Affentheater

Kluge Affen haben sich die Ruinen einer alten Stadt, welche den Affen geweiht wurde, zur Heimat gemacht. Überall findet man dort ihre Gesichter als Verzierungen in Stein gehauen. Außerdem ist das ständige Gebrüll der Stadtbeherrscher zu hören.
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Darak Luthrokar
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Re: Affentheater

Beitrag von Darak Luthrokar » Freitag 22. Mai 2009, 11:43

Darak sehnte sich nach etwas Ablenkung und wenn er eines wusste dann war es jenes: Lilith war sehr wohl in der Lage dafür zu sorgen dass er gar nicht mehr richtig denken konnte. Eine Gänsehaut machte sich über seinem Körper breit als er sich daran erinnerte wie eigentlich ihr Pakt zustande gekommen war. Obwohl es eigentlich hätte ärgerlich sein müssen verspürte er dennoch ein leichtes ziehen in den Lenden bei dem Gedanken wie sie ihn bearbeitet hatte. „mrhrhrm.“ Hauchte er verträumt, öffnete seine Augen und blickte der Schönheit entgegen die ihn für ihre Mission auserkoren hatte. „Sehen alle Amazonen so toll aus?“ Noch immer stellte er sich die Insel als sein persönliches Harem vor indem er der Gockel eines Hühnerstalls sein würde und derjenige wäre der am lautesten Schrie. Er musterte ihre zarte Haut im Mondlicht und strich ihr eine verspielte Strähne aus dem Gesicht. Er liebte es sie zu berühren, sie war so zart und schien so zerbrechlich und doch war sie stark und stabil. Sie erinnerte vage an Elena, die sich aber auch durch ihr freuriges Temperament ausgezeichnet hatte. Der Gehörnte seufzte. Ein beklemmendes Gefühl machte sich jedesmal wenn ihr Name in seinem Ohr und ihr Gesicht in seinem geistigen Auge auftauchten. Dieses Gefühl trug eine Botschaft in sich: „Du bist schuld an ihrem Tod.“ Sein Herz schlug schwer und sein seufzen wurde tiefer. Der Mann trauerte noch immer, ein Prozess der ihn immer wieder einholte und ihn zur melancholischen Ruhe zwang.

Lilith holte ihn in die Gegenwart zurück. Die Gegenwart, bestehend aus riesigen duftenden Blättern, einer schnarchenden Alma und einer Silhouette eines Nichtgenannten der selbst im Schlaf so wirken konnte als wäre er gar nicht da, denn er schien so entspannt als läge er schon seit tausenden von Jahren hier. Von solch einem Gesunden schlaf konnte der Gehörnte nur träumen, kein Wunder versuchte er also die nächtige Zeit anders zu vertreiben. Sex, war dabei eine sehr gute Alternative, dass war praktisch seine ideale Einschlafhilfe.

"Aber Darak, ich muss dich doch nicht mehr prüfen. Du bist als ... Spender geeignet." Der Gehörnte lächelte und nickte. „Teste mich nochmal.“ Hauchte er herausfordernd. Sein Dreitagebart verlieh ihm ein zusätzlich wildes und verruchtes aussehen. Ihm standen die Stoppeln deutlich besser als Alma.

"Andererseits ... würde ich mich selbst gerne nochmal überzeugen. Ob es immer noch so ist. Und es macht mir ja nichts aus." Er lächelte und küsste ihre Stirn. Das war seine Lilith. Sie war auf ihre Weise so liebenswert, wenn sie ihm nicht gerade ein Halsband der Züchtigung umlegte. Darak liess sich auf die Blätter ziehen und drehte sich zu ihr um. Er wusste dass er bei Lilith nicht zu stürmisch vorgehen sollte. Sie war die Amazone, sie bestimmte. Darak hatte sich damit abgefunden und im stillen genoss er es sogar der „untenliegende“ zu sein. Besonders bei DEN Reitkünsten die Lilith an den Tag legte.

Im fröstelte es leicht als sie ihre geschmeidige Hand in seinen Nacken legte. Er sah sie an. Lächelte. Streichelte ihr verträumt übers Haar und dann die Schultern entlang bis zu ihren Flanken wo er seine grosse, leicht grobe Hand ruhen liess. Er war wahrlich ein pflegeleichtes Spendermännchen.

"Außerdem sollte ich dir das wohl zugestehen. Ich hab mich schließlich niemals für meine Rettung vor der Schlange bedankt." Darak lachte. „Sei froh hast du nicht gesehen wie ich dich gerettet habe, so Heroisch war das nämlich nicht.“ Schliesslich wurde er ja einfach gefressen. Ihr Kuss brachte ihn zum schweigen. Er erwiderte leidenschaftlich und strich mit seiner Hand etwas weiter runter, bis sie die Rundungen ihrer Hüfte erreichte. Er massierte die Haut, streichelte, berührte und erkundete Liliths Körper. Langsam strich er ihrem Schenkel entlang nach innen und versuchte das Schenkeleck zu erreichen. Darak war etwas grabbschiger als sonst, offenbar sehnte es ihm sehr nach Entspannung. Auch er war schliesslich nur ein Männchen, welches bei Bedarf einfach seinen Trieben folgen musste.

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Re: Affentheater

Beitrag von fremde Frau » Montag 25. Mai 2009, 00:29

Lilith konnte nicht umhin rot zu werden, zugleich aber schaute sie an sich herab. Sie sah toll aus? "Ich würde einen verschwitzten Körper, der mit einem riesigen Blatt umwickelt ist, nicht unbedingt als toll bezeichnen." Sie ließ es zu, dass Darak ihr eine Strähne beiseite strich und so ihre Röte noch offener präsentierte. Lilith lächelte. "Wir Amazonen sind ganz normale Frauen - nur lassen wir uns von euch Männchen nicht unterdrücken. Wir sehen normal aus, jede auf ihre Weise schön." Dies gehörte zur elfischen Weltsicht, die Lilith trotz ihrer speziellen Kultur nicht ganz abgelegt zu haben schien.
Sie deutete Daraks Seufzen falsch. Sie glaubte, dass ihm die Denkweise des Frauenvolkes nicht sonderlich gefiel. Männchen, Spender, Halsbänder der Züchtigung zum Schutz vor Männern ... Lilith konnte auch kaum auf die Idee kommen, dass Darak noch immer um seine Elena trauerte. Sie dachte im Moment einfach nicht an die verschollene Hybridin.

Um ihn etwas aufzumuntern, strich sie ihm wahrlich liebevoll über die Wange. Von anderen Amazonen würde Darak Luthrokar das nicht erwarten können. Lilith bildete definitiv eine Ausnahme, aber das wusste der Gehörnte nicht - noch nicht. Die Finger der Elfe blieben an den vorstehenden Stoppeln hängen und sie gab ihr Vorhaben schnell auf. Trotzdem schien es gewirkt zu haben. Darak lächelte wieder. "Teste mich nochmal." Lilith erwiderte das Lächeln.
Kurz blickte sie auf und zu einem der Nester herüber. Bei Alma hatte sie keinerlei Befürchtungen. Erstens schlief diese hörbar schnarchend und zweitens besaß die dicke Heilerin nichts, was Lilith nicht auch hatte - im Sinne der Weiblichkeit. Alma besaß grundsätzlich deutlich mehr als andere. Irgendwie ähnelte sie einer Ameise: sie konnte das Vielfache ihres normalen Gewichtes tragen. Das sehr, sehr, sehr, sehr Vielfache. Aber es war nicht Almas Nest, zu dem Lilith herüber schielte. Doch auch Carath fand sich bereits im Reich der Träume und des Schlafes ein. Er lag ganz still, die Maske ausnahmsweise einmal abgenommen, aber fest an die Brust gedrückt. Hier im tiefsten Dschungel war es einfach zu heiß, um das Gesicht ständig hinter blankem Kupfer zu verbergen. Das Mondlicht zeigte, dass er seine Augen geschlossen hatte. Lilith nickte, dann wandte sie sich wieder Darak zu.

Mit beiden Händen entblätterte sie sich wie eine erwachende Rosenknospe, nur war die Elfe weitaus schöner. Makellose Haut lud Darak ein, sie zu streicheln. Lilith zog ihn dicht an ihren Körper, der bereits Merkmale zeigte, dass auch sie sich nach Nähe sehnte. Oder war ihr einfach nur kalt? Nein, im Kapayu sicherlich nicht!
Ihre Lider senkten sich, aber sie schloss die Augen nicht ganz. Sie genoss lediglich Daraks Liebkosungen und die große Männerhand, die auf ihrer Seite ruhte. Als er lachte, musste sie ihre Augen allerdings wieder öffnen. Dunkle Amethyste musterten den Mann, der bei ihr lag. Er hatte sehr lange nicht mehr gelacht und sie freute sich, dass er scheinbar langsam wieder zu sich zurückfand. Denn das war es, was sie wollte ... und was sie nun tatsächlich vor hatte, noch einmal zu testen.

"Sei froh, hast du nicht gesehen, wie ich dich gerettet habe, so heroisch war das nämlich nicht." "Aber du hast es getan." Das bedeutete ihr sehr viel. Damit hatte Darak - ohne es zu wissen - Lilith mehr Gutes getan als alle Männer zusammengenommen, denen sie schon begegnet war. Und auch wenn sich die Elfe Amazone schimpfte, so zeichnete ihr Leben viele Männerbekanntschaften. Unglaublich viele. Alles im Auftrag der verbündeten Frauen.
Sie verlor sich in Daraks Kuss und drehte ihren Körper seiner Hand willig entgegen, damit er auch alles erkunden konnte, wonach er sich sehnte. Zumindest ging dies so lange gut, bis er in seinen Berührungen etwas halbherziger wurde. Der natürliche Trieb zwang ihn zur Eile, derer viele Männer nur zu gern nachgaben. Bedauerlilcherweise war dieses Verhalten genau einer der Gründe, weshalb sich die Frauen aus Pelgar damals zusammenschlossen, fortzogen und Xytras gründeten. Lilith bemerkte Daraks etwas groberes Umgehen. Sie griff nach seiner Hand. "Shhhh, nichts überstürzen. Wir haben die ganze Nacht Zeit." Um ihn ein wenig abzulenken und zugleich zu beruhigen, ließ sie nun ihrerseits die Finger wandern. Sie berührte die trainierten Bauchmuskeln und erreichte schließlich den Hosenbund. Amazone wie sie war, zögerte Lilith nicht, sondern wanderte noch tiefer. Im Zentrum angekommen wurde es Zeit für eine Massage. Darak sollte bis zum Morgen sehr entspannt sein. Trotzdem ging sie nicht zu stürmisch vor. Sie wollte herausfinden, wie das Vorspiel weiterging und ob ihre gemeinsame Nacht damals im Elfendorf Eldar nur zufällig so anders gewesen war als alle anderen Nächte mit Männern, die Lilith schon hinter sich hatte. Sie selbst verzog bei Daraks Berührungen keine Miene.

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Re: Affentheater

Beitrag von Darak Luthrokar » Mittwoch 27. Mai 2009, 00:09

Darak Luthrokar war erregt. Ein Fakt das besonders Lilith zu spüren bekam. Doch der Gehörnte war auch noch was anderes, Trauernd. Zwei völlig konträre Gefühlsregungen die sich kaum vereinen liessen. Man kannte ja die sich plötzlich entfesselnde Leidenschaft bei Streitfällen, oder wenn man unheimlich Wütend auf den Gegenpart war. Doch die Trauer war ein Lustkiller. Doch um gar keine Freude bei Daraks Lenden aufkommen zu lassen war seine Trauer nicht stark genug – oder aber LIliths Hand einfach zu gut. Dennoch nagte das beklemmende Gefühl an ihm. Er war auch völlig angespannt und atmete Flach, etwas was ungewöhnlich für ihn war und Lilith sicherlich bemerkte. Schliesslich hatte sie eine Ausgezeichnete Beobachtungsgabe – besonders wenn es um Auserwählte Männchen ging. Ihre Hand glitt tiefer, erreichte empfindsame Körperregionen. Darak seufzte auf und liess von ihrem wundervollen Traumkörper ab. Er drehte sich auf den Rücken und schloss für einen Moment seine faszinierenden grau blauen Augen. Er wurde deutlich ruhiger, seine Hände hielten sich eher an ihrem Körper fest als dass er sonst was tat während sich in seiner Hose aber so einiges regte.

„urhgmgmm.“ Stöhnte er leise, so leise dass es kaum zu hören war. Doch seine Atmung beschleunigte sich wurde zum tiefen schnaufen. „Nrghgnghh.“ Darak bemühte sich offensichtlich um Diskretion. Nicht dass die Affen noch.. .äffig wurden. Der ehemalige Sklaventreiber drehte sich zu der Amazone hin, bettete seinen Kopf auf ihre Schulter und liess es dabei zu dass sein Helm etwas nach oben rutschte damit das Horn Lilith nicht piekte. Er begann an ihrem Schlüsselbein zu knabbern und ihre samtene Haut mit Küssen zu bedecken. Er wirkte durchaus nicht wie der Söldner vor der Entscheidenden Schlacht der sich mit einem wilden Geschlechtsakt nochmals antreiben wollte, sondern eher wie ein etwas zu gross und zu kräftig geratenes Tier welches nichts anderes als Schutz und Geborgenheit suchte. Das war auch der Grund warum er die Nähe zu Lilith gesucht hatte, er wollte nicht alleine sein. Nicht Einsam. Er fürchtete sich vor dieser Leere die ihn alleine liess. Denn in der Einsamkeit – so wusste er – kamen die Zweifel, die Ängste und die schlechten Stimmen aus seinem Kopf die noch immer nach Vergeltung riefen. Darak hatte panische Angst davor dass sich bald Valrock zu ihnen gesellen würde. Während er an Liliths Haut knabberte wanderte seine grosse Grobe Hand die doch so feinfühlig über die Haut einer Frau streichen konnte über ihren Körper nach vorn zu ihrer Brust und begann diese sachte zu massieren. Diesmal ging er langsamer und zärtlicher vor als noch vor wenigen Augenblicken. Allmählich entspannte sich Darak, fand einen gleichmässigen tiefen Atem nur ab und an bewegte er leicht sein Becken weil Lilith mit ihrer geduldigen und langsamen Massage doch langsam aber sicher die Reizung und Stimulation seines Zentrums vorantrieb.

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Re: Affentheater

Beitrag von fremde Frau » Mittwoch 27. Mai 2009, 20:42

Lilith kümmerte sich wirklich gut um das zukünftige Spendermännchen der Amazonenstadt. Ihre Hand vollführte massierende Wunder und unter ihr wuchs Darak eine stolze Beule. Aber die Elfe achtete weniger darauf als vielmehr auf die übrige Körperhaltung, die Darak zeigte - und auf seinen Blick. Aus ihm sprühte Anspannung, wie sie auch in seinen Muskeln lag. Er gab sich nicht vollkommen den Verführungskünsten der Amazone hin. Da war noch etwas Anderes.
Gerade, als Lilith nachhaken wollte - denn sie war mit einer für Elfen sehr natürlichen Neugier gesegnet - drehte sich der Gehörnte auf den Rücken und schließlich zeugte auch sein Atem davon, dass er sich nun doch nach und nach entspannte. Hm. Vielleicht ist es die Aufregung und Nervosität der morgigen Wettkämpfe. Vielleicht aber auch nicht. Lilith ahnte ja nicht, wie sehr Darak noch immer um Elena trauerte. Und jetzt verwarf sie ihre Entscheidung schon wieder, ihn nach der Traurigkeit in seinen Augen zu fragen. Angesichts seiner glatten Züge und des leisen Stöhnens, das an ihre spitzen Ohren drang, widmete Lilith Blütentau ihre Aufmerksamkeit wieder anderen Aufgaben. Zumal sich Darak darum bemühte, auch ihr angenehme Momente zu bereiten, was die Elfe selig lächeln ließ.

Sie zog ihn in eine sanfte Umarmung, war zärtlich und einfühlsam für seine Sehnsucht nach Geborgenheit. Einen Moment lang hielt sie Darak einfach nur, genoss nun ihrerseits die Massage, die er ihr bescherte. Seine Hände waren um so vieles größer als jene einer amazonischen Partnerin. So groß und dennoch sanft.
Dass es auch so sein konnte, davon hatte Lilith vermutlich ihr halbes Leben lang geträumt. Für den Bruchteil einer Sekunde flackerten dunkle Schatten in ihren Augen, dann aber schüttelte sie leicht den Kopf und vertrieben war die Düsternis. Lilith schenkte Darak einen innigen Kuss und schob sich dann auf seinen Körper. Natürlich, immerhin war sie Amazone. Männchen hatten unten zu liegen.

Ihre Finger strichen über die Brust des Gehörnten, während die Elfe ihren Körper positionierte. Schon vereinte sie sich mit Darak und spürte bereits, wie er unentwegt sein Becken hob und senkte. Und dennoch spüre ich nichts. Sie seufzte, wandelte diesen Ton aber in ein Stöhnen um und bewegte sich nun mit ihm.
Lilith und Elena waren nicht miteinander zu vergleichen. Obwohl beide doch Frauen waren, in sexueller Hinsicht besaß die verschollene Wolfshybridin doch deutlich mehr Feuer. Oder wollte die Elfe es nur langsam angehen? In der Taverne damals hatte sie Darak auch ziemlich geritten, sie besaß Leidenschaft im Blut. Jetzt zeigte sich die Elfen-Amazone ruhiger. Sie schaute auf Darak herab und musterte ihn kritisch. Schließlich fragte sie: "Was bedrückt dich? Es ist nicht nur wegen morgen, oder?" Damit traf sie voll ins Schwarze.

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Re: Affentheater

Beitrag von Darak Luthrokar » Freitag 29. Mai 2009, 14:06

Darak schloss seine Augen, legte seinen Kopf zurück als sich Lilith auf seinen Körper presste. Er hielt sich an ihren Hüften fest und begann seinerseits sein Becken zu bewegen. „mrhghggmmgmm…“ Stöhnte er nun doch deutlich lauter. Er genoss es dass Lilith seinen Oberkörper massierte und als sie sich dann selbst auch noch bewegte schwebte er bereits in höheren Sphären. Dennoch, auch er war nicht so fordernd wie sonst beim Akt. Der Vereinigung fehlte im Moment noch das leidenschaftliche Feuer. Das Stöhnen der Amazone war Musik in seinen Ohren. „Jahrrhrh..“ Hauchte er ihr entgegen und reckte seinen Kopf nach hinten, während sie sich bewegte wurde er wieder weniger aktiv und liess sich eigentlich einfach reiten. War er zu müde? Oder zu faul? Irgendwie fehlte ihm einfach die Energie, die Leidenschaft auch wenn er durchaus Lust gehabt hatte – sonst hätte er sie schliesslich nicht gefragt.

Sein stöhnen wurde schneller, intensiver. Lilith bewegte sich einfach wunderbar auf ihm, sie wusste genau wie sie seine Männlichkeit zu reizen hatte. „Mrhghgmm.. jarhgh das ist.. ,guuut.r..h..“ Hauchte er scheinbar mit wachsender Zufriedenheit. Hier in diesem tropischen Klima war es kein Wunder dass ihre Körper schon nach wenigen Minuten des Aktes bereits schweiss nass waren. Es roch nach dem was sie taten. Das Atmen war weit anstrengender als in anderen Klimazonen. Daraks Stirnvene trat glänzend hervor und auch sein Kopf n ahm einen leicht rötlichen Farbton an während er immer gepresster atmete.

Es hätte für ihn gut so weitergehen können – ja zugegeben es war nicht der beste Sex aller zeiten aber besser als nichts. "Was bedrückt dich? Es ist nicht nur wegen morgen, oder?" Diese Frage kam für den Gehörnten völlig unerwartet. Er hob seinen Kopf an, sah sie an und seufzte dann auf. Legte seine Pranke auf ihren Bauch um sie in ihren Bewegungen innehalten zu lassen. Er drehte seinen Kopf für einen Moment von ihr ab. Sammelte sich. Beruhigte seinen Atem ehe er sie wieder ansah. Seine Augen flackerten feucht. „ich vermisse Elena.“ Hauchte er leise mit traurigem Ausdruck im Gesicht.

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Re: Affentheater

Beitrag von fremde Frau » Sonntag 31. Mai 2009, 15:43

Es war anders als beim ersten Mal, damals in der Taverne von Eldar. Irgendwie kam Darak nicht so in Schwung, es fehlte das Feuer, mit dem er Lilith im Wintergarten der Taverne beinahe so genommen hätte wie sie es von Männern gewohnt war. Doch bei Darak vermisste sie es. Er war ganz und gar nicht bei der Sache, schien sich dem Liebespiel nur hinzugeben um Liliths Willen. Und wenn er jetzt wüsste, dass du nichts davon genießen kannst ... Sie seufzte, spielte das Spielchen aber weiterhin. Lilith stöhnte, gekünstelt und schauspielerisch perfekt wie damals schon. Noch nie war es einem Männchen aufgefallen, dass sie alles – ALLES! – nur vortäuschte. Sie waren so in ihren triebhaften Gelüsten gefangen, dass sie doch garnichts mehr merkten, wenn sich die Körper erst vereint hatten!
Aber gerade bei Darak hatte sie das nicht erwartet und es war auch nicht so. Er schien vollkommen woanders zu sein, auch wenn er immer wieder stöhnte und lustvoll den Kopf nach hinten legte. Etwas stimmte nicht. Die Elfe fragte nach.

Da unterbrach Darak das langsam zum Höhepunkt schreitende Liebesspiel. Höhepunkt für ihn, rief sich die Amazone ins Gedächtnis und für einen Moment schaute sie sehr verbissen aus der Wäsche. Ihre Augen färbten sich dunklen, so dass wie schon häufiger zuvor düstere Schatten über diese violetten Edelsteine der Seele hinweg tanzten. Aber ihre Miene änderte sich schlagartig, als Darak verkündete, weshalb er sich nicht so recht am Akt erfreuen konnte. Er vermisste Elena, seine verlorene Geliebte. Auch auf seinen Augen lagen Schatten und sie wahren wehmütig und sehnsüchtig.
Liliths Hand wanderte zu ihrem Bauch, wo die Daraks schwer und groß wie sie war ruhte. Sie ergriff die Pranke, strich sanft über den Handrücken. Was sollte sie diesem Männchen nur sagen, außer dass sie bei ihm die absolut richtige Wahl getroffen hatte und nun doch daran zweifelte, ob er für Xytras als Spender geeignet war. Ihre Wahl hatte sie schließlich heimlich und aus persönlichen Gründen getroffen. Würde Darak die Rolle eines Spenders ertragen können, wenn er herausfand, was da auf ihn zu kam? Sollte Lilith diesen trauernden Mann - nicht Männchen! - in die Amazonenstadt mitnehmen?

"Es tut mir leid", hauchte sie und drückte seine Hand nah an ihr Herz. Mit einer solchen Pranke wäre es ein leichtes gewesen, die Elfe zu überwältigen, vergewaltigen oder umzubringen. Er könnte ihr so viel Schaden zufügen und sie wusste, dass er es auch moralisch mit sich vereinbaren könnte. Er war ein Mörder. Doch jetzt, als Lilith ihn ansah, erkannte sie nichts von all den schlechten Eigenschaften und Gerüchten, die man sich über Darak Luthrokar, den Schlächter von Andunie, erzählte. Sie sah eine trauernde, nach Liebe und Geborgenheit sehnsüchtige Seele, die hilflos dalag und sich ihrem Schmerz ergab. Es war so viel, was ihn belastete. Lilith vergoss eine Träne für dieses Wesen. Dann sang sie, denn dies war das einzige, was sie kannte, um Trübsal zu vertreiben.
"Wenn Du mal glaubst
dir fehle Mut
dann spucke in die Hände
es braucht nicht Kraft
ein Wille tut's
ein Wille bringt die Wende

Komm wage es
und pack sie an
die allergrößten Bäume
das Ausreißen
bleibt nicht mehr Wahn
stattdessen keimen Träume

Und manch ein Traum
lag in Dormanz
und wußte keine Richtung
mit einem Mal da keimt er ganz
und farbenprächtig schmückt sein Glanz
des dunklen Waldes Lichtung"
Sie sang es auf Lyrintha, ihrer eigentlichen Muttersprache, und Darak würde wohl kaum ein Wort davon verstehen. Aber sie wusste, dass er den Sinn begriff, wenn er tief in sich hinein horchte und fühlte, dass Lilith für ihn da sein wollte in diesem schweren Moment.

Das Gedicht stammt von Gedichteforen.de

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Re: Affentheater

Beitrag von Darak Luthrokar » Montag 1. Juni 2009, 18:37

Drarak runzelte die Stirn und schloss kurz die Augen als Lilith seine raue Haut streichelte. Er seufzte auf. "Es tut mir leid" Darak blickte auf, seine Augen spiegelten die schwere seiner Seele wider. Sie musste Zentner wiegen. Mörderseelen waren vermutlich wahrlich nicht leicht zu ertragen. Doch dieses Männchen hatte sich ja seine Schuld selbst aufgebürgt. Er hätte nicht töten müssen und dennoch hatte er es getan. Dass Darak Luthrokar potenziell hochgradig gefährlich sein konnte war Lilith vermutlich mehr als nur bewusst und dennoch, wenn er es nicht war so litt er an Sorgen, Ängsten und Zweifel wie jeder andere Mensch auch. Er fühlte ihren Herzschlag, er ging ruhig, zu ruhig für das was sie eigentlich gerade taten. Doch dem Gehörnten kamen diesbezüglich im Moment gerade keine Bedenken auf, er war zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Waren Männchen doch immer – würde man den Aussagen einer Amazone Glauben schenken.

Darak beruhigte sich als Lilith zu singen begann. Er atmete tief durch, dachte an seine verloren gegangene Liebe und hielt sich ganz still mit Lilith vereint. Er war zu erregt um einschlafen zu können und Lilith roch dafür auf viel zu verführerisch, doch gleichzeitig wollte er sich seinem Trieb nicht nachgeben, er mochte nicht, war nicht genug in Stimmung. So verharrte er schweigend, die Melodie der Amazone hörend und nachdenkend. Der Gedanke daran dass er bald in die Amazonenstadt einkehren würde beruhigte ihn. Endlich ein Ort wo man ihm jegliche Verantwortung abnehmen würde, er einfach sein konnte was er war. Nicht mehr nicht weniger. Er seufzte bei dem Gedanken auf. Es hatte durchaus Vorteile wenn man nur auf das Glied reduziert werden würde, man hatte keine Erwartungen zu erfüllen nichts. So würde Darak zeit genug haben um zu Trauern.

Aber erst galt es den morgigen Tag gut zu überstehen. Eine Flucht war jederzeit mit den Greifen möglich aber auch gefährlich, schliesslich hatte man sie schon einmal vom Himmel geholt. Nein. In Darak wuchs die Gewissheit dass er morgen einfach gewinnen musste. Erst lange nachdem die Elfe mit ihrem Lied geendet hatte gab Darak endlich wieder einen Ton von sich. „Ich muss morgen gewinnen Lilith.“ Hauchte er ängstlich aber auch entschlossen.

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Re: Affentheater

Beitrag von fremde Frau » Mittwoch 3. Juni 2009, 10:24

Wenn man in diese traurigen, graublauen Augen blickte, vermochte man kaum zu glauben, dass dieser Mann auch töten konnte - und es mehrmals schon getan hatte. Sehr oft sogar. Darak Luthrokar, Schlächter von Andunie, hatte den letzten Anblick für viele celcianische Seelen geboten, ehe sie das zeitliche hatten segnen müssen. Viel zu früh, für sie alle. Und nur einen einzigen Mord betrauerte er nun. Nur einen. Dabei war er an Elenas Tod nicht wirklich direkt beteiligt. Die Umstände, ihre Gefühle, die Umgebung, Worte, Bilder, Gesten ... all diese Faktoren hatten dazu beigetragen, nicht zuletzt wohl auch noch der unglückliche Zufall. Aber um sie trauerte der ehemalige Foltermeister. Vermutlich bekam er soeben einen angehenden Eindruck von jenen Hinterbliebenen, die um die Toten weinten, die Darak auf dem Gewissen hatte. So fühlte es sich also an. Trauer lastete schwerer auf dem Herzen als jede Reue, jeder Gewissensbiss für eine schwere, schlechte Tat.

Für einen Moment blitzte ein Bild durch Daraks Kopf. Nicht Elena war es, die sich in seinem Geist als Erinnerung manifestierte, obwohl das Bildnis ebenfalls jemanden zeigte, die zu einer stattlichen und bestimmt attraktiven Frau hätte heranreifen können: Samantha. Das kleine Mädchen, das ihr Leben für einige wenige Münzen hatte lassen müssen. Weil auch sie zur falschen Zeit am falschen Ort war - wie Elena.
Ihre Augen musterten Darak im Geiste, durchleuchteten ihn und eine Stimme flüsterte ihm ein: Du hast kein Recht zu trauern. Es war unheimlich. Wenigstens regte sich sein letztes, wirkliches Opfer - Valrock - nicht.

Darak wurde abgelenkt. Lilith bewegte sich kurz ein bisschen, als sie seine Hand auf ihr Herz schob. Die Haut war weich und warm. Wärmer konnte nur ihr Schoß sein, der sich noch immer im Verbund mit Darak fand. Es schien die Amazone nicht zu stören. Sie hätte längst aufstehen und sich lösen können. Vielleicht genoss sie es ja insgeheim. Vielleicht ...
Der Gesang der Elfe bewirkte Linderung und er lenkte die Gedanken des Mörders von seinen Opfern ab, die sich in seinem Kopf sammelten. Die Erinnerungen wollten ihn auch nicht quälen, nicht jetzt. Alles lauschte der lieblichen Elfenstimme Liliths, die die Welt in eine trügerische Oase der Ruhe tauchte. Als wäre alles in Ordnung. Keine Probleme, keine Prüfungen, keine Momente, in denen man sich beweisen, verteidigen, rechtfertigen oder einfach nur überleben musste. Alles war schön ... welch Trugbild selbst eine Elfe erschaffen konnte. Aber vielleicht tat es gut, einfach mal so abzuschalten und neue Kräfte zu sammeln. Es würde helfen für das, was der Gesang hinter einer Mauer aus Melodie und Harmonie verbarg.

Als Lilith Blütentau dann endete, war Darak ganz ruhig. Körper und Geist hatten auf bizarre Weise Ruhe gefunden. Dieser Moment des Friedens gab Darak mehr zurück als es Schlaf im Augenblick gekonnt hätte. Lilith schaute auf ihn herab und lächelte aufmunternd. Sei nicht so traurig, sagte ihre ganze Miene. Denk an sie und dann lebe weiter, riefen ihre Augen ihm zu. So viel Zuversicht, so viel ruhiger Frieden steckte in dieser Frau.
So saßen sie eine Weile zusammen, die Elfen auf dem Menschen, und rührten sich nicht. Die Zeit wanderte fort, die Nacht wurde tiefer. Stille kehrte über dem Urwald jedoch nicht ein, auch wenn die Affen nicht mehr brüllten und kreischten. Nachtaktive Tiere, Vögel und Insekten sorgten für eine stetige Geräuschkulisse. Wenigstens hatte es ein wenig abgekühlt. Für celcianische Verhältnisse blieb es aber schwül.

"Ich muss morgen gewinnen, Lilith." Sie nickte. "Und das wirst du. Alma zuliebe." Sie tätschelte seine Wange. Dann erhob sie sich endlich und ihre Körper lösten sich voneinander. Lilith stöhnte nicht einmal auf. Sie legte sich nun nur neben Darak und zog seinen Kopf an ihre Brust, ohne sich von den spitzen Helmhörnern aufspießen zu lassen. Ein Bein schlang sich um seines, ihre kleinen Zehen streichelten ihn. Geborgenheit brauchte ihr Männchen jetzt mehr als Sex. So beließ es die Amazone bei Zärtlichkeiten, obgleich ihre Hand zu seinem Zentrum wanderte, um dort Liebkosungen zu verteilen. Allerdings berührte sie seine Geschlechtsmerkmale nicht. Davor schien sie sich zu scheuen. Sie umkreiste den Bereich nur großzügig und massierte die Haut.
"Schlaf jetzt", hauchte Lilith Darak zu. "Du brauchst all deine Kraft morgen. Und wenn du das geschafft hast, verlassen wir diesen Dschungel. Alma, Carath, du und ich. Dann fliegen wir nach Xytras. Ich ... wir Amazonen brauchen dich dort." Sie schmiegte sich eng an und schloss die Augen, um selbst ein wenig Erholung zu finden. Die Nacht hatte sie bereits erneut erhitzt und schweißgebadet lag sie auf den Blättern und Zweigen des Gorillanestes.

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Re: Affentheater

Beitrag von Darak Luthrokar » Sonntag 7. Juni 2009, 02:12

Der Schlächter von Andunie verharrte in seiner Position, verlor sich gänzlich in Liliths Augen. Sie waren so anders als jene von Elena, welche immer eine ungezähmte Wildheit ausgestrahlt hatte. Liliths Augen wirkten eher beherrscht, kontrolliert wenn auch irgendwie leer und traurig und doch so wunderschön. Er konnte sich nicht lange auf diesen Moment konzentrieren. Du hast kein Recht zu trauern. Darak zuckte merklich zusammen. Er schloss seine Augen und biss sich auf die Lippen. Ich muss…bitte…“ Flehte er seine ärmste aller Opfer an. Samantha. Das Mädchen welches nie hatte zu einer Frau heranreifen dürfen. Er hatte ihr Leben genommen noch bevor es sich richtig hatte entfalten können. So viele Sorgen plagten diesen Mann, so viele Gewissensbisse von denen er wusste dass er sie nie wieder reinwaschen können würde. Dafür allein sorgte das Zeichen auf seinem Nacken. Verdammter, was gleichsam bedeutete dass er ein Mann war dem keine Gnade widerfahren würde. Weder in diesem Leben noch im Jenseits. Er sah Samantha vor seinem geistigen Auge. Noch immer trug sie das blau weisse Nachthemd. Selbst die Würgemale die er ihr zugefügt hatte waren noch immer schwarz schimmernd zu sehen. Aber das schlimmste war ihr Ausdruck, ihre Stimme und ihr Blick. Welche Klage, Wut und den Wunsch nach Vergeltung ausdrückten. Dieser Kinderwunsch war alles andere als normal, sowas wurde von einem Mädchen nur ersehnt, wenn es sonst keine Träume mehr hatte. Darak blickte schmerzlich drein, doch Samanthas Bildnis verschwamm als Lilith sich auf ihm bewegte und ihn wieder in die schwüle Nacht im Dschungel des Kapayus zurückholte. Die Stimme der Elfe drang durch Daraks verwirrten und von Geisterstimmen heimgesuchten Geist. Sie schenkte ihm einen Stück irdischen Frieden und etwas seelische Ruhe die er so dringend benötigte. Sie spendete Linderung.

Darak Luthrokar entspannte sich. Atmete tief und regelmässig, hielt seine Augen geschlossen und beschränkte sein Bewusstsein lediglich auf die Tatsache der Existenz. Er dachte nicht, Träumte nicht sondern war einfach da und atmete. Eine Leere die seinem Geist etwas Ruhe gönnte. Angenehm spürte er Liliths Anwesenheit auf seinem Körper. Er lauschte ihren Atemzügen. Mehr tat er nicht. Eine ganze weile lang verharrten sie in dieser Position bis Daraks Gedanken, Sorgen und Lasten widerkehrten. Denn der Augenblick der Ruhe hatte bereits wieder sein jähes Ende gefunden. Erst jetzt wurde es dem Gehörnten bewusst wie laut der Urwald doch war. Er nahm die Geräusche der wilden Tiere plötzlich sehr intensiv wahr. Das brüllen einiger fremdartiger Wesen erinnerte ihn an den Morgigen Tag… und seine Aufgabe. Er musste gewinnen. "Und das wirst du. Alma zuliebe." Darak runzelte die Stirn, er schaute verdutzt als die Elfe seine vom dreitagebart rau gewordene Wange tätschelte. Er lächelte nicht, denn er zweifelte und teilte ihre Zuversicht nicht. Die Elfe entschied dass es genug des Körperkontaktes war und löste sich von ihm. Während sie dies völlig schweigsam tun konnte stöhnte Darak sehr wohl leise auf. Er räkelte sich kurz wurde aber sofort wieder durch ihre sanfte Massage ruhig gestellt. „Du bist so gut zu mir.“ Hauchte er. So viele Freunde hatte er nicht verdient, dass wusste er selbst wohl am besten und dennoch hielten sie ihm die Treue. Er drehte seinen Kopf und blickte zu der schlafenden Tonne und dem unmaskierten, schlafenden Carath. Sie hatten schon so viel für ihn getan… und er? Er fühlte sich je länger je mehr als ein übler Schmarotzer.

"Schlaf jetzt", Darak blickte zu ihr hin. Nickte langsam. Er war ein sehr folgsames Männchen wenn sie klare Anweisungen gab. Er lächelte. Es war berührend wie sich die Elfe um ihn kümmerte. "Du brauchst all deine Kraft morgen.“ Darak biss sich auf die Lippen und nickte nur. Da hatte Lilith vollkommen Recht. Er wollte seine Chancen im Wettkampf nicht noch mehr zu seinen Ungunsten wandeln indem er völlig übermüdet antreten würde. “Und wenn du das geschafft hast, verlassen wir diesen Dschungel. Alma, Carath, du und ich. Dann fliegen wir nach Xytras. Ich ... wir Amazonen brauchen dich dort." „Und.. Cattie..:“ Hauchte er bereits leicht schläfrig. „Cattie… muss auch mit…“ Nuschelte er ehe ihm die Augen zufielen.

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Re: Affentheater

Beitrag von Erzähler » Dienstag 9. Juni 2009, 23:02

Samantha würde ihm niemals verzeihen und ihn ewig daran erinnern, was er sein Leben lang getan hatte. Wenn eine Seele auch an die Ewigkeit gebunden wurde und an ihren Mörder, hatte sie viel Zeit zum Nachdenken. Und Zeit, sich auf einen einzigen Wunsch zu konzentrieren: Vergeltung. Die verlorene Seele des Mädchens, die in Daraks Kopf gefangen zu sein schien, war davon erfüllt und berührt wie von nichts Anderem. Niemals würde sie ihm verzeihen.
Im Grunde konnte sich Darak wohl fragen, warum er überhaupt Freunde hatte. Warum hatte Elena ihn geliebt? Warum verließen Alma, Carath und Lilith – und Cattie! – ihn nicht? Sie wussten allesamt, was er in der Vergangenheit getan hatte. Sie wussten, dass er ein Mörder war. Schlächter von Andunie. In Samanthas Augen stand diese Betitelung eingebrannt wie die Tätowierung auf seinem Nacken.
Warum wollten seine Freunde nicht auch Vergeltung? Vergeltung für all die Seelen, die er auf dem Gewissen hatte? Ganz einfach: weil sie auch wussten, dass er sich inzwischen geändert hatte. Darak bereute. Er würde es rückgängig machen, wenn er gekonnt hätte, das wussten sie alle.
Man konnte Vergangenes nicht ungeschehen machen, aber man konnte helfen und beistehen. Was nutzte es Darak, wenn er allein und ohne Freunde blieb? So würde er niemals weiter bereuen. So würde er sich womöglich ein Ende setzen und dann wäre Samantha für immer vergessen. Dass sie in seinem Geist umher schwirrte und ihn an seinen Mord erinnerte, erinnerte auch an sie. Das Mädchen, das zum falschen Zeitpunkt am falchen Ort gewesen war.
"Ich muss ... bitte ..." Samantha zeigte keine Gnade. Ihr Geist war hart geworden. Vermutlich konnte nicht einmal Valrocks Stimme so kaltherzig sein wie die des Mädchens. Dabei war sie doch ein Kind. Sie sollte unschuldig sein ... aber sie sollte auch leben. Und Valrock schwieg. Würde er sich jemals unter die Opfer in Daraks Kopf mischen? "Trauere wenigstens auch mal um mich! Aber nein, du bist nur egoistisch. Weinst um deine verlorene Liebe! Um uns hast du niemals geweint." Aber Samantha tat dies jetzt. Ihr Stimmchen wurde schwächer und schwächer, aber Darak konnte die Schluchzer nachhallen hören. Die Seele war zutiefst getroffen, weil er nur um Elena trauern konnte. Nicht einmal dies gönnte er seinen Opfern. Sie blieben Stimmen in seinem Kopf und nur er war sich ihnen bewusst.

Lilith bemerkte es nicht. Nur, dass sich Darak auf die Unterlippe biss. Aber sie bewegte sich noch eine Weile weiter und das war gut so. Sie holte Darak aus seiner düsteren Phase zurück in den Urwald, in das Gorillanest und nah an sich heran. Aber schon etwas später beendete die Elfe ihr intimes Beisammensein.
"Du bist so gut zu mir." Sie schenkte ihm dafür nur ein Lächeln und die sanfte Aufforderung, sich endlich dem Schlaf hinzugeben. Das tat Darak und er fand tatsächlich für ein paar Stunden Erholung. Nicht einmal die morgendliche Schwüle des Kapayu konnte den Luthrokar wecken.
Da musste schon ... "AUFWACHEN!!!!" ... eine Alma her. Sie riss Darak förmlich aus dem Schlaf, als sie an einem der riesigen Dschungelblätter zog und ihn so aus dem Gorillanest beförderte. Hart knallte er auf dem Untergrund auf, was selbst ein Kerlchen wie Darak nicht weiterschlummern lassen konnte. Wie üblich war er der letzte der Gruppe, der das Morgenlicht begrüßte. Lilith stand in dem, was einmal ein Türrahmen gewesen war. Sie trug ein aus Blättern gewebten Kleid. Es wurde mit Dutzenden Garnfäden zusammengehalten. Diese hatte sie von Alma erhalten. Nadel und Faden führte die Heilerin ebenso immer mit sich wie ein kleines Sklapell - dummerweise hatte sich der Weise Herrscher sehr dafür interessiert. Alma würde sich in der Zivilisation ein neues kaufen müssen. Oh, wie sehr wünschte sich die Tonne, dem Urwald endlich zu entkommen!
Carath setzte sich soeben seine Kupfermaske auf. Er trug sie tatsächlich, welch Disziplin! Bei dieser Hitze Metall über die Haut zu stülpen!

"Los, los!", drängte Alma. "Das Frühstück haben wir alle verpasst, die Affen essen früh. Für eine Banane wird es vielleicht noch reichen, aber dann musst du gegen den Herrscher antreten. Er wartet schon und hat ..." Plötzlich verstummte Alma und wurde knallrot. Sie sah aus wie eine mehrere Tonnen schwere Tomate. Ein Tomaten-Ungeheuer.
Lilith kicherte. "Der Gorilla kam heran und hat Alma mit einem Schlecker über die Wange geweckt."
"Das ist NICHT witzig!", rief die Heilerin sofort. "Ich bin nicht interessiert und das weiß dieser Affe." Flehentlich sah sie zu Darak herüber. "Komm schon. Gewinn diese Wettkämpfe und hol mich endlich fort von hier." Alma mochte die wohl dickste Frau sein, die ein 'Held' jemals hatte retten müssen, aber auch hinter ihren verschwitzten Speckschwarten steckte der selige Wunsch einer jeden Jungfrau in Nöten: von ihrem strahlenden Ritter in glänzender Rüstung endlich ... von diesem verflixten Ort fortgebracht zu werden, der sie festhielt!

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Re: Affentheater

Beitrag von Darak Luthrokar » Mittwoch 10. Juni 2009, 21:14

Samanthas Worte hallten in Daraks träumen nach. Er hatte nie um sie geweint? Ich habe für euch geblutet. War die nüchterne Antwort darauf. Doch dann versank en seine Träume in undefinierbare Nebel. Ruhe kehrte i n seinem Geiste ein. Eine Ruhe die von Alma ziemlich unsanft beendet wurde. Offenbar versuchte es die Tonne schon gar nicht mehr auf die sanfte Art. Schliesslich wusste die Heilerin inzwischen sehr gut über Daraks Schlafverhalten und seine schwere Weckbarkeit in den Morgenstunden bescheid. Meist wachte ein Luthrokar erst dann auf wenn es ihm passte.

Hart knallte der gute Wettstreiter auf den Boden. „Aaaarghghghrhghghghgh! „ Beschwerte er sich grummelnd. Rührte sich erst einen Moment nicht, als schliefe er einfach weiter, aber Darak war durchaus wach, jetzt rührte er sich nämlich und richtete sich allmählich auf. „AU!“ Knurrte er nochmals und starrte Alma sträflich an und verschränkte seine Arme. « Vielleicht überlege ich mir das mit der Rettung nochmal.“ Brummte er. Aber jeder mochte wohl wissen dass dies ganz und gar nicht ernstgemeint war.

Darak rückte seinen Helm zurecht, streckte sich und schüttelte seine Arme und Beine kurz aus. ER gähnte ausgiebig, wie ein Löwe der langsam in die Gänge kam. Die anderen seiner Truppe waren bereits putz munter. Sogar die Greifen waren schon damit beschäftigt ihr Gefieder zu säubern. Darak schnappte sich sein Lieblingshuhn und nahm es kurz mit, es durfte ihm Gesellschaft leisten während er sich kurz und dürftig wusch. Daraks plötzliches Bedürfnis nach Sauberkeit lag wohl darin verankert dass er die Zeit nicht unbedingt vorantreiben wollte.

Er musterte den Nichtgenannten der sich gerade die Kupfermaske aufsetzte. Dies verleitete den Gehörnten zu einem Stirnrunzeln. Unter seiner Metallhaube wurde es manchmal schon gewaltig Heiss aber die trug er wenigstens nicht im Gesicht.
"Los, los!" Darak blickte auf. Alma schien es ganz schön eilig zu haben sich ins Verderben stürzen zu lassen. Nun, vielleicht hatte sie aber auch wirklich nur hunger.

"Das Frühstück haben wir alle verpasst, die Affen essen früh. Für eine Banane wird es vielleicht noch reichen, aber dann musst du gegen den Herrscher antreten. Er wartet schon und hat ..." „Ich esse keine Fruchtpenise!“ Er Assoziierte Bananen nun mal mit männlichen Geschlechtsteilen und dies würde sich wohl in den nächsten Minuten nicht ändern. Alma zögerte, was Darak aufblicken liess. „Und hat was?“
Darak verzog sein Gesicht als Lilith ihm offenbarte was der Arzt getan hatte. Diese Tatsache brachte den Gehörnten sogar davon ab sich Liliths Blattkleid genauer anzusehen. „Das ist ja widerlich!“ Alma tat ihm leid, er wusste genau wie es war wenn ständig Witze über Dinge gerissen wurden die für einem selbst ganz und gar nicht lustig waren.

"Ich bin nicht interessiert und das weiß dieser Affe. Komm schon. Gewinn diese Wettkämpfe und hol mich endlich fort von hier."
Du weisst dass ich alles geben werde! Und denk an unseren Notfallplan. Er blickte zu Lilith hin. „Lilith sorgst du dafür dass die Greifen erreichbar und flugbereit sind?“ Darak atmete tief durch und folgte der Gruppe schliesslich zum Affenplatz. Sein herz raste. Die Nervosität stieg beinahe ins unermessliche.

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Re: Affentheater

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 11. Juni 2009, 19:24

Dass er die Seelen seiner Opfer daran erinnerte, für sie geblutet zu haben, nahmen diese offenbar nicht zur Kenntnis. Oder es genügte ihnen nicht und so ignorierten sie Daraks Rechtfertigungen. Jedenfalls verfiel Samantha wieder in Schweigen, vielleicht aber auch nur, weil Daraks Aufmerksamkeit auf Lilit gelenkt wurde - bis er einschlief und durch Almas antiluthrokar'sche Methode wieder erwachte. Ja, die Heilerin kannte ihn inzwischen lang genug, um zu wissen, wie man einen Kerl seines Schlagen wecken musste. Und vermutlich hätte sie sogar bestätigt, dass es ihm mehr weh tat als ihr.
Sie erntete einen bösen Blick Daraks, der die Arme vor der Brust verschränkte. "AU!" "Ja, ich wünsche dir auch einen GUTEN Morgen." Alma konnte nicht umhin zu grinsen, was bei ihr hieß, dass sich der Speck um die Mundwinkel herum ein wenig anhob. Nur wahre Freunde der Tonne konnten aus ihrer schwabbeligen Mimik lesen. Alle anderen sahen weiterhin eine mürrisch dreinschauende Alma.

Darak schnappte sich Cattie, die wild fröhlich ob der Fürsorge gackerte, und ging sich waschen. Dies ließ Alma die Kinnlade herunterklappen. Darak und waschen?! Er musste sehr nervös sein. Er brauchte eine Weile und so war es kein Wunder, dass die Tonne verkündete, es würde außer Bananen kein Frühstück mehr geben. Aber der Gehörnte weigerte sich. "Ich esse keine Fruchtpenise!" Alma schüttelte den Kopf. "Na dann eben NICHT!", brummte sie. In gewisser Weise gab sich Darak ja wirklich recht undankbar, aber seinen Unmut über die unsanfte Weckaktion konnte man ihm nun wirklich nicht verübeln.

Aber Darak bekam seine Genugtuung, als er erfahren durfte, was der Weise Herrscher mit Alma angestellt hatte. Trotzdem wünschte ihr wohl niemand, dass sie in noch intimere Angelegenheiten mit dem riesigen Gorille verwickelt würde. Und auch Darak stimmte da zu. "Das ist ja widerlich!" "ALLERDINGS!" Alma kam auf ihn zu und griff nach seiner Hand. Darak hatte sie vermutlich noch nie so verzweifelt gesehen. Aus ihren kleinen Schweinsäuglein heraus blickte sie den Gehörnten an, blickte flehentlich. Aber es sah anders aus als beispielsweise bei Daraks Opfern. Diese hatten auch flehend geschaut. Sie baten, dass er sie nicht umbringen mochte. Alma bat um etwas Anderes: "Du wirst mich doch retten, order?" Ihre Stimme, so speckig und schwammig wie sie war, klang doch herzerweichend. Sie wollte wirklich nicht hierbleiben und zum Weibchen dieses Riesenaffen werden.

Darak verstand den Ernst der Lage. "Lilith, sorgst du dafür, dass die Greifen erreichbar und flugbereit sind?" Die Elfe grinste und legte ihre Hand auf die Brust - eine Bereitschaftsgeste unter den amazonischen Frauen. "Schon so gut wie erledigt." Sie schaute einen nach dem anderen an. "Verlasst euch auf mich. Sollten wir fliehen müssen, dann kommt zum Plateau gelaufen, auf dem wir gestern gegessen haben. Ich kümmere mich um alles. Das krieg ich schon hin." Sie zwinkerte Darak zu.
"Wahrscheinlich wird es garnicht nötig sein", sagte der Nichtgenannte zuversichtlich. Er war vollends überzeugt, dass sein Schüler bei diesem Wettkampf hier obsiegte.

Und dann ging es los. Lilith verließ die Gruppe, plauderte etwas von einem Vorwand, der ihr schon einfallen würde und machte sich ein Liedchen trällernd auf den Weg zu den Greifen. Der Affenhybrid vom Vorabend erschien und bat die Gruppe, ihm zu folgen. Gemeinsam ging es durch die ruinenartige Affenstadt, bis an deren Rand. Auf einer Lichtung hatten sich viele Affenarten versammelt. Sie hockten ringsum in den Bäumen oder saßen auf Felsblöcken, von denen einige natürlichen Urpsrungs waren, andere aber stammten von der verlassenen Stadt. Der Weise Herrscher stand unterhalb von zwei Palmen, welche wie Grashalme im Wind geneigt waren und ihre sternförmigen Blattkronen über die Lichtung erstreckten. Kokosnüsse hingen im Wipfel, groß und braun, wie kräuselig behaarte Köpfe.
Der Silberrücken zeigte auf sie. "Wettkampf Anfang. Wir klettern. Holen Kokosnuss. Wer schneller wieder unten mit Nuss, gewinnen." Alma starrte auf Daraks Knie, dann zur Palme. Ein Affe schob ihn auf den Baum zu. Der Weise Herrscher klopfte gegen den Stamm. "Einmal Probeklettern." und er demonstrierte, wovor sich Darak so sehr fürchtete. In Windeseile war der Affe im Wipfel, tippte eine Kokosnuss an und schlug sie dann ab. Mit der Nuss in einer Pranke kletterte er wieder herunter bis zum Grund. Die Affenbande kreischte und johlte. Wie sollte Darak dieses Monstrum nur schlagen?

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Re: Affentheater

Beitrag von Darak Luthrokar » Freitag 12. Juni 2009, 12:27

Darak musste lächeln als er sah wie entschlossen Lilith wirkte. Sie war wirklich eine tolle Frau, wenn sie ihm nicht gerade ein Halsband der Züchtigung umlegte. Diese Tat nahm er ihr wohl noch immer insgeheim übel. „Zum Plateau, alles klar. Im Notfall müssen die Greifen angreifen wenn es nicht mehr anders geht! Eine Horde wütender Affen ist nämlich bestimmt nicht zu unterschätzen!“ Während sich Lilith und Darak sehr stark um die Fluchtmöglichkeiten kümmerten schien der Nichtgenannte völlig unbeteiligt. Er war sich offenbar wahrlich sicher dass Darak den Wettkampf gewann. Woher nahm dieser Mann der selbst auch so schwer vom Schicksal gezeichnet war nur so viel optimismus?

Lilith verabschiedete sich von der Gruppe und machte sich ans Werk, während es für Darak und Alma nun auch ernst wurde. In Begleitung des Affenhybriden begab sich die kleine Gruppe zu dem Wettkampfsplatz. Mehrere hundert Augenpaare verfolgten den Herausforderer und den Preis um den es bei diesem Wettkampf gehen sollte. Darak liess sich auf die Palme zuschieben, die hatte ja nicht mal äste um sich hochziehen zu können! Er starrte die Palme an und dann der Weise Herrscher der sich siegessicher gab und beim Probeklettern schon mal demonstrierte wie aussichtslos Daraks Bestrebungen sein sollten. Der Gorilla schoss los und kletterte in Windeseile auf die Palme die sich unter dem Gewicht des Riesenaffen leicht beugte. „Ach du scheisse.“ Hauchte Darak nur und noch ehe er diese Worte ganz ausgesprochen hatte war der Affe bereits mit der Nuss unten. „Es… geht also nur darum wer zuerst die Nuss hier unten hat oder?“ Fragte er nach, eine kleine Chance witternd wie er doch gewinnen könnte. Er verzichtete aufs Probeklettern… und schon galt es ernst. Darak versuchte gar nicht erst hochzuklettern sondern holte leicht Anlauf. Als einer der Affen den Wettkampf mit einem lauten Geschrei offiziell eröffnete rannte Darak wuchtig auf die Palme zu und rammte sie mit dem Helm voraus in der Hoffnung dass eine Kokosnuss sich lösen und herunterfallen würde. „LOOOOOOOOSRHRHRHRH ARHRHRHRHGHGH£!“ Brüllte er wütend um noch wuchtiger Rammen zu können. Er musste seine mangelnden körperlichen Fähigkeiten mit Improvisationskunst wettmachen, er hoffte dass dies von der Mehrheit der Affen als rechtens toleriert werden würde. Dies sah er als seine einzige Chance.

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Re: Affentheater

Beitrag von Erzähler » Samstag 13. Juni 2009, 22:24

Der Weise Herrscher war wirklich enorm schnell. Wie ein silbergrauer Schatten schnellte er die Palme hoch. Mit seinen gewaltigen Affenpranken war es ein Kinderspiel, die Kokosnuss von ihrem Platz du schlagen, zu fangen und anschließend mit ihr wieder am Stamm hinab zu rutschen. Vermutlich holte sich der von Haaren und Hornhaut bedeckte Hintern nicht einmal einen Splitter. Wie sollte Darak es nur mit diesem Monster aufnehmen? Selbst Carath musste jetzt wohl einsehen, dass es ein Ding der Unmöglichkeit war. Aber es trug seine Maske und das Antlitz blickte teilnahmslos und starrt auf die Lichtung.

"Scheiße", wiederholte Alma. Sie war ebenso sprachlos wie Darak selbst und starrte nur auf die Kokosnuss, die ihr anscheinend Zukünftiger in seinen Klauen hielt. Wenn die Greife nicht rechtzeitig abhoben - wenn sie sie nicht rechtzeitig erreichten! - war es wohl um die fette Heilerin aus Pelgar geschehen. Sie würde weder ihren Nierenkeller noch ihre Kinder, die in alle Winde verstreut waren, jemals wiedersehen, wenn sie den Rest ihres Lebens zwischen verlausten Affen verbringen musste.
"Darak! HOL MICH HIER HERAUS, ICH WARNE DICH!!!" Alma hatte Angst. Sie schwitzte. Nun, das war nichts Neues. Aber sie schwitzte mehr als sonst und es roch anders. Angstschweiß war stets kalt.

Dann sollte es losgehen. Man schob Darak zu seiner Palme hin. Der Weise Herrscher betrachtete seinen Konkurrenten. Er warf die durchs Probeklettern erlangte Nuss ein Stückchen in die Luft und fing sie dann mit einer seiner Affenpranken. Die messerscharfen Zähne der Affenbestie blitzten Darak triumphal entgegen. "Ich werde siegen", grunzte der Silberrücken. Er war fest davon überzeugt. Aber er hatte nicht mit darak'schem Einfallsreichtum gerechnet. Dieser entschied sich nämlich dafür, seinen Kopf zu benutzen und zwar im wortwörtlichen Sinn.
Affen galten als die primitive Form des Menschen, jedenfalls behaupteten dies einige zyranische Magierwissenschaftler. Sie erklärten diese Tiere als unzivilisiert und ohne jegliche Kultur - etwas, das sich durchaus mit dem Menschen vergleichen ließ. So kam es einem von Zyranern analysiertem Affen natürlich auch nicht in den Sinn, mit dem "Kopf durch die Wand" zu wollen - in diesem Fall durch die Palme.
Wie kreischten kleine Kapuzineräffchen und rotbäckige Paviane auf, als Daraks gehörnter Helm gegen den Stamm preschte! Auch Alma und Carath glotzten verwirrt. Cattie dackelte auf der Stelle zu der Palme hinüber. Sie gackerte wild und sorgenvoll. Dann flatterte sie auf den Weisen Herrscher los und pickte nach ihm. Erst als dieser begann, nach dem Federtier zu schlagen, flüchtete Cattie zurück zu Alma und unter deren Rock. Dort konnte sich ein jeder auf bizarre Weise sicher fühlen. Denn DORT wollte wohl niemand hin.

Unterdessen winkte der Silberrücken einige seiner nächsten Gefolgsleute zu sich. "Das gilt?" fragte er und guckte Darak böse an. Auch wenn bei diesem Versuch keine Kokosnuss von der Palme gefallen war - sie wackelten nur unsicher oben am Wipfel - fürchtete der Herrscher wohl um den Punkt dieses Wettkampfes.
Doch die Affen entschieden sich .... für Darak. Sie zeigten auf ihn, gaben seltsame Laute von sich und nickten immer wieder. Einer trommelte sich sogar gegen die Brust, um die Argumente zu unterstreichen. Was immer sie da diskutierten, es fiel zu Daraks Gunsten aus.
Der Affenhybrid, der die Gäste hierher gebracht hatte, übersetzte: "Die Entscheider-Affen entscheiden, Kokosnuss muss nur herunter. Es nicht gehen drum, wie. Du kannst so machen, auch wenn sicher bald Kopfnussschmerzen."
Der Weise Herrscher brüllte und brachte so alle Anwesenden zum Verstummen. Dann verkündete er mit deutlichem Missmut: "Das war Probe. Jetzt ernst!" Und er funkelte Darak aus schwarz blitzenden Augen an. "Du mögen Idee haben, aber Nuss trotzdem nicht fiel runter. Alma gehören mir." Ein Knurren blähte die Backen des Affen, dann wandte er sich ab und wartete auf das Kommando des Hybriden, der eine Art Startkreischen von sich geben würde.

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Re: Affentheater

Beitrag von Darak Luthrokar » Montag 15. Juni 2009, 01:06

Leicht benommen schüttelte Darak seinen Kopf. Sein Schädel dröhnte gewaltig und er wusste dass dies ihm eine gehörige Migräne beschaffen würde – also konnte er gut nochmals in die Palme rennen, der Pein war ihm ja so oder so bereits gewiss. Darak taumelte zu seinem Starplatz hin. Er schüttelte sich erneut. Blinzelte die doppelte Palme weg die da nicht hingehörte und visierte sein Ziel wieder an. Er positionierte sich bereits in einigem Abstand hinter dem Gorilla um mehr Anlauf zu haben als beim letzten Mal. Darak hatte seine Taktik gleicht geändert. Die Palme an der Wurzel zu treffen brachte nicht den gewünschten Effekt… er würde springen müssen. Alma musste ihm wahrlich sehr viel bedeuten denn jeder der Darak kennte wusste wie sehr ihm Migräneanfälle verhasst waren.

Er kriegte nur am Rande mit dass sich der weise Herrscher beschwerte. Darak seufzte ächzend. Er rechnete fest damit dass der Herrscher einen gewissen Heimvorteil genoss und er befürchtete bereits dass man seine „Methode“ aberkennen würde. Schliesslich hiess das Spiel Baumklettern und nicht Baumrammen.
Doch zu seiner Überraschung fiel die Entscheidung zu seinen Gunsten aus. “ "Die Entscheider-Affen entscheiden, Kokosnuss muss nur herunter. Es nicht gehen drum, wie. Du kannst so machen, auch wenn sicher bald Kopfnussschmerzen." Darak sah aus und blinzelte den zweiten Hybridenübersetzer weg. Er wusste dass er doppelt sah. Schliesslich kämpfte er um nur eine Alma und nicht um zwei die er neben bei den Zuschauern stehen sah. Zum Glück musste Darak hier keinen Zehnkampf bestehen wenn man bedachte dass er sich selbst schon bei der ersten Disziplin ausknockte. „Dass…gu.tt..“ Nuschelte er und ging wieder in Startposition. Er riss sich zusammen, schnaubte und visierte diese öde Palme die ihm keine Nuss hatte spenden wollen. Aber vielleicht hatte sie sich durch den ersten Aufprall bereits etwas gelöst… Er konnte es nur hoffen.

"Du mögen Idee haben, aber Nuss trotzdem nicht fiel runter. Alma gehören mir."

„Mhrrmm.“ Antwortete Darak müde. Wäre er nicht mit dem Kopf durch die Wand hätte er sich bestimmt auf einen Verbalen wettkampf eingelassen. Nun war es ihm aber definitiv danach, er merkte die Provokation noch nicht mal.

Er wartete einfach auf den Schrei des Affens der auch prompt kurze Zeit später ertönte. Wieder preschte Darak mit voller wucht auf die Palme los, sprang aber diesmal im letzten Moment noch hoch und hechtete gegen den mittleren Teil des Stammes. Es gab ein hässliches Knacksen und Krachen für einen Moment sah es so aus als hätte sich der arme Mann das Genick gebrochen denn der Körper sackte haltlos ab während der Helm stecken blieb. Tatsächlich war es aber so dass sich nur die Hörner tief in den Stamm gegraben hatte und Darak aus ihm herausgerutscht war und nun ungeschützt zu Boden krachte. Für einen Moment rührte er sich noch. Gab ein klägliches „Au“ Von sich und blieb dann leise vor sich herfluchend liegen.

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Re: Affentheater

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 17. Juni 2009, 11:37

Die Affen entschieden, dass Daraks Idee regelonform war und so durfte er nun nach dem Probe-"Klettern" erneut seinen Kopf gegen die Palme donnern. Auch wenn der Weise Herrscher dadurch etwas geknickt wirkte, aufgeben würde er auf keinen Fall. Er warf Alma einen eindeutigen Blick zu. Die Heilerin schnaubte und sah lieber zu Darak herüber. Nie hätte sie einem Vebrecher aus Valrocks Folterkammer zugetraut, dass er einmal um sie kämpfen würde. Und jetzt stand Darak da - ein bisschen wackelig auf den Beinen zwar, aber er stand - und würde gleich wiederholt mit dem Kopf auf die Palme eindreschen. "Und ich habe meine Tasche nicht mit", knurrte Alma ungehalten. Der Nichtgenannte, der neben ihr stand, drehte den Kopf. "Was?"
"Meine Heilerinnentasche. Ich hätte da ein gutes Mittel gegen Migräne drin. Jedenfalls hätte es eine Weile geholfen. Darak wird ja jetzt schon Kopfschmerzen haben."
"Ah", Carath nickte. Er verstand, hatte er doch den Teil von Daraks Schädel schon gesehen, der irgendwie ein wenig eingedellt wirkte. Außerdem hatte sein Schüler ihm ja die Geschichte erzählt. Carath wirkte ruhig. "Er kann den Schmerz wegmeditieren. Das wird eine gute Übung für ihn sein." Alma gab als Kommentar nur ein Schnauben von sich, dann zeigte sie wieder zu den Palmen, wo Darak und der Weise Herrscher Aufstellung nahmen.

Auf das Brüllen des Affen hin ging es los. Jetzt ging es um alles oder nichts, der erste von drei möglichen Punkten bei diesem Wettkampf. Hoffentlich würde Darak nach seiner Methode Kokosnüsse zu pflücken überhaupt noch in der Lage sein, die anderen beiden Disziplinen zu meistern.
Schon stürmte er los und auf die Palme zu. Noch ehe er sie erreichte, hatte der Weise Herrscher die seine schon erklommen und donnerte seine Faust gegen die Kokosnuss. Dann ertönte ein weiteres Donnern und Krachen, sowie ein hölzernes Splittern. Einige Affen unterbrachen ihr Jubelgekreische und starrten den Helm an, dessen Hörner sie wie die Spitze eines Rammbocks in das Holz des Baumes getrieben hatten. Auch Alma und Carath starrten, aber nicht auf den Helm, sondern auf Darak, der benommen am Boden lag.

"PASS AUF!", rief Alma ihm zu, da landete auch schon die Kokosnuss nur wenige Zentimeter neben seinem Kopf auf dem Boden. Sie sprang auf und ergoss ihren milchigen Inhalt auf Daraks Gesicht. Es roch und schmeckte gut, bot ihm gewissermaßen eine Abkühlung, aber die Migräne blieb dennoch nicht aus. Und mit ihr ... kehrte noch etwas ein. Etwas, vor dem Darak sich all die Zeit seit ihrer Flucht aus Pelgar gefürchtet hatte.
Bwahahahahahahahaaaaaa! Valrock lachte in seinen Schmerz hinein und es übertönte beinahe das seltsame Sirren und Ziepen an Daraks Schläfe. Er lachte nur, sagte nichts wie Samantha oder die anderen Opfer in Daraks Kopf, aber er war da. Und er amüsierte sich, ergötzte sich an Daraks Pein.

Die Affen eilten unterdessen herbei. Der Wettkampf war vorüber, jedenfalls die erste Disziplin. Der Weise Herrscher hatte es nicht rechtzeitig geschafft, die Nuss nach unten zu bringen. Darak wurde als Sieger aus dieser Runde gekürt. Trotzdem hielten alle Affen Abstand zu ihm. Nur Alma walzte sich einen Weg durch die verlauste Meute und plumpste neben Darak auf ihre Knie herunter. Carath packte nach dem Helm, um ihn aus dem Baum zu ziehen. Er hatte es nicht leicht.
"Darak, Darak hörst du mich?" Alma drehte ihn vorsichtig auf den Rücken. Dann blickte sie zum Weisen Herrscher. "Ich brauche Kräuter, sofort. Das hier ist doch ein Urwald, ihr wisst, wo es die nötigen Kräuter gibt. Bringt mir Pfefferminz und Brennessel!" Der Affe mochte in Darak einen Konkurrenten sehen, aber ihm gefiel es natürlich nicht, wenn jemand litt. Schon gar nicht wenn dieser Jemand Alma war und sie schaute nur allzu besorgt auf ihren menschlichen Freund hinab. Sofort trommelte sich der Silberrücken gegen die Brust. Einige Affen sprangen flugs davon und in den Kapayu hinein. "Wir holen dir", sagte er dann beruhigend zu Alma. Sie nickte und schaute wieder auf Darak - den sturen Kerl, der trotz des Wissens um seine Migräne mit voller Wucht gegen die Palme gestürmt war.

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Re: Affentheater

Beitrag von Darak Luthrokar » Freitag 26. Juni 2009, 23:03

Darak spürte nur noch einen deftigen Aufprall der dafür sorgte dass er kurz mit der ruckartigen Bewegung seines Unterkiefers seine Zähne malmte. Dann spürte er seine Knie weich werden und einsacken so dass er mit der Schläfe an der Palmenrinde entlang schabte und schliesslich am Boden landete. „Nffhrhghghg.“ Ein dumpfer Aufschlag und ein anschliessendes Knacken hielt Darak für den Bruch seines Schädels und der nun auslaufenden Hirnmasse. Er hatte es übertrieben, war sein einziger Gedanke der sich hartnäckig gegen die zunehmende Benommenheit hielt. Doch es war nur die Kokosnuss die da zersprungen war.
Darak zuckte benommen zusammen als ihm die Milch ins Gesicht spritzte und seine klebrige nasse Spur hinterliess als sie langsam herunter rann. „Mrargm..“ Murmelte er und verdrehte die Augen. Doch Ruhe und Bewusstlosigkeit wollte sich nicht einstellen. Es blieb das peinvolle Dröhnen im Schädel… und es kam etwas unheilsames dazu.

Bwahahahahahahahaaaaaa! Darak keuchte. Er wurde auf einen Schlag leichenblass, ja gar beinahe Grau. Seine Augen die eben noch verdreht waren starrten nun panisch ins Leere. Er sah weder die Affen noch Alma die zu ihm geeilt war, nur schwarze und rote Punkte breiteten sich vor ihm aus. Doch er konnte es hören. Es hallte in seinem Geiste nach mit jeder dumpfen Schmerzwelle.

Bwahahahahahahahaaaaaa!
Bwahahahahahahahaaaaaa! Schweiss rann ihm über die pochenden Schläfen. Sein Atem beschleunigte sich, sein Herz raste, die Hände begannen wie Espenlaub zu zittern. „N.n..n.eirnrnrnn… ARHRH… NEIRNNR!“ Unruhig begann sich der völlig benommene Mann zu winden und zu drehen. Er wand seinen Kopf hin und her, verschlimmerte damit ungemein seine Kopfschmerzen doch es war ein verzweifelter Versuch dieses Lachen wieder loszuwerden.

„N.nreirnrnrn.n.ERHAHRHARHR..aHRH:R:RRHRH!!“ Darak begann zu schreien. Nicht aus Schmerz, sondern vor Panik. Er drehte durch! Er drehte wahrlich durch! Valrock war da. Er war gekommen um ihm sein Leben zu ruinieren und diesmal würde er ihn nicht beseitigen können. Eine Erkenntnis die seinen Blutdruck ins unermessliche steigen liess und dafür sorge dass sämtliche kleine Blutgefässe platzten. Aus seiner Nase tropfte es rot hervor und auch eine Ader im linken Auge bildete einen kleinen roten Stausee um sich. Während der Kopf des Gehörnten Rammbocks immer röter wurde. „AHRHRHRHRHR!“ Nur schwer liess sich Darak auf den Rücken drehen. Sofort klammerte er sich schmerzhaft an Almas Oberarm fest.
„V..A::A:…:V::A:ALLROCKrr.rhg.g..AHRRHhghgHGGH!“ Nackte Angst war aus seiner Stimme herauszuhören. Darak hatte Panik, gewaltige Panik die nur sein grösster Peiniger hatte auslösen können. Valrock Moslag.

Darak begann zu strampeln. „HARHRhrhh….Aruhghgg..“ Aus seinen Rufen wurden klagende Laute. Es schien kaum möglich dass dieser Mann heute noch irgend einen weiteren Wettkampf bestreiten würde. Eher war er auf schnelle Hilfe angewiesen und die war in einem Urwald fern ab jeglicher… menschlicher Zivilisation sicherlich schwer zu finden. Aber er hatte ja seine Freunde… und Flugtiere.

Der Gehönrte wälzte sich immer wilder am Boden und ächzte, schnaubte und keuchte so vehement und energisch dass sich Schaum vor seinem Mund bildete.

„Nein..neienrn.rn..eienrn.rn.n.“ Winselte er immer wieder und schüttelte seinen schmerzenden Schädel. Er hielt sich die Ohren zu und krümmte sich zusammen. Wollte sich von Valrock abschotten, der dummerweise nicht abzuschotten war, denn er war in ihm. In seinem Geiste.

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Re: Affentheater

Beitrag von Erzähler » Montag 29. Juni 2009, 19:23

Aufgrund des Zusammenstoßes mit der Palme sinkt Daraks Lebensenergie auf 55%

Alma hielt ihren Lieblingspatienten und musterte ihn kritisch. Zu dumm nur, dass sie ihre Heilertasche damals nicht hatte mitnehmen können, aber den Affen war bereits Befehl erteilt worden, ihr Heilkräuter zu beschaffen. Hier im Urwald ließ sich bestimmt alles finden, was sie brauchte und die Affen würden schon wissen, wo sie suchen mussten.
Doch die dicke Tonne von Frau machte sich noch mehr Sorgen. Jemand, der sich derart den Schädel angehauen hatte, rührte sich meist nur sehr mäßig und vor allem: er zitterte nicht und bekam keine Schweißausbrüche.
"Hier stimmt was nicht!" Alma winkte Carath heran, der sofort nähertrat. Sogar der Weise Herrscher wankte heran, ein Gigant, der über die meisten Köpfe der Versammelten hinaus reichte. Man sah ihm an, dass er nachdachte und Darak mit gewisser Verwirrung musterte.

Darak Luthrokar lebte in seiner halben Bewusstlosigkeit und Benommenheit gerade seinen Albtraum durch. Es war geschehen. Valrock hatte seinen Geist gefunden und es sich in seinem Kopf bequem gemacht. Sein Lachen hallte selbst dann noch durch Daraks Denken, als es eigentlich schon wieder verstummt war. Stattdessen wurde es nun kurz von einem Mädchenkichern begleitet. Das hast du verdient, Mörder, gluckste Samantha und auch wenn Darak eigentlich sonst nur Stimmen hörte und sie nicht sah, so konnte er nun vor seinem geistigen Auge das kleine Mädchen ausmachen. Es stand neben Valrock. Beide gaben sich die Hand; ein Abkommen, das seinen geistigen Zustand besiegelte. Sie würden ihn in den Wahnsinn treiben und nichts konnte ihn dann noch erlösen. Es war schlimmer als der Tod selbst.
Zudem meldete sich natürlich auch noch die Migräne. Einen solchen Kopfstoß konnte nicht einmal ein Helm wie der Daraks vollkommen ungerührt lassen.

Alma hielt Darak fest, der zappelte wie ein in die Enge getriebenes Tier, das man nun packen wollte. Sie war die einzige, die sein panisches Keuchen wirklich verstand. Sofort ruckte ihr Gesicht zu Carath herüber. Alma starrte. "Valrock?!" So ganz konnte sie sich noch keinen Reim darauf machen und auch der Nichtgenannte zuckte mit den Schultern. Aber Alma wäre nicht Heilkundige gewesen, wenn sie keine anfängliche Diagnose hätte stellen können. "Er muss eine Gehirnerschütterung haben ... ARGH ... fantasiert jetzt wohl .... RURGH, DARAK, HALT STILL!"
"Kopfschmerzen?", fragte der Weise Herrscher sogar aufrichtig mitfühlend für seinen Kombattanten. Alma musste ihm die Antwort direkt ins Gesicht brüllen, weil Darak ein solches Tohuwabohu veranstaltete. "JAAA, DAS VERMUTLICH AUCH! WO BLEIBEN DIE KRÄUTER?!?!?!"
Carath stand ganz ruhig neben den beiden und ihrem Patienten. Er blickte auf Darak nieder, sah wie dieser sich wand und vor lauter Panik kaum richtig atmen konnte. Er blutete aus der Nase, sein Kopf war ganz rot und sämtliche Venen traten als dicke Schläuche unter der Haut hervor. Schaum bildete sich vorm Mund. Das hatte nichts mit einer Gehirnerschütterung zu tun. "Er hört ihn ... Alma, in seinem Kopf, er hört meinen Bruder."
Alma starrte. "VERDAMMT, STIMMT! OH, WAS MUSSTE ER DEN DRECKSKERL AUCH UMBRINGEN?!?!?" Alma drückte Darak mit aller Kraft gegen den Boden, aber Fett war eben keine Muskelmasse, so dass Darak allein nur gegen ihr Gewicht ankämpfen musste; wenngleich das auch enorm viel war. Aber Kraft trat nicht als zweiter Faktor hinzu.

Alma riss den Kopf hoch. "Was machen wir jetzt? Ich bin keine Stimmen-im-Kopf-Heilerin! Ich kann höchstens etwas gegen seine Migräne machen!"
"Halte ihn fest", befahl der Nichtgenannte und krempelte sich die Ärmel hoch. Was hinter seiner ausdruckslosen Maske vorging, wusste nur er selbst. Vorsichtig kniete er sich neben Darak, nahm eine meditative Haltung ein. "Es ist meine Schuld, ich gab ihm damals den Auftrag."
"QUATSCH, Darak hätte den Kerl auch so irgendwann getötet!" Alma kam kaum noch gegen den sich Widersetzenden an. Endlich griff der Silberrücken ein, denn er erkannte, was Alma nun brauchte: eine hilfreiche Hand. So packte er Daraks Arme und drückte ihn ohne großen Aufwand zu Boden. Eines stand fest: einen Zweikampf hätte der Gehörnte definitiv verloren.
"Ich werde ihm trotzdem helfen", meinte Carath und stimmte einen kleinen Singsang an. "Ommmmmm...." Nach einer Weile legte er beide Hände an Daraks Kopf und begann damit, die Schmerzen aus Darak zu absorbieren und an die Umwelt abzugeben. Carath ging dabei so weit, dass er auch geistigen Schmerz über sich selbst wie über einen Katalysator umleitete. Er drang dabei tief in Daraks Psyche vor und wurde zu einer weiteren Stimme in seinem Geist. Voller Konzentration rief er ihm lediglich zwei Worte immer und immer wieder zu: Lass los.

Endlich kamen auch die Affen zurück und brachten Alma tatsächlich alle Kräuter, nach denen sie verlangt hatte. Sofort begann die Heilerin diese auf dem Boden mit zwei Steinen zu zerstampfen, bis sich ein Brei daraus bildete. Spucke musste als Flüssigkeit herhalten. Anschließend rieb sie den Matsch zum Teil auf Daraks Schläfen und drückte ihn zum anderen gegen seinen schaumigen Mund. "Iss das, wenn du kannst." Sie drehte seinen Kopf zur Seite, damit er im Fall von Erbrechen nicht daran ersticken konnte.
Die Affen schauten ihr voller Faszination zu.

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Darak Luthrokar
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Re: Affentheater

Beitrag von Darak Luthrokar » Samstag 4. Juli 2009, 12:29

Als Darak den unheilvollen Pakt zwischen Samantha und Valrock vor seinem geistigem Auge sah weiteten sich seine Pupillen während er gleichzeitig die Augen weit aufriss. Dann brüllte er los. „NEIRNRNRNN.“ Er schrie wie am Spiess und windete sich so dass es Alma merklich schwer viel ihn irgendwie ruhig zu halten. Darak bewegte sich mit der Wucht der ihm die Panik verlieh und die war nicht unscheinbar. „AHRRHRHRHH!“ Brüllte er. Es war doch ordentlich was ein Luthrokar veranstalten konnte wenn er durchdrehte. Ihn in Schach zu halten war eine grosse Herausforderung für die füllige Heilerin die sich schliesslich nicht mehr anders zu helfen wusste als halb auf ihn drauf zu liegen. „NrhghhhRHHghrhFHFHFHFHFH!“ Ächzte Darak der spürte wie sein Brustkorb zusammengedrückt wurde. Doch noch immer strampelte und zappelte er wie ein Tollwütiger. Musste er nicht langsam müde werden davon? Alma bekam einige unangenehme Hiebe und Tritte ab die sie wohl auch nachträglich noch spüren würde. „ARHrAHRHRHHRrhrhrh!“

Dieser Mann würde wohl kaum noch an einem Wettbewerb teilnehmen. Eher gehörte er in die Obhut eines Heilerhauses. Doch hier im Dschungel gabs nichts. Da war die Amazonenstadt fast noch am nächsten und ob die sich „gern“ um ein Männchen kümmerten?
Darak schaffte es in seiner Tobsucht sich halb aus Alma herauszuwinden so dass sich schliesslich der Silberrücken genötigt fühlte einzugreifen. Gegen diese Masse hatte Darak selbst in seiner Panik nicht ein Hauch einer Chance. Als wäre er eine Holzpuppe mit beweglichen Gliedern wurden seine Arme auf die Seite geschoben und fixiert und zwar so effizient dass sich Darak nicht mal mehr aufbäumen konnte. Der Gehörnte hechelte und nahm überhaupt keinen Sichtkontakt mit der „wirklichen“ Welt auf sondern starrte ständig das Standbild von Samantha und Valrock an welches sich tief in seinen Geist einfurchte.

Darak brüllte auf als Carath in an de Kopf fasste, ein sehr intimer Ort für den Gehörnten, besonders dann wenn er Migräne hatte. „NRNGHHGH!“ Versuchte er sich verzweifelt zu wehren. Es sah so aus als würde man ihm rohe Gewalt antun doch alle beteiligten wussten dass man ihm Helfen wollte. Da Darak keinen Weg fand allein wieder aus seinem Zustand der Angst herauszukommen. Die Fixation brachte schliesslich die Erschöpfung hervor denn Darak konnte so viel gegen Silberrückens Hände ankämpfen wie er wollte – dies tat er auch und das laugte ihn allmählich aus. Sein Hecheln wurde lauter während sein Widerstand langsam abnahm.
Er schloss schnaubend seine Augen als Carath damit begann in seinen Geist einzudringen. Eigentlich war diese Massnahme schon fast etwas übergriffig, Darak beschwerte sich mit einem Knurren. Es war nicht leicht noch einen weiteren Geist in sein Chaos aufzunehmen.

Durch dass das Darak so hechelte war es für Alma ein leichtes ihm den Heilknollen in den Mund zu schieben, normalerweise wehrte er sich ja vehemennt gegen solche Aktionen doch diesmal schluckte er es in einem Zug runter. „Nrhghghhh.“ Langsam wurde der Mann ruhiger. Lass los Hiess es immer wieder in seinem Geist… und Darak liess los. Sein Körper erschlaffte, die Augen verdrehten sich und die Sinne schwanden in tiefe Bewusstlosigkeit. Seine Gesichtszüge entspannten sich dabei und die Atmung wurde wieder regelmässig.

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Re: Affentheater

Beitrag von Erzähler » Dienstag 7. Juli 2009, 19:23

Welche Schrecken hatte Darak bis zu seiner Bewusstlosigkeit durchlebt? Was hatte ihn so panisch reagieren lassen? Niemand wusste es, nur er selbst, doch er konnte es seinen Freunden nicht mitteilen. Darak Luthrokar war bewusstlos, hatte sich in diesen traumlosen und schlafähnlichen Zustand geflüchtet, nachdem Carath ihm geraten hatte loszulassen. Ziellos trieb er dahin, niemand begleitete ihn. Valrocks Lachen war verschwunden, zusammen mit dem Bild, bei dem er Samantha die Hand reichte und beide einen Pakt für die Ewigkeit und gegen ihren Mörder schlossen.

Die Zeit verging. Zeit, in der Darak geistig abwesend war und nicht mitbekam, wie der Weise Herrscher seinen Körper von einigen kräftigen Affen zurück in die Affenfestung tragen ließ. Ihm entging, dass Carath seinen Helm aus der Palme zog und ihm folgte. Er verpasste, dass Alma sich auf den Weg zu den Greifen machte, um Lilith Bescheid zu geben und sie zu holen und dass der Weise Herrscher sich ihr anschloss und mit der Tonne Händchen hielt, um sie zu beruhigen. Aber Alma war mehr als beunruhigt. Nicht aufgrund der Tatsache, dass nun niemand mehr zum Wettkampf antrat, um sie zu retten und sie womöglich bald einen haarigen Liebhaber zum Gatten bekommen würde, sondern weil sie sich wegen Darak Gedanken machte. Sie fragte sich, was er vor seinem geistigen Auge gesehen haben mochte. War es wirklich Valrock? Carath hatte ja Andeutungen gemacht. Oh, Alma wünschte sich, der Nichtgenannte stünde einem Irrtum gegenüber!
Valrock Moslag in Darak Luthrokars Kopf ... da könnte er auch gleich Lysanthor persönlich gegenüber treten und ihm in den Hintern treten. Darak würde damit nicht zurechtkommen. Alma wusste, wie sensibel der gehörnte Macho war. Aber jetzt konnte sie es nicht ändern. Hoffentlich würde Carath seinem Schüler irgendwie helfen können.

Der Nichtgenannte saß bei ihm, bis Darak aus seiner Bewusstlosigkeit erwachte. Er war von Alma versorgt und von den Affen in einen lichtgeschützten Bereich gebracht worden. Hier hielten sich normalerweise die alten Affenmännchen auf, um vor der Hitze geschützt zu sein. Doch jetzt lag Darak in einer der aufgespannten Hängematten, die aus gewaltigen Blättern bestanden.
Die Geräusche des Dschungels waren hier gedämpft, ebenso wie die Temperaturen. Es roch nach feuchter Erde und kaltem Stein. In einer Ecke des teils zerstörten Raumes brütete eine fremde Vogelart. Die Mutter ließ sich nicht stören, solange man nicht zu nah heran kam. Cattie, die irgendwann einfach wieder aufgetaucht war, warf einen neugierigen Blick auf die fremde Vogelmama, aber hielt sich auf Distanz. Sie hatte ein eigenes Kind zu schützen - wenn es auch kein Huhn und viel größer als sie selbst war. Cattie flatterte in die Hängematte und machte es sich auf Daraks Bauch bequem.

Carath hockte auf einem halb zertrümmerten Mauerfels und wiegte die Hängematte sanft. In seiner anderen Hand hielt er den Helm. Er hatte keinen Schaden genommen, war kein bisschen zerbeult. Dieses Ding hatte auch Darak vor schlimmerem bewahrt.
"Bist du wieder wach?", fragte Carath, nun schon der vierte Versuch. Aber jetzt schien er von Erfolg gekrönt zu sein. "Du hast meinen Bruder gesehen, oder? In deinem Kopf. Ich habe dir den Schmerz genommen, aber du musst dir bewusst werden, dass er zurückkehrt. Wenn du willst, bereite ich dich darauf vor."

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Darak Luthrokar
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Re: Affentheater

Beitrag von Darak Luthrokar » Freitag 10. Juli 2009, 23:17

Darak Luthrokar war in seinem Leben schon mehr als es wohl gesund war Bewusstlos gewesen. Dies lag nicht nur an seiner selbstzerstörerischen Ader die er tief in sich trug sondern hatte auch einen ganz praktischen Nutzen zwecks Schmerzbetäubung. Schmerz. Auch etwas wovon Darak ein Liedchen singen konnte. Doch dazu stand ihm im Augenblick sicherlich nicht der Sinn. „Mrhrhrm.“ Ächzte der Gehörnte erschöpft auf. Er verzog schmerzlich sein Gesicht, drehte seinen Kopf mehrmals und rollte sich zu einem Muskelbällchen zusammen. Darak Luthrokar war offenbar nicht Zuhause. So zumindest wirkte er auf die Umgebung. Er wollte gar nicht wach sein. Wachheit bedeutete Schmerz, Angst und vielleicht sogar baldiger Wahnsinn. Darauf konnte wohl jeder gut verzichten. Hinzu kamen noch die körperlichen Folgen des Aufpralls.

Bereits die gedämpften Geräusche des Urwalds waren dem Gehörnten zuviel. „MrhrhrAHrhg!“ Murrte er sichtlich unwillig. Sein Kopf dröhnte noch immer. Es ging ihm schlecht. Auch die Gerüche nahm er viel stärker wahr als sonst. Erde, Stein, Moos, Blätter und sogar Caraths und Catties Anwesenheit roch er. „Ourhghg. Wasnrnngghn..n.“ Winselte er und petzte die Augen wieder zusammen. Er Atmete auffallend flach und doch schien er noch immer sehr benommen zu sein.

"Du hast meinen Bruder gesehen, oder?“ Darak hielt sich die Ohren zu. Was wohl ein Ja bedeutete. Er keuchte, schluchzte. Das Bild was er gesehen hatte war schlimmer, der Pakt war das schlimmste. Der Pakt zwischen Valrock Moslag und Samantha. Opfer die unterschiedlicher nicht sein konnten.
In deinem Kopf. Ich habe dir den Schmerz genommen, aber du musst dir bewusst werden, dass er zurückkehrt. Wenn du willst, bereite ich dich darauf vor."

„Schmerz.n….. ich..willr..r.h…hierh.r.g.g.n.we.g.g.h… R…ruh.e…“ Murmelte er klagend.
Schwerfällig drehte er sich zu Carath hin. Sah ihm kurz entgegen. Daraks Blick… war anders… ängstlich.. .verstört. Das was geschehen war, hatte er ganz offensichtlich noch nicht verdaut.
Er schloss sie wieder. Atmete tief durch. Instinktiv tastete er nach Cattie. Ihr Gefieder zu lockern beruhigte ihn etwas.

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Re: Affentheater

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 16. Juli 2009, 11:36

Carath schaute in die Hängematte hinein, in der Darak sich drehte und wälzte. Maulend beklagte er sich über den Lärm und überhaupt alles, ohne wirklich zu wissen, wo er denn nun war. Ein gutes Zeichen, bei einem Luthrokar. Wenn dieser noch jammern konnte, so ging es ihm nicht ganz so schlecht. Carath wusste das nicht unbedingt, war nur verwirrt und überrascht darüber, dass ein Mann von Daraks Ausmaßen so quängelig sein konnte. Immerhin war er ein Mörder, hatte Valrock gerichtet und trug nun die Folgen in seinem Kopf herum. Eine schreckliche Konsequenz ...

Darak hielt sich die Ohren zu. Seine Muskeln zeigten sich verkrampft. Es ging ihm wohl körperlich besser als geistig. In seinem Kopf lauerte sein ärgster Feind und hatte sich anscheinend mit seinem jüngsten Opfer zusammengetan. Jeden Moment konnten sie über Darak hereinbrechen und seine Mörderseele langsam in den Wahnsinn treiben. Eine Rache, die für beide nicht süßer hätte sein können. Dies würde schlimmer werden als jeder Schmerz, den der Nichtgenannte aus Daraks Leib gezogen und vorerst an die Umwelt abgegeben hatte.
„Schmerz.n….. ich..willr..r.h…hierh.r.g.g.n.we.g.g.h… R…ruh.e…“ "Ich kann dich verstehen, aber du solltest dich noch ausruhen." Carath flüsterte nun, um Darak die Lautstärke so angenehm wie möglich zu gestalten. Ihn nun auf den rückkehrenden Schmerz vorzubereiten, wäre vergebliche Liebesmüh. Darak war dazu genauso wenig in der Lage wie am weiteren Wettkampf um Alma teilzunehmen. Hieß das, der Riesenaffe hatte gewonnen?

Gerade als das gehörnte Schmerz- und Peinbällchen, das Darak darstellte, Catties Federn lockerte, traten mehrere Gestalten in den Ruhebereich. Sie mussten hintereinander gehen, denn Alma und der Silberrücken passten nicht gleichzeitig durch das Loch, das einst einmal eine Tür gewesen sein musste. Hinter ihnen folgte Lilith. Die Elfe sah sehr besorgt aus. Immerhin hatte sich ihr potenzielles Spendermännchen verletzt. Aber bestimmt ließe sich dennoch das wirklich Nötige für die Amazonen aus ihm herausholen.

Alma trat an die Hängematte heran, hob eine ihrer Patsche-Pranken und strich mit den wurstigen Fingern über Daraks Stirn - ein stumme Grußgeste. Sie wollte seine Migräne nicht unnötig herausfordern. So sagte sie auch nichts, als ihr Blick auf die kupferne Maske des Nichtgenannten fiel. "Den Umständen entsprechend", wisperte dieser und zeigte an, leise zu sein. Alma nickte. Dann winkte sie Lilith heran, die mit ehrfürchtiger Langsamkeit zur Hängematte kam. Sie schaute hinein. Da lag er, Darak Luthrokar, Spender der Amazonen, mehrfacher Mörder und erfolgloser Alma-Retter. Sie betrachtete ihn. Cattie hob kurz den Kopf, ließ sich aber sonst nicht weiter stören. Das Huhn genoss Daraks Streicheleinheiten sichtlich.
Im Hintergrund unterhielten sich Alma und der Silberrücken sehr gedämpft. Thema des Gesprächs war der Wettkampf und das weitere Vorgehen. Lilith hielt sich aus der Diskussion heraus. Sie wiegte die Hängematte ein wenig. Da trat Carath an ihre Seite. "Wir können hier nicht weg, solange er in diesem Zustand ist", meinte er zur Elfen-Amazone.
Lilith nickte. "Aber wir müssen fort, ehe Alma den Affen heiraten muss. Ach, wenn du wenigstens aufstehen und laufen könntest, Darak."
"Das meinte ich nicht", entgegnete der Nichtgenannte. "Daraks Geist ist angegriffen. Mein ... Bruder wütet dort. Er muss von ihm loskommen, sonst ... ich habe seine Augen gesehen. So schaut kein Mörder. So schaut nicht er."

Lilith berührte Daraks Wange, wünschte sich, er würde sie ansehen. Sie fürchtete sich davor, dass er die Eigenschaften, weswegen sie ihn ausgesucht hatte, verloren hätte. Schon einmal hatte sie das miterlebt, als sein Bein langsam abfaulte. Wie trübsinnig er gewesen war. Kein Erzeuger tapferer Amazonenmädchen. Er durfte sich jetzt nicht verlieren.
"Was kann dir eine Stimme schon tun?", wisperte die Elfe. "Du brüllst doch viel lauter. Sie werden ungehört." Neben ihr seufzte Carath Moslag und im Hintergrund versuchte Alma, den Silberrücken gnädig zu stimmen. Sie appellierte an seine Weisheit.

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Re: Affentheater

Beitrag von Darak Luthrokar » Donnerstag 16. Juli 2009, 23:56

Darak hatte oft schlechte Laune wenn er Migräne hatte… und im Moment wütete eine verdammt heftige Migräne. Er ächzte auf. Jedes Wort ,jeder Buchstabe der in sein Gehör und noch weiter in sein Gehirn drang schmerzte. Am liebsten hätte er sich von der ganzen Welt abgeschottet. Doch das ging nicht. Wenigstens schwiegen die Geister, doch die Angst sie könnten ihr Wort wieder gegen ihn erheben ängstigten den sonst so schwer zu beeindruckende Mann. Gegen Geister nützte selbst das brutalste Folterwerkzeug nichts. Keine Kraft, keine Fäuste, keine Muskelkraft.

Darak wollte nur noch weg, zurück in die Zivilisation, wo es wenigstens richtige Betten und süsse Krankenschwestern gab. Wie dort am Silbersee. Aber nein, er musste hier am Anus der Welt in einer Ruine liegen. Umgeben von Primaten die sich gegenseitig Lausten. Sein Wunsch den er äusserte war dadurch natürlich nicht schwer zu verstehen. Einfach nur weg hier. Niemand würde es wohl schön finden ausgerechnet mitten im Urwald durchzudrehen. "Ich kann dich verstehen, aber du solltest dich noch ausruhen." „Mrhrmrm… ich kann mich… dort… ausruhen!“ Mit „dort“ meinte Darak das Amazonennest, welches ihm im Moment als Paradies der weiblichen Krankenpflege und Fürsorge erschien. Vermutlich trug seine Migräne zu dieser doch sehr krassen Illusion bei.
Beleidigt rollte sich Darak zusammen und hielt sich wieder die Ohren zu. So hörte er die Besucher nicht herankommen doch er „sah“ sogar durch geschlossene Augen hindurch den Schatten der sich plötzlich auf ihn warf. Alma. Er hörte sie schnaufen. Darak schwieg und runzelte nur etwas gequält anmutend die Stirn als sie ihn berührte. „mrhrmm.“ Klagte er. Die Augen liess er konsequent geschlossen, nichts war schlimmer und schmerzhafter während seiner Migräne als die Augen offen zu haltn. Die grellen Farben ätzten ihm beinahe das Liquor aus dem Hirn. So fühlte es sich zumindest an.
"Wir können hier nicht weg, solange er in diesem Zustand ist" Darak schnaubte. Er war anderer Meinung. Auch wenn er zu gerne gelauscht hätte – er vertrug es einfach nicht und so presste er seine Hände fester gegen seine Ohren und rollte sich noch dichter zusammen. So vernahm er nicht was Carath über sein Seelenheil dachte .

Darak seufzte auf als Lilith seine Wange berührte. Er mochte es immer wenn sie ihn anfasste. Die Augen blieben jedoch geschlossen. Der Gehörnte atmete tief durch und schnurrte leise. Zärtlichkeiten vermochten immer einen Schmerz einwenig zu lindern.
"Du brüllst doch viel lauter. Sie werden ungehört." Darak runzelte die Stirn. Es dauerte seine Weile bis er langsam und mühsam antwortete. „Es…hilft nicht… das brüllen. Stell.. dir vor… ihre Stimmen mögen… leiser sein… aber sie sind näher bei meinem Geist als es meine eigene… jemals sein könnte.“ Hauchte er. Immerhin schien Darak nicht so verzweifelt zu sein dass er gar nicht mehr sprach.

"Wie.. weit... wäre... es noch bis zur Amazonen.. insel? Habt... ihr dor...t. ein.. Heiler..haus?" Darak wollte weg. Dies signalisierte er stur.

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Re: Affentheater

Beitrag von Erzähler » Dienstag 21. Juli 2009, 21:32

Man merkte es ihm an, er wollte fort. Einfach nur raus aus dem Urwald und Carath sowie alle anderen seiner Gruppe konnten ihn sehr gut verstehen. Hier im Kapayu war es einfach nur heiß, dann die ständigen Regenschauer, die keineswegs erfrischend waren, weil es einfach nur schwül blieb. Hinzu kam der Lärm. Wie konnte ein Urwald nur so laut sein?! Und dann noch die Affen. Dutzende, Hunderte von ihnen! Sie kreischten, sprangen herum und lausten sich gegenseitig. Nun, es gab auch ruhigere Vertreter wie die gemütlichen Orang-Utans. Die saßen gerade aber weitab von Daraks Unterkunft auf einer Mauer und kauten auf ausgelutschten Bananenschalen herum. Pflanzliche Geschlechtsteile, wie Darak sagen würde. Aber der Gehörnte gab selbst kaum einen Laut von sich, brummte nur er wolle von hier fort. Jeder dumme Schimpanse konnte sehen, dass er dazu im Augenblick nicht die Kraft besaß. Außerdem ... war da immer noch das Problem mit Alma und ihrem tierischen Verehrer.

Lilith bescherte Darak wie schon oft zuvor ein kleines bisschen Seelenfrieden. Wenn man bedachte, dass sie Amazone war, konnte man sich doch schon wundern, wie sehr die Elfe darum bemüht war, dass es Darak gut ging. Sanft strich sie ihm über die Wange und nahm sein Schnurren mit zuckenden Elfenohren zur Kenntnis.
Aufmerksam lauschte sie den Erklärungen ihres Männchens über dessen Stimmen - Valrock und Samantha -, die in seinem Kopf umher geisterten. Wobei sie sich im Augenblick ruhig gaben. Nichts war da, nur der Schmerz seiner Migräne, den sich Darak bestimmt schon gewohnt war. Trotzdem machte es das kaum angenehmer oder erträglicher.

"Wie.. weit... wäre... es noch bis zur Amazonen.. insel? Habt... ihr dor...t. ein.. Heiler..haus?" "Es gibt ein Frauenhaus", wisperte ihm die Elfe zu. Sie kam nah an Daraks Ohr; an jenes, welches nicht durch den Schlag damals gelitten hatte. Sie hatte bereits beide Ohren gesehen. "Aber meine Schwestern werden dich dort kaum unterbringen. Es ... wird etwas anders werden als du es vermutlich gewohnt bist." Sie schwieg einen Moment. Sollte sie ihn bereits über die Amazonen und ihr eigentliches Verhältnis zu Männern aufklären. Kaum eine würde sich Darak gegenüber so verhalten wie Lilith Blütentau es bislang getan hatte. Aber kaum eine suchte auch mit persönlichen Motiven nach einem Spendermännchen.
"Bestimmt kommst du in der Burg unter." Das entsprach zumindest der Wahrheit, allerdings verschwieg Lilith, wie kalt und feucht es in den Zellen sein konnte, vor allem, wenn die morgendliche Flut durch die Gitterfenster hinein schwappte und Sand, Krebse und Seesterne anspülte. Die Zellen rochen das ganze Jahr über stark nach Fisch und das Gestein glitzerte vom Salz der See. Sie schaute Darak mit ein wenig Mitleid an. Dorthin wollte sie ihn jetzt noch nicht schicken, er brauchte Ruhe. So, wie er sich im Moment zeigte, würde er bei den drei weisen Jungfern ohnehin niemals als Spendermännchen durchkommen. Sie streichelte beruhigend seine Unterarme. "Du musst zu Kräften kommen und dich erholen. Vorher können wir von hier nicht fort. Bitte, Darak."

In diesem Moment stampfte Alma heran. Jeder Schritt dieser Masse von Frau musste ein Donnern in Daraks Schädel sein. Alma machte einen bedauernswerten Eindruck. Carath und Lilith schauten sie an und die Heilerin schnaubte. "Da Darak gewissermaßen für den Wettkampf ausfällt, hat sich der Weise Herrscher nun zum Sieger erklärt. Sein Konkurrent hat sein Ausscheiden schließlich selbst verschuldet."
"Heiß das ...?", fragte Lilith und riss entsetzt die Augen auf. Alma nickte nur brummend wie ein Bär mit Magenschmerzen. "Ja, eure Alma muss einen AFFEN heiraten." Sie ließ sich trübsinnig einfach an Ort und Stelle auf den Hosenboden plumpsen. Ihre Mundwinkel hingen weit unten, ähnlich ihren ballonartigen Brüsten, die vermutlich niemals in ihrem Leben einen Büstenhalter kennengelernt hatten. Sie seufzte, schaukelte die Hängematte an, in der Darak lag. Sie wiegte ihn sanft. "Danke, dass du's versucht hast."
"Wir haben immer noch die Greifen", meinte Carath aufmunternd, aber Alma schüttelte den Kopf. "Bis sich Darak erholt hat und mitfliegen kann, werde ich die ...", sie schauderte, "... Hochzeitsnacht längst erlebt haben." Die Gruppe verfiel in Schweigen. Was sollten sie nun tun?

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Darak Luthrokar
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Re: Affentheater

Beitrag von Darak Luthrokar » Mittwoch 22. Juli 2009, 01:39

"Es gibt ein Frauenhaus" „Ja.. .dann.. nichts wie hin!“ Meinte der Gehörnten in einer Sturheit für welche er berüchtigt war. Er spürte den zarten Hauch ihres Atems an seinem Ohr. Wie wohltuend er war. Wie beruhigend der Klang ihrer Stimme. „mrhrmrm.“ Darak atmete tief durch. "Aber meine Schwestern werden dich dort kaum unterbringen. Es ... wird etwas anders werden als du es vermutlich gewohnt bist." In Daraks Hirn arbeitete es im Moment nicht gerade auf Hochtouren da alles zugedröhnt war mit Schmerz. „Das ist mir verflucht.. nochmal… egal! Es.. .wird besser sein… als hier!“ Davon war Darak felsenfest überzeugt. Er hatte ja keine Ahnung!

Ooohhh! Fluchen ist soo anstrengend! Der Umstand dass es ihm mehr Schmerzen bescherte wenn er sich geistig anstrengte – und dies machte er beim Fluchen eben – war ärgerlich.

"Bestimmt kommst du in der Burg unter." „Schön!“ Meinte er knapp. Frauen bauen Burgen? Sicherlich Brustförmig oder so… „thithihi.“ Sein plötzliches peinverzogenes Lächeln mochte wohl für alle Anwesenden ein Rätsel bleiben.
"Du musst zu Kräften kommen und dich erholen. Vorher können wir von hier nicht fort. Bitte, Darak." Der Gehörnte schnaubte. Ihm passte Liliths Aussage nicht. „Wenn… du nicht… die… Tante von … Affenmenschen…mischlingen… werden… willst… SOLLTEn… wir aber von hier weg! Ich.. .fall schon nicht gleich auseinander!“ Er war schliesslich kein Weichling! Dass Darak Luthrokar ein verdammt zäher – wenn auch klagender – Brocken war hatte er ja bei seiner Beinamputation bewiesen.

Doch dann wurde eben genau diese Robustheit geprüft indem Alma mit donnernden Schritten angewalzt kam. Darak verzog sein Gesicht und krümelte sich noch weiter zusammen. „ORUhghghg!“ Keuchte er und presste sich die Hände an die Ohren.

"Da Darak gewissermaßen für den Wettkampf ausfällt, hat sich der Weise Herrscher nun zum Sieger erklärt. Sein Konkurrent hat sein Ausscheiden schließlich selbst verschuldet.“ Nach dem entsetzen Schweigen kam von Darak nur ein verärgertes „PHA!“ Dann schwieg auch er wieder eine Weile ehe er erneut ein paar Worte zustande brachte. „Die Weisheit… des weisen Herrschers… ist aber auch nicht… beachtlicher als eine Nuss!“ Knurrte er und machte sich somit zum unglücklichen Verlierer. „Was… ist … mit deinem Recht… mit deiner… Emanzipation! Liliiithh… du solltest doch darin gut sein…“ Keuchte er müde.

"Ja, eure Alma muss einen AFFEN heiraten." „Das wirst du NICHt tun verdammt… nochmal…oruhghgghh.“ Wieder die Aufregung…wieder das Fluchen…wirklich ärgerlich!

Darak wurde es beinahe übel als die Hängematte geschwenkt wurde. Seine kaltschweissige Hand legte sich auf Almas und gemahte diese so zur Ruhe. "Danke, dass du's versucht hast." „Tut.. mir leid!“ Er hatte verloren, er fühlte sich als Versager und auch das machte ihn wütend! Hätte er sich beim Wettkampf anders verhalten sollen? Vielleicht, aber er hätte ohnehin keine Chance gehabt die anderen beiden Disziplinen zu gewinnen. So gut man ihm das Brüllen auch nachsagte sein Kontrahent war noch immer ein ausgewachsener Gorilla…

"Wir haben immer noch die Greifen" „Ich… sags… ja schon… die ganze… Zeit… hauen… wir ab!“

"Bis sich Darak erholt hat und mitfliegen kann, werde ich die ...Hochzeitsnacht längst erlebt haben." Darak verfiel ebenfalls in Schweigen. In seinem eingeschlagenen Hirn arbeitete es fieberhaft. Erst nach ein paar Minuten unterbrach er leise die Stimme. „Was… wenn… ich … sterbe…“ Er erntete verdutzte Blicke, dies spürte er. „Wie… damals… ins Andunie… Alma… du erinnerst dich doch oder? Man… hielt.. .mich für.. .tot… wenn du deinen… Freund.. betrauerst…. Und ihn in allen… ehren bestatten willst… ausserhalb der Stadt… meinst du nicht dass… der weise Herrscher… darauf eingeht? Und kommt.. mir jetzt nicht… mit ich müsse mich noch erholen! Ich FALL NICHT AUSEINANDER! AOurhghghghgh.“

Dies war wieder ein Plan der nur dem geiste eines Luthrokars entspringen mochte. Tollkühn, Abenteuerlich und meisterlich darin jegliche eventuallitäten nicht zu berücksichtigen. Man bedenke dass "in eine Palme rennen" auch zu Daraks Plänen gehört hatte. Dies soll einfach die genialität welche sich dahinter verbirgt beleuchten.

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