Das Kasernenleben

Grandeas Armeen sind groß, doch dem König nicht groß genug. Dennoch lässt er nur potenzielle Elitekämpfer in seine Reihen aufnehmen und ausbilden.
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Das Kasernenleben

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 5. Dezember 2012, 21:28

Zwischenpost

Stille herrschte in der kleinen Kammer in der ein Mann saß und einen Brief im Schein der Kerzen hielt. Es war der kleine Bruder von Rikka, Warren von Aurisgaard. Seine rechte Hand lag an seinem Kopf und hielt sein kurzes, blondes Haar. Die blauen Augen überflogen die Zeilen, die ihm seine Schwester geschrieben hatte. Es war schon lange her seit er sie das letzte Mal gesehen hatte. Aber Warren kannte seine Schwester gut und wenn sie einen dicken Fisch an der Angel hatte, konnte sie niemand aufhalten, diesen auch ans Land zu ziehen. Er setzte ein Schreiben auf und tunkte seine graue Gänsefeder in das Tintenfäßchen:

Liebste Schwester,

du hast einen Auftrag von Salar Harlor? Wenn das wirklich stimmt, sollte deine Armbrust immer geladen sein. Dieser Mann gehört zum Glück nicht zum Adel Grandeas, denn ansonsten würden wir alle nicht mehr leben und er wäre König. Salar wird von den Dunkelelfen gesucht, für etliche Vergehen gegen sie, wobei Mord nur eine Kleinigkeit dieser Verbrechen gegen dieses Volk ist. Passe bitte auf dich auf und schreibe mir sofort, wenn dich mein Brief erreicht. Du kannst ihn in die Kaserne schicken, meine Kompanie muss bis jetzt noch nicht ausrücken. Entschuldige, dass ich mich so kurz fasse, aber meine Anwesenheit wird in der Schenke zum Bettler gefordert. Es geht wohl um einen Ritualmord und eine Frau, die ihn ausgeübt hat.
Anscheinend taugt die Stadtwache jeden Tag weniger.

In Liebe,
Warren


Der Offizier erhob sich und verließ sein Zimmer, auf dem Tisch lag der Brief für Rikka. Ordentlich versiegelt und bereit zur Zustellung. Das der Bote sich die Nachricht nahm ohne beauftragt worden zu sein, damit hätte Warren nie gerechnet, auch das der Bote kein Mensch sein würde, wäre ihm nie in den Sinn gekommen.
Als Warren das Zimmer verließ, krabbelte eine Ratte aus dem Schatten, nahm das Schreiben ins Maul und verschwand mit einem Fiepen wieder in die Dunkelheit.
Zurück blieb nur die Kerze, die auf dem Schreibtisch vor sich hin brannte.
Bild

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