Über die Schlucht

Das Dunkle Volk hat wie die Menschen eine Brücke über die Schlucht erbaut. Der Unterschied: die Dunkelbrücke ist heutzutage einziger Weg über die Schlucht. Bewacht von einem gemeinen Gargoyle, welcher auf einem der kleinen Türme sitzt.
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Über die Schlucht

Beitrag von Erzähler » Dienstag 30. Oktober 2007, 20:26

[Komme mit Yavanna aus dem Wald Arus: viewtopic.php?f=122&t=657&p=17616#p17616]

Den nächsten Tag marschierte die Elfe, die nur Bäume um sich gewohnt war, mit gemischten Gefühlen soweit, bis sich auf ihren Weg ein deutliches Hindernis auftat; eine sehr Breite Schlucht teilte die Ebene, als sei sie eine offene Wunde, die sich weigerte sich wieder zu schließen. Ein Überqueren erschien auf den ersten Blick unmöglich, allerdings erkannte sie schnell die Lösung: eine lange Brücke, bestehend aus schwarzen Steinen und von zwei Türmen, auf jeder Seite eine, umsäumt. Wie ein schwarzer Schatten, Zeuge einer dunklen Vergangenheit, erhob sich das Monument vom weißen Schnee und streckte sich über die dunkle klaffende Schlucht. Trotz der gewaltigen Länge wirkte die Brücke keineswegs zerbrechlich oder unsicher. Wie von magischen Kräften gehalten, ragte sie bis zum anderen Ende.
Ob sie diese einfach so betreten konnte?
Wächter waren keine zu sehen, auch niemand, der um Wegzoll bat.
Ansonsten; Blieb ihr eine andere Möglichkeit?
Die Schlucht durchzog das Land und schien –wie alles in dieser Gegend- unendlich weit zu reichen.
Wenn sie nicht umkehren oder auf ihrer jetzigen Seite am Rande der Schlucht entlang laufen wollte, war dies die einzige Möglichkeit, ihren Weg fortzusetzen...

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Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin
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Re: Über die Schlucht

Beitrag von Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin » Mittwoch 31. Oktober 2007, 06:37

Yavanna nutzte den Rest des verbliebenen Tages mit nichts tun und verschwendete im Grunde genommen die Zeit. Sie konnte es sich nicht nehmen lassen und versuchte Nachtschatten ordentlich mit Schneebällen abzuwerfen … dass das nicht allzu viel Sinn hatte, war ihr auch klar, aber sie konnte es sich wenigstens einreden, dass sie ihren Wolf damit „zur Strecke“ bringen würde. Schneebälle auf ihn zu werfen brachte soviel, wie Bäume mit Schneebällen zu bewerfen. Dort immerhin kam einem ordentlich Schnee entgegen, wenn man nicht aufpasste und jemand anderes drunter stand.
Nachtschatten hingegen verstand natürlich alles als Spaß und versuchte nach den Schneebällen zu schnappen. Wobei er allerdings jedes Mal in die Luft sprang und einen Salto machte, ehe die eisige Kugel in seiner Schnauze verschwand. Nach dem aber eine Kugel bei ihm auf der Nase landete wurde es ihm wohl zu bunt und er kam auf Yavanna zugewetzt und schmiss sie mit seinem vollen Gewicht um. Unter ihm begraben, legte er sich fast auf sie und begann ihr Gesicht abzuschlecken … oh, was für eine unangenehme Erfahrung … dieser nach Fleisch stinkende, warme Atem, die warme und überaus nasse Zunge und danach dieses Frösteln, wenn der Sabber auf dem Gesicht gefriert … Für seine Revange ließ sie ihn gewähren, bis sie sich befreien konnte und unter ihm hervor krabbelte.
Beide spielten den ganzen Nachmittag im Schnee, bis der Tag sich schon wieder dem Ende neigte.

„Ui, jetzt muss ich mich aber beeilen, bevor es gänzlich dunkel ist und ich noch kein wärmendes Feuer habe … ooooohhhh, dann könnte ich mir endlich auch mal wieder einen herrlichen Tee aufbrühen … und Wolfi mag die Wärme ja auch, trotz seines Winterpelzes.“

Yavanna sah sich nach einer geeigneten Stelle für ein Grubenfeuer im Waldrand um. Als sie diese gefunden hatte, bat sie Nachtschatten mit ein paar knappen Wörtern, dass er doch bitte wieder ein Loch graben solle … immerhin ging es so erheblich schneller und er hatte noch seinen Spaß dabei. Unwillkürlich musste Yavanna bei dem Bild ihres grabenden Wolfes an Derat denken. Der stellte sich auch immer breitbeinig über die Stelle am Boden, an der er gleich graben würde und schaufelte die Erde zwischen seinen Hinterbeinchen durch. Aber es war um einiges leichter Nachtschatten bei seinen Grabungen zu stoppen, als Derat. Sie kniete sich so hin, dass sie mit ihrem Körper das Loch schützte und verbessertes das Loch noch ein wenig, damit das Feuer auch gleichmäßig brennen würde. Einen Teil der nun überschüssigen Erde häufte sie zu einem kleinen Wall um das Loch herum auf, da der Wind nun stärker wurde und ordentlich Pulverschnee in Böen mit sich brachte. Danach öffnete sie ihren geräumigen Beutel und holte wieder Holz, Späne und Zunderschwamm heraus und brachte das Feuer zum brennen. So wie sich einiges an Glut gebildet hatte, griff sie abermals in den Beutel und holte einen Teekessel und einen Wasserschlauch heraus.

Gut, dass der Wasserschlauch in dem Beutel war, sonst wäre das Wasser jetzt gefroren.

Setzte den Kessel auf die Glut und wartete ab, bis das Wasser kochte. Sie hatte sich für den Licht-Tee entschieden, eine wunderbar schmeckende Mischung aus Sommerblüten. Während der Tee zog, richtete sie sich ihr Lager her, holte dabei aber mehr Felle heraus, damit sie in der Nacht nicht frieren würde. Als weiteren Schutz türmte sie die restliche Erde als Windschutz vor ihrem Lager auf, es würde auch den Schnee etwas aufhalten. Es sei denn, der Wind würde wie so oft in der Nacht fast gänzlich nachlassen, dann würde der Schnee senkrecht vom Himmel rieseln.
Nachtschatten war mal wieder auf Jagd und sie genoss ihren herrlichen Tee, während sie sich in die Felle kuschelte.
Was war eigentlich mit Assatal? Sie hatten den Tag über immer mal wieder in ihre Umhängetasche geschaut, aber der kleine Drache rührte sich nicht. Er hatte sich so voll gefressen, dass er nun nur noch am Schlafen war.

Jetzt reicht es aber … diese elende Schlafmütze … nicht mal ich schlafe solange.

Sie zog ihre Umhängetasche zu sich und griff hinein …der kleine Eisklumpen namens Assatal war nicht schwer finden und so zog sie ihn heraus und warf ihn vorsichtig in einen Haufen Schnee. Zuerst regte er sich nicht, aber dann kam Bewegung in die kleine Gestalt, die sich reckte und streckt und vor sich hin gurrte … sich dann aufsetzte und verschlafen in Richtung Feuer starrte. Es dauerte immer, bis er richtig wach, aber dieses Mal wurden seine Lebensgeister schneller geweckt, da er merkte, dass er ihm Schnee saß. Erstaunt riss er seine kleinen blauen Äuglein auf und sah zu Yavanna rüber, die ihm dann grinsend erklärte, wo sie sich gerade befanden. Assatal hörte aber nur mit einem Ohr zu, da er seine Freude über den Schnee nicht mehr verbergen konnte. Auch Assatal schnappte nach den kleinen Schneeflocken, grub sich im Schnee ein, wühlte hier, buddelte dort, blieb letztendlich seitlich von Yavanna in einem Schneehaufen liegen und grinste sie zufrieden an. Im Gegensatz zu Derat, liebte Assatal Kälte und Schnee über alles und „hasste“ dem entsprechend alles, was wärmer war als Eis.
Der Abend war schon fortgeschritten, wie Nachtschatten von der Jagd zurückkehrte und es sich hinter Yavanna bequem machte.
Die Nacht war zwar ereignislos, aber dennoch recht ungemütlich. Der Wind rauschte doch sehr heftig um ihr Lager und immerzu fiel Schnee ins Gesicht oder den Nacken. Damit sie doch noch ein paar Stunden Schlaf bekommen würde, kramte sie dicksten Pelzumhang heraus. Dieser hatte immerhin eine weite und flauschige Kapuze, war zu dem noch silbrig-weiß und sollte ihr nun zu besserem Schlaf gereichen. Dieser Kapuzenumhang weckte in Yavanna Erinnerungen an zuhause. Ihre Großmutter hatte ihr diesen Umhang hergestellt, nachdem ihr Vater im Winter einen silbernen Berglöwen erlegt hatte … das war vor 31 Wintern gewesen …und sie hatte diesen liebevoll gearbeiteten Pelz immer noch … wie sie darauf aufpassen würde … es war halt ein sehr wertvoller Schatz für sie … weitere wunderbare Erinnerungen an zuhause überkamen Yavanna und schickten sie in einen friedlichen Schlaf.
Der nächste Morgen kam viel zu schnell, zumindest nach ihrer Meinung. Da aber rummeckern bekanntlich nicht viel hilft wenn keiner da ist, beeilte sie sich, alles schnell zusammenzupacken… setzte sich Assatal auf die Schulter, verbarg die Feuergrube und begab sich wieder mit Nachtschatten bis zum Anfang der weiten Ebene.

„Es hilft ja doch nichts, wenn wir uns zieren … wir müssen Isildur da draußen suchen. Er hat zwar mein Flötenspiel vernommen, scheint aber noch weiter weg zu sein … ich hoffe ja nicht. Das behagt mir überhaupt nicht, dass dort draußen wahrscheinlich nichts ist, außer Büschen und ein paar niedrigen Bäumen … was soll es schon, gehen wir los."

Seufzend schritt Yavanna voran, hinaus in das endlose Weiß. Die stunden zogen dahin und sie hatte recht behalten, die Vegetation hier, war nicht sonderlich reich, aber sie sah ja auch nicht viel und sie wusste auch nicht, wie es hier im Sommer aussehen würde. Ihre Vermutungen gingen dahin, dass es sich hier um ein weitläufiges Grasland handeln müsste. So einen Landstrich kannte sie auch … zwischen ihrem Heimatwald und der Menschenstadt Miram befand sich so eine Ebene und Yavanna mochte sie nicht, dass hatte sie schon damals immer wieder betont.
Ihre Schwester machte so was kaum etwas aus… aber das war immer so, solange Myrjala nicht großartig nachdachte. Wieder einmal grinste Yavanna vor sich hin … warum nur?
Jetzt wo die Sonne blass und tief am Himmel stand, hatte der Wind zum Glück nachgelassen, so hatte sie wenigstens einen ungehinderten Blick über die Ebene. Hier und dort sah sie ein paar dunkle Punkte, aber sie vermochte nicht zu sagen, was das war. Nordöstlich von ihr befand sich der Wald aus dem sie gekommen war und er zog sich als dunkles Band am Horizont gen Südosten. Je weiter der Tag gen Mittag voran schritt, desto näher konnte sie einen dunklen Streifen am Boden erkennen, der sich deutlich von etwa Norden in Richtung Süden zog. Yavanna schätzte, dass sie diesen dunklen Streifen wohl gegen späten Mittag erreichen würde.
Sie wurde, wie so oft in den letzten Tagen, aus ihren Gedanken geholt, da der Wind langsam zunahm und eine Melodie mit sich trug … hatte sie richtig gehört, eine Melodie? … Sie blieb mit einem Male wie angewurzelt stehen, schob ihre Kapuze zurück und lauschte angestrengt dem Wind. Die Melodie war tief und unverkennbar von Myrjalas Flöte, aber die Melodie war leiser, als Yavanna es in Erinnerung hatte.

Wahrscheinlich sucht sie mich schon länger… Rillifane sei Dank, sie hat mich vernommen, es geht ihr gut und sie antwortet wie immer total chaotisch…

Wie sie befürchtet hatte, legte Myrjala alle Informationen auf einmal in dieses Lied. Yavanna hatte einige Mühen, heraus zu filtern, was genau ihre Schwester nun wollte. Das was am Wichtigsten war, ließ sie erleichtert aufatmen. Myrjala musste auch hier irgendwo sein, wahrscheinlich ganz in der Nähe. Da sie ihr nicht sofort antworten konnte, bat sie Nachtschatten in einer bestimmten Reihenfolge zu jaulen und sie hoffte inständig, dass Myrjala sich an die Reihenfolge erinnern würde, bei ihrem Bruder wusste sie es… Hoffentlich hörte er das Signal auch. Keine Anhaltspunkte, wo ihre Geschwister genau waren, ließen Yavanna erst einmal weiterlaufen und je näher sie dem dunklen Streifen kam, umso sicherer war sie sich, dass da die Ebene unterbrochen war, aber durch was?
Schnell stellte sich heraus, dass es eine riesige Schlucht war, die sich durch die Ebene zog, breit, dunkel und unendlich tief, wie es schien… Nachtschatten hielt sich ziemlich entfernt von diesem Abgrund, was sie ihm nicht verübeln konnte, aber wenn ihre Geschwister auf der anderen Seite wären, dann hätte sie ein Problem… sie wusste nämlich nicht, wie sie ihren großen Wolf auf die andere Seite bekommen sollte, auch wenn nicht weit entfernt von ihr eine riesige, steinerne Brücke die Schlucht überquerte. Da sie so nicht weiterkam, schlug sie ein kleines Lager, reichlich entfernt vom Abgrund auf, ließ ihren Wolfi ruhen und übertrug Assatal die Wache.
Erneut spielte Yavanna ihr Lied um ihre Geschwister zu erreichen und ihnen mitzuteilen, dass sie ganz nah sei und alle drei sich nur noch begegnen müssten.
Ihre hohe Melodie war länger als sonst, denn sie hoffte, dass Isildur und Myrjala ihr Lied nun ohne den Wind vernehmen würde und spätestens dann wissen müssten, dass die drei nicht mehr weit von einander entfernt wären.
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Re: Über die Schlucht

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 1. November 2007, 15:24

Nicht weit von der Brücke entfernt schlug die Waldelfe ihr Lager auf. Was sie nicht ahnte, während sie versuchte Kontakt zu ihren Geschwistern aufzunehmen war, dass sie beobachtet wurde. Von einem der großen Wachtürme der Brücke blickte ein silbrig funkelndes Augenpaar hinab. Der Rest der Gestalt, ein reptilähnlicher Körper mit zwei starken Klauenhänden und ebenso bewaffneten Hinterbeinen, hockte wie erstarrt auf dem schwarzen Gestein. Nein, der Körper glich nicht nur einer Erstarrung, er WAR erstarrt. Sah man genauer hin glich die Farbe des Gesteins genau der des Echsenkörpers. Matt und leblos ähnelte er mehr einem Gestein als einer Haut.
Aber vielleicht war der Wächter der Brücke ja auch aus Stein...?
Der mächtige Kopf, gekrönt von zwei langen Hörnern unter denen ein Paar großer Ohren wuchs, drehte sich langsam um die Entfernung zwischen der Reisenden und der Brücke zu schätzen. Noch war sie zu weit weg und machte keine Anstalten die Schlucht zu überqueren. Also verhaarte der Gargoyle und blieb in seiner steinernden Pose, abwartend was geschehen würde und für Unwissende nicht mehr als eine zierende Statur, die zur allgemeinen düsteren Erscheinung passte.

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Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin
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Re: Über die Schlucht

Beitrag von Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin » Freitag 2. November 2007, 06:02

Yavanna kam es so vor, als wenn sie ihr Lied stundenlang gespielt hätte und wie sie wieder wach war, stellte sie überrascht fest, dass dem tatsächlich so war. Die Sonne stand nu wieder tief am Himmel und sandte ihre Strahlen über die Ebene. Eingetaucht in ein blassgoldenes Licht, schimmerte Alles so unwirklich …einfach wie nicht von dieser Welt.

<b>Hm, … ein Sonnenuntergang sieht fast überall gleich aus. Wirklich schön dieses goldene Licht.</b>

Fasziniert stand sie da und blickte über die vom Schnee glitzernde weite Ebene und genoss die frühen Abendstunden. Nebenbei bemerkte sie, wie Nachtschatten ein wenig begann, herum zu streunen. Er schien nach etwas Ausschau zu halten, knurrte ein paar Mal und jaulte recht kläglich vor sich hin. Nach dem er wohl nichts erspähen konnte, fing er an mit seiner Schnauze durch den Schnee zu pflügen. Er hatte damit kaum Schwierigkeiten, da der Schnee noch keine Wochen lag und sich somit keine Eisschicht bilden konnte. Allerdings kam Nachtschatten jedoch nicht immer allzu weit, da er sich klagend hinsetzte und versuchte, sein Naseninneres vom feinen Pulver-schnee zu befreien. Yavanna war sich im Klaren darüber, dass er nach etwas Essbarem suchte. Seufzend wurde ihr aber auch klar, dass er hier kaum etwas finden würde, was seinen Hunger wirklich stillen würde, immerhin ernährte er sich nicht von Insekten und bei seiner Größe würde er sich auch nicht mit ein paar Nagetieren zufrieden geben.

<span style="color:2F5C1F;">„Na los Nachtschatten … lauf hinaus auf die Ebene und such dir dein Fressen, </span> deutete sie ihm mit einer Kopfbewegung nach rechts an. <span style="color:2F5C1F;">„Du wirst zwar ein Bisschen suchen müssen, aber ich schätze mal, dass du durchaus Beute nach deinem Geschmack finden wirst, wie etwa … Schneefüchse … Schneehasen …Hermeline … Wildhunde oder anderes.</span>

Er sah sie bei ihren Aufzählungen an und man hatte so das Gefühl, dass Nachtschatten vollkommen verstand, was sie ihm da vorschlug … man könnte sogar meinen, seine Augen leuchten zu sehen. Yavanna lachte auf, wie sie ihren Wolf da zu ihren Füßen liegen und lauschen sah.

<span style="color:2F5C1F;">„Da musst du aber schon selber loslaufen und jagen, mein Lieber … von mir wirst du das nicht bekommen.</span>

Sie gab ihm einen Klaps auf den Hintern und er rannte wie von der Tarantel gestochen hinaus auf die Ebene. Lachend sah sie ihm noch hinterher und verfolgte sein Treiben über die Ebene. Gar nicht mal soweit weg von ihr, hatte er wohl schon Erfolg beim Aufstöbern einer Beute gehabt, jedenfalls verblieb er an einer Stelle. Kurze Zeit später konnte Yavanna noch ein leises Quieken vernehmen, welches ihr einen Schauer über den Rücken laufen ließ und schon stieg Mitleid in ihr auf. Mitleid mit den putzig, kleine, flauschigen Tieren, die er nun Jagen und Fressen würde.

<b>Stell dich nicht so an Yavanna …du weißt doch, dass das der natürliche Lauf der Dinge ist, so ist die Natur … fressen und gefressen werden … außerdem, wo von soll sich Wolfi denn ernähren, wenn du ihm die Tiere verbietest … er würde ja vollkommen abmagern, wenn du ihm nur Gemüse geben würdest.</b>

Obwohl sie schon „solange“ Druidin war, ging es ihr immer noch nah, wenn sie hörte, wie ein Tier zu Tode kam. Aber daran konnte sie schließlich nichts ändern und eigentlich wollte sie das ja auch gar nicht. Wenn das Rillifanes Wille war, dann war es gut so.
Plötzlich spürte Yavanna etwas an ihrem linken Bein … sie sah hinunter und bemerkte Assatal, wie er an ihr heraufkletterte. Oben auf ihrer Schulter angekommen machte er es sich gemütlich und sah ebenfalls auf die weite Ebene hinaus. In seinem Maul klemmte eine kleine weiße Kugel, die er nun ihn seine Klauen nahm und weiter daran knabberte. Amüsiert sah sie ihm zu, wie er daran herum knabberte … als er bemerkte, dass sie ihn ansah, hielt er ihr die Eiskugel entgegen. Aber Yavanna lehnte dankend ab. Sie hatte zwar nichts dagegen, von ihren Geschwistern etwas anzunehmen und weiter zu essen, aber was ein kleiner Drache im Maul hatte, mochte sie dann doch nicht weiter essen. Die Geste alleine aber, and sie sehr putzig, dass Assatal immer an sie dachte. Mit einem Schaudern dachte sie an die Momente, in denen er sogar seine erlegte und bereits zerfleischte Beute mit ihr teilen wollte, dieses Angebot überließ sie dann doch lieber ihrem Wolf.
Yavanna fiel wieder etwas ein, nach dessen Assatal sie vor ein paar Tagen gefragt hatte und so wandte sie sich wieder an ihren kleinen Drachen.

<span style="color:2F5C1F;">„Mir ist jetzt endlich eine Idee eingefallen, wie ich dir eventuell beibringen könnte, wie du deinen Odem einsetzen kannst.</span>

Interessiert sah er sie an und lauschte erfreut ihren Vorschlägen.

<span style="color:2F5C1F;">„Weißt du, zum einen kann Myrjala dir zeigen, wie dein Odem auszusehen hat. Sie besitzt da so eine magische Flöte, mit der sie eine Art Eisodem kreieren kann. Ich dachte mir, dass könnte dir helfen …außerdem werde ich Rillifane fragen, ob er mir auch so einen Zauber verleihen kann, um dir zu helfen … oder aber, ich versuche mich in ein Tier zu verwandeln, was ebenso einen Eisodem hat, genau wie du. Vielleicht kann ich dir dann beschreiben, wie du das anstellen musst, vorausgesetzt ich kann das dann auch … ich dachte da so an einen Winterwolf.</span>

Zwischendurch sah sie zu Assatal, um mit zu bekommen, ob er überhaupt einverstanden war mit ihren Vorschlägen. Seit dem sie sich dazu bereit erklärt hatte, Assatal aufzuziehen, machte sie sich jeden Tag Gedanken darüber, wie sie ihm die typisch draconischen Dinge beibringen könnte. Sie wollte das so gerne übernehmen, musste aber auch einsehen, dass es Grenzen gab du wenn es gar nicht mehr ginge, würde sie seinen großen Freund aufsuchen und ihm die Erziehung schweren Herzens überlassen. Aber noch war alles gut gelaufen, selbst das jagen hatte sie ihm beigebracht, wenn auch mit großer Hilfe von Wolfi, denn das Töten und Zerfleischen konnte sie ihm beim besten Willen nicht beibringen.

<span style="color:2F5C1F;">„Was das Fliegen angeht mein Kleiner, da werde ich mir ein Tier als Vorbild nehmen, was dir am Ähnlichsten kommt, werde mich dann in diese verwandeln du dann zeige ich dir, wie du fliegen kannst.</span>

Freudig sah Yavanna Assatal an und seine silbrigblauen Augen strahlten zurück. Er schmiegte sein kaltes kleines Köpfchen an ihre Wange und gurrte vergnügt vor sich hin.

<span style="color:2F5C1F;">„Freut mich, dass dir meine Vorschläge gefallen und wen wir erstmal Myrjala gefunden haben, können wir auch schon bald mit deinem Unterricht anfangen.</span>

Während sie sich noch eine Zeit lang mit Assatal unterhielt, kam auch Nachtschatten wieder. Er sah mehr oder weniger zufrieden aus, murrte aber nicht weiter und ließ sich in den Schnee fallen.
Die ganze zeit aber über, hatte Yavanna das Gefühl, dass irgendetwas nicht stimmte. Es war ein nicht zu beschreibendes Gefühl … nicht wirklich dass eine Gefahr anstand, oder gleich irgendetwas passieren würde, aber dieses merkwürdige Gefühl war die ganze Zeit über da und wollte nicht verschwinden. Sie hasste so etwas und um dieses Gefühl zu ergründen, ging sie in sich, um es näher zu erforschen. Nach einer Weile kam sie zu dem Entschluss, dass sie sich irgendwie beobachtet fühlte, aber sie sah niemanden. So kniete sie sich hin, um Kontakt mit dem Boden zu haben … Yavanna konzentrierte sich und versuchte und den Geist der Natur auf sich aufmerksam zu machen. Dies fiel ihr nicht mehr schwer und schon bald sah sie durch die Augen der Natur … nach reichlicher Suche, musste sie zugeben, dass da draußen niemand war, der sie beobachtete. Aber dieses seltsame Gefühl wich immer noch nicht, sie dreht sich auf der Stelle langsam um ihre eigene Achse. Die einzigen beiden Orte, die sie noch nicht untersucht hatte, waren die Schlucht und die Brücke. Da sich Nachtschatten diesen beiden Dingen nicht nähern würde, nahm sie nur Assatal mit und schritt zuerst vorsichtig bis fast an den Rand der Schlucht, dabei passte sie aber darauf auf, dass der Abhang nicht nachgeben und sie mit in die Tiefe reißen würde. Aber auch hier konnte sie nichts Ungewöhnliches entdecken. Der Wind pfiff in der Schlucht natürlich stärker als oben am Rand, aber direkt an den senkrechten Wänden der Schlucht dürfte sich niemand halten können. Als nächstes begab sie sich in Richtung Brücke. Diese Brücke sagte ihr überhaupt nicht zu, sie war aus Stein, schwarz, hatte kein Geländer und diese komischen Gebäude, die an beiden Enden standen, sahen ziemlich bedrohlich aus. Nachtschatten war ihr in gebührenden Abstand zum Abgrund gefolgt und beobachtete interessiert ihr Treiben. Yavanna wusste selber nicht genau, was sie hier erwartete oder glaubte zu entdecken. Mehrere Schritte blieb sie vor diesem seltsamen Steingebäuden stehen und sah sie sich etwas genauer an, konnte aber nicht wirklich etwas entdecken. Es mussten wohl typisch menschliche Gebäude sein, sie kannte zwar nicht die genaue Art, aber für sie sahen die Gebäude eh alle gleich aus. Zeit verstrich und nichts geschah, wie sie es eigentlich auch erwartet hatte … ein Bisschen ratlos stand sie da noch herum und machte sich dann wieder auf zu ihrem Platz, wo sie sich vorhin nieder gelassen hatte.
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Re: Über die Schlucht

Beitrag von Erzähler » Samstag 3. November 2007, 15:32

Die silbergrauen Augen beobachteten mit Neugierde und Erwartung, wie sich die Frau der Brücke näherte. Bald stand sie direkt davor und es fehlten nur noch wenige Schritte, bis sie das dunkle Gestein betreten würde - aber sie tat es zu seinem Erstaunen nicht. Sie stand einfach nur da, begutachtete das Bauwerk und rührte sich nicht. Ein Grollen drang über die dicken Lippen und lange Zähne blitzten auf. Der letzte Reisende, der die Dunkle Brücke überqueren wollte, war schon lange her gewesen und der Winter kam wie die letzten davor auch ohne das etwas Interessantes geschah.
Aber diese Menschenfrau versprach Abwechslung, vor allem wenn sie vorhaben sollte die Brücke zu überqueren.

Noch ehe sie ihren Rückweg wieder antreten konnte, breiteten sich auf einmal fledermausartige Flügel von der ehemals versteinerten Gestalt aus, ehe sich der gesamte Körper vom Dach des Wachturmes warf. Wirkte sie zuvor plump und schwerfällig, war sie nun beweglich, obgleich die ledrige Haut immer noch die Farbe des Gesteins glich.
Schnell näherte er sich der Frau und landete nur wenige Meter vor dieser, genau vor dem Übergang der Brücke.
Der große Kopf drehte sich in ihre Richtung, die kräftigen Hinterbeine trugen nun den Größteil des Körpergewichtes, auch wenn die langen Armes schon wieder anstalten machten sich am Boden abzustützen. Aber anscheinend wollte er seine ganze Körpergröße darstellen und er war einige Köpfe größer als Yavanna.
"Wer bist du und was führt dich dazu, die Brücke überqueren zu wollen?"
Die Stimme klang tief und hinterließ den Ton von aneinander reibenden Gestein, dazu klang sie so, als habe er lange nicht mehr gesprochen. Hart und etwas bruchstückhaft kamen die einzelnen Worte über seine Lippen, während er die Augen unablässig auf sie gerichtet hatte und versuchte seine Gestalt aufrecht zu erhalten.

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Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin
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Re: Über die Schlucht

Beitrag von Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin » Dienstag 6. November 2007, 06:04

Yavanna hatte sie gerade umgedreht, um wieder zu ihren Sachen zurück zugehen, wie ein seltsames Geräusch die Luft durchschnitt. Ein seltsames Geräusch, was ihr aber irgendwie bekannt vor kam … rauschend und ziemlich in ihrer Nähe … das Geräusch von Flügeln! Vor Schreck und Überraschung weiteten sich ihre Augen und sie blieb wie angewurzelt stehen. Assatal hörte auf zu schmatzen und wurde augenblicklich unsichtbar.
Bei jedem flugfähigen Tier konnte man natürlich Geräusche seitens der Flügel vernehmen, aber dieses Geräusch hörte sich nach ziemlich großen Flügeln an. Solche großen Flügel konnte sie bisher nur Drachen zuordnen. Aber wo soll auf einmal so ein großes Wesen so plötzlich herkommen? Hier war weit und breit nichts, wo es sich hätte verstecken können und in der Schlucht hätte sie diese Geräusche von Schwingen schon längst vernommen. Hatte sich dieses Wesen unsichtbar hier in der Nähe versteckt? Das wäre eine Erklärung dafür, dass sie es nicht gesehen und wahrgenommen hatte. Aber warum hatte Assatal ihn nicht bemerkt? Er bemerkte doch sonst jeden seiner Art, zumindest war de früher so, wie er noch groß und erfahrener war … darüber würde sie nachher mit ihm sprechen, vorausgesetzt, sie würden danach noch leben.
Dann hörte das Flügelschlagen plötzlich auf und kurze Zeit später landete mehrere Schritt hinter ihr, es war recht schwer, da sie die Vibrationen im Boden spürte, die diese Wesen bei seiner Landung verursacht hatte.

<b>Ein Drache kann es jedenfalls nicht sein, dafür ist zwischen der Brücke und mir nicht genug Platz … aber vielleicht ist es auch ein kleiner Drache … aber dessen Schatten würde mich doch überragen …Rillifane steh´ mir bei.</b>

Angespannt und wachsam drehte Yavanna sich vorsichtig um, um sehen zu können, was da hinter ihr gelandet war. Sie hatte sich alles Mögliche vorgestellt, aber was sie nun sah, kannte sie überhaupt nicht. Diesre Gestalt die da vor ihr stand oder auch leicht kauerte, war sie noch nicht begegnet und sie hatte schon so einiges getroffen oder gesehen auf ihren Abenteuern. Erleichtert atmete sie erstmal ein wenig auf, es hatte wohl nicht vor, näher zu kommen … es stand einfach da, direkt vor dem Zugang auf die Brücke und starrte sie aus wachen Augen an.
Es sah irgendwie seltsam aus, wie eine Mischung aus verschiedenen Wesen. Definitiv war es um einige Schritt größer als sie, stand aber auf zwei Beinen und hatte aus irgendeinem Grund ziemlich lange Arme. Der Körper dieses offensichtlich humanoiden Wesens war äußerst muskulös und die Farbe der Haut war grau in fast allen Schattierungen. Die langen schwarzen, unordentlichen Haare lagen auf der Schulter auf und gingen vermutlich bis unter die Schulterblätter. Am Haaransatz zeichneten sich deutlich kleine Hörner ab und das Gesicht wirkte grimmig. Das Flügelpaar war deutlich auf dem Rücken der Kreatur zu sehen, von tiefem Grau und leicht zerfetzt, was wohl daraufhin deutete, dass das Wesen öfters in Kämpfe verwickelt wurde. An sich trug es nur eine Art Lendenschurz und die Haut wirkte ziemlich ledrig, was Yavanna erst jetzt auffiel. Seine „Hände“ und „Füße“ waren mit Klauen bewehrt und zwischen den Beinen zuckte ein Schwanz auffällig hin und her. Bis dahin die einzige Bewegung dieser Kreatur.
Sie beäugte die Kreatur wachsam, dennoch voller Neugier und fragte sich, was sie wohl von ihr wollte. Ihre Frage wurde recht schnell beantwortet da das Wesen sie ansprach. Yavanna zuckt dennoch zusammen, da die Stimme ihres Gegenübers mehr als nur unangenehm war, unglaublich tief und sie hörte sich an, als wenn schwere Steine übereinander mahlen würden. Die riesige Kreatur wollte wissen, wer sie war und warum sie die Brücke überqueren wollte.
Sie hatte ja jetzt mir allem gerechnet, aber damit nicht.

<b>Wieso fragt er mich nach meinem Namen? …und warum will er überhaupt wissen, warum ich über die Schlucht will? …Wie kommt er überhaupt darauf, dass ich über die Brücke will? … Ich habe doch gerade eben gar nicht mit Assatal geredet … oder kann es etwas Gedanken lesen?</b>

Erst lag ein Ausdruck des Erstaunens auf ihrem Gesicht, woraufhin sie aber schnell die Augen zusammen kniff und sich selbstbewusst vor ihm „aufbaute“. Yavanna war sehr schnell klar geworden, dass sie dem da körperlich gesehen nicht das Wasser reichen konnte, aber ein selbstsicheres Auftreten konnte nicht schaden und so antwortete sie mit klarer Stimme.

<span style="color:2F5C1F;">„Ich bin eine Elfe! Sieht man doch eigentlich, oder kennst du keine Elfen?
Hm, warum ich die Brücke überqueren will? …Woher willst du wissen, dass ich das überhaupt will? … Hast du etwa meine Gedanken gelesen? Dann solltest du eigentlich auch wissen, dass man das nicht macht, das ist sehr unhöfflich.
Was ist, wenn ich mich einfach nur umgucken wollte? …und was würdest du machen, wenn ich doch rüber wollte?... Warum willst du das überhaupt alles wissen, wir kennen uns ja nicht mal?“</span>

Das Yavanna doch etwas unsicher war, merkte man daran, dass sie nun anfing schneller und ausschweifender zu sprechen, wie gewöhnlich. Die Größe machte sie aber auch nervös und so wartete sie gespannt auf eine plausible Antwort …
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Re: Über die Schlucht

Beitrag von Erzähler » Donnerstag 8. November 2007, 21:25

Während die mächtige Gestalt still verharrte und die Augen leicht verengte, bohrten sich die langen Krallen am Fuß in die Erde, obwohl sie gefroren war. Anscheinend war das Gewicht seinerseits wohl sehr groß, abgesehen davon waren die Muskeln gespannt und jederzeit bereit einen Angriff auszuführen.
Entgegen seiner Vermutung ergriff die Elfe nicht die Flucht und überwand ihren Schrecken recht schnell. Ob sie die Brücke überqueren wollte oder nicht - zu lange hatte er oben auf dem Wachtum versteinert gesessen und sich die Zeit des nachts mit Kaninchenjagden vertrieben, die durchaus langweilig und ihm nicht würdig waren.
Da war ihm diese Elfe eine willkommene Abwechslung.
Das nächste, was ihn überraschte war, dass sie begann so schnell und viel hintereinenader zu sagen, dazu noch in Lyrinthia, was ihm zusätzlich Anstrengung kostete. Eine tiefe Falte zog sich über seine Stirn und die Augen verengten sich noch ein Stück. Die Flügel waren nun angelegt, sodass man von ihrer gewalten Spannkraft nicht erahnen konnte, sollte man sie vorher nicht gesehen haben.
Es vergingen Momente, in denen der Brückenwächter die Worte der Elfe versuchte zu entschlüsseln. Dabei mangelte es ihm nicht an Sprachkenntnisse -er war alt genug um sich jegliche Art von Sprache anzueignen-, sondern an seiner Auffassungsgabe und der Verarbeitung der hingeworfenen Worte. Er hatte lange nicht mehr gesprochen und sich auch nicht mit Worten auseinander gesetzt, daher dauerte es eine ganze Weile, bis wieder die steinernde Stimme erklang.
"Das gesamte Grasland wird durch diese Schlucht getrennt und wenn du weiter reisen willst, musst du sie überqueren. Ich muss deine Gedanken nicht lesen."
Dabei konnte man nicht heraushören, ob er überhaupt dazu in der Lage war Gedanken zu elsen, aber seine Schlussfolgerung war sinnig -einfach, aber sinnig; Wenn Wanderer im Grasland waren, hatte sie vor die Brücke zu überqueren und wenn sie sich dieser auch noch näherten ... nun, was sprach dann gegen diese Annahme?
Dann beugten sich die Knie ein Stück und die langen Arme stützten sich auf die kalte Erde. Anscheinend war ihm diese Position lieber, aber seine Anspannung blieb weiterhin.
"Ich bewache diese Brücke und solltest du sie überqueren wollen, musst du mir etwas geben."
Nun nahmen seine Augen einen ganz anderes Ausdruck an; er musterte die Elfe, wie wenn er einen Hasen vor sich liegen hätte. Sicherlich war diese Beobachtung nicht gerade beruhigend.

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Re: Über die Schlucht

Beitrag von Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin » Freitag 9. November 2007, 06:15

Während Yavanna einigermaßen nervös auf die Fragen der Kreatur antwortete, entgingen ihr die Mimik und Gestik dieses Geschöpfes nicht. Sie musste sich zusammen reißen, dass sie nicht so einige Male inne hielt und das Wesen verwundert ansah. Irgendwie war der Körper dieser Kreatur wohl nicht ganz dafür geschaffen, dass es sich auf dem Boden aufhielt, denn die Haltung sackte mit einem Male zusammen, dennoch waren dessen Muskeln angespannt und es behielt sie gänzlich im Auge, abschätzend, einschätzend … ganz so, als wenn es erwartete, dass Yavanna irgendetwas unternehmen würde, was einem Angriff gleichen würde. Ihre gingen schon ein paar Gedanken durch den Kopf, aber die waren nicht dazu gedacht, dass Wesen anzugreifen, viel mehr war sie am Grübeln, was sie zu ihrem Schutz unternehmen könnte. Aber diese Wesen wollte sich einfach nicht regen.
Wie sie ihm so ihre Fragen an den Kopf warf, sah sie verdutzt, dass die Kreatur wohl etwas überfordert damit war, was sie ihm mitteilte, denn seine Stirn war ganz schön in Falten gelegt.
Deswegen hörte sie auch relativ schnell damit auf, ihm Fragen zu stellen und wartete gespannt und wieder leicht nervös auf eine Antwort. Aber diese lies auf sich warten und Yavanna hatte das Gefühl, dass sie dort eine Ewigkeit gestanden hätte, während sie wartete, ob sich die Kreatur überhaupt noch mal regte oder sich mitteilen wollte. Auf jeden Fall entspannte sich das Wesen wohl etwas, da es seine Flügel nun vollkommen an den Körper angelegt hatte, jedenfalls kam es ihr so vor. So stand sie da, wechselte ein paar Mal von einem Fuß auf den Anderen und sah dieses Wesen neugierig und auffordern an, doch etwas zu sagen.
Dann endlich war es wieder soweit, diese seltsame grollende, stockende und mahlende Stimme erklang wieder. Abermals lief ihr ein Schauer den Rücken hinab und sie fragte sich, wie er es nur aushalten könnte, sich selber reden zu hören.

<b>Wahrscheinlich ist das der Grund, warum seine Stimme so stockend klingt … er kann sich selber nicht ertragen … der arme … er kann einem fast leid tun. Der hat auch mit Sicherheit keine Freunde. Hm, aber erinnere dich daran, was Isildur jetzt sagen würde … sei lieber vorsichtig.</b>

So wartete sie ab, was nun kommen würde.
Er ging doch tatsächlich davon aus, dass sie vorhatte, das Grasland zu durchqueren und auf der anderen Seite der Brücke weiter zureisen. Er nahm wohl an, da es bisher alle Reisenden so gemacht hatten, dass auch sie es Anderen gleich tun würde.

<span style="color:2F5C1F;">„Hm, …das verstehe ich nicht. Wie kannst du davon ausgehen, dass ich auf der anderen Seite weiter reisen will? … Ehrlich gesagt, suche ich jemanden und habe mich hier nur umgesehen … na, eigentlich sind es mindestens zwei Wesen die ich suche und die müssen hier ganz in der Nähe sein, ich habe sie bereits gehört. … also, muss ich wohl nicht auf die andere Seite … außerdem,“</span> Yavanna verzog das Gesicht, <span style="color:2F5C1F;">„hat Nachtschatten Höhenangst. Alleine schon deswegen kann ich gar nicht über die Brücke, ich lass doch meinen Kleinen hier nicht alleine.“</span>

Nach ihrer Erläuterung, sah sie ihn fragend an und wartete abermals auf eine andere Reaktion, die auch prompt folgte. Während dessen beschlich sie wieder dieses nicht gerade angenehme Gefühl des angestarrt werden und der Beobachtung. Sie versuchte das Ganze zu Übergehen und hörte ihm weiter zu, wie er ihr erzählte, dass er etwas von ihr haben wollen würde, wenn sie doch über die Brücke wollte.
Nachdenklich legte sie den Kopf schief.

<span style="color:2F5C1F;">„Wieso willst du etwas dafür haben, wenn ich doch die Brücke überqueren wollen würde? … So was habe ich ja noch nie erlebt … oder hast du die Brücke gebaut? … hm, … oder bewachst du die Brücke? … und wenn ja, warum machst du das?“</span>

Es wäre aber nicht Yavanna, wenn sie letztendlich nicht doch neugierig wäre, um Weiteres heraus zu finden. So grinste sie ihn an und löcherte ihn weiter mit Fragen, ohne auf die Antworten auf ihre bisherigen Fragen zu warten.

<span style="color:2F5C1F;">„Was willst du denn haben? … Weißt du, auch wenn ich nicht rüber will, so interessiert es mich doch, was du haben willst. … Vielleicht können wir ja tauschen, so ist es bei uns Waldelfen üblich. Aber mit Metall und dergleichen, dem Menschen hinterher rennen, kann ich dir nicht dienen. … Also, was schlägst du vor?“</span>

Schelmisch grinste sie ihn an und ihre Augen blitzten, wie ihr der Schalk im Nacken saß.
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Re: Über die Schlucht

Beitrag von Erzähler » Sonntag 11. November 2007, 20:47

Kurz glaubte er, dass die Elfe schon Fluchtpläne zusammen legte, aber anstatt die Beine schleunigst in die hand zu nehmen, blieb sie stehen und wieder glitten so etlich viele Worte auf Lyrintha über ihre Lippen, dass schon allein beim Klang sein Aggressionspegel stieg. Was bildete sich dieses Weib ein?! Entweder war sie außerdentlich dumm und naiv, oder aber sie versuchte ihn abzulenken und das -das musste er sich insgeheim doch eingestehen- funktionierte zum Teil sogar.
Dann schüttelte er auf einmal ruckartig den großen Kopf und kräuselte die dicken Lippen, sodass die Zähne noch besser zu erkennen waren.
"Lange sitze ich dort oben auf den Wachtürmen und tue dies, was man mir beauftragt hat; die Brücke bewachen und Wegzoll eintreiben."
Er schnaufte wütend und fügte hinzu: "Das bisschen Abwechslung werde ich mir nicht entgehen lassen, indem ich dich wieder gehen lasse, Spitzohr."
Das letzte Wort spieh er so aus, dass man es eindeutig als Beleidigung auffassen konnte und wahrscheinlich auch sollte. Die Schultermuskeln bewegten sich merklich, als er sich etwas weiter nach vorne beugte um der Elfe besser ins Gesicht sehen zu können.
"Ich hatte lange nichts Nahrhaftes mehr zwischen den Zähnen." Sein Blick glitt suchend über die Umgebung, denn er wusste, dass sich hier irgendwo ein Wolf aufhielt, er hatte die Gefährten ja schon eine Weile beobachtet und den Graupelz bei der Jagd beobachtet.
Allerdings... sein Blick ruhte nun wieder auf der Elfe und er fragte sich, wie ihr Fleisch wohl schmecken würde. Sicherlich zart und sehr nahrhaft...Ein tiefes Grollen klang leise aus seiner Kehle, als stelle er sich schon vor, wie er dieses Weib in Einzelteile zerlegen würde....
"Auch wenn du nicht die Brücke überqueren willst, fordere ich etwas von dir; Was hast du anzubieten?"

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Re: Über die Schlucht

Beitrag von Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin » Freitag 30. November 2007, 13:10

Bei dem Ausbruch, den das Wesen nun verbal zu Tage treten ließ, erschreckte sie sich schon und unwillkürlich stieg in ihr die Frage hoch, warum so viele männliche Wesen immer so schnell jähzornig wurden und die Geduld verloren, schlimmer noch die Kontrolle. Yavanna konnte so etwas überhaupt nicht nachvollziehen, obwohl sie solche Ausbrüche durchaus von ihrem Bruder mehr als nur gewöhnt war. Wenn etwas nicht in geordneten bahnen verlief, konnte Isildur schon mal aus der Haut fahren wie er das immer so schön betitelte. Sie riet ihm dann immer, hinaus in den Wald zu gehen und zu meditieren, aber sie bezweifelte stark, dass ihr Vorschlag etwas bei diesem Wesen bewirken würde, geschweige denn auf Zustimmung stoßen würde.
Es wäre nicht Yavanna, wenn sich zu dem Schreck nicht auch Neugier und Verwunderung hinzugesellen würden. So langsam stieg wieder das Gefühl in ihr auf, dass sie Beweggründe der meisten Wesen nicht nachvollziehen konnte. Ohne etwas auf seinen ersten Satz zu erwidern, sah sie verwundert zu dem Steingebäude hoch.

<b>Warum sitzt er solange da oben und bewacht die Brücke? … Versteh ich immer noch nicht … wer sollte schon eine Steinbrücke klauen wollen? … hm, vielleicht ja Menschen. Tyfleet erzählte doch mal, dass Menschen alles klauen, was nicht niet- und nagelfest ist und selbst dann versuchen sie es trotzdem … wer weiß, vielleicht sind die Steine der Brücke ja wertvoll oder aber, sie handeln mit Zwergen, die brauchen ja immer Steine. … und wieso will er mich jetzt nicht gehen lassen?</b>

<span style="color:2F5C1F;">„Ob ich gehe oder nicht, dass hast du gar nicht zu entscheiden, ich bin ein freies Wesen und kann das selber bestimmen und überhaupt, wenn dir das nicht passt, dass du das Steinding bewachen musst, dann geh doch selber … flieg irgendwo anders hin, da wo du hin willst und glücklich wirst. Oder bist du magisch an dieses Ding gebunden?“</span>

Er hatte sich, riesig wie er war, nach vorne gebeugt. Wahrscheinlich um ihr besser ins Gesicht sehen zu können, was Yavanna gar nicht behagte. Sie musste irgendwie einen größeren Abstand zwischen sich und dem Wesen bekommen und da kam ihr auch schon eine Idee. Er wollte irgendetwas haben und sie sollte entscheiden, was das wäre, obwohl sich seine Sätze eher danach anhörten, als wenn er etwas zu essen suchen würde.

<span style="color:2F5C1F;">„Las mich schauen, ob ich etwas Essbares da habe. Ich muss dir aber gleich sagen, dass ich nichts dabei habe, was aus Fleisch ist, so was esse ich nicht. Aber vielleicht gibst du dich auch mit Edelsteinen zufrieden. Immerhin gibt es ja so einige Wesen, die sich davon ernähren.“</span>

Sie griff mit ihrer rechten Hand nach dem Schultergurt ihres Rucksackes und drehte sich dabei ein paar Mal von ihm weg, damit es so aussah, als wenn sie Schwierigkeiten hätte, den großen und schweren Rucksack vom Rücken zu bekommen. Zwei Schritte weiter entfernt hatte sie ihn endlich abbekommen, nahm ihn nach vorne und öffnete selbigen, ohne aber das Wesen groß aus den Augen zu lassen.

<span style="color:2F5C1F;">„Ich könnte dir jede Menge Süßes anbieten, aber ich glaube kaum, dass das deinen Hunger stillen würde. Ansonsten habe ich nur Kipar zu bieten. Das ist ein besonderes Brot, welches wir Elfen immer mit auf Reisen nehmen. Es ist zwar klein und sieht nach nichts aus, aber du wirst sehen, ein paar Scheiben davon und du bist richtig satt. Hier, probier es aus!“</span>

Yavanna warf ihm ein gutes Dutzend dieser zwei Finger mal zwei Finger großen Brotscheiben vor die Füße und wartete auf eine Reaktion von ihm, während sie ihren Rucksack wieder verschloss und auf dem Rücken platzierte
Da diese Kreaur ziemlich jähzornig und wohl unberechenbar war, ging Yavanna schon mal im Geiste ein paar Angriffs- und Verteidigungszauber durch, die sie im Notfall schnell einsetzen könnte, bevor er sie verletzten würde.
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Re: Über die Schlucht

Beitrag von Erzähler » Sonntag 2. Dezember 2007, 18:33

Ihm fiel es schwer einzuschätzen, ob sich diese Elfe gerade überlegte, wie sie schnell verschwinden konnte oder aber ob sie wirklich so dumm war und glaubte, es mit ihm aufnehmen zu können. Sie besaß zwar ihr Mundwerk als Waffe, aber mit Krallen und Zähnen konnte jenes es auch nicht aufnehmen. Törrichtes rotes Ding.
Aber anscheinend war sie so helle und ging auf seine Forderung ein. Sie kramte etwas in ihrem Rücksack und das sie dabei einige Schritte zurück trat, bemerkte er nicht. Neugierig geworden sah er ihr dabei zu, aber ihre Worte ließen die Hoffnung sinken; kein Essen. Nunja, eigentlich hatte er auch nicht erwartet, dass sie etwas Nahrhaftes bei sich trug - das Elfenbrot zählte nicht dazu. Auch als es vor seinen Füßen lag, starrte er es nur verwirrt an.
"Du glaubst doch nicht, dass ich sowas esse?!"
Den winzigen Brotkrumen schenkte er erst gar keine Beachtung. Nun war sie zu weit gegangen. Ruckartig spannten sich die Flügel wieder aus und die Sprunggelenke der muskulösen Beine spannten sich und dann, kurz bevor er gewillt war abzuspringen, hielt er inne. Mit einer ebenso schnellen und ruckartigen Bewegung, mit der er soeben die Flügel gespannte hatte, drehte er den Kopf in Richtung Brücke und starrte auf die andere Seite der Schlucht.
Da war jemand.
Anstatt auf die Elfe zu springen, was er soeben noch vorhatte, stieß er sich ab und kehrte zur Brücke zurück. Im Flug glich er mehr einer großen, hässlichen Flederemaus als etwas anderem. Was hatte wohl seine Aufmerksamkeit derart in Anspruch genommen, dass er sein gefundes Mahl außer Acht ließ?
Nun, jetzt hatte die Elfe auf jeden Fall die Gelegenheit die Flucht zu ergreifen.

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Re: Über die Schlucht

Beitrag von Yavanna Yalanílûe Ni'Tessin » Montag 3. Dezember 2007, 21:26

Yavanna war ihrerseits verwirrt, warum das Wesen verwirrt war. Sie hatte ihm doch ausführlich erklärt, worum es sich bei Kipar handelte.

<b>Warum will er das nicht essen? Danach würde er so satt sein, wie schon lange nicht mehr … wieso müssen die sich immer alle so anstellen, wenn man etwas von Brot erzählt … man kann doch nicht jeden Tag Fleisch essen, dass macht nicht mal mein Vater … das ist auch gar nicht gesund und außerdem bringt es die Natur aus dem Gleichgewicht, wenn jeder jeden Tag ein Tier erlegen würde.</b>

Sie wurde jäh aus ihren Gedanken gerissen, wie sie knurrende Geräusche vor sich vernahm. Erschreckt sah sie auf das Wesen vor sich, welches sich gerade auf den Sprung machte, näher zu ihr zu gelangen und weiß schon, was es dann mit ihr vorhatte. Sie hatte es durchaus in Erwägung gezogen, dass es sie angreifen würde, immerhin sah es von Anfang an nicht sehr vertrauens- würdig aus und es verhielt sich noch viel seltsamer, als Alles magische, dem sie je begegnet war.
Eine direkte körperliche Konfrontation konnte sie sich nicht leisten, dafür war sie zu schwach, sie schätze sich aber intelligenter als das Ding ein und außerdem beherrschte sie einige Fähigkeiten und Zauber ihres Gottes, welche wohl ausreichen sollten, die Kreatur außer Gefecht zu setzen.
Auf keinen Fall wollte sie, dass es verletzt wird, das war nicht ihre Art, so kramte Yavanna nach geeigneten Verteidigungszaubern in ihrem Hirn und da kam ihr auch schon die passende Idee, eine Steinwand, die die Wucht dieses Wesens aushalten sollte.
Yavanna ließ sich also auf die Knie fallen, berührte blitzschnell den Boden mit beiden Hand- flächen und stieß die Wortkomponente für diesen Zauber aus.

<span style="color:2F5C1F;">„Miruvóreva!“</span>

Ein paar Sekunden später schoss aus dem Boden eine enorme Steinwand in die Höhe, deren Ausmaße ungefähr drei mal drei Schritt betrugen. Diese Steinwand hier „wachsen“ zu lassen war keine große Kunst, da ja eine Schlucht keine zehn Schritt von ihr entfernt war und in diesem Fall wohl mehr brachte als eine Wand aus lebendem Grün.
Yavanna hockte sich hinter die Wand und wartete angespannt auf den Aufprall der Kreatur … der aber aus irgendeinem Grund nicht kam. Verwundert, doch neugierig, schlich sie zum Rand der Steinwand und lugte um die Ecke. Sie sah gerade noch, wie dieses Wesen dabei war, sich umzudrehen und warum auch immer zurück zur Brücke zu fliegen. Sie brauchte nicht lange, um die Gunst des Augenblicks zu nutzen und fasste einen Plan, mit dem sie hier möglichst schnell wegkommen würde.

<span style="color:2F5C1F;">„Assatal, … halt dich hinten in meinen Haaren fest … ich werde mich in einen Wolf verwandeln … so können wir schnell entkommen.“</span>

Im Gegensatz zu Derat brauchte Assatal nicht lange um Anweisungen zu beachten, er war eigentlich recht gehorsam und tat in der Regel das, was man ihm auftrug. Sogleich begab sie sich auf alle Viere und sprach die Worte, die sie in einen Wolf verwandeln würden.

<span style="color:2F5C1F;">„a´dao valva iama lara.“</span>

Dabei benutzte sie nicht ihre druidische Fähigkeit, die sie in einen Wolf verwandeln würde, denn dann müsste sie alles hier lassen, egal ob es Assatal wäre, ihre Kleidung oder ihre Ausrüstung … und das war sie definitiv nicht gewillt, auf sich zu nehmen. Wer weiß, nachher würde das Ding sie noch verfolgen und dann hätte sie nichts, um Assatal und sich zu schützen. So wirkte sie den entsprechenden Zauber, der zwar etwas länger im Aufbau dauerte, aber ungleich nützlicher war, in solchen Situationen.
Kurz nach den Worten setzte auch schon die Verwandlung ein. Zugegebener Maßen, war es schon reichlich seltsam, dass sie nun ein Wolf von ein mal eineinhalb Schritt mit rubin- rotem Fell und einem Feendrachen auf dem Rücken war.
Sobald sie spürte, dass die Verwandlung vollendet war, rannte sie los, wie wenn ihr ein Dämon auf den Fersen wäre. Yavanna hatte vor, erstmal in Richtung des Waldes zu rennen, aus dem sie vor ungefähr zwei Tagen gekommen war. Da dieser aber zu weit weg war, musste sie sich auf dem Weg ein anderes Versteck suchen. Sie würde wahrscheinlich mit den wenigen Bäumen und Büschen hier auf dieser Ebene vorlieb nehmen müssen.
Nachdem sie etliche hunderte Schritte gerannt war, verfiel sie in eine geringere Geschwindigkeit, da sie nicht vorhatte, mitten in der Ebene zusammen zu brechen. Außerdem musste sie Nacht- schatten noch finden, sie hatte nicht vor, ihn auf das Ding an der Brücke treffen zu lassen. Da hier ja nicht die Gefahr bestand, irgendwo gegen zu laufen, sah Yavanna sich um du entdeckte auch schon bald ihren Wolf. Mit einem gekonnten Heulen lenkte sie seine Aufmerksamkeit auf sich und etwas später rannten sie auch schon Seite an Seite gen Osten in die Ebene hinein.

[weiter geht es im grasland – auf der suche nach unbekannt]
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