Auf nach Unbekannt

Das Grasland macht seinem Namen alle Ehre. Weite Wiesen, geziert von Blumen, Sträuchern und Bäumen. Ein Beben hinterließ eine große Narbe in der schönen Ebene, eine große Schlucht, begehbar über eine dunkle Brücke
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Myrjala
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Re: Auf nach Unbekannt

Beitrag von Myrjala » Montag 3. September 2007, 00:07

Derat hatte die ganze Zeit um Orol’s Vater herum im Gras, beziehungsweise in der Erde gegraben und der Mann war auch schon – jedenfalls an einer Seite – ein wenig abgesunken und schien nun langsam im Boden zu verschwinden.
Er freute sich das ihm noch keiner Einhalt geboten hatte.
Normalerweise war Myrjala immer ganz streng was so was anging. Andererseits beauftragte sie ihn auch mit solcherlei Dingen oder eher gesagt, sie verbot es ihm nicht. Schließlich fand er immer eine Gelegenheit sich seiner liebsten Freizeitbeschäftigung zu widmen.
Er schloss aus der jetzigen Situation, dass der Mann tot war.
Derat blickt kurz auf
<b>Hatte der Junge nicht gesagt, er wäre nur bewusstlos? …Ich frage besser nicht nach… Ich habe es einfach nicht mitbekommen.</b>

Er wollte sich gerade wieder dem Graben zuwenden, da hörte er mit, dass sich die Humanoiden wohl über die nächsten Reiseziele unterhielten.

Orol schlug vor, dass man sich nach Dessaria wenden konnte
<b>Kenn ich nicht</b> dachte der kleine Drache.

Seth schlug vor das man in Richtung Wüste aufbrechen sollte, Dessaria aber auch keine schlechte Idee war. Derat hatte gegen eine Wüste auch nichts einzuwenden.
Schließlich ging es ja um ‚seinen Sand’, den er beim Baden verloren hatte und es war doch das Einzige was er von zuhause aus seiner Höhle hatte… Zumindest hatte er es so Myrjala erzählt, um eine Rechtfertigung zu haben, warum er nicht in solch nassem Wasser baden wollte.
Er sprang über den bewusstlosen Mann drüber hinweg und fing an zwischen den Dreien und den vermeintlichen Toten - Derat hatte ihn im Stillen dazu erklärt – herumzuhüpfen, als würde auch er etwas sagen wollen.
Und er hatte ja auch Recht. Er bräuchte sich nur auf ihn raufsetzen und dann wäre er bestimmt tot, aber dann gab es nur wieder Kopfschmerzen, die Bahamut ihm verursachte, weil man so was ja nicht machen soll.

Myrjala sah fragend von einem zum anderen. Sie kannte keinen dieser Orte.
Ob nun nach Osten oder Westen war ihr eigentlich egal. Die Hauptsache war, dass man unterwegs vielleicht in eine warme Gegend kam wo es Sand gab… viel Sand. Dann konnte sie eventuell ihrem Ziel näher kommen, warum sie überhaupt von zuhause aufgebrochen war. Ihr Bruder war schließlich nicht dafür gewesen, aber der machte sich eh immer viel zu viel Sorgen, anstatt ihr einfach mal zu vertrauen.

Sie sah überrascht zu Derat, als er über Orol’s Vater sprang und nun wie wild auf dem Boden herum hüpfte. Es schien etwas loswerden zu wollen. Das war normalerweise gar nicht seine Art. Eigentlich würde er einfach losreden.
<b>Was will er?</b> Fragte sich Myrjala
<b>Worüber haben wir gerade gesprochen? Ach ja, wo wir hingehen. Natürlich will er da auch mitreden. Schließlich hatte er die ganze Zeit das Gebirge angejault wo die Drachen geflogen sind</b>
Sie wendete sich an den Drachen.
<span style="color:2F5C1F;">“Was ist los Derat?“</span> fragte sie ihn in ihrer eigenen elfischen Muttersprache.
Es war reine Gewohnheit das sie ihn so ansprach. Natürlich beherrschte er auch die Sprache der Menschen, aber sie sprach am liebsten elfisch.
Sie würde wohl auch mit ihm in drakonisch reden, aber er hatte ja einfach nicht die Geduld ihr das beizubringen. Dazu empfand Myrjala die Sprache auch noch als äußerst schwer. Trotzdem wollte sie noch gerne, dass er ihr ein paar drakonische Lieder beibrachte. Schließlich hatte er erwähnt, dass Drachen sehr musikalisch sind und das gefiel der Bardin.
<span style="color:2F5C1F;">“Du willst sicher zu dem Gebirge, wo die Drachen geflogen sind. Stimmt’? Ja, ich habe sehr wohl mitbekommen, dass du rumgejammert hast.“</span> Sie nickte mit dem Kopf in Richtung des besagten Ortes und fing dann an zu grinsen.
Derat wandte sich seiner ‚Reiterin’ zu, stemmte die Hände in die Seite und das sah bei dem kleinen Geschöpf schon recht ulkig aus.
<span style="color:2F5C1F;">“Eigentlich wollte ich lieber mit dir weiter ziehen um mein zuhause zu finden.“</span> antwortete er in einem wehleidigen Ton und fing an zu schluchzen.
<span style="color:2F5C1F;">“Ich weeeiß.“</span> Myrjala ließ die Schultern sinken. Ihr Gesicht wurde traurig und sie schob die Unterlippe nach Vorne. Als Derat anfing zu schluchzen, stieg auch ihr das Wasser in die Augen. Sie ging in die Hocke
<span style="color:2F5C1F;">“Es tut mir auch so Leid. Ich wusste es doch nicht.“
„Ich bin aber soooo unendlich traurig.“</span> Derat fing noch mehr an zu weinen.
<span style="color:2F5C1F;">“Gut, dann suchen wir weiter nach deiner Heimatwüste. Ja?“</span> Das Schluchzen von Derat hörte auf und es wirkte so als hätte er gerade seinen Willen bekommen. Er sah Myrjala an: <span style="color:2F5C1F;">“Wir könne aber auch zu dem Gebirge reisen oder fliegen. Vielleicht wissen die Anderen dort, wo die Wüste ist wo Meinesgleichen lebt.“</span>
Er drehte sich in Richtung Orol und Seth und verkündete: „Wir reisen zu dem Gebirge.“ Und mit seiner Klaue in Richtung der Berge zeigte, wo die Drachen umher geflogen sind.
Zeitgleich zeichnete sich Myrjala’s Gesicht Verwirrtheit ab und sie schüttelte ungläubig mit dem Kopf.
Zuletzt geändert von Myrjala am Montag 3. September 2007, 20:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Auf nach Unbekannt

Beitrag von Erzähler » Montag 3. September 2007, 23:07

Eine doch recht angespannte Situation entstand, als sich Myrjala versuchte für Ihre Worte, welche sie zu dem Jungen bezüglich seines Vaters, gesagt hatte zu erklären. So zumindest hatte es den Anschein für Orol. Erst jetzt bemerkte der kleine Junge, dass er womöglich viel zu heftig auf die ehrliche, wahrheitsgemäße und wahrscheinlich auch etwas naive Antwort der Elfe reagiert hatte. Die Stirn, welche Myrjala kraus gezogen hatte, bemerkte der Junge nicht, denn noch war er zu sehr in seine schuldbewussten Gedanken vertieft. Gerade wollte er etwas zu ihr sagen, da erhob Seth seine Stimme und sprach in die Runde.

Der Magier bezog sich auf den Vorschlag Orols nach Dessaria zu gehen, erwähnte, dass es womöglich keine schlechte Idee sei, aber dass Myrjalas Richtung eventuell sogar noch besser sei. <b>Also nach Osten</b>, dachte der Junge. Aber als Seth dann einen Urwald erwähnte tat es Orol der Elfe gleich und zog nun seine Stirn kraus.

„Ähm, soweit ich weiß liegt aber nur im sogenannten südlichen Celcia ein Urwald.“, bemerkte er und verstummte dann wieder.

<b>Kann es vielleicht sein, dass Seth irgendwie seine Orientierung verloren hat? Oh nein, jetzt fängt es auch noch an zu regnen…</b>

Und tatsächlich. Es hatten sich Wolken über das Graslang gezogen und schon bald fielen viele kleine Tropfen Wassers aus dem Himmel gen Erdboden. Doch noch waren sie so klein, dass man sie kaum bemerkte, nur dann wenn sie einen wirklich auf den Kopf oder gar auf der Haut direkt berührten so konnte man eine Ahnung erheben, dass es regnen konnte.

Myrjala unterdessen hatte sich nun ihrem kleinen Drachen zugewandt. Dieser hatte mit seinen Bemühungen Orols Vater zu vergraben aufgehört, sprang eine kleine Weile umher und schaute dann seine Reiterin an. Dann begann die Elfe in einer anderen Sprache zu sprechen, immer mit ihrem Blick zu ihren kleinen Gefährten gewandt. Orol bemerkte es und ließ seinen Blick zu ihr und Derat hinüber gleiten.

<b>Mit wem spricht sie? Mit ihrem Drachen? Mhh… vielleicht. Aber kann er sie denn verstehen? Gute Frage. Vielleicht sollte ich mich bei ihr mal erkundi…</b>

Aber noch bevor der Junge seinen Gedanken zu Ende denken konnte, drehte sich der kleine Drachen zu ihm und Seth und sprach. Ja er sprach deutlich in der allgemeinen celcianischen Sprache zu ihnen. Verdutzt klappte dem Jungen sein Unterkiefer hinab und seine Augen waren vor Überraschung weit geöffnet.

„Ähh… hhmmm… ähm… hat… hat die Eidechse eben… eben gesprochen?“, fragte Orol verwirrt.

Eigentlich war diese Frage überflüssig, denn er hatte den Satz <i>Wir reisen zu dem Gebirge</i> deutlich verstanden, aber dennoch konnte er kaum glauben was er soeben gesehen und vor allem gehört hatte. Nicht, dass er zunächst aus einer Kiste befreit wurde und dann mit seinem Retter auf den seinen wütenden Vater gestoßen war, nein dann traf er auch noch die wunderschöne Elfe Myrjala und ihren kleinen Drachen. Als nächstes tauchten noch weitere Drachen auf, die über sie hinweg flogen und aus fast allen ersichtlichen Richtungen zu dem Gebirge, auf das Derat gezeigt hatte, geflogen waren. Nein zu aller Überraschung für den Jungen sprach das kleine Tier, der Begleiter von Myrjala, jetzt auch noch mit dem deutlichen Wunsch zum Schattengebirge zu reisen.

„Verzeih… mir…“, stotterte Orol noch immer sehr verwundert. „Zum… zum Schattengebirge? Dort, wo ein Riese hausen soll? N… naja… immer noch besser als hier zu bleiben und zu warten bis mein Vater wieder aufwacht.“

Dann schaute der Junge zu Seth und erhoffte sich eine vernünftige Argumentation nicht dort hin zu gehen. Aber sicher konnte Orol nicht sein, dass Seth die Idee von Derat ablehnen würde. Nun ja eine Idee konnte man es ohnehin nicht nennen, der der Ton, den der Drache bei seinem Gesagten hatte, war zumindest für den Jungen sehr eindeutig befehlerisch. Wie würde sein Retter darauf reagieren und würde er zustimmen in das Schattengebirge zu reisen?

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Re: Auf nach Unbekannt

Beitrag von Myrjala » Sonntag 9. September 2007, 16:24

Derat konnte und wollte Orol’s Antwort auf Seth’ Frage, was schlimmer wäre, sein Vater oder ein Riese im Gebirge, nicht abwarten.
Hatte er ihn nicht gerade ‚Eidechse’ genannt? Das konnte er nicht auf sich sitzen lassen.
Er drehte sich in Orol’s Richtung und schaute ihn grimmigen Blickes an:
„Hast du mich gerade eine Eidechse genannt? Also wie eine Eidechse sehe ich nun wirklich nicht aus.“
Er lief einen Meter auf ihn zu und richtete sich dann vor ihm zu einer bedrohlichen Größe, von zirka dreißig Zentimetern, auf.
„Eidechsen sind viiiieeelll kleiner als ich, wenn dann vergleiche mich mit einem Leguan… und auch das wäre eine Beleidigung.“
Er ging noch näher an Orol ran und sah zu ihm hoch und machte eine Geste mit seiner Klaue, die signalisierte, dass Orol sich zu ihm hinunter beugen sollte.
„Los! Komm runter, damit ich dich bestrafen kann.“ Sagte er auffordernd, warte aber keine Reaktion von ihm ab.
„Wie? Du willst nicht? Na, dann komme ich eben zu dir hoch.“
Geschwind kletterte Derat an Orol’s Bein hinauf, bis er ihm ‚Auge in Auge’ gegenüber saß, schlang seinen kurzen, schuppigen Arme um seinen Hals, wie er sich sonst an Myrjala’s Bein klammerte um nicht wieder hinunterzufallen oder sich gar von Orol abschütteln zu lassen.
„Wie hättest du die Bestrafung den gerne? Häh?“ Er legte den Kopf schief und schielte ihn aus einem Auge an.
„Möchtest du Schlafen, eingegraben werden oder nur noch meinen Befehlen gehorchen?“
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Re: Auf nach Unbekannt

Beitrag von Erzähler » Samstag 15. September 2007, 00:51

Seth war der Erste, der nach Orols Bemerkung etwas von sich gab. Zunächst sah er die Drei einfach nur an, grinste dann zu dem Jungen und korrigiert ihn dann. Das Kind riss seinen Blick von Derat los und versuchte seine Gedanken in den Hinterkopf zu schieben, damit er seinem Retter zuhören konnte. Jedoch stellte Orol schnell fest, dass es wohl nicht so einfach sein würde, verständlicherweise.

<b>Eine Ei… Eidech… se, die tatsächlich sprechen kann… Drache? So wie die, welche über uns weg geflogen sind? Das kleine? Das kann doch nicht sein, oder? Vielleicht ein Küken?</b>

Immer mehr Fragen taten sich in Orols Kopf auf, die er nur mit viel Konzentration wirklich bei Seite legen konnte. So etwas war ihm wahrhaftig noch nie passiert. Sein Vater lag bewusstlos am Boden und eine Eidechse… nein Drache war einfach die Begleitung einer Elfe, die wie aus dem Nichts aufgetaucht war und dann konnte es, der Drache, auch noch sprechen.

Die letzte Bemerkung von Seth hatte Orol einfach überhört. Er hatte nicht mitbekommen, dass er einwilligte zum Schattengebirge zu gehen und zu sehen wohin die anderen, viel größeren Drachen, verschwunden waren. Zumindest legte die Aufforderung von Derat diese Vermutung ziemlich nahe, nach der Meinung des Jungen.

Endlich schaltete der Verstand des Kindes wieder ein und er hörte noch die letzten fünf Wörter, die Seth im fragend stellte. <i>“… der Riese oder dein Vater?“</i> Schnell, ja ruckartig, ließ er seinen Kopf herum schnellen und schaute den Magier nun aus fragenden Augen heraus an.

„Ähm… was?“, fragte er etwas unbeholfen. „Also… ähm… ja… Riese oder mein Vater…“

Wie in Trance schwang jetzt der Blick von Orol ganz langsam zu dem am Boden liegenden Mann. Sein Vater war noch immer bewusstlos, nur das stetige Heben der Brust wies darauf hin, dass er noch am Leben war. Mittlerweile hatte sich auch an dessen Hinterkopf eine recht große Stelle mit Kruste dort gebildet, wo Seth ihn mit der breiten Seite seines Schwertes getroffen hatte.

<b>Eigentlich dürfte mir die Antwort nicht so schwer fallen. Unter anderen Umständen hätte ich wahrscheinlich sofort gesagt, dass der Riese das schlimmere Übel wäre… aber jetzt…</b>

Noch bevor der Junge etwas auf die Frage von Seth antworten konnte, ertönte die Stimme von Derat erneut über das Gras des Graslandes. Aus den Gedanken gerissen schaute Orol den kleinen Drachen an. Er hatte sich zu ihm gewandt, schaute ihn mit einem grimmigen Blick an und meinte erbost, dass er nun überhaupt nicht aussah wie eine Eidechse. Dann kam Derat einen Meter auf Orol zu und richtete sich auf, sodass er zu einer überaus bedrohlichen Größe von maximal dreißig Zentimetern heran wuchs.

<i>“Eidechsen sind viiieeelll kleiner als ich, wenn dann vergleiche mich mit einem Leguan… und auch das wäre eine Beleidigung.“</i>, meinte der Drache noch, bevor er noch näher an Orol heran ging und ihm mit seiner Klaue bedeutete, dass sich der Junge zu ihm hinunter beugen solle.

<b>Ah… was will das Ding von mir? BESTRAFEN??? Warum? Nein, das lasse ich ni…</b>

Aber bevor Orol das machen oder aber sonst irgendwie reagieren konnte, meinte Derat nur, dass eben zu ihm nach oben kommen würde, sollte der Junge nicht wollen. Und so geschah es schließlich auch. Schnell und geschickt kletterte der kleine Drache an dem Bein des Kindes empor, bis er ihm direkt in die Augen sehen konnte.

„Ahhhh…“, entkam es dem Jungen angstvoll.

Das kleine Geschöpf legte seine kurzen, schuppigen Arme um den Hals von Orol, würgte ihn aber nicht. Lediglich wollte Derat sich festhalten, so wie er es auch schon bei Myrjalas Beinen gemacht hatte, und dafür sorgen, dass das Kind ihn nicht abschütteln konnte. Aber genau das versuchte er nun. Er packte den Drachen mit seinen Händen und begann an ihm zu zerren, brachte seine ganze Kraft auf, aber ohne Erfolg. Derat hielt sich fest und je kräftiger der Junge zog, desto mehr kratzten die Krallen des Geschöpfes in die Haut des Menschen – zwar unbeabsichtigt, aber dennoch hielt der Drache sich fest.

Endlich gab Orol auf, es hatten sich bereits kleine Kratzspuren im Nacken gebildet, aber sie taten nicht weh. Einzig die Haut war etwas gerötet. Das Kind ließ von dem Drachen ab und setzte ein ärgerliches Gesicht auf.

„Eigentlich möchte ich gar nichts von dem was du gerade gesagt hast, du Eidech… ähm… Drache.“, meinte der Junge stur und wandte sich an Seth.

„Also… naja, ich glaube ich würde sagen, dass zur Zeit Blut nicht unbedingt dicker ist als Wasser, in der Beziehung zwischen meinem Vater und mir.“, meinte Orol etwas. „Ich… ich… ächz… hör auf Drache… schätze der Riese wird das kleinere Übel sein.“

Bei diesen Worten senkte er seinen Blick, welcher dann wieder auf Derat fiel. Danach wanderte seine Körperdrehung zu Myrjala hinüber.

„Verzeiht, aber könntet Ihr mir Euer Haustier vielleicht mal entfernen? Danke!“

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Re: Auf nach Unbekannt

Beitrag von Myrjala » Montag 17. September 2007, 17:25

Myrjala war nicht entgangen, dass Orol wohl etwas verwirrt darüber schien das Derat reden konnte und auch Seth wirkte ein wenig überrascht.
Aber eigentlich war das doch vollkommen natürlich.
Drachen waren nun mal sehr weise, warum sollten sie denn da nicht auch sprechen können?
Sie konnten ja auch Zaubern und wer weiß was sonst noch.
Auch wenn Derat selbst, wohl eher nicht ‚die Weisheit’ vertrat.

Es gab doch sicherlich die eine oder andere Legende oder Geschichten…
Oh, Myrjala liebte Geschichten.

Sie wollte gerade damit beginnen, die Unwissenden darüber aufzuklären, dass es ja vollkommen normal wäre das Drachen sprechen könnten, da schien Derat das wohl lieber selbst in die Hand zu nehmen.

Er ging auf Orol zu und schien erbost darüber sein, dass dieser ihn anscheinend für eine Eidechse hielt.
Ehe Myrjala sich versah und reagieren konnte, war der kleine Drache bereits an Orol hoch geklettert und klammerte sich an ihn fest und drohte dem Jungen damit ihn bestrafen zu wollen.
Orol wirkte zuerst ein wenig ängstlich.
Sie wusste das Derat ihm nichts tun würde, jedenfalls nicht beabsichtigt, aber man konnte das nie so genau wissen. Manchmal war er immer ein wenig unberechenbar.

Sie ging einige Schritte auf Orol zu, um Derat wegzuzerren, sollte er auf die Idee kommen, sein Schlafgas einsetzen zu wollen.
Sie wusste zwar nicht ob Derat das konnte, solange er so klein war, aber sie wollte das nicht unbedingt riskieren.
Nachher traf er sich noch selber. Vermutlich war er dagegen immun, aber das konnte sie nicht mit Sicherheit sagen und sie wollte auch nicht das er das ausprobierte.
Dann mussten sie Derat und auch Orol schleppen und so stark war sie nicht.

Orol schien sich gefangen zu haben.
Er versuchte Derat klar zu machen, dass er sich von ihm nicht bestrafen lassen würde und war gleichzeitig damit beschäftig Derat loszuwerden, der wie ein Klette an ihm hang und nebenbei konzentrierte er sich darauf, Seth zu antworten, konnte es aber nicht so wie er wollte, weil Derat es ja auch nicht gerne zuließ, das man ihm nicht die voll Aufmerksamkeit schenkte.
„Mein Name ist DERAT!!!“ rief er Orol entgegen, als sich dieser wieder dem Drachen zuwendete,
„Nicht Eidechse und auch nicht Drache… Ich habe einen Namen.“

Genervt blickte Orol zu Myrjala rüber und bat sie, sie möge ihr Haustier entfernen.
Worauf Derat entgegnete, er wäre auch kein Haustier, als so was könnte man ihn schon gar nicht bezeichnen.

Mit einem frechen Grinsen sah sie Orol an.
„Soll ich dir helfen?“ Sie stellte sich vor ihm hin,
„Ich dachte eigentlich du könntest dir alleine helfen. So was muss man schon mal ertragen können... Hm…“, sie nickte um fasste Derat um seinem Bauch und versucht ihn wegzuziehen.
Doch der kleine Drache sah gar nicht ein das man ihn ‚entfernte’

„Na komm, lass schon los“, forderte Myrjala ihn auf. Doch das sah Derat gar nicht ein. Sie wandte sich wieder dem Jungen zu.

„Ich glaube da kann ich gar nichts machen“, sie zuckte mit den Schultern, „Das kommt, weil du ihn ignoriert hast. Messingfarbende Drachen sind da ganz empfindlich.“ Immer noch hielt sie Derat am Bauch fest.

„Lass los!“ forderte sie ihn abermals, diesmal ein wenig energischer, auf.

„Ich sag das Bahamut“, drohte sie ihm an, „Dann kommt er dich niiiieee wieder besuchen.“

„Das kannst du gar nicht.“ Derat drehte sich in Myrjala’s Richtung und löste damit die ‚Umarmung’ was sie als Gunst der Stunde nutzte ihn wegzuziehen und einige Schritte zurückzugehen, damit er nicht wieder auf die Idee kam, Orol an den Hals zu springen.

„Und ob ich das kann.“ Sie streckte ihm die Zunge raus.
Sie wusste zwar nicht wie, weil sie ja keine Ahnung hatte wo dieser wohnte, aber das würde sich schon irgendwie raus finden lassen.

Sie setzte Derat auf den Boden.
Er schien sein Absicht, Orol bestrafen zu wollen, vergessen zu haben, was nicht unbedingt ungewöhnlich für ihn war.
Er schien beleidigt zu sein und grummelte Unverständliches vor sich hin.

Myrjala sah zu Seth und Orol.
„Und wo gehen wir nun hin?“
Sie sah beide fragend an, schaute dann kurz zum Himmel, weil sie bemerkte, dass es leicht zu regnen angefangen hatte.
Sie mochte das.
Das reinigte die Luft…
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Re: Auf nach Unbekannt

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 19. September 2007, 23:34

Derat schien es gar nicht gefallen zu haben, dass Orol ihn immer wieder Drache nannte. Zwar hatte sich der Junge schon von dem Ausdruck <i>Eidechse</i> entfernt, aber jedes Mal wenn er wieder das Wort mit D… sagte schien der kleine Drache energischer dagegen Protest einzulegen.

<i>“Mein Name ist DERAT!!!“</i>, rief er Orol entgegen. <i>“Nicht Eidechse und auch nicht Drache… Ich habe einen Namen.“</i>

Daraufhin verstummte der Junge und blickte aus seinen jungen Augen heraus das Tier an, welches noch immer an seinem Hals hing. Orol bat Myrjala ihr Haustier von ihm zu entfernen und als Derat dies hörte entgegnete er sofort dass er auch kein Haustier sein und dass man ihn so schon gar nicht bezeichnen konnte. Die Elfe hatte ein freches Grinsen auf ihrem Gesicht, als sie zu dem Jungen hinüber sah.

<i>“Soll ich dir helfen?“</i>, sagte sie als sie sich vor ihn stellte. <i>“Ich dachte eigentlich du könntest dir alleine helfen. So was muss man schon mal ertragen können… Hm…“</i>

Das Kind bemerkte, wie die Elfe den kleinen Drachen um sein Buch packte und versuchte ihn wegzuziehen. Schon war Orol mit seinen Gedanken für den Bruchteil einer Sekunde wieder bei seiner ‚Freiheit’, aber so schnell ließ Derat nicht locker. Immer wieder versuchte Myrjala auf ihren Freund mit Worten einzureden, aber dieser sah gar nicht ein, dass man ihn so einfach entfernte. Schließlich klärte die Elfe den Jungen darüber auf, dass gerade die messingfarbenen Drachen besonders empfindlich reagierten. Nach einiger Zeit schaffte sie es endlich, Derat hatte sich aufgrund einer Drohung von Myrjala umgewandt und dabei seine Umarmung gelockert, was die Frau ausnutzte. Nun saß das Tier in einigen Schritt Entfernung auf dem Boden und schmollte. Er hatte scheinbar schon wieder vergessen, dass er den Jungen bestrafen wollte.

<b>Bahamut? Wer zu allen Göttern ist das und warum reagiert der Drache darauf so… so… so… naja wie auch immer. Wenigstens hat er mich jetzt endlich losgelassen. Dieses Vieh!</b>

<i>“Und wo gehen wir nun hin?“</i>, fragte Myrjala als wäre nichts gewesen.

Orol ließ seinen Blick von Seth über Derat zu der Elfe schweifen, als er plötzlich einen Tropfen abbekam. Langsam aber sicher und stetig fing es an zu regnen. Mit einer miesepetrigen Miene hob der Junge kurz seinen Kopf, um sich die Wolken anzusehen. In der Tat war der Himmel von dicken grauen Wolken behangen, aus denen das verdunstete Wasser wieder, gezogen durch die Schwerkraft, auf die Erde fiel.

„Zunächst möchte ich mich vielmals bei Euch bedanken, dass ihr mir den Dra… ähm… Derat vom Leib geschafft habt.“, begann Orol zu Myrjala zu sprechen. „Was Eure Bemerkung angeht, dass ich das schon mal aushalten müsste. Nun würdet Ihr wissen was mir alles in der letzten Zeit geschehen ist, dann würdet Ihr mich sicherlich verstehen. Aber egal, ich bin Euch sehr Dankbar für die Hilfe. Ich würde sagen, wir machen uns, wie bereits besprochen auf zum Schattengebirge. Würdet Ihr uns begleiten?“

Das letzte war mehr oder weniger eine Überflüssige Frage des Jungen an die Elfe, denn in ihrer Frage, wo es jetzt hin gehen würde, war eigentlich deutlich herauszuhören, dass sie die beiden begleiten würde. Dann ging Orol in die Hocke, erstaunlicherweise wandte er sich direkt an den kleinen Drachen, der noch immer wie zuvor im Gras saß.

„Derat, bitte verzeih mir auch. Ich wusste deinen Namen ja nicht und… naja du bist ja nun mal ein Drache, oder? Du wolltest doch zum Schattengebirge oder? Nun, was hältst du davon, wenn wir jetzt losgehen?“

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Re: Auf nach Unbekannt

Beitrag von Myrjala » Freitag 21. September 2007, 09:22

Orol wandte sich, nachdem auch er festgestellt hatte, dass es angefangen hatte zu regnen, wieder Myrjala zu.
Ihm schien das Wetter gar nicht zu gefallen, wenn man den Ausdruck auf seinem Gesicht glauben konnte.

Er bedankte sich bei der Elfe, dass sie ihm den Drachen Derat vom Leib geschafft hatte. Er konnte sich wohl noch nicht damit abfinden, dass Derat ein denkendes Wesen war, obwohl er auf vier Beinen lief und eher einem Humanoiden glich, anstatt einem Tier.
Er erzählte ihr, dass einiges in letzter zeit geschehen war und… hm… Myrjala würde sagen, der kleine Junge war ein wenig überfordert.
Sie legte den Kopf schief und musterte ihn eingehend.
„Ich weiß ja nicht was alles passiert ist, aber… das ist doch nichts Schlimmes gewesen… Vielleicht war das auch Derat’s Art dir zu zeigen das er dich mag.“ Sie grinste den Jungen an.
„…Weißt du, mein Bruder hat mal dem Freund meiner Schwester mal den Arm ausgerissen, weil… ich meinen Mund nicht halten konnte und das mit dem Aufpassen nicht ganz hinbekommen habe. Eigentlich sollte er das ja gar nicht wissen, aber ich war zu sehr damit beschäftigt ein Maulwurf zu sein und dann ist er einfach an mir vorbei in das Zelt gegangen…“ Sie verzog das Gesicht, als würde sie sich gerade weitere Details vorstellen, aber nicht weiter ausführen.
„Na ja, was soll’s… Das mit dem Arm haben wir wieder hinbekommen. Sie zuckte mit den Schultern. Es schien so, dass für sie nicht wirklich etwas schlimm war, solange alles wieder in Ordnung gebracht werden kann…

Orol hockte sich vor Derat hin, der immer noch schmollte, sich bei ihm entschuldigte und vorschlug, dass man ins Schattengebirge gehen konnte.

Als Myrjala hörte, dass Orol, Derat’s Namen nicht gewusst haben soll, entgegnet sie entrüstet:
„Ich habe ihn aber vorgestellt, als Seth gefragt hat… Stimmt doch Seth?“ Sie sah zu dem Mann hinüber.
„Das ist noch gar nicht lange her… Ich bin enttäuscht, wie unaufmerksam du bist.“ Mit traurigen Augen blickt sie den Jungen an und es sieht aus als würde sie gleich anfangen zu weinen.
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Re: Auf nach Unbekannt

Beitrag von Myrjala » Samstag 22. September 2007, 12:16

Myrjala wendet ihren Blick Seth zu, als er ihr nach kurzer Überlegung zustimmt, dass sie Derat vorgestellt hatte. Sie legte den Kopf schief, um seinen weiteren Ausführungen zu lauschen, warum Orol es nicht mitbekommen hatte. Sie grinste, <b>da war sicherlich was dran… mit der Wunde am Kopf.</b>

Seth blickte zum Horizont wo das Gebirge war und sagte dann, dass sie dort entlang müssten und marschierte los.
Myrjala blickte ihm hinterher, dann zu Orol.
„Los, Komm.“ Und hüpfte dann Seth hinterher. Nach ein paar Metern blieb sie stehen und schaute sich um wo Derat blieb. Der saß unglücklich im Gras und leckte sich hin und wieder mit der Zunge über die Nase.
Er schien den Regen gar nicht zu mögen. Schließlich kam er aus eher wärmeren Gefilden und vor allem Trockeneren…

Myrjala hockte sich hin: <span style="color:2F5C1F;">“Na komm schon. Du kannst dich in meinem Umhang verkriechen. Ich weiß doch das du Wasser nicht so gerne magst.“</span> rief sie ihm freundlich entgegen und nahm dann ihren geräumigen Beutel und zerrte ihren Reiseumhang heraus, während Derat auf sie zu lief.
Sie tupfte ihm ein wenig die Regentropfen von den Schuppen, stellte sich hin und Derat sprang gleich an ihre Wade und klammerte sich fest,
Sie legte sich den Umhang an und schlang ihn so um sich, dass man Derat nicht mehr sehen konnte. So war er vom Regen geschützt.
Dann sah sie suchend über die Graslandschaft bis sie wohl irgendwo irgendetwas wahrnahm.
Ein kleines rot-braunes Etwas flitzte an ihrem Bein empor und versteckte sich dann in ihrem Haar. Sie sah lächelnd nach Oben, auch wenn sie es bestimmt nicht sehen konnte, nahm dann ihre Tasche und hüpfte im Laufschritt, was nicht sehr grazil aussah, da Derat an ihrem Bein hing, Seth hinterher, der sich schon um Einiges von ihnen entfernt hatte…
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Re: Auf nach Unbekannt

Beitrag von Myrjala » Mittwoch 26. September 2007, 22:06

Langsam schloss sie zu Seth auf, der einfach nur geradeaus auf das Gebirge zuging und wirkte als wäre er mit seinen Gedanken ganz woanders.
Myrjala war schon ein wenig außer Atem - schließlich war so ein Paket von Drache nicht gerade leicht - und Muskelkater würde sie auch bekommen, wenn sie an den Horizont sah, wo die Berge vor ihnen emporragten, als Seth sich plötzlich umdrehte und sie fragte,

<b>Woher weiß er das ich direkt hinter ihm bin?</b>

ob Orol bei ihr sei. Den kühlen Unterton in seiner Stimme nahm sie wohl war, aber das störte sie nicht weiter.
Sie strahlte ihn an. Diese kurze Verschnaufpause tat gut. Hoffentlich hörte es bald auf zu regnen. Dann konnte Derat alleine laufen. Könnte er eigentlich auch so, aber...

<b>Warum muss er sich auch immer so anstellen? Ich habe ihn verzogen... ja, das wird es sein.</b>

"Nein, Orol ist nicht bei mir, aber er wird doch sicherlich nicht bei seinem Vater geblieben sein? Das wäre doch voll unlogisch."
Sie sah den Mann fragend an. Wieso sollte sie den Jungen auch mitgenommen haben? Der kann doch alleine gehen.
Sie schaut kurz an sich hinab zu Derat und verkniff sich ein Kommentar, das sowieso keiner verstanden hätte.

Ja, sie hatte ihm zugerufen das er kommen solle, aber ob er das getan hatte?

Sie sah wieder zu Seth. Irgendwie sah seine Mine finster aus. Sie zuckte mit den Schultern und seufzte und drehte sich dann um und blickte den Weg zurück, den sie gegangen waren.
Irgendwo musste Orol ja sein.
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Re: Auf nach Unbekannt

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 27. September 2007, 20:09

Orol war verwirrt. Der Drache -ach nein Derat- war sauer auf ihn, dabei hatte er doch nicht absichtlich die falsche Anrede benutzt. Er hatte sich einfach wirklich nicht mehr an den Namen erinnern können. Jetzt schien die Elfe ihm auch noch zu zürnen. Besorgt runzelte er die Stirn, als er Tränen in ihren Augen schimmern sah. Was hatte er jetzt wieder verkehrt gemacht? Er konnte einfach keinen Fehler in seinem Verhalten entdecken, der eine solche Reaktion begründen würde. Zögernd trat er verlegen von einem Bein aufs andere. Mit einem dankbaren, aber etwas unsicheren Lächeln sah er zu Seth, als jener auf seine Kopfwunde hinwies. Stimmt, die könnte seine Schwierigkeiten mit dem Konzentrieren und anscheinend auch Erinnern erklären.

Noch immer in Gedanken beobachtete er leicht abwesenden Blickes wie Myrjala den kleinen Drachen vor den Regen schützend an ihrem Bein sitzen ließ. Er mochte auch keinen Regen. Aber er konnte ja auch die Nässe spüren. Konnten Drachen das etwa auch? Die Schuppen hatten sich nicht so angefühlt... Die Fragen kreisten nur so.

Erst nach einer ganzen Weile schreckte er hoch –und stellte leicht panisch fest, dass die anderen schon ein ganzes Stück entfernt waren. Schnell rannte er los, wobei er in seinem Eifer über ein paar Wurzeln stolperte. „Wartet auf mich!“ Atemlos kam er bei ihnen an, wobei e beide nur beinahe nicht umrannte und stützte sich erst einmal schnaufend mit den Händen auf den Oberschenkeln ab. „Tut... mir... leid... Ich... hab... wohl... den... Aufbruch... verpasst.“

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Re: Auf nach Unbekannt

Beitrag von Myrjala » Montag 1. Oktober 2007, 18:31

Myrjala sah wie Orol ihnen entgegen gelaufen kam. Er schien tatsächlich nicht mitbekommen zu, dass sie aufgebrochen waren. Leicht ungläubig schüttelte sie ihren Kopf.

<b>Vielleicht haben Menschen einfach nicht so gute Ohren wie wir. Wer weiß das schon.</b>

Sie wollte sich gerade zu Seth umdrehen, um ihm mitzuteilen, dass Orol doch da wäre, da ertönte seine Stimme hinter ihr und sie hörte sich ernst an, beinahe... böse.

Sie drehte sich zu ihm um und sah und hörte noch, wie er grimmig knurrte, sich dann abwendete und weiter Richtung Gebirge stapfte und seinen Umhang fester um sich herum schlang, um sich ein wenig vor dem Regen zu schützen.

Myrjala legte den Kopf schief.
<span style="color:2F5C1F;">Was hat er denn plötzlich?</span>
flüsterte sie leise, eher zu sich selber, als zu Orol, der wahrscheinlich direkt hinter ihr stand.
Sie drehte sich zu dem Jungen.
"Mach dir nichts draus. Ich glaube Seth hat schlechte Laune... aber was erzähle ich dir das. Du kennst ihn ja länger als ich." Sie nickte Orol zu und lachte kurz auf. Ging dann auf Orol zu und wuschelte ihm einmal durch das Haar und fügte danach hinzu:
"Trotzdem sollte er nicht in einen sooo unhöflichen Ton und vor allem einen, wo sogar ich Angst vor ihm bekommen könnte... also vielleicht." Sie grinste Orol an, "Mit dir reden."
Sie schien als wäre sie zu allem entschlossen.
"Das werde ich ihm jetzt mal sagen!"

Sie drehte sich wieder um und lief schnellen Schrittes... und humpelnd, wegen Derat an ihrer rechten Wade... Seth hinterher, der sich wieder ein ordentliches Stück entfernt hatte.

"Seth! Warte!... Ich muss ein ernstes Wort mit dir reden."
Der Mann war stehen geblieben. Wahrscheinlich wartete er darauf, dass die beiden bei ihm ankamen und sie zusammen weitergehen konnten.
Myrjala blieb währenddessen neben ihm stehen.
Das Rascheln im Gras hatte sie nicht vernommen und wenn dann hätte es vielleicht auch der Wind sein können oder ihren eigenen Schritte... und wenn es was anderes war, so wäre es ihr gerade doch wichtiger Seth mitzuteilen, das er so nicht mit Orol reden durfte. Der war schließlich noch ein Kind.

"Also... wir müssen reden." fing sie an.
"So kannst du nun wirklich nicht mit Orol reden. Der hat jetzt richtig Angst vor dir und als du einfach vorrausgegangen bist, hat er gezittert und angefangen zu weinen."
Das war zwar nicht unbedingt die Wahrheit, aber Myrjala neigte gerne zu Übertreibungen. Schließlich war sie auch heute noch der festen Überzeugung, ihr Bruder Isildur habe Calladreth, der Freund ihrer Schwester, den Arm <i>ausgerissen</i>.
Tatsächlich verhielt es sich aber so, dass er ihm lediglich den Arm <i>ausgekugelt</i> hatte.
In wie weit Orol's Reaktion auf Seth' Worte war wusste er im Moment wohl nur selber...

Wo er nur wieder blieb?
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Re: Auf nach Unbekannt

Beitrag von Erzähler » Dienstag 2. Oktober 2007, 16:17

Bei dem eindeutig finsteren Gebaren von Seth hob Orol erstaunt den Kopf und richtete sich zu seiner vollen, wenn auch schmächtigen Größe auf. Als jener sogar knurrte, fiel dem Jungen doch leicht die Kinnlade herunter. Mögen die Götter im helfen, aber was in deren Namen, hatte er denn jetzt schon wieder gemacht? So langsam fühlte er ebenso Groll in sich aufsteigen. Energisch klappte er den Mund zu und hob das Kinn an. Er wäre Seth wohl auch hinterher gestapft, wenn nicht in dem Moment Myrjala sich an ihn gewandt hätte.

Er rollte bei ihren Worten mit den Augen. Er kannte ihn ungefähr eine halbe Stunde länger. Orol schnaubte, als könne er das Verhalten der Erwachsenen um sich herum nicht verstehen. Als sie ihm doch wirklich wie bei einem Kleinkind durch die Haare wuschelte, versteifte er sich, hielt seine Kinnlade dieses mal jedoch eisern oben. Empört atmete er tief ein und in seine Augen trat nun doch ein eindeutiges Funkeln. Doch die Elfe marschierte schon zu ihrem Weggefährten. In einer hilflosen wie wütenden Geste schmiss Orol die Arme in die Luft.

Kurz wandte er den Kopf in Richtung des Raschelns, dann jedoch stürmte er regelrecht zu den beiden anderen. Mit in die Hüfte gestemmten Fäusten baute er seine kleine Gestalt vor ihnen auf. „Jetzt reicht es mir!“ Wütend blitzte er Seth an. „Ich habe mich entschuldigt, also lass deine wie auch immer geartete schlechte Laune nicht an mir aus! Dann hätte ich auch bei meinem Vater bleiben können!“ Nicht minder wütend wandte er sich an die Elfe. „Und woher willst du wissen, was ich fühle? Kannst du in mich reinhorchen? Bevor du die Behauptung, ich hätte Angst, in die Welt setzt, frage doch erst einmal nach!“ Sein Kinn flog in einer empörten Geste nach oben. „Und ich bin KEIN Kind mehr, also wuschle doch einem anderen durch die Haare!“ Zufrieden nickte er und verschränkte die dünnen Arme vor der schmalen Brust.

Ein Laut zwischen Grunzen, Grollen und Lachen wehte leise zu der Gruppe herüber... Doch niemand zeigte sich.

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Re: Auf nach Unbekannt

Beitrag von Myrjala » Samstag 6. Oktober 2007, 23:21

Myrjala drehte sich überrascht zu Orol, als sie das Gezeter des Jungen hinter sich vernahm. Er schien wohl unglücklich über das Verhalten von Seth zu sein. Interessiert schaute sie grinsend von einem zum anderen.
Doch dann wandte er sich auch an sie. Anscheinend war er auch von dem was sie so tat nicht angetan.
Sie legte den Kopf ein wenig schief und schaute Orol mit einem fragenden, sich-keiner-Schuld-bewusst-sein- Blick an.
Sie schien wohl nicht zu verstehen - vielleicht wollte sie es auch nicht - wo Orol’s Problem war.
Sie wartete geduldig ab bis er fertig war mit seiner Standpauke. Dann trat sie näher an ihn heran, um ihn besser in Augenschein nehmen zu können, legte den Kopf auf die andere Seite und fragte ihn:
„Wenn du kein Kind bist, was bist du denn dann?“ Sie wartete einen Augenblick, damit Orol über diese, ernst gemeinte, Frage nachdenken konnte.
„Euch wächst doch normalerweise Fell… Entschuldigung… Haare im Gesicht, wenn ihr erwachsen werdet. Also jedenfalls bei dem männlichen Teil eurer Rasse… Bei dir…“, sie streckte ihren Arm nach Vorne und versuchte Orol mit dem Zeigefinger gegen die Wange zu picken, dort wo wahrscheinlich irgendwann mal was sprießen würde, jetzt aber noch lange nicht die Zeit dafür war... „…sehe ich da aber gar nichts.“
Sie zog ihren Arm zurück und schüttelte entschuldigend den Kopf. Schließlich hatte sie ihm wohl gerade seine Illusion zerstört, glaubte sie.

Doch dieser Gedanke währte nur einen kurzen Augenblick, als auch sie ein Rascheln im Gras hörte, dass von einem Geräusch, ähnlich einem Lachen, begleitet wurde.
Sie drehte sich in die Richtung und lauschte kurz und wendete sich dann wieder Seth und Orol zu.
„Habt ihr das gehört? Da ist irgendwas.“
Wieder vernahm sie das seltsame Geräusch. Sie grinste.
„Was ist das …Das hört sich lustig an.“
Sie ging vorsichtig ein paar Schritte in die Richtung des Geräusches und rief:
„Hallo! Wer bist du denn? …wo bist du denn?“
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Re: Auf nach Unbekannt

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 10. Oktober 2007, 16:42

Orols Miene verfinsterte sich bei Myrjalas Worten, so dass sie langsam einem Zwerg alle Ehre gemacht hätte. Unwirsch und weniger sanft schlug er ihre Hand weg, als sie jene nach seiner glatten Wange ausstreckte. „Ach und ihr seid erwachsen? Ihr verhaltet euch so unüberlegt wie ein Kleinkind und redet ohne auch nur einen Gedanken auf eure Worte zu verschwenden. DAS ist wahrlich erwachsener.“ Er straffte seine kleine, schmächtige Gestalt. „Ich mag vielleicht in einem kleinen Körper stecken...“ Sein Blick lag nun nahezu tödlich auf der Elfe. „...aber das heißt noch lange nicht, dass ich weniger wert bin als ihr. Ich verdiene genauso Respekt.“ Wütend legte er die zu Fäuste geballten Hände in die Hüften und hob das Kinn herausfordernd.

Dann schoss sein Blick Pfeile gen Seth. „Nicht lachhafter als ihr und euer Zorn.“ Langsam wandte er seinen Körper ihm zu. „Ach ihr lasst euch also gerne durch die Haare wuscheln?“ Er bebte inzwischen vor Zorn. Da ertönten jedoch Stimmen. Schlagartig erwachte seine kindliche Neugier und sein Blick flog zu den Stimmen.


Bei Myrjalas Rufen raschelte es erneut. Dieses mal begleitet von einem dumpfen Schlag wie Metall auf Metall. <span style="color:CC5420;"> „Jetzt haben sie uns gehört, du Dummkopf !“ </span> Wieder ein Rascheln. <span style="color:CC5420;"> "Wer ist hier dumm, du Hohlkopf!“ </span> Ein erneutes leisen Plong verriet, dass wohl wieder ein Schlag erfolgt war. Das wütende Hin und her der tiefen, grollenden Stimmen ging weiter, bis Seth sprang...

Da ging das Streitgespräch in einen geeinten Kriegsruf über. Kurz darauf wurde Seth nach hinten geschleudert und fand sich auf dem Boden wieder. An der einen Wange eine tödlich blitzende und erstaunlich mächtige Axtklinge, an der anderen einen nicht minder tödlich wirkenden Stahldorn einer ebenfalls beachtlichen Keule.

Der Zwerg, der die Axt hielt war erstaunlich groß für seine Rasse und kräftig gebaut. Seine blitzende Rüstung war tadellos gepflegt und sauber. Seine glatten Haare waren von einem dunklen Rot und ordentlich aus dem grimmigen Gesicht mit der Knollnase gekämmt. Sein ebenfalls ordentlicher Bart reichte ihm bis zur Mitte der Brust. Der wütende Blick seiner kastanienbraunen Augen ruhte auf dem anderen Zwerg.
Jener war deutlich kleiner und für einen Zwerg beinahe schon schmächtig. Seine Rüstung, obwohl ebenso gefertigt, war überseht mit Flecken und Dellen. Seine kurzen Haare waren von einem dunklen Braun und standen in alle Himmelrichtungen. Sein ebenfalls reichlich wild wirkender Bart reichte ihm gerade bis an die Schulter. Die schwarzen Augen über der eindeutig einmal gebrochenen Knollnase blitzen herausfordernd zu dem anderen Zwerg. <span style="color:CC5420;"> "Na wenigstens fertige ich bessere Waffen als du Rüstungen !“ </span> Und schon ging das Zanken der beiden weiter… wobei jedoch keiner seine Waffe wegzog.

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Re: Auf nach Unbekannt

Beitrag von Myrjala » Mittwoch 17. Oktober 2007, 15:50

Myrjala beachtete den Sarkasmus in Seth Stimme nicht, als er ein dummes Kommentar darüber abließ, dass sie jetzt erst entdeckt hatte, dass dort irgendetwas im Gras war.
Zwar sagte sie nichts dazu, doch konnte sie sich eine Reaktion trotzdem nicht verkneifen.

Sie streckte ihm die Zunge raus.

Auch das Gezeter von Orol nahm sie nicht wirklich ernst. Sie sah ihn grinsend an, wie er sich immer weiter aufregte.
„Oh ja, ich bin erwachsen… Jedenfalls von meinem Alter“ sie nickte, „Aber wie verhält man sich, wenn man erwachsen ist? Ich finde es schön Spaß zu haben… und ich denke auch nach… zwar nie lange, aber doch ich tue das durchaus.“

Seth ging an ihr vorbei und sprang dann ohne Vorwarnung, seitlich ins Gras wo er das Geraschel vermutete.
Dann ging alles sehr schnell. Man konnte das Geräusch von Metall auf Metall vernehmen und zwei tiefe männliche Stimme, die aber in einer Sprache redeten die Myrjala selber nicht verstand. Es hörte sich aufgeregt und ein wenig griesgrämig an.
Dann war Seth nicht mehr zu sehen. Denn er lag nun im Gras und über ihn beugten sich zwei Zwerge die ihn mit ihren Waffen, die nicht unbedingt ungefährlich aussahen, bedrohten.

Myrjala ließ einen leisen, erschrockenen Aufschrei ertönen und sprang zurück als die Zwerge auftauchten und wäre beinahe selber ins Gras gestolpert, wobei sie sich unsanft auf den Hintern gesetzt hätte. Schließlich war ihr rechtes Bein ein wenig schwerer als das Linke.

Anstatt das die Zwerge - einer sah sogar recht gepflegt aus – Seth nun weiter verbal bedrohten, fingen sie an sich zu streiten und abgesehen davon, dass die Waffen noch vor Seth’ Gesicht platziert waren, beachteten sie ihn nicht weiter.

Myrjala blinzelte verwirrt und beobachtete das Geschehen und fing schließlich an zu grinsen.

<b>Nein, die sind nicht gefährlich.</b> dachte sie <b>Da können die noch so stark gerüstet sein.</b>

Sie hatte zwar noch nie Zwerge getroffen und man hatte ihr immer erzählt, das mit Elfen und Zwergen ist nicht so… aber sie hatte gerade nicht das Bedürfnis angewidert die Nase zu rümpfen.

Sie sah zu Seth, der sich ein bisschen aus der Reichweite der Waffen gerollt hatte. Er schaute sie flehend an und formte einige Worte mit seinen Lippen. Der Gesichtsausdruck der Elfe wurde fragend und sie schüttelte den Kopf.

<b>Oh man, im Lippenlesen war ich noch nie so gut</b>

Während ihr noch dieser Gedanke durch den Kopf schoss und sie weiter krampfhaft darüber nachgrübelte was er meinen könnte, sah sie wie sich in seiner Hand eine Flamme bildete und langsam größer wurde. Sollte er das Ding werfen oder was auch immer damit tun, würde das Gras anfangen zu brennen… vielleicht… schließlich regnete es und da war die Wahrscheinlichkeit nicht ganz so hoch, aber riskieren wollte sie das nicht.
Sie war schließlich eine Waldelfe und ihre Schwester bestritt den Weg der Druiden und die würde es sicherlich nicht gutheißen, wenn Seth die Natur zerstörte.

Ihr Gesicht wurde böse und zielstrebig ging sie zu den Zwergen, versuchte sie beiseite zu schieben, was ihr eher weniger gelang und blaffte Seth an:
„Sag mal, bist du denn des Wahnsinns? Willst du hier alles in Brand stecken? Mach das sofort aus!“ Sie deutete auf Seth’ Hand wo die Flamme lustig vor sich hin flackerte.
„Wenn meine Schwester das sehen würde, würdest du ganz viel Ärger bekommen… jaaa… solange die aber nicht da das ist übernehme ich das.“ Grimmig funkelte sie ihn an.
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Re: Auf nach Unbekannt

Beitrag von Erzähler » Mittwoch 17. Oktober 2007, 20:14

Orol rollte auf Myrjalas Erklärung hin entnervt mit den Augen und hätte wohl auch etwas Gepfeffertes erwidert, wären nicht in diesem Moment die Zwerge aus dem Gebüsch gesprungen und hätten Seth am Boden fixiert. So starrte er verwundert auf Seth, blinzelte ein paar mal und betrachtete dann langsam und gründlich die Zwerge. Ohne das er es aufhalten konnte, verzogen sich seine Mundwinkel zu einem Grinsen. Als dann auch noch Myrjala auf sie zustürmte und Seth so anfuhr, war es um ihn geschehen... Fröhliches Gelächter brach aus ihm heraus, ließ ihn sich biegen und die Seiten halten.

Die Zwerge hatten über ihren Streit nicht mitgekriegt, wie Seth sich langsam von ihren Waffen entfernt hatte, doch bei dem Lachen des Jungen sahen sie verwundert auf. Der Rothaarige grummelte und starrte finster von Orol zu den anderen beiden, wobei sein Blick gründlich auf Seth verweilte. Der Kleinere jedoch grinste fröhlich, schaute dann jedoch auch zu Myrjala und Seth.

„Da siehst du, was deine ach so tollen Waffen angerichtet haben.“ Offensichtlich hatte der Rote sich wenigstens ansatzweise an seine Manieren erinnert, denn er hatte nun endlich die Sprache gewechselt, wobei er jedoch mit einem hart-rollenden Akzent und betont langsam sprach. „Jungchen blutet.“ Er nickte in Richtung Seth, der auf beiden Wangen blutige Wunden von den Waffen hatte.

Der Kleine funkelte ihn wütend an. „Was für einen Sinn würden denn stumpfe Waffen machen? Also wirklich.“ Besorgt beugte er sich etwas herunter –mehr war ja auch nicht nötig. „Wird’s gehen?“ Sein Blick glitt zum Feuerball. „Du willst doch nicht mit Feuer spielen, oder? Das ist keine gute Idee.“ Seine Stimme klang nicht so hart wie die des anderen, sondern eher fröhlich und belustigt. Auch sein Akzent war viel weniger deutlich.

[Seth hat zwei Wunden im Gesicht erhalten]

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Re: Auf nach Unbekannt

Beitrag von Myrjala » Sonntag 21. Oktober 2007, 18:32

Immer noch sah Myrjala grimmig den Halbelfen an, der im nassen Gras saß und wartete darauf, dass er die Flamme verschwinden ließ. Als plötzlich hinter ihr ein Gelächter ertönte. Die Zwerge unterbrachen ihre Diskussion, als sie bemerkten, dass um sie herum noch mehr Personen waren und nicht nur die die sie gerade halbherzig bedroht hatten. Sie schauten verwundert auf und dann von einem zum anderen, bis sie sich wieder Seth zuwandten.
Der Rothaarige stellte fest das Seth blutete, dank der Waffen seines Begleiters – sie konnten tatsächlich die Sprache der Menschen sprechen – der andere Zwerg stellte klar, dass stumpfe Waffen eigentlich gar keinen Sinn machen würden. Dann beugte es sich zu Seth hinab und wies ihn ebenfalls an - in einem väterlichen Tonfall, wie Myrjala fand - er möge doch die Flamme löschen, worauf dieser knurrte, sie dann aber schließlich verschwinden ließ.
Myrjala fing an zu an grinsen, drehte sich Orol um und fing dann auch an zu kichern.
Als Seth sie beide anfuhr – als wären sie Schuld daran das er verletzt wurde – wandte sie sich wieder ihm zu und versuchte das kichern zu unterdrücken. Seth schien ganz schön böse zu sein.

<b>Warum nur?</b> fragte sich die Elfe

„Was hast du Seth? Warum soll Orol dich denn hier raus bringen? Also wirklich“; sie schüttelte verständnislos den Kopf, „Du bist doch selber Schuld. Schließlich hast du DU dich auf die Zwerge geworfen… und sie verfehlt.“ Wieder fing sie an zu kichern. „Du bist auch viiiieeel zu jähzornig. Nicht jeden den man begegnet muss man bekämpfen… Ich musste das noch nie.“

Nein, sie musste das nicht, aber es war ja auch immer ihr großer Bruder an ihrer Seite gewesen und hatte das geregelt. Schließlich durfte den Schwestern nichts passieren. Manchmal übertrieb er es aber auch ein wenig, fand Myrjala, aber das alles erzählte sie Seth jetzt nicht.

Dann wandte sie sich den Zwergen zu.
„Und ihr? Wo kommt ihr den her?“ fragte sie die Beiden. „Ich habe noch keine Zwerge gesehen die durch das Gras schleichen.“
In der Tat hatte waren ihr überhaupt noch nie Zwerge begegnet.
„Ihr seid doch Zwerge, nicht?“ fragt sie nach, „Jedenfalls seid ihr genauso haarig wie ich mir Zwerge vorstelle.“ Sie grinste die Zwei an.
„Wie heißt ihr denn und was wollt ihr hier? Los! Sagt schon!“
Erwartungsvoll sah sie sie an. Abwartend das sie ihre Neugierde stillen würden.

Doch dann drehte sie abrupt ihren Kopf zu Seite, schaute nach oben, dann in die andere Richtung. Es sah aus als würde sie nach etwas lauschen.
„Habt ihr das auch gehört?“ fragte sie in die Runde und sah jeden einmal an und darüber nachzudenken, dass vielleicht nur sie es hören konnte.
Sie hatte kurz das Gefühl gehabt, als hätte sie eine sanfte Melodie gehört… ein Flötenspiel… ganz hell und klar, dass sie mit dem Wind streifte… und dann war es wieder weg…
Konzentriert lauschte sie auf den Wind… und tatsächlich da war eine Melodie und diese war ihr sehr vertraut… es war ein suchende Melodie, getragen vom Wind und Myrjala fühlte, dass sie eine weite Strecke hinter sich hatte um sie zu finden.

„Oh oh..“ Schamesröte stieg der Elfe ins Gesicht und verlegen schaute sie nach unten zu Derat der sich an ihre Wade klammerte und anscheinend auch irgendetwas wahrgenommen, aber die Melodie sicherlich nicht gehört hatte.

<span style="color:2F5C1F;">“Ich glaube man hat uns aufgespürt.“</span> flüsterte sie dem Drachen zu und seufzte, <span style="color:2F5C1F;">“Das musste ja irgendwann passieren… Jetzt habe ich ganz schön schlechtes Gewissen… und sie hat mir gedroht. Was mache ich den nun?“</span>
Derat gab ein leises Jaulen von sich ehe er ihr antwortete
<span style="color:2F5C1F;">“Wir graben sie ein, wenn sie kommt.“</span> schlug er der Elfe vor <span style="color:2F5C1F;">“Ich könnte schon mal ein Loch buddeln, dann brauchen wir sie nur noch reinschubsen und dann kann sie uns nichts tun.“</span>
Freudig sprang der kleine Drache von ihrem Bein und flitzte um sie herum, während er mit der Nase die Erde abschnüffelte, um einen geeignete Stelle zu finden wo man die Schwester verscharen könnte. Verdutzt schaute Myrjala ihm hinterher und für einen Augenblick schien es so, als würde sie die Idee gar nicht so schlecht finden. Doch dann besann sie sich.

<b>Ich kann doch nicht Derat erlauben meine Schwester einzugraben? Familienmitglieder werden nicht eingebuddelt… es sei den es ist eine Notsituation.</b>

<span style="color:2F5C1F;">“Nein, wir…. du wirst sie ganz sicherlich nicht eingraben!</span> rief sie ihm im Befehlston hinterher. Derat blieb stehen und sah sie mit großen traurigen Augen an.
<span style="color:2F5C1F;">Nein! Denk nicht einmal daran es trotzdem zu tun. Ich werde erstmal schauen was sie will.</span>

<b>Dabei weiß ich doch ganz genau was sie will. Schließlich bin ich einfach abgehauen. Ob Isildur bei ihr ist? Bestimmt! Der würde sie nicht alleine gehen lassen… Jetzt brauche ich nur einen ruhigen Ort,… um ihr zu antworten. Am Besten sofort, sonst vergesse ich das wieder.</b>

Sie blickte in die Runde.

„Ich muss kurz weg.“ Verkündete sie und machte auf dem Absatz kehrt und rannte in das Grasland hinein, während ein verdutzter Derat ihr hinterher sah…
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