nur ein letzter verzweifelter Versuch, das Unvermeidliche doch noch abzuwenden.
Die Ratsmitglieder erhoben sich, traten geschlossen vor die Gruppe und verkündeten, dass sie versagt hätten und ihnen der Tod bevorstand.
Die Worte waren kaum verklungen, da zog Miriel beide noch enger an sich, so als wollte sie sie vor dem Urteil schützen, gleichzeitig sprang Earanes Wolf zwischen die Gruppe und den Rat, knurrte drohend und fletschte die Zähne. Die Stimmung war zum Zerreißen gespannt und der kleinste Funke konnte nun die Katastrophe auslösen.

Und in diese angespannte Stimmung hinein dröhnte erneut die Stimme eines der Ratsmitglieder, die da plötzlich verkündete, dass alles nur ein Test gewesen wäre, um ihre Loyalität und Standhaftigkeit zu prüfen. Die Tatsache, dass ihnen ihre Freundschaft über jegliche Macht, die sie durch die Kristalle erreichen konnten, hinaus ging, dass sie bereit waren, das Leben ihrer Freunde gegen die Macht der Ketten einzutauschen, hatte den Rat mehr überzeugt, als es jeder Eid gekonnt hätte.

Miriel konnte es erst gar nicht glauben, als der Rat ihnen die Freiheit verkündete, erst als Earane ihr stürmisch um den Hals fiel und sie liebevoll als Furie bezeichnete, begann sie selbst daran zu glauben. Freudig erwiderte sie Earanes Umarmung, bis diese sich von ihr frei machte , um Yann und ihren Wolf mit ihrer Umarmung zu beglücken. Glücklich lächelnd legte sie sich erneut ihre Kristallkette um, steckte sich das Ehrenbürgerabzeichen an und beobachtete dann mit Erheiterung das ausgelassene Treiben Earanes.
Frei, sie waren endlich und endgültig frei und konnten gehen wohin sie wollten. So sehr sie sich auch freute, so musste sie noch eine schwierige Sache hinter sich bringen. Sie musste Earane und Yann sagen, dass sie nach Andunie zurück gehen würde und sie von nun an ohne sie ihren Weg weiter gehen mussten.

Re: Der Hohe Rat Pelgars

Verfasst: Samstag 20. Oktober 2007, 20:03
von Yann Adamm-Ra
Endlich, die wenigen Minuten, welche verstrichen waren, seit Earanes, Miriels und Yanns Meinungsäußerung, kamen dem Jungen wie eine kleine Ewigkeit vor. Die Menschenfrau stellte sich hinter die beiden bereits geprüften und nahm sie in ihre Arme, als wollte sie das unvermeidliche verhindern und von ihnen Abwenden. Keiner sprach, zunächst herrschte noch tiefstes Schweigen. Viele Gedanken rasten dem kleinen Schelm durch seinen Kopf.

<b>Jetzt ist es wohl vorbei…</b>, war wohl der beständigste aller dieser Gedanken.

Nun erhoben sich die Ratsmitglieder, stellten sich dicht nebeneinander auf und bildeten somit eine fast undurchdringliche Mauer vor den Dreien. Die Kapuzen waren tief in ihre Gesichter gezogen und bei dem spärlichen Licht konnte man nur Schatten unter den Öffnungen erkennen. Kein funkeln der Augen, keine Gesichtszüge, aus denen man etwas schließen konnte. Yann war die ganze Situation sehr unangenehm, er bekam erneut Angst. Sein Mut, den er soeben noch besessen hatte, als er ihnen seine Meinung offenbart hatte, war in das Nichts verschwunden. Earane nahm erneut seine Hand und Miriel hielt sie noch immer fest.

<i>“Die Prüfung durch Lysanthors Kerze der Wahrheit war unmöglich zu schaffen. Diese Kerze ist magisch und göttlich gesegnet. Niemand kann der reinen Wahrheit des Lichtes standhalten, denn niemand kann sich damit rühmen, sein Leben lang die Wahrheit gesprochen zu haben. Wer einmal log, wendet zwangsläufig den Blick ab.“</i>, begann einer des Hohen Rates zu sprechen. <i>“Wir sahen das Ergebnis also voraus. Und ihr müsst es auch gewusst haben, sonst hättet ihr uns nicht gebeten, den Jungen zu schonen. Der Hohe Rat Pelgars bewundert euren Mut.“</i>

<b>Wie jetzt?!? Das alles war eine Prüfung, ja klar. Das haben die Kerle doch schon am Anfang gesagt. Was soll das jetzt? Sie wussten was passiert und haben es uns trotzdem machen lassen?</b>

Yann war offensichtlich von den Worten der Ratsmitglieder verwirrt. Sein Blick zeigte genau seine Gedanken, als ob sie ihm mit Tinte auf die Stirn geschrieben wären. Er verstand nicht, was die Kuttenmänner damit meinten. Als jedoch weiter erklärt wurde, wie beeindruckend es der Rat fand, dass die Freundschaft und Sicherheit der Kameraden über das eigene Wohl fast aller Anwesenden ging und dass dies genau das war, was sie zu hören gehofft hatten, drangen die Worte endlich zu dem Jungen durch. Es dauerte zwar noch eine Weile, aber schließlich verarbeitete sein Verstand die Bedeutung und ein überglückliches Grinsen breitete sich auf seinem Gesicht aus. Die Traurigkeit und Angst war plötzlich wie verfolgen.

Als Malamedias, der Magier des Hohen Rates zu ihnen kam, hielt er Miriel ihre Kette hin und führte die Erläuterungen weiter aus. Die Ratsmitglieder zogen sich zurück und verschwanden in einer weiteren Geheimtür, aber dies bemerkte Yann nicht wirklich, denn seine Konzentration – sollte er in diesem Gemütszustand überhaupt eine besitzen – was auf den Magier gerichtet.

<i>“Es war einen Prüfung und nichts weiter. Ein Test, ob ihr würdig seid, dass man euch als Hauptstadt genug Vertrauen entgegenbringen kann, ohne dass ein Ritual nötig wäre. Ihr habt die Prüfung mit Bravur bestanden, denn Freundschaft und Gerechtigkeit in Form vom Schutz eines unschuldigen Kindes sind euch wichtiger als die Macht, die euch zuteil wurde. Der Hohe Rat lässt euch gehen, hier und jetzt. Der Eid wird als nichtig erklärt. Ihr braucht nicht zu schwören, wir alle wurden Zeugen eurer Vernunft. Man vertraut darauf, dass ihr im Notfall die richtige Entscheidung trefft."</i>, meinte Malamedias und holte aus einer seiner Taschen kleine Plaketten heraus, welche er den Kristallkettenträgern überreichte.

Sofort griff der junge Schelm in die Hand des Zauberers, krallte sich eine der Auszeichnungen und befestigte sie an seiner bunten Gauklerkleidung. Earane konnte sich schließlich nicht mehr zurückhalten und begann damit sämtliche Anwesenden zu umarmen. Zunächst Miriel, dann Lyrien und dann auch den kleinen Yann. Er erwiderte die Zuneigung und freute sich über das Lob, welches aus ihrem Mund kam: <i>“Meine Güte Yann! Du bist so mutig! Hat mich echt überrascht!"</i>. Dann löste sie sich von ihm und machte bei ihrem treuen Weggefährten Wolf weiter. Yann unterdessen schaute sich in der Runde um. Er war überglücklich und erhellte fast mit seinem strahlenden Gemüt den ganzen Kerkerraum.

„Wir haben es geschafft!“, rief er freudig aus und seine Stimmte hallte von den Wänden zurück und lies die Botschaft immer wieder hören.

Earane kam zurück und wuschelte nach einigen weiteren Worten dem jungen Schelm durch die Haare. Mittlerweile waren diese äußerst zerzaust, aber ihm war es egal. Er wandte zu Miriel um und sprang ihr um den Hals.

„Danke!“, hauchte er ihr ins Ohr. „Danke für alles was du für mich und unsere Freunde getan hast!“

Dann ließ er sie los und begann freudig einen kleinen Tanz aufzuführen. Ihm war nicht bewusst, dass dies wohl der denkbar ungünstigste Zeitpunkt dafür war, aber wie immer war ihm dies ziemlich gleichgültig. Er war frei, hatte Celcia gerettet und seine Freunde wieder gefunden. Zufriedener konnte er kaum sein, denn alles war nun überstanden und er würde mit seinen Freunden zusammen weitere Abenteuer erleben, sofern sie dies mochten. Dann allerdings kam ihm ein Geistesblitz.

<b>Bei den Kobolden! Wegen der ganzen Aufregung hier hab ich die Anderen ganz vergessen. Luziver und die Restlichen warten doch sicher in der Taverne. Mist verdammter!</b>

Yann unterbrach seinen Freudentanz und wandte sich schnell an die Umstehenden. „Leute, wir haben ganz vergessen, dass die anderen in der Taverne auf uns warten. Luziver, Elena, Thomasius und noch ein paar mehr! Dort haben wir, als wir in Pelgar angekommen sind einen Treffpunkt ausgemacht. Wir sollten langsam dort mal vorbei schauen.“ Der Blick des Schelmes wanderte zu Víramyl, der bestätigend nickte und schon wurde der kleine Junge wieder ganz hibbelig vor Vorfreude.


[weiter in Schenke Zum Pony ---> Schankraum. hab dort schon gepostet]