Im Schutz des Waldes

Dieser wunderschöne Wald liegt im Nordosten, abgegrenzt durch den Fluss Iridul. Das Elfendorf Eldar ist in ihm verborgen, sowie der Sternensee – ein magischer See, dessen Geheimnis gut von den Elfen bewahrt wird.
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Die Bruderschaft aus Pelgar hat im Eldoras ein verstecktes Lager aufgebaut, in dem sie auch erste Flüchtlinge aus der Hauptstadt aufgenommen haben.
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Janay
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Janay » Samstag 14. Mai 2011, 16:39

Seine gewisperte Frage ließ sie schwer schlucken und ein Nicken andeuten. Er würde es sich vermutlich schon denken können und nachdem sie ihm so viel erzählt hatte von sich, erschien es in ihren Augen sinnlos, das zu verschweigen. Noch dazu, wo er ihre Stimmung vor der Sache mit dem See direkt miterlebt hatte.
Das würde jetzt nicht heißen, dass sie ihm wirklich alles von sich offenbaren würde. Es gab Dinge, die sie selbst nach ihrem Gespräch noch definitiv für sich behalten wollen würde. Das betraf vor allem ihren Beruf, denn sie glaubte nicht daran, dass er Verständnis dafür haben würde. Warum sollte er auch? Sie wusste schließlich ausreichend und hatte genügend erlebt, um auch ihm eine negative Reaktion auf dieses besondere Metier zuzutrauen. Denn selbst unter Dunkelelfen war dieser Beruf nicht geachtet.
Heimlich gingen viele Männer zu Frauen wie sie oder manche sogar zu Knaben, egal, welcher Rasse sie angehörten. Jedoch zu akzeptieren, mit jemanden auch im normalen Alltag Kontakt zu haben, das wollten sie alle nicht. Auch wenn Kazel bisher eine wohltuende Ausnahme gewesen war, hatte sie nicht vor, ihm das zu erzählen. Sogar Talimée würde sie es verheimlichen, solange es ihr möglich wäre, am besten für immer.
Und derzeit brauchte sie wenigstens kein Geld, was sie auch gar nicht mehr hatte, weil alles in Kosral oder bei den Kutschresten geblieben war, sodass sie es sich nicht einmal erarbeiten müsste. Bis sie wieder soweit wäre und sich nicht für eine andere Tätigkeit entscheiden würde, würde noch einige Zeit vergehen. Weswegen also Alptraumbilder wecken, wenn sie gar nicht nötig wären?
Denn noch immer hielt sie ihren Aufenthalt in dieser Gruppe für begrenzt, obwohl sie nun zugestimmt hatte, zumindest noch ein bisschen länger hier zu bleiben. Wie lange genau das andauern würde, konnte sie nicht sagen und wollte sich jetzt auch keine Gedanken darum machen.
Außerdem lockte das Hasenfleisch und es schmeckte wirklich gut, sodass sie kauend kurz aufsah und Kazel zunickte, als er sie allein lassen wollte. Vermutlich war ihm inzwischen viel zu kalt geworden und da Sintus bald käme, konnte sie ihn nicht einmal mehr länger mit ihrem Körper wärmen. Kein Wunder für sie also, dass er lieber zurück ging und noch ein bisschen etwas von dem Feuer in der Höhle in sich aufnahm, bevor sie sich in Marsch setzen würden.
Ihr Blick wanderte hinauf zum Nachthimmel und sie fragte sich, wie lange es wohl noch bis zur Morgendämmerung dauern würde. Da sie bisher keinen geregelten Tagesablauf gehabt hatte, wo sie zur selben Stunde stets der gleichen Beschäftigung nachging, hatte sie auch kein Gespür und keine Erfahrung in der Zeiteinschätzung. Somit hatte sie auch jetzt keine Ahnung, wie spät es in etwa sein mochte, aber sie konnte am Horizont noch nichts von einem heller werdenden Himmel erkennen. Nun, in dieser kalten Jahreszeit hieß das nicht, dass es nicht schon vielleicht früher Morgen war, jedoch für sie hatte dadurch der Tag noch nicht begonnen.
Dass sich Talimée zu ihr gesetzt hatte, hatte sie nicht bewusst wahrgenommen, sondern wurde erst aus ihren Beobachtungen und Gedanken geholt, als die Dienerin die Stimme erhob.
Auch ihr Blick wanderten zu der alten Vettel und sie grinste flüchtig, was ähnliches wie das ausgesprochene Kompliment bedeuten sollte, nachdem sie den Bissen endlich runter geschluckt hatte.
Noch einmal beugte sie sich vor und klaubte sich nach der anderen ein weiteres Stückchen heraus, danach hätte sie wohl schon genug. Sie hatte nichts dagegen, wenn Talimée sich auch bediente, sodass sie auch nichts dazu sagte, um dem keine weitere Aufmerksamkeit zu schenken. Nicht, weil es für sie so unbedeutend war, sondern weil sie schlichtweg kein Recht hatte, der Waldelfe vorzuschreiben, was sie essen dürfte oder nicht.
In Kosral hatte sie ihr schließlich auch schon etwas gegeben und versuchte auf ihrem Weg bis hierher zu sehen, dass die andere nicht vollkommen am Hungertuch nagte. Auch wenn sie ihr niemals so viel hatte geben können, wie ihr Körper es vermutlich gebraucht hätte, ohne sich selbst zu verraten.
Das zweite kleine Stück von dem Hasen schob sich Janay in den Mund, schloss und kaute genüsslich sowie ausgiebig, um den vollen Geschmack aufnehmen zu können.
So sah sie das Grinsen auf den Lippen Talimées erst, als sie eine Berührung spürte und automatisch in ihre Richtung sah. Die Frage traf sie unvorbereitet, wodurch sie als erste Reaktion lediglich eine Augenbraue skeptisch anhob und den Bissen hinunter schluckte.
Dann aber musste sie sogar ebenfalls ein wenig grinsen und zuckte mit den Schultern. "Er... ist recht nett. Ungewöhnlich für sein Alter, doch im positiven Sinne.", erwiderte sie und spürte selbst, wie schwammig ihre Aussage war, was sie innerlich wunderte.
Warum gab sie nicht rundheraus zu, dass sie ihn zwar niedlich fand, ihm diese schüchterne Verhaltensweise allerdings nicht austreiben wollte und sich somit zurück halten würde? Die junge Frau wusste es nicht und ohne es zu wollen, stieg ein leises Unbehagen in ihr auf, was sie gar nicht kannte.
Noch bevor sie es hätte in Worte fassen können, begriff sie, dass sie drauf und dran war, Kazel ehrlich zu mögen. Nicht als Mann, den sie würde verführen wollen, um an sein Geld und an etwas Spaß zu kommen, sondern als jemanden, mit dem man sich tatsächlich auch über gewöhnliche Themen unterhalten konnte. Es ging nicht soweit, dass ihr das Spiel vorhin in der Höhle, das Sintus so rüde unterbrochen hatte, bereuen würde, jedoch weit genug, dass sie keine Lust darauf hatte, so etwas zu wiederholen, um ihn nicht auszunützen. Eine eigenartige Rücksichtnahme ihrerseits, die ihr nur wieder zeigte, dass es klüger wäre, so rasch wie möglich von hier zu verschwinden.
Je mehr sie sich an jemanden gewöhnte und ihn mochte, desto gefährlicher wurde es für sie, weil sie trotz allem heimatlos bleiben würde. Es würde ihr größere Schmerzen bereiten, ihn hinter sich zu lassen, je länger sie noch verweilte.
Ein leises Seufzen entrang sich ihrer Kehle bei diesem Gedanken, weil ihr Gespräch trotz allem tröstend gewesen war und sie es gerne wiederholt hätte, um ein bisschen ihre inneren Qualen zu lindern. Zu schade...
Wieder waren es Worte, die sie in die Wirklichkeit zurück holten und sie erneut seufzen ließen. "Ach, Talimée...", murmelte sie und lächelte leidend.
Es war ja nett gemeint von der Dienerin, das wusste sie, und auch wenn die Vision ihrer gemeinsamen Flucht wahr geworden war, glaubte Janay nicht daran, dass es diejenige mit ihrem Schicksal auch werden würde. Wenn etwas ihre Bestimmung war, dann, dass sie in die Einsamkeit gehörte, und nicht, dass sie einen Mann für sich finden könnte. Wie hätte ihre Einstellung auch anders sein können bei ihrem bisherigen Lebensweg? Nein, in der Hinsicht musste die andere sich einfach irren.
Dafür wurde die junge Frau von einer plötzlichen Umarmung mitsamt einen Kuss auf die Wange überrumpelt, sodass sie automatisch erstarrte, bevor sie ihre Arme hob und automatisch um den warmen Körper legen wollte.
Doch damit kam sie eine Spur zu spät, denn Talimée entglitt ihren Fingern schon wieder. Sie wusste nicht, was sie davon jetzt wieder halten sollte und das auch, ohne daran zu denken, dass die Alte alles hatte sehen können aus nächster Nähe.
Um diese Situation in eine andere Richtung zu bewegen und es für sie nicht unangenehm werden zu lassen, brachte sie das Gespräch auf Kazels scherzhafte Bemerkung zu sprechen.
In Janays Augen blitzte Belustigung auf und sie nickte bekräftigend. "Ja, weißt du, wir hatten vorhin darüber gesprochen, dass, wenn ich jetzt gehen würde, ich ja seine Kleidung am Leibe hätte. Somit würde Kazel nichts anderes übrig bleiben, als mein Kleid anzuziehen, wenn er nicht ewig halb nackt herum laufen will. Also, ich weiß ja nicht, was du davon hältst, aber mich würde es schon interessieren, das zu sehen!" Allein die Vorstellung schon entlockte ihr ein leises Kichern.
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Erzähler » Sonntag 15. Mai 2011, 11:15

Annabelle hielt sich höflich zurück. Sie schaute sogar immer mal wieder nach ob Sintus aus der Höhle kam. Sie wollte wohl keine weiteren Unruhen mehr in der Gruppe haben. Noch immer war nicht deutlich ersichtlich was genau Annabelle von Kazel und Janay hielt. Aber sie würde die beiden wohl im Moment kaum verraten. Diesen Eindruck erweckte sie nicht. Eher schien ihre Aufmerksamkeit darauf zu liegen ob der Fremden das Hasenfleisch mundete. Es war schwierig gewesen ihn zuzubereiten sie hatte nur noch wenige Kräuterreste gehabt und verfügte weder über Salz noch Pfeffer. Der Hase war dementsprechend nicht gewürzt.
Entsprechend erleichtert und zufrieden reagierte sie als Janay das Essen lobte. Sie wurde sogar leicht rot und winkte verlegen ab. „Ach…Frau tut was sie kann.“ Lächelte sie und winkte ab. Doch man sah dass ihr das kleine Kompliment gutgetan hatte. Schliesslich wurde sie ziemlich oft als Vettel, Hexe, Alte oder sonst was betitelt. Dabei hatte die Gruppe ihr schon viel zu verdanken, schliesslich war sie es gewesen welche die beiden Schwerverletzten einigermassen über Wasser gehalten hatte. Ursprünglich war sie ja dazu auserkoren worden Gift zu mischen und keine Heilkräuter.

Sie freute sich darüber im Stillen sogar so sehr darüber dass sie nicht merkte dass Janay eigentlich ihre Dienerin gemeint hatte und nicht sie. Zufrieden ging sie zum nahegelegenen Bach und wusch sich die Hände. Sie selbst hatte noch nicht von dem Hasen gekostet. Annabelle war auf gewisse Art und Weise eine ziemlich bescheidene und genügsame Frau. Was wohl aus ihr geworden wäre, wenn sie nicht der Gruppe beigetreten wäre? Sie würde sich jetzt wohl mit dem Flüchtlingszug irgendwo in den Wäldern befinden. Keiner der Gruppe wusste ob die Flucht geglückt war. Man konnte durchaus berechtigte Zweifel haben. Tausende von Menschen brachte man nicht unauffällig durch einen Wald hindurch. Sie hinterliessen ihre Spuren. Und bei den Menschen handelte es sich ja um Kriegstraumatisierte einfache Bürger und nur wenige Soldaten. Wenn sie von den Dunkelelfen aufgespürt würden, dann würde ihre Flucht vermutlich in einem barbarischen Gemetzel enden.
Innerhalb der Gruppe hatte sich eine Kleingruppe gebildet, welche aus Janay und Kazel sowie auch manchmal unter Talimeé. Vielleicht würde das Gruppengefüge sich etwas umformen wenn Xenia und Juduka wieder auf den Beinen waren. Würde Xenia wieder die Führung übernehmen? Sie war die Ranghöhere Paladinin der Gruppe, von daher müsste es die logische Konsequenz sein.

Annabelle war wie Juduka etwas von der Gruppe abgespalten. Sie war zwar mit dabei aber sie gesellte sich weder immer zu den beiden Kriegern noch zu den Fremden.
"Danke, dass du ihn uns zubereitet hast, Annabelle." Sie schaute wieder auf. „Oh…j..ja bitte.“ Meinte sie verlegen und kam zur Gruppe hin. Auch sie nahm sich ein paar Brocken und ass mit grossem Appetit. Annabelle lauschte den Worten der Dienerin. Sie fragte sich ob sie auch eine Vision über ihr Schicksal empfangen könnte.

Juduka war bereits auf das Pferd bugsiert worden als Kazel das Höhleninnere erreichte. Sintus war gerade dabei die Lederbänder von Xenias Bahre am Sattel des Rosses zu überprüfen. Juduka gab nach wie vor ein ziemlich bedenkliches Bild von sich ab. Sie sass schief im Sattel, ihre verletzte Schulter hing schwer herab. Auch war sie blass – gut dies waren Nachtelfen immer. Sie zupfte unruhig an ihrer Robe rum und kramte Handschuhe hervor, ächzend zog sie ihre Kapuze über den Kopf und zog die Handschuhe an. Juduka war Nachtelfe, sie musste sich vor den Sonnenstrahlen da draussen schützen, selbst wenn der dichte Wald die meisten Sonnenstrahlen abfing.
"Wäre es nicht besser ..." Sintus blickte auf. „Was?... Was wäre besser?!“ Brummte er gereizt. Er hatte zu tun. "Die Nachtelfe sollte mit Xenia den Platz tauschen." „Ja… sollte sie… aber es ist mir scheiss egal was sie sollte!“ Knurrte er leise, denn Xenia war eingeschlafen. Es machte ihn nervös dass seine Waffengefährtin so oft schlief. Er kannte sie, jeder Paladin kannte sie, schliesslich war sie eine Heldin, eine Legende unter den Paladinen. Sie so, menschlich zu sehen… beunruhigte ihn weil es ihn daran erinnerte dass sie alles nur verletzliche Menschen waren. Sie waren besiegbar.

„Ich werde nicht riskieren dass sich Xenias Zustand verschlechtert, sie ist in der Gruppe nicht zu ersetzen. Die da oben… ist Kriegsgefangene. Mehr nicht!“ Knurrte er. „Sie wird diesen Strapazen länger ausgesetzt ein wenn du jetzt anfängst mit mir herumzudiskutieren. Ich bin der Ranghöhere Paladin, also füge dich meinem Befehl!“ Mahnte er ihn. „Berichte mir lieber was du über Janay herausgefunden hast.“ Er schwang sich auf das Pferd. Juduka verspannte sich sofort. Sie keuchte auf als sich der kräftige Arm des Ritters um ihren Bauch schlang um sie festzuhalten. Die Nähe zu diesem Mann behagte der Elfe ganz und gar nicht. Sie hielt ihren Blick gesenkt. Es wollte nicht zu ihr passen, hatte sie doch bei Raxtian selbstbewusst und kühl gewirkt. Nun die gewisse eisigkeit war nicht verflogen, sie schien eher verbissen zu sein.
„Nimm du das andere Pferd. Oder musst du laufen um den Weg zum See wiederzufinden?“ Immerhin Sintus traute ihm die Aufgabe zu auf den sicheren Transport von Xenia zu achten. Dies konnte man schon als eine Verbesserung der Beziehung zwischen den beiden Männern auffassen. Der Paladin schien seinen „Bruder“ wirklich prüfen zu wollen und ihm eine echte Chance zu geben. Kazel spielte diesbezüglich gewaltig mit dem Feuer.

Sintus schnalzte seinem Pferd zu und setzte es in Bewegung. „Wehe die haben den ganzen Hasen gegessen.“ Brummte er vor sich her und ritt voran. Annabelle war die erste welche auf die beiden reagierte. „Hoffentlich hält der See was er verspricht!“ Sintus ritt neben Janay und Talimée hin. Er blickte zu den beiden runter. „Eine von euch kann mit Kazel reiten.“ Er musterte den Topfhelm. „Krieg ich auch was davon ab?“ Während er Talimée zulächelte, bedachte er Janay mit einem ziemlich neutralen, undurchdringlichen Blick. Er traute ihr nicht, das war deutlich spürbar. Vielleicht kam Janay doch nicht darum herum zwecks besserer „Gruppenbedingungen“ sich ein wenig an den Paladin anzunähern. Er stellte für sie zumindest im Moment, neben dem Wald die grösste Gefahr dar. Immerhin schien wenigstens die Waldelfen eine beruhigende Wirkung auf den grossen Krieger zu haben. Er mochte sie ganz offensichtlich. Es war auch schwer Talimée nicht zu mögen.
„Vielleicht sollte ich reiten und Kazel und Talimée laufen, sie sind schliesslich die einzigen welche den Weg kennen.“ Sintus nickte nur. „Na dann.“ Brummte er. Er war mehr damit beschäftig die Umgebung im Auge zu behalten, wer sich letztendlich auf den Gaul setzte war ihm inzwischen auch egal. Er war müde und hatte jegliche Diskussion satt.

Er blickte zu Janay hin. „Nun… bleibt ihr also in der Gruppe?“
Die Gruppe setzte sich in Bewegung. Sintus ritt immer ziemlich dicht hinter Janay her, was dem Pferd zugute kam, es war nämlich jenes welches in Janays Haare vernarrt war. Immer wieder schnappte es mit seinen grossen Lippen nach ihr und versuchte an das kostbare Haargut heranzukommen um daran herum zu knabbern. Sintus lächelte. Nicht hämisch, er mochte eben Tiere und das Verhalten des Pferdes amüsierte ihn. „Es mag euch wirklich.“ War dies ein Versuch des Paladins in ein unbeschwertes Gespräch mit Janay zu kommen?
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Kazel Tenebrée » Mittwoch 18. Mai 2011, 09:20

Arina war also tatsächlich ihre Schwester. Sie musste sie vermissen. Vielleicht war sie jemand, der stets eine schützende Hand über Janay gehalten hatte. Etwas, das Kazel nie erfahren durfte, er besaß keine Geschwister. Aber sein Vater hatte sich seiner Zeit gebührend um ihn gekümmert. So gut es eben funktionierte, wenn man Sklave der Dunkelelfen war. Diese Zeit bereute der Mischling nicht, sie fehlte ihm. Er hätte gern mehr über seinen Vater und dessen Welt erfahren. Vielleicht durfte er das noch, diesseits des Drachengebirges.
In Gedanken versunken näherte er sich Sintus, den Pferden und den Verletzten und äußerte seine Zweifel bezüglich Judukas Behandlung. "Kriegsgefangene", wiederholte er das Wort beinahe schmerzlich. Die Nachtelfe tat ihm leid und in seinen Augen war sie keine, die man aufgrund der derzeitigen Umstände zu einer Gefangenen machte. Nein, das gewiss nicht. Sie war keine Kriegsgefangene. Sie war Ausgestoßene. Der Wegbereiter der Toten hatte sie im Stich und zurückgelassen wie etwas, das man nicht mehr benötigte. Und so wie Kazel es zuvor mitbekommen hatte, war der Frau stets sehr gelegen gewesen, dass dieser Bastard Raxtian sie wahrnahm. Vielleicht ging es über den Wunsch hinaus, ihm zu assistieren. Möglicherweise war da Mehr, so sonderbar und widerlich sich dieser Gedanke anfühlte. Wer wollte schon einen ... Untoten? War Raxtian dies? Ein Untoter? Was immer er war, mit ihm wünschte doch keine Frau eine Beziehung. Juduka könnte viel ansehnlichere Männer haben. Sie war doch eine hübsche Elfe. Im Moment ist sie nur ein armes Häufchen Elend. Kazel blinzelte. Er würde nicht zulassen, dass man sie als Kriegsgefangene behandelte. Das hatte sie nicht verdient. Vorerst musste er es aber hinnehmen. Sintus' Worte besaßen Logik. Wenn er jetzt mit ihm diskutierte, würden sie beide sich nicht nur streiten, sondern setzten die Verletzten noch länger ihrem Schmerz aus. Es wäre besser, man brach endlich auf.
So gab der Mischling nach. Das stellte sich als einfacher heraus als Sintus' folgendem Befehl zu gehorchen. Bericht erstatten. Janay. Richtig. "Sie ..." Sollte er sie verraten? Kazel stand zwischen den Fronten. Dieses Schicksal war ihm ja mehr als bekannt. Schon immer begleitete ihn der Umstand auf seinen Wegen. Aber jetzt hieß es eine Dunkelelfe zu verraten oder die Bruderschaft. Beides war ihm wichtig. Er hatte Janay ein Versprechen gegeben. Was nun? "Sie ist keine Waldelfe", bestätigte er, ohne ihre wahre Herkunft zu verraten. "Aber sie ist auch keine Bedrohung." Das vermutete er und verstummte, als Juduka aufkeuchte. Kazel blickte auf. "Behandelt die Bruderschaft ihre Kriegsgefangenen in gleichem Maß wie das dunkle Volk?" Und er konnte diesbezüglich ein Wörtchen mitreden. Er war ein Kriegsgefangener gewesen. Sein Körper hatte dafür büßen müssen. Sein Blick wanderte auf die Hände herunter, die er kurz zu lockeren Fäusten ballte. Die Krallenspitzen lugten hervor. Eine Gänsehaut jagte über Kazels Rücken und er löste die Fäuste auf. Seine Zunge schob sich über die spitzen Giftzähne, die man ihm eingesetzt hatte. Wenn er es sich eingestand, behandelte der Paladin seine Gefangene sogar noch gut. Er seufzte. "Ich werde zu Fuß gehen. Vom Pferd aus lassen sich die Spuren schlechter entdecken." Außerdem mussten sie dann alle etwas langsamer reiten. Der Weg würde somit länger dauern, aber für Juduka und Xenia angenehmer werden, als wenn man mit den Pferden durch den Wald preschte. Er marschierte aus der Höhle.

Draußen hatten sich Talimée und Janay über den Hasen hergemacht, aber natürlich war noch etwas übrig. Beide besaßen keine egoistischen Veranlagungen. Sie wussten wohl, dass auch "ihre Männer" einen Happen benötigten. Was Sintus jetzt wohl aber am besten gebrauchen könnte, wäre eine Mütze voll Schlaf. Er saß bereits mit Juduka auf einem der Pferde. Janays Tier und das von Talimée waren noch frei. Eines von beiden würde vermutlich Annabelle beanspruchen, so konnten sich die Frauen das letzte Tier teilen. Kazel würde sie führen.
Talimée reichte dem Paladin seinen Helm mit dem verbliebenen Hasen. Sie erwiderte sein Lächeln. Die beiden verstanden sich gut. Ähnlich vielleicht wie sich Kazel und Janay verstanden? Die Herrin fand ihn nett, so hatte sie es der Elfe gesagt, aber Talimée war nicht dumm. Sie bemerkte wohl eher, was sich zwischen beiden abspielte als dass diese es selbst entdeckten. Und so entschied sie, dem Vorschlag des Paladins zu folgen und mit Kazel zu Fuß voraus zu gehen. So konnte sie ihnen allen den Weg bis zu jener Stelle weisen, an der man die halb Erfrorenen gefunden hatte. "Mach nur so weiter. Die Herrin mag dich sehr."
Kazel starrte Talimée perplex an. Zum Glück musste er sich jetzt noch nicht auf den Weg konzentrieren. Sein Blick wanderte über die Schulter zurück zu Janay. Er mochte sie auch, glaubte er. Sie war nett. Und das sollte bei einer Dunkelelfe doch schon etwas heißen.
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Janay » Freitag 20. Mai 2011, 22:04

Was andere von ihr hielten, war ihr mit der Zeit relativ gleichgültig geworden. Janay hatte sich damit abgefunden, dass sich außer Arina niemand in ihrem Leben sich wirklich für sie interessiert hatte und in ihr immer nur das gesehen wurde, was die betreffenden Personen auch erkennen wollten. Somit hatte sie bald gelernt, lediglich das zu zeigen, was von ihr erwartet wurde, ganz gleich, was sie selbst davon hielt. Sie hatte sich angeeignet zu beobachten und dann so zu agieren, wie es in die Situation am geeignetsten passte. Sie musste erst Talimée und daraufhin Kazel treffen, um diese Haltung schwanken zu sehen. Was für Folgen das für ihre Zukunft haben könnte, darüber war sie sich noch nicht einmal im geringsten klar.
Es fehlte ihr einfach die Zeit, um darüber in Ruhe nachdenken zu können. So blieb ihr nichts anderes übrig, als vorerst ungeplant zu handeln und darauf zu bauen, dass ihr Instinkt sie nicht ebenfalls völlig im Stich lassen würde.
Ein wenig fragend hob sie eine Augenbraue an, als die Alte auf ihre Worte reagierte, die eigentlich ihrer Dienerin galten. Trotzdem hielt sie es für klüger, Annabelle die Freude zu lassen und nicht zu zerstören, so froh wie sie reagierte. Nein, sie blieb lieber stumm und wollte vermeiden, es sich mit ihr auch noch zu verscherzen. Es reichte, dass Sintus derart aufgebraust war und sie sich tatsächlich darauf eingelassen hatte.
Außerdem wurden sie und die Waldelfe ohnehin schon ein wenig allein gelassen, sodass sie das Thema fallen lassen konnte und keine Illusionen zerstören musste. Es dauerte nur leider nicht lange und Talimée sorgte dafür, dass sich die Zeit dem Ende zuneigte, weil sie die Frau ansprach. Janay unterdrückte ein Seufzen.
Das Alleinsein ging ihr allmählich immer deutlicher ab, weil sie ständig von irgendjemandem umgeben war, mit der Gefahr, dass jede weitere Minute noch wer dazu kommen könnte. So etwas wurde rasch lästig für eine Person, die in den letzten vier Jahren den Großteil ihrer Zeit allein für sich verbracht hatte.
Was indes drinnen vor sich ging, bekam sie zumindest nicht mit und dachte auch nicht daran, dass jetzt Sintus' Laune sich auf jemand anderes ablud. Und wenn, hätte es ihr egal sein können, sofern ihr nicht wieder der Kragen bei seinem arroganten, typisch pelgarischen Verhalten platzen würde, was jederzeit in ihren Augen möglich wäre.
Während sie so da saßen und ein bisschen etwas vom Hasen genossen, ohne alles andere den Übrigen weg zu essen, tat sich in der Höhle so einiges. Das Ergebnis davon war, dass sich bei deren Eingang etwas tat. Nachdem sich die Alte den Kopf wandte, folgte sie der Bewegung und erhob sich.
Pflichtschuldig, weil es nicht ihre Kleidung war, klopfte sie diese ein bisschen ab, damit Kazel es noch verwenden könnte später. Er würde ja nicht ewig halbnackt herum rennen und sich eine tödliche Verkühlung zuziehen wollen.
Kurz sah sie zu ihm, bevor sie sich notgedrungen dem Paladin zuwandte, da dieser auf sie zugeritten kam, mit der geschwächten, schon verhüllten Nachtelfe vor sich im Sattel. Ihre Augenbraue hob sich schon jetzt unwillig, weil er ihre Aufmerksamkeit beanspruchen zu wollen schien. Ihr Kinn reckte sich wie von alleine provozierend vor und es hätte wohl nicht viel gefehlt, sie hätte schon die nächste patzige Bemerkung gefunden, um sie ihm gegen den Kopf zu schleudern.
Fast hätte sie ihm sogar einen Bissen von dem Hasen verwehren wollen, besann sich im letzten Moment jedoch eines besseren und schwieg dazu lieber.
Ihre Augenbraue wanderte noch höher, obwohl sie weit von der Idee entfernt war, sich offiziell zu empören, dass gerade diese Zwei, die ihr allmählich etwas zu bedeuten begannen, zu Fuß marschieren sollten. Doch sie protestierte nicht... noch nicht.
Stattdessen schnaubte sie leise und sah Sintus herausfordernd an. "Wie du siehst.", gab sie nur leise und leicht schnippisch zurück, ehe sie hastig ihren Kopf weg zog, weil schon wieder ein Pferdemaul ihren Haaren viel zu nahe kam.
"Anscheinend.", murrte sie nur und bemühte sich, gelenkig auszuweichen, ehe sie wieder geopfert werden konnte und Sabber auf ihrem Kopf haben müsste.
Dann nahm sie den Helm an sich, bevor er dagegen protestieren oder es sogar verhindern konnte, indem er sich alles krallte, und zupfte ein weiteres Stück Fleisch von dem Hasen, das sie der Nachtelfe in die behandschuhte Hand drückte.
Sie warf Sintus einen mahnenden Blick zu, sich da lieber nicht einzumischen, da sie trotz allem ahnte, dass er durchaus dazu fähig wäre, diese Person hungern zu lassen. Deswegen hoffte sie, dass der Ausdruck in ihrem Gesicht und vielleicht auch Talimées Anwesenheit halfen, dass er diese niederen Gefühle unterdrücken würde.
Daraufhin wandte sie sich ab und ging kurzerhand zu Kazel. "Du hast auch noch nichts gegessen... und gib Xenia was davon.", sprach sie leise, fast schon ein bisschen intim zu ihm und drückte ihm den Helm in die Hand.
Danach griff sie nach den Zügeln und dem Sattel und zog sich auf das letzte freie Pferd hinauf, um reiten zu können. Die Zügel allerdings beließ sie locker, weil es ihr nur recht sein konnte, dass sie ihr Pferd selbst nicht lenken musste. Sie verließ sich darauf, dass sie ihren Gedanken ungestört nachhängen und sich auf Kazel soweit verlassen konnte, dass ihr Tier nicht plötzlich durchgehen würde. So wollte sie sich endlich jene Zeit nehmen, die sie für sich brauchte, um ihre Pläne zu überdenken und neu zu schmieden.
Lautlos seufzte sie und sah unwillkürlich in dem Moment zu Kazel, als er seinen Blick über die Schulter in ihre Richtung lenkte. Ohne es bewusst zu tun, lächelte sie ihm flüchtig zu, sagte aber nichts zu ihm. Sie hatte die Worte ihrer Dienerin nicht gehört, sodass sie nicht ahnte, dass sie mehr oder weniger ertappt worden war.
Daraufhin richteten sich ihre Augen allerdings wieder auf den Weg nach vorne, ohne ihn tatsächlich wahr zu nehmen. Stattdessen wanderten ihre Gedanken und lenkten sie von der Realität ab.
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Kazel Tenebrée » Montag 23. Mai 2011, 00:51

Kazel rieb sich die Unterarme. Noch waren sie nicht aufgebrochen und noch zeigte sich die morgendliche Sonne nicht zwischen dem verworrenen Geflecht der Blätter. Es war kühl und der Mischling spürte dies wohl am deutlichsten. Es mochte nicht mehr so frostig wie in der Nacht zuvor sein, aber die niedrigen Temperaturen ließen auf seinem Körper doch eine Gänsehaut entstehen. Trotz allem musste er schmunzeln. Hier stand er nun, umgeben von Menschen und zwei Elfen, von denen er wusste, dass eine davon dem dunklen Volk entsprungen war. Es war furchtbar bizarr. Pelgars Bürger hatten ihn hängen sehen wollen, als er nach langer Zeit der Einsamkeit die Hauptstadt aufgesucht hatte. Fälschlicherweise als Dieb beschuldigt war er von jenen Menschen in die Kerker der Stadt gebracht worden, die er nun und wohl auch zukünftig verteidigen wollte - als Mitglied der Bruderschaft des Lichts. Ob man ihn zu einem Paladin ausbilden würde, wie Sintus einer war? Xenia schien schließlich sehr davon angetan, Kazel den Schwertkampf einzutrichtern.
Und was war mit Janay? Wäre er ihr früher begegnet, lange vor den Ereignissen um die finsteren Wolken, vor Shantih, seiner Zeit in der pelgarischen Irrenanstalt und vor der Bruderschaft. Kazel hätte sich vermutlich auf sie gestürzt, um ihr den Hals umzudrehen oder ihr das Genick zu brechen. Seine von Hass geschürte Wut auf das eigene Volk war nicht erloschen, aber er hatte gelernt, es gezielter auszurichten. Nicht jeder Dunkelelf war so grundlegend boshaft wie ihrer Zeit seine Mutter. Janay galt doch als bestes Paradebeispiel.
Ja, letztendlich war da auch noch sein Rücken, seine Hautfarbe. Nichts davon schien er länger verstecken zu müssen. Wofür er sich in Morgeria geschämt hatte - wofür er monatelang die Peitsche zu spüren bekommen hatte - wurde hier in keiner Weise direkt angesprochen. Es war wohl mitunter das Bizarrste, das Kazel erleben durfte, aber auch eine der schönsten Erkenntnisse. Und obgleich er im Moment fast nackt in einem unbekannten Wald stand, sich sprichwörtlich den Hintern ab- und die Finger blau fror, er war doch zufrieden. Es gefiel ihm. Es war so viel besser als sein bisheriges Leben und er hatte vor, diesen Weg weiter zu beschreiten. Nicht länger allein.
Sein Blick glitt über die Versammelten. Zu nicht allen würde er etwas aufbauen, das man eine enge Freundschaft nennen konnte. Zu Talimée beispielsweise hatte der Mischling so gut wie keinen Bezug bisher genommen. Aber Xenia bedeutete ihm unsagbar viel, auf Juduka wollte er ein Auge haben ... und Janay?

Kazels Blick traf sich mit ihrem, just, als er über die Schulter zurück blickte. Sie mochte ihn? Das hatte jedenfalls ihre Dienerin behauptet und die linste jetzt auch nach hinten. Sie hatte den Blickaustausch bemerkt. Ihr Herz klopfte nicht minder heftiger als das des Mischlings. Sie freute sich für ihn und ihre Herrin. Außerdem hatte sie es sich zur Aufgabe gemacht, die beiden einander etwas näher zu bringen. Nein, sie wollte keine Liebesgöttin spielen. Die Natur würde schon von allein ihren Lauf nehmen. Aber ein wenig anstupsen konnte man sie ja, das bereitete ihr auch Spaß. Vorher musste sie allerdings wirklich herausfinden, wie Kazel über sie dachte. Talimée log nicht, erst recht nicht in Liebesangelegenheiten und da würde sie auch nicht mit einem Trick schummeln, indem sie einfach über gewisse Dinge schwieg.
"Mögt Ihr meine Herrin?", wiederholte sie daher die Frage. Kazel hatte ihr schließlich noch keine Antwort gegeben. Aber diesen Gefallen erwies er ihr nun immer noch nicht. Die Gruppe setzte sich in Bewegung, zunächst geführt von der Elfe. Sie musste Kazel bis zu dem Punkt bringen, an dem sie und Sintus ihn und Janay halb erfroren gefunden hatten. Von dort aus würde der Mischling versuchen können, die Spur zum See zurück zu verfolgen. Er schritt schweigend neben Talimée her. Zwischen seinen Händen trug er den zum Topf umfunktionierten Helm. Viel war von dem Hasen nicht mehr geblieben, aber genug, dass Kazel sich hätte bedienen und Xenia auch noch einen Anteil zur Verfügung stellen konnte. Danach blieben aber wohl nur noch ein paar Happen. Wirklich hungrig war er nicht, obwohl die letzte Mahlzeit schon einige Zeit her war. Kazel klaubte sich einen Streifen Fleisch aus dem Helm, vertilgte ihn während des Gehens. So konnte er über die ausstehende Antwort nachdenken, aber irgendwann musste er sie geben.

Was soll ich denn sagen? Mag ich sie? Er ließ sich kurz zurückfallen, so dass er sich plötzlich neben Xenias Bahre wiederfand. Schlief sie noch oder hielt sie einfach die Augen geschlossen? Er zupfte einen Streifen Fleisch hervor, legte ihn in ihre Hand. Sie würde schon etwas damit anzufangen wissen, sobald sie ihn bemerkte. Nun war der Helm fast leer. Zeit, ihn seinem Besitzer zurück zu geben. Kazel stapfte nach vorn. Die Bewegung tat ihm gut, sie lenkte ihn von der Kälte ab. "Sintus, dein Helm." Er reichte ihn zum Paladin hinauf. Der Mann sollte selbst entscheiden, wem er die letzten Reste des Hasen zukommen ließ. Schon machte sich Kazel wieder auf den Weg an die Spitze. Er bewegte sich flink, hatte keine Schwierigkeiten, zwischen den Pferden hindurch zu huschen und beklagte sich nicht über den unebenen Untergrund oder Steinchen und spitze Äste. Das war er noch von seiner Zeit in der Stillen Ebene gewohnt. Nicht immer hatte er seine Stiefel getragen.
Neben Talimée passte er sich deren Geschwindigkeit an. "Ich fühle eine Verbundenheit zu ihr und natürlich gefällt sie mir. Mögen ... wie ... meint Ihr das? So wie ich Annabelle mag oder Juduka und Sintus? - Ja, sogar ihn. Er ist kein schlechter Mensch, glaube ich." Tatsächlich vermutete Kazel, dass der Paladin eben einfach nur vom Schrecken des Krieges geprägt war. Überforderung, Schlafmangel, Stress - Ärger mit einem Seelenlosen. Man konnte ihn in diesem Fall nicht für schlechte Laune verurteilen.
"Ich meinte mehr", hauchte Talimée, unterdrückte ein Schmunzeln. "Aber Ihr habt mir die Frage schon beantwortet. Danke." Sie würde das Ungesagte an ihre Herrin weiterleiten.
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Erzähler » Montag 23. Mai 2011, 13:43

Sintus war gespannt was sein Rekrut ihm zu berichten hatte. Doch die Informationen welche er bekam waren eher dürftig. "Sie ist keine Waldelfe" Sintus nickte. „Das habe ich mir gedacht… aber warum lügt sie. Was will sie vor uns verbergen…“ Er blickte zu Kazel hin. Unausgesprochen war klar dass es die Aufgabe des Mischlings sein würde eben dies herauszufinden. "Aber sie ist auch keine Bedrohung." „Was macht dich dabei so sicher? Ihr Aussehen? Vergewissere dich wie ein Paladin. Vergiss nicht dass viel davon abhängt. Heute führst du keine grosse Flüchtlingsgruppe an, doch auch für deren Leben hast du als Paladin Sorge zu tragen… und darum solltest du solche Äusserungen nur machen, wenn du die absolut sicher bist.“

Lehrte ihm Sintus gerade die Verhaltensweisen eines Paladins? Es hörte sich beinahe chon danach an. "Behandelt die Bruderschaft ihre Kriegsgefangenen in gleichem Maß wie das dunkle Volk?" Sintus sah ihn kühl an. „Für gewöhnlich macht die Bruderschaft keine Gefangenen Kazel.“
Damit war wohl alles gesagt. Sintus war sich sicher, dass dieser Grundsatz sich aufgrund der Vorkommnisse in Pelgar nur noch verstärken würde. Sollten die Menschen Pelgar wieder befreien können und würden sie siegreich aus dieser grossen Schlacht hervorgehen, dann Gnade Lysanthor den Dunklen!

"Ich werde zu Fuß gehen. Vom Pferd aus lassen sich die Spuren schlechter entdecken." Sintus nickte. „Gut.“ Der Paladin wandte sich ab und ritt langsam aus der Höhle hinaus. Nach einigen Minuten setzte sich die Gruppe in Bewegung. Der Paladin versuchte es mit einer neuen Kontaktaufnahme zu Janay, doch die Beziehung zwischen den beiden war mehr als unterkühlt. "Wie du siehst." Gab Janay ihm knapp zur Antwort. Sintus knirschte mit den Zähnen. Seine Gedanken behielt er für sich. Dass sie ihm auch noch seinen eigenes erlegten Hasen streitig machen wollte grenzte beinahe schon an Meuterei. Doch der Paladin hielt sich zurück. Er hatte schlicht und einfach keine Energie mehr um sich zu zanken. Er beobachtete die Nichtwaldelfe dabei wie sie der Kriegsgefangenen Fleisch zusteckte. Sintus zuckte als Antwort auf ihren Blick nur mit den Schultern. Ihm sollte es recht sein. Er schleppte Juduka nicht mühsam mit sich um sie jetzt verhungern zu lassen. Wenn er sich ihr hätte entledigen wollen hätte er es mit einem gezielten Schwertstreich schon längstens getan. Juduka streckte ihre Hand nach dem Fleisch aus. Gab ein mattes „Danke…“ Von sich und ass hastig. Sie schien ziemlich hungrig zu sein und liess sich den Hasen schmecken.

Der Hase wurde gerecht untereinander aufgeteilt. Die Reise durch das Dickicht war beschwerlich doch zum Glück war der See nicht weit. Schon bald konnte Kazel erste Spuren von sich selbst erkennen und diesen zum heiligen See folgen. Heute schien es ein warmer Tag zu geben denn die frühe Morgensonne schien bereits warm auf ihre Köpfe als sie die Lichtung des Sees betraten. Sintus zügelte sein Pferd und stieg schliesslich ab.

„Nun gut… erst die Nachtelfe.“ Offenbar traute er dem Wasser auch noch nicht wirklich und ehe er es Xenia zumutete sie aufzuheben und ins Wasser zu heben sollte erst an der Nachtelfe bewiesen werden dass sich die Aktion auch lohnte. Er half der Nachtelfe mehr oder weniger ruppig vom Pferd runter. Da diese kaum noch stehen konnte hob er sie kurzerhand auf wie ein Held der jemand aus einem brennenden Haus trug. „Janay… such du nach deinen Kleidungsstücken, die werden ja wohl hier irgendwo herumliegen oder? Annabelle füll du unsere Trinkflaschen auf ja?“ Kazel und Talimée erhielten keine Anweisungen.

Die Hexe machte sich sofort daran zum See zu gehen. Sie verzichtete darauf das Wasser abzukochen. Wenn es sich hier wirklich um magisches Wasser handelte wollte sie nichts riskieren. Plötzlich blieb Sintus kurz vor dem Ufer stehen und warf doch nochmals einen Blick zum Mischling hin. „Vielleicht solltest du auch nochmals Baden… wegen deinem Rücken meine ich.“ Dann lief der Paladin mit Juduka ins kühle Nass. Eigentlich hätten die beiden noch ein zumindest optisch harmonisches Paar abgegeben doch die Chancen dass sich bei diesen beiden etwas entwickelten waren dann doch eher gering.
Sintus führte sie so weit ins Wasser dass nur noch ihr Kopf zu sehen war. Er hielt sie fest. Er selbst fühlte wie das Wasser seine Haut benetzte und ihm neue Kräfte verlieh. Kleinere Blessuren und Wunden der Kämpfe versiegten. Er beobachtete Juduka. „Geht’s dir Besser?“

Die Nachtelfe schloss ihre Augen. Sie seufzte leise auf, das Wasser hielt was man sich von ihm versprochen hatte. Die Nachtelfe erstarkte zusehend. Ihr Blick wurde wieder klar und wachsam. „Ja… viel besser.“ Hauchte sie und wand sich aus Sintus griff. Sie konnte wieder alleine Stehen, auch wenn sie dafür etwas in Richtung Ufer schwimmen musste, schliesslich war Sintus einiges grösser als sie.

Sie verschwieg dem Paladin dass auch ihre arkanen Kräfte einen gewaltigen Energieschub verliehen bekommen hatten. In ihren Blutbahnen pulsierte die Magie förmlich. Wenn dieser Bastard sie auch nur einmal anfasste würde er sein blaues Wunder erleben!
Sintus kam aus dem See gelaufen. Er hatte nicht einmal seine Rüstung abgelegt, offenbar hatte er nicht vor sich selbst länger im See aufzuhalten. Er holte Xenia, nahm sie behutsam auf und trug auch sie zum See. Xenia protestierte. „Ich weiss dass du lieber mich in den See tragen würdest aber da musst du jetzt durch Söldnerkönigin.“ Meinte Sintus ruhig und ging auch mit der Ritterin ins Wasser.
Auch Xenia spürte wie sich um ihre Wunden an Bauch und Schulter neues Gewebe bildete welches sich in unglaublicher Geschwindigkeit miteinander verband und nicht einmal eine kleine Narbe zurückliess. Auch sie kam wieder zu Kräften.
Auf Annabelle hatte in der zwischen Zeit niemand geachtet. Von ihr waren nur noch die Kleider am Ufer übrig. Plötzlich tauchte sie kurz vor der Seemitte auf, es war nur ihr Kopf zu sehen und sie winkte den beiden am Ufer heftig zu. „Na kommt doch auch ins Wasser es ist herrlich hier!“

Die Pferde waren auch ganz vernarrt ins Wasser und tranken viel davon. Auch ihnen schien das besondere kühle Nass gut zu tun.
Xenia stand auch aus eigenen Kräften im Wasser sie klopfte auf Sintus Schulter. „Nun geh schon ans Ufer und zieh deine Rüstung aus. Auch du könntest etwas Energie vertragen. Wir werden hier kurz rasten und danach gemeinsam überlegen wohin wir reisen sollten…“ Als sich Sintus nicht fügen wollte fügte Xenia leise hinzu. „Das ist ein Befehl… Paladin.“

Es war klar wer nun wieder das Ruder in den Händen hielt. Sintus lächelte nur. Ging ans Ufer zurück, streifte seine Rüstung und seinen Waffenrock an so dass er nur noch eine einfache Tunika anhatte. Er legte sein Schwert ab und begab sich abermals ins Wasser wo er sich auf dem Rücken für einen Moment treiben liess und einwenig die Augen schloss. Die Aura des Sees strahlte einen wunderbaren harmonischen Frieden aus der sich auf die Schwimmenden ausbreitete und in ihnen das Gefühl von Zufriedenheit und Freude auslöste. Die Sorgen des Krieges traten für einen Moment in den Hintergrund.
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Kazel Tenebrée » Mittwoch 25. Mai 2011, 10:31

Kazel hätte Sintus die Antwort bereits liefern können, ohne noch einmal bei Janay auszuhorchen. Es lag klar auf der Hand, wenn der Paladin gewusst hätte, dass sie eine Dunkelelfe war. Und er beantwortete sich selbst diese Frage, nachdem er weitere Erklärungen an seinen jüngsten Rekruten lieferte. Keine Kriegsgefangenen. Man würde Janay kaum laufen lassen. Menschen waren ebenso wenig barmherzig wie es das dunkle Volk war. Hatte sich Kazel in dieser Hinsicht etwa auch in der Gnade der Bruderschaft geirrt? Er wurde unsicher, ähnlich wie er sich nicht absolut sicher sein konnte, dass Janay keine Bedrohung darstellte. Hatte sie ihm nicht ansatzweise bereits erzählt, dass sie wohl mit ihrer Gruppe einen Plan verfolgte, von dem sie aber abgekommen war? Kazel hatte nichts von diesem Vorhaben erfahren, aber allein die Erwähnung, dass sie durchaus Befehle besaß ... von wem? Raxtian Tausendtod selbst?! Er schüttelte den Kopf.
"Du hast Recht, ich muss sichergehen. Aber ... nein, schon gut." Dass die Bruderschaft keine Gefangenen machte, zermürbte den Mischling. Was würde aus Janay werden, wenn er ihre Identität verriet? Und was geschah später mit Juduka? Sie konnten beide doch nicht hinrichten lassen, nur weil sie keine Menschen oder Waldelfen waren! Juduka mochte offenkundig auf der Seite der dunklen Armee gestanden haben, aber erstens waren ihre Gründe dafür unbekannt und zweitens hatte der Wegbereiter der Toten sie im Stich gelassen. Sie war nun ganz allein. Sollte sie auch ganz allein sterben?
Was sollte er nur tun? Kazel fand sich in einem inneren Zwiespalt wieder. Es lief alles darauf hinaus, dass er früher oder später jemanden verraten müsste. Janay oder die Bruderschaft. An beiden lag ihm sehr viel, wie er erkennen musste. Der Dunkelelfe hatte er ein Versprechen gegeben. Er wollte es nicht brechen. Nicht so wie er es bei Vana Erendis Morgaine getan hatte. Aber sollte er dafür seinen Platz in der Bruderschaft aufs Spiel setzen? Die einzige Gruppierung, von der er behaupten konnte, etwas wie Zugehörigkeit ihr gegenüber zu empfinden? Keine leichte Entscheidung. So grübelte der Mischlings-Elf lange und schwieg noch länger, selbst als er seine eigenen Spuren wiederfand. Er konzentrierte sich fortan darauf. Es lenkte von diesem Dilemma ab und er hatte eine Aufgabe. Der See fand sich schnell wieder. Kazel entdeckte sogar die Stelle, an der er selbst nachts durch das Dickicht getreten war.

Er blieb stehen, verwandelte sich zum Beobachter. Talimée trat an seine Seite, hauchte ihm ein "Gut gemacht" zu und half Sintus dann dabei, Juduka vom Pferd zu ziehen. Wo sie behutsam umging, war der Paladin unsagbar grob. Dennoch trug er die Nachtelfe bis in den See hinein, tauchte ihren Körper unter. Der See heilte die Frau. Sie erhob sich, löste sich aus den Armen des Trägers und schien ebenso plötzlich genesen zu sein wie ihrer Zeit Kazel und Janay. Der Mischling schaute aufmerksam zu. Das Wasser macht keine Unterschiede. Was war das für ein See? Er musste magisch sein oder den Göttern gehören. Vollkommen in Gedanken bekam Kazel gar nicht mit, dass sich Sintus erneut in seiner Nähe aufhielt.
"Vielleicht solltest du auch nochmals baden ... wegen deinem Rücken, meine ich." Sein Rücken? Kazel griff hinauf. Er fühlte die veränderte Struktur des Narbengewitters. Er fühlte, dass nicht mehr überall die ziependen Linien waren, die sich mit jedem weiteren Peitschenschlag tiefer in sein Leben gegraben hatten. Seine Augen weiteten sich. Der See hatte auch die Narben geheilt?!
Kazel sank herunter auf die Knie. Er hockte nun am Ufer, starrte ungläubig auf das Wasser und musste seine Hände fest an den Körper pressen, damit sie nicht zitterten. Das Wasser spiegelte sein Ebenbild verschwommen auf der Oberfläche. Er blickte es an. Wie schaute sein Rücken aus? Besser? Er fühlte sich besser an. Es schmerzte nicht bei jeder Bewegung, obgleich sich der Elf im Laufe der Jahre sogar an das gewöhnt hatte.
Da sich im Moment niemand direkt um Kazel kümmerte, hatte er einige Momente für sich. Er verbrachte sie mit Starren und damit, sanft über die Wasseroberfläche zu streichen. Wer immer diesem See eine solche Gabe verliehen hatte, er war unendlich dankbar dafür. Tränen brannten heiß in seinen Augenwinkeln, aber er konnte sich zurückhalten. Er wollte jetzt nicht weinen, auch wenn es vor Freude gewesen wäre. Er wollte baden! Vielleicht gelang es ihm, sämtliche Narben seiner Vergangenheit auszulöschen. Es wäre wie eine Reinigung, eine Läuterung. Er würde das alte Leben endgültig hinter sich lassen; hier und jetzt ein neues beginnen. Kazel erhob sich. Da entdeckte er zwischen den Sträuchern einen Ärmel hervor lugen. Er griff danach.
"Janay! Ich habe deine Kleid gefunden." Es war ein wenig schmutzig, aber über Nacht getrocknet. Sicher, es fühlte sich noch etwas klamm an, aber wenigstens würde sie es tragen können. Oder er, wenn Janay und Talimée unbedingt wissen wollten, wie er tatsächlich darin aussah. "Äh ..." Kazel wandte sich um. Sein Blick suchte jenen der Dunkelelfe und als er sie gefunden hatte, ging er auf sie zu. Derweil planschten die meisten der Gruppe bereits in Unterwäsche im Wasser herum. Sogar Xenia erfreute sich wieder bester Gesundheit. Ein Stein fiel dem Elfen vom Herzen. "Hier. Das Kleid. Vielleicht ziehst du dich hinter den Büschen um oder so."
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Janay » Mittwoch 25. Mai 2011, 21:42

Die junge Frau hatte keine Ahnung, wie viel Glück sie hatte, erst jetzt auf Kazel zu stoßen. Für sie war es viel zu gewöhnlich geworden, sich nicht unter ihresgleichen zu bewegen, ohne aufzufallen, dass sie kaum noch daran dachte, wie verhasst sie allein wegen ihrer Rasse sein könnte, sollte es einmal entdeckt werden. Ihr persönlich war in den meisten Fällen der Charakter wichtiger, außer wenn es um Pelgarer ging, da wurde sie genauso blind für Wahrheiten und dachte hauptsächlich in Klischees wie viele bei Dunkelelfen.
Und immerhin war auch er ein gutes Beispiel dafür, dass nicht alle ihrer Art von Grund auf verdorben waren. Im Gegenteil, er kam ihr viel zu unschuldig und schüchtern vor, als dass er zu einem von ihnen gehören könnte. Ob das daran lag, dass er kein reinrassiger Dunkelelf war? War das sein anderer Anteil, der ihn so harmlos und niedlich werden ließ? Sofern der Schein nicht trog und er ihr lediglich diese Seite gezeigt hatte, um an sie heran zu kommen. Woran sie nicht wirklich glaubte, weil er es zu überzeugend schauspielerte, als dass es nicht echt sein konnte. Zumindest ihrer Erfahrung nach.
Während des Rittes zu dem See war sie viel zu sehr in ihren Gedanken versunken, als dass sie Kazel aufmerksam beobachtet hätte. So war ihr bisher noch immer nicht aufgefallen, wie sein Rücken aussah, auch nach seiner Besserung durch das Wasser. Hätte sie es hingegen entdeckt, hätte es sie womöglich erschrocken und sogar besorgt gestimmt, ihr Mitleid geweckt und die Sympathie für ihn noch gestärkt. Vielleicht würde das später noch geschehen.
Ob ihr hingegen dieses Leben jetzt gefiel oder nicht, wollte sie besser nicht sagen. Zwar hatte es ihr gut getan, mit jemandem offen reden zu können, wenigstens zum Teil, und das Gefühl zu haben, dass ihr ehrliche Aufmerksamkeit zuteil geworden war. Andererseits jedoch, dass sie überhaupt in diese Lage gekommen war und ein wenig von sich hatte erzählen müssen, beunruhigte sie.
Sie hatte sich immer so gut gehalten, war mit ihrer Existenz und ihrem Weg bestens klar gekommen, dass es sie sehr irritierte, dass es sich nun geändert haben sollte. Obendrein wusste sie, dass sie nicht wirklich dafür bekannt war, Glück zu bringen, schon gar nicht denjenigen, die sie mochte. Und Talimée und Kazel mochte sie, das musste sie sich eingestehen.
Sie wollte nicht erreichen, dass ihnen irgendetwas zustieß, nur weil sie die Dunkelelfe kannten. Immerhin schien ihre Dienerin sich halbwegs gut mit diesem Paladin zu verstehen, er würde auf sie acht geben, und Kazel wusste sich wohl selbst zu helfen. Er hatte es bis hierher weg aus Morgeria geschafft, er wäre schon ein Überlebenskünstler. Trotzdem wollte sie nicht für zusätzlichen Ärger für die Zwei sorgen. Wofür sie ja irgendwie ein Talent hatte...
Unbewusst ließ sie trotz allen Grübelns ihren Blick durch die Gegend schweifen, in dem nutzlosen Versuch, vielleicht doch irgendetwas hier wieder erkennen zu können. Ein wirklich sinnloses Unterfangen, denn für sie sahen alle Bäume mehr oder weniger gleich aus, sodass es sie nicht gewundert hätte, würden sie im Kreis laufen, allein um ihre Sinne zu verwirren.
Lautlos seufzte sie und gab sich lieber wieder ausschließlich ihren Gedanken hin. Wobei sie sich daran erinnerte, wie Sintus auf sie reagiert hatte, als sie sich kurz mehr oder weniger unterhielten. Oder zumindest so taten, denn sie hatte keine Lust, ihm auch nur einen Schritt entgegen zu kommen, solange er sich für seine rüde Art nicht entschuldigen würde. Wenigstens hatte ihr Blick ausgereicht und er hatte den Happen für die verletzte Nachtelfe nicht an sich gerissen. Der einzige Pluspunkt, den sie ihm zur Zeit zugestehen konnte und wollte.
Dass er ganz anders sein könnte, wenn er nur genügend Schlaf bekommen hätte, kam ihr dabei nicht in den Sinn, weil sie in ihrem Klischeedenken über Pelgarer zu sehr verhaftet war. Weswegen sie sich auch nicht wirklich mit ihm beschäftigen wollte.
Als sich endlich etwas in der Umgebung veränderte, blinzelte sie und bemerkte es dennoch erst, als ihr die Sonne direkt ins Auge schien. Die junge Frau kehrte in die Wirklichkeit zurück und sah sich erneut um, als der See in ihre Sichtweite kam. Er erschien so... ruhig und friedlich, überhaupt nicht derart eiskalt und beinahe tödlich, wie es auf sie gewirkt hatte.
Diesmal war ihr Seufzen hörbar und sie schüttelte leicht den Kopf über ihre Panik in der Nacht. Es war noch dazu nur ein Hirsch gewesen, ein harmloses Tier... Wie dumm sie gewesen war!
Dafür taten ihr jetzt die Strahlen im Gesicht gut und ohne nachzudenken, streckte sie ihr Gesicht ein wenig vor, um die aufkommende Wärme zu genießen.
Die Gruppe hielt an und sie hob ihre Lider wieder an, als sie merkte, dass ihr Tier ebenfalls den Schritt gestoppt hatte. Gekonnt, wenn auch nicht so geschmeidig wie sonst in leichterer Bekleidung, saß sie ab und machte ein paar Schritte, um ihre Knie wieder gebrauchen zu können.
Was sich währenddessen zutrug, interessierte sie relativ wenig. Stattdessen streckte sie sich, als ob sie zu lange in einer unbequemen Stellung geschlafen hätte. Dass sie angesprochen wurde von Sintus, hörte sie lediglich aus weiter Ferne und es interessierte sie nicht einmal. Sie hätte sowieso von sich aus früher oder später danach gesucht, wenn der Stoff nicht ohnehin hier irgendwo offen herum lag.
Erst, als Kazel angesprochen wurde, wurde sie auch aufmerksam. Ihre Augenbraue hob sich und ihr Blick wanderte zu ihm.
Was sollte denn mit seinem Rücken sein?
Neugierde gemischt mit Besorgnis stieg in ihr auf, gegen die sie nicht gewappnet war und sie deswegen zuließ, dass sie es auch begriff. Was sie erst recht wieder verwirrte. Sollte sie ihn darauf ansprechen und gar zu ihm treten sollte, um ihn erneut in Augenschein zu nehmen? Allerdings... was ging es sie denn an? Im Prinzip gar nichts...
Natürlich, er hatte sie gebeten, bei ihm zu bleiben, um sich nicht ganz so allein in seinem Schicksal zu fühlen. Jedoch war das die völlige Wahrheit? Oder nur ein Vorwand, um sie hier zu behalten, weswegen auch immer? Auf der anderen Seite war er ein Mischling und Janay wollte sich nicht vorstellen, wie die Personen ihrer Art mit ihm umgegangen war.
Deutlich stand ihr wieder die Verachtung ob ihres hellen Teints vor Augen, die Véllin ihr gezeigt hatte. Bei der Erinnerung an ihn fröstelte sie wieder und sie wandte sich lieber ab, um das zu verbergen. Es waren sowieso alle mehr oder weniger abgelenkt, dass sie gute Chancen hatte, das nicht erklären zu müssen.
Erst Kazels Stimme holte sie in die Realität zurück und sie reagierte auf die einzige Weise, die ihr als die geeignetste erschien.
Janay kramte ihr kokettes Verhalten heraus und schenkte ihm ein dazu passendes Lächeln, als er mit dem Kleid zu ihr kam. Es sah nicht mehr so gut aus wie am Anfang, aber es würde seinen Zweck schon erfüllen. Obwohl... vielleicht würde sie den Rock etwas kürzen, um mehr Bewegungsfreiheit zu haben. Ja, das klang nach einer guten Idee, vor allem, wenn sie das Unterholz in ihrer Umgebung betrachtete.
Sie lachte leise und schüttelte den Kopf. "Wozu extra einen Umweg machen, wo ich mich vielleicht wieder verlaufe. Oder hast du Lust, wieder hinter mir her zu laufen? Ob es hier noch so einen See gibt?" Dabei deutete sie hinter sich und warf sogar einen Blick dorthin, wo so gut wie alle inzwischen badeten.
Hm... ob sie auch? Es war kalt gewesen, ja, doch andererseits... hatte es sie belebt und aus diesem Grunde waren sie auch wieder an diesen Ort gelangt. Notfalls hätte sie außerdem noch Kazel, an den sie sich würde kuscheln können.
Noch einmal sah sie ihn an, ihr Lächeln verbreiterte sich und dann tat sie das, wovor er sie zuvor hatte abhalten wollen.
Ehe er sie davon abhalten konnte, schlüpfte sie aus seiner Robe und drückte sie ihm einfach in die Hand. Gleichzeitig konnte sie ihm dadurch sehr nahe kommen und scheute diesen Kontakt auch nicht.
"Ich glaube, wir sollten noch ein bisschen schwimmen gehen, oder?", raunte sie ihm zu, bevor sie los ließ, sich umdrehte und kichernd mit wiegenden Hüften zum Ufer ging. Völlig ungeniert und sich dessen gewiss, dass der seidige Stoff nachher erst recht an ihrem Körper kleben würde.
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Kazel Tenebrée » Freitag 27. Mai 2011, 10:35

Dass Kazel ihr nur etwas vorspielen könnte, daran dachte der Mischling nicht einmal im Traum. Er mochte hinterlistige Methoden angewandt haben in seinem Leben. Vor allem, um an Nahrung oder Geld heran zu kommen. Aber er spielte nicht mit Frauenherzen. In dieser Hinsicht war Kazel das, was Janay bereits kennen gelernt hatte: ein etwas unbeholfener, schüchterner Jüngling. Dass er erfahren war, mochte man nicht glauben, aber einmal bedeutete nicht, dass er für künftige Situationen bereits gewappnet war. Er hatte eine Liebesbeziehung hinter sich, die tragisch endete. Er hatte sich einer Frau geöffnet, aber dort war von Anfang an ein Knistern gewesen. Außerdem hatte damals Shantih die Beziehung angetrieben. Kazel war niemals der initiative Part gewesen, aber durchaus ein Liebhaber, der den Wünschen der Frau von damals entsprochen haben musste. Sie hatten ihre Zukunft gemeinsam planen wollen.
Für Janay empfand der junge Elf allerdings nicht so. Er ließ es nicht zu, obgleich ihm die getarnte Dunkelelfe durchaus gefiel. Allerdings dachte Kazel nicht in diesen Bahnen. Es war nicht der richtige Ort und erst recht nicht der richtige Zeitpunkt für romantisches Geplänkel. Möglicherweise reagierte er deshalb scheu und zurückhaltend. Es stimmte, er hatte Janay bereits mehrfach im Arm gehalten, aber dies galt dem Trost, den er ihr hatte spenden wollen. Es gab keine Hintergedanken. Dieser Mann merkte nicht einmal, welches Glück er haben könnte!

So war es ein Akt der Unschuld und Hilfsbereitschaft, als Kazel an Janay heran trat, um ihr das Kleid auszuhändigen, das er gefunden hatte. Insgeheim hoffte er, sie würde ihren Scherz nicht wahr machen und ihm seine Robe verweigern. Das Kleid sah viel zu schmal aus, als dass es ihm passen könnte. Vermutlich würde er im Hüftbereich feststecken bleiben, wenn er sich überhaupt hinein zwängen konnte. Aber das wollte er nicht einmal! Er würde nicht durch einen Wald laufen und ein Kleid tragen. Das schürte nur seltsame Gerüchte über Elfen und er stand als Mischling schon so nicht in besonders gutem Licht. Nein, er musste Janay überreden, die Kleidung zu tauschen.
Dass sie in dieser Richtung keine Probleme darstellen würde, erkannte er erst, als sie ihm neue machte. Wobei es nicht wirklich ein Problem darstellte, sondern ihn vielmehr in einen Schockzustand versetzte. Er sah nur noch die Robe, die sie sich über den Kopf streifte. Sie flog aus seinem Sichtfeld. Kazel konnte nicht verhindern, Janays nackten Körper anzustarren. Ein schöner Körper. Ihre Brüste waren wohlgeformt und voll. Ihre schlanken Hüften luden ein, einen Blick auf tiefere Regionen wandern zu lassen. Kazel starrte hin. Er konnte nur noch starren. Zugleich schoss ihm Röte in Wangen und Ohren, wohingegen Blut sich einen zentraleren Punkt suchte. Wenn Sintus das jetzt sah, würde er sein Schwert zücken und zumindest dieses Problem endgültig aus der Welt schaffen.
Kazel reagierte nicht. Er stand perplex da, spürte nur, wie ihm etwas in die Hand gedrückt wurde. Er glotzte vor sich in das Nichts, das entstanden war, als Janay sich nackt auf den See zu bewegte. NACKT! Interessanterweise lief dem Elfen ein Schauer über den Rücken, den er als angenehm bezeichnet hätte. Noch immer war er vollkommen perplex, gebannt nicht nur von ihrer Reaktion, sondern auch von der Schönheit ihres Körpers, die er hatte bewundern dürfen. "Ja. Schwimmen." Janay war längst an ihm vorbei, als sich ein Teil seines Gehirns wieder einschaltete. Instinktiv drehte er sich, um ins Wasser zu gehen. Wirklich anwesend war er allerdings nicht. Kazel würde aufpassen müssen, nicht unterzugehen. Die Robe ließ er einfach fallen, den Lendenschurz jedoch nicht. Der wurde auch ohne Hände derzeit sehr gut gehalten. Da konnte nicht einmal das frische Wasser etwas unternehmen.
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Janay » Freitag 27. Mai 2011, 21:33

Auch die junge Frau konnte hinterlistig und verschlagen sein, wenn es um ihr Überleben ging. Allerdings tat sie es nicht gerne und auch jetzt dachte sie noch nicht daran, es anzuwenden. Vielleicht gegenüber dem Paladin würde sie es noch werden, jedoch vorerst wollte sie nicht einmal darüber nachgrübeln. Die Stimmung am See erschien ihr gerade einfach zu friedlich, als dass sie diese irgendwie zu verderben gedachte. Obendrein war es ja derzeit nicht notwendig, dass sie diese negative Seite ihres Wesens heraus kramte und auch noch zeigte.
Hätte jemand nach ihrer Einschätzung zu Kazels Erfahrungen gefragt, hätte sie ohne zu zögern zugegeben, dass sie ihn für völlig unberührt hielt. Er war so schüchtern, dass sie einfach nicht daran glauben konnte, dass er schon einmal das Vergnügen gehabt hätte, von einer Frau in die Geheimnisse der Körper eingeführt worden zu sein. Schon gar nicht von einer mit eigenem, großem Wissensschatz wie es Janay selbst war.
Aber gerade das machte ihn in ihren Augen derart sympathisch, weil er das auch behalten sollte. Zu schade, dass sich das wohl kaum bewerkstelligen lassen würde, denn früher oder später würde er einer weiblichen Person in die Netze gehen.
Ob sie vielleicht doch überlegen sollte, diejenige zu sein, die seine Erste wäre? Sie wüsste schließlich mit ihm umzugehen, sodass er sich danach nicht schämen bräuchte, weil es bestimmt zu schnell vorbei wäre. Ihr waren einige Methoden bekannt, um es für ihn so ausgiebig zu gestalten, dass er noch lange davon würde zehren und sein Vergnügen finden können. Allerdings so schnell würde sie das auch entscheiden, wenngleich es inzwischen in den Bereich des Möglichen geraten war, dass sie es eventuell trotz allem wagen würde.
An eine gemeinsame Zukunft hingegen dachte sie selbstverständlich nicht. Das wäre viel zu abwegig, besonders, da sie ja damit rechnete, nicht mehr sonderlich lange in seiner unmittelbaren Reichweite zu sein, ganz egal, ob sie zur selben Art mehr oder weniger gehörten oder nicht.
Hintergedanken jedoch hatte sie immer, das gehörte zu ihrem Wesen. Nur deswegen konnte es auch geschehen, dass sie seine unschuldige Hilfe in ihre Koketterie einbaute und dazu verwendete, um ihn wieder in die Verlegenheit zu stürzen. Außerdem war es für sie so einfacher, mit der Situation umzugehen, indem sie in ihr altes Muster zurück fiel.
Dadurch dachte sie aber nicht mehr daran, was sie Kazel angedroht hatte und ihn in ihr Kleid stecken wollte. Später würde sie sich vielleicht wieder daran erinnern, doch jetzt wollte sie ihn necken und heraus fordern.
Leise und gurrend lachte sie über seinen Blick, der an ihrem Körper regelrecht festzukleben schien. Nun, wenigstens an Bewunderung konnte sie keinen Mangel erleiden, so wie er starrte. Sie zwinkerte ihm zu, bevor sie sich in Richtung des Wassers bewegte.
Ob er sie ein- oder eventuell sogar überholen würde, um sich abzukühlen? Oder würde er voraus sehen, wie sehr die Unterwäsche an ihrem Leib kleben würde, und verhindern, dass sie nass wurde? Würde er überhaupt dazu fähig sein, irgendwie zu reagieren?
Die junge Frau warf einen neugierigen Blick über die Schulter zurück und grinste spitzbübisch, als sie erkannte, wie gut sein Lendenschurz an seiner Hüfte gehalten würde.
Was für ein unschuldiger Jüngling! Dass er schon so heftig reagierte, nur weil sie halbnackt herum lief... Wie wäre das erst, wenn er sie völlig unbekleidet zu sehen bekäme? Irgendwie ein reizvoller Gedanke, das einmal auszuprobieren. Aber sicher nur, wenn Sintus nicht in der Nähe und obendrein lange beschäftigt wäre!
Und plötzlich war er an ihr vorbei im Wasser.
Sie kicherte leise und folgte ihm rasch. Wenngleich nicht, um für sich zu schwimmen oder herum zu planschen, sondern sie pirschte sich von hinten an ihn heran.
Janay konnte einfach nicht anders, er forderte sie mit seiner Schüchternheit einfach heraus, ihn wieder zu necken. Ob Talimée so etwas voraus gesehen hatte? Sie wusste es nicht und war derzeit auch nicht gewillt, darüber nachzudenken.
Stattdessen sprang sie Kazel auf einmal von hinten an und schlang Arme sowie Beine um ihn. "Wohin so eilig?", raunte sie ihm ins Ohr und verwendete bewusst Lerium, um es nur für ihn verständlich zu machen.
Den gehauchten Kuss in seinen Nacken allerdings hatte sie nicht eingeplant und wusste erst darüber Bescheid, als sie es bereits getan hatte.
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Kazel Tenebrée » Dienstag 31. Mai 2011, 12:37

Kazel schritt ins Wasser. Er spürte das Nass, wie es seinen Körper umgab und ihn erfrischte, aber er nahm es nicht bewusst wahr. Er sah die anderen im See planschen. Talimée spritzte gerade spielerisch Annabelle nass. Die Vettel hatte sich entkleidet! Dem Mischling fiel es nicht einmal auf. Er ging einfach weiter. Er würde noch untergehen, wenn ihn niemand aufhielt. Janay hatte ihn ordentlich aus dem Konzept gebracht. Vor seinem geistigen Auge sah er nur sie und ihren Körper, den sie präsentiert hatte. Im morgendlichen Licht hatte sie wundervoll ausgesehen. Die feine Unterwäsche verbarg zwar alle Notwendige, hüllte diese süßen Sünden aber in eine so attraktive Hülle, dass es die Wirkung trotzdem nicht verfehlte. Schon gar nicht bei einem jungen Mann wie Kazel. Er hatte bereits Blut geleckt, aber es lag schon eine Weile zurück. Kein Wunder reagierte er so intensiv. Sein Körper sehnte sich nach einer Wiederholung.

Kazel schritt weiter voran. Er stand bereits bis zum Schulteransatz im Wasser, aber noch immer starrte er in ein Nichts, in dem sich Janays Körper wie fließendes Silber bewegt hatte. Seine Gedanken luden ihn in ein Fantasiespiel aus nackter Haut ein, von der das Wasser perlte. Er träumte davon, mehr zu sehen und dieses Mehr auch berühren zu dürfen. Erinnerungen an ihren weichen, warmen Körper trugen nicht gerade dazu bei, ihn in die Realität zurück zu holen. Aber dafür sorgte Janay selbst, als sie ihn plötzlich von hinten ansprang und sich fest an ihn klammerte. Beinahe wäre Kazel gestürzt. Er strauchelte, wedelte mit den Armen, um sein Gleichgewicht wieder zu erlangen. Janay hatte ihn gehörig unaufmerksam erwischt. Ihre Worte und ihr Kuss ließen ihn erstarren. Aus Reflex hatte er nach ihren Beinen gegriffen. Beide Hände ruhten nun um die Schenkel geschlungen auf ihrer Haut. Sie war ihm erneut entsetzlich nahe - so wundervoll nahe.
Kazel keuchte, denn er brachte kein Wort heraus. Seine Ohren färbten sich rosa, dann rot, ebenso seine Wangen. Nur langsam lösten sich die Hände von ihrem Platz, aber er wusste nicht wirklich, wohin damit. Janay schien überall an ihm zu sein. "Ich..." Er schluckte. "Du wolltest doch schwimmen." Das war alles, was er gepresst aus sich heraus brachte. Er brauchte nun dringend eine Abkühlung. Du stehst schon im Wasser, du Idiot! Wie in Trance betrachtete Kazel die Wasseroberfläche.
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Asmodeus » Dienstag 31. Mai 2011, 13:23

(ihr könnt jeweils noch 1 Post setzen, danach folgt ein Erzählerpost)

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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Janay » Samstag 4. Juni 2011, 22:05

Die junge Frau konnte sich zwar vorstellen, dass sie Kazel durcheinander brachte mit ihrem Verhalten. Es hätte sie auch sehr gewundert, wenn sie das nicht geschafft hätte, sie wie sie ihn bisher hatte kennen lernen können. Allerdings hatte sie keine Ahnung davon, wie sehr ihr das gelang. Hätte sie diese gehabt, hätte sie womöglich auch etwas Mitleid für ihn empfunden, weil er gar so unbedarft war.
Auf jeden Fall würde sie ihn lange in Erinnerung behalten können, in positiver, da er derart einzigartig war. Und gerade, weil sie in ihrem Beruf schon viele Erfahrungen gesammelt hatte, war ihr klar, wie besonders diese Bekanntschaft war. Hinzu kam, dass er auch einen Teil von dem dunkelelfischen Blut in sich trug, der ihn eigentlich hätte grober sein lassen sollen. Jedoch war schließlich auch sie nicht so vollkommen gewöhnlich für ihre Rasse, weswegen sie dieser Teil nicht ganz so stark verwunderte.
Janay warf einen flüchtigen Blick in die Runde, als sie sich im Wasser befand, und konnte erkennen, dass Sintus nicht in unmittelbarer Nähe zu ihnen beiden war. Somit könnte er nicht sofort eingreifen und obendrein lag sein Schwert ja am Ufer, sodass sie keine Befürchtungen um Kazel hegen musste, wenn sie sich ihm wieder näherte.
Was sie nicht nur vor hatte, sondern auch ungehindert tat, sie sprang ihn einfach an und klammerte sich mit Armen und Beinen an ihn. Neben den Worten konnte sie sich sogar ein Küsschen nicht verkneifen. Sein Nacken lag einfach zu verlockend direkt vor ihrer Nase.
Trotzdem erlebte sie auch eine kurze Schrecksekunde, als er beinahe das Gleichgewicht verlor, sich aber zum Glück noch fangen konnte. Dabei griff er nach ihren Beinen und sie musste zugeben, dass seine Hände sich trotz der Kühle des Wassers angenehm warm auf ihrer Haut anfühlten. Die Berührung ließ sie sogar lächeln.
Sie konnte auch erkennen, dass er mal wieder rot wurde.
Seine Worte sorgten dafür, dass sie leise kicherte und ausnahmsweise dem sogar folgte. Unter anderem, um ihn nicht noch mehr von den Beinen zu reißen, da er schon viel zu weit vorgewatet war, ließ sie lieber los und schwamm ein bisschen von ihm weg. Nicht weit, nur ausreichend, um auf dem Rücken treibend vor ihn zu gelangen und ihn ansehen zu können.
Auf ihren Lippen lag ein feines, kokettes Grinsen und sie streckte ihren Fuß aus. Mit den Zehen konnte sie seinen Bauch ungefähr in Höhe des Nabels berühren.
"Tu ich das nicht gerade?", säuselte sie fragend und wanderte mit ihrem Fuß um einen winzigen Millimeter tiefer. "Doch was ist mit dir, Kazel? Du siehst so... rötlich aus. Holst du auch regelmäßig Luft?", neckte sie ihn weiter und ihre Zehen sanken noch einen Hauch in die Tiefe, ohne den Kontakt zu ihm zu verlieren. Während sie ihre Arme gemächlich bewegte, um weder abzutreiben, noch unter die Wasseroberfläche zu geraten.
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Kazel Tenebrée » Dienstag 7. Juni 2011, 03:39

Kazel schaute von der Wasseroberfläche auf. Janay grinste ihm entgegen. Er runzelte die Stirn. Ihre Attacke eben war schon seltsam gewesen - nicht unangenehm, aber ungewohnt. Wann wurde der Mischling schließlich schon von hinten von einer halbnackten Frau angesprungen, die ihm noch dazu einen Kuss in den Nacken drückte. Er erinnerte sich an Talimées Worte. Janay mochte ihn. Das ließ ihn nun auch lächeln, denn hatten ihre anschmiegsame Art und der kleine Schmatzer es nicht gerade bestätigt? Vielleicht war sie auch in der Nacht davor nicht so sehnsüchtig nach Arina gewesen - vielleicht ... Kazel schüttelte den Kopf, um von diesem Gedankenganz fortzukommen. Nein. Sie hatte sich sehr einsam gefühlt und ihre Schwester schien ihr eine Bezugsperson gewesen zu sein. Janay trieb hier kein falsches Spiel mit ihm, um sich anzunähern. Wenn sie das wollte, dann tat sie es unvermittelt und direkt.
So wie in genau jenem Augenblick. Kazels Muskeln spannten sich an. Er starrte auf die schmalen Zehen, die seinen Bauch berührten und sich einen Weg an seinem Nabel vorbei in tiefere Gefilde bahnten. Er hielt die Luft an. Janay mochte das spüren, denn nicht nur sein Brustkorb, sondern auch der gesamte Bauch verhärteten sich schlagartig. Die Röte erfüllte inzwischen nicht nur mehr seine Ohren und die Wangen. Sein gesamter Kopf hatte diese tiefe Farbe angenommen, was aber auch daran lag, dass er nun schon eine Weile keinen Atem mehr geholt hatte.
Fast japsend atmete er durch, als sie ihn darauf ansprachen. "N-nicht", keuchte er daraufhin, als sich der Zeh beträchtlich nahe an seinem Zentrum aufhielt. Spätestens jetzt würde Janay erkennen, wie sehr ihre kleinen Neckereien ihn anregten. Sie übte starken Einfluss auf Kazels Triebe aus. Der arme Kerl wusste sich kaum noch zu helfen. Aber in seinem Kopf schwirrten Talimées Worte umher, paarten sich mit dem Hinweis von Sintus. Er konnte sich nicht sicher sein, ob Janay nicht doch gefährlich für die Gruppe sein könnte. Sie ist eine Dunkelelfe ... aber sie mag mich! Ich müsste Sintus davon ... die Bruderschaft macht keine Gefangenen ...
"Argh!" Sein Ausruf ging in ein Platschen über, als Kazel einfach abtauchte. Er versuchte, die Gedanken zu vertreiben. Dieser Konflikt beschäftigte ihn, ließ ihn nicht einmal jetzt los. Er mochte Janay ebenfalls, wollte sehr gern mehr über sie heraus finden. Er war inzwischen sogar bereit, auf ihre Neckereien einzugehen. Wie gern hätte er nach ihrem Fuß gegriffen, so zart war dieser gewesen. Und da entstand das Problem. Alles, was er über sie in Erfahrung bringen konnte, würde er an die Bruderschaft weitergeben müssen. Er musste seine Loyalität unter Beweis stellen. Er wollte schließlich Teil der Bruderschaft werden und bleiben. Zugleich aber konnte er Janay nicht an Sintus verraten. Er hatte es ihr versprochen. Wie enttäuscht wäre sie, wenn er sein Wort brach? Was sollte er nur tun?

Ihr Fuß schwebte wie ein schlanker Fisch vor ihm im Wasser. Kazel stieß ein Luftbläschen aus. Wundervoll geschmeidig bewegten sich die Zehen. Seine Hand griff vor. Er langte nach dem Fuß und tauchte wieder auf. DIe Röte war noch nicht vollends verschwunden, aber er lächelte nun ungehemmter. "Hab dich!", grinste er Janay entgegen. Dann kitzelte er ihre Fußsohle. Innerlich wusste Kazel, dass er sein Versprechen halten würde. Diese Frau verriet er nicht. Aber er musste dringend mit Xenia reden. Vielleicht verstand seine Waffengefährtin die Lage besser. Vielleicht ... akzeptierte sie Janays Zugehörigkeit. Sie und Echzechiel hatten schließlich auch ihn selbst aufgenommen und Kazel war zumindest zur Hälfte ein Part des dunklen Volkes. Warum dann nicht auch Janay gegenüber gerecht sein. Nicht alle Dunkelelfen waren gleich.
Diese Erkenntnis war Kazel erst seit kurzem bewusst geworden. Früher hätte er Janay vermutlich eher eine Klinge an die Kehle gedrückt als ihre Füße zu kitzeln. Wie viel sich doch verändert hatte!
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Erzähler » Dienstag 7. Juni 2011, 10:46

Annabelle quietschte vergnügt auf als die Seherin sie Nassspritzte und rächte sich indem sie ebenfalls auf eine Wasserattacke zurückgriff. Auch die Hexe war ja irgendwo Mädchen und das Wasser tat ihnen allen gut. Machte sie etwas unbeschwerter. Selbst Sintus schien den Moment zu geniessen denn er trieb ruhig im Wasser, hatte die Augen geschlossen und entspannte sich für eine Weile. Seine Gedanken ordneten sich. Seine Trauer und seine Wut über den Krieg verstummten für ein paar Minuten. Er atmete tief durch und schlief ein. Das Wasser trug ihn in ruhigen Wogen. Er trieb allmählich zur Mitte des Sees in die Nähe von Talimée und Annabelle.

Xenia tauchte inzwischen ab und wieder auf. Sie strich sich die Nassen blonden Haare zurück. Auch sie gab nass wie sie war in ihrer Kriegerinnentracht einen ziemlichen anziehenden Anblick ab. Sie Körper war wohlgeformt und Muskulös. Kriegerisch eben und doch so unendlich rein. Ihre Körperhaltung war Anmutig und ihre Ausstrahlung war jene einer wahren Kriegerkönigin. Endlich hatte sie wieder zu ihrer alten Grösse gefunden. Nun schien sie wieder unbezwingbar zu sein. Einzig die Gruppe wusste dass auch sie nur ein Mensch war. Verletzlich wie alle anderen auch.
Sie war die erste welche sich wieder an das Ufer begab und nach den Pferden sah. Dann setzte sie sich zum Trocknen auf einen Baumstumpf. Die Sonne meinte es gut mit ihnen denn sie schien heiss auf die Lichtung hinab. Xenia lehnte sich auf dem Baumstumpf zurück und reckte seinen Kopf in die Sonne. Schloss für einen Moment die Augen.

Juduka stand noch immer im Wasser. Ihr Haupt war unter der nassen Stoffkapuze verborgen. Sie war Weiss aber innen Schwarz. Der Stoff schützte sie vor dem Sonnenlicht. Sie stand im Wasser. Hielt die Augen geschlossen und hatte die Hände zu Fäusten geballt. Die Magie die in ihr pulsierte war gewaltig. Sie war die einzig magisch begabte Person im See und so blieb es ihr Geheimnis wie sehr sich ihre Kräfte potenziert hatten.
Auch Talimée spürte die Macht des Sees auf eine eindrückliche Art und Weise. Sie hörte Stimmen. Ein Flüstern nur und doch klar zu verstehen. Loyalität und Wahrheit beschäftigen den jungen Mischling. Er muss sich entscheiden. Das Schicksal hält grosse Veränderungen bereit für euch alle… Die Stimmen verstummten wieder. Mehr sagten sie nicht.

Annabelle musterte die Seherin. „Alles in Ordnung? Du hast plötzlich so abwesend gewirkt! Nun… vielleicht ist es ohnehin an der Zeit das Wasser zu verlassen.“ Sie blickte zu Kazel und Janay. „Obwohl… vielleicht sollten wir noch etwas warten, scheint so als wollte der gute Kazel den See um ein paar kleine Fischchen bereichern.“ Sie kicherte vor sich hin wie ein Mädchen welches einen schweinischen Witz gemacht hatte und deutete mit dem Kopf zu den beiden Turteltauben hin. Doch wenn sie genauer darüber nachdachte war es eher ziemlich ungeschickt von den beiden sich so offensichtlich turtelnd zu zeigen, denn Annabelle wusste mindestens eine Person der dieses Verhalten aufstossen könnte. Dieser wurde gerade vom Wasser an Talimée heran getrieben.
Annabelle musterte den Schlafenden. „Er sieht ziemlich friedlich aus wenn er schläft.“ Meinte sie nachdenklich. Die Hexe spritzte die Seherin neckisch nass. „Hast du schon mal darüber nachgedacht einen Paladin als Freund an deiner Seite zu wissen? Schlecht sieht er nicht aus… oh nein… ganz und gar nicht“ Hauchte sie und musterte die Muskulatur die sich unter der nassen Tunika abzeichnete. „Ich stör mal nicht länger..“ Meinte sie und warf Talimée einen vielsagend blick zu ehe sie sich daran machte wieder zum Ufer zu schwimmen. Xenia behielt besonders Juduka im Auge. Die Nachtelfe behagte ihr nicht. Sie war die einzige welche die Söldnerkönigin nicht wirklich einschätzen konnte. Janay hielt sie nicht für eine Potenzielle Gefahr. Bei der Nachtelfen sah dies anders aus. Diese stieg ebenfalls gerade aus dem Wasser und setzte sich unter den schattenspendenden Schutz eines Baumes.
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Janay » Sonntag 12. Juni 2011, 18:58

Sie spielte gerne, denn trotz ihrer oft recht fraulichen Art und den Werdegang, den sie gewählt hatte, war sie nun einmal noch sehr jung für eine Elfe. Und da Kazel immer so rasch rot und verlegen wurde, was sie so niedlich fand, wollte sie ihn erst recht herausfordern und genau solche Dinge provozieren. Er tat ihr gut, mehr, als sie sich eingestehen wollte, denn er half ihr unbewusst dabei, zumindest ein bisschen sich zu lösen und alle Sorgen für kurze Zeit zu verdrängen. Vielleicht sorgte zum Teil auch dieses Wasser dafür, das nun, bei Tageslicht, bei weitem nicht mehr so eisig sich anfühlte, wie noch Stunden zuvor.
Auf jeden Fall war sie vergnügt, ohne es spielen zu müssen, und entsprechend ehrlich war auch ihr Grinsen, als er endlich von der Wasseroberfläche auf und zu ihr schaute.
Sie bemühte sich, auf der Stelle zu treiben und nicht abzusacken, während sie sich auf dem Rücken befand und ihren Fuß nach ihm ausgestreckt hatte. Ihre Zehen waren genauso vorwitzig wie sie als Ganzes vorhin, als sie ihn angesprungen und umklammert hatte.
Nein, sie wollte kein falsches Spiel mit ihm treiben, auch wenn er es ihr vermutlich sehr leicht gemacht hätte, es zu tun. Aber sie empfand nicht den Wunsch danach, ihn rein zu legen und womöglich ernsthaft weh zu tun. Bei Sintus wäre das freilich anders gewesen, allein schon weil er ein hochmütiger Pelgarer war, jedoch hatte sie nicht vor, sich ihm zu nähern, solange sie noch bei der Gruppe verweilen würde.
Während sie ihre Zehen langsam und unmissverständlich an seinem Bauch entlang tiefer wandern ließ, beobachtete sie seine Mimik genau.
In ihren Augen blitzte es amüsiert auf, als er die Luft anhielt und sein gesamter Körper sich versteifte.
Als seine Gesichtsfarbe schließlich ein all zu tiefes Rot annahm und sie schon Angst bekommen müsste, er würde nie wieder atmen, konnte sie sich ein Kichern nicht verkneifen. In dieses hinein fiel auch sein schwacher Protest.
Leicht legte sie ihren Kopf schief, sodass ihre rechte Seite beinahe das Wasser berührte, und sah ihn mit gespielter Unschuld an. "Was nicht? Das hier?", fragte sie gurrend und tupfte mit dem großen Zeh gegen seinen angespannten Bauch.
"Oder das?" Ruckartig sank ihr Bein herab und berührte ihn flüchtig an seiner empfindlichsten Stelle, die schon erstaunlich bereit wirkte.
Oho, da sprach ja einer sehr gut auf ihre Nähe an! Nun ja, das hatte sie zwar mehr oder weniger bereits geahnt, es allerdings derart deutlich präsentiert zu bekommen, war für ihr Selbstbewusstsein eine sehr schöne Bestätigung. Dabei hatte sie noch nicht einmal so richtig angefangen mit dem, was sie alles gelernt hatte in ihrem Leben!
Doch zu ihrem Bedauern stieß er plötzlich einen kehligen Laut aus und tauchte einfach unter. Sie blinzelte irritiert und richtete sich auf, trat gemächlich Wasser, um ihn keinen Tritt zu verpassen, und versuchte, durch die Wellen hindurch ihn mit den Augen verfolgen zu können.
Na nu? Was hatte er denn jetzt? War es ihm so peinlich, dass sie seine Erregung berührt hatte?
Und dann kam etwas vollkommen Unerwartetes für sie. Die junge Frau konnte es nicht sehen und somit auch nicht ausweichen, als er nach ihrem Fuß griff. Sie spürte, wie sich die Finger um ihren Knöchel schlossen, und quietschte leise unabsichtlich auf.
Sein Kopf tauchte wieder auf und trotz der Röte lächelte er. Außerdem atmete er endlich wieder, hatte ihre Nähe also ein bisschen verdaut!
Ihr Grinsen kehrte zurück und sie wollte ihm schon etwas entgegnen, als er sie plötzlich zu kitzeln begann. Sofort quiekte und lachte sie, begann sich zu winden und um sich zu schlagen, weil sie dort sehr empfindlich war. Wie unfair, ihre Schwachstelle einfach auszunützen.
Das Wasser spritzte um sie herum und würde er nicht aufpassen, würde sie ihn sicher mit einer Hand oder dem anderen Fuß treffen, da sie ihre Bewegungen nicht kontrollieren konnte. "Ni... nicht... auf... aufhören!", japste sie und schluckte auch einiges von der klaren Flüssigkeit.
Wie genau sie es schaffte, sich so zu drehen, dass sie ihn greifen konnte, wusste sie nicht. Aber auf einmal fühlte sie, wie ihr etwas zwischen die Finger kam, und sie packte zu, in der Hoffnung, in seiner Überraschung würde er endlich gnädig sein und mit dem Kitzeln aufhören! Sie bekam immerhin schon kaum noch Luft!
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Kazel Tenebrée » Dienstag 14. Juni 2011, 18:52

Ganz gleich wie erschöpft oder müde man sich zuvor fühlte, die Gruppe schien vom Geschenk des Sees zu profitieren. Jeder war ein wenig ausgelassen oder entspannt. Annabelle und Talimée alberten im Wasser herum, Sintus ließ sich treiben. Kazel und Janay trieben ihrerseits gegenseitigen Schabernack, doch das Hauptaugenmerk sollte zunächst auf der Neldoreth-Elfe und der ehemaligen Hofdame Pelgars liegen. Beide boten sich eine spritzige Wasserschlacht, bis Talimée die Hände hob und keuchte: "Gut, gut, Annabelle! Genug, ich gebe auf." Sie lachte, war ganz außer Atem. Beinahe wäre sie anSintus gestoßen, der zu den Frauen hinüber trieb. Er schlief und ging dennoch nicht unter. Die Elfe musterte das entspannte Gesicht des Paladins. Ein Lächeln verirrte sich auf ihre Lippen.
Und dann befiel sie eine neue Vision. Dieses Mal zeigten sich keine Bilder, aber Stimmen sprachen zu ihr. Die Elfe verfiel in eine Art Trance. Sie hatte gelernt, ihren Visionen die volle Aufmerksamkeit zu schenken, bewahrheiteten sie sich doch bislang immer, seit sie mit dem zweiten Gesicht gesegnet worden war. Und so bekam sich kaum mit, dass Annabelle sich um ihr Wohlergehen erkundigte. Talimée schüttelte den Kopf, hauptsächlich um wieder klar zu werden. "Entschuldige ... das Schicksal hat Großes mit uns vor und seine Pläne dringen schon zu mir durch." Sie rieb sich den kahlen Schädel. Erst Stoppeln ihres Haares wuchsen bereits wieder. Ihre Pracht würde zurückkehren, aber selbst ohne langes Haar zeugte eine Elfe von Anmut und Grazie. Kein Wunder, dass sich Kazel so leicht um den Finger wickeln ließ.
Talimée folgte Annabelles Blick zu dem Mischling und ihrer Herrin. Beide spielten im Wasser, wobei Janay sinnliche Verführungselemente in ihre Taktik einfließen ließ. Der Kommenter der Kräuterhexe sorgte da für skandalöses Entsetzen bei der Elfe. "Annabelle! Sowas behält man für sich." Sie musterte die beiden am anderen Ende des Sees. "Er ist ihr Schicksal. Ich hab es gesehen." Und zugleich fragte sie sich, welches das ihre sein würde. Annabelle gab Anstöße, als sie betonte, wie friedlich ein schlafender Sintus ausschaute. Sie lauschte den Worten der anderen, bis diese sich entfernte. Dann betrachtete sie Sintus. Er war ein gutaussehender Mann, für einen Menschen. Seine Züge besaßen weitaus mehr Kanten und Härte schien in die gemeißelt zu sein, selbst jetzt da sie entspannt waren. Elfengesichter waren weicher geformt. Außerdem wuchs dem schönen Volk kein Bart. Talimée schaute auf den Paladin herab. Gäbe er einen guten Partner ab? Sollte sie sich einmal mit ihm darüber unterhalten? Was hielt das Schicksal für sie bereit? Ihr Blick hob sich - zurück zu Janay. "Kazel ist ihres und sie wird das meinige sein." Talimée war überaus loyal. Kein Wunder, dass sie eine so gute Sklavin abgegeben hatte. Sie würde Janay vermutlich bis in den Tod folgen. Und so weckte sie Sintus nicht, sondern stieß ihn leicht an, damit er mit ihr Richtung Ufer zurücktrieb. Auch sie wollte aus dem Wasser, um sich von der Sonne trocknen zu lassen.

Jetzt befanden sich nur noch Juduka, Kazel und Janay wirklich im Wasser. Die beiden Letzteren waren mit ihren Spielereien noch lange nicht fertig, so schien es. Kazel war aus dem Wasser getaucht, hatte Janays schlankes Fußgelenk gepackt und kitzelte nun vorwitzig ihre Sohle. Janays Gelächter war glockenhell und Musik für Kazels Spitzohren. So ausgelassen hatten sie alle lange nicht mehr sein können. Er genoss es richtig, einmal vollkommen fern von Gedanken über ihre Flucht, die verfolgende dunkelelfische Brut oder den Krieg zu sein. Im Moment gab es nur den See, die Frische, den Spaß und die Anwesenden - selbst diese beschränkten sich für den Mischling derzeit auf eine Person. Janay nahm ihn voll und ganz ein, aber er rächte sich jetzt mit einer frechen Kitzelattacke. Dass er damit ihre größte Schwäche entdeckt hatte und ausnutzte, war ihm nicht einmal bewusst. Er hätte ebenso gut ihre Hüften kitzeln können, wären diese es gewesen, mit denen sie ... Kazel keuchte, nein, das wollte er nicht weiterspinnen. Gerade eben hatte er sich durch sein blitzartiges Abtauchen von seiner Erregung erholt. Jetzt nicht schon wieder von vorne anfangen. Sie hält mich sonst noch für einen Lustmolch und Sintus - der kastriert mich, um mir dieses Verhalten auszutreiben!
Kazel konzentrierte sich darauf, seinen Kitzelangriffen zu vertiefen. Seine Finger fuhren immer wieder flink über Janays Fuß. Ja, er war geschickt und erstmals zeigte sich das auch in einer alltäglichen Situation. Auf ihr Flehen ging er zunächst nur mit einem Auflachen ein. Dann unterbrach er die Attacke. "Nicht aufhören? Wie du wünschst." Und weiter ging es. Dieses Mal kitzelte er sogar noch eine Spur heftiger, dafür wurde der Angriff zu einem kürzeren Spiel. Janay sollte nicht zu viel Wasser schlucken, aber Kazel war so eifrig bei der Sache, dass er darauf nicht einmal groß achtete. Es bereitete ihm Freude, sie lachen und quieken zu hören. So setzte er seinen Ansturm fort, wollte sie nun tatsächlich an der Hüfte packen, um dort weiter zu kitzeln. Doch dazu kam es nicht.
Plötzlich verharrte er, die Augen aufgerissen. Seine Hände ruhten zwar an Janays Hüfte, aber er kitzelte nicht. Er hielt sie nicht einmal fest, berührte sie nur und war selbst wie erstarrt. Kazel schluckte. Da hat sie jetzt doch nicht bewusst hingefasst, oder? Sie hat Halt gesucht, ja genau! Das ... das ... Kazel verdrehte die Augen, als sich das Blut in seinem Körper neu verteilte. Er sog zischend die Luft ein, hielt sie einen Moment lang an und als er sich vorlehnte, so dass sein Kinn auf Janays Schulter zu ruhen kam, stieß er den Atem heiß auf ihre Haut aus. Es war falsch. Sintus würde ihn vierteilen. Aber es fühlte sich so gut an!
"Nicht aufhören", raunte er ihr leise zu. Seine Hände fassten jetzt energischer ihre Hüfte. Mit den Daumen streichelte er ihre Haut, während sich seine Augen schlossen. Seine Wangen mussten wohl schon wieder glühen, denn sie fühlten sich heiß an. In seiner Brust hämmerte das Herz so laut, dass er glaubte, Janay würde das Vibrieren bei jedem Schlag spüren. Ihm war so wohlig warm, dass es ihn wunderte, dass das Wasser um ihn herum nicht zu brodeln begann. Obwohl, es brodelte doch. Es kochte! Er fühlte sich unendlich gut.
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Janay » Dienstag 14. Juni 2011, 20:52

Die junge Frau ahnte nicht, wie loyal Talimée tatsächlich schon zu ihr stand. Vielleicht hätte sie dann in ihre Planung auch ein Abschiedsgespräch mit der Dienerin einkalkuliert, um ihr klar zu machen, warum es besser wäre, wenn sie alleine ginge.
Doch im Moment war sie ohnehin massiv abgelenkt und musste sich irgendwie zur Wehr setzen, während sie gleichzeitig lachte und um sie platschte. Das Wasser spritzte nur so um sie herum und auch den ein oder anderen kleineren und größeren Schwall bekam sie in den Mund. Meistens konnte sie ihn sofort instinktiv durch ihr heftiges Winden wieder ausspucken und bei dem Rest, den sie schluckte, hatte sie Glück, dass sie nicht husten musste.
Mit seiner Kitzelattacke verbannte auch er alle Gedanken aus ihrem Kopf, sodass sie ebennfalls ausgelassen war, lachte und quiekte und um sich schlug. Mehrmals wurden ihre Laute erstickt, wenn wieder neues Wasser in ihren Mund gelangt war, ehe es Sekunden später weiter ging.
Hätte er nur endlich Erbarmen mit ihr gekannt und damit aufgehört! Aber anscheinend hatte er das noch lange nicht vor und er schien ihr auch auszuweichen, da sie ihn noch nicht getroffen hatte, weder mit Arm noch Bein.
Durch die viele Bewegung wurde ihr richtig warm und wäre sie nicht im See gewesen, hätte sie womöglich zum Schwitzen angefangen. Das nasse Haar klebte ihr inzwischen im Gesicht und sie kam nicht einmal dazu, die Strähnen wenigstens von ihren zusammen gekniffenen Augen wegzuwischen.
Sie war sehr empfindlich auf ihrer Fußsohle und so hätte er bei weitem nicht so viel Fingerspitzengefühl benötigt, um sie derart aus der Fassung zu bringen. Dass er es trotzdem bewies, machte es für sie nur noch schlimmer.
Plötzlich hörte es auf und sie trieb keuchend auf der aufgewirbelten Wasseroberfläche. Als erstes strich sie ihr Haar zurück und blinzelte, da sie endlich wieder sehen konnte. Ihre Augen weiteten sich, als er ihr zeigte, wie sehr er sie missverstanden hatte, und sie wollte schon nach Atem japsen, um zu protestieren, als er schon wieder weiter machte.
Sie trat erneut und wand sich, jedoch diesmal hatte sie mehr Glück und bekam etwas zu fassen, was das Spiel sofort unterbrach. Wie genau sie es geschafft hatte, wusste sie nicht, sie verharrte nur keuchend, wie sie war, um sich ein bisschen erholen zu können.
Jetzt erst spürte sie seine Hände an ihrer Hüfte, wenngleich es sie nicht sonderlich störte. Janay war Berührungen gewöhnt und auch welche der intimeren Sorte. Außerdem war sie viel zu sehr beschäftigt damit, ihren Herzschlag allmählich zu beruhigen und die Kontrolle zurück zu gewinnen.
Ihre Augen hoben sich langsam und sie tastete behutsam mit ihren Fingern, was genau sie erwischt hatte. Ein feines Lächeln umspielte ihre Lippen, als sie keine zwei Sekunden später erkannte, welcher Glücksgriff ihr da gelungen war.
Ihr Blick begegnete seinem flüchtig, ehe er sein Kinn auf ihre Schulter legte. Sie hob automatisch ihren freien Arm und legte ihn um seinen Nacken, um ein bisschen Halt zu finden, jetzt, wo sie nicht mehr so leicht Wasser treten konnte, ohne ihn dabei vielleicht zu erwischen. Ihren Oberkörper schmiegte sie an ihn, während sie ihre Hüfte bewusst ein wenig auf Abstand hielt, um Platz für ihre Hand zu lassen.
Seine zwei Worte waren eine Wiederholung der ihren, allerdings diesmal eindeutig anders gemeint. Ihr Lächeln wurde eine Spur breiter und ihre Finger lösten sich flüchtig von ihm. Wenngleich das nur aus einem einzigen Grunde, nämlich, um den Bund seines knappen Lendenschurzes zu erreichen.
Langsam schob sie sich an seiner warmen Haut vor und umfasste ihn erneut, diesmal ohne störenden Stoff dazwischen. Ihr Griff war gekonnt, sanft und gleichzeitig deutlich spürbar, bevor sie ihre Hand nach einigen Sekunden behutsam zu bewegen begann.
Seine Hände hingegen wurden auch etwas mutiger und sorgten für einen wohligen Schauer, der über ihren Körper rieselte.
"Meinst du so?", raunte sie ihm ins Ohr und konnte es nicht lassen, wieder ihre Lippen genau darunter auf seinen Hals zu setzen, diesmal etwas länger als vorhin.
Ihre Umgebung interessierte sie im Moment nicht länger, sondern auch ihr Fokus fixierte sich immer stärker ausschließlich auf Kazel. Obwohl sie merkte, dass ihr die Kontrolle erneut ein bisschen zu entgleiten drohte, weil sie eigentlich nicht so weit hatte gehen wollen mit ihm. Doch jetzt wollte sie nicht aufhören, zumindest noch ein paar Sekunden konnte sie bestimmt weiter machen, ohne ihn ernsthaft zu verderben.
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Kazel Tenebrée » Donnerstag 16. Juni 2011, 00:52

Hände waren eine wundervolle Kreation der Götter. Man konnte so vieles mit ihnen machen. Künstler schufen wundervolle Werke, ob sie nun als Bilder in Gallerien hingen, als dicke Wälzer in Regalen standen oder gespielt von einem Instrument ans Ohr des Zuhörers gelangte. Mit Händen konnte man Werkzeuge verwenden, um noch mehr zu schaffen. Manche bauten Häuser und Brücken, anderere schmiedeten Rüstungen, um ihre Freunde in der Schlacht auf ihre ganz eigene Art und Weise zu schützen. Wieder andere verwendeten ihre zarten Finger nicht für Gewalt oder Krieg, sondern um Zärtlichkeiten auszutauschen. In liebevoller Geste strich die Mutter dem schlafenden Kind das Haar aus der Stirn. Händler schüttelten sich die Hände, um einen Vertrag zu besiegeln. Blinde ertasteten das Gesicht eines anderen.

Was Janay im Augenblick jedoch anstellte, ging über all das hinaus. Es war der Höhepunkt all dessen, was man mit Fingern überhaupt tun konnte und es bereitete Kazel irrsinnige Wonnen, dass ihm heiße und kalte Schauer gleichzeitig über den Rücken liefen. Sein Herz komponierte ein Orchester, das nur aus Pauken und Trommeln bestand. Zwergen würde ein solches Gehämmer gefallen. Vielleicht hörten sie seinen Herzschlag bis tief in den Berg, in dem sie lebten. Ha, Kazel wusste nicht einmal, was ein Zwerg war! Er hatte nie zuvor einen gesehen. Im Moment interessierte es ihn auch herzlich wenig. Jemand Anderes hatte ihn vollkommen in seinen Bann gezogen. Er lehnte leicht am Körper der Frau, deren eine Hand sich um seinen Nacken gelegt hatte. Doch die andere war es, die durch stete Bewegungen seine Atmung beschleunigte und dafür sorgte, dass ihm wohlig heiß zumute wurde. Kazel begann leicht zu stöhnen, er hielt sich nicht zurück. Warum auch? Sintus war weg, irgendwo ans Ufer getrieben worden. Sie standen hier allein im seichten Wasser. Es reichte ihnen knapp bis über die Brust, so dass niemand sehen konnte, was unter der Wasseroberfläche vor sich ging. Nur an den knallroten Ohren des Mischlings konnte man erahnen, was da zwischen ihm und Janay überhaupt passierte.

Kazel antwortete nicht auf Janays Frage. Er wollte, aber er konnte nicht. Genau so meinte er es. Weitermachen, schrien seine Lenden. Er verzehrte sich danach, doch aus seiner Kehle wollte außer dem regelmäßigen Stöhnen kein Laut dringen. Nur seine Hände reagierten auf die wohl tuende Massage. Er ließ sie wandern, den Rücken hinauf und wieder zurück, an den Hüften vorbei, dann tiefer. Schließlich erreichten sie Janays wohlgeformten Hintern, um den sie sich sofort schlossen. Er fühlte sich straff an, ein bezaubernder Po. Kazel knetete ihn eine Weile, was ihn nur noch mehr erregte. Wäre Annabelle in der Nähe gewesen, sie hätte bereits zu zählen begonnen, wie lange es wohl noch dauerte, bis der See um einige "Fischchen" reichhaltiger wäre. Wahrlich, lange hielt es der Mischling nicht mehr aus. Das lag aber nicht nur daran, dass man ihn als Anfänger auf diesem Gebiet bezeichnen konnte - er war nicht vollkommen unerfahren, aber besaß auch noch nicht die Ausdauer für langanhaltende Liebesspiele -, sondern auch daran, dass er dieses Vergnügen schon eine ganze Weile nicht mehr genossen hatte. Tatsächlich war der Umstand sogar jener, dass die einzige Frau, die jemals intim mit ihm geworden war, nie Hand an ihn gelegt hatte. Küsse waren ausgetauscht worden und eine Vereinigung hatte stattgefunden, wobei Kazel sich vollkommen allein um das Vorspiel bemüht hatte. Umso mehr erregte ihn nun das, was Janay mit ihm machte. Er stieß keuchend die Luft aus.

Entschlossenheit packte ihn - Lust. Er wollte auch ihr Wonnen bereiten und wenn es mit den Händen so einfach war, dann sollten sie zum Einsatz kommen. Langsam, aber wohl mit mehr Mut und Initiative als Janay es ihm zugetraut hätte, ließ er seine Finger am Becken entlang nach vorn wandern. Der Stoff ihrer Unterkleidung klebte an der zarten Haut. Kazel hatte einige leichte Schwierigkeiten, seine Hände unter den Stoff zu schieben, aber er fand sein Ziel. Nur kurz zögerte er, hob den Kopf und blickte Janay fragend an. Vielleicht wollte sie das gar nicht. Aber seine Lust und der Wille, diese wundervolle Geste auf gleiche Weise zu vergelten trieben ihn an. Und so begann Kazel ihr Allerheiligstes sinnlich zu streicheln. Aber mit der Kunstfertigkeit seiner Hände war es nicht getan. Sein Blick hing immer noch an Janay, genauer gesagt an ihren Lippen. Er leckte sich über die eigenen. "Küssen?", fragte er vorsichtig und da war sie wieder, die niedlich-scheue Unbeholfenheit. Er würde sich vermutlich niemals einfach nehmen, was eine Hure wie Janay ohnehin bereitwillig - oder für entsprechende Bezahlung - hergab. Sein Mund näherte sich dem ihren. Er fragte sich bereits, wie sie wohl schmecken mochte, wollte es nur allzu gern herausfinden. Zugleich verlor er sich in den glänzenden Augen der Dunkelelfe. Er wagte es nicht einmal zu blinzeln, denn er wollte nichts von ihrer Schönheit auch nur eine Sekunde lang verpassen.
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Janay » Freitag 17. Juni 2011, 22:59

Für die junge Frau war es nichts ungewöhnliches, einen Mann zu berühren, auch an intimeren Stellen. Sie hatte gelernt, welche Griffe nötig waren und wie sie diese handhaben musste, um zu einem Erfolg zu kommen. Auch hatte sie keine Scheu mehr, ihn zu berühren, wie es in ihrer Rolle eigentlich hätte sein sollen. Doch da Kazel inzwischen einen Teil der Wahrheit kannte, musste sie sich nicht so stark verstellen.
Nur, dass er ihr Vorhaben, ihn nicht zu verderben, derart ins Wanken brachte, hätte ihr zu denken geben sollen. Vielleicht würde es das auch noch, wenngleich zu einer anderen Zeit.
Jetzt erst einmal wollte sie ihn noch ein bisschen aus der Reserve locken und zu verwöhnen. Der Hauptgrund war nicht, ihn so um den Finger zu wickeln, damit er sie wirklich nicht verraten würde, wie sie es sich zuvor noch überlegt hatte. Nein, es hatte sich gerade einfach ergeben und er hatte es geschafft, sie alles um sich herum für wenige Minuten vergessen zu können. Dafür wollte sie ihm etwas Gutes tun.
Und viel mehr gelang ihr gewöhnlich mit ihren Händen nicht, zumindest wusste sie von keinem anderen Talent, das ihre Finger hervor zaubern könnten. Sie hatte nichts gelernt und auch keine Begabung, die sie schon von Kindesbeinen an gelockt hätte zu verbessern. Immerhin, wenigstens konnte sie dafür sorgen, dass Kazels Körper sehr positiv ansprach. Deutlich konnte sie es fühlen und aus ihrer Erfahrung aus hier schöpfen.
Sein Atem ging schneller und sie konnte ihn auf ihrer Haut spüren, auch Laute drangen an ihr Ohr, die sie zufrieden stellten. Ein feines Grinsen zeigte sich in ihren Mundwinkeln, verstärkt durch seinen hochroten Kopf.
Es wunderte sie nicht, dass er auf ihre Worte nichts erwiderte. Nur selten und lediglich erfahrene Männer oder mit besonderen Vorlieben konnten das und wollten Bemerkungen zu hören bekommen. Bei ihm hätte es sie hingegen mehr als überrascht, nach den vorigen Erlebnissen, wo sie bei weitem noch nicht so große Fortschritte gemacht und sich ernsthaft berührt hatten... oder eher sie ihn.
Auch sie schloss ihre Augen und genoss es, dass er zumindest nicht völlig untätig blieb. Seine Finger fühlten sich angenehm an und sie hatte bestimmt nichts dagegen, wenn er ein bisschen etwas an ihr probierte. Sie schätzte ihn nicht so ein, als würde er ihr weh tun, ehe sie ihn davon abhalten könnte.
Als er sein vorläufiges Ziel erreicht hatte und sie dort massierte, gab sie wohlige Laute von sich, direkt in sein Ohr durch ihre Haltung, während sie ihre Bewegungen der Finger etwas intensivierte.
Es dauerte nicht lange, bis er sie nun wirklich erstaunte. Sie fühlte, dass er nach etwas suchte und hätte sie den Bund ihrer Hose sofort erraten, hätte sie ihm helfen können. Umso schärfer sog sie die Luft ein, als seine Hand es schaffte und sie ihn direkt auf ihrer Haut fühlen konnte.
Einen Moment lang erstarrte sie regelrecht, bevor sie sich mit einem leisen Aufstöhnen entspannte und fester an ihm anhalten musste. Auch nahm sie ihre Massage wieder auf, während sie ihr Becken ihm entgegen drückte, um seine Unbeholfenheit ein wenig ausgleichen zu können.
Die Lider hatte sie nicht angehoben, somit erkannte sie auch nicht, dass er sie ansah. Janay spürte nur, dass er seinen Kopf bewegt hatte, weil sein nicht mehr auf ihrer Schulter lag.
Erst seine Stimme ließ sie blinzeln und schließlich die Augen öffnen. Diese hatten sich eine Spur verdunkelt, da er auch ihre Lust geweckt hatte, als sie ihn ansah. Ein kleines Lächeln zeigte sich kurz in ihrem Mundwinkel und diesmal war sie es, die ihm eine verbale Antwort schuldig blieb.
Stattdessen übte sie einen stärkeren Druck mit dem Arm auf seinen Nacken aus und streckte sich ihm gleichzeitig entgegen. Gewöhnlich waren in ihrem Beruf Küsse nicht und nur in seltenen Fällen hatte sie es den Herren gestattet, die sie besucht hatten. Meistens dann, wenn diese ihr körperlich sehr gut zusagten und nicht zu viel vorher getrunken hatten.
Bei Kazel hingegen war alles anders. Er nahm nicht ihre Dienste in Anspruch, sie näherte sich ihm freiwillig und dachte nicht einmal an Bezahlung. Außerdem war es schon mehr als eine Woche her, seitdem sie zuletzt berührt worden war von jemanden, an den sie jetzt lieber nicht sich erinnern wollte. Somit wollte auch ihr Körper wieder Zuneigung und die gab er ihr, mitsamt seiner Unerfahren- und Unbeholfenheit. Er war ihr auch obendrein sympathisch und gefiel ihr, sodass nichts gegen seine Frage sprach. Deswegen näherte sie sich ihm und ließ zu, dass sich ihre Lippen treffen konnten.
Ihr Mund war sowieso schon leicht geöffnet, da er auch ihr ein leises Stöhnen entlockte. Ihre Lider senkten sich erneut, Millimeter für Millimeter, die Umgebung hatte überhaupt keine Bedeutung mehr für sie und fast stand sie sogar davor, ihn ins nächste Gebüsch zu ziehen, um die Hände ersetzen zu können.
Als sie seine Lippen fühlen konnte, presste sie sich noch enger an ihn und hielt sich nicht zurück, ihn spüren zu lassen, dass er ihren Hunger weckte.
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Kazel Tenebrée » Sonntag 19. Juni 2011, 12:14

Kazel verdrehte zufrieden die Augen. Sein Seufzen drang als heißer Atem an Janays Hals. Sie kannte derlei Laute bereits von ihren Kunden. Es waren eindeutige Zeichen, dass sie ihr Handwerk verstand. Der Mischling würde sich gewiss nicht beschweren. Er schwebte irgendwo außerhalb seines Körpers auf einer Wolke aus Lust und Wonne, sanft begleitet von einem stetig steigenden Druck, der sich pochend und pulsierend immer wieder meldete, wenn er - angeregt durch Janays Massage - Impulse aussandte. Erneut stöhnte Kazel auf. Diese Frau war fantastisch! Er konnte nichts sagen, nicht denken, sondern sich nur noch dem Rausch hingeben, den ihm Janay bereitete. Nur zu gern ließ er sich darauf ein, hatte aber erste Konzentrationsschwierigkeiten, ihr ähnliche Freuden zu schenken. So gern er es auch getan hätte, immer wieder unterbrach er sich bei seinen Streicheleinheiten, musste sich dazu zwingen, sie fortzusetzen. Janays Hand lenkte ihn einfach zu stark ab. Seine Gefühle kochten beinahe über.
Längst hatte sich seine Atmung in ein gleichmäßiges Keuchen, begleitet von leisem Stöhnen und Seufzen, verwandelt. Er presste sich dichter an die Dunkelelfe, denn das war es, war er wollte. Er begehrte sie, wollte ihr so nah wie nur möglich sein. Seine natürlichen Triebe leiteten ihn und der junge Elf war sehr empfänglich dafür. Immerhin waren es, obgleich er schon einmal das Vergnügen gehabt hatte, doch noch recht neue Empfindungen. Kazel hatte längst nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die derartige Spiele boten. Man könnte ihn mit einem Entdecker vergleichen, einem Weltenbummler, der vor kurzem erst neues Land erschlossen und ein primitives Lager errichtet hatte. Jetzt wagte er sich in die Tiefen der unerkundeten Landschaft.
Seine Lust half ihm dabei. Sie lenkte ihn, flüsterte zu ihm, ohne doch nur einen Laut von sich zu geben. Sie teilte ihm mit, dass seine Lippen mehr konnten, als die instinktiven Lustlaute von sich zu geben. Er sehnte sich danach, Janay zu küssen und ihr so für alles zu danken. Er wollte ihre Zunge mit seiner eigenen streicheln, mit ihr tanzen und ein kleines Duell wagen. Auf seinem gesamten Körper bildete sich eine warme Gänsehaut, wenn er nur daran dachte und so konnte er nicht länger innehalten. Er musste sie fragen - hoffte auf das Ja. Es kam prompt, in Form einer willigen Geste, bei der Janay gegen seinen Nacken drückte, um ihn so näher an ihr Gesicht zu bringen. Kazel gab der Aufforderung nur allzu bereitwillig nach. Seine Lippen spitzten sich zum Kuss und kaum, dass sie auf die süßen Gegenstücke trafen, schob sich auch schon seine Zunge spielerisch vor. Sie war beinahe so geschickt wie seine Finger, die in tieferen Regionen kundschafteten.
Langsam wich die Röte aus seinem Gesicht, denn er war um seine Handlungen nicht länger verlegen. Janay gab ihm mit ihrer Bestätigung das nötige Selbstbewusstsein, um alles mit mehr Courage anzugehen. Sie schien es ebenso wertzuschätzen wie er und das brachte Kazels Herz fast zum Stillstand. Es setzte immer wieder aus, nur um dann wie Donnerhufe gegen seinen Brustkorb zu prallen, als wollte es ihn sprengen. Dabei ließ er unentwegt die Augen geöffnet. Er wollte Janay ansehen, die wundervolle Schönheit, die wie aus einem Traum zu ihm gekommen war, um ihm größte Entspannung zu schenken. Sein eigener Blick war umwölkt und dunkel, wie das Meer, bevor sich ein Sturm darüber zusammen braute und die tiefblauen Wellen aufpeitschte.
Zwischen ihnen beiden entstand eine wohlige Hitze, ein sich entzündendes Feuer, genährt von Lust und Begehren. Die Natur war eine Hexe, dass sie ihre Kinder dermaßen verleitete. Kazel bekam nämlich kaum mehr etwas von seiner Umgebung mit. Für ihn gab es nur noch Janay, ihren weichen warmen Körper und diesen hungrigen Blick, den sie ihm unter sich langsam schließenden Lidern entgegen brachte. Erst dieses Aufblitzen ihrer eigenen Wonne ließ Kazel für wenige Sekunden erstarren und seine Stimme der Vernunft wahrnehmen. Was tust du hier denn?! Wie weit soll das noch führen? Die anderen können euch sehen. "Ja, verdammt", keuchte er auf, als ihm dieser eine Faktor bewusster wurde. Er wollte nicht gesehen werden, denn er wollte nicht aufhören. Seine Triebe hätten das nun ohnehin nicht zugelassen. Aber Schamgefühl ob seiner Spielerei mit Janay ließen Kazels Wangen erneut erröten. Er wünschte sich ein verborgenes Plätzchen - nur für eine Weile. Und so musste er sich zwingen, sich von Janay etwas zu lösen. Weit genug nur, um ihr etwas sagen zu können: "Luft anhalten."
Eine kurze Warnung, ehe der Mischling die Initiative ergriff, seine Gefährtin um die Hüften packte und mit sich unter Wasser zog. Er blinzelte. Der See war auch unterhalb der Wasseroberfläche überraschend klar. Kazel konnte kleine Algenpflanzen sehen, die sich hin und her schwangen - anmutig und sanft. Am sandigen Grund krabbelte irgendein Tierchen. Es streckte Fühler zu ihm auf und winzige Fische - nicht von ihm! - schwammen in der Nähe gerade durch einen Lichtfleck auf dem Wasser, der ihre Schuppen farbenprächtig schillern ließ.
Kazel trat nach dem Wasser. Er hielt Janay fest umschlungen und tauchte mit ihr knapp unter der Oberfläche entlang, bis er eine kleine Bucht entdeckte, abgetrennt von dunklen Ästen mehrerer Weidensträucher, die aus dem Grund wuchsen und eine natürliche Mauer bildeten. Dahinter tauchte er wieder auf, holte erst einmal gehörig Luft und gab der Dunkelelfe ebenfalls dazu Zeit. Dann jedoch versiegelte Kazel ihre Lippen mit einem neuen Kuss. Seine Hände wanderten hinauf zu ihren Brüsten - ungeniert befühlte und umfasste er sie, um seine Massage von vorhin fortzusetzen. Seine Absichten waren nun klar, jedenfalls Janay dürfte als erfahrene Prostituierte wissen, was sich Kazel jetzt mehr als alles andere auf Celcia wünschte.
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Janay » Sonntag 19. Juni 2011, 13:17

Es kam für sie einer positiven Überraschung gleich, dass er noch nicht zum Ende gekommen war. Sie hatte bei manchen ihrer Kunden bereits Hand angelegt und nicht selten viel rascher zu einem zufriedenstellenden Ergebnis bei den Männern geführt. Somit besaß er zumindest ein bisschen Standhaftigkeit, was ihm sicher in seinem Leben noch zugute kommen würde.
Dass ihm ihr Tun gefiel, konnte sie hören und auch fühlen, was sie erst recht bestätigte, jetzt lieber nicht aufzuhören. Personen des anderen Geschlechts konnten sehr ungehalten werden, wenn sie kurz vor ihrem Ziel die Erfüllung nicht bekamen, und das wollte sie vermeiden. Im Eifer des Gefechts konnten nur zu leicht Worte gesagt werden, die später bereut werden würden, von ihr wie vermutlich auch von ihm. Außerdem musste sie vermeiden, dass er sie verriet. Somit würde sie es zu Ende bringen und ihm schöne Gefühle bescheren.
Hinzu kam, dass er tatsächlich versuchte, ihr ähnliche Wonnen zu bescheren. Jetzt konnte Janay deutlich feststellen, wie unerfahren er damit war, und gleichzeitig das ein oder andere Fingerspitzengefühl besaß. Mit ihrer Hüfte versuchte sie, ihm entgegen zu kommen, um es für sie noch angenehmer zu gestalten oder um ihn daran zu erinnern, dass er gerade etwas hatte tun wollen.
Denn so wie es aussah, schien er immer mehr zu vergessen, was er selbst angefangen hatte. Was sie nicht wunderte, denn im Rausch der Lust wurden Männer manchmal durchaus passiv und taten nichts weiter als zu genießen.
Dass er sie an sich presste, störte sie nicht, zeigte ihr stattdessen sogar, wie intensiv sein Empfinden sich schon gesteigert hatte. Lange würde es demnach nicht mehr dauern, sagte ihr die Erfahrung. Was sein Wunsch nach einem Kuss ihr lediglich bestätigte, denn sie vermutete dahinter, dass er seine Laute ersticken wollte, um nicht doch noch aufzufallen.
Bisher waren sie ungestört gewesen, aber das konnte sich jederzeit ändern, sollte es vor allem Sintus auffallen. Dass er schlief, wusste sie nicht und kümmerte sie auch nicht, solange er sich weiterhin aus ihrem Treiben heraus hielt.
Da sie nichts gegen seine Lippen einzuwenden hatte, gab sie ihm mit ihrem Körper ihr Einverständnis zu verstehen und reckte sich ihm auch entgegen. Es verstrichen allein ein paar Sekunden, bis sie sich trafen und es erstaunte sie milde, dass er sofort seine Zunge einbringen wollte. Das hätte sie ihm nicht zugetraut und gleichzeitig zeigte er ihr wieder, wie unerfahren er in Wahrheit war, wenngleich er es mit Eifer kompensieren zu wollen schien.
Dies war allerdings ein Gebiet, worin auch sie noch nicht so viel Übung hatte, sodass sie bei weitem nicht so selbstsicher handeln konnte wie mit ihren Fingern. Trotzdem bemühte sie sich, ihn ein wenig zu lenken und zumindest in ihrem Mund ruhiger werden zu lassen. Im Gegensatz zu ihm jedoch hielt sie dabei die Augen instinktiv geschlossen und versuchte, sich nur auf ihr Gefühl zu verlassen.
Bis er plötzlich erstarrte und sie damit irritierte, weil sie spürte, dass es nicht aufgrund der Erleichterung geschehen war. Ihr Mund löste sich von seinem und sie sah ihn mit einem bewusst auffordernden Blick an, der ihn dazu bewegen sollte, das gemeinsame Tun wieder aufzunehmen.
Ihre Hand massierte ihn noch einige weitere Sekunden, bis er fluchend aufkeuchte. Ihre Augenbraue hob sich automatisch an. Das war sie nicht gewöhnt und gefiel ihr überhaupt nicht, da sie glaubte, die Worte würden sich auf ihre Künste beziehen.
"Was...?", entschlüpfte es ihr bereits, als er sich von ihr löste und ihr eine Anweisung gab. Sie wollte nachhaken und holte dafür Luft, als er sie auch schon unter Wasser zog.
Ein Schrei entkam ihr zwischen die rasch aufeinander gepressten Lippen und sie riss die Augen auf. Was sollte das denn jetzt?! Was hatte er vor?
Im Gegensatz zu ihm hatte die junge Frau keinen Blick für die Umgebung, die ohnehin zum Großteil aus Kazel bestand, da er über ihr tauchte, direkt unter der Wasseroberfläche. Sie verschränkte die Arme vor der Brust und ließ ein paar Luftblasen aufsteigen, um ihm zu zeigen, dass sie damit nicht wirklich einverstanden war.
Aber sie wehrte sich nicht ernsthaft, da sie trotz allem neugierig war, sondern schlang die Beine um seine Hüfte, sodass sie sich eng an ihn drücken konnte. Er war noch immer spürbar erregt, somit musste es etwas mit ihrem Spiel zu tun haben.
Ob er glaubte, das unter Wasser fortsetzen zu können? Da hätte er sich geschnitten, sie war keine gute Taucherin mit langem Atem! Schon jetzt spürte sie, dass sie lieber wieder Luft geholt hätte.
Doch sie musste keine Angst haben, denn sie hatten ihr Ziel rasch erreicht. Sie tauchten gemeinsam auf und sie riss ihren Mund auf, um gierig den Sauerstoff in ihre Lungen zu saugen.
Das nasse Haar klebte ihr im Gesicht und sie strich es intuitiv aus ihrer Stirn, um sich blinzelnd umsehen zu können. Er hatte sie zu einer kleinen Bucht gebracht, wo sie vor Blicken geschützt waren.
In diesem Moment ging ihr ein Licht auf und ihre Lippen kräuselten sich zu einem feinen Grinsen. Ah, das hatte er vorgehabt! Ja, warum hatte er das nicht gleich gesagt? Dann hätte sie ihm den Weg schließlich ein wenig versüßen können.
Was anscheinend ohnehin nicht nötig gewesen wäre, denn er ließ ihr kaum Zeit, sich eine neue Strategie auszudenken, wie sie ihn weiter anstacheln sollte. Er küsste sie wieder, ebenso impulsiv wie zuvor, allerdings diesmal irgendwie zielstrebiger.
Ihr wurde klar, was die Stunde geschlagen hatte. Kazel würde sich mit ihrer Hand allein nicht mehr zufrieden. Und warum auch nicht? Sie waren soweit gekommen, es wäre von ihr unklug, ihn nun zurück zu weisen. Was auch ihr Körper gar nicht wollte, immerhin hatte er auch ihre Lust geweckt und sie hätte bestimmt kein Problem damit, sich ihm völlig hinzugeben.
Durch den seidigen, nassen Stoff, der an ihrer Haut klebte, konnte sie seine Finger erst recht intensiv hindurch fühlen, sodass sie in seinen Mund keuchte und ihm damit zeigte, dass ihr gefiel, was er tat.
Trotzdem drückte sie ihn kurz von sich weg und trat einen Schritt zurück. Das kokette Grinsen auf ihren Lippen diente zu seiner Beruhigung, denn sie brauchte diesen Freiraum, um sich für ihn zu entkleiden. Sie wollte damit verhindern, dass er ihr die Unterwäsche, die sie noch länger brauchen würde, zerriss.
Also entledigte sie sich zuerst des Oberteils, mit bewusst lasziven, geschmeidigen Bewegungen, ehe sie nach der nassen, knappen Hose griff und hinunter schob. Scham hatte sie keine und außerdem wollte sie ihn ja an sich heran lassen.
Ihr Blick senkte sich auf seinen Schurz und hob sich daraufhin wieder, um zu sehen, ob er diesen selbst in seiner Hektik aufknüpfen würde oder ob er ihr diese Aufgabe überlassen würde.
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Kazel Tenebrée » Sonntag 19. Juni 2011, 20:35

Am liebsten hätte Kazel sich sofort, ungeachtet von klatschnasser Unterwäsche, stehend der Liebe hingegeben. Oder eher der Lust, denn konnte man bei ihm und Janay von Liebe sprechen? Sicherlich nicht, dafür kannten sich beide im Grunde viel zu wenig. Sie zogen einander an und vor allem der Mischling war sehr empfänglich für Janays Verführungsspielchen. Er kannte keine Frauen wie sie. Frauen, sie sich nahmen, was ihnen gefiel wie Jägerinnen ihre Beute. Kazel ließ sich vom Netz der Spinne nicht nur einfädeln, er wickelte sich gar freiwillig darin ein und warum denn nicht? Janay bereitete ihm absolute Hochgefühle, welcher Mann könnte ihr schon widerstehen?
Aber jetzt musste sich der Mischling einen Moment lang beherrschen, denn die Dunkelelfe bevorzugte es, sich ihrer Kleidung zu entledigen, ehe sie sich der schönsten Nebensache der Welt hingab. Kazel konnte es irgendwie nicht glauben, dass sich Janay überhaupt auf ihn einließ. Sie hatte ihm zwar ständig kleinere Avancen gemacht, seine Schamesröte belächelt und ihn körperlich gereizt, aber sie hatte sich bei ihrem ersten Treffen auch furchtbar über sein Verhalten beklagt, wegen ihm leichte Blessuren davongetragen und ihm mit Konsequenzen gedroht, sollte er der Bruderschaft das Geheimnis ihrer Herkunft preisgeben. Aber genau das war es, worüber er noch würde mit ihr sprechen müssen. Als junges Mitglied der Bruderschaft war es seine Pflicht, diese Information an Xenia und Sintus heran zu tragen. Ein heikles Thema, denn entweder würde er die Gruppierung verraten, die ihn wie eine Familie aufgenommen hatte oder die Frau, mit der er einiges verband - und in die er sich nach und nach verliebte. Es ließ sich nicht abstreiten und auch wenn Kazel nicht einmal genauer darüber nachdachte, so schwärmte er bereits für Janay. Wenn es so weiterging, dann gäbe es kein Zurück mehr. Es sah allerdings ganz nach einem Weitergehen aus. Janay entledigte sich dem letzten Bisschen an Stoff und das auf derart sinnliche Weise, dass ein minderes Unglück geschah.
"Ahr!" Kazel keuchte auf, als der bloße Anblick der Schönheit ihm den letzten Rest gab und ihn in einen berührungslosen Höhepunkt beförderte. Vollkommen hin und her gerissen zwischen emotionalem Paradies und tiefer Verlegenheit krümmte er sich leicht vor, hielt sich seinen Unterbauch und starrte Janay aus einem tiefroten Gesicht entgegen. So sehr er sich auch für seine frühzeitige Körperreaktion schämte, so wenig konnte er von ihrem Anblick lassen. Immerhin stand eine wahre Göttin direkt vor ihm. Ihr Körper war perfekt, so wohlgeformt und schön ... seine Manneskraft ließ ihn nicht im Stich. Noch immer war er ob ihrer alleinigen Anwesenweit erregt. Er würde fortführen können, weshalb er Janay hinter die Hecke aus Weidenzweigen geführt hatte.
"I-ich..." Er blieb in leicht gebeugter Haltung stehen, denn er wollte sich nun auch von seinem winzigen Stück Stoff trennen. Sein Herz schlug wild und die Finger zitterten erstmals vor Aufregung. Reiß dich zusammen, es ist doch nicht dein erstes Mal! ... Aber das erste Mal mit ihr und du liebst sie nicht. Sie liebt dich nicht. Er schaute auf. Beim Verlust seiner Unschuld damals hatte er die Frau geliebt. Er hatte für immer mit Shantih zusammenbleiben wollen. Ihre Vereinigung war ein Zeichen gegenseitiger, aufrichtiger Liebe gewesen. Das hier besaß nichts davon. Alles, was zwischen ihm und Janay geschehen könnte, würde auf reiner Lust basieren - und ein wenig Zuneigung von seiner Seite. Was sie empfand, konnte Kazel nicht sagen.
Und doch würde er sich nicht davon abbringen lassen. Janay schien Erfahrung zu haben. Sie wusste, wie sie zu streicheln und zu massieren hatte. Shantih war genauso unerfahren gewesen wie er. Sie hatte ihm Lust bereitet aber es war nicht zu vergleichen gewesen mit den Künsten dieser Frau. Ihre Fähigkeiten lockten Kazel, stärkten seine Triebe und ließen ihn ausblenden, worüber er eben noch nachgedacht hatte. Er wollte nur noch eines: Janay heiß und leidenschaftlich lieben.
Mit wild flatternden Fingern pflückte Kazel am Verschluss seines Schurzes herum. Er bekam die Schnüre kaum auseinander. Alles zitterte und im Hintergrund hämmerte sein Herz wie ein großer Schlaghammer gegen einen Gong. Aber schließlich fiel der Stoff doch irgendwie zu Boden, landete im feuchten Sand des Ufers. Kazel war frei und stand nun vor Janay, wie die Götter ihn geschaffen hatten: eine leicht muskulöse, eher drahtig flinke Figur. Er war nicht der größte Elf, nach dunkelelfischen Maßstäben lag er sogar unter dem Durchschnitt. Seine Haut war zu hell für das düstere Volk und zu dunkel, um als Waldelf dieser Gegend durchzugehen. Auf der Innenseite seines rechten Handgelenks konnte man eine verblassende Tätowierung erkennen, von kleinen Narben durchsetzt. Die Großen fanden sich auf seinem Rücken, wo das heilende Wasser des Sees allerdings bereits für Wunder gesorgt hatte. Viele Anteile des einstigen weißen Sterngewitters waren fast unsichtbar geworden.
Er hob den Kopf, blickte Janay an. Er bewunderte ihre Schönheit. Sie brachte ihn zum Lächeln, denn nie hätte Kazel sich erträumen lassen, ein so wundervolles Wesen für sich allein zu haben. Zögernd trat er auf sie zu. Nur sein Körper verriet, dass er weitere Zaghaftigkeit nicht mehr lange aushielt. Aber er versuchte, sich zu beherrschen, wollte er doch den Moment voll und ganz auskosten. So strich er Janays feuchtes Haar nach hinten, dass ihre spitzen Ohren zum Vorschein kamen. Er beugte sich vor, küsste das linke Ohr, streichelte es und wanderte dann mit den Lippen an ihrer Wange entlang, bis er wieder ihren Mund erreichte. "W-willst du das auch wirklich? Ich verlange nichts von dir", hauchte er ihr sanft zu und war überrascht, wie sinnlich doch auch Lerium klingen konnte. Noch ehe sie antworten konnte, küsste Kazel sie erneut. Die Süße ihrer Lippen machte ihn benommen, aber er konnte nicht von ihr lassen.
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Janay » Sonntag 19. Juni 2011, 21:46

Dass er ungeduldig sein könnte, hatte sie schon anhand seiner Küsse in der Bucht gemerkt. Und sie konnte sich auch gut vorstellen, dass es ihm egal gewesen wäre, ob sie noch etwas trug, solange es ihn nicht in seinem Tun einschränkte, und wenn ja, wie dies danach aussah. Janay hingegen behielt einen relativ klaren Kopf, auch wenn es diesmal nicht allein um sein Vergnügen gehen würde. Doch im Gegensatz zu ihm hatte sie ausreichend Erfahrung in ihrem kurzen Leben gesammelt und wollte zumindest der Zerstörung ihrer Kleidung vorbeugen, indem sie selbst für deren Wegfall sorgte.
Außerdem hatte sie auch schon erlebt, dass es Männern gefiel, sobald sie sich anreizend entblößte. Warum sollte Kazel somit nicht darauf positiv reagieren? Sofern er es in seiner Lust überhaupt noch erregend wahrnehmen konnte, da sie nicht einschätzen konnte, wie stark diese schon war. Sie vermutete lediglich, dass sie sehr hoch anzusetzen war. Viel und Ausdauerndes hätte sie demnach wohl nicht mehr von ihm zu erwarten.
Was sie nicht störte, da sie es gewohnt war, nicht vollkommen zum Ziel zu gelangen. Sobald es ihr zu sehr abgehen würde, würde sie sowieso für sich nachhelfen, da hatte sie ebenfalls keine Scheu. Aber es musste niemand wissen, das war natürlich etwas anderes.
An andere Dinge hingegen wollte sie jetzt lieber nicht denken. Diese kostbaren Momente wollte sie noch auskosten, wo sie sich nicht daran erinnerte, wer genau er und sie waren, was er alles über sie wusste oder gar, wie er sie anfangs behandelt hatte. Genauso wie sie keine Überlegungen darüber anstellte, was sie für ihn empfinden mochte. Er war ihr sympathisch und sah immerhin nicht so schlecht aus, mehr allerdings könnte sie sich kaum vorstellen. Was nicht an ihm selbst lag oder wenigstens nur zu einem Teil, sondern hauptsächlich an ihr, da sie sich nicht binden wollte, am besten niemals mehr in ihrem Leben, um vor Schmerz gefeit zu sein.
Statt also über solche, für sie zur Zeit noch nebensächliche, Dinge nachzudenken, widmete sie sich lieber jenem letzten Störfaktor, den es zwischen ihnen noch gab, sein Schurz. Wobei sie noch nicht einmal dazu kam, ihm die Wahl zu lassen, sich zu entkleiden, oder es selbst zu übernehmen, denn er stieß einen unartikulierten Laut aus, der sie ihren Blick heben ließ.
Ihre Augenbraue wanderte ebenfalls eine Winzigkeit in die Höhe, bevor sie anhand seiner Röte zu ahnen begann, was passiert war. Ein feines Schmunzeln kräuselte ihre Lippen und sie trat wieder dichter an ihn heran.
Sie hob ihre Hand und ließ verspielt ihren Zeigefinger seinen Oberkörper in Schlangenlinien entlang zu seinem Bauch streicheln. "Sch, sch, nur keine Eile. Ich laufe dir nicht weg.", gurrte sie und hauchte ihm einen Kuss in die Halsbeuge. "Auch wenn es mir sehr schmeichelt, dass allein mein Anblick dich so aus der Fassung bringt.", fügte sie mit einem unterdrückten Kichern hinzu. Inzwischen war ihr Finger bei seinem Nabel angelangt und umkreiste diesen wie nebenbei.
Dass er in diesen Herzschlägen über die Liebe nachdachte, hätte sie nicht nachvollziehen können. Dieses Gefühl war bei ihr lediglich mit ihrer Schwester auf eine eigenwillige Art und Weise verbunden und sollte auch einzigartig bleiben. Denn nach ihren eigenen Erlebnissen damals in Pelgar hatte sie sich geschworen, einem Mann nie wieder ihr Herz zu öffnen, und derzeit konnte sie sich auch noch daran halten. Für sie reichte es aus, dass sie Kazel halbwegs mochte, er auch ein wenig ihre Gelüste geweckt hatte und sie ihn obendrein so um den Finger wickeln wollte, damit er gar nicht mehr auf die Idee kam, sie zu verraten. Zumindest solange nicht, wie sie in Sintus' Reichweite wäre.
An seinen fahrigen Bewegungen konnte sie erkennen, was sie hätte vorausahnen sollen. Er wollte sich viel zu hektisch seines Schurzes entledigen, sodass es erst recht länger dauern würde.
Also küsste sie ablenkend wieder seinen Hals, während ihr Finger von seinem Nabel verschwand. Die Hand senkte sich und half geschickt nach, ohne ihn zu etwas zu zwingen.
Als sie spürte, wie sich der Stoff zwischen ihren Hüften zu verschieben begann, ließ sie wieder von ihm ab und trat erneut einen Schritt zurück. Die junge Frau hatte ihm Zeit gegeben, sie als Ganzes zu betrachen und zu bewundern, das selbe wollte sie jetzt auch machen.
Ihr Blick glitt musternd seinen Körper entlang, nahm die drahtigen Muskeln unter der Haut ebenso wahr wie deren vermischter Teint und die feinen Narben auf seinem Handgelenk über etwas Farbe. Vielleicht würde sie ihn später danach fragen oder beim Kuscheln die Linien mit den Fingern nachziehen. Sofern sie es dazu kommen lassen würde und er nicht eventuell sogar gleich nach dem Akt einschlafen würde. So etwas war schließlich von Mann zu Mann verschieden.
Auch ihre Augen wanderten wieder in die Höhe und begegneten den seinen, ein kleines Lächeln zierte dabei erneut ihre Lippen. Flüchtig wartete sie noch und erhielt genau das, was sie erwartet hatte, er trat von sich aus auf sie zu.
Sie blieb ruhig und ließ ihn machen, da sie davon ausging, dass es für ihn die bessere Lösung wäre, als wenn sie ihn wieder überfallen würde. Janay hatte es einfach gelernt, sich der Geschwindigkeit des anderen anzupassen, um ihm die größten Wonnen bescheren zu können. So wich sie ihm auch jetzt nicht aus oder drängte ihn, sondern schloss wieder die Lider, als er nach ihren Haaren griff und sie zurück strich.
Obwohl sie das eine gewisse Beherrschung kostete. Vier Jahre lang hatte sie ihre Ohren stets sorgfältig verbergen müssen, sodass es ihr nun schwer fiel, nicht instinktiv das selbe zu versuchen. Aber er wusste schließlich wer und was sie war... dass sie beide zum Teil zur selben Rasse gehörten.
Es ließ sie leicht erschauern, seine Lippen an ihrem Ohr spüren zu können. Da war sie, durch die lange Missachtung, sehr empfindlich geworden, was sie im Moment jedoch nicht störte.
Sie genoss es einfach und öffnete ihre Augen erst einen Spalt breit wieder, als er sie erneut ansprach. Ihr Lächeln wurde eine Spur breiter und verlockender, wenngleich er sie gar nicht erst zu einer Antwort kommen ließ.
Den Kuss ließ sie zu und erwiderte ihn auch, schlang die Arme erneut um seinen Nacken und presste sich eng an ihn, um ihn ihren Körper wieder fühlen zu lassen. Trotzdem war sie es, die ihn schließlich unterbrach und ihren Griff ein bisschen lockerte.
Langsam glitt sie an ihm herunter und zog ihn gleichzeitig mit sich, bis sie den Boden an ihrem Rücken spüren konnte.
Kurz ließ sie ihn endgültig los und lehnte sich einladend zurück, den Blick auf ihm ruhend. "Komm einfach her, Kazel, und lass das Nachdenken.", raunte sie ihm zu und streckte sogar eine Hand aus, um ihn notfalls ganz auf sich zu ziehen, sollte er sich noch Zeit lassen wollen. Ihr wurde allmählich ein bisschen kalt, so ohne direkten Körperkontakt, sodass sie ihn deswegen durchaus etwas drängen wollte.
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Re: Im Schutz des Waldes

Beitrag von Kazel Tenebrée » Mittwoch 22. Juni 2011, 10:05

Es hätte ewig andauern können. Kazel wäre es Recht gewesen. Er hätte sich nicht einmal daran gestört, wenn es danach nicht intensiver weiter ging. Die Erwiderung seines Kusses, die Süße ihrer Lippen und der Duft ihrer Haut, der sich mit der Frische des Sees vermischt hatte. All das betörte den Mischling dermaßen, dass er den Moment am liebsten gepackt und für den Rest seines Lebens festgehalten hätte, damit er ihm nie wieder verloren ging. Er hatte wahrlich nicht viele schöne Momente gehabt, aber dieser hier machte einiges wett. Es tat gut, mit Janay allein zu sein. Es tat gut, ihren warmen Körper zu spüren und zu wissen, dass sie irgendetwas an Kazel mögen musste. Ansonsten hätte sie seine Gesten, seine Küsse und Zärtlichkeiten wohl sofort im Keim erstickt.
Umso sehnsüchtiger starrte Kazel ihr entgegen, als sie sich langsam von ihm löste. Sein Begehren flammte auf, sein Wille, sie nicht gehen zu lassen. Die Finger zuckten, beinahe hätte er nach ihr gelangt. Doch noch war sie nicht weg. Janay stand nach wie vor bei ihm, sehr dicht. Er seufzte bedauernd. Der Kuss war vorbei. Und nun? Sie glitt tiefer. Wollte sie etwa...?! Kazel schluckte leer. Sein Hals fühlte sich plötzlich sehr trocken und kratzig an. Nein, das konnte doch nicht sein! Mit einer gewissen Erleichterung atmete er durch, als ihre Hände ihn mitzogen. Auch er sollte herunter kommen. Liegen.
Auf halbem Weg jedoch hielt er inne - auch, um Janay zu betrachten. Wie eine vom Wasser frei gegebene Göttin lag sie im Sand des Ufers. Ihre Haut glänzte feucht vom Wasser. Er entdeckte keinen Makel an ihr. Sie war so perfekt, so unglaublich schön! Kazel keuchte auf, als es verlangend in seinen Lenden zog. Er musste sie haben! Und Janay war dem nicht abgeneigt. Sie wünschte sich, dass ihr Liebhaber etwas weniger nachdachte und stattdessen mehr handelte. Dieser konnte nicht einmal mehr antworten. Sein Mund stand einen Spalt weit offen, er starrte. Dann wippte der Kopf nickend vor und zurück. Zu mehr Konversation sah sich Kazel nicht in der Lage. Hatte er denn jetzt sein gesamtes Denken ausgeschaltet? Vielleicht.

Er ignorierte die Hand, denn sie war in seinem Handlungsplan nicht vorgesehen. Geradezu stürmisch glitt er zu Janay herunter, beugte sich über sie und küsste sie mit wilder Leidenschaft. Brennend heiß fühlte es sich in seinem Schritt an, der ihren Namen zu schreien schien und nicht länger warten wollte, als führte er plötzlich ein Eigenleben. Kazel bedeckte Janays Hals und Brustbein mit Küssen. Seine Hände stützte er zu beiden Seiten ihres Körpers am Boden ab. Nur einmal griff er hinunter, denn seine Unbeholfenheit musste man kaum mehr erwähnen. Der natürliche Instinkt leitete ihn und so vereint er sich unter einem süßen Stöhnen mit dieser Frau. Er verharrte, genoss auch diesen Augenblick. Anschließend küsste er die dunkelelfische Nasenspitze. Derweil bewegte er sein Becken. Es begann sanft, doch seinen Eifer konnte er nicht allzu lang zurückhalten. Er trat zusammen mit Leidenschaft auf, so dass sich seine Bemühungen in einen schnelleren Tanz wandelten, der zur wilden Musik der Lust wurde.
Kazel keuchte in Janays Ohr. Immer und immer wieder. Seine Laute waren animalisch, durchdrungen von einem Feuer, das sie in ihm entfacht hatte. Wenn es ihm gelang, küsste er ihr Ohr, nuschelte kaum verständliche Liebessachwüre und Schönheitsbekundungen hinein. Er war wie im Rausch, der Druck in seinem Zentrum steigerte sich. Sein Körper spannte sich nach und nach an, denn er verlangte bereits nach dem erlösenden Moment. Kazel aber unterdrückte ihn. Er wusste trotz seiner Unerfahrenheit, dass auch Frauen einen solchen Punkt erreichen konnten. Janay sollte diese Freude erhalten. Er sehnte einen gemeinsamen Höhepunkt herbei und gab sich alle Mühe, dieses Ziel zu erreichen.
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