Auf den Straßen

Die Wohngebäude der Bürger sind meist sehr eckig und flach gebaut. Bestehend aus braunem Sandstein spenden sie, im Gegensatz zu dem heißen Wetter, einen kühlen Schutz.
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Roderick von Tanduras
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Re: Auf den Straßen

Beitrag von Roderick von Tanduras » Donnerstag 11. März 2010, 20:02

So eine gute Antwort hatte Roderick dann doch nicht erwartet. Mit der Information konnte man gut was anfangen und er war gerne bereit, dem Händler dafür zwei Fuchsmünzen in die Hand zu drücken. Immerhin kosteten auch Informationen etwas und er als Ritter konnte es sich nicht erlauben, einfach so fort zu gehen. Das ließ seine Ehre nicht zu.
Als seine Hand sich schon quasi auf den Weg gemacht hatte, um seinen Geldbeutel herauszuholen, war er völlig überrascht, als jemand seine Hand ergriff und daran zog. Verdutzt drehte er sich halb um und sah der Frau ins Gesicht. Sie war ihm fast so nahe wie vorhin, als er sie aufgefangen hatte. Sein erstes Gefühl war wieder die Scham und wie sich in ihm alles zusammenzog.
Als sie ihn aber fortziehen wollte und meinte für ihn sprechen zu müssen, passierte etwas sehr seltenes. Roderick wurde wütend. Richtig wütend. Er war lange geritten, hundemüde, nass, ihm war kalt und völlig verwirrt wegen dieser Frau. Dann half ihm endlich jemand mit einem wirklich guten Hinweis und dieses Weib erdreistete sich für ihn zu sprechen?!
Er entriss ihr seine Hand und hob sie halb, als wenn er ausholen würde, um sie schlagen zu wollen. Das würde er zwar nie tun, aber die Andeutung machte er trotzdem. Wütend fauchte er sie an.
"Sei gefälligst still, Weib! Was fällt dir ein für mich zu sprechen?! Informationen sind ein Handelsgut und werden genauso bezahlt wie andere Waren. Und jetzt sei gefälligst still oder ich vergesse mich!"
Immer noch wütend kramte er seinen Geldbeutel heraus und übergab dem Händler zwei Füchse. Das war ihm die Information wohl wert. Danach zog er Fjalada am Zügel mit sich und packte auch die Frau am Arm. Wütend genug war er noch, um nicht verwirrt zu sein. Er zog sie in die Richtung, in die der Händler gewiesen hatte und sobald sie halbwegs außer Hörweite waren, fauchte er die Frau leise an.
"Tu das nie wieder, hörst du?! Ich bin vielleicht ein junger Ritter und habe von vielem noch keine Ahnung, aber wenn du das noch mal machst, dann kannst du was erleben! So kannst du vielleicht mit einem Matrosen oder sonstwem reden, aber nicht mit mir!"
Er ließ sie los, sah sie immer noch wütend an und zog Fjalada dann in Richtung der Taverne.
"Miststück!"

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Janay
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Re: Auf den Straßen

Beitrag von Janay » Samstag 13. März 2010, 20:44

Sie hatte mit dieser heftigen Reaktion nicht gerechnet. Noch dazu, wo sie nur zu deutlich zeigte, wie weltfremd dieses Jüngelchen doch war!
Ihr Gesicht verfinsterte sich und sie machte keine Anstalten, ihm auszuweichen, als sie die erhobene Hand sah. Auch sie rechnete mit einer Ohrfeige, es wäre schließlich nicht ihre erste.
Allerdings atmete sie doch innerlich auf, als er es nicht tat, und merkte erst im Nachhinein, wie stark sie sich verkrampft hatte.
Dafür zog er sie dann einfach weiter, sodass sie nicht anders konnte, als ihm folgen zu müssen. Zwar zischte sie und hätte sogar beinahe in ihrer Muttersprache geflucht, aber im letzten Moment konnte sie sich zurück halten. Sonst hätte sie womöglich verraten, sollte er wissen, wie Lerium klang, und das wollte sie nun trotz allem nicht riskieren.
Als er sie endlich losgelassen hatte, stemmte sie die Hände in die Seite und grinste kalt. Sogar ein leises, verächtliches Lachen drang über ihre Lippen.
"Handelsgut? Pah! Für Informationen bezahlt man höchstens Söldner und Spione!", warf sie ihm mit beißendem Spott entgegen und trat dann mit wenigen, großen Schritten an ihm vorbei.
Sie machte noch ein paar, bevor sie stehen blieb und über die Schulter zu ihm zurück sah. Noch immer mit diesem kalten, überheblichen Grinsen auf den Lippen.
Während es in ihrem Inneren jedoch brodelte. Sie verstand so gut wie nichts von Garmisch, dieses eine Wort allerdings war ihr geläufig geworden. Und sie ließ sich bestimmt nicht von so einem beleidigen!
"Aber bitte, ich werde mich in Zukunft hüten, dich davor zu bewahren, Dummheiten zu begehen. Du nennst dich Ritter? Du bist nichts, als ein weltfremdes Bürschchen, das man in eine Rüstung gesteckt hat!", fügte sie schließlich hinzu, drehte den Kopf wieder nach vor und ging dann mit wiegenden Hüften weiter in Richtung des Gasthauses.
Hinter sich konnte sie das Pferd schnauben hören und sie wurde das Gefühl nicht los, als wäre es bestätigend zu ihren Worten erfolgt.
Was ein amüsiertes Funkeln in ihren Augen aufblitzen ließ.
Tja, selbst ein Tier wusste ihre Hilfe mehr zu schätzen als dieser Bengel!
Dass die Stute indes ihren Reiter anstupste, in Janay Richtung, als wolle sie ihm mitteilen 'Entschuldige dich gefälligst bei ihr!', bekam sie natürlich nicht mit.
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Roderick von Tanduras
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Re: Auf den Straßen

Beitrag von Roderick von Tanduras » Sonntag 14. März 2010, 14:18

War seine Wut schon wieder halbwegs abgeklungen und hatte er beinahe ein schlechtes Gewissen bekommen, fachten die Worte der Frau das Feuer wieder an. Er ignorierte sie und stapfte weiter in die Richtung, in die der Händler gewiesen hatte. Als dann Fjalada es wagte, ihn auch noch in Richtung der Frau zu stupsen, tat er etwas, was er noch nie getan hatte. Er gab der Stute einen recht heftigen Klaps auf die feine Nase und zog dann kräftig am Zügel.
Erschrocken ging Fjalada mit den Vorderbeinen etwas hoch, ob dieser ungewohnten Behandlung durch ihren sonst so sanftmütigen Reiter, folgte dann aber gehorsam mit gesenktem Kopf dem vor Wut schäumenden jungen Mann. So gut kannte sie ihren Herrn dann doch schon. Jetzt wollte er nur noch schnell seine Schwester finden und dann dieser verdammten Stadt den Rücken kehren.
Und es wäre gut für sie, wenn sie wirklich in ernsthaften Schwierigkeiten steckte.

Bald erreichte ihr die Schenke und band Fjalada an der Frontseite an. Die Knoten zog er mit ziemlicher Wucht fest, bevor er den Gastraum betrat. Einen Moment musste er sich an die Helligkeit gewöhnen, dann machte er Einzelheiten aus. Ohne lange zu zögern ging er auf den Wirt zu, der gelangweilt hinter der Theke stand. Momentan war noch nicht viel los, daher hatte er wohl nichts zu tun.
Energisch trat er zu dem Mann und grüßte.
"Seid gegrüßt, Herr Wirt. Ein Zimmer, ein Bad, etwas zu essen, einen Stall für mein Pferd und eine Information. Man sagte mir, dass hier viele Edle der Stadt speisen. Ich bin auf der Suche nach meiner Schwester Ribella. Kennt Ihr sie zufällig?"

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Re: Auf den Straßen

Beitrag von Janay » Sonntag 14. März 2010, 17:23

Er sagte darauf nichts mehr oder tat ihr gegenüber etwas, sodass sie ihre Ruhe hatte.
Da sie inzwischen einen kleinen Vorsprung gehabt hatte, erreichte sie das Wirtshaus auch als erstes. Doch sie hielt sich vorerst ein wenig im Hintergrund, um erst einmal die Örtlichkeit ein wenig beobachten zu können.
So stand sie auch im Schankraum neben dem Eingang, als Roderick herein stapfte. Zuerst wollte sie ihn ignorieren, da auch sie noch immer voller Wut auf ihn und sein Verhalten war.
Es war wirklich eine Frechheit gewesen, wie er sie behandelt hatte, nachdem sie ihm lediglich hatte helfen wollen. Pah, das hatte sie nun davon, wenn sie einem Pelgarer gegenüber versuchte nett zu sein! Nie wieder, das schwor sie sich, nie wieder würde sie so etwas Dummes noch einmal tun!
Dafür jedoch hatte sie etwas anderes vor, kam ihr nun eine passende Idee.
Ihre Lippen kräuselten sich zu einem feinen, hinterhältigen Grinsen, als sie bemerkte, was er im Begriff war zu tun.
Außerdem hatte sie die Schenke schon ausgiebig genug in Augenschein genommen, nun hieß es handeln.
Also trat sie mit wiegenden Hüften und einem mehr als verführerischen Lächeln auf den Lippen an den Tresen heran und stützte sich mit den Unterarmen darauf. Gleichzeitig beugte sie sich etwas vor und zeigte damit noch mehr von ihrem ohnehin schon auffälligen Ausschnitt.
Dass der Wirt dadurch dem neuen Gast nicht einmal mehr im Ansatz zuhörte, sondern in ihr Dekolleté starrte, erfüllte sie mit Zufriedenheit. Denn genau darauf hatte sie es angelegt.
"Hallo!", flüsterte sie rauchig und schenkte dem Wirten einen verführerischen Augenaufschlag. "Ich suche Arbeit und bin sicher, dass ich sie hier finden kann. Ich kann bedienen und auch die Kundschaft dazu anregen, ein wenig mehr Trinkgeld zu geben. Dafür möchte ich lediglich hier wohnen und essen können, sowie ein kleines Gehalt. Wobei ich sicher bin, dass ich für deine... Schenke eine Bereicherung sein werde, die du nicht bereust!", gurrte sie und war sich sicher, dass er verstehen würde.
Zu deutlich musste sie es schließlich nicht vor Zeugen aussprechen! Nicht einmal vor einem Pelgarer...
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Re: Auf den Straßen

Beitrag von Erzähler » Dienstag 16. März 2010, 15:37

weiter bei Die Schenke "Zum lachenden Kamel" -> Im lachenden Kamel
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