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Re: Auf nach Unbekannt

Verfasst: Samstag 4. August 2007, 14:03
von Myrjala
Der Mann und das Kind, ein Junge, schienen sie entdeckt zu haben, aber ihr rötlich schimmerndes Haar, war in dem Gras, das ja normalerweise grün war, nicht unbedingt zu übersehen.

Breit grinste sie die Zwei an und blieb stehen, als sie nur noch einige Meter von ihr entfernt waren. Der Mann grüßte sie und teilte ihr mit, dass wenn sie seine Künste beanspruchen wolle, sie ihm folgen solle.
Dann ging er weiter in das hohe Gras hinein, blickte sich noch einmal um und an ihr vorbei. Myrjala wendete ihr Gesicht in die gleiche Richtung und sah, dass sich der andere Mann auf sie zu bewegte und er hatte keinen freundlichen Gesichtsausdruck, aber das hatte sicherlich nichts mit ihr zu tun.
Unmerklich zuckte sie mit den Schultern und wandte sich dem Mann zu und grüßte ihn ebenfalls und grinste ihn an. Ja sie wollte was von ihm... eventuell. <b>Was er wohl mit Künsten meint?</b> Fragte sie sich. Er wirkte wie ein Krieger, vielleicht ein wenig zu schmächtig, aber dennoch ein Krieger.
Brauchte sie so was?
Nein, eigentlich nicht. Sie konnte sich selber verteidigen.
Erstmal wollte sie nur eine Auskunft.

Sie sah wie sich seine Augen weiteten, als er sie augenscheinlich musterte und Derat erblickte.
Stotternd und vielleicht ein wenig aufgebracht teilte er ihr mit, dass sie schnell hier weg müssten. Er packte sie an der Hand und zog sie einfach hinter sich her. Mehr stolpernd als laufend, musste sie ihm wohl oder übel folgen.
„Hey!“ rief sie auf der Gemeinsprache. Schließlich hatte er sie auch in dieser angesprochen. „ Lass mich sofort los! Was fällt die ein?!“
Er reagierte nicht auf ihr Rufen, sondern zog sie wie von Sinnen weiter hinter sich her.
Myrjala versuchte sich loszureißen. „Ich schreie.“ Drohte sie ihn an.
Schließlich schaffte sie es sich aus seinen Griff zu lösen. Trotzig blieb sie stehen, verschränkte die Die Arme vor der Brust und schob die Unterlippe nach Vorne.
„Bist du denn vollkommen verrückt?“ fragte sie ihn und ein großes Unverständnis war ihr deutlich im Gesicht abzulesen.
Derat war von dem unsanften Geruckel wach geworden. Nun krabbelte er an ihrem Bein hinab und hockte sich neben sie, schaute zu Myrjala hoch und dann zu dem Mann und setzte dann die gleiche Mine auf wie sie. Was natürlich ein wenig lustig aussah.

Re: Auf nach Unbekannt

Verfasst: Samstag 4. August 2007, 16:22
von Myrjala
Myrjala’s Gesicht hellte sich ein wenig auf, als der Mann sich umdrehte und sich bei ihr entschuldigte und sich als Seth vorstellte, aber trotz alledem konnte man noch was Trotziges erkennen und auch die Arme ließ sie weiter vor der Brust verschränkt.
„Nun, das ist ja wohl das mindeste das du dich entschuldigst… Seth“ entgegnete sie ein wenig zickig, während er sich in das Gras setzte.
„Ich heiße Myrjala und das“, sie deutete neben sich, wo Derat im Gras saß und Seth immer noch äußerst böse ansah, „das ist Derat.“

Sie wandte sich wieder dem Mann zu und aus ihrem Gesicht sprach nun ein wenig Verwirrung.
„Was bedeutet denn, was ich mit dem Drachen mache? Derat und ich sind Freunde.“ Ihre Augen fingen an zu strahlen und sie nickte bestätigen und Derat ließ von dem ‚böse gucken’ ab und klopfte sich anerkennend auf die stolzgeschwellte Brust.
Sie ging in die Hocke um Derat zu umarmen und ihn auf den Kopf zu küssen.
„Ich bin auch seine Reiterin.“ Sagte sie wieder zu Seth gewandt, „aber eigentlich passe ich auf ihn auf, sonst tut er sich nämlich weh.“
„Das stimmt ja gar nicht.“ Derat löste sich von der Elfe und sah sie an, während er Seth den Rücken zudrehte.
„Ich kann auf mich alleine aufpassen… ich grabe mich einfach ein.“
„Aber dann finde ich dich ja nicht wieder.“ Traurig sah Myrjala, Derat an, „Nein, nein, du sollst lieber andere eingraben.“ Mahnend erhob sie den Zeigefinger, „Aber ohne jemanden wehzutun.“
„Ja ja..“ Kleinlaut und mit gesenktem Kopf schlich er hinter Myrjala die sich nun wieder Seth zuwandte.

„Eigentlich wollten wir auch nur eine Auskunft“ Sie richtete sich wieder auf und blickte von Seth zu den Jungen und wieder zurück.
„Wisst ihr beide vielleicht wo es hier eine Wüste gibt? Bis jetzt habe ich eine Menge Gras gesehen. Na ja, oder zumindest eine große Ansammlung von Sand?“ Fragend sah sie die beiden an: „Ich habe nämlich Derat gebadet und da hat er seinen Sand verloren und das war ganz Besonderer… so ein wenig durchsichtig… und der war von seinem zuhause.“

„Wo bleibt denn euer Verfolger eigentlich?“ Sie drehte sich um und stellte fest, dass der nicht mehr da war. Sie lief ein Stück zurück zu der Stadt, um zu schauen, ob der andere Mann tatsächlich verschwunden war und musste sehen, dass es sich tatsächlich so verhielt. Sie kratze sich am Kopf und zuckte schließlich mit den Schultern und ging wieder zurück, wo Derat mit bewachendem Blick die Beiden umkreiste, damit sie nicht weggehen konnten. Myrjala beachtete das aber nicht weiter.

„Und was waren nun eure Probleme?“ fragt sie neugierig als sie bei Seth und dem Jungen angekommen war.

Re: Auf nach Unbekannt

Verfasst: Samstag 4. August 2007, 18:28
von Myrjala
„Ja, eigentlich schon echt.“ Sie sah an sich hinab. Konnte aber nichts Ungewöhnliches entdecken. „Sehe ich etwa aus wie ein Geist?“ fragte sie Seth, der immer noch im Gras saß und sie ein wenig belustigt anlächelte.
„Ja, ich bin seine Reiterin… na ja, eigentlich ist er mein Reiter.“ Sie nickte und fing dann an zu grinsen, als sie bemerkte, dass sich das schon sehr seltsam in seinen Ohren anhören musste.
Derat blieb stehen und wollte gerade etwas erwidern. Er sah das ja vollkommen anders, aber da Myrjala ihn nicht ansah, setzte er seinen Weg, um Seth und Orol herumzulaufen, fort.

„Nein, Drachen sind kein Mythos... nur selten“ antwortet sie in einem leicht belehrenden Ton, „und wenn sie erstmal schlafen, kann es länger dauern bis sie wieder wach werden…. Hm…“ sie nickte abermals. Diesmal um die Aussage zu bekräftigen.

Dann drehte sie sich kurz um und blickte zu der Stadt und wieder zu Seth zurück.
„Wie der so schnell verschwinden konnte?“ Sie schüttelte verständnislos den Kopf.

„Wieso willst du mir nicht sagen, was los ist?“ Myrjala zog dir Stirn kraus, „Das habe ich gern. Erst versprechen, dass man was Tolles erzählt und es dann nicht halten.“ Sie verschränkte wieder die Arme vor der Brust und wendet sich mit leicht erhobenem Kopf ab. Kann es aber nicht lassen hin und wieder zu Seth hinunter zu schielen.
Nach einem kurzen Augenblick dreht sie sich zu Derat.
„Komm Derat, wir gehen. Der möchte uns ja nichts erzählen… Wir finden die Wüste auch so… Belfal sal?... Egal irgendwo im Osten.“
Derat kam auf sie zu gelaufen. Schaute sehnsüchtig zu Seth und Orol. Am liebsten hätte er sie eingegraben. Sie saßen so günstig und wenn man dann hier und da ein bisschen… Wie lange hatte er schon niemanden mehr eingraben dürfen…
Myrjala drehte sich im Kreis, schaute suchend gen Himmel, um die Richtung zu bestimmen, aber es war bewölkt und es ließ sich gerade sehr schwer abschätzen.
Also nahm sie einfach irgendeine….

Re: Auf nach Unbekannt

Verfasst: Sonntag 5. August 2007, 11:51
von Erzähler
Nachdem Seth den kleinen Jungen vor seinem Vater bewahrt hatte, gingen sie schnellen Schrittes von der Stadt weg. Verdutzt durch die prompte Handlung des Magus blieb der Mann einfach stehen, konnte nicht fassen was ein Fremder gerade zu ihm gesagt und sich seinen Sohn geschnappt hatte und auf und davon gegangen war.

„Was fällt Euch ein? Ich werde Euch sämtliche Wachen von Celcia auf den Hals hetzen! Hört Ihr!“, schrie ihnen Orols Vater hinterher.

Nicht weiter darauf reagierend, stapften Seth und der Junge einfach weiter, fort von der Stadt, fort von seinem Vater. Immer wieder blickte sich der Mischling aus Mensch und Dunkelelf um, wollte sicher gehen, dass der Mann ihnen nicht folgte und plötzlich war er verschwunden. War er in die Stadt zurückgekehrt? Sie wussten es nicht. Einzig der Junge hatte einen Verdacht, den er auch sogleich seinem Retter mitteilte.

„Seth… ich glaube kaum, dass mein Vater so schnell aufgibt. Und er wird seine Drohung wahrhaftig wahr machen. Wir müssen vorsichtig sein.“

Dann bemerkten sie eine Elfe, die direkt auf sie zukam. Seth packte sie am Arm und zog sie einfach mit sich, ohne irgendwelche großen Erklärungen abzugeben. Protestierend schaffte es Myrjala sich nach einiger Zeit und einigen Schritten von ihm zu befreien. Sie blieb stehen und forderte eine Erklärung. Seht allerdings gab nur eine dürftige Erläuterung, woraufhin die Elfe ein schmollendes Gesicht auflegte. Nach einen kurzen Gespräch, der Magus und der Junge hatten den Drachen entdeckt, entschloss sich die Elfe einfach weiter zu gehen, eine Wüste oder eine große Sandfläche zu suchen.

Dann plötzlich packte etwas Orol am Arm. Der Junge wandte sich um und blickte direkt in das wutschnaubende Gesicht seines Vaters. Wie konnte er hier so plötzlich auftauchen? Ein Schrei durchdrang die Stille des Graslandes. Sofort blickte sich Seth um und auch Myrjala schaute neugierig woher der Lärm kam. Der Mann hatte seinen Sohn am Arm gepackt, zerrte an ihm und riss ihn aus Seths Griff. Dann zog er ihn zu sich herüber, holte aus und verpasste dem Jungen eine weitere Ohrfeige.

„Du verdammter Bengel! Ich bin noch nicht fertig mit dir! Ich verbiete dir den Umgang mit diesem Kerl.“, er zeigte auf Seth. „Das wäre ja noch schöner! Du bleibst schön hier und machst was ich dir sage!“

Die Elfe völlig ignorierend stand er da, versuchte Herr über seinen sich immer mehr windenden Sohn zu werden. Ein leiser Knall drang von Osten her. Er wurde vom Wind getragen und als sich Orol und sein Vater und sogar der kleine Drache Derat in die Richtung umschauten, erkannten sie am Horizont einen hellen Lichtstrahl, der in den Wolken zu verschwinden schien. Was ging da nur vor sich? Dann verschwand der Strahl, aber es schien nichts zu geschehen. Dann erschienen am östlichen und westlichen Drachengebirge einige schwarze Punkte am Himmel, die dort ihre Kreise zogen. Myrjala, da sie ja bereits einige Erfahrung mit Drachen hatte, wusste sofort, dass es sich dabei um die legendären Drachen aus den alten Legenden handeln musste. Sie waren also erwacht, ihr langer und tiefer Schlaf war vorüber, nur was hatte dazu geführt?

Wie erstarrt, standen sowohl Orol als auch sein vor wenigen Augenblicken noch wutschnaubender Vater da und betrachteten das ganze Schauspiel. Nach einer kleinen Weile drehten die Punkte ab und flogen gen Norden davon, aber nicht allein über dem großen Drachengebirge spielte das ganze sich ab, nein auch bei ihrer Position. Von Süden her kam ein gewaltiges Geschöpf in der Luft auf sie zu und flog ohne sie zu bemerken über ihnen hinweg. Es war beeindruckend, ein grünlich schimmernder Drache, mit großen Schwingen, bis er schließlich ebenfalls im Norden aus der Sichtweite der Anwesenden verschwand.

„Bei alles bekannten Göttern…“, konnte man Orol und seinen Vater wie aus einem Munden murmeln hören.

Re: Auf nach Unbekannt

Verfasst: Montag 6. August 2007, 16:24
von Myrjala
Myrjala drehte sich um als sie Seth Stimme hörte und er ihr mitteilte, das Osten in einer ganz anderen Richtung lag.
Sie drehte sich um ihm zu folgen.
Nein, sie hatte nichts dagegen, wenn er sie begleitete. Schließlich kannte sie sich hier nicht aus.
Wo auch immer sie sich befand? Was Befra salz genau war wusste sie auch nicht.
Mit überraschtem Gesichtsausdruck erblickte sie auf einmal den Mann der den Beiden gefolgt und urplötzlich verschwunden war, auf einmal neben dem Jungen, der sich anscheinend Orol nannte.

Ein triumphierendes Grinsen breitete sich für einen kurzen Moment auf ihrem Gesicht aus, als sie daran dachte, dass sich die ganze Zeit gewundert hatte wo er geblieben war. Sie wusste doch, dass man sich nicht einfach in Luft auflösen konnte.
Aber ihre, eigentlich recht gut ausgeprägten Sinne, hatte ihr nun wirklich einen Streich gespielt.

Dann schüttelte sie das Grinsen ab, als sie realisierte was der Mann mit den Jungen machte.
Er zerrte ihn zu sich herüber und verpasste ihn eine schallende Ohrfeige. Orol wirkte nicht gerade minder verängstigt.
„Hey!“ rief sie, wurde aber einfach ignoriert.
Sie stapfte auf den Mann zu, stemmte die Hände in die Seiten und versuchte sich zwischen ihm und dem Jungen zu stellen.
Aber sie war sehr zierlich und nicht unbedingt groß und es gelang ihr deswegen nicht wirklich. Aber das störte sie nicht wirklich. Wenn man sie bemerkte, reichte es schon.
„Was fällt dir ein?“ fragte sie mit lauter Stimme und schaute zu dem Mann empor,
„Wer bist du eigentlich, dass du dir einfach so was erlaubst? Du kannst doch nicht einfach das Kind schlagen. Der ist ja viel kleiner als Du es bist und hat ja gar keine Chance.“ Trotzig sah sie ihn an,
„Du solltest dir lieber jemanden in deine Größe suchen. Das ist nämlich ganz schön fei…“

Sie konnte ihren Satz oder vielleicht eher Monolog nicht mal zu Ende sprechen, als plötzlich ein Knall über die Ebene hallte.

Sie zuckte zusammen und schaute sich erschrocken um und sah einen grellen Lichtstrahl am Himmel. Ihre Augen weiteten sich sichtlich.
<b>Was war das?</b> fragte sie sich.
Das Licht verschwand.
„Was war das denn?“ fragte sie und schaute jeden der Anwesenden einmal an, um vielleicht bei irgendjemand etwas anderes im Gesicht zu sehen als Verwirrung. Aber nach der Mimik des Einzelnen zu urteilen, wussten sie genauso viel wie sie.

Dann passierte eine kurze Zeit gar nichts, bis auf einmal kleine, dunkle Punkte am östlichen und nördlichen Horizont erschienen.
Myrjala kniff die Augen zusammen, um besser sehen zu können, aber es war zu weit weg um Genaues zu erkennen.
<b>Was geht hier vor?</b>
Sie war irritiert. Konnte sich nicht erklären was hier vor sich ging. Schließlich war sie noch nie hier gewesen. Wusste nicht einmal wo genau sie sich befand.

Das Schauspiel über dem Gebirge nahm weiter zu und immer mehr dieser dunklen Punkte konnte man erspähen. Sie mussten auf alle Fälle sehr groß sein, dann das Gebirge lag doch seit entfernt, schätze Myrjala.

Plötzlich hörte sie das Schlagen von Flügeln.
Das Geräusch kannte sie!
Mit offenen Mund und großen Augen, schaute sie nach Oben und ein großer Schatten legte sich über sie alle, als ein großer… nein,… riesiger grüner Wyrm über sie hinweg flog.
Myrjala duckte sich ein wenig, aber der Drache schien sie nicht bemerkt zu haben und verschwand im Norden aus ihrer Sichtweite.
Vielleicht waren sie auch einfach nicht von Interesse für sie.

Sie schaute zu den Anderen und hörte ein: „Bei allen bekannten Göttern…“ von Orol und dem Mann.

Sie schüttelte den Kopf um wieder einen klaren Gedanken zu fassen.
„Was war das?“ fragte sie abermals.
„Seth, hast du nicht gesagt, Drachen wären Mythen? Das schien mir aber nicht gerade so.“ Ihr Blick verfinsterte sich, als unterstellte sie ihm gerade, das er sie angelogen hätte.

Sie hatte schon von den legendären Drachenflügen gehört, beziehungsweise, es in den Büchern, des Hochmagiers in ihrem Heimatdorf, gelesen, aber das kam nur alle hundert Jahre mal vor… vielleicht auch nur alle Tausend? Sie wusste es nicht genau.
Seit sie lebte, wurde nie von so einem Fall berichtet.
<b>Ist das eines dieser Flüge?</b> fragte sie sich und schaute zu Derat, als könnte er ihre Gedanken lesen.
Er saß mit offenem Maul und überraschtem Gesicht im Gras und schaute sehnsuchtsvoll in die Richtung in die der grüne Drache verschwunden war…

Re: Auf nach Unbekannt

Verfasst: Mittwoch 8. August 2007, 18:52
von Myrjala
Myrjala ging ein paar Schritte zurück, als sie Seth aggressiven Tonfall hörte und das Geräusch, während er sein Schwert zog.
<b>Ah, jetzt wurde es sicher spannend.</b>
Neugierig und gespannt blickte sie die beiden Männer an.
Dass gerade ein Drache über sie hinweg geflogen war, hatte sie anscheinend schon wieder vergessen, aber außer einer Drohung Seth, er möge Orol in Ruhe lassen und ein gezogenes Schwert, das er auf den Mann richtete, passierte nichts weiter.

Stattdessen wandte er sich wieder ihr zu und das Drohende in seinem Gesicht verschwand und er wirkte entsetzt, als er sie fragte, ob sie etwas damit zu tun habe.
Myrjala blinzelte ihn verwirrt an:
„Wie? …Was? …Womit soll ich den irgendetwas zu tun haben?“ Sie deutet auf den Mann, „Das er den Jungen geschlagen hat? …Nein!“ Sie verzieht das Gesicht und deutet in nordwestlicher Richtung in die Ebene hinein.
„Ich bin von dort gekommen.“ Erklärt sie und schaut ihn prüfend von der Seite an.
„Ich verstehe nicht was du meinst.“ Sie zuckt mit den Schultern und große fragende Augen schauen Seth an.

Re: Auf nach Unbekannt

Verfasst: Sonntag 12. August 2007, 22:41
von Erzähler
Nachdem der erste Schreck über den Lichtstrahl und die davon fliegenden Drachen nachgelassen hatte, so wandte sich Seth auch schon wieder an den Vater von Orol. Dieser stand noch immer das Kind am Arm festhaltend da, blickte mit weit aufgerissenen Augen in den Himmel, dem einen Drachen hinterher, der gerade über sie alle hinweg geflogen war. Der Feuermagier erhob drohend seine Stimme, forderte den Mann auf, Orol in Ruhe zu lassen, aber bevor dieser etwas darauf erwidern konnte, sprach Seth zu Myrjala. Diese, ebenfalls etwas verwirrt über die Frage des Magus, antwortete mehr oder weniger trotzig und gab Seth deutlich zu verstehen, dass sie ihn beim besten willen nicht verstanden hatte. Dann fasste sich Orols Vater wieder.

„Was?“, sagte er. „Was sagtet Ihr gerade zu mir? Das ist mein Junge und ich kann mit ihm machen was ich will bis er das Mannesalter erreicht hat. Ich sorge für die Brötchen, also hat er zu machen was ich ihm sage! Mischt Euch nicht in meine Angelegenheiten und die meines Kindes ein. Habt Ihr verstanden?“

Auch der Mann wirkte jetzt wesentlich gereizter als kurz zuvor noch. Sichtlich war er darauf aus, sollte es nötig sein, mehr als nur Worte fliegen zu lassen. Orol zog weiterhin sein Knick ein, immer darauf gefasst noch eine Ohrfeige zu bekommen. Er wusste, wenn sein Vater in Rage war dann würde ihn nichts so schnell halten aufhalten können. Ein hilfesuchender Blick wanderte zu Seth und der für den jungen noch unbekannten Myrjala.

<b>Bitte. Ich will weg von ihm. Tut bitte etwas. Bitte…</b>

Die Drachen waren schon wieder vergessen. Der prächtige und atemberaubende Anblick, welchen sie boten. Das Gefühl, welches in den beteiligten Personen aufgekommen war, schien spurlos verschwunden zu sein. Einzig Myrjala und ihr kleine Drache Derat waren anscheinend noch beeindruckt, obwohl sie es gut überspielen konnten. Hin und wieder gab das kleine Geschöpf Laute von sich, aber die meiste Zeit war er einfach still und ganz dicht bei seiner Freundin.

Ein funkeln lag in den Augen des Vaters und deutlich war die Angst zu erkennen, die Orol ausstrahlte. Was würde als nächstes geschehen? Würde sich Seth auf das einlassen oder würde er einen gehoberenen, seinem Stand als Magier entsprechenden Weg finden, den kleinen Orol aus den Fängen seines Vaters zu befreien?

Re: Auf nach Unbekannt

Verfasst: Montag 13. August 2007, 16:12
von Myrjala
Myrjala sah Seth immer noch fragend an, als der Mann, <b>Vielleicht ist es Orol’s Vater</b> schoss es ihr in den Kopf, sich wieder fasste und ihnen klar machte – oder es zumindest versuchte. Bei Myrjala fand er da keinen Anklang – das sie sich nicht in seine Angelegenheiten einmischen sollen und er wirkte recht gereizt.
Es schien als würde er auch Taten sprechen lassen, sollte sich sein Vorhaben, Orol wieder mitzunehmen, nicht mit Worten durchsetzen lassen.

Myrjala bemerkte Orols Hilfesuchenden Blick, der zwischen Seth und ihr hin und her wanderte.
Seth hatte sein Schwert immer noch auf den Mann gerichtet.

Myrjala blickte zu Derat, der gen Himmel starrte und zwischendurch seltsame Geräusche von sich gab.
Wahrscheinlich war er beeindruckt von dem Drachen, der so friedlich über sie hinweg geflogen war, aber Myrjala fand, dass sie gerade andere Sorgen hatten, als Drachen nachzujagen, aber man konnte es ja mal im Gedächtnis behalten.

Wieder sah sie zu Orol. Leise sagt sie, während sie ihm die Hand entgegen streckte und ihn anlächelte:
„Komm zu mir.“

Dann sah sie wieder fragend zu Seth, in der Hoffnung, dass er ihr erklären würde, womit sie, seiner Meinung nach, irgendetwas zu tun haben sollte.

Re: Auf nach Unbekannt

Verfasst: Mittwoch 15. August 2007, 21:11
von Erzähler
Scheinbar entschied sich Seth für die schnelle und vielleicht sogar unkomplizierte Lösung des Problems – einem Kampf. Aber sollte es wahrlich soweit kommen? Der Magus zog den kleinen Jungen von seinem Vater fort und übergab ihn der Elfe. Auch bedeutete Seth Myrjala sich mit Orol in einiger sicherer Entfernung zu begeben, sollte es tatsächlich zum schlimmsten kommen.

Verdutzt schaute der Mann hinter seinem Sohn her, der zwar noch immer äußerst verängstigt, aber doch froh wirkte. Ein Ausdruck blanken Entsetzens schlich sich auf das Gesicht des Vaters. Er konnte nicht glauben was hier geschah. Tatsächlich war dieser, für ihn nur ein Fremder, zwischen ihn und seinen Sohn getreten. Das wollte und konnte der Händler nicht auf sich sitzen lassen. Wutschnaubend erhob er seinen rechten Arm.

„Ihr wollt es also unter uns klären?“, fragte er ironisch und mit einem fetten Grinsen aus seinem Gesicht. „Davon rate ich Euch lieber ab. Ich bin… nun sagen wir einmal geübt in diversen Kampfkünsten, die nur schwer zu erlernen sind und sich äußerst praktisch bei solch einem störenden Fremden wie Euch anwenden lassen.“

Der Mann machte einige seltsame Bewegungen mit seinem Körper und gab dazu noch merkwürdigere Geräusche von sich. Dann stand er wieder still vor Seth und blickte ihn noch immer finster an.

Myrala und Orol unterdessen hatten sich in einiger Entfernung aufgestellt. Die Elfe hatte den Jungen an den Arm genommen und hielt ihn noch immer fest. Aber Orol schien es gar nicht anders zu wollen, er schmiegte sich an den Körper der Frau und blickte mit entsetztem Blick zu seinem Vater und zu seinem Retter hinüber.

<b>Kommt es jetzt wirklich so weit? Und das nur wegen mir…</b>

„Du.“, sagte Orol und blickte zu der Elfe empor. „Ich habe Angst. Gleich gehen sie sich an die Gurgel und das nur meinetwegen. Eigentlich will ich das nicht, aber ich will auch nicht zu meinem Vater zurück. Ich bin… durcheinander.“

Dann senkte Orol seinen Kopf und wartete auf etwas beruhigendes von Myrjala.


[OT: Mach den Vater fertig Seth <img src="http://img249.imageshack.us/img249/4458/winkrm9.gif"> aber lass ihn noch stehen ^^ ich hab ne Idee]

Re: Auf nach Unbekannt

Verfasst: Donnerstag 16. August 2007, 16:45
von Myrjala
Der Blick der Elfe erhellte sich, als Seth ihr erklärte, dass er die Sache mit den Drachen meinte und sie nicht wegen dem Jungen zur Verantwortung zog.
Sie strahlte ihn an: „Ach so, du meintest die Drachen“ und gestikulierte, währenddessen wild mit einer Hand in der Luft herum, um zu symbolisieren, dass eben noch viele Drachen am Himmel waren.
Dann blickte sie nachdenklich gen Himmel, zog die Stirn kraus und tippte sich mit dem Zeigefinger auf die Unterlippe, wandte sich aber nach einem kurzen Augenblick wieder zu Seth: „Nein, damit habe ich nichts zu tun.“ Beantwortete sie seine Frage ganz unschuldig…

Myrjala zog Orol zu sich, als er in ihre Richtung geschoben wurde.
Sie legte ihre Arme beschützend um seine Schulter und ging einige Schritte zurück, während sie gespannt war was nun passieren würde.

Orol’s Vater machte einige seltsame Bewegungen und dazu auch äußerst seltsame Geräusche.
Myrjala legte den Kopf ein wenig schief und musterte ihn.

<b>Hat er nun gezaubert? Oder was war das gerade?</b>

Sie war auch der Magie mächtig…
Jedenfalls ein wenig…
Mit Magie konnte man lustige Sachen anstellen…
Und der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt…

Sie wurde abrupt aus ihren Gedanken gerissen als Orol sie leise ansprach.
Sie sah zu ihm hinunter und lächelte ihn an und strich ihm über den Kopf.
„Natürlich gehen sie sich gleich an die Gurgel“, erwiderte sie und ihr Lächeln wurde zu einem Grinsen und sie nickte. Dann wurde ihr Gesicht wieder ernst, als sie sah das Orol wohl nicht sehr glücklich darüber war… oder doch? Hm...
„Nicht gut?“ Fragte sie ihn und schüttelte mit dem Kopf, sah dann zu den beiden Männern die beide sehr angriffslustig auf sie wirkten und dann wieder zu Orol.
„Ich glaube die wollen sich aber beide schlagen?“ Sie nickte wieder, „Männer tun das öfter, um zu schauen wer stärker ist.“ Sagte sie in einem belehrenden Tonfall.
.„Ich verstehe das allerdings nicht und finde, dass so was unnötig ist.“ Wieder nickte sie und grinste, „Aber lustig ist es allemal… findest du nicht?“
Kurz sah sie Orol fragend an. „Hast du eine andere Idee, damit sie sich nicht schlagen müssen?“
Sie sah zu Derat, der immer noch, vollkommen abwesend, in Richtung des Gebirges starrte. Myrjala zog eine Augenbraue hoch und seufzte und sah dann wieder zu Orol.
„Und hast du eine andere Idee?“ wiederholte sie ihre Frage.
Sie hatte wohl selbst eine Idee gehabt, schien sie aber verworfen zu haben.



<i>[An den Erzähler: Bitte aufmerksam lesen was die Charaktere tun und bitte nicht immer für Myrjala handeln, denken oder irgendwelche Gefühle oder Wissen zuschustern, wenn sie es noch nicht getan hat, nicht weiß oder fühlt oder denkt... ~auch wenn sie es vielleicht tun würde!~
Es stört mich ein wenig... Derat darf aber gerne gespielt werden!!! In Myrjala's Stecki steht genau wie er ist.
Myrjala hat keine Ahnung von Celcia, weil sie nicht von dort kommt. Das einzige was sie bis jetzt gesehen hat ist eine Menge Gras... Sprich: Das was ich bis jetzt geschrieben habe. Danke]</i>

Re: Auf nach Unbekannt

Verfasst: Montag 20. August 2007, 22:30
von Erzähler
Myrjala redete auf den kleinen Jungen ein, ob es nun hilfreich für ihn war oder nicht konnte man auf Anhieb nicht sagen. Als der Vater dann einige für die Elfe seltsame Bewegungen machte und dementsprechend Laute von sich gab, dachte sie daran ob er vielleicht gezaubert hatte, aber nichts geschah. Keine Reaktion auf die vermutliche Zauberei passierte.

Orol presste sich weiter und fester an sie. Er hatte Angst und das schien die Elfe zu spüren, oder doch nicht? Auf jeden Fall redete sie weiter auf ihn ein, versuchte ihn womöglich zu beruhigen und fragte ihn dann schließlich ob er nicht eine andere Idee zur Lösung hätte. Er schaute sie aus seinen jugendlichen Augen heraus an und schüttelte dann etwas niedergeschlagen seinen Kopf.

Unterdessen machten sich Orol’s Vater und Seth für den Kampf bereit. Aber als der Magus die komischen Bewegungen des Mannes sah musste er schallend lachen und sich Tränen aus den Augen wischen. Was machte der vertatterte alte Mann da nur? Sollte dies wirklich eine Kampfkunst sein? Bevor der Vater einen Angriff starten oder gar sich in eine Verteidigungsstellung bringen konnte, sofern er das überhaupt vorgehabt hatte oder beherrschen würde, landete die Schildfaust von Seth im Magen des Mannes. Dieser stöhnte auf und sank auf sein Knie, während er seine Hände vor der Stelle verschränkte, welche der Zauberer gerade getroffen hatte.

„Uhhaa…“, ächzte der Mann.

Er hob seinen Blick und schaute in das Gesicht Seths. In den Augen des Vaters hatten sich ebenfalls Tränen gesammelt, aber nicht wie bei Seth zuvor aus Belustigung, nein es waren Tränen des Schmerzes. Der Magier erhob seine Stimme und sagte in verächtlichem Ton:<i> „So einen Schwächling wie sie hat ihr Sohn nicht verdient…“</i>

<b>Schwächling? Hat… hat er mich… wirklich Schwä… Schwächling genannt?</b>

Dann erhob sich der Vater wieder zu seiner vollen Größe, aber die Hände hatte er noch immer vor seinem Magen verschränkt und ganz aufrecht stand er auch nicht da. Leicht gebeugt um die Schmerzen zu linden, welche seinen Körper vom Magen her durchdrangen.

„Ihr… Ihr…“, begann der Mann, hielt dann aber inne und schweig kurz. „Ihr habt vielleicht Recht.“

Orol’s Vater senkte den Kopf, behielt aber unbemerkt Seth im Auge und in einer günstigen Gelegenheit rammte er seine Faust mit voller Wucht und sämtlicher Kraft von unten auf die Brust des Magiers. Diesen hob es von seinen Füßen und wurde rücklings zurück geworfen.

„Unterschätzt mich nicht!“, rief er Seth hinterher und wandte seinen Blick dann zu der Elfe, die noch immer bei dem Jungen stand. „Gebt mir augenblicklich meinen Sohn zurück! Habt Ihr mich verstanden?“


<i>[Entschuldige Myrjala. Mir war nicht bewusst, dass ich deinen Charakter so heftigst steuere. Bisher hat noch kein User zu mir gesagt, dass ich das extrem machen würde, daher habe ich mir bei den Posts nicht wirklich Gedanken darüber gemacht, dass es vielleicht ausarten könnte damit. Ich werde versuchen mich zu bessern, aber bitte weise mich weiterhin darauf hin, wenn es wieder vorkommen sollte. Übrigens, ich bin <b>Yann Adamm-Ra</b>. Du kannst auch in mein Postfach posten, sollte dir etwas nicht zusagen, was ich mache <img src="http://img249.imageshack.us/img249/4458/winkrm9.gif">
Seth mach ich das bei deinem Charakter auch so krass?]</i>

Re: Auf nach Unbekannt

Verfasst: Dienstag 21. August 2007, 16:02
von Myrjala
Überrascht sah Myrjala zu Seth, als er laut anfing zu lachen und kurz darauf dem Mann in die Magengrube schlug. Myrjala verzog schmerzverzehrt das Gesicht, als sie das Aufstöhnen von Orol’s Vater hörte.
<b>Das hat bestimmt wehgetan</b>, dachte sie und drehte Orol’s Gesicht weg, damit er sich das nicht mit ansehen musste.
Sie ging noch einmal einige Schritte zurück und zog Orol mit. So hatten die zwei Männer ausreichend Platz und würden sie nicht, unbeabsichtigt, mit hineinziehen… hoffte sie.

Orol’s Vater richtete sich wieder auf, die Hände auf der, wahrscheinlich schmerzenden Magengegend, liegend. Er hatte Tränen in den Augen, aber er schien einsichtig geworden zu sein oder aber er wollte einfach nicht noch so einen Schlag abbekommen. Das ließ sich gerade nicht genau sagen…
Doch dann schlug er unverhofft zurück, so dass Seth zurück taumelte und rief ihm ein:
„Unterschätzt mich nicht entgegen.“ Und wendete sich dann der Elfe zu.

Drohend gab er ihr zu verstehen, dass sie ihm seinen Sohn aushändigen sollte.
Myrjala ging wieder einige Schritte zurück und versuchte Orol schützend hinter sich zu schieben. So musste er erstmal an ihr vorbei und sie wirkte ja schließlich auch sooo bedrohlich.

„Das kann ich nicht.“ Sagte sie trotzig, „Außerdem habe ich auch gar nicht das Recht, das zu entscheiden. Das ist Orol’s Entscheidung“ Sie grinste ihn überlegen an. „Und er scheint nicht zu wollen.“ Sie zuckte grinsend mit den Schultern, um zu signalisieren, dass sie da nun wirklich nichts machen konnte.
Sollte der Junge zu seinem Vater wollen, würde er das sicher tun und dann man müsste sich hier nicht schlagen.
Sollte er nicht wollen, würde sie dafür sorgen, dass der Vater ihn nicht einfach mitnahm.
Wie wusste sie zwar noch nicht, aber spontan fiel ihr eigentlich immer was ein.
Sie schielte kurz zu Derat hinüber, der gerade seufzte, während er immer noch zum Gebirge starrte. Wahrscheinlich wartete er darauf, dass man ihn beachtete.
Ob er gerade überhaupt etwas von alldem mitbekam?

Re: Auf nach Unbekannt

Verfasst: Sonntag 26. August 2007, 19:36
von Erzähler
Der Schlag des Mannes hatte Seth nicht so hart getroffen, wie es zunächst den Anschein hatte. Er taumelte etwas zurück, wirkte wütend und knurrte. In einem Moment der Unachtsamkeit von Orols Vater, schlich sich Seth von hinten an ihn heran. Er war leise und geschickt, denn der Mann bekam nichts davon mit, während dieser sich an Myrjala wandte. Dann erklang nur ein schallendes Geräusch und der Mann sank zu Boden – Seth hatte ihn mit der Breitseite seines Schwertes eines übergebraten. Kaum, dass der Vater auf reglos auf der Erde im hohen Gras des Graslandes lag, fragte der Magus auch schon die Elfe wie es dem Jungen ging.

Dieser unterdessen schien dies alles beobachtete zu haben, so hatte es zumindest den Eindruck geben. Natürlich könnte sie mit ihren Gedanken auch ganz wo anders gewesen sein, aber nur sie allein wusste es wohl am besten. Ganz sicher aber hatte Orol den Kampf verfolgt und als sein Vater bewusstlos zu Boden sank, entrang seiner Kehle ein erschreckter Stöhnlaut.

„Vater!“

Der Junge riss sich jedoch nicht los und rannte nicht zu seinem Erzeuger, um zu schauen wie es ihm ging, ob er Tod war oder nur ohnmächtig. Nein, ganz im Gegenteil, er schmiegte sich weiter und noch fester an die Elfe. Der ganze Körper zitterte und seine Brust hob und senkte sich wahnsinnig schnell. Der Blick von Orol ging von seinem Vater über den noch dort stehenden Seth, der sich nach ihm erkundigte, hinauf zu Myrjala. Angst lag darin, Ungewissheit und Furcht vor dem Kommenden.

<b>Feylin, steh mir bei! Was geschieht jetzt nur…</b>

„Mir… mir geht es… geht es gut!“, versuchte Orol zu seinem Retter hinüber zu rufen, aber doch versagte ihm bei diesem einfachen Satz hin und wieder die Stimme. Dann wandte er sich an die Elfe: „Hat… hat er ihn umgebracht?“

Re: Auf nach Unbekannt

Verfasst: Montag 27. August 2007, 18:08
von Myrjala
Während Myrjala dem Mann erklärte, dass sie ihm seinen Sohn nicht geben konnte, wenn er es selber nicht wollte, sah sie, das Seth grimmig knurrend von hinten auf Orol’s Vater zukam, der Faustschlag gegen seinen Brustkorb, hatte ihn wohl nicht so stark getroffen.
Mit der flachen Seite seines Schwertes holte er aus und
- Myrjala hatte gerade ihren Satz zu Ende gesprochen –
*Klong*
Orol’s Vater sackte in sich zusammen und fiel schlaff ins Gras.

In dem Moment wo Seth den Hinterkopf des Mannes traf, zog die Elfe den Kopf zwischen die Schulter, als würde der Schmerz auf sie übertragen werden oder, vielleicht hatte sie auch einfach nur eine gute Vorstellung davon , wie das wehtun konnte.

Das Geräusch des Schwertes, als auf den Hinterkopf von Orol’s Vater traf, hatte sogar Derat vernommen. Er wandte sich von dem Gebirge ab und schaute interessiert von einem zum anderen.
Ein kurzes, freudiges Aufblitzen sah man in seinen Augen, dann tapste er auf dem, im Grase liegenden, Mann zu. Hob einen Arm hoch, ließ ihn wieder fallen. Schob eines der Beine in eine andere Position, sah sich das Ganze konzentriert und nachdenklich an.
Schließlich fing er an, neben dem Mann und um ihn herum, im Gras zu wühlen, beziehungsweise es auszurupfen und es dabei in alle Richtungen zu werfen…

Seth wandte sich Myrjala zu und fragte sie, ob mit dem Jungen alles in Ordnung sei.
Ehe sie antworten konnte, brachte Orol stotternd hervor, dass es ihm gut gehe.
Die Elfe spürte das der Junge am zittern war. Prüfend sah sie ihn an. Orol blickte zu ihr auf und fragte sie, immer noch stotternd, ob Seth seinen Vater getötet habe?

Myrjala sah zu dem Mann, der auf der Erde lag.
Derat war emsig dabei, das Gras zu entfernen, dann zu Seth.
„Nein, ihm geht es gar nicht gut. Glaube ihm kein Wort.“ Böse und vorwurfsvoll sah sie Seth an, „Er musste schließlich gerade mit ansehen was du mit seinem Vater gemacht hast. Hättest du nicht warten können bis er wegschaut? Das war sehr unüberlegt.“ Sagte sie in einem belehrenden Ton, aber einen kurzen Moment später fing sie an zu grinsen,
„War aber ein toller Schlag.“
Dann sah sie zu Orol:
„Keine Ahnung, ob er tot ist“, Sie zuckte mit den Schultern,
„Sein Kopf sieht aber nicht so aus als hätte Seth ihn zertrümmert. Der wäre dann viel unförmiger, aber wir haben ja auch nur die Vorderansicht. Keine Ahnung wie es hinten aussieht.“ sagte sie ganz lapidar als wäre überhaupt nichts dabei.
„Allerdings könnte es auch sein das Seth nicht ganz sauber getroffen hat, dann hat er ihn vielleicht hinten in den Kopf geschnitten. So ein Schwert ist ganz schön scharf, sage ich dir. Deswegen habe ich so was auch nicht. Da hacke ich mir nachher nur selber ein Bein mit ab und das wäre nicht gut… Also, wenn er ihm in den Kopf hinten gespalten hat, dann ist da auch nichts mehr zu retten, aber das wollen wir doch hoffentlich nicht nachsehen?“ Angewidert sah sie den Jungen an.
„Das sieht sehr ekelig aus… glaube ich… und dann wird mir schlecht.“
Ob Orol das so genau hören wollte, war fraglich. Sicher war nur, Taktgefühl besaß sie nicht wirklich, aber warum sollte man jemanden anlügen…

Re: Auf nach Unbekannt

Verfasst: Dienstag 28. August 2007, 22:59
von Erzähler
Mit erschrockenen Augen blickte Orol die Elfe an. Sie hatte ihm erklärt, dass sie nicht genau wisse ob sein Vater noch am Leben sei und hatte dem Jungen noch verschiedene Erklärungen dazu gegeben. Besonders schlimm und erschreckend fand Orol das mit dem Schwert in den Kopf rutscht und ihn dann spaltet. Er löste sich von Myrjala und machte ein paar Schritte zurück. Noch immer zitterte er am ganzen Körper.

„Warum… warum sagst du so was?“, fragte der Junge verwirrt, wartete aber nicht auf eine Antwort der Elfe. „Du… du bist herzlos… und… und taktlos… und gemein.“

Nun begann Orol zu schluchzen. Die ganze Zeit konnte er es sich verkneifen, unterdrücken, aber nun, da die Worte Myrjalas noch in seinen Ohren klangen setzten sie ihm wahrlich zu. Auch wenn Orols Vater ein Mistkerl und sehr streng war und vielleicht auch nicht die besten oder gar die schlechtesten Erziehungsmethoden gehaben hatte, so war er dennoch der Erzeuger und Vater des Jungen. Er hatte ihn mit seiner Mutter groß gezogen – so grausam es auch klingen mochte – und deswegen lag Orol auch noch etwas an ihm. Auch wenn es nicht mehr viel war.

„Naive Elfe!“, rief Orol Myrjala zu. „Du nimmst keine Rücksicht auf andere, zumindest nicht auf mich. Das ist so gemein…“

Dann wandte sich Orol von der Elfe ab und ging schnellen Schrittes auf seinen am Boden liegenden Vater zu. Er schritt an Seth vorbei, blickte ihm aber direkt in die Augen. Darin war zwar eine gewisse Dankbarkeit zu sehen, aber auch war der Schock über das eben erlebte darin zu erkennen. Dann beugte sich der Junge neben den Mann, welche ihn seit seiner Geburt kannte, nieder und schaute ob er noch lebte oder schon von Faldor in sein Reich geholt worden war. Er schaute ihn an, besonders den Kopf und konnte eine Platzwunde daran erkennen. Auch sah Orol, dass sein Vater noch atmete und Erleichterung machte sich in ihm breit.

<b>Er lebt noch! Er ist nur bewusstlos. Bei Feylin! Hab dank! Er wird es überleben und hoffentlich bald schon wieder aufwachen… aber Moment! Wenn er aufwacht und wir sind hier noch alle und er uns sieht… bei den Göttern! Dann gibt es ein größeres Chaos als eben und… und… ihr Götter steht mir bei… weiter will ich gar nicht denken.</b>

Schnell stand der Junge wieder auf, drehte sich von seinem Vater weg und ging auf die beiden noch anwesenden Leute zu. Bei Seth blieb er stehen und schaute zwar erleichtert, aber doch eine Spur ängstlich drein.

„Also meinem Vater geht es hoffentlich gut. Er scheint nur ohnmächtig zu sein. Aber wenn er aufwacht und wir noch hier sind. Ich möchte mir das Bild im Kopf nicht ausmalen. Du bist zwar unglaublich stark Seth, aber er wird sich magische Hilfe aus der Stadt holen ohne von hier fort zu müssen. Wir sollten sehen, dass wir hier verschwinden. Du auch Myrjala. Du hast mich, in den Augen meines Vaters, daran gehindert zu ihm zu kommen und er weiß, dass du Seth und mich kennst. Er wird einiges antun um zu erfahren was du weißt, wenn du hier bleibst. Wir sollten uns schleunigst auf und davon machen und ihn einfach hier liegen lassen. Ich hasse meinen Vater und er wird ja wahrscheinlich wieder werden. Darum finde ich, hat er bekommen was er verdient hat.“

Re: Auf nach Unbekannt

Verfasst: Freitag 31. August 2007, 23:22
von Erzähler
Orol machte auf die Bemerkung von Seth, bezüglich des Wegdrehens seines Gesichtes, ein beleidigtes Gesicht. Er verschränkte seine Arme vor seiner Brust und zeigte ganz offen diese demonstrative Haltung.

„Du traust mir wirklich nichts zu Seth, oder?“, fragte der Junge seinen Retter mit zynischer Stimmlage. „Wäre das ein fremder Mann, hätte ich mich nicht so aufgespielt. Nein ganz gewiss nicht, aber das ist immer noch mein Vater und für mich kein Fremder!“

<b>Pah!! Was denkt der von mir… gut ich bin noch fast ein Kind… nein eigentlich nicht. Ich komme schon bald ins Mannesalter… naja gut ins Jungen-Erwachsenen-Alter, aber immerhin! Ich vertrage schon so einiges. Ha das wird er ja noch früh genug bemerken, spätestens wenn wir auf Fremde treffen! Pah!</b>

Dann schien dem Jungen auf die erste Frage von Seth etwas einzufallen. Ein Ort an den sie gehen konnten, der nicht sehr weit entfernt lag und wahrscheinlich sogar einen guten Schutz bieten würde.

„Ich hab da noch eine Idee.“, begann Orol und wandte sich sowohl an Seth als auch an Myrjala. „Wie wäre es wenn wir nach Dessaria gehen? Die Stadt liegt westlich von hier und sobald wir aus dem Staub sind, solange mein Vater noch hier herum liegt, wird er uns auch nicht so schnell finden – naja zumindest hoffe ich das.“

Erwartungsvoll schaute er in die Gesichter der beiden Personen und versuchte etwas daraus zu lesen. Bei Seth war es schwer und als er es bei der Elfe versuchte musste der Junge feststellen, dass ihm wohl unmöglich war etwas bei zu erkennen.
Derat unterdessen hatte weiterhin fleißig das Gras rund um Orols Vater beseitigt und nun damit begonnen die Erde zuerst neben, dann unter dem bewusstlosen Mann hervor zu graben. Scheinbar bekam er von der Unterhaltung nicht allzu viel mit, er widmete sich ganz seiner Leidenschaft.

Re: Auf nach Unbekannt

Verfasst: Samstag 1. September 2007, 01:07
von Myrjala
Myrjala schaute, überraschten Blickes, Orol an, als dieser sich von ihr löste und ihr mitteilte das er sie taktlos, herzlos und gemein fände, nachdem was sie zu ihm gesagt hatte und begann zu schluchzen.
Myrjala verstand nicht ganz was er von ihr wollte. Sie hatte ihm nur eine ehrliche Antwort gegeben. Hätte sie ihn anlügen sollen?
„Du hast mich doch gefragt, ob dein Vater tot ist? Oder etwa nicht?“ Verwirrt und fragend sah sie ihn an.
„Ich habe dir doch nur deine Frage beantwortet.“ Ihr Blick wurde schmollend, als ließ sie sich die Sache gerade selber durch den Kopf gehen. Sie schob ihren Unterkiefer nach vorne und entgegnete:
„Dann musst du dir halt beim nächsten Mal überlegen was du fragst oder du stellst die Frage und fügst hinzu das du keine Antwort haben möchtest.“ Sie zog die Stirn kraus… „Was merkwürdig wäre, weil man sie dann ja nicht stellen müsste.“ Nachdenklich und immer noch mit Krausgezogener Stirn schaute sie kurz nach Oben und zuckte schließlich mit den Schultern.

Orol ging zu seinem Vater und stellte fest, dass er nur bewusstlos war. Derat blickt kurz auf, sah den Jungen an, empfand ihn aber nicht als sonderlich interessant und widmete sich wieder seiner Beschäftigung.
Seth wischte das Blut von seiner Klinge und schob das Schwert wieder in seine Scheide, wendete sich dann an Myrjala und antwortete ihr - Myrjala fragte sich, ob er sie Aussage ernst meinte – das er das nächste Mal, Orol’s Kopf vorher wegdrehen könne.
„Na ja“ druckste Myrjala herum, „Jetzt wo ich mir das so überlege… wäre vielleicht doch nicht sooo eine gute Idee.“ Gestand sie ein und sagte schließlich mit einen leichten Grinsen: „Dann muss Orol halt selber drauf achten was er sehen…“ sie sah zu dem Jungen, „…oder wissen will.“ Und dann wieder zu Seth.

Orol schien nicht angetan davon zu sein was Seth und wohl auch sie von sich gaben. So hielt er einen Monolog darüber, dass ihm ja nichts zutraue.
Myrjala empfand ihn fast als ein wenig aufmüpfig, aber das war sie ja selber auch häufig, behauptete zumindest ihr Bruder… Ach, der hatte ja gar keine Ahnung.

Orol schlug vor das sie nach Dessaria gehen konnten. Eine Stadt westlich von hier gelegen. Myrjala hatte noch nie etwas davon gehört.
„Liegt da in der Nähe diese Bezra Wüste… oder wie die heißt?“ Sie sah fragend in die Runde und ihr Blick blieb schließlich an Seth haften, da er ihr diese Wüste, als Reiseziel vorgeschlagen hatte.